PT-Magazin 02 2018

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Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

14. Jahrgang | Ausgabe 2 | 2018 | ISSN 1860-501x | 3 Euro

Gesundheitswesen-Reform

Die nächste Pleite

wird die letzte sein

Mittelstandspreis

Nominierungsliste 2018

abgeschlossen.

Kapitalismus an sich

Das ignorierte

Milleniumsziel

Blockchain

Stand. Chancen. ToDos.

Digitalisierung

Gelbe Seiten sind out, Google ist in.

Ob es uns gefällt oder nicht: Die Digitalisierung verändert unseren Alltag, beruflich

wie privat. Entweder wir lernen die Technologie zu kontrollieren, oder sie wird uns

überrollen. Blockchain, Bitcoin, Lead-Loop®: Dieses Heft hilft Ihnen zu gewinnen.

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EDITORIAL

PT-MAGAZIN 2/2018

Vorbild China

Im Jahr 2012 konnten sich im kapitalistischen

Deutschland nur noch 29

Prozent der Erwerbstätigen vorstellen,

Unternehmer zu werden. Im kommunistischen

China waren es mit 56 Prozent

fast doppelt so viele.

Im Januar 2017 kamen laut der

„Welt“ 609 Milliardäre aus China und

552 aus den USA. Deutschland folgte

mit 109 Milliardären auf Platz drei. Für

den Briten Rupert Hoogewerf ist die

weltweit noch immer unterschätzte

Wettbewerbs- und Innovationsstärke

chinesischer Unternehmen der Grund

für das schnell wachsende Vermögen

der reichsten Menschen in China. Dabei

sind 26 Prozent der reichsten Chinesen

weiblich. Und 70 Prozent davon haben

sich ihr Vermögen selbst erarbeitet.

Mit dem so erarbeiteten Kapital

kann man etwas aufbauen. Hunderte

Millionen Chinesen sind im Zuge dieser

Entwicklung aus bitterster Armut

in die Mittelschicht aufgestiegen. Wer

in den Boomjahren viel Geld verdiente,

ist risikofreudig und investiert schnell.

Das Bauchgefühl ist wichtiger als eine

gründliche Due-Diligence.

Als sich das chinesische Wirtschaftswachstum

verlangsamte, zündete die

Pekinger Regierung eine neue Gründerwelle.

Auf dem Weltwirtschaftsforum

in Davos im Jahr 2015 sagte der ehemalige

chinesische Premier Li Keqiang:

„Um einen neuen Wachstumsmotor zu

fördern, werden wir Massenunternehmertum

und Innovation fördern. China

hat 1,3 Milliarden Menschen, 900 Millionen

Arbeitskräfte und mehr als 70 Millionen

Unternehmen und selbstständige

Unternehmen. Unsere Leute sind fleißig

und talentiert. Wenn wir jede Zelle in der

Gesellschaft aktivieren könnten, wird die

Wirtschaft Chinas als Ganzes mit mehr

Kraft und mehr Macht für das Wachstum

gesegnet sein. Massenunternehmertum

und Innovation sind in unseren Augen

eine „Goldgrube“, die eine konstante

Quelle von Kreativität und Wohlstand

ist.“

Früher lernte die Welt von den

Erfolgen deutscher Ingenieure. Heute

ignoriert Deutschland die Erfolge chinesischer

Entrepreneure. Deutschland

beschäftigt sich – parteiübergreifend

– nicht damit, den „zu verteilenden“

Kuchen größer zu machen, sondern

streitet sich wie im legendären Sketch

von LORIOT um die Größe des KOSAKEN-

ZIPFELs.

So moniert Jan Fleischhauer vom

Spiegel: „1,392 Billionen Euro: Das ist die

Zahl, die der Finanzplan des Bundes für

die laufende Legislaturperiode an Ausgaben

vorsieht. Weil diese sagenhafte

Summe den Anführern der Großen Koalition

noch nicht reicht, haben sie sich

darauf verständigt, weitere 46 Milliarden

Euro auszugeben, damit auch wirklich

jeder Wunsch erfüllt werden kann.“

Wohlgemerkt: Hier geht es um Konsumwünsche,

nicht um Investitionen!

In China dagegen rief die Regierung

16.000 High-Tech Inkubatoren ins Leben

und förderte innovative Startups mit

jeweils bis zu 41.000 Euro. Laut KPMG

glaubt die Mehrheit der Senior Executives

aus der Tech-Szene inzwischen, dass

Shanghai das neue Silicon Valley werden

wird. Denn die Infrastruktur ist spitze, die

Fördermöglichkeiten für Jungunternehmen

erstrangig, es gibt genügend viele

große Hightech-Parks mit Clusterwirkung,

ausreichend Venture-Kapital und

einen riesigen lokalen Markt mit inzwischen

735 Millionen Internetnutzern.

Gründer Wei Zhou, der bei Roland

Berger gelernt hat, frohlockt gegenüber

dem Onlinemagazin Deutsche Startups:

„Es ist cool geworden, Gründer zu sein.“

Er schätzt, dass auch in China die Scheiterrate

von Startups bei 85 – 90% liege,

wie in Europa oder den USA. Aber das

macht die Masse der Gründungen wett:

Allein 2015 wurden vier Millionen neue

Startups gegründet. Und 37 chinesische

Firmen stehen auf der Liste der „Einhörner“

mit einer Bewertung von über einer

Milliarde Dollar.

Ihr Helfried Schmidt

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06

Inhalt

42

3 Vorbild China

Editorial von Helfried Schmidt

10 16 14

Gesellschaft

06 Die nächste Pleite

wird die letzte sein

Carlos A. Gebauer über

deutsche Gesundheitsreformen

10 Besuch bei Schurken

Bericht aus dem Iran und über

das Weltkulturerbe Yazd

14 Der Lösung, nicht dem

Problem ein Denkmal bauen

Wie Politik und Staat es schaffen,

nicht weiter zu versagen

16 TÖTET GOMRINGER!

Ein Kunstwerk in Berlin wird

übertüncht und flieht nach Rehau

Bilder:

06: © YakobchukOlena - stock.adobe.com

10: © Michael Willhardt

14: © hurca.com/Fotolia

16: © Wikimedia, Rudolph Buch

42: © blockchain.hs-mittweida.de

54: © Dashk - stock.adobe.com

58: © oscity - stock.adobe.com

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Titelbild:

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Covermontage: Remo Eichner-Ernst,

OPS Netzwerk GmbH

17 Marketing – ohne Kekse

Wie macht man einen

Schreibkurs „anfassbar“?

Oskar-Patzelt-Stiftung

18 Ab ins Rampenlicht!

Nominierungen für Sonderpreise

Premier, Premier-Kommune,

Premier-Bank, Junge Wirtschaft,

Kommune des Jahres,

Bank des Jahres

27 Frühlings Erwachen

Kolumne von Petra Tröger

30 Dialogtage 2018

Im Netzwerk der Besten diskutieren

und Gedanken tanken

Wirtschaft

34 Kapitalismus an sich

Eine kritische Betrachtung

moderner Kapitalismus-Kritik

36 Der deutsche Mittelstand

Das Erfolgsmodell „Made in

Germany“ erneut bewertet

mit Spitzenergebnissen

38 Mind-Body-Stressmanagement

Der Blutgruppen-CODE und

Das Fitness-geheimnis

40 Richtig entscheiden,

ohne lange nachzudenken

Vertrauen ist die Grundlage von

Beziehungen und Gewohnheiten

42 Nichts bleibt wie es war

Die 6 zentralen wirtschaftlichen

Megatrends und Konsequenzen

der digitalen Transformation

46 Kunden kaufen heute anders

… und wie Unternehmen davon

profitieren können

48 Blockchain-Technologie

Ein Überblick: Wie ist der Stand,

wo geht es hin und wie kann man

den Trend nutzen?

53 Muss man Bitcoins versteuern?

Steuerberater Andreas Gallersdörfer

erklärt wie’s geht.


54

58 60

54 Wie wär’s mit

Schokoladenverkostung?

Die fünf häufigsten Beziehungsprobleme

und ihre Lösung.

Bayern

56 Pressefoto Bayern

Ausgewählte Siegerfotos

der Jahre 2016 und 2017

58 Nürnberger Nachbarn

90% der Nürnbergerinnen und

Nürnberger leben gerne in ihrer

Nachbarschaft

60 Re-Development statt Neubau

Nicht nur in München sind Gewerbegebäude

aus den 60ern heute

wieder cool

62 Craft Beer: „Erfunden“ in Ostbayern

Craft Beer heißt die neueste

amerikanische Mode

Lifestyle | Auto

64 Das Wikingerschiff: Volvo V90

Der neue Schwedenprimus

begeistert den PT-Autotester

Leserbriefe | Impressum

66 Leserbriefe

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Die nächste Pleite

Gesellschaft

PT-MAGAZIN 2/2018

6

© YakobchukOlena - stock.adobe.com

Im

Januar 2007 veröffentlichte

der Ärztenachrichtendienst

(änd AG, Hamburg) ein

Interview von Bernd Gutzek mit Carlos

A. Gebauer, Fachanwalt für Medizinrecht,

liberaler Publizist und Moderator.

11 Jahre später hat sich an der Brisanz der

Themen nichts geändert. Mit Genehmigung

von änd-Chefredakteur Jan Scholz

veröffentlicht PT das Interview nochmals.

wird die letzte sein

änd: Herr Gebauer, vor rund drei Jahren

haben Sie geschrieben, man könne

in Deutschland nicht mehr „Gesundheit“

sagen, ohne gleich auch „Reform“ zu denken.

Fühlen Sie sich bestätigt?

Gebauer: Absolut. Alle reden ununterbrochen

von einer Gesundheitsreform.

Aber je mehr geredet wird, desto ferner

rückt die Lösung.

änd: Was läuft denn falsch?

Gebauer: Unsere Politiker streiten über

Detailfragen und verheddern sich dort.

Die wirklich wesentliche Frage wird

nicht gestellt.

änd: Wie heißt diese Frage?

Gebauer: Sie lautet: Steht unser gesamtes

System der gesetzlichen Krankenversicherung

in Deutschland überhaupt auf

einem vernünftigen rechtspolitischen

Fundament? Auf diese Frage gibt es

nämlich nur eine richtige Antwort. Und

die heißt: Nein.

änd: Was ist denn Ihrer Meinung nach

fundamental falsch?

Gebauer: Wir lesen täglich zwei Begriffe

in der Zeitung: Solidarprinzip und Sachleistungsprinzip.

Die meisten Menschen

wissen gar nicht, was diese Prinzipien

eigentlich besagen, Politiker eingeschlossen.

Und dennoch ist man sich bis

heute noch immer einig, dass diese Prinzipien

nicht angetastet werden dürfen.


PT-MAGAZIN 2/2018

änd: Aber sind diese Prinzipien denn nicht

wertvoll? Es geht doch bei beiden darum,

dass Reiche und Gesunde für Arme und

Kranke einstehen.

Gebauer: Ja. Dieser Anschein wird

erweckt. Aber im Ergebnis wird genau

das Gegenteil erreicht.

änd: Das müssen Sie erklären.

Gebauer: Das Solidarprinzip besagt, dass

jeder nach dem Maßstab seines Arbeitseinkommens

Beiträge an seine Krankenkasse

einzahlt. Wer gut verdient, bezahlt

viel, wer schlechter verdient, weniger.

Trotzdem haben alle einen Anspruch auf

dieselbe medizinische Hilfe.

änd: Was, meinen Sie, ist daran falsch?

Gebauer: Falsch ist, dass hierbei jeder

medizinische Maßstab fehlt. Wer sagt,

dass alle gleich behandelt werden sollen,

der muss auch sagen, was denn

überhaupt genau gleich sein soll. Im

Gesetz steht, jeder bekommt nur das

gerade Erforderliche und Notwendige.

Im Ergebnis legen also nicht Ärzte, sondern

Politiker die Art und den Umfang

der Behandlung fest. Damit beherrscht

plötzlich die Politik die Behandlung,

nicht mehr Arzt und Patient. Ich als Patient

finde das beängstigend.

änd: Aber die Politiker schützen doch auf

diese Weise die Armen und sozial Schwachen?

Gebauer: Nein, tun sie nicht. Im Gegenteil.

Die Finanzierung des Systems aus

einem großen Topf, in den alle je nach

Arbeitseinkommen einzahlen, führt

zu den aberwitzigsten Konsequenzen.

Wenn sich zum Beispiel der bestens verdienende

Geschäftsführer einer Aldi-Filiale

beim Drachenfliegen den Hals bricht,

dann bezahlt die versicherte Aushilfskassiererin

mit ihren Beiträgen seine

Krankenhausbehandlung, sein Krankengeld,

seine Haushaltshilfe und seine

Heil- und Hilfsmittel anteilig mit, ohne

dass sie selbst mit ihrem Einkommen

auch nur einmal in die Nähe eines Drachens

kommen könnte! Finden Sie das

„gerecht“? Ich nicht.

änd: Und was stört Sie am Sachleistungsprinzip?

Gebauer: Im wesentlichen zwei Dinge:

Zum einen funktioniert es nicht, zum

anderen ist es verlogen.

änd: Warum funktioniert es denn nicht?

Gebauer: Arzt und Patient sprechen –

abgesehen von der eher symbolischen

Praxisgebühr – nie über Geld. Beide wissen

daher nicht, welchen Preis die Leistungen

des Arztes haben. Wo und wann

sonst im Leben sagt man aber: Geld

spielt keine Rolle?

änd: Warum ist das schlecht? Gerade das

schützt doch ganz besonders die ärmeren

Patienten.

Gebauer: Nein, tut es nicht. Die Versichertenkarte

ist nämlich nichts anderes

als ein Bezugsschein. Sie wirkt wie eine

Lebensmittelkarte im Krieg. Mit solchen

Warengutscheinen kann man in Krisengebieten

die Bevölkerung kurzfristig vor

dem Hungertod bewahren. Auf Dauer

führen solche Systeme aber für alle in

den Ruin. Denn dort hat zwar nicht der

Reichste die beste Position aber wer die

Regeln kennt und beherrscht, der nimmt

ein derartiges System mit Freude aus.

Zum Schaden wieder der Schwächsten,

denen die nötige Raffinesse zur pfiffigen

Manipulation fehlt.

änd: Gegen Missbräuche kann man aber

vorsorgen.

Gebauer: Nein, auch das kann man im

Ergebnis nicht. Es wird zwar immer

wieder versucht. Und wesentliche Teile

unseres heutigen Gesundheitssystems

bestehen aus nichts anderem, als aus

geradezu verzweifelter „Missbrauchsbekämpfung“,

die in Wahrheit nur das

Erzwingen verwaltungskonformen Verhaltens

ist. Aber je mehr Korruptionsbekämpfungsstellen

man schafft, je mehr

Leistungs- und Finanzkontrollen eingerichtet

werden und je mehr Verwaltungsbeamte

nichts anderes mehr tun,

als nur andere zu überprüfen das „Geldspielt-keine-Rolle-System“

wird immer

teurer und teurer. Bis es kollabiert. Ökonomisch

handelt es sich hierbei übrigens

um exakt denselben Grund, aus dem in

der Geschichte alle Planwirtschaften wie

die der DDR zusammengebrochen sind.

änd: Ist das der Grund, warum sie das

Sachleistungsprinzip auch für verlogen

halten?

Gebauer: Genau. Es ist eine Beschäftigungsmaßnahme

für Verwaltungsbeamte.

Und die hat unfassbare Ausmaße.

Alleine für die interne Verwaltung der

Krankenkassen wurde 2005 sechsmal ˘

7

Gesellschaft


PT-MAGAZIN 2/2018

Gesellschaft

8

so viel ausgegeben, wie für alle häusliche

Krankenpflege. Halten Sie das für

gut und gerecht?

änd: Bis vor kurzem hat das System aber

funktioniert.

Gebauer: Es hat nie funktioniert. Übrigens

auch nicht erst seit 1975, seit wir

die sogenannte „Kostendämpfung im

Gesundheitswesen“ betreiben. Schon

seit seiner Einführung durch den

Reichskanzler Bismarck zu Kaisers Zeiten

ist das System nämlich tatsächlich

immer wieder „vor die Wand gefahren“.

Ursprünglich waren nur rund 10% der

Bevölkerung – die Ärmsten der Armen –

vom System erfasst. Trotzdem war das

System immer wieder pleite. Und immer

wieder half man sich dadurch, dass man

mehr Menschen zwang, sich zu beteiligen.

Das brachte zwar mehr Geld ins

System. Aber auch mehr Versicherte, die

dann selbst wieder Leistungen aus dem

System beziehen wollten. Ich nenne das

den Bumerang-Effekt. Kaum ist man das

Problem los, kommt es auch schon wieder

angeflogen.

änd: Aber wenn tatsächlich alle teilnähmen?

Gebauer: Wenn alle beteiligt werden

und nicht mehr „nur“ 90% der Bevölkerung

wie heute, dann erreicht das System

sein Endstadium. Denn mehr als alle

kann man nicht zur Teilnahme zwingen.

Die nächste Pleite wird also dann die

letzte sein.

änd: Warum wird das System nicht geändert,

wenn es so schlecht ist, wie Sie

sagen?

Gebauer: Gesundheitspolitik wird von

Sozialpolitikern gemacht. Wenn man

einem Sozialpolitiker erklären will, dass

das Solidarprinzip nicht funktioniert,

dann trifft man sofort auf taube Ohren.

Es ist, als wollte man mit dem Papst über

die Jungfräulichkeit der Gottesmutter

diskutieren, nur schwieriger. Besonders

Sozialdemokraten leiden sehr, wenn

diese Scheinsolidarität Thema wird. Für

sie ist allein der Begriff ein unantastbares

Heiligtum.

änd: Fehlt also die Einsicht in das Problem?

Gebauer: Ja. Ich glaube, kaum ein Sozialpolitiker

durchschaut noch ganz, was

gespielt wird, von sonstigen Parlamentariern

ganz zu schweigen. Und denen,

die es verstehen, fehlt meist die Phantasie,

eine schmackhafte Alternative zum

zuckersüßen Begriff vom Solidarprinzip

zu denken.

änd: Was wäre denn Ihr Gegenvorschlag?

Gebauer: Wenn ich die Organisationsgewalt

hätte, würde folgendes geschehen:

Jeder Einwohner in Deutschland wird

gesetzlich verpflichtet, sich mit einem

zivilrechtlichen Versicherungsvertrag

gegen das Risiko der Erkrankung zu

versichern. Spiegelbildlich werden Krankenversicherungen

verpflichtet, jeden

Antragsteller ohne Gesundheitsprüfung

zu einem einheitlichen Tarif zu versichern.

änd: Was wird aus den heutigen Krankenkassen?

Gebauer: Die gesetzlichen Kassen werden

in Privatversicherungen umgewandelt

und damit zu Wettbewerbern der

heutigen privaten Anbieter. Eigentümer

der neuen „Kassen“ sind nur ihre eigenen

Versicherten, etwa als Aktionäre.

Wer eine andere Versicherung für besser

hält, verkauft seine Aktie und wechselt

mitsamt seiner Altersrückstellung frei

zu der neuen. Das schafft Anreize für alle,

besser zu sein.

änd: Was machen Menschen, die sich

nicht leisten können, solche Beiträge zu

zahlen?

Gebauer: Versicherungsnehmer, die es

sich nicht leisten können, ihre Beiträge

selbst zu zahlen, erhalten diese aus

allgemeinen Steuermitteln finanziert.

Ob es sich einer leisten kann, Beiträge

zu zahlen, weiß das Finanzamt. Dort

sind seine finanzielle Situation und die

Gesellschaft, bei der er krankenversichert

ist, bekannt.

änd: Es könnte Menschen geben, die versuchen,

sich diesem System zu entziehen.

Gebauer: Wer pflichtwidrig keinen Versicherungsvertrag

unterhält, der muss

eine Geldbuße an das Finanzamt bezahlen,

die etwas teurer ist, als es sein eigener

Versicherungsbeitrag gewesen wäre.

änd: Wie wollen Sie bestimmen, in welchem

Umfang Versicherungsschutz

besteht?

Gebauer: In erster Linie bestimme diesen

Umfang weder ich, noch ein sonst

Außenstehender oder gar ein Politiker.

Den Umfang bestimmen vielmehr die

Partner des Versicherungsvertrages

selbst. Allerdings muss die Versicherung

ihrerseits dem Staat gegenüber garantieren,

dass ihre eigenen Versicherten nicht

mangels hinreichenden Deckungsschutzes

zur medizinischen Behandlung auf

staatliche Sozialhilfe angewiesen sind.

änd: Was passiert in solchen Fällen?

Gebauer: In solchen Fällen kann das

Sozialamt bei der Versicherung für die

aufgewendeten Kosten Rückgriff nehmen.

Damit wird die Versuchung für die

Versicherung beseitigt, mehr Versicherte

durch allzu niedrige Beiträge anzulocken.

Umgekehrt profitieren die Versicherten

davon, wenn ihre eigene Gesellschaft gut

wirtschaftet, denn als deren Aktionäre

partizipieren sie an deren Überschüssen.

Hat die Gesellschafterversammlung hingegen

zu „geizig“ projektiert und muss

dem Staat gegenüber gehaftet werden,

steigt der Beitrag.

änd: Ist dieses System denn mit unserem

Grundgesetz zu vereinbaren?

Gebauer: Selbstverständlich. Mehr

wahre Demokratie und soziale Verantwortung

des Eigentums sind in der Krankenversicherung

schwerlich denkbar.

Die Patienten bestimmen nämlich mit

Mehrheit selbst über ihr eigenes Schicksal.

Staatliche Zwangseingriffe und Zentralplanungen

kennt dieses selbststeuernde

System nicht mehr. Dem Kranken

wird geholfen und dem Armen sein Beitrag

aus Steuermitteln finanziert. Dieses

System ist mithin gleich zweifach „solidarisch“

– nur in einem weit funktionsfähigeren

Sinne als das alte.


änd: Welche Rolle hat dann noch der Staat?

Gebauer: Die medizinischen Sicherheitsbedürfnisse

der Patienten und ihre wirtschaftlichen

Interessen als Eigentümer

der Versicherungsgesellschaft sind in

meinem Modell unmittelbar gegeneinander

ausbalanciert. Die Rolle des ausgleichenden

und schützenden Staates

ist daher darauf beschränkt, den allgemeinen

mittleren Versicherungsbeitrag

der Branche festzustellen. Genau dieser

Betrag wird dann von dem Finanzamt

unmittelbar an die ihm von dem Bedürftigen

benannte Versicherung überwiesen.

Wenn die Welt dann sieht, wie im

deutschen Gesundheitswesen gleichzeitig

die Preise fallen und die Qualität

wieder steigt, dann wird der Exportweltmeister

auch zum allseits bewunderten

Gesundheitsweltmeister.

änd: Würden damit also auch die Kassenärztlichen

Vereinigungen in ihrer heutigen

Form überflüssig?

Gebauer: In ihrer derzeitigen Form sicher.

Denn anders als in dem heutigen System

wird auch wieder möglich, dass Arzt und

Patient direkt in vertragliche Beziehung

miteinander treten. Die unsäglichen

Exzesse von Zulassungs- und Genehmigungsbescheiden,

von Rechtsbehelfsbelehrungen,

Widerspruchsverfahren, Ausschussberatungen,

Anfechtungsklagen,

EBM und Fallgruppen etc. werden ein

Ende haben. Die heute dort verlorenen

Mittel müssen für Medizin frei werden.

änd: Möchten Sie selbst eigentlich einmal

Gesundheitsminister werden?

Gebauer: Nein. Denn Gesunde brauchen

überhaupt kein Ministerium. ó

Zum Gesprächspartner

Carlos A. Gebauer ist seit 1994 Rechtsanwalt

für Versicherungsrecht und Krankenhausrecht

und viel gefragter Autor, Referent

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9

PT-MAGAZIN 2/2018

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Besuch bei

Schurken

Gesellschaft

PT-MAGAZIN 2/2018

10

Bericht aus dem Iran und über das Weltkulturerbe Yazd

Der Iran ist ein Pulverfass. Angesichts

der aktuellen Berichterstattung

gerät leicht aus dem

Blick, dass der Reisende im Iran auf weltoffene

und gastfreundliche Zeitgenossen

trifft, auf einen uns vertrauten westlichen

Lebensstil und auf ein vielfach

modernes und schönes Land. Vielleicht

kann unser Bericht ein Fenster auf diesen

Aspekt offen halten.

Motiv für unsere Reise im vergangenen

Jahr war es, eine Stippvisite in

unsere Zukunft zu machen. Viele (junge)

Menschen, die als Migranten oder

Flüchtlinge zu uns kommen, stammen

aus dem mittleren oder nahen Osten

oder sie passieren diese Drehscheibe.

Viele Herkunftsländer unserer heutigen

Nachbarn haben wir besucht, die Türkei,

das ehemalige Jugoslawien, Rumänien,

Bulgarien. Reisen in den mittleren

Osten dagegen sind selten. Wir wollten

uns einen eigenen Eindruck über diese

Region verschaffen.

© Michael Willhardt


© Michael Willhardt

Gesellschaft

PT-MAGAZIN 2/2018

11

Unser Bericht ist platziert in die

Kulisse der größten Lehmstadt der Erde

- Yazd - die 2017 zum Weltkulturerbe

erklärt wurde. Das Gebiet des heutigen

Iran ist eine Wiege unserer Kultur. In dieser

einstmals fruchtbaren Region wurden

bereits vor Jahrtausenden Weichen

gestellt, deren Spuren wir bis heute zu

uns verfolgen können.

Fragile Machtbalance

Durch die aktuelle Entwicklung kommt

uns noch drastischer ins Bewusstsein,

wie fragil die Machtbalance im mittleren

Osten ist. Der Iran spielt als eines

der größten, bevölkerungsreichsten

und auch wohlhabendsten Länder der

Region eine entscheidende Rolle. Der

seit Jahrhunderten schwelende Konflikt

zwischen den (persischen) Schiiten, den

(arabischen) Suniten und den (israelischen)

Juden ist ein Aspekt und heizt die

gefährliche Stimmung an.

Für Amerika sind die Iraner mehr

denn je Schurken und das gefährliche

Spiel mit dem Atomabkommen (von beiden

Seiten) steigert das Risiko allein deshalb,

weil Embargos wieder verschärft

werden. Das birgt für die schwierige

wirtschaftliche Lage im Iran enorme

Sprengkraft, weil es auch die konservativen

Wähler trifft. Benzin und Lebensmittel

werden immer teurer, ohne das die

Einkommen steigen.

Der Iran ist ein sehr junges Land.

Nach der Revolution 1979 hat sich die

Bevölkerung bis heute mehr als verdoppelt.

Viele junge Menschen sind

gut gebildet und sehr westlich orientiert.

Gerade für diesen großen Teil der

Bevölkerung gibt es kaum ausreichende

Zukunftsperspektiven.

In der Falle

Die politische Situation ist nicht allein

wegen der Embargos, fehlender Perspektiven

und Freiheiten kaum positiv

zu lösen. Jede Veränderung ist so unkalkulierbar

wie die aktuelle Lage brisant

ist. Die leichte Öffnung unter Rohani

bezeichnen junge Iraner (die seine Wiederwahl

im vergangenen Jahr sehr unterstützt

haben) als eine Wahl zwischen

Pest und Cholera. Rohani ändert nichts

daran, dass ein mächtiger Wächterrat

die Geschicke des Landes bestimmt. Das

politische System trägt diktatorische

Züge. Die vorsichtige Öffnung kann von

heute auf morgen komplett zurückgesetzt

werden.

Der Iran ist eine Clangesellschaft

und die „Basarstruktur“ durchzieht die

dominierenden Geschäftsbereiche Handel,

Handwerk und Dienstleistungen. In

dieser sehr kleinteiligen Struktur werden

extrem viele Clan- und Familienmitglieder

als Mitarbeiter auf allen Ebenen

eingebunden, schlecht bezahlt, aber der

Familie verpflichtet. Eine Liberalisierung

und Öffnung des Landes würde diese

traditionelle Struktur sehr verkleinern

und die schon heute hohe Arbeitslosigkeit

dürfte dramatische Ausmaße

annehmen.

Die konservative Regierung im Iran

nutzt die Einnahmen aus Öl- und Gasvorkommen

für Klientelpolitik. Das Vermögen

aus Gas- und Ölverkäufen und

das vorhandene hohe Bildungsniveau

wird nicht dazu eingesetzt, zukunftsweisende

Unternehmen zu entwickeln.

Statt dessen werden die konservativen

Wählerschichten mit kleinen Wohltaten

belohnt. ˘


PT-MAGAZIN 2/2018

© Michael Willhardt

Gesellschaft

© Michael Willhardt

12

Welcher Weg gewählt wird, um aus

der sich weiter verschärfenden Krise zu

kommen, die Chance auf eine friedliche

und gar einfache Lösung ist klein. Die

Unruhen, die aktuell durch die steigenden

Preise entstehen und die wieder

zunehmende Isolierung des Landes setzt

sowohl die Bevölkerung wie auch die

Machthaber extrem unter Druck. Früher

oder später kann dies zu Gewalt und

auch zu einer enormen Wanderungsbewegung

führen.

Marco Polo nannte Yazd einst

„Die Edle“.

Die mit knapp 500.000 Einwohnern

für iranische Verhältnisse

recht kleine Stadt ist eine der

ältesten Orte im Land. Die alte Handelsstadt

an der südlichen Seidenstraße ist

umgeben von hohen Bergen und den

Wüsten Dascht-e Kavir und der Dascht-e

Lut (ebenfalls Weltkulturerbe, größte

Wüste im Iran und mit gemessenen 70.1

Grad Oberflächentemperatur einer der

heißesten Orte der Erde). Die Stadt hat

mehr als 2500 Jahre Geschichte hinter

sich und ist wie kein zweiter Ort dazu

geeignet, über den Iran, seine Geschichte,

über Widersprüche in der Gegenwart zu

berichten. Heute nennt sich der Iran

“islamischer Staat”, jedoch hat die islamische

Kultur die vergleichsweise kürzere

Geschichte. Als arabische Moslems das

alte über 1000 Jahre währende zoroastrische

Perserreich zerstörten, verschonten

sie die Stadt Yazd, wie später auch

die Mongolen, weil sie die Wüstenoase

strategisch für bedeutungslos hielten.

Als vorherrschende Religion des persischen

Reiches verlor der Zoroastrismus

infolge der islamischen Eroberung in

den Jahren nach 636 an Bedeutung. Im 7.

Jahrhundert unserer Zeitrechnung, also

wenige Jahre nach dem Jahr “0” des

islamischen Kalenders, kamen die Reiter

Mohammeds mit Feuer und Schwert

und eroberten ganz Asien. Auf Gegenwehr

stießen sie kaum und der neue

Glaube setzte sich schnell durch. Wie

viele Eroberer vor und nach ihnen machten

sie sich umgehend daran, alte Spuren

zu verwischen und errichteten ihre


PT-MAGAZIN 2/2018

Moscheen auf den Fundamenten der

Feuertempel der persischen Zoroastrier.

Ab zirka 900 n.Chr. stellten die Moslems

die Mehrheit im Iran. Allerdings bergen

viele iranische Feste das zarathustrische

Erbe in sich, wie etwa das schiitischen

Neujahrsfest Nouruz.

In den Jahren nach der Eroberung

wurde Yazd zum Zentrum der verbliebenen

Jünger Zarathustras, weil viele

Zoroastrier in die wenig beachtete

Stadt flohen. Dank ihrer guten Handelsbeziehungen

erblühte Yazt jedoch als

Umschlagplatz für Seide und Teppiche.

Heute wohnen noch 6000 Zoroastrier

in der Halbmillionenstadt. Neben der

schiitischen Bevölkerungsmehrheit sind

sie eine religiöse Minderheit, die großen

Wert auf den Erhalt ihrer Traditionen

legt. Historisch bedeutsam wurde die

Stadt Yazd noch einmal im Jahr 1907,

als die Grenz- bzw. Scheitelpunkte der

britisch-russischen Interessensphären in

Persien vertraglich festgelegt wurden.

Der russische Einfluss sollte das Gebiet

nördlich von Yazd, das heutige iranischafghanisch-turkmenische

Dreiländereck

umfassen, der Einflussbereich der Briten

südlich. Der Hunger nach Öl und Rohstoffen

ist und bleibt ein mitbestimmender

Faktor aller Entwicklungen im

mittleren Osten.

Im Unterschied zu vielen, heute

zerstörten Städten in traditioneller

Lehmbauweise ist Yazd dem Modernisierungstrend

entkommen, mitsamt

dem Qanat-System, traditionellen Häusern,

Basaren, Hammams, Zisternen,

Moscheen, Synagogen, zoroastrischen

Tempeln und dem historischen Garten

von Dolatabad. Zudem ist die Stadt von

der friedlichen Koexistenz zwischen

Islam, Judentum und Zoroastrismus

geprägt. 2016 wurden 140 Hektar von

Über den Autor

Dr. Michael Willhardt führt eine Kommunikations-Agentur

in Duisburg. Claytec

- Baustoffe aus Lehm, Preisträger des

Jahres 2012 beim „Großen Preis des Mittelstandes“,

hat die Berichtlegung großzügig

unterstützt.

historischer Struktur für eine Registrierung

in die UNESCO Welterbeliste

gemeldet.

Im Zentrum der traditionellen Häuser

von Yazd sprudelt stets ein Brunnen,

die Pflanzen rund um das Nass sind

im Orient ein Zeichen des Wohlstandes.

In Verbindung mit den Windtürmen

entsteht zu den zum Innenhof offenen

Wohnräumen ein kühles, angenehmes

Klima. Die zoroastrischen Vorfahren

sagten, dass man jede Landschaft zum

Blühen bekommen kann, wenn man nur

genügend Arbeit aufwendet. Sie haben

aufwendige Bewässerungssysteme entwickelt,

die Qanate, die das Wasser seit

Jahrtausenden in die Stadt bringen. Sie

werden unverändert instand gehalten

und gepflegt. Das iranische Hochland ist

arm an Flüssen und Seen. Wo sie vorhanden

sind, trocknen sie im Sommer aus.

Wasser ist das Gold der Wüste und die

Menschen erschufen ein auf der Welt

einmaliges System aus unterirdischen

Wasserkanälen. Die Qanate sind manchmal

über 100 km lang und bis zu 300

m tief. Durch diese Kanäle fließt auch

heute das Quell- und Schmelzwasser

durch die Wüste. Ausbildung und Beruf

der Kanalbauer ist eine krisensichere

und sehr anstrengende Arbeit, die in der

Regel Kinder im Alter von 10-12 Jahren

anfangen, weil die Kanäle so klein sind,

dass nur kleine Leute diese erbauen können.

Wartung und Bau sind ein angesehener

und gut bezahlter Beruf. ó


Gesellschaft

PT-MAGAZIN 2/2018

© hurca.com/Fotolia

14

Wie Politik und Staat

es schaffen, nicht

weiter zu versagen

Der Lösung, nicht

dem Problem ein

Denkmal bauen

Der Hamburger Zukunftsforscher

Horst Opaschowski ruft zum Boykott

sozialer Medien auf. Denn

der ehemalige Facebook-Präsident Sean

Parker gestand: Am Anfang aller sozialen

Netzwerke habe die Frage gestanden,

wie man möglichst viel Zeit der Nutzer

beanspruchen könne (vgl. n-tv.de/wissen/Forscher

ruft… vom 18.11.2017). Währenddessen

küsst die Politik der Digital-

Lobby wie früher der Finanz-Lobby die

Füße, es lebe der Digital-Lemming.

Hatte man früher, privat oder im

Büro, ein Telefon und ein Fax, Kopierer

und Schreibmaschine, traten zunächst

Heim-Computer den Siegeszug an. Dann

kam die Vernetzung über das WorldwideWeb-www.

Inzwischen existiert, der

Logik des Systems folgend, ein totalitärer

Machtanspruch dieser Technik, befördert

von allen, die davon profitieren. Firmengründer

in Silicon-Valley kletterten

an die Spitze der reichsten Männer der

Welt. Wer sich elektronisch verständigt,

hat einen Computer mit Internetzugang

zu haben, die neueste Hard-und Software

gegen Malware, gegen Cyberangriffe,

die elektronische Akte zu führen,

ebenso eine elektronische Buchhaltung,

eine elektronische Steuererklärung

abzugeben, digital zu überweisen, Aktiengeschäfte

auszuführen, ein digital vernetztes

Haus zu bewohnen, zig vernetzte

Computer, Smartphones und Tablets mit

zahllosen PIN`s und TAN`s, Passwörtern

etc. zu verwalten. Wie bei der Billigmode

kommen alle paar Monate die neuesten

Versionen der Geräte heraus, zudem

neue Softwares, neue Sicherheitstechniken

gegen Cyberangriffe etc. Hielt eine

Waschmaschine 25 Jahre, ist die neueste

Technik nach wenigen Jahren futsch.

Wer da mithalten will, muss diesen

Zeitdieben viel Zeit schenken, man

gleicht einem Autofahrer, der ständig an

der Straße und seinem Auto herumreparieren

muss, um ein paar Meter voran

zu kommen. Die einen kommen damit

gut zurecht (Politik verdutzt, dass 11-Jährige

Pornos und Gewalt konsumieren),

andere gar nicht. Die sind dann selbst

schuld, denn sie haben ja nicht aufgepasst,

nicht die neueste Schutzsoftware

installiert usw. Was immer auch passiert,

fehlende Infrastruktur für die neue Technik,

fehlende Sicherheit der Stromversorgung,

Verkomplizierung des Ganzen

durch undurchdachte Gesetze, Ungeeignetheit

der komplexen Technik für

immer größere Bevölkerungsgruppen. Es

ist sicher, dass Bürger und Wirtschaft

durch die Politik alten Stils im Stich

gelassen werden. Gemäß der Devise,

dass es besser ist, die Heilung darzustellen

als der Krankheit ein bleibendes


Denkmal zu setzen (Francis V.O`Connor,

„Die dreißiger Jahre“ in „Amerikanische

Kunst im 20. Jahrhundert, München/

London 1993, Seite 70), soll nun versucht

werden, das politische Dilemma (nicht

nur) des Digitalwandels zu skizzieren

und Lösungen anzubieten:

In Walt Disneys „Fantasia“ agiert

Micky Maus als „Zauberlehrling“ wie

folgt: Er installiert eine Struktur (der

Besen trägt das Wasser und schüttet es

in ein Becken), dann legt er sich schlafen.

Als er aufwacht, hat der Besen alles

unter Wasser gesetzt und ist kaum zu

bändigen. Ähnlich die traditionelle Politik:

Politiker und Verwaltungsbeamte

erlassen Gesetze und beschließen Maßnahmen,

oft ohne viel Ahnung von der

Materie zu haben oder sogar von Lobbyisten

gesteuert. Dann legen sie sich

schlafen. Dann wachen sie auf und erblicken

den Hauptstadtflughafen, die nicht

einsetzbare Bundeswehr, die Masse der

Flüchtlinge usw. Dieses Verständnis

von Verwaltung und Politik entstammt

noch dem Staat alter Prägung, der sich

zurückhielt, die Verkehrs- und Kommunikationswege

sowie die Elementarversorgung

gesellschaftlichen Lebens, die

innere und äußere Sicherheit organisierte,

der Rest lief privat. Der heutige

Staat ist anmaßend, mit riesiger Staatsquote

verspricht er alles und hält nichts.

Als China den Kapitalismus einführte,

tat man das Schritt für Schritt.

Erst wenn in der Experimentalregion

1 alles funktionierte, kam der nächste

Schritt und in Region 2 startete man

das Programm für Region 1. In Russland

überließ man alles dem anarchischen

Prozess nach Gesetzen eines gewalttätigen

Dschungels. Eher China hat Erfolg

und Perspektive.

Das Geheimnis des Erfolgs im neuen

China oder in Deutschland 1871–1914

war Vitalisierung, nicht bloß eine diktatorische

Mobilisierung gesellschaftlicher

Kräfte. Weil der Staat elementare

Dienste (Bahn, Telegraf, Straßen, Kanalisation,

Post, Nahrung, gesundheitliche

Mindestversorgung, Sozialwohnungen)

zur Verfügung stellte, hatten die Menschen

Kraft für ihre Entwicklung und

damit von Wirtschaft und Gesellschaft

ihres Landes. Hong Kong als superkapitalistische

Enklave hatte 80 % Sozialwohnungen,

damit die Menschen

Kaufkraft behielten. Heute ist die Grundversorgung

oft marode und das „Soziale“

oft ein „Fass ohne Boden-Modell“.

Anders gesagt: Der schlafende entscheidungsunfähige

Staat, in dem sich Politik,

Über den Autor

Dr. Volker Gallandi (www.gallandi.de) ist

seit 1986 im Wirtschafts- und Finanzsektor

(Immobilien- und Wertpapierkapitalanlagen)

als Rechtsanwalt tätig, ebenso als

Autor und teilnehmender Beobachter im

Bereich Recht und Wirtschaft.

Verwaltung und Abgeordnete mehr mit

sich selbst beschäftigen als Probleme zu

lösen, ist nicht an die Anforderungen der

Moderne angepasst.

Die Lösung: Man tue so, als gebe es

die alten Strukturen nicht und konzipiere

u.a. nach Befragung der Betroffenen –

nicht der lebensuntauglichen Bürokraten

und Professoren – einen Staat, der

Bürger und Wirtschaft in der globalisierten

Welt entlastet, das Digitale so klar

und energiesparend als Service ordnet

wie die innere Sicherheit. Dann teste

man den neuen Staat regional, dann

geht es weiter, bis der ganze marode

alte Rechner Bundesrepublik durch ein

modernes System – mit positiver Bürgerbeteiligung

– ersetzt ist. ó

15

PT-MAGAZIN 2/2018

Gesellschaft

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TÖTET GOMRINGER!

PT-MAGAZIN 2/2018

Gesellschaft

16

Kennen Sie Eugen Gomringer?

Wahrscheinlich weniger, aber er

ist ein bedeutender Künstler, der

Schweizerische Bolivianer. Der Dichter

erzählte in den Fünfzigern von einer

Szene auf den Ramblas in Barcelona und

benötigte dazu 20 Buchstaben.

2011 wurde es als Wandbeschriftung

an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin

angebracht. Wie cool! Irgendwann

nun hat ein kluger Mensch den Text aus

dem Spanischen ins Deutsche übersetzt.

Das lautet dann so:

Alleen

Alleen und Blumen

Blumen

Blumen und Frauen

Alleen

Alleen und Frauen

Alleen und Blumen und Frauen

und ein Bewunderer.

© Wikimedia, Rudolph Buch

Ein Kunstwerk in Berlin

wird übertüncht und flieht nach Rehau

Ein Frauen-Bewunderer? Das darf doch

gleich gar nicht sein! Frauen bewundern

geht doch überhaupt nicht! Bewundern

ist die Vorstufe des Begrapschens und

Begrapschen die Vorstufe der Vergewaltigung.

So sahen es die feministischen

Kämpferinnen im Studentenparlament

und im Asta der Uni. Sie setzten

durch, dass das Kunstwerk vernichtet

und geschlechtsneutral ersetzt werden

müsse. Das Kunstmuseum in Rehau, der

oberfränkischen Heimat des 93 Jahre

alten Dichters, hat entschieden, das

Werk dort anzubringen. Nun wird die

Wand in Berlin erst mal weiß übermalt.

Das trotz des Protests von Monika Grütters,

Kulturstaatsministerin.

Ihr Kommentar: „Ein erschreckender

Akt von Kulturbarbarei“. Das Vorgehen

der modernen Suffragetten erinnert tatsächlich

an den Umgang mit Kunst im

Dritten Reich. Gedicht-Übermalen statt

Bücherverbrennung. Und nachgefragt:

„Wie heißt denn das Fach in dem man

Dummheit & Intoleranz studieren kann?

Ein neues Gedicht wird noch gesucht.

Unser Vorschlag: „Watte hatte Du denn

da?“ von Stefan Raab. Nein, geht auch

nicht, denn damit könnte ja ein Busen

gemeint sein. ó

Über den Autor

Journalist und Kolumnist Günter Morsbach

ist Herausgeber des „Reitenden

Boten“, der kürzesten Wochenzeitung der

Welt. https://reitender-bote.de

Hintergrund:

1908 gründete die Frauenrechtlerin Alice Salomon

die heutige Hochschule für Soziale Arbeit,

Gesundheit und Erziehung in Berlin. 2011 erhielt

Eugen Gomringer den Alice-Salomon-Poetik-

Preis. Die damalige Hochschulleitung entschied,

die Fassade mit seinem spanischsprachigen

Gedicht „Avenidas“, also „Alleen“, zu verzieren.

Sie zahlte dafür eine Lizenzgebühr. Gomringer

hatte das Gedicht 1951 im Alter von 26 Jahren

geschrieben. Er gilt als Begründer der sog. „Konkreten

Poesie“, war 1966 bis 1968 Mitglied des

documenta-Rates zur 4. documenta in Kassel,

textete 30 Jahre lang die Werbung der Warenhauskette

ABM (Au Bon Marché) und ist seit

1971 Mitglied der Berliner Akademie der Künste.

2016 kritisierte die Studierendenvertretung

Asta in einem offenen Brief, dass das Gedicht

„eine klassische patriarchale Kunsttradition“

reproduziere und unangenehm daran erinnere,

dass Frauen gerade am U-Bahnhof Hellersdorf

und dem Alice-Salomon-Platz täglich sexueller

Belästigung ausgesetzt seien.

Der inzwischen 93jährige Gomringer ist

„sehr enttäuscht“ und erklärte im Deutschlandfunk

Kultur: „Mir kommt es vor, wie der Vorgang

einer Säuberung. Da wird etwas weggesäubert

durch eine andere Ideologie, die das verdrängen

soll. Und darüber muss man reden, ob das

gerechtfertigt ist.“

Preisträger

Großer Preis des

Mittelstandes

Tel. 0 63 32 / 91 39 00

Saarlandstraße 31, 66482 Zweibrücken

AZ_Mittelstand_186x94_DEF.indd 1 12.10.17 12:05


Marketing – ohne Kekse

Wie macht man einen

Schreibkurs „anfassbar“?

Bonbons und Kekse – das sind

bewährte Lockmittel an Messeständen

der unterschiedlichsten

Branchen. Greift der Messebesucher

nach der Süßigkeit, packt ihn der Aussteller

am Ärmel: „Schauen Sie, das ist

unser Produkt xy…” Der Süßschnabel

fühlt sich verpflichtet, umgehend auf

dem Massagesessel Melanie Platz zu

nehmen oder vor dem Laptop am Stehtisch

Interesse zu heucheln für Super

Storage, die ultimative Software für

Lagerhaltung.

Als ich meinen ersten eigenen Messestand

für die Leipziger Buchmesse

plante, verging ich fast bei dem Gedanken,

Lutschwerk und Knabberzeug reichen

zu müssen, nur damit Leute meine

Bücher anschauen. Die Inhalte sollten

doch wohl verlockend genug sein. Schon

– wäre da nicht noch mein anderes,

mindestens ebenso wichtiges Angebot

gewesen. Dafür gibt es nichts zu blättern

oder in die Hand zu nehmen. Das muss

man einfach wollen, sich erklären lassen,

da muss man mitmachen. Kurz: Es handelte

sich um Schreibkurse. Wie dafür

die Aufmerksamkeit der Messebesucher

gewinnen? Bonbons, Kekse? Etwas, das

gut duftet? Wie duften Schreibkurse?

Plötzlich hatte ich‘s: Ein attraktives

Geräusch müsste am Messestand

© okalinichenko - stock.adobe.com

Über die Autorin

Martina Rellin, Ex-Chefredakteurin der

Kultur-Zeitschrift „Das Magazin“ und

erfolgreiche Sachbuchautorin („Klar bin

ich eine Ost-Frau!”), lässt sich vor und nach

ihren Schnupper-Schreibkursen im „Leipzig-liest-Programm”

vom 15. bis 18. März

gern mit Keksen füttern. Sie betreibt die

Rellin Schreibwerkstatt bei Berlin und in

Oybin. www.martinarellin.de

erklingen. Und was klingt süßer und

verheißungsvoller als das Klappern einer

mechanischen Schreibmaschine? Ein

solches Gerät würde mit nach Leipzig

fahren, am Stand thronen, auf einem

Tischchen mit Hocker davor. Die Gäste

bekommen beim Anblick der Maschine

glasige Augen: „Schau mal, auf so einer

hab ich früher auch geschrieben.” Die

jüngeren entsprechend: „Cool. Hab ich

in einem alten Film gesehen.” Schon

klappern sie mit den Tasten – und dieses

Herz und Seele wärmende Geräusch

zieht Pulk um Pulk an meinen immer

dichter umlagerten Messestand.

Gesagt getan. Sagte ich schon, dass

Bonbons und Kekse sich über Jahre

bewährt haben? Kurz: Die Leute starrten

auf die Schreibmaschine, lächelten, legten

die Köpfe in den Nacken und lasen

den Schriftzug auf der Stand-Blende:

Rellin Schreibwerkstatt. Dann sahen sie

mich an und ich las ihre Gedanken: Oh,

die sieht gar nicht aus wie eine, die

mechanische Schreibmaschinen repariert.

Kunde pfeifend ab…

Ob ich wohl im Folgejahr genügend

Bonbons und Kekse parat hatte?

Mhm, ich bin recht prinzipientreu. Heißt:

Wenn man Schreibkurse nicht anfassen

kann, muss ich sie anfassbar machen.

Wie das? Oft hatte ich bei der Leipziger

Buchmesse auf einer der vielen

Bühnen mit einem frischen Buch zur

Kurzlesung gebeten: 25 Minuten vor 80

Leuten für den kleinen Lesehunger zwischendurch.

Ob ich wohl mein Publikum

einfach schreiben lassen könnte?

Ich bekam Bühnenzeit von der Messe

– es klappte grandios. Nun turne ich

auf der Leipziger Buchmesse regelmäßig

Schnupper-Kurse zum Mitschreiben vor:

einfach loslegen, schreiben, vorlesen –

ich kommentiere. Das macht den Gästen

Spaß, wir kommen ins Gespräch.

Mein Stand, die Bühnenauftritte

– Sie können sich vorstellen, dass da

noch nicht mal Zeit bleibt, die Keksangebote

an den Ständen der unmittelbaren

Umgebung zu erkunden. Auch dieses

Problem kann man lösen: 2018 verzichte

ich auf meinen Stand. Tue mich für

meine Mini-Schreibkurse mit Partnern

zusammen – so bleibt jede Menge Zeit,

mal wieder selbst ausgiebig im Büchermeer

zu schwelgen und die sonstigen

Angebote zu erkunden. Samt Keksen

und Bonbons der anderen. ó

17

PT-MAGAZIN 2/2018

Gesellschaft

Premier-Finalist

2017


Ab ins Rampenlicht!

Nominierungen für Sonderpreise Premier, Premier-Kommune,

Premier-Bank, Junge Wirtschaft, Kommune des Jahres, Bank des Jahres

PT-MAGAZIN 2/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

18

„Zukunft gestalten“ lautet das Motto des

24. „Großen Preis des Mittelstandes“. Bis

zum 31. Januar 2018 wurden 4.917 Nominierungen

ausgesprochen und der Wert

aus 2014 (4.555) erneut deutlich übertroffen.

Der „Große Preis“ lässt (Rampen-)Licht

auf kleine und mittelständische

Unternehmen fallen. Sie haben es

verdient.

Nominiert zum „Premier“

4917

2016

2017

2018

PLZ 0

01097 Dresden, AugustusTours e.K. ó

01589 Riesa, BuS Elektronik GmbH & Co.

KG ó 01990 Ortrand, Ortrander Eisenhütte

GmbH ó 02692 Großpostwitz,

miunske GmbH ó 02708 Löbau, Bäckerei

und Konditorei Schwerdtner GmbH

ó 02739 Kottmar/Eibau, SSL Maschinenbau

GmbH / Unternehmensgruppe

Scholz ó 02782 Seifhennersdorf, KiEZ

Querxenland gGmbH ó 02763 Zittau,

DIGADES GmbH ó 02788 Zittau, fit

GmbH ó 02959 Schleife / OT Mulkwitz,

REINERT Logistic GmbH & Co. KG ó

03051 Cottbus, Orthopädie- und Reha-

Team Zimmermann GmbH ó 03205

Calau, caleg Schrank und Gehäusebau

GmbH ó 04103 Leipzig, ASL - Alles Saubere

Leistung - GmbH ó 04315 Leipzig,

TAS AG ó 04317 Leipzig, Radeberger

Gruppe KG, c/o Leipziger Brauhaus zu

Reudnitz GmbH ó 04420 Markranstädt,

Frank Fahrzeugbau GmbH ó 04420

Markranstädt, LAV Landwirtschaftliches

Verarbeitungszentrum Markranstädt

GmbH ó 04435 Schkeuditz/OT Radefeld,

Vollack GmbH & Co. KG ó 04552 Borna,

AllTec Automatisierungs- und Kommunikationstechnik

GmbH ó 04668 Grimma,

Obstland Dürrweitzschen AG ó 04808

Lossatal, Kafril Unternehmensgruppe

ó 04889 Belgern-Schildau, SFW Schildauer

Fleisch- und Wurstwaren GmbH

ó 04938 Uebigau-Wahrenbrück, uesa

GmbH ó 06112 Halle, Halloren Schokoladenfabrik

AG ó 06112 Halle, SONO-

TEC Ultraschallsensorik Halle GmbH ó

06116 Halle, Kathi Rainer Thiele GmbH

ó 06120 Halle (Saale), ECH Elektrochemie

Halle GmbH ó 06217 Merseburg,

ARS Betriebsservice GmbH ó 06268

Querfurt, VTQ Videotronik GmbH ó ó

06295 Lutherstadt Eisleben, ET blue chip

GmbH ó 06366 Köthen, VELDE Boilers

and Plants GmbH ó 06369 Weißandt-

Gölzau, Pergande Group ó 06406 Bernburg,

Serumwerk Bernburg AG ó 06485

Quedlinburg, Rundfunk GmbH & Co. KG

Gernrode ó 06493 Ballenstedt, Keunecke

Feinkost GmbH ó 06526 Sangerhausen,

FEAG Sangerhausen GmbH ó

06528 Wallhausen, Pilzhof Pilzsubstrat

Wallhausen GmbH ó 06618 Naumburg,

Gehring Naumburg GmbH & Co.

KG ó 06667 Weißenfels, SIMON Werbung

GmbH ó 06766 Bitterfeld-Wolfen,

ORWO Net AG ó 06780 Zörbig OT

Schrenz, CONTALL Container & Behälterbau

Kretschmer GmbH ó 06780 Zörbig

OT Salzfurtkapelle, Vetter GmbH ó

06796 Brehna, Stahlbau Brehna GmbH

ó 06847 Dessau-Roßlau, Burchard

Führer GmbH ó 06901 Kemberg, AIS

Kursawe Anlagenbau & Industrieservice

Kemberg ó 07646 Laasdorf, CBV

Blechbearbeitung GmbH ó 07747 Jena,

Matthias Wetzel INDUSTRIEBESCHRIF-

TUNGEN GmbH ó 07751 Großlöbichau,

VACOM Vakuum Komponenten & Messtechnik

GmbH ó 07937 Zeulenroda-

Triebes, LACOS Computerservice GmbH

ó 08112 Wilkau-Haßlau, Wärmetechnik


Alle 4.917 Nominierungen für den Wettbewerb 2018 finden Sie auf

www.mittelstandspreis.com.

Oskar-Patzelt-Stiftung

PT-MAGAZIN 2/2018

Finalist

Großer Preis des

Mittelstandes

Kommune des Jahres

Bank des Jahres

Ehrenplakette

Premier-

Finalist

Premier

Premier-Kommune

Premier-Bank

Premier-

Ehrenplakette

19

Wilkau-Haßlau GmbH & Co. KG ó 08248

Klingenthal, Klingenthaler Musikelektronik

GmbH ó 08261 Schöneck, GK SOFT-

WARE AG ó 08262 Muldenhammer, IK

Elektronik GmbH ó 08280 Aue, Curt

Bauer GmbH ó 08304 Schönheide, Bibliothekseinrichtung

Lenk GmbH ó 09120

Chemnitz, richter & heß VERPACKUNGS-

SERVICE GmbH ó 09212 Limbach-Oberfrohna,

USK Karl Utz Sondermaschinen

GmbH ó 09244 Lichtenau / OT Ottendorf,

Container Vermietung und Verkauf

Menzl GmbH ó 09366 Stollberg/Erz.,

HENKA Werkzeuge + Werkzeugmaschinen

GmbH ó 09423 Gelenau, Mauersberger

Badtechnik Betriebs-GmbH

ó 09456 Mildenau, Norafin Industries

(Germany) GmbH Mildenau ó 09648

Mittweida, IMM electronics GmbH ó

09648 Mittweida, MPT Präzisionsteile

GmbH Mittweida ó 09648 Mittweida,

ACSYS Lasertechnik GmbH Mittweida ó

09669 Frankenberg, FMA Frankenberger

Maschinen- u. Anlagenbau GmbH ó

PLZ 1

10585 Berlin, F.R. Hauk Stahl- und Leichtmetallbau

GmbH ó 10589 Berlin, City

Clean GmbH & Co. KG ó 12459 Berlin,

Reederei Riedel GmbH ó 12681 Berlin,

FLEXIM GmbH ó 13125 Berlin, Eckert &

Ziegler Strahlen- und Medizintechnik

AG ó 13355 Berlin, LASERLINE Digitales

Druckzentrum Bucec & Co. Berlin KG. ó

14513 Teltow, microtech GmbH electronic

ó 14542 Neu Plötzin, Haacke Haus GmbH

+ Co. KG ó 14554 Seddiner See OT Neuseddin,

VEINLAND GmbH ó 14727 Premnitz,

HZD Havelländische Zink-Druckguss

GmbH & Co. KG ó 14776 Brandenburg

an der Havel, RFT kabel Brandenburg

GmbH ó 14797 Kloster Lehnin OT Rietz,

Metallbau Windeck GmbH ó 14913 Niedergörsdorf,

SIK-Holzgestaltungs GmbH

ó 15838 Am Mellensee OT Klausdorf, ETB

Electronic GmbH ó 14913 Hohenseefeld,

Landfleischerei Apel ó 16547 Birkenwerder,

domino-world ó 16928 Pritzwalk,

Glatfelter Falkenhagen GmbH ó 18055

Rostock, Weiß-Hotel GmbH - TRIHOTEL

am Schweizer Wald ó 18057 Rostock,

Wockenfuß Hörakustik ó 18119 Rostock-

Warnemünde, Hotel Hübner GmbH

ó 18057 Rostock, Dr. Diestel GmbH ó

18147 Rostock, Die Rostocker Wurst- und

Schinkenspezialitäten GmbH ó 18184

Rostock-Roggentin, Globus Handelshof

St. Wendel GmbH & Co. KG ó 18347 Ostseebad

Dierhagen, Strandhotel Dünenmeer

GmbH & Co. KG ó 18437 Stralsund,

ITG Ingenieur- Tief und Gleisbau GmbH

ó 18437 Stralsund, rehaform GmbH &

Co. KG ó 18439 Stralsund, Uhlenhaus®

Group ó 18442 Groß Lüdershagen,

Masson-Wawer Fiberglasmöbel GmbH

ó 18528 Bergen, Unternehmensgruppe

Manfred Eggert ó 18569 Ummanz/

Rügen, Erlebnis-Bauernhof Kliewe ó

19057 Schwerin, Schoeller Allibert GmbH

ó 19061 Schwerin, PLANET IC GmbH ó

PLZ 2

22309 Hamburg, Friedrich Karl Schroeder

GmbH & Co. KG ó 22949 Ammersbek,

D+H Mechatronic AG ó 24105 Kiel, ma

design GmbH & Co. KG ó 24105 Kiel,

knk Business Software AG ó 24106 Kiel,

macio GmbH ó 24107 Kiel, NetUSE AG

ó 24149 Kiel, Buchner & Partner GmbH

ó 24159 Kiel, Consist Software Solutions

GmbH ó 24223 Schwentinental, e-nema

Gesellschaft für Biotechnologie und biologischen

Pflanzenschutz mbH ó 25712

Buchholz/Dithmarschen, REHA-HAUS

Buchholz ó 26215 Wiefelstede, LAGER

3000 GmbH ó 26655 Westerstede, Detlef

Coldewey GmbH ó 27313 Dörverden,

Heckmann Unternehmensgruppe (Heckmann

Maschinenbau und Verfahrenstechnik

GmbH) ó 27572 Bremerhaven,

H.-J. Fiedler Meeresdelikatessen GmbH

ó 27607 Geestland, ASTRO Motorengesellschaft

GmbH & Co. KG ó 28832

Achim, Vermessungs- und Sachverständigenbüro

Dipl.-Ing. Uwe Ehrhorn ó

29410 Salzwedel, Fangmann Holding

GmbH & Co. KG ó 29410 Salzwedel,

KRAIBURG Relastec GmbH & Co. KG ó

29581 Bohlsen, Bohlsener Mühle GmbH

& Co. KG ó

PLZ 3

31008 Elze, Albert Fischer GmbH ó 32107

Bad Salzuflen, Eifler Kunststoff-Technik

GmbH & Co. KG ó 32549 Bad Oeynhausen,

DENIOS AG ó 32549 Bad Oeyn-


PT-MAGAZIN 2/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

20

hausen, Unternehmensgruppe Kögel

ó 33129 Delbrück, paragon Aktiengesellschaft

ó 33649 Bielefeld, Goldbeck

GmbH ó 34134 Kassel, espas GmbH ó

34266 Niestetal, SMA Solar Technology

AG ó 34454 Bad Arolsen, Malerfachbetrieb

Franke GmbH & Co.KG ó 34474

Diemelstadt, Okel GmbH & Co. KG ó

34474 Diemelstadt, Jäkel GmbH & Co.

KG ó 34477 Twistetal-Berndorf, Mauser

Sitzkultur GmbH & Co. KG ó

35066 Frankenberg, Neuschäfer Elektronik

GmbH ó 35066 Frankenberg,

FingerHaus GmbH ó 35274 Kirchhain,

Marburger Tapetenfabrik J.B. Schaefer

GmbH & Co. KG ó 35423 Lich, Network

Concept GmbH ó 35683 Dillenburg,

Wendel GmbH ó 35764 Sinn, Holzapfel

Metallveredelung GmbH ó 36039 Fulda,

JUMO GmbH & Co. KG ó 36110 Schlitz,

Lampenwelt GmbH ó 36132 Eiterfeld,

b+m surface systems GmbH ó 36163

Am Forsthaus 21, papperts GmbH & Co.

KG ó 36341 Lauterbach, DUO PLAST AG

ó 37181 Hardegsen, HKS Sicherheitsservice

GmbH ó 37351 Dingelstädt, Krieger

+ Schramm GmbH & Co. KG ó 37441

Bad Sachsa, Hotel Romantischer Winkel

ó 39108 Magdeburg, GETEC ENERGIE

HOLDING GmbH ó 39116 Magdeburg, BT

innovation GmbH ó 39124 Magdeburg,

IFR Engineering GmbH ó 39126 Magdeburg,

DIEPA GmbH ó 39128 Magdeburg,

AKTUELL BAU GmbH ó 39218 Schönebeck,

Ambulanz Mobile GmbH & Co. KG

ó 39326 Colbitz OT Lindhorst, Humanas

GmbH ó 39517 Tangerhütte, Schubert

GmbH ó 39539 Havelberg, Kiebitzberg®

Gruppe ó 39576 Hansestadt Stendal,

ZORN INSTRUMENTS e.K. ó 39638 Gardelegen,

WIPAG Nord GmbH & Co. KG ó

„Mit gutem Grund hat sich der Preis

zum inzwischen resonanzstärksten

Unternehmenswettbewerb in

Deutschland entwickelt.“

Markus Söder, MdL,

Staatsminister, Freistaat Bayern

PLZ 4

40213 Düsseldorf, KFM Deutsche

Mittelstand AG ó 40324 Melle, ASS-

MANN BÜROMÖBEL GMBH & CO.KG

ó 41468 Neuss, alnamic AG ó 46325

Borken, NETGO GmbH ó 46342 Velen,

TEKA Absaug- u. Entsorgungstechnologie

GmbH ó 46395 Bocholt, Rudolf

Ostermann GmbH ó 48341 Altenberge,

Essmann‘s Backstuben GmbH ó 48691

Vreden, Laudert GmbH + Co. KG ó 48712

Gescher-Hochmoor, Ruthmann GmbH &

Co. KG ó 48691 Vreden, BETEBE GmbH

ó 48734 Reken, AS Drives & Services

GmbH ó 49324 Melle, SOLARLUX GmbH

ó 49439 Steinfeld (Oldenburg), Müller-

Technik GmbH ó 49584 Fürstenau, Richter

Möbelwerkstätten GmbH ó 49584

Fürstenau, cdVet Naturprodukte GmbH

ó 49593 Bersenbrück, Wurst Stahlbau

GmbH ó

PLZ 5

51688 Wipperfürth, Jokey-Plastik Wipperfürth

GmbH ó 51789 Lindlar, ONI-

Wärmetrafo GmbH ó 51789 Lindlar,

Lang AG ó 53175 Bonn, Meavision Media

GmbH ó 53619 Rheinbreitbach, Bluhm

Weber Group ó 54570 Kalenborn-Scheuern,

PREMOSYS GmbH ó 54689 Daleiden,

Bäckerei Schmitz und E-aktiv Märkte

Schmitz ó 55234 Bechtholdsheim, Weingut

Ernst Bretz e.K. ó 55597 Wöllstein,

JUWÖ POROTON- Werke Ernst Jungk

& Sohn GmbH ó 56170 Bendorf, AKO-

THERM GmbH ó 56170 Bendorf, Mathias

Normann Spedition GmbH & Co. KG ó

56220 Urmitz, Colak GmbH ó 56294

Wierschem, Gräflich Eltzsche Kastellanei

Burg Eltz ó 56422 Wirges, Koch KG ó

56579 Rengsdorf, monte mare Unternehmensgruppe

ó 56584 Anhausen, Remy

& Geiser GmbH ó 56651 Niederzissen,

Dr. Eckel Animal Nutrition GmbH & Co.

KG ó 56651 Niederzissen, Reinhard Koll

GmbH ó 56659 Burgbrohl, RHODIUS

Schleifwerkzeuge GmbH & Co. KG /

Gebrüder Rhodius GmbH & Co. KG ó

56745 Bell / Eifel, Heuft Unternehmensgruppe

ó 57439 Attendorf, AFK Andreas

Franke Kunststoffverarbeitung GmbH &

Co. KG ó 57612 Eichelhardt, Gebr. Schumacher

GmbH ó 58566 Kierspe, Kunststofftechnik

Backhaus GmbH ó 58849

Herscheid, Wilhelm Schröder GmbH ó

59229 Ahlen, Metallwerke Renner GmbH

ó 59929 Brilon, EGGER Holzwerkstoffe

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AKTENDIGITALISIERUNG...

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PT-MAGAZIN 2/2018

Brilon GmbH & Co. KG ó 59964 Medebach,

Paul Köster GmbH ó

PLZ 6

63679 Schotten, Schottener Soziale

Dienste gGmbH ó 64385 Reichelsheim,

Jäger Direkt GmbH & Co. KG ó 64658

Fürth, P. + P. Holzbau GmbH ó 65549

Limburg, Blechwarenfabrik Limburg

GmbH ó 66123 Saarbrücken, Pharmacelsus

GmbH ó 66123 Saarbrücken, Sirrix

AG security technologies ó 66482

Zweibrücken, EDEKA Ernst, Zweibrücken

ó 66564 Ottweiler, Ottweiler Druckerei

und Verlag GmbH ó 66571 Eppelborn,

Krämer IT Solutions GmbH ó 66849

Landstuhl, Haber Textile Dienste GmbH

und Co. KG ó 66877 Ramstein-Miesenbach,

ABZ Handels GmbH „Anschlagen-

Bewegen- Zurren“ ó 67059 Ludwigshafen,

Fasihi GmbH ó 67065 Ludwigshafen,

Kübler GmbH - Energiesparende Hallenheizungen

ó 67657 Kaiserslautern,

ALPHA Business Solutions AG ó 67657

Kaiserslautern, Insiders Technologies

GmbH ó 67661 Kaiserslautern, SAITOW

AG ó 69483 Wald-Michelbach, Jöst

Abrasives GmbH ó

„Die Verleihung des „Großen Preises

des Mittelstandes“ bietet eine echte

Win-win-Situation.“

Thomas Geisel, Oberbürgermeister,

Landeshauptstadt Düsseldorf

PLZ 7

70435 Stuttgart, Kölle-Zoo GmbH ó

70839 Gerlingen, Endress+Hauser Conducta

GmbH + Co. KG ó 71672 Marbach,

HAINBUCH GMBH SPANNENDE TECH-

NIK ó 72074 Tübingen, Osiandersche

Buchhandlung GmbH ó 73525 Schwäbisch

Gmünd, DELTALOGIC Automatisierungstechnik

GmbH ó 74427 Fichtenberg,

KW automotive GmbH ó 74523

Schwäbisch Hall, BERA GmbH ó 76661

Philippsburg, KHW World Wide GmbH

ó 76698 Ubstadt-Weiher, Michael Koch

GmbH ó 76761 Rülzheim, ITK Engineering

GmbH ó 77656 Offenburg, Peter

Huber Kältemaschinenbau AG ó 79219

Staufen, IKA-Werke GmbH & Co. KG ó

79235 Vogtsburg, Winzergenossenschaft

Oberbergen im Kaiserstuhl eG ó

PLZ 8

82237 Wörthsee / Etterschlag, Heinz

Soyer Bolzenschweißtechnik GmbH ó

83626 Valley/Oberlaindern, OPED GmbH

ó 84079 Bruckberg, AGROLAB GmbH

ó 85080 Gaimersheim, ASAP Holding

GmbH ó 85104 Pförring, Pollin Electronic

GmbH ó 85716 Unterschleißheim, KRAT-

ZER AUTOMATION AG ó 85764 Oberschleißheim,

Schreiner Group GmbH

& Co. KG ó 86420 Diedorf, Borscheid

+ Wenig GmbH ó 86633 Neuburg a.d.

Donau, Maschinenringe Deutschland

GmbH ó 86720 Nördlingen, Gerlinger

Unternehmensgruppe ó 87663 Lengenwang,

K&S Anlagenbau GmbH ó 87746

Erkheim, Bau-Fritz GmbH & Co. KG ó

88271 Wilhelmsdorf, Zimmerei Berthold

Ott GmbH ó 89312 Günzburg, GÜNZ-

BURGER STEIGTECHNIK GMBH ó

PLZ 9

90431 Nürnberg, HG Hans Geiger Formenbau

GmbH ó 90449 Nürnberg, DPD

iloxx eService GmbH ó 90491 Nürnberg,

Rödl & Partner GbR ó 90768 Fürth,

BRUDER Spielwaren GmbH + Co. KG ó

91058 Erlangen, davero dialog GmbH

ó 91058 Erlangen-Tennenlohe, Der Beck

GmbH ó 91522 Ansbach, OECHSLER AG

ó 91710 Gunzenhausen, Zweirad Gruber

GmbH ó 91781 Weißenburg, Nifco KTW

GmbH ó 92318 Neumarkt, Bionorica SE

ó 93333 Neustadt a. d. Donau, Scheugenpflug

AG ó 93413 Cham, K+B E-Tech

GmbH & Co. KG ó 93426 Roding, Stangl

& Co. GmbH Präzisionstechnik ó 93488

Schönthal, Max Heimerl Bau GmbH ó

93495 Weiding, Rolladen Braun GmbH

& Co KG ó 94118 Jandelsbrunn, Knaus

Tabbert GmbH ó 94139 Breitenberg,

Genießerbäckerei Pilger ó 94315 Straubing,

Strama-MPS Maschinenbaugesellschaft

mbH & Co. KG ó 94330 Salching,

Sturm Holding GmbH ó 94424 Arnstorf,

Lindner Group KG ó 94474 Vilshofen-

Sandbach, Fensterfabrik W. Niederhofer

GmbH ó 95615 Marktredwitz, SCHERDEL

GmbH ó 95615 Marktredwitz, Hirsch

KG ó 96052 Bamberg, Malzfabrik Mich.

Weyermann® GmbH & Co. KG ó 97499

Donnersdorf, InnoSenT GmbH ó 97285

Röttingen, eibe Produktion + Vertrieb

GmbH & Co. KG ó 97688 Bad Kissingen,

Heiligenfeld GmbH ó 97789 Oberleichtersbach,

Hanse Haus GmbH & Co. KG ó

97980 Bad Mergentheim, ROTO FRANK

AG ó 98527 Suhl, Hoffmann.Seifert.Partner

ó 98553 Schleusingen, Kern Technik

GmbH & Co. KG ó 98646 Hildburghausen,

VOSSELER Umformtechnik GmbH

ó 98673 Eisfeld, HARRY’S Feintechnik

GmbH Eisfeld ó 98673 Eisfeld, Frischmann

Kunststoffe GmbH ó 98673 Eisfeld,

Noblex GmbH ó 98693 Ilmenau, IL

Eigenständige Brandabschnitte.

Feuer im Container erlischt

aufgrund Sauerstoffmangels.

Schutz durch wasserdichte aber

atmungsaktive Konstruktion.

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Zahlreiche Banken, Sparkassen, Behörden,

Gerichte, Versicherungen sowie

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und sichere „externe Fachabteilung“

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Die Lagerung der Akten erfolgt ausschließlich

in gesicherten Überseecontainern,

die sich in hochgesicherten

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sind die Akten hervorragend vor

Wasser- und Brandschäden geschützt.

Bei Bedarf können die

Einheiten zusätzlich

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elektronisch

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PT-MAGAZIN 2/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

22

Metronic Sensortechnik GmbH ó 98716

Elgersburg, H. Heinz Meßwiderstände

GmbH ó 99089 Erfurt, THS Technischer

Hausservice GmbH ó 99189 Witterda,

Heinemann Etiketten GmbH ó 99887

Georgenthal, Thüros GmbH ó 99947

Bad Langensalza, ADIB Agrar- Dienstleistungs-

Industrie- und Baugesellschaft

mbH ó 99974 Mühlhausen, Federn

Oßwald Fahrzeugteile & Technischer

Handel ó

Nominiert als „Premier-Kommune“

01900 Großröhrsdorf, Stadt Großröhrsdorf

ó 04420 Markranstädt, Stadt

Markranstädt ó 04509 Delitzsch, Stadt

Delitzsch ó 14770 Brandenburg an der

Havel, Stadt Brandenburg an der Havel

ó 48683 Ahaus, WFG für den Kreis Borcken

mbH ó 55469 Simmern, Kreisverwaltung

Rhein-Hunsrück-Kreis ó 56068

Koblenz, WFG am Mittelrhein mbH ó

56410 Montabaur, WFG Westerwaldkreis

mbH ó 74523 Schwäbisch Hall, WFG

des Landkreises Schwäbisch Hall mbH

ó 91781 Weißenburg i. Bay, Landkreis

Weißenburg Gunzenhausen ó 92318

Neumarkt, Große Kreisstadt Neumarkt

i.d.Opf. ó 94374 Schwarzach, Gemeinde

Niederwinkling ó 95615 Marktredwitz,

Große Kreisstadt Marktredwitz ó 96047

Bamberg, Stadt Bamberg - Wirtschaftsförderung

ó 96052 Bamberg, Wirtschaftsförderung

Landkreis Bamberg ó

„Die Nominiertenliste zum Großen

Preis des Mittelstandes der Oskar-

Patzelt-Stiftung spiegelt die ganze

Vielfalt des Mittelstandes wider.

… allein die Nominierung zu diesem

renommierten Preis ist eine Auszeichnung.“

Tarek Al-Wazir, Minister, Hessen

Nominiert als „Premier-Bank“

02727 Ebersbach-Neugersdorf, Volksbank

Löbau-Zittau eG ó 02826 Görlitz,

Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien

eG ó 09111 Chemnitz, Volksbank

Chemnitz eG ó 09648 Mittweida, Volksbank

Mittweida eG ó 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler,

Volksbank RheinAhrEifel

eG ó 56068 Koblenz, Sparkasse Koblenz

ó 56727 Mayen, Kreissparkasse Mayen

ó 60327 Frankfurt am Main, FinTech

Group AG ó 69412 Eberbach, Volksbank

Neckartal eG ó 74219 Möckmühl, Volksbank

Möckmühl-Neuenstadt eG ó 77652

Offenburg, Volksbank in der Ortenau

eG ó 80333 München, Raiffeisenlandesbank

Oberösterreich Aktiengesellschaft

Zweigniederlassung Süddeutschland ó

87435 Kempten, Sparkasse Allgäu ó

Nominiert als „Junge Wirtschaft“

15806 Zossen, Flair Hotel Reuner ó 50389

Wesseling, UIM-Universal Interface

Management GmbH ó 60389 Frankfurt,

Umbeck & Walenda Media GmbH ó

68163 Mannheim, ioxp GmbH ó 76131

Karlsruhe, Rüdenauer 3D Technology

GmbH ó 76131 Karlsruhe, IRES Infrarot

Energiesysteme GmbH ó 76131 Karlsruhe,

FMV First Momentum Ventures

Management GmbH ó 76646 Bruchsal,

Volocopter GmbH ó 88131 Lindau, Tanzschule

Daniel Geiger ó

Nominiert als „Kommune des Jahres“

01968 Senftenberg, Landkreis Oberspreewald-Lausitz

ó 02943 Boxberg/

O.L., Gemeindeverwaltung Boxberg/O.L

ó 02977 Hoyerswerda, Zweckverband

Lausitzer Seenland ó 03205 Calau, Stadt

Calau ó 06217 Merseburg, Saalekreis ó

06886 Lutherstadt Wittenberg, Lutherstadt

Wittenberg ó 07743 Jena, Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Jena mbH

ó 09366 Stollberg, Stadt Stollberg / Erzgeb.

ó 09648 Mittweida, Große Kreisstadt

Mittweida ó 09669 Frankenberg/

Sa., Stadt Frankenberg/Sachsen ó 15907

Lübben, Landkreis Dahme-Spreewald ó

17309 Pasewalk, Förder- u. Entwicklungsgesell.

Vorpommern-Greifswald mbH ó

18279 Lalendorf, Gemeinde Lalendorf ó

18442 Niepars, Amt Niepars ó 26506

Norden, Stadt Norden ó 27607 Geestland,

Stadt Geestland ó 27711 Osterholz-Scharmbeck,

Landkreis Osterholz

Kreisverwaltung ó 28195 Bremen, WFB

Wirtschaftsförderung Bremen ó 33154

Salzkotten, Stadt Salzkotten ó 34613

Schwalmstadt, Stadt Schwalmstadt ó

34639 Schwarzenborn, Stadt Schwarzenborn

ó 35260 Stadtallendorf, Magistrat

der Stadt Stadtallendorf ó 35274 Kirchhain,

Stadt Kirchhain ó 36304 Alsfeld,

Stadt Alsfeld ó 50173 Bedburg, Stadt

Bedburg ó 51789 Lindlar, Gemeinde

Lindlar ó 53359 Rheinbach, Stadt Rheinbach

ó 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler,

Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ó 54290

Trier, Landkreis Trier-Saarburg Kreisverwaltung

ó 54497 Morbach, Gemeindeverwaltung

Morbach ó 54516 Wittlich,

Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich

ó 54550 Daun, Landkreis Vulkaneifel

Kreisverwaltung ó 55286 Wörrstadt,

Verbandsgemeinde Wörrstadt ó 56068

Koblenz, WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft

am Mittelrhein mbH ó 56626

Andernach, Stadt Andernach ó 56727

Mayen, Stadt Mayen ó 59229 Ahlen,

WFG Wirtschaftsförderung Ahlen mbH

ó 59302 Oelde, Stadt Oelde ó 59494

Soest, Wirtschaftsförderung Kreis Soest

GmbH ó 64625 Bensheim, Marketingund

Entwicklungs- Gesellschaft Bensheim

mbH ó 64646 Heppenheim, Wirtschaftsförderung

Bergstraße GmbH ó

66953 Pirmasens, Stadt Pirmasens ó

67304 Eisenberg, Verbandsgemeinde

Eisenberg (Pfalz) ó 67657 Kaiserslautern,

Stadt Kaiserslautern ó 74072 Heilbronn,

Heilbronn Marketing GmbH ó 74196

Neuenstadt am Kocher, Stadt Neuenstadt

am Kocher ó 74423 Obersontheim,

Gemeinde Obersontheim ó

„Der „Große Preis des Mittelstandes“

genießt einen ausgezeichneten Ruf

... Die Juroren betrachten das Unternehmen

als Ganzes und beurteilen

seine Rolle in der Gesellschaft. Die

Initiative der Oskar-Patzelt-Stiftung

ist einmalig in Deutschland und

arbeitet vollständig ehrenamtlich.“

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin,

Rheinland-Pfalz

74544 Michelbach an der Bilz, Gemeinde

Michelbach an der Bilz ó 74595 Langenburg,

Stadt Langenburg ó 74613 Öhringen,

Große Kreisstadt Öhringen ó 74632

Neuenstein (Hohenlohe), Stadt Neuenstein

(Hohenlohe) ó 74638 Waldenburg,

Stadt Waldenburg ó 74670 Forchtenberg,

Stadt Forchtenberg ó 76124

Karlsruhe, Wirtschaftsförderung Stadt

Karlsruhe ó 76613 Bruchsal, Regionale

Wirtschaftsförderung Bruchsal GmbH ó

77652 Offenburg, Stadt Offenburg (Historisches

Rathaus) ó 78244 Gottmadingen,

Gemeinde Gottmadingen - Wirtschaftsförderung

ó 81541 München, Landkreis

München ó 82319 Starnberg, Landkreis

Starnberg ó 82362 Weilheim, Landkreis

Weilheim-Schongau ó 82362 Weilheim,

Stadt Weilheim i. Oberbayern ó 84453

Mühldorf am Inn, Landkreis Mühldorf

am Inn ó 85560 Ebersberg, Landreis

Ebersberg ó 87616 Marktoberdorf, Land-


kreis Ostallgäu ó 90518 Altdorf, Stadt

Altdorf b. Nürnberg ó 91126 Rednitzhembach,

Gemeinde Rednitzhembach ó

91710 Gunzenhausen, Stadt Gunzenhausen

ó 91781 Weißenburg i.Bay, Landkreis

Weißenburg Gunzenhausen ó 94363

Oberschneiding, Gemeinde Oberschneiding

ó 94424 Arnstorf, Markt Arnstorf ó

95028 Hof, Wirtschaftsregion Hochfranken

e.V. ó 95028 Hof, Stadt Hof ó 95032

Hof, Landkreis Hof ó 95326 Kulmbach,

Stadt Kulmbach ó 95478 Kemnath, Stadt

Kemnath ó 95666 Mitterteich, Stadt

Mitterteich ó 95679 Waldershof, Stadt

Waldershof ó 95703 Plößberg, Marktgemeinde

Plößberg ó 96215 Lichtenfels,

Stadt Lichtenfels ó 96317 Kronach, Landkreis

Kronach ó 96450 Coburg, Stadt

Coburg ó 97070 Würzburg, Stadt Würzburg

ó 97688 Bad Kissingen, Landkreis

Bad Kissingen ó 99867 Gotha, Stadt

Gotha ó

Nominiert als „Bank des Jahres“

04105 Leipzig, Sparkasse Leipzig ó

04109 Leipzig, Leipziger Volksbank ó

06886 Lutherstadt Wittenberg, Sparkasse

Wittenberg ó 07743 Jena, Volksbank

Saaletal e.G. ó 09599 Freiberg,

Sparkasse Mittelsachsen ó 20354 Hamburg,

Berenberg Bank Hamburg ó 28195

Bremen, Bremer Aufbau-Bank GmbH ó

28195 Bremen, Die Sparkasse Bremen

AG ó 29410 Salzwedel, Sparkasse Altmark

West ó 30177 Hannover, Nbank

Investitions- und Förderbank Niedersa.

GmbH ó 33098 Paderborn, Verbund

Volksbank OWL eG ó 33154 Salzkotten,

Volksbank Brilon-Büren-Salzkotten eG

ó 48431 Rheine, Sparkasse Rheine ó

50667 Köln, Sparkasse KölnBonn ó 51674

Wiehl, Volksbank Oberberg eG ó 53474

Bad Neuenahr-Ahrweiler, Kreissparkasse

Ahrweiler ó 54550 Daun, Kreissparkasse

Vulkaneifel ó 54634 Bitburg, Volksbank

Eifel eG ó 56470 Bad Marienberg, Sparkasse

Westerwald-Sieg ó 56759 Kaisersesch,

Raiffeisenbank Eifeltor eG ó

57627 Hachenburg, Westerwald Bank eG

Volks und Raiffeisenbank ó 65185 Wiesbaden,

Nassauische Sparkasse NASPA

ó 66117 Saarbrücken, Sparkasse Saarbrücken

ó 67059 Ludwigshafen, Sparkasse

Vorderpfalz ó 68159 Mannheim,

Sparkasse Rhein Neckar Nord ó 69168

Wiesloch, Volksbank Kraichgau eG ó

70174 Stuttgart, Volksbank Stuttgart eG

ó 74613 Öhringen, Volksbank Hohenlohe

eG ó 74626 Bretzfeld, Raiffeisenbank

Bretzfeld-Neuenstein eG ó 74653

Künzelsau, Sparkasse Hohenlohekreis ó

76133 Karlsruhe, Sparkasse Karlsruhe ó

76646 Bruchsal, Sparkasse Kraichgau ó

82362 Weilheim, Sparkasse Oberland ó

85716 Unterschleißheim, Baader Bank

AG ó 88213 Ravensburg, Kreissparkasse

Ravensburg ó 90443 Nürnberg, Oberbank

AG, Geschäftsbereich Deutschland

Mitte ó 91301 Forchheim, Volksbank

Forchheim eG ó 92637 Weiden, Volksbank

Nordoberpfalz eG ó 93047 Regensburg,

Sparda-Bank Ostbayern eG ó

96050 Bamberg, Sparkasse Bamberg ó

97437 Haßfurt, Sparkasse Ostunterfranken

ó 97688 Bad Kissingen, Sparkasse

Bad Kissingen ó 97688 Bad Kissingen,

Volksbank Raiffeisenbank Bad Kissingen-

Bad Brückenau eG ó 97941 Tauberbischofsheim,

Sparkasse Tauberfranken ó

97941 Tauberbischofsheim, Volksbank

Main-Tauber eG ó

PT-MAGAZIN 2/2018


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spätestens vier Wochen vor der Veranstaltung.

(Kennwort: „Großer Preis des Mittel standes“)


Frühlings Erwachen

KOLUMNE

Jeder freut sich schon auf den Frühling,

wenn die ersten Knospen sprießen,

wenn die ersten Krokusse blühen, wenn

die Sonne mit ersten warmen Strahlen

das Gesicht streichelt.

Dann strahlen auch die Menschen

wieder und neue Ideen sprießen plötzlich

wie die Frühjahrsblüher aus dem

Boden. Spüren Sie das auch?

Natürlich waren die ersten Monate

bei vielen von Ihnen erfolgreich. Sie freuten

sich über die guten Jahresabschlüsse

und die neuen Aufträge für die kommende

Zeit.

Wie am Himmel kommt die Sonne jetzt

auch wieder ins Herz. Dann strahlen wir

Optimismus und Freude aus. Das morgendliche

Aufstehen fällt uns leichter.

Wir freuen uns auf den Tag.

Nutzen Sie jede Gelegenheit, mit

Ihrem Team neue Herausforderungen

anzugehen. So stärken Sie das Selbstvertrauen,

bei sich und bei den anderen.

Denken Sie darüber nach, was Sie

schon alles erreicht haben, woran Sie

manchmal auch gezweifelt haben und

es letztlich doch gemeistert haben und

wie Sie gestärkt aus Problemlösungen

hervorgegangen sind.

Nehmen Sie sich einfach diese

Zuversicht und diesen Mut und packen

Sie wieder neu an. So werden Sie viele

anstecken, wie das Strahlen der Sonne

auch in Ihrem Inneren neue Träume und

Ziele weckt.

Jetzt, im Frühling, hilft uns die Sonne,

die Dinge klar zu sehen. Nicht umsonst

gibt es das geflügelte Wort vom Früh-

jahrsputz. Befreien Sie nicht nur Ihre

Möbel und Räumlichkeiten vom Winter.

Prüfen Sie auch all das, wo Ihnen

das Staubtuch nicht hilft: Ziele, Prozesse,

Werte, Instrumente, Werkzeuge, Dienstleister,

Mitarbeiter.

Die Sonne bringt es immer an das

Licht. Sie müssen nur noch das Richtige

tun mit Elan, Zuversicht und Optimismus.

Vertrauen Sie sich selbst und Ihren

Mitstreitern und Sie werden die Erfolge

wachsen sehen wie die Blüten im Frühling.

Packen wir es gemeinsam an!

Ihre Petra Tröger

27

PT-MAGAZIN 2/2018

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Dialogtage 2018

Im Netzwerk der Besten diskutieren und Gedanken tanken

Oskar-Patzelt-Stiftung

PT-MAGAZIN 2/2018

30

Alte Bekannte begrüßen, neue

Gesichter kennenlernen, Ideen

und Gedanken austauschen – das

Ganze ungezwungen bei einem kleinen

Morgenimbiss. So starten viele Gäste

schon vor dem offiziellen Begrüßungs-

Check-in. Der Name ist Programm. Die

Rede ist von den Dialogtagen der Oskar-

Patzelt-Stiftung. Jene neue Form des

Netzwerkens seit letztem Jahr, die den

lebendigen gegenseitigen Austausch

zwischen Unternehmerpersönlichkeiten

und anderen Netzwerkexperten mehr

denn je in den Mittelpunkt rückt.

Unter dem Thema „Starten – Durchstarten

– Turbulenzen meistern“ erwarten

am 23. März im ICC Würzburg und

am 24. April im Leipziger H4-Hotel die

Teilnehmer aus dem Netzwerk der Besten

brisante und zukunftsorientierte

Wortbeiträge:

Um im nationalen wie internationalen

Wettbewerb bestehen zu können,

stehen Mittelständler in Zeiten revolutionärer

Veränderungen wie die Digitalisierung

vor Investitionen in vielen

Bereichen. Dafür müssen sich die Unternehmen

zukunftssicher mit Kapital ausstatten.

„Bankenunabhängig Finanzierung

sichern“ – wie das geht, erläutert

Hans-Jürgen Friedrich, Vorstand der KFM

Deutsche Mittelstand AG, in seinem Auftaktvortrag.

Der Potsdamer Musiker Hannes

Kreuziger weiß aus eigenem Erleben:

„Wir können Helden sein“. Sich auf das

Wesentliche zu konzentrieren ist nicht

nur eine unternehmerische Tugend und

will oft gelernt werden. Persönlich und

damit äußerst authentisch zeigt er in

seinem Vortrag auf, wie man aus Krisen

gestärkt hervorgehen kann.

Während in Würzburg Carsten Lexa,

Präsident der G20 YEA Deutschland,

Erfahrungen zur „Unternehmensnachfolge“

präsentiert, tritt in Leipzig Antje

Hermenau, einst Mitgründerin und Chefin

der Grünen in Sachsen, den Beweis

an: „Die Zukunft wird anders“.

„Mit Unternehmensnachfolge

Zukunft gestalten?“ – Diese Frage diskutiert

Moderator Detlef Kahrs im ersten

OPS-Power-Talk mit allen Teilnehmern.

Und Erfahrungsberichte aus erster Hand


liefern Unternehmer aus dem Netzwerk

im Podium. Mit dabei: Manfred

Gante, Kunststofftechnik Backhaus, der

2011 den Betrieb mit 140 Arbeitsplätzen

als eigenständige Einheit rettete, als

der Mutterkonzern das Werk schließen

wollte. Oder Stefan Leers vom Metallbauunternehmen

Wenker: Hier stehen

zwei Junior-Geschäftsführer aktuell in

neuen großen Fußstapfen für die Staffelstab-Übergabe.

Auch Joachim Ludwig

von der COLANDIS GmbH und Hans

Ulrich Richter vom richter & heß VERPA-

CKUNGS-SERVICE stellen sich der Diskussion.

In Leipzig werden unter anderem

Christian Schröder von der Hamburger

Friedrich Karl Schroeder GmbH & Co. KG,

Thomas Graudenz von der Geestlander

Astro Motorengesellschaft und Benjamin

Weiß vom Rostocker Trihotel auf

dem Podium diskutieren.

Im Vortrag „Heute Blockchain – Morgen

keine Banken mehr?“ beleuchtet

Prof. Dr. Alexander Knauer von der Hochschule

Mittweida, wie sicher Blockchain-

Technologie ist und wie diese heute und

künftig umgesetzt werden kann.

Hieran anknüpfend moderiert

Christian Kalkbrenner den zweiten

OPS-Power-Talk unter der Überschrift:

„Digitale Geschäftsmodelle erobern“. Im

Podium sind auch Ingo Hermes, HERMES

Systeme GmbH, die mit Innovationen in

der Automatisierungstechnik zu einem

Kompetenz-Center mit 180 Mitarbeitern

gewachsen ist, Saeid Fasihi von der

Fasihi GmbH, die u. a. innovative Lösungen

für Verschlüsselung und Klassifizierung

von Daten anbietet sowie Bernhard

Gaupp von der LiKAMED GmbH. Das

Familienunternehmen produziert Medizinprodukte

und -geräte und hat gute

Gründe, das 40. Firmenjubiläum unter

dem Motto LiKAMED 4.0 zu begehen.

Mit dabei: Fabian Mahr von der Mahr

EDV GmbH. In Leipzig wird Falko Mauersberger

von der Mauersberger Badtechnik

seine Digitalisierungserfahrungen

berichten.

Abgerundet wird diese Debatte

in Würzburg von Prof. Dr. Roland Alter,

Hochschule Heilbronn und Wissenschaftlicher

Beirat der Oskar-Patzelt-

Stiftung zum Thema „Digitalisierungs-

Chancen ergreifen - oder verlieren.“ Der

Betriebswirtschaftler ist Spezialist für

„Strategisches Management“ und „Strategisches

Controlling“ mit langjähriger

Praxiserfahrung in der Konzernzentrale

der Siemens AG in München. Der TV-

Experte (Schleckerinsolvenz) legt den

Finger auf die Wunde: Warum gelang

„Amazon“ sein internationaler Siegeszug?

Warum ging „Quelle“ baden? - In

Leipzig hingegen stellt Bestseller-Autor

und Top-Speaker Roger Rankel aus München,

„Lead-Loop ® zur permanenten

Kundengewinnung“ vor. Hintergrund:

Internet, Social Media und Bewertungsplattformen

haben das Kaufverhalten

dramatisch verändert. Kunden sind

heute bestens vernetzt und „schlauen“

sich selbst. Wer also modernes Bewertungs-

und Empfehlungsmarketing mit

der Essenz des Loyalitätsmanagements

verknüpft, gewinnt mehr Kunden und

wird künftig mehr Umsatz machen.

Unter dem Eindruck der bisher diskutierten

Trendthemen starten nun alle

Teilnehmer beim OPS-Power-Workshop

aktiv durch. „Niemand geht in die Kaffeepause

ohne fünf sofort umsetzbare

Ideen!“, brachte es Vorstand Petra Tröger

zum Auftakt 2017 auf den Punkt. In

Kleingruppen, strukturiert und moderiert,

erarbeiten die Gäste ganz konkrete

Ideen und Anregungen, um Herausforderungen

wie Nachfolge, Blockchain und

Digitalisierung erfolgreich meistern zu

können.

Schon lange kein Geheimnis mehr:

Allein die Teilnahme am Wettbewerb

„Großer Preis des Mittelstandes“ kann

als Alleinstellungsmerkmal vermarktet

werden. Gewürzt werden daher die

Dialogtage von Erfahrungsberichten der

beiden Vorstände Petra Tröger und Helfried

Schmidt. Paradebeispiele aus der

alltäglichen Praxis erfolgreicher Unternehmen

offenbaren, dass dies nicht aufwendig

ist, mit Sicherheit aber nachahmungsverdächtig.

Und ebenfalls eine feste Größe im

Netzwerk der Besten: die legendären

Gesprächsabende der Oskar-Patzelt-Stiftung.

Rund um ein Spezialitätenbuffet

des jeweiligen Hauses können in lockerer

Runde neue Anregungen weiterentwickelt

und neue Kontakte vertieft

werden. Und die Erfahrung lehrt: Bei

diesem ungezwungenen Abendplausch

in stilvoller Atmosphäre werden auch

neue Kooperationen geschmiedet und

Geschäfte angebahnt. Zukunftsgestalter

sind offen und stellen heute schon die

Weichen für morgen.

Neugierig? Das ist auch gut so. Seien

Sie dabei, wir freuen uns auf Sie! Wir

laden Sie herzlich ein, unsere Dialogtage

aktiv mitzugestalten! „Netzwerken“ und

Unterhaltung par excellence. Erkenntnisgewinn

garantiert! ó

31

PT-MAGAZIN 2/2018

Oskar-Patzelt-Stiftung

Alle Bilder: © www.wosilat.de


MeckPomm International

Die ITB 2018 ist ein Schaufenster zur

Sichtbarmachung der Standortattraktivität

von Mecklenburg-Vorpommern

PT-MAGAZIN 2/2018

ITB-Partnerländer

Wirtschaft

32

Jährlich wird ein neues

Partnerland bzw. eine Partnerregion

der ITB Berlin

gekürt. Den Besuchern der

ITB Berlin präsentiert sich

das jeweilige Partnerland mit

einem bunten Veranstaltungsprogramm

wie etwa der großen

Eröffnungsfeier.

2004: Peru

2005: Deutschland

2006: Griechenland

2007: Indien

2008: Dominikanische Republik

2009: Region Ruhr

2010: Türkei

2011: Polen

2012: Ägypten

2013: Indonesien

2014: Mexiko

2015: Mongolei

2016: Malediven

2017: Botswana

2018: Mecklenburg-Vorpommern

2019: Malaysia

ITB-Chronik

Der Name ITB Berlin steht für eine einzigartige

Erfolgsgeschichte „made in Berlin“.

Was im Jahr 1966 mit einer kleinen Veranstaltung

im Rahmen einer Übersee-Importmesse

begann, entwickelte sich zu einem

echten Welterfolg. So wurden aus fünf teilnehmenden

Ländern und Regionen über 180, aus

250 Fachbesuchern mehr als 114.000 und die

Ausstellungsfläche wuchs von 580 auf heute

160.000 Quadratmeter.

Dazwischen liegen fast fünf Jahrzehnte. Eine

bewegte Zeit mit großen gesellschaftlichen und

politischen Veränderungen. Aber auch eine Zeit,

in der sich der Tourismus zu einem der global

wichtigsten Wirtschaftsfaktoren entwickelte – und

mit ihm seine Leitmesse. Heute ist die ITB Berlin die

führende Messe der weltweiten Reiseindustrie und

gleichzeitig auch die größte Reisemesse für Privatbesucher

in Deutschland.

vlnr: David Ruetz, Head of ITB Berlin, Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und

Gesundheit Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Martin Buck, Senior Vice President Travel

& Logistics und Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Berlin GmbH, Wolfgang

Waldmüller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Die diesjährige Internationale Tourismusbörse ITB 2018 in Berlin als

weltweit größte Tourismusmesse der Welt vom 7. bis 11. März 2018

mit Mecklenburg-Vorpommern (MV) als offiziellem Partnerland

der ITB bietet den Akteuren des Bundeslandes, ob Unternehmen, Hochschulen

oder Politikern, eine hervorragende Chance, die Attraktivität des

Landes als Tourismus-, Studier- und Investitionsstandort den Besuchern

und Medienvertretern zu verdeutlichen. Vom 10. bis 11 März ist die

ITB auch für Privatbesucher geöffnet. Ein Besuch der Messe und der

Stände der Hochschule Stralsund lohnt sich auf jeden Fall.

Die ITB ist mit über 10.000 Ausstellern und mehr als 100.000

FachbesucherInnen aus mindestens 180 Ländern der Erde das

bedeutendste touristische Branchenforum für Kontaktpflege, neue

Impulse, Vertragsverhandlungen und Informationsaustausch auf

unserem Globus. Mecklenburg-Vorpommern wird mit einem 400

Quadratmeter großen Stand vertreten sein. Das Bundesland MV

hat vieles zu bieten, für Touristen, Studierende und Investoren.

Allerdings muss die Außenwelt dies auch wahrnehmen. Vermarktung

und Öffentlichkeitsarbeit sind Pflichtbestandteile zur Steigerung

der Attraktivität Mecklenburg-Vorpommerns im Sinne

des Slogan: „MV tut gut. Willkommen im Land zum Leben“.

Zur Sichtbarmachung der Standortattraktivität von MV

trägt auch die Hochschule Stralsund bei und zwar in 2018 mit

dem Studiengang Leisure and Tourism Management (LTM)

und dem Projekt „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Rostock“

mit dem Teilvorhaben DigiTOUR (Digitalisierung im

Tourismus) der Hochschule Stralsund.

Die Hochschule Stralsund ist seit 18 Jahren auf der ITB in

Berlin vertreten. Seit der Gründung des internationalen Studienganges

LTM im Jahr 2000 zeichnet sich jedes Jahr ein

Studierendenteam unter Leitung ihrer Dozenten für den

© TMV/Danny Gohlke


Messeauftritt verantwortlich. Frau Anne

Christiansen und Prof. Volker Rundshagen

begleiten dieses Jahr die Studierenden

bei der Vorbereitung und Umsetzung

des Messestands. Interessierte

Messebesucher, Kooperationspartner

und potentielle Studierende können sich

auf einem 32 qm großen Stand über die

Tourismusstudiengänge der Hochschule

Stralsund und die Region informieren.

Auf der anderen Seite bietet die ITB

unseren Studierenden die Möglichkeit,

sich um Praktika, Abschlussarbeiten und

Jobs zu kümmern und Kontaktpflege

zu betreiben. Auf dem begleitenden

Kongress werden in Vorträgen und auf

Podiumsdiskussionen aktuelle Trends

erläutert und diskutiert. Wie wichtig das

„Netzwerken“ ist, zeigt auch eine sehr

schöne Tradition: Auf jeder ITB findet ein

Alumni-Abend statt. Es treffen sich ehemalige

Studierende verschiedener Studiengänge

der HOST am Messestand und

verbringen gemeinsam fröhliche Stunden

mit Erinnerungen an die Studienzeit

und tauschen sich über Neuigkeiten auf

unterschiedlichen Gebieten aus.

Im Rahmen des Mittelstand

4.0-Kompetenzzentrum Rostock arbeitet

die Hochschule Stralsund hinsichtlich

des Teilvorhabens DigiTOUR (Digitalisierung

im Tourismus) mit den Tourismusakteuren

in MV zusammen. Auch dieses

Projekt wird von Studierenden, MitarbeiterInnen

und Professoren der Hochschule

Stralsund auf der ITB präsentiert. Das

Land Mecklenburg-Vorpommern wird

auf der ITB 2018 verschiedene Stationen

mit Strandkörben bestücken, an denen

jeweils eine „Geschichte“ erzählt wird.

Diese „Stationen“ werden mittels des

von der Hochschule Stralsund geplanten

eGuides im Rahmen einer Pilotanwendung

abgebildet. Die medial aufbereiteten

Informationen für die Besucher

sollen u.a. verdeutlichen, dass durch IT-

Anwendungen kooperative Marketingaktivitäten

in vielen Bereichen der Tourismusbranche

umsetzbar sind.

Die ITB bietet sowohl die Chance

den Bekanntheitsgrad von Mecklenburg-Vorpommern

als attraktive Tourismusregion

zu erhöhen, als auch auf die

vielen Besonderheiten des Landes aufmerksam

zu machen. Es gilt den Gästen

und Medienvertretern aus dem In- und

Ausland die regionalen Einzigartigkeiten,

die HSK „Hat sonst keiner“, sichtbar zu

machen. Hierzu zählen z.B. die größte

Insel Deutschlands, Rügen, das älteste

Seebad Deutschlands in Heiligendamm,

der Gebäude-Komplex Prora auf Rügen,

die älteste Seebrücke Deutschlands in

Ahlbeck, die längste Seebrücke Kontinentaleuropas

in Heringsdorf, die Wiege

der Raumfahrt in Peenemünde und die

Wiege der Warenhäuser Deutschlands in

der Hansestadt Stralsund. Mecklenburg-

Vorpommern hat zahlreiche HSK, die

für eine Vermarktung genutzt werden

können. Allein die Region Vorpommern

kann und sollte mit mindestens 35 Einzigartigkeiten

öffentlichkeitswirksam

punkten. ó

Über den Autor

Norbert Zdrowomyslaw ist Experte für

Aspekte der Regionalentwicklung und

für die Managementausbildung für KMU.

Er arbeitet seit 1992 als Professor für

Betriebswirtschaftslehre an der FH Stralsund.

33

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Bei den Pyramiden

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

32

Ägypten war 2012 offizielles ITB-Partnerland.

D-Rolf Becker schaute sich 2018 am Roten Meer um.

PT-Korrespondent D-ROLF kennt alle

Kontinente, traf sich mit US-Präsidenten

in Atlanta und mit Bettlern in den Slums

von Kapstadt und Bombay. Diesmal ging

es nach Ägypten.

Ägypten macht seit über 3.000 Jahren

Schlagzeilen. Angeblich erfand die

Göttin Isis den Sauerteig. In jedem Fall

hatten die Ägypter nachweislich 30 Brotsorten

und perfektionierten in großen

Öfen das Brotbacken in hoher Stückzahl

für Tausende von Arbeitern.

Heute gilt Ägypten als eines der

schönsten Kultur- und Warmwasserreiseziele,

trotz aller Gerüchte über Service

und Sicherheit. Besonders im Winter ist

bei Kennern das Rote Meer gefragt: Flugzeiten

nur um vier Stunden und eine

Woche all. incl. bereits ab 250 EUR sind

verlockend. Auch wenn man die meist

hochwertigen Anlagen verlässt, ist alles

weit günstiger als in Deutschland. Taxis

kosten 2 EUR für längere Strecken. Wer

es wagt, in einem Minibus mitzufahren,

zahlt 15 Cent pro Fahrt.

Das größte ägyptische Tourismuszentrum

am Roten Meer ist Hurghada

mit etwa 160.000 Einwohnern. Davon

haben 10.000 keine legalen Aufenthaltspapiere,

sie kommen meist aus den

Nilstädten. Die Grundpreise sind sehr

niedrig. Ägypten ist ein recht gut organisiertes

Land. Alles, wo es wirklich drauf

ankommt, klappt.

Ernste Gefahren gibt es wirklich nur

durch die üppigen Dessertangebote der

Büffets. Beginnend mit leckeren Früchten

kann man extrem kalorienhaltige,

äußerst schmackhafte Kuchen- und

Sahne-Delikatessen, genießen.

Südlich von Hurghada liegt Safaga

mit einem großen Natursandstrand,

einem rund 4000 Jahre alten Hafen und

knapp 30.000 Einwohnern. Der Taxifahrer

verlangt für die 60 Kilometer 50 EUR,

lässt sich aber auf 7,50 EUR runter handeln.

Das trockene warme Wetter und

der „schwarze Sand“ der Stadt Safaga

haben hohen therapeutischen Wert

für einige unheilbare Krankheiten wie

Psorias (Schuppenflechte). Der Sand in

Safaga enthält mit Uran, Thorium und

Potassiumdrei radioaktive Elemente

in gemäßigter Konzentration und hat

heilenden Einfluss bei Rheuma, akuter

und chronischer Arthritis, ödemartigen

Gelenkerkrankungen, Gelenkergüssen

und Neurodermitis, Entzündungen der

Haut.

Safaga ist Tauchen „pur“, behaupten

die Ägypter. Selbst wenn man kein

Taucher ist, sollte man sich mit aufs

Boot setzen, genießen und vielleicht

ein bisschen schnorcheln. Dass sich ein

europäischer Stadtmensch auch über

einen Sonnenuntergang in der Wüste

freuen kann, muss ein Ägypter noch verinnerlichen.

Tatsächlich herrscht in der

einzigartigen Unterwasserwelt und dem

Naturstrand eine idyllische Atmosphäre

mit ursprünglich ägyptischem Flair.

Viele Möglichkeiten werden für

Familien angeboten. Von Scooter, ohne

große Anstrengung über das Wasser

gleiten, Ray-Board, ein neuer Tauchtrendsport,

bis hin zum Handycap-Tauchen.

Über Masters Travel Service werden

Touren und Exkursionen mit dem Bus

nach Kairo, zu den Pyramiden, Sphinx,

Museum, Giza, Capital angeboten, das

wird aber garantiert anstrengend. Günstiger

kommt man, wenn man es mit

einer Nilkreuzfahrt verbindet.

Kommunikative Kontakte zu Menschen

aller Levels ist unsere Stärke. Der

Österreicher Markus Krakhofer ist Editor

des hochinteressanten Guides „Red

Sea Bulletin“, der von Red Sea Bulletin

Ltd. herausgegeben und von seiner Frau

Svetlana geleitet wird. Äußerst informativ

ist auch ihre Internetseite www.redseapages.com,

die hilfreiche Informationen

über das Rote Meer bereitstellt.

Er gehört wie H. Phillip Pulver, der in

der Schweiz geborene Ägyptenexperte

und Gründer der www.red-sea.tv“Media

Corporation plc“ zu unseren lokalen

Beratern und Unterstützern, der uns

auch schon bei unseren Indien-Exkursionen

hervorragend beistand!

Wirtschaftlich ist Ägypten ein „aufwachender

Elefant!“ Neue Erdgaslager,

die Einnahmen aus dem Suezkanal und

der beginnende Boom im Tourismus wirken

sich aus. DIN-gerechte Highways

durch die Wüste, großzügige Bauprogramme,

auch Wohnungsbau für junge

Familien machen Eindruck.

Einer der führenden Betreiber von

Hotels und Nilkreuzfahrten ist „Sunrise

Resort & Cruises“. CEO Phillippe

de Vizcaya lud uns auf ein herrliches


Alle Bilder: © Margrit B. Krüger, Archiv D-ROLF

Dinner in das Nasaja Restaurant ein, um

Marketinginspirationen für die ITB 2018

auszutauschen. Mit Kamelen, Trabis und

Pyramiden verstehen wir es Titelstorys

zu schaffen - wir arbeiten seit über 25

Jahren mit den Medien der Welt auf

internationalen Reisemessen.

Traurig ist es, wenn man sieht, mit

welch simplen Arbeiten sich kräftige

junge Leute für Hungerlöhne durchschlagen

müssen. Am Buffet stehen

rund um die Uhr Bändchengucker, die

darauf achten, dass jeder sein „all incl.“-

Armband mit sich führt. Andere müssen

ohne jede Technik, nur mit Pinsel und

Farbeimer, lebenslänglich Bordkanten

weiß malen.

95 Prozent des überaus freundlichen

Personals der Anlagen sind Moslems,

stören sich aber weder am Alkoholkonsum

noch an der Badebekleidung

der Urlauberinnen. Wirklich überrascht

waren wir, als wir ein Wesen mit Taucherbrille

im schwarzen Tschador, einem

Ganzkörperschleier, der nur das Gesicht

frei lässt, im Wasser sahen.

Die Flieger wie „Condor „ und „Sunexpress“

haben gute Maschinen mit

engen Sitzabständen. Es gibt keinerlei

Speisen oder Getränke kostenlos. Nicht

einmal ein Wasser wird gereicht. Es wird

sogar „aus Flugsicherheitsgründen“ vom

Verzehr des mitgebrachten eigenem

Alkohol gewarnt. Aber natürlich ist es

möglich, legal mehrere 100 cl „Flachmänner“

in einer verschließbaren durchsichtigen

Plastiktüte mitzunehmen –

zum Einreiben der Beine. ó

Über den Autor

D-ROLF BECKER steht über 12x im Guinnessbook

und war mit dem Trabi auf allen

Kontinenten und in allen politischen und

natürlichen Klimazonen unterwegs. Wenn

einer eine Reise tut, dann kann er was

erzählen, und er tut es auf seine unnachahmliche

Weise: www.d-rolf.com


PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

ITB-Partnerländer

Jährlich wird ein neues Partnerland

bzw. eine Partnerregion der

ITB Berlin gekürt. Den Besuchern

der ITB Berlin präsentiert sich das

jeweilige Partnerland mit einem

bunten Veranstaltungsprogramm wie

etwa der großen Eröffnungsfeier.

2004: Peru

2005: Deutschland

2006: Griechenland

2007: Indien

2008: Dominikanische Republik

2009: Region Ruhr

2010: Türkei

2011: Polen

2012: Ägypten

2013: Indonesien

2014: Mexiko

2015: Mongolei

2016: Malediven

2017: Botswana

2018: Mecklenburg-Vorpommern

2019: Malaysia

MeckPomm International

Die ITB 2018 ist ein Schaufenster zur

Sichtbarmachung der Standortattraktivität

von Mecklenburg-Vorpommern

© TMV/Danny Gohlke

32

ITB-Chronik

Der Name ITB Berlin steht für eine einzigartige

Erfolgsgeschichte „made in Berlin“. Was im Jahr 1966

mit einer kleinen Veranstaltung im Rahmen einer Übersee-Importmesse

begann, entwickelte sich zu einem

echten Welterfolg. So wurden aus fünf teilnehmenden

Ländern und Regionen über 180, aus 250 Fachbesuchern

mehr als 114.000 und die Ausstellungsfläche wuchs von

580 auf heute 160.000 Quadratmeter.

Dazwischen liegen fast fünf Jahrzehnte. Eine bewegte Zeit

mit großen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen.

Aber auch eine Zeit, in der sich der Tourismus zu einem

der global wichtigsten Wirtschaftsfaktoren entwickelte – und

mit ihm seine Leitmesse. Heute ist die ITB Berlin die führende

Messe der weltweiten Reiseindustrie und gleichzeitig auch die

größte Reisemesse für Privatbesucher in Deutschland.

vlnr: David Ruetz, Head of ITB Berlin, Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit

und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Martin Buck, Senior Vice President

Travel & Logistics und Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Berlin GmbH,

Wolfgang Waldmüller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburg-

Vorpommern e. V.

Die diesjährige Internationale Tourismusbörse ITB 2018 in Berlin

als weltweit größte Tourismusmesse der Welt vom 7. bis 11.

März 2018 mit Mecklenburg-Vorpommern (MV) als offiziellem

Partnerland der ITB bietet den Akteuren des Bundeslandes, ob

Unternehmen, Hochschulen oder Politikern, eine hervorragende

Chance, die Attraktivität des Landes als Tourismus-, Studier- und

Investitionsstandort den Besuchern und Medienvertretern zu

verdeutlichen. Vom 10. bis 11 März ist die ITB auch für Privatbesucher

geöffnet. Ein Besuch der Messe und der Stände der

Hochschule Stralsund lohnt sich auf jeden Fall.

Nominiert 2018!

2017


Die ITB ist mit über 10.000 Ausstellern

und mehr als 100.000 FachbesucherInnen

aus mindestens 180 Ländern

der Erde das bedeutendste touristische

Branchenforum für Kontaktpflege, neue

Impulse, Vertragsverhandlungen und

Informationsaustausch auf unserem

Globus. Mecklenburg-Vorpommern wird

mit einem 400 Quadratmeter großen

Stand vertreten sein. Das Bundesland

MV hat vieles zu bieten, für Touristen,

Studierende und Investoren. Allerdings

muss die Außenwelt dies auch wahrnehmen.

Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit

sind Pflichtbestandteile zur

Steigerung der Attraktivität Mecklenburg-Vorpommerns

im Sinne des Slogan:

„MV tut gut. Willkommen im Land zum

Leben“.

Zur Sichtbarmachung der Standortattraktivität

von MV trägt auch die

Hochschule Stralsund bei und zwar in

2018 mit dem Studiengang Leisure and

Tourism Management (LTM) und dem

Projekt „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum

Rostock“ mit dem Teilvorhaben

DigiTOUR (Digitalisierung im Tourismus)

der Hochschule Stralsund.

Die Hochschule Stralsund ist seit 18

Jahren auf der ITB in Berlin vertreten.

Seit der Gründung des internationalen

Studienganges LTM im Jahr 2000 zeichnet

sich jedes Jahr ein Studierendenteam

unter Leitung ihrer Dozenten für den

Messeauftritt verantwortlich. Frau Anne

Christiansen und Prof. Volker Rundshagen

begleiten dieses Jahr die Studierenden

bei der Vorbereitung und Umsetzung

des Messestands. Interessierte

Messebesucher, Kooperationspartner

und potentielle Studierende können sich

auf einem 32 qm großen Stand über die

Tourismusstudiengänge der Hochschule

Stralsund und die Region informieren.

Auf der anderen Seite bietet die ITB

unseren Studierenden die Möglichkeit,

sich um Praktika, Abschlussarbeiten und

Jobs zu kümmern und Kontaktpflege

zu betreiben. Auf dem begleitenden

Kongress werden in Vorträgen und auf

Podiumsdiskussionen aktuelle Trends

erläutert und diskutiert. Wie wichtig das

„Netzwerken“ ist, zeigt auch eine sehr

schöne Tradition: Auf jeder ITB findet ein

Alumni-Abend statt. Es treffen sich ehemalige

Studierende verschiedener Studiengänge

der HOST am Messestand und

verbringen gemeinsam fröhliche Stunden

mit Erinnerungen an die Studienzeit

und tauschen sich über Neuigkeiten auf

unterschiedlichen Gebieten aus.

Im Rahmen des Mittelstand

4.0-Kompetenzzentrum Rostock arbeitet

die Hochschule Stralsund hinsichtlich

des Teilvorhabens DigiTOUR (Digitalisierung

im Tourismus) mit den Tourismusakteuren

in MV zusammen. Auch dieses

Projekt wird von Studierenden, MitarbeiterInnen

und Professoren der Hochschule

Stralsund auf der ITB präsentiert. Das

Land Mecklenburg-Vorpommern wird

auf der ITB 2018 verschiedene Stationen

mit Strandkörben bestücken, an denen

jeweils eine „Geschichte“ erzählt wird.

Diese „Stationen“ werden mittels des

von der Hochschule Stralsund geplanten

eGuides im Rahmen einer Pilotanwendung

abgebildet. Die medial aufbereiteten

Informationen für die Besucher

sollen u.a. verdeutlichen, dass durch IT-

Anwendungen kooperative Marketingaktivitäten

in vielen Bereichen der Tourismusbranche

umsetzbar sind.

Die ITB bietet sowohl die Chance

den Bekanntheitsgrad von Mecklenburg-Vorpommern

als attraktive Tourismusregion

zu erhöhen, als auch auf die

vielen Besonderheiten des Landes aufmerksam

zu machen. Es gilt den Gästen

und Medienvertretern aus dem In- und

Ausland die regionalen Einzigartigkeiten,

die HSK „Hat sonst keiner“, sichtbar zu

machen. Hierzu zählen z.B. die größte

Insel Deutschlands, Rügen, das älteste

Seebad Deutschlands in Heiligendamm,

der Gebäude-Komplex Prora auf Rügen,

die älteste Seebrücke Deutschlands in

Ahlbeck, die längste Seebrücke Kontinentaleuropas

in Heringsdorf, die Wiege

der Raumfahrt in Peenemünde und die

Wiege der Warenhäuser Deutschlands in

der Hansestadt Stralsund. Mecklenburg-

Vorpommern hat zahlreiche HSK, die

für eine Vermarktung genutzt werden

können. Allein die Region Vorpommern

kann und sollte mit mindestens 35 Einzigartigkeiten

öffentlichkeitswirksam

punkten. ó

Über den Autor

Norbert Zdrowomyslaw ist Experte für

Aspekte der Regionalentwicklung und

für die Managementausbildung für KMU.

Er arbeitet seit 1992 als Professor für

Betriebswirtschaftslehre an der FH Stralsund.

33

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Wirtschaft


MeckPomm International

Die ITB 2018 ist ein Schaufenster zur

Sichtbarmachung der Standortattraktivität

von Mecklenburg-Vorpommern

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ITB-Partnerländer

Wirtschaft

32

Jährlich wird ein neues

Partnerland bzw. eine Partnerregion

der ITB Berlin

gekürt. Den Besuchern der

ITB Berlin präsentiert sich

das jeweilige Partnerland mit

einem bunten Veranstaltungsprogramm

wie etwa der großen

Eröffnungsfeier.

2004: Peru

2005: Deutschland

2006: Griechenland

2007: Indien

2008: Dominikanische Republik

2009: Region Ruhr

2010: Türkei

2011: Polen

2012: Ägypten

2013: Indonesien

2014: Mexiko

2015: Mongolei

2016: Malediven

2017: Botswana

2018: Mecklenburg-Vorpommern

2019: Malaysia

ITB-Chronik

Der Name ITB Berlin steht für eine einzigartige

Erfolgsgeschichte „made in Berlin“.

Was im Jahr 1966 mit einer kleinen Veranstaltung

im Rahmen einer Übersee-Importmesse

begann, entwickelte sich zu einem

echten Welterfolg. So wurden aus fünf teilnehmenden

Ländern und Regionen über 180, aus

250 Fachbesuchern mehr als 114.000 und die

Ausstellungsfläche wuchs von 580 auf heute

160.000 Quadratmeter.

Dazwischen liegen fast fünf Jahrzehnte. Eine

bewegte Zeit mit großen gesellschaftlichen und

politischen Veränderungen. Aber auch eine Zeit,

in der sich der Tourismus zu einem der global

wichtigsten Wirtschaftsfaktoren entwickelte – und

mit ihm seine Leitmesse. Heute ist die ITB Berlin die

führende Messe der weltweiten Reiseindustrie und

gleichzeitig auch die größte Reisemesse für Privatbesucher

in Deutschland.

vlnr: David Ruetz, Head of ITB Berlin, Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und

Gesundheit Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Martin Buck, Senior Vice President Travel

& Logistics und Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Berlin GmbH, Wolfgang

Waldmüller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Die diesjährige Internationale Tourismusbörse ITB 2018 in Berlin als

weltweit größte Tourismusmesse der Welt vom 7. bis 11. März 2018

mit Mecklenburg-Vorpommern (MV) als offiziellem Partnerland

der ITB bietet den Akteuren des Bundeslandes, ob Unternehmen, Hochschulen

oder Politikern, eine hervorragende Chance, die Attraktivität des

Landes als Tourismus-, Studier- und Investitionsstandort den Besuchern

und Medienvertretern zu verdeutlichen. Vom 10. bis 11 März ist die

ITB auch für Privatbesucher geöffnet. Ein Besuch der Messe und der

Stände der Hochschule Stralsund lohnt sich auf jeden Fall.

Die ITB ist mit über 10.000 Ausstellern und mehr als 100.000

FachbesucherInnen aus mindestens 180 Ländern der Erde das

bedeutendste touristische Branchenforum für Kontaktpflege, neue

Impulse, Vertragsverhandlungen und Informationsaustausch auf

unserem Globus. Mecklenburg-Vorpommern wird mit einem 400

Quadratmeter großen Stand vertreten sein. Das Bundesland MV

hat vieles zu bieten, für Touristen, Studierende und Investoren.

Allerdings muss die Außenwelt dies auch wahrnehmen. Vermarktung

und Öffentlichkeitsarbeit sind Pflichtbestandteile zur Steigerung

der Attraktivität Mecklenburg-Vorpommerns im Sinne

des Slogan: „MV tut gut. Willkommen im Land zum Leben“.

Zur Sichtbarmachung der Standortattraktivität von MV

trägt auch die Hochschule Stralsund bei und zwar in 2018 mit

dem Studiengang Leisure and Tourism Management (LTM)

und dem Projekt „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Rostock“

mit dem Teilvorhaben DigiTOUR (Digitalisierung im

Tourismus) der Hochschule Stralsund.

Die Hochschule Stralsund ist seit 18 Jahren auf der

ITB in Berlin vertreten. Seit der Gründung des internationalen

Studienganges LTM im Jahr 2000 zeichnet sich

© TMV/Danny Gohlke


jedes Jahr ein Studierendenteam unter

Leitung ihrer Dozenten für den Messeauftritt

verantwortlich. Frau Anne Christiansen

und Prof. Volker Rundshagen

begleiten dieses Jahr die Studierenden

bei der Vorbereitung und Umsetzung

des Messestands. Interessierte Messebesucher,

Kooperationspartner und

potentielle Studierende können sich auf

einem 32 qm großen Stand über die

Tourismusstudiengänge der Hochschule

Stralsund und die Region informieren.

Auf der anderen Seite bietet die ITB

unseren Studierenden die Möglichkeit,

sich um Praktika, Abschlussarbeiten und

Jobs zu kümmern und Kontaktpflege

zu betreiben. Auf dem begleitenden

Kongress werden in Vorträgen und auf

Podiumsdiskussionen aktuelle Trends

erläutert und diskutiert. Wie wichtig das

„Netzwerken“ ist, zeigt auch eine sehr

schöne Tradition: Auf jeder ITB findet ein

Alumni-Abend statt. Es treffen sich ehemalige

Studierende verschiedener Studiengänge

der HOST am Messestand und

verbringen gemeinsam fröhliche Stunden

mit Erinnerungen an die Studienzeit

und tauschen sich über Neuigkeiten auf

unterschiedlichen Gebieten aus.

Im Rahmen des Mittelstand

4.0-Kompetenzzentrum Rostock arbeitet

die Hochschule Stralsund hinsichtlich

des Teilvorhabens DigiTOUR (Digitalisierung

im Tourismus) mit den Tourismusakteuren

in MV zusammen. Auch dieses

Projekt wird von Studierenden, MitarbeiterInnen

und Professoren der Hochschule

Stralsund auf der ITB präsentiert. Das

Land Mecklenburg-Vorpommern wird

auf der ITB 2018 verschiedene Stationen

mit Strandkörben bestücken, an denen

jeweils eine „Geschichte“ erzählt wird.

Diese „Stationen“ werden mittels des

von der Hochschule Stralsund geplanten

eGuides im Rahmen einer Pilotanwendung

abgebildet. Die medial aufbereiteten

Informationen für die Besucher

sollen u.a. verdeutlichen, dass durch IT-

Anwendungen kooperative Marketingaktivitäten

in vielen Bereichen der Tourismusbranche

umsetzbar sind.

Die ITB bietet sowohl die Chance

den Bekanntheitsgrad von Mecklenburg-Vorpommern

als attraktive Tourismusregion

zu erhöhen, als auch auf die

vielen Besonderheiten des Landes aufmerksam

zu machen. Es gilt den Gästen

und Medienvertretern aus dem In- und

Ausland die regionalen Einzigartigkeiten,

die HSK „Hat sonst keiner“, sichtbar zu

machen. Hierzu zählen z.B. die größte

Insel Deutschlands, Rügen, das älteste

Seebad Deutschlands in Heiligendamm,

der Gebäude-Komplex Prora auf Rügen,

die älteste Seebrücke Deutschlands in

Ahlbeck, die längste Seebrücke Kontinentaleuropas

in Heringsdorf, die Wiege

der Raumfahrt in Peenemünde und die

Wiege der Warenhäuser Deutschlands in

der Hansestadt Stralsund. Mecklenburg-

Vorpommern hat zahlreiche HSK, die

für eine Vermarktung genutzt werden

können. Allein die Region Vorpommern

kann und sollte mit mindestens 35 Einzigartigkeiten

öffentlichkeitswirksam

punkten. ó

Über den Autor

Norbert Zdrowomyslaw ist Experte für

Aspekte der Regionalentwicklung und

für die Managementausbildung für KMU.

Er arbeitet seit 1992 als Professor für

Betriebswirtschaftslehre an der FH Stralsund.

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PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

Frisch kaufen...

Frischer leben!

Unser täglich Brot ist es, uns nach den Bedürfnissen unserer Kunden

stetig weiter zu entwickeln. In unserer hauseigenen Fachmetzgerei

und Meisterbäckerei ist Qualitätshandwerk unsere Leidenschaft.

An unserer Fisch- und Käsetheke finden

Sie ein breitgefächertes Sortiment und eine

Vielzahl an hauseigenen Herstellungen.

Grundlagen für die Eigenproduktionen sind

Rezepte von unseren Mitarbeitern.

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GLOBUS – Mehr als nur ein Warenhaus! Mit Verantwortung für die Region & die Gesellschaft


Kapitalismus an sich

Eine kritische Betrachtung moderner Kritik

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

34

© imtmphoto

Milleniumsziel erreicht.

Auf dem Millennium-Gipfel

der UNO im September 2000

beschlossen die Staats- und

Regierungschefs, die Armut in

der Welt bis zum Jahr 2015 zu

halbieren. So utopisch das Ziel

auch klang: Es wurde erreicht.

1990, im Referenzjahr des Milleniumsziels,

als der Eiserne Vorhang

fiel und das „Sozialistische

Weltsystem“ zerbrach, lebten

1,926 Milliarden Menschen auf

der Welt in extremer Armut. Sie

hatten weniger als 1,25 Dollar

am Tag. 2015 lebten nur noch

836 Millionen Menschen in tiefstem

Elend. Gleichzeitig war die

Weltbevölkerung im selben Zeitraum

von 5,32 Milliarden auf 7,35

Milliarden Menschen angestiegen.

Das heißt, obwohl es zwei

Milliarden Menschen mehr gibt,

und obwohl es viel mehr Kapitalismus

gibt, ist das Elend in

dieser Welt keineswegs gewachsen.

Sondern eine Milliarde Menschen

sind der extremen Armut

entkommen.

Milleniumsziel ignoriert.

In der deutschen Öffentlichkeit

und vielen „kapitalismuskritischen“

Medien wird dieser

unglaubliche Erfolg bis heute

ignoriert. Lediglich 7 Prozent

aller Deutschen halten eine

leichte Verbesserung für möglich.

92 Prozent glauben sogar,

die Armut auf der Welt sei

gewachsen, auf jeden Fall aber

gleich geblieben. (Oxfam-Studie

von 2016).

© Team Oktopus - stock.adobe.com

ist die Krise.“ Oder:

„There is no alternative. – Kapitalismus

überwinden.” Oder

„Kapitalismus

wie klingt das: „Kampf dem Kapitalismus-Imperialismus.“

Es ist seltsam. Es scheint salonfähig

zu sein, gegen den Kapitalismus an

sich zu demonstrieren. Nicht gegen eine

Ausprägung des Kapitalismus oder eine

bestimmte Art. Nein. Es soll der Kapitalismus

an sich sein. Der Philosoph aus

Königsberg hätte vielleicht auch etwas

dazu zu sagen. Aber Immanuel Kant ist

seit über 200 Jahren tot.

Ich möchte nicht missverstanden

werden. Auch ich bin der Ansicht, dass

es Elemente in unserem System gibt,

die unfair oder falsch sind. Ich diskutiere

gerne darüber und versuche diese

Aspekte sichtbar zu machen. Aber ich

wäre nie auf die Idee gekommen, gegen

die reine Abstraktion zu demonstrieren.

Das ist genau so, wie wenn ich gegen

den Staat demonstriere. Es wäre schon

merkwürdig, Demonstranten dabei zu

beobachten, wie diese gegen den Staat

Frankreich oder gegen den Staat Kanada

demonstrieren. Ich meine damit nicht

gegen Beschlüsse, Gesetze oder gegen

den jeweiligen Herrscher. Nein. Den

Staat Frankreich oder Kanada an sich.

Aber es müsste noch eine Stufe weiter

gehen, um den Vergleich perfekt zu

machen. Ich müsste gegen den Staat an

sich demonstrieren. Ich müsste selbstgemalte

Banner hochhalten auf denen

steht: „Der Staat muss weg.“ Oder „Tod

dem Staat.“ Oder wie klingt das: „Kampf

den Staaten. Verbrennt alles!“

Eine Argumentation hätte ich auch

parat: Staaten sperren Menschen ein,

Staaten unterdrücken Schichten der

Bevölkerung und Staaten führen Kriege

gegeneinander. Das beste Mittel? Den

Staat abschaffen. Es gibt ausreichend

politische und intellektuelle Positionen,

welche einen Minimalstaat fordern.

Andere treten für einen starken Staat ein,

der die Bürger schützen soll. Aber das ist

nicht der Punkt. Keiner würde auf die

Idee kommen, gegen den Staat an sich

zu demonstrieren. Warum funktioniert

das beim Kapitalismus?

Unter „Ding an sich“ versteht Kant

die Wirklichkeit, wie sie unabhängig von

aller Erfahrungsmöglichkeit, für sich

selbst besteht. Also steht uns auch der

Kapitalismus oder der Staat an sich gar

nicht so unmittelbar zur Verfügung.

Es scheint nicht klar zu sein, dass das

Gegenteil von Kapitalismus ebenfalls

eine andere Form des Kapitalismus sein

kann. Die verschiedenen klassischen Formen

wie Monetarismus oder Keynesianismus

lassen sich ebenso diskutieren,

wie die moderneren Ausprägungen des

Ayn-Rand- oder Plattform-Kapitalismus.

Eine Plattform, das wäre eine Firma wie

Amazon, die selber keine Gegenstände

produziert, aber diese weltweit von allen


Lieferanten schnell und kostengünstig

zur Verfügung stellen kann: Eine Gegenstands-Plattform.

Uber? Eine Transport-

Plattform und Airbnb wäre eine Aufenthaltsplattform.

Es ist eine Irrmeinung

zu denken, dass Kapitalismus gleichbedeutend

mit Ausbeutung ist. Vielleicht

liegt es auch daran, dass das Wort Egoist

stets negativ belegt ist, aber auch

hier gibt es andere Denkrichtungen, die

sich anbieten. Alle Pioniere und Erfinder,

die nächtelang durchgearbeitet haben,

um die Kindersterblichkeit zu halbieren

oder unser Leben zu verbessern, werden

durch diese plumpe Kritik praktisch vergessen:

Egoisten in einem anderen Sinne.

Kann Kapitalismus sozial sein? Ich

bin überzeugt davon, dass wenn man

einmal akzeptiert hat, dass im Kapitalismus

nicht die Wurzel allen Übels liegt,

sondern eine Chance für alle Menschen

darstellt, dann ist es auch kein Problem

die sozialen Aspekte zu finden. Wenn

genug Überschuss produziert wird und

man diesen verteilen kann, dann ist

auch mehr für die schwächeren Mitglieder

einer Gesellschaft da. Alfred Krupp

hatte ein Interesse an gesunden und

motivierten Mitarbeitern. Die sogenannten

„Kruppianer“ wurden versorgt wie in

einer modernen Kranken- und einer Pensionskasse.

Das passierte schon lange

vor Bismarck. Natürlich handelte die

Familie Krupp im egoistischen Eigeninteresse,

aber was ist falsch daran?

Kapitalistische Unternehmen stellen

uns Produkte zur Verfügung, die wir als

Gesellschaft nutzen können und wollen.

Teilweise ist es sogar paradox. Das Internet

würde es ohne Pioniere, Wissenschaftler,

Ingenieure und Kapitalisten

nicht geben. Eine Firma wie Facebook

bietet einen hervorragenden Dienst an,

den Menschen weltweit nutzen, um sich

zu vernetzen. Hätte ein Mann namens

Cyrus Field nicht ein Kabel durch den

Atlantik gezogen, hätte Tim Berners-Lee

nicht darüber nachgedacht, wie man

Daten zwischen Wissenschaftlern einfacher

austauschen könnte und hätte

ein Mark Zuckerberg nicht die größte

soziale Plattform der Welt programmiert,

dann könnten selbsternannte

Systemgegner heute nicht so effektiv

gegen den Kapitalismus wettern, wie

diese es jeden Tag machen – beinahe

kostenfrei. Für Kapitalismuskritiker ist

das kein Widerspruch. Warum ist der

Über den Autor

Dr. Patrick Hedfeld ist studierter Physiker

und Philosoph und wurde kürzlich mit

einer Arbeit über Positionen der Kognitionswissenschaft

in Hegels System promoviert.

Kapitalismus das unbekannte Ideal? Ich

bin seit langem der Ansicht, dass wir

unsere gesellschaftlichen Leistungsträger

nicht genug würdigen. Es scheint, als

müsse man sich in unserer Gesellschaft

oft für seinen Fleiß oder seinen Antrieb

entschuldigen, da man auf diese Weise

von einer Standardnorm abweicht. Man

darf nicht vergessen, dass der überwiegende

Anteil unserer Steuereinnahmen

von einem kleinen Teil der Bevölkerung

geleistet wird.

Der Kapitalismus ist deshalb die

beste Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung,

die wir haben, da sie der Natur

des Menschen am nächsten kommt. Alle

Sozialisten von Friedrich Engels bis Che

Guevara fordern in ihren Texten einen

„neuen Menschen“, der erst durch Erziehung

Sozialist sein muss. Es ist vielleicht

das Eingeständnis, dass der Mensch als

Kapitalist geboren wird. ó

35

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PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

36

Der deutsche Mittelstand

Mit Engagement,

Mut und Leidenschaft

Zukunft gestalten

Das Erfolgsmodell

„Made in Germany“ …

Wir befinden uns in einem Transformationsprozess.

Globalisierung, Digitalisierung,

E-Mobilität, Überalterung der

Gesellschaft! All das sind Prozesse, die

unsere Arbeits- und Lebens- Umwelt

in rasanter Geschwindigkeit verändern.

Unternehmen müssen sich diesen

Herausforderungen stellen und ihr

Geschäftsmodell kontinuierlich anpassen,

um den Veränderungsprozessen

standzuhalten. Der internationale Vergleich

zeigt, dass dies mittelständischen

Unternehmen besonders gelingt. Sie

sind die kleinen, aber äußerst wendigen

„Schnellboote“, die sich mit einem

hohen Maß an Engagement, Mut und

Leidenschaft den Transformationsprozessen

stellen. Eine beachtliche Leistung,

die mit Spitzenergebnissen belohnt wird

und Anerkennung verdient.

… erneut bewertet mit

Spitzenergebnissen …

Viele kleine und mittlere Unternehmen

sind Weltmarktführer in ihrer Branche

oder Nische und zählen zu den Hidden

Champions. Derzeit sind 30,9 Millionen

© Robert Kneschke / Fotolia.com

erwerbstätige Personen in kleinen und

mittleren Unternehmen beschäftigt. Ein

Spitzenergebnis! Erstmals überschreitet

damit der Anteil der Erwerbstätigen

die Marke von 70 Prozent. Demgegenüber

haben Großunternehmen und der

öffentliche Sektor im Jahresvergleich

zum wiederholten Mal über 400.000

Beschäftigte abgebaut. Damit die Unternehmen

ihre Marktpositionen behalten,

müssen sie innovativ und flexibel

sein, ihre Geschäftsmodelle anpassen

oder radikal verändern, ihre Produktionsstätten

modernisieren, sanieren oder

(international) erweitern. Mittelständler

müssen viele Herausforderungen gleichzeitig

angehen, damit sie sich auch in

Zukunft im internationalen und nationalen

Wettbewerb behaupten können.

… Dank zahlreicher Innovationen und

dem Mut zum Handeln!

Innovationen der mittelständischen

Unternehmer bzw. Unternehmen sind

für die deutsche Wirtschaft unverzichtbar

geworden. Die Munich Strategy

Group (MSG) analysierte in diesem Jahr

bei 3.500 Unternehmen die Erneuerungskraft

der Mittelständler. Beinahe

jeder zweite deutsche Mittelständler

bringt innerhalb eines Jahres eine Produkt-

oder Prozessinnovation auf den

Markt. Das ist in Europa ein Rekordwert.

So innovativ ist kein anderes europäisches

Land! Die von der MSG untersuchten

Mittelständler melden im Schnitt

pro 1.000 Mitarbeiter etwa 25 bis 30

Patente an, bei Konzernen sind es im

Schnitt nur sechs. Die Konzerne wiederum

profitieren von der Innovationskraft

der Mittelständler. Sie sind in vielen Fällen

die entscheidenden Zulieferer der

Konzerne.

Wachstumsbremsen: Bürokratie,

Regulierung und Personalmangel

Die Ergebnisse könnten wohl noch besser

aussehen, wenn die Rahmenbedingungen

für mittelständische Unternehmen

verbessert werden. Die Bürokratie

lastet mitunter wie ein Mühlstein bei

der Entwicklung neuer Produkte oder

der Erweiterung des Unternehmens.

Lange Bearbeitungszeiten und Genehmigungsfristen,

unübersichtliche Formulare

oder der „Dienst nach Vorschrift“

in den Amtsstuben kosten den Unternehmen

Kraft und Geld.

Überproportional steigende Steuerlasten

senken die Anreize für Investitionen

und bessere berufliche Ausbildung,

um die Qualifizierung von Mitarbeitern

zu verbessern. Unablässig wird über den

Fachkräftemangel geklagt. Gleichzeitig

werden jedoch die finanziellen Anreize

zum Aufstieg in die Fachkräftesparten

gestutzt. Obwohl der Staat im Geld

schwimmt, fällt es ihm schwer Steuererleichterungen

zu beschließen. Hier

liegt für die neue Bundesregierung eine

ernst zu nehmende Aufgabe vor, wenn

Deutschland den aufgebauten Wohlstand

im internationalen Wettbewerb

erhalten will.

Wachstum und Weiterentwicklung

von Geschäftsideen: Alternative

Finanzierungsinstrumente…

Um im Wettbewerb zu bestehen, sind

Investitionen in vielen Bereichen erforderlich.

Ein gesunder Mix verschiedener

Finanzierungsinstrumente wird

immer wichtiger, um das Unternehmen

zukunftssicher mit Kapital auszustatten.

Finanzierungsalternativen wie Leasing,

Factoring oder die Beteiligung privater

Investoren haben eine wichtigere Rolle

eingenommen. Größere mittelständische

Unternehmen finanzieren sich

zunehmend mit Aktien oder Anleihen

über den Kapitalmarkt und nutzen


Mythen und Fakten

zum Mittelstand

Schuldscheine. Immer mehr Unternehmen

setzen auf ihre innere Finanzierungskraft

und alternative Finanzierungen,

um sich unabhängiger von ihren

Hausbanken zu machen. Das ist auch

notwendig. Denn die Basel-III Regeln,

mit denen Banken strenge Liquiditätsund

Eigenkapitalvorschriften und harte

Bewertungsrichtlinien für die Kreditsicherheiten

verordnet bekamen, haben

die Kreditvergabepraxis einschneidend

verändert.

© OPS Netzwerk GmbH, inferio, Trueffelpix fotolia.com

Mythos 1: Digitalisierung überfordert

Mittelstand

Fakt ist: Mittelständler surfen wie

kleine, wendige „Schnellboote“ auf

der Digitalisierungswelle.

Mythos 2: Mittelstand verliert

Globalisierung

Fakt ist: „Hidden Champions“ heißen

die Weltmarktführer im Mittelstand.

Noch nie waren so viel Menschen im

Mittelstand beschäftigt: 30,9 Millionen.

Mythos 3: Mittelstand ist

altmodisch

Fakt ist: Mittelstand ist DER

Innovationstreiber. Er meldet

pro 1.000 Mitarbeiter

etwa 25 bis 30 Patente an,

bei Konzernen sind es nur

sechs.

Mythos 4: Mittelstand ist

langweilig

Fakt ist: Mittelständler sind

wie Zehnkämpfer in vielen

Disziplinen gleichzeitig

Spitze. Wer dort Arbeit oder

Ausbildung hat, wird zum

vielseitigen Allrounder.

Mythos 5: Mittelstand ist

schwerfällig

Fakt ist: Deutsche, amerikanische

und chinesische Investoren

sind von der Beweglichkeit und

Geschwindigkeit fasziniert, mit

der der deutsche Mittelstand auf

Veränderungen reagiert.

… sind für viele Kapitalgeber eine

attraktive Geldanlage.

Vor fünf Jahren haben die meisten Investoren

Negativzinsen nicht für möglich

gehalten. Die unkonventionellen Maßnahmen

der Zentralbanken auf den

Finanzmärkten haben auch einen Einfluss

auf die Geld- und Kapitalanlagen

von privaten Anlegern und institutionellen

Investoren. Die beeindruckende Entwicklung

deutscher mittelständischer

Unternehmen nach der Finanzkrise im

Jahr 2008 hat auch dazu geführt, dass

Unternehmensanleihen des Mittelstands

bei vielen Investoren im Fokus

stehen. Anstatt das Geld mit Null- oder

Negativzinsen bei den Banken anzulegen,

werden die Mittel entweder direkt

oder indirekt über spezialisierte Fonds

dem Mittelstand zur Verfügung gestellt.

Der Deutsche Mittelstandsanleihen

FONDS (WKN: A1W5T2) hat sich auf

die Analyse und Auswahl von Unternehmensanleihen

mittelständischer

Unternehmen spezialisiert. Er ist für

die privaten und institutionellen Anleger,

die nicht die Zeit, haben die Bonität

des Unternehmens und die Qualität

der Anleihe fortlaufend zu überwachen

und das Risiko eines Einzelinvestments

vermeiden wollen, eine Alternative. Der

Fonds wird an allen Wertpapierbörsen

in Deutschland gehandelt und kann täglich

gekauft bzw. verkauft werden.

Mit Hilfe des Analyseverfahrens

KFM-Scoring werden die Bonität des

Unternehmens und die Qualität der

Anleihe geprüft und gewissenhaft überwacht.

Der Fonds schüttet jährlich die

Erträge an die Anleger aus. Am 25. März

ist die Ausschüttung für das Kalenderjahr

2017 geplant. Mit einer Ausschüttungsrendite,

die erneut über 4% liegt,

eignet sich der Fonds auch als Zinsbaustein

für das Stiftungsvermögen als Beimischung.

Unter Berücksichtigung der

jeweiligen Gewichtung der Anleihen im

Gesamtportfolio liegt der durchschnittliche

Zinskupon beim Deutschen Mittelstandsanleihen

FONDS bei 6,10% p.a.

(Stand 31.01.2018). Damit ist nicht nur

für 2018, sondern auch für die nächsten

Jahre eine Grundlage für den weiteren

Erfolg gelegt.

Gestaltung der Zukunft mit Innovationen

– Chance für Unternehmer und

Investoren zugleich

Innovative mittelständische Unternehmen

verändern mit ihren neuen Produkten

und Dienstleistungen unsere

Zukunft. In vielen Fällen erleichtern diese

Innovationen unseren Lebensalltag, helfen

dabei unsere Umwelt zu schützen

oder bringen körperliche Entlastungen

am Arbeitsplatz bei produzierenden

Unternehmen. Zahlreiche Erfindungen

des „German Mittelstand“ werden weltweit

genutzt. Dabei stellen insbesondere

ausländische Investoren fest, dass

der deutsche Mittelstand die „Schnellboote“

der deutschen Wirtschaft ist. Die

Beweglichkeit und die Geschwindigkeit,

mit der der deutsche Mittelstand auf

Veränderungen reagiert, faszinieren

nicht nur deutsche, sondern auch amerikanische

und chinesische Investoren.

Die Vielfalt deutscher mittelständischer

Unternehmen, ihre Wendigkeit und ihre

Innovationskraft ist bei den anstehenden

Veränderungen ein Wettbewerbsvorteil

für die deutsche Volkswirtschaft.

Das ist auch den Investoren bewusst.

Für neue Produkte und Dienstleistungen

stehen sie als Geldgeber zur Verfügung.

Der Wille von Unternehmen, mit neuen

Produkten die Zukunft zu gestalten

und die Bereitschaft der Investoren die

Finanzierungsmittel einzuräumen, stellt

für beide Parteien eine Chance dar.

Belassen wir dem Mittelstand die

Mittel, dann hat er auch in Zukunft

einen guten Stand. Davon profitieren

Unternehmen, Beschäftigte, Investoren

und der Staat. ó

Hans-Jürgen Friedrich

Vorstandsvorsitzender

KFM Deutsche Mittelstand AG

Rathausufer 10 / 40213 Düsseldorf

Fon: 0211 210 737 40

info@kfmag.de / www.kfmag.de

37

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft


Mind-Body-Stressmanagement

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

38

Acht von zehn Managern geben an,

dass sie gestresst sind. Eine Studie

der TK-Krankenkasse hat 2016 das

Stresslevel der deutschen Arbeitnehmer

aufgedeckt. In „Sandwich-Positionen“ –

zwischen zwei Hierarchieebenen - scheint

der Druck besonders stark zu sein.

Dauerbelastung führt bei vielen Menschen

zu Erschöpfung, Nervosität und

dem Gefühl, ausgelaugt zu sein. Stress

kommt allerdings nicht von außen, sondern

ist ein auf das Individuum wirksamer

Reiz, der zeigt, in welcher Art

und Weise Umweltereignisse wahrgenommen

und bewertet werden. Dabei

wird eine subjektive Überforderung

wahrgenommen und ein unangenehmer

psycho-sozialer Spannungszustand

erzeugt. Stress ist jedoch nicht zwangsläufig

negativ! Manch einer schöpft sein

Potential erst unter Druck richtig aus.

Das Nervensystem macht sich

selbstständig

Unser Nervensystem regelt Atmung,

Blutkreislauf, Stoffwechsel, Wärme- und

Wasserhaushalt, ohne eine willentliche

„Veranlassung“. In einer echten Stresssituation

wird das vegetative Nervensystem

in Schwung gebracht. Dieses

reagiert auf die Außenwelt und stellt die

Brücke zur Innenwelt her. Das sensible

vegetative Nervensystem kann jedoch

nicht über den Willen gesteuert werden.

Es entscheidet selbstständig, welche

Informationen ans Gehirn weitergeleitet

werden. Wie

ein Geschäftsführer

muss

das vegetative

Nervensystem

wichtige Entscheidungen

über die Organfunktionen

oder ablaufende

Stoffwechselprozesse

fällen. Dabei

hat es zwei vollkommen

gegensätzliche

Mitarbeiter, die

sich optimal ergänzen:

den Sympathikus und

den Parasympathikus. Der

Sympathikus sorgt dafür, dass

der Körper im wachen Zustand

funktioniert. Der Parasympathikus

arbeitet gegensätzlich. Er will zum Feierabend

die Regeneration einleiten. Beide

sollten gleich stark sein. Sie sind über

die Steuerung des Gehirns miteinander

verknüpft und arbeiten mit weiteren

Systemen wie dem Hormon- und dem

Immunsystem zusammen.

Stress und Genetik

Die biochemische Antwort auf Stress

wird durch die DNA festgelegt. Die Blutgruppen-Gene

legen in Stresssituationen

fest, wie hoch die Konzentration der

Hormone im Blut ist und welche Menge

unter Stress freigesetzt wird. Auch die

Art und Weise, wie man darauf reagiert

© Sandra Cammann

und sich wieder erholt, ist daran gekoppelt.

Die Genetik unterscheidet verschiedene

Gruppen von Menschen mit

unterschiedlichen Bedürfnissen. Diese

Gene finden ihren Ausdruck auch im

Blut. Ernährungsvorlieben, Stressmanagement,

Bewegungsniveau und die

Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten

sind je nach Blutgruppe unterschiedlich.

Was den einen stärkt, kann für den anderen

Stress sein.

Blutgruppe 0 – Der Kämpfer

Der 0-Typ reagiert auf Stress zunächst

sehr impulsiv, manchmal auch mit Wut

100 % Erfolgshonorar. Garantiert.

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Gemeinsam erreichen wir Ihre ambitionierten Ziele sicherer, schneller und effizienter.

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und Aggression. Das Motto „fight or

flight“ unserer Vorfahren steckt demnach

immer noch im Blut des 0-Typen

– wie beim damaligen Urzeitkrieger. Sein

Körper reagiert auf Stress unmittelbar

mit einer Bewegung. Dadurch wird

das ausgeschüttete Adrenalin im Körper

gänzlich abgebaut. Eigentlich kann

diesen Abbau auch Cortisol bewirken

– beim 0-Typ ist der Abbau durch dieses

Hormon jedoch nicht sehr effektiv. Ein

gesunder Mensch mit Blutgruppe 0 hat

vielmehr die genetische Veranlagung,

aufgestaute hormonelle Kräfte in kraftvolle

intensive Bewegung freizusetzen.

Ein intensives und regelmäßiges Trainingsprogramm

hebt daher nicht nur

die Stimmung, es sorgt auch für körperliche

und mentale Gesundheit.

Blutgruppe A – Der Meditationsprofi

Dem A-Typ steigt Stress zu Kopf. Er setzt

eine geringere Menge an Adrenalin frei

als der 0-Typ, dafür hat er an anderer

Stelle einen Hormonüberschuss. In

Stresssituationen, schüttet auch der

A-Typ zunächst Adrenalin aus. Nach

dieser Schnellschussreaktion kommen

weitere Hormone zum Einsatz – unter

anderem ACTH. Dieses soll die Produktion

von Cortisol anregen. Cortisol wird

in den Nebennieren auf Vorrat gebildet

- anders als Adrenalin. Bei einer chronisch

erhöhten Cortisolausschüttung

erschöpfen die Nebennieren. Ein Burnout

ist vorprogrammiert. Für den A-Typ

ist deswegen ein gutes Körpergefühl mit

Erkennen der eigenen Belastungsgrenze

wichtig, um die hormonelle Balance

zu halten. Durch Meditation findet der

A-Typ sein inneres Gleichgewicht wieder.

Blutgruppe B – Der Balanceprofi

Beim gesunden B-Typ scheint Stress

zunächst abzuprallen. Er reagiert in heiklen

Situationen harmonisch und wirkt

dabei auf andere ausgeglichen. Gesteuert

werden seine Reaktionen von Stickstoffmonoxid

(NO). NO ist ein Stressvermittler

im zentralen Nervensystem. Wird

nun zu viel davon produziert, kommt es

zum „nitrosativen Stress“. Neuere Untersuchungen

haben ergeben, dass bei

einer multiplen Erkrankung des Immunsystems

eine ständig oder zeitweise

erhöhte Stickstoff-Synthese im Körper

stattfindet. Mit Sport kann der B-Typ

die Balance schnell wiederherstellen.

Fernöstliche Methoden sollten in derselben

Trainingseinheit mit Ausdauersportarten

kombiniert werden. Zunächst

wird der Körper „ausgepowert“. Dann

die Akkus durch Entspannungsübungen

wieder aufgeladen.

Buch-Tipp

Sandra Cammann: Der Blutgruppen-CODE.

Das Fitness-Geheimnis. WINDPFERD Verlagsgesellschaft

mbH- ISBN: 978-3-86410-

154-0, Broschiert 224 Seiten, 18,95 Euro inkl.

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Blutgruppe AB – Der moderne

Mischtyp

Der AB-Typ ist sehr emotional. Tendenziell

hat er eine starke Ähnlichkeit mit

dem A-Typ. In typischen Stresssituationen

reagiert der AB-Typ mit Angst,

Hyperaktivität und Reizbarkeit. Angst

und Ärger sind Emotionen, die den Hormonhaushalt

durcheinander bringen.

Körperliche Aktivitäten, die für Ruhe

und Konzentration sorgen, sind das einzige

Heilmittel. Der AB-Typ produziert in

Stresssituationen jedoch viel Adrenalin

- wie der Bluttyp 0. Auch er muss deswegen

zusehen, dass Adrenalin durch

körperliche Bewegung schnell wieder

abgebaut wird. Präventive Bewegungsprogramme

sind für den AB-Typ ein weiteres

Wutventil. Der Wechsel zwischen

den Gegensätzen von z.B. Laufen und

Yoga lässt Körper, Geist und Seele zur

Einheit verschmelzen. Negative Emotionen

werden dadurch körperlich und

geistig abgebaut. Bewegung und Entspannung

sind der perfekte Mix für

einen schnellen Stressabbau.

Sandra Cammann

39

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

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ohne lange nachzudenken

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

40

Mit seinem Bestseller „Schnelles

Denken, langsames Denken“

liefert der Nobelpreisträger

Daniel Kahneman eine Steilvorlage für

das Siegel „Wirtschaftsmagnet – Das

Siegel der stärksten Unternehmen“.

Denn ein Siegel kürzt gedankliche Entscheidungsprozesse

radikal ab und zieht

Kunden und Bewerber nahezu magisch

an.

Die Abkürzung des Entscheidungsprozesses

ist gewissermaßen eine Energiesparmaßnahme

des Gehirns. Denn es

steuert die Verteilung der Energie im

Körper und achtet stark auf niedrigen

Energieverbrauch. So versucht es beispielsweise,

das kalorienfressende Denken

und Entscheiden möglichst selten

einzusetzen. Denn Denken ist mühsam.

Wird das Denken dann in Worten und

Gesten nach außen gebracht, läuft der

Energieverbrauch auf Hochtouren.

Schwarz-Weiß-Denken. Auch ein körperlicher

statt verbaler Schlagabtausch

zählt hierzu. Das Denken wird dabei fast

völlig vermieden.

Wir lieben Bequem-Macher

Weil unser Gehirn es schätzt, Energie zu

sparen und unmäßige Anstrengung zu

vermeiden, sind wir so extrem empfänglich

– und auch ausgabebereit – für vereinfachende

Problemlösungen. Google,

Thermomix und auch das autonome

Fahren bedienen sich dieses Zusammenhangs.

Mühsame, energiefressende

Prozesse werden fast von selbst erledigt

und sind somit frei von großen

Anstrengungen. Ob Apps, Alexa oder

Augmented Reality: Problemlösungen

Schnelles Denken spart Energie

Um den Energieverbrauch möglichst

niedrig zu halten, bedient sich das

Gehirn vieler Abkürzungen. Kahneman

spricht hier vom schnellen Denken:

Wir schubladisieren, lehnen

etwas ab, weil er wir es nicht kennen,

überfliegen Texte, scrollen

die E-Mails in großen Schritten

nach unten und einiges andere

mehr, damit wir uns nur mit

dem vermeintlich Wichtigen

beschäftigen. Viele dieser

Abkürzungen sind extrem

hilfreich und machen das

Leben leichter, doch manche

führen uns in die Irre.

Diese Irrgänge nehmen

wir selten wahr, und

wenn wir sie bemerken,

rücken wir sie so zurecht,

dass sie in unser Bild

passen. Zu den hilfreichen

Abkürzungen zählen

Gewohnheiten, die automatisiert

ablaufen. Bei Nebel

langsamer fahren, bei Regen einen

Schirm mitnehmen, bei Neuem vorsichtig

sein, bei Grün über die Straße gehen.

Weniger hilfreiche Abkürzungen zur

Denkvermeidung sind Vorurteile und

© CCO


in Richtung „Anstrengungen vermeiden“

wirken anziehend und machen uns das

Leben einfacher.

Vereinfachen statt komplizieren

Diese Erkenntnisse lassen sich auch auf

verschiedene Unternehmensprozesse

übertragen. Häufig werden wichtige

neue Kunden oder die heiß begehrten

Bewerber mit Informationen überschüttet,

die intensive Prozesse des Nachdenkens

und Entscheidens erfordern – in der

guten Absicht, vollumfänglich aufzuklären

und zu informieren. Dabei stellt

sich die Frage, ob weniger nicht

auch hier manches Mal mehr

wäre. Ob Sie Ihren Kunden oder

Bewerbern das Denken und die

Entscheidung für Ihr Unternehmen

nicht deutlich einfacher

und leichter machen könnten.

Oftmals neigen Verkäufer dazu,

den Kunden durch ein Übermaß

an Fachinformationen zu erschlagen

und zu überreden, ohne ihn zu

überzeugen. Sie verteilen Prospekte,

gespickt mit Sachargumenten, statt

einfach nur zu sagen, was mit dieser

Problemlösung für den Kunden

möglich wird, und warum viele

andere Kunden damit schon so gut

fahren.

Wenn der Kunde nicht hundertprozentig

überzeugt ist, beginnt er den

nächsten energieverbrauchenden

Prozessschritt: er sucht nach Alternativen,

besucht Bewertungsportale

und vergleicht dabei häufig Äpfel mit

Birnen. Entscheidet er sich dann für ein

vermeintlich günstigeres Produkt, ist er

für Sie als Kunde im Moment verloren.

Vertrauen ist der Schlüssel zu allem

Würden Sie diesen Kunden fragen,

warum er sich nicht für Ihre Problemlösung

entschieden hat, landen Sie am

Ende genau am Punkt: Tatsächlich hat es

ihm nur an Vertrauen gefehlt. Vertrauen,

dass Ihre Problemlösung auch hält, was

sie verspricht, und damit ihren Preis

wert ist. Das Thema Vertrauen ist der

gemeinsame Nenner aller Ihrer zufriedenen

Kunden, die das sofort bestätigen

würden. Und es ist genauso die Kehrseite

der Medaille: das fehlende Vertrauen,

das Ihre Nichtkunden bewogen

hat, sich anderweitig zu entscheiden.

Schnelles Denken in Perfektion

Vertrauen ist die Grundlage von Beziehungen,

Loyalität und Gewohnheiten.

Alle erfolgreichen Marken fußen auf

Vertrauen. Porsche bringt dies mit der

Kampagne für den neuen Cayenne wunderbar

auf den Punkt: „Dreamsharing“.

Da gibt es keine großen Sachinformationen,

sondern nur das Versprechen. Porsche

zeigt, wie man schnelles Denken

fördern kann.

Und jetzt wird´s spannend: Wie verkürzen

Sie nicht nur den Prozess des

Vertrauensaufbaus, sondern heben sich

auch noch signifikant von Ihrem Wettbewerb

ab? – Mit einem Siegel!

Mit dem Siegel „Wirtschaftsmagnet

– Das Siegel der stärksten Unternehmen“

verfügen Unternehmen somit über ein

Instrument allererster Güte. Ohne viele

Worte wissen der Kunde und der Bewerber,

dass sie es hier mit einem ganz

besonderen Unternehmen zu tun haben.

- Schnelles Denken in Perfektion.

Der Quick-Check

„Erfüllen wir überhaupt die Anforderungen,

um das Siegel zu erhalten?“, fragen

sich viele Unternehmen im Vorfeld. Um

diese Frage abschätzen zu können, gibt

es den Wirtschaftsmagnet-Quick-Check

unter http://wirtschaftsmagnet.de/derquick-check.

Wer bei diesem Schnelltest

mindestens 9 von 14 Fragen mit „Ja“

beantworten kann, bringt mit hoher

Wahrscheinlichkeit die nötigen Voraussetzungen

für eine Auszeichnung mit

dem Siegel „Wirtschaftsmagnet“ mit.

Qualifizierungsprozess

nun auch digital

Neben der persönlichen Qualifizierung

gibt es für das Siegel 2018 auch einen

digitalen Qualifizierungsprozess. Am

Schwierigkeitsgrad, das Siegel zu erreichen,

ändert sich nichts, denn in beiden

Über den Autor

Christian Kalkbrenner, Dipl. Kfm. (univ.),

entwirft und begleitet seit Jahren skalierende

Geschäftsmodelle für seine Kunden,

um deren Umsätze und Gewinne zu

vervielfachen. Das Siegel „Wirtschaftsmagnet“,

das er ins Leben gerufen hat, steht

für ganzheitliche, erfolgreiche Unternehmensführung.

Fällen ist ein Wert von 60 Prozent der

Punkte notwendig. Die digitale Variante

ist für Unternehmen gedacht, die keinen

aufwendigen Qualifizierungsprozess

durchlaufen wollen und für die mehr

das Siegel im Vordergrund steht als das

Benchmarking und die Performance-

Optimierung. Wie es bei Digitalisierungen

meistens der Fall ist, sind Zeit- und

Kostenaufwand deutlich geringer als bei

der persönlichen Variante.

Unter www.wirtschaftsmagnet.de

können Sie sich umfassend über das

Siegel informieren und sich auch direkt

dafür bewerben. ó

Kontakt:

Wirtschaftsmagnet GmbH

Christian Kalkbrenner

Gstäudweg 72

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Tel. +49 83 82 - 409 301

E-Mail: mail@wirtschaftsmagnet.de

www.wirtschaftsmagnet.de

41

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft


Nichts bleibt wie es war

Wirtschaftliche Megatrends in der Digitalen Transformation

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

42

Basierend auf sich immer weiter

entwickelnden digitalen Technologien

bezeichnet die Digitale

Transformation den fortlaufenden Veränderungsprozess

der gesamten Gesellschaft

und Wirtschaft. Diese Transformation

prägte bereits das ganze letzte

Jahrhundert: Von der Entwicklung des

Computers vom Großrechner, Personal

Computer bis zum Smartphone,

Tablet Computer ebenso wie die neue

Post-App-Phase auf Basis intelligenter

Sprachsysteme, die computergestützte

Automatisierung von Maschinen und

Produktionsprozessen, das Speichern

großer Datenvolumen – wir alle erleben

schon seit Jahrzehnten einen fortlaufenden

Prozess, in dem die Digitalisierung

unser privates oder berufliches Leben

verändert.

Die Digitale Transformation handelt

aber nicht nur von den sich ständig weiterentwickelnden

Technologien und der

Art und Weise, wie diese vorhandene

Verfahren und Strukturen optimieren.

Das Konzept der Digitalen Transformation

beinhaltet auch all die Chancen

und Risiken, die aus der Anwendung

dieser Technologien entstehen. Mindestens

sechs zentrale wirtschaftliche

Megatrends und Konsequenzen ergeben

sich dabei konkret für Unternehmen: die

Substitution, die Disruption, die Größenregression,

die Disintermediation, die

Projektifizierung und die Autonomie.

Substitution

Unter Substitution versteht man den

Austausch einer bisherigen Lösung

(Produkt, Dienstleistung, Prozess etc.)

durch eine alternative Lösung, die den

gewünschten Effekt (z.B. Bedürfnisbefriedigung,

Produktionsleistung) mindestens

genauso gut umsetzt wie die

ursprüngliche Lösung. So schrieb man

noch vor 30 Jahren Briefe mit der Schreibmaschine,

bevor diese durch Computer

und Tastatur ersetzt wurde. Dabei kam

es nicht nur zu einer Substitution des

Schreibgerätes, sondern auch zur Auswechslung

der Kommunikationsform

selbst. Denn aus gewöhnlichen Briefen

wurden E-Mails. Eine weitere Stufe der

Substitution folgte durch neuartige

Anwendungen wie WhatsApp. Auch die

Tastatur des Computers erlebt aktuell

Substitution

Etablierter Wettbewerb

national & international

selbst eine Substitution. Anwendungen

wie Amazon Echo (Alexa), Apples Siri

oder digitale Assistenten wie Amelia

kommunizieren mit dem Anwender

über Sprachbefehle und Mikrofone. Die

digitale Welt der Kommunikation unterliegt

dauerhaft Substitutionen.

Die Substitution ist generell eine der

drei führenden Kräfte des Wettbewerbs.

Neben etablierten Konkurrenten und

neuen Wettbewerbern bilden Substitutionen

eine dauerhafte Gefahr für die

Wettbewerbsfähigkeit einer Organisation.

Substitutionen wirken dabei nicht

nur an sich schon als Wettbewerbskraft.

Sie unterstützen zudem neue Wettbewerber,

sich schneller, kostengünstiger

und kundenorientierter am Markt zu

etablieren. Solche neuen Wettbewerber

kommen aus den Reihen bisheriger Kunden,

Lieferanten, Mitarbeiter oder Dritter

(z.B. Investoren, Hochschulen).

Spannend sind immer mehr die

früheren eigenen Mitarbeiter, die sich

zu neuen Wettbewerbern entwickeln.

Gerade die digitalen Möglichkeiten

Kräfte

des Neuer

Wettbewerbbewerb

Wett-

Kunden,

Lieferanten,

Mitarbeiter

erleichtern es erfahrenen Mitarbeitern,

ihre eigenen Ideen auch losgelöst vom

bisherigen Arbeitgeber umzusetzen.

Damit werden sie zu Wettbewerbern

mit bestem Wissen über die Kunden,

Leistungsangebote, Prozesse und Strukturen,

aber besonders auch über die

Schwächen des bisherigen Arbeitgebers.

Beispiele für Unternehmensgründer, die

aus etablierten Unternehmen ausgeschieden

sind, weil sie dort ihre eigenen

(mehr oder weniger digitalen) Ideen

nicht umsetzen konnten, sind die Gründer

von SAP, Motel One und Red Bull. Sie

alle blieben ihren Branchen treu und

gründeten mit dem Wissen aus ihrem

bisherigen Arbeitsumfeld erfolgreich

neue Firmen mit neuen Geschäftsmodellen.

Disruption

Eine zweite zentrale Konsequenz aus

der Digitalen Transformation sind Disruptionen,

die etablierte Märkte durcheinandermischen.

Als Disruption (Unterbrechung,

Störung, Erschütterung)


Premium Kunden

Verbesserung

bezeichnet man eine bahnbrechende

radikale Innovation, die die bestehenden

Produkte, Dienstleistungen, Geschäftsmodelle,

Prozesse oder Technologien

vollständig verdrängt. Viele Firmen versuchen

erst gar nicht, disruptive Lösungen

auf der Basis neuer Technologien

und Trends oder zukünftiger Kundenbedürfnisse

zu erarbeiten. In der Sprache

der Wettbewerbsstrategien formuliert:

Sie ruhen sich auf ihren (Kosten- oder

Nutzen-) Erfolgen der Vergangenheit

aus oder fühlen sich gewissermaßen

wohl im Sumpf der Vergleich- und Austauschbarkeit.

Anders die jungen Firmen,

die Start-ups: Aufgrund ihrer Unbekümmertheit,

der Kenntnis von Mängeln und

Lücken vorhandener Strukturen und

Sortimente sowie der Gruppendynamik

kleiner, neu zusammengesetzter Einheiten

zielen Firmengründungen eher auf

disruptive Innovationen als auf reine

Verbesserungen.

Um Disruptionen zu erreichen, reicht

es nicht aus, sich an anspruchsvollen

Bestands- bzw. Premium-Kunden zu orientieren!

Die Anregungen und Wünsche

dieser Kundengruppe führen zwar zu

Verbesserungen und Erweiterungen des

bisherigen Leistungsangebotes, doch

nicht zu bahnbrechenden Veränderungen.

Hierzu sollte man sich lieber an den

Bedürfnissen der preissensiblen, „Low-

End-Kunden“ oder gar an jenen Nicht-

Kunden orientieren, die bisher von keinem

Anbieter (also auch nicht von den

Wettbewerbern) erreicht werden. Mit

anderen Worten: Während sich etablierte

Unternehmen besonders um ihre

etablierten Kundengruppen kümmern,

vernachlässigen sie die Wünsche und

Nachfragepotenziale sowohl der preissensiblen

wie auch der bisher gar nicht

als Nutzer gewonnenen Kundengruppen.

Doch gerade hier liegt das Potenzial für

Disruptionen.

Wer nämlich sein Geschäftsmodell auf

diese beiden letztgenannten Kundengruppen

ausrichtet, ohne dabei seine

Bestandskunden direkt zu verscheuchen,

kann nicht nur neue Märkte

(sogenannte „Blue Oceans“) gewinnen,

sondern langfristig seine traditionelle

Kundengruppe dank Preis- und/oder

Nutzenvorteile erneut an sich binden.

Hier gilt das Motto: „Lieber kannibali-

Low-End Kunden

Nicht-Kunden

Zielkunden für Disruption

siere ich mich selbst, als dass dies durch

einen Wettbewerber geschieht“.

Und wie hilft hier die Digitale Transformation?

Gerade die Verbindung

von Digitalisierung, Industrie 4.0 und

Produktionstechniken wie 3-D-Druck

erlaubt es auch kleineren Unternehmen,

mittels disruptiver Innovationen

simultan Kosten- und Nutzenführer

zu werden. Ob als Automotivzulieferer,

Maschinenbauer, Nahrungsmittelhersteller

oder Planungsbüro – bei den

neuen Technologien und Verfahren

dominieren nicht mehr zwangsläufig

die großen Marktteilnehmer, sondern

jene, die am schnellsten und effektivsten

die Trends zu ihrem eigenen Vorteil

zu nutzen wissen. Besonders Start-ups,

aber auch etablierte mittelständische

(Familien-)Unternehmen können ihre

Innovationskraft und konsequente

Umsetzungsstärke bei dieser Entwicklung

einsetzen. Denn es braucht weniger

Größe, sondern vielmehr Willen und Flexibilität,

um die Innovationsmöglichkeiten,

die sich aus disruptiven Änderungen

ergeben, als Chance zu nutzen.

Größenregression

Dies führt uns sogleich zu einer dritten

Konsequenz in diesem Zusammenhang:

Dem Effekt der Größenregression. Mit

der Digitalen Transformation bekommt

der bekannter Lehrsatz aus Charles

Darwins (1808–1882) Evolutionstheorie

eine weitere Bedeutung: „Es ist nicht

die stärkste Spezies, die überlebt, nicht

die intelligenteste, es ist diejenige, die

sich am ehesten dem Wandel anpassen

kann“. Gerade kleine und mittelständische

Unternehmen (kurz: KMU) – unter

der Leitung von nachhaltig orientierten,

modernen Unternehmensführungen –

beweisen häufig, dass sie die Chancen

der Digitalen Transformationen schneller

und kompetenter aufgreifen und

umsetzen als so manches Großunternehmen.

Unternehmensgröße

Erweiterung

Disruption

Früher galt eher das Prinzip der Größe.

Begründet wurde dies mit dem Bedarf

an Mengeneffekten und der Kostendegression,

der zufolge die Stückkosten mit

zunehmender Produktionsmenge sinken,

weil sich die fixen Kosten auf eine größere

Menge verteilen. Weitere Gründe

für den Aufbau von Großunternehmen

waren der Verdrängungswettbewerb

sowie die Attraktivität von Marktanteilen

und Marktgröße gegenüber Kunden,

Arbeitnehmern, Banken und der Politik.

Doch diese Gründe verlieren in Zeiten

der Digitalen Transformation immer

mehr an Bedeutung: Start-ups sind mindestens

genauso attraktive Arbeitgeber

wie früher Großunternehmen.

Großunternehmen

KMU

Fähigkeit zur Digitalen Transformation

Größenregression

Startup

Allerdings gilt auch bei der Größenregression

der in der digitalen Welt

bekannte Netzwerkeffekt. Kleinere

Unternehmen sind nur dann Nutzenführer

in der digitalen Welt, wenn sie

eine gewisse Verbreitung, also Bekanntheit

und Akzeptanz, generiert haben.

Oder anders gesagt: Wer benötigt Facebook,

wenn dort nicht die Mehrzahl der

Freunde und Bekannten zu finden sind?

Disintermediation

Ein vierter Trend der Digitalen Transformation

ist die sogenannte Disintermediation

oder das Verschwinden bisheriger

Zwischenhändler. Lieferanten können

hierbei - mittels digitaler, globaler Vernetzung,

den immer kompatibleren ˘

43

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft


PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

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IT Systemen oder gar dem Transaktionsprotokoll

Blockchain - ihre Produkte viel

leichter direkt an ihre Endkunden und

Nutzer unter Ausschaltung des bisherigen

Zwischenhandels verkaufen. Unternehmen

aus der Computerindustrie (wie

Apple und zuerst Dell), der Textilindustrie

(wie Adidas) oder der Nahrungsmittelindustrie

(wie MyMuesli) zeigen, wie

man die Margen des Handels einsparen

und gleichzeitig an die Verbraucherdaten

kommen kann.

Produzent

Zwischenhandel

Disintermediation

Weitere Branchen, die in Zukunft von

dem Effekt der Disintermediation

betroffen sein werden, sind Banken (als

Zwischenhändler von Finanzprodukten

und Finanzierungen), Immobilienmakler

(als Zwischenhändler von Miet- und

Kaufobjekten), Großhändler (für PKW-

Ersatzteile, Baustoffe, Pharmazeutika

etc.) oder Rechtsanwälte (als Zwischenhändler

von Vertragsentwürfen). Sie alle

müssen im Rahmen der Disintermediation

neue Geschäftsmodelle identifizieren

und etablieren. Ansonsten

werden sie über kurz oder

lang vom Markt überrollt und

in ihrer Existenz signifikant

bedroht.

Konsument

Projektifizierung

Als „Projektifizierung“ gilt

die Tendenz, dass im Rahmen

der Digitalen Transformation

immer mehr Routinetätigkeiten

von Computern, Maschinen

und Systemen übernommen

werden. Wir beobachten

diese Entwicklung schon seit

Jahren an Beispielen wie dem

Online-Banking, Online-Reisebuchungen,

bei automatischen Nachbestellungen

oder bei der Lieferkettenüberwachung

im Internet der Dinge. Die

Automatisierung vieler Routinetätigkeiten

wird durch die Entwicklungen von

Künstlicher Intelligenz, Robotern und

3-D-Druck weiter zunehmen.

Die Aufgaben der (dann noch vorhandenen)

Mitarbeiter verlagert sich

verstärkt auf die Umsetzung von Projekten.

Diese unterscheiden sich in strategische

Projekte (wie Produktentwicklung

im Rahmen der Customer Experience,

Prozessoptimierung für die Operational

Excellence, Aufbau neuer Geschäftsmodelle,

Übernahmen und Fusionen oder

Neuausrichtung und Reorganisation)

und in operative Projekte (wie Bearbeitung

von ausgefallenen Reklamationen,

individuelle Kundenakquise, komplizierte

Schulungen, Auswahl neuer Lieferanten,

komplexere Wartung vor Ort,

ungewöhnliche Reparaturen oder Erstellung

des Jahresabschlusses).

Damit Mitarbeiter die wachsende Zahl

ihrer Projekte mit all der Komplexität,

Schnelligkeit und möglichen Unsicherheit

des digitalen Wandels meistern können,

bedarf es die Instrumente des agilen

Managements wie Scrum, Kanban,

Objectives and Key Results (OKR) oder

der Holokratie. Wenn schon die Zeiten

unruhig sind, dann sollten die Methoden

und die Strukturen eine gewisse Stabilität

bieten.

Autonomie

Der Hinweis auf die agilen Methoden

sowie der Effekt der Größenregressionen

führen zum sechsten wirtschaftlichen

Megatrend: der Autonomie. Die Digitale

Transformation fördert die Delegation

von Verantwortung, die Eigeninitiative

und das autonome Arbeiten der Mitarbeiter,

was nur bei einer hohen fachlichen

und sozialen Kompetenz aller an

der digitalen Transformation beteiligten

Personen möglich ist.

Heutige Unternehmensorganisationen

sind den Anforderungen an die Digitale

Transformation oft nicht gewachsen.

Je nach Unternehmensebene erscheinen

die Ergebnisse auf den ersten Blick zwar

noch gar nicht als existenziell bedrohlich:


Intensität

Routine

Tätigkeiten

Da bleibt die Einführung einer neuen

Software lediglich hinter den Erwartungen

zurück, die Automatisierung scheitert

an einer Schnittstellenproblematik

oder die elektronische Datenkommunikation

mit Geschäftspartnern endet am

Faxgerät. In Wahrheit behindern aber

klassische Organisationsformen mit

ihren fixen Stellengefügen, starren Hirarchien,

standardisierten Prozessen und

ihrem egoistischen Abteilungsdenken in

Zeiten von Unsicherheiten und Veränderungen

jegliche Transformation und

digitalen Wandel.

Nicht so bei erfolgreichen jungen

Unternehmen (Start-ups) oder etablierten,

aber agilen Organisationen. Hier

dominieren weniger eingefahrene Strukturen

oder standardisierte Prozesse,

sondern vielmehr flexible Netzwerke

Zeitliche Entwicklung

Projektifizierung

Projekt-

Arbeit

mit autonomen, dezentralen Entscheidungsstrukturen

basierend auf flexiblen

Kompetenz-Rollen. Verantwortlichkeiten

werden sukzessive vom Vorgesetzten

weg und zu den Experten eines Teams

verlagert, sodass Entscheidungen nicht

mehr über mehrere Hirarchieebenen

hinweg getroffen werden müssen und

Ergebnisse rascher sichtbar sind.

Fazit

Nichts bleibt mehr so, wie es einmal

war. Alles wird hinterfragt. Die Veränderungsprozesse

der Digitalen Transformation

betreffen das bisherige Leistungsangebot

einer Firma ebenso wie

die Fertigungsverfahren in der Produktion,

die Art und Weise wie Menschen

lernen, zukünftige Berufsbilder oder gar

die Frage, welche Aufgaben Menschen

zukünftig überhaupt noch selbst ausführen

bzw. womit wir unser Geld verdienen

können.

Nur wer sich den sich rasant wechselnden

Chancen und Risiken der Digitalisierung

kontinuierlich anpasst, bleibt

wettbewerbsfähig! Zur Sicherung der

eigenen Wettbewerbsfähigkeit benötigen

Privatpersonen, Unternehmen oder

soziale Organisationen nicht nur einen

Überblick über die Trends der Digitalen

Transformation. Erfolgreich ist im digitalen

Wandel nur derjenige, der die technologischen

Möglichkeiten dank einer

anpassungsfähigen Organisation zum

Nutzen seines bisherigen oder modernisierten

Geschäftsmodells einsetzt. ó

Über den Autor

Den Chancen und Risiken aber auch den

Instrumenten der Digitalen Transformation

widmet sich das neue Buch von Marcus

Disselkamp „Digital Transformation

Management“, welches im Frühjahr 2018

im Schaeffer Poeschel Verlag erscheinen

wird.

45

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

Premier-Finalist

2017


Kunden kaufen heute anders

… und wie Unternehmen davon profitieren können

© Roger Rankel

Der besondere Hook

Ich kenne einen Malerbetrieb am

Starnberger See, der sich um Kunden

keine Sorgen machen muss – trotz

großer Konkurrenz. Dank seines

besonderen Hooks: Er verspricht seinen

Kunden eine „Sauberkeitsgarantie“

Das heißt: Sollte nach der Arbeit

nur ein einziger Fleck zu sehen sein,

braucht der Kunde nicht zu bezahlen.

Genial, oder? Das spricht sich rum.

Das ist der Hook. Daran bleibt man

hängen. Das erzählt man weiter.

© Oliver Stopinski

Ob

es uns nun gefällt oder

nicht: Die Digitalisierung

verändert unseren Alltag,

beruflich wie privat. Und nicht nur das:

Auch das Kaufverhalten hat sich dramatisch

verändert. Nur selten schlendern

Menschen noch von einem Fachgeschäft

zum nächsten. Gelbe Seiten sind out,

Google in. Kunden kaufen kritischer

und zugleich ungeduldiger als früher.

Die Folge: Klassische Vertriebsansätze

haben ausgedient. Daher hat Marketingund

Vertriebsprofi Roger Rankel die traditionelle

Customer Journey komplett

neu aufgestellt. Sie wollen Kunden ohne

Ende? Der Lead-Loop® macht‘s möglich.

Die Welt ist schnell und komplex geworden.

Die Digitalisierung ist noch lange

nicht abgeschlossen, hat aber bereits

zahlreiche Branchen umgekrempelt und

Jobs nachhaltig verändert. Sie haben

eine Homepage? Und einen Twitter-

Account? Vielleicht sogar eine Facebook-

Fanseite? Sorry, aber damit sind Sie als

Unternehmen noch lange nicht digital.

Wissen Sie, was in zwei Minuten

in der Online-Welt passiert? Es werden

Milliarden Nachrichten, Facebook-Likes,

Tweets und Kommentare verschickt. Und

genauso schnell entscheiden sich Kunden

für oder gegen ein Produkt. Und

dann meistens dauerhaft. Ihnen bleiben

nur Sekunden, um zu überzeugen!

Was Sie nun tun müssen, um am

Puls der Zeit zu bleiben? Ihr Offlineund

Online-Marketing systematisch

abstimmen. Kunden dort berühren und

einfangen, wo sie sich aufhalten. Mit

dem Lead-Loop kein Problem. Denn das

moderne Konzept der permanenten

Kundengewinnung ist genau auf das

geänderte Kaufverhalten abgestimmt.

Mit dem ganzheitlichen Modell sind

Sie allen Vertriebsansätzen weit voraus.

Und nutzen die digitale Welt clever und

effektiv. Der Lead-Loop vereint digitale

Verkaufsmethoden mit Ihrer persönlichen

Note. Einmal begriffen und aufgestellt,

gewinnt der Loop für Sie Kunden

ohne Ende – und ohne Akquise.

In fünf Phasen zur niemals endenden

Kaufreise

1. Die Triggerphase

Die neue Customer Journey startet mit

einem oder mehreren Triggern. Diese

müssen beim Kunden einen Bedarf

wecken. Das gelingt über verschiedene

Auslöser: Empfehlungen von anderen,

gezielte Kampagnen, Online- oder

Offline-Marketing, aber auch zufällige

Ereignisse (Notfall, Unfall, Einfall, Urlaub,

Einbruch, Erbschaft). Dabei gilt: Ohne

besonderen Hook (Haken) beißt kein

Fisch an. Werden Sie also kreativ. Je mehr

Trigger Sie auslegen, umso wahrscheinlicher

geht Ihnen der Kunde ins Netz. Das

tolle daran: Sie haben ihn damit schon

eingefangen, bevor er überhaupt weiß,

dass er Sie braucht.

2. Die Recherchephase

Einen Kunden treibt entweder das Lustoder

das Frust-Prinzip: Er sucht etwas,

das ihm Spaß bringt (wie Schmuck, Parfum

oder ein Fernseher) oder er will seinen

Frust lösen (Reparatur, Absicherung,

Geld sparen …). So oder so: Ist der Bedarf

geweckt, recherchiert der moderne

Kunde online. Er googelt, liest Bewertungen,

schlaut sich auf. Eigenständig,

kritisch, ungeduldig. In Sekunden will

er Antworten: Angebot? Preis? Service?

Lieferzeiten? Kontakt? Überprüfen Sie

also Ihre digitale Visitenkarte. Was auch

immer Ihr Produkt besonders macht und

der Kunde braucht: Zeigen Sie es schnell

und auf den Punkt gebracht. Findet der

Kunde nicht direkt, was er sucht, wandert

er gnadenlos ab. Und zwar zur Konkurrenz.

3. Die Kaufphase

Hat Ihre Visitenkarte überzeugt? Wunderbar!

Jetzt will der Kunde kaufen. Und

zwar das beste Paket, abgestimmt auf

seine Wünsche. Bieten Sie Dienstleistungen

an? Eine individuelle Beratung ist

ein Muss. Produzieren Sie Küchenmöbel?

Dann will er das coolste Design. Sind

Sie ein Reisebüro? Verkaufen Sie das

Ausflugsproramm zur Kreuzfahrt gleich

mit. Denn: Jetzt ist der ideale Zeitpunkt

zum Up- und Cross-Selling! Fühlt Ihr

Kunde sich emotional wohl? Ist er rational

zufrieden? Dann kauft er auch. Und

oft mehr als geplant.

4. Die Erfahrungsphase

Der Kauf ist getätigt, der Vertrag unterschrieben?

Viele Kundenreisen brechen

hier ab. Ein fataler Fehler! Der Lead-Loop

geht hingegen weiter. Und nutzt das

Pfund des Abschlusses. Sicher kennen

Sie es selbst: Nach dem Kauf überkommt


Kunden oft ein Gefühl von Reue und

Skepsis. Zu oft sind Dinge in der Vergangenheit

schiefgelaufen. Produkte haben

enttäuscht, der Service ließ zu wünschen

übrig. Ihre Aufgabe in Phase 4: Geben Sie

Ihrem Kunden Sicherheit! Schicken Sie

eine Bestellbestätigung, holen Sie Feedback

ein, bleiben Sie in Kontakt – telefonisch

oder per Mail, persönlich oder

automatisiert, egal. Wichtig dabei: Halten

Sie Ihre Versprechungen. Nur wenn

alles glatt läuft, baut der Kunde Loyalität

zur Ihrem Unternehmen auf.

5. Die Fürsprecherphase

Ihr Kunde ist rundum glücklich? Sehr gut.

Doch hier ist noch nicht Schluss! Nutzen

Sie die Euphorie. Sorgen Sie dafür, dass

er Ihr Unternehmen positiv bewertet.

Auf Ihrer Homepage, Facebook-Seite, in

Vergleichsportalen oder am Stammtisch.

Animieren Sie ihn, seine Bewertung zu

streuen. Per „Teilen“-Button! Ein kleiner

Klick mit großem Effekt. Schickt Ihr

Kunde seine Fünf-Sterne nicht nur an

Sie, sondern auch an Freunde und Kollegen,

triggert er wieder neue Interessenten

an (= Leads). Automatisch und

von ganz allein. Der Kreislauf beginnt

erneut. Zweiter Clou: Auch der Erstkäufer

wird wieder kaufen. Der Loop leitet

ihn zurück in den Prozess. Dabei überspringt

er Phase 2. Und wird zum loyalen

Fan. Auch in Krisenzeiten. Einmal überzeugt,

immer überzeugt.

Ein Konzept – unendlich viele

Anfragen

Und wer garantiert Ihnen, dass das

funktioniert? Die Zahlen sprechen für

sich. Der Lead-Loop ist wissenschaftlich

solide fundiert: Das Modell basiert

auf den Ergebnissen von 1.000 Studien,

10.000 Kundenbefragungen. Einmal

angestoßen, läuft die Spirale dauerhaft

von alleine weiter – digital und persönlich.

Wie ein Perpetuum Mobile. Mit

diesem ewigen Neustart profitieren Sie

von Empfehlungs- und Bewertungsmarketings.

Von Loyalitätsmanagement und

Kundengewinnung. Alles mit einem einzigen

System. Wasserdicht und mit doppeltem

Boden.

Dabei ist es egal, in welcher Branche

Sie unterwegs sind: Mit dem Lead-Loop

fischen Sie die Kunden ab. Denn jetzt ist

der Zeitpunkt, wo auch kleine und mittelständige

Unternehmen die großen

Player im Markt überholen können. Weil

sie beweglicher, schneller und cleverer

sind. Mit dem Lead-Loop können Sie die

Konkurrenz mit ihren alten Vertriebsansätzen

locker abhängen. ó

Über den Autor

Seine Bücher werden Bestseller und wenn

er auspackt, hören sie ihm zu: Verkäufer,

Berater und Vermittler. Jährlich hält er 150

Vorträge vor weit mehr als 30.000 Zuhörern

zu seinen Kernthemen: Wie komme

ich zu neuen Kunden? Wie mache ich mehr

Umsatz? Wie kann ich besser verkaufen?

Dazu hat Roger Rankel mit einem Team

von Spezialisten mehr als 1.000 (!) Studien

zum neuen Kaufverhalten analysiert und

die Kundenreise (Customer Journey) komplett

neu aufgesetzt.

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47

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

Welcome

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Blockchain

Wie ist der Stand, wo geht es hin und was ist zu tun?

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

48

AUFMERKSAMKEIT

Gipfel der überzogenen Erwartungen

Virtual Assistants

IoT Plattform

Smart Robots

Edge Computing

AugmentedDataDiscovery

Smart Workspace

ConversationalUserInterfaces

Brain-Computer Interface

Vollumetric Displays

Quantum Computing

Digital Twin

Serverless PaaS

5G

Human Augmentation

Neuromorphic Hardware

Deep ReinforcementLearning

Artificial General Intelligence

4D Printing

Smart Dust

Gartner Hype Cycle for Emerging Technologies 2017

Technologischer Auslöser

Connected Home

Deep Learning

Machine Learning

Autonomous Vehicles

Nanotube Electronics

Augmented Reality

Blockchain

Cognitive Expert Advisors

Enterprise Taconomy

and Oniology

Management

Software-Defined

Security

Tal der Enttäuschungen

Years to mainstream adoption:

2 to 5 years 5 to 10 years more than 10 years

Virtual Reality

Plateau der Produktivität

Pfad der Erleuchtung

ZEIT

Y-Achse: Grad der Erwartung / Aufmerksamkeit an bzw. für den jeweiligen Technologie-Trend

X-Achse: Produktive Einsatzmöglichkeiten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung

Grafik: OPS Netzwerk GmbH, Quelle: gartner.com

As of July 2017

a new technology rolls over

you, if you’re not part of the

“Once

steamroller, you’re part of the

road”. Frei übersetzt bedeutet dieses Zitat

von Stewart Brand (US-amerikanischer

Autor und Entrepreneur), dass Sie die

Technologie („die Dampfwalze“) kontrollieren

müssen, ansonsten wird die Technologie

Sie („die Straße“) kontrollieren.

Übertragen auf den disruptiven Charakter

der Blockchain-Technologie heißt das,

die Technologie wird weiter bestehen,

sich entwickeln und Einzug in Ihre Wertschöpfungsketten

und Geschäftsprozesse

finden. In deutlicheren Worten: Sie können

sich entweder mit dieser Technologie

entwickeln und innovativ bleiben oder

(längerfristig) als Teil der Fahrbahn enden,

über den Ihre Wettbewerber oder Startups

rollen. Um die Möglichkeiten dieser

Zukunftstechnologie für sich zu nutzen,

gilt es diese frühzeitig zu verstehen, sich

mit den Auswirkungen auseinander zu

setzen und etwaige Hürden zu überwinden.

„You never change things by fighting

the existing reality. To change

something, build a new model

that makes the existing model

obsolete.” (R. Buckminster Fuller,

US-amerikanischer Architekt, Visionär

und Designer)

Neue Spiele, neue Regeln

Hype oder disruptive Zukunftstechnologie?

Das Potential der Blockchain-Technologie

wird derzeit intensiv diskutiert.

Es finden sich viele theoretische Anwendungsoptionen

und Nutzenszenarien,

insbesondere auch technologie- und

branchenübergreifend. Konkrete praktische

„Use-Cases“ stecken dagegen oftmals

noch in den Kinderschuhen. Einigkeit

besteht jedoch über das disruptive

Innovationspotential dieser Technologie.

Inkrementelle oder evolutionäre Innovationen

setzen auf bestehenden Strukturen

auf und verbessern existierende

Technologien / Produkte oder gestalten

diese durch Fokussierung auf einzelne

Aspekte der Wertschöpfungs- oder Prozesskette

effizienter, günstiger und kundenfreundlicher.

Disruptive oder revolutionäre Innovationen

dagegen, ersetzen elementare

Bestandteile von klassischen Geschäftssystemen

oder machen diese sogar

obsolet, indem sie die Spielregeln auf

dem Markt oder im Nutzerverhalten

signifikant verändern (z.B. durch die Eliminierung

von Zwischeninstanzen). Ein

Beispiel für eine evolutionäre Innovation

in der Finanzdienstleistungsbranche ist

die Entwicklung des Online-Bezahldienstes

PayPal. Die Kryptowährung Bitcoin,


als die derzeit wohl bekannteste Anwendung

der Blockchain-Technologie, ist ein

Beispiel für eine disruptive Innovation.

„Most people overestimate what

they can do in one year and underestimate

what they can do in ten

years”. (Bill Gates)

Tendenziell neigen wir dazu, mögliche

Veränderungspotentiale kurzfristig zu

überschätzen (=“Hype“), aber langfristig

zu unterschätzen. Die Entwicklung des

Internets selbst verdeutlicht dies sehr

anschaulich: Anfangs verkannt (z.B.: Ron

Sommer, ehem. Vorstand Deutsche Telekom:

„Das Internet ist eine Spielerei für

Computerfreaks, wir sehen darin keine

Zukunft.“), zwischenzeitlich euphorisch

überschätzt (z.B.: „Dotcom-Blase“, Neuer

Markt), seit dem stetig steigende Bedeutung

(z.B.: Bundesgerichtshof Nr. 14/2013

„Die Nutzbarkeit des Internets ist ein

Wirtschaftsgut, dessen ständige Verfügbarkeit

seit längerer Zeit auch im privaten

Bereich für die eigenwirtschaftliche

Lebenshaltung typischerweise von zentraler

Bedeutung ist.“).

Treibstoff für Träume

Der Stand der Blockchain-Technologie

ist wahrscheinlich mit dem Stand der

Technik des Internets um die Jahrtausendwende

zu vergleichen, welche

Geschäftsmodelle und sogar ganze

Branchen disruptiv verändert hat, Die

Chance, vorherrschende Spielregen und

Geschäftsmodelle tiefgreifend zu verändern,

dürfte somit auch den aktuellen

Blockchain-Hype erklären, welcher

sich nicht nur in den Preisanomalien der

verschiedenen Kryptowährungen widerspiegelt.

Als Kodak (einst die klassische

Fotografie entscheidend geprägt, dann

jedoch die Digitalisierung verpasst) im

Januar dieses Jahres bekannt gab, auf

Basis der Blockchain-Technologie einen

Fotomarktplatz mit Bildlizenzverwaltung

und eigenem KodakCoin zu errichten,

verdoppelte sich der Aktienkurs

innerhalb von zwei Tagen.

Weitere Beispiele zeigen, dass sogar

eine bloße Namensänderung von Unternehmen

reicht, um einen ungesunden

Hype auszulösen. Im Dezember 2017

kündigte der US-Getränkehersteller

Long Island Iced Tea Corp. an, sich in

Long Blockchain Corp. umzubenennen,

ohne weitere fundierte Ziele oder gar

konkrete Blockchain-Projekte zu nennen.

Dies führte zu einer Steigerung des

Aktienkurses um knapp 300% und des

Firmenwertes um mehr als 100 Million

US-Dollar innerhalb eines Tages. Diese

Euphorie erinnert stark an die Zeit der

„New Economy“ und die sognannte „Dot.

com-Blase“ zur Jahrtausendwende. Eine

intensive Auseinandersetzung mit der

Blockchain-Technologie, insbesondere

auch durch die Entscheidungsträger in

den Unternehmen, ist also erforderlich,

um nicht von überzogenen Erwartungen

überrascht zu werden und eine neue

Technologie-Blase abzuwenden.

5 Phasen des Hypes

Das US-Marktforschungs- und IT-Analystenhaus

Gartner untersucht jährlich die

neu aufkommenden Technologien und

ordnet diese auf einem, aus fünf Phasen

bestehenden, Hype-Cycle an. Erstaunlich

ist, wie präzise die Hype-Zyklen der letzten

Jahre die jeweiligen technologischen

Zukunftstrends vorhergesehen und in

einen realistischen zeitlichen Kontext

gesetzt haben.

Auf Basis der aktuellsten Einordnung,

habe der Hype um die Blockchain-

Technologie (verankert im Megatrend

„Digitale Plattformen“) den sogenannten

„Gipfel der überzogenen Erwartungen“

bereits überschritten. Das Erreichen

des Plateaus der Produktivität (d.h. die

Vorteile der Technologie sind allgemein

anerkannt und es entstehen Entwicklungen

in zweiter oder dritter Generation)

könne jedoch noch fünf bis zehn

Jahre in Anspruch nehmen. Gleichwohl

konstituieren die Analysten von Gartner,

dass diese neue Art der Datenbank die

Business-Welt transformieren wird.

Solidität erarbeiten

Auch wenn die Blockchain-Technologie

derzeit noch in den Kinderschuhen

steckt, sie wird sich durchsetzen und

in Zukunft nicht mehr wegzudenken

sein. Sie wird täglich in den unterschiedlichsten

Branchen eingesetzt werden;

mit Sicherheit auch, in heute noch nicht

abzusehenden Einsatzmöglichkeiten

und Anwendungsbereichen. Wichtig

ist nun, nicht auf Basis von Ahnungslosigkeit

auf den Blockchain-Hype aufzuspringen,

sondern solides Wissen aufzubauen

und Sinn und Nutzen dieser

Technologie zu verstehen. ˘

Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie, z. B.:

• Digitale Währungen: Bitcoin, Dash, Ripple, usw.

• Internationaler Geldtransfer: Cross-Border-Payments

• Lieferanten-, Logistik-, Produktnachweisketten: blockchain-basiertes Supply-

Chain-Management

• Internet-of-Things (IoT) Anwendungen: Maschinen bezahlen Maschinen, Autorisierungs-

und Authentifizierungsverfahren für autonome Geräte

• Micro- und Nanopayment: Bezahlung von Kleinstbeträgen

• Verwaltungsautomatisierung und hoheitliche Zertifikats- und Beglaubigungsverfahren:

Digitales Grundbuch, Aktienbuch, Handelsregister, Geburtsurkunden,

Pass- und Meldewesen, Führerschein

• allumfassendes Identitätsmanagement verbunden mit PKI-Services für Personen

als Ersatz für Postident- oder Videoident-Verfahren

• Healthcare-Industrie: blockchain-basierte Gesundheitsakte

• Sharing Economy: Zugangs-, Park- und Ledesysteme

• vollständig automatisierte Versciherungsanwendungen: Wechselkursschwankungen/Hedging,

wetterabhängige Ernte-/Umsatz-/Gewinnausfälle, Ausfälle von

Flügen/Zügen usw.

Quelle: http://blockchain.hs-mittweida.de/

PT-MAGAZIN

2/2018

49

Wirtschaft


PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

50

BCCM Blockchain Competence Center Mittweida

Aufgaben (u. a.):

• Potentiale & Risiken bewertbar

machen

• Handlungsempfehlungen für Wirtschaft

& Politik formulieren

• Schnittstellen zu bestehenden und

künftigen Prozessen in Wirtschaft &

Gesellschaft entwickeln

• Technologietransfer in Wirtschaft &

Institutionen begleiten

• Technologischen Nachwuchs ausbilden

Themenkomplexe (u. a.):

• Blockchain-Anwendungen in der Real-

& Finanzwirtschaft

• Neue Blockchain-basierte Geschäftskonzepte

• Regularien und Schnittstellen digitaler

Wertströme zum Fiskus

• Finanzpolitische & volkswirtschaftliche

Technikfolgenabschätzung

• Digitale Sicherheit von Anwendungen

• Regionale Chancen in der Digitalen

Welt

Quelle: http://blockchain.hs-mittweida.de/

Mobile Räume für

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“Without change there is no innovation, creativity, or

incentive for improvement. Those who initiate change

will have a better opportunity to manage the change

that is inevitable.” (William Pollard, ehemaliger CEO der

ServiceMaster Global Holdings Inc.).

Diejenigen, die den Wandel einleiten, werden eine bessere

Chance haben, den unvermeidlichen Wandel zu bewältigen.

Dies gilt auch und insbesondere für den Mittelstand, den

wichtigsten Innovations- und Technologiemotor der deutschen

Wirtschaft. Eine Umfrage des eco – Verbands der Internetwirtschaft

und dem Marktforschungsinstituts YouGov unter 266

Entscheidern aus mittelständigen Unternehmen mit weniger

als 500 Mitarbeitern zeigt, dass sich der Mittelstand bereits

mit dem Wandel- und Innovationspotential der Blockchain-

Technologie befasst.

Mittelstand ist mittendrin

25 Prozent der befragten Entscheider gaben an, dass ihr Unternehmen

über den Einsatz einer Blockchain nachdenkt oder

den konkreten Einsatz bereits plant. 44 Prozent der Befragten

stimmten zu, dass sich die Blockchain-Technologie für

bestimmte Anwendungsfälle und Branchen in der Breite durchsetzen

wird, lediglich 26 Prozent verneinten dies. Insgesamt

32 Prozent des befragten Managements von mittelständigen

Unternehmen meinen, dass die Blockchain-Technologie die

deutsche Wirtschaft in den nächsten zehn Jahren grundlegend

verändern wird. Von den Befragten, welche sich intensiver mit

der Blockchain-Technologie beschäftigen oder bereits nutzen,

sind es sogar 65 Prozent.

Der Studie zur Folge, kann sich der Mittelstand einen konkreten

Einsatz der Blockchain-Technologie insbesondere dann

vorstellen, wenn Prozesse sicherer gemacht (43 Prozent) oder

vereinfacht werden (39 Prozent) oder wenn Kosten dadurch

reduziert werden (39 Prozent). Der Mittelstand scheint also

bereits in den Startlöchern zu stehen.

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Blockchain ist mehr als Technologie

Um den Wandel zu initiieren und Innovationen

wachsen zu lassen, besteht die,

zugegebenermaßen nicht triviale Aufgabe,

insbesondere darin, individuelle

Use-Cases für das eigene Unternehmen

zu finden. In einem ersten Schritt sollte

daher eine Blockchain-Initiative als integraler

Bestandteil der Digitalisierungsstrategie

des jeweiligen Unternehmens

verstanden werden („Management

Attention“, Einordnung und Verankerung

in die Gesamtunternehmensstrategie).

Dies setzt in einem zweiten Schritt den

Aufbau eines entsprechenden Grundverständnisses

voraus (Mitarbeiter befähigen,

Ängste abbauen, Freiräume zum

Experimentieren gewähren, Vertrauen

schaffen, offen und mutig sein).

Zum gezielten Aufbau von Lerneffekten

(Blockchain ist mehr als Technologie!)

empfiehlt es sich, Experten aus

unterschiedlichen Abteilungen (IT und

Kaufmännischer Bereich) zusammen

zu bringen sowie unternehmens- und

branchenübergreifende Kooperationen

zuzulassen (Kräfte bündeln, Komplexität

reduzieren).

Punktuelle Prozessunterstützung

Darauf aufbauend lassen sich idealerweise

in einem dritten Schritt potentielle

Nutzenszenarien und Anwendungsbereiche,

sogenannte Use-Cases,

identifizieren. Zur Identifizierung

dieser Use-Cases empfiehlt sich, eine

Bestandsaufnahme der Kernprozesse

(Prozessanalyse) entlang der Wertschöpfungskette

des Unternehmens.

Um die Komplexität geringer zu halten

und schneller praktische Erfahrung

zu sammeln, sollte insbesondere auch

geschaut werden, an welcher Stelle der

Prozesskette die Blockchain-Technologie

punktuelle Prozessunterstützung bieten

kann. Anstatt die Prozesskette in Gänze

abzulösen, sollte dann dieser Teilbereich

als erstes im Rahmen eines Blockchain-

Projektes in Betracht gezogen werden.

In einem vierten Schritt sollten diese

Anwendungsfälle einer strukturierten

Kosten/Nutzen- und Chancen/Risiken-

Bewertung (Scoring Modell) unterzogen

werden, um das jeweilige Effizienz- und

Ertragspotential sowie die generelle

Umsetzbarkeit abzugleichen.

Design Thinking nutzen

Dies setzt voraus, dass entsprechende

strategische und operative Ziele im Vorfeld

definiert wurden. Nicht alles, was

theoretisch auf Basis einer Blockchain-

Lösung umgesetzt werden könnte, ist

auch praktisch sinnvoll (Skalierbarkeit/

Abwicklungsgeschwindigkeit, Regulatorik/

fehlende Standards/Normen, Transaktions-/Prozesskosten,

Transparenz/

Sicherheit). Als Unterstützung zur Identifikation

und zur späteren Umsetzung

der Use-Cases in Pilotprojekten kann der

Design Thinking Ansatz dienen.

“Coming together is a beginning.

Keeping together is progress. Working

together is success.” (Henry

Ford)

Interdisziplinarität ist der Schlüssel für

echte Innovationen. Das gilt insbesondere

für disruptive Technologien wie

Blockchain. Um Innovationen am Markt

durchzusetzen, reicht es nicht, die technischen

Aspekte der Blockchain-Technologie

zu beherrschen. Im Hinblick auf

die Entwicklung von Anwendungen ˘

51

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

Preisträger

2017

99974 MÜHLHAUSEN

Langensalzaer Landstr. 39

Tel.: (03601) 433-3

Fax: (03601) 433-555

99091 ERFURT

Alte Mittelhäuser Str. 15

Tel.: (0361) 7 30 31-0

Fax: (0361) 7 30 31-18

98544 ZELLA-MEHLIS

Gewerbestr. 2

Tel.: (03682) 45 99-0

Fax: (03682) 45 99-22

07751 JENA Zöllnitz

Stadtrodaer Landstr. 3

Tel.: (03641) 62 05 24

Fax: (03641) 62 05 26

34260 KASSEL-Kaufungen

Industriestraße 14

Tel.: (05605) 30 51-0

Fax: (05605) 30 51-25

95030 HOF

An der Hohensaas 3

Tel.: (09281) 7 69 15-0

Fax: (09281) 6 27 09

99819 EISENACH-Krauthausen

Am Marktrasen 2

Tel.: (03691) 7 25 81-0

Fax: (03691) 7 25 81-26

99734 NORDHAUSEN

Herforder Str. 96

Tel.: (03631) 61 56 10

Fax: (03631) 60 01 24


PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

52

werden betriebs- und volkswirtschaftliche,

juristische und branchenspezifische

Kompetenzen und Prozesskenntnisse

benötigt.

Blockchains for dummies

Eine Blockchain ist ein digitales Kassenbuch.

Jede Transaktion zwischen

einem Absender und einem Empfänger

wird als eine neue Position

eingetragen. Eine abgeschlossene

Reihe von Transaktionen ist ein

Block. Eine Kette von Blöcken ist

eine Blockchain.

Dieses „Kassenbuch“ liegt aber

nicht im Aktenschrank eines Buchhalters

oder auf dem Server seiner

Cloud. Stattdessen liegen tausende

Kopien der Blockchain auf Computern

in der ganzen Welt. Jede neue

Position in einem der Kassenbücher

erscheint auch in allen anderen

Kassenbüchern. Jeder einzelne

dieser tausenden Computer muss

die Transaktion authentifizieren,

damit sie gültig ist. Da man zwar 50

Computer hacken kann, aber nicht

50.000, gelten Transaktionen über

eine Blockchain als so gut wie fälschungssicher.

Obwohl die Transaktionsteilnehmer

anonym bleiben können,

kontrollieren und bestätigen also

mehrere tausend teilnehmende

Computer die Transaktion als solche

und ihre Höhe. Um Transaktionen

©LuckyStep - stock.adobe.com

BCCM Mittweida als

Kompetenzzentrum

Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht

erstaunlich, dass insgesamt 63 Prozent

der im Rahmen der YouGov Studie

befragten Entscheidungsträger bestätigten,

keinen ausreichenden Zugang

zu Informationsquellen zu haben, um

konkrete Einsatzmöglichkeiten einer

Blockchain im Unternehmen zu evaluieren.

Diese Hürde kann nur durch den

Aufbau von interdisziplinären Kooperationen

und überregionalen Netzwerken

überwunden werden. Eine enge Zusammenarbeit

von Privatwirtschaft, Wissenschaft

und Politik ist nun gefragt, um die

Chancen zu erkennen sowie Standards,

Protokolle, Referenzmodelle, Normen

und Schnittstellen für neue Geschäftsmodelle

mit disruptiven Potential zu

erarbeiten.

Diesen Ansatz verfolgt zum Beispiel

das im Sommer 2017 gegründete BCCM

– Blockchain Competence Center Mittweida.

Das BCCM ist ein In-Institut der

Fakultät Computer- und Biowissenschaften

an der Hochschule Mittweida. Das

BCCM ist als interdisziplinäres, unabhängiges

Zentrum aufgesetzt, welches

ausführen zu können, hat jeder Teilnehmer

eine elektronische Brieftasche,

eine „Wallet“.

Die größte und bekannteste

öffentliche Blockchain ist die Bitcoin-Blockchain.

Ein Bitcoin ist letztlich

nichts anderes als eine Position

im Bitcoin-Kassenbuch. Die

Blockchain kann aber auch dabei

helfen, bestehende Prozesse schneller,

kostengünstiger und einfacher

abzuwickeln. Deshalb revolutioniert

die Blockchain die technische Infrastrukturebene

und evolutioniert

gleichzeitig die Businessebene.

Denn die technologische Konstruktion

einer Blockchain stellt die

Unveränderbarkeit der Daten sicher.

Da so immer nachvollzogen werden

kann, wann, warum und wie

ein neuer Posten in das Kassenbuch

notiert wurde, können digitale

Besitzrechte zweifelsfrei festgestellt

werden und Original und

Kopie stets zweifelsfrei voneinander

unterschieden werden. Und all das

kann ohne einen dedizierten zentralen

Mittelsmann abgewickelt werden.

neben den technologischen Herausforderungen

auch die zukünftigen rechtlichen,

sozialen und unternehmerischen

Folgen, die der Einsatz dieser neuen

Technologie mit sich bringt, untersucht,

bewertet sowie Handlungsempfehlungen

ausspricht. Es versteht sich als

Ansprech- und Entwicklungspartner für

Institutionen und Unternehmen der

Finanz- und Realwirtschaft sowie der

Politik und des Staatswesens.

Offen für Partner

Neben der bedarfsgerechten Entwicklung

neuer Studiengänge, zur Ausbildung

des notwendigen Fachkräftenachwuchses,

gehören insbesondere

Forschungs- und Transferprojekte mit

wirtschaftlichen Akteuren zu anwendungsbezogenen

Themenkomplexen zu

den Hauptaufgaben des Zentrums. Das

BCCM sieht die Blockchain-Technologie

als mehrdimensionale, fast alle Bereiche

durchdringende Grundlage künftiger

Prozesse in Wirtschaft und Gesellschaft.

Aus diesem Grund sind die Experten

des BCCM, welche in unterschiedlichen

Fakultäten und Fachdisziplinen zu Hause

sind, im BCCM in drei spezifischen Institutsbereichen

tätig: IT & Crypto Competence,

Financial & Legal Competence

und Industrial Application Competence.

Auf Gebieten, wo zusätzliche Expertise

notwendig ist, werden die Kompetenzträger

der diversen Partner und Gründungspaten

aus Privatwirtschaft und

Politik eingebunden. Dieses Netzwerk

wird stets erweitert und durch Kooperationen

intensiviert. Interessierte Personen,

Unternehmen oder Institutionen

sind hierzu herzlich eingeladen. ó

Über den Autor

Prof. Dr. Alexander Knauer ist Inhaber der

Volksbank Mittweida eG Stiftungsprofessur

für Digital Business & E-Entrepreneurship

an der Hochschule Mittweida | University

of Applied Sciences.


© Wit - stock.adobe.com

Muss man

Bitcoins versteuern?

Die Frage hört sich banal an. Doch

wer Geld in Kryptowährungen

anlegt, der muss sich auch an

gewisse Spielregeln halten. Ob man seinen

Gewinn aus dem Verkauf des virtuellen

Gelds versteuern muss, das hat

PT das Beratungsunternehmen Ecovis

gefragt. Steuerberater Andreas Gallersdörfer

erklärt wie’s geht.

PT: Wie werden Bitcoins steuerlich behandelt?

Andreas Gallersdörfer: Wir unterscheiden

hier, ob jemand Kryptowährungen

im Privatvermögen hat oder ob es sich

um Bitcoin-Mining und damit um einen

Betrieb handelt. Wer als Privatanleger

virtuelles Geld länger als ein Jahr hält,

kann es danach wieder steuerfrei verkaufen.

Verkauft jemand schon früher,

dann muss er, sofern er mit Gewinn

verkauft, Steuern dafür bezahlen. Beim

Bitcoin-Mining, also bei der Herstellung

von Bitcoins, ist das anders. Denn Miner

sind Gewerbetreibende. Sie ermitteln

Gewinne, indem sie Einnahmen und

Betriebsausgaben gegenüberstellen.

Ergibt sich aus der Gegenüberstellung

ein Gewinn, dann zahlen Gewerbetreibende

darauf Einkommensteuer und

Gewerbesteuer. Der Verkauf von Kryptowährungen

ist umsatzsteuerfrei.

Andreas Gallersdörfer: Als Steuerberater

bin ich verpflichtet, mich neutral zu verhalten.

Tipps zum Thema Geldanlage geben

wir bei Ecovis grundsätzlich nicht. Das

einzige, was wir tun, ist die steuerlichen

Fragen unserer Mandanten zu beantworten.

Mehrheitlich sind das Unternehmer,

denen wir allerdings auch bei privaten

Steuerfragen weiterhelfen. ó

750 Mio EURO

Soviel könnte der deutsche

Fiskus an den Bitcoin-Kursgewinnen

des Jahres 2017

verdienen.

PT: Lassen sich die Kosten für Kauf und

Verkauf absetzen?

Andreas Gallersdörfer: Das funktioniert

bei Privatleuten wie wenn sie Aktien

kaufen oder verkaufen. Die Kosten dafür

verringern den Gewinn, der vielleicht

beim Verkauf anfällt, oder sie erhöhen

den Verlust.

PT: Gibt es einen Steuerabzug wie bei

Zinserträgen?

Andreas Gallersdörfer: Verkauft jemand

seine Coins, dann zählt ein Gewinn nicht

zu den Kapitaleinkünften. Folglich gibt

es auch keinen Steuerabzug wie bei

Zinserträgen. Allerdings müssen Privatanleger

die Gewinne in ihrer Einkommensteuererklärung

angeben.

PT: Wie bewerten Sie persönlich den Hype

um das virtuelle Geld?

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Wie wär’s mit

Schokoladenverkostung?

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft

54

Gerade Selbständige vernachlässigen

häufig ihre Liebsten wegen

Überlastung.

Menschen sind verschieden. Jede

Person ist geprägt durch eine Vielzahl

an Erlebnissen und Erfahrungen. Daraus

ergeben sich Wünsche, Vorstellungen

und Erwartungen, die in einer Beziehung

unweigerlich auf die des Partners

oder der Partnerin treffen. Kein Wunder

also, dass gelegentliche Meinungsverschiedenheiten

und Konflikte auftreten.

Manchmal können daraus jedoch auch

handfeste Probleme entstehen. Manuela

Komorek, Paar- und Familientherapeutin

sowie Coach, nennt fünf klassische

Beziehungsprobleme und gibt

Tipps, wie man sie lösen kann.

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Problem 1: Eifersucht - Der Klassiker

unter den Beziehungsproblemen

Eifersucht gehört zu den am meisten

verbreiteten Beziehungsproblemen.

Es gibt sie überall auf der Welt und

wahrscheinlich schon, seitdem es den

Menschen gibt. Dieses Misstrauen kann

dabei die unterschiedlichsten Gründe

haben und manchmal auf schlechten

Erfahrungen in der Vergangenheit beruhen.

Den eigenen Partner oder Partnerin

zu kontrollieren, ist dabei keine Lösung,

denn das ist pures Gift für das gegenseitige

Vertrauen.

Expertentipp: Wenn keine Zweifel über

die Gefühle zum Partner bestehen, dann

sollte man sich nicht zum Sklaven seiner

Eifersucht machen, sondern liebevoll,

aber selbstbewusst die eigenen Bedürfnisse

ausleben.

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Problem 2: „Ich mach das schon...“ -

Falsche Versprechen können

die Beziehung belasten

Seit Langem tropft der Wasserhahn, der

Schrank ist kaputt und auch die Wohnzimmerwand

könnte mal wieder einen

neuen Farbanstrich vertragen. Kommt

dies beim Abendessen zur Sprache, versprechen

die Männer oft: Ich regel das!

Bis die kleinen Baustellen im Haushalt

dann jedoch verschwinden, vergeht

nicht selten einige Zeit. Ein tropfender

Wasserhahn belastet langfristig

nicht nur die Wasserrechnung, sondern

auch die Partnerschaft. Um Baustellen

im Haushalt nicht zur Baustelle in der

Beziehung werden zu lassen, können für

anfallende Arbeiten Profis eingeschaltet

werden. Internetplattformen, wie blauarbeit.de,

vermitteln schnell und zuverlässig

den passenden Handwerker für

jedes Problem.

Expertentipp: Versprechen sollten nur

dann gemacht werden, wenn auch wirklich

sichergestellt werden kann, dass

diese auch umgesetzt werden. Ist dies

wiederholt nicht der Fall, leidet darunter

das Vertrauen und somit ein wesentlicher

Grundpfeiler jeder funktionierenden

Beziehung.

Problem 3: Unterschiedliche Vorstellungen

- Fußballgucken vs.

Candle-Light-Dinner

Davon können sicherlich viele Paare ein

Lied singen: Er will den Samstagabend

mit Chips und Fußball vor dem Fernseher

verbringen, sie hatte sich eigentlich

einen romantischen Abend zu zweit vorgestellt.

Grundsätzlich müssen unterschiedliche

Interessen und Vorstellungen

davon, wie die gemeinsame Zeit

verbracht werden sollte, kein Problem

sein. Solange auch ausreichend Zeit zu

zweit besteht, dürfen in einer Partner-


© Dashk - stock.adobe.com

schaft beide Lebensgefährten auch ihre

eigenen Vorlieben und Interessen ausleben.

Expertentipp: Wenn ein Partner unter

den unterschiedlichen Vorstellungen der

gemeinsamen Zeit und den unterschiedlichen

Interessen leidet, sollten zwei

Dinge geklärt werden:

1. Um welche konkreten Interessen

geht es?

2. Beide Partner sollten klären, ob dahinter

noch ein grundsätzlicheres Problem

liegt.

Problem 4: Der „Paartanz“ - Sie fordert,

er flieht

Erfahrungsgemäß sind es oft Frauen, die

darüber klagen, dass ihr Partner nicht

über seine Gefühle redet. Das macht sie

manchmal einsam und sie wünschen

sich mehr Austausch mit ihrem Liebsten.

Nicht selten entsteht daraus ein sich

selbst nährender Kreislauf: Der Mann

weiß nicht, was seine Partnerin von ihm

will und zieht sich zurück. Sie fordert

weiter, er flieht. Unter Paartherapeuten

wird dieses Phänomen „Paartanz“

genannt, denn so könnte es theoretisch

auf ewig weitergehen. Dieser Tanz ist

erst dann zu Ende, wenn einer von beiden

mit dem Spiel bricht. Wenn beide

Partner einen Tanzschritt auf sich zu

machen, könnten sie den nicht enden

wollenden Kreislauf aus Unzufriedenheit

durchbrechen.

Expertentipp: Beispielsweise könnte die

Frau ihre eigenen Gefühle unter die Lupe

nehmen und genau reflektieren. Der

Mann sollte hingegen genauer zuhören

und nachfragen, was die konkreten

Erwartungen und Wünsche seiner Liebsten

sind.

Problem 5: Keine Zeit für die Liebe -

Prioritäten setzen

„Wollen wir nicht mal wieder zusammen

essen gehen?“ - „Wollen wir am Wochenende

einen Ausflug machen?“ Auf diese

Über die Autorin

Manuela Komorek ist systemische Paartherapeutin

und Coach. Sie hat sich auf

Paare in Patchwork-Familien spezialisiert

und betreibt einen Blog rund um das

Thema Beziehungen.

Fragen immer wieder ein „Nein, leider

keine Zeit“ zu hören, kann auf Dauer

für Missmut sorgen. Oft erinnern sich

Paare an die erste Phase der Beziehung,

als selbst der zeitraubende Beruf zur

Nebensache wurde. Die gemeinsame

Zeit steht am Anfang auf der Prioritätenliste

ganz oben. Gemeinsame Zeit kann

durch kleine Abenteuer und Erlebnisse

noch intensiver verbracht und somit neu

wertgeschätzt werden. Wie wäre es beispielsweise

mit einer Schokoladenverkostung?

Expertentipp: Auch hier geht es wieder

darum, konkreter zu werden, denn keine

Zeit gibt es nicht. Ein Tag hat 24 Stunden

- die Frage ist also, wofür die verfügbare

Zeit genutzt werden sollte. Kompromissbereitschaft

ist hierbei das A und O. ó

55

PT-MAGAZIN 2/2018

Wirtschaft


Pressefoto

PT-MAGAZIN 2/2018

Bayern

2016/2017

Bayern

56

Sieger Kategorie Umwelt & Energie

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Georg Barth: Stierjagd

Ausgebrochene Stiere verstecken sich am 24. Mai 2017

bei Reithofen (Landkreis Erding) in einem Rapsfeld.

Auch Reiter nehmen die Verfolgung auf. Schließlich

gelingt es, eines der Tiere mit einer Schlinge wieder

einzufangen.

Sieger Kategorie Sport

Sonderpreis Isarfoto Bothe

Karl-Josef Hildenbrand: Abgehoben

Der deutsche Skispringer Markus Eisenbichler bereitet

sich unter der Großschanze auf den Wettbewerb vor.

Der Athlet beim Aufwärmtraining mit seinem Betreuer

am 1. März 2017 bei der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft

im finnischen Lahti.


Sieger Kategorie Bayern Land & Leute

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Günter Distler: Der Bierholer

Zwei mehr gehen nimmer: Michael Sturm, Kellner

aus Mühlhausen, will am 20. August 2017 beim Jura-

Volksfest in Neumarkt/Oberpfalz den Weltrekord im

Maßkrug-Tragen einstellen, der bei 26 vollen Krügen

liegt. Sturm startet unter der Anfeuerung seiner Fans

mit 28 Maß, bringt aber zwei davon nur leer ins Ziel.

Sieger Kategorie Bayern Land & Leute

Sonderpreis Bayernwerk AG

Sebastian Beck: Herzkammerl

In der Gnadenkapelle, einer Wallfahrtskirche im oberbayerischen

Altötting, wird mehrmals am Tag die heilige

Messe oder eine Rosenkranz-Andacht gefeiert.

Mesner Alois Burggraf hilft Pfarrer Starneller ins Messgewand.

Foto aus einer im Januar 2016 in der Gnadenkapelle

aufgenommenen Serie.


Nürnberger Nachbarn

Studie der Stadt Nürnberg und der TH Nürnberg zeigt:

90% der Nürnbergerinnen und Nürnberger

leben gerne in ihrer Nachbarschaft

PT-MAGAZIN 2/2018

Bayern

58

Anwendungsorientiert und mit

einem überraschenden Ergebnis:

Die Forschungsergebnisse der TH

Nürnberg machen deutlich, wie sehr

sich die Nürnbergerinnen und Nürnberger

nachbarschaftlich unterstützen.

Die Bereitschaft ist deutlich höher als

erwartet.

In 10.000 Fragebögen haben die

Wissenschaftlerinnen Prof. Dr. Sabine

Fromm und Prof. Dr. Doris Rosenkranz

der TH Nürnberg in einer großen empirischen

Studie im Auftrag des Seniorenamts

der Stadt Nürnberg erstmals in

Deutschland untersucht, wie Nachbarschaften

funktionieren.

Die zufällig ausgewählten Nürnberger

Haushalte wurden befragt, wie die

Nürnbergerinnen und Nürnberger ihre

Nachbarschaft sehen und wie gerne

sie dort leben. Die Wissenschaftlerinnen

interessierte: Helfen Nachbarn in

Nürnberg einander im Alltag und wovon

hängt diese Hilfe ab? Wann sind die

Bürgerinnen und Bürger bereit, Hilfe von

Nachbarn auch anzunehmen? Für die

Stadt Nürnberg besonders interessant:

Mit welchen konzeptionellen Ansätzen

kann eine Stadtverwaltung gute Nachbarschaft

stärken?

Um der komplexen Fragestellung

gerecht zu werden, wurden zwei Forschungsmethoden

kombiniert: „Die

10.000 zufällig ausgewählten Haushalte

in Nürnberg erhielten per Post einen

umfangreichen Fragebogen, in dem

sie ihre Sicht auf ihre Nachbarschaft

darstellen konnten. Zudem haben wir

Interviews mit zahlreichen Experten

durchgeführt und ausgewertet“, so Prof.

Dr. Rosenkranz. Prof. Dr. Sabine Fromm

fasst ein zentrales Ergebnis zusammen:

„Nachbarn helfen einander im Alltag viel

mehr, als wir erwartet haben. Bei vielen

Menschen, die bisher wenige Nachbarschaftskontakte

haben, ist das Interesse

groß, ihre Nachbarn kennenzulernen.“

Ein wichtiger Aspekt ist, ob sich das

Engagement einschätzen lässt: „Je besser

Menschen wissen, wie lange die Hilfe

dauert und was sie konkret tun sollen,

umso eher sind sie bereit, den Nachbarn

auch zu helfen“, so Prof. Dr. Doris Rosenkranz.

Welche Bedeutung Nachbarschaft

im Alltag einnimmt, ist nicht nur ein

Thema des privaten Lebensstils. Die

städtische Umgebung, in der nachbarschaftliche

Beziehungen gelebt werden

können, adressiert das gesellschaftliche

Miteinander. Dieter Rosner, Leiter des

Seniorenamts der Stadt Nürnberg, sieht

in der Studie interessante Hinweise

für die Unterstützung und Konzeption

dieser freiwilligen Gestaltungsaufgabe

der Kommunen: „In unserer quartiersbezogenen

Seniorenarbeit wollen wir

auch die Nachbarschaftshilfe stärker in

den Blick nehmen. Im Bericht der TH

Nürnberg finden wir viele gute Anhaltspunkte

dafür, beispielsweise in welchen

Stadtteilen besondere Potenziale bestehen

und mit welchen Maßnahmen wir

dabei ansetzen können. Das werden wir

auch mit den Akteuren vor Ort gemeinsam

diskutieren.“

Die zentralen Ergebnisse der Studie:

1. Nachbarschaftliche Beziehungen

allgemein

Über 90 % der Befragten leben gerne

oder sehr gerne in ihrer Nachbarschaft.

Zugleich hat etwa die Hälfte der Befragten

keinen näheren Kontakt zueinander.

Das liegt vielfach nicht an mangelndem

Interesse, sondern an fehlenden Gele-

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seit mehr als 50 Jahren in der Kunststoff verarbeitung tätig. 2013 haben

wir neben unserem Diedorfer Stammsitz ein weiteres Werk in Gersthofen

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Nachdem wir im Jahr 2014 Finalist in Bayern wurden, haben wir es in

2016 als Preisträger von Bayern beim bundesweiten „Großen Preis

des Mittelstandes” geschafft, worauf wir sehr stolz sind!.

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genheiten. Vor allem in den innerstädtischen

Gebieten haben viele Menschen

kaum Kontakte zu ihren Nachbarn. Dort

wünschen sich viele Befragte Aktivitäten

oder Treffpunkte, um mit Nachbarn

in Kontakt zu kommen.

2. Nachbarschaft und andere

soziale Netzwerke

Die meisten Befragten sind gut in private

soziale Netze eingebunden und haben

wenig Bedarf an (zusätzlicher) Unterstützung.

Nachbarschaftshilfe hat eher

eine ergänzende als eine kompensatorische

Funktion. Die größte Bedeutung

hat nachbarschaftliche Hilfe für ältere

Bürgerinnen und Bürger, von denen rund

ein Drittel angibt, durch Nachbarn ab

und zu unterstützt zu werden.

3. Verbreitung und Formen informeller

nachbarschaftlicher Hilfen in Nürnberg

Etwa 70 Prozent der Befragten haben

im vergangenen Jahr mindestens einmal

ihre Nachbarn mit kleineren Hilfen

unterstützt. Als Beispiel genannt wurde

die Annahme eines Pakets, Hilfen beim

Einkaufen, Blumengießen während

eines Urlaubs etc.

4. Bedingungen informeller nachbarschaftlicher

Hilfen

Für die meisten Befragten ist es wichtig,

den zeitlichen Aufwand von vornherein

zu überblicken. Wenn der Zeitaufwand

kalkulierbar ist, bieten die Befragten

eher Hilfe an und leisten sie. Von großer

Bedeutung ist zudem der Wunsch, durch

die Hilfen keine dauerhaften Verpflichtungen

eingehen zu müssen.

5. Wie kann die Stadt die Stärkung einer

guten Nachbarschaft unterstützen?

Gute Nachbarschaft lässt sich nicht verordnen

aber gute Rahmenbedingungen

ermöglichen ein gutes Miteinander in

der Nachbarschaft.

Viele Befragte wünschen sich mehr

Gelegenheiten, ihre Nachbarn kennenzulernen,

konkrete Ansprechpartner zu

haben und mehr Informationen über

ihren Stadtteil zu erhalten – gerne auch

digital im Internet oder über Online-

Plattformen.

Initiativen, wie Auszeichnungen und

Prämien für engagierte Nachbarschaf-

ten, könnten ebenfalls einen Anreiz bieten,

sich für seine Nachbarschaft einzusetzen.

ó

Informationen zum Projekt:

www.nachbarn-in-nuernberg.de

Studieren in Nürnberg

In Nürnberg sind insgesamt zehn Hochschulen

und vier hochschulähnliche Bildungseinrichtungen

vertreten (vier staatliche, neun private und

eine kirchliche). Davon sind insgesamt sieben

mit ihrem Hauptsitz in Nürnberg angesiedelt.

Nürnberg hat 509.975 Einwohner bei 24.500

Studenten. Ein WG-Zimmer inkl. Nebenkosten

kostete 2016 durchschnittlich 324 Euro.

• Technische Hochschule Nürnberg

• Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-

Nürnberg / Studienort Nürnberg

• Evangelische Hochschule Nürnberg

• Hochschule für Musik Nürnberg

• Akademie der Bildenden Künste

Nürnberg

• FOM Hochschule / Studienort Nürnberg

• Internationale Berufsakademie /

Studienort Nürnberg

• IUBH Internationale Hochschule /

Studienort Nürnberg

• IBS International Business School

• Campus M21 / Studienort Nürnberg

• TÜV Rheinland Akademie /

Studienort Nürnberg

• Dresden International University /

Studienort Nürnberg

• ICN Business School

• Paracelsus Medizinische Privatuniversität

59

PT-MAGAZIN 2/2018

Bayern

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© Christian Krinninger O7A1298

Re-Development

statt Neubau

PT-MAGAZIN 2/2018

Virtualisierung im alten Thalkirchner Bahnhof im Münchner Stadtbezirk 19

Nicht nur in München

sind Gewerbegebäude

aus den 60ern heute

wieder cool

Bayern

60

Warenhäuser, Bürogebäude,

Rechenzentren: Etwa 70 Prozent

aller bestehenden Nichtwohngebäude

in Deutschland sind älter

als 40 Jahre und viele von ihnen sind

in ihrer ursprünglich angedachten Nutzung

heute nicht mehr en vogue. Deshalb

stehen Eigentümer älterer Bestandsimmobilien

in der Bundesrepublik wie

auch europaweit oft vor der Frage: Abriss

und Neubau, Sanierung oder Re-Development?

Die Antwort darauf ist in den

vergangenen Jahren immer häufiger:

Re-Development beziehungsweise komplette

Umnutzung.

„Viele Gebäude haben eine architektonische,

zeithistorische oder städtebauliche

Bedeutung. Nicht zuletzt spielen

aber auch ein stärkeres Umweltbewusstsein

sowie ökonomische Gründe oft

eine große Rolle bei der Entscheidung

gegen Abriss und Neubau“, nennt Reiner

Nowak, Geschäftsführer der Münchener

Beratungs- und Architekturunternehmen

Modal M, die Gründe für das

Umdenken. „Neben der Projektentwicklung

und dem klassischen Mieterausbau

macht das Re-Development mittlerweile

etwa ein Drittel unserer Auftragsleistungen

aus – Tendenz steigend“, sagt Reiner

Nowak.

Ein Großteil der gewerblichen

Bestandsimmobilien in Deutschland –

insbesondere aus der Nachkriegszeit

bis in die 1990er Jahre – befinden sich

heute im Immobilienzyklus in der sogenannten

Change oder Critical Phase. Sie

haben bezüglich der Rentabilität ihren

Zenit überschritten, Mieten sinken und

Leerstand breitet sich aus. In dieser

Phase sind die Immobilien in der Regel

energetisch nicht mehr zeitgemäß und

eine Nachvermietung ist kaum möglich.

Daher müssen sich Eigentümer die Frage

stellen: abreißen oder erhalten?

Finanzielle Bewertung im Hinblick

auf Ressourcenschonung, Invest und

Ertrag

Reiner Nowak: „Re-Development ist in

vielen Fällen sinnvoll. Es kostet nicht

nur weniger als Neubau, es verbraucht

auch weniger Energie. Am wichtigsten

ist jedoch, dass Mieter ihre Flächen flexibel

und zukunftssicher gestalten können,

um dem Paradigmenwechsel durch Digitalisierung

und Globalisierung standzuhalten.“

Zwar fallen nach den Worten des Re-

Development-Experten bei Sanierung

oder kompletter Umnutzung ebenso wie

bei Abriss und Neubau Rückbaukosten

an. Allerdings sparen sich Eigentümer

durch die Erhaltung der Bausubstanz die

kompletten Aushub- sowie Rohbaukosten.

Und die machen laut Modal M gut

25 Prozent der Gesamtbaukosten aus. Je

nach Objekt lassen sich da schnell mehrere

Millionen Euro einsparen.

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Re-Development scheitert selten an

Bausubstanz und Statik

Bei der Beurteilung, ob ein Objekt für

Re-Development geeignet ist, befürchten

Eigentümer häufig, dass sie heutigen

Nutzeranforderungen nicht mehr

genügen könnten. Das aber sieht Reiner

Nowak weniger. „Eine Fassade architektonisch

interessant zu überholen und

energetisch auf den neuesten Stand zu

bringen, ist selten ein Problem. Auch

bin ich immer wieder erstaunt darüber,

wie flexibel Gebäude in ihren Grundrissen

sind und so an aktuelle Nutzerwünsche

angepasst werden können. Nicht

umsonst sind beispielsweise Gebäude

aus den 1960er Jahren heute wieder cool.

Gerade sie eignen sich nach einer cleveren

Umgestaltung häufig für offene,

großflächige Bürostrukturen.“

Auch mit Blick auf Bausubstanz und

Statik scheitert das Re-Development

nach den langjährigen Erfahrungen des

Modal M-Experten selten. So lassen sich

nicht zuletzt heutige Brandschutzbestimmungen

in Folge der Entkernung und

Neuinstallation problemlos realisieren.

Allerdings spielen bei der Objektbewertung

auch Parameter wie natürliche

Belichtung und Belüftung durch

ausreichend vorhandene Fenster sowie

die Gebäudetiefen eine große Rolle.

„Zwar können viele Funktionen mechanisch

neu hergestellt werden, wenn sie

in der Gebäudestruktur nicht bereits

vorhanden sind. Jedoch bedeutet intensive

Erneuerung der Haustechnik oft

hohe Investitions- und Betriebskosten.

Daher sollte stets der sogenannte ‚Low-

Tech‘-Ansatz insbesondere in Bezug auf

Belüftung und Belichtung der Gebäude

beachtet werden“, sagt Reiner Nowak.

Voraussetzung dafür ist nach den Worten

Nowaks, dass die Grundrisse nicht

zu tief konzipiert werden, damit das

Tageslicht die Arbeitsplätze erreicht

und die Fläche durch Öffnen der Fenster

ausreichend belüftet werden kann.

Diesen Ansatz mit intelligenter Technologie

zu kombinieren, verbessert nicht

nur den Umweltschutz, sondern erhöht

das Wohlbefinden des zukünftigen

Gebäude-Nutzers.

Baurechtliche Bewertung im Hinblick

auf Erweiterung, Nachverdichtung

und Nutzung

Nachverdichtungen in die Horizontale

wie auch in die Vertikale sind ebenfalls

oft möglich. Denn um ein bis zwei Stockwerke

kann laut Nowak nahezu jedes

Gebäude nach oben erweitert werden –

so es die Kommunen zulassen. Anbauten

im seitlichen oder hinteren Gebäudebereich

lassen sich ebenfalls recht häufig

in Abhängigkeit von den lokalen Baurechtsbestimmungen

realisieren.

Nachhaltiges Re-Development bezieht

Lage und potenzielle Nutzer in die

Planung ein

Die Beratungsleistung von ganzheitlich

ausgerichteten Architekturbüros

wie Modal M setzt bei einem effektiv

angedachten Re-Development jedoch

weit vor der Begutachtung der Gebäudedetails

an: der Standortbewertung.

Handelt es sich um eine A-, B- oder

C-Lage? Wie wahrscheinlich ist aufgrund

der jeweiligen Lage eine schnelle

Neuvermietung? Welche Nutzer kommen

am Standort in Betracht? Welche

Anforderungen haben diese Nutzer an

ein Gebäude und können diese vor Ort

realisiert werden? Reiner Nowak: „Das

beste Design nützt nichts, wenn die

Umgebung nicht für eine Umnutzung

geeignet ist. Daher sollten Berater und

Architekten den Eigentümern erst nach

konsequenten Standort- und Machbarkeitsstudien

ein umfängliches Re-Development-Konzept

inklusive Maßnahmen

zur Ressourcenschonung und Vermarktung

vorstellen.“ ó

61

PT-MAGAZIN 2/2018

Bayern

Gemeinde Niederwinkling – attraktiv, modern, wirtschaftsfreundlich

die Kommune des Jahres 2010 und Premier-Kommune 2013

Der Weg nach Niederwinkling – zentral in Ostbayern!

Direkt an der Autobahnausfahrt Schwarzach/Niederwinkling der A3 Regensburg-Passau

der Niederwinklinger Weg: „wo Unternehmer keine Bittsteller sind!“

„Maßgeschneiderte“ Flächen, individuelle Lösungen, enge Kooperation mit Unternehmen und

Abbau bürokratischer Hürden sorgen dafür, dass interessierten Firmen viele Wege erspart bleiben.

Erfolgsbeteiligung der Gemeindebürger & Betriebe!

Schuldenfrei, hohe Investitionsquote und Senkung der Realsteuerhebesätze

Fazit: nachhaltige Finanzpolitik und harte Arbeit zahlen sich aus - auch in Krisenzeiten.

starkes Fundament für die Zukunft

Zeitgleich mit der Wohn- & Wirtschaftsentwicklung wird in die

Infrastruktur investiert: nachhaltig, bedarfs- u. zielorientiert

„Landflucht“ ist kein Thema!

Die Einwohnerzahl ist ständig stetig steigend – und dass seit

über 30 Jahren; um über 20 % allein in den letzten 10 Jahren

Wohnen & Arbeiten vor Ort

Weitsichtige & bedarfsorientierte Planungen ergeben günstige

Konditionen im Verkauf .... und das trotz anhaltend hoher Nachfrage.

die neue Großbaustelle - das Dorf- & Begegnungszentrum

Auf über 12.000 m² wurden u.a. für die Bereiche Gesundheit, med. Versorgung,

Sport, Kultur, Bildung, Seniorenbetreuung, Wohnraum, Nahversorgung,

etc. Gebäude in einem attraktiven Umfeld errichtet.

Gemeinde Niederwinkling, Dorfplatz 1, 94559 Niederwinkling,

Fon: (0 99 62) 20 000 20, email: info@ku-niederwinkling.de

www.niederwinkling.de


By eigenes WErk [CC BY-SA 3.0 de]

via Wikimedia Commons

Craft-Bier-Stand auf dem Internationalen

Berliner Bierfestival

PT-MAGAZIN 2/2018

Craft Beer: „Erfunden“ in Ostbayern

Bayern

62

Die Oberpfalz und Niederbayern

sind die eigentliche Heimat von

handwerklich gebrautem Bier.

Mittelständische Brauereien aus Ostbayern

gewannen beim härtesten Bierwettbewerb

der Welt in diesem Jahr elf

Medaillen.

Regensburg (obx) - Craft Beer heißt die

neueste Mode, die über den großen

Teich inzwischen auch nach Deutschland

geschwappt ist. Damit meinen die Amerikaner

Bier, das sich bewusst gegen den

Einheits-Gerstensaft der großen Konzernriesen

stellt, die in Amerikas Kneipen

und Gastwirtschaften seit Jahren

die Zapfhähne dominieren. Doch was

die Bierwelt als neuen Trend feiert, gibt

es in der Oberpfalz und in Niederbayern

bereits seit hunderten Jahren: handwerklich

gebraute Bierspezialitäten von

höchster Qualität. Das traditionelle

Zoigl aus den Kommunbrauhäusern in

der nördlichen Oberpfalz, aber auch das

Bier aus der ältesten Klosterbrauerei

der Welt in Weltenburg vor den Toren

Regensburgs sind die lebenden Zeugen

einer Genusskultur, die bis heute als

weltweit einzigartig gilt.

Kühl und naturtrüb schäumt der

„Zoigl“ im Glaskrug: Für Bierliebhaber ist

die mittelalterliche Spezialität aus der

nördlichen Oberpfalz eine neue Offenbarung:

Immer mehr Einheimische und

Touristen entdecken die gemütliche

Wirtsstube im Wohnzimmer - ein Brauch,

der um die Jahrtausendwende beinah

ausgestorben war, - in den letzten Jahren

aber zum Renner bei den Urlaubsgästen

und zum Renommee der ganzen Region

zwischen Cham und Bayreuth, Neumarkt

und Mitterteich geworden ist. Kenner

der „Zoiglszene“ schätzen, dass heute

mindestens doppelt so viele Hektoliter

des naturtrüben Gerstensafts gebraut

werden wie noch vor fünf Jahren.

Und wer in der Klosterschenke des

Weltenburger Klosters bei Regensburg

eine Halbe malzig-vollmundiges Barock

Dunkel genießt - es wird bis heute handwerklich

eingebraut - kann es kaum

glauben: Dieses Bier ist bereits vor fast

1.000 Jahren zum ersten Mal gebraut

worden. Rund 600 kleine und mittelständische

Brauereien gibt es heute zwischen

Hof und Garmisch-Partenkirchen.

„Bayern ist damit die eigentliche

Heimat des Craft Beers mit einem

wesentlichen Unterschied zu den USA:

Es verkörpert nicht nur Trend, sondern

vor allem auch Tradition“, sagt Hermann

Goß, Direktor der Brauerei Bischofshof,

zu der die Klosterbrauerei Weltenburg

heute gehört. Hinter den mittelständischen

Brauereien stünden Brauer und

Betriebe, die für Echtheit und Qualität,

für Ehrlichkeit und Genusskultur stehen

- und für eine gelebte Verantwortung

gegenüber ihrer Heimatregion, ihren

heimischen Lieferanten und Kunden.

Goß erinnert auch daran, dass die Wurzeln

des Reinheitsgebots in Ostbayern

4c

Nominiert für

Großer Preis des

MITTELSTANDES

2018

Stolz, Freude, Dank und Spannung

Die Prämierung des Gräflichen Brauhauses

Arcobräu zum Finalisten im letzten Jahr hat

uns mit Stolz erfüllt. Die erneute Nominierung

für 2018 spornt uns an, auch in diesem Jahr zu

den Besten zu gehören. Untätig zu sein steht uns

nicht, was die Prämierung

durch die Getränke Zeitung

zum „Getränk des Jahres“

für unsere Mooser Liesl

unter Beweis stellt.

www.arcobraeu.de · Arcobräu. Geschmack, der verbindet.

FINALIST

Großer Preis des

MITTELSTANDES

2017


liegen und es Mitte des 19. Jahrhunderts

ein Braumeister aus Niederbayern war,

der das „Pils“ erfand.

Beim härtesten Bierwettbewerb der

Welt, dem European Beer Star, haben

Brauereien aus Ostbayern in diesem Jahr

elf Medaillen gewonnen - mit handwerklich

gebrauten Bierspezialitäten im

besten Wortsinn. „Alle ostbayerischen

Preisträger sind klassische Craft-Biere,

auch wenn sie nicht so heißen“, sagt

Goß, der sich mit seiner Mannschaft

über drei Medaillen freuen konnte. Die

Region gehöre damit zu den erfolgreichsten

weltweit. Das ist umso erstaunlicher,

weil die Konkurrenz für Biere aus unserer

Heimat noch nie so groß war wie

heuer: Braumeister, Biersommeliers und

renommierte Bierkenner aus knapp 30

Nationen testeten in diesem Jahr mehr

als 2.000 Biere aus fast 50 Ländern rund

um den Globus.

„Die regionalen Brauereien haben

bewiesen, dass sie für höchste Qualität

und stetige Innovation stehen und es

ist ein Grund zur Freude, dass immer

mehr Kunden das schätzen“, sagt Goß.

Jeder Konsument habe es in der Hand,

bewusst ein Zeichen für regionale Wertschöpfung

und regionale Vielfalt zu setzen

- gerade auch beim Bier. „Denn jenseits

aller Medaillen sind - nicht nur für

einen Braumeister - begeisterte Kunden

noch immer das schönste Geschenk“,

sagt der Brauereidirektor.

Und längst sind es nicht mehr die

Amerikaner allein, die mit ihrem Craft

Beer weltweit von sich reden machen:

Gerstensaft-Liebhaber rund um den Globus

schätzen mittlerweile die ostbayerischen

Bierspezialitäten: Den eigentlich

nur für den heimischen Markt anlässlich

des Reinheitsgebot-Jubiläums im

vergangenen Jahr produzierten und

beim European Beer Star prämierten

„Altvater“-Weizenbock lieferten Versandhändler

wegen der großen Nachfrage

auch in die USA. Und eine japanische

Delegation orderte nach einer Verkostung

in Regensburg fast 200 Hektoliter

des Spezialbiers.

Craft-Beer-Kompetenz aus Bayern

ist auch in einem anderen Bereich

ein Exportschlager mit wachsendem

Erfolg: Die NürnbergMesse ist heute

Motor, um der Kunst des handwerklich

gebrauten Bieres national und international

eine Bühne zu bieten. Die weltweit

bedeutendste Messe für Getränke- und

Getränketechnologien „Beviale“ in der

Frankenmetropole hat bereits Ableger

in Russland (Moskau) und China (Shanghai).

In diesem November bekommt die

„Beviale-Familie“ weiter Zuwachs - mit

der ersten „Craft Beer Italy“ in Mailand.

2018 ist erstmals eine Veranstaltung

in Brasilien geplant. „Wir wollen Weltmarktführer

bei Craft-Beer-Veranstaltungen

werden“, sagte der Nürnberger

Messe-CEO Roland Fleck bei einer Pressekonferenz

in diesem Jahr. ó

Deutsche Craft-Szene

Da sich der Begriff Craft-Beer in

Deutschland nicht als Wortmarke

schützen lässt, fehlt eine klare bzw.

präzise Definition für Craft Bier.

Um Craft-Bier-Anbieter zu werden,

genügt es nicht, wenn eine Brauerei

ein einzelnes Bier auf besondere

Weise braut. Es geht um die

gesamte Philosophie der Brauerei.

Anfang 2017 gründete sich aus der

deutschen Craft-Szene der Verband

Deutscher Kreativbrauer e.V. Auch

Großbrauereien drängen auf diesen

Markt: Die Bitburger Braugruppe

schuf die Marke Craft-Werk und

die Radeberger Gruppe gründete

als Zweig „Die Internationale Brau-

Manufacturen GmbH“ mit 14 Eigenkreationen

und 25 Produkten von

Partnern.

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63

PT-MAGAZIN 2/2018

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Das Wikingerschiff: Volvo V90

Lifestyle | Auto

PT-MAGAZIN 2/2018

64

Die

Wikinger bauten die seetüchtigsten

Schiffe seiner

Zeit und segelten, weit vor

Kolumbus, sogar bis Nordamerika. Überträgt

man diese nordische Metapher auf

Volvo, könnte man ebenfalls sagen, die

fahrtauglichsten Autos kommen aus

Schweden. Der Volvo V90 als Kombi ist

nicht nur ein Lastenschiff, sondern auch ein

äußerst bequemer Cruiser auf den Straßen

dieser Welt.

© W.R.Garth, Volvo-Presse

Das Schiff

Fünf Meter lang, zwei Meter breit, knapp

zwei Tonnen schwer, extrem flach und

höchst souverän. Der neue Schwedenprimus

- Volvo V90. Vorn im Cockpit habe

ich einen übersichtlichen Arbeitsplatz,

im Fond findet der Geschäftsführer eines

mittelständigen Unternehmens stilsicher

Platz und der Kofferraum lässt mich

mit 560 Liter Gepäckraumvolumen vom

Raum der Erkenntnis naschen. Schade,

dass ich nur schlappe 464 kg zuladen

darf, aber wer von Geburt an so schwer

ist, muss eben auf seine Linie achten.

Genau diese Linie ist aber auch schon

das Herzstück. Der Volvo V90 schmückt

– und zwar alles. Mich, die Straße, die

Frau, den Parkplatz - die Silhouette,

der Designschnitt ist schlichtweg ein


Lifestyle | Auto

PT-MAGAZIN 2/2018

65

© W.R.Garth, Volvo-Presse © W.R.Garth, Volvo-Presse

Augenschmaus. Im smarten Dunkelblau

vereint der V90 Understatement, Wohlstand

und Geschmack in einer harmonischen,

gestreckten Designsprache, die

abgesehen von den Traditionsflaggschiffen

aus deutschen Landen kaum einer so

perfekt beherrscht.

Haptik vorbildlich

Innen wird diese Designsprache haptisch

übersetzt, es fühlt sich gut an, an Bord

zu sein. Tasten, Knöpfe, Sitze, alles hochwertig

und am richtigen Platz. Unter der

schicken Hülle des Schweden häufelt

sich Technik und Motor. Der Testwagen

ist mit 150 Diesel-PS bei dem Leergewicht

eher schwachbrüstig motorisiert,

aber es gibt da viele Auswahlmöglichkeiten

bis hin zum Hybrid. Wachsam sind

die Vielzahl der KINETIC-Assistenten wie

Spurwechselwarner, der Abstandsregler,

die Kollisionswarnung, der Parkassistent,

der halbautonome Fahrspurhalteassistent,

die Lichtassistenten, die 360-

Grad Kameras und weitere technische

Schmankerl wie die fast schon obligatorische

Spotify-Integration, Apple Car-

Play und viele mehr. Alles bedienbar über

eines der intuitivsten und angenehmsten

Infotainment-Systeme der Automobilindustrie.

Aufgebaut wie alle aktuellen

Smartphones wischt und drückt man

das System durch die Funktionen, so

macht Technik Spaß. Wenn man sich für

das Bowers & Wilkins Soundsystem entscheidet

(Business-Paket Pro), verwandelt

sich der schicke Familien/Geschäftswagen

in einen fahrbaren Konzertsaal,

angesichts des hohen Langstreckenkomforts

und des unemotionalen Motors

nahezu eine Pflicht.

Der Schöpfer

Thomas Ingenlath, geboren 1964 in Krefeld,

trägt seit 2012 die Verantwortung

für die Volvo-Formgebung. Vorher arbeitete

der 52-jährige bei Audi, Skoda und

VW. Er ist auch der Vater der Scheinwerfer,

die den stilisierten Hammer Thors

zeigen und den nordischen Mythos

mit modernstem Design verbinden. 90

Jahre ist die Marke Volvo letztes Jahr

geworden und steht, dank chinesischen

Geldes, besser da denn je. Die gesamte

Automobilpalette wurde überarbeitet

und ergänzt. Alle neuen Modelle sind

von hochwertiger Präzision und stilsicherer

Designsprache. Geblieben sind

die noblen Markenwerte wie Zuverlässigkeit,

Solidität, Sicherheit und gediegenes

Design ohne überflüssigen Kurven,

Formenschnörkel und Spielereien, wie

wir es von einigen Marken aus Japan

oder Frankreich kennen. Der Hammer

des Thor hat eingeschlagen und wird

alle neun Welten erfreuen mit seinen

gelungenen Schiffen, ich meine Automobilen.

ó

Wilhelm-Rafael Garth &

Prof. Arnd Joachim Garth


Leserbriefe | Impressum PT-MAGAZIN 2/2018

66

Zur Ausgabe: 1/2018

Schon nominiert?

Leserbriefe

Zu: „BVES-Stellungnahme zu … GroKo-

Koalitionsverhandlungen“

Gerade die Elektromobilität wird zu sehr

großen Veränderungen in unserem Energiesystem

führen. Der Endkunde bzw. die

Privatperson wird wieder stärker zum

bestimmenden Faktor. Jetzt nimmt auch

die Automobilindustrie in Deutschland

signifikant Geld in die Hand zur Umsetzung

der Elektromobilität. Deren Aktionäre

wollen natürlich von dem Invest

profitieren, so kommt zunehmend Druck

in das System.

Thomas Speidel (online)

Zu: „Energiewende ist mehr als Strom“

Der gesetzliche Rahmen ändert sich

permanent Übertriebene Dokumentationspflichten

und komplizierte Antragsverfahren

kosten wertvolle Lebens- und

Arbeitszeit. Die Innovation bleibt auf der

Strecke! Mir ist es ein großes Anliegen,

dass diese unnötigen Hürden für den

Mittelstand herunter geschraubt werden.

Geschrieben und gesagt wird viel.

Die Praxis sieht ganz anders aus.

Jürgen Henke,

Metallwerke Renner GmbH, Ahlen

Zu: „ITB – Schaufenster zur … Standortattraktivität

von Mecklenburg-Vorpommern“

Mecklenburg-Vorpommern ist nicht nur

ein großartiges Kulturland mit einer

unvergleichlichen Naturlandschaft, sondern

Mecklenburg-Vorpommern hat

Menschen, die es verdienen, Partner der

ITB zu sein. Hier findet man nicht die

Überheblichkeit, die manch anderen

Landstrich prägt, aber einen selbstverständlichen

Stolz auf das gegen Widerstände

aus Natur und Gesellschaft über

Jahrhunderte Aufgebaute und Bewahrte.

Patrizia Shesha (online)

Zu: „Weiterbildung – was bringt’s

wirklich?“

Für eine Bewerbung auf eine neue Stelle

dürfte die Weiterbildung immer gut

sein, sofern sie zum Berufsbild passt

und nicht wahllos erfolgt. Ich persönlich

finde Fernstudiengänge sehr gut. Aber

man sollte sich für eine geeignete Uni

beziehungsweise Bildungsinstitut entscheiden.

Auch sollte man immer das

Kürzungen durch die Redaktion.

Alle Leserbriefe in voller Länge unter www.pt-magazin.de

Leser-Telefon: 0341 240 61-00 | Leser-Fax: 0341 240 61-66

Leserbriefe auch unter www.pt-magazin.de/service/leserbriefe

Verhältnis von Nutzen und Kosten sehen.

Manche Weiterbildungsangebote und

gerade die MBA-Studiengänge sind ja

teilweise übertrieben teuer. Und von der

Steuer bekommt man auch nicht alles

zurück.

Mark Baltin (online)

Zu: „Energiewende ist mehr als Strom“

Da das „Klima“ eine vom realen Wetter

abgeleitete statistische „Größe“ ist, und

in graphischer Darstellung als „gleitendes

Mittel“ dem volatilen Wetterwandel

geglättet hinterherhinkt, müsste

zuerst das Wetter diszipliniert und der

Wetterwandel gestoppt werden. Das

dies unmöglich ist, müsste jeder einsehen,

allein mit Blick auf die gigantische

Menge an Sonnenenergie, mit

der alles Wetter angetrieben wird. Was

die „Weltklimakonferenz“ mit Mehrheit

beschließt, ist für das Wetter und

damit auch das „Klima“ unerheblich. Das

gesamte mit viel Fleiß konzipierte Szenario

ist zwar gut gemeint, aber gänzlich

überflüssig, weil das eigentliche „Klimaziel“,

der Stopp des „Klimawandels“

am chaotischen Verhalten des Wetters

scheitert und somit unrealistisch, utopisch,

ja tatsächlich unmöglich ist. Niemand

hält das Wetter auf in seinem

Lauf!

Wolfgang Thüne

THÜNE Media, Oppenheim

Zu: „Data-Scientists - heiß begehrt am

Arbeitsmarkt“

Der Beitrag ist ein perfektes Beispiel für

die Unausgegorenheit und intrinsische

Widersprüchlichkeit des Themas. Wer

tatsächlich glaubt, dass Data Scientists,

also von der Wortbedeutung her Wissenschaftler,

durch Ausbildungsgänge,

also eigentlich Facharbeiterniveau,

umgesetzt werden können, ist auf dem

Holzweg. Und wer glaubt, es genüge,

aus den Datenbergen irgendwelche

Auffälligkeiten herauszudestillieren, der

irrt gewaltig. Damit ist noch kein Blumentopf

gewonnen. Denn anschließend

folgt das gesamte klassische Procedere:

Erfindung, Produktion und Vermarktung

der neuen Produkte!

Jochen M. (online)

PT-MAGAZIN

für Wirtschaft und Gesellschaft

Impressum

ISSN 1860-501x | 14. Jahrgang

Ausgabe 2/2018

Verlag: OPS Netzwerk GmbH,

Melscher Str. 1, 04299 Leipzig,

Tel. 0341 240 61 - 00, Fax 0341 240 61 - 66

info@op-pt.de | www.pt-magazin.de

Das PT-Magazin ist das offizielle Magazin

des Wettbewerbes „Großer Preis des

Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung,

eingetragen im Stiftungsregister

des Re gie rungs be zir kes Leipzig unter

Nr. 2/1998.

Geschäftsführer:

Petra Tröger, Dr. Helfried Schmidt

Redaktion:

Dr. Helfried Schmidt (V.i.S.d.P.)

Autoren/Interviewpartner:

D-Rolf Becker, Sandra Cammann, Marcus

Disselkamp, Hans-Jürgen Friedrich,

Volker Gallandi, Andreas Gallersdörfer,

Arnd Joachim Garth, Wilhelm-Rafael

Garth, Carlos A. Gebauer, Patrick Hedfeld,

Christian Kalkbrenner, Alexander Knauer,

Manuela Komorek, Günter Morsbach,

Roger Rankel, Martina Rellin, Helfried

Schmidt, Petra Tröger, Michael Willhardt,

Norbert Zdrowomyslaw

Korrespondenten:

Bernd Schenke (Berlin)

D-Rolf Becker (Halle)

Satz/Layout:

Remo Eichner-Ernst

Anzeigen:

Petra Tröger (V.i.S.d.P.)

Clemens Vogel

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Gutenbergstraße 2, 01471 Radeburg

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