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Hören und Schweigen

Hören und Schweigen „Höre, mein Sohn, [meine Tochter], auf die Lehren des Meisters, neige das Ohr deines Herzens … und erfülle sie durch die Tat“ (Benediktsregel, Prolog 1) Hören ist das Grundwort benediktinischen Lebens. Der Glaube kommt vom Hören. Er ist Antwort auf das Wort und den Anruf Gottes. Der heilige Benedikt beginnt seine Ordensregel mit dem Wort „Höre“. Bereit sein zu hören ist für ihn die Lebensaufgabe eines Menschen, der auf der Suche nach Gott und nach dem Sinn seines Lebens ist. Hören kann jedoch nur der, der auch schweigen kann, der den Lärm von außen und den Lärm im eigenen Herzen zur Ruhe bringen kann. Deshalb gibt es im Kloster Zeiten und Orte, in denen nicht gesprochen und der Stille Raum gegeben wird: zwischen dem Nachtgebet am Abend und der morgendlichen Heiligen Messe z.B., oder in den Kreuzgängen und im Refektorium. Deshalb auch bemühen wir uns um einen maßvollen und zielgerichteten Gebrauch von Computer, Internet, E-Mail und Handy. Das Schweigen dient der Sammlung und Konzentration. Es verhindert die bloße Zerstreuung. Nur aus dem Schweigen heraus können wir lernen, im Wirrwarr der Stimmen auf das Wesentliche zu hören. Früchte des Schweigens sind innere Ruhe und Sammlung, aber auch echte Begegnung. Insofern hat auch die Kultur des Redens und der Sprache ihren Urgrund im Schweigen. Erst aus dem Schweigen und dem Hören heraus erwachsen gute Gespräche, ein ganz neues Verstehen, die Feinheit des Gefühls und die Fähigkeit des Mitschwingens, die die Fremdheit zwischen den Menschen überbrücken kann. Listening and Being silent “Listen carefully, my child, to your master‘s precepts, and incline the ear of your heart (Prov. 4:20). Receive willingly and carry out effectively …“ (Rule of St Benedict, Prol 1) Listening is fundamental to the Benedictine life. Faith comes from listening. It is the response to the word and the call of God. St Benedict opens the rules for his order with the word “listen“. For him being prepared to listen is the lifelong task of any human being who seeks God and the meaning of life. Only someone who is capable of silence can block the noise from both outside and inside of her / his heart so as to find peace and quiet. This is why a monastery makes sure that there are times – between the nightly prayers and morning Mass - and places - within the cloisters and in the refectory - where talking is forbidden and silence must be preserved. This is why we also aim for a moderate and purposeful use of computers, Internet, Email and mobile phones. Silence is an aid to contemplation and concentration. It prevents distraction. Only silence permits us to learn, to listen to what is essential. The benefits of silence foster inner quiet and contemplation but also genuine encounters. In this respect, the culture of speech as well as language lie at the heart of being silent and provide the reason. Profound conversations and listening to people grow out of silence and offer a completely new understanding, a particular sensitivity and an ability to show compassion which can bridge the alienation between fellow human beings.

Noviziat „Wer ist der Mensch, der das Leben liebt und gute Tage zu sehen wünscht? Wenn du das hörst und antwortest: ‚Ich‘ …“ (Benediktsregel, Prolog 15). „Man achte sorgfältig darauf, ob der Novize wirklich Gott sucht.“ (Benediktsregel, Kap. 58, 7) Benediktinerin zu werden, ist ein lebenslanger Weg, das eigene Leben als Christ bewusst und konkret zu gestalten. Am Beginn stehen das Kennenlernen eines Klosters, Gespräche und verschiedene Aufenthalte im Gästehaus. Wächst und reift der Wunsch, ein Leben nach der Regel Benedikts führen zu wollen, dann kann der Eintritt in die Gemeinschaft folgen. Mit dem Eintritt beginnt das sogenannte Postulat, eine Zeit des Einlebens in den Rhythmus des klösterlichen Alltags und der Prüfung der eigenen Berufung. Nach ca. 6-12 Monaten erfolgt mit der Einkleidung die Aufnahme in das Noviziat. Die neue Mitschwester erhält einen Ordensnamen und das Ordenskleid. Das Noviziat bietet die Möglichkeit, sich tiefer mit der neuen Lebensform auseinanderzusetzen und in ein geistliches Leben hineinzuwachsen. Auf diesem Weg ist die Novizenmeisterin eine wichtige Hilfe und Stütze. Neben der Mitarbeit in verschiedenen klösterlichen Arbeitsbereichen, gewährt das Noviziat u.a. eine intensive Einführung in die Regel Benedikts, in die klösterliche Spiritualität, in den Gregorianischen Choral und in das Gebet. Nach zwei Jahren Noviziat kann die Novizin darum bitten, sich für drei Jahre an die Gemeinschaft und das Leben nach der Regel des heiligen Benedikt zu binden. Wenn die Gemeinschaft ihrerseits der Bitte zustimmt, kann die Novizin ihre zeitliche Profess ablegen. Nach Ablauf dieser drei Jahre folgt in der Regel die ewige Profess. The Novitiate “Who is the one who will have life, and desires to see good days? And if, hearing Him, you answer, ‘I am the one‘ …“ (Rule of St Benedict, Prol 15) “Let her examine whether the novice is truly seeking God.“ (Rule of St Benedict, Ch 58, 7) Becoming a Benedictine nun is a lifelong way of shaping one`s own life as a Christian, consciously and concretely. In the beginning the main thing is to familiarize yourself with life in the monastery. You have to attend certain talks and discussions, and stay a number of times in the guest quarters. In the event that the desire to lead a life according to the Rule of St Benedict grows and matures entry into the community can follow. The entry marks the beginning of what is called the postulancy, a time of adjusting to the rhythm of everyday monastic life and considering one`s own calling. After some six to twelve months the acceptance into the novitiate is followed by the clothing. The novice receives a monastic name of her own choice and a habit. The novitiate offers the opportunity to adapt to the new way of life and to grow into the spiritual life of the convent. The mistress of the novices provides important help and support. Novices participate in various monastic fields of work. But the novitiate also provides amongst other things an intensive introduction into the Rule of St Benedict, into monastic spirituality, into the Gregorian chant and into prayer. After another two years the novice can officially request to be allowed to commit herself to the community and to a life according to the Rule of St Benedict for another period of three years. If the community gives its consent the novice can take her temporary vows. For most, the solemn, eternal vows come at the end of these three years.

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diesem Heft - Arbeitskreis Geistlicher Gemeinschaften im Bistum Trier