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ImmoCcompact 012018

Das Fachmagazin für die Immobilienwirtschaft

Top-Makler im Gespräch

Top-Makler im Gespräch Peter Endruhn-Kehr im Gespräch Top-Makler und Inhaber der ENDRUHN-KEHR Immobilien GmbH Was ist dabei neben Durchhaltevermögen und Kreativität noch ein wichtiger Faktor für erfolgreiche Werbung? Eine gewisse Portion Humor ist nie verkehrt. Gerade bei der Werbung sollte man sich unbedingt etwas trauen. Ich habe zum Beispiel schon mal im Schottenrock von unserem Plakat mit 5 x 7 Metern gegrüßt oder auf Messen mit Bodypainting für Betrieb an unserem Stand gesorgt. Mit der Masse zu gehen, kann man heute vergessen. Man muss auffallen, um im Kopf hängenzubleiben. Auf die Bodypainting-Aktion werde ich heute noch angesprochen. Das geht auch nicht, wie oft befürchtet, zulasten der Seriosität. Wir sind doch keine Superhelden, sondern versuchen nur einen richtig guten Job zu machen. Die Regulierungen sind grausam. Die damit verbundenen Herausforderungen führen zu einem ungerechtfertigten Mehraufwand. Allein was die Banken heute an Unterlagen haben wollen. Der Lageplan darf heute zum Beispiel nicht älter als drei Monate sein. Auch die Gebäudepläne älterer Häuser werden meist nicht mehr akzeptiert. Als Folge muss man sie im Grunde immer neu holen oder erstellen. Das kostet natürlich Zeit und Geld. Diesen vermeintlichen Verbraucherschutz zahlt letzten Endes wieder der Kunde. Was gehört zu einem richtig gut erlegigten Job als Immobilienmakler alles dazu? Dazu gehört unter anderem, alle Unterlagen rechtzeitig und vollständig zusammenzustellen. Das erfordert nicht zuletzt die neue Kreditrichtlinie in Deutschland, auf die auch wir uns einstellen mussten. Inwieweit fordern die vielen Regulierungen Sie allgemein im beruflichen Alltag heraus? Um im Kopf hängenzubleiben, greift Endruhn-Kehr auch zu ungewöhnlichen Aktionen wie Live-Bodypaintings. Was die Käufer heute alles an Unterlagen einbringen müssen, ist enorm. Einziger Vorteil davon ist, dass so definitiv keine Blase vorhanden ist. Käufer müssen sich vor der Bank komplett ausziehen. Das verhindert, dass sich die Kunden übernehmen. Wie sehen Sie die geplante Weiterbildungspflicht für Immobilienmakler? Für prägnante Werbung wagt sich Peter Endruhn-Kehr auch mal im Schottenrock aufs Plakat. Regelmäßige Weiterbildung ist zwingend notwendig. Die Zeit hierfür muss man sich nehmen. Selbst wenn man 90% schon gehört hat, bringen einem die 10%, die man noch nicht gehört hat, vielleicht den nächsten Auftrag. Es gibt immer etwas, was man noch nicht kennt – egal ob in der Organisation oder im Marketing. W 22 1 / 2018