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ImmoCcompact 012018

Das Fachmagazin für die Immobilienwirtschaft

MARK 51°7 – Fläche

MARK 51°7 – Fläche mit Konzept Mehr Infos auf www.bochum2022.de Gefördert aus Mitteln der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“

Editorial Der Konsens-Nonsens Plötzlich ist es allen klar: Bezahlbares Wohnen ist eine wichtige politische Aufgabe. Darauf hat sich die nicht mehr ganz so große Koalition aus CDU, CSU und SPD während der Koalitionsverhandlungen geeinigt – und dafür ein Paket an Maßnahmen geschnürt. Die sinnvollste von allen möglichen Förderungen fehlt allerdings: die Abschaffung der Grunderwerbsteuer für den Kauf von selbst genutzten Eigenheimen. Das würde Familien sofort entlasten. Nicht selten scheitert der Kauf von Wohneigentum schließlich an den Nebenkosten. Die bis zu 6,5% Grunderwerbsteuer machen bei einer Kaufsumme von 200.000 Euro schließlich schon 13.000 Euro aus, die Familien bei einem Wegfall weniger finanzieren müssten. Stattdessen lautet das Motto aber lieber Baukindergeld. 1.200 Euro je Kind und Jahr für bis zu zehn Jahre. Macht bei einem Kind maximal 12.000 Euro – aber nicht sofort wie bei einem Streichen der Grunderwerbsteuer, sondern erst über einen längeren Zeitraum. Bis 2021 sollen bis zu 1,5 Millionen neue Wohnungen gebaut werden. Ein hehres Ziel. Es sollten aber auch schon mal 1 Million Elektroautos bis 2020 auf Deutschlands Straßen fahren. 4 Mrd. Euro will die neue Regierung für einen Wohnungsboom zur Verfügung stellen. Klingt viel. Bedeutet pro Wohnung aber gerade einmal weniger als 2.700 Euro. Zweifelhaft, dass das ernsthaft etwas an der Wohnungsnot ändern wird – zumal die SPD mit einem ihrer Lieblingsthemen den Wohnungsbau auf der anderen Seiten auch ausbremsen will. Die Mietpreisbremse wird verschärft. Statt das völlig fehlgeschlagene Gesetz zu beerdigen, wird es also neu aufgerührt. Dieser Populismus fördert bezahlbares Wohnen kein Stück. Bleibt nur zu hoffen, dass die Bremse erneut ihre Wirkung verfehlen wird und sich die Regierungsparteien auch mit einigen weiteren Punkten noch einmal genauer auseinandersetzen. Die neuen Vorhaben zur Förderung des Wohnungsbaus in Deutschland sind noch in der Schwebe. Bereits klar ist hingegen, dass sich die mittelständische Immobilienwirtschaft auch in diesem Jahr mit zahlreichen anderen Entwicklungen auseinandersetzen muss – von der Weiterbildungspflicht für Makler und Wohnungsverwalter über ein sich wandelndes Kundenverhalten bis hin zur weiter fortschreitenden Digitalisierung. Bei all diesen Themen wird ImmoCompact Sie genauso begleiten wie bei den politischen Planspielen – ob hier im Magazin oder auch täglich aktuell unter immocompact.de. Ihr Michael Herrmann, Chefredakteur ImmoCompact herrmann@immocompact.de 1 / 2018 3