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SAM2018_Broschüre_WEB

Alle Informationen rund um die Schongauer Ausbildungsmesse SAM2018 am 18 April in der Lechsporthalle. Hier finden Sie alle Aussteller mit den entsprechenden Infos über Berufsbilder und Ansprechpartner, die Möglichkeiten von Praktika und natürlich auch Informationen über die einzelnen Firmen sowie einen Hallenplan.

Die

Die Kreishandwerkerschaft Oberland Das Sprachrohr des Handwerks Rund jeder fünfte Betrieb in den Landkreisen Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen ist ein Handwerksunternehmen. Damit liegt die Region deutlich über dem oberbayerischen Schnitt (14,7 Prozent) und auch beim Umsatz hat das hiesige Handwerk mit über 20 Prozent einen hohen Anteil. Zum Vergleich: Im kompletten Oberbayern sind es „nur“ knapp sechs Prozent. Kurzum: Das regionale Handwerk lebt! Einen nicht unbedeutenden Anteil an der positiven Entwicklung in der Region hat die Kreishandwerkerschaft Oberland. Noch deutlicher wird dies beim Blick auf die Zahlen der Jugendlichen, die in den vergangenen Jahren ihre Ausbildung begonnen haben. Entgegen des deutschlandweiten Trends konnten Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl und seine Mitstreiter wieder mehr junge Menschen für eine duale Ausbildung im Handwerk begeistern. Eine Reihe an Vorteilen Schlossen 2015 noch 194 Personen einen Ausbildungsvertrag ab, waren es im darauffolgenden Jahr 330. 2017 wurde das Niveau nahezu gehalten. „Das sind zwar tolle Zahlen, allerdings darf man sich nicht darauf ausruhen“, weiß Roland Streim, seit 2015 Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Oberland. Er ergänzt: „Ich wünsche mir mehr Nachwuchs, mehr Fachkräfte. Damit die Betriebe ihre gute Arbeit weiter anbieten können.“ Kreishandwerkerschaften, in Oberbayern gibt es 15, sind Körperschaften des öffentlichen Rechts und werden durch regionale Innungen getragen. Bei der Kreishandwerkerschaft Oberland sind es insgesamt acht verschiedene Innungen. Die Aufgabe besteht in erster Linie darin, die Interessen des regionalen Handwerks im öffentlichen Leben zu vertreten sowie intern die Geschäftsführung der ihr angeschlossenen Innungen zu organisieren. Derzeit sind über 750 Betriebe über die verschiedenen Innungen dem „Interessensverbund“ Kreishandwerkerschaft Oberland angeschlossen. Um den Unternehmen bei der Lehrlingsfindung zu helfen, ist die Kreishandwerkerschaft viel in die 52 Organisation von Messen mit eingebunden und ist auf solchen stets präsent. Ein Muss, schließlich erkennt Geschäftsführer Roland Streim: „Während früher auf Ausbildungsmessen angehende Lehrlinge bei Firmen für sich geworben haben, werben mittlerweile die Betriebe um die Lehrlinge.“ Es ist eben jener Wandel in Ausbildungsberufen, der Handwerksunternehmen und damit auch die Kreishandwerkerschaft vor Herausforderungen stellt. Streim sagt allerdings auch klar: „Ich muss unseren regionalen Betrieben ein großes Lob aussprechen, denn die machen sehr viel.“ Für die Betriebe selbst ist eine Mitgliedschaft in den einzelnen Innungen und damit in der Kreishandwerkerschaft keineswegs verpflichtend, bietet allerdings eine Reihe an Vorteilen: Neben Tarifverträgen, welche die Unternehmen nutzen können, gibt es vergünstigte Prüfungsgebühren. Informationsmaterialien wie Rundschreiben zu Neuerungen oder Internetportale zählen ebenso zum Angebot wie Weiterbildungsmöglichkeiten, etwa betriebswirtschaftliche oder arbeitsrechtliche Seminare. Ein großer Teil ist zudem der arbeitsrechtliche Bereich. Die Kreishandwerkerschaft greift immer dann vermittelnd ein, wenn es zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber Probleme gibt, hilft bei Mahnungen oder in letzter Instanz auch bei Kündigungen. Erfreuliche Zahlen Die Unterstützung reicht bis zur Vertretung vor dem Arbeitsgericht. Wichtiger Aspekt ist darüber hinaus die Zusammenarbeit der Kreishandwerkerschaft mit verschiedensten Gremien, Ausschüssen und Beiräten wie etwa dem Jobcenter oder dem Arbeitskreis Wirtschaft-Schule. „Wir sind das Sprachrohr des Handwerks“, fasst Roland Streim zusammen. Trotz erfreulicher Zahlen rund um die Kreishandwerkerschaft Oberland bereiten dem Geschäftsführer die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen durchaus Sorgen. So gibt es beispielsweise seit 2014 in München und Oberbayern mehr Studienanfänger an Universitäten und Hochschulen als Leute, die eine duale Ausbildung beginnen. Dieser Trend ist auch in den Landkreisen Quelle: ALTLANDKREIS 46, März/April 2018

Geschäftsführer Roland Streim (links) und Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau angekommen, wenngleich die Lage keineswegs so angespannt ist wie in vielen Teilen Bayerns. Holzberufe wie Schreiner oder Zimmerer „boomen“ laut Roland Streim regelrecht. „Die sind wieder in Mode gekommen. Es scheint fast so, als ob die traditionellen Handwerksberufe wieder richtig Zuspruch finden“, bemerkt der Geschäftsführer diesbezüglich ein Umdenken. „Man darf nicht vergessen, dass das alles hochtechnisierte Berufe sind, in denen man sich auch nach erfolgreicher Gesellenprüfung entwickeln kann“, spricht Streim die zahlreichen Möglichkeiten an, im Handwerk Karriere zu machen. Während es in technisch orientierten Berufen wie etwa im Elektrofachbereich stabile Ausbildungszahlen gibt, bereitet vor allem der Lebensmittelbereich, allen voran das Metzgerhandwerk, Kopfzerbrechen. Die Kreishandwerkerschaft wird sich diesbezüglich etwas einfallen lassen müssen, neue Wege gehen. Um generell mehr Schüler für eine duale Ausbildung zu begeistern, geht die Kreishandwerkerschaft Oberland bereits gezielt in Schulen, die das Handwerk ihrerseits wieder spürbar vermehrt integrieren. Es scheint, dass nicht nur Roland Streim erkannt hat: „Irgendwann gibt es viele Architekten, aber niemanden mehr, der das Haus bauen kann.“ Gesundheit weiter gedacht Lieber voller Ideen als keinen Plan Schulende, Berufsstart, eine spannende Zeit. Mit tausend Fragen und noch mehr Möglichkeiten. Wir helfen dir, wenn es um Gesundheit, Bewerbung und Ausbildung geht. Und geben Tipps für einen stressfreien Start ins Berufsleben. BARMER Kaufbeuren Jochen Riedle Am Graben 10 87600 Kaufbeuren Telefon: 0800 333004 206-441* Telefax: 0800 333004 206-449* jochen.riedle@barmer.de Infos unter www.barmer.de * Anrufe aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz sind für Sie kostenfrei! 53

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