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Reisebilderbuch - Algarve-Portugal

Besitz aufgelöst, in einen Bus gezogen und jetzt auf Reise. Holger Dorn - Photography

Klick! Klick hat es 2015

Klick! Klick hat es 2015 im Sommer gemacht. Bin aufgewacht und da war er auf ein mal da. Der Gedanke so geht dein Leben nicht weiter. Du musst was anders machen. Irgendwas stimmt hier nicht. Ich bin nicht geboren worden um mein ganzes Leben dem Geld hinter her zu rennen. Ich hab doch ganz andere Interessen als nur den Lifestyle zu führen den mir die Gesellschaft vorlebt. Ich ziehe in ein Wohnmobil und reise. Das war mein erster Impuls. Und der war ziemlich stark dieser Impuls. Dann hab ich sofort, ohne nachzudenken, meinen Vermieter angerufen und meine Wohnung gekündigt. Damals lebte ich in einer 100 m 2 Loftwohnung. Ein kleiner Traum den ich mir mal erfüllt habe, der aber wertlos geworden ist, weil es nicht weiter zu meinem Glück beigetragen hat. Jetzt drei Jahre später sitze in an der Küste von Portugal in einem kleinen Eukalyptushain in meinem Auto, tippe diese Zeilen und bin weitaus glücklicher als in meiner Loftwohnung und dem ganzen Besitztum. Dann hab ich angefangen meinen Besitz zu verkleinern, es waren ein Haufen Überbleibsel von zwei alten Geschäften und einer großen Loftwohnung da. In der Zwischenzeit ist mir dann ein WG Zimmer über den Weg gelaufen, bzw. mir ist jemand eingefallen, der davon gesprochen hatte. Bin dann also nach den drei Monaten Kündigungsfrist von 100 auf 25 m 2 umgezogen. War noch nicht mutig genug komplett und gleich in ein Van zu ziehen. Danach hab ich mir einen kleinen Camperbus (Peugot Boxer) gekauft und bin im nächsten Winter aufgebrochen um den Winter im Süden zu verbringen, da auftragstechnisch diese Zeit eh immer frustrierend für mich war. Nach 4 Monaten hatte ich bei einem Gepräch mit meinem österreichischem Nachbar, am Strand von Spanien, die Erleuchtung. Für was brauche ich noch mein Zimmer? Das Zimmer muss weg. Das kostet zuviel wenn ich unterwegs bin und ich bin gerne unterwegs. Insgesamt hatte ich 700,- Euro Fixkosten im Monat, ob ich nun daheim war oder nicht. Und das ist schon wenig, hatte auch schon mal 2000,- Euro Fixkosten und dann bleibt keine Zeit mehr, weil sich alles um das liebe Geld dre ht um seinen Lebensstandart aufrecht zu halten. Ich hab es auf reisen nicht vermisst für was ich so viel Geld zahle. Also heim und den restlichen Besitz auflösen. Und ein größerer Van musste noch her, weil der jetzige zwar toll zum reisen aber für einen längeren Aufenthalt zu klein war. Einfach zu klein um komplett drin zu wohnen. Hat mich 8 Monate arbeit gekostet. Besitzt weg, Rest im Auto. Neues Auto gesucht und komplett ausgebaut. Dann von Auto nach Auto umgezogen. War eine Arbeit die niemand als Arbeit sieht und man keine Anerkennung dafür bekommt. Das macht man nur für sich alleine und für sein eigenes Ziel. Und so eine Lebensveränderung erfordert Mut, Zuversicht und dauert seine Zeit. Damit war ich Anfang Dezember dann fertig und ich musste los, weil Deutschland in der Jahreszeit viel zu kalt ist.

Meine alte Loftwohnung - war nett aber ich brauch sowas nicht mehr. Der Preis dafür ist viel zu hoch. Da sitz ich lieber kostenfrei am Strand. HOLGER DORN.COM 5

Reisebilderbuch Portugal-Algarve Winter 2017/18