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Maerz2018

Wenn Kirche sich

Wenn Kirche sich erneuert … … dann ist ein Betreten der Baustelle erwünscht! Ein Blick in die Geschichte unserer Diözese, die in diesem Jahr ihren 800. Geburtstag feiert, zeigt, dass sich Kirche immer verändert und damit erneuert hat (semper reformanda). Menschen und ihre Lebenswege wandeln sich und damit Kirche. Dass das 800-Jahr- Jubiläum in eine Zeit fällt, in der Kirche sich grundlegenden Veränderungen gegenüber sieht, führte wohl zur leitenden Frage: Glauben wir an unsere Zukunft? und zum Motto: Zukunft säen Der Sonntagskirchgang hat sich in Österreich seit den 1950er Jahren um zwei Drittel reduziert, es gibt immer mehr Pfarrverbände oder Seelsorgeeinheiten, da es zu wenig Priester gibt. In Deutschland werden Kirchen verkauft oder anders genutzt. Zum Beispiel hat das Ruhrbistum Essen 100 Kirchengebäude aus dem aktuellen Betrieb herausgenommen und weist mit mehr als 40.000 Katholik/inn/en die größte Pfarrei Deutschlands auf. Das Motto und die Leitfrage unseres Jubiläumsjahres laden jedoch nicht zum Jammern und Klagen ein, sondern zum Mitdenken und Mitreden. Das 2. Vatikanische Konzil hat Kirche als eine Gemeinschaft von Gläubigen beschrieben, die aufgrund ihrer Taufe alle die gleiche prophetische, königliche und priesterliche Würde haben. Gerade deswegen sind alle auf die Baustelle Kirche eingeladen, sollen diese betreten und mitreden und mitfeiern. Eine solche Haltung der Einladung fordert heraus, nämlich diejenigen, die eine Pfarre als einen Ort der Gemeinschaft gestalten. Diese Menschen müssen zwei Dinge „aushalten“: Zum einen, dass manche keinen Dauerkontakt mit der Kirche benötigen, denen die Christmette oder die Osterspeisensegnung „reicht“, BEGEGNUNG die jedoch ihr Kind taufen lassen möchten und die dadurch zeigen, es gibt noch ein Mehr an Verbindung als bloß den Kirchenbeitrag. Zum anderen müssen die sogenannten „Pfarrleute“ aushalten, dass Kirche immer mehr ist als eine Pfarrgemeinde. Es gibt die Kirche nicht um ihrer selbst willen. Die Pastoraltheologin Hildegard Wustmann beschreibt zwei Grundhaltungen einer Gemeinde: Die Haltung der Einladung, die von Gastfreundschaft geprägt ist, und eine Haltung des Hinausgehens in die Lebenswelten der Menschen. So kann wahrgenommen werden, welche Sorgen, Nöte, Freuden und Hoffnungen die Menschen vor Ort beschäftigen. Dann kann Kirche und Pfarrgemeinde Zeichen und Werkzeug der Liebe Gottes unter den Menschen und für alle Menschen sein. Liebende Aufmerksamkeit, Demut und Vertrauen listet Pastoraltheologe Rainer Bucher als zentrale Kompetenzen auf, damit eine Pfarrgemeinde auf die Baustelle Kirche einladen und auf der Baustelle Welt mitgestalten kann: Liebende Aufmerksamkeit heißt, die Wirklichkeit wahrzunehmen, wie sie ist, und ihr, so wie sie ist, mit Liebe und Aufmerksamkeit zu begegnen. Demut aber heißt, den anderen wichtiger zu nehmen als sich selbst, und Ermutigung durch Vertrauen bedeutet, dem/der anderen (und auch sich selbst) ein wenig mehr zuzutrauen, als er / sie (und man selbst) es eigentlich verdient, und deshalb für ihn/sie und mit ihm/ihr mehr zu wagen, als eigentlich vernünftig ist. So kann Kirche und Pfarrgemeinde aus einer Freude am Evangelium zukunftsfähig und lebendig sein und bleiben. Bernadette Nagl Friedhof-News Im Herbst wurden am Friedhof zahlreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt: • Hauptweg und alle Gehwege saniert • Zugang zur Müllstelle asphaltiert • Zwei zusätzliche Brunnen errichtet • Wasserleitung komplett erneuert • Eingang vom P&R-Parkplatz zum Friedhof neu errichtet und asphaltiert Für das Frühjahr sind weitere Aktivitäten geplant: • Fertigstellen des Hauptweges, indem seitlich eingeebnet und Rasen verlegt wird • Urnenwand ist in Planung • Das Erddepot soll neben die Biomüllgrube verlegt werden Denken Sie bitte gerade im Frühjahr daran, bei der Grabbepflanzung und Grabpflege Müll zu vermeiden oder diesen richtig zu trennen und zu entsorgen. Verwenden Sie bitte keinen Dekorkies und entsorgen Sie diesen nicht in der schwarzen Restmülltonne, sondern beim Erddepot. Verzichten Sie bitte auf elektrische Kerzen, denn die Entsorgung muss über Sondermüll erfolgen! Die Batterien gefährden das Grundwasser! Wenn Sie Kerzen am Grab entzünden, nutzen Sie doch den Kerzenautomaten der Pfarre. Auf diese Weise unterstützen Sie die Pflege des Friedhofs. Bei Fragen und Anliegen zu Gräbern und Friedhof sprechen Sie mich bitte an oder rufen Sie an (0664 5029607). Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Für die Friedhofsverwaltung Seppi Nagl 4

Ausflugstipps Ausstellungen im Jubiläumsjahr Ja, fast hätte ich es vergessen. Fast hätte ich es vergessen, den Artikel für das Pfarrblatt zu schreiben. Geht es Ihnen auch so, dass Sie manchmal etwas vergessen? Vor allem auf Menschen vergisst man sehr gerne. Ich denke an die alleinstehenden und einsamen Menschen in unserer Pfarre und an jene, die am Rand unserer Gesellschaft stehen. Ich denke an die vielen Menschen, die bereits verstorben sind, an all die Priester, Lehrer, Wegbegleiter und Arbeitskollegen, an die Jugendlichen, an die verstorbenen Nachbarn, an die man oft nicht mehr denkt. Und ich denke an viele Glaubenswahrheiten und kirchliche Traditionen, die man oft allzu gerne vergisst. Wie schnell haben wir das vergessen, was uns unsere Eltern oder Großeltern an christlichen Werten mitgegeben haben: Bescheidenheit und Ehrlichkeit, Gebet und Barmherzigkeit, Treue zu Gott und zum Ehepartner, Eltern- und Nächstenliebe, Gerechtigkeit. Und schließlich das Ereignis zu Ostern! Zwei Jünger sind auf dem Weg nach Emmaus. Sie haben nicht vergessen, was Jesus an und mit ihnen getan hat. Er hat ihr Leben durch seine Botschaft der Liebe komplett verändert. Auf dem Weg reden sie über das an ihrem Meister erlittene Unrecht. Sie können es noch immer nicht fassen. Noch ganz versunken in der Erinnerung, bemerken sie nicht, dass sich ihnen jemand angeschlossen hat. Beim Brotbrechen erinnern sie sich an das Abendmahl, als der Herr ihnen die Füße wusch und sein Brot mit ihnen teilte. Nun erkennen sie ihn: ER ist es! Ostern – das Fest der Auferstehung Jesu – ist unvergesslich! Dieser Christus, der nicht nur mit den beiden Jüngern, sondern mit jedem von uns auf dem Weg ist, lässt sich nicht so einfach verdrängen. Er rüttelt uns immer wieder wach und lädt uns ein, ihm zu folgen. Und er ist es auch, der uns in seiner grenzenlosen Liebe umarmt, wenn wir diese Einladung annehmen. Oder haben wir das auch schon vergessen? Josef Prödl Im Jubiläumsjahr bespielen wir markante Orte der Steiermark mit besonderen Ausstellungen, die Publikumsmagneten unter einem neuen Blickwinkel zeigen. Historische Schnittstellen werden beleuchtet und mit Fragen der Zukunft verknüpft. Gegenwartskunst eröffnet dabei Diskurse für Gesellschaft und Kirche. Kunsthaus Graz & Kultur 13.4. – 26.8.2018 / Eröffnung: 12.4. Glaube Liebe Hoffnung Kirche und Kunst haben auch heute mehr gemeinsam, als es auf den ersten Blick scheint: Beide gestalten Gesellschaft mit, stiften kulturelle Identität und provozieren Auseinandersetzungen darüber. Die Ausstellung sucht nach möglichen Verbindungen zwischen weltlichen und kirchlichen Bereichen, zwischen Herz, Anker und Kreuz heutiger Populärkultur und der Trias der christlichen Tugenden. Kann sie neue Felder der Herausforderung ausloten? Priesterseminar & Diözesanmuseum, Mausoleum 13.4. – 14.10.2018 / Eröffnung: 12.4. Last & Inspiration Was können wir aus unserer Geschichte mitnehmen? Die „Grazer Stadtkrone“, die vielen historischen Kirchen, die Wallfahrtsorte und ihre erzählten Wunder, die Marien- und Dreifaltigkeitssäulen auf den Plätzen und auch die öffentlichen Wegzeichen zeugen von der engen Verflechtung von Schicksal, Denken, Macht, Glauben und Konflikten in der Geschichte dieses Landes. Was davon ist Schatten, was Erbe, was davon aber auch Inspiration? Stift Admont 24.4. – 26.10.2018 / Eröffnung: 23.4. Schönheit & Anspruch Soll sich die Kirche Schönheit leisten? Am Stift Admont, einem der ältesten kirchlichen Zentren der Steiermark, wird die Beantwortung dieser Frage eindrucksvoll sichtbar - nicht nur für die Vergangenheit, sondern auch für die Gegenwart. Werke aus den Sammlungen des Stifts Admont und der Diözese Graz-Seckau in zeitgenössischer Kunst zeigen den Anspruch eines kreativen Dialogs zwischen Kunst und Kirche heute. Artikelbörse Diözese Graz-Seckau Aus: https://intranet.graz-seckau.at/medien/artikelboerse-fuer-redakteurinnen?d=grafiken-und-kurztextefuer-das-dioezesanjubilaeum#.WmO1KqjiZPZ 5 Pfarrblatt St. Stefan im Rosental

diesem Heft - Arbeitskreis Geistlicher Gemeinschaften im Bistum Trier
St. Josephsblatt - Schmid-Fehr AG
„Das Kreuz mit der Auferstehung“ - Pfarren Landeck
impulse - Herbst/Winter 2010.pdf - Kirche in Österreich
20 Jahre Stiftung „Bom-Conselho- Kirchhellen – die Liebe siegt“
PDF-Datei - Katholische Pfarrgemeinde Sankt Paulus Göttingen
(PDF). - fe-Medienverlags GmbH
GRIESKURIER Juni 2009 - St. Andrä Graz
Heft Begegnungen 3/2012 - KA Steiermark
Download - Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Mannheim
An die Freunde der heiligen Therese - Therese von Lisieux
Quartal 03/2003 - Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten
An die Freunde der heiligen Therese - Therese von Lisieux