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Refektorium – der

Refektorium – der Speisesaal „Beim Tisch darf die Lesung nicht fehlen ... Es soll tiefstes Schweigen herrschen, so dass man kein Flüstern und keine Stimme hört außer der Stimme des Lesers allein. Was beim Essen und Trinken benötigt wird, reichen sie sich gegenseitig, so dass keiner um etwas zu bitten braucht.“ (Benediktsregel, Kap. 38,1.6) „Jeder hat seine Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so. Deshalb bestimmen wir nur mit einigen Bedenken das Maß der Nahrung für andere.“ (Benediktsregel, Kap. 40,1.2) „Beim Essen muss vor allem Unmäßigkeit vermieden werden; und nie darf sich Übersättigung einschleichen. Denn nichts steht so im Gegensatz zu einem Christen wie Unmäßigkeit, sagt doch der Herr: ‚Nehmt euch in acht, dass nicht Unmäßigkeit euer Herz belaste‘.“ (Benediktsregel, Kap. 39,7-9) Das Refektorium (von lat. refectio = Erfrischung) ist der Speiseraum der klösterlichen Gemeinschaft. Es ist mehr als ein bloßer Speisesaal. Hier wird die Feier des Abendmahls im Gottesdienst in den Alltag hinein fortgesetzt. Nach dem Mittagsgebet und nach der Vesper zieht der Konvent ins Refektorium, um die Hauptmahlzeiten einzunehmen. Das Refektorium gehört zu den „Regulären Räumen“ des Klosters, in denen das Schweigen beobachtet wird. Die Mahlzeiten werden in Stille eingenommen; eine Tischleserin liest mittags zunächst einen Abschnitt aus der Heiligen Schrift und abends einen aus der Benediktsregel vor. Danach werden die aktuellen Radionachrichten eingespielt sowie aus Zeitungen oder fortlaufend aus einem Buch gelesen. An Festtagen hört der Konvent bei Tisch klassische Musik. The Refectory “The meals of the sisters should not be without reading ... And let absolute silence be kept at table, so that no whispering may be heard nor any voice except the reader‘s. As to the things they need while they eat and drink, let the sisters pass them to one another so that no one need ask for anything.“ (Rule of St Benedict, Ch 38, 1.6) “Everyone has her own gift from God, one in this way and another in that (1 Cor. 7:7). It is therefore with some misgiving that we regulate the measure of others‘ sustenance.“ (Rule of St Benedict, Ch 40, 1.2) “Above all things, however, over-indulgence must be avoided and a monk must never be overtaken by indigestion; for there is nothing so opposed to the Christian character as over-indulgence according to Our Lord‘s words, ‘See to it that your hearts be not burdened with over-indulgence‘ (Luke 21:34).“ (Rule of St Benedict, Ch 39, 7-9) The refectory (Latin “refectio”: refreshment) is the dining-room of a monastic community. But it is more than that. It is where the celebration of the Eucharist is sort of continued and transferred to everyday life. After our midday prayer and after Vespers the Sisters take up their seats in the refectory for their main meals. The refectory is a part of the convent’s regular rooms where silence is obeyed. So the meals are taken in silence. At lunchtime the Sister responsible for the readings first reads out a passage from the Holy Scriptures. In the evening it is a chapter from the Rule of St Benedict. After the spiritual readings the Sisters either listen to the latest radio news, newspaper reports or another chapter of a book. On feast days the community listen to classical music.

Gelübde / Ewige Profess „Höre, mein Sohn, meine Tochter, auf die Weisung des Meisters … und erfülle sie durch die Tat!“ (Benediktsregel, Prolog 1) „In Gegenwart aller verspreche sie Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam.“ (Benediktsregel, Kap. 58,17) „Höre“, so lautet das erste Wort der Benediktsregel. Es ist eine Einladung, ganz Ohr zu sein und das „Ohr seines Herzens“ zu neigen. Das heißt konkret: offene Ohren zu haben für den Anruf Gottes, für die Sorgen und Anliegen der Menschen, und bereit zu sein, auf das Gehörte mit unserem Leben zu antworten. Gerade diese Beziehung zwischen Hören und Antworten kennzeichnet das benediktinische Ordensleben. In der Ewigen Profess, der öffentlichen Ablegung der Gelübde und der endgültigen Aufnahme in die Klostergemeinschaft, verspricht die Professe daher den Gehorsam, d.h. sie will ihr Leben ganz dem Dienst an Gott und den Menschen weihen. Im Versprechen der stabilitas (Beständigkeit), der Bindung an diese Gemeinschaft und den einmal gewählten Ort, kommt zum Ausdruck, dass sie Gott in allem suchen und ihm in den Höhen und Tiefen des Lebens stets treu bleiben möchte. Das dritte Versprechen bekennt sich zu einem Leben in Dynamik: conversatio morum (klösterlicher Lebenswandel) bedeutet beständiges Bemühen um ein Leben nach dem Evangelium sowie stete Erneuerung und Wachstumsbereitschaft. In der Profess versprechen wir also, ein Leben lang zu hören, zu lernen und auf diesem Weg nie stehen zu bleiben. Im Vertrauen auf Gottes Führung und sein treues Geleit bringen wir im Professgesang unsere Hoffnung zum Klingen: „Nimm mich auf, Herr, nach deinem Wort, und ich werde leben“ (Psalm 119,116). Vows / Eternal Profession “Listen carefully, my child, to your master‘s precepts, and incline the ear of your heart.“ (Rule of St Benedict, Prol 1) “She promises before all in the oratory stability, fidelity to monastic life and obedience.“ (Rule of St Benedict, Ch58, 17) “Listen“. This is the first word of the Rule of St Benedict. It is an invitation to be all ears and to bow to the “ear of his/her heart“. Specifically, this means: open up your ears for God`s call, for the sorrows and concerns of fellow human beings and to be prepared to respond to the things you have experienced in our own life. It is precisely this relationship between listening and responding which signifies life according to the Rule of St Benedict. So in the eternal profession, a public vow which means final acceptance into the monastic community, the nun professes obedience. This means that she is willing to dedicate her whole life entirely to the service of God and her fellow human beings. Her promise of stability (persistence), her commitment to this community and the place she has chosen, mean that she will seek God everywhere and in everything and that she wishes to always be faithful to Him in all the vicissitudes of life. The third promise refers to a dynamic life: conversatio morum (monastic conduct of life) and it entails the constant endeavour to lead a life according to the Holy Gospel, along with constant personal renewal and propensity for mental development. So with our profession we promise never to stop listening, learning or following our chosen paths. In trusting God’s guidance and His faithful assistance we express our hope by singing: “Accept me, oh Lord, according to Thy will and I will live“. (Psalm 119,116) This Psalm is the text of the chant during our profession ceremony.

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