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Bauen © DanBu.Berlin

Bauen © DanBu.Berlin – Fotolia.com Fertig- oder Massivhaus? Der Traum vom eigenen Haus als Lebensmittelpunkt für deutsche Familien ist so aktuell wie nie. Trotz der Trends hin zum Mehrgenerationenwohnen wünscht sich der größte Teil der Hausplaner ein klassisches Einfamilienhaus. In der Planungsphase ist knapp ein Viertel der Hausplaner jedoch unentschlossen über die richtige Bauweise. Die Familie bekommt Zuwachs, der Job ist sicher und das Szeneviertel passt nicht mehr zum Alltag – die Gründe, warum Menschen sich mit dem Gedanken an einen Hausbau beschäftigen, sind vielfältig. Oft dauern die Überlegungen über Jahre an. Zu Beginn der Planungen geht es oftmals um das Äußerliche, die Form, sprich den Haustyp. Der weitaus größte Teil der Hausbauer entscheidet sich seit jeher für ein klassisches Einfamilienhaus mit Satteldach. Erst in zweiter Instanz wenden sich Bauinteressenten der Frage zu, in welcher Bauweise das Heim gebaut werden soll. Zwei Fragen stellen sich dann unweigerlich allen, die bauen wollen: Massivhaus oder Fertighaus? Und wo liegen die Unterschiede? Immer mehr Menschen entscheiden sich beim Bau ihres Eigenheims für ein Fertighaus. Im Jahr 2016 stieg der Anteil der Baugenehmigungen für Ein- oder Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise auf 17,8%. Die Gründe dafür sind vor allem geringe Kosten und eine kurze Bauzeit. Die heißt aber auch, dass acht von zehn Häusern noch immer massiv gebaut werden. Was ist eigentlich ein Fertighaus? Für viele ist die Frage, was ein Fertighaus ist, schnell beantwortet. Ein Fertighaus wird in der Fabrik vorgefertigt, auf der Baustelle werden dann beispielsweise die fertigen Holz- oder Betonwände aufgestellt, ein Dachstuhl montiert, das Dach gedeckt, Fenster und Türen eingebaut. Nach dem groben Innenausbau übernimmt der Bauherr den Rest, so lautet die landläufige Meinung. In diesem Fall ist das Haus „fertig“ und muss auf der Baustelle nur noch zusammengebaut werden. Demgegenüber gibt es vorgeplante Häuser, die zwar „fertig“ geplant sind, aber in traditioneller Massivbauweise erstellt werden. Sie sind einerseits „Fertighäuser“, andererseits aber auch wieder nicht. Traditionell Stein auf Stein Ein Massivhaus wird auch heute noch traditionell Stein auf Stein gebaut. Das heißt, Maurer erstellen zunächst den Rohbau, Zimmerleute bauen den Dachstuhl, Dachdecker decken das Dach. Bei dieser Bauweise sind viele Gewerke beteiligt, ein Handwerksbetrieb übergibt den Staffelstab an den nächsten, sodass nach und nach ein Haus entsteht. Diese Bauweise ist besonders solide, da massive Baustoffe zum Einsatz kommen. Dabei schließen sich Stabilität und eine individuelle Bauplanung nicht aus. Optimales Klima und robuste Baustoffe Massivhäuser bieten eine hohe Wohnund somit auch Lebensqualität. Die stabile Bauweise gewährleistet einen zuverlässigen Schallschutz. Neben einer angenehmen Akustik sorgen das Mauerwerk und die verwendeten mineralischen Materialien auch ohne zusätzliche Installationen für beste Eigenschaften: Haltbarkeit, Wertbeständigkeit und ein optimales Verhältnis aus Wärmedämmung und Wärmespeicherung. Die Bausubstanz ist nicht nur witterungsbeständig und robust, sondern auch wärmeisolierend und -regulierend. Die lange Haltbarkeit der Bauten entsteht auch durch die Verwendung unempfindlicher Baustoffe wie Stein. Die Baustoffe und das stabile Mauerwerk sind ein Garant für die gleich bleibende Gebäudequalität der Massiv - häuser – auch über mehrere Generationen hinweg. Demgegenüber werden die im Werk vorgefertigten Häuser vornehmlich aus Materialien wie Holz gebaut. 24 1 / 2018

Gleichbleibende Wertbeständigkeit Ein Argument, das immer wieder pro Massivhäuser ins Feld geführt wird, ist die Wertbeständigkeit. Diese spiegelt sich im Wiederverkaufswert wider, der bei Massivhäusern mindestens gleichbleibend hoch ist und sie so zu einer sicheren Geldanlage macht. Für Bauherren ist die finanzielle Stabilität ein wichtiger Faktor, schließlich ist die Investition in die eigenen vier Wände oftmals die größte Geldausgabe des Lebens. Als Heim für die Familie, aber auch als Vorsorge für das Alter, ist der Erwerb einer Wohnimmobilie heute beliebter denn je. Der gleichbleibend hohe Wert des Eigenheims ist ein wichtiger Faktor, der oftmals auch bei der Finanzierungsfrage eine große Rolle spielt. Am Markt werden Massivhäuser oft höher bewertet als Fertighäuser – ein wichtiger Punkt, den all jene beachten sollten, die das Haus vor allem als Geldanlage betrachten. Individuelle Planung mit System Damit sich Bauherren in ihrem neuen Haus auch rundum wohl und „zu Hause“ fühlen, sind nicht nur die Qualität der Baumaterialien und der Wiederverkaufswert entscheidend, sondern auch die Umsetzung individueller Wünsche bei der Planung des Grundrisses und der Räume. Basierend auf dem Ansatz der „Systemarchitektur“ bietet der Massivhausanbieter Heinz von Heiden eine Fülle verschiedener Hausstile und -größen an. Bauinteressenten haben die Wahl: Das Hausangebot reicht vom klassischen Einfamilienhaus über moderne Stadtvillen und ebenerdige Bungalows bis hin zum stylischen Bauhaus. Abgesehen von Einfamilienhäusern werden auch Doppelhäuser angeboten, die ebenfalls in verschiedenen Baustilen verwirklicht werden können. Das besondere an der Systemarchitektur ist der Ansatz, dem Bauinteressenten einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten des Bauens zu bieten. Künftige Hausbesitzer können aus einem großen Angebot an vorgeplanten Haustypen wählen. Zusammengefasst ist dies in sieben Baureihen, die außerdem in fünf Ausbaustufen aufgeteilt sind. Für Hausbauinteressenten entstehen so nahezu grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten. Nach diesem Prinzip müssen Kunden in der Planungsphase nicht bei null anfangen und können ihre Wünsche trotzdem jederzeit realisieren. Gauben, Erker und Balkone lassen sich ebenso in den persönlichen Entwurf integrieren wie ein offener Wohn- und Kochbereich oder eine Ankleide am Schlafzimmer. So entsteht das eigene Traumhaus Stein auf Stein und mit System. Auch hier sind die Häuser demnach quasi „fertig“, wenn auch nur auf dem Papier. Für Bauwillige stellt dieser hohe Grad der Vorplanung eine Erleichterung dar, da sie im Vorfeld auch die Kostenkontrolle ermöglicht. Mit über 86 Jahren Bauerfahrung ist Heinz von Heiden eines der Traditionsunternehmen der Branche, das für gewachsene, etablierte Partnerschaften zu namhaften Industrieherstellern und Handwerkern steht. Wie schnell können Bauherren einziehen? Im Vergleich zu Fertighäusern dauert der Bau eines Massivhauses natürlich etwas länger. Das erklärt sich anhand der oben beschriebenen Bauweise, die auch Witterungseinflüssen ausgesetzt sein kann. Besonders lange, harte Winter beeinflussen die Abläufe auf einer Baustelle beispielsweise trotz aller Technik auch heute noch. Kurz: Die massive Bauweise fußt auf traditionellem Handwerk, das dann auch äußeren Bedingungen unterliegen kann. Mit Heinz von Heiden bauen Kunden meist schlüsselfertige Häuser. Bis auf die Bodenbeläge und Malerarbeiten bekommen die Bauherren eine bezugsfertige Immobilie ganz nach ihren Wünschen. Fertighaus oder Massivhaus? Eine richtige Antwort gibt es darauf nicht, denn beide Optionen haben ihre Vorteile. Das Ganze ist tatsächlich eine Typfrage. Wer bauen möchte, sollte viel Zeit in die Planungen investieren und sich umfassend informieren, um später die richtige Entscheidung treffen zu können. Wie die Zahlen zeigen, entscheiden sich Bauwillige hierzulande dennoch zu 80% nach wie vor für das traditionelle Handwerk und somit für ein Massivhaus. W Von Claudia Krause, Referentin PR & Marketing der Heinz von Heiden GmbH Massivhäuser 1 / 2018 25