Verfahrenstechnik 3/2018
Verfahrenstechnik 3/2018
Verfahrenstechnik 3/2018
- TAGS
- verfahrenstechnik
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
19098<br />
3<br />
www.verfahrenstechnik.de<br />
März <strong>2018</strong><br />
Transparenz für Effizienz<br />
Digitalisierung in der Mineralwasser-Produktion<br />
Lebensmitteltechnik<br />
Anuga Foodtec mit Trends und<br />
Anwenderlösungen<br />
Pumpen<br />
Trockenlauf ohne Schaden<br />
trotz abrasiver Fördermedien<br />
Instandhaltung<br />
Retrofit der Wägesteuerung<br />
optimiert Absackprozesse
präsentiert Ihre<br />
INNOVATION<br />
EXCELLENCE <strong>2018</strong><br />
DAS VERNETZTE<br />
MULTIMEDIA PROGRAMM:<br />
LIVE ON TOUR<br />
DIGITAL<br />
SOCIAL MEDIA<br />
WEB-BLOG<br />
PRINT<br />
Wir beraten Sie gerne. Rufen Sie unser Sales-Team an: +49 6131-992-0
EDITORIAL<br />
Vom Reststoff zum<br />
Superfood<br />
Betreiben Sie auch Upcycling in Ihrer Küche? Was früher schlicht und<br />
einfach Resteverwertung hieß, wird heute Upcycling genannt. Probleme<br />
mit Essensresten tauchen aber nicht nur zuhause, sondern auch in der<br />
Lebensmittelindustrie auf. Und obwohl Nachhaltigkeit und Umweltmanagement<br />
hier einen hohen Stellenwert haben – die Anlagen sind<br />
effizient, die Produktion ressourcenschonend – fallen am Ende große<br />
Mengen an Reststoffen an, die verwertet werden müssen. Das Gute daran<br />
ist, dass diese Biomasse eine Vielzahl von Inhaltsstoffen enthält, die sich<br />
als Zutaten für neue Lebensmittel einsetzen lassen. Ein Paradebeispiel<br />
dafür ist Molke: Aus dem ehemaligen Reststoff, der bei der Quark- und<br />
Käseproduktion anfällt, ist ein begehrtes Superfood geworden, das in<br />
allen möglichen Produktbereichen für Wertschöpfung sorgt. Auch<br />
Lecithine, die bei der Verarbeitung von<br />
Sojabohnen, Sonnenblumenkernen und<br />
Rapssamen als Nebenprodukte anfallen,<br />
sind weitere hochwertige Reststoffe. Sie<br />
können als natürliche Alternativen für<br />
synthetische Emulgatoren und Stabilisatoren<br />
eingesetzt werden. Besonders<br />
interessant in Sachen Resteverwertung ist die Apfelsaftproduktion – hier<br />
fallen gleich mehrere Nebenprodukte an: Mit Pektin steht ein Geliermittel<br />
zur Verfügung, das aus der Lebensmittelindustrie nicht mehr<br />
wegzudenken ist, die Polyphenole im Pressrückstand sind als natürliche<br />
Lebensmittelfarbe denkbar, und aus den Apfelkernen<br />
lässt sich Öl gewinnen.<br />
Das ist aber noch lang nicht alles in Sachen<br />
Resteverwertung und Lebensmittelindustrie. Viel<br />
mehr zum Thema Upcycling-Strategien und<br />
innovative Verfahren zur Gewinnung von<br />
Wertstoffen aus industriellen Nebenprodukten<br />
erfahren Sie auf der Anuga Foodtec in Köln, die am<br />
20. März beginnt. Über die entsprechenden<br />
Technologien und Neuheiten können Sie sich in<br />
unserem Top-Thema in dieser Ausgabe<br />
ab Seite 16 informieren.<br />
Upcycling-Strategien<br />
sind ein Thema auf der<br />
Anuga Foodtec in Köln<br />
Eva Linder<br />
Chefredakteurin<br />
e.linder@vfmz.de
INHALT<br />
22<br />
26<br />
30<br />
Anspruchsvoll: Sterile Aufbereitung und<br />
Compoundierung von gefrier getrockneten<br />
Bakterienkulturen<br />
Kombiniert: Elektrische und pneumatische<br />
Funktionen sind gemeinsam auf einer<br />
Ventilinsel integriert<br />
Sanft: Schraubenspindelpumpen<br />
schonen durch die axiale Förderung<br />
das Produkt<br />
AKTUELLES<br />
6 Personen, Märkte, Unternehmen<br />
9 Seminare, Tagungen, Kurse<br />
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
10 Rührwerke und Mischer sorgfältig auswählen<br />
12 Produktinformationen<br />
TOP-THEMA LEBENSMITTELTECHNIK<br />
16 TITEL Digitalisierung in der Mineralwasser-Produktion<br />
18 Die Lebensmittel- und Getränketechnik trifft sich<br />
im März in Köln<br />
20 Hochwertige Mahlanlagen für die Zuckerverarbeitung<br />
22 Mischapparate in der sterilen Aufbereitung<br />
von Bakterienkulturen<br />
24 Milchwerke sparen Kohlendioxid mit neuer Gasturbine<br />
26 Der Weg zum elektropneumatischen<br />
Automatisierungssystem<br />
28 Hermetische Ringkolbenpumpen für Glukosemischungen<br />
30 Schraubenspindelpumpen als Retrofit<br />
für Hygieneanwendungen<br />
32 Individuelle Lösungen sorgen für das Mehr<br />
an Lebensmittelsicherheit<br />
34 Erkennen von Reststärke in Kleie<br />
19 Produktinformationen<br />
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
40 Produktinformationen<br />
BETRIEBSTECHNIK<br />
44 Retrofit der Wägesteuerung optimiert Absackprozesse<br />
46 Produktinformationen<br />
RUBRIKEN<br />
3 Editorial<br />
31 Impressum<br />
48 Inserentenverzeichnis<br />
50 <strong>Verfahrenstechnik</strong> im Alltag<br />
51 Vorschau<br />
ANZEIGE<br />
TITELBILD<br />
IGZ mbH, Falkenberg<br />
4 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
NEW DIMENSIONS<br />
IN EFFICIENCY<br />
FE35<br />
+ Design – Simplicity<br />
as a key to efficiency<br />
+ Shortest product changeover<br />
times of its class<br />
+ 360° accessibility<br />
www.fette-compacting.com
AKTUELLES<br />
Umwelttechnik im Industriepark Höchst<br />
Im zehnten Jahr ihres<br />
Bestehens hat die<br />
T2C GmbH, die Betreibergesellschaft<br />
der<br />
Ersatzbrennstoff-Anlage<br />
im Industriepark<br />
Höchst, erstmals mehr<br />
als 500 000 t Abfall<br />
thermisch verwertet,<br />
eine Größenordnung<br />
von bis zu 200 000<br />
Jahrestonnen an freier<br />
Verbrennungskapazität<br />
steht noch zur Verfügung. Die Belieferung wird von Kooperationspartnern<br />
durchgeführt, die hauptsächlich in der Rhein-Main-Region<br />
ansässig sind und in hochspezialisierten Aufbereitungs- und<br />
Recyclinganlagen aus Abfall Ersatzbrennstoffe (EBS) und Materialien<br />
zum stofflichen Recycling herstellen.<br />
Die Verwertung heizwertreicher Abfälle in der EBS-Anlage im Industriepark<br />
Höchst trägt dazu bei, dass der 4,6 km 2 große Chemieund<br />
Pharmastandort weniger fossile Brennstoffe benötigt, um die<br />
Versorgung der rd. 120 Produktionsanlagen sicherzustellen. Ein Teil<br />
der Energie, die von den mehr als 90 Unternehmen am Standort<br />
benötigt wird, wird klimaneutral in der Ersatzbrennstoffanlage<br />
erzeugt. Im vergangenen Jahr produzierte die EBS-Anlage im<br />
Industriepark Höchst mehr als 1,7 Mio. t Dampf.<br />
„Die Mengensteigerung des vergangenen Jahres ist das Ergebnis<br />
verschiedener technischer Optimierungen, mit denen die Leistungsfähigkeit<br />
unserer Anlage immer weiter gesteigert wird“, sagt<br />
Wolfgang Keßler, Geschäftsführer der T2C GmbH. Auch die Einsatzmaterialien<br />
wurden aufgrund regulatorischer Vorgaben ergänzt:<br />
Zusammen mit den heizwertreichen Ersatzbrennstoffen<br />
(EBS) verwertet die T2C GmbH nun auch Klärschlamm.<br />
www.infraserv.com<br />
Umweltpreis für Grundfos-Pumpe<br />
Der Energy Globe Award zählt zu den weltweit<br />
renommierten Umweltpreisen – ausgezeichnet<br />
werden nachhaltige Projekte mit Fokus auf<br />
Ressourcenschonung, Energieeffizienz<br />
und Einsatz erneuerbarer Energien. In<br />
der Kategorie Wasser entschied sich die<br />
Jury dieses Mal für einen Technologie-<br />
Meilenstein von Grundfos: Smarte Dosierpumpen<br />
der Baureihe DDA mit einem elektronisch drehzahlgeregelten<br />
Schrittmotor. In der Wasseraufbereitung eingesetzt,<br />
regelt dieser Antrieb in optimaler Weise die Hubgeschwindigkeit<br />
und passt die Dosiermenge so allen Betriebsbedingungen bestmöglich<br />
an. Der Clou dabei: die Pumpe arbeitet stets mit voller<br />
Hublänge.<br />
www.grundfos.de<br />
Tagung zum Thema<br />
Genehmigungsmanagement<br />
Während der Planungs- und Bauphase bei Neu- und Umbauten<br />
von Industrieanlagen gilt es, Termine und Kosten einzuhalten und<br />
auch den Umweltschutzbestimmungen gerecht zu werden. Dabei<br />
sind zahlreiche Gesetze, Vorschriften und behördliche Auflagen zu<br />
beachten, die zeit- und kostenintensive Genehmigungsverfahren<br />
vorsehen. Die Jahrestagung „Genehmigungsmanagement bei Neuund<br />
Umbau von Industrieanlagen“ vom 16. bis 17. April <strong>2018</strong> in<br />
Berlin greift die wichtigsten Themen rund um das industrielle<br />
Genehmigungsmanagement auf und informiert Teilnehmer über<br />
aktuelle Novellierungen in der Gesetzgebung.<br />
www.tacook.de/genehmigung<strong>2018</strong><br />
Analytica: Treffpunkt der Laborbranche<br />
Vom 10. bis 13. April wird München wieder zum Treffpunkt der Laborbranche: Die Analytica, internationale Leitmesse<br />
für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie, bietet neben der Ausstellung sowie dem hochkarätigen wissenschaftlichen<br />
Konferenz-Programm auch viele Highlights im Rahmenprogramm – dazu gehören Live Labs, Sonderschauen<br />
und ein Forenprogramm. In diesem Jahr feiert die Messe ihren 50. Geburtstag. Seit 1968 begleitet sie<br />
die Entwicklung der chemischen Analytik und Bioanalytik. Mehr noch: Sie fördert den Technologie- und Knowhow-Transfer,<br />
denn sie bringt Gerätehersteller und Laboranalytiker, Wissenschaftler und Anwender zusammen.<br />
www.analytica.de<br />
Weil uns<br />
die Natur<br />
vertraut.<br />
Gefahrstofflagerung | Know-how |<br />
Arbeitsschutz | Industriebedarf |<br />
0800 753-000-3 | www.denios.de
NEWSTICKER<br />
Zum 1. Februar <strong>2018</strong> hat IEP Technologies aus Ratingen die<br />
Geschäfts tätigkeit, das Portfolio, die Patente sowie die<br />
Markenrechte von Atexon Oy, einem in Finnland ansässigen<br />
Spezialisten für Funken detektion im industriellen Explosionsschutz,<br />
erworben. <br />
Die Firma Knauer aus Berlin hat die Auszeichnung „Leading<br />
Employer <strong>2018</strong>“ erhalten und gehört damit zu den erfolgreichsten<br />
Arbeitgebern in Deutschland mit den besten<br />
Bewertungen in einer unabhängigen Studie. <br />
11 – 15 June <strong>2018</strong><br />
Frankfurt am Main<br />
Nur fünf Jahre nach der letzten Erweiterung hat Endress+<br />
Hauser die Produktionskapazitäten in China erneut ausgebaut.<br />
In Suzhou entstand das nunmehr dritte Werk der<br />
Firmengruppe an diesem Standort – damit will das Unternehmen<br />
dem überproportionalen Wachstum in Fernost<br />
gerecht werden. <br />
Vor kurzem weihte die Hamilton Bonaduz AG mit Sitz in der<br />
Schweiz ihr eigenes Inhouse-Applikationslabor ein. Hier<br />
werden unter realen Bedingungen analoge und digitale<br />
Sensoren getestet, um ein Verständnis für Kundenprozesse<br />
zu erlangen sowie die eigene Produktentwicklung kontinuierlich<br />
zu verbessern. <br />
Mit der Listung im Weltmarktführer-Index der Universität<br />
St. Gallen gehört die Masterflex Group erneut zu den<br />
Weltmarktführer-Cham pions in der Branche „Chemie &<br />
Pharmazie“ – und damit auch dieses Jahr wieder zu den<br />
weltbesten Unternehmen. <br />
SGL Group erhält Auftrag über<br />
HCl-Rückgewinnungsanlage<br />
Ende des vergangenen Jahres erhielt die SGL Group einen weiteren<br />
Auftrag für ein Rückgewinnungssystem zur Wiederaufbereitung<br />
und -verwendung von Chlorwasserstoff (HCl) von einem chinesischen<br />
Isocyanat-Hersteller. Das System wurde von der SGL Group<br />
für die spezifischen Anforderungen des Kunden entwickelt und<br />
unterstützt in der MDI/TDI-Produktion maßgeblich einen wirtschaftlichen<br />
und umweltfreundlichen Produktionsprozess. „Unsere<br />
HCl-Rückgewinnungssysteme sind der Schlüssel für umweltfreundliches<br />
Säurerecycling in der chemischen Industrie – insbesondere<br />
in China, das zunehmend die Umwelt im Fokus hat“, erklärt<br />
Klaus Baldermann, General Manager der SGL Carbon Graphite<br />
Technic Co. Ltd. in China.<br />
www.sglgroup.com<br />
Praktikerkonferenz Pumpen<br />
Die Praktikerkonferenz „Pumpen in der Verfahrens- und Abwassertechnik“<br />
findet in diesem Jahr vom 9. bis 11. April <strong>2018</strong> statt. Seit<br />
22 Jahren lädt Prof. Helmut Jaberg Betreiber, Planer und Hersteller<br />
der verschiedensten verfahrenstechnischen Anlagen nach Graz ein,<br />
um sich mit ausgewiesenen Experten der Industrie auszutauschen<br />
und Neues zu erfahren.<br />
www.praktiker-konferenz.com<br />
BE INFORMED. BE INSPIRED. BE THERE.<br />
› World Forum and Leading Show<br />
for the Process Industries<br />
› 3,800 Exhibitors from 50 Countries<br />
› 170,000 Attendees from<br />
100 Countries<br />
ProcessAutomation<br />
@ACHEMA<br />
THE KEY TO FLEXIBILITY<br />
AND COMPETITIVENESS<br />
#processautomat<br />
www.achema.de
AKTUELLES<br />
Große Resonanz beim Achema-Gründerpreis<br />
21 potenzielle Unternehmer und Start-up-Gründer haben ihre<br />
Businesspläne für den Achema-Gründerpreis eingereicht. Das<br />
Spektrum reicht von analytischen Verfahren für Produktion und<br />
Medizin über Rohstoffrückgewinnung aus Klärschlamm oder Solarzellen<br />
bis zu digitalen Lösungen für die Prozessindustrie. Der<br />
Preis wird am 11. Juni <strong>2018</strong> im Rahmen der Eröffnungssitzung der<br />
Achema vergeben. „Das Bewusstsein, wie wichtig Innovationen für<br />
unsere Branchen sind, ist stark – das zeigt auch das Engagement<br />
von Partnern wie Merck, Accenture und Evonik für den Achema-<br />
Gründerpreis“, sagt Dr. Andreas Förster, Leiter der Dechema-Forschungsförderung<br />
und Organisator des Achema-Gründerpreises.<br />
www.achema.de/gruenderpreis<br />
Seit 1919<br />
Will & Hahnenstein GmbH<br />
Spezialisten in Sachen Beheizung !<br />
WÄRMEKAMMER<br />
Material<br />
Edelstahl, Stahl, lackiert oder<br />
verzinkt, Aluminium<br />
EX-Schutz<br />
Zubehör<br />
WHG-Auffangwannen,<br />
Rollenbahnen, Wetterschutz,<br />
Beschickungsgeräte<br />
Samson mit „digitalem“ Großauftrag<br />
Anfang Dezember 2017 schlossen die Samson AG und die Vattenfall<br />
Wärme Berlin AG einen Vertrag über die Vernetzung von mehr als<br />
31 000 Fernwärmestationen. Im Einzelnen sollen bis Ende <strong>2018</strong> in<br />
Berlin 24 400 Verbrauchszähler und 3 000 Fernheizungsregler über<br />
19 100 GPRS-Gateways mit der Cloudlösung Sam District Energy<br />
verbunden werden. Weitere 12 600 GPRS-Gateways sollen bis Ende<br />
2021 in Hamburg installiert und aufgeschaltet werden. Ab Mitte<br />
<strong>2018</strong> bietet Samson seinem Kunden Vattenfall zudem einen Rundum-die-Uhr-Service<br />
für die Nutzung der Cloudlösung. Für Samson<br />
steht der Vertrag für einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte:<br />
Zum ersten Mal sei es gelungen, nicht nur Geräte, sondern<br />
auch digitale Dienstleistungen in einem solch hohen Umfang zu<br />
verkaufen. Mit diesem größten Fernwärme-Fernabfrageprojekt in<br />
Westeuropa erschließe sich für Samson ein komplett neues Geschäftsmodell<br />
in der digitalen Welt.<br />
www.samson.de<br />
Fette Compacting und Glatt kooperieren<br />
Die kontinuierliche Herstellung<br />
(Continuous<br />
Manufacturing) rückt zunehmend<br />
in den Fokus<br />
der pharmazeutischen Industrie.<br />
Fette Compacting,<br />
Experte in der Tablettenherstellung,<br />
und Glatt,<br />
Experte in der Pulververarbeitung<br />
und Tablettenbeschichtung, nutzen diese Dynamik und<br />
intensivieren seit kurzem ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung<br />
neuer kontinuierlicher Fertigungslösungen. Das neue Angebot kombiniert<br />
das Know-how und die Erfahrung von Fette Compacting und<br />
Glatt in den Bereichen pharmazeutische Prozesstechnik und Anlagendesign,<br />
um Herstellern von Tabletten und Kapseln hochmoderne<br />
Lösungen für die Formulierungsentwicklung, klinische Versuche sowie<br />
die Pilot- und Serienproduktion zur Verfügung zu stellen. „Unser<br />
Ziel ist es, gemeinsam eine Technologieplattform zu entwickeln, die<br />
in puncto Prozessrobustheit, Produktqualität, Produktivität, Effizienz<br />
und Bedienersicherheit besser ist als der Wettbewerb“, macht<br />
Olaf J. Müller, CEO von Fette Compacting den mit der Kooperation<br />
verbundenen Anspruch deutlich. Thomas Hofmaier, Leiter der Business<br />
Unit Process Technologies Pharma bei Glatt, hebt die Stärken<br />
beider Unternehmen hervor: „Durch die Kombination unseres<br />
Know-hows und unseres globalen Netzwerks können wir unseren<br />
Kunden ab sofort weltweit hochleistungsfähige Turnkey-Lösungen<br />
für die kontinuierliche Herstellung von OSD anbieten.“<br />
www.fette-compacting.de<br />
FASSHEIZER<br />
Für stehende und<br />
liegende Fässer<br />
L Talbahnstr. 1, D-57562 Herdorf<br />
0 Tel. +49 (0) 2744 9317-0 -Fax +49 (0) 2744 9317-17<br />
1 E-Mail: info@will-hahnenstein.de<br />
E www.will-hahnenstein.de<br />
Wir stellen aus: ACHEMA in Frankfurt, 11.06.-15.06.<strong>2018</strong>, Halle 4.0 Stand B66<br />
O-Ring-Seminare bei COG<br />
Die O-Ring-Akademie der Firma<br />
COG (C. Otto Gehrckens<br />
GmbH & Co. KG) aus Pinneberg<br />
bietet sowohl versierten Experten als auch technischen und kaufmännischen<br />
Mitarbeitern die Möglichkeit, sich über das komplexe<br />
Thema O-Ringe kompakt und fundiert fortzubilden. Es gibt ein<br />
eintägiges Kompaktseminar im April und im September sowie ein<br />
zweitägiges Intensivseminar im Juni und im November.<br />
www.o-ring-akademie.de<br />
8 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong><br />
Will+Hahnenstein.indd 1 14.02.<strong>2018</strong> 13:20:22
®<br />
SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE<br />
Veranstaltung Datum, Ort Anmeldung<br />
FORUM Zukunftstrends in der industriellen<br />
Biotechnologie<br />
13./14.03.18,<br />
Garching<br />
MESSE Filtech 13.–15.03.18,<br />
Köln<br />
KURS Planung und Auslegung von<br />
Rohrleitungen<br />
SEMINAR Engineering verfahrenstechnischer<br />
Anlagen<br />
22./23.03.18,<br />
Essen<br />
26.–28.03.18,<br />
Düsseldorf<br />
KURS Reach-Beauftragter 28.03.18,<br />
Offenbach<br />
AUSBILDUNG Brandschutzbeauftragter 09.–17.04.18,<br />
Berlin<br />
KURS Industrial-Ethernet-Schulung Profinet 10.–12.04.18,<br />
Reinach, Schweiz<br />
MESSE Analytica 10.–13.04.18,<br />
München<br />
ANWENDERSEMINAR Messtechnik für<br />
Chemie- und Pharmaindustrie<br />
SEMINAR Auswahl von Kreiselpumpen,<br />
Betrieb von Pumpenanlagen<br />
FORTBILDUNG Sicherheitstechnik in der<br />
chemischen Industrie<br />
BASISKURS Mess-, Regel- und Automatisierungssystem<br />
Jumo mTron T<br />
12./13.04.18,<br />
Schiltach<br />
16.–18.04.18,<br />
Frankenthal<br />
16.–18.04.18,<br />
Frankfurt/M.<br />
17.04.<strong>2018</strong>,<br />
Fulda<br />
IBB Netzwerk, Tel. 089/5404547-12,<br />
www.ibf-conference.org<br />
Filtech Exhibitions, Tel. 02132/935760,<br />
www.filtech.de<br />
Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />
www.hdt-essen.de<br />
VDI Wissensforum, Tel. 0211/6214-201,<br />
www.vdi-wissensforum.de<br />
Umweltinstitut Offenbach, Tel. 069/810679,<br />
www.umweltinstitut.de<br />
Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />
www.hdt-essen.de<br />
Endress + Hauser, Tel. 07621/975-610,<br />
www.de.endress.com<br />
Messe München, Tel. 089/949-20720,<br />
www.analytica.de<br />
Vega, Tel. 07836/50-0,<br />
www.vega.com<br />
KSB, Tel. 06233/86-1554,<br />
www.ksb.de/training<br />
Dechema, Tel. 069/7564-0,<br />
www.dechema.de<br />
Jumo, Tel. 0661/6003-0,<br />
www.jumo.net<br />
Innovationen rund ums<br />
Heizen und Beheizen<br />
Flexible<br />
elektrische<br />
Heiztechnik<br />
• Heizschläuche<br />
• Rohrbegleitheizungen<br />
• Behälter- / Fassheizungen<br />
• Heizplatten<br />
• Heiztische<br />
• Sonderlösungen<br />
Bilanz der chemisch-pharmazeutischen Industrie 2017<br />
Laut Verband der Chemischen Industrie (VCI)<br />
war das Jahr 2017 ein ausgesprochen gutes Jahr<br />
für die chemisch-pharmazeutische Industrie mit<br />
kräftigem Umsatzwachstum von über 5 %. Durch<br />
eine starke Industriekonjunktur in ganz Europa,<br />
die im Jahresverlauf noch Fahrt aufnahm, steigerte<br />
sich die Produktion deutlich und die Auslastung<br />
der Anlagen blieb hoch. Alle Sparten –<br />
auch die Basischemie – verbuchten einen Mengenzuwachs.<br />
Das Auslandsgeschäft profitierte<br />
von der robusten Nachfrage aus China, der Belebung<br />
der Wirtschaft in den USA und der wirtschaftlichen<br />
Stabilisierung in den Schwellenländern. Insgesamt stieg die Chemie-Produktion inklusive<br />
Pharma um 2,5 %. Der Aufschwung in Deutschlands drittgrößter Branche führte mit 451 500 Mitarbeitern<br />
zum höchsten Beschäftigungsstand seit 13 Jahren. „Nach eher durchwachsenen Ergebnissen in<br />
den drei vorherigen Jahren hat 2017 das Prädikat „gut“ ohne Einschränkung verdient“, sagte VCI-Präsident<br />
Kurt Bock. Prognose: Auch für <strong>2018</strong> geht der VCI von einem weiteren Wachstum der Branche aus.<br />
Foto: Fotolia (#175304766)<br />
www.vci.de<br />
Filtration und Separation in Köln<br />
Die Filtech – Internationale Konferenz und Leitmesse<br />
für Filtration und Separation – findet vom 13. bis<br />
15. März in Köln statt. Der Fachbesucher kann sich<br />
dort umfassend über die neuesten Entwicklungen,<br />
Trends, Dienstleistungen und Produkte informieren.<br />
Vorgestellt werden Lösungen und Geräte aus dem<br />
Bereich Filtration und Trenntechnik sowie Partikel-<br />
Mess- und Analyse-Systeme.<br />
www.filtech.de<br />
Hillesheim GmbH<br />
Am Haltepunkt 12<br />
D-68753 Waghäusel<br />
Tel.: 0 72 54 / 92 56-0<br />
E-Mail: info@hillesheim-gmbh.de<br />
www.hillesheim-gmbh.de
Richtig abgestimmt<br />
Rührwerke und Mischer sorgfältig auswählen<br />
Das Mischen als eine der Grundoperationen<br />
der mechanischen<br />
<strong>Verfahrenstechnik</strong> ist Bestandteil<br />
vieler Produktionsprozesse. Dabei<br />
können je nach Anwendungsbereich<br />
unterschiedlichste Rührwerke und<br />
Mischer zum Einsatz kommen.<br />
Für niedrig- bis mittelviskose Produkte<br />
kommen in der Mischtechnik überwiegend<br />
Rührwerke mit zentraler Mischwelle<br />
zum Einsatz, z. B. einfache Propellerrührwerke.<br />
Neben der Viskosität sind auch andere<br />
Anforderungen für die Auswahl eines<br />
Rührwerks wichtig. In beheizten Behältern<br />
unterstützen beispielsweise wandnahe Ankerrührer<br />
den Wärmeaustausch. Müssen<br />
hohe Scherkräfte wirken, um z. B. Agglomerate<br />
zu zerstören, werden oft Dissolverrührwerke<br />
oder Rotor-Stator-Systeme eingesetzt.<br />
Mit zunehmender Viskosität kommen Koaxialrührwerke<br />
mit zwei Antrieben und vor<br />
Autor: Dr.-Ing. Ralf Wicke, <strong>Verfahrenstechnik</strong>/<br />
Vertrieb, Herbst Maschinenfabrik GmbH,<br />
Buxtehude<br />
allem Planetenrührwerke zum Einsatz. Für<br />
nahezu trockene Feststoffmischungen sind<br />
oft Horizontalmischer die erste Wahl. Prozessanlagen<br />
sind überwiegend mit Chargenmischern<br />
ausgestattet; für geeignete<br />
Produkte werden aber auch kontinuierlich<br />
arbeitende Durchlaufmischer genutzt.<br />
Flüssige Komponenten werden über<br />
Rohrleitungen in den Mischbehälter gepumpt;<br />
Feststoffe werden meistens manuell<br />
als Sackware über eine Sackschütte zugegeben.<br />
Möglich ist aber auch die Dosierung aus<br />
einem Silo mithilfe von Fördersystemen.<br />
Hochviskose Produkte<br />
Planetenrührwerke eignen sich besonders<br />
gut zum Vermischen von hochviskosen Produkten<br />
wie beispielsweise Schmierstoffe,<br />
da die Mischwerkzeuge auf einer Kreisbahn<br />
umlaufen und dadurch alle Bereiche des<br />
Mischbehälters gut erfassen. Zusätzlich<br />
läuft noch ein Wandabstreifer mit um, der<br />
ein Anhaften vom Produkt an der Behälterwandung<br />
verhindert. Diese Rührwerke ermöglichen<br />
selbst bei niedrigen Drehzahlen<br />
eine gute Durchmischung, sodass sie auch<br />
oft für das Vermischen scherempfindlicher<br />
Produkte eingesetzt werden.<br />
Manchmal ist es aber erforderlich, dass in<br />
bestimmten Prozessschritten bewusst hohe<br />
Scherkräfte auf das Produkt ausgeübt werden,<br />
dann kommen Planetendissolver-<br />
Rührwerke zum Einsatz. Sie verfügen über<br />
zwei unabhängig voneinander arbeitende<br />
Antriebe. Ein Antrieb sorgt für die Drehbewegung<br />
des Planetengetriebes und die Rotation<br />
des langsam laufenden Planetenrührwerkzeugs.<br />
Der zweite Motor treibt den<br />
Schnellläufer, z. B. einen Dissolverrührer<br />
an. Solche Rührwerke kommen beispielsweise<br />
bei der Produktion hochviskoser<br />
Dichtungsmassen und Klebstoffe zum Einsatz<br />
und sind auch mit einer Vakuumausstattung<br />
und einem beheizbaren Doppelmantelbehälter<br />
erhältlich.<br />
Zum Entleeren der Mischbehälter können<br />
geeignete Pumpen eingesetzt werden. Ist die<br />
Fertigmischung nicht mehr pumpfähig, stehen<br />
spezielle Behälterentleerungsvorrichtungen<br />
zur Verfügung. Zum Entleeren wird<br />
der Mischbehälter unter den Maschinenkopf<br />
gefahren und fixiert. Anschließend ermöglicht<br />
ein großer Teleskopzylinder das Anheben<br />
des Maschinenkopfs mit dem angekoppelten<br />
Behälter, sodass durch das Bodenventil<br />
direkt in eine nachgeschaltete Einheit, z. B.<br />
eine Abfüllmaschine, entleert werden kann.<br />
Der Auspressstempel wird der Bodenform<br />
des Behälters angepasst, dadurch kann die<br />
Entleerung nahezu rückstandsfrei erfolgen.<br />
Pulverförmige Feststoffe<br />
Anlagen zur Verarbeitung von pulverförmigen<br />
Feststoffen werden oft in der Futtermittelindustrie<br />
eingesetzt. In der oberen Ebene<br />
werden Container zur Dosierung der Pulverkomponenten<br />
aufgebracht; ein Behälter<br />
für die Zugabe flüssiger Medien ist ebenfalls<br />
10 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
02 Blick in einen Horizontalmischer<br />
01 Planetendissolver-Rührwerk mit einem<br />
1 000-l-Behälter<br />
03 Durchlaufmischer arbeiten kontinuierlich<br />
vorhanden. Alle Komponenten gelangen<br />
unter Nutzung der Schwerkraft in den darunter<br />
befindlichen Horizontalmischer.<br />
Bei einem Blick in die geöffnete Klappe<br />
eines Horizontalmischers erkennt man die<br />
wandnahen Mischwerkzeuge. Nach der<br />
Vermischung der verschiedenen Pulverkomponenten<br />
mit dem Bindemittel wird<br />
Welcher Mischer ist für meine Anwendung der Beste?<br />
Planetenrührwerke:<br />
• für hochviskose Produkte<br />
• Mischwerkzeuge laufen auf einer Kreisbahn um<br />
• Wandabstreifer verhindert Produktanhaftungen<br />
• nahezu rückstandsfreie Entleerung über spezielle Pumpen oder Auspressstempel<br />
Planetendissolver-Rührwerke:<br />
• für Produkte, die bewusst hohe Scherkräfte erfordern<br />
• zwei unabhängig voneinander arbeitende Antriebe<br />
• Vakuumausstattung und beheizbarer Doppelmantelbehälter möglich<br />
• nahezu rückstandsfreie Entleerung über spezielle Pumpen oder Auspressstempel<br />
Horizontalmischer:<br />
• für pulverförmige Feststoffe<br />
• Komponenten werden von oben eindosiert<br />
• wandnahe Mischwerkzeuge<br />
• Entleerung über Klappen im Bodenbereich<br />
Durchlaufmischer:<br />
• für niedrig- bis mittelviskose Produkte mit relativ hohem Pulveranteil<br />
• kontinuierliche Arbeitsweise<br />
• mehrere hintereinander geschaltete Mischelemente<br />
• Reinigungsmittel kann direkt durch den Mischer gefördert werden<br />
der Mischer über eine oder mehrere Klappen<br />
im Bodenbereich entleert.<br />
In bestimmten Fällen lassen sich niedrigbis<br />
mittelviskose Komponenten auch kontinuierlich<br />
mit Durchlaufmischern verarbeiten,<br />
dabei sind selbst relativ hohe Pulveranteile<br />
möglich. Der Durchlaufmischer kann<br />
eigenständig betrieben werden oder in einer<br />
Anlage integriert sein und besteht im<br />
Wesentlichen aus drei Baugruppen: dem<br />
rohrförmigen Mischkopf, einer Lager- und<br />
Dichtungseinheit sowie dem Antriebsmotor.<br />
Das schnelle Vermischen unterschiedlicher<br />
Farbkomponenten ist nur ein Einsatzbeispiel.<br />
Der Mischkopf umfasst mehrere hintereinander<br />
geschaltete Mischelemente, die jeweils<br />
aus einem schneckenförmigen Förderteil,<br />
einer stationär angeordneten Mischdüse<br />
und einer Wirbelscheibe bestehen. Die Förderelemente<br />
rotieren mit der Wirbelscheibe<br />
auf einer zentralen Welle. Das zu behandelnde<br />
Produkt wird mittels einer Pumpe über einen<br />
seitlich angebrachten Stutzen in den<br />
rohrförmigen Mischer gefördert. Unterstützt<br />
durch die rotierenden Förderelemente wird<br />
das Produkt durch stationäre Mischdüsen<br />
gepresst und somit in einzelne Stränge verteilt.<br />
Durch die anschließend angeordneten,<br />
rotierenden Wirbelscheiben werden die<br />
Stränge weiter zerteilt. In die so aufgelockerte<br />
Masse können über seitlich angeordnete Düsen<br />
bzw. Stutzen kontrolliert weitere Komponenten<br />
zugeführt und anschließend vermischt<br />
werden. Dieser Vorgang wiederholt<br />
sich in mehreren nacheinander angeordneten<br />
Stufen.<br />
Für Reinigungszwecke lässt sich das System<br />
einfach und schnell zerlegen bzw. das<br />
Reinigungsmittel kann auch direkt durch<br />
den Mischer gefördert werden.<br />
www.herbst-mischtechnik.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 11
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Viskose und partikelhaltige Medien<br />
temperieren<br />
Mit der Wärmeübertragerplatte<br />
NF100M bietet<br />
Kelvion eine<br />
Lösung für<br />
viskose und<br />
partikelhaltige<br />
Medien, wie sie<br />
bei der Herstellung<br />
von Frucht- und Gemüsesaft, Ketchup und Mayonnaise, in<br />
der Zuckerproduktion (Dicksaft und Sirup), der Papier- und<br />
Zellstoffindustrie oder bei der Behandlung von industriellen<br />
Abwässern vorkommen. Die neue Platte ergänzt die NF-Serie im<br />
mittleren Leistungsbereich und ist in Edelstahl und Titan<br />
verfügbar. Besondere Konstruktionsmerkmale der NF100M<br />
Wärmeübertragerplatte sind Fließkanäle mit kontinuierlich breit<br />
dimensionierten Fließspalten und durchgängigen Abstützlinien,<br />
sodass Partikel bis 3 mm Durchmesser den jeweiligen Spalt<br />
blockadefrei durchfließen können. Dieses an die Vorgängerserie<br />
N40 angelehnte Design ermöglicht eine energieeffiziente<br />
Temperierung dieser anspruchsvollen Medien. Lange Produktionszeiten<br />
bis zum nächsten Reinigungszyklus führen zu geringen<br />
Betriebskosten. Die neue NF100M nutzt dasselbe Gestell wie die<br />
Platten vom Typ NT100M, sodass Anwender ohne großen<br />
Aufwand auf die NF100M-Platten wechseln können.<br />
www.kelvion.com<br />
Systemplattform bietet<br />
Druck-Zeit-Dosierung<br />
Wenn flüssige Medien<br />
präzise in kleinen und<br />
variierenden Mengen<br />
abgefüllt werden sollen,<br />
bietet sich oft die Druck-<br />
Zeit-Dosierung als flexible<br />
und hygienische Methode<br />
an. Im Gegensatz zu<br />
mechanischen Pumpen<br />
stört keine Mechanik den<br />
Fluss des Mediums,<br />
Verunreinigungen durch Abrieb sind nicht zu befürchten und<br />
variable Mengen lassen sich mit hoher Reproduzierbarkeit<br />
dosieren. Basierend auf der Druck-Zeit-Dosierung hat Bürkert<br />
eine Systemplattform entwickelt mit einem Druck-Zeit-Dosierkopf<br />
als Kernstück, der sich innerhalb kurzer Zeit an individuelle<br />
Anforderungen anpassen lässt.<br />
Der Medienfluss wird durch Öffnen bzw. Schließen des Ventils für<br />
eine definierte Zeit pro Schaltzyklus gesteuert. Hohe Dosiergeschwindigkeit<br />
ist mit großer Dosiergenauigkeit kombiniert und<br />
zugleich wird eine hohe Reproduzierbarkeit und Wiederholgenauigkeit<br />
eingehalten. Dabei bleibt die Dosierung flexibel, denn<br />
über die Parameter Zeit und Druck lassen sich die Fördermengen<br />
jederzeit variieren. Im Bereich von wenigen µl bis hin zu<br />
mehreren ml sind dem System keine Grenzen gesetzt.<br />
www.buerkert.de<br />
Separator für hohe<br />
Trockensubstanzgehalte<br />
Mit dem neuen Pressschnecken-Separator wird das Produktportfolio<br />
von Stallkamp sinnvoll erweitert, denn der PSG rundet<br />
das Portfolio um eine schwere Maschine für hohe Trockensubstanzgehalte<br />
ab. Damit bietet der Hersteller je nach Trockensubstanzgehalt<br />
der Rohgülle die passende Separationstechnik<br />
an. Der neue Separator unterscheidet sich insbesondere durch<br />
einen leistungsstärkeren Getriebemotor sowie durch einen<br />
längeren Spaltsiebkorb von 750 mm von bisherigen Separatoren.<br />
Durch die optimierten Elemente wird eine effiziente Separationsleistung<br />
bei einer Durchsatzleistung von bis zu 25 m³<br />
erreicht. Gleichzeitig werden durch den Einsatz eines Gussgehäuses<br />
die Kosten optimiert. Der Separator eignet sich<br />
besonders in der Tierhaltung zur Separation von Gülle oder<br />
die Vorbereitung für „Green Bedding“. Darüber hinaus wird er<br />
auch für landwirtschaftliche Abfälle wie Biogas, bei Abfällen<br />
der Lebensmittelindustrie, Brauereien sowie Schlachthöfen<br />
eingesetzt.<br />
www.stallkamp.de<br />
Ringschichtmischer mit breitem<br />
Anwendungsspektrum<br />
Grundlage des robusten Ringschichtmischers Corimix ist die<br />
hohe Umfangsgeschwindigkeit des Mischwerks, die das Produkt<br />
in eine konzentrische Ringschicht zwingt. Seine charakteristischen<br />
Stärken entwickelt das Verfahren überall dort, wo Flüssigkeiten<br />
bei hohen bis sehr hohen Durchsatzleistungen verteilt<br />
werden müssen. Das Mischwerk eines Ringschicht-Systems rotiert<br />
mit Umfangsgeschwindigkeiten von bis zu 40 m/s. Dadurch<br />
werden die zugeführten Produktkomponenten zentrifugal<br />
beschleunigt. Die speziell geformten Werkzeuge des Mischwerkes<br />
bewegen das Produkt im weiteren Prozessverlauf ähnlich einer<br />
Pfropfenströmung durch den Mischraum. Weil dieser Vorgang<br />
sehr schnell erfolgt, sind die Verweilzeiten ausgesprochen kurz<br />
und das Verweilzeitspektrum ist schmal.<br />
Der Hochleistungs-Ringschichtmischer ist als Labor- und als<br />
Produktionsmischer in verschiedenen Größen verfügbar. Bei<br />
Nutzvolumina von 5 bis 3 000 l sind produktabhängig Durchsätze<br />
von bis zu 0,50 m³/h im Laborbetrieb und bis zu 500 m³/h in der<br />
Produktion realisierbar.<br />
www.loedige.de<br />
12 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Materialschonende Trocknung von<br />
Kunststoffen<br />
Die Anwendungsgebiete<br />
des Kreyenborg Infrarot-<br />
Drehrohrtrockners IRD<br />
sind vielfältig. In der<br />
Kunststoffverarbeitung<br />
wird der IRD z. B. zur<br />
Kristallisation und<br />
Vortrocknung von<br />
Neuware oder Mahlgut<br />
verwendet. Durch den<br />
Einsatz des kontinuierlich<br />
arbeitenden IRD<br />
entfällt die sehr<br />
energieintensive<br />
Trockenluftaufbereitung komplett. Daher ist die Maschine vor<br />
allem für Anwendungen mit hohen und wechselnden Eingangsfeuchten<br />
geeignet. Der IRD trocknet in Minuten statt in Stunden.<br />
Besonders materialschonend wird der Rohstoff direkt mit<br />
infrarotem Licht erwärmt, sodass die verdampfende Feuchtigkeit<br />
aus dem Kern des Rohstoffs nach außen abgeleitet wird. Der<br />
Rohstoff wird gleichmäßig durch die Maschine gefördert und<br />
durch die Drehung des Rohres schonend umgewälzt und sehr<br />
gleichmäßig erwärmt. So sind Verklumpungen ausgeschlossen.<br />
Eine geringe Drehzahl verhindert Bruch, Abrieb und die Aufwirbelung<br />
des Produktes.<br />
www.kreyenborg.com<br />
Effiziente Pulverabscheidung mittels<br />
Sprühtrockner<br />
Der Mobile Minor MM-100 von<br />
Gea kann für Prozessgasströme bis<br />
100 kg/h bei Eintrittstemperaturen<br />
von 200 °C betrieben werden. Für<br />
viele Produkte bedeutet dies eine<br />
Steigerung der Pulverproduktion von<br />
30 % im Vergleich zur bisherigen<br />
Version. Hochleistungs-Hepa-Filter<br />
für Babynahrung oder toxische,<br />
chemische Anwendungen sowie<br />
Pulversammelgläser für 250–3 500 ml<br />
sind ebenfalls verfügbar. Durch die<br />
exakte Strömungsführung des heißen<br />
Trocknergases werden Pulverablagerungen<br />
minimiert. Dabei setzt der<br />
Hersteller Computersimulationen<br />
und moderne Fertigungstechnologien<br />
ein, um ein hohes Maß an Präzision zu gewährleisten. Zur<br />
Düsenzerstäubung können der Gasverteiler des Rotationszerstäubers<br />
sowie die Zweistoffdüse leicht gegen einen Gasverteiler mit<br />
wahlweise niedriger Geschwindigkeit ausgetauscht werden. Der<br />
Sprühtrockner verfügt über ein leistungsfähiges Versorgungsgebläse,<br />
ist einfach zu bedienen und zu transportieren. Die lasergeschnittenen<br />
Gasführungen sind zudem leicht zu entfernen und zu<br />
reinigen.<br />
www.gea.com<br />
Prozessdampf für die Produktion<br />
Effizient. Langlebig. Zuverlässig.<br />
www.bosch-industrial.com<br />
Drei gute Gründe für Qualitäts-Kesselsysteme von Bosch:<br />
Niedrige Energiekosten als Wettbewerbsvorteil<br />
Module zur Effizienzsteigerung für Neu- und Bestandsanlagen<br />
Branchenspezifische Expertise und über 150 Jahre Erfahrung<br />
Besuchen Sie uns!<br />
Anuga FoodTec in Köln<br />
vom 20. - 23. März <strong>2018</strong><br />
Halle 7.1<br />
Stand A070/B071
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Schonender Chargenmischer<br />
Der neue Chargenmischer<br />
arbeitet nach dem von Lödige in<br />
die Mischtechnik eingeführten<br />
Verfahren des mechanisch<br />
erzeugten Wirbelbetts. In der<br />
horizontalen, zylindrischen<br />
Trommel des Mischers Typ<br />
FKM 2000 rotieren als Mischelemente<br />
die auf einer Welle<br />
angeordneten Pflugschar-<br />
Schaufeln. Auf diesem Weg<br />
werden die pulverförmigen,<br />
körnigen oder faserigen Schüttgüter in eine dreidimensionale<br />
Bewegung versetzt und unter ständiger Erfassung des gesamten<br />
Produkts schnell und exakt vermischt. Die Produktbehandlung<br />
erfolgt dabei ausgesprochen schonend, denn durch die spezielle<br />
Form der Werkzeuge wird das Mischgut in der Radialbewegung<br />
von der Trommelwand abgehoben und eine Zerstörung der<br />
Partikel wirkungsvoll verhindert. Ebenso ist bei Bedarf die<br />
Aufbereitung von pumpfähigen Massen möglich. Dem großen<br />
Einsatzspektrum der Mischer der FKM-Reihe entsprechend sind<br />
die Maschinen in unterschiedlichen Größen von 130 bis 30 000 l<br />
Trommelinhalt erhältlich.<br />
www.loedige.de<br />
Dosierung von Rohstoffen<br />
Multidos VDP-C sind mittelgroße<br />
und kompakte Dosierplattenbänder<br />
für die<br />
Dosierung von Rohstoffen,<br />
heißem Klinker und<br />
ähnlichen Anwendungen.<br />
Das Produkt ist laut<br />
Hersteller besonders dort<br />
geeignet, wo herkömmliche<br />
Dosierbandwaagen mit<br />
Gummiband aufgrund der<br />
physikalischen, chemischen<br />
und leistungsbezogenen<br />
Einschränkungen nicht installiert werden können.<br />
Das vollständig geschlossene Design hält die Umgebung ohne<br />
zusätzliche Kosten sauber und erlaubt darüber hinaus durch<br />
abnehmbare Abdeckungen den schnellen Zugriff zu Wartungszwecken.<br />
Soll das dosierte Material sichtbar bleiben, ist das Gerät<br />
als offene Variante erhältlich. Der modulare Aufbau ermöglicht<br />
die Installation in insgesamt 48 geometrischen Konfigurationen,<br />
die nahezu jeder Anlage gerecht werden. Das Dosierplattenband<br />
kann am Boden oder hängend unterhalb eines Behälters installiert<br />
werden.<br />
www.schenckprocess.com<br />
Membranelemente in der<br />
Umkehrosmose<br />
Dow Water & Process Solutions hat eine neue Produktserie auf den<br />
Markt gebracht: Die Dow Spezialmembranelemente. Die Serie<br />
liefert eine zuverlässige, konsistente und kostengünstige Technologie<br />
für eine zuverlässige und effektive Trennung von Flüssigkeiten<br />
unter extremen Bedingungen. Die Spezialmembranelemente<br />
sollen eine gute Ergänzung für das Umkehrosmose- und<br />
Nanofiltrations-Portfolio bilden und dazu beitragen mehr Herausforderungen<br />
in den Bereichen Chemie, Zucker, Bergbau, Öl, Gas<br />
und Energie und Märkten für Milchprodukte zu begegnen. Die<br />
Produktserie kann auch eine umfassende Lösung zusammen mit<br />
anderen Technologien des Herstellers bieten. Diese Spezialmembranen<br />
sollen dabei helfen, die Rückgewinnung und Trennung<br />
wertvoller Verbindungen zu maximieren, die Umweltbelastung zu<br />
senken, die Betriebskosten zu minimieren sowie gesetzliche<br />
Auflagen zu erfüllen.<br />
www.dowwaterandprocess.com<br />
Granuliertechnik für sehr kleine<br />
Korngrößen<br />
Früher wurden Granulate in der Feinkeramik hauptsächlich in der<br />
Größenordnung zwischen 500 μm und mehreren mm verlangt,<br />
heute gehen die Anforderungen in deutlich feinere Bereiche, bis<br />
hinunter zu 100 μm und teilweise noch feiner. Eirich hat deshalb<br />
Wirblerwerkzeuge mit einer speziellen Geometrie entwickelt, mit<br />
denen auch Granulate feinerer Körnung hergestellt werden<br />
können. Auch in diesem Feinheitsbereich kann die Breite des<br />
Kornbands bzw. die Korngrößenverteilung durch Parameter wie<br />
Werkzeuggeschwindigkeit, Granulierzeit und Granulierfeuchtigkeit<br />
verändert werden. Der zum Granulieren eingesetzte Mischer hat in<br />
den empfohlenen Baugrößen nur ein Wirblerwerkzeug, das mit<br />
Werkzeuggeschwindigkeiten bis zu 30 m/s laufen kann. Damit ist<br />
es möglich, hohe Scherkräfte zu erzeugen und Flüssigkeiten schnell<br />
zu verteilen. Die neuen Wirblerwerkzeuge stehen auch für<br />
Labormischer (ab 1 l) zur Verfügung.<br />
www.eirich.com<br />
Mikroverkapselung, Sprühgranulation und Sprühcoating<br />
Zu den Kernthemen der Glatt Ingenieurtechnik zählt das Partikel-Design: Granulation und Coating in<br />
der Wirbelschicht und Strahlschicht sowie ein neuartiges Verfahren zur Sprühkalzination mittels APP-<br />
Tec-Pulversynthese. Funktionalisierte Coatings für Lebensmittelinhaltsstoffe und Tierfutterkomponenten,<br />
Granulate für Bau- und Chemieproduktionen sowie Pulver mit ganz besonderen Eigenschaften<br />
sind nur einige der Einsatzbereiche. Dabei sind erfolgreiche Labor- und Pilotversuche ein<br />
erster Schritt bei der Planung neuer Anlagen oder kompletter Produktionsstätten, die Glatt weltweit<br />
für seine Kunden realisiert. Dazu zählen auch pharmazeutische Produktionen und Biotech-Anlagen.<br />
APP Tec ist ein Verfahren von Glatt zur Pulversynthese im Heißgasreaktor. Besonders interessant sind<br />
dabei Pigment-Anwendungen, aber auch katalytische Werkstoffe und keramische Materialien lassen<br />
sich so herstellen.<br />
www.glatt.com<br />
14 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
VERFAHREN UND ANLAGEN<br />
Separator und Dekanterzentrifuge im<br />
Hygienebereich<br />
Mit dem Separator<br />
AC 1200 startet Flottweg<br />
seine neue Produktlinie<br />
mit einem Hochleistungsseparator<br />
für kleine<br />
und mittelständische<br />
Betriebe. Diese Maschine<br />
ist mit Flottwegs weiterentwickeltem<br />
Soft Shot<br />
Entleerungsmechanismus<br />
ausgerüstet. Das System<br />
ermöglicht eine flexible<br />
und sehr genaue Einstellung der Trommelöffnungszeiten. Durch<br />
die beliebige Kombination von Voll- und Teilentleerungen kann das<br />
System flexibel auf die Produkt- und Prozessanforderungen<br />
eingestellt werden. Dadurch erhöht sich die Produktausbeute.<br />
Parallel dazu präsentiert das Unternehmen die Dekanterzentrifuge<br />
Z2E. Dank kompakter Bauweise übernimmt die Zentrifuge<br />
Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichsten Bereichen der<br />
Lebensmittelindustrie. Die kleinste Modulmaschine der<br />
Z-Baureihe verzichtet dabei nicht auf die Features größerer<br />
Maschinen und lässt sich individuell auf unterschiedliche<br />
Anforderungen zuschneiden. Sowohl der Separator AC 1200 als<br />
auch die Dekanterzentrifuge Z2E sind aufgrund ihrer Bauform<br />
und den leicht zu reinigenden Komponenten und Oberflächen<br />
für jeden Trenneinsatz in der Lebensmittelindustrie geeignet.<br />
www.flottweg.com<br />
Sterilisation durch<br />
Ultrahocherhitzungsanlage<br />
UHT-Anlagen<br />
werden zur Sterilisation<br />
von neutralen<br />
oder wenig sauren<br />
Produkten wie<br />
Milch und<br />
Milchprodukte,<br />
Suppen, Saucen,<br />
Sojaprodukte sowie<br />
Zubereitungen und<br />
Nährmedien<br />
eingesetzt. Bei<br />
130–150 °C werden sämtliche Keime im Produkt abgetötet, man<br />
erreicht damit eine hohe Produktsterilität und eine sehr lange<br />
Konservierungszeit der behandelten Lebensmittel. Je nach Art<br />
und Temperaturempfindlichkeit wird das Produkt dabei direkt<br />
über Dampfinjektion oder mittels Wärmetauscher erhitzt.<br />
Ruland Engineering & Consulting realisiert UHT-Anlagen, die<br />
dem Betreiber eine maximale Flexibilität hinsichtlich der zu<br />
verarbeitenden Produkte bieten. So können Betreiber die gleiche<br />
Anlage für unterschiedliche Temperaturbereiche nutzen und zur<br />
Sterilisation über UHT-Erhitzung oder einfach zur Pasteurisation<br />
einsetzen. Ebenso erlauben die Anlagen eine große Bandbreite an<br />
Durchflussleistungen: mit hohem Durchsatz für dünnviskose<br />
Produkte oder mit niedrigem Durchsatz für dickviskose Produkte<br />
auf derselben Anlage.<br />
www.rulandec.com<br />
Mit vier Klingen zur homogenen Probe<br />
Die neue Fritsch Pulverisette 11<br />
ist eine Messermühle zur sehr<br />
schnellen und schonenden<br />
Zerkleinerung bzw. Homogenisierung<br />
sowohl feuchter, öliger<br />
und fettiger als auch trockener,<br />
weicher, mittelharter und<br />
faseriger Proben. Die<br />
besondere Sicherheit ist durch<br />
die feste Verankerung des<br />
Messers mit einem Bajonettverschluss<br />
gewährleistet, wodurch<br />
es sich auch bei sehr harten<br />
Proben oder zu hoher Anlaufgeschwindigkeit<br />
nicht lösen<br />
kann. Der Mahlbehälter, Deckel und die Messer lassen sich<br />
problemlos im Geschirrspüler reinigen und sind zum sterilen<br />
Zerkleinern autoklavierbar.<br />
Die Motordrehzahl ist digital zwischen 2 000 und 10 000 U/min<br />
einstellbar. Die zusätzliche Turbo-Funktion mit bis zu 14 000 U/<br />
min für maximal 6 s erleichtert die Zerkleinerung klebriger und<br />
faseriger Proben.<br />
www.fritsch.de<br />
www.verfahrenstechnik.de<br />
Weltneuheit für den explosionsgefährdeten Bereich<br />
OhmEx Industrielle Elektrowärme GmbH ist Ihr kompetenter Partner für elektrische<br />
Prozesserhitzer.<br />
Der kompakte und tragbare<br />
Lufterhitzer<br />
„The Bulldog“ ist mit nur<br />
25 Kilogramm Gewicht<br />
perfekt für den ortsveränderlichen<br />
Einsatz in<br />
explosionsgefährdeten<br />
Zonen 1 & 2.<br />
Direkt vom Hersteller<br />
kann das Gerät mit einem<br />
bis zu 25 Meter langen<br />
Anschlusskabel als „Plug<br />
and Play“ Version geliefert<br />
werden. Durch einen flexiblen<br />
Anschluss-Schlauch<br />
können mit diesem<br />
Gerät punktuelle Bereiche<br />
beheizt werden. Somit<br />
dient es beispielsweise als<br />
Enteisung oder Beheizung<br />
von schwer zugänglichen<br />
Stellen. Auch ohne<br />
Schlauch ist die punktuelle<br />
Erwärmung durch den ca. 8 Meter langen Luftstrom optimal realisierbar.<br />
Die Einsatzbereiche für das nach ATEX, IEC Ex und CU-TR zertifizierte Gerät sind<br />
Onshore- und Offshore-Anwendungen, gas- und treibstoffgefährdete Areale,<br />
Flugzeughangars, Batterie- , Farb- und Munitionslager, Klär- und Biogasanlagen,<br />
petrochemische Anlagen, Reinigung sowie Trocknung von Tanks und viele mehr.<br />
Der Lufterhitzer „The Bulldog“ ist für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereiche<br />
der Zonen 1 & 2 in der Leistungsklasse bis 6 kW lieferbar.<br />
www.ohmex.de
Transparenz für Effizienz<br />
Digitalisierung in der Mineralwasser-Produktion<br />
tigungsaufträge, die bis zu einer Woche die<br />
Produktion in mehreren Schichten in Anspruch<br />
nehmen, wechseln sich mit kleineren<br />
Aufträgen ab, die direkt hintereinander<br />
auf der Abfüllanlage laufen.<br />
Hierfür müssen die Produktionslinien<br />
online getrackt werden, um einen effizienten<br />
Ablauf und eine verbindliche Chargenzuordnung<br />
sicherzustellen. Gerolsteiner<br />
war schnell klar: Das vorhandene BDE-System<br />
wird diesen Anforderungen nicht gerecht,<br />
zumal das Altsystem aufgrund seines<br />
Reifegrads nicht mehr für moderne Anlagen<br />
angepasst werden konnte. Ziel war es<br />
also zum einen, diese Lücke zu schließen,<br />
und zum anderen ein einheitliches, konfigurierbares<br />
und leistungsfähiges MES für<br />
die gesamte Produktion zu implementieren,<br />
mit dem nicht nur Anlagen angepasst<br />
und erweitert, sondern auch weitere MES-<br />
Aufgabenstellungen und -Funktionalitäten<br />
sukzessive umgesetzt werden können.<br />
Best Practices<br />
Wer täglich mehrere Millionen Getränkeflaschen prüft, säubert<br />
und befüllt, braucht eine effiziente Produktion, die ohne<br />
kostspielige Stillstände und Störungen läuft. Deshalb setzt der<br />
Mineralwasser-Hersteller Gerolsteiner Brunnen auf ein<br />
Manufacturing Execution System (MES) der SAP SE. Welche<br />
Vorteile die durchgängige Digitalisierung hat, erfahren Sie in<br />
diesem Beitrag.<br />
Zusammen mit den SAP-Ingenieuren von<br />
IGZ, dem spezialisierten SAP-Systemhaus<br />
Projekthaus IGZ für Produktion, führt<br />
Deutschlands Nummer 1 unter den Mineralwassermarken<br />
die Standardsoftware SAP<br />
MII (Manufacturing Integration and Intelligence)<br />
sukzessive ein.<br />
Durch die Einführung der Standard-Software<br />
profitiert Gerolsteiner neben der in<br />
SAP MII bereits vorhandenen standardisierten<br />
Integration zur betriebswirtschaftlichen<br />
SAP ERP Ebene zusätzlich von der<br />
bewährten IGZ-Best-Practice-Lösung „Fill &<br />
Pack“. Diese ermöglicht in einer hochautomatisierten<br />
Abfüllung und Verpackung eine<br />
Online-Transparenz des Auftragsfortschritts,<br />
eine lückenlose Prozessdokumentation sowie<br />
die Sicherstellung der internen und externen<br />
Qualitätsvorgaben.<br />
Autor: Holger Häring, Bereichsleiter Verkauf,<br />
IGZ mbH, Falkenberg<br />
Die Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG<br />
zählt zu den größten Mineralwasserexporteuren<br />
auf dem deutschen Markt. Im Jahr<br />
2017 setzte Gerolsteiner Brunnen 7,55 Millionen<br />
Hektoliter Mineralwasser und mineralwasserbasierte<br />
Erfrischungsgetränke ab.<br />
Am Produktionsstandort in Gerolstein werden<br />
auf zwölf Abfüllanlagen im Schnitt<br />
3,5 Mio. Flaschen pro Tag gereinigt, geprüft<br />
und abgefüllt. Dass Störungen, Stillstandzeiten<br />
und Ausfälle zu erheblichen Einbußen<br />
führen, ist angesichts dieser Zahlen<br />
nicht verwunderlich.<br />
Hohe Produktionsanforderungen<br />
Damit nicht genug: Auch die große Produktvielfalt,<br />
die von Mineral- über Heilwasser<br />
bis Limonaden und Erfrischungsgetränken<br />
auf Mineralwasserbasis reicht, sowie<br />
unterschiedliche Verpackungsvarianten<br />
(Mehrweg, Einweg, Glas und PET) in einem<br />
breiten Gebindeportfolio stellen an die<br />
Produktion besondere Anforderungen. Fer-<br />
Mit der Einführung einer MES-Lösung sollte<br />
darüber hinaus auch die vollständige vertikale<br />
Datenintegration der Produktion zur<br />
Betriebsleitebene umgesetzt werden, um<br />
Mengen-, Zeit- und qualitätsrelevante Daten<br />
aus dem Produktionsumfeld mit den<br />
Fertigungsaufträgen in SAP ERP in Bezug zu<br />
setzen. Ist-Produktionsmengen und -zeiten<br />
pflegten die Gerolsteiner-Mitarbeiter bislang<br />
manuell ins Warenwirtschaftssystem<br />
ein. Das führte unweigerlich zu einem<br />
hohen organisatorischen Aufwand für<br />
den Datenabgleich, da Produktionsdaten in<br />
mehreren Systemen wie etwa dem SAP ERP,<br />
einer Access-Datenbank, Excel-Tabellen<br />
und dem Alt-BDE erfasst wurden und auftragsgenau<br />
abgeglichen werden mussten.<br />
Außerdem lagen Daten aus der Produktion<br />
nur zeitverzögert vor, da z. B. manuell<br />
dokumentierte Schichtdaten erst zu einem<br />
späteren Zeitpunkt durch das Betriebsdatenmanagement<br />
geprüft und ggf. korrigiert<br />
wurden. Auch die Produktionsmengen<br />
konnten nur manuell an den Abfüllanlagen<br />
abgelesen werden.<br />
Gerolsteiner wählte das SAP-Projekthaus<br />
IGZ aus Falkenberg als Implementierungspartner<br />
für das MES-Projekt aus, um die<br />
Schwachstellen zu eliminieren und kurzfristig<br />
das Ziel einer lückenlos transparenten<br />
Produktion zu erreichen. Für IGZ sprach insbesondere<br />
die umfangreiche Erfahrung aus<br />
anderen Projekten im Bereich Abfüllung und<br />
Verpackung, aufgrund derer das Systemhaus<br />
das Best Practice „Fill & Pack“ für SAP MII<br />
entwickelt hat. Mit diesem Best Practice erreicht<br />
IGZ für die speziellen Aufgaben der<br />
Abfüll-, Nahrungsmittel- und Konsumgüter-<br />
16 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
TITEL I TOP-THEMA<br />
industrie durch Vorkonfigurationen und<br />
gezielte programmtechnische Ergänzungen<br />
eine signifikante Projektbeschleunigung und<br />
Projektsicherheit. Gerolsteiner überzeugte<br />
sich zudem von den Vorteilen anhand des<br />
konkreten Einsatzes von „Fill & Pack“ bei<br />
entsprechenden Referenzen.<br />
Exakte Informationen<br />
Das zentrale Element aus diesem Best<br />
Practice Set für die Integration in SAP ERP<br />
zum direkten Austausch von Auftragsinformationen<br />
und deren Rückmeldungen bildet<br />
der Linienleitstand mit Auftragssteuerung,<br />
Visualisierungs- und Schichtbuchfunktionen.<br />
Die Mitarbeiter werden hier<br />
direkt an der Linie beleglos durch die<br />
Produktionsprozesse geführt. Dabei war<br />
Gerolsteiner die Ausrichtung am „Weihenstephaner<br />
Standard“ wichtig, der für die<br />
Getränkeindustrie maßgebliche Vorgaben<br />
zur einfachen und schnellen Kopplung von<br />
Anlagen, der Struktur und Interpretation<br />
von Rohdaten sowie den daraus abgeleiteten<br />
Kennzahlen und Berichten bereithält.<br />
Dieser Standard diente als Grundlage der<br />
MES-Unterstützung und ist integraler Bestandteil<br />
der IGZ Best Practices. Die Aggregate<br />
der Abfüllanlagen wurden direkt mittels<br />
OPC angebunden und die Rohdaten gemäß<br />
des Weihenstephaner Standards im<br />
SAP MII registriert. Systemintern werden<br />
diese Rohdaten verdichtet und mit auftrags-<br />
und schichtbezogenen Informationen<br />
automatisch ergänzt. Die verschiedenen<br />
Positionen im Unternehmen werden<br />
dann mit Kennzahlen für die Produktionssteuerung<br />
versorgt. Dies wird erreicht<br />
Dank der vielfältigen Monitoringund<br />
Steuerungsmöglichkeiten<br />
gelingt es uns, die Prozesse noch<br />
effizienter zu gestalten.<br />
Helene Maselter, Leiterin Produktivitätsund<br />
Prozessmanagement, Gerolsteiner<br />
durch ein automatisiertes Reporting, zu<br />
dem neben Produktions- und Schichtberichten<br />
bspw. auch Stillstands- und Artikelanalysen<br />
zählen. Auf diese Weise erhält z. B.<br />
die Produktionsleitung exakte Informationen<br />
über Laufzeiten, Ausfälle oder Störungen<br />
in Echtzeit.<br />
Realistische Anlagen-Emulation<br />
Dank SAP MII „Fill & Pack“ konnte Gerolsteiner<br />
zusammen mit IGZ bereits nach<br />
sechsmonatiger Implementierungs- und<br />
Testzeit erfolgreich die erste Abfüllanlage<br />
01 Die Abfüllung von Mehrweg-Flaschen<br />
bei Gerolsteiner: mehr Transparenz durch<br />
SAP MII<br />
02 Der ganze Prozess online und auf einen<br />
Blick im Produktions-Leitstand<br />
an SAP MII anbinden. Hierbei hat IGZ vorab<br />
den Signalaustausch der beteiligten Produktionsaggregate<br />
mittels IGZ Anlagen-<br />
Emulation realitätsnah simuliert. Dadurch<br />
ließen sich die Testphasen direkt an der<br />
Anlage auf ein Minimum verkürzen und die<br />
Einführungssicherheit im Vorfeld der Produktivsetzung<br />
steigern.<br />
Den Rollout auf<br />
die weiteren Abfüllanlagen<br />
nehmen<br />
die Gerolsteiner-Mitarbeiter<br />
dank des<br />
von IGZ vermittelten<br />
SAP MII Know-hows<br />
zum Großteil selbstständig<br />
vor, sodass<br />
sie dabei nur noch punktuell auf die IGZ-<br />
Expertenunterstützung zurückgreifen.<br />
Im ersten Schritt des MES-Projekts löste<br />
Gerolsteiner erfolgreich die papiergebundene<br />
Auftragsbearbeitung ab. „Mit SAP MII<br />
als zentrale Informationsschnittstelle werden<br />
künftig alle fertigungsrelevanten Daten<br />
der gesamten Gerolsteiner Mehrweg- und<br />
Einwegabfüllung transparent und lückenlos<br />
dargestellt. Dank der vielfältigen Monitoring-<br />
und Steuerungsmöglichkeiten gelingt<br />
es uns, die Prozesse noch effizienter zu<br />
gestalten und damit das Qualitätslevel der<br />
Produktion weiter zu steigern“, fasst Gerolsteiner-Projektleiterin<br />
Helene Maselter, Leiterin<br />
Produktivitäts- und Prozessmanagement,<br />
zusammen.<br />
Kontinuierlicher Ausbau<br />
In Zukunft wird das Unternehmen den<br />
Funktionsumfang von SAP MII kontinuierlich<br />
ausbauen. Anlagenbediener werden<br />
z. B. mithilfe von MII-Terminals situationsbezogen<br />
individuelle Verfahrensanweisungen<br />
erhalten. Darüber hinaus plant das<br />
Unternehmen die sukzessive Ablösung und<br />
Integration weiterer, derzeit noch isolierter<br />
Shopfloor-Systeme in SAP MII. Dazu zählen<br />
bspw. das Energiemanagement, die<br />
Kopplung an das Prozessleitsystem sowie<br />
die Anbindung von Laborinformationssystemen.<br />
Auch Testflaschenprotokolle der<br />
Inspektionsmaschinen sollen künftig automatisiert<br />
und prozessbegleitend zugeordnet<br />
werden können.<br />
Auf diese Weise löst sich Gerolsteiner<br />
Schritt für Schritt von Insellösungen und<br />
vertieft die vertikale Datenintegration zwischen<br />
der Shopfloor- und Betriebsebene.<br />
So gestaltet Gerolsteiner die eigenen Prozesse<br />
effizienter und steigert das Qualitätsniveau<br />
in der Produktion nachhaltig.<br />
www.igz.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 17
TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />
Alles im Blick<br />
Die Lebensmittel- und Getränketechnik trifft sich im März in Köln<br />
Die Anuga Foodtec ist die international<br />
führende Zulieferermesse<br />
der Getränke- und Lebensmittelindustrie.<br />
Vom 20. bis 23. März<br />
<strong>2018</strong> stellt sie das erneut unter<br />
Beweis: Rund 1 700 Anbieter aus<br />
mehr als 50 Ländern zeigen auf<br />
140 000 m 2 Ausstellungsfläche ihre<br />
Neuheiten rund um die Herstellung<br />
und Verpackung aller Lebensmittel.<br />
Begleitet wird das umfassende Ausstellungsangebot<br />
der Anuga Foodtec auch<br />
in diesem Jahr von einem facettenreichen<br />
Event- und Kongressprogramm. Zielgruppenspezifische<br />
Vorträge, Konferenzen,<br />
Foren, Guided Tours, Sonderschauen und<br />
Networking-Events bieten zusätzliche Impulse<br />
und einen Mehrwert für Aussteller<br />
und Besucher. Das Top-Thema der Anuga<br />
Foodtec <strong>2018</strong> ist Ressourceneffizienz.<br />
Produktionsprozesse optimieren, den Energie-<br />
und Wasserverbrauch reduzieren, den<br />
Verlust von Lebensmitteln so gering wie<br />
möglich halten: Das und noch viel mehr<br />
beleuchtet die halbtägige Eröffnungskonferenz,<br />
die sich komplett dem Thema Ressourceneffizienz<br />
widmet.<br />
Vielfalt garantiert<br />
Von der Lebensmittel- und Getränketechnologie<br />
über Verpackung bis hin zu aktuellen<br />
und zukünftigen Trends: Die Fachforen<br />
der Messe eröffnen zahlreiche Möglichkeiten,<br />
mit nationalen und internationalen Experten<br />
Informationen auszutauschen.<br />
Die Guided Tours bieten einen kompakten<br />
und informativen Überblick über bestimmte<br />
Themenbereiche der Lebensmittel-<br />
und Getränkeindustrie. Im Rahmen der<br />
Rundgänge präsentieren und erläutern ausgewählte<br />
Aussteller ihre Produkte, Anlagen<br />
und Funktionen live vor Ort. Interessierte<br />
Besucher können täglich an verschiedenen<br />
Rundgängen teilnehmen. Die Guided Tours<br />
haben unter anderem Robotik, Industrie<br />
4.0, Flexibilisierung der Füll- und Verpackungstechnik,<br />
Fleischereitechnologie,<br />
Molkereitechnologie sowie Verpackungsmaterialien<br />
zum Thema.<br />
In der Speakers Corner präsentieren Aussteller<br />
der Anuga Foodtec <strong>2018</strong> ihr Unternehmen,<br />
ihre Produktpalette und/oder ihre<br />
Neuheiten einem breiten Fachpublikum.<br />
Über die gesamte Messelaufzeit steht alle<br />
30 Minuten ein anderes Thema auf dem<br />
Programm. Zudem dürfen sich Fachbesucher<br />
auf Sonderschauen wie die Robotik-<br />
Pack-Linie oder eine spezielle Ausstellung<br />
rund um das Thema Packaging Design<br />
freuen. Wer eine bestimmte Maschine einmal<br />
in Aktion sehen möchte, kann sich kurz<br />
vor Messestart über die Maschinenvorführzeiten<br />
online informieren. Über die Veranstaltungssuche<br />
und die Option „erweiterte<br />
Suche/Themenbereich“ gelangen Interessierte<br />
zu den jeweiligen Kategorien und den<br />
Maschinenvorführzeiten.<br />
www.koelnmesse.de<br />
Infos zur Messe<br />
Termin: 20. bis 23. März <strong>2018</strong><br />
Öffnungszeiten: täglich 9–18 Uhr<br />
Eintrittspreise: Tageskarte 27,50 EUR im<br />
Vorverkauf, 55 EUR an der Tageskasse<br />
Ort: Messe Köln<br />
Aussteller: ca. 1 700<br />
Internet: www.anugafoodtec.de<br />
18 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
Ölfreie Druckluft für<br />
Hygieneanwendungen<br />
Gerade in der Lebensmittelindustrie<br />
kommt<br />
es auf eine absolut<br />
öl- und keimfreie<br />
Druckluft an, um die<br />
strengen Vorgaben der<br />
DIN ISO 8573-1,<br />
Klasse 1 Ölgehalt, und<br />
die hohen Qualitätsund<br />
Hygieneanforderungen<br />
zu erfüllen. Die<br />
Bekokat-Technologie erzielt eine Druckluftreinheit, die mit einem<br />
Restölanteil von 0,003 mg/m 3 verdichteter Luft weit über die<br />
Forderungen der DIN ISO 8573-1 für technisch ölfreie Druckluft<br />
der Klasse 1 hinausgeht. Mittels Katalyseverfahren werden die<br />
Kohlenwasserstoffe durch Totaloxidation vollständig in Kohlendioxid<br />
und Wasser umgewandelt. Dieses Gemisch fällt nach der<br />
folgenden Abkühlung der Druckluft als Kondensat an und wird<br />
aus dem System herausgeleitet.<br />
Mit dem Tüv-zertifizierten Messgerät Metpoint OCV lässt sich der<br />
Restöldampfgehalt in der Druckluft in Echtzeit messen und<br />
überwachen. Steigt der Restöldampfgehalt an, wird ein individuell<br />
konfigurierbarer Alarm ausgelöst. So ist sichergestellt, dass noch<br />
vor einer Überschreitung der Grenzwerte entsprechende<br />
Maßnahmen ergriffen werden können.<br />
Halle 10.1, Stand F100<br />
www.beko-technologies.com<br />
Kompakte Druckluftstation<br />
Die ölfrei verdichtenden<br />
Schraubenkompressoren<br />
von<br />
Kaeser arbeiten<br />
laut Hersteller in<br />
Kombination mit<br />
dem Rotationstrockner<br />
Ihoc<br />
hocheffizient und<br />
wirtschaftlich.<br />
Ölfrei verdichtete<br />
Druckluftversorgung gibt es auch mit der neuen Container-<br />
Druckluftstation Contain-Air. Sie ist mit einem Schraubenkompressor<br />
der CSG- oder DSG-Serie mit integriertem Rotationstrockner<br />
ausgestattet und liefert ölfrei verdichtete Druckluft bei<br />
gleichzeitig geringem Platzbedarf. Da der Container flexibel<br />
überall auf einem Betriebsgelände platziert werden kann (nur ein<br />
ebener Boden ist notwendig), ist die Investition in einen eigenen<br />
Kompressorraum nicht erforderlich. Diese kompakte Druckluftstation<br />
liefert ebenfalls effizient und zuverlässig ölfreie, verdichtete<br />
Druckluft mit einem Drucktaupunkt bis – 30 °C.<br />
Wer seine Druckluftstation möglichst optimal steuern möchte,<br />
kann auf den Sigma Air Manager 4.0 zurückgreifen. Das System<br />
stimmt nicht nur alle Komponenten eines Druckluftsystems<br />
aufeinander ab, sondern gewährleistet jederzeit ein Maximum an<br />
Verfügbarkeit und Energieeffizienz der Druckluftstation durch<br />
seine weiterentwickelte 3-D-Advanced-Regelung.<br />
Halle 10.1, Stand A10<br />
www.kaeser.com
TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />
Fein, feiner, am feinsten<br />
Hochwertige Mahlanlagen für die Zuckerverarbeitung<br />
Unter dem Sicherheitsaspekt ist<br />
das Vermahlen von potenziell<br />
staubexplosiven Produkten mit<br />
besonderen Anforderungen<br />
hinsichtlich der Technologie,<br />
Qualität und Ausführung einer<br />
Mahlanlage verbunden. Gerade<br />
in Zuckerfabriken, wo es häufig<br />
zu Staubexplosionen kommen<br />
kann, sind daher hochwertige<br />
und entsprechend ausgelegte<br />
Mahlanlagen gefordert.<br />
Autor: Markus Eggenmüller, Area Sales Manager,<br />
Food Division, Hosokawa Alpine AG, Augsburg<br />
Der Markt im Bereich der Zuckervermahlung<br />
ist enorm groß. In 120 Ländern<br />
werden mehr als 170 Mio. t/a produziert.<br />
Die größte Rohzuckerproduktion mit etwa<br />
37 Mio. t findet in Brasilien statt, während<br />
der Zuckerverbrauch mit geschätzten<br />
„Für uns steht die Sicherheit der Mitarbeiter an erster Stelle,<br />
und die zertifizierte, explosionsgeschützte Auslegung<br />
des Systems gewährleistet dies.“<br />
27 Mio. t im Jahr 2016/17 in Indien am größten<br />
war. In Zuckerfabriken kommt es seit<br />
jeher immer wieder zu Staubexplosionen.<br />
Das Problem besteht auch heute noch, und<br />
diese Zuckerexplosionen können schwerwiegende<br />
Folgen haben. Deshalb müssen<br />
auch die dort eingesetzten Mahlanlagen entsprechend<br />
ausgelegt werden. In den meisten<br />
Fällen werden Mahlanlagen für eine Druckstoßfestigkeit<br />
von 10 bar (ü) ausgelegt, sollten<br />
aber dennoch deutlich mehr bieten,<br />
Sergio Landeta, Betriebsleiter, Puratos Chile<br />
damit die Qualität und Lebensdauer der<br />
Komponenten sichergestellt werden kann.<br />
Hosokawa Alpine ist seit 120 Jahren Experte<br />
für das Feinmahlen und hat sich in<br />
diesem Bereich einen Namen gemacht. Die<br />
älteste Zuckermühle aus dem Hause Alpine<br />
nahm im Jahr 1934 die Produktion auf. Und<br />
die älteste, noch verwendete Mühle in der<br />
Nahrungsmittelindustrie läuft seit 1963.<br />
Kompakte Stiftmühle<br />
Die Stifmühle Sugarplex ist insbesondere<br />
auf die Anforderungen der Zuckerindustrie<br />
(z. B. Backwaren, Getränke) zugeschnitten<br />
und basiert auf dem bewährten Mahlsystem<br />
der Alpine Ultraplex-Feinprallmühle.<br />
20 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />
01 Diese Stiftmühle ist Atex-konform und für<br />
Innenzone 20 und Außenzone 22 geeignet<br />
02 Mit der Sichtermühle ist<br />
besonders feines Vermahlen möglich<br />
Bei der Alpine Sugarplex SX handelt es sich<br />
um ein extrem kompaktes System, das<br />
weder zusätzliche Filter, Gebläse noch Luftkühlaggregate<br />
benötigt, wie sie bei herkömmlichen<br />
Anlagenkonzepten für die<br />
Zuckervermahlung üblich sind. Somit profitiert<br />
der Anlagenbetreiber von niedrigeren<br />
Investitionskosten, einem reduzierten<br />
Platzbedarf und geringeren Reinigungsund<br />
Wartungskosten.<br />
Das zylindrische Design der Mühle<br />
umfasst einen Behälter mit konischem<br />
Produktaustrag und lässt sich ausgezeichnet<br />
in ein bestehendes System oder Gebäude<br />
integrieren.<br />
Der Zuckerverarbeiter Puratos Chile hat<br />
sich insbesondere wegen der Kompaktheit<br />
und Flexibilität für die Sugarplex entschieden.<br />
„Mit der Sugarplex sind wir flexibel<br />
genug, um uns neue Märkte zu erschließen”,<br />
sagte Sergio Landeta, der Betriebsleiter.<br />
„Zudem kommt für uns die Sicherheit der<br />
Mitarbeiter an erster Stelle und die zertifizierte,<br />
explosionsgeschützte Auslegung des<br />
Systems gewährleistet dies.”<br />
Effektiver Mechanismus<br />
Der Kristallzucker wird über eine Zellenradschleuse<br />
durch die Mühlentür direkt ins<br />
Zentrum des Mahlwerks eingespeist. Das<br />
Mahlwerk, bestehend aus zwei Stiftscheiben,<br />
ist komplett in die Mühlentür integriert.<br />
Die Tür lässt sich schnell und einfach<br />
öffnen und kann weit aufgeschwenkt werden,<br />
sodass der Anwender die Mahlwerkzeuge<br />
jederzeit problemlos inspizieren oder<br />
reinigen kann. Die Mühle wird von einem<br />
Direktmotor angetrieben, der nach der<br />
europäischen Explosionsschutzverordnung<br />
für Atex Zone 22 geeignet ist.<br />
Die innere Stiftscheibe sitzt direkt auf der<br />
Motorwelle und rotiert mit Geschwindigkeiten<br />
bis zu 145 m/s. Eine spezielle Dichtung<br />
sorgt dafür, dass kein Öl in den Produktraum<br />
eindringt und andererseits kein<br />
Zucker oder Spülwasser sich in die entgegengesetzte<br />
Richtung bewegen kann. Über<br />
einen Frequenzumrichter wird die Motordrehzahl<br />
stufenlos geregelt und die gewünschte<br />
Feinheit eingestellt. Da die Sugarplex<br />
ausschließlich für die Lebensmittelindustrie<br />
entwickelt wurde, erfüllt sie alle<br />
grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften<br />
der EG-Maschinenrichtlinie<br />
98/37 Anhang II sowie alle Sicherheitsund<br />
Unfallverhütungsvorschriften der Bundesrepublik<br />
Deutschland.<br />
Das Konzept und die Bauweise der<br />
Mühle entsprechen allen in Betracht kommenden<br />
harmonisierten EG-Normen sowie<br />
den anzuwendenden nationalen deutschen<br />
DIN-Normen. Die Sugarplex ist Atexkonform<br />
und für Innenzone 20 und Außenzone<br />
22 geeignet.<br />
Die Sugarplex 315 SX erreicht Durchsätze<br />
von 2,8 t/h bei Feinheiten von 99 %<br />
< 450 µm oder 1,0 t/h bei einer Feinheit<br />
von 99 % < 125 µm. Mit bis zu 10 t/h und<br />
fünf verschiedenen Ausführungen ist die<br />
Sugarplex für nahezu jede industrielle Zuckerproduktion<br />
geeignet. Es handelt sich<br />
um eine höchst variable und kostengünstige<br />
Lösung.<br />
Besonders feines Vermahlen<br />
Puderzucker bzw. Staubzucker wird zur<br />
Herstellung von Getränken, Gebäck, Süßwaren<br />
und in anderen Branchen eingesetzt.<br />
Die besonders feine Körnung sorgt für ein<br />
angenehmeres Gefühl im Mund und wird<br />
oft auch zum Dekorieren von Back waren<br />
verwendet. Kommt es Kunden auf noch feinere<br />
Qualitäten an, so kann dies mit einer<br />
Sichtermühle erreicht werden.<br />
Die Sichtermühle Mikro ACM kam 1962<br />
als erste Sichtermühle überhaupt auf den<br />
Markt. Seither wurde sie kontinuierlich<br />
weiterentwickelt und an die sich stets<br />
ändernden Bedürfnisse des Marktes angepasst.<br />
Die Mühle wurde zur Zerkleinerung<br />
einer Vielzahl von Produkten, wie z. B. von<br />
Kakao, Getreidemehl, Milchzucker, Fischmehl<br />
etc. entwickelt. Die Kombination aus<br />
Prallmahlung mit integriertem dynamischen<br />
Sichter sorgt für die perfekte Lösung<br />
beim Fein- bis hin zum Ultrafeinvermahlen<br />
diverser Produkte.<br />
Der Kristallzucker wird der Mikro ACM<br />
pneumatisch zugeführt. Die Zerkleinerung<br />
erfolgt durch den Aufprall des Mahlgutes<br />
auf die rotierenden Mahlwerkzeuge und auf<br />
das feststehende Prallfutter. Mit Schlagkantengeschwindigkeiten<br />
von mehr als 130 m/s<br />
können bei Puderzucker Feinheiten von<br />
d99 < 20 µm erreicht werden. Die vom nachgeschalteten<br />
Ventilator durch die Mühle<br />
gesaugte Kühl-, Transport- und Sichtluft<br />
erfasst das Mahlgut und führt es an den<br />
Leitschaufeln des Leitrades entlang.<br />
Charakteristisch für die Mikro ACM ist<br />
der integrierte dynamische Sichter. Das von<br />
den Leitschaufeln gleichgerichtete Produkt-<br />
Luft-Gemisch wird gleichmäßig dem rotierenden<br />
Sichter zugeführt. Im Sichtbereich<br />
erfolgt aufgrund der zwei entgegengesetzten<br />
Kräfte und der unterschiedlichen Masse<br />
der Partikel die Trennung in Grob- und<br />
Feingut. Das Grobgut wird vom Sichterrad<br />
abgewiesen, in die Mahlzone zurückgeführt<br />
und erneut beansprucht. Das Feingut passiert<br />
das Sichterrad und tritt aus der Mahlkammer<br />
aus. Die Trenngrenze wird über<br />
die Drehzahl des Sichterrades eingestellt<br />
und lässt sich auch während des Mahlbetriebs<br />
stufenlos verstellen.<br />
Die Alpine Mikro ACM wird in bis zu<br />
20 Größen mit Antriebskapazitäten zwischen<br />
3 und 450 kW angeboten.<br />
Fotos: Fotolia (Freer, #41655351), Hosokawa Alpine<br />
Halle 10.1, Stand E9<br />
www.hosokawa-alpine.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 21
Bei der automatischen Weiterverarbeitung<br />
der Bakterienkulturen schließt sich oft ein<br />
Mischvorgang an. Die eingesetzten Mischapparate<br />
werden zuerst kyrogen bis zu<br />
– 65 °C gekühlt und nach der Nassreinigung<br />
mit + 135 °C Sterildampf belastet.<br />
Schonendes Mischen<br />
Anspruchsvolle Aufgabe<br />
Mischapparate in der sterilen Aufbereitung von<br />
Bakterienkulturen<br />
Die Aufbereitung und Compoundierung von gefriergetrockneten<br />
Bakterienkulturen, die in Pulverform vorliegen, setzt extrem hohe<br />
Hygienestandards voraus. Liegen die Güter darüber hinaus<br />
tiefgefroren vor, muss der Mischapparat besonders gut isoliert sein<br />
und erhöhte Festigkeitsanforderungen erfüllen.<br />
Natürlich soll das Ergebnis schnell vorliegen,<br />
wobei das Mischen der Güter<br />
schonend erfolgen muss. Amixon-Mischer<br />
er füllen diese Anforderungen auch unter<br />
sehr schwierigen Voraussetzungen, wie<br />
beispielsweise:<br />
n differierende Füllgrade (8–100 %)<br />
n unterschiedliche Schüttdichten<br />
n unterschiedliche Partikelgrößen<br />
n erforderliche Drehzahlfrequenzen<br />
Das Mischprinzip des Amixon-Einwellenmischers<br />
basiert auf einer dreidimensionalen<br />
Umschichtung. Dabei wird das Mischgut<br />
in der Peripherie des Mischraumes aufwärts<br />
geschraubt, um im Zentrum abwärts<br />
zu verströmen. Ein Helix-Mischwerkzeug<br />
ist in der patentierten Sinconvex-Bauart<br />
gestaltet und verrichtet diese Mischarbeit<br />
besonders schonend bei Umfangsgeschwindigkeiten<br />
von 0,2 bis 0,9 m/s.<br />
Besonders nützlich ist, dass der Mischvorgang<br />
unabhängig vom Füllgrad stattfindet.<br />
Insofern findet auch der Entleervorgang<br />
ohne Entmischung statt, auch<br />
wenn dieser länger andauert oder Pulsation<br />
vorliegt. Auch der hohe Restentleerungsgrad<br />
überzeugt die Betreiber: durch den<br />
Einsatz sogenannter Comdisc-Werkzeuge<br />
wird das Mischgut bis zu 99,997 % und<br />
besser ausgetragen.<br />
Im Koneslid-Mischer hingegen senken<br />
sich rotationssymmetrische Verschlusselemente<br />
wenige Zentimeter und gestatten die<br />
Totalentleerung innerhalb weniger Sekunden.<br />
So ist es möglich, mit kleinen Mischern<br />
große Volumenströme zu homogenisieren.<br />
Fermentierte Spezialitäten bereichern<br />
heutzutage fast alle gängigen Dairy-<br />
Produkte. Ob in Käse, Quark, Joghurt oder<br />
auch bei der Veredelung von Fleisch –<br />
überall sind sie zu finden. Die Herstellung<br />
der pulvrig-granulatartigen Substanz ist<br />
jedoch eine echte Herausforderung: Reinheit<br />
und Handhabungsgüte sowie eine<br />
granulatartige, staubarme Struktur sind<br />
wichtige Faktoren für die Weiterverarbeitung.<br />
Qualitätsbestimmend hierfür ist eine<br />
Autor: Dipl.-Ing Matthias Böning, Vertriebsleiter<br />
und Prokurist, Amixon GmbH, Paderborn<br />
unterbrechungsarme, möglichst kontinuierliche<br />
Arbeitsweise.<br />
Die hochreinen Bakterienkulturen bilden<br />
sich durch Zellteilung. Hierzu wird die wässrige<br />
Bakteriensuspension bei der industriellen<br />
Herstellung permanent mit Nährlösung verdünnt.<br />
Nach einer konstanten Verweildauer<br />
wird die gereifte Suspension entnommen, es<br />
schließen sich Waschvorgänge an. Der Prozess<br />
der Zellteilung kommt erst mit dem Einfrieren<br />
der entnommenen Kulturen zum Stillstand.<br />
Um die Handhabung zu erleichtern,<br />
werden die Kulturen zuweilen auch gefriergetrocknet.<br />
Dadurch entsteht ein loses Pulver<br />
mit Schüttdichten um 0,1 bis 0,4 kg/dm 3 .<br />
Gründliche Reinigung<br />
Eine gründliche Reinigung von Mischanlagen<br />
ist unerlässlich. Kontaminationsvermeidung<br />
ist einerseits qualitätsbestimmend<br />
und andererseits ein zwingendes<br />
„Muss“ mit Blick auf die Allergenfreiheit<br />
von Nahrungsmitteln. Amixon hat in der<br />
Vergangenheit aufwändige Entwicklungsarbeiten<br />
betrieben, um die Nassreinigung<br />
und Trocknung von Pulvermischern zu<br />
automatisieren. Nachstehend wird das<br />
Ergebnis vorgestellt. Die Vorrichtung trägt<br />
den Namen Waterdragon.<br />
Waterdragon ist fest am Mischraum<br />
montiert und verbleibt dort dauerhaft. Für<br />
den Fall der Nassreinigung öffnet sich der<br />
Verschlussstopfen in den Mischraum und<br />
gibt den Raum zur Bewegung einer Rota-<br />
22 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />
tionswaschlanze frei. Diese bewegt sich<br />
trans latorisch in den Mischraum hinein.<br />
Bei anliegendem Wasserdruck von ca.<br />
3,5 bar rotiert der Kopf und drei Düsen<br />
bestrahlen den gesamten Mischraum. Je<br />
nach Größe und Ausführung des Mischers<br />
sind drei, vier und zuweilen auch fünf<br />
Waschköpfe nötig, um den gesamten Mischraum<br />
und alle Bereiche des Mischwerkzeuges<br />
zu benetzen.<br />
Nach Abschluss der Nassreinigung erfolgt<br />
zwingend die Trocknung. In Anbetracht der<br />
Tatsache, dass die spezifische Wärmekapazität<br />
des Wassers ca. neun Mal größer ist<br />
als die Wärmekapazität des Edelstahles,<br />
02 Rotationssymmetrische Verschlusselemente<br />
senken sich wenige Zentimeter<br />
und ermöglichen eine sekundenschnelle<br />
Restlosentleerung<br />
01 Mit diesem Mischer können große Volumenströme<br />
homogenisiert werden<br />
kommt es während der Nassreinigung mit<br />
heißem Wasser zu einer spontanen Aufheizung<br />
des Mischers. Diese Wärme begünstigt<br />
das Ausdampfen des Mischers. Ein<br />
zusätzlicher Warmlufteintrag durch den<br />
Hauptstutzen des Waterdragons beschleunigt<br />
den Trocknungsvorgang.<br />
Getrocknet werden der gesamte Mischer<br />
und das Waterdragon-System. Erst danach<br />
fährt die Rotationslanze wieder aus dem<br />
Mischraum heraus und der Verschlussstopfen<br />
schließt den Mischraum gas- und flüssigkeitsdicht<br />
ab.<br />
Aus Betreibersicht sei an dieser Stelle angemerkt,<br />
dass die Bewegungsabfolge der<br />
patentierten Waterdragon-Vorrichtung nur<br />
einen einzigen elektropneumatischen Antrieb<br />
benötigt und insofern recht einfach<br />
ansteuerbar ist. Sie wird erfolgreich in<br />
Mischern, Trocknern, Reaktoren und zuweilen<br />
auch in Fremdsystemen eingesetzt.<br />
In besonderen Fällen wird die Rotationswaschdüse<br />
durch Hochdruck-Zielstrahldüsen<br />
ersetzt – insbesondere dann, wenn<br />
die Reinigung mit wenig Wasser, aber mit<br />
hohen Drücken erfolgen soll.<br />
After-Sales-Service<br />
Ein in Sanitärbauweise gefertigter Mischer<br />
erfüllt die Anforderungen der FDA, die Bedingungen<br />
der EHEDG und entspricht den<br />
3-A-Sanitary-Standards. Bedingt durch die<br />
Wechsellastbeanspruchung, die aus extremen<br />
Temperaturwechseln resultiert, muss<br />
der Mischer speziell konstruiert sein, um<br />
Ermüdungsbrüchen vorzubeugen. Für die<br />
Wartung und Prüfung der Apparate nach<br />
der Inbetriebnahme ist das After-Sales-<br />
Service-Team zuständig. Sollte es zu Ermüdungen<br />
des Materials, wie bspw. zu einem<br />
Riss in der Schweißnaht der Isolierung<br />
kommen, können die geschulten Mitarbeiter<br />
sofort agieren.<br />
Der „Excellent Service“ von Amixon ist<br />
ein weltweites Konzept mit internationalen<br />
Stützpunkten. Neben dem Angebot der<br />
lebenslangen Apparatepflege werden hier<br />
die Servicemitarbeiter, aber auch Betreiber<br />
und Entwickler geschult, um selbst Prüfungen<br />
und Wartungen vornehmen zu können.<br />
Halle 10.1, Stand C10/C18<br />
www.amixon.de<br />
www.warex-valve.com<br />
Flammendurchschlagsichere Absperrklappen | Rückschlagklappen | Containerklappen | Zwischenflanschklappen<br />
Zentrische und Exzentrische APS-Klappen | Takt- und Druckschleusen | Schutzsysteme | Quetschventile | Kugelhähne | Sonderarmaturen<br />
WAREX VALVE GmbH | Stauverbrink 2 | 48308 Senden, Germany | T. +49 (0) 25 36 - 99 58-0 I sales@warex-valve.com
TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />
Gut gerüstet für die Zukunft<br />
Milchwerke sparen Kohlendioxid mit neuer Gasturbine<br />
Die Milchwerke Berchtesgadener<br />
Land Chiemgau eG (BGL) benötigt<br />
für die Herstellung ihrer<br />
Molkereiprodukte fast 40 000 t<br />
Dampf pro Jahr. Um eine geplante<br />
Produktionssteigerung möglichst<br />
umweltfreundlich und effizient<br />
erreichen zu können, wurde in eine<br />
neue Energiezentrale mit einer<br />
Gasturbine, einem Abhitze- sowie<br />
zwei Spitzenlastdampfkesseln<br />
investiert.<br />
Die Milchwerke Berchtesgadener Land<br />
Chiemgau eG (BGL) im oberbayerischen<br />
Piding verarbeiten täglich etwa<br />
850 000 bis 900 000 l Milch und benötigen<br />
dafür fast 40 000 t Dampf pro Jahr. Die Energie<br />
wurde bisher über das öffentliche<br />
Stromnetz sowie über mittlerweile veraltete<br />
Autorin: Annika Schott, freie Redakteurin, München<br />
Gaskessel bezogen. Jetzt wurde in eine neue<br />
Energiezentrale investiert, um die zukünftige<br />
Versorgung zu sichern. Mit dem Konzept<br />
und der anschließenden Planung wurde die<br />
Gammel Engineering GmbH beauftragt.<br />
„Die Milchwerke Berchtesgadener Land<br />
kamen im Jahr 2014 mit der Anforderung<br />
auf uns zu, eine neue, zukunftsfähige Energiezentrale<br />
zu planen“, erklärt Thomas<br />
Winkler, Projektleiter bei Gammel Engineering.<br />
„Dabei sollte bereits die prognostizierte<br />
Produktionssteigerung von ca. 50 Prozent in<br />
die Überlegungen mit einfließen.“<br />
Das Ingenieurbüro erstellte zunächst<br />
eine Konzeptstudie und analysierte dafür<br />
den Gas- und Stromlastgang sowie den<br />
Kältebedarf des Unternehmens aus dem<br />
Jahr 2013. Darin wurde ein Jahresgasbedarf<br />
von etwa 36 000 MWh ermittelt, was bei<br />
einer Dampferzeugung bei 7,4 bar einer<br />
Jahresdampfmenge von knapp 40 000 t entspricht.<br />
Der Jahresstrombedarf wurde auf<br />
nahezu 14 000 MWh analysiert. Sowohl für<br />
den Wärme- als auch für den Stromlastgang<br />
sollten Steigerungsraten von 50 % für die<br />
nahe Zukunft berücksichtigt werden. Für<br />
die Drucklufterzeugung wurden Räumlichkeiten<br />
in der neuen Energiezentrale vorgesehen.<br />
Der Kälte- und Druckluftbedarf des<br />
Betriebes wird zunächst aber weiterhin von<br />
den vorhandenen Erzeugern bereitgestellt.<br />
Zusätzlich übernahm das Ingenieurbüro<br />
die Aufgabe, die Medien in die neue Energieverteilung<br />
einzubinden.<br />
Gasturbine mit Abhitzekessel<br />
Auf Basis des Strom- und Wärmelastgangprofils<br />
wurden zunächst mehrere Varianten<br />
zur Deckung des Energiebedarfs ausgearbeitet.<br />
Dabei wurden ein Gas-BHKW, eine<br />
Gasturbine mit Abhitzekessel sowie eine<br />
Dampfturbine vergleichend gegenübergestellt.<br />
Nach den Wirtschaftlichkeitsberechnungen<br />
von Gammel Engineering stellte<br />
sich die Gasturbine als beste Option heraus.<br />
„Diese deckt mit einer elektrischen Leistung<br />
von knapp 1 600 kW den Grundlast-<br />
Strombedarf sehr gut ab und kommt auf<br />
etwa 5 500 bis 6 000 Jahres-Volllaststunden.“<br />
Damit können die Milchwerke mehr als<br />
70 % des Strombedarfs selbst erzeugen.<br />
„Zudem benötigen die Milchwerke derzeit<br />
ca. 97 % des Jahreswärmebedarfs als<br />
Dampf. Dieser wird mit der neuen Anlage<br />
bestmöglich abgedeckt“, führt der Projektleiter<br />
die Vorteile aus. Konkret bedeutet<br />
dies, dass ca. 82 % des Wärmebedarfs von<br />
der KWK-Anlage erzeugt werden können.<br />
Die Abgase der Gasturbine werden im nachgeschalteten<br />
Abhitzekessel zur Dampferzeugung<br />
genutzt, sodass die Energie voll<br />
24 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />
ständig für den Betrieb verwendet werden<br />
kann. Im Nachgang wurden noch die alten<br />
Kessel durch zwei neue Spitzenlastkessel<br />
mit je 10 t/h Dampf ersetzt.<br />
Für die neue Energiezentrale der Milchwerke BGL wurden in den Planungen mehrere<br />
Erweiterungsmöglichkeiten berücksichtigt, so soll auf lange Sicht eine Steigerungsrate<br />
von bis zu 50 % erzielt werden<br />
Warmwasser versorgung<br />
Besonderen Wert legt das Ingenieurbüro<br />
darauf, dass die benötigte Energie mit einem<br />
möglichst geringen Ressourceneinsatz erzeugt<br />
werden kann. Hier bestand vor allem<br />
bei der Heizungstechnik im Werk noch Optimierungsbedarf:<br />
Bisher wird der normale<br />
Heizwärmebedarf mithilfe von Hochtemperaturdampf<br />
bereitgestellt und ist deshalb<br />
mit einem hohen energetischen Einsatz<br />
verbunden. Gammel Engineering legte den<br />
Milchwerken ein Konzept zum Einstieg in<br />
die Heizungswasserversorgung vor. Dabei<br />
soll ein Teil des Wärmebedarfs durch einen<br />
Pufferspeicher abgedeckt werden, sodass<br />
zukünftig auch die kaskadierte Abwärmenutzung<br />
oder der Einsatz von Motor-<br />
BHKWs möglich ist. Dies gilt im Übrigen<br />
auch für die Gasturbine: Diese verfügt über<br />
die Besonderheit, je nach Bedarf sowohl<br />
wärme- als auch stromgeführt gefahren<br />
werden zu können, und ermöglicht damit<br />
einen sehr flexiblen Betrieb.<br />
Im weiteren Verlauf des Projekts wurden<br />
die Details ausgearbeitet. Neben der Gasturbine<br />
mit einer Leistung von 1,6 MW el<br />
sah<br />
das Anlagenkonzept die Installation eines<br />
Abhitzedampfkessels mit einer Erzeugung<br />
von 5 t/h sowie zweier Spitzenlastkessel mit<br />
jeweils 10 t/h vor, womit eine abgesicherte<br />
Leistung von 15 t/h erreicht werden kann.<br />
Der derzeitige Spitzenlastbedarf liegt bei<br />
11 t/h. Für die Produktionssteigerung wurden<br />
in der Planung Optionen zum späteren<br />
Integrieren weiterer Erzeuger für eine gesicherte<br />
Dampfleistung bis 25 t/h berücksichtigt,<br />
sodass zukünftig 1,5 Mio. l Milch<br />
pro Tag verarbeitet werden können.<br />
Zügige Projektabwicklung<br />
Im Januar 2015 startete das Ingenieurbüro<br />
mit der Entwurfs- und Genehmigungsplanung<br />
und arbeitete die für den Architekten<br />
notwendigen Informationen für die Gebäudeplanung<br />
aus. Dabei musste beachtet<br />
werden, dass die Milchwerke BGL Piding<br />
Abhitzekessel<br />
I<br />
Gasturbine<br />
I<br />
als Produktionsbetrieb nach Bundes-Immissionsschutzgesetz<br />
(BImSchG) genehmigt<br />
sind. Zusätzlich mussten die Dampfkessel<br />
ein Genehmigungsverfahren durchlaufen.<br />
Für die neue Energiezentrale<br />
begleitete<br />
Gammel Enginee-<br />
Die größte Herausforderung<br />
bestand darin, die Medien<br />
in den Bestand einzubinden,<br />
ohne den laufenden Betrieb<br />
zu stören.<br />
Klaus Gschwendner, stellv. Technischer Leiter,<br />
Milchwerke Berchtesgadener Land<br />
sw-<br />
Eco<br />
ww-<br />
Eco<br />
Verbraucher<br />
Spitzenlastkessel<br />
I<br />
Kondensatbehälter<br />
Spitzenlastkessel<br />
II<br />
ring deshalb die<br />
komplette Änderungsgenehmigung<br />
und erarbeitete die<br />
Unterlagen für die<br />
Gutachten. Die<br />
frühzeitige Vorbereitung<br />
stellte sich<br />
schließlich als die<br />
richtige Strategie heraus:<br />
Die endgültige<br />
Genehmigung wurde erteilt, kurz bevor die<br />
Anlage in den Regelbetrieb überging.<br />
Die praktische Um-setzung ging schneller<br />
vonstatten: „Mit dem Generalunternehmer,<br />
der für die Ausführung sämtlicher Bauleistungen<br />
zuständig war, ließen sich die Kosten<br />
besser überwachen und die Abstimmungen<br />
konnten viel schneller erfolgen“, so Winkler.<br />
Da die endgültige Auftragsvergabe<br />
schnell erfolgte und der Regelbetrieb<br />
bereits Ende 2016 aufgenommen wurde –<br />
dazwischen lagen lediglich elf Monate –<br />
sicherten sich die Milchwerke BGL eine<br />
KWK-Förderung nach dem KWK-Gesetz<br />
2012 für die neue Gasturbine. Die Planungs-<br />
und Bauphase wurde regelmäßig<br />
von Gammel Engineering überwacht. „Die<br />
komplette Montage und Einbindung<br />
er folgte während der laufenden Produktion.<br />
Dennoch konnten wir die nötigen Bauund<br />
Installationsmaßnahmen innerhalb<br />
Erdgas Abgas Dampf Speisewasser Frischwasser Kondensat<br />
sw-<br />
Eco<br />
sw-<br />
Eco<br />
Speisewasserbehälter<br />
I<br />
Wasseraufbereitung<br />
I<br />
Pufferspeicher<br />
Hilfskondensator<br />
Luftdruckkühler<br />
Speisewasserbehälter<br />
II<br />
Wasseraufbereitung<br />
II<br />
von nur acht Monaten abschließen“, so<br />
Winkler über die Projektabwicklung. Das<br />
war mitunter ein entscheidendes Kriterium<br />
für die Milchwerke: „Auch in Umbauphasen<br />
im Unternehmen stehen wir gegenüber<br />
unseren Milchbauern in der Pflicht, die gelieferte<br />
Milch abzunehmen und weiterzuverarbeiten“,<br />
erklärt Klaus Gschwendner,<br />
stellvertretender Technischer Leiter bei den<br />
Milchwerken Berchtesgadener Land. „Die<br />
größte Herausforderung bestand deshalb<br />
darin, die Medien in den Bestand einzubinden,<br />
ohne den laufenden Betrieb zu stören.“<br />
Reibungslose Zusammenarbeit<br />
Für die Werksverteilung der verschiedenen<br />
Medienleitungen wie Dampf, Heizungswasser<br />
und Druckluft wurde die neue Energiezentrale<br />
mit der neuen Abtankhalle und<br />
dem alten Kesselhaus über eine Medienbrücke<br />
verbunden. Die Werksverteilung<br />
wurde bereits auf den zukünftigen Ausbau<br />
ausgelegt, sodass die Milchwerke nun für<br />
eine geplante Produktionssteigerung gerüstet<br />
sind. Durch die gekoppelte Erzeugung<br />
von Strom und Dampf für die Produktionszwecke<br />
werden nun jährlich 5 350 t CO 2<br />
eingespart.<br />
Der stellvertretende Technische<br />
Leiter zeigte sich sehr zufrieden mit dem<br />
Projektverlauf: „Mit Thomas Winkler als<br />
Projektleiter des Ingenieurbüros hatten wir<br />
einen kompetenten Ansprechpartner mit<br />
innovativen Anlagenlösungen zur Seite.<br />
Durch die reibungslose Zusammenarbeit<br />
sind zukünftig Folgeaufträge jederzeit denkbar“,<br />
so Gschwendner.<br />
www.gammel.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 25
TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />
Reif für die Insel<br />
Der Weg zum elektropneumatischen Automatisierungssystem<br />
Verfahrenstechnische Anlagen der<br />
Pharma-, Kosmetik-, Nahrungs- und<br />
Genussmittelindustrie oder<br />
Wasseraufbereitung profitieren<br />
davon, wenn elektrische und<br />
pneumatische Funktionen<br />
gemeinsam auf einer Ventilinsel<br />
integriert sind. So lassen sie sich über<br />
nur eine Busleitung ansteuern und<br />
das Programmieren geht schneller.<br />
Autor: Heiko Kurtz, Field Segment Manager<br />
Atex-Solutions, Bürkert Fluid Control Systems,<br />
Ingelfingen<br />
Integrierte Ventilinseln sind in den letzten<br />
Jahren zu intelligenten, elektropneumatischen<br />
und ex-sicheren Automatisierungssystemen<br />
geworden. Sie bieten praxisgerechte<br />
Diagnose- und sicherheitsgerichtete<br />
Abschaltfunktionen, erschließen Möglichkeiten<br />
zu vorbeugenden Wartungsmaßnahmen<br />
und fügen<br />
sich „nahtlos“ in die<br />
Prozesssteuerungswelt<br />
ein. Bürkert hat<br />
dafür in Abstimmung<br />
mit Siemens<br />
die Voraussetzung<br />
geschaffen.<br />
Bereits im Jahre<br />
2002 gelang der<br />
erste Schritt auf<br />
dem Weg zum elektropneumatischen Automatisierungssystem:<br />
Die Kombination aus<br />
einem leistungsstarken dezentralen Peripheriesystem<br />
und einer Ventilinsel war<br />
damals eine beachtliche Innovation. Im<br />
Schaltschrank konnten elektrische und<br />
Anwender im Pharma- und<br />
Nahrungsmittelsektor können<br />
durch die neue Ventilinsel kleine,<br />
dezentrale Einheiten mit einer<br />
hohen Signaldichte direkt vor Ort<br />
installieren.<br />
Heiko Kurtz<br />
pneumatische Signale über nur eine Busanbindung<br />
gesteuert werden. Somit waren<br />
Anwender in der Lage, ihre Profibusnetze<br />
zu verschlanken und die Anzahl der Teilnehmer<br />
am Bus zu reduzieren. Zusätzlich<br />
ließ sich bereits bei der Programmierung<br />
Zeit einsparen, da die Stationen als komplette<br />
Einheiten parametriert werden<br />
konnten. Neu war damals auch die platzsparende<br />
Montage in einem Schaltschrank –<br />
wurden doch bis dato normalerweise Elektrik<br />
und Pneumatik in unterschiedlichen<br />
Steuerschränken verbaut.<br />
26 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />
01 Seit der Einführung intelligenter Ventilinselsysteme ist Bürkert auch<br />
im Schaltschrankbau zuhause<br />
02 Die Ventilinsel Airline Ex Typ 8650<br />
Der Anwender hatte somit die Möglichkeit,<br />
neben digitalen und pneumatischen Signalen<br />
auch analoge und später sogar fehlersichere<br />
Signale auf einer Station zu verarbeiten.<br />
Die fortschrittliche Ventilinsel<br />
(Typ 8644) wurde nach der Markteinführung<br />
deshalb schnell zum Erfolg. Sie ist<br />
bis zum heutigen Tag in vielen Applikationen<br />
zu finden, angefangen vom allgemeinen<br />
Maschinenbau, dem Nahrungsund<br />
Genussmittelsektor bis zur Pharmaund<br />
Chemieindustrie.<br />
Seit der Einführung der Schaltschrankbodeneinbauplatte<br />
Airline Quick kann die<br />
Ventilinsel, auf der bis zu 48 3/2-Wege-Ventilfunktionen<br />
Platz finden, inklusive der<br />
Simatic-Module platzsparend direkt im<br />
Schaltschrankboden montiert werden. Auch<br />
die neuen Sicherheitsventile mit einem<br />
zweiten elektrischen Anschluss lassen sich<br />
darauf verbauen. Dies ermöglicht sichere<br />
Abschaltungen bis Performance-Level D<br />
gemäß Maschinenrichtlinie EN 13849.<br />
Ventilinsel für den Ex-Bereich<br />
Im Jahr 2006 stellte Bürkert ein weiteres<br />
Highlight vor: Mit der Ventilinsel Airline Ex<br />
Typ 8650 ließen sich die Integrationsvorteile<br />
jetzt auch im Ex-Bereich nutzen, in Chemie<br />
und Pharmazie ebenso wie in Anwendungen<br />
mit Staub-Ex-Bereichen. Die Zusammenfassung<br />
von eigensicheren Ventilen<br />
und Ventilausgangsmodulen von Bürkert in<br />
das Simatic ET 200iSP System von Siemens<br />
ermöglicht eine hohe Kanaldichte und Flexibilität<br />
– elektrisch wie auch pneumatisch.<br />
Die hohe Verfügbarkeit, die durch Redundanz<br />
von Power-Supply- und Interfacemodulen<br />
garantiert ist, wird durch eine<br />
elektrische und pneumatische Hot-Swap-<br />
Funktion ergänzt. Sie ermöglicht es dem<br />
Anwender, innerhalb kürzester Zeit ein Ventil<br />
im laufenden Betrieb unter Druck und<br />
Spannung zu tauschen. Somit verkürzen<br />
sich Stillstandszeiten und Wartungszyklen.<br />
Durch die vollständige Hard- und Softwareintegration<br />
in das Siemens-Prozessleitsystem<br />
Simatic PCS 7 sind dank interner Schaltspielzähler<br />
sogar vorbeugende Wartungsmaßnahmen<br />
möglich. Hierzu stellt Bürkert<br />
HSP- und HUP-Dateien zur Integration in<br />
die Siemens-Engineering-Welt bereit.<br />
Ebenso können unterschiedliche Diagnosen<br />
auf der Ventilinsel aktiviert werden, diese<br />
melden Störungen oder Fehler unmittelbar<br />
über Profibus DP an die übergeordneten<br />
Systeme. Sicherheitsgerichtete Funktionen<br />
sind über Failsafe-Module direkt im Schaltschrank<br />
realisierbar. So kann der Anwender<br />
auf pneumatischer Seite zwischen einer<br />
Abschaltung einzelner Ventile oder einem<br />
blockweisen Not-Aus der Ventile wählen.<br />
Nahtlose Integration<br />
Pünktlich zum 15. Jubiläum der ersten integrierten<br />
Ventilinsel kam 2017 die neue<br />
Ventilinsel Airline SP Typ 8647 auf den<br />
Markt. Sie ist vollständig in das dezentrale<br />
Peripheriesystem Simatic ET 200SP integriert.<br />
Darüber hinaus kann der Anwender<br />
jetzt erstmals ohne zusätzliche Peripheriegeräte<br />
direkt auf einem vor Ort eingebauten<br />
LC-Display den Status der Ventilinsel, Fehler<br />
oder Prozessparameter ablesen. Zusätzlich<br />
lässt sich die Schaltstellung der Pilotventile<br />
und der zugehörigen Prozessantriebe<br />
grafisch darstellen. Dieses Mapping von<br />
digitalen Ein- und Ausgangssignalen erleichtert<br />
dem Anwender Inbetriebnahmen,<br />
Wartungen und Fehlersuchen.<br />
Alle auf der Ventilinsel generierten Informationen<br />
können auch in der Steuerung<br />
verarbeitet werden, z. B. Diagnosedaten wie<br />
etwa defekte Spulen, offene Ausgänge oder<br />
Druckschwankungen in der Zuluft. Zwei<br />
voneinander unabhängige Schaltspielzähler<br />
generieren Meldungen, die eine vorbeugende<br />
Wartung ermöglichen. Diese Daten kann<br />
man sich auch als Klartext auf der Ventilinsel<br />
direkt im Schaltschrank anzeigen lassen.<br />
Neues und Bewährtes<br />
Auch wenn es um sichere pneumatische<br />
Abschaltungen geht, hat die neue Ventilinsel<br />
einiges zu bieten. So können die Ventilmodule<br />
über die optionale EVS-Klemme<br />
stromlos geschalten werden. Hierzu wird<br />
über einen potenzialfreien Kontakt der Versorgungsstromkreis<br />
für die Lastspannung<br />
der Ventile unterbrochen. Diese einfache,<br />
aber robuste und sichere Lösung bietet dem<br />
Anwender die Möglichkeit, kostengünstige<br />
Not-Aus-Kreise direkt auf der Ventilinsel zu<br />
nutzen. Wenn aus verfahrenstechnischen<br />
Gründen keine blockweise Abschaltung<br />
realisierbar ist, kann der Anwender auf die<br />
jederzeit nachrüstbaren Sicherheitsventile<br />
mit zweitem elektrischem Anschluss zurückgreifen<br />
und diese einzeln über potenzialfreie<br />
Kontakte abschalten.<br />
Auch mit über viele Jahre im Prozessumfeld<br />
bewährten Features zur Erhöhung der<br />
Prozesssicherheit ist die Ventilinsel ausgestattet.<br />
So können auch bei dieser Station<br />
die Ventile dank der integrierten P-Kanalabsperrung<br />
im laufenden Betrieb unter<br />
Druck gewechselt werden. Die eingebauten<br />
Rückschlagventile sichern die nachgeschalteten<br />
Prozessantriebe gegen ungewolltes<br />
Umschalten bei Druckstößen oder einem<br />
Abluftstau ab. Für den Einbau in den<br />
Schaltschrank boden gibt es auch hier die<br />
Bodeneinbauplatte Airline Quick aus Edelstahl<br />
oder Aluminium. Somit lässt sich auch<br />
die neue Ventilinsel platzsparend in einem<br />
Schaltschrank montieren.<br />
Halle 10.2, Stand C90/D99<br />
www.buerkert.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 27
TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />
Trockenlauf ohne Schaden<br />
Hermetische Ringkolbenpumpen für Glukosemischungen<br />
Aufgrund ihrer abrasiven Wirkung<br />
verschleißt Glukose konventionelle<br />
Wellenlagerungs- und<br />
Abdichtsysteme. Eine Lösung<br />
können hier Ringkolbenpumpen<br />
darstellen, die hermetisch dicht und<br />
so konstruiert sind, dass sie weder<br />
Gleitringdichtungssysteme noch<br />
Magnetantriebe benötigen. Die<br />
Wellenlagerung ist dabei vom<br />
Fördermedium getrennt.<br />
Autoren: Dipl.-Ing. Rudolf Voland, Senior<br />
Regional Sales Manager, PSG, Auxerre,<br />
Frankreich; Dipl.-Ing. Göran Müller, Prokurist,<br />
Uni-Fördertechnik GmbH, Salzgitter<br />
Das Förderprinzip der Ringkolbenpumpen<br />
von Mouvex beruht auf zwei Bauteilen:<br />
dem statischen Zylinder und dem<br />
sich kreisförmig im Zylinder bewegenden<br />
Ringkolben (keine Rotation). Bei dieser<br />
Bewegung bilden sich innere und äußere<br />
Kammern, die das Medium von der Saugseite<br />
zur Druckseite verdrängen.<br />
Die hermetische Bauform basiert darauf,<br />
dass das Förderelement Kolben sich nicht<br />
dreht, sondern im Zylinder eine exzentrische<br />
Kreisbewegung ausführt; damit muss<br />
die Welle nicht dynamisch, sondern kann<br />
„quasistatisch“ mit einem gut reinigbaren<br />
Edelstahlfaltenbalg abgedichtet werden.<br />
Dieser doppelte Faltenbalg ist kein Verschleißteil.<br />
Dennoch kann er mit einem<br />
Druckschalter auf Kundenwunsch überwacht<br />
werden.<br />
In der Pumpe gibt es keine Gleitlager im<br />
Medium oder Gleitringdichtungen, die<br />
unter dem Einfluss der Glukose verschleißen,<br />
verkleben oder durch Karamellisieren<br />
undicht werden. Durch den hermetischen<br />
Edelstahl-Faltenbalg werden alle<br />
emp findlichen Pumpen-Antriebsbauteile<br />
gegenüber den abrasiven Fördermedien<br />
geschützt.<br />
Die Schmierung der Antriebsteile im<br />
Inneren des Faltenbalgs mit einem lebensmittelverträglichen<br />
Öl gewährleistet eine<br />
lange Lebenszeit der Bauteile. Falls es zu<br />
einem minutenlangen Trockenlauf der<br />
Pumpe – gewollt oder ungewollt – kommt,<br />
nimmt die Pumpe keinen Schaden.<br />
Spezieller Vakuumeffekt<br />
Die Ringkolbenpumpentechnik basiert auf<br />
dem direkten, nahezu spaltfreien Kontakt<br />
zwischen Kolben und Zylinder. Die Pumpen<br />
sind in der Lage, ein hohes (trockenes)<br />
Vakuum aufzubauen, durch diesen Vakuumeffekt<br />
kann sich die Pumpe selbst, auch<br />
aus tiefer liegenden Behältern befüllen; das<br />
Entleeren von Fässern und Behältern über<br />
28 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
End-of-the-Line-Powder-Mixing<br />
Exzentrische Welle<br />
Doppelter<br />
Faltenbalg<br />
Kolben<br />
KoneSlid®-Mischer (patentiert)<br />
Eine Symbiose aus exzellent hygienischem<br />
und ergonomischem Design.<br />
✓<br />
Extrem schonender<br />
Mischvorgang mit<br />
kurzen Taktzeiten<br />
✓ Ideale Mischgüten<br />
✓<br />
Füllgrade können von ca.<br />
10% bis 100% differieren<br />
Durch den hermetischen Edelstahl-Faltenbalg werden alle empfindlichen<br />
Pumpen-Antriebsbauteile gegenüber den abrasiven Fördermedien<br />
geschützt<br />
eine Lanze und Schläuche z. B. durch eine fahrbarer Pumpe stellt<br />
kein Problem dar.<br />
Darüber hinaus ist die Ringkolbenpumpe in der Lage, saugseitig<br />
installierte Behälter und Leitungen zu entleeren und mit ihrem<br />
Kompressoreffekt auch druckseitige Leitungen auszudrücken. Damit<br />
leistet die Pumpentechnologie einen wichtigen Beitrag zur<br />
Produktrückgewinnung. Der direkte Kontakt zwischen Kolben und<br />
Zylinder ist auch der Grund für das dosiergenaue Fördern bei<br />
schwankender Viskosität und sich ändernden Systemdrücken; ein<br />
Vorteil z. B. beim Inline-Dosieren.<br />
Resistent gegen Abrieb<br />
Ein weiterer Vorteil ist die hohe Resistenz gegen Abrieb beim Fördern<br />
von abrasiven Flüssigkeiten, wie bspw. Glukose, da die Kontaktgeschwindigkeit<br />
des Kolbens zum Zylinder sehr gering ist.<br />
Selbst bei einem minutenlangen Trockenlauf erwärmt sich die<br />
Pumpe kaum, auch das ein Vorteil beim Fördern von Glukose, die ja<br />
unter Wärmeeinfluss leicht karamellisieren kann.<br />
Das Reinigen der Pumpe kann im CIP-Verfahren mit einer externen<br />
CIP-Pumpe durchgeführt werden. Hierbei hebt der Kolben<br />
vom Zylinder ab und es wird kontaktfrei durch die Pumpe hindurchgespült;<br />
ein Vorteil, weil in dieser Zeit kein unnötiger Verschleiß<br />
von Kolben und Zylinder stattfindet. Falls gewünscht, kann<br />
der doppelte Faltenbalg auch überwacht werden.<br />
Ringkolbenpumpen sind aufgrund der niedrigen Kontaktgeschwindigkeit<br />
auch eine gute Wahl beim Fördern von scherempfindlichen<br />
Produkten. Die Pumpenserie wird für einen Volumenstrom<br />
zwischen 1 l/h bis 36 m³/h in einer breiten Produktpalette<br />
angeboten. Sie ist zertifiziert nach Atex und EHEDG, ist konform mit<br />
TA Luft, 1935/2004 und FDA und erfüllt die Forderungen der 3A.<br />
Halle 10.2, Stand G101/G109<br />
www.mouvex.com<br />
www.uni-f.de<br />
Zylinder<br />
✓<br />
Hohe Flexibilität für die<br />
Produktion von Babyfood,<br />
Wirkstoffen, Instantsuppen<br />
und -saucen,<br />
sowie Instantdrinks<br />
✓<br />
Reinigung: bequem,<br />
sicher, ideal ergonomisch,<br />
nass oder<br />
trocken, manuell oder<br />
automatisch<br />
✓<br />
Viele große Inspektionstüren<br />
in totraumfreier<br />
Bauweise<br />
✓ Auf Wunsch mit Baumusterprüfung<br />
Ex II 1D<br />
(für Zone 20)<br />
✓ Wahlweise wird der<br />
Mischer druckstoßfest,<br />
druckfest und<br />
vakuumfest gefertigt.<br />
✓ Alle Komponenten der<br />
amixon® Mischer stammen<br />
aus Deutschland. Die Fertigung<br />
der Maschinen findet<br />
ausschließlich im amixon®-<br />
Werk in Paderborn statt.<br />
✓<br />
Komplettentleerung in<br />
wenigen Sekunden<br />
amixon ® GmbH<br />
Halberstädter Straße 55<br />
33106 Paderborn (Germany)<br />
Tel.: +49 (0) 52 51 / 68 88 88-0<br />
Fax: +49 (0) 52 51 / 68 88 88-999<br />
sales@amixon.de · www.amixon.de<br />
Dosierung<br />
Mikrokomponenten<br />
Fließbetttrockner<br />
Abfüllung<br />
Köln, 20.-23. März <strong>2018</strong><br />
Halle 10.1 Stand C010C18
TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />
neueres Modell des gleichen Typs ersetzt<br />
werden. Allerdings kann man den Austausch<br />
auch für ein Retrofit der Anlage<br />
nutzen und zu einer anderen Pumpentechnologie<br />
wechseln“, weiß Henning<br />
Grönwoldt-Hesse, Vertriebsleiter von Jung<br />
Process Systems. „Mit einer modernen<br />
Hyghspin-Schraubenspindelpumpe aus<br />
Edelstahl-Vollmaterial läuft die Anlage<br />
dann nicht nur wieder einwandfrei, sondern<br />
zusätzlich kann die Leistung gesteigert<br />
werden. Auch eine schonendere Produktförderung<br />
und ein besserer Hygienestatus<br />
sind möglich.“<br />
Die Gründe, die zum Austausch einer<br />
Pumpe führen, können vielschichtig sein:<br />
n Probleme mit Pulsation<br />
n Verschleiß<br />
n Schäden am Produkt<br />
n Kavitation<br />
n Platzbedarf<br />
n Erhöhung der Kapazität<br />
Anpassung an den Bedarf<br />
Schonende Förderung<br />
Schraubenspindelpumpen als Retrofit für<br />
Hygieneanwendungen<br />
Unter den Verdrängerpumpen nehmen die Schraubenspindelpumpen<br />
einen besonderen Platz ein. Durch die axiale Förderung wird das<br />
Produkt schonender transportiert, als wenn das Produkt zusammen mit<br />
den Förderelementen rotiert und dadurch geschleudert wird. Negative<br />
Auswirkungen des Schleuderns wie Zerstörung von Partikeln, erhöhte<br />
Abrasion oder Schaumbildung werden vermieden.<br />
Autorin: Ines Schröder, Marketing, Jung Process<br />
Systems GmbH, Kummerfeld<br />
Wenn in bestehenden Anlagen die<br />
Pumpe ausfällt oder nicht mehr die<br />
erforderliche Leistung erbringt, stellt sich<br />
häufig die Frage: Größere Neuinvestition<br />
oder kostengünstigerer Austausch. Meist<br />
finden sich für bestehende Verdrängerpumpen<br />
passende Ersatzmodelle. „Natürlich<br />
kann der alte Pumpentyp durch ein<br />
Eine der größten Stärken von Hyghspin-<br />
Schraubenspindelpumpen ist nach Meinung<br />
von Grönwoldt-Hesse deren Flexibilität.<br />
In der eigenen Fertigung am Firmensitz<br />
in Pinneberg, nördlich von Hamburg, lassen<br />
sich auch Sonderlösungen wirtschaftlich<br />
umsetzen. Typisches Szenario ist ein<br />
bestehendes System, in dem eine Verdrängerpumpe<br />
ersetzt werden muss. „Wer bisher<br />
mit einer Drehkolben- oder Exzenterschneckenpumpe<br />
gearbeitet hat, kommt<br />
vielfach gar nicht auf die Idee, dass ein<br />
anderes Pumpenprinzip Vorteile bringen<br />
kann“, sagt der Vertriebsleiter.<br />
Außerdem sei nicht so bekannt, dass<br />
Dreh- oder Kreiskolbenpumpen auch ohne<br />
größere Rohrleitungsanpassungen durch eine<br />
Hyghspin-Pumpe ersetzt werden können.<br />
„Das hängt wohl damit zusammen, dass man<br />
Schraubenspindelpumpen meist nur mit<br />
einer 90°-Umlenkung kennt und dies nicht<br />
in die Rohrleitung passen würde“, glaubt<br />
Grönwoldt-Hesse. „Das ist aber kein Muss.<br />
Beim Austausch von Dreh- oder Kreiskolbenpumpen<br />
können wir eine Inline-Ausführung<br />
fertigen, bei der die Stutzen horizontal<br />
oder vertikal parallel zueinander liegen.“<br />
Bei kritischen Einsatzfällen stellen<br />
Hyghspin-Schraubenspindelpumpen zudem<br />
selbst dann eine interessante Alternative<br />
bspw. zu Kreiselpumpen dar, wenn die<br />
Viskosität der Produkte eigentlich keine<br />
Verdrängerpumpe erfordern würde. Denn<br />
ein weiterer Vorteil des Schraubenspindel-<br />
Prinzips ist nach Meinung von Henning<br />
Grönwoldt-Hesse die außerordentliche<br />
Flexibilität: „Aufgrund niedriger Massenträgheitsmomente<br />
und eines komplett<br />
unwuchtfreien Laufs der Rotoren haben<br />
unsere Modelle einen sehr weiten Drehzahlbereich<br />
von bis zu 4 000 min -1 . Eine<br />
Hyghspin-Pumpe kann daher sehr gut<br />
geregelt werden. Konstante Drücke bei<br />
30 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
unterschiedlichen Mengen oder aber stark<br />
spreizenden, verschiedenen Anlagenkennlinien<br />
sind für uns kein Problem.“<br />
Mit nur einer Pumpe können verschiedenste<br />
Viskositäten und Medien gefördert<br />
und gleichzeitig ohne zusätzlichen Bypass<br />
auch CIP-/SIP-Reinigungsfunktionen durchgeführt<br />
werden und erlauben so ein sehr<br />
breites Anwendungsspektrum.<br />
Größere Fördermenge<br />
An der Teststation<br />
werden täglich<br />
Serienaufträge mit<br />
Pumpenmotoren<br />
von 2,2 bis 45 kW<br />
geprüft<br />
Weiteres Plus der Hyghspin-Schraubenspindelpumpe<br />
ist die Erhöhung der Förderleistung<br />
in bestehenden Rohrleitungen.<br />
„Die erforderlichen NPSH-Werte sind auch<br />
bei größeren Volumenströmen sehr niedrig.<br />
Im Gegensatz zu anderen Systemen akzeptieren<br />
unsere Pumpen höhere Druckverluste<br />
in der Saugleitung. Dadurch können bei<br />
einer bestehenden Rohrleitung größere<br />
Mengen gefördert werden, ohne dass es zu<br />
Kavitation kommt und die Pumpe Schaden<br />
nimmt“, erläutert Grönwoldt-Hesse. Bei<br />
gleichbleibenden Rohrleitungssystemen<br />
können also bspw. Umpumpzeiten gegenüber<br />
dem Einsatz anderer Verdrängerpumpen<br />
deutlich verkürzt werden.<br />
Laut Grönwoldt-Hesse bleiben viele Kunden<br />
meist ohne Grund bei dem bisherigen<br />
Pumpentyp und schauen nur auf die Motorleistung<br />
und den Wirkungsgrad. Dabei wird<br />
leicht übersehen, dass oftmals in der Anlage<br />
selbst durch die Vermeidung von Druckverlusten<br />
ein größeres Potenzial zur Kostensenkung<br />
liegt. Generell sind Hyghspin-Schraubenspindelpumpen<br />
langlebig und verschleißarm,<br />
sie benötigen nur wenig Wartung – ein<br />
weiterer Faktor zur Kostensenkung also.<br />
Hygienic Design<br />
Neben der hohen Flexibilität in der Förderung<br />
von unterschiedlichsten Medien<br />
zählt die Hygiene im Produktionsprozess<br />
zu den wesentlichen Vorteilen der Hyghspin-Modelle.<br />
Jung Process Systems konstruiert<br />
und fertigt ohne Kompromisse<br />
nach den Richtlinien des Hygienic Design.<br />
Die totraumfreie Bauweise der Schraubenspindelpumpen<br />
schließt versteckte Ablagerungen<br />
von vornherein aus. Alle medienberührenden<br />
Teile sind komplett aus<br />
Edelstahl-Vollmaterial aus europäischen<br />
Werken zerspant und unterscheiden sich<br />
dadurch von anderen Modellen, die auf<br />
der Verwendung von Edelstahl-Gussteilen<br />
basieren. „Nur so lassen sich riss- und<br />
fehlstellenfreie Bauteile sicher herstellen“,<br />
sagt der Vertriebsleiter.<br />
Als einziger Hersteller bietet Jung Process<br />
Systems eine komplett aus Edelstahl gefertigte<br />
Schraubenspindelpumpe in Blockbauweise<br />
an. Bei dieser Konstruktion sind Pumpenkörper<br />
und Antrieb fest miteinander<br />
verbunden und bilden eine kompakte Einheit.<br />
Die Wellen von Pumpe und Motor werden<br />
durch Formschluss zentriert. Die Kupplung<br />
kann nicht verspannt werden. Dies<br />
sichert einen kontakt- und unwuchtfreien<br />
Betrieb und beugt Lagerschäden vor. Diese<br />
Pumpen kommen außerdem mit einer kleineren<br />
Grundplatte aus und lassen sich so<br />
bequem und risikolos als mobile Aggregate<br />
an verschiedenen Standorten im Transferund<br />
Produktionsprozess einsetzen.<br />
Halle 10.2, Stand C31<br />
www.jung-process-systems.de<br />
IMPRESSUM<br />
vereinigt mit BioTec<br />
erscheint <strong>2018</strong> im 52. Jahrgang, ISSN 0175-5315<br />
Redaktion<br />
Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder (eli)<br />
Tel.: 06131/992-325, E-Mail: e.linder@vfmz.de<br />
(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)<br />
Redakteurinnen: Dipl.-Chem. Katja Friedl (kf),<br />
Tel.: 06131/992-336, E-Mail: k.friedl@vfmz.de<br />
Dipl.-Ing. (FH) Inga Ronsdorf (iro),<br />
Tel.: 06131/992-259, E-Mail: i.ronsdorf@vfmz.de<br />
Dipl.-Ing. (FH) Anne Schaar (as),<br />
Tel.: 06131/992-330, E-Mail: a.schaar@vfmz.de<br />
Redaktionsassistenz: Angelina Haas,<br />
Tel.: 06131/992-361, E-Mail: a.haas@vfmz.de,<br />
Melanie Lerch, Petra Weidt, Ulla Winter<br />
(Redaktionsadresse siehe Verlag)<br />
Gestaltung<br />
Doris Buchenau, Anette Fröder, Sonja Schirmer,<br />
Mario Wüst<br />
Chef vom Dienst<br />
Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer<br />
Anzeigen<br />
Oliver Jennen, Tel.: 06131/992-262,<br />
E-Mail: o.jennen@vfmz.de<br />
Andreas Zepig, Tel.: 06131/992-206,<br />
E-Mail: a.zepig@vfmz.de<br />
Helge Rohmund, Anzeigenverwaltung<br />
Tel.: 06131/992-252, E-Mail: h.rohmund@vfmz.de<br />
Anzeigenpreisliste Nr. 51: gültig ab 1. Oktober 2017<br />
www.vereinigte-fachverlage.info<br />
Leserservice<br />
vertriebsunion meynen GmbH & Co. KG,<br />
Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266<br />
Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige Änderungen<br />
Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit<br />
(Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de).<br />
Preise und Lieferbedingungen:<br />
Einzelheftpreis: € 12,50 (zzgl. Versandkosten)<br />
Jahresabonnement: Inland: € 96,- (inkl. Versandkosten)<br />
Ausland: € 111,- (inkl. Versandkosten)<br />
Abonnements verlängern sich automatisch um ein<br />
weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor<br />
Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden.<br />
Verlag<br />
Vereinigte Fachverlage GmbH<br />
Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz<br />
Postfach 100465, 55135 Mainz<br />
Tel.: 06131/992-0, Fax: 06131/992-100<br />
E-Mail: info@engineering-news.net,<br />
www.engineering-news.net<br />
Ein Unternehmen der Cahensly Medien<br />
Handelsregister-Nr. HRB 2270, Amtsgericht Mainz<br />
Umsatzsteur-ID: DE 149063659<br />
Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen<br />
Verlagsleiter: Dr. Michael Werner, Tel.: 06131/992-401<br />
Gesamtanzeigenleiterin: Beatrice Thomas-Meyer,<br />
Tel.: 06131/992-265, E-Mail: b.thomas-meyer@vfmz.de<br />
(verantwortlich für den Anzeigenteil)<br />
Vertrieb: Lutz Rach, Tel.: 06131/992-200,<br />
E-Mail: l.rach@vfmz.de<br />
Druck und Verarbeitung<br />
Limburger Vereinsdruckerei GmbH<br />
Senefelderstraße 2, 65549 Limburg<br />
Datenspeicherung<br />
Ihre Daten werden von der Vereinigten Fachverlage GmbH<br />
gespeichert, um Ihnen berufsbezogene, hochwertige Informationen<br />
zukommen zu lassen. Sowie möglicherweise von<br />
ausgewählten Unternehmen genutzt, um Sie über berufsbezogene<br />
Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Dieser<br />
Speicherung und Nutzung kann jederzeit schriftlich beim<br />
Verlag widersprochen werden (vertrieb@vfmz.de).<br />
Die Zeitschrift sowie alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen<br />
sind urheberrechtlich geschützt. Mit der Annahme<br />
des redaktionellen Contents (Texte, Fotos, Grafiken etc.)<br />
und seiner Veröffentlichung in dieser Zeitschrift geht das<br />
umfassende, ausschließliche, räumlich, zeitlich und inhaltlich<br />
unbeschränkte Nutzungsrecht auf den Verlag über. Dies<br />
umfasst insbesondere das Recht zur Veröffentlichung in<br />
Printmedien aller Art sowie entsprechender Vervielfältigung<br />
und Verbreitung, das Recht zur Bearbeitung, Umgestaltung<br />
und Übersetzung, das Recht zur Nutzung für eigene Werbezwecke,<br />
das Recht zur elektronischen/digitalen Verwertung,<br />
z. B. Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen,<br />
zur Veröffentlichung in Datennetzen sowie Datenträger<br />
jedweder Art, wie z. B. die Darstellung im Rahmen von Internet-<br />
und Online-Dienstleistungen, CD-ROM, CD und DVD<br />
und der Datenbanknutzung und das Recht, die vorgenannten<br />
Nutzungsrechte auf Dritte zu übertragen, d. h. Nachdruckrechte<br />
einzuräumen. Eine Haftung für die Richtigkeit des redaktionellen<br />
Contents kann trotz sorgfältiger Prüfung durch<br />
die Redaktion nicht übernommen werden. Signierte Beiträge<br />
stellen nicht unbedingt die Ansicht der Redaktion dar. Für unverlangt<br />
eingesandte Manuskripte kann keine Gewähr übernommen<br />
werden. Grundsätzlich dürfen nur Werke eingesandt<br />
werden, über deren Nutzungsrechte der Einsender verfügt,<br />
und die nicht gleichzeitig an anderer Stelle zur Veröffentlichung<br />
eingereicht oder bereits veröffent licht wurden.<br />
Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen.<br />
Mitglied der Informations-Gemeinschaft<br />
zur Feststellung der Verbreitung von<br />
Werbeträgern e. V. (IVW), Berlin.<br />
VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 31
TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />
Vom Erzeuger zum Verbraucher<br />
Individuelle Lösungen sorgen für das Mehr an Lebensmittelsicherheit<br />
Der Zugang zu sicheren und<br />
nahrhaften Lebensmitteln ist<br />
entscheidend für den Erhalt des<br />
Lebens und der Gesundheit.<br />
Ausreichende Untersuchungen auf<br />
Verunreinigungen durch<br />
Lebensmittelpathogene und<br />
toxische Verbindungen sowie den<br />
Nährstoffgehalt können wesentlich<br />
zur Qualität und Sicherheit von<br />
Lebensmitteln beitragen.<br />
Autoren: Dr. Jan Scholz, Head of Product<br />
Management; Dr. Ute Hofmann, Product Manager<br />
Diagnostics, beide Analytik Jena AG; Martin Raab,<br />
Head of Public and Internal Communication,<br />
Endress+Hauser AG, Reinach, Schweiz<br />
Die Nahrungskette beginnt in der Regel<br />
auf einem Hof innerhalb des Landwirtschaftssektors.<br />
Von hier gelangen die meisten<br />
Nahrungsmittel zunächst zu Lebensmittelund<br />
Getränkeherstellern zur weiteren Verarbeitung<br />
und daraufhin zu Einzelhändlern<br />
oder Verbraucherdiensten, bis sie schließlich<br />
den Endverbraucher erreichen. Auf<br />
diesem Weg vom Erzeuger zum Verbraucher<br />
gehen Lebensmittel durch viele Hände,<br />
wie Groß- und Zwischenhändler, Transportoder<br />
Lagerunternehmen.<br />
Strategien zur Lebensmittelsicherheit<br />
beschränken sich jedoch nicht nur auf die<br />
Sicherheit von Lebensmitteln, die für den<br />
Verzehr durch den Menschen vorgesehen<br />
sind, sondern schließen auch Futtermittel,<br />
die Gesundheit und den Schutz der Tiere<br />
sowie den Pflanzenschutz ein. Über den<br />
gesamten Prozess vom Erzeuger bis zum<br />
Verbraucher muss sichergestellt sein, dass<br />
Lebensmittel vollständig nachverfolgbar<br />
sind, insbesondere über internationale<br />
Transportwege.<br />
Die Analytik Jena AG und ihr Mutterkonzern<br />
Endress+Hauser bieten Produkte, die<br />
den Anforderungen der Lebensmittelindustrie<br />
und den betreffenden Bestimmungen<br />
mit ihren hohen Standards gerecht werden.<br />
Von der landwirtschaftlichen Primärproduktion<br />
über die Verarbeitung bis hin zum<br />
Verbraucher ist es unabdingbar, dass die<br />
Standards für Lebensmittelqualität und<br />
-sicherheit stets erfüllt werden.<br />
Pasteurisieren und sterilisieren<br />
Die Milcherzeugung ist ein Geschäft mit<br />
äußerst geringen Margen und zugleich<br />
hohen Qualitätsansprüchen. Basierend auf<br />
Fluss-, Niveau-, Druck-, Temperatur- und<br />
Analysesensorsignalen wird die Milchverarbeitung<br />
zur Kostenkontrolle optimiert,<br />
während zugleich die Produktqualität auf<br />
einem konstant hohen Niveau gehalten<br />
wird. Eine hinreichende Wärmebehandlung<br />
ist eine Grundvoraussetzung für die<br />
Verbrauchersicherheit, wobei die Verfahren<br />
zur Pasteurisierung in der Regel bestimmte<br />
Normen erfüllen müssen und von den<br />
nationalen Behörden für Lebensmittelsicherheit<br />
kontrolliert werden.<br />
32 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />
Die Pasteurisierung umfasst in der Regel die<br />
Erhitzung der Milch auf mindestens 72 °C<br />
und dies für eine Dauer von etwa 15 bis 20 s,<br />
wodurch die Haltbarkeit der Milch bei entsprechender<br />
Kühlung auf zwei bis drei<br />
Wochen verlängert wird. Anders als die Sterilisation<br />
dient die Pasteurisierung nicht dazu,<br />
sämtliche Mikroorganismen in Lebensmitteln<br />
abzutöten. Vielmehr ist es das Ziel, die<br />
Anzahl der lebensfähigen Krankheitserreger<br />
so zu reduzieren, dass sie praktisch keinerlei<br />
Erkrankung mehr verursachen können.<br />
Bei der Ultrahocherhitzung wird die<br />
Milch für vier Sekunden auf 140 °C erhitzt.<br />
Durch diesen Prozess wird die Milch sterilisiert,<br />
wodurch sie über mehrere Monate<br />
hinweg ohne Kühlung gelagert werden<br />
kann. Bei diesem Verfahren wird die Milch<br />
durch eine Düse in eine Kammer gesprüht,<br />
die mit unter Druck stehendem Hochtemperatur-Wasserdampf<br />
gefüllt ist. Nachdem<br />
die Temperatur 140 °C erreicht hat, wird die<br />
Flüssigkeit in einer Vakuumkammer sofort<br />
wieder abgekühlt und in einem sterilen,<br />
luftdichten Behälter verpackt.<br />
Exakte Steuerung<br />
Präzise Durchflusssensoren sorgen für die<br />
korrekte Erwärmung der Milch und somit<br />
für sichere Ergebnisse. Der elektromagnetische<br />
Durchflussmesser übernimmt den<br />
Großteil der Durchflussmessung in Milchwirtschaftsbetrieben<br />
und so eine entscheidende<br />
Aufgabe bei der Milcherhitzung. Die<br />
Fließgeschwindigkeit der Milch wird durch<br />
einen elektromagnetischen Durchflussmesser<br />
gesteuert. Der Sensor Promag H100<br />
von Endress+Hauser verfügt über eine<br />
integrierte Temperatur- und Leitfähigkeitsmessung<br />
und ermöglicht die Regelung des<br />
Wärmetauschers in Echtzeit. Die integrierte<br />
Leitfähigkeitsmessung unterstützt die Phasenverschiebung<br />
und Reinigungsprozesse,<br />
während die Temperaturerfassung im Sensor<br />
nicht nur das Leitfähigkeitssignal, sondern<br />
auch die Genauigkeit des volumetrischen<br />
Flusssignals verbessert. Dies ist<br />
wichtig, wenn die Milch von einer Prozesskammer<br />
in die nächste geleitet wird, da die<br />
Temperaturänderung auch zu einer Veränderung<br />
des Volumens führt, die entsprechend<br />
ausgeglichen werden muss.<br />
Der kritische Kontrollpunkt für eine erfolgreiche<br />
Pasteurisierung ist die Temperatur.<br />
Der iTherm Quicksens liefert den korrekten<br />
Temperaturwert dreimal schneller<br />
als vergleichbare Sensoren. Die Genauigkeit<br />
und Ansprechzeit stellen sicher, dass<br />
keinerlei Energie verschwendet und das<br />
Milchprodukt nicht mehr thermischer Belastung<br />
ausgesetzt wird als erforderlich. Auf<br />
diese Weise wird nicht nur die Milchqualität<br />
aufrechterhalten, sondern die Energiekosten<br />
werden zugleich gesenkt.<br />
Bestimmung von Schwermetallen<br />
Mit einem Contr-AA-Continuum-Source-<br />
Atomabsorptionsspektrometer (AAS) von<br />
Analytik Jena wurden geringe Konzentrationen<br />
von Quecksilber in Milchpulver, Thunfisch<br />
und Fischprotein bestimmt.<br />
In Kombination mit dem Hydrea-Zubehör<br />
ermöglicht das Spektrometer die Ultraspurenbestimmung<br />
von Quecksilber mit<br />
Nachweisgrenzen im ppt-Bereich und<br />
somit weit unter den in Milchprodukten<br />
befindlichen Konzentrationen. Darüber<br />
hinaus ist mit dem exklusiven Solid-AA-<br />
Zubehör in Kombination mit dem Graphitofensystem<br />
Contr AA 800 G auch die direkte<br />
Untersuchung des Fischproteins ohne Probenaufschluss<br />
möglich.<br />
Anorganisches Arsen steht mit zahlreichen<br />
gesundheitsschädlichen Auswirkungen<br />
in Verbindung, insbesondere wenn<br />
eine Belastung während der Schwangerschaft<br />
sowie im Säuglings- und Kleinkindalter<br />
erfolgt. Die Hochleistungsflüssigkeitschromatografie<br />
(HPLC) in Verbindung mit<br />
der ICP-MS ist die empfohlene Gerätekonfiguration<br />
zur Bestimmung von Arsenspezies<br />
in Lebensmitteln und Getränken. Die HPLC<br />
ermöglicht die schnelle Trennung aller<br />
wichtigen Arsenspezies in unter zehn Minuten,<br />
während das Plasma Quant MS für<br />
die ICP-MS von Analytik Jena eine Ultraspurenbestimmung<br />
bis zu < 0,4 µg Arsen<br />
pro Kilogramm Reis ermöglicht.<br />
Identifikation von Tierarten<br />
Die Identifikation von nicht deklarierten<br />
Bestandteilen tierischen Ursprungs ist erforderlich,<br />
um die internationalen regulatorischen<br />
Standards zur Einhaltung der religiösen<br />
Gebote und Gesundheitsschutzgesetze<br />
zu erfüllen. Eine der praktischsten Methoden<br />
für eine zuverlässige Identifikation von<br />
Tierarten in verarbeiteten Lebensmitteln<br />
erfolgt über die in der DNA enthaltenen<br />
genetischen Informationen. Dies geschieht<br />
beispielsweise bei der Bestimmung des<br />
Ursprungs der Gelatine in Gummibärchen,<br />
der unterschiedlichen Fleischsorten in<br />
Hackfleisch oder der Identifikation von etwaigen<br />
Spuren von Schweinefleisch in Reis.<br />
01 Der Temperatursensor lässt sich vor<br />
jedem Batch vollautomatisiert inline<br />
kalibrieren<br />
02 Analysetechnik und Komplettsysteme<br />
sorgen für mehr Sicherheit bei Lebensmitteln<br />
Der Innu Pure C16 touch von Analytik<br />
Jena zur vollautomatischen Nukleinsäureextraktion<br />
ermöglicht in Kombination mit<br />
dem Extraktionskit Innu Prep Food DNA<br />
Kit-IPC16 die automatische Vorbereitung,<br />
Isolierung und Erfassung der DNA mithilfe<br />
von vorbefüllten und versiegelten Reagenzienplastiken.<br />
Die Eluate werden<br />
mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR)<br />
in Echtzeit mit einem leistungsstarken<br />
Thermocycler analysiert, wobei die Innudetect<br />
Species-ID-Assays zum Nachweis<br />
von Ziegen-, Schafs-, Rind-, Schweine-,<br />
Pferde-, Esel- und Truthahn-DNA verwendet<br />
werden.<br />
Fotos: Fotolia (airborne77, #72025399),<br />
Endress+Hauser, Analytik Jena<br />
Halle 7.1, Stand B40<br />
www.de.endress.com<br />
www.analytik-jena.com<br />
VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 33
TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />
Verstecktes Potenzial<br />
Erkennen von Reststärke in Kleie<br />
Zu viel Reststärke in der Kleie<br />
bedeutet für den Müller Verzicht<br />
auf Gewinn. Durch eine<br />
Onlinemessung kann er dem<br />
Anstieg an Reststärke in der Kleie<br />
entgegenwirken und umgehend die<br />
Ausmahlung korrigieren.<br />
In der Müllereibranche beschreibt der Begriff<br />
Ausmahlungsgrad die Menge Mehl,<br />
die aus 100 kg Getreide hergestellt wird. Im<br />
modernen Mühlenbetrieb ermitteln Ausbeuterechner,<br />
die die Produktion kontinuierlich<br />
überwachen, den Ausmahlungsgrad.<br />
Bei der Herstellung von hellen Mehlen ist es<br />
das Ziel jedes Müllers, möglichst viel vom<br />
Mehlkörper aus dem Inneren des Korns von<br />
den Schalenteilchen (Kleie) zu trennen. Die<br />
Kleie gilt in der Müllerei als Nebenprodukt,<br />
das als Zusatz für Futtermitteln verwendet<br />
oder verkauft werden kann.<br />
Mehlpartikel, die als Reststärke an der im<br />
Mahlprozess aussortierten Kleie anhaften,<br />
sind für den Müller verloren. Je höher der<br />
Ausmahlungsgrad, desto höher die Ausbeute<br />
und damit auch der Gewinn des<br />
Gewinnpotenzial<br />
Autor: Thomas Ziolko, Produktmanager,<br />
Bühler AG, Uzwil, Schweiz<br />
Um wieviel kann die Ausbeute gesteigert werden, wenn die Reststärke in der Kleie<br />
permanent und online überwacht wird? Die Statistik zeigt: bei einer gut geführten<br />
Mühle lässt sich die Ausbeute um etwa 0,5 % steigern. Bei einer schlecht geführten<br />
Mühle kann die Ausbeute um bis zu 3 % verbessert werden.<br />
Und was bedeutet das unter dem finanziellen Aspekt? Nehmen wir an, die Mischkleie<br />
weist einen Reststärkegehalt von 19 % auf. Durch die richtigen Eingriffe wird er auf<br />
16 % reduziert. Die zurückgewonnenen 3 % Reststärke entsprechen bei einer Kleie-<br />
Ausbeute von 22 % einer Gesamtausbeute von 0,66 %. Wird 1 t Weizen vermahlen,<br />
resultiert in der Endmessung ein Plus von 6,6 kg. Diese Menge hat als Bestandteil der<br />
Kleie einen Wert von 0,6 EUR, als Mehl kann sie für 2,64 EUR verkauft werden. Die<br />
Differenz für den Müller beträgt 2,04 €/t. Bei einer Mühlenleistung von 220 t pro 24 h<br />
macht das jeden Tag einen Mehrertrag von 450 EUR bzw. ca. 150 000 EUR im Jahr.<br />
34 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
Auswertung der Aufnahme der Kleie mit MYHB: rot kennzeichnet Luft, blau zeigt Reststärke<br />
in der Kleie<br />
Müllers. Allerdings gilt auch zu beachten,<br />
dass mit der Steigerung des Ausmahlungsgrades<br />
mit der Mehlstärke auch mehr<br />
Rand- und Schalenteile aus dem Getreidekorn<br />
gelöst werden. Das Mehl wird mit<br />
höherem Ausmahlungsgrad dunkler und<br />
erhält somit auch einen höheren Aschegehalt.<br />
Der Müller wird also alles unternehmen,<br />
um den – bezogen auf den gewünschten<br />
Mehltyp und die Kundenanforderung<br />
– optimalen Ausmahlungsgrad zu<br />
erreichen. Er wird versuchen, einen zu<br />
hohen Reststärkegehalt in der Kleie und<br />
damit eine zu tiefe Ausbeute zu vermeiden.<br />
Selbstverständlich müssen dabei weitere<br />
Parameter, die die Backeigenschaften<br />
beeinflussen, mitberücksichtigt werden.<br />
Polarimetrische Bestimmung<br />
Doch wie erkennt ein Müller, dass die<br />
Kleie einen zu hohen Reststärkegehalt aufweist?<br />
Ein erstes Indiz ist eine sinkende<br />
Ausbeute oder ein tiefer Aschegehalt im<br />
Mehl. Stellt der Müller das fest, kann er im<br />
Labor mittels polarimetrischer Stärkebestimmung<br />
nach Ewers (Iso 105020:1997)<br />
den Reststärke gehalt in der Kleie ermitteln.<br />
Dabei wird die in der Untersuchungsprobe<br />
enthaltene Rohstärke in heißer, verdünnter<br />
Salzsäure gelöst. Nach Fällung<br />
störender Begleitstoffe wird die optische<br />
Drehung der Rohstärke lösung polarimetrisch<br />
gemessen und der Stärkegehalt aus<br />
dem Drehwinkel errechnet.<br />
Die Methode ist aber schon recht alt<br />
und hat ihre Tücken: So resultiert ein<br />
konventioneller Wert, da noch andere optisch<br />
aktive Kohlenhydrate (insbesondere<br />
wasserlös liche) mit erfasst werden können.<br />
Zudem ist sie aufwändig und braucht<br />
Chemikalien, weshalb die wenigsten Müller<br />
sie regelmäßig anwenden. Gelegentlich<br />
werden die Proben dafür in ein externes<br />
Labor geschickt. Eine mögliche Variante ist<br />
der „umgekehrte Weg“: Es wird die Asche<br />
in der Kleie gemessen. Die meisten Müller<br />
beurteilen nach Augenschein, ob zu viel<br />
Stärke in der Kleie enthalten ist – je heller<br />
diese erscheint, desto mehr Reststärke<br />
weist sie auf.<br />
Mahlspalteinstellung ändern<br />
Wie aber reagiert der Müller, wenn er zu<br />
viel Reststärke in der Kleie festgestellt hat?<br />
Als Sofortmaßnahmen wird er die hinteren<br />
Passagen des Mahlprozesses überprüfen<br />
und kontrollieren, ob die Walzen zu hoch<br />
geführt sind und so der Mahlspalt zu groß<br />
ist. Falls das nicht der Fall ist, stimmt die<br />
Gesamteinstellung aller Passagen nicht.<br />
Wird z. B. in den vorderen Passagen mit<br />
einem zu großen Mahlspalt gefahren,<br />
dann sind die hinteren Passagen überlastet.<br />
Sie schaffen es nicht, die noch vorhandene<br />
Reststärke zu lösen. Somit ist die<br />
Überprüfung der Gesamteinstellung aller<br />
Walzenstühle unausweichlich.<br />
Bühler bietet mit der Online-Messtechnologie<br />
gleich zwei Lösungen: NIR-Multi-<br />
Online-Analyzer MYRG oder die Farb- und<br />
Stippenmessung MYHB. Beide Methoden<br />
eignen sich für die Bestimmung der Reststärke<br />
in der Kleie. Die quantitative NIR-<br />
Methode erzielt eine hohe Übereinstimmung<br />
mit der offiziellen Referenzmethode<br />
Iso 105020:1997. Ihr Einsatz ist besonders<br />
zu empfehlen, wenn bereits ein NIR-Multi-<br />
Online-Analyzer MYRG in einer Mühle vorhanden<br />
ist. In diesem Fall ist ein zusätzlicher<br />
NIR-Sensor ausreichend. Die Farbund<br />
Stippenmessung MYHB kommt zum<br />
Einsatz, wenn kein MYRG-System vorhanden<br />
ist. Sie erweist sich dann als kostengünstige<br />
Variante zur qualitativen Überwachung<br />
der Kleie.<br />
Fotos: Fotolia (94348297, photocrew), Bühler<br />
Halle 4.2, Stand A80/B89<br />
www.buhlergroup.com<br />
NUR VOM FEINSTEN<br />
Pulverhandling und Filtration<br />
für die Lebensmittelindustrie<br />
FILTECH <strong>2018</strong> IN KÖLN<br />
HALLE 11, STAND F7<br />
Bei Filtration Group liegt die Kompetenz für<br />
Reinheit weltweit in der Luft. Ob speziell<br />
abgestimmte Filterelemente nach FDA &<br />
EU 10/2011 oder hoch effektive Filtergeräte<br />
und Abreinigungseinheiten, sie alle tragen<br />
entscheidend zur Reinhaltung unserer<br />
Luft und damit zu mehr Nachhaltigkeit und<br />
Arbeitssicherheit bei.<br />
KONTAKT<br />
Filtration Group GmbH<br />
(ehemals MAHLE Industriefiltration GmbH)<br />
Schleifbachweg 45<br />
74613 Öhringen<br />
Telefon: + 49 7941 64 66-0<br />
Fax: + 49 7941 64 66-429<br />
Email: fm.de.sales@filtrationgroup.com<br />
Website: www.filtrationgroup.com/mahle<br />
VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2018</strong> 35
TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />
Sprühgranulation und<br />
Mikroverkapselung<br />
Die Sprühgranulation<br />
und die darauf aufbauende<br />
Mikroverkapselung<br />
bieten vielfältige<br />
Optionen im Partikel-<br />
Design, um flüssige<br />
Rohstoffe wie Lösungen,<br />
Suspensionen, Emulsionen<br />
oder auch<br />
Schmelzen gleichzeitig<br />
zu trocknen bzw. zu erstarren und in einem Schritt zu kompakten<br />
Granulaten aufzubauen, ohne zusätzliche Träger- oder Hilfsstoffe<br />
zu verwenden – die Liste der Inhaltsstoffe bleibt folglich kurz.<br />
Interessenten können sich für Testreihen zur Produkt- und<br />
Prozessentwicklung im Technologiezentrum anmelden. An<br />
Anlagen unterschiedlichster Größe, wie bspw. der flexiblen<br />
mobilen Laboranlage Glatt Pro Cell Lab System, können alle<br />
Verfahrensvarianten ausprobiert werden. Natürlich können die<br />
Anlagen auch gemietet bzw. angeschafft werden. Im Technologiezentrum<br />
lassen sich Produktmuster im Maßstab von wenigen<br />
Gramm bis hin zu hunderten Kilogramm entwickeln und<br />
herstellen. Für das sichere Scale-up stellt der Anlagenbauer<br />
Pilotkapazitäten zur Verfügung und bietet Lohnfertigung an, als<br />
langfristige Dienstleistung oder als Zwischenlösung bis zur Fertigstellung<br />
einer neuen Glatt-Anlage.<br />
Halle 4.2, Stand A68<br />
www.glatt.com<br />
Flexible Gesamtlösungen mit<br />
Robotersystemen<br />
Die Robotersysteme für die<br />
Lebensmittelindustrie, die auf<br />
der Anuga Foodtec am Stand<br />
dieses Herstellers gezeigt werden,<br />
eignen sich für das Handling von<br />
der Verarbeitung des offenen<br />
Produkts über die Verpackung bis<br />
hin zur versandfertigen Palette.<br />
Die Roboter werden nicht nur in<br />
Lebensmittelausführung<br />
angeboten, sondern auch die<br />
allgemeine Peripherie ist den<br />
hohen Anforderungen angepasst (z. B. Edelstahlausführung der<br />
Fördertechnik). Ein Hersteller von Kaffee-Spezialitäten vertraut<br />
bei der Realisierung von zwei kompletten, modular aufgebauten<br />
Zentralpalettierungen mit mehr als 25 Roboter-Palettierzellen<br />
auch auf die Roboter-Lösungen der Firma Koch. Die realisierte<br />
Schnittstelle zum kundenseitigen ERP-System ist ein entscheidender<br />
Schritt Richtung Industrie 4.0, die dem Kunden die<br />
durchgängige Auftragssteuerung und -verfolgung ermöglicht.<br />
Über das Track-and-Trace-Verfahren werden vom Auftragseingang<br />
die Auftragsdaten und -mengen der Produkte über die Schnittstellen<br />
an die Anlagensteuerung übermittelt und im weiteren<br />
Verlauf abgefüllt, verpackt, gewogen, kontrolliert und<br />
gekennzeichnet.<br />
Halle 8.1, Stand C100<br />
www.koch-roboter.de<br />
Korrosionsfeste Aluminiumantriebe<br />
Sieht aus wie eine Maschine, ist aber eine<br />
weltweite Innovation, die Ihren Umsatz um bis<br />
zu 36 Millionen Euro pro Jahr erhöhen kann.<br />
FRAGEN SIE UNSERE INGENIEURE<br />
GREIF-VELOX Maschinenfabrik auf der ANUGA FOOD TEC,<br />
Köln, 20. – 23. März <strong>2018</strong>, Halle 8.1, Stand F078<br />
WWW.GREIF-VELOX.DE<br />
Für den Einsatz in<br />
anspruchsvollen<br />
Umgebungen bietet Nord<br />
für Aluminiumantriebe<br />
die leistungsstarke<br />
Antikorrosionsbehandlung<br />
nsd tupH. Bei dem<br />
Verfahren wird das<br />
Material bis unter die<br />
Oberfläche gehärtet. Die<br />
Oberflächenveredelung<br />
erzeugt eine permanent<br />
mit dem Grundwerkstoff<br />
verbundene Schutzschicht.<br />
Sie basiert auf<br />
einem elektrolytischen Prozess und macht Aluminium ähnlich<br />
korrosionsfest wie Edelstahl. Die kratzfeste Oberfläche wird laut<br />
Hersteller mehr als siebenmal so hart wie unbehandelte Aluminiumlegierungen.<br />
Selbst die Reinigung der Antriebe mit<br />
Hochdruckdampfstrahlern oder der Kontakt mit aggressiven<br />
Medien sind ohne weiteres möglich.<br />
DIN- und Normteile sowie die Abtriebswellen sind bei den<br />
gehärteten Aluminiumantrieben standardmäßig aus Edelstahl<br />
ausgeführt. Die lüfterlosen Glattmotoren tragen nicht zur Verbreitung<br />
von Keimen bei und gewährleisten zudem eine hohe<br />
Laufruhe. Sie sind als Synchron- und Asynchronmotoren erhältlich<br />
und erfüllen die Effizienzklassen IE2 und IE3 (asynchron)<br />
und IE4 (synchron).<br />
Halle 10.1, Stand B61<br />
www.nord.com<br />
36 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong><br />
Greif-Velox.indd 1 22.02.<strong>2018</strong> 11:03:40
LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />
Hygienepumpen und<br />
-armaturen<br />
Die KSB SE & Co. KGaA hat einen Instandhaltungs-Arbeitsplatz<br />
entwickelt, der ausschließlich für Lebensmittelpumpen<br />
eingerichtet wurde. Dieser LSA-Hygienearbeitsplatz<br />
(LSA = Life Sciences Applications) zeichnet sich aus durch<br />
Edelstahloberflächen und leicht zu reinigende Werkbänke,<br />
eigenes Werkzeug und Kleidung sowie die Bereitstellung von<br />
ausschließlich FDA-zugelassenen Schmierstoffen.<br />
Auf dem Messe-Stand wird ein Servicemonteur in regelmäßigen<br />
Abständen „live“ auf einem solchen Arbeitsplatz und an einer<br />
entsprechenden Pumpe Wartungsarbeiten vorführen.<br />
Natürlich präsentiert der Pumpenhersteller auch seine<br />
Hygienepumpen-Baureihen Vitachrom, Vitacast, Vitalobe und<br />
Vitaprime. Diese erfüllen alle Anforderungen an keimfreie<br />
Prozesse. Zu ihren guten CIP/<br />
SIP-Fähigkeiten tragen vor allem<br />
die elektropolierten medienberührten<br />
Bauteile und die<br />
hochwertigen Edelstähle bei.<br />
Dank zahlreicher angebotener<br />
Varianten lassen sich mit<br />
diesen Pumpen fast alle<br />
Aufgaben erledigen, die<br />
beim Transport von flüssigen<br />
oder viskosen Lebensmitteln<br />
anfallen. Die Vita-Baureihen<br />
verfügen über alle branchen-<br />
Durchflussmessung<br />
inline<br />
Das neue Radar-<br />
Füllstandmessgerät<br />
Optiwave 3500 80 GHz<br />
FMCW eignet sich für<br />
hygienische<br />
Anwendungen. Es ist<br />
verfügbar mit zahlreichen Hygieneanschlüssen, der Messbereich<br />
reicht bis zum Prozessanschluss. Dank des schmalen Abstrahlwinkels<br />
und der geringen Blockdistanz kann es für die Messung in<br />
schmalen Tanks, auch mit Rührwerken, eingesetzt werden.<br />
Halle 10.2, Stand D100/108<br />
www.krohne.com<br />
Mehr als nur Pumpen<br />
Besuchen Sie uns<br />
in Köln auf der<br />
Anuga FoodTec<br />
20. - 23.03.<strong>2018</strong><br />
Halle 10.2, Stand H-059<br />
üblichen Zertifikate und die<br />
verwendeten Elastomere<br />
sind FDA-konform.<br />
Stellvertretend für das große<br />
KSB-Armaturenprogramm<br />
werden neben Hera-BD-<br />
Schiebern und Isoria-Absperrklappen<br />
auch Membranventile<br />
der Baureihe Sisto-C<br />
zu sehen sein. Ihre Komponenten<br />
bestehen ausschließlich<br />
aus hochlegierten, austenitischen<br />
Werkstoffen. Die<br />
Gehäuse sind totraumfrei und<br />
lassen sich rückstandslos<br />
reinigen.<br />
Halle 10.2, Stand D10<br />
www.ksb.com<br />
Ein Ass beim Fördern<br />
hochviskoser Medien.<br />
Das neue VISCOFLUX mobile S wurde speziell für den Einsatz in Pharma, Food<br />
und Kosmetik entwickelt – zur effizienten, schonenden und prozesssicheree<br />
n<br />
Förderung hochviskoser Medien wie Tomatenmarkkonzentrat, Erdnussbutter<br />
oder Karamell aus Fässern. Es erreicht dabei Restmengen von bis unter 1 %.<br />
Sein Edelstahl-Prozessgerät hat die Schutzart IP 66. Diese Vorteile und<br />
vieles mehr machen das mobile Fassentleerungssystem zu einem echten<br />
Ass im Zusammenspiel mit hochviskosen Medien.<br />
Talweg 12 · D-75433 Maulbronn · Tel. +49 7043 101-0<br />
info@flux-pumpen.de · www.flux-pumps.com<br />
http://viscoflux-mobile-s.flux-pumps.com/de/<strong>2018</strong>03071.html<br />
Mehr Infos:<br />
Ne<br />
eu!
Wechseln Sie jetzt<br />
das Lager<br />
... und sparen Sie mit drylin ®<br />
Linearlagern bis zu 40% Kosten<br />
Schwerer<br />
Lauter<br />
Geschmiert<br />
Leichter<br />
Leiser<br />
Sauber &<br />
hygienisch<br />
motion? plastics!<br />
Kunststoff statt Metall: Kugelumlaufführungen tauschen und<br />
die Vorteile der trockenlaufenden drylin ®<br />
Lineartechnik sofort<br />
nutzen. Austauschpotenzial direkt online berechnen und<br />
Linearlager individuell konfigurieren. Ob auch Ihre Anwendung<br />
mit drylin ®<br />
sicher gelöst wird, erfahren Sie im Faktencheck:<br />
www.igus.de/linearlagerwechsel<br />
plastics for longer life ® ... ab 24 h!*<br />
Kostenlose Muster:<br />
Tel. 02203-9649-145<br />
*Die jeweils angegebene Lieferzeit ist die durchschnittliche Zeit bis zum Versand der bestellten Ware.<br />
Besuchen Sie uns:<br />
Aircraft Interiors Expo, Hamburg – Stand 1UD11<br />
Hannover Messe – Halle 17 Stand H04<br />
Hygienische Kreiselpumpen<br />
Dieser Pumpenhersteller zeigt auf<br />
der Messe sein komplettes<br />
Spektrum hygienischer Kreiselund<br />
Verdrängerpumpen.<br />
Besonderes Augenmerk legt das<br />
Unternehmen in diesem Jahr auf<br />
sein Kreiselpumpenportfolio: Das<br />
Komplettprogramm umfasst die<br />
normalsaugende Baureihe FP, die<br />
auch als Hochdruckvariante FPH<br />
lieferbar ist, die mehrstufigen<br />
Hochdruckpumpen FM, die<br />
Hybridpumpen FPC zur Förderung<br />
von Flüssigkeiten mit Gasanteilen<br />
sowie die selbstansaugenden Seitenkanalpumpen der<br />
FZ-Baureihe. Mit diesen Optionen ist es möglich, alle Einsatzfälle<br />
in der hygienischen Prozesstechnik im Viskositätsbereich<br />
< 800 mPa s abzudecken – egal, ob die Anforderung darin besteht,<br />
hochwertige, niedrig viskose, scherempfindliche Fördermedien<br />
mit der FP zu transportieren, oder Flüssigkeiten mit einem<br />
Gasanteil von bis zu 60 % bei diskontinuierlichem Zulauf mit der<br />
FPC zu fördern. In Filtrationsanlagen wird die kontinuierliche<br />
Produktzirkulation unter Systemdruck innerhalb der Kreisläufe<br />
mithilfe der Hochdruckpumpe FPH gesichert. Last but not least<br />
sind für die CIP-Reinigung der Produktionsanlagen FP-Pumpen<br />
für den Zulauf der Reinigungsmedien und die selbstansaugenden<br />
FZ-Pumpen im Reinigungsrücklauf die optimalen<br />
Förderaggregate.<br />
Halle 10.2, Stand G20<br />
www.fristam.de<br />
Flexibler Hordentrockner<br />
Der multifunktionale Hordentrockner<br />
Airgenex Food eignet<br />
sich für kleinere hochwertige<br />
Mengen an Lebensmitteln.<br />
Der Trockner verfügt über<br />
einen Hordenwagen, der mit<br />
Blechen und Hordenwannen<br />
in verschiedenen Größen und<br />
Ausführungen bestückt<br />
werden kann. Somit können<br />
Produkte einlagig oder in<br />
Schütthöhen bis 100 mm getrocknet werden. Mit nur wenigen<br />
Handgriffen erfolgt der Umbau des Hordenwagens, sodass dieser<br />
für den jeweiligen Einsatz bereit ist. Ein zusätzlich integriertes<br />
Saftauffangsystem dient zur Wiedergewinnung wertvoller Säfte<br />
bspw. bei stark saftenden Beeren. Basis der Kondensationstrocknung<br />
auf Wärmepumpenbasis ist extrem trockene Luft in<br />
Kombination mit der richtigen Luftführung, um die Produkte<br />
homogen und sicher zu trocknen.<br />
Die Trocknung findet in einem Temperaturbereich von 20–90 °C<br />
statt. Dadurch werden die Lebensmittel schonend getrocknet. Da<br />
das System energetisch geschlossen ist, ist die Trocknung<br />
klimaunabhängig. Dies alles wirkt sich außerdem positiv auf<br />
Aroma, Inhalts- und Geschmacksstoffe sowie Optik der jeweiligen<br />
Produkte aus – wie bereits realisierte Projekte zeigen. Für größere<br />
Mengen konzipiert Harter Sonderanlagen, die je nach Produkt<br />
und Prozess als Chargentrockner oder auch als kontinuierliche<br />
Lösungen realisiert werden.<br />
Halle 10.1, Stand C49<br />
www.harter-gmbh.de<br />
Igus.indd 1 23.02.<strong>2018</strong> 13:20:03<br />
38 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />
Desinfektion von Prozesswasser<br />
Der Fotoreaktor AQD-ST eignet sich zur<br />
Hygienisierung von Prozesswasser und setzt<br />
eine ausgeklügelte Strömungs-Verwirbelung<br />
ein, die zu einer sehr hohen und konstanten<br />
Entkeimungsleistung führt – selbst wenn das<br />
Medium eine nur sehr geringe UV-Transparenz<br />
aufweist. Zudem gewährleistet die Konstruktion<br />
eine einfache Demontage und Reinigung<br />
des Systems.<br />
Die UVC-Bestrahlung hat gegenüber chemischen<br />
Hygienisierungsverfahren mehrere Vorteile: Sie ist umweltfreundlich,<br />
hinterlässt keine Rückstände und ist deutlich kosteneffizienter.<br />
Durch eine Teflon-Ummantelung sind die UV-Röhren<br />
splittergeschützt und im Falle eines Röhrenbruchs wird so das<br />
Eindringen von Glassplittern in den Prozesswasserkreislauf<br />
verhindert. Die Röhren bieten laut Hersteller über einen Zeitraum<br />
von bis zu 12 000 h eine konstant hohe Leistung und lassen sich<br />
einfach wechseln. Der Fotoreaktor kann bei einer Durchflussrate<br />
von 2 000 bis > 40 000 l/h eingesetzt werden. Er erreicht eine<br />
Keimreduktion von bis zu 99,999 %.<br />
Halle 10.1, Stand G10<br />
www.sterilair.ch<br />
Sichere Palettierung<br />
Dieses Jahr stellt<br />
Roteg einen Zangengreifer<br />
für Säcke und<br />
einen Vakuumgreifer<br />
für das Palettieren<br />
von Kartons vor.<br />
Während der<br />
Sauggreifer eine<br />
bewährte und<br />
vielfach eingesetzte<br />
Technik ist, die in vielen Branchen Anwendung findet, ist der<br />
Sackgreifer spezialisierter. Durch seine Greifzangen, die sich auf<br />
einer Kreisbahn bewegen, kann das System ein geordnetes<br />
Lagenbild erzeugen. Dabei tauchen die Zinken der Greifzange in<br />
die Zwischenräume der Rollen ein, auf denen der zu palettierende<br />
Sack liegt. So fassen sie das Produkt sicher. Da die Greifzangen<br />
sich auf der beschriebenen Kreisbahn öffnen, schonen sie beim<br />
Ablegen benachbarte Produkte und die gesamte Ladung. Zudem<br />
läuft bei dem neuen Modell alles, was zuvor über Ketten lief, jetzt<br />
über Zahnräder.<br />
Halle 7.1, Stand E89<br />
www.roteg.de<br />
Chemikalienbeständige<br />
Schläuche<br />
Die Marprene-Schläuche aus einer eigens<br />
von Watson-Marlow entwickelten Elastomermischung<br />
bieten eine breite chemische<br />
Verträglichkeit und besonders lange<br />
Lebensdauer sowie eine geringe Gasdurchlässigkeit.<br />
Die Schläuche bieten gute Saugund<br />
Druckleistungen, insbesondere bei der<br />
Verarbeitung von abrasiven und aufgeschlämmten Fördermedien.<br />
Sie sind lieferbar in dreißig verschiedenen Innendurchmessern<br />
und fünf Wandstärken.<br />
Auf Wunsch sind Marprene-Schläuche als Load-Sure-Schlauchelemente<br />
mit Nocken-Nut-Verbindern verfügbar. Diese<br />
garantieren ein fehlerfreies Einlegen des Schlauchs in weniger<br />
als einer Minute. Spezielle Kenntnisse sind dafür nicht<br />
erforderlich.<br />
Halle 10.2, Stand G51<br />
www.watson-marlow.com<br />
Mehrkopfwaage beherrscht kleine<br />
Zielgewichte<br />
Die Mehrkopfwaagen eignen sich<br />
für Anwendungen mit speziellen<br />
Anforderungen. Die 14-köpfige Waage<br />
CCW-RV z. B. verwiegt Produkte wie<br />
Gewürze, Kräuter, Trockengemüse,<br />
Teeblätter oder Suppenzutaten mit<br />
sehr kleinen Zielgewichten zwischen<br />
0,5 und 40 g. Bei einer Genauigkeit von<br />
0,01 g schafft die Maschine Geschwindigkeiten<br />
von bis 120 Wiegungen pro<br />
Minute. Ein weiteres 14-köpfiges Modell der Serie CCW-RV ist für<br />
bruchempfindliche Backwaren geeignet, die auch bei Hochleistung<br />
äußerst produktschonend verarbeitet werden können. Stark<br />
haftende Produkte in kleineren Chargen verarbeitet die lineare<br />
Mehrkopfwaage CCW-R2.<br />
Halle 7.1, Stand E40/F49<br />
www.ishida.de<br />
Uni-Fördertechnik.indd 1 23.01.<strong>2018</strong> 15:39:25<br />
VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 39
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Großgebläse im Baukastensystem<br />
Mit der Großgebläse-Serie „Alpha<br />
Blower“ erweitert die Firma<br />
Aerzen ihr Sortiment im Bereich<br />
der Prozessluftstufen. Mit<br />
104 Modellvarianten bietet die<br />
Baureihe ein hohes Maß an<br />
Flexibilität für zahlreiche Kundenanwendungen.<br />
Die Großgebläse<br />
sind nahezu universell einsetzbare<br />
Drehkolbengebläse, die durch ihre<br />
Qualität, Zuverlässigkeit und<br />
Performance viele Anwender<br />
weltweit überzeugen. Sie<br />
erreichen Volumenströme von bis zu 77 000 m³/h bei einem<br />
maximalen Überdruck von 1 000 mbar und einem maximalen<br />
Unterdruckbereich von – 800 mbar. Die Gebläsebaureihe wird<br />
dabei in den anspruchsvollsten Bereichen und Anwendungen<br />
eingesetzt. Beispielsweise in der Gasherstellungsindustrie zur<br />
Sauerstoffproduktion oder in Bereichen der Zement-, Lebensmittel-<br />
und Chemieindustrie zur pneumatischen Förderung von<br />
Schüttgütern. Durch die Verwendung des Multi-Flow-Prinzips zur<br />
Reduzierung der Luftverwirbelungen in Verbindung mit einem<br />
eingebrachten Softeinlass, der wiederum die Pulsationen<br />
reduziert, lässt sich der Rohrschall stark vermindern.<br />
www.aerzen.com<br />
Membranrohrbelüfter aus Polyurethan<br />
Im Bereich der Belüftungstechnik<br />
hat Norres Membranrohrbelüfter<br />
mit besten<br />
Produkt- und Materialeigenschaften<br />
in seinem Produktsortiment.<br />
Die Membranrohrbelüfter<br />
aus Pre-Pur<br />
bieten neben einer feinblasigen<br />
Druckbelüftung<br />
auch beste Materialeigenschaften<br />
entgegen der<br />
üblichen Membranmaterialien<br />
wie EPDM oder Silikon.<br />
Das verwendete Membran-Material besitzt eine sehr gute<br />
Beständigkeit gegenüber kommunalem Schmutzwasser – nach<br />
dem aktuellen Merkblatt DWA-M115. Dank des Premium-<br />
Polyurethans überzeugen der Pro₂Air Pre-Pur 601 und der<br />
Pro₂Air Pre-Pur 602 durch hohe Zug- und Reißfestigkeit, Langlebigkeit<br />
und starker Belastbarkeit. Die Membranrohrbelüfter<br />
haben eine hervorragende Dauerknickbeständigkeit. Ein<br />
Verspröden oder Verhärten der Membran findet nicht statt.<br />
Zudem besitzt der Belüfter eine optimierte Schlitzperforation.<br />
Die Membranrohrbelüfter sind dauerhaft mikroben- sowie<br />
hydrolysebeständig.<br />
www.norres.com<br />
Nachrüstlösung für ganzheitliches<br />
Life-Cycle-Management<br />
Der Ventilspezialist Gemü erweitert sein Conexo-Portfolio um<br />
eine Nachrüstlösung für bestehende Anlagen sowie um eine<br />
Cloud-Anbindung. Bei Conexo handelt es sich um eine ganzheitliche<br />
Lösung für das Life-Cycle-Management von Anlagen<br />
jeglicher Art. Das System<br />
besteht aktuell<br />
aus Ventilen, die mit<br />
RFID-Chips versehen<br />
sind, und einer dazugehörigen<br />
IT-Infrastruktur. Jede<br />
relevante Ventilkomponente<br />
ist durch Serialisierung<br />
eindeutig rückverfolgbar<br />
und anhand des<br />
RFID-Readers auslesbar.<br />
Die auf mobilen<br />
Endgeräten installierbare<br />
App erleichtert und<br />
verbessert den Prozess der<br />
„Installation qualification“, macht den Wartungsprozess transparenter<br />
und besser dokumentierbar. Mit dem Portal als zentrales<br />
Element lassen sich sämtliche Daten sammeln, verwalten und<br />
weiterverarbeiten. Nun wurde das Portfolio um eine Nachrüstlösung<br />
erweitert. Mit Retrofit ist es möglich, Ventile in bereits<br />
bestehende Anlagen sowie Produkte von Drittanbietern mit<br />
Conexo nachzurüsten und in die dafür vorgesehene Softwareumgebung<br />
zu integrieren. Ergänzt wird das Produktprogramm<br />
zusätzlich um eine Cloud-Lösung. Hierbei ist keine lokale Installation<br />
des Portals nötig. Diese Art der Anbindung ermöglicht<br />
einen weltweiten und netzwerkunabhängigen Zugriff auf die dort<br />
hinterlegten Daten.<br />
www.gemu-group.com<br />
Kompakte Hochdruckpumpe<br />
Die KSB AG, Frankenthal, hat ihr Portfolio an kompakten<br />
Hochdruckpumpen der Baureihe Movitec um eine horizontale<br />
Variante erweitert. Die neue H(S)I-Ausführung ist für horizontale<br />
Aufstellung konzipiert. Saug- und Druckstutzen sind in der für<br />
Prozesskreiselpumpen üblichen 90°-Ausrichtung angeordnet und<br />
nicht wie bei dieser Pumpenbauweise üblich auf einer Achse<br />
(Inline-<br />
Bauweise). Der<br />
Druckstutzen<br />
lässt sich<br />
wahlweise auch<br />
nach links,<br />
rechts und<br />
unten<br />
anordnen. Dank<br />
dieser Konfiguration<br />
haben<br />
OEMs und<br />
Anlagenbauer<br />
mehr Möglichkeiten, diese vielseitig nutzbaren und effizienten<br />
Pumpen einzusetzen. Sie eignen sich besonders für den Einsatz in<br />
der Wasserversorgung, Wasseraufbereitung, Kühlwasserversorgung,<br />
Kesselspeisung und Druckerhöhung. Alle medienberührten<br />
Bauteile sind aus hochwertigem Edelstahl gefertigt.<br />
Wie auch die anderen Mitglieder der Movitec-Familie, zeichnen<br />
sich die Pumpen der H(S)I-Baureihe durch die Verwendung<br />
hydraulisch optimierter Stufengehäuse und Laufräder aus.<br />
Dadurch sind sie sparsam und günstig in Bezug auf die Energiekosten.<br />
Leicht austauschbare Patronengleitringdichtungen<br />
erleichtern die Wartung und bieten eine große Auswahl an lieferbaren<br />
Werkstoffkombinationen. So kann der Betreiber für jede<br />
Anwendung die optimale Gleitringdichtung auswählen. Das<br />
ermöglicht einen langen und störungsfreien Betrieb.<br />
www.ksb.com<br />
40 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
MIT SICHERHEIT<br />
EDELSTAHL<br />
VERBINDUNGS-<br />
TECHNIK<br />
VON PH.<br />
PH-Katalog<br />
als App für<br />
Android<br />
oder iPad
KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />
Rückschlag-Ventile und<br />
Chemie-Absperrklappen<br />
Ein Armaturenhersteller hat<br />
seine Produktpalette durch eine<br />
Partnerschaft mit einem<br />
Schweizer Unternehmen<br />
erweitert: Die Einklemm-<br />
Düsenrückschlagventile „CSL<br />
Streamliner“ sollen in puncto<br />
Energieersparnis neue Standards<br />
setzen. Ursprünglich wurde die<br />
Technologie entwickelt, um einer<br />
speziellen Kundenanforderung<br />
gerecht zu werden. Die verifizierten Ergebnisse der Leistungstests<br />
übertrafen die Erwartungen an das Projekt bei weitem: Der<br />
Energieverbrauch der Neuentwicklung fiel um 50 % geringer aus<br />
als bei herkömmlichen Rückschlagventilen, sodass es anschließend<br />
mit dem preislich interessanten Gussgehäuse für DN15–100<br />
in die Serienproduktion aufgenommen wurde. Im Ex-Bereich<br />
werden zumeist PTFE-Absperrklappen eingesetzt. Probemessungen<br />
in Labortests ergaben, dass sich trotz der am Gehäuse<br />
angebrachten Erdungslaschen durch das virginale Standard-PTFE<br />
partielle, elektrostatische Ladungen bilden. Durch sogenannte<br />
Gleitstielbüschelentladungen kann dies zu Zündfunken und<br />
somit zu einer Explosion führen. Der Hersteller setzt bei seinen<br />
Absperrklappen PTFE-Grafit ein, was die Bildung solcher elektrischen<br />
Potenziale verhindert.<br />
www.cea-lu.de<br />
Getriebemotoren mit hoher<br />
Leistungsdichte<br />
Weg hat das Getriebemotorenprogramm<br />
WG20 um<br />
Stirnrad-, Flach- und<br />
Kegelstirnradgetriebe<br />
für Nennmomente<br />
von 820 bis<br />
1 550 Nm erweitert.<br />
Diese ergänzen in<br />
zwei Baugrößen die bestehende Produktfamilie für Nennmomente<br />
von 50 bis 600 Nm. Die Gehäuse der neuen Getriebe sind aus<br />
Grauguss gefertigt und besonders robust. Durch die formschlüssige<br />
Verbindung der Verzahnungsteile bieten sie eine präzise<br />
Kraftübertragung über den gesamten Drehzahlbereich. Die<br />
Getriebe sind in einem großen Untersetzungsbereich zwei- bzw.<br />
dreistufig ausgeführt. Die neu konzipierte Verzahnungsgeometrie<br />
ermöglicht hohe Abtriebsdrehzahlen und die Abdeckung großer<br />
Drehzahlbereiche in einer Baugröße. Sie lassen sich mit<br />
Weg-Motoren von 0,12 bis 22 kW kombinieren. Während<br />
Leistungen bis 7,5 kW mit Aluminium-Motoren abgedeckt werden,<br />
sind die Motoren der Baugrößen 160 und 180 ebenfalls aus<br />
Grauguss gefertigt. Diese Asynchronmotoren für Leistungen von<br />
11 bis 22 kW sind Teil der W22-Baureihe. Damit sind sie bis<br />
Energieeffizienzklasse IE4 verfügbar und direkt am Netz<br />
betreibbar.<br />
www.weg.net<br />
Wellschläuche aus Fluorpolymeren<br />
TWIN BALL VALVE<br />
Doppelter Kugelhahn für doppelte Sicherheit<br />
• mit bis zu 4 Barrieren in der Baulänge einer<br />
Standardarmatur<br />
• rein metallisches Dichtsystem<br />
• maßgeschneidert für Medien aller Art<br />
• Temperaturen bis 550°C<br />
• Drücke bis 700 bar<br />
WWW.HARTMANN-VALVES.COM<br />
Wellschläuche aus vollfluorierten<br />
Polymeren<br />
wie PTFE, FEP oder PFA<br />
sind gegen nahezu alle<br />
Arten von Chemikalien<br />
wie Lösungsmittel, Säuren<br />
oder Laugen beständig.<br />
Abhängig vom eingesetzten<br />
Polymer sind sie auch<br />
dauerhaft beständig bei<br />
Temperaturen bis + 260 °C und halten selbst bei kryogenen<br />
Anwendungen stand. Sie sind außerdem UV- und witterungsbeständig<br />
und altern nahezu nicht.<br />
Wellschläuche aus Fluorpolymeren kommen immer dann zum<br />
Einsatz, wenn eine hohe Flexibilität in Verbindung mit extremen<br />
Temperaturen einerseits oder aggressiven Medien andererseits<br />
gefordert ist. „Als Spezialist für die Extrusion von Fluorpolymeren<br />
entwickeln wir kontinuierlich Produkte und individuelle<br />
Lösungen für unsere Kunden. Durch eine eigene Wellschlauchanlage<br />
und einen eigenen Werkzeugbau können wir kurzfristig<br />
und flexibel auf besondere Wünsche unserer Kunden bezüglich<br />
Geometrie, Farb- oder Rohstoffe reagieren“, sagt Holger Heuser,<br />
Geschäftsführer bei APT, einer Tochterfirma von Masterflex.<br />
Geplant ist aber zunächst eine Standard-Produktpalette auf<br />
Basis des Rohstoffs PFA mit Durchmessern von bis zu 50 mm.<br />
„Grundsätzlich sind aber auch Durchmesser von 100 mm und<br />
mehr denkbar. Neben Glatt-, Schrumpf- Spiral- und Formschläuchen<br />
aus nahezu allen voll- und teilfluorierten Polymeren vervollständigen<br />
wir mit den Wellschläuchen unser Sortiment“,<br />
so Heuser.<br />
www.masterflex.de<br />
42 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong><br />
Hartmann-Valves_NEU.indd 1 22.02.<strong>2018</strong> 09:43:37
Dauerhaft dichte Prozessarmatur<br />
Die Zetrix-Prozessarmatur ist nach Angaben<br />
des Herstellers dauerhaft dicht, langlebig<br />
und flexibel einsetzbar – zum Absperren<br />
und Regeln selbst unter anspruchsvollsten<br />
Einsatzbedingungen. Neben der Doppelflansch-<br />
und der Gewindeflansch-Ausführung<br />
gibt es jetzt auch eine Schweißenden-<br />
Variante. Zetrix verbindet die Vorteile einer<br />
metallisch dichtenden Prozessarmatur mit<br />
den Vorteilen einer Klappenbauform. Die<br />
Klappenbauform sichert durch geringe<br />
Platzanforderungen und ein geringes<br />
Gewicht ein optimales Handling. Die tri-exzentrische Konstruktion garantiert durch ein<br />
passgenaues und reibungsfreies Schließen der Armatur eine dauerhaft sichere<br />
Dichtfunktion gemäß DIN EN 12266-1 Leckrate A. Ein möglicher Einsatz als Absperrund<br />
Regelarmatur unterstreicht die Vielseitigkeit der in Stahlguss und Edelstahl verfügbaren<br />
Armatur. Und auch im Fall einer direkten Flammenbeaufschlagung durch einen<br />
Brand behält die neue Armatur für eine gewisse Zeitspanne ihre innere und äußere<br />
Dichtheit. Durch den Firesafe-Test nach ISO 10497/API 607 6th edition wurde dies<br />
bewiesen.<br />
www.ari-armaturen.com<br />
Weichdichtende Einschraubventile<br />
Mechanische Absperrventile, die freien Durchfluss in die<br />
Einschraubrichtung ermöglichen und den Medienstrom in<br />
der anderen Richtung absperren, bietet Weh mit der Reihe<br />
TVR400 in kompakter Bauweise an. Im Gegensatz zu<br />
metallisch dichtenden Ventilsitzen sind diese einschraubbaren<br />
Rückschlagventile weichdichtend. Die Abdichtung<br />
erfolgt durch einen federbelasteten Dichtkegel mit O-Ring.<br />
Die Ventile bestehen aus Edelstahl, was sie geräuscharm<br />
und langlebig macht. Sie eignen sich für hydraulische und<br />
pneumatische Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau, in der Fördertechnik,<br />
Medizintechnik, der Chemie- und Pharmaindustrie und für Gas-Anwendungen.<br />
www.weh.de<br />
Mit Steuerköpfen kombinierbare Multiportventile<br />
Robolux-Multiportventile zeichnen sich durch<br />
kompakte Fluidik, hervorragende Reinigungseigenschaften<br />
und hohe Prozesszuverlässigkeit<br />
aus. Basierend auf der Membranventiltechnologie<br />
verbinden diese patentierten Ventile<br />
unabhängige Umschaltfunktionen für zwei<br />
Prozesse in einem Gehäuse mit nur einer<br />
Membran und nur einem Stellantrieb. Das<br />
kompakte Multiportventil benötigt ca. 40 %<br />
weniger Platz als herkömmliche Ventilverteiler<br />
und lässt sich besser sterilisieren. Das geringe<br />
Innenvolumen und die Eliminierung von Totraum beschleunigen die Reinigung und<br />
stehen somit für erhöhte Prozesseffizienz und höhere Produktausbeute.<br />
Im Rahmen eines neuen Stellantriebkonzepts können Robolux-Ventile nun auch mit<br />
den Steuerköpfen der Serie Element kombiniert werden. Dadurch eröffnen sich neue<br />
Möglichkeiten für die dezentrale Automatisierung von Produktionsabläufen im<br />
Hygienebereich. Durch die Integration aller erforderlichen Automatisierungsfunktionen<br />
im eigentlichen Steuerkopf können die Ventile direkt am Montageort mit allen erforderlichen<br />
Automatisierungskomponenten ausgestattet werden.<br />
ReLock ®<br />
Für Pharma,<br />
Biochemie und Lebensmittel<br />
• betriebssicher<br />
und effizient<br />
• Anschlüsse nach DIN, ISO<br />
und BS/ASME BPE Normen<br />
• einfache Montage mit<br />
Silikonund<br />
PTFE-Schläuchen<br />
• für alle gängigen<br />
Anschlüsse möglich<br />
SIL<br />
100<br />
SIL<br />
200<br />
SIL<br />
300<br />
SIL<br />
300<br />
PTFE<br />
PHARMA-KONGRESS<br />
Düsseldorf, 24./25. April <strong>2018</strong><br />
Besuchen Sie uns: Stand 75<br />
www.marsoflex.de<br />
www.buerkert.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 43<br />
Markert.indd 1 26.02.<strong>2018</strong> 15:06:47
BETRIEBSTECHNIK<br />
Verbesserte Performance<br />
Retrofit der Wägesteuerung optimiert Absackprozesse<br />
Vertraute Funktionalität und<br />
Zuverlässigkeit in zeitgemäßer<br />
Technologie – der Klebsand-<br />
Hersteller EKW GmbH hat mehrere<br />
Schleuderbandpacker mit neuen<br />
Wägesteuerungen ausgerüstet.<br />
Das Retrofit ermöglichte die<br />
Visualisierung der kompletten<br />
Packstation in der zentralen<br />
Anlagenführung und die Integration<br />
aller Verpackungsprozesse in das<br />
ERP-System.<br />
Autor: Ulrich Konrad, Entwicklung, B+L<br />
Industrial Measurements GmbH, Heidelberg<br />
Die Modernisierung der Wägesteuerungen<br />
ist Teil eines umfangreichen Retrofits<br />
verschiedener Packgruppen im Klebsandwerk<br />
der EKW GmbH im pfälzischen<br />
Eisenberg. „Wir haben die gesamte Steuerungstechnik<br />
erneuert, dabei die Programmierung<br />
der alten Automatisierungssysteme<br />
übernommen und angepasst, zusätzlich<br />
neueste Sicherheitstechnik integriert<br />
und natürlich auch bei den Wägesteuerungen<br />
einen wahren Generationenwechsel<br />
vollzogen“, erläutert Meik Wendel, SPS-Programmierer<br />
bei EKW GmbH. Das Unternehmen<br />
setzt seit den 80er-Jahren Wägesteuerungen<br />
von B+L ein. „Sie haben sich<br />
dauerhaft als sehr präzise und zuverlässig<br />
erwiesen“, bilanziert Axel Deubert, Leiter<br />
der Elektro- und Instandhaltungswerkstatt<br />
bei EKW GmbH.<br />
„Die neuen Minipond-Wägesteuerungen<br />
haben zudem in<br />
Vergleichstests mit<br />
anderen Fabrikaten<br />
am besten abgeschnitten<br />
– und<br />
schließlich haben<br />
wir uns auch wegen<br />
des sehr guten und schnellen Supports<br />
durch B+L für die Miniponds entschieden.“<br />
Ein wichtiges Argument – denn einzelne<br />
Klebsandsorten können durch unterschiedliche<br />
Zusammensetzung, Feuchte und Körnung<br />
aus dosier- und verpackungstechnischer<br />
Sicht ganz erheblich variieren.<br />
Einfache Bedienung beibehalten<br />
Klebsand – wie er im Werk Eisenberg abgebaut,<br />
aufbereitet, gemischt und verladen<br />
oder abgesackt wird – ist ein wesentlicher<br />
Ausgangsstoff für viele Produkte. Die kunden-<br />
oder anwendungsspezifisch verschiedenen<br />
Klebsandsorten werden in der zentralen<br />
Mischanlage hergestellt. Von dort<br />
Die Anbindung an die<br />
Waagen und an das<br />
übergeordnete Automatisierungssystem<br />
per Feldbus<br />
ist reibungslos verlaufen.<br />
Meik Wendel, SPS-Programmierer,<br />
EKW GmbH<br />
44 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
BETRIEBSTECHNIK<br />
werden sie entweder als loses Schüttgut<br />
verladen oder über Förderbänder und Silobunker<br />
verschiedenen Packgruppen zugeführt.<br />
„In diesen Packgruppen kommen<br />
mehrere Schleuderbandpacker zum Einsatz,<br />
die den Klebsand in Säcke mit einem<br />
Füllgewicht von 25 kg abpacken“, erklärt<br />
Meik Wendel. Bedient wird jede Packgruppe<br />
von einem Mitarbeiter, der die Ventilsäcke<br />
auf den Packstutzen aufsteckt und<br />
zu Beginn des Absackprozesses den für das<br />
Produkt passenden, voreingestellten Parametersatz<br />
der Klebsandsorte abruft.<br />
„Schon die vorherigen Steuerungen von<br />
B+L waren sehr bedienfreundlich“, blickt<br />
Axel Deubert zurück. „Der Mitarbeiter<br />
brauchte nur die Klebsandsorte aufzurufen<br />
– damit sind die erforderlichen Dosierparameter<br />
eingestellt. Diesen Bedienkomfort<br />
wollten wir auch nach dem Retrofit<br />
nicht missen.“ In der Praxis war es vor allem<br />
die zunehmend schwierige Ersatzteilversorgung,<br />
die zur Modernisierung der Packstationen<br />
führte. Gleichzeitig bot dies aber<br />
auch die Gelegenheit, mit einer Wägesteuerung<br />
der neuesten Generation eine Reihe<br />
bislang nicht realisierbarer Möglichkeiten<br />
und Funktionen in die gesamte Prozesssteuerung<br />
zu implementieren.<br />
Das Ziel war es, den gesamten Absackprozess<br />
transparenter zu machen, ihn in<br />
das ERP-System zu integrieren und mit<br />
Blick auf künftige Integrations- und Dokumentationsanforderungen<br />
höchstmögliche<br />
Zukunftssicherheit zu gewährleisten. Die<br />
Minipond-Steuerungen sind hierfür bestens<br />
ausgestattet.<br />
Aufs Gramm genau absacken<br />
Mit dem EG-zugelassenen Minipond von<br />
B+L Industrial Measurements hat sich EKW<br />
für eine eichfähige Wägesteuerung entschieden,<br />
die hoch präzise und wiederholgenaue<br />
Füll- und Dosierabläufe von Granulaten<br />
und rieselfähigen Feststoffen gewährleistet.<br />
Der Bediener kann per Tastendruck<br />
zwischen mehreren speicherbaren Voreinstellungen<br />
wählen und die Wägesteuerung<br />
so schnell auf andere Produkte – bspw. unterschiedliche<br />
Klebsandsorten – und Füllgewichte<br />
umschalten.<br />
Für die unterschiedlichen Eigenschaften<br />
der Produkte und das Einsatzumfeld der<br />
Schleuderbandpacker bei EKW besonders<br />
entscheidend sind verschiedene Merkmale<br />
der Minipond-Steuerungen. Ihre digitale<br />
Filtertechnik, die praxisbewährten Auswertealgorithmen<br />
und die intelligente Nachstromautomatik<br />
gewährleisten auch bei<br />
Vibrationen, Waagenschwingungen und<br />
Klebsanden mit variierender Dichte und<br />
Konsistenz höchste Dosiergenauigkeit und<br />
dadurch hochgradig präzise Abfüllergebnisse.<br />
„Hier zeigt sich ganz konkret die<br />
große Erfahrung von B+L Industrial Measurements<br />
mit verschiedenen Verpackungsmaschinenherstellern,<br />
unterschiedlichen<br />
Packereigenschaften und einer Vielfalt von<br />
Füllstoffen“, bestätigt Axel Deubert.<br />
Gleichzeitig überwacht jedes Minipond in<br />
den Packgruppen bei EKW automatisch<br />
eine Vielzahl von Prozessparametern, die<br />
bei der Optimierung der Anlage unterstützen.<br />
Erfasst und ausgewertet werden unter<br />
anderem Füllgewicht, Toleranzen und Prozessfehler.<br />
Zusätzlich können Daten wie<br />
Anzahl und Gesamtsumme sowie Diagnosedaten<br />
in der Steuerung protokolliert werden.<br />
Bei all diesen Möglichkeiten ist die<br />
Wägesteuerung über ihre dialoggeführte<br />
Menü-Oberfläche dennoch einfach und intuitiv<br />
bedienbar. „Dies hat eine sehr unkomplizierte<br />
Inbetriebnahme in Eigenregie ermöglicht“,<br />
blickt Meik Wendel zurück. „Die<br />
Anbindung an die Waagen wie auch an das<br />
übergeordnete, neue Automatisierungssystem<br />
per Feldbus ist reibungslos verlaufen –<br />
und nach einer kurzen Bedienerschulung<br />
durch B+L waren die Mitarbeiter gleich mit<br />
dem neuen System vertraut.“<br />
Perspektive Industrie 4.0<br />
Generell verfügt das Minipond über vielfältige<br />
steuerungstechnische Integrationsoptionen:<br />
Dank digitaler I/Os, Ethernet-<br />
Schnittstelle, Modbus-Protokoll sowie optionaler<br />
Feldbusschnittstellen bspw. für Profibus,<br />
Profinet oder EtherNet/IP lässt es sich<br />
flexibel in nahezu jedes Maschinen- und<br />
Steuerungsumfeld einbinden. „Damit hatten<br />
wir bei EKW jetzt die Möglichkeit, die<br />
Wägesteuerungen in unser ERP-System zu<br />
vernetzen und das bisherige Palettengenaue<br />
Absacken durch die Erfassung und<br />
Einhaltung eines Sack-genauen Gewichtes<br />
zu ersetzen“, erläutert Axel Deubert. „Der<br />
gesamte Abfüllprozess wird jetzt bis zum<br />
verschlossenen Ventilsack ohne Medienbruch<br />
gesteuert und dokumentiert. Sollte<br />
zu einem späteren Zeitpunkt einmal eine<br />
Eichfähigkeit des Absackprozesses erforderlich<br />
werden, sind wir mit den Minipond-<br />
Steuerungen messtechnisch wie auch ITmäßig<br />
auf der sicheren Seite.“<br />
Hilfreich ist in diesem Zusammenhang,<br />
dass EKW nach dem Retrofit erstmals aus<br />
der Ferne auf alle Miniponds zugreifen kann.<br />
Möglich macht dies der integrierte Webserver<br />
der Wägesteuerungen. „Diese mit der<br />
Modernisierung neue Funktionalität nutzen<br />
wir zur Anbindung aller Miniponds der<br />
Packgruppen an die zentrale Visualisierung<br />
in unserer Elektro- und Instandhaltungswerkstatt“,<br />
erläutert Meik Wendel. „Wir<br />
sehen sofort, wie die Anlage läuft, welche<br />
Steuerung wie arbeitet und welche Fehlermeldungen<br />
im Betrieb auftraten. Wir können<br />
uns bei Bedarf in die Fehler-Historie<br />
einloggen und so Einstellungen, Veränderungen<br />
oder Bedienfehler nachvollziehen.“<br />
Eine weitere Möglichkeit, die der Webserver<br />
bietet, ist der Fernzugriff von außen<br />
auf alle Wägesteuerungen. „Dadurch können<br />
wir B+L auch kurzfristig einen Zugang<br />
01 Die Klebsandsorten werden aus der<br />
zentralen Mischanlage kommend entweder<br />
als loses Schüttgut verladen oder den<br />
verschiedenen Packgruppen zugeführt<br />
02 Das platzsparende Bedienpanel der<br />
Wägesteuerung überzeugt durch eine<br />
benutzerfreundliche Menüführung<br />
per Browser direkt in die Packgruppen ermöglichen,<br />
bspw. zur Einstellung von Parametern,<br />
zur Funktionsprüfung oder zur<br />
Fehlerdiagnose. Im Ernstfall lassen sich<br />
Fehler schnell beheben, was die Verfügbarkeit<br />
der Anlage gewährleistet“, sagt Axel<br />
Deubert. Diese Zugriffsmöglichkeit vereinfacht<br />
zudem die Datensicherung und das<br />
Firmware-Update. Gleichzeitig kann das<br />
Minipond 3F über die Busschnittstellen<br />
auch in Industrie-4.0-gerechte Strukturen<br />
und Anwendungen eingebunden werden,<br />
beispielsweise in Condition-Monitoring-<br />
Applikationen auf übergeordneter Leitebene<br />
oder in der Cloud. „All dies macht die<br />
Minipond 3F nicht nur zu einer zuverlässigen,<br />
sondern auch einer zukunftssicheren<br />
Wägesteuerung“, bestätigt Axel Deubert.<br />
Mit Blick auf die stetig zunehmende Umsetzung<br />
digitalisierter Strukturen in verfahrenstechnischen<br />
Anlagen „ist Industrie 4.0<br />
auch für uns eine mögliche Perspektive“,<br />
wagt Axel Deubert einen Blick nach vorne.<br />
Fotos: Fotolia (Sikov, #175304766), B+L<br />
www.bl-im.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 45
BETRIEBSTECHNIK<br />
Palettierlösung in der Getränkeabfüllung<br />
In einem Werk in Indonesien werden kohlensäurehaltige Softdrinks,<br />
Tees und Säfte in PET-Flaschen sowie Tees in Kunststoffbechern<br />
abgefüllt. In enger Zusammenarbeit mit dem Team am<br />
Standort des Kunden haben die Ingenieure von Gebo Cermex<br />
eine neue, auf den Bedarf des Werks zugeschnittene automatische<br />
Palettierlösung entwickelt, die Lagenpalettierer, Palettenförderer<br />
und einen Stretchwickler für die beladenen Paletten<br />
vereint. Um die angestrebte Produktionsleistung von<br />
3 600 Kartons pro Stunde zu erreichen, wurden drei kleine<br />
Palettierer (einer pro Packbereich) – kombiniert mit einem<br />
fahrerlosen Transportsystem – als wirtschaftlichste und operativ<br />
effizienteste End-of-Line-Lösung erachtet. Dadurch konnte der<br />
Gabelstaplerverkehr reduziert und damit die Sicherheit am<br />
Standort erhöht werden. Bei den drei U-förmigen Palettierern<br />
befinden sich die Aufnahme der leeren Paletten und die Ausgabe<br />
der beladenen Paletten auf<br />
derselben Maschinenseite. Das<br />
fahrerlose Transportsystem bringt<br />
die beladenen Paletten zu einem<br />
Palettenförderer, auf dem die<br />
Paletten mit Stretchfolie umwickelt<br />
werden.<br />
www.gebocermex.com<br />
Maßgeschneiderter Explosionsschutz<br />
Jede Explosionsschutzlösung zeigt<br />
im Einsatz beim Kunden, was sie<br />
kann. Hier kommt es vielfach<br />
darauf an, das jeweilige System<br />
mit der gebotenen Präzision an<br />
die Gegebenheiten vor Ort anzupassen<br />
und einen Technologie-<br />
Mix zu realisieren. „Sofern es die<br />
Risikolage erfordert, kann es<br />
durchaus ratsam sein, eine Berstscheibe<br />
oder eine Lösung zur<br />
flammenlosen Druckentlastung<br />
mit einem aktiven System zu<br />
kombinieren“, erklärt Markus<br />
Häseli, Director of Sales Europe<br />
bei IEP Technologies. „Wo ein ganzheitlicher Blick gefordert ist,<br />
stellen wir unsere Expertise als Systemanbieter in den Dienst<br />
unserer Kunden. Wann immer die Vermeidung von Explosionsrisiken<br />
nicht zum Ziel führt, erarbeiten wir die technisch und<br />
wirtschaftlich optimale Lösung aus passivem oder aktivem<br />
Explosionsschutz – oder kombinieren beides zu einem maßgeschneiderten<br />
Gesamtsystem.“<br />
www.ieptechnologies.com<br />
Kompakte Umwälzkühler für das Labor<br />
Die kompakten Huber Minichiller eignen sich als Kühllösung für<br />
zahlreiche Laborapplikationen. Eine Kalkulation für Wasser- und<br />
Abwasserkosten ergibt laut Hersteller, dass ein Minichiller in einer<br />
Arbeitswoche bis zu 48 000 l Wasser<br />
einsparen kann. Die Geräte benötigen<br />
mit 225 × 360 mm Stellfläche<br />
nur wenig Platz auf dem<br />
Labortisch und bieten Arbeitstemperaturen<br />
von – 20 bis + 80 °C bei<br />
einer Kälteleistung von 300 W.<br />
Minichiller werden zum Kühlen von<br />
Reaktorblöcken, Dampfsperren,<br />
Vakuumpumpen, Rotationsverdampfern<br />
oder Wärmeübertragern eingesetzt. Die Geräte<br />
ermöglichen stabile Applikationsbedingungen durch konstante<br />
Werte für Temperatur, Druck und Durchfluss und erlauben einen<br />
Dauerbetrieb bei Umgebungstemperaturen bis + 40 °C.<br />
Zum Funktionsumfang gehören ein großes, helles Oled-Display<br />
sowie RS232- und USB-Schnittstellen. Eine Anschlussbuchse für<br />
einen Pt100-Messfühler (keine Regelung) ist optional ab Werk<br />
erhältlich. Gegen Aufpreis ist zudem eine integrierte Heizung<br />
lieferbar, der Temperaturbereich wird dadurch auf + 100 °C<br />
erweitert. Minichiller gibt es luft- und wassergekühlt, alle Modelle<br />
arbeiten mit natürlichem Kältemittel.<br />
www.huber-online.com<br />
Förderband zur Waggonentladung von<br />
Schüttgut<br />
Der neue fahrbare Schüttgutförderer zur Waggonentladung bietet<br />
eine gute Anpassungsfähigkeit an veränderliche Umgebungen. Er<br />
ist ähnlich wie ein Lkw-Anhänger konzipiert – entsprechend<br />
schnell ist er überall am Schienenstrang positioniert. Das Hauptförderband<br />
ist über Hydraulik flexibel anstellbar und ist damit<br />
auf spezifische Ausgabesituationen – wie die Verladung auf<br />
unterschiedlich hohe Lkw – anpassbar. Das zusätzliche Aufgabeband<br />
ist ausfahrbar, damit das Anhängergestell nicht zu nah ans<br />
Gleisbett gefahren werden muss. Zudem ist es im Neigungswinkel<br />
verstellbar und horizontal schwenkbar, sodass es flexibel unter<br />
den Ausgabeöffnungen der<br />
Waggons positioniert werden<br />
kann, ohne die Waggons<br />
zeitaufwändig in eine exakte<br />
Position rangieren zu müssen.<br />
Der Durchsatz des Schüttgutförderers<br />
beträgt inklusive<br />
50 % Rangierzeit 200–250 t/h.<br />
Bei schnellerem Rangieren<br />
sind auch höhere Ausgabekapazitäten bis hin zu theoretischen<br />
400 t/h bei Dauerentleerung möglich. Die Standardlänge des<br />
Schüttgutförderers beträgt 12 m.<br />
www.apullma.de<br />
Molchtechnik für schonenden Transport in Rohrleitungen<br />
Das hygienische Uresh Molchsystem gewährleistet einen schonenden<br />
Transport in Rohrleitungen, dabei wird gleichzeitig die<br />
Rohrleitung hygienisch sauber gehalten. Dank dieses Verfahrens<br />
ist eine komplette Entleerung des Leitungssystems möglich.<br />
Verlustfrei und ohne Verzögerung kann die nächste Charge<br />
bearbeitet werden.<br />
Ein Molch ist ein flexibler Körper aus Silikon. Die Molchtechnik<br />
zeichnet sich durch geringen Produktverlust und Zeitersparnis<br />
aus, ist flexibel und kann problemlos in bestehende Anlagen integriert<br />
werden.<br />
www.uresh.ch<br />
46 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
BETRIEBSTECHNIK<br />
Mobile Einheit prüft Entlüftungsfähigkeit<br />
Mit Schüttgut gefüllte Säcke<br />
werden nach dem Verschließen<br />
flach liegend<br />
auf Paletten gestapelt.<br />
Stabil ist ein solcher Stapel<br />
aber erst, wenn die übereinanderliegenden<br />
Säcke<br />
entlüftet sind. Mit dem<br />
neuen Beumer Bag Tester<br />
erhält der Anwender<br />
wichtige Informationen<br />
über das Füllverhalten des jeweiligen Sackes. Das ist sowohl für<br />
die Sackherstellung und die Abfülltechnik als auch für den<br />
Transport und die Logistik relevant. Über ein Stromregelventil<br />
am Gerät lässt sich der Volumenstrom stetig erhöhen, bis sich ein<br />
konstanter Druck von 50 mbar<br />
einstellt. Bei diesem Druck<br />
kann der Nutzer den aktuellen<br />
Volumenstrom, der die<br />
Luftdurchlässigkeit angibt, am<br />
Durchflussmengenmesser<br />
ablesen. Ein Füllstutzen mit<br />
Blähmanschette dichtet das<br />
Sackventil bei der Luftmengenmessung<br />
zuverlässig ab.<br />
Im Lieferumfang ist eine<br />
zusätzliche Blähmanschette<br />
für Ventilweiten von bis zu<br />
200 mm enthalten. Einfach<br />
bedienen lässt sich das Gerät<br />
über das digitale Anzeigegerät.<br />
Neue Website für Pyrometer<br />
Auf der neuen Internetpräsenz<br />
sind jetzt alle<br />
Produkte von Fluke<br />
vereint. Die Neugestaltung<br />
der Internetpräsenz<br />
war erforderlich, nachdem<br />
sich die Marken<br />
Raytek, Ircon und Datapaq<br />
zu einem Unternehmen<br />
zusammengeschlossen<br />
hatten.<br />
Datenblätter und weitergehende Ressourcen zu den Produkten<br />
können sofort heruntergeladen werden.<br />
www.flukeprocessinstruments.de<br />
Weltpremiere auf der<br />
LogiMAT vom 13. bis 15.03.18,<br />
Halle 7, Stand-Nr. C61<br />
www.beumergroup.com<br />
Hitzestabile<br />
Polyamid-Variante<br />
Der Spezialchemie-Konzern<br />
Lanxess hat ein neues<br />
Hitzestabilisierungssystem<br />
namens XTS2 für die<br />
Polyamid-66-Varianten von<br />
Durethan entwickelt. Es hebt<br />
deren Wärmealterungsbeständigkeiten<br />
so stark an, dass<br />
diese im Bereich der<br />
Wärmeformbeständigkeiten<br />
liegen. „Dank der neuen<br />
eisenfreien Thermostabilisierung<br />
halten unsere Polyamid-<br />
66-Typen Dauereinsatztemperaturen<br />
bis 230 °C aus. Sie sind<br />
dadurch eine Alternative zu<br />
teuren, hitzestabilisierten<br />
Spezialthermoplasten wie etwa<br />
voll- oder teilaromatischen<br />
Polyamiden oder Polyphenylensulfid“,<br />
erklärt Dr. Thomas<br />
Linder, Experte in der Materialentwicklung<br />
Durethan bei<br />
Lanxess.<br />
DIE NEUE<br />
BENCHMARK<br />
IN DER<br />
HEBETECHNIK<br />
IN 30 SEKUNDEN AUF IHREM SCHREIBTISCH<br />
Erleben Sie den neuen Mini in Augmented<br />
Reality! Einfach die App AiR-hoists downloaden<br />
und diese Anzeige scannen.<br />
Oder: newgreatmini.com<br />
www.lanxess.de
BETRIEBSTECHNIK<br />
Optimierung der Lieferkette<br />
Ove Plasmatec bietet zusätzlich zum Reinigen, Beschichten und<br />
Behandeln von Dichtungen Logistikdienstleistungen, die Lieferzeiten<br />
verkürzen und Kosten senken. Zahlreiche Leistungen wie die<br />
Optimierung von Losgrößen oder von Fahrtstrecken gehen weit<br />
über das Verpacken und<br />
Versenden der bearbeiteten<br />
Dichtungen<br />
hinaus. Der Dienstleister<br />
kann Dichtungen<br />
nach dem Beschichten<br />
beispielsweise kontrollieren,<br />
die Verpackungen<br />
kundenspezifisch beschriften<br />
und belabeln.<br />
Ebenso gehört der<br />
direkte Versand an den<br />
Anwender zum Angebot. Dabei sind maschinelle und manuelle<br />
Sonderverpackungen nach kundenspezifischen Verpackungsvorschriften<br />
möglich.<br />
www.ove-plasmatec.de<br />
Neuartiges „Thermo-Endoskop“<br />
Die neue Infrarot-Wärmebildkamera<br />
inklusive Datenlogger<br />
verfügt über einen abgesetzten<br />
Kamerakopf und eine Smartphone-große<br />
Kontrolleinheit.<br />
Somit lassen sich viele Applikationen<br />
bequem aus unterschiedlichen<br />
Positionen heraus<br />
analysieren. Als Kamerakopfteil<br />
sind 70°/35°-Objektivtypen<br />
verfügbar. Laut Hersteller lässt<br />
sich die Kamera auch von<br />
Anfängern einfach und intuitiv<br />
bedienen. Die Tasten lassen<br />
sich mit häufig genutzten<br />
Funktionen benutzerspezifisch belegen. Daten lassen sich in<br />
CSV-Dateien auch ohne PC-Verbindung speichern. Die schutznormgeprüfte<br />
Sensoreinheit (IP64) erlaubt Arbeiten in verschmutzter<br />
und feuchter Umgebung.<br />
www.irpod.net<br />
Individuelle Industriereinigung<br />
In einem Aluminiumwerk wie bei Trimet<br />
in Voerde industriell zu reinigen, ist eine<br />
besondere Aufgabe – denn die Produktionsstätten<br />
von Aluminium haben ihre<br />
Eigenheiten, bedingt durch die Herstellung<br />
mittels elektrischer Stoffumwandlung,<br />
kurz Elektrolyse. Eine der Luftreinhaltungsanlagen<br />
in der Anodenfabrik<br />
sowie die des Brennofens von Trimet<br />
sollten von Teerpech-Rückständen aus<br />
dem Herstellungsprozess befreit werden.<br />
Lobbe Industrieservice hat dazu eine eigene Konstruktion zur<br />
Reinigung der Verbindungsrohre zwischen den beiden Rauchgasanlagen<br />
eingesetzt: Einen Tankwaschkopf im Käfig. Diese Neukonstruktion<br />
eignet sich in der Aluminium-Produktion für gekrümmte<br />
Rohre. Der Tankwaschkopf erreicht auch äußerst schwer<br />
zugängliche Stellen und der Facharbeiter befindet sich außerhalb<br />
des Gefahrenbereiches. Zum anderen setzten die Fachleute von<br />
Lobbe eine große Kanalreinigungsdüse ein, die hier zur Reinigung<br />
einer großen Abgasleitung verwendet wurde.<br />
www.lobbe.de<br />
Einfache Ein-Komponenten-Dosierung<br />
Die Software-Funktion Easyfill wurde entwickelt, um der<br />
steigenden Nachfrage nach einfachen Wäge- und Dosierelektroniken<br />
zu begegnen. Die Minebea Intec Wägeelektroniken mit<br />
Easyfill können Dosierprozesse<br />
als Stand-alone-<br />
Lösung steuern oder in<br />
bestehende SPS- oder<br />
PC-Systeme integriert<br />
werden – ohne zusätzlichen<br />
Programmieraufwand.<br />
Die Software<br />
gewährleistet eine unkomplizierte und automatisierte Abfüllung<br />
von Rohmaterialien wie Flüssigkeiten, Pulvern und Granulaten.<br />
Die Wägeelektroniken mit Easyfill ermöglichen eine einfache<br />
Integration in Produktionsnetzwerke durch verschiedene<br />
Optionen und Kommunikations-Schnittstellen. Der Prozess<br />
wird direkt über die enthaltenen digitalen Ein- und Ausgänge<br />
gesteuert. Die integrierte Website bietet dabei eine benutzerfreundliche,<br />
zeit- und kostensparende Konfigurationsmöglichkeit<br />
für den Dosierprozess.<br />
www.minebea-intec.com<br />
Inserentenverzeichnis Heft 3/<strong>2018</strong><br />
Modulare Förderplattform<br />
Amixon, Paderborn29<br />
Azo, Osterburken19<br />
Bosch Industriekessel,<br />
Gunzenhausen 13<br />
Dechema, Frankfurt 7<br />
Denios, Bad Oeynhausen 6<br />
Fette Compacting, Schwarzenbek 5<br />
Filtration Group, Öhringen 35<br />
Flux-Geräte, Maulbronn 37<br />
Greif-Velox, Lübeck 36<br />
Hartmann Valves, Burgdorf 42<br />
Hillesheim, Waghäusel 9<br />
Igus, Köln 38<br />
Markert + Co., Neumünster 43<br />
Neuhaus, Witten 47<br />
OhmEx, Großwallstadt 15<br />
Papenmeier, Schwerte 49<br />
PH Industrie-Hydraulik, Sprockhövel41<br />
Protectoplus, Rendsburg 49<br />
Ruwac, Melle 49<br />
Schrage Rohrkettensystem,<br />
Friedeburg 3<br />
Uni-Fördertechnik, Salzgitter39<br />
Warex Valve, Senden 23<br />
Will & Hahnenstein, Herdorf 8<br />
Beilagen:<br />
Aerzener Maschinenfabrik, Aerzen<br />
Quantachrome, Odelzhausen<br />
Mops von System Logistics ist ein vollautomatisches Kommissioniersystem,<br />
das in der Lage ist, Mischpaletten aus verschiedenen<br />
Artikeln und Verpackungen herzustellen. In dieses System fügt<br />
sich die modulare Fördererplattform (MCP) von Interroll ein. Das<br />
Hauptelement der Plattform ist ein robustes modulares System,<br />
das die verschiedenen<br />
Schlüsselelemente der<br />
Transportsysteme zu einer<br />
vollständigen Lösung mit<br />
hoher Systemperformance<br />
verbindet.<br />
www.interroll.com<br />
48 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
Schmiermittelfreies Stehlager<br />
Das neue kugelgelagerte Stehlager Xiros wird aus dem FDA-konformen<br />
Hochleistungskunststoff Xirodur B180 hergestellt. Im<br />
Vergleich zu metallischen Lösungen spart der Anwender mit dem<br />
neuen leichtläufigen Lager 83 % Gewicht<br />
ein. Dank gleicher Abmessungen der<br />
Lochabstände ist ein 1:1 Austausch schnell<br />
und einfach möglich. Durch seinen<br />
besonderen Werkstoff und die verbauten<br />
Edelstahlkugeln ist das Lager besonders<br />
leichtläufig und zudem korrosionsbeständig<br />
sowie schmiermittelfrei.<br />
Das Stehlager ist spülbar und eignet sich<br />
für Anwendungsumgebungen von bis zu + 80 °C. Hochbelastbar<br />
hält das Lager bis zu 50 kg bei bis zu 850 rpm stand. Das neue<br />
Stehlager ist für Wellen mit einem Durchmesser von 25 mm<br />
verfügbar. Auf Anfrage sind weitere Größen erhältlich.<br />
www.igus.de<br />
Gaswarnsystem in rauer Umgebung<br />
Ein neuer ortsfester Gastransmitter sorgt auch in anspruchsvollen<br />
Umgebungen laut Hersteller länger für mehr Sicherheit von Anlagen<br />
und Mitarbeitern bei niedrigen Gesamtbetriebskosten. Der<br />
S5000 kann über eine Magnetschnittstelle bedient werden, über<br />
eine einzige Berührungstaste auf der Anzeige oder auf bis zu 23 m<br />
Entfernung per Smartphone mit Bluetooth. Durch die Möglichkeit,<br />
zwei Sensoreingänge in einem Transmitter zu kombinieren, verdoppelt<br />
der Transmitter die Abdeckung und minimiert gleichzeitig<br />
den Aufwand. Die Sensorangebote wurden ebenfalls erweitert, um<br />
die Nutzungsdauer zu maximieren und die Wartung zu minimieren.<br />
Das Gerät ist mit Sensoren für toxische Gase und Sauerstoff<br />
ausgestattet sowie mit einem H 2<br />
S-Metalloxid-Halbleiter für die<br />
Messung von und mit wartungsarmen Infrarotsensoren.<br />
www.msasafety.com<br />
Kontinuierliche Schmierung von<br />
Förderbandanlagen<br />
Anz_ESL51_LED_Vt_90 x 60 mm_<strong>2018</strong><br />
Lumistar Mini-Schauglasleuchte<br />
ESL 51-LED<br />
Umgebungstemperatur bis 50°C<br />
• Leistungsstark<br />
• Extrem robust<br />
• Wenig Platzbedarf<br />
• Universelle<br />
Befestigungsmöglichkeit<br />
info@lumiglas.de | www.lumiglas.de<br />
F90 Brandschutzcontainer<br />
aus Stahl mit DIBt Zulassung<br />
feuerbeständig innen und außen<br />
beständig • sicher • lagern<br />
Wir saugen<br />
alles ...<br />
Neu<br />
Papenmeier.indd 1 16.02.<strong>2018</strong> 09:27:50<br />
PLUS<br />
www.protecto.de<br />
Protectoplus.indd 1 25.01.<strong>2018</strong> 07:36:27<br />
Zur Schmierung der Antriebsoder<br />
Umlenkrollen in Förderbandanlagen<br />
sind oftmals lange<br />
Wegstrecken zu überbrücken.<br />
Außerdem müssen die Schmierstellen<br />
gleichzeitig bei rauen<br />
Umgebungsbedingungen gegen<br />
Schmutz und Wasser<br />
abgedichtet sein. Manuelles<br />
Nachschmieren wird durch die ständige Rotation der Bänder<br />
erschwert. Werden vorgegebene Schmierintervalle nicht<br />
eingehalten, kann es zum komplettem Anlagenausfall kommen.<br />
An Förderbändern hat sich laut Hersteller seit vielen Jahren der<br />
Perma Star Vario im Einsatz bewährt. Das elektromechanische<br />
Schmiersystem sorgt für eine exakt auf die Schmierstelle<br />
abgestimmte Dosierung über einen einstellbaren Zeitraum. Somit<br />
kommt es weder zu einer Mangel-, noch zu einer Überschmierung<br />
und einer eventuell damit verbundenen Verunreinigung. Für<br />
alle Anwendungen stehen geeignete Schmierstoffe zur Auswahl.<br />
www.perma-tec.com<br />
… wirklich alles<br />
RUWAC<br />
Industriesauger GmbH<br />
Westhoyeler Str.25<br />
49328 Melle-Riemsloh<br />
Telefon: 0 52 26 - 98 30-0<br />
Telefax: 0 52 26 - 98 30-44<br />
Web: www.ruwac.de<br />
E-Mail: ruwac@ruwac.de<br />
VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 49<br />
Ruwac.indd 1 06.05.2014 16:34:40
VERFAHRENSTECHNIK IM ALLTAG I SERIE<br />
Das Glasperlenspiel<br />
Aus einem Sandgemisch oder aus Altglas – Murmelherstellung leicht gemacht<br />
Murmeln faszinieren Kinder wie Erwachsene gleichermaßen –<br />
völlig rund und glatt, in unterschiedlichen Farben und Mustern<br />
kullern sie über abenteuerliche Holzbahnen oder durch<br />
Kinderzimmer. Die meisten Glasmurmeln werden heutzutage<br />
maschinell gefertigt.<br />
Murmeln lassen sich aus Altglas ebenso<br />
herstellen wie aus einem Gemisch<br />
von ca. 70 % Siliziumdioxid (SiO 2<br />
), 15–20 %<br />
Natriumoxid (Na 2<br />
O) und 10–15 %Calciumoxid<br />
(CaO). Dabei sorgt Quarzsand als fast<br />
reiner SiO 2<br />
-Träger für die Netzwerkbildung.<br />
Soda (Na 2<br />
CO 3<br />
) und Pottasche<br />
(K 2<br />
CO 3<br />
) dienen als Flussmittel, um den<br />
Schmelzpunkt von Siliziumoxid zu senken.<br />
In der Schmelze wird Kohlenstoffdioxid<br />
frei und löst sich als Gas aus dem Glas. Der<br />
Kalk dient auch als Netzwerkwandler.<br />
Während des Schmelzens zersetzt er sich<br />
zu Kohlendioxid und Calciumoxid. CaO<br />
erhöht in mäßiger Zugabe (10–15 %) die<br />
Härte und chemische Beständigkeit des<br />
Glases. Als färbende Substanzen können<br />
Metalloxide eingesetzt werden.<br />
Zunächst werden die Rohstoffe, die Altglasscherben<br />
oder eine Mischung davon in<br />
einem Ofen bei rd. 1 200 °C erhitzt. Nach<br />
16 h fließt die Schmelze durch eine Auslassöffnung<br />
im Boden ab. Dabei wird der<br />
Schmelzestrang durch einen Schieber in<br />
schnellem Takt unterbrochen – die Murmelrohlinge<br />
entstehen. Je nach Zeitintervall<br />
lassen sich so kleinere oder größere<br />
Rohlinge erzeugen.<br />
Automatisierter Prozess<br />
Zwischen zwei rotierenden und leicht abfallenden<br />
Walzen rollen sich die Rohlinge<br />
rund, die Rotation der Walzen sorgt dabei<br />
dafür, dass das Glas nicht an der Oberfläche<br />
haften bleibt. Das Aussehen der Murmeln<br />
kann nun nicht mehr verändert werden<br />
– hierfür waren die Metalloxidzusätze,<br />
die Schmelztemperatur und die Sauerstoffzugabe<br />
im Ofen verantwortlich.<br />
Die vollständige Abkühlung der Murmeln<br />
dauert 72 Stunden. Eine Sortieranlage<br />
trennt die Murmeln der Größe<br />
nach – zu kleine oder zu große Kugeln<br />
werden automatisch aussortiert.<br />
Glasmurmeln mit besonderen „Innereien“<br />
werden auch heute noch von Glasbläsern<br />
in einem aufwändigen Verfahren<br />
manuell hergestellt. Hierzu können farbige<br />
Glasstäbe in mehreren Lagen eingeschmolzen<br />
und durch Klarglasschichten getrennt<br />
werden. Mithilfe von Formen lassen sich<br />
die Kugeln gestalten.<br />
(kf)<br />
50 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>
VORSCHAU<br />
IM NÄCHSTEN HEFT: 4/<strong>2018</strong><br />
ERSCHEINUNGSTERMIN: 11. 04. <strong>2018</strong> • ANZEIGENSCHLUSS: 23. 03. <strong>2018</strong><br />
01<br />
02<br />
03<br />
(Quelle: Deutsche Messe)<br />
04<br />
Der direkte Weg<br />
Internet:<br />
www.verfahrenstechnik.de<br />
E-Paper:<br />
www.engineering-news.net<br />
Redaktion:<br />
redaktion@verfahrenstechnik.de<br />
01 Um die Strangtemperatur auf der Auslaufstrecke im Stahlwerk<br />
permanent von oben und beiden Seiten kontrollieren zu können, bieten<br />
sich statt der üblichen Pyrometer stationäre Infrarotkameras an<br />
02 Das Power Distribution Modul ist für die Montage auf der<br />
Schaltschrankrückwand gedacht und hat rechts und links je einen<br />
Montageflansch, der um 180° drehbar ist<br />
03 Dieser Coriolis Massedurchflussmesser trotzt durch die<br />
„U-Tube“-Form äußeren Einflüssen<br />
04 Vom 23. bis zum 27. April präsentieren mehr als 5 000 internationale<br />
Aussteller die aktuellen Trends der Industrie: das breite Themenspektrum<br />
der Hannover Messe reicht von Predictive Maintenance über<br />
zahlreiche Technologien für die Automatisierungs- und Prozessindustrie<br />
bis hin zu neuen Software- und IT-Lösungen<br />
(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)<br />
VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 51
COVERING THE 4TH INDUSTRIAL REVOLUTION<br />
• CHINA<br />
• GERMANY<br />
• RUSSIA<br />
• TURKEY<br />
• USA<br />
COVERING THE 4TH INDUSTRIAL REVOLUTION<br />
GO GLOBAL!<br />
Discover the<br />
EXCELLENCE OF TECHNOLOGY<br />
with a click!<br />
www.world-of-industries.com<br />
Please find media information here: www.vereinigte-fachverlage.info