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MSC-Magazin 2017

Das jährliche Magazin des Marienburger Sport-Clubs 1920 e.V. in Köln. Ausgabe 2017.

INTERVIEW MIT ALEXANDER

INTERVIEW MIT ALEXANDER CHAMIER DER MSC IST EIN GEFÜHL Alexander Chamier ist in der 3. Generation Mitglied im MSC. Nicht verwunderlich also, dass er in unserem Club viel erlebt hat: 2. Bundesliga mit den Hockeyherren, mehrfacher TVM-Mannschaftsmeister in der Tennisjugend, Verwandte die den MSC geprägt haben. Nachdem Alex nach einer schweren Erkrankung mit dem Hockeyspielen aufhören musste, wechselte ALEXANDER CHAMIER IST MSC-MITGLIED IN DER DRIT- TEN GENERATION UND UNSER NEUER FINANZVORSTAND er kurzer Hand mit Mitte 20 als Hockeyobmann in den Vorstand. Nach einigen Jahren MSC-Auszeit kehrt er dorthin wieder zurück: als neuer MSC-Finanzwart. Alex, du bist quasi im MSC geboren, die Familie Chamier ist mit deinen Kindern in diesem Verein in der 4. Generation vertreten. Wie würdest du deine Kindheit und Jugend im MSC beschreiben? »Ausnahmslos positiv. Ich kann ja auch gar nicht anders als gute Erinnerungen an diesen Club zu haben: Meine Eltern haben sich im MSC kennengelernt, mich dann in der Kinderwiege hierhin getragen. Kaum konnte ich laufen habe ich im MSC Tennis und Hockey gespielt – und das meine ganze Kindheit und Jugend lang. So habe ich hier auch meine Frau und fast meinen ganzen Freundeskreis kennengelernt. An diese Zeit denke ich gerne noch zurück. Deine Familie hat im MSC schließlich auch viel bewegt… »... Naja, zumindest hat meine Mutter jahrelang bei den 1. Tennisdamen und mein Vater jahrelang bei den 1. Hockeyherren gespielt. Aber Ausnahmespieler waren sie sicherlich nicht. Allerdings, und das ist vielleicht etwas Besonderes, hat mein Vater das erste MSC-Hockey-Jugendteam ins Leben gerufen. Wie kam es denn dazu? »In den 1950er und 60er-Jahren gab es im MSC lediglich eine Herrenmannschaft, in der auch schon mein Großvater spielte. Also ist mein Vater zu den Jugendlichen aus seinem Freundes- und Bekanntenkreis gegangen und hat sie gefragt – oder davon überzeugt –, ob sie nicht Hockey spielen wollen. Als sie genügend Spieler waren, hat er schließlich die erste MSC-Jugendmannschaft gemeldet. Das Leistungsprinzip wie heute galt damals noch nicht: Wer da war, der hat gespielt. (lacht) Du selbst bist zurzeit nur noch im Tennis aktiv. Du bist Teil der 2. Herren 30, eine eingeschworene Truppe, die zusammen durch dick und dünn geht. Wart ihr schon immer so enge Freunde, die alles miteinander gemacht haben – und seid jetzt bloß ein wenig älter geworden? »Auf jeden Fall. Wir kennen uns fast alle seit Kindesbeinen an aus dem MSC. Früher haben wir vor allem zusammen Hockey gespielt – in der Jugend und bei den 1. Herren. Nun bietet uns das Tennis den Rahmen, uns wieder öfters sehen zu können. Und das ist auch der Sinn dahinter: miteinander Spaß zu 10 MSC MAGAZIN 2017

haben, gemeinsam Zeit zu verbringen. Das sportliche steht nicht ganz so stark im Vordergrund wie das vielleicht noch bei uns in der Jugend der Fall war. Du hast es zu Beginn schon gesagt: Früher hast du auch viel Hockey gespielt. Was macht dir mehr Spaß: Tennis oder Hockey? »Dass mir beides sehr viel Spaß macht steht außer Frage. Bis ich etwa 18, 19 Jahre alt war, habe ich sowohl Tennis als auch Hockey sehr intensiv betrieben, ohne einen zu starken Fokus auf nur die eine oder die andere Sportart zu legen. Das hat sich dann geändert. Bei den 1. Hockeyherren konnte ich in der 2. Bundesliga spielen: in einer super Mannschaft mit drei Trainingseinheiten pro Woche und teils Doppelwochenenden in Hamburg. Viel Zeit fürs Tennis blieb da nicht mehr. Meine Hockeyzeit war also sicher intensiver. Leider musste ich sie mit Mitte 20 nach meiner schweren Erkrankung beenden. Sich als junger Spieler in einer Zweitligamannschaft festzuspielen ist sicher nicht einfach. Warst du damals vielleicht schon so groß wie heute und wurdest deswegen gar nicht als Jugendlicher wahrgenommen? »Ich war eher ein schmales, ziemlich schlaksiges Kerlchen. Daher bin ich sicher als Jugendspieler unter all den Studenten und Berufstätigen aufgefallen. Genau wie heute brauchte man auch damals seine Zeit, sich ans Erwachsenenhockey zu gewöhnen: an die Härte, an die Geschwindigkeit. Und auch läuferisch war ich nie der schnellste, hatte allerdings eine gute Kondition. Ich war eher ein Mittelfeld-Stratege, der Tore vorbereitet hat, statt sie selber zu erzielen. Für die Tore gab es andere, allen voran Ditsche. (lacht) Dirk Brüse, genannt Ditsche, war Anfang der 2000er-Jahre sicherlich der erfolgreichste Torjäger des MSC in der 2. Bundesliga. Erzähl doch einmal von diesen erfolgreichen Jahren. »Richtig, Dirk Brüse war über Jahre hinweg im MSC der herausragende Stürmer, der in seinen Saisons hier konsequent eine zweistellige Anzahl an Toren erzielt hat. Aber klar ist, dass er einen ganz stark polarisierenden Charakter hatte, mit dem nicht jeder zurechtkam. Andererseits war er zweifellos unser stärkster Spieler: Ditsche war ehemaliger Nationalspieler, kam von Rot-Weiß Köln und hat sich hier extrem reingehängt. Gemeinsam mit ihm, zwei, drei weiteren externen Spielern und einem starken MSC-Kern haben wir mehrere Jahre eine gute Rolle in der 2. Liga gespielt – bis Rot-Weiß Köln wahrscheinlich nicht mehr mitansehen konnte, dass wir die Saisons immer mal wieder vor ihnen in der Tabelle beendet hatten. Sie holten sich dann einige Nationalspieler… Der von dir angesprochene MSC-Kern war damals Mitte 20 oder älter. Heute ist der Großteil der 1. Herren weitaus jünger als 20 Jahre. Warum ist das eine so besondere Situation? »Es ist insofern besonders als dass die Mannschaft gemeinsam Erfahrungen sammeln kann und sammeln muss. Gemeinsam müssen sie sich ans Tempo und an die Härte gewöhnen. Wir Jugendspieler hatten es Mitte der 1990er sicher einfacher: Wir kamen in ein gestandenes Team und konnten uns in Ruhe entwickeln. Allerdings, und das ist anders als früher: Dieser breite, junge Kader ist unheimlich vielversprechend für die Zukunft. Es ist toll, dass wir diese Qualität in der eigenen Jugend haben. Allerdings habt ihr damals in der 2. Bundesliga gespielt. Das tun unsere 1. Herren heute nicht… »… Wir hatten damals allerdings nicht so viele hochtalentierte Jugendspieler wie wir sie heute haben. Mittlerweile ist es für unsere Jugend fast normal, dass sie die WHV-Endrunde erreicht. Früher war das ein seltenes Erlebnis. Wir hatten damals eine einzige gute Mannschaft im Club: die 1. Herren. Heute gibt es mit den Jugendmannschaften eine Menge guter Teams. Kann man vielleicht das Hockey aus deiner Jugend und das heutige Hockey einfach nicht mehr miteinander vergleichen? »Zumindest ist die Leistungsdichte heute viel höher. Zu meiner Zeit waren die Leistungssprünge zwischen den einzelnen Ligen noch viel extremer. Ein Abstieg aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga konnte als Betriebsunfall schnell mit dem sofortigen Wiederaufstieg korrigiert werden. Heute, das behaupte ich, könnte unsere 1. Herren ohne Probleme in der Regionalliga mitspielen. Man sieht dich in letzter Zeit sehr oft im MSC: Du hast dich an verschiedensten Aktionen beteiligt – beispielsweise den ‚Hockey Fründen‘. So präsent warst du die Jahre zuvor nicht. »Eigentlich war ich als Jugendlicher und junger Erwachsener alleine schon durchs Tennis und Hockey sehr präsent. Richtig ist aber, dass ich dann nach meiner Erkrankung nur noch gelegentlich im Club war – beispielsweise um Hockeyspiele zu sehen. Und seit wann nimmst du wieder aktiver am Clubleben teil? » Wirklich aktiv bin ich wieder seit etwa sieben Jahren. Damals habe ich das Tennisspielen auf meine linke Hand umgestellt, da ich nach meiner Erkrankung mit der rechten nicht mehr spielen konnte. Hier muss ich auch meiner Frau sehr danken, die sich mit viel Geduld mit mir auf den Platz gestellt hat – auch, wenn am Anfang nicht viel dabei herausgekommen ist. Später kam auch die Geburt unserer Kinder hinzu. INTERVIEW MIT ALEXANDER CHAMIER 11

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