HORNER Magazin | März-April 2018

vogelmediabremen

ISSN 2191-2092 MÄRZ | APRIL 2018

MENSCHLICHES

REGIONALES

KULTURELLES

LEBEN PUR!

Mit


„Familie & Co“

Seiten

HORNER

M a g a z i n

JUGENDFEUERWEHR

Jugend engagiert sich am Lehesterdeich

FÖJ IM FLORATRIUM

Im Freiwilligen Ökologischen Jahr Natur erleben

GOLF-SPECIAL

Durchstarten in die neue Saison

DIE LEUCHTE DES NORDENS

Ruben Helmke gewinnt NDR-Quizshow


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HORNER Magazin | 04.2012


EDITORIAL

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Mittlerweile fahren wir nicht nur im Bremer

Osten, also in Borgfeld, Lehesterdeich, Horn,

Vahr, Schwachhausen, Östliche Vorstadt, Oberneuland

und so weiter Einsätze, sondern auch

bei besonderen Schadenslagen, verursacht

durch Sturm oder Niederschläge, im gesamten

Stadtgebiet. Wir sind die zweitgrößte Freiwillige

Feuerwehr Bremens und bewältigen Aufgaben

mit den Schwerpunkten Brandschutz,

technische Hilfeleistungen (Schäden durch

Wasser, Sturm, Unfälle, etc.), Wasserförderung

über lange Wegstrecken, Führen von Großschadenslagen

im Bereich Fernmeldedienst und

Rettungen aus Gewässern.

Heiko Lürßen

Wehrleiter Freiwillige Feuerwehr Lehesterdeich

Im Jahr 1936 wurde die 10 Mann starke Freiwillige

Feuerwehr Lehesterdeich aus der

Pflichtfeuerwehr heraus gegründet. In den nunmehr

über acht Jahrzenten unseres Bestehens

wurden wir zur Schwerpunktfeuerwehr mit

über 50 Mitgliedern.

Mit einer Handvoll Einsätze pro Jahr und Fahrzeugen

aus der Nachkriegszeit schützten wir

damals die Bevölkerung in den noch dünn besiedelten

Stadtteilen Horn, Oberblockland und

Lehesterdeich. Zwar stehen auch heute nicht

die neusten Fahrzeuge in unseren Hallen, so ist

das älteste bereits von 1983, aber mit insgesamt

sieben Feuerwehrfahrzeugen und diversen Anhängern

deutlich mehr als früher. Wenn man

jetzt denkt, dass wir wohl nun vergleichbar zu

damals eine Steigerung auf ein Duzend Einsätze

im Jahr haben, denen dürfen wir nun mitteilen,

dass wir das Jahr 2017 mit deutlich über 100

Einsätzen abgeschlossen haben. Mehr als 100

Mal wurden wir alarmiert und waren ehrenamtlich

in der Stadtgemeinde Bremen für die

Bürgerinnen und Bürger aktiv.

Unsere vielfältige Aufgabenwahrnehmung und

unsere permanente Einsatzbereitschaft an allen

Tagen im Jahr ist jedoch nicht das einzige, was

wir unternehmen. Zusätzlich veranstalten wir

verschiedene Kinderfeste, einen Tag der offenen

Tür und auch unser Osterfeuer. Wir unterstützen

verschiedene Organisationen und werben

vor Ort, aber auch im Internet ständig um Mitglieder.

Den größten Teil unseres Nachwuchses bekommen

wir jedoch aus unserer Jugendfeuerwehr,

die nunmehr ihr 35-jähriges Bestehen

feiert. Die Jugendfeuerwehr ist die existenzielle

Grundlage einer Freiwilligen Feuerwehr und so

sind wir bestrebt, ab dem möglichen Eintrittsalter

von 10 Jahren Mädchen und Jungen an

uns zu binden und zu Feuerwehrfrauen und

Feuerwehrmännern auszubilden. Mit großem

Engagement verfolgen wir die Entwicklung in

der Jugendabteilung und tragen Generation für

Generation zu unserem eigenen Fortbestehen

bei.

Ich selbst werde in diesem Jahr mein Amt an

die nächste Generation weitergeben, da ich altersbedingt

aus dem aktiven Feuerwehrdienst

ausscheiden werde. In diesem Sinne wünsche

ich der zukünftigen Wehrführung viel Glück

und dass alle Kameraden gesund von ihren Einsätzen

zurückkehren!

Ihr

Heiko Lürßen

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Markisen

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Insektenschutz

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Terrassendächer

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HORNER Magazin | März - April 2018

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INHALTSVERZEICHNIS

24

GOLF-SPECIAL

Viel Sport an der frischen Luft

bietet Golf – einige Golf-Clubs

stellen sich persönlich mit ihren

Vorzügen vor

VOM SAATKORN BIS

ZUR REIFE

Beim FÖJ im FlorAtrium lernt

Alaaddin Avciogullari den Kreislauf

der Natur kennen

32

JUGEND BEI DER

FEUERWEHR

Bei der Freiwilligen Feuerwehr

Lehesterdeich ist Action, Spaß

und Technik in einer tollen Gemeinschaft

angesagt – und

das seit 35 Jahren

38

FRISCH GEMISCHTES

06 Aktuell, informativ, menschlich:

unser buntes Stadtteilleben

SO SCHMECKT DIE HEIMAT

20 Vorzüglichen Käse aus frischer

NEUE

SERIE

regionaler Milch stellt Mareike

Dehlwes in Trupe bei Lilienthal

in der Hofmolkerei her

TECHNIK UND GEMEINSCHAFT

24 Die Freiwillige Jugend-Feuerwehr

Lehesterdeich wird 35 Jahre alt

und verspricht nach wie vor viel

Action für den Nachwuchs

GOLF-SPECIAL

32 Go Golf – es gibt viele Gründe,

den Sport in der Natur auszuüben

oder damit zu beginnen,

wie einige Golfplätze in Bremen

und umzu aufzeigen

FREIWILLIGES JAHR

IM FLORATRIUM

38 Alaaddin Avciogullari genießt

es, gestalterisch-kreativ tätig

zu sein und stellt Informationstafeln

her

ALLTAG, KULTUR, FREIZEIT

48 In der Seiffertstraße 95 befindet

sich die Begegnungsstätte des

Johanniterhauses, die als Treffpunkt

im Stadtteil fungiert

BREMEN HOLT DEN TITEL

54 Ruben Helmke nahm an der

aktuellen NDR-Quizshow teil

und setzte sich gegen die

anderen norddeutschen

Bundesländer durch

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INHALTSVERZEICHNIS

DIE LEUCHTE

DES NORDENS

Der Horner Abiturient

Ruben Helmke gewinnt

die aktuelle NDR-Quizshow

und holt den Titel „Leuchte

des Nordens“ nach Bremen

54

FAMILIE & CO.:

MOBBING

Hauptsache, Kinder stark

machen gegen Mobbing!

Dr. Markus Köhl erläutert,

wie Schule und Eltern

aktiv werden können

58

FAMILIE & CO.

58 Dr. Markus Köhl erläutert im

Interview, wie man Kinder stark

machen kann zur Prävention

von Mobbing

SPORT IM STADTTEIL

68 TV Eiche Horn

70 HC Horn

IMPRESSIONEN

72 Menschen aus Horn-Lehe

IMPRESSUM

74 Wer, was und wann


OSTERTIPPS

BUCH-TIPP ZU OSTERN

Die kleine Welt der

Madame Jeanne

Einer der schönsten

Romane über das

Alter, den man sich

vorstellen kann.

Jeanne ist die Großmutter

unserer

Träume. Jeanne ist

90 Jahre alt und

lebt in einem Haus

in der Auvergne inmitten

von Wiesen,

Wäldern und

Kühen. Am ersten

Tag des Frühlings

beschließt sie ein

Tagebuch zu schreiben. Darin erzählt sie von kleinen

Erlebnissen, von ihren Launen

und Erinnerungen,

von ihrem Leben als

Verlosung!

1 x „Die kleine Welt

der Madame Jeannet“

Einfach eine E-Mail bis

zum 31. März an:

gewinnen@

horner-magazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

exilierte Pariserin.

Die Freiheit

ist eins der Privilegien

des

hohen Alters,

und auch

Jeanne macht

eigentlich nur,

was sie will - sofern

sie es noch kann:

den Blumen beim Wachsen

zusehen; Weißwein mit ihren

Freundinnen trinken - in der Hoffnung, sie im nächsten

Jahr noch einmal wiederzusehen. Und so schreiten

wir mit Jeanne durch die Jahreszeiten, erleben mit

ihr die glücklichen und traurigen Momente des Lebens.

Véronique de Bure

Die kleine Welt der Madame Jeanne

368 Seiten, € (D) 22,- , ISBN: 978-3-463-40702-9

»»» rowohlt.de

Der Hase und das Osterei

Jedes Kind freut sich zur Osterzeit auf den Moment, in dem jemand ruft: „Der Osterhase war da!“ Und alle Kinder

lieben es, am Ostersonntag bunte Eier und andere kleine Überraschungen zu suchen. Doch wie kam der Hase

eigentlich zum Ei? In der griechischen Mythologie gehörte er als Zeichen der Fruchtbarkeit zur Liebesgöttin

Aphrodite und auch zur Frühlingsgöttin Ostara. Für den Ursprung des Lebens stand auch das Ei und so fügte

sich in den vergangenen Jahrhunderten beides zusammen. Beide wurden von der christlichen Kirche in die

Mythologie um Ostern herum einbezogen und bis heute sind die Langohren mit den bunten Eiern im Gepäck beim

Osterfest nicht mehr wegzudenken.

Süß, süßer, Tee & Confiserie Hüttich

Im SchokoLaden Findorff und in der Dependance im

Horner Mühlenviertel stehen die Zeichen ganz auf

Ostern: Inhaberin Sylwia Hüttich bietet passend vor

dem Osterfest viele süße Präsente und Überraschungen

an. Von klassischen Osterhasen über gefüllte

Ostereier bis hin zu liebevoller Osterdeko wie Tassen

und Servietten bleiben kaum österliche Wünsche in

den beiden Confiserien in Findorff und Horn offen.

„Wir verpacken auf Wunsch auch ausgewählte Präsente

und Arrangements für Kunden und Mitarbeiter“,

offeriert Sylwia Hüttich eines ihrer vielen Angebote.

Apropos Geschenke: Ausgesuchte Ratskellerweine,

feines Gebäck und viele bewährte und neue Teesorten

runden das Portfolio von Tee & Confiserie Hüttich

ab und eignen sich ebenfalls prima als genussvolles

kulinarisches Highlight für das Osterkörbchen.

»»» schokoladen-bremen.de

Sylwia Hüttich, Inhaberin von Tee & Confiserie Hüttich,

hält für ihre Kunden in Findorff und in Horn viele süße

Osterüberraschungen bereit

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OSTERTIPPS

Ostern in der

botanika

Zu Ostern steht die botanika ganz im Zeichen süßer Ostergesellen: Die hauseigene

Osterausstellung wartet mit vielen Kaninchen auf, die neben den schlüpfenden

Küken im Mendehaus bewundert werden können. Im Eintritt enthalten ist

am Ostermontag zudem eine ganztägige Schatzsuche in den Schaugewächshäusern

– wer findet einen gut versteckten Schoko-Osterhasen oder andere süße

Ostersachen? Auf viele kleine und große Besucher freut sich die botanika Bremen

im Deliusweg 40!

»»» botanika-bremen.de

Ostermarkt in der

Berliner Freiheit

Einen Ostermarkt mit Kunsthandwerkern veranstaltet das Einkaufszentrum Berliner

Freiheit von Montag, den 19. März, bis Donnerstag, den 29. März. Die Stände

sind montags bis freitags von 10 Uhr bis 19 Uhr sowie am Sonnabend von 10 Uhr

bis 18 Uhr geöffnet und laden zum Bummeln, Stöbern und Kaufen ein. Angeboten

werden u. a. Weidenkörbe und Tischdecken, Holzbrettchen und Keramiktassen mit

Namensgravur sowie Kissen mit Namen und Türschilder, Gestecke aus Seidenblumen,

handgesiedete Seifen, Filzartikel, Windlichter, Geschenkartikel, Schmuck,

selbstgemachte Marmeladen und Chutneys, Kreatives aus Papier, Wolle und Stoff

wie Grußkarten, Mützen, Schals, Socken, Topflappen und Taschen sowie österliche

Dekorationsartikel –selbstverständlich alles aus Eigenproduktion der Hobbykünstler.

Der Eintritt ist frei.

»»» berliner-freiheit.de

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FRISCH GEMISCHTES AUS HORN-LEHE

Die Kosten für den ersten Abschnitt der Renovierung des Rhododendronparks

sind gedeckt, doch für den nächsten anstehenden Abschnitt im Herbst sind weitere

Spenden herzlich willkommen

Großzügige Spende zur Renovierung

des Rhododendronparks

Insgesamt 37.163,15 Euro hat der Verein der Freunde des Rhododendronparks für

die Instandsetzung einer größeren Rhododendronfläche im Park zur Verfügung gestellt.

Damit werden alle Kosten des ersten Abschnitts einer über mehrere Jahre

laufenden Renovierung abgedeckt, die zum Ziel hat, die ältesten Pflanzungen aus

den 1930er Jahren mit historischen und zum Teil einmaligen Rhododendronsorten

zu erhalten.

Der Betrag setzt sich zusammen aus den Mitteln, die der Verein der Freunde aus

den Einnahmen der Bürgerparktombola 2017 erhalten hat, aus Spenden und Erlösen

des 1. Rhodomahls im Frühjahr 2017, sowie Zuwendungen weiterer privater

Spender. Anlässlich der symbolischen Scheckübergabe vor dem renovierten Pflanzbeet

sprechen Stiftungsvorstand Michael Werbeck, Parkleiter Hartwig Schepker und

Vereinsvorsitzender Michael Koppel die Hoffnung aus, dass nach dem ersten Abschnitt

nunmehr auch der zweite Renovierungsabschnitt, geplant im Herbst diesen

Jahres, voll aus Spenden finanziert werden kann.

Ein Grundstock hierfür ist aus Restmitteln der Bürgerparktombola des letzten Jahres

bereits vorhanden; weitere Gelder sollen auf dem zweiten Rhodomahl im April

eingeworben werden. Für den Restbetrag hoffen die Park- und Vereinsvertreter auf

weitere Überweisungen privater Klein- und Großspender auf das Vereinskonto bei

der SPK Bremen DE17 2905 0101 0001 0553 83. Der fertiggestellte erste Bauabschnitt

wird im kommenden Frühjahr rechtzeitig zur Rhododendronblüte feierlich

eingeweiht werden.

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FRISCH GEMISCHTES AUS HORN-LEHE

Das Kaffeehaus-Orchester tritt wieder in der botanika auf: Am 24. März dürfen

Musik und Blumen gemeinsam genossen werden

Verdi, Jazz und Azaleen

Das Bremer Kaffeehaus-Orchester

Verlosung!

2 x 2 Konzertkarten

Einfach eine E-Mail bis

zum 31. März an:

gewinnen@

horner-magazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

»»» botanika-bremen.de

Ein außergewöhnliches Konzert an einem außergewöhnlichem Ort: Das Bremer Kaffeehaus-Orchester

spielt am Samstag, den 24. März im Japanischen Garten der

botanika. Dort blühen im März die farbenprächtigen Azaleen

um die Wette und bieten eine farbenfrohe und ganz besondere

Kulisse für das schwungvolle Konzert des

Kaffeehaus-Orchesters. In der Pause darf zusätzlich

noch die Leuchtkraft und Vielfalt dieser beliebten

Pflanze in der Azaleen-Ausstellung

bewundert werden. Der Einlass ist ab 18 Uhr,

Konzertbeginn um 18.30 Uhr. Der Eintritt

liegt bei 27 Euro, ermäßigt bei 13 Euro. Der

Kartenvorverkauf läuft in der botanika vor Ort

oder unter Telefon (0421) 42 70 66-65. Die

nächste Veranstaltung von „Verdi, Jazz und

Schmetterlinge“ des Bremer Kaffeehaus-Orchesters

findet am Sonntag, den 19. August um 18:30 Uhr in der

botanika statt.

Ein letzter Renntag nach 161-jähriger Tradition findet am Karfreitag,

den 30. März ab 11.10 Uhr auf der Galopprennbahn in der Vahr statt

Faszination

Galopprennsport

Eine Ära geht zu Ende

Der Bremer Rennverein wurde vor 161 Jahren von Bremer Kaufleuten gegründet, damals

noch als „Bremer Reit-Club“. Von 1858 bis 1900 fanden die Rennen auf dem

Hastedter Suhrfeld statt, danach ging es in die Bremer Vahr, wo 1907 nicht nur der

Name „Bremer Reit-Club“ zu „Bremer Rennverein 1857“ wechselte, sondern auch

die wunderschöne Tribüne mit 1000 Sitzplätzen auf dem Gelände erbaut wurde.

Nun heißt es für den Rennsport in Bremen Abschied nehmen, und welcher Termin

wäre da passender geeignet als der traditionelle Karfreitag. An diesem Tag finden

seit 1980 nur Rennen in Bremen statt und in der Hansestadt führte dieser Umstand

zu einem Alleinstellungsmerkmal in Deutschland.

Mit dem 30. März folgt nun der Abschlussrenntag einer 161-jährigen langen Tradition.

Gemeinsam mit den Aktiven, Partnern und Fans möchten wir einen würdigen

und fröhlichen letzten Renntag verbringen. Das erste Rennen wird bereits um

11.10 Uhr gestartet. Das letzte der insgesamt neun Rennen ist für 15.30 Uhr vorgesehen

und auch für die kleinen Gäste wird es erneut ein tolles Kinderprogramm

geben sowie die traditionellen 1.111 Osterhasen. „Wir schauen mit einem lachenden

und einem weinenden Auge auf diesen Tag und würden uns über viele Besucher

freuen. Ein langer Kampf endet mit einen würdigen Ausklang“, so Tonya Rogge,

Präsidentin des Rennvereins 1857 e.V.

»»» galopprennbahn-bremen.de

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FRISCH GEMISCHTES AUS HORN-LEHE

1. Preis bei

„Wir tun was für Bienen“

Kita Marie-Curie-Straße gewinnt

ersten Platz beim Bienenschutz

Im August vergangenen Jahres wechselten neben meinem Kind aus der Kita Marie-

Curie-Straße gut weitere 25 Kinder in die Marie-Curie-Grundschule. Da diese Kinder

für vier Jahre jetzt nahezu täglich an den Beeten des Schulparkplatzes

vorbeigehen, kam ich auf die Idee, mit den Kindern gleich zum Schulbeginn diesen

Bereich etwas schöner zu gestalten. Es sollten Nahrungspflanzen für Bienen und

Schmetterlinge auf den kahlen Flächen gepflanzt werden.

Gesagt, getan: An zwei Terminen, eingegliedert in das Schulprojekt, haben die Kinder

mit viel Begeisterung Futterpflanzen für Schmetterlingsraupen und Blühpflanzen

für Bienen und Co. angepflanzt. Damit die Kleinen auch wussten, welche

Pflanzen sie da am Insektenbuffet bereitstellen, hatte eine der Mütter Ausmalbilder

für die angehenden Schüler entworfen. Das Ziel, schon den Kleinsten zu zeigen,

dass es auch in Bremen nicht nötig ist, dass die Hälfte der Bienenarten vor dem

Aussterben steht, kam so erfolgreich an, dass die Kinder den ersten Preis beim

Bundeswettbewerb „Wir tun was für Bienen“ gewannen. Die 300 Euro Preisgeld

gehen als Spende an die Kita, um weitere Projekte durchzuführen.

In diesem Jahr werden sich die Hortkinder mit dem Thema „Wald“ beschäftigen. Im

März werden wir neben den bereits bepflanzten Beeten einige der kahlen Flächen

neben der Auffahrt zum Parkplatz hin bepflanzen. Das Konzept habe ich dann bei

dem Bundesweiten Wettbewerb „Deutschland summt“ eingereicht und gewann den

ersten Platz in der Kategorie „Kommunale Flächen“. An dieser Stelle ein großes

Dankeschön an die Umweltbetriebe Bremen und an einen nicht genannten Bauherren,

dass wir uns die Pflanzen von seiner Baustelle holen durften!

Heiko Fritschen

„Mermaiding“ heißt der Aquatrend, der immer beliebter und im Hallenbad

Lilienthal angeboten wird

Im Reich der Nixen

und Fische

Im Hallenbad Lilienthal können kleine und große Wasserbegeisterte gemeinsam

Zeit verbringen und als Meerjungfrauen in die Unterwasserwelt abtauchen. Mütter

und Töchter schlüpfen in atemberaubende Märchenfiguren, Junggesellinnen tauschen

Beine gegen eine Schwanzflosse, um sich mit diesem ganz neuen Abenteuer

auf den Hafen der Ehe einzustellen und auch Freundinnen oder Kolleginnen haben

Gelegenheit, sich im Reich der Nixen verzaubern zu lassen. Natürlich sind auch

Firmen willkommen, um im Team mit elegant-dynamischen Bewegungen durch

das Wasser zu schweben und auch Kindergeburtstage können ganz im Zeichen

dieser mystischen Wesen veranstaltet werden. Lust auf ein Abenteuer? Das Hallenbad

Lilienthal beantwortet unter Telefon (04298) 311 55 gerne alle Fragen!

»»» hallenbad-lilienthal.de

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HORNER Magazin | März - April 2018


HORNER Magazin | März - April 2018

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FRISCH GEMISCHTES AUS HORN-LEHE

Ein hochwertiges und exklusives Shopping-Erlebnis verspricht die Domshof-

Passage – wie am 25. März von 13 bis 18 Uhr anlässlich des 20-jährigen Jubiläums

20 Jahre Domshof-Passage

Verkaufsoffener Sonntag mit Aktionen

und Live-Musik von Ocean’s 3

Anlässlich ihres 20. Geburtstages veranstaltet die Domshof-Passage in der Bremer

Innenstadt am Sonntag, 25. März, von 13 Uhr bis 18 Uhr eine große Geburtstagsfeier

mit attraktiven Aktionen der ansässigen Einzelhändler und Musik des beliebten

Bremer Trios Ocean’s 3. Die 70 Meter lange Passage ist Teil des

Katharinen-Viertels und verbindet die Sögestraße mit dem Domshof. Unter dieser

Adresse präsentieren sich ausgewählte Geschäfte mit exklusiven Sortimenten: von

edlem Schmuck, exklusiver Mode und trendigen Schuhen über geschmackvolle Lingerie,

hochwertige Unterhaltungselektronik und besondere Lederwaren bis hin zu

kulinarischen Besonderheiten oder auch dekorativen Wohnaccessoires. Zudem ermöglicht

die Glasüberdachung einen witterungsgeschützten Einkaufsbummel.

Am verkaufsoffenen Sonntag am 25. März feiert die Domshof-Passage ihr nunmehr

20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass locken die ansässigen Einzelhändler

nicht nur mit attraktiven Rabatten, vielmehr gibt es auch interessante

Extras: Beim Kauf eines Zippo-Feuerzeugs gibt es bei M. Niemeyer Cigarren eine

Gravur der Initialen gratis und Wolford verziert Legwear auf Wunsch kostenlos mit

schillernden Buchstaben aus Swarovski-Kristallen, um nur einige zu nennen.

Zudem spendiert die Domshof-Passage jedem Besucher ein Stück von der großen

Geburtstagstorte, solange der Vorrat reicht.

»»» domshof-passage.de

Die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider unterhalten

am 27. April ab 19.30 Uhr mit ihren „Buschiaden... und andere Schmeicheleien“

im Ortsamt

„Buschiaden“

Szenische Lesung im Ortsamt

Am 27. April um 19.30 Uhr gestalten anlässlich des 110. Todestages von Wilhelm

Busch die Schauspieler Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider ihre „Buschiaden...

und andere Schmeicheleien“ im Foyer des Ortsamtes Horn-Lehe auf

Einladung des Kulturraums.

Wilhelm Busch ist zweifelsohne der Klassiker des Humors. Mit seinen Geschichten

und Gedichten sorgt er für Lachen bei Jung und Alt. Das Publikum erwartet eine

breite Auswahl von Hänschen Däumeling, Max und Moritz, Die Fliege bis zur Kritik

des Herzens und vielem mehr. Hinter seinen Versen und Geschichten verbirgt sich

sehr viel Philosophisches und Weltkluges. Die Schauspieler Markus Maria Winkler

und Jürgen Wegscheider stöbern in Buschs Schatztruhe und präsentieren Ausgewähltes

aus seinem Schaffen. In schneller Folge servieren sie turbulente Geschichten,

feinsinnige Verse und skurrile Pointen. Der Eintritt zu dieser

Veranstaltung beträgt 9 Euro.

»»» kulturraum-horn-lehe.net

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HORNER Magazin | März - April 2018


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FRISCH GEMISCHTES AUS HORN-LEHE

Das Ensemble bei einer Probe im Theater am Deich von links: Gerd-Lüder Knief, Jonathan Bothe, Tom Vollbrecht, Rebecca Winkler, Elzbieta Ackermann, Linda Peetz,

Angela Marks, Jörg Herrmann, Thomas Bothe (Foto: Heike Peetz)

Neu im Theater am Deich: „Was Ihr Wollt“

Ab April kommt etwas Neues auf die Bühnenbretter des Theaters am Deich: Shakespeares

Komödie „Was Ihr Wollt.“ Das kleine, aber feine Theater hatte schon immer

ein abwechslungsreiches Repertoire zu bieten: Von Boulevardstücken bis zu Klassikern

wie Molière, Oscar Wilde, Tennessee Williams und Dürrenmatt – aber Shakespeare

noch nie. Die Regisseurin Mary Janz ist Schottin und mit Shakespeare

sozusagen groß geworden: „Shakespeare wollte ich schon lange inszenieren wegen

seiner wunderbaren Sprache und wegen seines Sinnes für Humor und für große

Gefühle. Wir haben eine moderne aber sehr schöne Übersetzung und ein starkes,

ziemlich junges Ensemble, das immer neue Ideen für die Textumsetzung, die Bewegungen,

die Kostüme mitbringt. Ich glaube, das Stück spricht jedes Alter an: Es

ist mal lustig, mal poetisch, mal dramatisch. Für uns ein Novum: Wir bauen Musik

ein – es wird gesungen und getanzt.“

Premiere am 6. April

In dem Stück wird Viola von ihrem Zwillingsbruder Sebastian getrennt und landet

in Illyrien, wo sie als Mann verkleidet in den Dienst des Herzogs Orsino tritt. Dieser

schickt sie als Liebesboten zu seiner Angebeteten, der Gräfin Olivia. An Olivias Hof

liegen ihr Onkel Sir Toby, sein Zechkumpan Sir Andrew und die Kammerzofe Maria

in ständigem Streit mit dem arroganten Haushofmeister Malvolio, gegen den sie

eine raffinierte Intrige aushecken… In der bitter-süßen Komödie geht es um Verwechslungen,

Illusionen und die erstaunliche Kraft der Liebe.

»»» theateramdeich.de

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HORNER Magazin | März - April 2018


FRISCH GEMISCHTES AUS HORN-LEHE

P E R S Ö N L I C H E S

ANNA ZIRKELBACH

Vorsitzende des Jugendbeirates Horn-Lehe

EIN SCHÖNER TAG FÜR MICH ...

wenn ich am Ende des Tages schlafen gehe

und was geschafft habe, das dem Allgemeinwohl

hilft.

ENTSPANNUNG IST FÜR MICH ...

wenn ich auch einfach mal den Kopf abschalten

kann.

EINMAL INNEHALTEN ...

sollte jeder einmal am Tag gemacht haben!

EINE REISE WERT IST ...

die ganze Welt mit ihren verschiedensten

Facetten

ICH LEBE GERNE IN BREMEN, WEIL ...

in Bremen Multikultur eine Tradition ist.

DAS GEFÄLLT MIR AN MEINER ARBEIT ...

die Zusammenarbeit mit engagierten Jugendlichen,

die mit mir zusammen den Stadtteil verändern

wollen.

GUT FÜR BREMEN WÄRE ...

eine stärkere für Politik interessierte Jugend,

denn wir sind die Zukunft!

HIERFÜR SETZE ICH MICH EIN ...

für Veränderungen in unserem Stadtteil.

DAS WÜRDE ICH IN HORN VERÄNDERN ...

den Standort für Jugendliche attraktiver

gestalten.

EIN GUTES ZITAT ...

„Tue nie etwas halb, sonst verlierst du mehr,

als du je wieder einholen kannst.“

(Louis Armstrong)

EIN GLÜCKSMOMENT ...

wenn ich sehe, dass ich anderen Menschen ein

Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

EIN WUNSCH ...

bitte mehr Politikunterricht an Bremer Schulen!

EIN ZIEL ...

das zu verwirklichen, was wir uns im Jugendbeirat

vornehmen.

HORNER Magazin | März - April 2018 15


FRISCH GEMISCHTES AUS HORN-LEHE

Garten und Natur erleben – die Veranstaltungen des FlorAtriums sind ein Eldorado für Kinder und Familien. Doch wie lange noch?

Wo Kinder Natur begreifen

Stadtteil verliert Fördermittel für Naturerlebnisse

Für viele Kinder und ihre Familien sind die Naturerlebnisse im FlorAtrium ein fester

Bestandteil besonderer Freizeitaktivtäten: An Nachmittagen und Wochenenden, wie

auch in den Schulferien, etablierte sich im großen Lehr- und Erlebnisgarten des

Landesverbandes der Gartenfreunde Bremen e. V. ein buntes Programm zum Erleben

und Erlernen von Garten und Natur. Besonders Kinder aus der Nachbarschaft

und näheren Umgebung nutzen Angebote zum biologischen Gärtnern, Ketchup oder

Marmeladen selber machen und vieles mehr. Eine Fledermaussafari oder Exkursionen

zu regionalen Erzeugern, Bauernhöfen und Naturschutzverbänden locken

ganze Familien. Jährlich buchen etwa 1.200 Teilnehmer das Naturerlebnisprogramm

bei Heike Schneider, Projektleiterin im FlorAtrium.

Fördermittel der sogenannten „Basisförderung“ aus dem Umweltressort und die

optimale Ausstattung im FlorAtrium ermöglichten in den vergangenen 10 Jahren

diese Umweltbildung im Freizeitbereich. In einem zweijährig stattfindenden Bewerbungsverfahren

um diese Gelder wurde der Antrag für Horn-Lehe vom Vergaberat

der Umwelt Bildung Bremen erstmals nicht wieder bewilligt. Um weiterhin

entsprechende Veranstaltungen für den Stadtteil anbieten zu können, fehlen nun

Gelder in Höhe von etwa 35.000 Euro. Der Landesverband der Gartenfreunde Bremen

e. V. übernimmt eine Zwischenfinanzierung, um die wichtige Umweltbildungsarbeit

für alle an Gärten und Natur Interessierten aufrecht zu erhalten. Auf

Dauer können die erheblichen Kosten jedoch nicht ohne eine zusätzliche Finanzierung

getragen werden. Die Umweltbildung im Freizeitbereich am anerkannten außerschulischen

Lernort FlorAtrium müsste eingestellt werden.

Daher ist die Akquise neuer Finanzierungsmöglichkeiten in den kommenden Monaten

die Mammutaufgabe für Heike Schneider. Neben den klassischen Fördermittelanträgen

bei der BINGO!-Umweltlotterie sucht sie Sponsoren und Spender, um

die Bildung für nachhaltige Entwicklung im FlorAtrium langfristig fortzusetzen und

damit Kindern und Familien weiterhin bezahlbare, professionelle Natur- und Gartenerlebnisse

anbieten zu können. Jeder Hinweis, jede Unterstützung ist willkommen!

Kontakt und weitere Informationen gibt es bei:

Heike Schneider, FlorAtrium,

Telefon (04 21) 336 551 22

h.schneider@gartenfreunde-bremen.de

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HORNER Magazin | März - April 2018


HORNER Magazin | Januar - Februar 2018 17


FRISCH GEMISCHTES AUS HORN-LEHE

Dieter Mazur und Stefan Quaß (Mitte) haben sich durch ihre jahrzehntelange Arbeit in den Ausschüssen des Beirates, Runden Tischen, Arbeitsgemeinschaften und

Bürgerinitiativen um die Weiterentwicklung unseres Stadtteils verdient gemacht

Neujahrsempfang des Bürgervereins Horn-Lehe

Vor vollem Haus empfing Prof. Dr. Heiner Hautau, Vorsitzender des Bürgervereins

Horn-Lehe, die geladenen Gäste des diesjährigen Neujahrsempfangs in den Räumen

des Hotels Landgut Horn, darunter Vertreter des Beirates, der Parteien sowie

die Leiter der wichtigsten öffentlichen Institutionen im Stadtteil.

In seiner Begrüßungsrede kritisierte Hautau noch einmal die Auswirkungen der geplanten

Polizeireform. Diese soll vor dem Hintergrund einer insgesamt zu knappen

Personalstärke der Polizei den Bürgern in Horn-Lehe, Borgfeld und Oberneuland

den Eindruck vermitteln, dass die Sicherheit in unseren Stadtteilen auch weiterhin

gewährleistet sei. Die hohen Einbruchzahlen der jüngsten Zeit lassen daran jedoch

zweifeln. Alle Proteste und Petitionen der Bürger gegen diese Reform blieben bisher

leider erfolglos. Ein weiterer Kritikpunkt des Vorsitzenden bezog sich auf den

Neubau einer neuen Feuerwache im Stadtbezirk Nordost, der seit 2016 bereits in

Planung ist. Es sei gut, dass wir uns auf unsere Freiwillige Feuerwehr verlassen

können, die oftmals eher am Brandort eintrifft als die Berufsfeuerwehr mit ihrer zu

langen verkehrsbedingten Anfahrtszeit. Angesichts dieser Situation ist für einen

Neubau unbedingt Eile geboten. Schließlich fand Hautau noch anerkennende Worte

für die Unterbringung der Flüchtlinge in den Räumen des ehemaligen Hotels Deutsche

Eiche/Horner Eiche. Die Kannenberg-Akademie hat hier offensichtlich gute

Arbeit geleistet und es ist zu hoffen, dass auch nach der Insolvenz von Kannenberg

die gute Integrationsarbeit mit den Flüchtlingen fortgesetzt werden kann.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand dann der Gastvortrag des Klimaforschers

und Gewässerökologen Dr. Michael Schirmer zum Thema „Klimawandel und Deichschutz

an Weser und Wümme“. Dieser ist seit 14 Jahren als Deichhauptmann des

Deichverbandes am rechten Weserufer für rund 100 Kilometer Deiche zuständig. Mit

dem Generalplan Küstenschutz würden bereits jetzt alle vorsorglichen Maßnahmen

getroffen, dass wir in Borgfeld, Horn-Lehe und Oberneuland auch in 50 Jahren

noch trockene Füße behalten werden. Ein fester Bestandteil des

Neujahrsempfangs waren auch in diesem Jahr die Ehrungen von Horner Bürgern,

die sich langjährig zum Wohle der Horner Bevölkerung ehrenamtlich engagieren.

Ihre

persönliche

Rechtsanwältin im

Mühlenviertel

Heike Leonhardt-Langhammer

Rechtsanwältin

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• Allgemeinanwältin

• Familienrecht

• Scheidung - Trennung

• Medizinrecht - Ärzteberatung

• Hausbesuche nach Vereinbarung

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Gerold-Janssen-Str. 2A · 28359 Bremen · Tel. (0421) 169 00 22 · Fax (0421) 169 00 20

E-Mail: rain-leonhardt@email.de · www.heikeleonhardt.de

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HORNER Magazin | März - April 2018 19


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HORNER Magazin | März - April 2018


Unsere Serie:

So schmeckt

die Heimat

Gutes aus der Region

von der Hofmolkerei

und Käserei Dehlwes

TEXT + FOTOS | IRA SCHEIDIG

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UNSERE SERIE: SO SCHMECKT DIE HEIMAT

Unsere Serie:

So schmeckt

die Heimat

Mareikes Meisterstück ist der ganze Stolz der frischgebackenen

Molkereimeisterin Mareike Dehlwes, die den Käse im Familienbetrieb

herstellt. Die 30-Jährige packt selbst mit an in der Käserei.

Fünf Käsesorten gibt es schon, weitere sind geplant.

Regionale Lebensmittel stehen hoch im Kurs. In fast allen Supermärkten

sieht man Produkte, die als regional ausgewiesen sind, es

gibt Wochenmärkte mit regionalen Lebensmitteln und zahlreiche

landwirtschaftliche Erzeuger und Hofläden, die ihre eigenen und

saisonalen Lebensmittel vertreiben. Da gibt es in Bremen und

umzu so einiges zu entdecken.

Hinter einer großen Glasscheibe wird eifrig Käse gefertigt. Dazu wird die

Milch erwärmt, in den Käsefertiger gefüllt, mit Lab versehen, nach der

Dicklegung mit einer Käseharfe zerschnitten bis Bruchkorn entsteht, die

entstehende Masse mehrmals gepresst und in Formen gefüllt. Danach

kommt der Käse ins Salzbad und wird auf die mehrwöchige Reifung vorbereitet.

Diese erfolgt im Reifelager bei etwa 12 Grad und einer hohen

Luftfeuchtigkeit. Der Käse wird dort gepflegt und anfangs täglich gewendet.

In weißen Schutzanzügen und mit Hauben auf dem Kopf kümmern

sich die Mitarbeiter um die Zutaten und den Herstellungsprozess. Frische

Milch, Naturlab, Käsereikultur und je nach Sorte Biokräuter und Biogewürze

neben einer guten Rezeptur - mehr braucht es nicht für den ökologisch

produzierten Käse.

Den gesamten Vorgang dieser Käseherstellung kann jeder Interessierte im

Hofladen der Hofmolkerei Dehlwes mitverfolgen; wer möchte, bei einer

Tasse Kaffee im Cafébereich direkt vor dem großen Schaufenster zur Käserei.

Entstanden ist hier im letzten Jahr im Großraum Bremen die einzige

Schaukäserei der Region. Die Idee dazu hatte die jüngste Generation im

Familienbetrieb, Mareike Dehlwes. Nach einem Praktikum in Bayern,

„wo es an jeder Ecke eine Schaukäserei gibt“, wollte sie die ganz reale Käseherstellung

auch auf dem Hof zum Miterleben möglich machen. „Die

Kombination von Laden, Schaukäserei und Bistroecke kommt bei den

Kunden gut an“, freut sie sich. „Bei uns kann man den gesamten Herstellungsprozess

miterleben. Von der Kuh über die Milch bis zum fertig

produzierten Käse.“

Mareikes Meisterstück

Pro Tag entstehen rund 40 Käselaibe, 2000 bis 3000 Liter Milch werden

dafür pro Tag verbraucht. Neben Mareikes Meisterstück nach der Rezeptur,

die Mareike Dehlwes für ihre Meisterarbeit entwickelt hat, wird Kümmelkäse,

Knoblauchkäse, Paprika-Pfefferkäse und Tomaten-Bärlauchkäse

produziert. Weitere Sorten, zum Beispiel mit Walnüssen sind in Planung.

Die Käsespezialitäten werden an der gut bestückten Käsetheke im eigenen

Laden frisch aufgeschnitten und verkauft. Außerdem ist der Käse bei Lestra,

in Edeka-Märkten und einzelnen Rewe-Märkten in Bremen und Umgebung

erhältlich. „Am meisten wird über die Supermärkte verkauft, da

ist der Verkauf im Januar in die Höhe geschnellt und ich muss richtig

sehen, dass ich der Nachfrage nachkomme“, freut sich die junge Käserin.

„Durch die lange Reifezeit von mindestens sieben Wochen ist es schwer

zu kalkulieren. Es lässt sich nicht mal eben so produzieren für den schnellen

Bedarf.“ Der 30-Jährigen macht die Käseherstellung viel Spaß. Sie liebt

die Abwechslung und dass man nach getaner Arbeit ein Produkt in den

Händen hält. Neben weiteren Käsesorten plant sie, zukünftig vielleicht

mal einen Weinabend mit Käse oder andere spannende Aktionen anzubieten.

Von der Steuerfachangestellten zur Molkereimeisterin

Ihr Weg zu eigenen Käseherstellung war nicht gradlinig. Anfangs zeigte sie

keinerlei Interesse für die Landwirtschaft und die Hofmolkerei der Eltern.

„Ich hatte kein Interesse daran, dort einzusteigen, meine Eltern haben

mich auch nicht gedrängt, obwohl ich das einzige Kind bin“, erinnert sie

sich. „Ich habe dann nach der Schule eine Ausbildung als Steuerfachangestellte

gemacht und fand es so langweilig“, lacht sie. „Ich war dann

durch mit Steuern und habe ein Praktikum beim deutschen Milchkontor,

dem DMK gemacht. Das fand ich spannend und habe ganz schnell einen

Ausbildungsplatz dort bekommen. Das war dann genau das Richtige.“

Daran schloss sich die Ausbildung zur Molkereimeisterin an und die

Schaukäserei war das Thema ihrer Meisterarbeit. Heute ist sie Leiterin

der Käserei und betreut noch die Werbung und kaufmännische Aufgaben

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HORNER Magazin | März - April 2018


UNSERE SERIE: SO SCHMECKT DIE HEIMAT

des Familienbetriebes, ihr Mann ist auch vom Fach und kümmert sich

um die Landwirtschaft. „Meine Eltern freuen sich, dass sich alles so entwickelt

hat“, erzählt Mareike Dehlwes.

Biomolkerei mit langer Tradition

Die mittelständische Biomolkerei Dehlwes verarbeitet ausschließlich Bioland-Milch

aus eigener Erzeugung mit 270 Milchkühen und von zehn

weiteren milcherzeugenden Betrieben aus der Region. Dabei kommen

rund 10 Millionen Kilogramm Rohmilch zusammen. Verarbeitet wird die

Milch zu Trinkmilch, Sahne, Joghurts, Butter, Quark, Schmand, Crème

fraîche und natürlich Käse. Vertrieben wird die Milch in der Region. Insgesamt

sind 35 Mitarbeiter bei der Hofmolkerei beschäftigt, in der Käserei

arbeiten drei Mitarbeiter. Der jetzige Inhaber des Familienbetriebes,

Gerhard Dehlwes, übernahm die Landwirtschaft in den 1970er Jahren

von seinem Vater. 1999 stellte er die Landwirtschaft und die Molkerei bereits

auf einen Biobetrieb um. „Mein Vater war immer sehr zukunftsorientiert

und hat immer viele neue Ideen. Seine Idee auf bio umzusteigen,

wurde anfangs eher belächelt, aber es war genau das Richtige“, erzählt

seine Tochter Mareike.

Auch die Regionalität ist für die ganze Familie ein wichtiger Punkt. „Bio

und regional gehören für mich zusammen. Wenn Milch aus Bayern

kommt, steht der Transportweg nicht im Verhältnis. Es ist für uns sehr

wichtig und auch für die Kunden ein Hauptaspekt. Sie möchten wissen,

woher die Produkte kommen. Das Interesse daran wird immer größer.

Die Menschen sind auch bereit, mehr Geld für Lebensmittel auszugeben,

wenn sie wissen, dass es gut hergestellt wird“. Im einladenden 120 Quadratmeter

großen Laden des Hofes wird eine breite Palette an Bioprodukten

überwiegend aus der Region angeboten. Von frisch gebackenem

Brot, Kaffee, Obst und Gemüse vom Naturkostkontor, über Eier und sämtliche

Milchprodukte vom eigenen Hof bis zu Nudeln, Mehl und Reis.

Auch Getränke und Wein finden sich im Sortiment. Zwei Köche bereiten

frisch aus besten Zutaten Gerichte zum Mitnehmen wie Milchreis, Hühnerfrikassee,

Suppen oder Salate zu.

Hofladenfest am 24. März

Die Kunden sind immer willkommen, den Hof und die Tiere zu besuchen

und anzuschauen. Am 24. März wird ab 10 Uhr das einjährige Jubiläum

des Hofladens gefeiert. Auf dem Hof wird es bei einer Kinderrallye hoch

hergehen, Kaemena wird zur Freude von Groß und Klein eine Eisverkostung

machen und de Koffiemann aus Lilienthal mit einem mobilen Röstwagen

dabei sein. Der Hofladen mit Schaukäserei Dehlwes in der Trupe

17 in Lilienthal ist von Montag bis Samstag in den Sommermonaten von

8 bis 19 Uhr, im Winter von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet. Die Käseherstellung

findet fast jeden Vormittag statt.

www.hofmolkerei-dehlwes.de

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HORNER Magazin | März - April 2018


ACTION, SPASS UND TECHNIK

IN TOLLER GEMEINSCHAFT

Die Jugendfeuerwehr Lehesterdeich wird 35

TEXT | IRA SCHEIDIG

FOTOS | JUGENDFEUERWEHR LEHESTERDEICH UND IRA SCHEIDIG

Der Kindheitstraum, Feuerwehrmann zu werden, scheint zeitlos. Im Juni

gibt es die Jugendfeuerwehr Lehesterdeich seit 35 Jahren und Nachwuchssorgen

hat sie nicht. Rund 24 Kinder und Jugendliche aus Horn-

Lehe, Borgfeld, Schwachhausen, Timmersloh, Findorff und dem Blockland

zwischen 10 und 17 Jahren sind hier regelmäßig einmal die Woche „im

Dienst“ und erlernen spielerisch alles zum Thema Feuerwehr. An den

Dienstabenden donnerstags ab 18 Uhr wird von den sieben ehrenamtlichen

Betreuern, alle neben ihren Berufen bei der Freiwilligen Feuerwehr

Lehesterdeich aktiv, ein spannendes Programm rund um Brandschutz,

Brandbekämpfung und Feuerwehrtechnik vermittelt. Jede Menge Spaß

und Spannung gehören selbstverständlich dazu. Mit „Action, Spiel, Spaß

und Spannung“ beschreibt es Marco Büttner, seit 2014 Jugendfeuerwehrwart,

seit 2005 Betreuer und früher selbst acht Jahre lang bei der

Jugendfeuerwehr dabei. Sein Stellvertreter Hajo Dressler, seit 10 Jahren als

Betreuer tätig, ergänzt: „Wir möchten die Jugendlichen spielerisch an die

Feuerwehr heranführen und bereiten auf die aktive Feuerwehr vor.“ Auf

dem Dienstplan stehen Themen wie Fahrzeugkunde, Absichern der Einsatzstelle,

Hydrantenkunde, Funktechnik, technische Hilfeleistung, Leiterkunde,

Absturzsicherung, Brennen und Löschen. Die Praxis und Übungen

werden groß geschrieben, die Theorie kurz gehalten und schnell

praktisch umgesetzt. Auch die großen roten Feuerwehrautos werden natürlich

miteinbezogen. Zu einem richtigen Einsatz dürfen die jungen Feuerwehrmänner

allerdings nicht. Da steht die Sicherheit im Vordergrund,

genau wie bei allen Übungen. Aber wenn ein Löschangriff geprobt wird,

eine eingeklemmte Person befreit, eine vermisste Person im simulierten

Nebel gesucht werden muss und erste Hilfe geübt wird, geht es sicher

abenteuerlich her.

Einer für alle, alle für einen

Die Betreuer zeigen sich begeistert von der Arbeit hier. „Mir macht die Arbeit

mit den Jugendlichen Spaß. Ich sehe die Entwicklung, wie ein schüchterner

Zehnjähriger dazukommt und dann schnell aus sich herauskommt

und es ist schön zu beobachten, wie die Gruppendynamik funktioniert.

Die Größeren kümmern sich um die Kleineren“, berichtet Büttner. Dress-

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HORNER Magazin | März - April 2018 25


JUGENDFEUERWEHR LEHESTERDEICH

Seit 35 Jahren gibt es die Jugendfeuerwehr Lehesterdeich, die wichtige Jugendarbeit im Stadtteil leistet

ler freut sich, „das, was ich selbst erlebt habe, weiterzugeben und für den

eigenen Nachwuchs zu sorgen. Man lebt für das Hobby Feuerwehr.“

Beide betonen das gute Gemeinschaftsgefühl, den Zusammenhalt und die

Kameradschaft untereinander als das Wichtigste. Gewalt, große Streitereien

oder Aggression gäbe es hier nicht. Gemeinschaft wird hier gelebt.

Einer für alle, alle für einen. „Die Kinder lernen hier früh demokratisches

Denken, denn sie können alles mitbestimmen, den Dienstplan mitgestalten

und wählen demokratisch ihre eigenen Sprecher“, so die Betreuer.

Das Engagement der Jugendleiter ist groß und mit ihrem bemerkenswerten

Einsatz leisten sie einen wichtigen und erfolgreichen Beitrag zur Jugendarbeit

im Stadtteil. 2017 haben die Betreuer 145 Stunden

feuerwehrtechnische Ausbildung gemacht und 163 Stunden allgemeine

Jugendarbeit geleistet. Dazu kamen noch Vor- und Nachbereitungen, Meetings

und Weiterbildungen der Betreuer, die sich auf insgesamt 728 Stunden

belaufen. Alles ehrenamtlich, versteht sich. Sie scheinen jede Menge

richtig zu machen, denn etwa 80 Prozent der Jugendlichen bleiben nach

dem 18. Geburtstag dabei und treten in die Freiwillige Feuerwehr ein.

Einmal Feuerwehrmann, immer Feuerwehrmann. Apropos: Zurzeit sind

nur Jungen aktiv. Leider sind keine Mädchen mehr dabei, weil die letzten

gerade mit 18 in die Freiwillige Feuerwehr gewechselt haben. Da aber

auch die Feuerwehr längst keine Männerdomäne mehr ist, sind neue

Mädchen beim Dienst herzlich willkommen. Als problematisch beschreiben

beide, dass den Kindern heute immer weniger Zeit für solche ehrenamtlichen

Aktivitäten bleibe, da Schule, Hausaufgaben oder andere

Verpflichtungen immer mehr Zeit in Anspruch nähmen.

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26

HORNER Magazin | März - April 2018


JUGENDFEUERWEHR LEHESTERDEICH

Spacig: Ein gewisses Astronautengefühl lässt sich in diesem Schutzanzug

nicht verleugnen

Florian Meyer, 17, und Bent Tjarks, 12, lassen sich davon nicht abhalten

und berichten, warum sie so engagiert dabei sind. Florian hat mit zehn

Jahren bei der Jugendfeuerwehr angefangen. „Ich bin fasziniert von der

Technik und der Kameradschaft. Man lernt hier viel kennen, erhält Wissen

über die Funktion des technischen Gerätes und lernt die Anwendung

des Wissens bei Übungsszenarien.“ Er betont auch die soziale Aufgabe

und möchte auf jeden Fall nach dem 18. Geburtstag bei der Freiwilligen

Feuerwehr weitermachen. Bent ist seit zwei Jahren dabei und ist ebenso

an der Technik interessiert, aber auch daran, „mit der Gruppe zusammenzuarbeiten,

etwas zu entwickeln, etwas zu schaffen. Man ist kein

Einzelkämpfer, sondern als Teamplayer aktiv“. Beide sind offensichtlich

mit viel Freude dabei und fassen zusammen: „Wir lernen den Umgang

mit technischem Gerät, Vorbeugungsmaßnahmen wie Brandschutz, das

Löschen und erleben viel Gemeinschaftsgefühl.“

HORNER Magazin | März - April 2018 27


JUGENDFEUERWEHR LEHESTERDEICH

Der Jugendwart Marco Büttner (links), sein Stellvertreter Hajo Dressler (rechts)

und die beiden Nachwuchsfeuerwehrmänner Florian Meyer und Bent Tjarks

Ausflüge, Besichtigungen und Sport

Neben dem fachlichen Know-how stehen auch Sport, Spiele und gemeinsame

Unternehmungen auf dem Plan. Tischtennis, Fußball, Volleyball

oder Schwimmen genauso wie Ausflüge in den Heidepark Soltau und

Besichtigungen der Werksfeuerwehr von Mercedes Benz. Einen Höhepunkt

bildet das jährliche Zeltlager mit buntem Programm, Wettbewerben

und Ausflügen in der ersten Sommerferienwoche an verschiedenen Orten

in Deutschland. Diverse Jugendfeuerwehren aus ganz Deutschland sind

dabei und es können rund 800 junge Menschen zusammentreffen. Auch

beim Bundeswettbewerb der deutschen Jugendfeuerwehr waren die Jugendlichen

vom Lehesterdeich schon oft erfolgreich. Ein Highlight, das

Am Ostersamstag ist es wieder soweit. Um 17.30 Uhr wird das große Osterfeuer

am Lehester Deich entzündet

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HORNER Magazin | März - April 2018


HORNER Magazin | Januar - Februar 2018 29


JUGENDFEUERWEHR LEHESTERDEICH

Einer für alle, alle für einen: tolle Gemeinschaft bei der Jugendfeuerwehr Lehesterdeich

bestätigen die beiden Nachwuchsfeuerwehrjungs, ist die Übernachtung

im Gerätehaus auf Feldbetten und ordentlich Programm drum herum.

Seit Sommer 2016 steht das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr

Lehesterdeich mit noch mehr Möglichkeiten zur Verfügung.

Großes Osterfeuer am 31.März

Auf Schulfesten, Straßenfesten, beim Kindertag im Bürgerpark oder beim

Tag der offenen Tür am Gerätehaus ist die Gruppe, übrigens eine von

sechzehn Jugendfeuerwehren in Bremen und Bremerhaven, ebenso gerne

aktiv. Hier präsentieren sie ihre Arbeit mit Fahrzeugen sowie Wasserspielen

und informieren über Brandschutz. Vollen Einsatz zeigt die Jugendfeuerwehr

auch beim jährlich stattfinden Osterfeuer Am Lehester Deich,

Ecke Jan-Reiners-Weg. Seit Jahrzehnten hat das Kinder- und Familienfeuer,

ausgerichtet vom Förderverein Jugendfeuerwehr Lehesterdeich e.V., eine

lange Tradition und ist zum gut besuchten Treffpunkt geworden. Am

Ostersamstag, den 31. März ist es wieder so weit. Um 17.30 Uhr wird das

Feuer entzündet und wird wieder für einige Ahs und Ohs sorgen. Für Getränke

und das leibliche Wohl ist selbstverständlich auch gesorgt. Das

Buschsammeln dafür übernimmt die Jugendfeuerwehr und hilft ebenso

beim Auf- und Abbau.

Wer Lust hat, selbst aktiv bei der Jugendfeuerwehr zu werden, kann donnerstags

um 18 Uhr einfach vorbeikommen. „Interessierte zwischen zehn

und siebzehn Jahren sind bei uns herzlich willkommen und neue Kameraden

nehmen wir gerne auf“, betont der Jugendwart.

Kontakt:

Jugendfeuerwehr Lehesterdeich, Am Lehester Deich 143

E-Mail: jugendwart@jf-lehesterdeich.de

30

HORNER Magazin | März - April 2018


Das Team von Meyer & Rojahn besteht aus leidenschaftlichen Küchenliebhabern

Jetzt bei uns einsteigen!

KüchenplanerInnen

und VerkäuferInnen per sofort gesucht.

Gerne auch QuereinsteigerInnen!

Bewerben Sie sich jetzt direkt

bei Dirk Meyer, meyer@meyer-rojahn.de

TRAUMKÜCHEN

BEI MEYER & ROJAHN

Auf die Frage nach dem Mittelpunkt des Hauses oder der Wohnung

haben die meisten Menschen vor einiger Zeit sicherlich

noch mit „Wohnzimmer“ geantwortet. Heute ist das ein bisschen

anders. Denn heute spielt sich das Leben immer häufiger

in der Küche ab. Hier wird gekocht, sich unterhalten, gefeiert,

getrunken – und je schöner die Küche selbst ist, desto wohler

fühlen wir uns natürlich. Absolute Spezialisten der Kücheneinrichtung

ist die Meyer & Rojahn GmbH: Seit mehr als 35

Jahren macht das familiengeführte Fachgeschäft Menschen mit

einer eigens auf sie zugeschnittenen Küche glücklich.

Besonders wichtig ist, dass bei der Planung nicht nur die

jeweiligen Ansprüche an die Küche erfüllt werden, sondern

auch die Individualität der Menschen zum Ausdruck kommt.

Klasse statt Masse: Beratung, Planung,

Montage aus einer Hand

Geschäftsführer Dirk Meyer ist bereits vor über 15 Jahren

in das Unternehmen seines Vaters Dieter Meyer und dessen

Partner Wolfgang Rojahn eingestiegen. Er weiß, dass Stil und

Charakter einer Küche genauso wichtig sind wie Funktionalität,

Ergonomie und Bequemlichkeit. Ob außergewöhnliche Materialien,

kräftige Farbtöne und eine außergewöhnliche Optik oder

doch lieber traditionelle Formen und Farben: Neben hochwertiger

Einbauten und Geräte spielt bei der Küchengestaltung

auch der persönliche Geschmack der Kunden immer eine große

Rolle. Und erlaubt ist, was gefällt! Damit die Qualität genauso

stimmt, begleiten er und sein Team den Weg zur Traumküche

von Anfang an. Nach der ersten Beratung folgt eine Besichtigung

vor Ort, eine maßgeschneiderte Küchenplanung und die

professionelle Endmontage – alles aus einer Hand, kompetent,

schnell und mit einem guten Blick für Details. Übrigens: Wer

noch gar nicht so genau weiß, wie die Traumküche eigentlich

aussehen soll, kann sich in der umfangreichen Küchenausstellung

bei Meyer & Rojahn inspirieren lassen.

www.meyer-rojahn.de

Meyer & Rojahn GmbH

Friedrich-Ebert-Straße 26 | 28199 Bremen

Tel. (0421) 533 708


Los geht´s: Jetzt im Frühjahr, wenn die Tage wieder

länger und wärmer werden, macht es besonders

viel Spaß, zum Golfschläger zu greifen.

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HORNER Magazin | März - April 2018


Let’s play

9 Gründe für den Golfsport

Golf – ein Sport für jedes Alter

„Wer früher anfängt, hat länger Spaß.“ Golf kann man in jedem Alter beginnen:

Kinder können bereits ab 4 - 5 Jahren in Bambini-Jugendgruppen

spielerisch und mit Koordinationsübungen den Golfsport kennenlernen.

Jugendliche können sich beim Golfen sowohl in Einzel- als auch Mannschaftswertungen

mit Freunden sportlich messen und gemeinsam die Freizeit

(draußen als Alternative zur Digitalwelt) verbringen. Eine

Altersgrenze nach oben gibt es für den Einstieg nicht, wobei sehr viele

Erwachsene im Nachhinein sagen: „Hätte ich doch schon früher mit dem

Golf angefangen…!“

Golf – ein Sport in der Natur

Bei Sonne, Wind und Wetter hat man mit Golf einen guten Grund, draußen

Zeit zu verbringen. Eine hervorragende Alternative zum Büroalltag

und ein Ausgleich zum Stress, um in der Natur abzuschalten und sich nur

auf den kleinen weißen Ball zu konzentrieren. Bei aller Faszination und

Konzentration auf den Sport sollte man aber nicht vergessen, sich die

Natur und Tiere sowie Sonnenuntergänge anzuschauen und zu genießen.

Golf – ein Sport für die Familie

Golf ist ein Sport für Jung und Alt sowie für alle Spielstärken geeignet.

Optimal, um gemeinsam mit der gesamten Familie die Freizeit zu verbringen,

draußen in der Natur zu sein und Sport zu treiben – drei auf

einen Streich und somit eine sehr gute Zeitinvestition.

Golf – Just for fun

Wer einfach nur zum Spaß eine Golfrunde drehen möchte, um das Spiel

zu genießen und in der Natur zu entspannen, kann das tun. Wettspiele

sind kein Muss, stattdessen kann man in Privatrunden allein oder mit

Freunden spielen.

Golf – eine sportliche Herausforderung

Wer grundsätzlich einen sportlichen Ehrgeiz hat und gesetzte Ziele erreichen

will, hat mit dem Golfsport eine lebenslange Aufgabe gefunden,

denn es lassen sich immer wieder neue Ziele setzen. Angefangen von der

Platzreife zum ersten Handicap bis hin zu einer Verbesserung des Handicaps

und des Spielens unterschiedlichster Plätze wird dieser Sport nie

langweilig. Mit verschiedensten Wettspielen auf unterschiedlichen Ebenen

von Clubturnieren, Landesmeisterschaften und Deutschen Meisterschaften

bis hin zur olympischen Disziplin bietet der Golfsport in diversen

Alterskategorien für jede Etappe die entsprechende Herausforderung.

Golf – eine Einzelsportart

Im Gegensatz zu anderen Sportarten (wie z. B. Tennis) ist man als Golfer

nicht auf einen anderen Spielpartner, der bestenfalls noch eine ähnliche

Spielstärke hat, angewiesen. Ein Golfer kann sich völlig spontan für eine

Golfrunde entscheiden und ist von anderen unabhängig. Das ist insbesondere

auf Reisen von Vorteil, wenn man kurzfristig die Chance auf eine

Golfrunde nutzen möchte. Wenn man mit anderen oder auch Fremden

spielt, ist die jeweilige Spielstärke nicht entscheidend, da jeder sein eigenes

Spiel spielt.

Golf – eine Teamsportart

Im Golfsport gibt es neben der klassischen Einzelwertung auch vielfältige

Mannschaftswettbewerbe. Bestes und hochkarätigstes Beispiel hierfür ist

der Ryder-Cup (der Herren) und der Solheim-Cup (der Damen), bei denen

alle zwei Jahre die besten europäischen gegen die besten amerikanischen

Golfprofessionals als Mannschaften gegeneinander um die Ehre spielen:

Gänsehaut-Feeling! Auf Clubebene gibt es Mannschaftswettbewerbe, die

aus Juxturnieren bestehen sowie sportliche Wettkämpfe wie die Deutsche

Golf Liga, die mit Heim- und Auswärtsspielen den bekannten Fußball-

Ligen ähneln.

Golf – gut für die Gesundheit

Es gibt unzählige Studien, die aufzeigen, dass Golf eine gesunde Sportart

ist. Es hat sogar jemand herausgefunden, dass Golfer länger leben als

Nichtgolfer. Dies ist eigentlich nicht dem Spiel selbst geschuldet, sondern

der Tatsache, dass man sich im Freien über einen längeren Zeitraum bewegt

und dabei Entspannung finden kann. Das ist natürlich auch ohne

Golfschläger möglich, aber jeder, der einmal einen Golfball geschlagen

hat, fragt sich, wie man auf eine solch absurde Idee kommen kann.

Golf – ein abwechslungsreicher Sport

Keine Runde Golf gleicht einer anderen. Man lernt unterschiedlichste

Menschen kennen, die die Leidenschaft fürs Golfen teilen und nicht selten

sind aus dem Sport heraus gute Freundschaften entstanden. Ein weiterer

Reiz dieses Sports besteht auch aus den verschiedenen Golfplätzen,

die man im In- und Ausland spielen kann. Am Meer oder in den Bergen,

mit unterschiedlichen Baumbeständen, Wasser- und Sandhindernissen

oder Schluchten, schwere und leichte, flache und steile Platzgegebenheiten

– die Möglichkeiten sind endlos. Fangen Sie an – es warten viele

Plätze auf Sie!

HORNER Magazin | März - April 2018 33


LET´S PLAY GOLF!

GOLF – Ihr neuer Sport!

Wir hoffen, Ihnen hier genügend Gründe genannt zu haben, um Ihre Neugier

zu wecken und heißen Sie auf den Anlagen in Bremen und im Umland

herzlich willkommen, um den Golfsport kennenzulernen. Sie

werden feststellen, das Golf ganz anders ist, als die oft verbreiteten Klischees

glauben machen. Ob jemand reich oder arm ist, interessiert den

Golfball nicht, wenn er vom Schläger getroffen wird, sondern nur, ob der

Golfer den Schläger richtig geschwungen hat. Das kann jeder lernen, unabhängig

von seiner Herkunft, seinem Alter oder anderen Attributen.

Auch eine Behinderung ist kein Grund, nicht mit diesem wunderbaren

Spiel anzufangen. Stattdessen stehen Werte wie Fairness und Rücksicht

gegenüber Spielern und Natur im Mittelpunkt sowie der Versuch, die

sportlichen Herausforderungen zu meistern, die der einzigartige Sport

Golf jeden Tag aufs Neue bietet. Kommen Sie mit Familie und Freunden

zu einem Schnupperkurs und probieren Sie es mindestens ein Mal aus!

Der Golf Club Verden

„Spielen unter Freunden“ auf einem der schönsten

Golfplätze Norddeutschlands.

Ob Anfänger oder Fortgeschrittene, ganz ohne feste Startzeiten begeistert

der Golf Club in Verden mit seinen 27 unverwechselbaren

Bahnen Golfer aller Spielstärken. Auf 130 Hektar erwartet unsere

Mitglieder und Gäste eine Komposition aus drei unterschiedlichen

9-Loch-Kursen, die abwechslungsreiche Runden mit anspruchsvollen

und zugleich sportlich fairen Herausforderungen versprechen.

13 attraktive Wasserhindernisse, sowie 61 Bunker stellen jeden Golfer

zusätzlich vor interessante Aufgaben und machen jedes Spiel zu

einem eindrucksvollen Erlebnis. Auch für interessierte Anfänger

ohne Platzreife bietet der Golf Club Verden jederzeit eine attraktive

Spielmöglichkeit. Der Pay & Play Platz gestattet mit seinen ansprechenden

Grüns bereits ein echtes Golf-Erlebnis. Entspannen Sie

nach der Runde bei einem tollen Essen auf der Terrasse unseres

Clubrestaurants, mit herrlichem Ausblick auf den Platz. Gerne informieren

wir Sie auch über unsere verschiedenen Angebote für Anfänger

und Fortgeschrittene.

www.gc-verden.de

Tel. (04230) 1470

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HORNER Magazin | März - April 2018


Der Achimer Golfclub

Sportliches Vergnügen und Naturerlebnis finden Einsteiger und erfahrene

Golfer auf dem nur 15 Autominuten südlich von Bremen

gelegenen Platz des Achimer Golfclubs. Eine 18-Loch-, eine Top-9-

Loch-Anlage und ein großes Übungsgelände bieten alle Möglichkeiten,

die vielen Facetten des Golfsports zu genießen. Pünktlich zum

25-jährigen Jubiläum eröffnet der Club im Frühjahr den komplett

neu gestalteten 9-Loch-Platz, attraktive Mitgliedschaftsangebote inklusive.

So können Interessierte etwa wählen zwischen einer Welcome-,

einer After-Work- und einer Wochenendmitgliedschaft. Junge

Erwachsene bis 36 und Jugendliche freuen sich über weitere Ermäßigungen

auf beiden Plätzen. Drei völlig neu gestaltete Bahnen

sowie verkürzte Wege zwischen den Abschlägen haben auch die Attraktivität

des 18-Loch-Platzes noch einmal gesteigert. Ein Startzeitensystem

sorgt zudem für einen guten Spielfluss. Die stets belebte

Terrasse des Restaurants „Wachtelkönig“ und Events wie Open-Air-

Kino, Sommerfest, Oldtimertreffen, Adventsmarkt und die Konzertreihe

„Golf & Kultur“ sorgen das ganze Jahr über für ein

abwechslungsreiches Clubleben.

www.achimergolfclub.de

Tel. (04202) 97 40-0

Der Golf-Club Oberneuland

Golfspielen muss nicht teuer sein

„Berufstätige haben heute nun mal wenig Zeit“, sagt Hagen Witte,

Marketingvorstand des Golf-Club Oberneuland, „deshalb bieten wir

eine neue Mitgliedschaft für diese Zielgruppe an“. Diese berücksichtigt

die Bedürfnisse der Zielgruppe, die oft Beruf und Familie mit

Kindern unter einen Hut bringen muss. Mit der U60 Mitgliedschaft

für 420,00 Euro Jahrfestbeitrag betritt der GCO Neuland. Die Mitglieder

können zwar nur 15 mal im Jahr die volle Runde spielen,

danach müssen sie eine vergünstigte Spielgebühr pro Runde bezahlen,

aber für die meisten ist das vollkommen ausreichend. Der Golf-

Club Oberneuland bietet gerade für diese Gruppe von Spielern auch

noch ein attraktives Eventangebot. Neben einer neuen Partyreihe,

der ELEMENTS Club-Night, gibt es nun auch eine feste Montagabendspielgruppe

für Berufstätige.

www.gc-oberneuland.de

Tel. (0421) 20 529 199

HORNER Magazin | März - April 2018

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DR. SASCHA OTTO

Leiter Wertpapier- und Portfoliomanagement

der Sparkasse Bremen

ULRIKE NIETSCH

Vermögensberaterin Filiale Horn

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HORNER Magazin | März - April 2018


- Verlagssonderseite -

Geldanlage-Experten im Dialog

HERR DR. SASCHA OTTO, 2018 HAT GERADE ERST BEGONNEN.

WAS KÖNNEN DIE ANLEGER IN HORN-LEHE VON DIESEM BÖRSENJAHR ERWARTEN?

Die Zinsen sind niedrig und bleiben niedrig. Gleichzeitig haben die niedrigen

Zinsen das Wirtschaftswachstum im Euroraum angefacht. Vor diesem

Hintergrund sehe ich weiteres Potenzial für einen Anstieg der

Aktienkurse.

RUND DIE HÄLFTE DER DEUTSCHEN LEGT NOCH IMMER GELD AUF SPARBÜCHER

UND BEGNÜGT SICH MIT WINZIGEN ZINSERTRÄGEN. DER DAX HINGEGEN HAT

2017 EINE PERFORMANCE VON ÜBER 14% ERREICHT. TROTZDEM SIND WERT-

PAPIERE OFT EIN ROTES TUCH: KOMPLIZIERT, UNSICHER, NICHT TRANSPARENT.

WIE BEGEGNEN SIE DIESER HANSEATISCHEN SKEPSIS?

Ich könnte jetzt 100.000 Argumente anführen. Aber der einfachste Rat

lautet: einfach mal ausprobieren. Auf vielen Sparbüchern wird tatsächlich

das Geld immer höher gestapelt, aber gleichzeitig frisst die Inflation jedes

Jahr einen Teil der Gelder weg. Ein Teil dieser Gelder muss als „Notgroschen“

auf dem Sparbuch bleiben, aber ein anderer Teil kann auch längerfristig

angelegt werden. Mit Fonds und Zertifikaten gibt es genügend

Alternativen auch für kleinere Anlagebeträge – bei Fondssparplänen sogar

schon ab 50 Euro pro Monat.

DIE GRÖSSTE HEMMSCHWELLE BLEIBT DIE FURCHT VOR VERLUSTEN.

WAS KANN JEDER VON UNS TUN, UM SCHLAFLOSE NÄCHTE ZU VERMEIDEN?

Wer das ganze Geld auf dem Sparbuch liegen lässt, hat aufgrund der Inflation

eigentlich schon verloren. Gleichzeitig ist die Welt der Wertpapiere

vielfältig. So können Sie mit Investmentfonds in asiatische Kleinstaktien

investieren, aber auch in europäische Immobilien. Es gibt also ein breites

Spektrum an Möglichkeiten, die alle unterschiedliche Chancen und Risiken

aufweisen. Hier kann sich jeder Anleger, z.B. mit Hilfe seines Beraters

bei der Sparkasse, seine individuelle Anlagelösung zusammenstellen, die

zu seinem persönlichen Risikoprofil passt. Eine Anlage, die schlaflose

Nächte bereitet, kann hingegen nie die richtige Lösung sein.

ES GIBT IMMER WIEDER BESTIMMTE BRANCHEN, DIE SICH DURCH BESONDERES

WACHSTUM HERVORTUN, MAN SPRICHT AUCH VON „MEGATRENDS“.

WAS WERDEN DIE MEGATRENDS 2018?

Ich bin kein großer Freund von solchen Trendinvestments. Viele Themen

werden „heiß gekocht“, aber deshalb ist es nicht gegeben, dass Anleger

davon auch profitieren können. Für mich ist es wichtiger, die Investments

breit zu streuen, anstatt auf der Suche nach dem nächsten vermeintlichen

Überflieger zu sein. Es bindet viel Energie, aber eine höhere Rendite ist

damit nicht garantiert.

EIN LETZTER RAT FÜR PRIVATANLEGER: WIE AKTIV MUSS EIN PORTFOLIO AUS

EINZELWERTEN VERWALTET WERDEN UND WIE „ÜBERDAUERE“ ICH TALFAHRTEN

DES MARKTES?

Die Frage des Zeitaufwands ist praktisch Geschmackssache. Wer Zeit und

Lust dazu, kann den ganzen Tag am Bildschirm sitzen und auf kleinste

Kursbewegungen reagieren. Gleichzeitig kenne ich andere Anleger, die

ihr Depot nur einmal im Jahr auf den Prüfstand stellen. Wer an dem

Thema überhaupt keine Freude hat, der kann sein Vermögen auch einfach

von der Sparkasse verwalten lassen. Eine Talfahrt am Aktienmarkt überstehen

Sie am besten, wenn Sie die zwei genannten Voraussetzungen erfüllen.

Erstens: Nicht alles investieren, sondern immer einen

„Notgroschen“ behalten. Zweitens: Nicht alles auf eine Karte setzen, sondern

breit aufgestellt anlegen.

DIE WERTPAPIER-BERATERIN ULRIKE NIETSCH

FRAU NIETSCH, SIE STEHEN FÜR DIE HORNER ALS VERMÖGENSBERATERIN DER

SPARKASSE ZUR VERFÜGUNG. IHR ARBEITSPLATZ IST DIE FILIALE IN DER

BERCKSTRASSE. WÜRDEN SIE SICH UND IHRE TÄTIGKEIT UNSEREN LESERN

KURZ VORSTELLEN?

Seit nunmehr 10 Jahren bin ich bei der Sparkasse Bremen im Marktbereich

Horn tätig. Da ich auch in diesem Stadtteil aufgewachsen bin, verbindet

mich viel mehr als nur das Berufliche mit Horn. Mein

Aufgabenbereich erstreckt sich neben der ganzheitlichen Anlageberatung

natürlich auch auf alle anderen Finanzthemen, die die Sparkasse Bremen

für unsere Kunden anbietet. Dafür steht mir ein Netzwerk an Spezialisten

zu Verfügung, auf das ich bei Bedarf zugreifen kann. Meine Kunden

und ich sprechen regelmäßig miteinander. Dafür nehme ich mir viel Zeit,

um die persönliche Strategie zu besprechen. Dabei kommt auch das Zwischenmenschliche

nicht zu kurz. Denn mir sind neben einer erstklassigen

Anlageberatung auch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und ein gemeinsames

Miteinander auf Augenhöhe sehr wichtig.

Mit großer Freude und Begeisterung arbeite ich bei und für die Sparkasse

Bremen und freue mich daher immer, wenn ich neue Kunden für mich

und unsere Filiale begeistern kann. Besonders freue ich mich über das Bekenntnis

der Sparkasse Bremen zu unserem Stadtteil Horn. Ab 2019 darf

ich nämlich meine Kunden in unserer neuen und modernen Stadtteilfiliale

im Mühlenviertel begrüßen.

WELCHE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN BIETEN SIE DENN EINEM POTEN-

ZIELLEN KUNDEN AN, AUCH ABSEITS EINES REINEN WERTPAPIERDEPOTS?

WIE KÖNNTE ICH NOCH GELD BEI DER SPARKASSE ANLEGEN?

Ob ein Kunde in Wertpapieren anlegt oder sein Geld doch eher in eine

klassische Geldanlage gibt, ist oft auch eine Entscheidung, die erst in

einem gemeinsamen Gespräch hier vor Ort getroffen wird. Schon häufig

habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein grundsätzlich konservativ orientierter

Kunde sich nach einem persönlichen Gespräch und der Vorstellung

verschiedener Möglichkeiten für eine Anlage im Wertpapierbereich

entschieden hat. Auch gerade jetzt in der Phase niedriger Zinsen findet bei

vielen Kunden ein Umdenken in Richtung Wertpapiere statt. Interessante

Alternativen zu einem reinen Wertpapierdepot bieten u. a. die Anlage in

der sparkasseneigenen Vermögensverwaltung BremenKapital oder für sehr

konservativ ausgerichtete Kunden auch Anlagen in einem „Versicherungsmantel“.

Wir bieten hier für alle Kundenwünsche die Möglichkeit,

ihr Vermögen in einem vertrauensvollen Rahmen anzulegen.

KREDITINSTITUTE HABEN IM ZUGE DER KRISE VON 2008/09 NICHT UNBEDINGT

SYMPATHIEPUNKTE GESAMMELT. NUN IST VIELEN GAR NICHT KLAR, DASS EINE

SPARKASSE SICH MEHR ALS NUR NAMENTLICH VON ANDEREN BANKEN UNTER-

SCHEIDET. WIESO SOLL DER HART ARBEITENDE PRIVATANLEGER SEIN GELD

EHER EINER SPARKASSE ALS EINEM ANDEREN GELDINSTITUT ANVERTRAUEN?

Die Sparkasse Bremen steht als Marktführer in Bremen den Bürgerinnen

und Bürgern nicht nur in allen finanziellen Angelegenheiten zur Seite,

sondern ist auch in den Bereichen Sport, Kunst und Kultur sehr stark und

weitreichend engagiert. Für uns steht nicht die Gewinnmaximierung im

Mittelpunkt, sondern das wirtschaftliche Auskommen und das Wohl aller

Einwohner in Bremen. Durch finanzielles Engagement - aber auch durch

persönliches Engagement leisten wir einen Beitrag am Gemeinwohl in

Bremen. Wir bieten eine stets faire, marktgerechte und TÜV-geprüfte Beratung

und unsere Bedarfslösungen entsprechen den Wünschen und dem

Nutzen unserer Kunden.

HERR DR. OTTO, FRAU NIETSCH, VIELEN DANK FÜR DAS INTERVIEW.

HORNER Magazin | März - April 2018 37


Beim Freiwilligen Ökologischen Jahr im

FlorAtrium lernt Alaaddin Avciogullari

den Kreislauf der Natur kennen

TEXT | LIANE JANZ

FOTOS | LIANE JANZ UND DR. SYLKE BRÜNN

38

HORNER Magazin | März - April 2018


Vom Saatkorn

bis zur Reife

HORNER Magazin | März - April 2018 39


FÖJ IM FLORATRIUM

Von der gemeinsamen Arbeit im Freiwilligen Ökologischen Jahr profitieren sowohl Alaaddin Avciogullari als auch

der Leiter des Beratungszentrums FlorAtrium Hartmut Clemen

Kleine lila Blüten sprießen am Rosmarinbusch, unter einem Obstbaum

sind leuchtend gelbe Blüten knapp über dem Erdboden zu

sehen und auf den Wegen ringsum lugen helle Köpfe von Krokussen

hervor – noch ist nicht die Zeit, den ganzen Tag im Garten

zu wirken, aber sie ist nahe. Für Alaaddin Avciogullari bedeutet

das ein Ende der Schreibtischarbeit. Der Bremer hat im vergangenen

Sommer das Abitur bestanden und absolviert seitdem ein

Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Beratungszentrum Flor-

Atrium.

Den ganzen Winter lang wirkte er auf Hochtouren an den Vorbereitungen

zum diesjährigen „Tag des Gartens“ mit. Der entstand 1984 auf Initiative

des Bundesverbands Deutscher Gartenfreunde und wird jährlich von der

Nordsee bis an die Alpen ausgerichtet, dieses Jahr am 10. Juni von 11 bis

16 Uhr. Das Motto lautet „Alte Kulturpflanzen neu entdeckt“. Dafür erstellt

Alaaddin Avciogullari Informationstafeln, auf denen alte Kulturpflanzen

zu sehen sind und erklärt werden. Viele Bilder für diese Tafeln

zeichnet er per Hand und muss dabei sehr auf die Details achten, damit

die Pflanzen naturgetreu dargestellt sind.

40

HORNER Magazin | März - April 2018


FÖJ IM FLORATRIUM

Der FÖJler fühlt sich wohl in seinem gestalterischen Projekt, schließlich

verfolgt er schon länger die Idee, beruflich gestalterisch-kreativ tätig zu

sein. Direkt nach dem Abi hat er aber noch nicht genau gewusst, wie er

das am besten anstellt, und wollte sich deshalb ein wenig Zeit lassen mit

einer Entscheidung.

Jungen Leuten eine Phase der Orientierung und eine Entscheidungshilfe

zu bieten, genau das ist der Sinn hinter dem Freiwilligen Jahr, das nicht

nur in der Natur, sondern auch in der Politik, der Kultur und dem Sozialen

absolviert werden kann. Das vom Landesverband der Gartenfreunde

Bremen e.V. betriebene Beratungszentrum FlorAtrium mit Lehr- und Erlebnisgarten

ist seit 2004 als Einsatzstelle anerkannt und erfreut sich großer

Beliebtheit unter den jungen Menschen, erzählt dessen Leiter Hartmut

Clemen. Jedes Jahr sichtet er im Schnitt 25 bis 30 Bewerbungen. Die

gehen bis Mai ein, Ende Juni muss eine Entscheidung gefallen sein. Eigentlich

war die Stelle für das laufende Jahr schon vergeben – und zwar

an einen anderen jungen Menschen. Der sagte kurzfristig ab, wodurch

Alaaddin Avciogullari als Nachrücker seine Chance bekam. „Das war reine

Glückssache“, erzählt er.


FÖJ IM FLORATRIUM

Farbenfrohe Bohnensamen

Im September trat er die Stelle an; seine erste Amtshandlung war, den

Feldsalat auszusäen. Der gedeiht den Winter über und kann auch bei Kälte

geerntet werden. Vom Saatkorn bis zum essfertigen Blatt hat der FÖJler

die Entwicklung der Nutzpflanze begleitet. Genau das wollte er auch, als

er sich um die Stelle bewarb: Garten und Kreislauf der Natur kennenlernen.

Außer typischer Gartenarbeit, wie Aussaat, Unkraut jäten und Fallobst

aufsammeln, gehört es im FlorAtrium auch dazu, Schulklassen und

Kindergartengruppen im Lehrgarten anzuleiten. Das ist Aufgabe von Sylke

Brünn, der Alaaddin Avciogullari regelmäßig zur Hand ging.

Der Kasten zum Trocknen von Samen und Kräutern ist ein weiteres Projekt eines

FÖJlers. Damit er funktioniert, muss aber viel die Sonne scheinen.

Dann kam der Winter und der FÖJler verbrachte viel Zeit am Schreibtisch.

Der Winter ist der Grund, warum es im FlorAtrium nur eine Stelle

für einen Freiwilligen gibt: Zwar fällt in einem Garten das ganze Jahr über

Arbeit an, aber in der dunklen Jahreszeit eben nicht genug, um mehrere

Leute zu beschäftigen, erzählt Hartmut Clemen. Jeder FÖJler setzt während

seiner Zeit dort ein eigenes Projekt um. Eine FÖJlerin baute beispielsweise

ein Dendrophon. Das ist ein Musikinstrument, bei dem Latten

aus verschiedenen Hölzern verbaut werden. Per Klöppel können die Besucher

des Beratungszentrums herausfinden, welches Holz wie klingt.

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42

HORNER Magazin | März - April 2018


FÖJ IM FLORATRIUM

Für sein Projekt zum „Tag des Gartens“ zeichnet Alaaddin Avciogullari alte

Kulturpflanzen erst mal detailgetreu auf Papier, bevor sie auf Tafeln gedruckt

werden.

Ein anderer Freiwilliger baute einen Kasten, in dem dank Sonneneinstrahlung

Samen und Kräuter getrocknet werden können. An Alaaddin

Avciogullari werden eben die Infotafeln erinnern.

Jetzt im Frühjahr muss er damit fertig sein, denn nun wird die Gartenarbeit

wieder intensiver. Es wird auch Zeit, denn die Gärtner sind spät dran.

Durch den nassen Winter ist der Boden an Wasser übersättigt und die

Gärtner konnten noch nichts anbauen. Die Saat für Kohlrabi, verschiedene

Salat- und andere Gemüsesorten liegt bereit, die Kartoffeln müssen

ausgelegt werden. Und dann ist auch schon bald der Sommer dran.

HORNER Magazin | März - April 2018 43


FÖJ IM FLORATRIUM

Im Winter hat der Leiter des Beratungszentrums im FlorAtrium, Hartmut Clemen, nicht allzu viele Gartenarbeiten zu erledigen.

Das wird sich mit dem herannahenden Frühling aber schnell ändern

44

HORNER Magazin | März - April 2018


HORNER Magazin | März - April 2018 45


FÖJ IM FLORATRIUM

Als außerschulischer Lernort hat das FlorAtrium für Kinder und Jugendliche viel zu bieten: Das ganze Jahr über werden Veranstaltungen organisiert, die Natur zum

Anfassen und umfangreiche Bildungsmöglichkeiten bieten

Alaaddin Avciogullari verabschiedet sich dann vom FlorAtrium – so

schließt sich der Kreis. Und er nimmt viel mit. Er hat eine große Vielfalt

im Garten kennengelernt, erzählt er, die auch seine Kreativität anregt. Die

Zeit konnte er tatsächlich als Orientierung nutzen, denn jetzt weiß er,

dass er in die bildende Kunst gehen möchte. Außerdem hat er, auch durch

die das FÖJ begleitenden Seminare, ein ganz neues Bewusstsein für Umwelt

und Natur bekommen, während er bei der Arbeit in einem Team

und der Assistenz im Lehrgarten vor allem seine sozialen Fertigkeit neu

entdeckt hat.

„Für uns als Mitarbeiter ist es eine Bereicherung, weil wir Zugang zur

jungen Generation haben“, sagt auch Hartmut Clemen. Er freut sich

über die Arbeit mit einem jungen Menschen und fängt bald wieder an,

Bewerbungen zu sichten.

Die werden direkt an das FlorAtrium geschickt, auch wenn in Bremen

der Soziale Friedensdienst das Freiwillige Jahr koordiniert. In seinen

Räumen im Dammweg 20 gibt es jeden Montag um 14.30 Uhr Informationen

zu den Möglichkeiten im Freiwilligendienst.

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HORNER Magazin | März - April 2018


HORNER Magazin | Januar - Februar 2018 47


ZWISCHEN ALLTAGSBERATUNG

UND KULTURELLEN

LECKERBISSEN

Die Begegnungsstätte am Johanniterhaus ist immer eine

gute Adresse für Freizeitaktivitäten im Stadtteil

TEXT | LIANE JANZ

FOTOS | JLIANE JANZ UND BEGEGNUNGSSTÄTTE AM JOHANNITERHAUS, HARTWIG CLAUS

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HORNER Magazin | März - April 2018


HORNER Magazin | März - April 2018 49


BEGEGNUNGSSTÄTTE AM JOHANNITERHAUS

Was ist denn da los? Na, eine ganze Menge! Im Stadtteil stellt die

Begegnungsstätte am Johanniterhaus so einiges auf die Beine.

Jeden Monat gibt es ein buntes Programm und zu besonderen Anlässen

besondere Feten. All das organisiert der Leiter der Begegnungsstätte

Hartwig Claus zusammen mit einem rein

ehrenamtlichen Beirat und weiteren Helfern. Dann sitzen sie im

Kreis und sammeln Vorschläge, was außerhalb der regelmäßigen

Kurse und Angebote noch aufgenommen werden könnte.

„Nur wenn sich Menschen engagieren, passiert hier was“, sagt der Leiter.

Platz für mehr Engagierte ist immer. Und für ihre Ideen auch! Das erfuhr

Louis-Ferdinand von Zobeltitz am eigenen Leib. Der Pastor ging vor acht

Jahren in den Ruhestand und suchte nach einer Aufgabe. Über die Gemeinde

Unser Lieben Frauen fand er zur Begegnungsstätte in der Seiffertstraße

95. „Ich liebe Filme. Kino ist was Wunderbares“, sagt der Pastor

im Ruhestand. Er führte einen Filmabend in der Kapelle der Begegnungsstätte

ein. Dort hängt bereits eine Leinwand, die bei Bedarf heruntergerollt

werden kann.

Bei seinem Publikum, das hat Louis-Ferdinand von Zobeltitz festgestellt,

kommen Filme, in denen Spannung steckt, besonders gut an. „Es soll

schon was passieren.“ Die Stimmung erlebt er jedes Mal nach einer Vorführung.

„Es hat was von einer Oscar-Verleihung“, sagt Beiratsmitglied

Angelika Dasenbrook. Die Darsteller, die Geschichte, die Musik – alles

wird bewertet. Für das Publikum ist das vor allem spaßig, dem Filmliebhaber

von Zobeltitz hilft es dabei, das nächste Programm vorzubereiten.

Ein Programm arbeitet auch der Chor der Begegnungsstätte aus. Auftritte

in der Horner Kirche sowie bei Frühlings-, Sommer- und Weihnachtsfesten

und zu anderen Anlässen stehen jedes Jahr im Kalender der Sängerinnen

und Sänger. „Wir haben einen ganz besonderen Chor“, sagt Chorleiterin

Ingrid Slowak, die bis vor acht Jahren die Begegnungsstätte leitete. Sie

überzeugte Uwe Hahn, einen Chor zu gründen und zu leiten. Im Oktober

2001 nahm er mit rund 20 Sängerinnen und Sängern seine Arbeit

auf. Seitdem singen Menschen verschiedenen Alters, Besucher der Begegnungsstätte

ebenso wie Bewohner des Johanniterhauses, immer dienstags

ab 15.30 Uhr gemeinsam. Die älteste Sängerin ist mit 98 Jahren

immer noch mit großer Begeisterung dabei. „In der Regel singen wir vierstimmige

Kompositionen der klassischen Musik“, erzählt Chorleiterin Slowak.

Das mit den vier Stimmen ist dabei so eine Sache. Sopran und Alt

sind recht gut besetzt, Tenöre könnten es dagegen ruhig ein paar mehr

Ein Kreis ehrenamtlich engagierter Menschen unterstützt Hartwig Claus im Beirat

der Begegnungsstätte. Im Bild fehlt Edith Brandes Eibach, Vertreterin des

Trägers der Begegnungsstätte.

50

HORNER Magazin | März - April 2018


BEGEGNUNGSSTÄTTE AM JOHANNITERHAUS

Hartwig Claus übernahm die Leitung der Begegnungsstätte vor acht Jahren von

Ingrid Slowak. Sie leitet inzwischen den Chor der Begegnungsstätte.

sein. „Im Bass ist der Mangel am eklatantesten“, sagt die Chorleiterin. Interessierte

Sängerinnen und Sänger, die Noten kennen, können einfach

dienstags bei den Chorproben vorbeischauen, mitsingen und testen, ob sie

sich in der Gemeinschaft wohlfühlen.

Denn die Gemeinschaft zählt am meisten. Die Chormitglieder singen

nicht nur miteinander, sie sitzen nach den Konzerten beisammen und lassen

die Abende gemütlich ausklingen. Und dann gibt es da noch den

„Chor Aprés“ am Ende des Jahres, bei dem die Chormitglieder bei Kaffee

und Kuchen in der Begegnungsstätte die vorangegangenen Konzerte

Revue passieren lassen. „Das hält den Chor zusammen“, sagt die Chorleiterin.

So zusammen, dass die Sängerinnen und Sänger auch schon mal

ein krankes Chormitglied in der Klinik besucht und ihm dort ein Ständchen

gebracht haben.

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Bei einem Freimarktsfest kam eine Gruppe Artisten in die Begegnungsstätte.

Dessen Leiter Hartwig Claus probierte gleich selbst einmal den „Flieger“ aus.

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HORNER Magazin | März - April 2018 51


BEGEGNUNGSSTÄTTE AM JOHANNITERHAUS

Die Sängerinnen und Sänger im Chor brauchen Zuwachs vor allem bei Bass und Tenor

Etwas, das den Stadtteil zusammenbringt und zusammenhält, sind auch

die Kooperationen, die die Begegnungsstätte mit verschiedenen Trägern

in Horn unterhält. Derzeit bauen die Begegnungsstätte sowie die Andreas

und die Horner Gemeinde „Horn tohopen“ auf. Dabei sollen Menschen,

die nicht mehr so mobil sind, eine Möglichkeit bekommen, trotzdem an

Events und Aktionen im Stadtteil teilzunehmen. Ehrenamtliche Fahrer

sollen sie zu Hause abholen und zu den Veranstaltungsorten, beispielsweise

die Begegnungsstätte oder eine Kirchengemeinde, bringen. Das

plattdeutsche „tohopen“ heißt „zusammen“ und zusammen ist das Motto

bei fast allem, was in der Begegnungsstätte läuft: Mit der Anneliese-Loose-

Hartke-Stiftung gestaltet das Team der Begegnungsstätte jährlich den Heiligen

Abend für Menschen, die sonst im Zweifel allein Weihnachten feiern

müssten. Zusammen mit dem Bürgerverein Horn-Lehe organisieren sie

Tagesausflüge für jedermann und jederfrau.

Zudem erscheint alle zwei Monate ein Programmheft mit den regelmäßigen

Angeboten, zu denen unteren anderem Qi Gong, ein Konversationskurs

auf Englisch, Computerkurse oder Beratungsangebote,

beispielsweise zu Pflege und Wohnraumanpassung gehören. Darüber hinaus

gibt es auch Konzerte, beispielsweise mit einem Kammerorchester,

und Serenaden-Abende im Sommer, die sich großer Beliebtheit erfreuen,

erzählt Hartwig Claus. Gerade ältere Menschen fahren nicht mehr den

weiten Weg in die Innenstadt, wenn sie Kultur genießen möchten. Sie

freuen sich besonders über die kulturellen Leckerbissen im eigenen Stadtteil.

Und die Begegnungsstätte serviert ihnen auch in Zukunft eine ganze

Menge davon.

Skatnachmittage sind nur eine von zahlreichen Aktivitäten in der Begegnungsstätte.

Qi Gong ist eine weitere. Weitere Kartenspieler und Entspannungssuchende

sind willkommene Gäste.

Die Begegnungsstätte am Johanniterhaus ist immer von montags bis freitags

von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Gruppenarbeit ist auch am Vormittag

möglich. Interessierte Gruppen, aber auch Menschen, die sich ehrenamtlich

engagieren möchten, bekommen weitere Informationen bei

Hartwig Claus unter Telefon (0421) 2040-565 oder hartwig.claus@jose.johanniter.de.

52

HORNER Magazin | März - April 2018


Die Abiturientin Viola Ruddek hat durch

ihren Einsatz in der Kinderkrippe ihren

beruflichen Weg gefunden

TEXT + FOTOS | SILKE STAPENHORST

HORNER Magazin | März - April 2018 53


Der Horner Jung ist ein absoluter

Sportfreak, egal ob Langlauf,

Volleyball oder Leichtathletik

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HORNER Magazin | März - April 2018


HORNER ABITURIENT GEWINNT

DIE NDR-QUIZSHOW

Der 19-Jährige Ruben Helmke geht auf`s Ganze und räumt ab

TEXT | ALINA MEYER

FOTOS | ALINA MEYER, NORDDEUTSCHER RUNDFUNK, UWE ERNST

Mit dem ersten Platz in der NDR-Quizshow hat der 19-Jährige

Sportler wahrlich nicht gerechnet. Anfangs sah es nämlich ganz

so aus, als könnte Ruben gar nicht an der Sendung teilnehmen. Ursprünglich

sollte die Teilnahme an der Show eine Art Überraschung

von Rubens Mutter Anke Helmke zu seinem 18.

Geburtstag sein. „Ruben hatte schon immer ein sehr großes Allgemeinwissen“,

bestätigt sie. Zu dieser Zeit bekam der jetzige Abiturient

jedoch eine Absage. „Vermutlich war er zu dem Zeitpunkt

einfach zu jung.“

Exakt ein Jahr später meldete sich das NDR Produktionsteam allerdings

wieder bei den Helmkes. Zur Freude der ganzen Familie luden sie Ruben

zum Casting ein. Dann der Schock – Ruben war zur Zeit der Castings gar

nicht im Lande, sondern für einige Monate in Schweden. Doch das NDR-

Produktionsteam kam Ruben sehr entgegen, sodass letztendlich alles arrangiert

werden konnte. Ohne Umwege flog er von Schweden nach

Hamburg direkt zum Casting beim NDR. Aufgeregt war der Schüler allerdings

überhaupt nicht. „Vielleicht habe ich mir gerade wegen der stressigen

Reise zuvor gar keinen Stress gemacht. Ich dachte, ich probier es

einfach mal aus“, sagt Ruben selbst. Vor Ort hatte er drei Aufgaben zu

meistern, bevor es für den Horner wieder in die Heimat ging. „Zuerst

musste ich einen Fragebogen beantworten. Da wollten sie einfach

schauen, was ich so weiß, denke ich“, lacht er. „Darauf folgte ein Gespräch

mit dem NDR-Produktionsteam. Sie waren wirklich super nett.

Wir haben uns einfach ganz locker unterhalten. Zum Schluss sollte ich

mich noch etwa 30 Sekunden vor der Kamera beweisen“, erklärt er. Das

Casting lief gut, woraufhin der Sohn der Helmkes einen Monat später zur

Aufzeichnung der Show in Hamburg erwartet wurde. Da Ruben mitten

in der Klausurenphase steckte, hatte er nicht viel Zeit, sich richtig auf die

Show vorzubereiten. Er erzählt:„Ich lese halt Zeitung und gucke ganz

gerne mal Buten un Binnen, mehr Vorbereitung war zeitlich nicht drin.“

Nachdem er am Morgen der Aufzeichnung noch eine wichtige Mathe-

Klausur hinter sich gebracht hatte, fuhr er mit seiner Familie gen Norden.

Ruben Helmke mit Moderator Jörg Pilawa bei dem er am 25. Februar die

„NDR-Quizshow“ gewinnen konnte

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HORNER Magazin | März - April 2018 55


RUBEN HELMKEN GEWINNT NDR-QUIZSHOW

großes Glück. Mir lagen die Fragen einfach mehr als meinem Gegner. Er

war wirklich sehr gut und lag das ganze Quiz über vorne“, erklärt der bescheidene

Schüler. „In der letzten entscheidenden Frage ging es um Borkum.

Kurz zuvor hatte ich witzigerweise eine Doku über die Insel

gesehen, was mir nun zugute kam.“ Nicht nur seine Familie freute sich

tierisch über Rubens Sieg, auch das NDR-Produktionsteam war hin und

weg. Gemessen an der Gesamtbewerberanzahl aller norddeutschen Bundesländer

positionierte sich Bremen nämlich in den letzten Jahren im unteren

Drittel und auch der Sieg eines Bremers in der NDR-Quizshow liegt

einige Zeit zurück. Neben dem Pokal „Leuchte des Nordens“ gab es außerdem

ein Preisgeld für Ruben. In der Schule und in seinem Verein TV

Eiche Horn durfte er jedoch bis zur Ausstrahlung der Sendung kein Wort

über seinen Sieg verlieren.

Nach seinen Abiprüfungen im Frühjahr hat Ruben große Pläne: Er will eine Zeit

lang in Schweden arbeiten, um dort einmal studieren zu können.

„Die Aufzeichnung ging den ganzen Tag lang, aber es war viel entspannter,

als ich gedacht hatte. Alles war sehr nett gemacht, wir als Kandidaten

durften uns erst einmal kennenlernen. Meine Mitspieler waren wirklich

toll, es gab gar keinen Konkurrenzkampf, man könnte sagen, es war fast

wie unter Freunden“, schwärmt der junge Sieger. „Später haben wir dann

noch Jörg Pilawa getroffen.“ Bestehen musste Ruben zu allererst die offene

Runde. „Meine erste Antwort war direkt richtig. Das hat mich super entspannt

und ich kam gut ins Spiel rein.“ Nach der Hauptrunde der NDR-

Quizshow stand er auf dem 3. Rang. Nun hieß es: Alles oder

nichts! Ruben setzte alles auf eine Karte und nutzte all seine erspielten

Punkte, um sich eine Chance auf das Finale zu sichern – mit Erfolg. Einer

seiner Gegner verlor die Runde und Ruben zog ins Finale ein. Der andere

Finalist, ein etwas älterer Student, durfte beginnen. Von fünf Fragen beantwortete

er eine richtig. Danach war Ruben dran. „Ich war erstaunlich

ruhig, beantwortete die erste Frage und dann auch die dritte Frage richtig

und gewann somit das Spiel“, erzählt er verblüfft. „Es waren allesamt

Fragen aus dem norddeutschen Raum. Ich hatte in der letzten Runde sehr

In seiner Freizeit ist der 19-Jährige seit einigen Jahren Trainer mehrerer

Leichtathletik-Teams im TV Eiche Horn, in dem seine Mutter ebenfalls

sehr engagiert ist. Gemeinsam mit einer Freundin betreut er mittlerweile

drei Gruppen in der Altersklasse von 5-12 Jahren. Gerade letztes Jahr

wurde er sogar zum Trainer des Jahres gekürt. Ruben selbst trainiert nicht

mehr im Leichtathletik-Team. „Die Gruppen brechen, wie in jedem Verein

zu einem bestimmten Zeitpunkt auseinander. Teams im Alter von 16

bis 30 Jahren sind schwer zu finden. Ich hätte damals den Verein wechseln

müssen, um weiterzumachen, doch das wollte ich nicht. Ich finde,

der TV Eiche Horn ist der vielseitigste Verein Bremens. Meine ganze Familie

ist dort involviert und man kennt sich untereinander. Das ist schon

schön“, erzählt Ruben. Ab diesem Sommer wird der engagierte Bremer jedoch

nicht mehr viel Zeit in seinem Heimatverein verbringen können.

Nach dem Abitur hat er vor in Schweden zu arbeiten, um dort einmal

Sport und Deutsch auf Lehramt studieren zu können.

Viel Glück und Erfolg Ruben!

2017 wurde Ruben vom TV Eiche

Horn zum Trainer des Jahres

gekürt

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HORNER Magazin | März - April 2018


HORNER Magazin | März - April 2018 57


„Familie & Co“

Grafik by sketchnotes-by-diana.com

Mobbing oft lange

unentdeckt

Stark machen zur Prävention von Mobbing

Vorsorge gegen Mobbing als System

EIN INTERVIEW MIT DR. RER. MEDIC. MARKUS KÖHL

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HORNER Magazin | März - April 2018


„Familie & Co“



Unsere

„Familie & Co“

Seiten

Mobbing unter Schülern ist kein

neues Phänomen und weit verbreitet.

Die sozialen Medien

haben das Problem in Form von

Cyber-Mobbing angefacht. Das

Erlernen von Empathie für seine

Mitschüler sei die wichtigste Prävention,

sagt Dr. rer. medic. Markus

Köhl.

STREIT GAB ES DOCH SCHON IMMER AUF DEN SCHULHÖFEN. WO LIEGT DER UN-

TERSCHIED ZUM MOBBING?

Mobbing steht für einen aggressiven Akt und bedeutet, dass ein Schüler

oder eine Schülerin über einen längeren Zeitraum immer wieder von Mitschülern

belästigt, beschimpft, gehänselt, schikaniert oder ausgegrenzt

wird. Mobbingprozesse laufen in der Regel verdeckt ab. Es ist kein Konflikt

zwischen zwei Parteien oder Wenigen, die etwas Krach miteinander

haben. Die Täter sind keine Einzeltäter. Mobbing steht für einen Missbrauch

im sozialen Miteinander in Form eines gruppendynamischen Prozesses,

der anderen Regeln ausgesetzt ist als die bekannten

Gewaltkonflikte. Fast die ganze Klasse kann beteiligt sein.

WIE LÄUFT DIES KONKRET AB?

Die Kinder und Jugendlichen werden in Streitigkeiten hineingezogen, in

denen sie fast wehrlos sind und aus denen sie sich – meist vergeblich –

versuchen zurückzuziehen. Es beginnt mit dem Hänseln durch Mitschüler,

das Wegnehmen oder Verstecken von Büchern, Geld oder anderen

Dingen wie Kleidung. Die Folge ist das Ausgrenzen der Opfer. Zum Höhepunkt

des Mobbingprozesses wenden sich auch gute Freunde vom

Opfer ab. Die Täter verfügen typischerweise über gute Kommunikationsfähigkeiten.

Sie können taktisch und mit einfallsreichen Gründen und erdachten

Vorurteilen die Auseinandersetzung anfachen. Mitschüler lassen

sich dadurch beeinflussen.

WAS LÖST DIESES VERHALTEN BEI DEN KINDERN AUS?

Der Leidensweg über eine längere Zeitdauer hat viele Konsequenzen und

kann zu einer Tragödie werden. Im Verlauf eines Mobbingprozesses wird

öfters über psychosomatische Symptome wie Kopf- und Bauchschmerzen

geklagt. Auffällig ist, wenn der Wunsch formuliert wird, aus der Schule abgeholt

zu werden oder nicht mehr zur Schule gehen zu wollen. Ein Mobbingopfer

verliert jegliche Orientierung und Sicherheit. Denn schlagartig

werden Beziehungen zu Mitschülern unterbrochen. Die intensive Erfahrung

von Ohnmacht, Scham und Angst kann zu traumatischen Erfah-

Foto: Michael Schnelle

Das Projekt „...ganz schön stark“ findet für Schüler statt und versucht, an den Stärken jedes Kindes anzusetzen

HORNER Magazin | März - April 2018 59


„Familie & Co“

Kinder stark machen – und damit Mobbing keine Chance geben: Das ist das Ziel der AOK Bremen/Bremerhaven, die zusammen mit Dr. Markus Köhl

Mobbing-Präventionsprojekte entwickeln und umsetzen

rungen führen. Auch das Vertrauen in Freundschaften geht verloren. Der

Freiburger Psycho-Neuro-Immunologe Prof. Dr. Joachim Bauer geht davon

aus, dass ein systematischer sozialer Ausschluss zu chronisch biologischem

Stress führt, der in einem Krankheitsbild mit einem „Selbstzerstörungsprogramm“

mündet. Ein solches Programm hat die Botschaft: „Du bist

nichts wert, ich kann dich behandeln wie eine wertlose Sache, man darf

und sollte dich zerstören“.

WORAUF MUSS BEI SOLCHEN FÄLLEN GEACHTET WERDEN?

Ärztliche Untersuchungen geben häufig keine Anhaltspunkte für eine körperliche

Erkrankung. Eltern und auch Lehrerinnen und Lehrer betrachten

solche Verhaltensweisen oft als alterstypisch und messen ihnen eventuell

keine besondere Bedeutung zu. Ein Mobbingopfer erlebt oft eine Hilf- und

Sprachlosigkeit, da es die anhaltenden Demütigungen nicht mitteilen

kann. Es können sich Noten in einzelnen Fächern verschlechtern. Wenn

die Situation sich nach Wochen oder Monaten dramatisch zuspitzt, fallen

diese Kennzeichen häufig erst auf und es gibt eine Erklärung. Eltern sollten

mit Interesse die Entwicklung ihrer Kinder begleiten, ein waches Auge

und ein offenes Ohr für ihre Signale haben. So können sie am ehesten

wahrnehmen, ob ihr Kind in irgendeiner Weise in eine Mobbingsituation

verstrickt ist.

WAS KANN MAN DAGEGEN TUN?

Ziel muss es sein, an den Schulen ein vertrauensvolles Klima zu gestalten.

Dies führt zu einem offenen Austausch von Problemen und kann präventiv

negative Entwicklungen in der Entstehung eindämmen. Dieser Spirale

des Leidensweges muss eine Intervention entgegengesetzt werden,

die für die ganze Klasse angeboten werden kann. Die AOK Bremen/Bremerhaven

als größte Krankenkasse in der Region möchte das unterstützen

und mit Schulen Setting-Projekte im Bereich Schule als Lebenswelt entwickeln.

WAS TUN, WENN ES MOBBING GEGEBEN HAT?

Es braucht Raum für die Betrachtung von aktuellen Fällen. Die Situation

von Mobbing ist geprägt durch Misstrauen und gegenseitige Vorwürfe.

Der konstruktive Umgang mit Mobbing ist für Klassengemeinschaften erlernbar,

wie es Konflikt- und Gewaltprävention an Schulen zeigen.

IST PRÄVENTION MÖGLICH?

Es braucht eine wohlwollende Resonanz an Schulen. Das ist ein Kulturprozess,

den jede Schule gestalten und pflegen kann. Vor dem Hintergrund

der Vertrauensbildung wird die herausragende Bedeutung eines

gelungenen Dialoges deutlich, der auf einer empathischen Fähigkeit beruht.

Langfristig muss an den Kompetenzen der Schüler und Schülerinnen präventiv

gearbeitet werden. Die Stärkung der emotionalen Achtsamkeit als

Selbstkompetenz der Schüler und Schülerinnen steht dabei im Fokus. Sie

müssen lernen, empathisch miteinander umzugehen. Das gilt laut Jeremy

Rifkin als Grundlage für ein demokratisches Wertesystem. Das setzt die

Überzeugung voraus, dass ein anderer die gleiche Daseinsberechtigung

hat wie wir und genauso einzigartig ist wie wir selbst. Ein entscheidender

Aspekt ist die Vermittlung von Respekt und Achtsamkeit dem Fremden gegenüber.

Für den Beziehungsaufbau zum anderen ohne Vorurteile muss man sich

auch in die Gedankenwelt anderer hineinversetzen können. Wer einen

verantwortungsbewussten Umgang mit sich selbst, den anderen Menschen

und mit der Natur pflegt, kann als gereifte Persönlichkeit angesehen

werden. Ein solcher Mensch hat die Fähigkeit zu einem selbstständigen

und solidarischen Handeln entwickelt.

60

HORNER Magazin | März - April 2018


„Familie & Co“


WANN SOLLTE MAN MIT DER PRÄVENTION BEGINNEN?

Wichtig ist, so früh wie möglich, z.B. im Vorschulalter mit Empathieprojekten

zu beginnen, um soziale Kompetenz zu schulen. Es kommt darauf

an, dass sich im Gehirn der Kinder neue Muster für einen kompetenten

Umgang in Konfliktsituationen ausbilden können. Das heißt, es braucht

Angebote, damit neue neuronale Vernetzungsprozesse geknüpft werden.

WIE KANN DAS GESCHEHEN?

Fortschritte in emotionaler und sozialer Intelligenz machen Kinder, wenn

sie die Chance erhalten, ihre Konflikte darzustellen und zu bearbeiten.

Sie erleben sich nicht nur als Verursacher von Konflikten, sondern auch

als Gestalter von Lösungen. Eine gute Präventionsmöglichkeit liegt in der

Bearbeitung des Problems über ein Theaterprojekt, bei dem Schülerinnen

und Schüler eigene Erfahrungen einbringen und inszenieren können. Im

Spiel erschaffen sie sich eine gemeinsame Erfahrungswelt. Themen werden

in dieser Weise sehr dicht erlebt und es bleibt wegen des Spiels immer

auch eine Distanz zu realen Erlebnissen. Die Schülerinnen und Schüler

können im Rahmen eines solchen Projektes innere Muster ausbilden,

durch die sie potenzielle Mobbingsituationen früh erkennen und auch in

einem konstruktiven Sinne damit umgehen können. Unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten

werden erprobt und stärken das Selbstbewusstsein.

AUF WELCHE PRAKTISCHEN BEISPIELE KANN MAN DABEI AUFBAUEN?

Für die Prävention gibt es zahlreiche Trainingsprogramme, die ich mit

Kollegen am ISER-Institut an der Medical School Hamburg untersuche.

Dabei geht es zentral um die Gestaltung von zwischenmenschlicher Interaktion

und die Wirkung empathischen Handelns auf mich selbst und

den anderen in der Beziehungsgestaltung. Beispielhaft ist das Präventionsprojekt

„…ganz schön stark“, das mit Unterstützung der AOK

Bremen/Bremerhaven vom Bremer Institut für Gesundheitsförderung und

Pädagogische Psychologie durchgeführt wird. Das heißt, es wird versucht,

früh an den Stärken von Kindern anzusetzen und diese zum Blühen zu

bringen, damit Kinder im sozialen Bereich so widerstandskräftig werden,

dass sie mit möglichen Belastungen wie auch Gewalt, Mobbing, süchtige

oder selbstverletzende Verhaltensweisen besser umgehen können. Empathisches

Handeln lässt sich schulen.

Ein Kompetenzpartner für alle Schularten zum Thema Mobbing ist im

Landesinstitut für Schule. Im Arbeitsfeld Soziales Lernen werden spezifische

Lehrerfortbildungen und Unterstützungsangebote für Schulen angeboten

und entwickelt.

VIELEN DANK FÜR DAS INTERVIEW!

Dr. Markus Köhl ist Projektkoordinator für Präventionsangebote der AOK

Bremen/Bremerhaven

Hinweis:

Schulen, die Interesse am Aufbau eines Präventionsprojektes im

Bereich Lebenswelt Setting Schule mit der AOK HB/BHV haben,

wenden sich an Markus Köhl, markus.koehl@hb.aok.de.

Termin:

Fortbildungen für Lehrer, Erzieherinnen und Eltern. Beispielsweise der

4. Bremer Erziehungskongress am 9. und 10. März 2018 in Bremen,

www.ingepp-bremen.de

Link:

www.lis.bremen.de/fortbildung/soziales_lernen-7756

HORNER Magazin | März - April 2018 61


„Familie & Co“


In den Osterferien wird Kindern auf dem Gelände der Hans-Wendt-Stiftung ein schönes und abwechslungsreiches

Programm mit Pferden geboten

Ponyspaß in den

Osterferien

Auf dem Farmgelände der Hans-Wendt-Stiftung, Am Lehester Deich

17-19 in Borgfeld, findet vom 26. bis 29. März unter der Leitung von

Marisa Claßen ein Osterferienprogramm für Kinder ab sieben Jahren

statt. Das Motto der Freizeit lautet natürlich „Ostern“ und rund um

das Thema wird gespielt, gebastelt und natürlich auch geritten. Ob

Reitanfänger oder bereits mit erster Pferdeerfahrung, hier ist jedes

Kind willkommen. Der Kurs findet täglich von 9 bis 15 Uhr inklusive

Mittagessen statt. Um Anmeldung wird bis zum 13. März unter

mclassen@hwst.de gebeten. Die Kosten belaufen sich auf 140 Euro.

www.hans-wendt-stiftung.de

An die Flossen, fertig, los!


Am Sonntag, den 29. April können Kinder zwischen sieben und 14 Jahren, die

bereits ihr Bronzeabzeichen erworben haben, sich im Hallenbad Lilienthal

wie ein Fisch im Wasser fühlen. Mit Flossen ausgerüstet können sie flink und leicht

durch das Wasser gleiten. Zum regulären Eintrittspreis werden zwei Schnupperkurse

(„Flossenspaß für Kids“) von 14.50 bis 15.35 Uhr und von 15.45 bis 16.30 Uhr

angeboten. Wer Flossen hat, bringt sie gerne mit – eine Anmeldung ist nicht erfordlerich.

Das Hallenbad Lilienthal freut sich auf viele Nixen und Fische!

www.hallenbad-lilienthal.de


Verlosung!

1 x „Familienglück“

Einfach eine E-Mail bis

zum 31. März an:

gewinnen@

horner-magazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Wie wir durch Anerkennung

eine erfüllte

Eltern-Kind-Beziehung

erreichen


Persönlichkeitscoach trifft Kinderpsychologe.

Jens Corssen und Thomas Fuchs kombinieren

das Beste aus ihrer beratenden und therapeutischen

Tätigkeit zu einem neuen Coaching-Konzept für Eltern

und Kinder: Sich im Hier und Jetzt um eine

gute Gestimmtheit zu bemühen, anstatt eigene

Wünsche und Erwartungen auf den

Partner oder die Kinder zu projizieren, ist

der Schlüssel für ein harmonisches Familienleben.

Also: mehr Gegenwart

leben als Zukunft planen! Der andere

Zugang ist, eine Geisteshaltung zu

entwickeln, mit der es gelingt, immer

Worte der Wertschätzung und Anerkennung

zu verwenden und jede Form der Entwertung

von Partnern und Kindern zu vermeiden.

Wie das gelingt, wird von den beiden Experten auf

unterhaltsame Art, fundiert und mit vielen prägnanten

Beispielen vermittelt. Empirisches Wissen und innovative

Wege für gelingende Eltern-Kind-

Beziehungen in der modernen Welt.

Auf dem Portal einfachganzleben.de finden Sie außerdem

Tipps, um das Nebeneinander von Familienund

Berufsleben entspannter zu gestalten.

Familienglück

Hardcover Hardcover, Knaur Balance

JENS CORSSEN, THOMAS FUCHS

304 Seiten. ISBN: 978-3-426-67541-0

€ 19,99

62

HORNER Magazin | März - April 2018


„Familie & Co“



Schöne Schätze

suchen neues

Zuhause!

Borgfelder Kinderflohmarkt bietet

wieder viel Raum zum Stöbern


Am Sonntag, den 8. April von 13 bis 17 Uhr findet in Borgfeld wieder der

große Flohmarkt für Kinderbekleidung und Spielzeug statt. An über 200 Verkaufstischen

kann auf der Festwiese des Schützenvereins, Hamfhofsweg 4, nach

Herzenslust gestöbert und gut Erhaltenes für Kinder jeden Alters erstanden werden.

Für das leibliche Wohl wird am großen Kuchenbuffet, der Waffelbäckerei und dem

Würstchengrill gewohnt großzügig gesorgt werden. Damit auch die kleinen Gäste

nicht zu kurz kommen, gibt es eine Hüpfburg sowie Kinderschminken. Anmeldungen

für einen eigenen Stand nimmt Veranstalterin Kerstin Meyer ab sofort per E-Mail

unter kinderflohmarkt-borgfeld@gmx.de entgegen.

HORNER Magazin | März - April 2018 63


„Familie & Co“


14 Bremer Kitas, darunter der Kindergarten Girotondo mit zwölf Kindern, freuen sich gemeinsam mit Bildungssenatorin Dr. Claudia Bogedan über die von

Peter Theurer (Mercedes Benz Werk Bremen) überreichten MINT-Kisten und Rutscheautos

Neue Ausrüstung für junge Forscher

Mercedes-Benz Bremen spendet MINT-Kisten ans Haus der kleinen Forscher


Vor Kurzem hat Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung, gemeinsam

mit zwölf Kindern von der Kita Girotondo sowie Vertretern von 13

weiteren Bremer Kitas eine besondere Überraschung entgegengenommen: Peter

Theurer, Standortleiter des Mercedes-Benz-Werks Bremen, überreichte den Kita-

Vertretern eine Kiste mit spannenden Materialien und Experimenten für die kleinen

Forscher sowie ein Rutscheauto. Die Übergabe der sogenannten MINT-Kisten fand

in der botanika Bremen statt, wo die Koordination des Bremer Netzwerks „Kleine

Forscher in Bremer Kitas“ angesiedelt ist.


14 Kindertagesstätten in der Hansestadt haben sich im Rahmen des Projekts „Haus

der kleinen Forscher“ zertifizieren lassen. Die pädagogischen Fachkräfte dieser

Einrichtungen haben spezielle Fortbildungen besucht und engagieren sich dafür,

dass die Kinder in ihrer Einrichtung regelmäßig Raum zum Forschen und Experimentieren

bekommen. Um dieses Engagement zu würdigen, hat das Mercedes-

Benz-Werk Bremen unter der Leitung von Peter Theurer entschieden, den

Forschergeist dieser Kitas zu unterstützen und ihnen Material für weitere Forscheraufträge

zur Verfügung zu stellen. „Als größter privater Arbeitgeber sind wir

eng mit der Region verbunden und freuen uns daher, dass wir die kleinen Bremer

Forscher als Fachkräfte von morgen auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Zukunft unterstützen

können“, erklärte Theurer bei der Übergabe.

Augenchirurgie | Lasertherapie | ambulante OPs | Ästhetische Lid­OP | Botox | Kinderophthalmologie

Fachärzte für Augenheilkunde

Im Medicum | Schwachhauser Heerstraße 50

Tel. (0421) 347 94 75 | Fax (0421) 347 94 76

info@augen­op­zentrum­medicum.de

www.augenarztpraxis­opz­medicum.de

64

HORNER Magazin | März - April 2018


„Familie & Co“


Grafik by sketchnotes-by-diana.com

HORNER Magazin | März - April 2018 65


ÄRZTE & APOTHEKEN IN HORN-LEHE

ENTDECKERZENTRUM IN DER BOTANIKA

SICHERHEIT IM STADTTEIL

ALLGEMEINMEDIZIN

Dr. Kirsten Kensy

Wilh.-Röntgen-Str. 6, 28357 Bremen

(0421) 25 39 49

Dr. Bettina Kiel

Edisonstraße 19, 28357 Bremen

(0421) 27 06 15

Dr. Tobias Klever und

Dr. Christine von Mering

Leher Heerstr. 1, 28359 Bremen

(0421) 23 69 77

Dr. Gerald Kuboschek

Wilh.-Röntgen-Str. 6, 28357 Bremen

(0421) 25 39 49

Dr. Niklas Schaumlöffel, Sybille

Stichweh und Kurt Butschkus

Am Lehester Deich 70, 28357 Bremen

(0421) 27 50 27

Dr. Gabriela Saxler

Leher Heerstr. 4, 28359 Bremen

(0421) 23 29 23

AUGENHEILKUNDE

Dr. Lutz und Gabriele Bauer

Leher Heerstr. 66, 28359 Bremen

(0421) 2 46 84 - 0

Dr. Katrin Böhm

Horner Heerstr. 33, 28359 Bremen

(0421) 23 72 01

CHINESISCHE MEDIZIN

Dr. Michael Kleiser

Gerold-Janssen-Straße 2a

28359 Bremen

(0421) 33 10 00 50

FRAUENHEILKUNDE

Dr. Kurt Glasenapp, Frank Glasenapp und

Dr. Michaela Fehling

Am Herzogenkamp 3, 28359 Bremen

(0421) 24 90 24

Dr. Jörg Ridderbusch

Horner Heerstr. 33, 28359 Bremen

(0421) 23 21 22

Dr. med Ulrike Vahl

Frauenärztin im Mühlenviertel

Gerold-Janssen-Straße 2, 28359 Bremen

Telefon: (0421) 244 599 55

HALS-NASEN-OHREN

Dr. Immo Rathcke

und Carsten Teichmann

Leher Heerstr. 1, 28359 Bremen

(0421) 24 20 20

Jörg-Guido Schlegel

Horner Heerstr. 33, 28359 Bremen

(0421) 23 75 29

HAUTKRANKHEITEN

Dr. Maher Dibo

Leher Heerstr. 31, 28359 Bremen

(0421) 23 72 79

INNERE MEDIZIN

Dr. Frank Auerswald

Leher Heerstr. 159, 28357 Bremen

(0421) 20 53 060

Dr. Ralf Böhmer

und Dr. Michael Rachold

Horner Heerstr. 33, 28359 Bremen

(0421) 23 18 44

Dr. Sabine M. List

Am Lehester Deich 70, 28357 Bremen

(0421) 27 50 27

Dr. Bernhard Schweiger

Edisonstr. 10, 28357 Bremen

(0421) 27 25 25

KINDERHEILKUNDE

Annette Heuermann

Wilh.-Röntgen-Str. 6, 28357 Bremen

(0421) 25 39 49

Dr. Torsten Spranger

Leher Heerstr. 26, 28359 Bremen

(0421) 25 19 59

Dr. Peer Eike Tjarks

Horner Heerstr. 33, 28359 Bremen

(0421) 23 23 93

KIEFER-CHIRURGIE

Praxis Am Mühlenviertel

Hildebrandt, Schumann & Collegen

Leher Heerstr. 77, 28359 Bremen

(0421) 20 45 45

ORTHOPÄDIE

Dr. Matthias Böttner

Horner Heerstr. 33, 28359 Bremen

(0421) 23 20 55

Dr. Christian Schmidt

Leher Heerstr. 77, 28359 Bremen

(0421) 24 24 44

zoum

zentrum für

orthopädisch-unfallchirurgische medizin

Senay Ertür, Dr. med. Jan Leugering, Ingmar

Bock-Lührsen, Dr. med. Inga Müller-Stahl

Gerold-Janssen-Straße 2, 28359 Bremen

(0421) 23 20 14

PROKTOLOGIE

Fachpraxis für Proktologie

Dr. Andreas Oeller und

Petra von Gröning

Anne-Conway-Str. 4, 28359 Bremen

(0421) 23 15 84

PSYCHOTHERAPIE ERW.

Dr. Amir Babai

Leher Heerstr. 56, 28359 Bremen

(0421) 24 23 17

Dipl.-Psych. Jens Bozetti

Helmer 16, 28359 Bremen

(0421) 23 65 65

Dipl.-Psych. Zoi Burci-Block

Marcusallee 27, 28359 Bremen

(0421) 24 90 81

Dr. med. Heidrun Espig

Weyerbergstraße 21, 28359 Bremen

(0421) 24 46 716

Sigrid Herlyn

Elsa-Brändström-Str. 6, 28359 Bremen

(0421) 23 22 71

Dr. Gabriele Junkers

Konsul-Mosle-Weg 18, 28359 Bremen

(0421) 244 94 64

Praxis für Psychotherapie,

Psychoonkologie und Hypnose

Dr. Sigrun Kurz

Am Lehester Deich 77 B, 28357 Bremen

(0421) 27 69 888

Hannelore Schulz

Ohmstr. 55, 28357 Bremen

(0421) 27 05 07

PSYCHOTHERAPIE KINDER

Dipl.-Psych. Frank Bodenstein

Leher Heerstr. 56-60, 28359 Bremen

(0421) 24 20 63

Dipl.-Psych. Wolfgang Hartmann

Vorstr. 47, 28359 Bremen

(0421) 27 48 68

SPRACHHEILKUNDE

Doris Kadiri

Riekestr. 2, 28359 Bremen

(0421) 22 33 77 4

Ulrike Schönfeld

Schwachh. Heerstr. 367, 28211 Bremen

(0421) 46 76 006

Renate Christine Traupe

Lehester Deich 77 D, 28357 Bremen

(0421) 32 28 57 86

UROLOGIE

Dr. Reinhard Hübotter und

Stephanie Wehmeier

Horner Heerstr. 33, 28359 Bremen

(0421) 23 20 66 + 23 20 67

ZAHNMEDIZIN

Marc Oetke

Wilh.-Röntgen-Str. 6, 28357 Bremen

(0421) 25 65 77

Dr. Hans Pfannenstiel

und Dr. Annett Rether-Pfannenstiel

Leher Heerstr. 25, 28359 Bremen

(0421) 23 58 10

Dr. Axel Steinacker

Am Herzogenkamp 3, 28359 Bremen

(0421) 23 07 58

Marc Ahlden

Edisonstr. 7, 28357 Bremen

(0421) 27 03 42

Prof. Dr. Philipp Kohorst

Lilienth. Heerstr. 261, 28357 Bremen

(0421) 27 50 86

Zahnärzteteam Dr. Michael Weiß

Wilh.-Herbst-Str. 1a, 28359 Bremen

(0421) 21 01 11

Dr. Arleta Stefaniak-Brzuchalski

Upper Borg 216, 28357 Bremen

(0421) 7 49 09

www.DrStefaniak.de

Henning Sündermann, Katharina Finkemeyer

und Dr. Merle Dreyer

Horner Heerstr. 33, 28359 Bremen

(0421) 23 20 58

Zahnpraxis in Horn-Lehe

Dr. Jochen Grzonka, Dr. Randy Nowka

und Katharina Eggers

Leher Heerstr. 87, 28359 Bremen

(0421) 30 17 69 13

Dr. Jan von Lübcke

Zahnarzt im Mühlenviertel

Gerold-Janssen-Straße 2a

28359 Bremen

Telefon: (0421) 43 60 39 30

www.zahnarzt-von-luebcke.de

KLINIKEN

Ambulantes OP-Zentrum Bremen

Universitätsallee 3, 28359 Bremen

(0421) 276 39 90

Augen Zentrum Bauer

Leher Heerstr. 66, 28359 Bremen

(0421) 2 46 84 - 0

Tagesklinik für Frauenheilkunde

Am Herzogenkamp 3, 28359 Bremen

(0421) 24 90 24

Psychotherapeutische Ambulanz der

Universität Bremen

Grazer Straße 6, 28359 Bremen

(0421) 21 86 86 66

APOTHEKEN

Hollerland Apotheke

Kopernikusstr. 63, 28357 Bremen

(0421) 27 22 47

Horner Apotheke

Horner Heerstr. 35, 28359 Bremen

(0421) 20 36 610

www.horner-apotheke.de

Markus Apotheke

Wilh.-Röntgen-Str. 4, 28357 Bremen

(0421) 20 54 44

Apotheke im Mühlenviertel

Gerold-Janssen-Straße 2, 28359 Bremen

(0421) 24 67 77 80

Alle Angaben sind ohne Gewähr

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HORNER Magazin | März - April 2018


HORNER Magazin | März - April 2018 67


SPORTLICHES HORN-LEHE | TV EICHE HORN

ZWEI MANNSCHAFTEN,

DIE ES WISSEN WOLLEN

Es tut sich was im Herrenfußball des TV Eiche Horn. Nach langer Durststrecke

(nach dem Saisonende 2012 gab es keine 2. Herren mehr und die

1. Herren stand vor dem absoluten Neuaufbau) stehen die Zeichen in

Richtung positive Zukunft. Das bewies vor allen Dingen unsere „Zweite“,

die für die Saison 2012/13 ins Leben gerufen wurde. Dreimal in vier Jahren

gelang der Aufstieg in die nächste Klasse und momentan stehen sie erneut

mit sechs Punkten Vorsprung auf Platz 1 der Kreisliga C.

Federführend für diesen Erfolg ist die kontinuierliche Arbeit des Trainerduos

Alexander Waiss und Christian Stolzenberger.

Dieser Lobgesang steht auch einem weiteren Übungsleiter zu. Seit Februar

2017 ist Hamid Kashiri für die 1. Herren verantwortlich. Ziemlich

schnell war zu erkennen, dass hier einer sein Fach beherrscht. In Verbindung

mit dem langjährigen Co-Trainer Tomas Führer ging die Formkurve

steil nach oben. Die Hoffnung, dass den 1. Herren der Sprung in die Bezirksliga

gelingt, ist durchaus berechtigt. Denn von den 15 Meisterschaftsspielen

der Hinrunde wurde nur ein einziges verloren – das erste

Pflichtspiel gegen den jetzigen Tabellenführer SC Borgfeld. Zwei Mannschaften,

die der Abteilung Fußball zurzeit viel Freude bereiten!

Harald Meyer

NORDIC-WALKING-

KURS FÜR EINSTEIGER

Effektives und gelenkschonendes Ganzkörpertraining in der freien Natur

bietet der TV Eiche Horn an. Ab dem 30. April findet an acht Terminen

immer montags von 16 bis 17 Uhr ein Nordic-Walking-Kurs für Einsteiger

statt.

TV EICHE HORN E.V.

Berckstr. 87

28359 Bremen

E-Mail: info@eiche-horn.de

Tel.: (0421) 23 40 60

www.eiche-horn.de

In dem Kurs wird die ALFA-Technik des Deutschen Nordic-Walking-Verbandes

gelehrt. Diese Technik ermöglicht ein intensives und gesundheitsförderliches

Training mit den Stöcken. In jeder Übungseinheit wird

der Einsatz der Stöcke erlernt und geübt. Beim Nordic Walking werden

fast 90 Prozent aller Muskeln trainiert. Besonders die sonst eher weniger

trainierten Muskeln wie zum Beispiel die Schulterpartien und der Rücken

werden gekräftigt. Aber auch die Ausdauer und die Fettverbrennung kommen

nicht zu kurz bei einem Kalorienverbrauch von etwa 500 Kalorien

pro Stunde. Der Kurs wird von den meisten Krankenkassen anerkannt

und finanziell unterstützt. Weitere Informationen und Anmeldungen

unter der Telefonnummer

(0421) 23 10 10

oder direkt im Maximum

in der Berckstraße

87.

68

HORNER Magazin | März - April 2018


SPORTLICHES HORN-LEHE | TV EICHE HORN

anzen mit Leidenschaft: Gerda und Wilhelm Dietz

TANZKREISE BEI EICHE HORN

Sonntags um 17 Uhr wird im Sportzentrum Eiche Horn in der Berckstraße

87 getanzt. Jedes Paar, welches gerne das Tanzen als Hobby betreiben

möchte, kann sich ohne Druck in lockerer Atmosphäre und bei guter

Musik bei uns wiederfinden und auch weiterentwickeln. Da wir keinem

festgelegten Kurssystem unterliegen, wie z. B. in den Tanzschulen, kann

unser Trainerpaar Wilhelm und Gerda Dietz (ehemalige Deutsche Meister

im Standardtanz) ganz individuell auf die Wünsche einzelner Paare oder

der Gruppe eingehen.

Die Gruppe bestimmt das Lerntempo selbst. Dadurch wird ein Wiedereinstieg,

auch nach längerer Pause, für jedes Tanzpaar möglich! Unterrichtet

werden alle Standard- und Lateintänze mit Grundschritten und

einigen interessanten einfachen Figuren, Disco Fox sowie aktuelle Partytänze.

Zweimaliges Schnuppertraining ist möglich. Getanzt wird sonntags um

17 und um 18 Uhr. Einfach vorbeikommen und unser Trainer-/Übungsleiterpaar

ansprechen oder bei Fragen anrufen unter Telefon (0421) 23

92 06.

Jürgen Kuzyk

DIE SPORTABZEICHENSAISON STARTET

Am 3. April um 18 Uhr startet die Freiluftsaison für das Sportabzeichen.

Ab diesem Tag kann an jedem Dienstag auf der Fritzewiese trainiert

werden. Die beiden Dieter freuen sich auf alle Sportler, die ihre Fitness

in den unterschiedlichen Disziplinen unter Beweis stellen wollen. Also,

wir sehen uns dienstags um 18 Uhr auf der Fritzewiese!

PATRONE LEER?

NEU + Befüllung + Kompatibel

Tintenpatronen + Tonerkartuschen + Trommeln

HORNER Magazin | März - April 2018 69


SPORTLICHES HORN-LEHE | HOCKEY-CLUB HORN

WEIBLICHE JUGEND A DES HOCKEY CLUB HORN ERFOLGREICH

Teilnahme an der Nord-Ost-Deutschen Meisterschaft

Der Berliner HC als Ostmeister erwies sich aber

gleich als sehr große Hürde und die Mädchen

mussten sich nach hartem Fight verdient 0:4

geschlagen geben. Im zweiten Spiel des Tages

gegen die Zehlendorfer Wespen Berlin lief es da

schon wesentlich besser. Die Horner Mädchen

waren spielerisch gleichwertig und konnten

noch vor der Pause verdient mit 1:0 in Führung

gehen. Nach der Pause verlor man allerdings

leider die gute Linie und musste sich am Ende

mit 1:3 geschlagen geben. Auch im dritten Spielen

gegen den Uhlenhorster HC Hamburg ging

man mit 1:0 in die Halbzeitpause, wobei man

noch klare Torchancen für einen Ausbau des Ergebnisses

liegen ließ. Dies sollte sich nach der

Pause wieder rächen, da der UHC den Druck

erhöhte und letztendlich das Spiel noch drehen

konnte und 2:1 gewinnen konnte, da selbst

kleinste individuelle oder mannschaftliche Fehler

auf diesem Niveau und mit guten Schiedsrichtern

sofort bestraft werden.

Die weibliche Jugend A des Hockey Club Horn

hat am Wochenende des 17./18. Februar an der

Nord-Ost-Deutschen Meisterschaft in Braunschweig

teilgenommen. Hier kämpften acht

Mannschaften aus den Bundesländern Bremen,

Niedersachsen, Hamburg, Berlin und Schleswig-

Holstein um drei Endrundenplätze bei der Deutschen

Meisterschaft.

Ein großer Erfolg für diese engagierten Horner

Mädchen der Jahrgänge 2000 und 2001, die

sich sogar ohne den noch spielberechtigten

Jahrgang 1999 qualifiziert haben.

Nachdem man sich in der Bremer Meisterschaftsrunde

als zweiter der Meisterschaft hinter

dem Bremer HC und vor dem Club zur Vahr

für die Relegation mit Niedersachsen qualifiziert

hatte, konnte man dort mit einem starken Auftritt

den Niedersachsenmeister Eintracht Braunschweig

mit 4:2 bezwingen und war am

zweiten Spieltag mit 4:1 gegen Hannover 78 erfolgreich.

Das entscheidende dritte Spiel um die

Teilnahme an der Nord-Ost-Deutschen Meisterschaft

ging zwar nach 1:0 Führung denkbar

knapp mit 1:2 gegen DHC Hannover verloren,

aber da der Erstplatzierte Bremer HC am Folgetag

auf eine Teilnahme verzichtete, konnte

der HC Horn als Drittplatzierter für die Nord-

Ost-Deutsche Meisterschaft noch nachrücken.

Jetzt wurden noch einmal alle Reserven aktiviert

und mit den Trainern Oliver Klahn und

Andreas Busch sowie dem Athletiktrainer Jörg

Fasel bereitete man sich in den letzten 14 Tagen

noch einmal intensiv auf dieses Event vor. Unterstützt

von den Betreuerinnen Hanni Zupanc

und Tanja Porath reiste die Mannschaft bereits

am Freitag nach Braunschweig, um sich am

Abend vorher noch einmal mit Videoanalyse intensiv

und in ruhiger Atmosphäre vorzubereiten.

Damit ging es im letzten Spiel am Sonntag um

Platz 7 gegen den DHC Hannover, wo man sich

zu guter Letzt mit einem 0:0 Unentschieden

voneinander trennte.

Es bleibt die Erinnerung an einen tollen Erfolg

dieses jungen Teams, dass erstmalig in der Vereinsgeschichte

des HC Horn eine Nord-Ost-

Deutsche Meisterschaft erreicht hat und sich

dort hervorragend sowie spielerisch und athletisch

ebenbürtig mit anderen Teams aus der

deutschen Hockeyspitze präsentieren konnte.

HOCKEY CLUB HORN E.V.

Berckstraße 91 B

28359 Bremen

E-Mail: info@hc-horn.de

Tel.: (0421) 23 37 63

www.hc-horn.de

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HORNER Magazin | März - April 2018


HORNER Magazin | März - April 2018 71


WIR, DIE MENSCHEN AUS HORN-LEHE

Jürgen Giertz im Einsatz: Beim Kunden muss eine neue Pumpe eingebaut

werden. Jetzt wartet er auf einen Abpumpwagen.

Im Urlaub ein bisschen in der

Bremer City shoppen gehen, ist

für Vivien Severiens heute genau

das Richtige

Viola Witzke auf dem Weg zum Fahrradladen.

Ihr Vorderrad muss in die Reparatur.

Sonnenstudioleiterin Tatjana Schilling freut sich seit

2012 auf ihre Kunden, die gerade bei winterlichen Temperaturen

ihren Vitamin D-Haushalt auffüllen wollen –

für jeden Hauttyp hat sie die richtige Sonnenbank.

Lutz Mühlenbruch, Taxifahrer aus

Verden, begleitet Patienten von

Dr. Bauer auf ihrem Weg zum

Augen-Zentrum und auch wieder

nach Hause

Katrin Hollmann nutzt mit ihrer Tochter Johanna den Weg zum Einkaufen,

um frische Luft zu schnappen

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HORNER Magazin | März - April 2018


WIR, DIE MENSCHEN AUS HORN-LEHE

Inka Flemke ist bei bestem Zustellwetter auf dem Weg in ihrem Horner Revier

Auf eine baldige Genesung: Nach

einem Bandscheibenvorfall ist

Synia Plümer-Kaross wieder unterwegs.

Wir wünschen gute

Besserung!

Margot Berg hat schwer zu tragen

auf ihrem Weg zum Postamt

Wunschlos glücklich beim Paketabholen sind Sophie Horstmann und Julian Wecht

Johann (rechts) unterstützt Rami aus Syrien – so sind

sie gerade von der Autowerkstatt in Horn auf dem

Rückweg ins Büro

Boris Adler begleitet Herrn Grewe auf einen

winterlichen Spaziergang im Stadtteil

HORNER Magazin | März - April 2018 73


WIR, DIE MENSCHEN AUS HORN-LEHE

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