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Verfahrenstechnik 3/2018

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19098<br />

3<br />

www.verfahrenstechnik.de<br />

März <strong>2018</strong><br />

Transparenz für Effizienz<br />

Digitalisierung in der Mineralwasser-Produktion<br />

Lebensmitteltechnik<br />

Anuga Foodtec mit Trends und<br />

Anwenderlösungen<br />

Pumpen<br />

Trockenlauf ohne Schaden<br />

trotz abrasiver Fördermedien<br />

Instandhaltung<br />

Retrofit der Wägesteuerung<br />

optimiert Absackprozesse


präsentiert Ihre<br />

INNOVATION<br />

EXCELLENCE <strong>2018</strong><br />

DAS VERNETZTE<br />

MULTIMEDIA PROGRAMM:<br />

LIVE ON TOUR<br />

DIGITAL<br />

SOCIAL MEDIA<br />

WEB-BLOG<br />

PRINT<br />

Wir beraten Sie gerne. Rufen Sie unser Sales-Team an: +49 6131-992-0


EDITORIAL<br />

Vom Reststoff zum<br />

Superfood<br />

Betreiben Sie auch Upcycling in Ihrer Küche? Was früher schlicht und<br />

einfach Resteverwertung hieß, wird heute Upcycling genannt. Probleme<br />

mit Essensresten tauchen aber nicht nur zuhause, sondern auch in der<br />

Lebensmittelindustrie auf. Und obwohl Nachhaltigkeit und Umweltmanagement<br />

hier einen hohen Stellenwert haben – die Anlagen sind<br />

effizient, die Produktion ressourcenschonend – fallen am Ende große<br />

Mengen an Reststoffen an, die verwertet werden müssen. Das Gute daran<br />

ist, dass diese Biomasse eine Vielzahl von Inhaltsstoffen enthält, die sich<br />

als Zutaten für neue Lebensmittel einsetzen lassen. Ein Paradebeispiel<br />

dafür ist Molke: Aus dem ehemaligen Reststoff, der bei der Quark- und<br />

Käseproduktion anfällt, ist ein begehrtes Superfood geworden, das in<br />

allen möglichen Produktbereichen für Wertschöpfung sorgt. Auch<br />

Lecithine, die bei der Verarbeitung von<br />

Sojabohnen, Sonnenblumenkernen und<br />

Rapssamen als Nebenprodukte anfallen,<br />

sind weitere hochwertige Reststoffe. Sie<br />

können als natürliche Alternativen für<br />

synthetische Emulgatoren und Stabilisatoren<br />

eingesetzt werden. Besonders<br />

interessant in Sachen Resteverwertung ist die Apfelsaftproduktion – hier<br />

fallen gleich mehrere Nebenprodukte an: Mit Pektin steht ein Geliermittel<br />

zur Verfügung, das aus der Lebensmittelindustrie nicht mehr<br />

wegzudenken ist, die Polyphenole im Pressrückstand sind als natürliche<br />

Lebensmittelfarbe denkbar, und aus den Apfelkernen<br />

lässt sich Öl gewinnen.<br />

Das ist aber noch lang nicht alles in Sachen<br />

Resteverwertung und Lebensmittelindustrie. Viel<br />

mehr zum Thema Upcycling-Strategien und<br />

innovative Verfahren zur Gewinnung von<br />

Wertstoffen aus industriellen Nebenprodukten<br />

erfahren Sie auf der Anuga Foodtec in Köln, die am<br />

20. März beginnt. Über die entsprechenden<br />

Technologien und Neuheiten können Sie sich in<br />

unserem Top-Thema in dieser Ausgabe<br />

ab Seite 16 informieren.<br />

Upcycling-Strategien<br />

sind ein Thema auf der<br />

Anuga Foodtec in Köln<br />

Eva Linder<br />

Chefredakteurin<br />

e.linder@vfmz.de


INHALT<br />

22<br />

26<br />

30<br />

Anspruchsvoll: Sterile Aufbereitung und<br />

Compoundierung von gefrier getrockneten<br />

Bakterienkulturen<br />

Kombiniert: Elektrische und pneumatische<br />

Funktionen sind gemeinsam auf einer<br />

Ventilinsel integriert<br />

Sanft: Schraubenspindelpumpen<br />

schonen durch die axiale Förderung<br />

das Produkt<br />

AKTUELLES<br />

6 Personen, Märkte, Unternehmen<br />

9 Seminare, Tagungen, Kurse<br />

VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

10 Rührwerke und Mischer sorgfältig auswählen<br />

12 Produktinformationen<br />

TOP-THEMA LEBENSMITTELTECHNIK<br />

16 TITEL Digitalisierung in der Mineralwasser-Produktion<br />

18 Die Lebensmittel- und Getränketechnik trifft sich<br />

im März in Köln<br />

20 Hochwertige Mahlanlagen für die Zuckerverarbeitung<br />

22 Mischapparate in der sterilen Aufbereitung<br />

von Bakterienkulturen<br />

24 Milchwerke sparen Kohlendioxid mit neuer Gasturbine<br />

26 Der Weg zum elektropneumatischen<br />

Automatisierungssystem<br />

28 Hermetische Ringkolbenpumpen für Glukosemischungen<br />

30 Schraubenspindelpumpen als Retrofit<br />

für Hygieneanwendungen<br />

32 Individuelle Lösungen sorgen für das Mehr<br />

an Lebensmittelsicherheit<br />

34 Erkennen von Reststärke in Kleie<br />

19 Produktinformationen<br />

KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />

40 Produktinformationen<br />

BETRIEBSTECHNIK<br />

44 Retrofit der Wägesteuerung optimiert Absackprozesse<br />

46 Produktinformationen<br />

RUBRIKEN<br />

3 Editorial<br />

31 Impressum<br />

48 Inserentenverzeichnis<br />

50 <strong>Verfahrenstechnik</strong> im Alltag<br />

51 Vorschau<br />

ANZEIGE<br />

TITELBILD<br />

IGZ mbH, Falkenberg<br />

4 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


NEW DIMENSIONS<br />

IN EFFICIENCY<br />

FE35<br />

+ Design – Simplicity<br />

as a key to efficiency<br />

+ Shortest product changeover<br />

times of its class<br />

+ 360° accessibility<br />

www.fette-compacting.com


AKTUELLES<br />

Umwelttechnik im Industriepark Höchst<br />

Im zehnten Jahr ihres<br />

Bestehens hat die<br />

T2C GmbH, die Betreibergesellschaft<br />

der<br />

Ersatzbrennstoff-Anlage<br />

im Industriepark<br />

Höchst, erstmals mehr<br />

als 500 000 t Abfall<br />

thermisch verwertet,<br />

eine Größenordnung<br />

von bis zu 200 000<br />

Jahrestonnen an freier<br />

Verbrennungskapazität<br />

steht noch zur Verfügung. Die Belieferung wird von Kooperationspartnern<br />

durchgeführt, die hauptsächlich in der Rhein-Main-Region<br />

ansässig sind und in hochspezialisierten Aufbereitungs- und<br />

Recyclinganlagen aus Abfall Ersatzbrennstoffe (EBS) und Materialien<br />

zum stofflichen Recycling herstellen.<br />

Die Verwertung heizwertreicher Abfälle in der EBS-Anlage im Industriepark<br />

Höchst trägt dazu bei, dass der 4,6 km 2 große Chemieund<br />

Pharmastandort weniger fossile Brennstoffe benötigt, um die<br />

Versorgung der rd. 120 Produktionsanlagen sicherzustellen. Ein Teil<br />

der Energie, die von den mehr als 90 Unternehmen am Standort<br />

benötigt wird, wird klimaneutral in der Ersatzbrennstoffanlage<br />

erzeugt. Im vergangenen Jahr produzierte die EBS-Anlage im<br />

Industriepark Höchst mehr als 1,7 Mio. t Dampf.<br />

„Die Mengensteigerung des vergangenen Jahres ist das Ergebnis<br />

verschiedener technischer Optimierungen, mit denen die Leistungsfähigkeit<br />

unserer Anlage immer weiter gesteigert wird“, sagt<br />

Wolfgang Keßler, Geschäftsführer der T2C GmbH. Auch die Einsatzmaterialien<br />

wurden aufgrund regulatorischer Vorgaben ergänzt:<br />

Zusammen mit den heizwertreichen Ersatzbrennstoffen<br />

(EBS) verwertet die T2C GmbH nun auch Klärschlamm.<br />

www.infraserv.com<br />

Umweltpreis für Grundfos-Pumpe<br />

Der Energy Globe Award zählt zu den weltweit<br />

renommierten Umweltpreisen – ausgezeichnet<br />

werden nachhaltige Projekte mit Fokus auf<br />

Ressourcenschonung, Energieeffizienz<br />

und Einsatz erneuerbarer Energien. In<br />

der Kategorie Wasser entschied sich die<br />

Jury dieses Mal für einen Technologie-<br />

Meilenstein von Grundfos: Smarte Dosierpumpen<br />

der Baureihe DDA mit einem elektronisch drehzahlgeregelten<br />

Schrittmotor. In der Wasseraufbereitung eingesetzt,<br />

regelt dieser Antrieb in optimaler Weise die Hubgeschwindigkeit<br />

und passt die Dosiermenge so allen Betriebsbedingungen bestmöglich<br />

an. Der Clou dabei: die Pumpe arbeitet stets mit voller<br />

Hublänge.<br />

www.grundfos.de<br />

Tagung zum Thema<br />

Genehmigungsmanagement<br />

Während der Planungs- und Bauphase bei Neu- und Umbauten<br />

von Industrieanlagen gilt es, Termine und Kosten einzuhalten und<br />

auch den Umweltschutzbestimmungen gerecht zu werden. Dabei<br />

sind zahlreiche Gesetze, Vorschriften und behördliche Auflagen zu<br />

beachten, die zeit- und kostenintensive Genehmigungsverfahren<br />

vorsehen. Die Jahrestagung „Genehmigungsmanagement bei Neuund<br />

Umbau von Industrieanlagen“ vom 16. bis 17. April <strong>2018</strong> in<br />

Berlin greift die wichtigsten Themen rund um das industrielle<br />

Genehmigungsmanagement auf und informiert Teilnehmer über<br />

aktuelle Novellierungen in der Gesetzgebung.<br />

www.tacook.de/genehmigung<strong>2018</strong><br />

Analytica: Treffpunkt der Laborbranche<br />

Vom 10. bis 13. April wird München wieder zum Treffpunkt der Laborbranche: Die Analytica, internationale Leitmesse<br />

für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie, bietet neben der Ausstellung sowie dem hochkarätigen wissenschaftlichen<br />

Konferenz-Programm auch viele Highlights im Rahmenprogramm – dazu gehören Live Labs, Sonderschauen<br />

und ein Forenprogramm. In diesem Jahr feiert die Messe ihren 50. Geburtstag. Seit 1968 begleitet sie<br />

die Entwicklung der chemischen Analytik und Bioanalytik. Mehr noch: Sie fördert den Technologie- und Knowhow-Transfer,<br />

denn sie bringt Gerätehersteller und Laboranalytiker, Wissenschaftler und Anwender zusammen.<br />

www.analytica.de<br />

Weil uns<br />

die Natur<br />

vertraut.<br />

Gefahrstofflagerung | Know-how |<br />

Arbeitsschutz | Industriebedarf |<br />

0800 753-000-3 | www.denios.de


NEWSTICKER<br />

Zum 1. Februar <strong>2018</strong> hat IEP Technologies aus Ratingen die<br />

Geschäfts tätigkeit, das Portfolio, die Patente sowie die<br />

Markenrechte von Atexon Oy, einem in Finnland ansässigen<br />

Spezialisten für Funken detektion im industriellen Explosionsschutz,<br />

erworben. <br />

Die Firma Knauer aus Berlin hat die Auszeichnung „Leading<br />

Employer <strong>2018</strong>“ erhalten und gehört damit zu den erfolgreichsten<br />

Arbeitgebern in Deutschland mit den besten<br />

Bewertungen in einer unabhängigen Studie. <br />

11 – 15 June <strong>2018</strong><br />

Frankfurt am Main<br />

Nur fünf Jahre nach der letzten Erweiterung hat Endress+<br />

Hauser die Produktionskapazitäten in China erneut ausgebaut.<br />

In Suzhou entstand das nunmehr dritte Werk der<br />

Firmengruppe an diesem Standort – damit will das Unternehmen<br />

dem überproportionalen Wachstum in Fernost<br />

gerecht werden. <br />

Vor kurzem weihte die Hamilton Bonaduz AG mit Sitz in der<br />

Schweiz ihr eigenes Inhouse-Applikationslabor ein. Hier<br />

werden unter realen Bedingungen analoge und digitale<br />

Sensoren getestet, um ein Verständnis für Kundenprozesse<br />

zu erlangen sowie die eigene Produktentwicklung kontinuierlich<br />

zu verbessern. <br />

Mit der Listung im Weltmarktführer-Index der Universität<br />

St. Gallen gehört die Masterflex Group erneut zu den<br />

Weltmarktführer-Cham pions in der Branche „Chemie &<br />

Pharmazie“ – und damit auch dieses Jahr wieder zu den<br />

weltbesten Unternehmen. <br />

SGL Group erhält Auftrag über<br />

HCl-Rückgewinnungsanlage<br />

Ende des vergangenen Jahres erhielt die SGL Group einen weiteren<br />

Auftrag für ein Rückgewinnungssystem zur Wiederaufbereitung<br />

und -verwendung von Chlorwasserstoff (HCl) von einem chinesischen<br />

Isocyanat-Hersteller. Das System wurde von der SGL Group<br />

für die spezifischen Anforderungen des Kunden entwickelt und<br />

unterstützt in der MDI/TDI-Produktion maßgeblich einen wirtschaftlichen<br />

und umweltfreundlichen Produktionsprozess. „Unsere<br />

HCl-Rückgewinnungssysteme sind der Schlüssel für umweltfreundliches<br />

Säurerecycling in der chemischen Industrie – insbesondere<br />

in China, das zunehmend die Umwelt im Fokus hat“, erklärt<br />

Klaus Baldermann, General Manager der SGL Carbon Graphite<br />

Technic Co. Ltd. in China.<br />

www.sglgroup.com<br />

Praktikerkonferenz Pumpen<br />

Die Praktikerkonferenz „Pumpen in der Verfahrens- und Abwassertechnik“<br />

findet in diesem Jahr vom 9. bis 11. April <strong>2018</strong> statt. Seit<br />

22 Jahren lädt Prof. Helmut Jaberg Betreiber, Planer und Hersteller<br />

der verschiedensten verfahrenstechnischen Anlagen nach Graz ein,<br />

um sich mit ausgewiesenen Experten der Industrie auszutauschen<br />

und Neues zu erfahren.<br />

www.praktiker-konferenz.com<br />

BE INFORMED. BE INSPIRED. BE THERE.<br />

› World Forum and Leading Show<br />

for the Process Industries<br />

› 3,800 Exhibitors from 50 Countries<br />

› 170,000 Attendees from<br />

100 Countries<br />

ProcessAutomation<br />

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THE KEY TO FLEXIBILITY<br />

AND COMPETITIVENESS<br />

#processautomat<br />

www.achema.de


AKTUELLES<br />

Große Resonanz beim Achema-Gründerpreis<br />

21 potenzielle Unternehmer und Start-up-Gründer haben ihre<br />

Businesspläne für den Achema-Gründerpreis eingereicht. Das<br />

Spektrum reicht von analytischen Verfahren für Produktion und<br />

Medizin über Rohstoffrückgewinnung aus Klärschlamm oder Solarzellen<br />

bis zu digitalen Lösungen für die Prozessindustrie. Der<br />

Preis wird am 11. Juni <strong>2018</strong> im Rahmen der Eröffnungssitzung der<br />

Achema vergeben. „Das Bewusstsein, wie wichtig Innovationen für<br />

unsere Branchen sind, ist stark – das zeigt auch das Engagement<br />

von Partnern wie Merck, Accenture und Evonik für den Achema-<br />

Gründerpreis“, sagt Dr. Andreas Förster, Leiter der Dechema-Forschungsförderung<br />

und Organisator des Achema-Gründerpreises.<br />

www.achema.de/gruenderpreis<br />

Seit 1919<br />

Will & Hahnenstein GmbH<br />

Spezialisten in Sachen Beheizung !<br />

WÄRMEKAMMER<br />

Material<br />

Edelstahl, Stahl, lackiert oder<br />

verzinkt, Aluminium<br />

EX-Schutz<br />

Zubehör<br />

WHG-Auffangwannen,<br />

Rollenbahnen, Wetterschutz,<br />

Beschickungsgeräte<br />

Samson mit „digitalem“ Großauftrag<br />

Anfang Dezember 2017 schlossen die Samson AG und die Vattenfall<br />

Wärme Berlin AG einen Vertrag über die Vernetzung von mehr als<br />

31 000 Fernwärmestationen. Im Einzelnen sollen bis Ende <strong>2018</strong> in<br />

Berlin 24 400 Verbrauchszähler und 3 000 Fernheizungsregler über<br />

19 100 GPRS-Gateways mit der Cloudlösung Sam District Energy<br />

verbunden werden. Weitere 12 600 GPRS-Gateways sollen bis Ende<br />

2021 in Hamburg installiert und aufgeschaltet werden. Ab Mitte<br />

<strong>2018</strong> bietet Samson seinem Kunden Vattenfall zudem einen Rundum-die-Uhr-Service<br />

für die Nutzung der Cloudlösung. Für Samson<br />

steht der Vertrag für einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte:<br />

Zum ersten Mal sei es gelungen, nicht nur Geräte, sondern<br />

auch digitale Dienstleistungen in einem solch hohen Umfang zu<br />

verkaufen. Mit diesem größten Fernwärme-Fernabfrageprojekt in<br />

Westeuropa erschließe sich für Samson ein komplett neues Geschäftsmodell<br />

in der digitalen Welt.<br />

www.samson.de<br />

Fette Compacting und Glatt kooperieren<br />

Die kontinuierliche Herstellung<br />

(Continuous<br />

Manufacturing) rückt zunehmend<br />

in den Fokus<br />

der pharmazeutischen Industrie.<br />

Fette Compacting,<br />

Experte in der Tablettenherstellung,<br />

und Glatt,<br />

Experte in der Pulververarbeitung<br />

und Tablettenbeschichtung, nutzen diese Dynamik und<br />

intensivieren seit kurzem ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung<br />

neuer kontinuierlicher Fertigungslösungen. Das neue Angebot kombiniert<br />

das Know-how und die Erfahrung von Fette Compacting und<br />

Glatt in den Bereichen pharmazeutische Prozesstechnik und Anlagendesign,<br />

um Herstellern von Tabletten und Kapseln hochmoderne<br />

Lösungen für die Formulierungsentwicklung, klinische Versuche sowie<br />

die Pilot- und Serienproduktion zur Verfügung zu stellen. „Unser<br />

Ziel ist es, gemeinsam eine Technologieplattform zu entwickeln, die<br />

in puncto Prozessrobustheit, Produktqualität, Produktivität, Effizienz<br />

und Bedienersicherheit besser ist als der Wettbewerb“, macht<br />

Olaf J. Müller, CEO von Fette Compacting den mit der Kooperation<br />

verbundenen Anspruch deutlich. Thomas Hofmaier, Leiter der Business<br />

Unit Process Technologies Pharma bei Glatt, hebt die Stärken<br />

beider Unternehmen hervor: „Durch die Kombination unseres<br />

Know-hows und unseres globalen Netzwerks können wir unseren<br />

Kunden ab sofort weltweit hochleistungsfähige Turnkey-Lösungen<br />

für die kontinuierliche Herstellung von OSD anbieten.“<br />

www.fette-compacting.de<br />

FASSHEIZER<br />

Für stehende und<br />

liegende Fässer<br />

L Talbahnstr. 1, D-57562 Herdorf<br />

0 Tel. +49 (0) 2744 9317-0 -Fax +49 (0) 2744 9317-17<br />

1 E-Mail: info@will-hahnenstein.de<br />

E www.will-hahnenstein.de<br />

Wir stellen aus: ACHEMA in Frankfurt, 11.06.-15.06.<strong>2018</strong>, Halle 4.0 Stand B66<br />

O-Ring-Seminare bei COG<br />

Die O-Ring-Akademie der Firma<br />

COG (C. Otto Gehrckens<br />

GmbH & Co. KG) aus Pinneberg<br />

bietet sowohl versierten Experten als auch technischen und kaufmännischen<br />

Mitarbeitern die Möglichkeit, sich über das komplexe<br />

Thema O-Ringe kompakt und fundiert fortzubilden. Es gibt ein<br />

eintägiges Kompaktseminar im April und im September sowie ein<br />

zweitägiges Intensivseminar im Juni und im November.<br />

www.o-ring-akademie.de<br />

8 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong><br />

Will+Hahnenstein.indd 1 14.02.<strong>2018</strong> 13:20:22


®<br />

SEMINARE, TAGUNGEN, KURSE<br />

Veranstaltung Datum, Ort Anmeldung<br />

FORUM Zukunftstrends in der industriellen<br />

Biotechnologie<br />

13./14.03.18,<br />

Garching<br />

MESSE Filtech 13.–15.03.18,<br />

Köln<br />

KURS Planung und Auslegung von<br />

Rohrleitungen<br />

SEMINAR Engineering verfahrenstechnischer<br />

Anlagen<br />

22./23.03.18,<br />

Essen<br />

26.–28.03.18,<br />

Düsseldorf<br />

KURS Reach-Beauftragter 28.03.18,<br />

Offenbach<br />

AUSBILDUNG Brandschutzbeauftragter 09.–17.04.18,<br />

Berlin<br />

KURS Industrial-Ethernet-Schulung Profinet 10.–12.04.18,<br />

Reinach, Schweiz<br />

MESSE Analytica 10.–13.04.18,<br />

München<br />

ANWENDERSEMINAR Messtechnik für<br />

Chemie- und Pharmaindustrie<br />

SEMINAR Auswahl von Kreiselpumpen,<br />

Betrieb von Pumpenanlagen<br />

FORTBILDUNG Sicherheitstechnik in der<br />

chemischen Industrie<br />

BASISKURS Mess-, Regel- und Automatisierungssystem<br />

Jumo mTron T<br />

12./13.04.18,<br />

Schiltach<br />

16.–18.04.18,<br />

Frankenthal<br />

16.–18.04.18,<br />

Frankfurt/M.<br />

17.04.<strong>2018</strong>,<br />

Fulda<br />

IBB Netzwerk, Tel. 089/5404547-12,<br />

www.ibf-conference.org<br />

Filtech Exhibitions, Tel. 02132/935760,<br />

www.filtech.de<br />

Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />

www.hdt-essen.de<br />

VDI Wissensforum, Tel. 0211/6214-201,<br />

www.vdi-wissensforum.de<br />

Umweltinstitut Offenbach, Tel. 069/810679,<br />

www.umweltinstitut.de<br />

Haus der Technik, Tel. 0201/1803-1,<br />

www.hdt-essen.de<br />

Endress + Hauser, Tel. 07621/975-610,<br />

www.de.endress.com<br />

Messe München, Tel. 089/949-20720,<br />

www.analytica.de<br />

Vega, Tel. 07836/50-0,<br />

www.vega.com<br />

KSB, Tel. 06233/86-1554,<br />

www.ksb.de/training<br />

Dechema, Tel. 069/7564-0,<br />

www.dechema.de<br />

Jumo, Tel. 0661/6003-0,<br />

www.jumo.net<br />

Innovationen rund ums<br />

Heizen und Beheizen<br />

Flexible<br />

elektrische<br />

Heiztechnik<br />

• Heizschläuche<br />

• Rohrbegleitheizungen<br />

• Behälter- / Fassheizungen<br />

• Heizplatten<br />

• Heiztische<br />

• Sonderlösungen<br />

Bilanz der chemisch-pharmazeutischen Industrie 2017<br />

Laut Verband der Chemischen Industrie (VCI)<br />

war das Jahr 2017 ein ausgesprochen gutes Jahr<br />

für die chemisch-pharmazeutische Industrie mit<br />

kräftigem Umsatzwachstum von über 5 %. Durch<br />

eine starke Industriekonjunktur in ganz Europa,<br />

die im Jahresverlauf noch Fahrt aufnahm, steigerte<br />

sich die Produktion deutlich und die Auslastung<br />

der Anlagen blieb hoch. Alle Sparten –<br />

auch die Basischemie – verbuchten einen Mengenzuwachs.<br />

Das Auslandsgeschäft profitierte<br />

von der robusten Nachfrage aus China, der Belebung<br />

der Wirtschaft in den USA und der wirtschaftlichen<br />

Stabilisierung in den Schwellenländern. Insgesamt stieg die Chemie-Produktion inklusive<br />

Pharma um 2,5 %. Der Aufschwung in Deutschlands drittgrößter Branche führte mit 451 500 Mitarbeitern<br />

zum höchsten Beschäftigungsstand seit 13 Jahren. „Nach eher durchwachsenen Ergebnissen in<br />

den drei vorherigen Jahren hat 2017 das Prädikat „gut“ ohne Einschränkung verdient“, sagte VCI-Präsident<br />

Kurt Bock. Prognose: Auch für <strong>2018</strong> geht der VCI von einem weiteren Wachstum der Branche aus.<br />

Foto: Fotolia (#175304766)<br />

www.vci.de<br />

Filtration und Separation in Köln<br />

Die Filtech – Internationale Konferenz und Leitmesse<br />

für Filtration und Separation – findet vom 13. bis<br />

15. März in Köln statt. Der Fachbesucher kann sich<br />

dort umfassend über die neuesten Entwicklungen,<br />

Trends, Dienstleistungen und Produkte informieren.<br />

Vorgestellt werden Lösungen und Geräte aus dem<br />

Bereich Filtration und Trenntechnik sowie Partikel-<br />

Mess- und Analyse-Systeme.<br />

www.filtech.de<br />

Hillesheim GmbH<br />

Am Haltepunkt 12<br />

D-68753 Waghäusel<br />

Tel.: 0 72 54 / 92 56-0<br />

E-Mail: info@hillesheim-gmbh.de<br />

www.hillesheim-gmbh.de


Richtig abgestimmt<br />

Rührwerke und Mischer sorgfältig auswählen<br />

Das Mischen als eine der Grundoperationen<br />

der mechanischen<br />

<strong>Verfahrenstechnik</strong> ist Bestandteil<br />

vieler Produktionsprozesse. Dabei<br />

können je nach Anwendungsbereich<br />

unterschiedlichste Rührwerke und<br />

Mischer zum Einsatz kommen.<br />

Für niedrig- bis mittelviskose Produkte<br />

kommen in der Mischtechnik überwiegend<br />

Rührwerke mit zentraler Mischwelle<br />

zum Einsatz, z. B. einfache Propellerrührwerke.<br />

Neben der Viskosität sind auch andere<br />

Anforderungen für die Auswahl eines<br />

Rührwerks wichtig. In beheizten Behältern<br />

unterstützen beispielsweise wandnahe Ankerrührer<br />

den Wärmeaustausch. Müssen<br />

hohe Scherkräfte wirken, um z. B. Agglomerate<br />

zu zerstören, werden oft Dissolverrührwerke<br />

oder Rotor-Stator-Systeme eingesetzt.<br />

Mit zunehmender Viskosität kommen Koaxialrührwerke<br />

mit zwei Antrieben und vor<br />

Autor: Dr.-Ing. Ralf Wicke, <strong>Verfahrenstechnik</strong>/<br />

Vertrieb, Herbst Maschinenfabrik GmbH,<br />

Buxtehude<br />

allem Planetenrührwerke zum Einsatz. Für<br />

nahezu trockene Feststoffmischungen sind<br />

oft Horizontalmischer die erste Wahl. Prozessanlagen<br />

sind überwiegend mit Chargenmischern<br />

ausgestattet; für geeignete<br />

Produkte werden aber auch kontinuierlich<br />

arbeitende Durchlaufmischer genutzt.<br />

Flüssige Komponenten werden über<br />

Rohrleitungen in den Mischbehälter gepumpt;<br />

Feststoffe werden meistens manuell<br />

als Sackware über eine Sackschütte zugegeben.<br />

Möglich ist aber auch die Dosierung aus<br />

einem Silo mithilfe von Fördersystemen.<br />

Hochviskose Produkte<br />

Planetenrührwerke eignen sich besonders<br />

gut zum Vermischen von hochviskosen Produkten<br />

wie beispielsweise Schmierstoffe,<br />

da die Mischwerkzeuge auf einer Kreisbahn<br />

umlaufen und dadurch alle Bereiche des<br />

Mischbehälters gut erfassen. Zusätzlich<br />

läuft noch ein Wandabstreifer mit um, der<br />

ein Anhaften vom Produkt an der Behälterwandung<br />

verhindert. Diese Rührwerke ermöglichen<br />

selbst bei niedrigen Drehzahlen<br />

eine gute Durchmischung, sodass sie auch<br />

oft für das Vermischen scherempfindlicher<br />

Produkte eingesetzt werden.<br />

Manchmal ist es aber erforderlich, dass in<br />

bestimmten Prozessschritten bewusst hohe<br />

Scherkräfte auf das Produkt ausgeübt werden,<br />

dann kommen Planetendissolver-<br />

Rührwerke zum Einsatz. Sie verfügen über<br />

zwei unabhängig voneinander arbeitende<br />

Antriebe. Ein Antrieb sorgt für die Drehbewegung<br />

des Planetengetriebes und die Rotation<br />

des langsam laufenden Planetenrührwerkzeugs.<br />

Der zweite Motor treibt den<br />

Schnellläufer, z. B. einen Dissolverrührer<br />

an. Solche Rührwerke kommen beispielsweise<br />

bei der Produktion hochviskoser<br />

Dichtungsmassen und Klebstoffe zum Einsatz<br />

und sind auch mit einer Vakuumausstattung<br />

und einem beheizbaren Doppelmantelbehälter<br />

erhältlich.<br />

Zum Entleeren der Mischbehälter können<br />

geeignete Pumpen eingesetzt werden. Ist die<br />

Fertigmischung nicht mehr pumpfähig, stehen<br />

spezielle Behälterentleerungsvorrichtungen<br />

zur Verfügung. Zum Entleeren wird<br />

der Mischbehälter unter den Maschinenkopf<br />

gefahren und fixiert. Anschließend ermöglicht<br />

ein großer Teleskopzylinder das Anheben<br />

des Maschinenkopfs mit dem angekoppelten<br />

Behälter, sodass durch das Bodenventil<br />

direkt in eine nachgeschaltete Einheit, z. B.<br />

eine Abfüllmaschine, entleert werden kann.<br />

Der Auspressstempel wird der Bodenform<br />

des Behälters angepasst, dadurch kann die<br />

Entleerung nahezu rückstandsfrei erfolgen.<br />

Pulverförmige Feststoffe<br />

Anlagen zur Verarbeitung von pulverförmigen<br />

Feststoffen werden oft in der Futtermittelindustrie<br />

eingesetzt. In der oberen Ebene<br />

werden Container zur Dosierung der Pulverkomponenten<br />

aufgebracht; ein Behälter<br />

für die Zugabe flüssiger Medien ist ebenfalls<br />

10 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

02 Blick in einen Horizontalmischer<br />

01 Planetendissolver-Rührwerk mit einem<br />

1 000-l-Behälter<br />

03 Durchlaufmischer arbeiten kontinuierlich<br />

vorhanden. Alle Komponenten gelangen<br />

unter Nutzung der Schwerkraft in den darunter<br />

befindlichen Horizontalmischer.<br />

Bei einem Blick in die geöffnete Klappe<br />

eines Horizontalmischers erkennt man die<br />

wandnahen Mischwerkzeuge. Nach der<br />

Vermischung der verschiedenen Pulverkomponenten<br />

mit dem Bindemittel wird<br />

Welcher Mischer ist für meine Anwendung der Beste?<br />

Planetenrührwerke:<br />

• für hochviskose Produkte<br />

• Mischwerkzeuge laufen auf einer Kreisbahn um<br />

• Wandabstreifer verhindert Produktanhaftungen<br />

• nahezu rückstandsfreie Entleerung über spezielle Pumpen oder Auspressstempel<br />

Planetendissolver-Rührwerke:<br />

• für Produkte, die bewusst hohe Scherkräfte erfordern<br />

• zwei unabhängig voneinander arbeitende Antriebe<br />

• Vakuumausstattung und beheizbarer Doppelmantelbehälter möglich<br />

• nahezu rückstandsfreie Entleerung über spezielle Pumpen oder Auspressstempel<br />

Horizontalmischer:<br />

• für pulverförmige Feststoffe<br />

• Komponenten werden von oben eindosiert<br />

• wandnahe Mischwerkzeuge<br />

• Entleerung über Klappen im Bodenbereich<br />

Durchlaufmischer:<br />

• für niedrig- bis mittelviskose Produkte mit relativ hohem Pulveranteil<br />

• kontinuierliche Arbeitsweise<br />

• mehrere hintereinander geschaltete Mischelemente<br />

• Reinigungsmittel kann direkt durch den Mischer gefördert werden<br />

der Mischer über eine oder mehrere Klappen<br />

im Bodenbereich entleert.<br />

In bestimmten Fällen lassen sich niedrigbis<br />

mittelviskose Komponenten auch kontinuierlich<br />

mit Durchlaufmischern verarbeiten,<br />

dabei sind selbst relativ hohe Pulveranteile<br />

möglich. Der Durchlaufmischer kann<br />

eigenständig betrieben werden oder in einer<br />

Anlage integriert sein und besteht im<br />

Wesentlichen aus drei Baugruppen: dem<br />

rohrförmigen Mischkopf, einer Lager- und<br />

Dichtungseinheit sowie dem Antriebsmotor.<br />

Das schnelle Vermischen unterschiedlicher<br />

Farbkomponenten ist nur ein Einsatzbeispiel.<br />

Der Mischkopf umfasst mehrere hintereinander<br />

geschaltete Mischelemente, die jeweils<br />

aus einem schneckenförmigen Förderteil,<br />

einer stationär angeordneten Mischdüse<br />

und einer Wirbelscheibe bestehen. Die Förderelemente<br />

rotieren mit der Wirbelscheibe<br />

auf einer zentralen Welle. Das zu behandelnde<br />

Produkt wird mittels einer Pumpe über einen<br />

seitlich angebrachten Stutzen in den<br />

rohrförmigen Mischer gefördert. Unterstützt<br />

durch die rotierenden Förderelemente wird<br />

das Produkt durch stationäre Mischdüsen<br />

gepresst und somit in einzelne Stränge verteilt.<br />

Durch die anschließend angeordneten,<br />

rotierenden Wirbelscheiben werden die<br />

Stränge weiter zerteilt. In die so aufgelockerte<br />

Masse können über seitlich angeordnete Düsen<br />

bzw. Stutzen kontrolliert weitere Komponenten<br />

zugeführt und anschließend vermischt<br />

werden. Dieser Vorgang wiederholt<br />

sich in mehreren nacheinander angeordneten<br />

Stufen.<br />

Für Reinigungszwecke lässt sich das System<br />

einfach und schnell zerlegen bzw. das<br />

Reinigungsmittel kann auch direkt durch<br />

den Mischer gefördert werden.<br />

www.herbst-mischtechnik.de<br />

VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 11


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Viskose und partikelhaltige Medien<br />

temperieren<br />

Mit der Wärmeübertragerplatte<br />

NF100M bietet<br />

Kelvion eine<br />

Lösung für<br />

viskose und<br />

partikelhaltige<br />

Medien, wie sie<br />

bei der Herstellung<br />

von Frucht- und Gemüsesaft, Ketchup und Mayonnaise, in<br />

der Zuckerproduktion (Dicksaft und Sirup), der Papier- und<br />

Zellstoffindustrie oder bei der Behandlung von industriellen<br />

Abwässern vorkommen. Die neue Platte ergänzt die NF-Serie im<br />

mittleren Leistungsbereich und ist in Edelstahl und Titan<br />

verfügbar. Besondere Konstruktionsmerkmale der NF100M<br />

Wärmeübertragerplatte sind Fließkanäle mit kontinuierlich breit<br />

dimensionierten Fließspalten und durchgängigen Abstützlinien,<br />

sodass Partikel bis 3 mm Durchmesser den jeweiligen Spalt<br />

blockadefrei durchfließen können. Dieses an die Vorgängerserie<br />

N40 angelehnte Design ermöglicht eine energieeffiziente<br />

Temperierung dieser anspruchsvollen Medien. Lange Produktionszeiten<br />

bis zum nächsten Reinigungszyklus führen zu geringen<br />

Betriebskosten. Die neue NF100M nutzt dasselbe Gestell wie die<br />

Platten vom Typ NT100M, sodass Anwender ohne großen<br />

Aufwand auf die NF100M-Platten wechseln können.<br />

www.kelvion.com<br />

Systemplattform bietet<br />

Druck-Zeit-Dosierung<br />

Wenn flüssige Medien<br />

präzise in kleinen und<br />

variierenden Mengen<br />

abgefüllt werden sollen,<br />

bietet sich oft die Druck-<br />

Zeit-Dosierung als flexible<br />

und hygienische Methode<br />

an. Im Gegensatz zu<br />

mechanischen Pumpen<br />

stört keine Mechanik den<br />

Fluss des Mediums,<br />

Verunreinigungen durch Abrieb sind nicht zu befürchten und<br />

variable Mengen lassen sich mit hoher Reproduzierbarkeit<br />

dosieren. Basierend auf der Druck-Zeit-Dosierung hat Bürkert<br />

eine Systemplattform entwickelt mit einem Druck-Zeit-Dosierkopf<br />

als Kernstück, der sich innerhalb kurzer Zeit an individuelle<br />

Anforderungen anpassen lässt.<br />

Der Medienfluss wird durch Öffnen bzw. Schließen des Ventils für<br />

eine definierte Zeit pro Schaltzyklus gesteuert. Hohe Dosiergeschwindigkeit<br />

ist mit großer Dosiergenauigkeit kombiniert und<br />

zugleich wird eine hohe Reproduzierbarkeit und Wiederholgenauigkeit<br />

eingehalten. Dabei bleibt die Dosierung flexibel, denn<br />

über die Parameter Zeit und Druck lassen sich die Fördermengen<br />

jederzeit variieren. Im Bereich von wenigen µl bis hin zu<br />

mehreren ml sind dem System keine Grenzen gesetzt.<br />

www.buerkert.de<br />

Separator für hohe<br />

Trockensubstanzgehalte<br />

Mit dem neuen Pressschnecken-Separator wird das Produktportfolio<br />

von Stallkamp sinnvoll erweitert, denn der PSG rundet<br />

das Portfolio um eine schwere Maschine für hohe Trockensubstanzgehalte<br />

ab. Damit bietet der Hersteller je nach Trockensubstanzgehalt<br />

der Rohgülle die passende Separationstechnik<br />

an. Der neue Separator unterscheidet sich insbesondere durch<br />

einen leistungsstärkeren Getriebemotor sowie durch einen<br />

längeren Spaltsiebkorb von 750 mm von bisherigen Separatoren.<br />

Durch die optimierten Elemente wird eine effiziente Separationsleistung<br />

bei einer Durchsatzleistung von bis zu 25 m³<br />

erreicht. Gleichzeitig werden durch den Einsatz eines Gussgehäuses<br />

die Kosten optimiert. Der Separator eignet sich<br />

besonders in der Tierhaltung zur Separation von Gülle oder<br />

die Vorbereitung für „Green Bedding“. Darüber hinaus wird er<br />

auch für landwirtschaftliche Abfälle wie Biogas, bei Abfällen<br />

der Lebensmittelindustrie, Brauereien sowie Schlachthöfen<br />

eingesetzt.<br />

www.stallkamp.de<br />

Ringschichtmischer mit breitem<br />

Anwendungsspektrum<br />

Grundlage des robusten Ringschichtmischers Corimix ist die<br />

hohe Umfangsgeschwindigkeit des Mischwerks, die das Produkt<br />

in eine konzentrische Ringschicht zwingt. Seine charakteristischen<br />

Stärken entwickelt das Verfahren überall dort, wo Flüssigkeiten<br />

bei hohen bis sehr hohen Durchsatzleistungen verteilt<br />

werden müssen. Das Mischwerk eines Ringschicht-Systems rotiert<br />

mit Umfangsgeschwindigkeiten von bis zu 40 m/s. Dadurch<br />

werden die zugeführten Produktkomponenten zentrifugal<br />

beschleunigt. Die speziell geformten Werkzeuge des Mischwerkes<br />

bewegen das Produkt im weiteren Prozessverlauf ähnlich einer<br />

Pfropfenströmung durch den Mischraum. Weil dieser Vorgang<br />

sehr schnell erfolgt, sind die Verweilzeiten ausgesprochen kurz<br />

und das Verweilzeitspektrum ist schmal.<br />

Der Hochleistungs-Ringschichtmischer ist als Labor- und als<br />

Produktionsmischer in verschiedenen Größen verfügbar. Bei<br />

Nutzvolumina von 5 bis 3 000 l sind produktabhängig Durchsätze<br />

von bis zu 0,50 m³/h im Laborbetrieb und bis zu 500 m³/h in der<br />

Produktion realisierbar.<br />

www.loedige.de<br />

12 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Materialschonende Trocknung von<br />

Kunststoffen<br />

Die Anwendungsgebiete<br />

des Kreyenborg Infrarot-<br />

Drehrohrtrockners IRD<br />

sind vielfältig. In der<br />

Kunststoffverarbeitung<br />

wird der IRD z. B. zur<br />

Kristallisation und<br />

Vortrocknung von<br />

Neuware oder Mahlgut<br />

verwendet. Durch den<br />

Einsatz des kontinuierlich<br />

arbeitenden IRD<br />

entfällt die sehr<br />

energieintensive<br />

Trockenluftaufbereitung komplett. Daher ist die Maschine vor<br />

allem für Anwendungen mit hohen und wechselnden Eingangsfeuchten<br />

geeignet. Der IRD trocknet in Minuten statt in Stunden.<br />

Besonders materialschonend wird der Rohstoff direkt mit<br />

infrarotem Licht erwärmt, sodass die verdampfende Feuchtigkeit<br />

aus dem Kern des Rohstoffs nach außen abgeleitet wird. Der<br />

Rohstoff wird gleichmäßig durch die Maschine gefördert und<br />

durch die Drehung des Rohres schonend umgewälzt und sehr<br />

gleichmäßig erwärmt. So sind Verklumpungen ausgeschlossen.<br />

Eine geringe Drehzahl verhindert Bruch, Abrieb und die Aufwirbelung<br />

des Produktes.<br />

www.kreyenborg.com<br />

Effiziente Pulverabscheidung mittels<br />

Sprühtrockner<br />

Der Mobile Minor MM-100 von<br />

Gea kann für Prozessgasströme bis<br />

100 kg/h bei Eintrittstemperaturen<br />

von 200 °C betrieben werden. Für<br />

viele Produkte bedeutet dies eine<br />

Steigerung der Pulverproduktion von<br />

30 % im Vergleich zur bisherigen<br />

Version. Hochleistungs-Hepa-Filter<br />

für Babynahrung oder toxische,<br />

chemische Anwendungen sowie<br />

Pulversammelgläser für 250–3 500 ml<br />

sind ebenfalls verfügbar. Durch die<br />

exakte Strömungsführung des heißen<br />

Trocknergases werden Pulverablagerungen<br />

minimiert. Dabei setzt der<br />

Hersteller Computersimulationen<br />

und moderne Fertigungstechnologien<br />

ein, um ein hohes Maß an Präzision zu gewährleisten. Zur<br />

Düsenzerstäubung können der Gasverteiler des Rotationszerstäubers<br />

sowie die Zweistoffdüse leicht gegen einen Gasverteiler mit<br />

wahlweise niedriger Geschwindigkeit ausgetauscht werden. Der<br />

Sprühtrockner verfügt über ein leistungsfähiges Versorgungsgebläse,<br />

ist einfach zu bedienen und zu transportieren. Die lasergeschnittenen<br />

Gasführungen sind zudem leicht zu entfernen und zu<br />

reinigen.<br />

www.gea.com<br />

Prozessdampf für die Produktion<br />

Effizient. Langlebig. Zuverlässig.<br />

www.bosch-industrial.com<br />

Drei gute Gründe für Qualitäts-Kesselsysteme von Bosch:<br />

Niedrige Energiekosten als Wettbewerbsvorteil<br />

Module zur Effizienzsteigerung für Neu- und Bestandsanlagen<br />

Branchenspezifische Expertise und über 150 Jahre Erfahrung<br />

Besuchen Sie uns!<br />

Anuga FoodTec in Köln<br />

vom 20. - 23. März <strong>2018</strong><br />

Halle 7.1<br />

Stand A070/B071


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Schonender Chargenmischer<br />

Der neue Chargenmischer<br />

arbeitet nach dem von Lödige in<br />

die Mischtechnik eingeführten<br />

Verfahren des mechanisch<br />

erzeugten Wirbelbetts. In der<br />

horizontalen, zylindrischen<br />

Trommel des Mischers Typ<br />

FKM 2000 rotieren als Mischelemente<br />

die auf einer Welle<br />

angeordneten Pflugschar-<br />

Schaufeln. Auf diesem Weg<br />

werden die pulverförmigen,<br />

körnigen oder faserigen Schüttgüter in eine dreidimensionale<br />

Bewegung versetzt und unter ständiger Erfassung des gesamten<br />

Produkts schnell und exakt vermischt. Die Produktbehandlung<br />

erfolgt dabei ausgesprochen schonend, denn durch die spezielle<br />

Form der Werkzeuge wird das Mischgut in der Radialbewegung<br />

von der Trommelwand abgehoben und eine Zerstörung der<br />

Partikel wirkungsvoll verhindert. Ebenso ist bei Bedarf die<br />

Aufbereitung von pumpfähigen Massen möglich. Dem großen<br />

Einsatzspektrum der Mischer der FKM-Reihe entsprechend sind<br />

die Maschinen in unterschiedlichen Größen von 130 bis 30 000 l<br />

Trommelinhalt erhältlich.<br />

www.loedige.de<br />

Dosierung von Rohstoffen<br />

Multidos VDP-C sind mittelgroße<br />

und kompakte Dosierplattenbänder<br />

für die<br />

Dosierung von Rohstoffen,<br />

heißem Klinker und<br />

ähnlichen Anwendungen.<br />

Das Produkt ist laut<br />

Hersteller besonders dort<br />

geeignet, wo herkömmliche<br />

Dosierbandwaagen mit<br />

Gummiband aufgrund der<br />

physikalischen, chemischen<br />

und leistungsbezogenen<br />

Einschränkungen nicht installiert werden können.<br />

Das vollständig geschlossene Design hält die Umgebung ohne<br />

zusätzliche Kosten sauber und erlaubt darüber hinaus durch<br />

abnehmbare Abdeckungen den schnellen Zugriff zu Wartungszwecken.<br />

Soll das dosierte Material sichtbar bleiben, ist das Gerät<br />

als offene Variante erhältlich. Der modulare Aufbau ermöglicht<br />

die Installation in insgesamt 48 geometrischen Konfigurationen,<br />

die nahezu jeder Anlage gerecht werden. Das Dosierplattenband<br />

kann am Boden oder hängend unterhalb eines Behälters installiert<br />

werden.<br />

www.schenckprocess.com<br />

Membranelemente in der<br />

Umkehrosmose<br />

Dow Water & Process Solutions hat eine neue Produktserie auf den<br />

Markt gebracht: Die Dow Spezialmembranelemente. Die Serie<br />

liefert eine zuverlässige, konsistente und kostengünstige Technologie<br />

für eine zuverlässige und effektive Trennung von Flüssigkeiten<br />

unter extremen Bedingungen. Die Spezialmembranelemente<br />

sollen eine gute Ergänzung für das Umkehrosmose- und<br />

Nanofiltrations-Portfolio bilden und dazu beitragen mehr Herausforderungen<br />

in den Bereichen Chemie, Zucker, Bergbau, Öl, Gas<br />

und Energie und Märkten für Milchprodukte zu begegnen. Die<br />

Produktserie kann auch eine umfassende Lösung zusammen mit<br />

anderen Technologien des Herstellers bieten. Diese Spezialmembranen<br />

sollen dabei helfen, die Rückgewinnung und Trennung<br />

wertvoller Verbindungen zu maximieren, die Umweltbelastung zu<br />

senken, die Betriebskosten zu minimieren sowie gesetzliche<br />

Auflagen zu erfüllen.<br />

www.dowwaterandprocess.com<br />

Granuliertechnik für sehr kleine<br />

Korngrößen<br />

Früher wurden Granulate in der Feinkeramik hauptsächlich in der<br />

Größenordnung zwischen 500 μm und mehreren mm verlangt,<br />

heute gehen die Anforderungen in deutlich feinere Bereiche, bis<br />

hinunter zu 100 μm und teilweise noch feiner. Eirich hat deshalb<br />

Wirblerwerkzeuge mit einer speziellen Geometrie entwickelt, mit<br />

denen auch Granulate feinerer Körnung hergestellt werden<br />

können. Auch in diesem Feinheitsbereich kann die Breite des<br />

Kornbands bzw. die Korngrößenverteilung durch Parameter wie<br />

Werkzeuggeschwindigkeit, Granulierzeit und Granulierfeuchtigkeit<br />

verändert werden. Der zum Granulieren eingesetzte Mischer hat in<br />

den empfohlenen Baugrößen nur ein Wirblerwerkzeug, das mit<br />

Werkzeuggeschwindigkeiten bis zu 30 m/s laufen kann. Damit ist<br />

es möglich, hohe Scherkräfte zu erzeugen und Flüssigkeiten schnell<br />

zu verteilen. Die neuen Wirblerwerkzeuge stehen auch für<br />

Labormischer (ab 1 l) zur Verfügung.<br />

www.eirich.com<br />

Mikroverkapselung, Sprühgranulation und Sprühcoating<br />

Zu den Kernthemen der Glatt Ingenieurtechnik zählt das Partikel-Design: Granulation und Coating in<br />

der Wirbelschicht und Strahlschicht sowie ein neuartiges Verfahren zur Sprühkalzination mittels APP-<br />

Tec-Pulversynthese. Funktionalisierte Coatings für Lebensmittelinhaltsstoffe und Tierfutterkomponenten,<br />

Granulate für Bau- und Chemieproduktionen sowie Pulver mit ganz besonderen Eigenschaften<br />

sind nur einige der Einsatzbereiche. Dabei sind erfolgreiche Labor- und Pilotversuche ein<br />

erster Schritt bei der Planung neuer Anlagen oder kompletter Produktionsstätten, die Glatt weltweit<br />

für seine Kunden realisiert. Dazu zählen auch pharmazeutische Produktionen und Biotech-Anlagen.<br />

APP Tec ist ein Verfahren von Glatt zur Pulversynthese im Heißgasreaktor. Besonders interessant sind<br />

dabei Pigment-Anwendungen, aber auch katalytische Werkstoffe und keramische Materialien lassen<br />

sich so herstellen.<br />

www.glatt.com<br />

14 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


VERFAHREN UND ANLAGEN<br />

Separator und Dekanterzentrifuge im<br />

Hygienebereich<br />

Mit dem Separator<br />

AC 1200 startet Flottweg<br />

seine neue Produktlinie<br />

mit einem Hochleistungsseparator<br />

für kleine<br />

und mittelständische<br />

Betriebe. Diese Maschine<br />

ist mit Flottwegs weiterentwickeltem<br />

Soft Shot<br />

Entleerungsmechanismus<br />

ausgerüstet. Das System<br />

ermöglicht eine flexible<br />

und sehr genaue Einstellung der Trommelöffnungszeiten. Durch<br />

die beliebige Kombination von Voll- und Teilentleerungen kann das<br />

System flexibel auf die Produkt- und Prozessanforderungen<br />

eingestellt werden. Dadurch erhöht sich die Produktausbeute.<br />

Parallel dazu präsentiert das Unternehmen die Dekanterzentrifuge<br />

Z2E. Dank kompakter Bauweise übernimmt die Zentrifuge<br />

Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichsten Bereichen der<br />

Lebensmittelindustrie. Die kleinste Modulmaschine der<br />

Z-Baureihe verzichtet dabei nicht auf die Features größerer<br />

Maschinen und lässt sich individuell auf unterschiedliche<br />

Anforderungen zuschneiden. Sowohl der Separator AC 1200 als<br />

auch die Dekanterzentrifuge Z2E sind aufgrund ihrer Bauform<br />

und den leicht zu reinigenden Komponenten und Oberflächen<br />

für jeden Trenneinsatz in der Lebensmittelindustrie geeignet.<br />

www.flottweg.com<br />

Sterilisation durch<br />

Ultrahocherhitzungsanlage<br />

UHT-Anlagen<br />

werden zur Sterilisation<br />

von neutralen<br />

oder wenig sauren<br />

Produkten wie<br />

Milch und<br />

Milchprodukte,<br />

Suppen, Saucen,<br />

Sojaprodukte sowie<br />

Zubereitungen und<br />

Nährmedien<br />

eingesetzt. Bei<br />

130–150 °C werden sämtliche Keime im Produkt abgetötet, man<br />

erreicht damit eine hohe Produktsterilität und eine sehr lange<br />

Konservierungszeit der behandelten Lebensmittel. Je nach Art<br />

und Temperaturempfindlichkeit wird das Produkt dabei direkt<br />

über Dampfinjektion oder mittels Wärmetauscher erhitzt.<br />

Ruland Engineering & Consulting realisiert UHT-Anlagen, die<br />

dem Betreiber eine maximale Flexibilität hinsichtlich der zu<br />

verarbeitenden Produkte bieten. So können Betreiber die gleiche<br />

Anlage für unterschiedliche Temperaturbereiche nutzen und zur<br />

Sterilisation über UHT-Erhitzung oder einfach zur Pasteurisation<br />

einsetzen. Ebenso erlauben die Anlagen eine große Bandbreite an<br />

Durchflussleistungen: mit hohem Durchsatz für dünnviskose<br />

Produkte oder mit niedrigem Durchsatz für dickviskose Produkte<br />

auf derselben Anlage.<br />

www.rulandec.com<br />

Mit vier Klingen zur homogenen Probe<br />

Die neue Fritsch Pulverisette 11<br />

ist eine Messermühle zur sehr<br />

schnellen und schonenden<br />

Zerkleinerung bzw. Homogenisierung<br />

sowohl feuchter, öliger<br />

und fettiger als auch trockener,<br />

weicher, mittelharter und<br />

faseriger Proben. Die<br />

besondere Sicherheit ist durch<br />

die feste Verankerung des<br />

Messers mit einem Bajonettverschluss<br />

gewährleistet, wodurch<br />

es sich auch bei sehr harten<br />

Proben oder zu hoher Anlaufgeschwindigkeit<br />

nicht lösen<br />

kann. Der Mahlbehälter, Deckel und die Messer lassen sich<br />

problemlos im Geschirrspüler reinigen und sind zum sterilen<br />

Zerkleinern autoklavierbar.<br />

Die Motordrehzahl ist digital zwischen 2 000 und 10 000 U/min<br />

einstellbar. Die zusätzliche Turbo-Funktion mit bis zu 14 000 U/<br />

min für maximal 6 s erleichtert die Zerkleinerung klebriger und<br />

faseriger Proben.<br />

www.fritsch.de<br />

www.verfahrenstechnik.de<br />

Weltneuheit für den explosionsgefährdeten Bereich<br />

OhmEx Industrielle Elektrowärme GmbH ist Ihr kompetenter Partner für elektrische<br />

Prozesserhitzer.<br />

Der kompakte und tragbare<br />

Lufterhitzer<br />

„The Bulldog“ ist mit nur<br />

25 Kilogramm Gewicht<br />

perfekt für den ortsveränderlichen<br />

Einsatz in<br />

explosionsgefährdeten<br />

Zonen 1 & 2.<br />

Direkt vom Hersteller<br />

kann das Gerät mit einem<br />

bis zu 25 Meter langen<br />

Anschlusskabel als „Plug<br />

and Play“ Version geliefert<br />

werden. Durch einen flexiblen<br />

Anschluss-Schlauch<br />

können mit diesem<br />

Gerät punktuelle Bereiche<br />

beheizt werden. Somit<br />

dient es beispielsweise als<br />

Enteisung oder Beheizung<br />

von schwer zugänglichen<br />

Stellen. Auch ohne<br />

Schlauch ist die punktuelle<br />

Erwärmung durch den ca. 8 Meter langen Luftstrom optimal realisierbar.<br />

Die Einsatzbereiche für das nach ATEX, IEC Ex und CU-TR zertifizierte Gerät sind<br />

Onshore- und Offshore-Anwendungen, gas- und treibstoffgefährdete Areale,<br />

Flugzeughangars, Batterie- , Farb- und Munitionslager, Klär- und Biogasanlagen,<br />

petrochemische Anlagen, Reinigung sowie Trocknung von Tanks und viele mehr.<br />

Der Lufterhitzer „The Bulldog“ ist für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereiche<br />

der Zonen 1 & 2 in der Leistungsklasse bis 6 kW lieferbar.<br />

www.ohmex.de


Transparenz für Effizienz<br />

Digitalisierung in der Mineralwasser-Produktion<br />

tigungsaufträge, die bis zu einer Woche die<br />

Produktion in mehreren Schichten in Anspruch<br />

nehmen, wechseln sich mit kleineren<br />

Aufträgen ab, die direkt hintereinander<br />

auf der Abfüllanlage laufen.<br />

Hierfür müssen die Produktionslinien<br />

online getrackt werden, um einen effizienten<br />

Ablauf und eine verbindliche Chargenzuordnung<br />

sicherzustellen. Gerolsteiner<br />

war schnell klar: Das vorhandene BDE-System<br />

wird diesen Anforderungen nicht gerecht,<br />

zumal das Altsystem aufgrund seines<br />

Reifegrads nicht mehr für moderne Anlagen<br />

angepasst werden konnte. Ziel war es<br />

also zum einen, diese Lücke zu schließen,<br />

und zum anderen ein einheitliches, konfigurierbares<br />

und leistungsfähiges MES für<br />

die gesamte Produktion zu implementieren,<br />

mit dem nicht nur Anlagen angepasst<br />

und erweitert, sondern auch weitere MES-<br />

Aufgabenstellungen und -Funktionalitäten<br />

sukzessive umgesetzt werden können.<br />

Best Practices<br />

Wer täglich mehrere Millionen Getränkeflaschen prüft, säubert<br />

und befüllt, braucht eine effiziente Produktion, die ohne<br />

kostspielige Stillstände und Störungen läuft. Deshalb setzt der<br />

Mineralwasser-Hersteller Gerolsteiner Brunnen auf ein<br />

Manufacturing Execution System (MES) der SAP SE. Welche<br />

Vorteile die durchgängige Digitalisierung hat, erfahren Sie in<br />

diesem Beitrag.<br />

Zusammen mit den SAP-Ingenieuren von<br />

IGZ, dem spezialisierten SAP-Systemhaus<br />

Projekthaus IGZ für Produktion, führt<br />

Deutschlands Nummer 1 unter den Mineralwassermarken<br />

die Standardsoftware SAP<br />

MII (Manufacturing Integration and Intelligence)<br />

sukzessive ein.<br />

Durch die Einführung der Standard-Software<br />

profitiert Gerolsteiner neben der in<br />

SAP MII bereits vorhandenen standardisierten<br />

Integration zur betriebswirtschaftlichen<br />

SAP ERP Ebene zusätzlich von der<br />

bewährten IGZ-Best-Practice-Lösung „Fill &<br />

Pack“. Diese ermöglicht in einer hochautomatisierten<br />

Abfüllung und Verpackung eine<br />

Online-Transparenz des Auftragsfortschritts,<br />

eine lückenlose Prozessdokumentation sowie<br />

die Sicherstellung der internen und externen<br />

Qualitätsvorgaben.<br />

Autor: Holger Häring, Bereichsleiter Verkauf,<br />

IGZ mbH, Falkenberg<br />

Die Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG<br />

zählt zu den größten Mineralwasserexporteuren<br />

auf dem deutschen Markt. Im Jahr<br />

2017 setzte Gerolsteiner Brunnen 7,55 Millionen<br />

Hektoliter Mineralwasser und mineralwasserbasierte<br />

Erfrischungsgetränke ab.<br />

Am Produktionsstandort in Gerolstein werden<br />

auf zwölf Abfüllanlagen im Schnitt<br />

3,5 Mio. Flaschen pro Tag gereinigt, geprüft<br />

und abgefüllt. Dass Störungen, Stillstandzeiten<br />

und Ausfälle zu erheblichen Einbußen<br />

führen, ist angesichts dieser Zahlen<br />

nicht verwunderlich.<br />

Hohe Produktionsanforderungen<br />

Damit nicht genug: Auch die große Produktvielfalt,<br />

die von Mineral- über Heilwasser<br />

bis Limonaden und Erfrischungsgetränken<br />

auf Mineralwasserbasis reicht, sowie<br />

unterschiedliche Verpackungsvarianten<br />

(Mehrweg, Einweg, Glas und PET) in einem<br />

breiten Gebindeportfolio stellen an die<br />

Produktion besondere Anforderungen. Fer-<br />

Mit der Einführung einer MES-Lösung sollte<br />

darüber hinaus auch die vollständige vertikale<br />

Datenintegration der Produktion zur<br />

Betriebsleitebene umgesetzt werden, um<br />

Mengen-, Zeit- und qualitätsrelevante Daten<br />

aus dem Produktionsumfeld mit den<br />

Fertigungsaufträgen in SAP ERP in Bezug zu<br />

setzen. Ist-Produktionsmengen und -zeiten<br />

pflegten die Gerolsteiner-Mitarbeiter bislang<br />

manuell ins Warenwirtschaftssystem<br />

ein. Das führte unweigerlich zu einem<br />

hohen organisatorischen Aufwand für<br />

den Datenabgleich, da Produktionsdaten in<br />

mehreren Systemen wie etwa dem SAP ERP,<br />

einer Access-Datenbank, Excel-Tabellen<br />

und dem Alt-BDE erfasst wurden und auftragsgenau<br />

abgeglichen werden mussten.<br />

Außerdem lagen Daten aus der Produktion<br />

nur zeitverzögert vor, da z. B. manuell<br />

dokumentierte Schichtdaten erst zu einem<br />

späteren Zeitpunkt durch das Betriebsdatenmanagement<br />

geprüft und ggf. korrigiert<br />

wurden. Auch die Produktionsmengen<br />

konnten nur manuell an den Abfüllanlagen<br />

abgelesen werden.<br />

Gerolsteiner wählte das SAP-Projekthaus<br />

IGZ aus Falkenberg als Implementierungspartner<br />

für das MES-Projekt aus, um die<br />

Schwachstellen zu eliminieren und kurzfristig<br />

das Ziel einer lückenlos transparenten<br />

Produktion zu erreichen. Für IGZ sprach insbesondere<br />

die umfangreiche Erfahrung aus<br />

anderen Projekten im Bereich Abfüllung und<br />

Verpackung, aufgrund derer das Systemhaus<br />

das Best Practice „Fill & Pack“ für SAP MII<br />

entwickelt hat. Mit diesem Best Practice erreicht<br />

IGZ für die speziellen Aufgaben der<br />

Abfüll-, Nahrungsmittel- und Konsumgüter-<br />

16 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


TITEL I TOP-THEMA<br />

industrie durch Vorkonfigurationen und<br />

gezielte programmtechnische Ergänzungen<br />

eine signifikante Projektbeschleunigung und<br />

Projektsicherheit. Gerolsteiner überzeugte<br />

sich zudem von den Vorteilen anhand des<br />

konkreten Einsatzes von „Fill & Pack“ bei<br />

entsprechenden Referenzen.<br />

Exakte Informationen<br />

Das zentrale Element aus diesem Best<br />

Practice Set für die Integration in SAP ERP<br />

zum direkten Austausch von Auftragsinformationen<br />

und deren Rückmeldungen bildet<br />

der Linienleitstand mit Auftragssteuerung,<br />

Visualisierungs- und Schichtbuchfunktionen.<br />

Die Mitarbeiter werden hier<br />

direkt an der Linie beleglos durch die<br />

Produktionsprozesse geführt. Dabei war<br />

Gerolsteiner die Ausrichtung am „Weihenstephaner<br />

Standard“ wichtig, der für die<br />

Getränkeindustrie maßgebliche Vorgaben<br />

zur einfachen und schnellen Kopplung von<br />

Anlagen, der Struktur und Interpretation<br />

von Rohdaten sowie den daraus abgeleiteten<br />

Kennzahlen und Berichten bereithält.<br />

Dieser Standard diente als Grundlage der<br />

MES-Unterstützung und ist integraler Bestandteil<br />

der IGZ Best Practices. Die Aggregate<br />

der Abfüllanlagen wurden direkt mittels<br />

OPC angebunden und die Rohdaten gemäß<br />

des Weihenstephaner Standards im<br />

SAP MII registriert. Systemintern werden<br />

diese Rohdaten verdichtet und mit auftrags-<br />

und schichtbezogenen Informationen<br />

automatisch ergänzt. Die verschiedenen<br />

Positionen im Unternehmen werden<br />

dann mit Kennzahlen für die Produktionssteuerung<br />

versorgt. Dies wird erreicht<br />

Dank der vielfältigen Monitoringund<br />

Steuerungsmöglichkeiten<br />

gelingt es uns, die Prozesse noch<br />

effizienter zu gestalten.<br />

Helene Maselter, Leiterin Produktivitätsund<br />

Prozessmanagement, Gerolsteiner<br />

durch ein automatisiertes Reporting, zu<br />

dem neben Produktions- und Schichtberichten<br />

bspw. auch Stillstands- und Artikelanalysen<br />

zählen. Auf diese Weise erhält z. B.<br />

die Produktionsleitung exakte Informationen<br />

über Laufzeiten, Ausfälle oder Störungen<br />

in Echtzeit.<br />

Realistische Anlagen-Emulation<br />

Dank SAP MII „Fill & Pack“ konnte Gerolsteiner<br />

zusammen mit IGZ bereits nach<br />

sechsmonatiger Implementierungs- und<br />

Testzeit erfolgreich die erste Abfüllanlage<br />

01 Die Abfüllung von Mehrweg-Flaschen<br />

bei Gerolsteiner: mehr Transparenz durch<br />

SAP MII<br />

02 Der ganze Prozess online und auf einen<br />

Blick im Produktions-Leitstand<br />

an SAP MII anbinden. Hierbei hat IGZ vorab<br />

den Signalaustausch der beteiligten Produktionsaggregate<br />

mittels IGZ Anlagen-<br />

Emulation realitätsnah simuliert. Dadurch<br />

ließen sich die Testphasen direkt an der<br />

Anlage auf ein Minimum verkürzen und die<br />

Einführungssicherheit im Vorfeld der Produktivsetzung<br />

steigern.<br />

Den Rollout auf<br />

die weiteren Abfüllanlagen<br />

nehmen<br />

die Gerolsteiner-Mitarbeiter<br />

dank des<br />

von IGZ vermittelten<br />

SAP MII Know-hows<br />

zum Großteil selbstständig<br />

vor, sodass<br />

sie dabei nur noch punktuell auf die IGZ-<br />

Expertenunterstützung zurückgreifen.<br />

Im ersten Schritt des MES-Projekts löste<br />

Gerolsteiner erfolgreich die papiergebundene<br />

Auftragsbearbeitung ab. „Mit SAP MII<br />

als zentrale Informationsschnittstelle werden<br />

künftig alle fertigungsrelevanten Daten<br />

der gesamten Gerolsteiner Mehrweg- und<br />

Einwegabfüllung transparent und lückenlos<br />

dargestellt. Dank der vielfältigen Monitoring-<br />

und Steuerungsmöglichkeiten gelingt<br />

es uns, die Prozesse noch effizienter zu<br />

gestalten und damit das Qualitätslevel der<br />

Produktion weiter zu steigern“, fasst Gerolsteiner-Projektleiterin<br />

Helene Maselter, Leiterin<br />

Produktivitäts- und Prozessmanagement,<br />

zusammen.<br />

Kontinuierlicher Ausbau<br />

In Zukunft wird das Unternehmen den<br />

Funktionsumfang von SAP MII kontinuierlich<br />

ausbauen. Anlagenbediener werden<br />

z. B. mithilfe von MII-Terminals situationsbezogen<br />

individuelle Verfahrensanweisungen<br />

erhalten. Darüber hinaus plant das<br />

Unternehmen die sukzessive Ablösung und<br />

Integration weiterer, derzeit noch isolierter<br />

Shopfloor-Systeme in SAP MII. Dazu zählen<br />

bspw. das Energiemanagement, die<br />

Kopplung an das Prozessleitsystem sowie<br />

die Anbindung von Laborinformationssystemen.<br />

Auch Testflaschenprotokolle der<br />

Inspektionsmaschinen sollen künftig automatisiert<br />

und prozessbegleitend zugeordnet<br />

werden können.<br />

Auf diese Weise löst sich Gerolsteiner<br />

Schritt für Schritt von Insellösungen und<br />

vertieft die vertikale Datenintegration zwischen<br />

der Shopfloor- und Betriebsebene.<br />

So gestaltet Gerolsteiner die eigenen Prozesse<br />

effizienter und steigert das Qualitätsniveau<br />

in der Produktion nachhaltig.<br />

www.igz.com<br />

VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 17


TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />

Alles im Blick<br />

Die Lebensmittel- und Getränketechnik trifft sich im März in Köln<br />

Die Anuga Foodtec ist die international<br />

führende Zulieferermesse<br />

der Getränke- und Lebensmittelindustrie.<br />

Vom 20. bis 23. März<br />

<strong>2018</strong> stellt sie das erneut unter<br />

Beweis: Rund 1 700 Anbieter aus<br />

mehr als 50 Ländern zeigen auf<br />

140 000 m 2 Ausstellungsfläche ihre<br />

Neuheiten rund um die Herstellung<br />

und Verpackung aller Lebensmittel.<br />

Begleitet wird das umfassende Ausstellungsangebot<br />

der Anuga Foodtec auch<br />

in diesem Jahr von einem facettenreichen<br />

Event- und Kongressprogramm. Zielgruppenspezifische<br />

Vorträge, Konferenzen,<br />

Foren, Guided Tours, Sonderschauen und<br />

Networking-Events bieten zusätzliche Impulse<br />

und einen Mehrwert für Aussteller<br />

und Besucher. Das Top-Thema der Anuga<br />

Foodtec <strong>2018</strong> ist Ressourceneffizienz.<br />

Produktionsprozesse optimieren, den Energie-<br />

und Wasserverbrauch reduzieren, den<br />

Verlust von Lebensmitteln so gering wie<br />

möglich halten: Das und noch viel mehr<br />

beleuchtet die halbtägige Eröffnungskonferenz,<br />

die sich komplett dem Thema Ressourceneffizienz<br />

widmet.<br />

Vielfalt garantiert<br />

Von der Lebensmittel- und Getränketechnologie<br />

über Verpackung bis hin zu aktuellen<br />

und zukünftigen Trends: Die Fachforen<br />

der Messe eröffnen zahlreiche Möglichkeiten,<br />

mit nationalen und internationalen Experten<br />

Informationen auszutauschen.<br />

Die Guided Tours bieten einen kompakten<br />

und informativen Überblick über bestimmte<br />

Themenbereiche der Lebensmittel-<br />

und Getränkeindustrie. Im Rahmen der<br />

Rundgänge präsentieren und erläutern ausgewählte<br />

Aussteller ihre Produkte, Anlagen<br />

und Funktionen live vor Ort. Interessierte<br />

Besucher können täglich an verschiedenen<br />

Rundgängen teilnehmen. Die Guided Tours<br />

haben unter anderem Robotik, Industrie<br />

4.0, Flexibilisierung der Füll- und Verpackungstechnik,<br />

Fleischereitechnologie,<br />

Molkereitechnologie sowie Verpackungsmaterialien<br />

zum Thema.<br />

In der Speakers Corner präsentieren Aussteller<br />

der Anuga Foodtec <strong>2018</strong> ihr Unternehmen,<br />

ihre Produktpalette und/oder ihre<br />

Neuheiten einem breiten Fachpublikum.<br />

Über die gesamte Messelaufzeit steht alle<br />

30 Minuten ein anderes Thema auf dem<br />

Programm. Zudem dürfen sich Fachbesucher<br />

auf Sonderschauen wie die Robotik-<br />

Pack-Linie oder eine spezielle Ausstellung<br />

rund um das Thema Packaging Design<br />

freuen. Wer eine bestimmte Maschine einmal<br />

in Aktion sehen möchte, kann sich kurz<br />

vor Messestart über die Maschinenvorführzeiten<br />

online informieren. Über die Veranstaltungssuche<br />

und die Option „erweiterte<br />

Suche/Themenbereich“ gelangen Interessierte<br />

zu den jeweiligen Kategorien und den<br />

Maschinenvorführzeiten.<br />

www.koelnmesse.de<br />

Infos zur Messe<br />

Termin: 20. bis 23. März <strong>2018</strong><br />

Öffnungszeiten: täglich 9–18 Uhr<br />

Eintrittspreise: Tageskarte 27,50 EUR im<br />

Vorverkauf, 55 EUR an der Tageskasse<br />

Ort: Messe Köln<br />

Aussteller: ca. 1 700<br />

Internet: www.anugafoodtec.de<br />

18 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


Ölfreie Druckluft für<br />

Hygieneanwendungen<br />

Gerade in der Lebensmittelindustrie<br />

kommt<br />

es auf eine absolut<br />

öl- und keimfreie<br />

Druckluft an, um die<br />

strengen Vorgaben der<br />

DIN ISO 8573-1,<br />

Klasse 1 Ölgehalt, und<br />

die hohen Qualitätsund<br />

Hygieneanforderungen<br />

zu erfüllen. Die<br />

Bekokat-Technologie erzielt eine Druckluftreinheit, die mit einem<br />

Restölanteil von 0,003 mg/m 3 verdichteter Luft weit über die<br />

Forderungen der DIN ISO 8573-1 für technisch ölfreie Druckluft<br />

der Klasse 1 hinausgeht. Mittels Katalyseverfahren werden die<br />

Kohlenwasserstoffe durch Totaloxidation vollständig in Kohlendioxid<br />

und Wasser umgewandelt. Dieses Gemisch fällt nach der<br />

folgenden Abkühlung der Druckluft als Kondensat an und wird<br />

aus dem System herausgeleitet.<br />

Mit dem Tüv-zertifizierten Messgerät Metpoint OCV lässt sich der<br />

Restöldampfgehalt in der Druckluft in Echtzeit messen und<br />

überwachen. Steigt der Restöldampfgehalt an, wird ein individuell<br />

konfigurierbarer Alarm ausgelöst. So ist sichergestellt, dass noch<br />

vor einer Überschreitung der Grenzwerte entsprechende<br />

Maßnahmen ergriffen werden können.<br />

Halle 10.1, Stand F100<br />

www.beko-technologies.com<br />

Kompakte Druckluftstation<br />

Die ölfrei verdichtenden<br />

Schraubenkompressoren<br />

von<br />

Kaeser arbeiten<br />

laut Hersteller in<br />

Kombination mit<br />

dem Rotationstrockner<br />

Ihoc<br />

hocheffizient und<br />

wirtschaftlich.<br />

Ölfrei verdichtete<br />

Druckluftversorgung gibt es auch mit der neuen Container-<br />

Druckluftstation Contain-Air. Sie ist mit einem Schraubenkompressor<br />

der CSG- oder DSG-Serie mit integriertem Rotationstrockner<br />

ausgestattet und liefert ölfrei verdichtete Druckluft bei<br />

gleichzeitig geringem Platzbedarf. Da der Container flexibel<br />

überall auf einem Betriebsgelände platziert werden kann (nur ein<br />

ebener Boden ist notwendig), ist die Investition in einen eigenen<br />

Kompressorraum nicht erforderlich. Diese kompakte Druckluftstation<br />

liefert ebenfalls effizient und zuverlässig ölfreie, verdichtete<br />

Druckluft mit einem Drucktaupunkt bis – 30 °C.<br />

Wer seine Druckluftstation möglichst optimal steuern möchte,<br />

kann auf den Sigma Air Manager 4.0 zurückgreifen. Das System<br />

stimmt nicht nur alle Komponenten eines Druckluftsystems<br />

aufeinander ab, sondern gewährleistet jederzeit ein Maximum an<br />

Verfügbarkeit und Energieeffizienz der Druckluftstation durch<br />

seine weiterentwickelte 3-D-Advanced-Regelung.<br />

Halle 10.1, Stand A10<br />

www.kaeser.com


TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />

Fein, feiner, am feinsten<br />

Hochwertige Mahlanlagen für die Zuckerverarbeitung<br />

Unter dem Sicherheitsaspekt ist<br />

das Vermahlen von potenziell<br />

staubexplosiven Produkten mit<br />

besonderen Anforderungen<br />

hinsichtlich der Technologie,<br />

Qualität und Ausführung einer<br />

Mahlanlage verbunden. Gerade<br />

in Zuckerfabriken, wo es häufig<br />

zu Staubexplosionen kommen<br />

kann, sind daher hochwertige<br />

und entsprechend ausgelegte<br />

Mahlanlagen gefordert.<br />

Autor: Markus Eggenmüller, Area Sales Manager,<br />

Food Division, Hosokawa Alpine AG, Augsburg<br />

Der Markt im Bereich der Zuckervermahlung<br />

ist enorm groß. In 120 Ländern<br />

werden mehr als 170 Mio. t/a produziert.<br />

Die größte Rohzuckerproduktion mit etwa<br />

37 Mio. t findet in Brasilien statt, während<br />

der Zuckerverbrauch mit geschätzten<br />

„Für uns steht die Sicherheit der Mitarbeiter an erster Stelle,<br />

und die zertifizierte, explosionsgeschützte Auslegung<br />

des Systems gewährleistet dies.“<br />

27 Mio. t im Jahr 2016/17 in Indien am größten<br />

war. In Zuckerfabriken kommt es seit<br />

jeher immer wieder zu Staubexplosionen.<br />

Das Problem besteht auch heute noch, und<br />

diese Zuckerexplosionen können schwerwiegende<br />

Folgen haben. Deshalb müssen<br />

auch die dort eingesetzten Mahlanlagen entsprechend<br />

ausgelegt werden. In den meisten<br />

Fällen werden Mahlanlagen für eine Druckstoßfestigkeit<br />

von 10 bar (ü) ausgelegt, sollten<br />

aber dennoch deutlich mehr bieten,<br />

Sergio Landeta, Betriebsleiter, Puratos Chile<br />

damit die Qualität und Lebensdauer der<br />

Komponenten sichergestellt werden kann.<br />

Hosokawa Alpine ist seit 120 Jahren Experte<br />

für das Feinmahlen und hat sich in<br />

diesem Bereich einen Namen gemacht. Die<br />

älteste Zuckermühle aus dem Hause Alpine<br />

nahm im Jahr 1934 die Produktion auf. Und<br />

die älteste, noch verwendete Mühle in der<br />

Nahrungsmittelindustrie läuft seit 1963.<br />

Kompakte Stiftmühle<br />

Die Stifmühle Sugarplex ist insbesondere<br />

auf die Anforderungen der Zuckerindustrie<br />

(z. B. Backwaren, Getränke) zugeschnitten<br />

und basiert auf dem bewährten Mahlsystem<br />

der Alpine Ultraplex-Feinprallmühle.<br />

20 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />

01 Diese Stiftmühle ist Atex-konform und für<br />

Innenzone 20 und Außenzone 22 geeignet<br />

02 Mit der Sichtermühle ist<br />

besonders feines Vermahlen möglich<br />

Bei der Alpine Sugarplex SX handelt es sich<br />

um ein extrem kompaktes System, das<br />

weder zusätzliche Filter, Gebläse noch Luftkühlaggregate<br />

benötigt, wie sie bei herkömmlichen<br />

Anlagenkonzepten für die<br />

Zuckervermahlung üblich sind. Somit profitiert<br />

der Anlagenbetreiber von niedrigeren<br />

Investitionskosten, einem reduzierten<br />

Platzbedarf und geringeren Reinigungsund<br />

Wartungskosten.<br />

Das zylindrische Design der Mühle<br />

umfasst einen Behälter mit konischem<br />

Produktaustrag und lässt sich ausgezeichnet<br />

in ein bestehendes System oder Gebäude<br />

integrieren.<br />

Der Zuckerverarbeiter Puratos Chile hat<br />

sich insbesondere wegen der Kompaktheit<br />

und Flexibilität für die Sugarplex entschieden.<br />

„Mit der Sugarplex sind wir flexibel<br />

genug, um uns neue Märkte zu erschließen”,<br />

sagte Sergio Landeta, der Betriebsleiter.<br />

„Zudem kommt für uns die Sicherheit der<br />

Mitarbeiter an erster Stelle und die zertifizierte,<br />

explosionsgeschützte Auslegung des<br />

Systems gewährleistet dies.”<br />

Effektiver Mechanismus<br />

Der Kristallzucker wird über eine Zellenradschleuse<br />

durch die Mühlentür direkt ins<br />

Zentrum des Mahlwerks eingespeist. Das<br />

Mahlwerk, bestehend aus zwei Stiftscheiben,<br />

ist komplett in die Mühlentür integriert.<br />

Die Tür lässt sich schnell und einfach<br />

öffnen und kann weit aufgeschwenkt werden,<br />

sodass der Anwender die Mahlwerkzeuge<br />

jederzeit problemlos inspizieren oder<br />

reinigen kann. Die Mühle wird von einem<br />

Direktmotor angetrieben, der nach der<br />

europäischen Explosionsschutzverordnung<br />

für Atex Zone 22 geeignet ist.<br />

Die innere Stiftscheibe sitzt direkt auf der<br />

Motorwelle und rotiert mit Geschwindigkeiten<br />

bis zu 145 m/s. Eine spezielle Dichtung<br />

sorgt dafür, dass kein Öl in den Produktraum<br />

eindringt und andererseits kein<br />

Zucker oder Spülwasser sich in die entgegengesetzte<br />

Richtung bewegen kann. Über<br />

einen Frequenzumrichter wird die Motordrehzahl<br />

stufenlos geregelt und die gewünschte<br />

Feinheit eingestellt. Da die Sugarplex<br />

ausschließlich für die Lebensmittelindustrie<br />

entwickelt wurde, erfüllt sie alle<br />

grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften<br />

der EG-Maschinenrichtlinie<br />

98/37 Anhang II sowie alle Sicherheitsund<br />

Unfallverhütungsvorschriften der Bundesrepublik<br />

Deutschland.<br />

Das Konzept und die Bauweise der<br />

Mühle entsprechen allen in Betracht kommenden<br />

harmonisierten EG-Normen sowie<br />

den anzuwendenden nationalen deutschen<br />

DIN-Normen. Die Sugarplex ist Atexkonform<br />

und für Innenzone 20 und Außenzone<br />

22 geeignet.<br />

Die Sugarplex 315 SX erreicht Durchsätze<br />

von 2,8 t/h bei Feinheiten von 99 %<br />

< 450 µm oder 1,0 t/h bei einer Feinheit<br />

von 99 % < 125 µm. Mit bis zu 10 t/h und<br />

fünf verschiedenen Ausführungen ist die<br />

Sugarplex für nahezu jede industrielle Zuckerproduktion<br />

geeignet. Es handelt sich<br />

um eine höchst variable und kostengünstige<br />

Lösung.<br />

Besonders feines Vermahlen<br />

Puderzucker bzw. Staubzucker wird zur<br />

Herstellung von Getränken, Gebäck, Süßwaren<br />

und in anderen Branchen eingesetzt.<br />

Die besonders feine Körnung sorgt für ein<br />

angenehmeres Gefühl im Mund und wird<br />

oft auch zum Dekorieren von Back waren<br />

verwendet. Kommt es Kunden auf noch feinere<br />

Qualitäten an, so kann dies mit einer<br />

Sichtermühle erreicht werden.<br />

Die Sichtermühle Mikro ACM kam 1962<br />

als erste Sichtermühle überhaupt auf den<br />

Markt. Seither wurde sie kontinuierlich<br />

weiterentwickelt und an die sich stets<br />

ändernden Bedürfnisse des Marktes angepasst.<br />

Die Mühle wurde zur Zerkleinerung<br />

einer Vielzahl von Produkten, wie z. B. von<br />

Kakao, Getreidemehl, Milchzucker, Fischmehl<br />

etc. entwickelt. Die Kombination aus<br />

Prallmahlung mit integriertem dynamischen<br />

Sichter sorgt für die perfekte Lösung<br />

beim Fein- bis hin zum Ultrafeinvermahlen<br />

diverser Produkte.<br />

Der Kristallzucker wird der Mikro ACM<br />

pneumatisch zugeführt. Die Zerkleinerung<br />

erfolgt durch den Aufprall des Mahlgutes<br />

auf die rotierenden Mahlwerkzeuge und auf<br />

das feststehende Prallfutter. Mit Schlagkantengeschwindigkeiten<br />

von mehr als 130 m/s<br />

können bei Puderzucker Feinheiten von<br />

d99 < 20 µm erreicht werden. Die vom nachgeschalteten<br />

Ventilator durch die Mühle<br />

gesaugte Kühl-, Transport- und Sichtluft<br />

erfasst das Mahlgut und führt es an den<br />

Leitschaufeln des Leitrades entlang.<br />

Charakteristisch für die Mikro ACM ist<br />

der integrierte dynamische Sichter. Das von<br />

den Leitschaufeln gleichgerichtete Produkt-<br />

Luft-Gemisch wird gleichmäßig dem rotierenden<br />

Sichter zugeführt. Im Sichtbereich<br />

erfolgt aufgrund der zwei entgegengesetzten<br />

Kräfte und der unterschiedlichen Masse<br />

der Partikel die Trennung in Grob- und<br />

Feingut. Das Grobgut wird vom Sichterrad<br />

abgewiesen, in die Mahlzone zurückgeführt<br />

und erneut beansprucht. Das Feingut passiert<br />

das Sichterrad und tritt aus der Mahlkammer<br />

aus. Die Trenngrenze wird über<br />

die Drehzahl des Sichterrades eingestellt<br />

und lässt sich auch während des Mahlbetriebs<br />

stufenlos verstellen.<br />

Die Alpine Mikro ACM wird in bis zu<br />

20 Größen mit Antriebskapazitäten zwischen<br />

3 und 450 kW angeboten.<br />

Fotos: Fotolia (Freer, #41655351), Hosokawa Alpine<br />

Halle 10.1, Stand E9<br />

www.hosokawa-alpine.com<br />

VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 21


Bei der automatischen Weiterverarbeitung<br />

der Bakterienkulturen schließt sich oft ein<br />

Mischvorgang an. Die eingesetzten Mischapparate<br />

werden zuerst kyrogen bis zu<br />

– 65 °C gekühlt und nach der Nassreinigung<br />

mit + 135 °C Sterildampf belastet.<br />

Schonendes Mischen<br />

Anspruchsvolle Aufgabe<br />

Mischapparate in der sterilen Aufbereitung von<br />

Bakterienkulturen<br />

Die Aufbereitung und Compoundierung von gefriergetrockneten<br />

Bakterienkulturen, die in Pulverform vorliegen, setzt extrem hohe<br />

Hygienestandards voraus. Liegen die Güter darüber hinaus<br />

tiefgefroren vor, muss der Mischapparat besonders gut isoliert sein<br />

und erhöhte Festigkeitsanforderungen erfüllen.<br />

Natürlich soll das Ergebnis schnell vorliegen,<br />

wobei das Mischen der Güter<br />

schonend erfolgen muss. Amixon-Mischer<br />

er füllen diese Anforderungen auch unter<br />

sehr schwierigen Voraussetzungen, wie<br />

beispielsweise:<br />

n differierende Füllgrade (8–100 %)<br />

n unterschiedliche Schüttdichten<br />

n unterschiedliche Partikelgrößen<br />

n erforderliche Drehzahlfrequenzen<br />

Das Mischprinzip des Amixon-Einwellenmischers<br />

basiert auf einer dreidimensionalen<br />

Umschichtung. Dabei wird das Mischgut<br />

in der Peripherie des Mischraumes aufwärts<br />

geschraubt, um im Zentrum abwärts<br />

zu verströmen. Ein Helix-Mischwerkzeug<br />

ist in der patentierten Sinconvex-Bauart<br />

gestaltet und verrichtet diese Mischarbeit<br />

besonders schonend bei Umfangsgeschwindigkeiten<br />

von 0,2 bis 0,9 m/s.<br />

Besonders nützlich ist, dass der Mischvorgang<br />

unabhängig vom Füllgrad stattfindet.<br />

Insofern findet auch der Entleervorgang<br />

ohne Entmischung statt, auch<br />

wenn dieser länger andauert oder Pulsation<br />

vorliegt. Auch der hohe Restentleerungsgrad<br />

überzeugt die Betreiber: durch den<br />

Einsatz sogenannter Comdisc-Werkzeuge<br />

wird das Mischgut bis zu 99,997 % und<br />

besser ausgetragen.<br />

Im Koneslid-Mischer hingegen senken<br />

sich rotationssymmetrische Verschlusselemente<br />

wenige Zentimeter und gestatten die<br />

Totalentleerung innerhalb weniger Sekunden.<br />

So ist es möglich, mit kleinen Mischern<br />

große Volumenströme zu homogenisieren.<br />

Fermentierte Spezialitäten bereichern<br />

heutzutage fast alle gängigen Dairy-<br />

Produkte. Ob in Käse, Quark, Joghurt oder<br />

auch bei der Veredelung von Fleisch –<br />

überall sind sie zu finden. Die Herstellung<br />

der pulvrig-granulatartigen Substanz ist<br />

jedoch eine echte Herausforderung: Reinheit<br />

und Handhabungsgüte sowie eine<br />

granulatartige, staubarme Struktur sind<br />

wichtige Faktoren für die Weiterverarbeitung.<br />

Qualitätsbestimmend hierfür ist eine<br />

Autor: Dipl.-Ing Matthias Böning, Vertriebsleiter<br />

und Prokurist, Amixon GmbH, Paderborn<br />

unterbrechungsarme, möglichst kontinuierliche<br />

Arbeitsweise.<br />

Die hochreinen Bakterienkulturen bilden<br />

sich durch Zellteilung. Hierzu wird die wässrige<br />

Bakteriensuspension bei der industriellen<br />

Herstellung permanent mit Nährlösung verdünnt.<br />

Nach einer konstanten Verweildauer<br />

wird die gereifte Suspension entnommen, es<br />

schließen sich Waschvorgänge an. Der Prozess<br />

der Zellteilung kommt erst mit dem Einfrieren<br />

der entnommenen Kulturen zum Stillstand.<br />

Um die Handhabung zu erleichtern,<br />

werden die Kulturen zuweilen auch gefriergetrocknet.<br />

Dadurch entsteht ein loses Pulver<br />

mit Schüttdichten um 0,1 bis 0,4 kg/dm 3 .<br />

Gründliche Reinigung<br />

Eine gründliche Reinigung von Mischanlagen<br />

ist unerlässlich. Kontaminationsvermeidung<br />

ist einerseits qualitätsbestimmend<br />

und andererseits ein zwingendes<br />

„Muss“ mit Blick auf die Allergenfreiheit<br />

von Nahrungsmitteln. Amixon hat in der<br />

Vergangenheit aufwändige Entwicklungsarbeiten<br />

betrieben, um die Nassreinigung<br />

und Trocknung von Pulvermischern zu<br />

automatisieren. Nachstehend wird das<br />

Ergebnis vorgestellt. Die Vorrichtung trägt<br />

den Namen Waterdragon.<br />

Waterdragon ist fest am Mischraum<br />

montiert und verbleibt dort dauerhaft. Für<br />

den Fall der Nassreinigung öffnet sich der<br />

Verschlussstopfen in den Mischraum und<br />

gibt den Raum zur Bewegung einer Rota-<br />

22 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />

tionswaschlanze frei. Diese bewegt sich<br />

trans latorisch in den Mischraum hinein.<br />

Bei anliegendem Wasserdruck von ca.<br />

3,5 bar rotiert der Kopf und drei Düsen<br />

bestrahlen den gesamten Mischraum. Je<br />

nach Größe und Ausführung des Mischers<br />

sind drei, vier und zuweilen auch fünf<br />

Waschköpfe nötig, um den gesamten Mischraum<br />

und alle Bereiche des Mischwerkzeuges<br />

zu benetzen.<br />

Nach Abschluss der Nassreinigung erfolgt<br />

zwingend die Trocknung. In Anbetracht der<br />

Tatsache, dass die spezifische Wärmekapazität<br />

des Wassers ca. neun Mal größer ist<br />

als die Wärmekapazität des Edelstahles,<br />

02 Rotationssymmetrische Verschlusselemente<br />

senken sich wenige Zentimeter<br />

und ermöglichen eine sekundenschnelle<br />

Restlosentleerung<br />

01 Mit diesem Mischer können große Volumenströme<br />

homogenisiert werden<br />

kommt es während der Nassreinigung mit<br />

heißem Wasser zu einer spontanen Aufheizung<br />

des Mischers. Diese Wärme begünstigt<br />

das Ausdampfen des Mischers. Ein<br />

zusätzlicher Warmlufteintrag durch den<br />

Hauptstutzen des Waterdragons beschleunigt<br />

den Trocknungsvorgang.<br />

Getrocknet werden der gesamte Mischer<br />

und das Waterdragon-System. Erst danach<br />

fährt die Rotationslanze wieder aus dem<br />

Mischraum heraus und der Verschlussstopfen<br />

schließt den Mischraum gas- und flüssigkeitsdicht<br />

ab.<br />

Aus Betreibersicht sei an dieser Stelle angemerkt,<br />

dass die Bewegungsabfolge der<br />

patentierten Waterdragon-Vorrichtung nur<br />

einen einzigen elektropneumatischen Antrieb<br />

benötigt und insofern recht einfach<br />

ansteuerbar ist. Sie wird erfolgreich in<br />

Mischern, Trocknern, Reaktoren und zuweilen<br />

auch in Fremdsystemen eingesetzt.<br />

In besonderen Fällen wird die Rotationswaschdüse<br />

durch Hochdruck-Zielstrahldüsen<br />

ersetzt – insbesondere dann, wenn<br />

die Reinigung mit wenig Wasser, aber mit<br />

hohen Drücken erfolgen soll.<br />

After-Sales-Service<br />

Ein in Sanitärbauweise gefertigter Mischer<br />

erfüllt die Anforderungen der FDA, die Bedingungen<br />

der EHEDG und entspricht den<br />

3-A-Sanitary-Standards. Bedingt durch die<br />

Wechsellastbeanspruchung, die aus extremen<br />

Temperaturwechseln resultiert, muss<br />

der Mischer speziell konstruiert sein, um<br />

Ermüdungsbrüchen vorzubeugen. Für die<br />

Wartung und Prüfung der Apparate nach<br />

der Inbetriebnahme ist das After-Sales-<br />

Service-Team zuständig. Sollte es zu Ermüdungen<br />

des Materials, wie bspw. zu einem<br />

Riss in der Schweißnaht der Isolierung<br />

kommen, können die geschulten Mitarbeiter<br />

sofort agieren.<br />

Der „Excellent Service“ von Amixon ist<br />

ein weltweites Konzept mit internationalen<br />

Stützpunkten. Neben dem Angebot der<br />

lebenslangen Apparatepflege werden hier<br />

die Servicemitarbeiter, aber auch Betreiber<br />

und Entwickler geschult, um selbst Prüfungen<br />

und Wartungen vornehmen zu können.<br />

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TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />

Gut gerüstet für die Zukunft<br />

Milchwerke sparen Kohlendioxid mit neuer Gasturbine<br />

Die Milchwerke Berchtesgadener<br />

Land Chiemgau eG (BGL) benötigt<br />

für die Herstellung ihrer<br />

Molkereiprodukte fast 40 000 t<br />

Dampf pro Jahr. Um eine geplante<br />

Produktionssteigerung möglichst<br />

umweltfreundlich und effizient<br />

erreichen zu können, wurde in eine<br />

neue Energiezentrale mit einer<br />

Gasturbine, einem Abhitze- sowie<br />

zwei Spitzenlastdampfkesseln<br />

investiert.<br />

Die Milchwerke Berchtesgadener Land<br />

Chiemgau eG (BGL) im oberbayerischen<br />

Piding verarbeiten täglich etwa<br />

850 000 bis 900 000 l Milch und benötigen<br />

dafür fast 40 000 t Dampf pro Jahr. Die Energie<br />

wurde bisher über das öffentliche<br />

Stromnetz sowie über mittlerweile veraltete<br />

Autorin: Annika Schott, freie Redakteurin, München<br />

Gaskessel bezogen. Jetzt wurde in eine neue<br />

Energiezentrale investiert, um die zukünftige<br />

Versorgung zu sichern. Mit dem Konzept<br />

und der anschließenden Planung wurde die<br />

Gammel Engineering GmbH beauftragt.<br />

„Die Milchwerke Berchtesgadener Land<br />

kamen im Jahr 2014 mit der Anforderung<br />

auf uns zu, eine neue, zukunftsfähige Energiezentrale<br />

zu planen“, erklärt Thomas<br />

Winkler, Projektleiter bei Gammel Engineering.<br />

„Dabei sollte bereits die prognostizierte<br />

Produktionssteigerung von ca. 50 Prozent in<br />

die Überlegungen mit einfließen.“<br />

Das Ingenieurbüro erstellte zunächst<br />

eine Konzeptstudie und analysierte dafür<br />

den Gas- und Stromlastgang sowie den<br />

Kältebedarf des Unternehmens aus dem<br />

Jahr 2013. Darin wurde ein Jahresgasbedarf<br />

von etwa 36 000 MWh ermittelt, was bei<br />

einer Dampferzeugung bei 7,4 bar einer<br />

Jahresdampfmenge von knapp 40 000 t entspricht.<br />

Der Jahresstrombedarf wurde auf<br />

nahezu 14 000 MWh analysiert. Sowohl für<br />

den Wärme- als auch für den Stromlastgang<br />

sollten Steigerungsraten von 50 % für die<br />

nahe Zukunft berücksichtigt werden. Für<br />

die Drucklufterzeugung wurden Räumlichkeiten<br />

in der neuen Energiezentrale vorgesehen.<br />

Der Kälte- und Druckluftbedarf des<br />

Betriebes wird zunächst aber weiterhin von<br />

den vorhandenen Erzeugern bereitgestellt.<br />

Zusätzlich übernahm das Ingenieurbüro<br />

die Aufgabe, die Medien in die neue Energieverteilung<br />

einzubinden.<br />

Gasturbine mit Abhitzekessel<br />

Auf Basis des Strom- und Wärmelastgangprofils<br />

wurden zunächst mehrere Varianten<br />

zur Deckung des Energiebedarfs ausgearbeitet.<br />

Dabei wurden ein Gas-BHKW, eine<br />

Gasturbine mit Abhitzekessel sowie eine<br />

Dampfturbine vergleichend gegenübergestellt.<br />

Nach den Wirtschaftlichkeitsberechnungen<br />

von Gammel Engineering stellte<br />

sich die Gasturbine als beste Option heraus.<br />

„Diese deckt mit einer elektrischen Leistung<br />

von knapp 1 600 kW den Grundlast-<br />

Strombedarf sehr gut ab und kommt auf<br />

etwa 5 500 bis 6 000 Jahres-Volllaststunden.“<br />

Damit können die Milchwerke mehr als<br />

70 % des Strombedarfs selbst erzeugen.<br />

„Zudem benötigen die Milchwerke derzeit<br />

ca. 97 % des Jahreswärmebedarfs als<br />

Dampf. Dieser wird mit der neuen Anlage<br />

bestmöglich abgedeckt“, führt der Projektleiter<br />

die Vorteile aus. Konkret bedeutet<br />

dies, dass ca. 82 % des Wärmebedarfs von<br />

der KWK-Anlage erzeugt werden können.<br />

Die Abgase der Gasturbine werden im nachgeschalteten<br />

Abhitzekessel zur Dampferzeugung<br />

genutzt, sodass die Energie voll­<br />

24 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />

ständig für den Betrieb verwendet werden<br />

kann. Im Nachgang wurden noch die alten<br />

Kessel durch zwei neue Spitzenlastkessel<br />

mit je 10 t/h Dampf ersetzt.<br />

Für die neue Energiezentrale der Milchwerke BGL wurden in den Planungen mehrere<br />

Erweiterungsmöglichkeiten berücksichtigt, so soll auf lange Sicht eine Steigerungsrate<br />

von bis zu 50 % erzielt werden<br />

Warmwasser versorgung<br />

Besonderen Wert legt das Ingenieurbüro<br />

darauf, dass die benötigte Energie mit einem<br />

möglichst geringen Ressourceneinsatz erzeugt<br />

werden kann. Hier bestand vor allem<br />

bei der Heizungstechnik im Werk noch Optimierungsbedarf:<br />

Bisher wird der normale<br />

Heizwärmebedarf mithilfe von Hochtemperaturdampf<br />

bereitgestellt und ist deshalb<br />

mit einem hohen energetischen Einsatz<br />

verbunden. Gammel Engineering legte den<br />

Milchwerken ein Konzept zum Einstieg in<br />

die Heizungswasserversorgung vor. Dabei<br />

soll ein Teil des Wärmebedarfs durch einen<br />

Pufferspeicher abgedeckt werden, sodass<br />

zukünftig auch die kaskadierte Abwärmenutzung<br />

oder der Einsatz von Motor-<br />

BHKWs möglich ist. Dies gilt im Übrigen<br />

auch für die Gasturbine: Diese verfügt über<br />

die Besonderheit, je nach Bedarf sowohl<br />

wärme- als auch stromgeführt gefahren<br />

werden zu können, und ermöglicht damit<br />

einen sehr flexiblen Betrieb.<br />

Im weiteren Verlauf des Projekts wurden<br />

die Details ausgearbeitet. Neben der Gasturbine<br />

mit einer Leistung von 1,6 MW el<br />

sah<br />

das Anlagenkonzept die Installation eines<br />

Abhitzedampfkessels mit einer Erzeugung<br />

von 5 t/h sowie zweier Spitzenlastkessel mit<br />

jeweils 10 t/h vor, womit eine abgesicherte<br />

Leistung von 15 t/h erreicht werden kann.<br />

Der derzeitige Spitzenlastbedarf liegt bei<br />

11 t/h. Für die Produktionssteigerung wurden<br />

in der Planung Optionen zum späteren<br />

Integrieren weiterer Erzeuger für eine gesicherte<br />

Dampfleistung bis 25 t/h berücksichtigt,<br />

sodass zukünftig 1,5 Mio. l Milch<br />

pro Tag verarbeitet werden können.<br />

Zügige Projektabwicklung<br />

Im Januar 2015 startete das Ingenieurbüro<br />

mit der Entwurfs- und Genehmigungsplanung<br />

und arbeitete die für den Architekten<br />

notwendigen Informationen für die Gebäudeplanung<br />

aus. Dabei musste beachtet<br />

werden, dass die Milchwerke BGL Piding<br />

Abhitzekessel<br />

I<br />

Gasturbine<br />

I<br />

als Produktionsbetrieb nach Bundes-Immissionsschutzgesetz<br />

(BImSchG) genehmigt<br />

sind. Zusätzlich mussten die Dampfkessel<br />

ein Genehmigungsverfahren durchlaufen.<br />

Für die neue Energiezentrale<br />

begleitete<br />

Gammel Enginee-<br />

Die größte Herausforderung<br />

bestand darin, die Medien<br />

in den Bestand einzubinden,<br />

ohne den laufenden Betrieb<br />

zu stören.<br />

Klaus Gschwendner, stellv. Technischer Leiter,<br />

Milchwerke Berchtesgadener Land<br />

sw-<br />

Eco<br />

ww-<br />

Eco<br />

Verbraucher<br />

Spitzenlastkessel<br />

I<br />

Kondensatbehälter<br />

Spitzenlastkessel<br />

II<br />

ring deshalb die<br />

komplette Änderungsgenehmigung<br />

und erarbeitete die<br />

Unterlagen für die<br />

Gutachten. Die<br />

frühzeitige Vorbereitung<br />

stellte sich<br />

schließlich als die<br />

richtige Strategie heraus:<br />

Die endgültige<br />

Genehmigung wurde erteilt, kurz bevor die<br />

Anlage in den Regelbetrieb überging.<br />

Die praktische Um-setzung ging schneller<br />

vonstatten: „Mit dem Generalunternehmer,<br />

der für die Ausführung sämtlicher Bauleistungen<br />

zuständig war, ließen sich die Kosten<br />

besser überwachen und die Abstimmungen<br />

konnten viel schneller erfolgen“, so Winkler.<br />

Da die endgültige Auftragsvergabe<br />

schnell erfolgte und der Regelbetrieb<br />

bereits Ende 2016 aufgenommen wurde –<br />

dazwischen lagen lediglich elf Monate –<br />

sicherten sich die Milchwerke BGL eine<br />

KWK-Förderung nach dem KWK-Gesetz<br />

2012 für die neue Gasturbine. Die Planungs-<br />

und Bauphase wurde regelmäßig<br />

von Gammel Engineering überwacht. „Die<br />

komplette Montage und Einbindung<br />

er folgte während der laufenden Produktion.<br />

Dennoch konnten wir die nötigen Bauund<br />

Installationsmaßnahmen innerhalb<br />

Erdgas Abgas Dampf Speisewasser Frischwasser Kondensat<br />

sw-<br />

Eco<br />

sw-<br />

Eco<br />

Speisewasserbehälter<br />

I<br />

Wasseraufbereitung<br />

I<br />

Pufferspeicher<br />

Hilfskondensator<br />

Luftdruckkühler<br />

Speisewasserbehälter<br />

II<br />

Wasseraufbereitung<br />

II<br />

von nur acht Monaten abschließen“, so<br />

Winkler über die Projektabwicklung. Das<br />

war mitunter ein entscheidendes Kriterium<br />

für die Milchwerke: „Auch in Umbauphasen<br />

im Unternehmen stehen wir gegenüber<br />

unseren Milchbauern in der Pflicht, die gelieferte<br />

Milch abzunehmen und weiterzuverarbeiten“,<br />

erklärt Klaus Gschwendner,<br />

stellvertretender Technischer Leiter bei den<br />

Milchwerken Berchtesgadener Land. „Die<br />

größte Herausforderung bestand deshalb<br />

darin, die Medien in den Bestand einzubinden,<br />

ohne den laufenden Betrieb zu stören.“<br />

Reibungslose Zusammenarbeit<br />

Für die Werksverteilung der verschiedenen<br />

Medienleitungen wie Dampf, Heizungswasser<br />

und Druckluft wurde die neue Energiezentrale<br />

mit der neuen Abtankhalle und<br />

dem alten Kesselhaus über eine Medienbrücke<br />

verbunden. Die Werksverteilung<br />

wurde bereits auf den zukünftigen Ausbau<br />

ausgelegt, sodass die Milchwerke nun für<br />

eine geplante Produktionssteigerung gerüstet<br />

sind. Durch die gekoppelte Erzeugung<br />

von Strom und Dampf für die Produktionszwecke<br />

werden nun jährlich 5 350 t CO 2<br />

eingespart.<br />

Der stellvertretende Technische<br />

Leiter zeigte sich sehr zufrieden mit dem<br />

Projektverlauf: „Mit Thomas Winkler als<br />

Projektleiter des Ingenieurbüros hatten wir<br />

einen kompetenten Ansprechpartner mit<br />

innovativen Anlagenlösungen zur Seite.<br />

Durch die reibungslose Zusammenarbeit<br />

sind zukünftig Folgeaufträge jederzeit denkbar“,<br />

so Gschwendner.<br />

www.gammel.de<br />

VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 25


TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />

Reif für die Insel<br />

Der Weg zum elektropneumatischen Automatisierungssystem<br />

Verfahrenstechnische Anlagen der<br />

Pharma-, Kosmetik-, Nahrungs- und<br />

Genussmittelindustrie oder<br />

Wasseraufbereitung profitieren<br />

davon, wenn elektrische und<br />

pneumatische Funktionen<br />

gemeinsam auf einer Ventilinsel<br />

integriert sind. So lassen sie sich über<br />

nur eine Busleitung ansteuern und<br />

das Programmieren geht schneller.<br />

Autor: Heiko Kurtz, Field Segment Manager<br />

Atex-Solutions, Bürkert Fluid Control Systems,<br />

Ingelfingen<br />

Integrierte Ventilinseln sind in den letzten<br />

Jahren zu intelligenten, elektropneumatischen<br />

und ex-sicheren Automatisierungssystemen<br />

geworden. Sie bieten praxisgerechte<br />

Diagnose- und sicherheitsgerichtete<br />

Abschaltfunktionen, erschließen Möglichkeiten<br />

zu vorbeugenden Wartungsmaßnahmen<br />

und fügen<br />

sich „nahtlos“ in die<br />

Prozesssteuerungswelt<br />

ein. Bürkert hat<br />

dafür in Abstimmung<br />

mit Siemens<br />

die Voraussetzung<br />

geschaffen.<br />

Bereits im Jahre<br />

2002 gelang der<br />

erste Schritt auf<br />

dem Weg zum elektropneumatischen Automatisierungssystem:<br />

Die Kombination aus<br />

einem leistungsstarken dezentralen Peripheriesystem<br />

und einer Ventilinsel war<br />

damals eine beachtliche Innovation. Im<br />

Schaltschrank konnten elektrische und<br />

Anwender im Pharma- und<br />

Nahrungsmittelsektor können<br />

durch die neue Ventilinsel kleine,<br />

dezentrale Einheiten mit einer<br />

hohen Signaldichte direkt vor Ort<br />

installieren.<br />

Heiko Kurtz<br />

pneumatische Signale über nur eine Busanbindung<br />

gesteuert werden. Somit waren<br />

Anwender in der Lage, ihre Profibusnetze<br />

zu verschlanken und die Anzahl der Teilnehmer<br />

am Bus zu reduzieren. Zusätzlich<br />

ließ sich bereits bei der Programmierung<br />

Zeit einsparen, da die Stationen als komplette<br />

Einheiten parametriert werden<br />

konnten. Neu war damals auch die platzsparende<br />

Montage in einem Schaltschrank –<br />

wurden doch bis dato normalerweise Elektrik<br />

und Pneumatik in unterschiedlichen<br />

Steuerschränken verbaut.<br />

26 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />

01 Seit der Einführung intelligenter Ventilinselsysteme ist Bürkert auch<br />

im Schaltschrankbau zuhause<br />

02 Die Ventilinsel Airline Ex Typ 8650<br />

Der Anwender hatte somit die Möglichkeit,<br />

neben digitalen und pneumatischen Signalen<br />

auch analoge und später sogar fehlersichere<br />

Signale auf einer Station zu verarbeiten.<br />

Die fortschrittliche Ventilinsel<br />

(Typ 8644) wurde nach der Markteinführung<br />

deshalb schnell zum Erfolg. Sie ist<br />

bis zum heutigen Tag in vielen Applikationen<br />

zu finden, angefangen vom allgemeinen<br />

Maschinenbau, dem Nahrungsund<br />

Genussmittelsektor bis zur Pharmaund<br />

Chemieindustrie.<br />

Seit der Einführung der Schaltschrankbodeneinbauplatte<br />

Airline Quick kann die<br />

Ventilinsel, auf der bis zu 48 3/2-Wege-Ventilfunktionen<br />

Platz finden, inklusive der<br />

Simatic-Module platzsparend direkt im<br />

Schaltschrankboden montiert werden. Auch<br />

die neuen Sicherheitsventile mit einem<br />

zweiten elektrischen Anschluss lassen sich<br />

darauf verbauen. Dies ermöglicht sichere<br />

Abschaltungen bis Performance-Level D<br />

gemäß Maschinenrichtlinie EN 13849.<br />

Ventilinsel für den Ex-Bereich<br />

Im Jahr 2006 stellte Bürkert ein weiteres<br />

Highlight vor: Mit der Ventilinsel Airline Ex<br />

Typ 8650 ließen sich die Integrationsvorteile<br />

jetzt auch im Ex-Bereich nutzen, in Chemie<br />

und Pharmazie ebenso wie in Anwendungen<br />

mit Staub-Ex-Bereichen. Die Zusammenfassung<br />

von eigensicheren Ventilen<br />

und Ventilausgangsmodulen von Bürkert in<br />

das Simatic ET 200iSP System von Siemens<br />

ermöglicht eine hohe Kanaldichte und Flexibilität<br />

– elektrisch wie auch pneumatisch.<br />

Die hohe Verfügbarkeit, die durch Redundanz<br />

von Power-Supply- und Interfacemodulen<br />

garantiert ist, wird durch eine<br />

elektrische und pneumatische Hot-Swap-<br />

Funktion ergänzt. Sie ermöglicht es dem<br />

Anwender, innerhalb kürzester Zeit ein Ventil<br />

im laufenden Betrieb unter Druck und<br />

Spannung zu tauschen. Somit verkürzen<br />

sich Stillstandszeiten und Wartungszyklen.<br />

Durch die vollständige Hard- und Softwareintegration<br />

in das Siemens-Prozessleitsystem<br />

Simatic PCS 7 sind dank interner Schaltspielzähler<br />

sogar vorbeugende Wartungsmaßnahmen<br />

möglich. Hierzu stellt Bürkert<br />

HSP- und HUP-Dateien zur Integration in<br />

die Siemens-Engineering-Welt bereit.<br />

Ebenso können unterschiedliche Diagnosen<br />

auf der Ventilinsel aktiviert werden, diese<br />

melden Störungen oder Fehler unmittelbar<br />

über Profibus DP an die übergeordneten<br />

Systeme. Sicherheitsgerichtete Funktionen<br />

sind über Failsafe-Module direkt im Schaltschrank<br />

realisierbar. So kann der Anwender<br />

auf pneumatischer Seite zwischen einer<br />

Abschaltung einzelner Ventile oder einem<br />

blockweisen Not-Aus der Ventile wählen.<br />

Nahtlose Integration<br />

Pünktlich zum 15. Jubiläum der ersten integrierten<br />

Ventilinsel kam 2017 die neue<br />

Ventilinsel Airline SP Typ 8647 auf den<br />

Markt. Sie ist vollständig in das dezentrale<br />

Peripheriesystem Simatic ET 200SP integriert.<br />

Darüber hinaus kann der Anwender<br />

jetzt erstmals ohne zusätzliche Peripheriegeräte<br />

direkt auf einem vor Ort eingebauten<br />

LC-Display den Status der Ventilinsel, Fehler<br />

oder Prozessparameter ablesen. Zusätzlich<br />

lässt sich die Schaltstellung der Pilotventile<br />

und der zugehörigen Prozessantriebe<br />

grafisch darstellen. Dieses Mapping von<br />

digitalen Ein- und Ausgangssignalen erleichtert<br />

dem Anwender Inbetriebnahmen,<br />

Wartungen und Fehlersuchen.<br />

Alle auf der Ventilinsel generierten Informationen<br />

können auch in der Steuerung<br />

verarbeitet werden, z. B. Diagnosedaten wie<br />

etwa defekte Spulen, offene Ausgänge oder<br />

Druckschwankungen in der Zuluft. Zwei<br />

voneinander unabhängige Schaltspielzähler<br />

generieren Meldungen, die eine vorbeugende<br />

Wartung ermöglichen. Diese Daten kann<br />

man sich auch als Klartext auf der Ventilinsel<br />

direkt im Schaltschrank anzeigen lassen.<br />

Neues und Bewährtes<br />

Auch wenn es um sichere pneumatische<br />

Abschaltungen geht, hat die neue Ventilinsel<br />

einiges zu bieten. So können die Ventilmodule<br />

über die optionale EVS-Klemme<br />

stromlos geschalten werden. Hierzu wird<br />

über einen potenzialfreien Kontakt der Versorgungsstromkreis<br />

für die Lastspannung<br />

der Ventile unterbrochen. Diese einfache,<br />

aber robuste und sichere Lösung bietet dem<br />

Anwender die Möglichkeit, kostengünstige<br />

Not-Aus-Kreise direkt auf der Ventilinsel zu<br />

nutzen. Wenn aus verfahrenstechnischen<br />

Gründen keine blockweise Abschaltung<br />

realisierbar ist, kann der Anwender auf die<br />

jederzeit nachrüstbaren Sicherheitsventile<br />

mit zweitem elektrischem Anschluss zurückgreifen<br />

und diese einzeln über potenzialfreie<br />

Kontakte abschalten.<br />

Auch mit über viele Jahre im Prozessumfeld<br />

bewährten Features zur Erhöhung der<br />

Prozesssicherheit ist die Ventilinsel ausgestattet.<br />

So können auch bei dieser Station<br />

die Ventile dank der integrierten P-Kanalabsperrung<br />

im laufenden Betrieb unter<br />

Druck gewechselt werden. Die eingebauten<br />

Rückschlagventile sichern die nachgeschalteten<br />

Prozessantriebe gegen ungewolltes<br />

Umschalten bei Druckstößen oder einem<br />

Abluftstau ab. Für den Einbau in den<br />

Schaltschrank boden gibt es auch hier die<br />

Bodeneinbauplatte Airline Quick aus Edelstahl<br />

oder Aluminium. Somit lässt sich auch<br />

die neue Ventilinsel platzsparend in einem<br />

Schaltschrank montieren.<br />

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VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 27


TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />

Trockenlauf ohne Schaden<br />

Hermetische Ringkolbenpumpen für Glukosemischungen<br />

Aufgrund ihrer abrasiven Wirkung<br />

verschleißt Glukose konventionelle<br />

Wellenlagerungs- und<br />

Abdichtsysteme. Eine Lösung<br />

können hier Ringkolbenpumpen<br />

darstellen, die hermetisch dicht und<br />

so konstruiert sind, dass sie weder<br />

Gleitringdichtungssysteme noch<br />

Magnetantriebe benötigen. Die<br />

Wellenlagerung ist dabei vom<br />

Fördermedium getrennt.<br />

Autoren: Dipl.-Ing. Rudolf Voland, Senior<br />

Regional Sales Manager, PSG, Auxerre,<br />

Frankreich; Dipl.-Ing. Göran Müller, Prokurist,<br />

Uni-Fördertechnik GmbH, Salzgitter<br />

Das Förderprinzip der Ringkolbenpumpen<br />

von Mouvex beruht auf zwei Bauteilen:<br />

dem statischen Zylinder und dem<br />

sich kreisförmig im Zylinder bewegenden<br />

Ringkolben (keine Rotation). Bei dieser<br />

Bewegung bilden sich innere und äußere<br />

Kammern, die das Medium von der Saugseite<br />

zur Druckseite verdrängen.<br />

Die hermetische Bauform basiert darauf,<br />

dass das Förderelement Kolben sich nicht<br />

dreht, sondern im Zylinder eine exzentrische<br />

Kreisbewegung ausführt; damit muss<br />

die Welle nicht dynamisch, sondern kann<br />

„quasistatisch“ mit einem gut reinigbaren<br />

Edelstahlfaltenbalg abgedichtet werden.<br />

Dieser doppelte Faltenbalg ist kein Verschleißteil.<br />

Dennoch kann er mit einem<br />

Druckschalter auf Kundenwunsch überwacht<br />

werden.<br />

In der Pumpe gibt es keine Gleitlager im<br />

Medium oder Gleitringdichtungen, die<br />

unter dem Einfluss der Glukose verschleißen,<br />

verkleben oder durch Karamellisieren<br />

undicht werden. Durch den hermetischen<br />

Edelstahl-Faltenbalg werden alle<br />

emp findlichen Pumpen-Antriebsbauteile<br />

gegenüber den abrasiven Fördermedien<br />

geschützt.<br />

Die Schmierung der Antriebsteile im<br />

Inneren des Faltenbalgs mit einem lebensmittelverträglichen<br />

Öl gewährleistet eine<br />

lange Lebenszeit der Bauteile. Falls es zu<br />

einem minutenlangen Trockenlauf der<br />

Pumpe – gewollt oder ungewollt – kommt,<br />

nimmt die Pumpe keinen Schaden.<br />

Spezieller Vakuumeffekt<br />

Die Ringkolbenpumpentechnik basiert auf<br />

dem direkten, nahezu spaltfreien Kontakt<br />

zwischen Kolben und Zylinder. Die Pumpen<br />

sind in der Lage, ein hohes (trockenes)<br />

Vakuum aufzubauen, durch diesen Vakuumeffekt<br />

kann sich die Pumpe selbst, auch<br />

aus tiefer liegenden Behältern befüllen; das<br />

Entleeren von Fässern und Behältern über<br />

28 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


End-of-the-Line-Powder-Mixing<br />

Exzentrische Welle<br />

Doppelter<br />

Faltenbalg<br />

Kolben<br />

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Eine Symbiose aus exzellent hygienischem<br />

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Füllgrade können von ca.<br />

10% bis 100% differieren<br />

Durch den hermetischen Edelstahl-Faltenbalg werden alle empfindlichen<br />

Pumpen-Antriebsbauteile gegenüber den abrasiven Fördermedien<br />

geschützt<br />

eine Lanze und Schläuche z. B. durch eine fahrbarer Pumpe stellt<br />

kein Problem dar.<br />

Darüber hinaus ist die Ringkolbenpumpe in der Lage, saugseitig<br />

installierte Behälter und Leitungen zu entleeren und mit ihrem<br />

Kompressoreffekt auch druckseitige Leitungen auszudrücken. Damit<br />

leistet die Pumpentechnologie einen wichtigen Beitrag zur<br />

Produktrückgewinnung. Der direkte Kontakt zwischen Kolben und<br />

Zylinder ist auch der Grund für das dosiergenaue Fördern bei<br />

schwankender Viskosität und sich ändernden Systemdrücken; ein<br />

Vorteil z. B. beim Inline-Dosieren.<br />

Resistent gegen Abrieb<br />

Ein weiterer Vorteil ist die hohe Resistenz gegen Abrieb beim Fördern<br />

von abrasiven Flüssigkeiten, wie bspw. Glukose, da die Kontaktgeschwindigkeit<br />

des Kolbens zum Zylinder sehr gering ist.<br />

Selbst bei einem minutenlangen Trockenlauf erwärmt sich die<br />

Pumpe kaum, auch das ein Vorteil beim Fördern von Glukose, die ja<br />

unter Wärmeeinfluss leicht karamellisieren kann.<br />

Das Reinigen der Pumpe kann im CIP-Verfahren mit einer externen<br />

CIP-Pumpe durchgeführt werden. Hierbei hebt der Kolben<br />

vom Zylinder ab und es wird kontaktfrei durch die Pumpe hindurchgespült;<br />

ein Vorteil, weil in dieser Zeit kein unnötiger Verschleiß<br />

von Kolben und Zylinder stattfindet. Falls gewünscht, kann<br />

der doppelte Faltenbalg auch überwacht werden.<br />

Ringkolbenpumpen sind aufgrund der niedrigen Kontaktgeschwindigkeit<br />

auch eine gute Wahl beim Fördern von scherempfindlichen<br />

Produkten. Die Pumpenserie wird für einen Volumenstrom<br />

zwischen 1 l/h bis 36 m³/h in einer breiten Produktpalette<br />

angeboten. Sie ist zertifiziert nach Atex und EHEDG, ist konform mit<br />

TA Luft, 1935/2004 und FDA und erfüllt die Forderungen der 3A.<br />

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TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />

neueres Modell des gleichen Typs ersetzt<br />

werden. Allerdings kann man den Austausch<br />

auch für ein Retrofit der Anlage<br />

nutzen und zu einer anderen Pumpentechnologie<br />

wechseln“, weiß Henning<br />

Grönwoldt-Hesse, Vertriebsleiter von Jung<br />

Process Systems. „Mit einer modernen<br />

Hyghspin-Schraubenspindelpumpe aus<br />

Edelstahl-Vollmaterial läuft die Anlage<br />

dann nicht nur wieder einwandfrei, sondern<br />

zusätzlich kann die Leistung gesteigert<br />

werden. Auch eine schonendere Produktförderung<br />

und ein besserer Hygienestatus<br />

sind möglich.“<br />

Die Gründe, die zum Austausch einer<br />

Pumpe führen, können vielschichtig sein:<br />

n Probleme mit Pulsation<br />

n Verschleiß<br />

n Schäden am Produkt<br />

n Kavitation<br />

n Platzbedarf<br />

n Erhöhung der Kapazität<br />

Anpassung an den Bedarf<br />

Schonende Förderung<br />

Schraubenspindelpumpen als Retrofit für<br />

Hygieneanwendungen<br />

Unter den Verdrängerpumpen nehmen die Schraubenspindelpumpen<br />

einen besonderen Platz ein. Durch die axiale Förderung wird das<br />

Produkt schonender transportiert, als wenn das Produkt zusammen mit<br />

den Förderelementen rotiert und dadurch geschleudert wird. Negative<br />

Auswirkungen des Schleuderns wie Zerstörung von Partikeln, erhöhte<br />

Abrasion oder Schaumbildung werden vermieden.<br />

Autorin: Ines Schröder, Marketing, Jung Process<br />

Systems GmbH, Kummerfeld<br />

Wenn in bestehenden Anlagen die<br />

Pumpe ausfällt oder nicht mehr die<br />

erforderliche Leistung erbringt, stellt sich<br />

häufig die Frage: Größere Neuinvestition<br />

oder kostengünstigerer Austausch. Meist<br />

finden sich für bestehende Verdrängerpumpen<br />

passende Ersatzmodelle. „Natürlich<br />

kann der alte Pumpentyp durch ein<br />

Eine der größten Stärken von Hyghspin-<br />

Schraubenspindelpumpen ist nach Meinung<br />

von Grönwoldt-Hesse deren Flexibilität.<br />

In der eigenen Fertigung am Firmensitz<br />

in Pinneberg, nördlich von Hamburg, lassen<br />

sich auch Sonderlösungen wirtschaftlich<br />

umsetzen. Typisches Szenario ist ein<br />

bestehendes System, in dem eine Verdrängerpumpe<br />

ersetzt werden muss. „Wer bisher<br />

mit einer Drehkolben- oder Exzenterschneckenpumpe<br />

gearbeitet hat, kommt<br />

vielfach gar nicht auf die Idee, dass ein<br />

anderes Pumpenprinzip Vorteile bringen<br />

kann“, sagt der Vertriebsleiter.<br />

Außerdem sei nicht so bekannt, dass<br />

Dreh- oder Kreiskolbenpumpen auch ohne<br />

größere Rohrleitungsanpassungen durch eine<br />

Hyghspin-Pumpe ersetzt werden können.<br />

„Das hängt wohl damit zusammen, dass man<br />

Schraubenspindelpumpen meist nur mit<br />

einer 90°-Umlenkung kennt und dies nicht<br />

in die Rohrleitung passen würde“, glaubt<br />

Grönwoldt-Hesse. „Das ist aber kein Muss.<br />

Beim Austausch von Dreh- oder Kreiskolbenpumpen<br />

können wir eine Inline-Ausführung<br />

fertigen, bei der die Stutzen horizontal<br />

oder vertikal parallel zueinander liegen.“<br />

Bei kritischen Einsatzfällen stellen<br />

Hyghspin-Schraubenspindelpumpen zudem<br />

selbst dann eine interessante Alternative<br />

bspw. zu Kreiselpumpen dar, wenn die<br />

Viskosität der Produkte eigentlich keine<br />

Verdrängerpumpe erfordern würde. Denn<br />

ein weiterer Vorteil des Schraubenspindel-<br />

Prinzips ist nach Meinung von Henning<br />

Grönwoldt-Hesse die außerordentliche<br />

Flexibilität: „Aufgrund niedriger Massenträgheitsmomente<br />

und eines komplett<br />

unwuchtfreien Laufs der Rotoren haben<br />

unsere Modelle einen sehr weiten Drehzahlbereich<br />

von bis zu 4 000 min -1 . Eine<br />

Hyghspin-Pumpe kann daher sehr gut<br />

geregelt werden. Konstante Drücke bei<br />

30 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


unterschiedlichen Mengen oder aber stark<br />

spreizenden, verschiedenen Anlagenkennlinien<br />

sind für uns kein Problem.“<br />

Mit nur einer Pumpe können verschiedenste<br />

Viskositäten und Medien gefördert<br />

und gleichzeitig ohne zusätzlichen Bypass<br />

auch CIP-/SIP-Reinigungsfunktionen durchgeführt<br />

werden und erlauben so ein sehr<br />

breites Anwendungsspektrum.<br />

Größere Fördermenge<br />

An der Teststation<br />

werden täglich<br />

Serienaufträge mit<br />

Pumpenmotoren<br />

von 2,2 bis 45 kW<br />

geprüft<br />

Weiteres Plus der Hyghspin-Schraubenspindelpumpe<br />

ist die Erhöhung der Förderleistung<br />

in bestehenden Rohrleitungen.<br />

„Die erforderlichen NPSH-Werte sind auch<br />

bei größeren Volumenströmen sehr niedrig.<br />

Im Gegensatz zu anderen Systemen akzeptieren<br />

unsere Pumpen höhere Druckverluste<br />

in der Saugleitung. Dadurch können bei<br />

einer bestehenden Rohrleitung größere<br />

Mengen gefördert werden, ohne dass es zu<br />

Kavitation kommt und die Pumpe Schaden<br />

nimmt“, erläutert Grönwoldt-Hesse. Bei<br />

gleichbleibenden Rohrleitungssystemen<br />

können also bspw. Umpumpzeiten gegenüber<br />

dem Einsatz anderer Verdrängerpumpen<br />

deutlich verkürzt werden.<br />

Laut Grönwoldt-Hesse bleiben viele Kunden<br />

meist ohne Grund bei dem bisherigen<br />

Pumpentyp und schauen nur auf die Motorleistung<br />

und den Wirkungsgrad. Dabei wird<br />

leicht übersehen, dass oftmals in der Anlage<br />

selbst durch die Vermeidung von Druckverlusten<br />

ein größeres Potenzial zur Kostensenkung<br />

liegt. Generell sind Hyghspin-Schraubenspindelpumpen<br />

langlebig und verschleißarm,<br />

sie benötigen nur wenig Wartung – ein<br />

weiterer Faktor zur Kostensenkung also.<br />

Hygienic Design<br />

Neben der hohen Flexibilität in der Förderung<br />

von unterschiedlichsten Medien<br />

zählt die Hygiene im Produktionsprozess<br />

zu den wesentlichen Vorteilen der Hyghspin-Modelle.<br />

Jung Process Systems konstruiert<br />

und fertigt ohne Kompromisse<br />

nach den Richtlinien des Hygienic Design.<br />

Die totraumfreie Bauweise der Schraubenspindelpumpen<br />

schließt versteckte Ablagerungen<br />

von vornherein aus. Alle medienberührenden<br />

Teile sind komplett aus<br />

Edelstahl-Vollmaterial aus europäischen<br />

Werken zerspant und unterscheiden sich<br />

dadurch von anderen Modellen, die auf<br />

der Verwendung von Edelstahl-Gussteilen<br />

basieren. „Nur so lassen sich riss- und<br />

fehlstellenfreie Bauteile sicher herstellen“,<br />

sagt der Vertriebsleiter.<br />

Als einziger Hersteller bietet Jung Process<br />

Systems eine komplett aus Edelstahl gefertigte<br />

Schraubenspindelpumpe in Blockbauweise<br />

an. Bei dieser Konstruktion sind Pumpenkörper<br />

und Antrieb fest miteinander<br />

verbunden und bilden eine kompakte Einheit.<br />

Die Wellen von Pumpe und Motor werden<br />

durch Formschluss zentriert. Die Kupplung<br />

kann nicht verspannt werden. Dies<br />

sichert einen kontakt- und unwuchtfreien<br />

Betrieb und beugt Lagerschäden vor. Diese<br />

Pumpen kommen außerdem mit einer kleineren<br />

Grundplatte aus und lassen sich so<br />

bequem und risikolos als mobile Aggregate<br />

an verschiedenen Standorten im Transferund<br />

Produktionsprozess einsetzen.<br />

Halle 10.2, Stand C31<br />

www.jung-process-systems.de<br />

IMPRESSUM<br />

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erscheint <strong>2018</strong> im 52. Jahrgang, ISSN 0175-5315<br />

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VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 31


TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />

Vom Erzeuger zum Verbraucher<br />

Individuelle Lösungen sorgen für das Mehr an Lebensmittelsicherheit<br />

Der Zugang zu sicheren und<br />

nahrhaften Lebensmitteln ist<br />

entscheidend für den Erhalt des<br />

Lebens und der Gesundheit.<br />

Ausreichende Untersuchungen auf<br />

Verunreinigungen durch<br />

Lebensmittelpathogene und<br />

toxische Verbindungen sowie den<br />

Nährstoffgehalt können wesentlich<br />

zur Qualität und Sicherheit von<br />

Lebensmitteln beitragen.<br />

Autoren: Dr. Jan Scholz, Head of Product<br />

Management; Dr. Ute Hofmann, Product Manager<br />

Diagnostics, beide Analytik Jena AG; Martin Raab,<br />

Head of Public and Internal Communication,<br />

Endress+Hauser AG, Reinach, Schweiz<br />

Die Nahrungskette beginnt in der Regel<br />

auf einem Hof innerhalb des Landwirtschaftssektors.<br />

Von hier gelangen die meisten<br />

Nahrungsmittel zunächst zu Lebensmittelund<br />

Getränkeherstellern zur weiteren Verarbeitung<br />

und daraufhin zu Einzelhändlern<br />

oder Verbraucherdiensten, bis sie schließlich<br />

den Endverbraucher erreichen. Auf<br />

diesem Weg vom Erzeuger zum Verbraucher<br />

gehen Lebensmittel durch viele Hände,<br />

wie Groß- und Zwischenhändler, Transportoder<br />

Lagerunternehmen.<br />

Strategien zur Lebensmittelsicherheit<br />

beschränken sich jedoch nicht nur auf die<br />

Sicherheit von Lebensmitteln, die für den<br />

Verzehr durch den Menschen vorgesehen<br />

sind, sondern schließen auch Futtermittel,<br />

die Gesundheit und den Schutz der Tiere<br />

sowie den Pflanzenschutz ein. Über den<br />

gesamten Prozess vom Erzeuger bis zum<br />

Verbraucher muss sichergestellt sein, dass<br />

Lebensmittel vollständig nachverfolgbar<br />

sind, insbesondere über internationale<br />

Transportwege.<br />

Die Analytik Jena AG und ihr Mutterkonzern<br />

Endress+Hauser bieten Produkte, die<br />

den Anforderungen der Lebensmittelindustrie<br />

und den betreffenden Bestimmungen<br />

mit ihren hohen Standards gerecht werden.<br />

Von der landwirtschaftlichen Primärproduktion<br />

über die Verarbeitung bis hin zum<br />

Verbraucher ist es unabdingbar, dass die<br />

Standards für Lebensmittelqualität und<br />

-sicherheit stets erfüllt werden.<br />

Pasteurisieren und sterilisieren<br />

Die Milcherzeugung ist ein Geschäft mit<br />

äußerst geringen Margen und zugleich<br />

hohen Qualitätsansprüchen. Basierend auf<br />

Fluss-, Niveau-, Druck-, Temperatur- und<br />

Analysesensorsignalen wird die Milchverarbeitung<br />

zur Kostenkontrolle optimiert,<br />

während zugleich die Produktqualität auf<br />

einem konstant hohen Niveau gehalten<br />

wird. Eine hinreichende Wärmebehandlung<br />

ist eine Grundvoraussetzung für die<br />

Verbrauchersicherheit, wobei die Verfahren<br />

zur Pasteurisierung in der Regel bestimmte<br />

Normen erfüllen müssen und von den<br />

nationalen Behörden für Lebensmittelsicherheit<br />

kontrolliert werden.<br />

32 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />

Die Pasteurisierung umfasst in der Regel die<br />

Erhitzung der Milch auf mindestens 72 °C<br />

und dies für eine Dauer von etwa 15 bis 20 s,<br />

wodurch die Haltbarkeit der Milch bei entsprechender<br />

Kühlung auf zwei bis drei<br />

Wochen verlängert wird. Anders als die Sterilisation<br />

dient die Pasteurisierung nicht dazu,<br />

sämtliche Mikroorganismen in Lebensmitteln<br />

abzutöten. Vielmehr ist es das Ziel, die<br />

Anzahl der lebensfähigen Krankheitserreger<br />

so zu reduzieren, dass sie praktisch keinerlei<br />

Erkrankung mehr verursachen können.<br />

Bei der Ultrahocherhitzung wird die<br />

Milch für vier Sekunden auf 140 °C erhitzt.<br />

Durch diesen Prozess wird die Milch sterilisiert,<br />

wodurch sie über mehrere Monate<br />

hinweg ohne Kühlung gelagert werden<br />

kann. Bei diesem Verfahren wird die Milch<br />

durch eine Düse in eine Kammer gesprüht,<br />

die mit unter Druck stehendem Hochtemperatur-Wasserdampf<br />

gefüllt ist. Nachdem<br />

die Temperatur 140 °C erreicht hat, wird die<br />

Flüssigkeit in einer Vakuumkammer sofort<br />

wieder abgekühlt und in einem sterilen,<br />

luftdichten Behälter verpackt.<br />

Exakte Steuerung<br />

Präzise Durchflusssensoren sorgen für die<br />

korrekte Erwärmung der Milch und somit<br />

für sichere Ergebnisse. Der elektromagnetische<br />

Durchflussmesser übernimmt den<br />

Großteil der Durchflussmessung in Milchwirtschaftsbetrieben<br />

und so eine entscheidende<br />

Aufgabe bei der Milcherhitzung. Die<br />

Fließgeschwindigkeit der Milch wird durch<br />

einen elektromagnetischen Durchflussmesser<br />

gesteuert. Der Sensor Promag H100<br />

von Endress+Hauser verfügt über eine<br />

integrierte Temperatur- und Leitfähigkeitsmessung<br />

und ermöglicht die Regelung des<br />

Wärmetauschers in Echtzeit. Die integrierte<br />

Leitfähigkeitsmessung unterstützt die Phasenverschiebung<br />

und Reinigungsprozesse,<br />

während die Temperaturerfassung im Sensor<br />

nicht nur das Leitfähigkeitssignal, sondern<br />

auch die Genauigkeit des volumetrischen<br />

Flusssignals verbessert. Dies ist<br />

wichtig, wenn die Milch von einer Prozesskammer<br />

in die nächste geleitet wird, da die<br />

Temperaturänderung auch zu einer Veränderung<br />

des Volumens führt, die entsprechend<br />

ausgeglichen werden muss.<br />

Der kritische Kontrollpunkt für eine erfolgreiche<br />

Pasteurisierung ist die Temperatur.<br />

Der iTherm Quicksens liefert den korrekten<br />

Temperaturwert dreimal schneller<br />

als vergleichbare Sensoren. Die Genauigkeit<br />

und Ansprechzeit stellen sicher, dass<br />

keinerlei Energie verschwendet und das<br />

Milchprodukt nicht mehr thermischer Belastung<br />

ausgesetzt wird als erforderlich. Auf<br />

diese Weise wird nicht nur die Milchqualität<br />

aufrechterhalten, sondern die Energiekosten<br />

werden zugleich gesenkt.<br />

Bestimmung von Schwermetallen<br />

Mit einem Contr-AA-Continuum-Source-<br />

Atomabsorptionsspektrometer (AAS) von<br />

Analytik Jena wurden geringe Konzentrationen<br />

von Quecksilber in Milchpulver, Thunfisch<br />

und Fischprotein bestimmt.<br />

In Kombination mit dem Hydrea-Zubehör<br />

ermöglicht das Spektrometer die Ultraspurenbestimmung<br />

von Quecksilber mit<br />

Nachweisgrenzen im ppt-Bereich und<br />

somit weit unter den in Milchprodukten<br />

befindlichen Konzentrationen. Darüber<br />

hinaus ist mit dem exklusiven Solid-AA-<br />

Zubehör in Kombination mit dem Graphitofensystem<br />

Contr AA 800 G auch die direkte<br />

Untersuchung des Fischproteins ohne Probenaufschluss<br />

möglich.<br />

Anorganisches Arsen steht mit zahlreichen<br />

gesundheitsschädlichen Auswirkungen<br />

in Verbindung, insbesondere wenn<br />

eine Belastung während der Schwangerschaft<br />

sowie im Säuglings- und Kleinkindalter<br />

erfolgt. Die Hochleistungsflüssigkeitschromatografie<br />

(HPLC) in Verbindung mit<br />

der ICP-MS ist die empfohlene Gerätekonfiguration<br />

zur Bestimmung von Arsenspezies<br />

in Lebensmitteln und Getränken. Die HPLC<br />

ermöglicht die schnelle Trennung aller<br />

wichtigen Arsenspezies in unter zehn Minuten,<br />

während das Plasma Quant MS für<br />

die ICP-MS von Analytik Jena eine Ultraspurenbestimmung<br />

bis zu < 0,4 µg Arsen<br />

pro Kilogramm Reis ermöglicht.<br />

Identifikation von Tierarten<br />

Die Identifikation von nicht deklarierten<br />

Bestandteilen tierischen Ursprungs ist erforderlich,<br />

um die internationalen regulatorischen<br />

Standards zur Einhaltung der religiösen<br />

Gebote und Gesundheitsschutzgesetze<br />

zu erfüllen. Eine der praktischsten Methoden<br />

für eine zuverlässige Identifikation von<br />

Tierarten in verarbeiteten Lebensmitteln<br />

erfolgt über die in der DNA enthaltenen<br />

genetischen Informationen. Dies geschieht<br />

beispielsweise bei der Bestimmung des<br />

Ursprungs der Gelatine in Gummibärchen,<br />

der unterschiedlichen Fleischsorten in<br />

Hackfleisch oder der Identifikation von etwaigen<br />

Spuren von Schweinefleisch in Reis.<br />

01 Der Temperatursensor lässt sich vor<br />

jedem Batch vollautomatisiert inline<br />

kalibrieren<br />

02 Analysetechnik und Komplettsysteme<br />

sorgen für mehr Sicherheit bei Lebensmitteln<br />

Der Innu Pure C16 touch von Analytik<br />

Jena zur vollautomatischen Nukleinsäureextraktion<br />

ermöglicht in Kombination mit<br />

dem Extraktionskit Innu Prep Food DNA<br />

Kit-IPC16 die automatische Vorbereitung,<br />

Isolierung und Erfassung der DNA mithilfe<br />

von vorbefüllten und versiegelten Reagenzienplastiken.<br />

Die Eluate werden<br />

mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR)<br />

in Echtzeit mit einem leistungsstarken<br />

Thermocycler analysiert, wobei die Innudetect<br />

Species-ID-Assays zum Nachweis<br />

von Ziegen-, Schafs-, Rind-, Schweine-,<br />

Pferde-, Esel- und Truthahn-DNA verwendet<br />

werden.<br />

Fotos: Fotolia (airborne77, #72025399),<br />

Endress+Hauser, Analytik Jena<br />

Halle 7.1, Stand B40<br />

www.de.endress.com<br />

www.analytik-jena.com<br />

VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 33


TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />

Verstecktes Potenzial<br />

Erkennen von Reststärke in Kleie<br />

Zu viel Reststärke in der Kleie<br />

bedeutet für den Müller Verzicht<br />

auf Gewinn. Durch eine<br />

Onlinemessung kann er dem<br />

Anstieg an Reststärke in der Kleie<br />

entgegenwirken und umgehend die<br />

Ausmahlung korrigieren.<br />

In der Müllereibranche beschreibt der Begriff<br />

Ausmahlungsgrad die Menge Mehl,<br />

die aus 100 kg Getreide hergestellt wird. Im<br />

modernen Mühlenbetrieb ermitteln Ausbeuterechner,<br />

die die Produktion kontinuierlich<br />

überwachen, den Ausmahlungsgrad.<br />

Bei der Herstellung von hellen Mehlen ist es<br />

das Ziel jedes Müllers, möglichst viel vom<br />

Mehlkörper aus dem Inneren des Korns von<br />

den Schalenteilchen (Kleie) zu trennen. Die<br />

Kleie gilt in der Müllerei als Nebenprodukt,<br />

das als Zusatz für Futtermitteln verwendet<br />

oder verkauft werden kann.<br />

Mehlpartikel, die als Reststärke an der im<br />

Mahlprozess aussortierten Kleie anhaften,<br />

sind für den Müller verloren. Je höher der<br />

Ausmahlungsgrad, desto höher die Ausbeute<br />

und damit auch der Gewinn des<br />

Gewinnpotenzial<br />

Autor: Thomas Ziolko, Produktmanager,<br />

Bühler AG, Uzwil, Schweiz<br />

Um wieviel kann die Ausbeute gesteigert werden, wenn die Reststärke in der Kleie<br />

permanent und online überwacht wird? Die Statistik zeigt: bei einer gut geführten<br />

Mühle lässt sich die Ausbeute um etwa 0,5 % steigern. Bei einer schlecht geführten<br />

Mühle kann die Ausbeute um bis zu 3 % verbessert werden.<br />

Und was bedeutet das unter dem finanziellen Aspekt? Nehmen wir an, die Mischkleie<br />

weist einen Reststärkegehalt von 19 % auf. Durch die richtigen Eingriffe wird er auf<br />

16 % reduziert. Die zurückgewonnenen 3 % Reststärke entsprechen bei einer Kleie-<br />

Ausbeute von 22 % einer Gesamtausbeute von 0,66 %. Wird 1 t Weizen vermahlen,<br />

resultiert in der Endmessung ein Plus von 6,6 kg. Diese Menge hat als Bestandteil der<br />

Kleie einen Wert von 0,6 EUR, als Mehl kann sie für 2,64 EUR verkauft werden. Die<br />

Differenz für den Müller beträgt 2,04 €/t. Bei einer Mühlenleistung von 220 t pro 24 h<br />

macht das jeden Tag einen Mehrertrag von 450 EUR bzw. ca. 150 000 EUR im Jahr.<br />

34 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


Auswertung der Aufnahme der Kleie mit MYHB: rot kennzeichnet Luft, blau zeigt Reststärke<br />

in der Kleie<br />

Müllers. Allerdings gilt auch zu beachten,<br />

dass mit der Steigerung des Ausmahlungsgrades<br />

mit der Mehlstärke auch mehr<br />

Rand- und Schalenteile aus dem Getreidekorn<br />

gelöst werden. Das Mehl wird mit<br />

höherem Ausmahlungsgrad dunkler und<br />

erhält somit auch einen höheren Aschegehalt.<br />

Der Müller wird also alles unternehmen,<br />

um den – bezogen auf den gewünschten<br />

Mehltyp und die Kundenanforderung<br />

– optimalen Ausmahlungsgrad zu<br />

erreichen. Er wird versuchen, einen zu<br />

hohen Reststärkegehalt in der Kleie und<br />

damit eine zu tiefe Ausbeute zu vermeiden.<br />

Selbstverständlich müssen dabei weitere<br />

Parameter, die die Backeigenschaften<br />

beeinflussen, mitberücksichtigt werden.<br />

Polarimetrische Bestimmung<br />

Doch wie erkennt ein Müller, dass die<br />

Kleie einen zu hohen Reststärkegehalt aufweist?<br />

Ein erstes Indiz ist eine sinkende<br />

Ausbeute oder ein tiefer Aschegehalt im<br />

Mehl. Stellt der Müller das fest, kann er im<br />

Labor mittels polarimetrischer Stärkebestimmung<br />

nach Ewers (Iso 105020:1997)<br />

den Reststärke gehalt in der Kleie ermitteln.<br />

Dabei wird die in der Untersuchungsprobe<br />

enthaltene Rohstärke in heißer, verdünnter<br />

Salzsäure gelöst. Nach Fällung<br />

störender Begleitstoffe wird die optische<br />

Drehung der Rohstärke lösung polarimetrisch<br />

gemessen und der Stärkegehalt aus<br />

dem Drehwinkel errechnet.<br />

Die Methode ist aber schon recht alt<br />

und hat ihre Tücken: So resultiert ein<br />

konventioneller Wert, da noch andere optisch<br />

aktive Kohlenhydrate (insbesondere<br />

wasserlös liche) mit erfasst werden können.<br />

Zudem ist sie aufwändig und braucht<br />

Chemikalien, weshalb die wenigsten Müller<br />

sie regelmäßig anwenden. Gelegentlich<br />

werden die Proben dafür in ein externes<br />

Labor geschickt. Eine mögliche Variante ist<br />

der „umgekehrte Weg“: Es wird die Asche<br />

in der Kleie gemessen. Die meisten Müller<br />

beurteilen nach Augenschein, ob zu viel<br />

Stärke in der Kleie enthalten ist – je heller<br />

diese erscheint, desto mehr Reststärke<br />

weist sie auf.<br />

Mahlspalteinstellung ändern<br />

Wie aber reagiert der Müller, wenn er zu<br />

viel Reststärke in der Kleie festgestellt hat?<br />

Als Sofortmaßnahmen wird er die hinteren<br />

Passagen des Mahlprozesses überprüfen<br />

und kontrollieren, ob die Walzen zu hoch<br />

geführt sind und so der Mahlspalt zu groß<br />

ist. Falls das nicht der Fall ist, stimmt die<br />

Gesamteinstellung aller Passagen nicht.<br />

Wird z. B. in den vorderen Passagen mit<br />

einem zu großen Mahlspalt gefahren,<br />

dann sind die hinteren Passagen überlastet.<br />

Sie schaffen es nicht, die noch vorhandene<br />

Reststärke zu lösen. Somit ist die<br />

Überprüfung der Gesamteinstellung aller<br />

Walzenstühle unausweichlich.<br />

Bühler bietet mit der Online-Messtechnologie<br />

gleich zwei Lösungen: NIR-Multi-<br />

Online-Analyzer MYRG oder die Farb- und<br />

Stippenmessung MYHB. Beide Methoden<br />

eignen sich für die Bestimmung der Reststärke<br />

in der Kleie. Die quantitative NIR-<br />

Methode erzielt eine hohe Übereinstimmung<br />

mit der offiziellen Referenzmethode<br />

Iso 105020:1997. Ihr Einsatz ist besonders<br />

zu empfehlen, wenn bereits ein NIR-Multi-<br />

Online-Analyzer MYRG in einer Mühle vorhanden<br />

ist. In diesem Fall ist ein zusätzlicher<br />

NIR-Sensor ausreichend. Die Farbund<br />

Stippenmessung MYHB kommt zum<br />

Einsatz, wenn kein MYRG-System vorhanden<br />

ist. Sie erweist sich dann als kostengünstige<br />

Variante zur qualitativen Überwachung<br />

der Kleie.<br />

Fotos: Fotolia (94348297, photocrew), Bühler<br />

Halle 4.2, Stand A80/B89<br />

www.buhlergroup.com<br />

NUR VOM FEINSTEN<br />

Pulverhandling und Filtration<br />

für die Lebensmittelindustrie<br />

FILTECH <strong>2018</strong> IN KÖLN<br />

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Bei Filtration Group liegt die Kompetenz für<br />

Reinheit weltweit in der Luft. Ob speziell<br />

abgestimmte Filterelemente nach FDA &<br />

EU 10/2011 oder hoch effektive Filtergeräte<br />

und Abreinigungseinheiten, sie alle tragen<br />

entscheidend zur Reinhaltung unserer<br />

Luft und damit zu mehr Nachhaltigkeit und<br />

Arbeitssicherheit bei.<br />

KONTAKT<br />

Filtration Group GmbH<br />

(ehemals MAHLE Industriefiltration GmbH)<br />

Schleifbachweg 45<br />

74613 Öhringen<br />

Telefon: + 49 7941 64 66-0<br />

Fax: + 49 7941 64 66-429<br />

Email: fm.de.sales@filtrationgroup.com<br />

Website: www.filtrationgroup.com/mahle<br />

VERFAHRENSTECHNIK 1-2/<strong>2018</strong> 35


TOP-THEMA I LEBENSMITTELTECHNIK<br />

Sprühgranulation und<br />

Mikroverkapselung<br />

Die Sprühgranulation<br />

und die darauf aufbauende<br />

Mikroverkapselung<br />

bieten vielfältige<br />

Optionen im Partikel-<br />

Design, um flüssige<br />

Rohstoffe wie Lösungen,<br />

Suspensionen, Emulsionen<br />

oder auch<br />

Schmelzen gleichzeitig<br />

zu trocknen bzw. zu erstarren und in einem Schritt zu kompakten<br />

Granulaten aufzubauen, ohne zusätzliche Träger- oder Hilfsstoffe<br />

zu verwenden – die Liste der Inhaltsstoffe bleibt folglich kurz.<br />

Interessenten können sich für Testreihen zur Produkt- und<br />

Prozessentwicklung im Technologiezentrum anmelden. An<br />

Anlagen unterschiedlichster Größe, wie bspw. der flexiblen<br />

mobilen Laboranlage Glatt Pro Cell Lab System, können alle<br />

Verfahrensvarianten ausprobiert werden. Natürlich können die<br />

Anlagen auch gemietet bzw. angeschafft werden. Im Technologiezentrum<br />

lassen sich Produktmuster im Maßstab von wenigen<br />

Gramm bis hin zu hunderten Kilogramm entwickeln und<br />

herstellen. Für das sichere Scale-up stellt der Anlagenbauer<br />

Pilotkapazitäten zur Verfügung und bietet Lohnfertigung an, als<br />

langfristige Dienstleistung oder als Zwischenlösung bis zur Fertigstellung<br />

einer neuen Glatt-Anlage.<br />

Halle 4.2, Stand A68<br />

www.glatt.com<br />

Flexible Gesamtlösungen mit<br />

Robotersystemen<br />

Die Robotersysteme für die<br />

Lebensmittelindustrie, die auf<br />

der Anuga Foodtec am Stand<br />

dieses Herstellers gezeigt werden,<br />

eignen sich für das Handling von<br />

der Verarbeitung des offenen<br />

Produkts über die Verpackung bis<br />

hin zur versandfertigen Palette.<br />

Die Roboter werden nicht nur in<br />

Lebensmittelausführung<br />

angeboten, sondern auch die<br />

allgemeine Peripherie ist den<br />

hohen Anforderungen angepasst (z. B. Edelstahlausführung der<br />

Fördertechnik). Ein Hersteller von Kaffee-Spezialitäten vertraut<br />

bei der Realisierung von zwei kompletten, modular aufgebauten<br />

Zentralpalettierungen mit mehr als 25 Roboter-Palettierzellen<br />

auch auf die Roboter-Lösungen der Firma Koch. Die realisierte<br />

Schnittstelle zum kundenseitigen ERP-System ist ein entscheidender<br />

Schritt Richtung Industrie 4.0, die dem Kunden die<br />

durchgängige Auftragssteuerung und -verfolgung ermöglicht.<br />

Über das Track-and-Trace-Verfahren werden vom Auftragseingang<br />

die Auftragsdaten und -mengen der Produkte über die Schnittstellen<br />

an die Anlagensteuerung übermittelt und im weiteren<br />

Verlauf abgefüllt, verpackt, gewogen, kontrolliert und<br />

gekennzeichnet.<br />

Halle 8.1, Stand C100<br />

www.koch-roboter.de<br />

Korrosionsfeste Aluminiumantriebe<br />

Sieht aus wie eine Maschine, ist aber eine<br />

weltweite Innovation, die Ihren Umsatz um bis<br />

zu 36 Millionen Euro pro Jahr erhöhen kann.<br />

FRAGEN SIE UNSERE INGENIEURE<br />

GREIF-VELOX Maschinenfabrik auf der ANUGA FOOD TEC,<br />

Köln, 20. – 23. März <strong>2018</strong>, Halle 8.1, Stand F078<br />

WWW.GREIF-VELOX.DE<br />

Für den Einsatz in<br />

anspruchsvollen<br />

Umgebungen bietet Nord<br />

für Aluminiumantriebe<br />

die leistungsstarke<br />

Antikorrosionsbehandlung<br />

nsd tupH. Bei dem<br />

Verfahren wird das<br />

Material bis unter die<br />

Oberfläche gehärtet. Die<br />

Oberflächenveredelung<br />

erzeugt eine permanent<br />

mit dem Grundwerkstoff<br />

verbundene Schutzschicht.<br />

Sie basiert auf<br />

einem elektrolytischen Prozess und macht Aluminium ähnlich<br />

korrosionsfest wie Edelstahl. Die kratzfeste Oberfläche wird laut<br />

Hersteller mehr als siebenmal so hart wie unbehandelte Aluminiumlegierungen.<br />

Selbst die Reinigung der Antriebe mit<br />

Hochdruckdampfstrahlern oder der Kontakt mit aggressiven<br />

Medien sind ohne weiteres möglich.<br />

DIN- und Normteile sowie die Abtriebswellen sind bei den<br />

gehärteten Aluminiumantrieben standardmäßig aus Edelstahl<br />

ausgeführt. Die lüfterlosen Glattmotoren tragen nicht zur Verbreitung<br />

von Keimen bei und gewährleisten zudem eine hohe<br />

Laufruhe. Sie sind als Synchron- und Asynchronmotoren erhältlich<br />

und erfüllen die Effizienzklassen IE2 und IE3 (asynchron)<br />

und IE4 (synchron).<br />

Halle 10.1, Stand B61<br />

www.nord.com<br />

36 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong><br />

Greif-Velox.indd 1 22.02.<strong>2018</strong> 11:03:40


LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />

Hygienepumpen und<br />

-armaturen<br />

Die KSB SE & Co. KGaA hat einen Instandhaltungs-Arbeitsplatz<br />

entwickelt, der ausschließlich für Lebensmittelpumpen<br />

eingerichtet wurde. Dieser LSA-Hygienearbeitsplatz<br />

(LSA = Life Sciences Applications) zeichnet sich aus durch<br />

Edelstahloberflächen und leicht zu reinigende Werkbänke,<br />

eigenes Werkzeug und Kleidung sowie die Bereitstellung von<br />

ausschließlich FDA-zugelassenen Schmierstoffen.<br />

Auf dem Messe-Stand wird ein Servicemonteur in regelmäßigen<br />

Abständen „live“ auf einem solchen Arbeitsplatz und an einer<br />

entsprechenden Pumpe Wartungsarbeiten vorführen.<br />

Natürlich präsentiert der Pumpenhersteller auch seine<br />

Hygienepumpen-Baureihen Vitachrom, Vitacast, Vitalobe und<br />

Vitaprime. Diese erfüllen alle Anforderungen an keimfreie<br />

Prozesse. Zu ihren guten CIP/<br />

SIP-Fähigkeiten tragen vor allem<br />

die elektropolierten medienberührten<br />

Bauteile und die<br />

hochwertigen Edelstähle bei.<br />

Dank zahlreicher angebotener<br />

Varianten lassen sich mit<br />

diesen Pumpen fast alle<br />

Aufgaben erledigen, die<br />

beim Transport von flüssigen<br />

oder viskosen Lebensmitteln<br />

anfallen. Die Vita-Baureihen<br />

verfügen über alle branchen-<br />

Durchflussmessung<br />

inline<br />

Das neue Radar-<br />

Füllstandmessgerät<br />

Optiwave 3500 80 GHz<br />

FMCW eignet sich für<br />

hygienische<br />

Anwendungen. Es ist<br />

verfügbar mit zahlreichen Hygieneanschlüssen, der Messbereich<br />

reicht bis zum Prozessanschluss. Dank des schmalen Abstrahlwinkels<br />

und der geringen Blockdistanz kann es für die Messung in<br />

schmalen Tanks, auch mit Rührwerken, eingesetzt werden.<br />

Halle 10.2, Stand D100/108<br />

www.krohne.com<br />

Mehr als nur Pumpen<br />

Besuchen Sie uns<br />

in Köln auf der<br />

Anuga FoodTec<br />

20. - 23.03.<strong>2018</strong><br />

Halle 10.2, Stand H-059<br />

üblichen Zertifikate und die<br />

verwendeten Elastomere<br />

sind FDA-konform.<br />

Stellvertretend für das große<br />

KSB-Armaturenprogramm<br />

werden neben Hera-BD-<br />

Schiebern und Isoria-Absperrklappen<br />

auch Membranventile<br />

der Baureihe Sisto-C<br />

zu sehen sein. Ihre Komponenten<br />

bestehen ausschließlich<br />

aus hochlegierten, austenitischen<br />

Werkstoffen. Die<br />

Gehäuse sind totraumfrei und<br />

lassen sich rückstandslos<br />

reinigen.<br />

Halle 10.2, Stand D10<br />

www.ksb.com<br />

Ein Ass beim Fördern<br />

hochviskoser Medien.<br />

Das neue VISCOFLUX mobile S wurde speziell für den Einsatz in Pharma, Food<br />

und Kosmetik entwickelt – zur effizienten, schonenden und prozesssicheree<br />

n<br />

Förderung hochviskoser Medien wie Tomatenmarkkonzentrat, Erdnussbutter<br />

oder Karamell aus Fässern. Es erreicht dabei Restmengen von bis unter 1 %.<br />

Sein Edelstahl-Prozessgerät hat die Schutzart IP 66. Diese Vorteile und<br />

vieles mehr machen das mobile Fassentleerungssystem zu einem echten<br />

Ass im Zusammenspiel mit hochviskosen Medien.<br />

Talweg 12 · D-75433 Maulbronn · Tel. +49 7043 101-0<br />

info@flux-pumpen.de · www.flux-pumps.com<br />

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Linearlager individuell konfigurieren. Ob auch Ihre Anwendung<br />

mit drylin ®<br />

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*Die jeweils angegebene Lieferzeit ist die durchschnittliche Zeit bis zum Versand der bestellten Ware.<br />

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Aircraft Interiors Expo, Hamburg – Stand 1UD11<br />

Hannover Messe – Halle 17 Stand H04<br />

Hygienische Kreiselpumpen<br />

Dieser Pumpenhersteller zeigt auf<br />

der Messe sein komplettes<br />

Spektrum hygienischer Kreiselund<br />

Verdrängerpumpen.<br />

Besonderes Augenmerk legt das<br />

Unternehmen in diesem Jahr auf<br />

sein Kreiselpumpenportfolio: Das<br />

Komplettprogramm umfasst die<br />

normalsaugende Baureihe FP, die<br />

auch als Hochdruckvariante FPH<br />

lieferbar ist, die mehrstufigen<br />

Hochdruckpumpen FM, die<br />

Hybridpumpen FPC zur Förderung<br />

von Flüssigkeiten mit Gasanteilen<br />

sowie die selbstansaugenden Seitenkanalpumpen der<br />

FZ-Baureihe. Mit diesen Optionen ist es möglich, alle Einsatzfälle<br />

in der hygienischen Prozesstechnik im Viskositätsbereich<br />

< 800 mPa s abzudecken – egal, ob die Anforderung darin besteht,<br />

hochwertige, niedrig viskose, scherempfindliche Fördermedien<br />

mit der FP zu transportieren, oder Flüssigkeiten mit einem<br />

Gasanteil von bis zu 60 % bei diskontinuierlichem Zulauf mit der<br />

FPC zu fördern. In Filtrationsanlagen wird die kontinuierliche<br />

Produktzirkulation unter Systemdruck innerhalb der Kreisläufe<br />

mithilfe der Hochdruckpumpe FPH gesichert. Last but not least<br />

sind für die CIP-Reinigung der Produktionsanlagen FP-Pumpen<br />

für den Zulauf der Reinigungsmedien und die selbstansaugenden<br />

FZ-Pumpen im Reinigungsrücklauf die optimalen<br />

Förderaggregate.<br />

Halle 10.2, Stand G20<br />

www.fristam.de<br />

Flexibler Hordentrockner<br />

Der multifunktionale Hordentrockner<br />

Airgenex Food eignet<br />

sich für kleinere hochwertige<br />

Mengen an Lebensmitteln.<br />

Der Trockner verfügt über<br />

einen Hordenwagen, der mit<br />

Blechen und Hordenwannen<br />

in verschiedenen Größen und<br />

Ausführungen bestückt<br />

werden kann. Somit können<br />

Produkte einlagig oder in<br />

Schütthöhen bis 100 mm getrocknet werden. Mit nur wenigen<br />

Handgriffen erfolgt der Umbau des Hordenwagens, sodass dieser<br />

für den jeweiligen Einsatz bereit ist. Ein zusätzlich integriertes<br />

Saftauffangsystem dient zur Wiedergewinnung wertvoller Säfte<br />

bspw. bei stark saftenden Beeren. Basis der Kondensationstrocknung<br />

auf Wärmepumpenbasis ist extrem trockene Luft in<br />

Kombination mit der richtigen Luftführung, um die Produkte<br />

homogen und sicher zu trocknen.<br />

Die Trocknung findet in einem Temperaturbereich von 20–90 °C<br />

statt. Dadurch werden die Lebensmittel schonend getrocknet. Da<br />

das System energetisch geschlossen ist, ist die Trocknung<br />

klimaunabhängig. Dies alles wirkt sich außerdem positiv auf<br />

Aroma, Inhalts- und Geschmacksstoffe sowie Optik der jeweiligen<br />

Produkte aus – wie bereits realisierte Projekte zeigen. Für größere<br />

Mengen konzipiert Harter Sonderanlagen, die je nach Produkt<br />

und Prozess als Chargentrockner oder auch als kontinuierliche<br />

Lösungen realisiert werden.<br />

Halle 10.1, Stand C49<br />

www.harter-gmbh.de<br />

Igus.indd 1 23.02.<strong>2018</strong> 13:20:03<br />

38 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


LEBENSMITTELTECHNIK I TOP-THEMA<br />

Desinfektion von Prozesswasser<br />

Der Fotoreaktor AQD-ST eignet sich zur<br />

Hygienisierung von Prozesswasser und setzt<br />

eine ausgeklügelte Strömungs-Verwirbelung<br />

ein, die zu einer sehr hohen und konstanten<br />

Entkeimungsleistung führt – selbst wenn das<br />

Medium eine nur sehr geringe UV-Transparenz<br />

aufweist. Zudem gewährleistet die Konstruktion<br />

eine einfache Demontage und Reinigung<br />

des Systems.<br />

Die UVC-Bestrahlung hat gegenüber chemischen<br />

Hygienisierungsverfahren mehrere Vorteile: Sie ist umweltfreundlich,<br />

hinterlässt keine Rückstände und ist deutlich kosteneffizienter.<br />

Durch eine Teflon-Ummantelung sind die UV-Röhren<br />

splittergeschützt und im Falle eines Röhrenbruchs wird so das<br />

Eindringen von Glassplittern in den Prozesswasserkreislauf<br />

verhindert. Die Röhren bieten laut Hersteller über einen Zeitraum<br />

von bis zu 12 000 h eine konstant hohe Leistung und lassen sich<br />

einfach wechseln. Der Fotoreaktor kann bei einer Durchflussrate<br />

von 2 000 bis > 40 000 l/h eingesetzt werden. Er erreicht eine<br />

Keimreduktion von bis zu 99,999 %.<br />

Halle 10.1, Stand G10<br />

www.sterilair.ch<br />

Sichere Palettierung<br />

Dieses Jahr stellt<br />

Roteg einen Zangengreifer<br />

für Säcke und<br />

einen Vakuumgreifer<br />

für das Palettieren<br />

von Kartons vor.<br />

Während der<br />

Sauggreifer eine<br />

bewährte und<br />

vielfach eingesetzte<br />

Technik ist, die in vielen Branchen Anwendung findet, ist der<br />

Sackgreifer spezialisierter. Durch seine Greifzangen, die sich auf<br />

einer Kreisbahn bewegen, kann das System ein geordnetes<br />

Lagenbild erzeugen. Dabei tauchen die Zinken der Greifzange in<br />

die Zwischenräume der Rollen ein, auf denen der zu palettierende<br />

Sack liegt. So fassen sie das Produkt sicher. Da die Greifzangen<br />

sich auf der beschriebenen Kreisbahn öffnen, schonen sie beim<br />

Ablegen benachbarte Produkte und die gesamte Ladung. Zudem<br />

läuft bei dem neuen Modell alles, was zuvor über Ketten lief, jetzt<br />

über Zahnräder.<br />

Halle 7.1, Stand E89<br />

www.roteg.de<br />

Chemikalienbeständige<br />

Schläuche<br />

Die Marprene-Schläuche aus einer eigens<br />

von Watson-Marlow entwickelten Elastomermischung<br />

bieten eine breite chemische<br />

Verträglichkeit und besonders lange<br />

Lebensdauer sowie eine geringe Gasdurchlässigkeit.<br />

Die Schläuche bieten gute Saugund<br />

Druckleistungen, insbesondere bei der<br />

Verarbeitung von abrasiven und aufgeschlämmten Fördermedien.<br />

Sie sind lieferbar in dreißig verschiedenen Innendurchmessern<br />

und fünf Wandstärken.<br />

Auf Wunsch sind Marprene-Schläuche als Load-Sure-Schlauchelemente<br />

mit Nocken-Nut-Verbindern verfügbar. Diese<br />

garantieren ein fehlerfreies Einlegen des Schlauchs in weniger<br />

als einer Minute. Spezielle Kenntnisse sind dafür nicht<br />

erforderlich.<br />

Halle 10.2, Stand G51<br />

www.watson-marlow.com<br />

Mehrkopfwaage beherrscht kleine<br />

Zielgewichte<br />

Die Mehrkopfwaagen eignen sich<br />

für Anwendungen mit speziellen<br />

Anforderungen. Die 14-köpfige Waage<br />

CCW-RV z. B. verwiegt Produkte wie<br />

Gewürze, Kräuter, Trockengemüse,<br />

Teeblätter oder Suppenzutaten mit<br />

sehr kleinen Zielgewichten zwischen<br />

0,5 und 40 g. Bei einer Genauigkeit von<br />

0,01 g schafft die Maschine Geschwindigkeiten<br />

von bis 120 Wiegungen pro<br />

Minute. Ein weiteres 14-köpfiges Modell der Serie CCW-RV ist für<br />

bruchempfindliche Backwaren geeignet, die auch bei Hochleistung<br />

äußerst produktschonend verarbeitet werden können. Stark<br />

haftende Produkte in kleineren Chargen verarbeitet die lineare<br />

Mehrkopfwaage CCW-R2.<br />

Halle 7.1, Stand E40/F49<br />

www.ishida.de<br />

Uni-Fördertechnik.indd 1 23.01.<strong>2018</strong> 15:39:25<br />

VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 39


KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />

Großgebläse im Baukastensystem<br />

Mit der Großgebläse-Serie „Alpha<br />

Blower“ erweitert die Firma<br />

Aerzen ihr Sortiment im Bereich<br />

der Prozessluftstufen. Mit<br />

104 Modellvarianten bietet die<br />

Baureihe ein hohes Maß an<br />

Flexibilität für zahlreiche Kundenanwendungen.<br />

Die Großgebläse<br />

sind nahezu universell einsetzbare<br />

Drehkolbengebläse, die durch ihre<br />

Qualität, Zuverlässigkeit und<br />

Performance viele Anwender<br />

weltweit überzeugen. Sie<br />

erreichen Volumenströme von bis zu 77 000 m³/h bei einem<br />

maximalen Überdruck von 1 000 mbar und einem maximalen<br />

Unterdruckbereich von – 800 mbar. Die Gebläsebaureihe wird<br />

dabei in den anspruchsvollsten Bereichen und Anwendungen<br />

eingesetzt. Beispielsweise in der Gasherstellungsindustrie zur<br />

Sauerstoffproduktion oder in Bereichen der Zement-, Lebensmittel-<br />

und Chemieindustrie zur pneumatischen Förderung von<br />

Schüttgütern. Durch die Verwendung des Multi-Flow-Prinzips zur<br />

Reduzierung der Luftverwirbelungen in Verbindung mit einem<br />

eingebrachten Softeinlass, der wiederum die Pulsationen<br />

reduziert, lässt sich der Rohrschall stark vermindern.<br />

www.aerzen.com<br />

Membranrohrbelüfter aus Polyurethan<br />

Im Bereich der Belüftungstechnik<br />

hat Norres Membranrohrbelüfter<br />

mit besten<br />

Produkt- und Materialeigenschaften<br />

in seinem Produktsortiment.<br />

Die Membranrohrbelüfter<br />

aus Pre-Pur<br />

bieten neben einer feinblasigen<br />

Druckbelüftung<br />

auch beste Materialeigenschaften<br />

entgegen der<br />

üblichen Membranmaterialien<br />

wie EPDM oder Silikon.<br />

Das verwendete Membran-Material besitzt eine sehr gute<br />

Beständigkeit gegenüber kommunalem Schmutzwasser – nach<br />

dem aktuellen Merkblatt DWA-M115. Dank des Premium-<br />

Polyurethans überzeugen der Pro₂Air Pre-Pur 601 und der<br />

Pro₂Air Pre-Pur 602 durch hohe Zug- und Reißfestigkeit, Langlebigkeit<br />

und starker Belastbarkeit. Die Membranrohrbelüfter<br />

haben eine hervorragende Dauerknickbeständigkeit. Ein<br />

Verspröden oder Verhärten der Membran findet nicht statt.<br />

Zudem besitzt der Belüfter eine optimierte Schlitzperforation.<br />

Die Membranrohrbelüfter sind dauerhaft mikroben- sowie<br />

hydrolysebeständig.<br />

www.norres.com<br />

Nachrüstlösung für ganzheitliches<br />

Life-Cycle-Management<br />

Der Ventilspezialist Gemü erweitert sein Conexo-Portfolio um<br />

eine Nachrüstlösung für bestehende Anlagen sowie um eine<br />

Cloud-Anbindung. Bei Conexo handelt es sich um eine ganzheitliche<br />

Lösung für das Life-Cycle-Management von Anlagen<br />

jeglicher Art. Das System<br />

besteht aktuell<br />

aus Ventilen, die mit<br />

RFID-Chips versehen<br />

sind, und einer dazugehörigen<br />

IT-Infrastruktur. Jede<br />

relevante Ventilkomponente<br />

ist durch Serialisierung<br />

eindeutig rückverfolgbar<br />

und anhand des<br />

RFID-Readers auslesbar.<br />

Die auf mobilen<br />

Endgeräten installierbare<br />

App erleichtert und<br />

verbessert den Prozess der<br />

„Installation qualification“, macht den Wartungsprozess transparenter<br />

und besser dokumentierbar. Mit dem Portal als zentrales<br />

Element lassen sich sämtliche Daten sammeln, verwalten und<br />

weiterverarbeiten. Nun wurde das Portfolio um eine Nachrüstlösung<br />

erweitert. Mit Retrofit ist es möglich, Ventile in bereits<br />

bestehende Anlagen sowie Produkte von Drittanbietern mit<br />

Conexo nachzurüsten und in die dafür vorgesehene Softwareumgebung<br />

zu integrieren. Ergänzt wird das Produktprogramm<br />

zusätzlich um eine Cloud-Lösung. Hierbei ist keine lokale Installation<br />

des Portals nötig. Diese Art der Anbindung ermöglicht<br />

einen weltweiten und netzwerkunabhängigen Zugriff auf die dort<br />

hinterlegten Daten.<br />

www.gemu-group.com<br />

Kompakte Hochdruckpumpe<br />

Die KSB AG, Frankenthal, hat ihr Portfolio an kompakten<br />

Hochdruckpumpen der Baureihe Movitec um eine horizontale<br />

Variante erweitert. Die neue H(S)I-Ausführung ist für horizontale<br />

Aufstellung konzipiert. Saug- und Druckstutzen sind in der für<br />

Prozesskreiselpumpen üblichen 90°-Ausrichtung angeordnet und<br />

nicht wie bei dieser Pumpenbauweise üblich auf einer Achse<br />

(Inline-<br />

Bauweise). Der<br />

Druckstutzen<br />

lässt sich<br />

wahlweise auch<br />

nach links,<br />

rechts und<br />

unten<br />

anordnen. Dank<br />

dieser Konfiguration<br />

haben<br />

OEMs und<br />

Anlagenbauer<br />

mehr Möglichkeiten, diese vielseitig nutzbaren und effizienten<br />

Pumpen einzusetzen. Sie eignen sich besonders für den Einsatz in<br />

der Wasserversorgung, Wasseraufbereitung, Kühlwasserversorgung,<br />

Kesselspeisung und Druckerhöhung. Alle medienberührten<br />

Bauteile sind aus hochwertigem Edelstahl gefertigt.<br />

Wie auch die anderen Mitglieder der Movitec-Familie, zeichnen<br />

sich die Pumpen der H(S)I-Baureihe durch die Verwendung<br />

hydraulisch optimierter Stufengehäuse und Laufräder aus.<br />

Dadurch sind sie sparsam und günstig in Bezug auf die Energiekosten.<br />

Leicht austauschbare Patronengleitringdichtungen<br />

erleichtern die Wartung und bieten eine große Auswahl an lieferbaren<br />

Werkstoffkombinationen. So kann der Betreiber für jede<br />

Anwendung die optimale Gleitringdichtung auswählen. Das<br />

ermöglicht einen langen und störungsfreien Betrieb.<br />

www.ksb.com<br />

40 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


MIT SICHERHEIT<br />

EDELSTAHL<br />

VERBINDUNGS-<br />

TECHNIK<br />

VON PH.<br />

PH-Katalog<br />

als App für<br />

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oder iPad


KOMPONENTEN UND SYSTEME<br />

Rückschlag-Ventile und<br />

Chemie-Absperrklappen<br />

Ein Armaturenhersteller hat<br />

seine Produktpalette durch eine<br />

Partnerschaft mit einem<br />

Schweizer Unternehmen<br />

erweitert: Die Einklemm-<br />

Düsenrückschlagventile „CSL<br />

Streamliner“ sollen in puncto<br />

Energieersparnis neue Standards<br />

setzen. Ursprünglich wurde die<br />

Technologie entwickelt, um einer<br />

speziellen Kundenanforderung<br />

gerecht zu werden. Die verifizierten Ergebnisse der Leistungstests<br />

übertrafen die Erwartungen an das Projekt bei weitem: Der<br />

Energieverbrauch der Neuentwicklung fiel um 50 % geringer aus<br />

als bei herkömmlichen Rückschlagventilen, sodass es anschließend<br />

mit dem preislich interessanten Gussgehäuse für DN15–100<br />

in die Serienproduktion aufgenommen wurde. Im Ex-Bereich<br />

werden zumeist PTFE-Absperrklappen eingesetzt. Probemessungen<br />

in Labortests ergaben, dass sich trotz der am Gehäuse<br />

angebrachten Erdungslaschen durch das virginale Standard-PTFE<br />

partielle, elektrostatische Ladungen bilden. Durch sogenannte<br />

Gleitstielbüschelentladungen kann dies zu Zündfunken und<br />

somit zu einer Explosion führen. Der Hersteller setzt bei seinen<br />

Absperrklappen PTFE-Grafit ein, was die Bildung solcher elektrischen<br />

Potenziale verhindert.<br />

www.cea-lu.de<br />

Getriebemotoren mit hoher<br />

Leistungsdichte<br />

Weg hat das Getriebemotorenprogramm<br />

WG20 um<br />

Stirnrad-, Flach- und<br />

Kegelstirnradgetriebe<br />

für Nennmomente<br />

von 820 bis<br />

1 550 Nm erweitert.<br />

Diese ergänzen in<br />

zwei Baugrößen die bestehende Produktfamilie für Nennmomente<br />

von 50 bis 600 Nm. Die Gehäuse der neuen Getriebe sind aus<br />

Grauguss gefertigt und besonders robust. Durch die formschlüssige<br />

Verbindung der Verzahnungsteile bieten sie eine präzise<br />

Kraftübertragung über den gesamten Drehzahlbereich. Die<br />

Getriebe sind in einem großen Untersetzungsbereich zwei- bzw.<br />

dreistufig ausgeführt. Die neu konzipierte Verzahnungsgeometrie<br />

ermöglicht hohe Abtriebsdrehzahlen und die Abdeckung großer<br />

Drehzahlbereiche in einer Baugröße. Sie lassen sich mit<br />

Weg-Motoren von 0,12 bis 22 kW kombinieren. Während<br />

Leistungen bis 7,5 kW mit Aluminium-Motoren abgedeckt werden,<br />

sind die Motoren der Baugrößen 160 und 180 ebenfalls aus<br />

Grauguss gefertigt. Diese Asynchronmotoren für Leistungen von<br />

11 bis 22 kW sind Teil der W22-Baureihe. Damit sind sie bis<br />

Energieeffizienzklasse IE4 verfügbar und direkt am Netz<br />

betreibbar.<br />

www.weg.net<br />

Wellschläuche aus Fluorpolymeren<br />

TWIN BALL VALVE<br />

Doppelter Kugelhahn für doppelte Sicherheit<br />

• mit bis zu 4 Barrieren in der Baulänge einer<br />

Standardarmatur<br />

• rein metallisches Dichtsystem<br />

• maßgeschneidert für Medien aller Art<br />

• Temperaturen bis 550°C<br />

• Drücke bis 700 bar<br />

WWW.HARTMANN-VALVES.COM<br />

Wellschläuche aus vollfluorierten<br />

Polymeren<br />

wie PTFE, FEP oder PFA<br />

sind gegen nahezu alle<br />

Arten von Chemikalien<br />

wie Lösungsmittel, Säuren<br />

oder Laugen beständig.<br />

Abhängig vom eingesetzten<br />

Polymer sind sie auch<br />

dauerhaft beständig bei<br />

Temperaturen bis + 260 °C und halten selbst bei kryogenen<br />

Anwendungen stand. Sie sind außerdem UV- und witterungsbeständig<br />

und altern nahezu nicht.<br />

Wellschläuche aus Fluorpolymeren kommen immer dann zum<br />

Einsatz, wenn eine hohe Flexibilität in Verbindung mit extremen<br />

Temperaturen einerseits oder aggressiven Medien andererseits<br />

gefordert ist. „Als Spezialist für die Extrusion von Fluorpolymeren<br />

entwickeln wir kontinuierlich Produkte und individuelle<br />

Lösungen für unsere Kunden. Durch eine eigene Wellschlauchanlage<br />

und einen eigenen Werkzeugbau können wir kurzfristig<br />

und flexibel auf besondere Wünsche unserer Kunden bezüglich<br />

Geometrie, Farb- oder Rohstoffe reagieren“, sagt Holger Heuser,<br />

Geschäftsführer bei APT, einer Tochterfirma von Masterflex.<br />

Geplant ist aber zunächst eine Standard-Produktpalette auf<br />

Basis des Rohstoffs PFA mit Durchmessern von bis zu 50 mm.<br />

„Grundsätzlich sind aber auch Durchmesser von 100 mm und<br />

mehr denkbar. Neben Glatt-, Schrumpf- Spiral- und Formschläuchen<br />

aus nahezu allen voll- und teilfluorierten Polymeren vervollständigen<br />

wir mit den Wellschläuchen unser Sortiment“,<br />

so Heuser.<br />

www.masterflex.de<br />

42 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong><br />

Hartmann-Valves_NEU.indd 1 22.02.<strong>2018</strong> 09:43:37


Dauerhaft dichte Prozessarmatur<br />

Die Zetrix-Prozessarmatur ist nach Angaben<br />

des Herstellers dauerhaft dicht, langlebig<br />

und flexibel einsetzbar – zum Absperren<br />

und Regeln selbst unter anspruchsvollsten<br />

Einsatzbedingungen. Neben der Doppelflansch-<br />

und der Gewindeflansch-Ausführung<br />

gibt es jetzt auch eine Schweißenden-<br />

Variante. Zetrix verbindet die Vorteile einer<br />

metallisch dichtenden Prozessarmatur mit<br />

den Vorteilen einer Klappenbauform. Die<br />

Klappenbauform sichert durch geringe<br />

Platzanforderungen und ein geringes<br />

Gewicht ein optimales Handling. Die tri-exzentrische Konstruktion garantiert durch ein<br />

passgenaues und reibungsfreies Schließen der Armatur eine dauerhaft sichere<br />

Dichtfunktion gemäß DIN EN 12266-1 Leckrate A. Ein möglicher Einsatz als Absperrund<br />

Regelarmatur unterstreicht die Vielseitigkeit der in Stahlguss und Edelstahl verfügbaren<br />

Armatur. Und auch im Fall einer direkten Flammenbeaufschlagung durch einen<br />

Brand behält die neue Armatur für eine gewisse Zeitspanne ihre innere und äußere<br />

Dichtheit. Durch den Firesafe-Test nach ISO 10497/API 607 6th edition wurde dies<br />

bewiesen.<br />

www.ari-armaturen.com<br />

Weichdichtende Einschraubventile<br />

Mechanische Absperrventile, die freien Durchfluss in die<br />

Einschraubrichtung ermöglichen und den Medienstrom in<br />

der anderen Richtung absperren, bietet Weh mit der Reihe<br />

TVR400 in kompakter Bauweise an. Im Gegensatz zu<br />

metallisch dichtenden Ventilsitzen sind diese einschraubbaren<br />

Rückschlagventile weichdichtend. Die Abdichtung<br />

erfolgt durch einen federbelasteten Dichtkegel mit O-Ring.<br />

Die Ventile bestehen aus Edelstahl, was sie geräuscharm<br />

und langlebig macht. Sie eignen sich für hydraulische und<br />

pneumatische Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau, in der Fördertechnik,<br />

Medizintechnik, der Chemie- und Pharmaindustrie und für Gas-Anwendungen.<br />

www.weh.de<br />

Mit Steuerköpfen kombinierbare Multiportventile<br />

Robolux-Multiportventile zeichnen sich durch<br />

kompakte Fluidik, hervorragende Reinigungseigenschaften<br />

und hohe Prozesszuverlässigkeit<br />

aus. Basierend auf der Membranventiltechnologie<br />

verbinden diese patentierten Ventile<br />

unabhängige Umschaltfunktionen für zwei<br />

Prozesse in einem Gehäuse mit nur einer<br />

Membran und nur einem Stellantrieb. Das<br />

kompakte Multiportventil benötigt ca. 40 %<br />

weniger Platz als herkömmliche Ventilverteiler<br />

und lässt sich besser sterilisieren. Das geringe<br />

Innenvolumen und die Eliminierung von Totraum beschleunigen die Reinigung und<br />

stehen somit für erhöhte Prozesseffizienz und höhere Produktausbeute.<br />

Im Rahmen eines neuen Stellantriebkonzepts können Robolux-Ventile nun auch mit<br />

den Steuerköpfen der Serie Element kombiniert werden. Dadurch eröffnen sich neue<br />

Möglichkeiten für die dezentrale Automatisierung von Produktionsabläufen im<br />

Hygienebereich. Durch die Integration aller erforderlichen Automatisierungsfunktionen<br />

im eigentlichen Steuerkopf können die Ventile direkt am Montageort mit allen erforderlichen<br />

Automatisierungskomponenten ausgestattet werden.<br />

ReLock ®<br />

Für Pharma,<br />

Biochemie und Lebensmittel<br />

• betriebssicher<br />

und effizient<br />

• Anschlüsse nach DIN, ISO<br />

und BS/ASME BPE Normen<br />

• einfache Montage mit<br />

Silikonund<br />

PTFE-Schläuchen<br />

• für alle gängigen<br />

Anschlüsse möglich<br />

SIL<br />

100<br />

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200<br />

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300<br />

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300<br />

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VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 43<br />

Markert.indd 1 26.02.<strong>2018</strong> 15:06:47


BETRIEBSTECHNIK<br />

Verbesserte Performance<br />

Retrofit der Wägesteuerung optimiert Absackprozesse<br />

Vertraute Funktionalität und<br />

Zuverlässigkeit in zeitgemäßer<br />

Technologie – der Klebsand-<br />

Hersteller EKW GmbH hat mehrere<br />

Schleuderbandpacker mit neuen<br />

Wägesteuerungen ausgerüstet.<br />

Das Retrofit ermöglichte die<br />

Visualisierung der kompletten<br />

Packstation in der zentralen<br />

Anlagenführung und die Integration<br />

aller Verpackungsprozesse in das<br />

ERP-System.<br />

Autor: Ulrich Konrad, Entwicklung, B+L<br />

Industrial Measurements GmbH, Heidelberg<br />

Die Modernisierung der Wägesteuerungen<br />

ist Teil eines umfangreichen Retrofits<br />

verschiedener Packgruppen im Klebsandwerk<br />

der EKW GmbH im pfälzischen<br />

Eisenberg. „Wir haben die gesamte Steuerungstechnik<br />

erneuert, dabei die Programmierung<br />

der alten Automatisierungssysteme<br />

übernommen und angepasst, zusätzlich<br />

neueste Sicherheitstechnik integriert<br />

und natürlich auch bei den Wägesteuerungen<br />

einen wahren Generationenwechsel<br />

vollzogen“, erläutert Meik Wendel, SPS-Programmierer<br />

bei EKW GmbH. Das Unternehmen<br />

setzt seit den 80er-Jahren Wägesteuerungen<br />

von B+L ein. „Sie haben sich<br />

dauerhaft als sehr präzise und zuverlässig<br />

erwiesen“, bilanziert Axel Deubert, Leiter<br />

der Elektro- und Instandhaltungswerkstatt<br />

bei EKW GmbH.<br />

„Die neuen Minipond-Wägesteuerungen<br />

haben zudem in<br />

Vergleichstests mit<br />

anderen Fabrikaten<br />

am besten abgeschnitten<br />

– und<br />

schließlich haben<br />

wir uns auch wegen<br />

des sehr guten und schnellen Supports<br />

durch B+L für die Miniponds entschieden.“<br />

Ein wichtiges Argument – denn einzelne<br />

Klebsandsorten können durch unterschiedliche<br />

Zusammensetzung, Feuchte und Körnung<br />

aus dosier- und verpackungstechnischer<br />

Sicht ganz erheblich variieren.<br />

Einfache Bedienung beibehalten<br />

Klebsand – wie er im Werk Eisenberg abgebaut,<br />

aufbereitet, gemischt und verladen<br />

oder abgesackt wird – ist ein wesentlicher<br />

Ausgangsstoff für viele Produkte. Die kunden-<br />

oder anwendungsspezifisch verschiedenen<br />

Klebsandsorten werden in der zentralen<br />

Mischanlage hergestellt. Von dort<br />

Die Anbindung an die<br />

Waagen und an das<br />

übergeordnete Automatisierungssystem<br />

per Feldbus<br />

ist reibungslos verlaufen.<br />

Meik Wendel, SPS-Programmierer,<br />

EKW GmbH<br />

44 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


BETRIEBSTECHNIK<br />

werden sie entweder als loses Schüttgut<br />

verladen oder über Förderbänder und Silobunker<br />

verschiedenen Packgruppen zugeführt.<br />

„In diesen Packgruppen kommen<br />

mehrere Schleuderbandpacker zum Einsatz,<br />

die den Klebsand in Säcke mit einem<br />

Füllgewicht von 25 kg abpacken“, erklärt<br />

Meik Wendel. Bedient wird jede Packgruppe<br />

von einem Mitarbeiter, der die Ventilsäcke<br />

auf den Packstutzen aufsteckt und<br />

zu Beginn des Absackprozesses den für das<br />

Produkt passenden, voreingestellten Parametersatz<br />

der Klebsandsorte abruft.<br />

„Schon die vorherigen Steuerungen von<br />

B+L waren sehr bedienfreundlich“, blickt<br />

Axel Deubert zurück. „Der Mitarbeiter<br />

brauchte nur die Klebsandsorte aufzurufen<br />

– damit sind die erforderlichen Dosierparameter<br />

eingestellt. Diesen Bedienkomfort<br />

wollten wir auch nach dem Retrofit<br />

nicht missen.“ In der Praxis war es vor allem<br />

die zunehmend schwierige Ersatzteilversorgung,<br />

die zur Modernisierung der Packstationen<br />

führte. Gleichzeitig bot dies aber<br />

auch die Gelegenheit, mit einer Wägesteuerung<br />

der neuesten Generation eine Reihe<br />

bislang nicht realisierbarer Möglichkeiten<br />

und Funktionen in die gesamte Prozesssteuerung<br />

zu implementieren.<br />

Das Ziel war es, den gesamten Absackprozess<br />

transparenter zu machen, ihn in<br />

das ERP-System zu integrieren und mit<br />

Blick auf künftige Integrations- und Dokumentationsanforderungen<br />

höchstmögliche<br />

Zukunftssicherheit zu gewährleisten. Die<br />

Minipond-Steuerungen sind hierfür bestens<br />

ausgestattet.<br />

Aufs Gramm genau absacken<br />

Mit dem EG-zugelassenen Minipond von<br />

B+L Industrial Measurements hat sich EKW<br />

für eine eichfähige Wägesteuerung entschieden,<br />

die hoch präzise und wiederholgenaue<br />

Füll- und Dosierabläufe von Granulaten<br />

und rieselfähigen Feststoffen gewährleistet.<br />

Der Bediener kann per Tastendruck<br />

zwischen mehreren speicherbaren Voreinstellungen<br />

wählen und die Wägesteuerung<br />

so schnell auf andere Produkte – bspw. unterschiedliche<br />

Klebsandsorten – und Füllgewichte<br />

umschalten.<br />

Für die unterschiedlichen Eigenschaften<br />

der Produkte und das Einsatzumfeld der<br />

Schleuderbandpacker bei EKW besonders<br />

entscheidend sind verschiedene Merkmale<br />

der Minipond-Steuerungen. Ihre digitale<br />

Filtertechnik, die praxisbewährten Auswertealgorithmen<br />

und die intelligente Nachstromautomatik<br />

gewährleisten auch bei<br />

Vibrationen, Waagenschwingungen und<br />

Klebsanden mit variierender Dichte und<br />

Konsistenz höchste Dosiergenauigkeit und<br />

dadurch hochgradig präzise Abfüllergebnisse.<br />

„Hier zeigt sich ganz konkret die<br />

große Erfahrung von B+L Industrial Measurements<br />

mit verschiedenen Verpackungsmaschinenherstellern,<br />

unterschiedlichen<br />

Packereigenschaften und einer Vielfalt von<br />

Füllstoffen“, bestätigt Axel Deubert.<br />

Gleichzeitig überwacht jedes Minipond in<br />

den Packgruppen bei EKW automatisch<br />

eine Vielzahl von Prozessparametern, die<br />

bei der Optimierung der Anlage unterstützen.<br />

Erfasst und ausgewertet werden unter<br />

anderem Füllgewicht, Toleranzen und Prozessfehler.<br />

Zusätzlich können Daten wie<br />

Anzahl und Gesamtsumme sowie Diagnosedaten<br />

in der Steuerung protokolliert werden.<br />

Bei all diesen Möglichkeiten ist die<br />

Wägesteuerung über ihre dialoggeführte<br />

Menü-Oberfläche dennoch einfach und intuitiv<br />

bedienbar. „Dies hat eine sehr unkomplizierte<br />

Inbetriebnahme in Eigenregie ermöglicht“,<br />

blickt Meik Wendel zurück. „Die<br />

Anbindung an die Waagen wie auch an das<br />

übergeordnete, neue Automatisierungssystem<br />

per Feldbus ist reibungslos verlaufen –<br />

und nach einer kurzen Bedienerschulung<br />

durch B+L waren die Mitarbeiter gleich mit<br />

dem neuen System vertraut.“<br />

Perspektive Industrie 4.0<br />

Generell verfügt das Minipond über vielfältige<br />

steuerungstechnische Integrationsoptionen:<br />

Dank digitaler I/Os, Ethernet-<br />

Schnittstelle, Modbus-Protokoll sowie optionaler<br />

Feldbusschnittstellen bspw. für Profibus,<br />

Profinet oder EtherNet/IP lässt es sich<br />

flexibel in nahezu jedes Maschinen- und<br />

Steuerungsumfeld einbinden. „Damit hatten<br />

wir bei EKW jetzt die Möglichkeit, die<br />

Wägesteuerungen in unser ERP-System zu<br />

vernetzen und das bisherige Palettengenaue<br />

Absacken durch die Erfassung und<br />

Einhaltung eines Sack-genauen Gewichtes<br />

zu ersetzen“, erläutert Axel Deubert. „Der<br />

gesamte Abfüllprozess wird jetzt bis zum<br />

verschlossenen Ventilsack ohne Medienbruch<br />

gesteuert und dokumentiert. Sollte<br />

zu einem späteren Zeitpunkt einmal eine<br />

Eichfähigkeit des Absackprozesses erforderlich<br />

werden, sind wir mit den Minipond-<br />

Steuerungen messtechnisch wie auch ITmäßig<br />

auf der sicheren Seite.“<br />

Hilfreich ist in diesem Zusammenhang,<br />

dass EKW nach dem Retrofit erstmals aus<br />

der Ferne auf alle Miniponds zugreifen kann.<br />

Möglich macht dies der integrierte Webserver<br />

der Wägesteuerungen. „Diese mit der<br />

Modernisierung neue Funktionalität nutzen<br />

wir zur Anbindung aller Miniponds der<br />

Packgruppen an die zentrale Visualisierung<br />

in unserer Elektro- und Instandhaltungswerkstatt“,<br />

erläutert Meik Wendel. „Wir<br />

sehen sofort, wie die Anlage läuft, welche<br />

Steuerung wie arbeitet und welche Fehlermeldungen<br />

im Betrieb auftraten. Wir können<br />

uns bei Bedarf in die Fehler-Historie<br />

einloggen und so Einstellungen, Veränderungen<br />

oder Bedienfehler nachvollziehen.“<br />

Eine weitere Möglichkeit, die der Webserver<br />

bietet, ist der Fernzugriff von außen<br />

auf alle Wägesteuerungen. „Dadurch können<br />

wir B+L auch kurzfristig einen Zugang<br />

01 Die Klebsandsorten werden aus der<br />

zentralen Mischanlage kommend entweder<br />

als loses Schüttgut verladen oder den<br />

verschiedenen Packgruppen zugeführt<br />

02 Das platzsparende Bedienpanel der<br />

Wägesteuerung überzeugt durch eine<br />

benutzerfreundliche Menüführung<br />

per Browser direkt in die Packgruppen ermöglichen,<br />

bspw. zur Einstellung von Parametern,<br />

zur Funktionsprüfung oder zur<br />

Fehlerdiagnose. Im Ernstfall lassen sich<br />

Fehler schnell beheben, was die Verfügbarkeit<br />

der Anlage gewährleistet“, sagt Axel<br />

Deubert. Diese Zugriffsmöglichkeit vereinfacht<br />

zudem die Datensicherung und das<br />

Firmware-Update. Gleichzeitig kann das<br />

Minipond 3F über die Busschnittstellen<br />

auch in Industrie-4.0-gerechte Strukturen<br />

und Anwendungen eingebunden werden,<br />

beispielsweise in Condition-Monitoring-<br />

Applikationen auf übergeordneter Leitebene<br />

oder in der Cloud. „All dies macht die<br />

Minipond 3F nicht nur zu einer zuverlässigen,<br />

sondern auch einer zukunftssicheren<br />

Wägesteuerung“, bestätigt Axel Deubert.<br />

Mit Blick auf die stetig zunehmende Umsetzung<br />

digitalisierter Strukturen in verfahrenstechnischen<br />

Anlagen „ist Industrie 4.0<br />

auch für uns eine mögliche Perspektive“,<br />

wagt Axel Deubert einen Blick nach vorne.<br />

Fotos: Fotolia (Sikov, #175304766), B+L<br />

www.bl-im.de<br />

VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 45


BETRIEBSTECHNIK<br />

Palettierlösung in der Getränkeabfüllung<br />

In einem Werk in Indonesien werden kohlensäurehaltige Softdrinks,<br />

Tees und Säfte in PET-Flaschen sowie Tees in Kunststoffbechern<br />

abgefüllt. In enger Zusammenarbeit mit dem Team am<br />

Standort des Kunden haben die Ingenieure von Gebo Cermex<br />

eine neue, auf den Bedarf des Werks zugeschnittene automatische<br />

Palettierlösung entwickelt, die Lagenpalettierer, Palettenförderer<br />

und einen Stretchwickler für die beladenen Paletten<br />

vereint. Um die angestrebte Produktionsleistung von<br />

3 600 Kartons pro Stunde zu erreichen, wurden drei kleine<br />

Palettierer (einer pro Packbereich) – kombiniert mit einem<br />

fahrerlosen Transportsystem – als wirtschaftlichste und operativ<br />

effizienteste End-of-Line-Lösung erachtet. Dadurch konnte der<br />

Gabelstaplerverkehr reduziert und damit die Sicherheit am<br />

Standort erhöht werden. Bei den drei U-förmigen Palettierern<br />

befinden sich die Aufnahme der leeren Paletten und die Ausgabe<br />

der beladenen Paletten auf<br />

derselben Maschinenseite. Das<br />

fahrerlose Transportsystem bringt<br />

die beladenen Paletten zu einem<br />

Palettenförderer, auf dem die<br />

Paletten mit Stretchfolie umwickelt<br />

werden.<br />

www.gebocermex.com<br />

Maßgeschneiderter Explosionsschutz<br />

Jede Explosionsschutzlösung zeigt<br />

im Einsatz beim Kunden, was sie<br />

kann. Hier kommt es vielfach<br />

darauf an, das jeweilige System<br />

mit der gebotenen Präzision an<br />

die Gegebenheiten vor Ort anzupassen<br />

und einen Technologie-<br />

Mix zu realisieren. „Sofern es die<br />

Risikolage erfordert, kann es<br />

durchaus ratsam sein, eine Berstscheibe<br />

oder eine Lösung zur<br />

flammenlosen Druckentlastung<br />

mit einem aktiven System zu<br />

kombinieren“, erklärt Markus<br />

Häseli, Director of Sales Europe<br />

bei IEP Technologies. „Wo ein ganzheitlicher Blick gefordert ist,<br />

stellen wir unsere Expertise als Systemanbieter in den Dienst<br />

unserer Kunden. Wann immer die Vermeidung von Explosionsrisiken<br />

nicht zum Ziel führt, erarbeiten wir die technisch und<br />

wirtschaftlich optimale Lösung aus passivem oder aktivem<br />

Explosionsschutz – oder kombinieren beides zu einem maßgeschneiderten<br />

Gesamtsystem.“<br />

www.ieptechnologies.com<br />

Kompakte Umwälzkühler für das Labor<br />

Die kompakten Huber Minichiller eignen sich als Kühllösung für<br />

zahlreiche Laborapplikationen. Eine Kalkulation für Wasser- und<br />

Abwasserkosten ergibt laut Hersteller, dass ein Minichiller in einer<br />

Arbeitswoche bis zu 48 000 l Wasser<br />

einsparen kann. Die Geräte benötigen<br />

mit 225 × 360 mm Stellfläche<br />

nur wenig Platz auf dem<br />

Labortisch und bieten Arbeitstemperaturen<br />

von – 20 bis + 80 °C bei<br />

einer Kälteleistung von 300 W.<br />

Minichiller werden zum Kühlen von<br />

Reaktorblöcken, Dampfsperren,<br />

Vakuumpumpen, Rotationsverdampfern<br />

oder Wärmeübertragern eingesetzt. Die Geräte<br />

ermöglichen stabile Applikationsbedingungen durch konstante<br />

Werte für Temperatur, Druck und Durchfluss und erlauben einen<br />

Dauerbetrieb bei Umgebungstemperaturen bis + 40 °C.<br />

Zum Funktionsumfang gehören ein großes, helles Oled-Display<br />

sowie RS232- und USB-Schnittstellen. Eine Anschlussbuchse für<br />

einen Pt100-Messfühler (keine Regelung) ist optional ab Werk<br />

erhältlich. Gegen Aufpreis ist zudem eine integrierte Heizung<br />

lieferbar, der Temperaturbereich wird dadurch auf + 100 °C<br />

erweitert. Minichiller gibt es luft- und wassergekühlt, alle Modelle<br />

arbeiten mit natürlichem Kältemittel.<br />

www.huber-online.com<br />

Förderband zur Waggonentladung von<br />

Schüttgut<br />

Der neue fahrbare Schüttgutförderer zur Waggonentladung bietet<br />

eine gute Anpassungsfähigkeit an veränderliche Umgebungen. Er<br />

ist ähnlich wie ein Lkw-Anhänger konzipiert – entsprechend<br />

schnell ist er überall am Schienenstrang positioniert. Das Hauptförderband<br />

ist über Hydraulik flexibel anstellbar und ist damit<br />

auf spezifische Ausgabesituationen – wie die Verladung auf<br />

unterschiedlich hohe Lkw – anpassbar. Das zusätzliche Aufgabeband<br />

ist ausfahrbar, damit das Anhängergestell nicht zu nah ans<br />

Gleisbett gefahren werden muss. Zudem ist es im Neigungswinkel<br />

verstellbar und horizontal schwenkbar, sodass es flexibel unter<br />

den Ausgabeöffnungen der<br />

Waggons positioniert werden<br />

kann, ohne die Waggons<br />

zeitaufwändig in eine exakte<br />

Position rangieren zu müssen.<br />

Der Durchsatz des Schüttgutförderers<br />

beträgt inklusive<br />

50 % Rangierzeit 200–250 t/h.<br />

Bei schnellerem Rangieren<br />

sind auch höhere Ausgabekapazitäten bis hin zu theoretischen<br />

400 t/h bei Dauerentleerung möglich. Die Standardlänge des<br />

Schüttgutförderers beträgt 12 m.<br />

www.apullma.de<br />

Molchtechnik für schonenden Transport in Rohrleitungen<br />

Das hygienische Uresh Molchsystem gewährleistet einen schonenden<br />

Transport in Rohrleitungen, dabei wird gleichzeitig die<br />

Rohrleitung hygienisch sauber gehalten. Dank dieses Verfahrens<br />

ist eine komplette Entleerung des Leitungssystems möglich.<br />

Verlustfrei und ohne Verzögerung kann die nächste Charge<br />

bearbeitet werden.<br />

Ein Molch ist ein flexibler Körper aus Silikon. Die Molchtechnik<br />

zeichnet sich durch geringen Produktverlust und Zeitersparnis<br />

aus, ist flexibel und kann problemlos in bestehende Anlagen integriert<br />

werden.<br />

www.uresh.ch<br />

46 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


BETRIEBSTECHNIK<br />

Mobile Einheit prüft Entlüftungsfähigkeit<br />

Mit Schüttgut gefüllte Säcke<br />

werden nach dem Verschließen<br />

flach liegend<br />

auf Paletten gestapelt.<br />

Stabil ist ein solcher Stapel<br />

aber erst, wenn die übereinanderliegenden<br />

Säcke<br />

entlüftet sind. Mit dem<br />

neuen Beumer Bag Tester<br />

erhält der Anwender<br />

wichtige Informationen<br />

über das Füllverhalten des jeweiligen Sackes. Das ist sowohl für<br />

die Sackherstellung und die Abfülltechnik als auch für den<br />

Transport und die Logistik relevant. Über ein Stromregelventil<br />

am Gerät lässt sich der Volumenstrom stetig erhöhen, bis sich ein<br />

konstanter Druck von 50 mbar<br />

einstellt. Bei diesem Druck<br />

kann der Nutzer den aktuellen<br />

Volumenstrom, der die<br />

Luftdurchlässigkeit angibt, am<br />

Durchflussmengenmesser<br />

ablesen. Ein Füllstutzen mit<br />

Blähmanschette dichtet das<br />

Sackventil bei der Luftmengenmessung<br />

zuverlässig ab.<br />

Im Lieferumfang ist eine<br />

zusätzliche Blähmanschette<br />

für Ventilweiten von bis zu<br />

200 mm enthalten. Einfach<br />

bedienen lässt sich das Gerät<br />

über das digitale Anzeigegerät.<br />

Neue Website für Pyrometer<br />

Auf der neuen Internetpräsenz<br />

sind jetzt alle<br />

Produkte von Fluke<br />

vereint. Die Neugestaltung<br />

der Internetpräsenz<br />

war erforderlich, nachdem<br />

sich die Marken<br />

Raytek, Ircon und Datapaq<br />

zu einem Unternehmen<br />

zusammengeschlossen<br />

hatten.<br />

Datenblätter und weitergehende Ressourcen zu den Produkten<br />

können sofort heruntergeladen werden.<br />

www.flukeprocessinstruments.de<br />

Weltpremiere auf der<br />

LogiMAT vom 13. bis 15.03.18,<br />

Halle 7, Stand-Nr. C61<br />

www.beumergroup.com<br />

Hitzestabile<br />

Polyamid-Variante<br />

Der Spezialchemie-Konzern<br />

Lanxess hat ein neues<br />

Hitzestabilisierungssystem<br />

namens XTS2 für die<br />

Polyamid-66-Varianten von<br />

Durethan entwickelt. Es hebt<br />

deren Wärmealterungsbeständigkeiten<br />

so stark an, dass<br />

diese im Bereich der<br />

Wärmeformbeständigkeiten<br />

liegen. „Dank der neuen<br />

eisenfreien Thermostabilisierung<br />

halten unsere Polyamid-<br />

66-Typen Dauereinsatztemperaturen<br />

bis 230 °C aus. Sie sind<br />

dadurch eine Alternative zu<br />

teuren, hitzestabilisierten<br />

Spezialthermoplasten wie etwa<br />

voll- oder teilaromatischen<br />

Polyamiden oder Polyphenylensulfid“,<br />

erklärt Dr. Thomas<br />

Linder, Experte in der Materialentwicklung<br />

Durethan bei<br />

Lanxess.<br />

DIE NEUE<br />

BENCHMARK<br />

IN DER<br />

HEBETECHNIK<br />

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BETRIEBSTECHNIK<br />

Optimierung der Lieferkette<br />

Ove Plasmatec bietet zusätzlich zum Reinigen, Beschichten und<br />

Behandeln von Dichtungen Logistikdienstleistungen, die Lieferzeiten<br />

verkürzen und Kosten senken. Zahlreiche Leistungen wie die<br />

Optimierung von Losgrößen oder von Fahrtstrecken gehen weit<br />

über das Verpacken und<br />

Versenden der bearbeiteten<br />

Dichtungen<br />

hinaus. Der Dienstleister<br />

kann Dichtungen<br />

nach dem Beschichten<br />

beispielsweise kontrollieren,<br />

die Verpackungen<br />

kundenspezifisch beschriften<br />

und belabeln.<br />

Ebenso gehört der<br />

direkte Versand an den<br />

Anwender zum Angebot. Dabei sind maschinelle und manuelle<br />

Sonderverpackungen nach kundenspezifischen Verpackungsvorschriften<br />

möglich.<br />

www.ove-plasmatec.de<br />

Neuartiges „Thermo-Endoskop“<br />

Die neue Infrarot-Wärmebildkamera<br />

inklusive Datenlogger<br />

verfügt über einen abgesetzten<br />

Kamerakopf und eine Smartphone-große<br />

Kontrolleinheit.<br />

Somit lassen sich viele Applikationen<br />

bequem aus unterschiedlichen<br />

Positionen heraus<br />

analysieren. Als Kamerakopfteil<br />

sind 70°/35°-Objektivtypen<br />

verfügbar. Laut Hersteller lässt<br />

sich die Kamera auch von<br />

Anfängern einfach und intuitiv<br />

bedienen. Die Tasten lassen<br />

sich mit häufig genutzten<br />

Funktionen benutzerspezifisch belegen. Daten lassen sich in<br />

CSV-Dateien auch ohne PC-Verbindung speichern. Die schutznormgeprüfte<br />

Sensoreinheit (IP64) erlaubt Arbeiten in verschmutzter<br />

und feuchter Umgebung.<br />

www.irpod.net<br />

Individuelle Industriereinigung<br />

In einem Aluminiumwerk wie bei Trimet<br />

in Voerde industriell zu reinigen, ist eine<br />

besondere Aufgabe – denn die Produktionsstätten<br />

von Aluminium haben ihre<br />

Eigenheiten, bedingt durch die Herstellung<br />

mittels elektrischer Stoffumwandlung,<br />

kurz Elektrolyse. Eine der Luftreinhaltungsanlagen<br />

in der Anodenfabrik<br />

sowie die des Brennofens von Trimet<br />

sollten von Teerpech-Rückständen aus<br />

dem Herstellungsprozess befreit werden.<br />

Lobbe Industrieservice hat dazu eine eigene Konstruktion zur<br />

Reinigung der Verbindungsrohre zwischen den beiden Rauchgasanlagen<br />

eingesetzt: Einen Tankwaschkopf im Käfig. Diese Neukonstruktion<br />

eignet sich in der Aluminium-Produktion für gekrümmte<br />

Rohre. Der Tankwaschkopf erreicht auch äußerst schwer<br />

zugängliche Stellen und der Facharbeiter befindet sich außerhalb<br />

des Gefahrenbereiches. Zum anderen setzten die Fachleute von<br />

Lobbe eine große Kanalreinigungsdüse ein, die hier zur Reinigung<br />

einer großen Abgasleitung verwendet wurde.<br />

www.lobbe.de<br />

Einfache Ein-Komponenten-Dosierung<br />

Die Software-Funktion Easyfill wurde entwickelt, um der<br />

steigenden Nachfrage nach einfachen Wäge- und Dosierelektroniken<br />

zu begegnen. Die Minebea Intec Wägeelektroniken mit<br />

Easyfill können Dosierprozesse<br />

als Stand-alone-<br />

Lösung steuern oder in<br />

bestehende SPS- oder<br />

PC-Systeme integriert<br />

werden – ohne zusätzlichen<br />

Programmieraufwand.<br />

Die Software<br />

gewährleistet eine unkomplizierte und automatisierte Abfüllung<br />

von Rohmaterialien wie Flüssigkeiten, Pulvern und Granulaten.<br />

Die Wägeelektroniken mit Easyfill ermöglichen eine einfache<br />

Integration in Produktionsnetzwerke durch verschiedene<br />

Optionen und Kommunikations-Schnittstellen. Der Prozess<br />

wird direkt über die enthaltenen digitalen Ein- und Ausgänge<br />

gesteuert. Die integrierte Website bietet dabei eine benutzerfreundliche,<br />

zeit- und kostensparende Konfigurationsmöglichkeit<br />

für den Dosierprozess.<br />

www.minebea-intec.com<br />

Inserentenverzeichnis Heft 3/<strong>2018</strong><br />

Modulare Förderplattform<br />

Amixon, Paderborn29<br />

Azo, Osterburken19<br />

Bosch Industriekessel,<br />

Gunzenhausen 13<br />

Dechema, Frankfurt 7<br />

Denios, Bad Oeynhausen 6<br />

Fette Compacting, Schwarzenbek 5<br />

Filtration Group, Öhringen 35<br />

Flux-Geräte, Maulbronn 37<br />

Greif-Velox, Lübeck 36<br />

Hartmann Valves, Burgdorf 42<br />

Hillesheim, Waghäusel 9<br />

Igus, Köln 38<br />

Markert + Co., Neumünster 43<br />

Neuhaus, Witten 47<br />

OhmEx, Großwallstadt 15<br />

Papenmeier, Schwerte 49<br />

PH Industrie-Hydraulik, Sprockhövel41<br />

Protectoplus, Rendsburg 49<br />

Ruwac, Melle 49<br />

Schrage Rohrkettensystem,<br />

Friedeburg 3<br />

Uni-Fördertechnik, Salzgitter39<br />

Warex Valve, Senden 23<br />

Will & Hahnenstein, Herdorf 8<br />

Beilagen:<br />

Aerzener Maschinenfabrik, Aerzen<br />

Quantachrome, Odelzhausen<br />

Mops von System Logistics ist ein vollautomatisches Kommissioniersystem,<br />

das in der Lage ist, Mischpaletten aus verschiedenen<br />

Artikeln und Verpackungen herzustellen. In dieses System fügt<br />

sich die modulare Fördererplattform (MCP) von Interroll ein. Das<br />

Hauptelement der Plattform ist ein robustes modulares System,<br />

das die verschiedenen<br />

Schlüsselelemente der<br />

Transportsysteme zu einer<br />

vollständigen Lösung mit<br />

hoher Systemperformance<br />

verbindet.<br />

www.interroll.com<br />

48 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


Schmiermittelfreies Stehlager<br />

Das neue kugelgelagerte Stehlager Xiros wird aus dem FDA-konformen<br />

Hochleistungskunststoff Xirodur B180 hergestellt. Im<br />

Vergleich zu metallischen Lösungen spart der Anwender mit dem<br />

neuen leichtläufigen Lager 83 % Gewicht<br />

ein. Dank gleicher Abmessungen der<br />

Lochabstände ist ein 1:1 Austausch schnell<br />

und einfach möglich. Durch seinen<br />

besonderen Werkstoff und die verbauten<br />

Edelstahlkugeln ist das Lager besonders<br />

leichtläufig und zudem korrosionsbeständig<br />

sowie schmiermittelfrei.<br />

Das Stehlager ist spülbar und eignet sich<br />

für Anwendungsumgebungen von bis zu + 80 °C. Hochbelastbar<br />

hält das Lager bis zu 50 kg bei bis zu 850 rpm stand. Das neue<br />

Stehlager ist für Wellen mit einem Durchmesser von 25 mm<br />

verfügbar. Auf Anfrage sind weitere Größen erhältlich.<br />

www.igus.de<br />

Gaswarnsystem in rauer Umgebung<br />

Ein neuer ortsfester Gastransmitter sorgt auch in anspruchsvollen<br />

Umgebungen laut Hersteller länger für mehr Sicherheit von Anlagen<br />

und Mitarbeitern bei niedrigen Gesamtbetriebskosten. Der<br />

S5000 kann über eine Magnetschnittstelle bedient werden, über<br />

eine einzige Berührungstaste auf der Anzeige oder auf bis zu 23 m<br />

Entfernung per Smartphone mit Bluetooth. Durch die Möglichkeit,<br />

zwei Sensoreingänge in einem Transmitter zu kombinieren, verdoppelt<br />

der Transmitter die Abdeckung und minimiert gleichzeitig<br />

den Aufwand. Die Sensorangebote wurden ebenfalls erweitert, um<br />

die Nutzungsdauer zu maximieren und die Wartung zu minimieren.<br />

Das Gerät ist mit Sensoren für toxische Gase und Sauerstoff<br />

ausgestattet sowie mit einem H 2<br />

S-Metalloxid-Halbleiter für die<br />

Messung von und mit wartungsarmen Infrarotsensoren.<br />

www.msasafety.com<br />

Kontinuierliche Schmierung von<br />

Förderbandanlagen<br />

Anz_ESL51_LED_Vt_90 x 60 mm_<strong>2018</strong><br />

Lumistar Mini-Schauglasleuchte<br />

ESL 51-LED<br />

Umgebungstemperatur bis 50°C<br />

• Leistungsstark<br />

• Extrem robust<br />

• Wenig Platzbedarf<br />

• Universelle<br />

Befestigungsmöglichkeit<br />

info@lumiglas.de | www.lumiglas.de<br />

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aus Stahl mit DIBt Zulassung<br />

feuerbeständig innen und außen<br />

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Zur Schmierung der Antriebsoder<br />

Umlenkrollen in Förderbandanlagen<br />

sind oftmals lange<br />

Wegstrecken zu überbrücken.<br />

Außerdem müssen die Schmierstellen<br />

gleichzeitig bei rauen<br />

Umgebungsbedingungen gegen<br />

Schmutz und Wasser<br />

abgedichtet sein. Manuelles<br />

Nachschmieren wird durch die ständige Rotation der Bänder<br />

erschwert. Werden vorgegebene Schmierintervalle nicht<br />

eingehalten, kann es zum komplettem Anlagenausfall kommen.<br />

An Förderbändern hat sich laut Hersteller seit vielen Jahren der<br />

Perma Star Vario im Einsatz bewährt. Das elektromechanische<br />

Schmiersystem sorgt für eine exakt auf die Schmierstelle<br />

abgestimmte Dosierung über einen einstellbaren Zeitraum. Somit<br />

kommt es weder zu einer Mangel-, noch zu einer Überschmierung<br />

und einer eventuell damit verbundenen Verunreinigung. Für<br />

alle Anwendungen stehen geeignete Schmierstoffe zur Auswahl.<br />

www.perma-tec.com<br />

… wirklich alles<br />

RUWAC<br />

Industriesauger GmbH<br />

Westhoyeler Str.25<br />

49328 Melle-Riemsloh<br />

Telefon: 0 52 26 - 98 30-0<br />

Telefax: 0 52 26 - 98 30-44<br />

Web: www.ruwac.de<br />

E-Mail: ruwac@ruwac.de<br />

VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 49<br />

Ruwac.indd 1 06.05.2014 16:34:40


VERFAHRENSTECHNIK IM ALLTAG I SERIE<br />

Das Glasperlenspiel<br />

Aus einem Sandgemisch oder aus Altglas – Murmelherstellung leicht gemacht<br />

Murmeln faszinieren Kinder wie Erwachsene gleichermaßen –<br />

völlig rund und glatt, in unterschiedlichen Farben und Mustern<br />

kullern sie über abenteuerliche Holzbahnen oder durch<br />

Kinderzimmer. Die meisten Glasmurmeln werden heutzutage<br />

maschinell gefertigt.<br />

Murmeln lassen sich aus Altglas ebenso<br />

herstellen wie aus einem Gemisch<br />

von ca. 70 % Siliziumdioxid (SiO 2<br />

), 15–20 %<br />

Natriumoxid (Na 2<br />

O) und 10–15 %Calciumoxid<br />

(CaO). Dabei sorgt Quarzsand als fast<br />

reiner SiO 2<br />

-Träger für die Netzwerkbildung.<br />

Soda (Na 2<br />

CO 3<br />

) und Pottasche<br />

(K 2<br />

CO 3<br />

) dienen als Flussmittel, um den<br />

Schmelzpunkt von Siliziumoxid zu senken.<br />

In der Schmelze wird Kohlenstoffdioxid<br />

frei und löst sich als Gas aus dem Glas. Der<br />

Kalk dient auch als Netzwerkwandler.<br />

Während des Schmelzens zersetzt er sich<br />

zu Kohlendioxid und Calciumoxid. CaO<br />

erhöht in mäßiger Zugabe (10–15 %) die<br />

Härte und chemische Beständigkeit des<br />

Glases. Als färbende Substanzen können<br />

Metalloxide eingesetzt werden.<br />

Zunächst werden die Rohstoffe, die Altglasscherben<br />

oder eine Mischung davon in<br />

einem Ofen bei rd. 1 200 °C erhitzt. Nach<br />

16 h fließt die Schmelze durch eine Auslassöffnung<br />

im Boden ab. Dabei wird der<br />

Schmelzestrang durch einen Schieber in<br />

schnellem Takt unterbrochen – die Murmelrohlinge<br />

entstehen. Je nach Zeitintervall<br />

lassen sich so kleinere oder größere<br />

Rohlinge erzeugen.<br />

Automatisierter Prozess<br />

Zwischen zwei rotierenden und leicht abfallenden<br />

Walzen rollen sich die Rohlinge<br />

rund, die Rotation der Walzen sorgt dabei<br />

dafür, dass das Glas nicht an der Oberfläche<br />

haften bleibt. Das Aussehen der Murmeln<br />

kann nun nicht mehr verändert werden<br />

– hierfür waren die Metalloxidzusätze,<br />

die Schmelztemperatur und die Sauerstoffzugabe<br />

im Ofen verantwortlich.<br />

Die vollständige Abkühlung der Murmeln<br />

dauert 72 Stunden. Eine Sortieranlage<br />

trennt die Murmeln der Größe<br />

nach – zu kleine oder zu große Kugeln<br />

werden automatisch aussortiert.<br />

Glasmurmeln mit besonderen „Innereien“<br />

werden auch heute noch von Glasbläsern<br />

in einem aufwändigen Verfahren<br />

manuell hergestellt. Hierzu können farbige<br />

Glasstäbe in mehreren Lagen eingeschmolzen<br />

und durch Klarglasschichten getrennt<br />

werden. Mithilfe von Formen lassen sich<br />

die Kugeln gestalten.<br />

(kf)<br />

50 VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong>


VORSCHAU<br />

IM NÄCHSTEN HEFT: 4/<strong>2018</strong><br />

ERSCHEINUNGSTERMIN: 11. 04. <strong>2018</strong> • ANZEIGENSCHLUSS: 23. 03. <strong>2018</strong><br />

01<br />

02<br />

03<br />

(Quelle: Deutsche Messe)<br />

04<br />

Der direkte Weg<br />

Internet:<br />

www.verfahrenstechnik.de<br />

E-Paper:<br />

www.engineering-news.net<br />

Redaktion:<br />

redaktion@verfahrenstechnik.de<br />

01 Um die Strangtemperatur auf der Auslaufstrecke im Stahlwerk<br />

permanent von oben und beiden Seiten kontrollieren zu können, bieten<br />

sich statt der üblichen Pyrometer stationäre Infrarotkameras an<br />

02 Das Power Distribution Modul ist für die Montage auf der<br />

Schaltschrankrückwand gedacht und hat rechts und links je einen<br />

Montageflansch, der um 180° drehbar ist<br />

03 Dieser Coriolis Massedurchflussmesser trotzt durch die<br />

„U-Tube“-Form äußeren Einflüssen<br />

04 Vom 23. bis zum 27. April präsentieren mehr als 5 000 internationale<br />

Aussteller die aktuellen Trends der Industrie: das breite Themenspektrum<br />

der Hannover Messe reicht von Predictive Maintenance über<br />

zahlreiche Technologien für die Automatisierungs- und Prozessindustrie<br />

bis hin zu neuen Software- und IT-Lösungen<br />

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)<br />

VERFAHRENSTECHNIK 3/<strong>2018</strong> 51


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