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Chronik_Kleingartenverband_Muenchen

GRÜNDUNGSGESCHICHTE

GRÜNDUNGSGESCHICHTE sein 50jähriges Bestehen. 28 Dauer- und 44 Zeitkleingartenanlagen mit 3.838 bzw. 2.699 Parzellen waren damals im Kleingartenverband München zusammengeschlossen. Dazu kamen 1000 Gärten, die auf privatem Grund standen. 3.000 Bewerber warteten auf die Zuteilung eines Kleingartens. Am 1. September 1975 erfolgte der erste Spatenstich für ein eigenes Verbandsheim. Der Kleingartenverband München residierte seit dem Neubeginn 1946 zunächst in einem Büro im städtischen Hochhaus an der Blumenstraße. Später zog er dann in Räume an der Eduard-Schmid- Straße. Aufgrund finanzieller Eigenleistung eines jeden Mitgliedes konnten die Erstellungskosten von 250.000 DM aufgebracht werden. Bei einer Mitgliederversammlung wurde beschlossen, dass jedes Mitglied einen Betrag von 15,00 DM zu bezahlen hatte. Am 8. März 1976 war es dann soweit: Der Kleingartenverband München bezog seine eigenen Räume. Als im Jahr 1978 die Internationale-Gartenbau-Ausstellung 1983 (IGA) nach München geholt wurde, wurde vom Kleingartenverband München und dem an das vorgesehene Gelände angrenzenden Kleingartenverein SW 083 die Idee geboren, eine Musterkleingartenanlage im Rahmen dieser Ausstellung zu schaffen. Diese Musteranlage sollte Bestandteil der Gartenbauausstellung sein und während der Ausstellung ständig und ganz normal von den Pächtern bewirtschaftet werden. Nach anfänglichem Zögern konnten der Stadtverband und der Verein SW 083 den Münchner Stadtrat unter Führung vom damaligen Oberbürgermeister Erich Kiesl, den amtierenden Stadtgartendirektor Rupp und den Geschäftsführer der IGA-Gesellschaft Herrn Dr. Marx, für diese Idee gewinnen. Für die Planung der Neuanlage musste ein Wettbewerb unter den Gartenarchitekten in Deutschland ausgeschrieben werden. Ein für die damalige Zeit wohl einmaliger Vorgang in München. Der beste Entwurf – Preisträger war Gartenarchitekt Leipacher aus Wuppertal – wurde prämiert und angekauft und ab Herbst 1980 weitgehend in die Tat umgesetzt. Für die Gartengestaltung selbst wurden an die betroffenen Kleingärtner Fragebögen bzw. Wunschlisten ausgegeben, um ihre Vorstellungen und Ideen in die Planung miteinzubeziehen. Das Anlegen der Gärten selbst mussten die Kleingärtner in eigener Arbeit oder in Selbsthilfegruppen durchführen, ebenso die Pflanzung der von der Stadtgärtnerei gestellten Bäumchen, Sträucher und Stauden. Ein Plan wurde vom Gartenarchitekten für jede Parzelle ausgehändigt. Einmalig dürfte auch der Entwurf und die Planung von neuen Gartenhaustypen gewesen sein. Hier sollte wieder eine Vielfältigkeit in der Auswahl von zugelassenen Gartenlauben geschaffen werden. Das Einmalige war, dass Architekturstudenten an der TU München als Semesteraufgabe solche neuen Laubentypen entwerfen mussten. Aus den abgegebenen Vorschlägen wurden dann 16 Typen bzw. Varianten ausgewählt. In den Jahren 1981 und 1982 wurden dann die aus den Entwürfen hervorgegangenen Gartenhaustypen errichtet. Diese Typenhäuser entsprachen selbstverständlich den Vorgaben des Bundeskleingartengesetzes. Am 8. April 1983 wurde die Muster-Kleingarten-Anlage SW 083 von Oberbürgermeister Erich Kiesl an den Kleingartenverband München und an den Kleingartenverein SW 083 übergeben. Für die IGA 1983 stellte diese Musteranlage eine wertvolle Bereicherung und nach der Beurteilung der zwölf Millionen Besucher einen großen Erfolg dar. Den Kleingartenverband München, aber auch die Kleingartenanlage SW 083 sind noch heute stolz darauf, dass diese Musteranlage noch heute bei in- und ausländischen Besuchergruppen großes Interesse findet. Beim 16. Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ des Bundesverbandes Deutscher Kleingärtner im Jahr 1984 erhielt die Anlage SW 083 eine Goldmedaille. 20 100 JAHRE KLEINGARTENVERBAND MÜNCHEN E.V.

GRÜNDUNGSGESCHICHTE Im Jahr 1985 begann man mit der Sanierung der Kleingartenanlage NO 026. Die Sanierung betraf unter anderem die alten historischen Gartenlauben, die zum Teil heute noch unter besonderem Schutz stehen. Am 8. September 1986 wurde dem damaligen Vorsitzenden des Kleingartenverbandes München Josef Netter für seine Verdienste bei seiner seit 1954 ehrenamtliche Tätigkeit für den Kleingartenverband München die Medaille „München leuchtet – den Freunden Münchens“ in Silber vom Oberbürgermeister Georg Kronawitter verliehen. Im Jahr 1990 regte der Kleingartenverband München in einem Schreiben an den Oberbürgermeister und allen Stadtratsfraktionen unter anderem an, einen Kleingartenentwicklungsplan aufzustellen und bei der zu erfolgenden Fortschreibung des Stadtentwicklungsplanes den Kleingartenverband München in die Diskussion mit einzubinden. Im gleichen Jahr wurde die Münchner Kleingartenanlage NO 026 beim 18. Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. 1992 bestand der Kleingartenverband München aus 78 Vereinen mit 9258 Mitgliedern. Diese Mitglieder teilten sich auf in 54 Dauerkleingartenanlagen und 24 Zeitkleingartenanlagen. Am 17. Oktober 1992 feierte dann der Kleingartenverband München in einem großen Festabend sein 75jähriges Bestehen. Auch die Existenz der Anlage NW 030 war in den Jahren 1993/1995 gefährdet. So sollten auf dem Kleingartengelände Wohnungen errichtet werden. Nach vielen Diskussionen im Stadtrat und in der Bevölkerung konnte der Kleingartenverband München jedoch Entwarnung geben. Die Anlage NW 30 blieb erhalten. Die Nachfrage nach Kleingärten wurde immer stärker. Im Jahr 1995 wurde deshalb im Stadtrat beschlossen, dass bestehende Kleingartenanlagen „nachverdichtet“ werden sollten. Durch Verdichtung oder Arrondierung von Flächen sollten neue Gärten geschaffen werden. Das Ergebnis sollten 400 neue Kleingärten sein. Natürlich war dies im Sinne des Kleingartenverbandes München. Auch in der heutigen Zeit werden, um das Fehlen von genügend Kleingärten auszugleichen, extrem große Kleingärten, sofern möglich, geteilt. Die neu errichtete Anlage SW 098 an der Silberdistelstraße wurde 1998 an den dortigen Verein übergeben. Im Juli 2001 fand im Kinderheim St. Rupert eine Besprechung zwischen dem damalige Oberbürgermeister Kleingartenanlage SW 83 DIE CHRONIK 1917 BIS 2017 21

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