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Der Burgbote 2008 (Jahrgang 88)

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' ».jasJU Köln,er IV^ än'ner-G esan g-Verein 1 ^ Ä< ^ Antigone Tragödie von Sophokles IVIusik von Felix Mendelssohn Bartholdy Maria Schräder Franz Mazura KREON Frank Blees BASS AMTIGONE Kölner Männer-Gesang-Verein Bergische Symphoniker i^Dirigent: 'Be|nhard Steiner ^ ■; | TTSonntag, 7. September 2008 j \ 20.00 Uhr SS«» Kontakt: 0221 / 23 12 32 oderinfo@kmgv.de Vorverkauf »KölnTicket« 0221/2801 oder 0221/280 280 www.koelnticket.de und alle angeschlossenen Vorverkaufsstellen Abendkasse: 1V2 Std. vor Beginn des Konzertes ■ Preise: € 12,- bis 32,- KMGV KOLNER WANNER-GESANG VEREIN gegründet 1842 ;

Tragödie, uraufgeführt 442 v. Chr. 1. Autor Sophokles Sophokles wurde 496 v. Chr. nahe Athen geboren. Sein Vater war Waffenhersteller, sein Vermögen hat er durch Sklaven auf gebaut. Sophokles nützte später diese Ge werbe als Broterwerb, damit er unbesorgt schreiben konnte. 441 v. Chr. wurde er zu einem Strategen Athens ernannt, 433 v. Chr. zum Schatzmeister. Ab 431 v. Chr. musste er den Niedergang Athens mit an sehen. 406 V. Chr. starb er. Sein Werk umfasst Dramen, Satyrspiele, Epigramme und Elegien. 2. Vorgeschichte Um den Inhalt „Antigone" verstehen zu können, bedarf es einiger Vorkenntnisse. Alle Personen entstammen der griechi schen Sagenwelt. Ort der Handlung ist das Königreich Theben. Zu Beginn steht die Gründung Thebens, das vom Herrscher Laios gelenkt werden soll. Laios lenkt ziemlich schnell durch die Entführung eines Königssohnes den gött lichen Zorn auf sich. Ein Fluch, der noch viele Generationen zu grausamsten menschlichen Handlungen und zu moralischen Konflikten aller Art führen wird, ist geboren. Das Orakel von Delphi prophezeit Laios Schlimmes, sein Sohn werde ihn töten und seine Mutter Jokaste, Ehefrau des Laios, heiraten. Um dies zu verhindern, setzt er das Kind Ödipus aus. Leider um sonst. Durch verrückteste Zufälle ge schieht letztlich doch alles Prophezeite. Als Jokaste und der ebenfalls unwissende Ödipus das Unheil erfahren, begehen sie auf unterschiedliche Weise Selbstmord. Ihre vier Kinder sind Antigone, Ismene, Eteokles und Polyneikes. Die Söhne, deren Aufgabe es nun ist, das Reich Theben zu lenken, fangen einen Streit um die Herr schaft an. Obwohl sie sich endlich doch einigen, abwechselnd zu herrschen, will Eteokles nach Ablauf der Frist nicht die Herrschaft abgeben. Polyneikes beginnt daraufhin kriegerische Handlungen gegen ihn, indem er mithilfe fremder Heere die eigene Stadt angreift. Das Ganze endet damit, dass sich die Brüder im Zweikampf gegenseitig umbringen. Neuer Herrscher über Theben wird Kreon, Onkel der vier Kinder, der sofort verbietet, Polyneikes zu bestatten. Dieser habe mit seiner Zuwiderhandlung gegen das Va terland keine Rituale verdient, was im griechischen Glauben dazu führt, dass seine Seele nicht in die Unterwelt gelan gen kann und somit rastlos umherwan dern wird. Hier setzt die Handlung der „Antigone" ein. 3. Inhalt des Dramas Nachdem die Belagerer Thebens abgezo gen sind, bleibt Antigones Bruder Poly neikes am Ort des Zweikampfes liegen, daneben liegt sein Bruder Eteokles. Die sen lässt Kreon bestatten, Polyneikes Leichnam aber darf nach Anweisung Kreons von niemandem bestattet werden, sonst drohe ihm die Todesstrafe. Antigone jedoch bestattet ihren Bruder Polyneikes gegen den Willen Kreons und folgt so den Geboten der Götter. Als Kreon das erfährt, ordnet er an, dass man den Körper frei lege. Als Antigone nochmals versucht, den Körper zu bestat ten, wird sie erwischt. Kreon verurteilt Antigone zum Tode durch Einsperren in ein Felsengrab. Antigones Verlobter, Kreons Sohn Haimon, versucht vergeb lich, seinen Vater zum Widerruf seines Urteils zu überreden. Der blinde Seher Teiresias mahnt Kreon, sich zu besinnen. Seine Tat sei ein Frevel. Mit der Prophezeiung unvermeidlichen Unglücks gelingt es Teiresias, Kreons