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Heiliger Benedikt und

Heiliger Benedikt und Benediktsregel „Es lebte ein verehrungswürdiger Mann. Er hieß Benediktus. Der Gnade und dem Namen nach war er ein Gesegneter.“ (Gregor der Große, II. Buch der Dialoge, Prolog 1) „Er schrieb eine Regel für Mönche [und Nonnen], ausgezeichnet durch maßvolle Unterscheidung und wegweisend durch ihr klares Wort.“ (Gregor der Große, II. Buch der Dialoge, Kap. 36) Das benediktinische Mönchtum hat seine Formung vor allem durch die Benediktsregel gefunden. Die Person des heiligen Benedikt (480-547) tritt hinter seinem Werk, d.h. hinter seiner Regel, immer zurück. Doch schon Papst Gregor der Große, der mit der Vita Benedicti die einzige Lebensbeschreibung des Mönchsvaters verfasste, wusste im Jahr 593/94 zu berichten: “Wer sein [Benedikts] Leben und seinen Wandel genauer kennen lernen will, der findet in den Weisungen seiner Regel alles, was er als Lehrmeister vorgelebt hat: denn der heilige Mann konnte nicht anders lehren, als er lebte.“ (Gregor der Große, II. Buch der Dialoge, Kap. 36). Die Benediktsregel ist ganz vom Geist und Buchstaben der Heiligen Schrift und von den verschiedenen Mönchsregeln und monastischen Traditionen des Ostens und Westens durchtränkt. Sie ist ein Buch geistlicher Weisung, in dem sich in 73 Kapiteln allgemeine Grundsätze mit praktischen Regelungen des Gemeinschaftslebens mischen. Das erklärte Anliegen der Benediktsregel ist es, einer Gemeinschaft von Gottsuchern ein Leben im Geist des Evangeliums zu ermöglichen. Dabei erweist sich der heilige Benedikt als ausgesprochener Menschenfreund und Menschenkenner. Der Weg des Gottsuchers ist so zugleich ein Heilungs- und ein Heilsweg. St Benedict and the Benedictine Rule “There lived a venerable man. His name was Benedictus. In accordance with mercy and with his name he was a blessed man.” (St Gregory the Great, Dialogues II, Prol 1) “He wrote a rule for monks (and nuns) distinguished by modest differentiation and pathbreaking through its clear word:” (St Gregory the Great, Dialogues II, Ch 36) Benedictine monasticism was primarily shaped by the Rule of St Benedict. The person called St Benedict (480 – 547) has always taken second place to his works, his Rule. As early as 593 / 94 Pope Gregory the Great, who – in his “Vita Benedicti” - wrote the only biography of the monk’s father, reported: “Whoever wants to get to know Benedict`s life and the way it changed, finds in the commands of his Rule everything that he as a teacher has exemplified; for the teachings the Holy man were completely at one with his life.” (St Gregory the Great, Dialogues II, Ch 36). The Benedictine Rule is permeated with the spirit and letter of the Holy Gospel and the various monastic rules and traditions from East and West. It is a book of spiritual instruction which combines general principles with practical regulations, offering a guide for the life of the community in seventy-three chapters. Benedict’s declared intention is to enable God - seeking individuals to form a community where they can lead their lives in the spirit of the Holy Gospel. In so doing St Benedict proved himself beyond doubt to be a philanthropist and an excellent judge of human character. The path of someone seeking God was, and is, regarded as a path that leads at once to healing and salvation.

Stundengebet „Stehen wir also so beim Psalmensingen, dass unser Herz im Einklang ist mit unserer Stimme.“ (Benediktsregel, Kap. 19, 7) Das Stundengebet ist uns Benediktinerinnen in besonderem Maße aufgetragen. Es ist Quelle und Mitte unseres Lebens. Alle Besucherinnen und Besucher unseres Klosters sind eingeladen, einzuschwingen in den Rhythmus des Gebets oder sich einfach mit hineinnehmen zu lassen in das Geheimnis, das wir Gott nennen. Das Stundengebet, das aus sehr alten und doch immer neu gehörten und verstandenen biblischen Texten und Gesängen besteht, hat eine gemeinschaftliche Dimension, in der wir uns als betende Gemeinschaft erfahren; es hat eine individuelle Dimension in der Beziehung der einzelnen zu Gott, und es hat eine universale Dimension, in der wir das Leben, die Freuden und Leiden der ganzen Welt betend vor Gott bringen. Die Gebetszeiten in der Abtei St. Hildegard (Mo–Sa) 5.30 Uhr: Beim Morgenlob, den Laudes, rufen wir Gott an, er möge unsere „Lippen öffnen für sein Lob“, und seinen Segen herabsenden auf die ganze Welt. 7.30 Uhr: Die Terz ist die Stunde der Herabkunft des Heiligen Geistes. Wir bitten Gott, dass Sein Heiliger Geist uns heute führe und leite. 12.00 Uhr: In der Mittagshore findet unser Herz mitten im Getriebe des Alltags und der Arbeit zur Ruhe und richtet unseren Blick neu auf Gott aus. 17.30 Uhr: Im Abendlob, der Vesper, sagen wir Dank für alles, was uns an diesem Tag zu Teil wurde: für das, was gelingen durfte, aber auch für das, was nicht vollendet werden konnte. 19.30 Uhr: Die abendliche Komplet ist die stillste Gebetsstunde. Sie will uns zurückführen in den Frieden des Herzens und in die Ruhe der Nacht. 19.45 Uhr: In der Vigil, der Nachtwache, wachen wir dem Herrn entgegen und halten Ausschau nach seiner Wiederkunft. The Liturgy of the Hours “Let us take part in the psalmody in such a way that our mind may be in harmony with our voice.“ (Rule of St Benedict, Ch 19, 7) The hourly prayers are a special task assigned to us Benedictines. They are the wellspring and the centre of our life. All visitors are invited to join in the routine of the prayers and allow themselves to be brought into the secret called God. The hourly prayers consist of very ancient biblical texts and chants, but they are still listened to and comprehended today. The prayers have a shared dimension, where we experience being a member of the praying community. They also have an individual dimension in everyone’s individual relationship with God. And they have a universal dimension because our prayers bring before God the life, the joy and the suffering of the whole world. Praying times at the Abbey of St Hildegard (Mo–Sa) 5.30 a.m. Lauds: In our morning praise we invoke God to “open our lips“ and bless the whole world. 7.30 a.m. Terce: This is the hour when the Holy Spirit decends. 12.00 a.m. Midday prayers: At midday we hope to find peace in our hearts amid the hustle and bustle of our everyday life and work and try to re-focus our attention on God again. 5.30 p.m. Vespers: In our evening praise we give thanks for everything we shared on this day, for what we were allowed to achieve, but also for what we left unfinished. 7.30 p.m. Compline: The evening is the quietest hour for prayer. The intention is to lead us back into the peace of our hearts, into the quiet of night. 7.45 p.m. Vigil: We keep watch at night, in expectation of the Lord and pleading for His return.

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