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Features Werbung Eine Liebeserklärung an London In „Paddington 2“ erwacht die britische Hauptstadt auf ganz besondere Weise zum Leben: In einem wertvollen, antiken London-Pop-up-Buch. Hugh Grant glänzt in einer Paraderolle als abgehalfterter West End Star. London. Schon lange träumt Paddingtons geliebte Tante Lucy davon, die britische Hauptstadt zu besuchen. Deshalb möchte Paddington seiner Tante zum 100. Geburtstag unbedingt das wunderschöne London- Pop-up-Buch aus Mr. Grubers Antiquariat schenken. Der einzige Haken an der Sache: Das Buch ist ein Unikat und deshalb sehr teuer. Ein Job muss her. Nach einigen missglückten Anstellungen – unter anderem als Hilfskraft in einem Friseursalon – hat Paddington eine zündende Idee: Fenster- putzen. Schmutzige Fenster gibt es in Windsor Gardens schließlich genug. Er hat das Geld fast zusammen, als er mit ansehen muss, wie das Buch gestohlen wird. Beherzt nimmt Paddington die Verfolgung auf. Er hat den Übeltäter fast erwischt, als dieser sich vor seinen Augen in Wohlgefallen auflöst. Dumm für Paddington. Denn jetzt hält die Polizei ihn für den Hauptverdächtigen. Und so landet er im Gefängnis, wo ihn ein Haufen übellauniger Sträflinge erwartet. Doch wer Orangenmarmelade kochen kann, findet auch im Knast Freunde. Sogar, wenn er dafür verantwortlich ist, dass alle Häftlinge in rosagestreiften Uniformen herumlaufen. Wer hat das Bilderbuch geklaut? Eins ist der knuddelige Bär aus Peru sicher nicht: Ein Dieb. Um das zu beweisen, machen sich die Mitglieder der Familie Brown auf, den wahren Täter zu finden. Sie verteilen Plakate, befragen Nachbarn und fassen schließlich einen Verdächtigen ins Auge: den ehemaligen Shakespeare-Mimen Phoenix Buchanan (Hugh Grant), der ein Meister der Verkleidung zu sein scheint und offenbar von einem großen Comeback träumt. Doch um eine pompöse Solo-Show finanzieren zu können, bräuchte er eine Menge Geld. Ausgerechnet Paddington weist ihm einen Weg, als er ihm von dem Pop-up-Buch aus Mr. Grubers Laden erzählt. Was Paddington nicht weiß: Das Buch enthält Hinweise auf einen wertvollen Schatz – den Schatz von Madame Kozlova, der Urgroßmutter eines russischen Zirkusbesitzers, dessen riesiger Jahrmarkt zu Beginn des Films 4

Herrlich bärbeißig: Brendan Gleeson als Gefängniskoch Knuckles McGinty. Regisseur Paul King am Set von „Paddington 2“ mit Michael Bond, dem Schöpfer Paddingtons. Läuft im Film zu Bestform auf: Der vielfach preisgekrönte Hugh Grant als eitler Schauspielstar Phoenix Buchanan. in London eröffnet wird. Und so beginnt für die Browns eine abenteuerliche Schnitzeljagd durch London, die in einem actionhaltigen Finale mündet und selbst für den Schurken ein Happy End bereithält. Warum mühsam ein Publikum für eine Show anwerben, wenn man im Gefängnis eins ganz umsonst haben kann? Höflichkeit versetzt Berge Nicht nur die Browns, auch all ihre Nachbarn haben den gutherzigen Bären inzwischen ins Herz geschlossen. Alle, bis auf einen: den intriganten Mr. Curry (Peter Capaldi). Der lässt nichts unversucht, um Paddington zu vergraulen. Doch gegen so viel nachbarschaftliche Solidarität kommt er einfach nicht an. Und so siegt am Ende Paddingtons unerschütterlicher Glauben an das Gute im Menschen, dem sich sogar der hartgesottene Knastkoch Knuckles McGinty beugen muss. Regisseur Paul King inszeniert die Geschichte über Vertrauen und Resozialisierung mit sicherer Hand. Paddington 2 KNV-Nr.: 67 28 26 92 KNV-Nr.: 67 28 27 05 KNV-Nr.: 67 28 27 16 Sein Film wartet nicht nur mit einer überaus knuffigen Hauptfigur auf, sondern auch mit aberwitzigen Slapstick- Einlagen, die an alte Stummfilme erinnern. Zu den vi suellen Highlights des Films zählt eine zauberhaft animierte Sequenz, in der Paddington sich plötzlich mitten in dem Pop-Up- Buch wiederfindet und seiner Tante Lucy Londons bekannteste Sehenswürdigkeiten zeigt. Eine einzigartige Hommage an London und an Paddington-Schöpfer Michael Bond. Den hatte im Winter 1956 ein im Regal übrig gebliebener Teddy derartig gerührt, dass er ihn mit nach Hause nahm und begann, Geschichten über ihn zu erzählen. Bond hat der Welt eine zeitlose Kinderbuchfigur hinterlassen, von deren Manieren sich manch einer eine Scheibe abschneiden könnte. n 5