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DKS 1 - 2018

INKLUSIONSPREIS FÜR DEN

INKLUSIONSPREIS FÜR DEN GEBÄRDENCHOR BERICHT ÜBER DIE VERLEIHUNG DES INKLUSIONSPREISES 2017 DES NETZWERKES INKLUSIV DER NORDKIRCHE DIE LECKERE SIEGERTORTE! Die Nordkirche und das Netzwerk inklusiv vergeben alle 2 Jahre einen Inklusionspreis für die inklusive Arbeit in den Gemeinden und Kirchenkreisen. Durch ein Schreiben, das der Vorsitzende des Gemeindevorstandes Wilfried Hömig vom Netzwerk erhielt, wurde unser Gebärdenchor von ihm angespornt, sich zu bewerben. Die Bewerbung wurde dann der Nordkirche eingereicht. Nach einer gewissen Zeit erhielten wir zu unserer Überraschung dann ein Schreiben mit einer Einladung nach Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern). Vom 10. bis 11. November 2017 trafen sich die Mitglieder und Gäste des Netzwerkes inklusiv in Güstrow. Neben dem normalen Treffen und Erfahrungsaustausch am 10. November 2017 gab es am 11. November 2017 eine besondere Veranstaltung in der Pfarrkirche St. Marien zu Güstrow. Dort wurde eine Ausstellung von 4 Bewerbern für den Inklusionspreis 2017 gezeigt und ein abschließender Gottesdienst war der Höhepunkt dieses Tages. Für den Inklusionspreis bewarben sich: • das SommerCafé in Lichtenhagen Dorf bei Rostock; • Kinder- und Jugendbüro des Kirchenkreises Nordfriesland; • Gebärdenchor Hands & Soul der Evangelischen Gehörlosengemeinde Hamburg • und eine Initiative aus Schwabstedt. Nach seinem Debüt vor zwei Jahren wird der mit insgesamt 7500 Euro dotierte Preis nun das zweite Mal vergeben. In diesem Jahr überreichte Diakon Jörg Stoffregen in Vertretung von Bischof Andreas von Maltzahn in der Pfarrkirche Sankt Marien in Güstrow den Preis an die Gewinner. Bewerben konnten sich alle Kirchengemeinden, Kirchenkreise und kirchlich-diakonischen Einrichtungen auf dem Gebiet der Nordkirche, die sich um die Entwicklung von inklusiver Praxis bemühten. Die Preisträger waren dann: Der Hamburger Gebärdenchor und das SommerCafé Lichtenhagen „Der Hamburger Gebärdenchor und das SommerCafé überzeugten die Jury gleichermaßen“, sagte Stoffregen, der das Netzwerk Kirche inklusiv leitet. „Daher entschied man sich, den ersten Preis zu teilen und auf den zweiten Preis zu verzichten, die Preisträger erhalten jeweils 3000 Euro“, so Stoffregen. Der Gebärdenchor besteht schon seit den 1970er Jahren, seit 2014 werden ganz im Sinn der Inklusion auch hörende und andere behinderte Mitglieder aufgenommen. Mit Birgit Fritzsch und Bettina Schmolla hat der Chor heute eine gehörlose und eine hörende Chorleiterin. Das SommerCafé Lichtenhagen Dorf versteht den Begriff Inklusion in einem weiten Sinn: Im Pfarrgarten entstand 2014 als Bereicherung eines aktiven Gemeindelebens ein Treffpunkt, der seither ohne konfessionellen Zwang für jeden zugänglich ist - für Jung und Alt, für Menschen mit oder ohne Behin-

POLITIK EV. KIRCHENGEMEINDE „HANDS & SOUL“! derung und mit oder ohne Migrationshintergrund. Der dritte Preis in Höhe von 1500 Euro ging an das Kinder- und Jugendbüro des Kreises Nordfriesland, für das Inklusionsprojekt „Ich bin anders - Gott sei Dank“. Wir freuen uns sehr, dass die Arbeit des Gebärdenchores Hands & Soul auf sehr fruchtbarem Boden gefallen ist und auch mit diesem Preis belohnt wurde! Unsere Arbeit soll dann weiterhin bestehen bleiben! Wer Interesse hat, gemeinsam mit Gehörlosen, Schwerhörigen, sehbehinderten Gehörlosen, Taubblinden, Hörenden und Rollstuhlfahrer im Gebärdenchor Hands & Soul mit zu wirken, ist herzlich willkommen! Wilfried Hömig DIE STOLZEN GEWINNER*INNEN NACH DER EHRUNG DOVEN KLÖNSCHNACK 53