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Der Burgbote 2008 (Jahrgang 88)

einzelnen Mitfahrerinnen

einzelnen Mitfahrerinnen sorgten im Laufe des Abends für Unterhaltung auf hohem künstlerischen Niveau. Hans Abel begeisterte uns mit einem Gesangsvor trag und das Drago Sauperl in seinen Vor trägen die Menschen berührt wussten wir alle, aber an diesem Abend übertraf er alles. Gemeinsam mit dem Restaurant leiter des Hotels sang er ein Lied aus seiner slowenischen Heimat so anrüh rend, dass der Restaurantleiter, ein Land mann Dragos, in Tränen ausbrach. Gottfried Riphahn und seine Frau erfreu ten uns mit einem wunderbaren Sketch. Günter Roggendorf und Manfred Schreier führten mit herrlichen Einlagen gekonnt moderiert durch den Abend. Melodie kannten und in ihren Werken verarbeitet hatten. Max Rosmiarek am Klavier und Günter Roggendorf als Rezi tator verzauberten uns mit Lili Marleen in unterschiedlichen Variationen und der rauschende Beifall am Schluss war ver dienter Lohn für die Künstler. Prinz und Prinzessin Angestellte des Hotels verteilten Zettel, auf denen Fragen über deutsche Märchen zu beantworten waren und den Gewin nern winkten schöne Preise. Wie oben er wähnt waren unsere Märchenkenntnisse nicht sehr ausgeprägt und wir konnten nicht alle Fragen beantworten. Aber es wäre nicht die Gruppe 66, wenn nicht 4 Lili Marieen ä ia Mozart Alle Mitfahrer der Gruppe 66 kannten den Evergreen Lili Marleen. Während des Krie ges gab dieses Lied vielen Frontsoldaten und den Angehörigen daheim Trost und berührte die Menschen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Was die meisten nicht wussten, dass schon Bach ddie Melodie zu einer Fuge verarbeitet hatte und auch Mozart, Beethoven, Schu bert, Schumann und Johann Strauß diese doch einige dabei gewesen wären, die alle Fragen richtig beantworten konnten. Nachdem die Fragebögen wieder einge sammelt und ausgewertet waren, wurden die Gewinner gekürt. Mitarbeiter des Hotels verkleideten die Preisträger als Prinz und Prinzessin. Sie gewannen je ein kostenloses Superwochenende im Hotel. Eine schöne Aktion des Hauses und es zeigte, dass man sich auch als Erwachse ner mit Märchen auskennen sollte. 78

Der Abend ging, wie es für unsere Gruppe üblich ist, bis in die frühen Morgenstun den. Manfreds legendäre Liederbücher halfen uns, den hessischen Zuhörern das kölsche Liedgut in „originalem Kölsch" nahe zu bringen. Marburg, der 2. Tag Die Elisabethkirche, einst ein vielbesuch ter Wallfahrtsort, ist die wichtigste Kirche in Marburg. Eine der frühesten und schönsten gotischen Kirchen Deutsch lands, die Grab- und Wallfahrtskirche der heiligen Elisabeth, die genau an der Stelle errichtet wurde, an der sich einst das Hos pital der mildtätigen Königstochter be fand. Erbaut wurde sie in den Jahren puttsaniert. Kaum ein Neubau stört die bis heute historische Kulisse. Und dass diese Stadt sehr bergig gebaut ist, machte sich bei der Besichtigung der Altstadt schnell bemerkbar. Der Aufstieg bis zum Schloss ließ uns schnell ins Schwitzen kommen. Belohnt wurde die Anstrengung mit einem atemberauben den Blick über das gesamte Marburg. Damit nicht alle Touristen die Stadt nur kurzatmig in Erinnerung behalten, hat sich die Stadtverwaltung etwas Beson deres einfallen lasen. Mit Aufzügen kön nen sich nicht so sportlich ambitionierte Besucher zu den Sehenswürdigkeiten transportieren lassen. 1235 -1283 vom Deutschen Ritterorden. Kern und Mittelpunkt von Marburg ist - wie schon vor Jahrhunderten - die ber gige Altstadt unterhalb des Landgrafen schlosses mit ihren verwinkelten Gassen und historischen Fachwerkhäusern, die zum Teil bucklig und krumm am Hang er baut wurden. Die Altstadt von Marburg wurde im zweiten Weltkrieg nicht bombadiert und - im Gegensatz zu anderen Städten - in den Jahrzehnten nicht ka- Das Sitzen wird durch das Laufen erst schön Wer die Gruppe 66 kennt weiß, dass kein Gruppenmitglied die Aufzüge benutzte. Wir haben keine Steigung und keinen Hügel der Altstadt ausgelassen. Nicht nur das, während der Besichtigung haben wir uns ausgiebig unterhalten, schöne Stätten kommentiert, auch persönliche Gesprä che geführt und am Mittag, bei einer Tasse Kaffee, das schöne Ambiente ge- 79