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Der Burgbote 2008 (Jahrgang 88)

Kölner Stadt-Anzeiger -

Kölner Stadt-Anzeiger - Kultur 11.09.2008 „Antigone" in der Philharmonie - Bernhard Steiner und der große Kölner Männer-Gesang-Verein überraschten in der Philharmonie wieder mit einer fri schen Programmidee. Sie blickten zurück nach Potsdam 1841. Damals sollten Lud wig Tieck und Felix Mendelssohn für den Preußenkönig die Tragödie rekonstruie ren. Jetzt gruben die Kölner Mendels sohns fast vergessene Schauspielmusik (1841) zu Sophokles' „Antigone" aus, aber nicht nur die Chöre, die das Drama mal schwankend mal warnend begleiten. Steiner bot das ganze Bild. Für eine Auf führung ohne Szene hatte er eine zu träglich gekürzte verständliche Fassung für vier Schauspieler erstellt. Sie band Chor und Chorführer (Frank Blees, Bass, Sprecher) in das Geschehen ein wie bei Mendelssohn und womöglich schon bei Sophokles 442 v. Chr. In Athen. Maria Schräder gab eine zerbrechliche, aber auch schroffe Antigone. Franz Mazura verkörperte grandios den selbstherrlichen Tyrannen Kreon, den das Schicksal am Ende als gebrochenen alten Mann allein lässt. Packendste Momente glückten mit der aus der Mode gekommenen Spielart Melodram, es bekam in sensibler Abstim mung zwischen Sprechern und Orchester unverhofft neue Kraft. Überhaupt trugen die Bergischen Symphoniker zu dem begeisterten Abend viel bei. Am meisten überraschte der klar artikulie rende Chor mit Facetten zwischen Jubel und Bangigkeit. Die leistungsstarken Amateure haben sich ebenso auf Men delssohn wie auf Sophokles eingelassen. (MK) 94

Rhein-Zeitung Koblenz Kultur 18.09.2008 „Antigone" als hochdramatisches Musiktheater Koblenzer Mendessohn-Tage präsentier ten das 1841 uraufgeführte Werk des Komponisten in der Rhein-Mosel-Halle Die von Felix Mendessohn Bartholdy ver tonte Tragödie „Antigone" war nach ihrer Uraufführung 1841 ein in ganz Europa gern gespieltes Werk - bis irgendwann das Interesse nachließ. Die Koblenzer Mendelssohn-Tage, die schon häufiger selten aufgeführte Werke des Komponis ten „ausgegraben" haben, zeigten nun in der Rhein-Mosel-Halle eine konzertante Aufführung der „Antigone". l'ifoder Musik ist dies eine frage der richtigen I Komposition - in der Energieversorgung zählt , dagegen die richtige Kombination. ff. In diesem Sinne bündelt rhenag als Beteiligungs- :! manager das Wissen, Können, und die Ressourcen * einer Gruppe selbstständiger Unternehmen. So ; steigern wir Unternehmenswerte und sorgen für ein klangvolles Ergebnis. ä. Im Mittelpunkt stand dabei Maria Schrä der als Antigone. Die bekannte Film schauspielerin interpretierte die Rolle als eine betroffene, aber dennoch angrei fende Frau, die sich gegen Kreon auf lehnt, am Ende aber trotzdem verbittert. Ihr Gegenspieler Ist Kreon, dargestellt von dem 84-jährigen Franz Mazura, der in kraftvoller, überzeugender Welse den selbstherrlichen Tyrannen verkörperte. Dass die Tragödie, die Sophokles im 5. jahrhundert vor Christus verfasst hat, auch den heutigen Besucher fesselt, lag nicht zuletzt an diesen beiden Sprechern. Die Schauspieler Elmira Refizadeh und Bernd Rieser überzeugten aber ebenso in ihren Rollen als Wächter und Seher Teresias sowie als Ismene und Eurydike. Die sieben strophischen Chöre symboli sieren das siebentorige Theben. Sowohl die 120 Sänger des von Bernhard Steiner geleiteten Kölner Männer-Gesang- Vereins als auch der Auswahlchor gefielen dabei mit ihrer tonalen Qualität ebenso wie der Bassist Frank Blees, der seine Pas sagen mit großer Sicherheit vortrug. Mendessohns Musik ist manchmal schwelgend und malerisch. Die Overtüre zeichnete mit sanften Geigen, perlenden Harfen und tirilierenden Flöten das Land schaftsgemälde eines antiken Arkadien, in dem sich aber auch schon das aufzie hende Unheil ankündigt. Bernhard Stelner arbeitete mit den Bergi schen Symphonikern die vielfältigen Klangfarben der vertonten Tragödie durchgängig differenziert und dynamisch heraus. DieZuschauer in der nur mäßig besuchten Rhein-Mosel-Halle spendeten der Aufführung einen langen Applaus. rhenag Das EnargiaBündel rhenag • Rheinische Energie Aktiengesellsdiaft* www.rhenag.de 95

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