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Der Burgbote 2008 (Jahrgang 88)

Singen ist ja wie

Singen ist ja wie Straßenverkehr - nur schöner. Übrigens, bei Wiegeniied ist es ja so, dass man nicht selbst einschlafen soll, sondern das Kind. Ich sagte: nicht durchbrüilen. ich sagte nicht: durchbrüilen. Mit allem, mit a I i e m. Wenn Sie ein zweites Mal in ein Restaurant gehen, sagen Sie ja auch nicht: Aber heute ohne Gewürze! Der richtige Ton war eh in der Über macht, nur war er zu schüchtern. Wenn Sie vor sich hinsingen ohne " (miteinander) zu kommunizieren, ^ ist alles Umweltverschmutzung, ^ mehr nicht. Sie sollten gar nicht mitsingen im 1. Tenor - schon gar nicht falsch. Es gibt ein oder zwei, die nicht das singen, was die anderen singen - und damit nicht im Recht sind. Es reicht vollkommen, wenn es richtig ist. Molto ritmico, - das Nachbarprodukt von Moltofill ^aklniei^ . . . ein Beweis des Verlraaens I Wilhelm Oahlmeyer Beslatlungsunternehmen gegründet 1867 50931 Köln Dürener Str. 211 Tel.: 9 40 81 00 48

Anfangs war mir vieles unklar... Als ich auf die Teilnahme am Divertisse mentchen 2008 angesprochen wurde sagte ich mit Freuden ja. Ich durfte in den großen Chören und bei 2 Ensembles mit wirken. Anfangs war mir vieles unklar, vor allem weil nur die einzelnen Stücke eingeübt wurden und mir als Neuling die Zusam menhänge noch nicht klar genug erschie nen. Ich wusste nicht wie ich mich bei meinem kleinen persönlichen Beitrag ver halten sollte. Ich erfuhr was eine „Sitzprobe" ist und dass z. B. eine „Orchesterprobe" auch die Anwesenheit der Sänger erfordert und vieles mehr. Nachdem ich alle Zusammenhänge des Stückes szenisch und musikalisch voll ständig kannte war ich von dem Ergebnis bereits begeistert. Als dann noch die Büh nenbilder und Kostüme hinzu kamen ahnte ich, dass das „Zillche 2008" ein Renner werde. Bereits die Generalprobe empfand ich als ein Erlebnis. Als der Chor im Schlussbild (10. Akt) das Finale „Jeder vun uns hät singe eije Draum..." sang und nach vorne zur Bühnenrampe ging, habe ich bereits jetzt ein großes Glücksgefühl empfunden und war dankbar, 2008 dabei zu sein. Ich hatte vor einem Jahr nicht mehr damit ge rechnet. Alle weitere 25 Aufführungen waren für mich ein Genuss. Nach jeder Ouvertüre lauschten wir gespannt wie das Publikum reagierte. Nach dem ersten Szenenap plaus waren wir dann beruhigt. Fantas tisch wie das Publikum bei allen Aufführungen mitging. Zwei Aufführun gen an einem Sonntag sind zwar hart, werden aber durch die Freude und Gesel ligkeit unter uns Mitwirkenden leicht ausgeglichen. Auch die längere passive Phase im Anschluss an meinen Auftritt im 2. Bild (Streit-Chor) bis zum Kirmes- Chor-Auftritt nach der Pause konnte ge meinsam mit den anderen Sängern gut überbrückt werden. Der letzte Abend am Karnevalsdienstag war mit etwas Wehmut verbunden, vor allem, als einige begeisterte Besucher Rosen auf die Bühne warfen. 25 Auffüh rungen in 4 1 /2 Wochen mit einem Team „bühnenverrückter" FHobby-Theater/Operette spielender „KMGVer" vor jeweils mehr als 1200 begeisterten Besuchern sind ein Erlebnis. Ich war mit Dieter klagen auf der Damenseite untergebracht. Einige wunderten sich, da wir doch Männer-Rol len haben. Dies war überhaupt kein Pro blem, die Stimmung war prima und wir hatten viel Platz, um unsere Kostüme zwi schen den Szenen zu wechseln. Nachdem ich eine Saison mitgespielt habe fühle ich mich als „Cäcilianer". Ich freue mich schon auf das nächste Stück und hoffe, dass ich wieder mitspielen darf und gefordert werde, jetzt kenne ich ja den Ablauf. Der Dankeschön-Abend für alle Mitwir kenden und deren Partner zeigte, dass die Mitwirkung bei den Cäcilianern das Beste ist, um in den KMGV hinein zu leben, hier lernt man sich kennen. Hans-Herbert Schefczik 49