SWE_Magazin_Ausgabe_01_2018
Kundenmagazin der Stadtwerke Erfurt mit Themen aus der Landeshauptstadt. Wir lieben Erfurt.-
Kundenmagazin der Stadtwerke Erfurt mit Themen aus der Landeshauptstadt. Wir lieben Erfurt.-
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Journal<br />
Frühjahr 2<strong>01</strong>8<br />
Das <strong>Magazin</strong> für unsere Kunden<br />
Hausbesuch<br />
bei Kristina Vogel<br />
Erfurts Radsport-Ass<br />
öffnet uns die Türen<br />
SEITE 18<br />
Großbaustelle<br />
Marktstraße<br />
Was heißt das für die Straßenbahn?<br />
SEITE 16<br />
Wir sind am Ball<br />
Unser Nachwuchs kickt zur <strong>SWE</strong> Stadtmeisterschaft<br />
SEITE 14
Inhalt<br />
Jetzt blüht uns was<br />
egapark startet<br />
in die neue Saison . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8<br />
Das große Krabbeln<br />
Ameisen für die BUGA 2021 . . . . 12<br />
Ritter Rost macht Party<br />
Erfurter Kinderbuchtage<br />
werden 20 Jahre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21<br />
Sanitäter machen Schule<br />
20 × 1000: Die<br />
Johanniter-Jugend . . . . . . . . . . . . . . . . . 24<br />
Die Retter der Störche<br />
Naturschutz auf der Deponie . . . . 26<br />
Von Aprikose bis Walnuss<br />
Zu Gast beim Bäcker<br />
an der Krämerbrücke . . . . . . . . . . . . 31<br />
Ein Tag im Zoopark Erfurt<br />
Unterwegs mit<br />
Tierärztin Tina Risch . . . . . . . . . . . . . . 36<br />
Ihre Stadtwerke im Netz:<br />
www.stadtwerke-erfurt.de<br />
Der Stadtwerke-Blog:<br />
www.swefuererfurt.de<br />
Unsere Facebook-Seite:<br />
www.facebook.com/sweerfurt<br />
Impressum<br />
HERAUSGEBER: <strong>SWE</strong> Stadtwerke Erfurt GmbH |<br />
REDAKTION: Henry Köhlert, Anke Roeder-Eckert,<br />
E-Mail: presse@stadtwerke-erfurt.de, Telefon:<br />
0361 564-1128 | BEIRAT: Udo Bauer, Ivo Dierbach,<br />
Annett Glase, Christine Karpe, Inka Kaufmann, Anja<br />
Kümpfel, Barbara Schwabenthal, Sabine Lehmann,<br />
Hanno Rupp, Anett Schmidt | REDAKTIONSSCHLUSS:<br />
15. Februar 2<strong>01</strong>8 | GESTALTUNG: Diemar Jung Zapfe,<br />
Erfurt, www.diemar-jung-zapfe.de<br />
2<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
TRINKWASSER<br />
Den Weg des Wassers<br />
gibt es auch als Film.<br />
Einfach den QR-Code<br />
scannen.<br />
Wege des Erfurter<br />
Wassers<br />
Thüringer Original aus dem<br />
grünen Herzen Deutschlands<br />
Haben Sie heute schon die empfohlenen 1,5<br />
Liter getrunken, Wäsche gewaschen oder<br />
geduscht? Wasser ist das wichtigste Element<br />
unseres Lebens. Hahn auf — sauberes, frisches<br />
Wasser fließt in gewünschter Menge. Woher kommt<br />
das Erfurter Wasser eigentlich? Welchen Weg nimmt<br />
es vom Ursprung bis zu uns nach Hause? Wer prüft<br />
Qualität und Inhaltsstoffe? Wie sicher leben wir als<br />
Verbraucher? Wir sind den Fragen auf den Grund<br />
gegangen und dem Erfurter Wasser auf seinem<br />
Weg vom Ursprung bis zum Verbraucher gefolgt.<br />
Wir beginnen im Thüringer Wald, dem wichtigsten<br />
Wasserreservoir des Freistaates. Bereits 1921<br />
gründeten verschiedene Städte mit der Reichsbahn<br />
und der Landesanstalt für Gewässerkunde<br />
eine Arbeitsgemeinschaft, um Talsperren<br />
zu errichten und eine zukunftssichere<br />
Versorgung für die Einwohner und die<br />
wachsende Industrie aufzubauen. Ziel war<br />
es, das jahreszeitlich schwankende Wasseraufkommen<br />
und die dadurch wechselnde<br />
Qualität auszugleichen, außerdem<br />
dienten die Talsperren dem Hochwasserschutz.<br />
Heute findet man in Thüringen<br />
zahlreiche dieser Ingenieurbauwerke:<br />
Luisenthal, Tambach-Dietharz, Scheibe-<br />
Alsbach oder Leibis …<br />
FORTSETZUNG NÄCHSTE SEITE<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 3
TRINKWASSER<br />
Nach weniger als einer Stunde Fahrt<br />
von Erfurt erreichen wir die Ohra-Talsperre am<br />
Rande des beschaulichen Örtchens Luisenthal. Der<br />
Staudamm hat sich in die bewaldeten Hänge geschnitten.<br />
Das Flüsschen Ohra füllt den Speicher.<br />
Mehr als 17 Millionen Kubikmeter fasst das Wasserreservoir,<br />
das zu einem Verbund mit den beiden<br />
Tambach-Dietharzer Talsperren gehört.<br />
FORTSETZUNG VON SEITE 3<br />
Thüringens Wasserreservoir<br />
Seit 1967 kommt aus der Ohra-Talsperre Wasser für<br />
Erfurt. Weimar, Jena und andere Thüringer Städte<br />
wie Sondershausen beziehen das Lebensmittel Nr. 1<br />
ebenfalls von dort. Eine Fernleitung verbindet seit<br />
1967 Luisenthal mit den Übergabepunkten der örtlichen<br />
Versorger: In zwei Tagen ist das Wasser in<br />
Erfurt, in ca. sechs in Sondershausen. Wie kommt<br />
das Wasser aus dem Stausee in die Leitung? Ganz<br />
einfach: inmitten des Sees steht ein Entnahmeturm,<br />
von dort wird die Wasserschicht mit der besten<br />
Qualität angezapft. Die Güteparameter<br />
werden online gemessen und alle zwei<br />
Wochen manuell verifiziert.<br />
Direkt hinter dem Staudamm steht<br />
die Wasserkraftanlage. Ein lauter Wasserschwall<br />
rauscht aus einem Rohr in das<br />
Abflussgerinne der Talsperre. Wir werden<br />
schon von Falko Hallebach erwartet. »1,5<br />
Gigawattstunden Strom aus Wasserkraft<br />
können hier pro Jahr erzeugt werden, das<br />
reicht für den Eigenbedarf und eine satte<br />
Überschusseinspeisung ins Stromnetz«,<br />
erzählt der Leiter des Meisterbereiches<br />
Luisenthal der Thüringer Fernwasserversorgung.<br />
Wir gehen in die Aufbereitungsanlage,<br />
hier wird Rohwasser zu Trinkwasser.<br />
Das Ausgangsprodukt wird in riesigen<br />
Hochbehältern gespeichert und strömt<br />
von dort in die Teilstromaufhärtung.<br />
Über Calziumcarbonatfilter geleitet, wird<br />
die im Wasser enthaltene aggressive<br />
Kohlensäure in Hydro gencarbonat umgewandelt<br />
— entsäuert, sagt der Fachmann.<br />
»Das vorher noch saure Wasser würde die<br />
Rohrleitungen angreifen. Das ebenfalls<br />
zugefügte Eisen (III)-Chlorid bindet kleinste<br />
Schmutzpartikel, die dann herausgefiltert<br />
werden können. Natronlauge dient<br />
zum Einstellen eines konstanten pH-Wertes«,<br />
erklärt der Fachmann. Weiter geht<br />
es: In 14 Becken, offenen Mehrschicht-<br />
Falko Hallebach<br />
leitet den Meisterbereich<br />
Luisenthal<br />
der Thüringer Fernwasserversorgung<br />
und ist verantwortlich<br />
für die hohe<br />
Wasser qualität.<br />
4 <strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
TRINKWASSER<br />
Im Hochbehälter Marbach.<br />
5.000 Kubikmeter fasst die<br />
Behälterkammer – den<br />
täglichen Wasserverbrauch<br />
von 50.000 Erfurtern.<br />
Auf dem mehrere Hektar großen, ein gezäunten<br />
Grundstück wird Grundwasser<br />
gewonnen. In der Leitwarte ist Erfurts<br />
Versorgung schematisch dargestellt.<br />
Lämpchen blinken, schwankende Balken<br />
zeigen Füllstände an, das Telefon klingelt.<br />
Wir sind im Herz der Erfurter Wasserversorgung,<br />
hier wird auch registriert,<br />
welche Wassermenge aus Luisen thal am<br />
Übergabepunkt ankommt.<br />
Anschließend steigen wir mit Andreas<br />
Degelmann — verantwortlich für die<br />
Wassergewinnung der ThüWa — in eine<br />
Brunnenkammer hinab: Rohre, Pumpen,<br />
Zähler und eine UV-Behandlungsanlage.<br />
Wasser sieht man hier nirgendwo, das<br />
befindet sich weit unter uns in den<br />
wasser führenden Bodenschichten.<br />
FORTSETZUNG NÄCHSTE SEITE<br />
filtern, wird aus dem Rohwasser nun Trinkwasser. Ca. 15 Minuten<br />
Verweildauer pro Filter sind notwendig. Trübung, Eisen- und<br />
Manganverbindungen sowie Schwebstoffe werden hier auf<br />
kons tante Werte eingestellt. Am Ende der Aufbereitung macht<br />
sich ein echtes Thüringer Qualitätsprodukt auf den Weg zu den<br />
Kunden, verschiedenen Wasserversorgungsunternehmen Thürin<br />
gens. 67.000 Kubik meter Wasser können täglich aufbereitet<br />
werden. Abschließend erhält das Produkt eine Desinfektion,<br />
damit es seinen langen Weg keimfrei übersteht.<br />
Andreas Degelmann<br />
steigt in eine Brunnenkammer<br />
im Wasserwerk<br />
Möbisburg.<br />
Aus gutem Grunde und nah am Verbraucher<br />
Während das Ohra-Wasser durch riesige Rohre mit einem Durchmesser<br />
von einem Meter gen Erfurt rauscht, machen wir uns<br />
auf den Weg nach Erfurt-Möbisburg zum Wasserwerk der Stadtwerketochter<br />
ThüWa ThüringenWasser GmbH.<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8<br />
5
TRINKWASSER<br />
FORTSETZUNG VON SEITE 5 Die Brunnenfassung ist ein<br />
tiefes Rohr mit Bohrungen in verschiedenen Höhen.<br />
15 Tiefbrunnen gibt es im Wasserwerk. In einer Tiefe<br />
von 30 Metern wird heute angezapft und Grundwasser<br />
in die Wasserwerksanlagen gepumpt. Entscheidend<br />
für die Entnahmehöhe ist die Qualität<br />
des Rohwassers. Nach minimaler Chlo rung (ein<br />
Zehntel des erlaubten Wertes) und einer Behandlung<br />
mit ultravioletten Strahlen strömt das Grundwasser<br />
in Richtung der Hochbehälter. 26 gibt es<br />
davon im ThüWa-Netz. Sie dienen als Speicher, so<br />
kann die Wasserversorgung auf die unterschied -<br />
liche Nachfrage im Tagesverlauf reagieren und gleichmäßig<br />
liefern. Sie stehen oberhalb der Stadt, das Wasser nutzt für<br />
seinen Weg das natürliche Gefälle.<br />
Wir folgen dem Wasser und fahren vom Wasserwerk zum Hochbehälter<br />
Marbach. Zwei Behälterkammern decken den Bedarf<br />
für ein Drittel bis ein Viertel der Landeshauptstadt, erklärt<br />
Andreas Degelmann. Hier kommt es wie in anderen Hochbehältern<br />
auch zum Zusammentreffen des weichen Ohra-Wassers mit<br />
dem harten Erfurter Grundwasser. Das Mischen ist ein komplexer<br />
Prozess. Kräftig sprudelnd treffen beide Wässer in flachen<br />
Metallbehältern aufeinander. Wasser soll klar sein, so sagt es<br />
auch die Trinkwasserverordnung, und frei von untypischem<br />
Geruch oder Geschmack. Mit einer Härte von ca. elf bis 14 Grad,<br />
also Härtebereich mittel, nach Wasch- und Reinigungsgesetz,<br />
verlässt das Wasser den Mischbehälter.<br />
Wir steigen in eine Kammer des Hochbehälters, die für Wartung<br />
und Reinigung entleert wurde. Treppen führen ca. zwölf<br />
Meter tief hinab. Hohe Säulen tragen das Bogengewölbe, Optik<br />
und Akustik erinnern an eine Kirche. 5.000 Kubikmeter Wasser<br />
werden in ein paar Tagen nach erfolgter Reinigung der Speicherkammer<br />
wieder eingefüllt. Wir werfen einen Blick in die zweite,<br />
gefüllte Behälterkammer. Das acht Grad Celsius kühle Wasser<br />
steht bis ca. drei Meter unter dem Eingang und schillert türkis<br />
und klar, fast wie das Meer.<br />
Moderne Labortechnik<br />
ist bei der GWA in Luisenthal<br />
im Einsatz. Das akkreditierte<br />
Labor, ein Unternehmen der<br />
Stadtwerke Erfurt, erstellt<br />
auch Umwelt- und Badebeckenwasseranalysen.<br />
Dr. Alexander Perko<br />
analysiert Wasser proben<br />
auf Desinfektionsnebenprodukte.<br />
Das Wasser<br />
aus Luisenthal und Erfurt<br />
entspricht den strengen<br />
Vorgaben der Trinkwasserverordnung.<br />
6<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
TRINKWASSER<br />
Andreas Raab ist<br />
Niederlassungsleiter<br />
der GWA.<br />
Hier wird Erfurts<br />
Wasser analysiert<br />
und getestet.<br />
BILD OBEN<br />
Sie können es sich<br />
schmecken lassen,<br />
Erfurts Wasser ist<br />
ein Qualitätsprodukt.<br />
BILD UNTEN<br />
An einem leicht steigenden und fallenden Pegel<br />
erkennt man Zu- und Ablauf des Hochbehälters.<br />
Ca. 110 Liter Wasser verbraucht jeder Erfurter pro<br />
Tag, im ebenfalls von der ThüWa versorgten Umland<br />
sind es 70 Liter. Über zwölf Millionen Kubikmeter<br />
werden pro Jahr für das gesamte Versorgungs gebiet<br />
benötigt. Mehr als 243.000 Verbraucher — von<br />
Vehra bis Rockhausen und Döllstädt bis Eckstedt —<br />
lassen sich das Lebensmittel Nr. 1, geliefert von der<br />
Stadtwerketochter, schmecken. Über das weit verzweigte,<br />
ca. 1.700 Kilometer lange Rohrleitungsnetz<br />
kommt das Thüringer Qualitätsprodukt zu ihnen.<br />
Mission: Qualität<br />
Apropos Qualität: Woher wissen wir, wie gut das<br />
Wasser ist? Das erklärt Andreas Raab, Niederlassungsleiter<br />
der GWA in Luisenthal: »Fünf oder sechs<br />
Labormitarbeiter sind täglich in Thüringen unterwegs,<br />
nehmen Wasserproben an verschiedenen<br />
Punkten des Netzes wie z. B. Hochbehältern. Die<br />
wichtigsten Parameter der Proben werden noch<br />
am selben Tag untersucht.«<br />
FOTO: BDEW<br />
Wir schauen mit ihm — zurück in Luisenthal<br />
— hinter die Labortüren und lassen<br />
uns den Weg der Wasserproben erklären:<br />
Ein Teil der Probe kommt auf Nährböden<br />
aus dem Geliermittel Agar-Agar. Im<br />
Normalfall sieht man auf den Nährböden<br />
nach mehreren Tagen nichts. Bilden sich<br />
darauf farbige Punkte oder Flächen, dann<br />
sind Bakterien vorhanden. Coliforme<br />
Keime, Escherichia Coli, Enterokokken,<br />
Legionellen oder Pseudomonas können<br />
so nachgewiesen werden. Sie alle dürfen<br />
nicht im Trinkwasser enthalten sein.<br />
Unter normalen Umständen sind sie<br />
in der Wasserversorgung auch nicht<br />
nachweisbar, versichert Andreas Raab.<br />
Selbst kleinste Beeinträchtigungen<br />
davon müssten dem Gesundheitsamt<br />
gemeldet werden, das dann weitere<br />
Schritte einleitet.<br />
Was passiert mit den Trinkwasserproben?<br />
Leitfähigkeit, pH-Wert, Trübung oder<br />
Schwermetall und Quecksilber werden<br />
untersucht. Außerdem kann auf Spurenstoffe,<br />
Arzneimittelrückstände oder<br />
Pflanzenbehandlungsmittel untersucht<br />
werden. Wir wollen die Frage klären,<br />
warum in einigen Regionen Medikamentenrückstände<br />
im Wasser gefunden werden.<br />
Dr. Alexander Perko verweist auf die<br />
moderne Labortechnik, die minimalste<br />
Bestandteile von Spurenstoffen erfasst.<br />
Oft ist es nur ein Bruchteil des Erlaubten,<br />
noch vor Jahren nicht nachzuweisen —<br />
in der Größenordnung vergleichbar mit<br />
einem Tropfen im Bodensee.<br />
Alle, denen wir bei unserer Reise auf<br />
den Spuren des Erfurter Wassers begegnet<br />
sind, leisten ihren Beitrag für Qualität<br />
und Versorgungssicherheit. Nicht zu<br />
vergessen die Monteure, die das Wassernetz<br />
instand halten. Unser Fazit: Erfurts<br />
Wasser ist ein echtes Qualitätsprodukt,<br />
und wir lassen es uns mit gutem Gefühl<br />
schmecken!<br />
Das Wasser hat auch einen eigenen<br />
Tag — am 22. März. In diesem Jahr startet<br />
in Erfurt das Aquaagenten-Projekt für<br />
Grundschüler. Mehr dazu auf Seite 43!<br />
Q CHRISTINE KARPE<br />
I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
7
EGAPARK<br />
egapark-Mitarbeiterin<br />
Dana Schmidt<br />
im Rosengarten<br />
Jetzt<br />
blüht<br />
uns was<br />
2<strong>01</strong>8 im egapark: bunt, vielfältig,<br />
romantisch und geschmackvoll<br />
Es ist wieder egapark-Saison. Das vierköpfige<br />
Veranstaltungsteam des Gartenparks hat<br />
bereits vor dem Saisonstart mit den intensiven<br />
Vorbereitungen begonnen. Ideen werden entwickelt<br />
und diskutiert, Künstler gesucht und für die Veranstaltungen<br />
gebucht, Requisiten organisiert, Termine<br />
mit den Technikern und Handwerkern abgestimmt.<br />
Barbara Schwabenthal, Leiterin<br />
Veranstaltungen/Ausstellungen,<br />
erzählt uns, worauf<br />
sich die Besucher 2<strong>01</strong>8 freuen<br />
können:<br />
Barbara Schwabenthal freut sich<br />
auf die neue egapark-Saison.<br />
FOTO: STEVE BAUERSCHMIDT<br />
»Mit allen Sinnen« steht<br />
über dem aktuellen Gartenjahr.<br />
Wie können die Besucher<br />
das Jahresthema im<br />
Park erleben?<br />
Zum Saisonbeginn haben<br />
unsere Floristen mit der Hallenschau<br />
»Sinneswandel« den<br />
Frühling in die Halle 1 geholt.<br />
Die Besucher können dort ab<br />
10. März bei einem Spaziergang die ersten Frühlingsmomente<br />
genießen, bevor es im Park überall<br />
grünt und blüht. Besondere Pflanzen gibt es bei der<br />
Raritätenbörse für Vorfrühlingsblüher, »Schätze<br />
unterm Schnee«, ebenfalls am ersten Saisonwochenende.<br />
Nächste Veranstaltungshöhepunkte sind<br />
das Ostersonntagsfest am 1. April und der Spezialmarkt<br />
»du und dein garten« vom 6. bis<br />
8. April. Einen Monat später laden wir<br />
dann am 6. Mai zum Japanischen Gartenfest<br />
ein, passend zur Kirschblüte in unserem<br />
Fels- und Wassergarten.<br />
Was bringt der 2<strong>01</strong>8er Sommer?<br />
Mit dem Open-Air-Sommer kommen<br />
Musik, Theater und das romantische<br />
Sommerkino in den Park. Bei unserem<br />
neuen Angebot »Streetfood & more«<br />
über raschen wir die Besucher vom<br />
8. bis zum 10. Juni mit besonderen<br />
Gaumen freuden. Das F.R.E.I.klang<br />
Open Air am 30. Juni verspricht einen<br />
Abend voll hand gemachter Musik von<br />
jungen Bands.<br />
8<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
EGAPARK<br />
egapark mit<br />
der Saisonkarte<br />
Verpassen Sie keine Jahreszeit: Acht<br />
Monate im Jahr können Sie das Gartenparadies<br />
mit der egapark- Sai sonkarte<br />
genießen. Bei Veranstaltungen<br />
betreten Sie den egapark durch einen<br />
eigenen Zugang für Sai son karteninhaber<br />
ohne Wartezeiten am Haupteingang<br />
und am Burg-Gleichen-Weg.<br />
Wenn Ihnen der egapark so gut<br />
gefällt, dass Sie gleich die Saisonkarten<br />
für 2<strong>01</strong>8 und 2<strong>01</strong>9 kaufen<br />
möchten, sparen Sie richtig:<br />
Preisübersicht 2<strong>01</strong>8<br />
oder 2<strong>01</strong>8+2<strong>01</strong>9<br />
Erwachsene<br />
35,00 €/60,00 €<br />
Kinder<br />
15,00 €/25,00 €<br />
Familienkarte<br />
75,00 €/130,00 €<br />
Familienkarte Mini<br />
45,00 €/80,00 €<br />
Die traditionellen Höhepunkte sind auch 2<strong>01</strong>8 im Programm:<br />
das Lichterfest am 10. und 11. August und für alle Garten freunde<br />
die Thüringer Gartentage mit dem MDR-Gartenfest und der Wahl<br />
der Blumenkönigin. In unserer Jahresplanung dürfte für jeden<br />
Geschmack etwas dabei sein.<br />
Der egapark ist besonders bei Familien beliebt. Worauf<br />
können sich die Kinder freuen?<br />
Wir haben wieder eine tolle Mitmachausstellung organisiert.<br />
Bis zum 15. Juli können Kinder und Familien in die spannende<br />
Welt der Kommunikation eintauchen. Das Kinderspielfest mit<br />
dem AOK-Familientag ist wie immer ein Höhepunkt voller Spiel,<br />
Spaß, Sport und Unterhaltung. Zum zweiten Mal wird der Comicund<br />
Manga-Park bei uns Station machen. Am 1. und 2. Sep tember<br />
freuen wir uns auf die Fans japanischer Mangas und Animes. Ein<br />
Besuch im egapark lohnt sich das ganze Jahr über, es gibt jeden<br />
Monat etwas zu erleben, zu erforschen oder auszuprobieren.<br />
Q CHRISTINE KARPE<br />
Mehr zum egapark und den Highlights der Saison<br />
gibt es im Internet unter www.egapark-erfurt.de<br />
I BARBARA NEUMANN<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 9
EGAPARK<br />
Kinder-Erlebnisausstellung<br />
»Alles klar!?«<br />
Für Kinder ab 5 Jahre<br />
Über das Reden<br />
kann man auch<br />
prima miteinander<br />
sprechen.<br />
Auf einen Blick<br />
Öffnungszeiten 21.04.–15.07.2<strong>01</strong>8<br />
Für angemeldete Gruppen:<br />
Montag–Freitag 09:00–13:30 Uhr<br />
Für Individualbesucher:<br />
Montag–Freitag 14:00–18:00 Uhr<br />
Samstag, Sonntag, feiertags<br />
und in den Schulferien (Thüringen)<br />
09:00–18:00 Uhr<br />
Sag doch mal, erzähl mal …« — wie oft beginnt damit ein Zusammentreffen?<br />
Miteinander reden, Informationen sammeln — das ist ein<br />
wichtiger Teil unseres Alltages. So lernen wir voneinander oder stimmen<br />
unser Handeln ab. Das wussten auch die Menschen der Urzeit.<br />
Rauchzeichen oder Nachrichten trommeln wurden bereits früh von den<br />
Menschen genutzt, um Informationen auszutauschen. Diese Fähigkeit<br />
ermöglicht es uns, mit anderen in einer Gemeinschaft zu leben und soziale<br />
Bindungen einzugehen. Nicht nur über Sprache, Gestik und Mimik reden<br />
wir miteinander, sondern auch über Bilder, Zeichen und Medien.<br />
Die diesjährige Kinderausstellung im egapark — unterstützt von den<br />
Stadtwerken Erfurt — bietet einen bunten Erfahrungs- und Erlebnisraum<br />
zu den unterschiedlichen Facetten der Kommunikation. Plaudern, telefonieren,<br />
simsen, winken, jemanden anlächeln, die Augen verdrehen — es<br />
gibt viele Möglichkeiten, sich etwas mitzuteilen. Und weil es eine richtige<br />
Mitmachausstellung ist, gibt es viele Dinge zum Ausprobieren und Selbermachen.<br />
An über 40 Mitmachstationen, Objekten und in Werkstätten kann<br />
geforscht, gestaunt und kommuniziert werden.<br />
Historische, aktuelle und zukünftige Telekommunikationsmittel warten<br />
darauf, entdeckt und ausprobiert zu werden. Mit Telegrafen lassen sich<br />
geheime Nachrichten austauschen, und eine Höhle gibt Einblick in rätselhafte<br />
Botschaften. Es wird gechattet, telefoniert und über die Zukunft der<br />
Kommunikation nachgedacht. In der Ausstellung gibt es auch ein Spiel rund<br />
um die Themen der <strong>SWE</strong>. Macht mit und gewinnt tolle Preise!<br />
Q CHRISTINE KARPE<br />
Angebote für Schulklassen<br />
und Kita-Gruppen<br />
Pädagogische Mitarbeiter begleiten<br />
die Kinder auf ihrem Weg durch die<br />
Ausstellung, geben Hilfestellungen,<br />
Anregungen und leiten Spiele und<br />
Werkstatteinheiten an. Dabei werden<br />
verschiedene Möglich keiten<br />
aufgezeigt, die man mit Fantasie<br />
und Vorstellungskraft entwickeln<br />
und umsetzen kann.<br />
Dauer: 90 min, nur nach Voranmeldung<br />
Preis inkl. Parkeintritt:<br />
Schulklassen: 4,50 € pro Person<br />
(Mindestteilnehmerzahl: 10)<br />
Kita-Gruppen: 45,00 € (max. 20 Kinder)<br />
Anmeldung: Grünes Klassenzimmer<br />
im egapark Erfurt, Antje Eberhardt<br />
(Telefon: 0361 564-3763)<br />
Begleitprogramm unter<br />
www.egapark-erfurt.de/<br />
allesklar<br />
10<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
EGAPARK<br />
Zu Gast bei<br />
Rapunzel<br />
Märchenhafter Kindergeburtstag im egapark<br />
Auf dem Weg vom Spielplatz zum<br />
Aussichtsturm entdecken Frieda<br />
und Mavie den runden Steinturm<br />
mit dem Kuppeldach. Die Tür steht einladend<br />
offen: Neugierig steigen die zwei<br />
Erstklässerinnen die Treppe hinauf und<br />
stehen staunend in dem großen, runden<br />
Raum. Ein alter Kleiderschrank, eine<br />
Truhe, Bett, Tisch und Stühle, ein Küchenherd<br />
und eine Nähmaschine stehen<br />
darin — wer hier wohl wohnt, im Sternwarteturm,<br />
inmitten des egaparks?<br />
Die beiden Mädchen gehen auf Ent deckungsreise.<br />
In Schrank und Truhe finden<br />
sie Kleider, eine Krone, ein Zepter und<br />
glitzernden Schmuck wie für eine richtige<br />
Prinzessin. Ganz unten in der Truhe liegt<br />
ein großes Buch. Die beiden Mädchen<br />
ziehen die Kleider an, schmücken sich.<br />
Schritte sind auf der Treppe zu hören, sie<br />
blicken erstaunt auf.<br />
Kristin Artschwager begrüßt die beiden<br />
und stellt sich vor. Sie ist die Gastgeberin,<br />
wenn im Sternewarteturm zum<br />
Kindergeburtstag bei Rapunzel geladen<br />
wird. Das ist in diesem Jahr ganz neu.<br />
Dann können sich die kleinen Gäste<br />
verkleiden, Märchen hören oder selbst<br />
spielen, Rätsel innerhalb und außerhalb<br />
des Turmes lösen, zum Märchen passende<br />
Spiele ausprobieren … der Fantasie<br />
sind, wie im Märchen, keine Grenzen<br />
gesetzt. Sie nimmt das Buch und liest<br />
das Märchen von »Rapunzel« vor, die<br />
Kinder lauschen gespannt …<br />
Kristin Artschwager erklärt: »Es gibt<br />
aber noch viele andere Märchen. Unter<br />
dem Motto ›Zu Gast bei Rapunzel‹ können<br />
auch andere Märchenfiguren im Mittelpunkt<br />
stehen, dann wird der Geburtstag<br />
thematisch angepasst. Das eröffnet noch<br />
Frieda und Mavie zu Gast<br />
bei Rapunzel. Kindergeburtstage<br />
gibt es auch zu anderen Märchen.<br />
mehr Spielmöglichkeiten, insbesondere<br />
im Freigelände. Wir richten uns ganz nach<br />
den Wünschen des Geburtstagskindes.«<br />
In Planung ist auch ein Extra-Rapunzel-<br />
Menü für die Kinder. Das alles wird bei<br />
der Buchung abgestimmt.<br />
»Frieda, Mavie!« Von draußen dringt<br />
lautes Rufen in den Sternwarteturm. Die<br />
Mütter der beiden Mädchen auf Entdeckungstour<br />
kommen herein. Mavie und<br />
Frieda stürmen auf sie zu und erzählen<br />
begeistert von ihrem Erlebnis. Klar wollen<br />
beide Kinder auch so einen Märchengeburtstag<br />
feiern.<br />
Beim Abschied entdecken Frieda und<br />
Mavie Rapunzel, die aus einem Fenster<br />
des Turmes schaut. Mit einem fröhlichen<br />
Winken verabschieden sich die Mädchen<br />
… vielleicht bis bald.<br />
Q CHRISTINE KARPE<br />
I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
Einen ersten Eindruck von Rapunzels<br />
Turm gibt es in unserem Film. Mehr<br />
Infos unter www.egapark-erfurt.de/<br />
kindergeburtstag<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 11
Das große<br />
Krabbeln<br />
Bianca Drenske züchtet Ameisen für die BUGA in Erfurt<br />
Wer hat gern Ameisen in der Wohnung?<br />
Bianca Drenske in Berlin-Schöneberg! Bei<br />
ihr leben gleich 500.000 Stück! Das entspricht<br />
neun jungen Ameisenvölkern, die sich immer<br />
weiter vermehren. Ein hoffnungsloser Fall? Nein!<br />
Bianca Drenske züchtet sie mit purer Absicht.<br />
Die Ameisen krabbeln bei den Drens kes nicht wild<br />
herum, sondern werden in Formicarien gehalten.<br />
Das sind spezielle Terrarien für die Ameisenzucht,<br />
die über Röhren miteinander verbunden sind. Bianca<br />
Drenske zeigt das an drei Glaswürfeln, in denen<br />
südamerikanische Blattschneiderameisen<br />
heranwachsen. Im ersten Würfel befindet<br />
sich eine Mischung aus Sand und einem<br />
weißen Pilz. Der zweite Würfel ist bis<br />
obenhin nur mit Sand gefüllt, den die<br />
Ameisen nach Belieben herumschleppen.<br />
Zum Beispiel in den dritten Würfel, in<br />
dem sie gerade mit Brombeerblättern<br />
gefüttert werden.<br />
12<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
BUGA 2021<br />
Hier geht’s zur<br />
Bildergalerie vom<br />
großen Ameisen-<br />
Shooting. Einfach<br />
den QR-Code<br />
scannen.<br />
Camponotus Fulvopilosus,<br />
die goldene<br />
Wüsten ameise (links),<br />
und Atta Cephalotes,<br />
die Blattschneiderameise<br />
(rechts), kommen<br />
in den egapark.<br />
»Füttern ist nicht ganz richtig. Sie schneiden diese<br />
Blätter klein und bauen darauf einen Pilz an, von<br />
dem sie sich ernähren. Das sind regelrechte Pilzfarmer.<br />
Die betreiben Landwirtschaft«, erklärt<br />
die 42-jährige Ameisenexpertin. »Im vorigen Jahr<br />
habe ich bei diesem Volk mit einer Königin und<br />
rund 100 Arbeiterinnen angefangen. Jetzt werden<br />
es bald mehr als 10.000 sein. Da gibt’s schon einen<br />
gewissen Wuselfaktor!« Und der wird noch beeindruckender:<br />
Zu einem ausgewachsenen Volk Blattschnei<br />
der ameisen gehören bis zu sieben Millio nen<br />
Arbeiterinnen. Sie zerhäckseln eine Tonne Blätter<br />
im Jahr.<br />
Bianca Drenske »züchtet« ihre Ameisen für Zoos,<br />
Museen und Umweltschulen — und für das Wüstenund<br />
Urwaldhaus »Danakil«, das zur Bundesgartenschau<br />
2021 in Erfurt entsteht. Im Mai wird sie die<br />
Blattschneider nach Erfurt in den egapark bringen.<br />
Dort soll das Volk in den nächsten drei Jahren weiter<br />
wachsen. »Da ist mehr Platz als in unserer Arbeitswohnung.«<br />
Seit über 20 Jahren ist die ausgebildete Biologielehrerin<br />
von Ameisen fasziniert. Ihre Examensarbeit<br />
sollte einst etwas Praktisches sein. Als sie in einer<br />
Schule einen Schaukasten mit Waldameisen sah,<br />
war es Liebe auf den ersten Blick: »Erst habe ich<br />
mich in die Ameisenwelt eingelesen, aber das hat<br />
mir nicht gereicht. Ich wollte selbst sehen, was da<br />
passiert und wie unterschiedlich Ameisen sein können.<br />
Das ist total spannend! Es gibt über 14.000<br />
verschiedene Arten!« Für Erfurt züchtet die Berlinerin<br />
gemeinsam mit ihrem Mann neben den Blattschneidern,<br />
die im Urwald leben, afrikanische Wüstenameisen.<br />
Die bilden keine Riesenvölker wie die<br />
Blattschneider. Dafür haben sie einen markanten<br />
gelben Hinterleib, der die Wüstensonne gut reflektieren<br />
kann. »Ich sage immer ›Goldärsche‹ zu denen.<br />
Die Blattschneider sind Vegetarier und sehr kriegerisch.<br />
Meine ›Gold ärsche‹ sind Fleischfresser, aber<br />
keine Gladiatoren. Die trauen sich in der Wüste nur<br />
an Insekten ran, die die Hitze unterschätzt haben<br />
und kurz vor dem Verenden sind«, sagt sie.<br />
Die goldenen Wüsten ameisen ziehen im Mai ebenfalls<br />
in den egapark um. Bis dahin werden es wohl<br />
rund 5.000 Stück sein, Tendenz steigend. Ihre Köni gin<br />
wird weiter fleißig Eier legen — bis zum Erstbezug der<br />
Wüstenabteilung des »Danakil«-Hauses. Bestimmt<br />
kommt die Ameisenfrau Drenske sie dann besuchen,<br />
denn sie forscht über ihre Lieblingstiere, schreibt<br />
Bücher und veranstaltet Ameisenseminare. »Vieles<br />
weiß man noch gar nicht über sie«, schwärmt die<br />
Frau, der nicht einmal der Stich einer Bulldoggen-<br />
Ameise in Australien die Leidenschaft nehmen<br />
konnte. Obwohl er schmerzhaft wie ein Wespenstich<br />
ist. »Da gibt es noch unendlich viel zu erkunden!«<br />
Q ANDRÉ KUDERNATSCH<br />
I BENJAMIN PRITZKULEIT<br />
Buchtipp: Bianca Drenske und Dirk Drenske<br />
»Das spannende Leben im heimischen Wohnzimmer –<br />
Eine Einführung in die Ameisenhaltung« (4. Auflage,<br />
Ants Nature, Berlin, 2<strong>01</strong>4), www.antsnature.de<br />
Neun Ameisenvölker<br />
beherbergt Bianca<br />
Drenske in ihrer Berliner<br />
Arbeitswohnung.<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 13
GUT ZU WISSEN<br />
König Fußball<br />
Passen, grätschen, Tore<br />
schießen und dabei jede Menge<br />
Spaß haben. Dafür steht die<br />
<strong>SWE</strong> Stadtmeisterschaft.<br />
Am 19. Mai findet das Turnier<br />
zum 5. Mal statt! Rund 120<br />
Jungen und Mädchen im Alter<br />
von acht bis neun Jahren<br />
jagen dem runden Leder nach.<br />
Das Tolle: Für die Kids in und<br />
um Erfurt ist das Ganze ein<br />
einzigartiges Erlebnis. Denn<br />
im Bereich der F-Junioren<br />
gibt es kein Turnier in dieser<br />
Größenordnung. Dieses Jahr<br />
findet das Turnier im Rahmen<br />
des Viesel bacher Sportfestes<br />
auf dem Sportplatz statt.<br />
FOTO: STEVE BAUERSCHMIDT<br />
Wissen<br />
kompakt<br />
Woher kommt unser Trinkwasser? Welches EVAG-<br />
Abo ist das richtige für mich? Was muss ich als<br />
Häuslebauer beim Hausanschluss beachten? Die<br />
Leistungen der Stadtwerke sind vielfältig — genau<br />
wie die Fragen, die an uns gestellt werden. Licht<br />
ins Dunkel bringen ab sofort zehn animierte<br />
Erklärfilme. Kurz und bündig liefern sie jede<br />
Menge nützliches (und manch unnützes) Wissen<br />
rund um die <strong>SWE</strong>.<br />
14<br />
Alle Filme gibt es hier<br />
zu sehen – einfach<br />
den QR-Code scannen.<br />
25. Magdeburger Alleefest<br />
Wenn Händler ihre Waren auf dem Gehweg anbieten, keine<br />
Autos auf der Straße fahren und alles festlich geschmückt ist,<br />
ist klar: Es ist wieder Magdeburger Alleefest! Am 2. Juni ist es<br />
ab 10 Uhr so weit. Dieses Jahr findet es bereits zum 25. Mal<br />
statt. Die <strong>SWE</strong> sind natürlich wieder mit am Start. Auf dem<br />
Stadt werkevorplatz dreht sich alles rund um den Sommer —<br />
an die ganze Familie ist gedacht. Kommen Sie vorbei!<br />
Dankeschön<br />
Wir sind auf dem richtigen Weg<br />
mit dem <strong>SWE</strong> Journal. Das sind die<br />
Ergebnisse unserer Befragung 2<strong>01</strong>7.<br />
Layout, Fotos, Inhalte und Schreibstil<br />
werden durchweg positiv bewertet,<br />
ebenso wie die Erfurt- Themen, die<br />
vermehrt im Blatt stehen. Über den<br />
Stand zur Buga würden Sie gern<br />
mehr lesen, auch zur Geschichte der<br />
Stadt. Blicke hinter die Kulissen der<br />
EVAG sind gefragt.<br />
Umfrage<br />
Bis 15.04. teilnehmen!<br />
Einfach QR-Code einscannen.<br />
Bei Produktinformationen können<br />
wir noch besser werden. Hier<br />
werden wir die Befragung in diesem<br />
Jahr anpassen, um von Ihnen noch<br />
detailliertere Informationen zu<br />
erhalten.<br />
Die Bekanntheit unseres Blogs<br />
www.swefuererfurt.de können wir<br />
noch steigern. Die Hälfte der Teilnehmer<br />
kennt ihn. Bei den Nutzern<br />
kommt er gut an.<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
GUT ZU WISSEN<br />
Reise in die Welt<br />
der Düfte<br />
Sauna-Spezialwoche in unseren<br />
Schwimmhallen: Von beruhigend<br />
bis belebend, erdig bis exotisch,<br />
süßlich bis frisch-würzig. Die Welt<br />
der ätherischen Öle ist faszinierend.<br />
Sie wirken direkt auf das limbische<br />
System, das Emotionen und Stimmungen<br />
steuert, und beeinflussen<br />
nicht nur die Gedanken, sondern<br />
auch die Erinnerungen.<br />
Bereits in alten Hochkulturen wie<br />
Ägypten oder Mesopotamien wurden<br />
Duftstoffe nicht nur für rituelle, sondern<br />
auch für therapeutische Zwecke<br />
verwendet. So sollen Minzblätter zur<br />
Reinigung von Krankenräumen verbrannt<br />
worden sein, ist bei Plinius<br />
dem Älteren zu lesen.<br />
Begründet wurde die Aromathe -<br />
rapie aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts,<br />
als ein französischer Parfümeur<br />
sich bei einem Unfall im Labor<br />
Hände und Kopfhaut verbrannte.<br />
In seiner Not versorgte er die Verbrennungen<br />
mit Lavendelöl und war<br />
überrascht, wie schnell seine Verletzungen<br />
ab heilten. Das Wissen um<br />
die Wirkung ätherischer Öle fand<br />
im Laufe der Zeit Eingang in viele<br />
Bereiche des täglichen Lebens.<br />
Heute setzt man auch in Saunen<br />
auf die Welt der Düfte. Freunde aromatischer<br />
Aufgüsse sollten sich die<br />
Themenwoche »Duftreise« in den<br />
Saunen der Stadtwerke Erfurt vormerken.<br />
Unter dem Motto »Es ist<br />
leicht, die Augen zu schließen, aber<br />
unmöglich, den Düften zu entgehen«<br />
wird in der Zeit vom 26. März bis<br />
1. April 2<strong>01</strong>8 in die Saunen der Roland<br />
Matthes Schwimmhalle und vom<br />
3. bis 8. April 2<strong>01</strong>8 in die Schwimmhalle<br />
Johannesplatz eingeladen.<br />
Täglich werden duftende Aufgüsse<br />
zelebriert. Frische Blüten und Düfte<br />
verschönern die Räume und unterstützen<br />
die tiefere Entspannung.<br />
Dazu gibt es Wissenswertes rund<br />
um die Wirkstoffe von verschiedenen<br />
Gewürzen, Kräutern und deren<br />
Düfte. Auch eine Duftstrecke zum<br />
Ausprobieren wird angeboten.<br />
Q ANKE ROEDER-ECKERT<br />
Samstag ist<br />
Familientag<br />
Das Wochenende ist für die Familie da. Dann ist Zeit, mit den<br />
Kindern zu spielen, das Fahrrad rauszuholen und Ausflüge<br />
zu planen. Was aber, wenn es draußen so ungemütlich ist,<br />
dass man keinen Hund vor die Tür schicken würde? Wie wäre es<br />
mit einem Fami liennachmittag in der Roland Matthes Schwimmhalle?<br />
Samstags gehört die große Schwimmhalle von 14 bis<br />
17 Uhr ganz den Familien.<br />
Dann kann im Sportbecken, im Attraktionsbecken und in den<br />
Kinderbecken nicht nur geschwommen, sondern auch geplanscht<br />
und gespielt werden. Mit großen und kleinen Wasserspielgeräten,<br />
Wassermatten und Tauchringen<br />
kommt keine Langeweile auf.<br />
Im Schwimmerbecken werden<br />
die Bahnen 1 und 2<br />
zusammengelegt, die<br />
Leinen verschwinden,<br />
damit ordentlich Platz<br />
zum Spielen und Toben ist.<br />
Im Kinderbecken gibt es bei<br />
34 Grad Wasser temperatur<br />
Spielspaß und Spiel geräte<br />
für die jüngsten Badegäste.<br />
Saisonstart in<br />
unseren Freibädern:<br />
05. Mai 2<strong>01</strong>8: Nordbad<br />
12. Mai 2<strong>01</strong>8: Strandbad<br />
Stotternheim, Freibad Möbisburg,<br />
Dreienbrunnenbad<br />
Bäder-Tipp: Familien genießen zwei<br />
Stunden Badespaß mit der Familienkarte<br />
schon für 13,00 Euro (zwei<br />
Erwachsene und zwei Kinder).<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 15
UNSER ERFURT<br />
Großbaustelle<br />
Marktstraße<br />
Alexander Reintjes,<br />
Leiter des Tiefbau- und<br />
Verkehrsamtes der Stadt Erfurt, erklärt, was passiert.<br />
Pfützen auf den Gehwegen, geflickte Asphaltteppiche,<br />
bucklige Bordsteine — das soll es in<br />
der Marktstraße bald nicht mehr geben, geht es<br />
nach Alexander Reintjes, Leiter des Tiefbau- und Verkehrsamtes<br />
der Stadt Erfurt. Im April beginnen die<br />
Bauarbeiten. Die beliebte Einkaufsstraße wird in der<br />
Gestaltung an die Schlösserstraße angeglichen. Das<br />
aber hat seinen Preis. Acht Monate lang ist Baustelle<br />
auf den 250 Metern. »Das ist eine große Belastung<br />
für Anwohner und Gewerbetreibende, das ist uns<br />
klar«, sagt Alexander Reintjes und hofft<br />
dennoch auf Verständnis, denn die Sanierung<br />
der Straße ist lange überfällig. Dazu<br />
wird es am 20. März um 18 Uhr im Rathaus<br />
eine Bürgerversammlung geben.<br />
»Wir versuchen die Belastung so gering<br />
wie möglich zu halten. Lärmintensive Arbeiten<br />
erfolgen tagsüber. Die Zugänge zu den<br />
Geschäften sind jederzeit gewährleistet«,<br />
betont Reintjes, verweist aber auch darauf,<br />
16<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
UNSER ERFURT<br />
dass die Arbeiten im Zweischichtsystem erfolgen,<br />
um Zeit zu sparen: also von 6 bis 22 Uhr. Und<br />
das Krämerbrückenfest? »Auch daran haben wir<br />
gedacht, wir teilen die Straße in verschiedene<br />
Bauabschnitte auf, die Stück für Stück erledigt<br />
werden. Während des Krämerbrückenfestes ruht<br />
die Baustelle, damit die Gäste ungehindert durch<br />
die Straße kommen«, sagt er.<br />
Im Zuge der Baumaßnahmen werden Elektro-,<br />
Gas-, Abwasser- und Telekommunikationsleitungen<br />
erneuert bzw. neu geordnet. Alte, inzwischen nicht<br />
mehr genutzte Leitungen werden entfernt. Gleichzeitig<br />
erfolgt eine umfassende Dokumentation der<br />
Leitungswege. »So wissen wir auch in 20 Jahren<br />
genau, wo welche Kabel liegen«, erklärt er. Und da<br />
die Straße einmal auf ist, nutzt die EVAG die Bauarbeiten<br />
gleich, um die Gleisanlagen auszutauschen.<br />
Das eingepflasterte Gleis wird in Lage und Höhe<br />
angepasst, im Interesse einer barrierefreien Bordführung.<br />
Die Pflasteroberfläche wird durch Gussasphalt<br />
ersetzt, um Abrollgeräusche zu reduzieren.<br />
Die Marktstraße wird grundhaft erneuert und<br />
mit Granit gepflastert. Das macht 2.000 Quadratmeter<br />
aus. Ca. 15 × 17 Zentimeter sind die Steine im<br />
Gehweg bereich groß, die Anschlüsse an die Häuser<br />
erfolgen über Traufstreifen aus Kleinpflaster. Bord<br />
Alexander Reintjes vom<br />
Tiefbauamt der Stadt Erfurt<br />
steine werden angeglichen. Entspannungszonen<br />
werden im Bereich der Allerheiligenkirche eingebaut,<br />
die künftig auch in verschiedenen Farben angestrahlt<br />
werden kann. Vor der Kirche entsteht ein kleiner<br />
Platz. Bänke und Fahrradbügel werden aufgebaut.<br />
Gleich gegenüber wird ein Baum gepflanzt, hier wird<br />
es ebenfalls Fahrradständer und eine Bank geben.<br />
Erneuert wird auch die Straßenbeleuchtung.<br />
Was heißt das für die Straßenbahn?<br />
Während der Baumaßnahme ist der Stadtbahnverkehr<br />
zwischen Domplatz und Anger in der Zeit<br />
vom 09. April bis 09.September für fünf Monate voll<br />
gesperrt. Leider kommen wir um eine Veränderung<br />
der Streckenführung aller Stadtbahn-Linien nicht<br />
herum.<br />
Um den gesperrten Bereich zu umfahren, gibt es<br />
Umsteigemöglichkeiten an der Haltestelle S-Finanzzentrum<br />
zwischen den Stadtbahn-Linien 2 und 4. Die<br />
Stadtbahn Linie 1 verkehrt durchgehend vom Domplatz<br />
über Rieth zum Anger und weiter in Richtung<br />
Wiesen hügel. Zwischen Europaplatz — Rieth — Lutherkirche/<strong>SWE</strong><br />
— Anger — Hauptbahnhof — Urbicher Kreuz<br />
verkehrt die Stadtbahn-Linie 3. Die Linie 5 vom Zoopark<br />
wird bis Thüringenhalle verlängert. Aufgrund<br />
der hohen Taktung zwischen Anger und Magdeburger<br />
Allee wird der Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und<br />
Steigerstraße (Linie 6) im Schienenersatzverkehr<br />
betrieben.<br />
Mehr zu den genauen Linienführungen gibt es<br />
im Internet unter www.evag-erfurt.de, auf Faltblättern<br />
in den Straßenbahnen und Bussen sowie im<br />
EVAG-Mobilitätszentrum am Anger. Zur Sicherung<br />
der Anschlüsse von und zur Stadtbahn werden auch<br />
die Fahrpläne zahlreicher Buslinien angepasst.<br />
Q ANKE ROEDER-ECKERT<br />
I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
Weiterführende Infos gibt es vom 20. bis<br />
22.03.2<strong>01</strong>8 jeweils 7:00–18:00 Uhr im Infobus<br />
der EVAG auf dem Anger.<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 17
GESICHTER ERFURTS<br />
Kristina Vogel ist<br />
Radsprinterin in der<br />
Weltspitze und eine<br />
ganz normal junge<br />
Frau mit einer Vorliebe<br />
für Schuhe.<br />
Zu Hause bei<br />
Kristina Vogel<br />
Die derzeit erfolgreichste Radsprinterin<br />
der Welt ganz privat<br />
Gewichtig liegen sie in der Hand, die Olympiamedaillen<br />
aus Rio und London. Das kühle<br />
Metall glänzt matt in Gold und Bronze. Extra<br />
für uns hat Kristina Vogel den Lohn ihrer einzig artigen<br />
sportlichen Leistungen aus dem Schrank geholt.<br />
Doppel olympiasiegerin, neunfache Weltmeisterin,<br />
und 28 fache Weltcupsiegerin … Keine Radsportlerin<br />
ist momentan erfolgreicher als sie.<br />
Wir haben uns zum Kaffee verabredet, ganz privat,<br />
in ihrem neuen Haus im Erfurter Süden. Die 27-Jährige<br />
hat gemeinsam mit ihrem ehemaligen Teamkollegen<br />
und langjährigen Lebenspartner Michael<br />
Seidenbecher einen Traum mit Blick über die Stadt<br />
geschaffen.<br />
Das neue Heim ist ihr Ruhepol, wenn Thüringens<br />
und Erfurts Sportlerin des Jahres zwischen den<br />
vielen Wettkämpfen der Saison für kurze Zeit zu<br />
Hause ist. »Wir haben uns gleich in das Grundstück<br />
verliebt«, erzählt Kristina von den Anfängen des<br />
18<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
GESICHTER ERFURTS<br />
beim Hausbau: Laminat, Fliesen, Tapete und Farbe.<br />
Wie funktioniert das, wenn man im Winter nur in<br />
der Welt unterwegs ist? Kristina lacht: »Früher war<br />
ich Spezialist an der Bohrmaschine, jetzt ist Michael<br />
der geschicktere Heimwerker. Auch unsere Väter<br />
haben total viel geholfen. Wenn ich unterwegs war,<br />
gab es immer aktuelle Infos zur Baustelle. Nur während<br />
der Olympiade herrschte Nachrichtensperre.«<br />
Beim Hausbau oder im Sport: Zuverlässigkeit ist<br />
der Sportlerin wichtig. Kristina erinnert sich an die<br />
erste Bauphase: »Beantragung und Bau des Hausanschlusses<br />
klappten mit Unterstützung der Stadtwerke<br />
problemlos. Wir fühlten uns gut beraten.<br />
Als wir das Haus trocken geheizt haben, stieg der<br />
Energieverbrauch kurzzeitig drastisch, jeder Hausbauer<br />
kennt das. Vom Kundenservice kam dann ein<br />
Anruf. Wir konnten gleich am Telefon klären, dass<br />
die verbrauchte Summe einmalig war und der<br />
monatliche Abschlag nicht FORTSETZUNG NÄCHSTE SEITE<br />
Ein Erinnerungsstück<br />
an eine von<br />
Kristinas Wettkampfstätten<br />
– ein Tisch<br />
aus dem Holz des Ovals<br />
in Frankfurt/Oder.<br />
Bauvorhabens. Als Stadtkind (aus Sömmerda)<br />
wollte sie auch in Erfurt bleiben,<br />
hier trainiert sie, leben ihre Freunde<br />
und arbeitet ihr Partner als Bundespolizist.<br />
Auf ihrer Webseite liest man: »Was<br />
kommt, das kommt.« Diese Lebensweisheit<br />
hat sich beim Hausbau bewahrheitet.<br />
Das Wunschgrundstück war eigentlich<br />
schon vergeben, wurde dann aber doch<br />
wieder frei, und so ergab sich für Kristina<br />
und Michael die Kaufgelegenheit.<br />
Wer ein Haus baut, kann Geschichten<br />
erzählen … Kristina erinnert sich an die<br />
gemeinsame Planung: »Wir haben uns<br />
viele Gedanken gemacht und lange diskutiert.<br />
Ein Haus ist für immer, wir sind jetzt<br />
27 und 33 und haben dennoch überlegt,<br />
wie wir auch im Alter hier leben wollen.«<br />
Finanzielle Grundlage für die eigenen vier<br />
Wände war das Schmerzensgeld, das sie<br />
fünf Jahre nach ihrem schweren Unfall<br />
vom Verursacher erhalten hat. Das Geld<br />
kann die Folgen nicht aufwiegen, es war<br />
aber ein Grundstock für die Zukunft.<br />
Das Radsportpärchen hat gemeinsam<br />
mit der Familie ordentlich zugepackt<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 19
GESICHTER ERFURTS<br />
FORTSETZUNG VON SEITE 19 erhöht werden<br />
muss. Da waren wir echt froh. Klar, dass<br />
wir auch Strom und Wasser von den<br />
Stadtwerken Erfurt beziehen, wir fühlen<br />
uns dort als Kunden gut aufgehoben.«<br />
Bereits seit 2000 dreht sich in Kristinas<br />
Leben alles um den Sport. Wie<br />
sieht ein normaler Tag für sie aus? 7:30<br />
Uhr klingelt der Wecker. Manchmal gemeinsames<br />
Krafttraining mit ihrem<br />
Lebens partner. 9:00 Uhr Start der ersten<br />
Trainingseinheit. Mittag nimmt sie<br />
auf dem Heimweg Pasta mit oder kocht<br />
in ihrer schicken Küche. Nach einer Ruhepause<br />
geht es ab 15:30 Uhr zur zweiten<br />
Trainingseinheit. Gegen 18:00 Uhr ist sie<br />
wieder zu Hause.<br />
Kristina gewährt uns einen Einblick in<br />
ihr Reich: Beim Hausrundgang entdecken<br />
wir den riesigen Schuhschrank, darin<br />
finden sich in der Mehrzahl und in vielen<br />
Farben … High Heels. Im nächsten Raum<br />
steht, noch verpackt, eine Nähmaschine.<br />
Kristinas neues Hobby, nach der Saison<br />
oder dem Ende ihrer Karriere. Wann das<br />
sein soll? Bis zur Olympiade 2020 fährt<br />
sie auf jeden Fall noch, wenn die Leistung<br />
stimmt, auch bis 2024. 30 plusminus<br />
Aus der ganzen<br />
Welt stammen die<br />
Tassen – von allen<br />
Wettkampf orten<br />
und Reisezielen.<br />
nennt sie als Altersgrenzen für den Radsprint. Mit<br />
zunehmendem Alter wird es schwerer, Trainingsanreize<br />
in der Maximalkraft-Schnelligkeitssportart<br />
für den Körper zu setzen und sich zu motivieren.<br />
Sie hat alles erreicht und brennt noch immer für<br />
den Sieg. Der Weg zu internationalen Titeln führt<br />
auch 2<strong>01</strong>8 nur an der Wahlerfur terin vorbei.<br />
Erleben konnte man sie kürzlich auch in einem<br />
ganz anderen Metier: als Lesepatin für die Schmökerhits<br />
der Erfurter Kinderbuchtage.<br />
Q CHRISTINE KARPE<br />
I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
Mehr über Erfurts Radsport-Ass finden Sie im Netz<br />
unter www.kristinavogel.de<br />
Ball des<br />
Thüringer Sports<br />
1.000 Gäste aus Sport, Politik,<br />
Wirtschaft, Medien und Gesellschaft<br />
feiern am 14. April 2<strong>01</strong>8<br />
gemeinsam mit den »Thüringer<br />
Sportlern des Jahres 2<strong>01</strong>7« eine<br />
rauschende glitzernde Ballnacht.<br />
Der Landessportbund und die<br />
Stiftung Thüringer Sporthilfe sind<br />
Gastgeber und werden unterstützt<br />
von den Stadtwerken Erfurt als<br />
Premiumsponsor.<br />
Tickets<br />
Karten für die Ballnacht<br />
in der Messe Erfurt gibt<br />
es hier: Ganz einfach<br />
den QR-Code scannen.<br />
20<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
FÜR KINDER<br />
Große Party<br />
mit Ritter Rost<br />
Die Erfurter Kinderbuchtage<br />
feiern 20.Geburtstag<br />
Zu den Erfurter Kinderbuchtagen dürfen die Schmökertouren<br />
der EVAG natürlich nicht fehlen. Sie fahren am<br />
17. März ab 09:57 Uhr durch die Stadt. Alle drei starten<br />
am Anger. Zusteigen kann man überall, denn zwei Stunden lang<br />
werden tolle Geschichten vorgelesen. Auf der Stadtbahn- Linie 2<br />
geht es um Connis Abenteuer. Ritter Rost macht die Stadtbahn-<br />
Linie 4 unsicher, die Linie 6 wird zur Schule der magischen Tiere.<br />
Für die Schmökerbahnen-Tour genügt ein gültiger Fahrschein.<br />
Kin der gartenkinder fahren kostenlos.<br />
Ritter Rost fährt<br />
Straßenbahn.<br />
Nicht nur für Kinder<br />
Keiner kennt sein Gesicht. Aber alle kennen seine<br />
Stimme. Er ist der Erzähler der Hörspielserie »Hui<br />
Bui« und der Kriminalreihe »Wallander«. Andreas<br />
Fröhlich liest aus Walter Moers neuem Buch »Prinzessin<br />
Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr«.<br />
Darin bekommt die Infantin von Zamonien Besuch<br />
von einem Nachtmahr. Er ist zwar sehr sympathisch,<br />
will sie aber in den Wahnsinn treiben. Ob es ihm<br />
gelingt, erfahren Bücherfreunde am 17. März um<br />
19 Uhr in der Buchhandlung Peterknecht.<br />
Der alptraumfarbene<br />
Nachtmahr ist am<br />
17. März Thema in<br />
der Buchhandlung<br />
Peterknecht.<br />
Mehr zum Programm<br />
gibt es in unserem Blog:<br />
Einfach den QR-Code scannen.<br />
Schatzsuche bei den Stadtwerken<br />
Zum Abschluss der Kinderbuchtage<br />
steht eine große Ritter-Rost-Party im<br />
Atrium der Stadtwerke Erfurt an. Jörg<br />
Hilbert hat sich die Geschichten um den<br />
wunderlichen Ritter ausgedacht und<br />
ist am 18. März ab 15 Uhr selbst vor Ort.<br />
Gemeinsam mit Patricia Prawit — der<br />
Stimme des Burgfräuleins Bö — stellt er<br />
sein neuestes Abenteuer vor. Mit Gitarre<br />
und mitreißenden Liedern sorgen sie<br />
für Stimmung.<br />
Dazu gibt es spannende Spiele. Mit<br />
Otto Mempel, einem Erfurter Drucker,<br />
können die Kinder sich selbst in der<br />
alten Handwerkskunst versuchen.<br />
Q ANKE ROEDER-ECKERT<br />
Schmökertour<br />
mit der EVAG<br />
Linie 2 – Conni-Bahn<br />
10:10 Uhr: ab Anger (ab 5 Jahre)<br />
Linie 4 – Ritter-Rost-Bahn<br />
09:57 Uhr: ab Anger (ab 5 Jahre)<br />
Linie 6 – Schule-der-magischen-<br />
Tiere-Bahn<br />
10:05 Uhr: ab Anger (ab 7 Jahre)<br />
Mehr zu Programm und Fahrplan<br />
unter www.kinderbuchtage.de<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8<br />
21
KAISERSAAL<br />
Start ins kulinarische<br />
Frühjahr<br />
Mit Sternekoch Johannes Wallner<br />
Wann beginnt kulinarisch der Frühling? Wir sind der Frage<br />
auf den Grund gegangen und wo geht das besser als<br />
in Erfurts Sterne restaurant »Clara«? Johannes Wallners<br />
Küche folgt dem Credo »Regional, nachhaltig und frisch«, hier<br />
kommen saisonale Produkte handwerklich veredelt auf den Tisch.<br />
Der Frühling in Topf und Pfanne beginnt im Kaisersaalrestaurant<br />
»Clara« im März. Dann sind für das Team die wohlverdienten<br />
Urlaubswochen nach dem arbeitsintensiven Jahreswechsel beendet,<br />
und es geht mit frischen Ideen an den Start.<br />
Rezepte wie immer in unserem Blog<br />
www.swefuererfurt.de<br />
Kommt der Frühling, möchte der Körper<br />
Leichtes, Frisches und Grünes, er braucht<br />
Vitamine. Und die gibt es jetzt reichlich:<br />
Im April beginnt die Spargelzeit und frische<br />
Kräuter kann man im eigenen Garten<br />
ernten. Den hat Johannes Wallner auch<br />
auf Arbeit — im Kaisersaalgarten.<br />
Johannes Wallner hat zwei Vorschläge<br />
für den Frühling auf dem Teller: die Leichtigkeit<br />
der erwachenden Jahreszeit, die<br />
Kräuter, der Spargel und die Bienen finden<br />
sich darin wieder. Mit Zitrone gebeizter<br />
Stör wird in feine Röllchen geformt<br />
und mit Kaviar gefüllt. Der Kaviar stammt<br />
aus einer Farm in Jessen, der Fisch aus<br />
der Zucht nahe Eisenach. Den zarten Stör<br />
kombiniert der Sternekoch mit grünem<br />
Spargel, gebettet ganz bodenständig auf<br />
Pumpernickelbröseln. Das geschmackliche<br />
I-Tüpfelchen liefern Blütenpollen<br />
von der Brombeere. Gesammelt werden<br />
sie von den Bienen, die an den warmen<br />
Frühlingstagen ausschwärmen. Der 28<br />
Jährige Kochprofi ist auch Produktkenner:<br />
»Blütenpollen sind wahre Powerpakete.<br />
Ein wahrer Energieschub für den Frühling,<br />
den können wir jetzt gut gebrauchen.«<br />
Die zweite Frühlingsidee ist ein wunderbares<br />
Dessert: eine Schokoladentarte.<br />
Erdbeeren und Püree von der Amalfizitrone<br />
setzen geschmackliche Kontraste,<br />
dekoriert wird das kulinarische Kunstwerk<br />
mit hauchdünnen Stücken von weißem<br />
Mousse au chocolat, gekrönt von<br />
Rosmarinblüten. Die Rezepte gibt es in<br />
unserem Blog. Großes Dankeschön an<br />
den jungen Sternekoch: Perfekt!<br />
Wer lieber genießen möchte, ohne sich<br />
vorher am Herd zu mühen: Das »Clara«<br />
Team lädt ab 13. März 2<strong>01</strong>8 wieder zu<br />
sternegekrönter Gastlichkeit ein.<br />
Q CHRISTINE KARPE<br />
I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
22<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
KAISERSAAL<br />
Neben familiärem<br />
Betriebsklima sind<br />
es Übernahme- und<br />
Karrierechancen<br />
sowie ein abwechslungsreicher<br />
Arbeitsalltag,<br />
mit denen der<br />
Kaisersaal überzeugt.<br />
Die Azubis Claudio<br />
Unbehaun und<br />
Beatrix Nagy.<br />
Ausbildung<br />
für<br />
Genuss<br />
Die freundliche Begrüßung, der passend zum Anlass gedeckte<br />
Tisch, ein angenehmer Platz, Aufmerksamkeit für die<br />
Wünsche der Gäste, fachkundige Beratung bei Speisen- und<br />
Getränkeauswahl — so wünschen wir uns den Service beim Besuch<br />
eines Restaurants. Wenn alles passt und das Essen dann<br />
noch eine sinnlich-schmackhafte Freude ist, kommen wir wieder<br />
und empfehlen auch gern weiter. Kaisersaalchef Thomas Günther<br />
legt in allen Bereichen seines Hauses großen Wert auf den Service:<br />
im Sternerestaurant »Clara«, im Lutherkeller mit mittelalterlichem<br />
Charme oder bei Veranstaltungen im Saal und in<br />
den Salons.<br />
»Vom Abend zu zweit bis hin zur Firmenfeier reicht die Spanne.<br />
Unsere Gäste sollen sich wohlfühlen, unsere Mitarbeiter beherrschen<br />
die gesamte Palette der Gastlichkeit«, sagt er. Der Kaisersaal<br />
sorgt selbst für qualifizierten Berufsnachwuchs: Restaurantfachkräfte,<br />
Kaufleute für Büromanagement, Fachkräfte für Ver anstaltungs<br />
technik und Veranstaltungskaufleute oder Köche.<br />
Offen für Leckeres<br />
Claudio Unbehaun hat seine Ausbildung zum Koch im August<br />
2<strong>01</strong>7 begonnen, beim Profi Johannes Wallner. Schon als Kind hat<br />
er dem Schulkoch gern über die Schulter geschaut und Inte resse<br />
am Beruf gewonnen. Bekannte haben ihm dann den Kaisersaal<br />
als Ausbildungsunternehmen empfohlen, erzählt der 18-Jährige.<br />
»Die Lehrlinge aus dem Kaisersaal haben einen guten Ruf, sie<br />
sind vielseitig ausgebildet«, begründet er seine Wahl. In der Ausbildung<br />
stehen aktuell Eierspeisen, Suppen und Wissen zu Grundprodukten<br />
auf dem Programm. Im Ausbildungsbetrieb traut man<br />
ihm etwas zu, er schnuppert in alle Bereiche hinein und hat für<br />
das Sternerestaurant auch schon einen<br />
Rehrücken zerlegt. Anspruchsvoll, immer<br />
anders — in den noch kommenden zwei<br />
Jahren seiner Ausbildung versucht Claudio<br />
möglichst viel von den Fachleuten wie<br />
Johannes Wallner zu lernen. Vielleicht<br />
nutzt er nach seinem Abschluss die<br />
Chance, die Welt und die vielen Seiten<br />
seines Berufes kennenzulernen.<br />
Professionelle Gastgeberin<br />
Seit vier Jahren lebt Beatrix Nagy in<br />
Deutschland. Die angehende Restaurantfachfrau<br />
im dritten Lehrjahr hat bereits<br />
vor der Ausbildung ein Praktikum im<br />
Kaisersaal absolviert. Die Vielfalt der<br />
Veranstaltungen und Restaurants war ein<br />
wichtiges Argument für die Wahl ihres<br />
Ausbildungsbetriebes, erzählt die gebürtige<br />
Ungarin, die auf Grundlage einer<br />
Schulpatenschaft nach Erfurt kam. Vom<br />
perfekt gedeckten Tisch, über die aufmerksame<br />
Bedienung, die Beratung zu<br />
Speisen und Getränken bis hin zum Mixen<br />
von Cocktails reichen die Aufgaben der<br />
Restaurantfachkraft. Die Arbeitszeiten<br />
sind wie beim Koch auch an den Gewohnheiten<br />
der Gäste orientiert: bis in die<br />
Nacht hinein und am Wochenende — fünf<br />
Tage die Woche. Nach ihrem Abschluss<br />
bleibt Beatrix im Kaisersaal.<br />
Q CHRISTINE KARPE<br />
I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
Der Kaisersaal ist wieder auf der <strong>SWE</strong><br />
Ausbildungsmesse im September zu<br />
sehen. Infos unter www.kaisersaal.de<br />
23
Johannes Walter<br />
und Tina Buchwald<br />
mit einem Rucksack<br />
für den Schulsanitätsdienst.<br />
Sanitäter<br />
machen Schule<br />
20 ×1000: Die Johanniter-Jugend ist<br />
einer unserer Projektpartner, die in<br />
diesem Jahr mit 1.000 Euro gefördert<br />
werden.<br />
Fröhlich und engagiert — das trifft<br />
es ziemlich genau, wenn man die<br />
Johanniter-Jugend in Erfurt beschreiben<br />
will. Johannes Walter ist zwar erst<br />
25. Trotzdem weiß er genau, was er will:<br />
junge Menschen für das wichtige Thema<br />
der Ersten Hilfe sensibilisieren. »Wir wollen den<br />
Kin dern helfend zur Seite stehen und sie selbst zur<br />
Hilfe ermuntern«, sagt er.<br />
Seit 2<strong>01</strong>7 arbeitet er als Referent Johanniter-<br />
Jugend bei der Johanniter-Unfall-Hilfe in Erfurt. Er<br />
unterstützt die Landesjugendleitung bei der Planung<br />
von Veranstaltungen, kümmert sich um Fördergelder<br />
und Spenden und steht den Jugendgruppenleitern<br />
zur Seite. Und davon gibt es einige im Landesverband<br />
Sachsen-Anhalt-Thüringen. Johannes hat selbst<br />
im Schulsanitätsdienst angefangen und weiß um<br />
24<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
20×1000<br />
Projektpartner<br />
20 × 1000<br />
n Evangelische Pfarrgemeinde<br />
Töttleben<br />
n Landsmannschaft der<br />
Deutschen aus Russland e.V.<br />
n Feuerwehrverein<br />
Kühnhausen e.V.<br />
n Kultur im Norden e.V.<br />
n Klanggerüst Verein zur<br />
Förderung von Künstlern e.V.<br />
n Thomas Mann Grundschule<br />
Erfurt<br />
n Kita Strolche<br />
n Stiftung Zukunft Vieselbach<br />
n Christophorusschule Erfurt<br />
n Förderverein<br />
Kita Am Aquarium e.V.<br />
n Verein Erfurter Sternfreunde e.V.<br />
n Freie Evangelische Gemeinde<br />
Erfurt<br />
n Erfurter Seelensteine<br />
n Förderverein Schule<br />
am Zoopark e.V.<br />
n Johanniter-Jugend Johanniter-<br />
Unfall-Hilfe e.V.<br />
n SSV Erfurt Nord e.V. –<br />
Abteilung Rugby<br />
n SV Blau Weiss 90 Hochstedt e.V.<br />
n Erfurter Rollrunde e.V.<br />
n VfB Grün-Weiß 1990 Erfurt e.V.,<br />
Abteilung Fußball<br />
n Kinderzirkus Piccolino e.V.<br />
Johannes zeigt<br />
Tina, wie man einen<br />
Arm ruhigstellt.<br />
Hier wird ein Samsplint –<br />
eine Armschiene – angelegt.<br />
die Bedeutung dieser Aufgabe. Damals war er gerade<br />
zwölf. »Es ist wichtig, dass die Kinder das Gefühl<br />
haben, ernst genommen zu werden. Nur so können<br />
sie an ihren Aufgaben wachsen. Das ist der erste<br />
Schritt zum Ehrenamt«, sagt er. Auch die Johanniter<br />
werden in großen Teilen vom Ehrenamt getragen,<br />
nicht nur beim Katastrophenschutz, sondern auch<br />
in der Jugendarbeit. Unterstützt wird er in seiner<br />
Arbeit von zwei Bundesfreiwilligen. Eine davon ist<br />
Tina Buchwald. Die 20-Jährige brennt für die Johanniter-Jugend.<br />
»Es ist eine Wahnsinnserfahrung. Man<br />
lernt so viele Leute kennen, auch auf Landesebene.<br />
Ich hab schon jetzt so viel gelernt«, sagt die junge<br />
Frau, die im Herbst zum Studium geht. Dann endet<br />
ihr Freiwilligendienst.<br />
Aktuell betreut sie die bestehenden drei Schulsanitätsdienste.<br />
Mit dem Königin-Luise-Gymnasium<br />
arbeitet die Johanniter-Jugend schon sehr lange<br />
zusammen. »Wir schulen die Kinder, stellen die<br />
Erst ausrüstung und organisieren den Schulsanitätsdienst.<br />
Das braucht Zeit, in der Anfangszeit sind wir<br />
oft vor Ort, um zu helfen. Aber wenn es läuft, dann<br />
läuft’s«, sagt Johannes. Wer den Schulsanitätsdienst<br />
richtig betreiben will, muss sich gut vorbereiten. Die<br />
Kinder erhalten nicht nur Notfallrucksäcke. Auch<br />
ein Dienstplan muss aufgestellt werden, damit die<br />
Dienste gut verteilt sind. Gibt es einen Notfall, dann<br />
brummt das Handy leise, egal, ob gerade Mathe,<br />
Sport oder Kunst ansteht.<br />
Das Projekt wird gut angenommen. Die Johanniter-Jugend<br />
hat viele Anfragen. In diesem Jahr<br />
werden zwei neue Schulen mit der Ausrüstung<br />
versorgt, dank der Unterstützung der Stadtwerke<br />
im Rahmen des Projektes 20×1000.<br />
Q ANKE ROEDER-ECKERT<br />
Mehr zu den Projektpartnern<br />
und ihren Vorhaben gibt es im Blog<br />
unter www.swefuererfurt.de.<br />
Einfach den QR-Code scannen.<br />
I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
Auch Blutdruckmessen will gelernt sein.<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 25
NATURSCHUTZ<br />
Die Retter<br />
der<br />
Störche<br />
Auf der Deponie Schwerborn<br />
entsteht ein Nest für Adebar<br />
Im Norden von Erfurt gibt es eine begehrte<br />
Wohngegend. Schon seit Jahren<br />
schaut ein Pärchen vorbei. Wohl auf<br />
Wohnungssuche, fand aber noch nichts<br />
Passendes. Im letzten Jahr wuchs der<br />
Frustfaktor derart, dass dieser in einer<br />
Sachbeschädigung mündete. Die Rede<br />
ist von einem Weißstorchpaar auf der<br />
Deponie. Zerstört wurde ein Flutlicht auf<br />
einem Mast.<br />
Hasen, Fasane, Rebhühner, Rehe,<br />
Füchse — bis auf die Deponieschafe und<br />
die Deponiebienen — haben sich selbst<br />
um eine passende Unterkunft geküm<br />
mert. Die Störche haben deutlich gezeigt, sie brauchen<br />
Hilfe. Die Signale verstand Thomas Maul, der<br />
Deponiegärtner. Ohne Nest zogen die Störche im<br />
Herbst gen Süden in wärmere Gefilde. Sie sollen<br />
aber bei ihrer Rückkehr im Frühjahr eine freudige<br />
Überraschung erleben. Deshalb rief Thomas Maul<br />
den NABU an. Zufälligerweise ist der Schichtleiter<br />
Olaf Lehmann im Stadtwerkeunternehmen, welches<br />
den Hausmüll verwertet — die TUS Thüringer<br />
UmweltService GmbH — auch im NABU aktiv. Olaf<br />
Lehmann gab gern Auskunft, was man alles für ein<br />
Storchennest braucht und wo dieses stehen müsste.<br />
Es sollte sich mindestens auf einer Höhe von sechs<br />
Metern befinden und einen Durchmesser von 1,20<br />
Meter haben. Auf eine Plattform<br />
kommt dann ein Weidenkorb.<br />
Das war nun geklärt. Nun wie<br />
umsetzen?<br />
Der Deponiegärtner trommelte<br />
branchenübergreifend<br />
eine Stadtwerke Storchentruppe<br />
zusammen. Telefonat mit der<br />
<strong>SWE</strong> Netz GmbH: »Ihr habt doch<br />
Strommasten!« Zufälligerweise<br />
wurden gerade oberirdische<br />
Leitungen zurückgebaut. Die<br />
Nicole Kleb beim Flechten des Storchennestes<br />
26<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
NATURSCHUTZ<br />
Nicole Kleb, Ronald<br />
König, Philip Wönne,<br />
Thomas Maul, Sven<br />
Hoffmann, Tim<br />
Rupprecht, Enrico<br />
Nitsch (v. l.).<br />
Betonmaste müssen eh entsorgt werden.<br />
Lutz Hoffmann von den »Netzern« sichert<br />
einen Betonmast zu. Gut. Fehlt noch der<br />
Unterbau für das Nest. Alte Abdeckgitter<br />
von Deponiegasbrunnen wurden von<br />
den Schlossern der Werkstatt vom <strong>SWE</strong><br />
Verwertungsunternehmen zurechtgeschweißt.<br />
Drunter kam noch ein Metallrohr,<br />
das dann in den Betonmast soll.<br />
Fehlt noch das Weidengeflecht. Dieses<br />
kommt direkt aus dem Deponiegelände.<br />
Nicole Kleb, Gärtnerin aus der <strong>SWE</strong> Stadtwirtschaft<br />
GmbH, die auch mal ein Räumfahrzeug<br />
für den Winterdienst fährt,<br />
wird ein gemütliches Nest flechten. Bis<br />
Ende März soll alles einzugsfertig sein.<br />
Das interdisziplinäre Storchennestteam<br />
hofft, dass sich die Klapperstörche im<br />
neuen Zuhause wohl fühlen.<br />
Wenn alles so läuft wie geplant, soll<br />
eventuell eine Webcam aktuell im Internet<br />
über das Leben im Storchennest und —<br />
toi toi toi — über den Nachwuchs informieren.<br />
Die Naturidylle Deponie wäre<br />
um eine Attraktion reicher. Einmal im<br />
Jahr ist diese auch für jedermann erwanderbar.<br />
Dieses Jahr startet der Wandertag<br />
am 28. April um 10 Uhr.<br />
Q IVO DIERBACH<br />
I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 27
UMWELT<br />
Für ein<br />
sauberes<br />
Erfurt Ordnungsdezernent<br />
Steffen Linnert<br />
erklärt seinen Plan.<br />
Erfurter Stadtführer wissen: Touristen,<br />
die zum ersten Mal in der Landeshauptstadt<br />
sind, finden die Stadt<br />
nicht nur wunderschön, ihre Einwohner<br />
freundlich, die Innenstadt voller Leben —<br />
die meisten finden die Stadt auch herrlich<br />
sauber. Ganz im Gegensatz zu vielen<br />
anderen Städten in der Republik …<br />
»Manche Erfurter sehen das ein klein<br />
wenig anders, sie kennen einige Ecken<br />
und Plätze, die ihnen zu unordentlich und<br />
verschmutzt sind. Wir müssen diese Empfindungen<br />
ernst nehmen«, sagt Steffen<br />
Linnert. Er ist Beigeordneter für Ordnung<br />
und Sicherheit im Erfurter Rathaus und<br />
damit auch für die Sauberkeit in der<br />
Stadt verantwortlich.<br />
Und er hat einen Plan, wie Erfurt in<br />
Punkto »Dreck weg« künftig noch sauberer<br />
agieren kann.<br />
»Eines der größten Ärgernisse sind<br />
die Hinterlassenschaften von Hunden«,<br />
sagt Linnert. »Wir als Stadt erhalten<br />
regelmäßig Beschwerden über die von<br />
den Herrchen und Frauchen nicht weggeräumten<br />
Hundehaufen. Unser Ordnungsdienst<br />
versucht das zu unterbinden, aber<br />
wir können nur diejenigen bestrafen,<br />
die wir in flagranti ertappen — und das<br />
passiert viel zu selten.«<br />
28
UMWELT<br />
Also was tun? Reicht nicht die Hundesteuer, um den Dreck wegzuräumen?<br />
Linnert: »Die Hundesteuer fließt in den großen Finanztopf<br />
der Stadt und dient wie zum Beispiel die Gewerbesteuer zur<br />
Finanzierung der vielen städtischen Aufgaben wie die Unterhaltung<br />
der Schulen, die Feuerwehr oder auch die Straßenreinigung.<br />
Und nur weil ich als Herrchen oder Frauchen Hundesteuer zahle,<br />
heißt das noch lange nicht, dass ich den Haufen meines Hundes<br />
liegen lassen darf.«<br />
»Damit die Hundebesitzer den Dreck auch wegräumen, planen<br />
wir eine Änderung der Stadtordnung. Zukünftig sollen Hundehalter<br />
verpflichtet werden, beim Gassigehen entsprechende<br />
Tüten mitzunehmen. Das lässt sich kontrollieren und wir hoffen,<br />
dass ich, wenn ich die Tüte schon mithabe, sie auch benutze«,<br />
sagt der Beigeordnete.<br />
Linnert weiter: »Unsere Stadtreinigung tut seit Jahren ihr<br />
Bestes, um die Stadt sauber zu halten. Dafür an dieser Stelle ein<br />
dickes Dankeschön an die fleißigen Mitarbeiter der Stadtwerke.<br />
Steffen Linnert<br />
im Gespräch mit<br />
Steffen Schillinger<br />
von den Stadtwerken<br />
Erfurt (v. l.).<br />
Jahr für Jahr räumen sie ca. 280 Tonnen<br />
Müll weg, leeren täglich mehrfach die 780<br />
Abfallbehälter in der Stadt, kehren ca. 227<br />
Kilometer Straßen und Wege. Aber ohne<br />
die Mithilfe der Einwohner und Gäste der<br />
Stadt werden wir das Problem nie in den<br />
Griff bekommen«, sagt Linnert.<br />
»Sicher, wir könnten noch mehr reinigen<br />
lassen. Aber das kostet auch mehr<br />
Geld — Geld, das die Steuerzahler aufbringen<br />
müssen. Denn die Stadtwirtschaft<br />
stellt uns ihre Leistungen in Rechnung.<br />
Dabei ist es so einfach — wenn alle Einwohner<br />
und Gäste der Stadt sich in der<br />
Öffentlichkeit so verhalten würden wie zu<br />
Hause, hätten wir kaum noch ein Pro blem<br />
mit der Sauberkeit. Zu Hause schmeißt<br />
man seinen Dreck ja auch nicht einfach<br />
auf den Boden.«<br />
Linnert: »Der Trend zur Individualisierung<br />
führt durchaus auch zu einer verstärkten<br />
Rücksichtslosigkeit. Ein zunehmendes<br />
Problem in unserer schönen Stadt<br />
sind zum Beispiel die Wildpinkler, die ihr<br />
Geschäft auch in der belebten Innenstadt<br />
erledigen. Ob sie damit andere Menschen<br />
stören, ist vielen vollkommen egal.«<br />
Und da wären wir schon beim nächsten,<br />
durchaus anrüchigen Problem: »Zu Hause<br />
benutzt man ja auch das eigene WC«, sagt<br />
Linnert. »Es gibt immer wieder Männer, die<br />
meinen, manche Ecken der Stadt wären<br />
eine öffentliche Toilette.“<br />
Und weiter: »Wir haben zwei Möglichkeiten<br />
gefunden, die bei dem Problem<br />
helfen könnten. Unsere Partnerstadt Mainz<br />
experimentiert zum Beispiel gerade mit<br />
superhydrophobem Lack. Umgangssprachlich<br />
könnte man das mit zurückpinkelnder<br />
Oberfläche beschreiben«, sagt Linnert.<br />
»Wenn Wände und Hausfassaden damit<br />
behandelt werden, sorgt der Lack dafür,<br />
dass der Verursacher selbst den Schaden<br />
in Form nasser Schuhe und einer nassen<br />
Hose hat. Wir wollen das an einigen<br />
Flächen testen, zum Beispiel in Unterführungen.«<br />
Damit nicht genug. Linnert: »Andere<br />
Städte stellen öffentliche Pissoirs auf. Bei<br />
den sogenannten Uritrottoirs, die derzeit<br />
in Paris ausprobiert werden, werden Pissoir<br />
und Blumenkübel kombiniert. Aber<br />
auch die Umsetzung dieser Idee kostet<br />
Geld und ist ohne Frage ein Eingriff ins<br />
Stadtbild und kommt wohl nur in eher<br />
abgelegenen Ecken in Frage.«<br />
Q HENRY KÖHLERT<br />
I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8<br />
29
EVAG<br />
+++ EVAG-NEWSLETTER +++ Sie wollen alles über die EVAG wissen?<br />
Egal, ob es um Informationen zu Baustellen, Fahrplänen, Tickets, Veranstaltungsoder<br />
Ausflugstipps geht? Dann abonnieren Sie doch den EVAG-Newsletter! Damit<br />
sind Sie regelmäßig über Neuigkeiten rund um den Nahverkehr in und um Erfurt<br />
informiert. Sogar Gewinnspiele gibt es hier. Sie können sich ganz unkompliziert<br />
anmelden unter www.stadtwerke-erfurt.de/evag-newsletter<br />
Geht auch so: Einfach<br />
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Smartphone scannen.<br />
TICKETS PER EVAG-APP<br />
Bequemer<br />
geht’s nicht<br />
Ab sofort kann man über die EVAG-App<br />
Erfurt mobil auch Tickets für das Stadtgebiet<br />
Erfurt kaufen, egal ob Einzelfahrt, Tageskarte,<br />
4-Fahrten-, Gruppentageskarte oder Hunde-/<br />
Fahrradkarte. Im Menüpunkt »Tickets« kann das<br />
Ticket ausgewählt und per Klick gekauft werden.<br />
Voraussetzung für den Ticketkauf via Smartphone<br />
ist eine einmalige Registrierung.<br />
»Mit der Integra tion des Ticketings reagieren<br />
wir auf die Wünsche unserer Nutzer«, sagt Myriam<br />
Berg, Vorstand der EVAG, verweist aber auch<br />
darauf, dass das Ticket per Smartphone vor Fahrtantritt<br />
zu lösen ist.<br />
Hier gibt’s Tickets<br />
aufs Smartphone.<br />
Einfach den<br />
QR-Code scannen.<br />
TICKET-AUTOMATEN<br />
Hallo Kreditkarte<br />
Tickets können an den EVAG-Fahrkartenautomaten nun<br />
auch mit Kreditkarte bezahlt werden. Einfach die Kreditkarte<br />
an den Karten leser halten. Ganz ohne PIN können<br />
damit Be träge bis zu 25 Euro bezahlt werden. Alternativ können<br />
auch Zahlungen für größere Beträge mittels PIN- Eingabe<br />
erfolgen. Die neue Technik funktioniert an allen<br />
Automaten, sowohl in der Stadtbahn als auch an<br />
der Haltestelle und ergänzt die bishe rigen bargeldlosen<br />
Zahlungsmittel. Natürlich kann an den<br />
Haltestellen-Automaten nach wie vor auch mit<br />
Münzen und Banknoten bezahlt werden. In der<br />
Straßenbahn ist auch die Zahlung mit Münzen<br />
möglich. Im Bus werden nur Münzen, kleine Geldscheine,<br />
die Geldkarte und GiroGo akzeptiert.<br />
Weitere Infos im<br />
EVAG-Mobilitätszentrum<br />
am Anger<br />
oder online unter<br />
www.evag-erfurt.de<br />
30<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL 04_2<strong>01</strong>7
UNSER ERFURT<br />
Noch wird fleißig<br />
vorbereitet. Ist die<br />
Fahne gehisst, wissen<br />
alle: Jetzt gibt es<br />
die ersten Brötchen.<br />
Es regnet in Strömen, als ich mich<br />
auf den Weg zur Back stube an der<br />
Krämerbrücke mache. Alles ist dunkel,<br />
still. Ein einzelner Mann huscht aus<br />
dem Schatten eines Hauses. Er trägt<br />
weiße Sachen, irgendwie sieht er aus<br />
wie ein Bäcker. Und tat sächlich schlägt<br />
er den Weg zur Backstube an der<br />
Krämerbrücke ein.<br />
»Nehmen Sie mich mit?«, spreche ich ihn von der<br />
Seite an. Er ist leicht verdutzt, hält mir aber trotzdem<br />
galant die Tür auf. Addi, wie ich später erfahre.<br />
»Ach ja, stimmt ja. Wir hatten ja einen Fototermin.«<br />
Hartmut Priemer kommt hinterm Tresen hervor<br />
und gibt mir die Hand. Im Hintergrund dudelt lateinamerikanische<br />
Musik. Überall wo Platz ist, sind<br />
Mehlsäcke aufgestapelt. Alles Bio.<br />
Ich wische mir das Mehl von den Fingern und<br />
schon bin ich mitten drin im Geschehen. Alfred hat<br />
ein sonniges Gemüt. Während er den Teig für die<br />
Brötchen knetet, die später mit der würzigen spanischen<br />
Chorizo gefüllt werden, erzählt er lustige<br />
Geschichten. Er ist 70 und wohnt gleich gegenüber.<br />
Früher hat er bei der Handwerkskammer gearbeitet.<br />
Jetzt, im Ruhestand, legt er immer mal eine Woche<br />
als Bäckergeselle ein. Und auch Mathias arbeitet<br />
tageweise hier, er hat noch einen zweiten Job.<br />
FORTSETZUNG NÄCHSTE SEITE<br />
Ein Hauch<br />
von Aprikose<br />
und Walnuss<br />
Morgens halb sieben beim Bäcker<br />
an der Krämerbrücke<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 31
UNSER ERFURT<br />
Hartmut Priemer lebt<br />
das Backhandwerk<br />
ganz in alter Tradition.<br />
FORTSETZUNG VON SEITE 31 Dienstags und<br />
samstags bäckt er in der Backstube als<br />
Ausgleich zu seinem Job als Servicetechniker.<br />
Statt auf der Autobahn zu liegen,<br />
knetet er Teig, formt Brote und Brötchen:<br />
»Die totale Entspannung. Ich liebe den<br />
Geruch des Teigs, die Schwere und Festigkeit,<br />
das erinnert mich an meine Kindheit«,<br />
sagt er. Hartmut grinst nur. Auch<br />
er ist über Umwege zum Backen gekommen.<br />
Von Haus aus ist der 50-Jährige<br />
Bankkaufmann. Anfang der 1990er-Jahre<br />
stieg er in Berlin in die Geschäftsführung<br />
einer Bio- und Vollkornbäckerei ein.<br />
Um die Abläufe zu verstehen, hat er<br />
selbst oft in der Backstube gestanden und<br />
konnte irgendwann nicht mehr davon<br />
lassen. Im Laufe der Jahre ist er viel gereist,<br />
entdeckte seine Liebe zu Spanien.<br />
Er besorgte sich einen Holzbackofen, zog<br />
damit über Land und verkaufte frisches<br />
Brot, Brötchen, Ritterfinger und gefüllte<br />
Teilchen — ganz in der alten Handwerkstradition.<br />
Deutschlandweit war er auf<br />
Burg- und Stadtfesten unterwegs. Dafür<br />
hat er inzwischen kaum noch Zeit. Seit<br />
sechs Jahren betreibt er die kleine Backstube<br />
an der Krämerbrücke, inzwischen<br />
Dreh- und Angelpunkt für manchen<br />
Er furter. »Für manche ist das hier auch<br />
die Stube«, erzählt mir Mathias und formt<br />
weiter Brötchen. Die einzige Maschine<br />
hier ist die Kaffeemaschine. Die wird<br />
auch gleich angeworfen. Denn In˘aki<br />
steht in der Tür. Er arbeitet auch hier.<br />
Der Spanier lächelt und wundert sich<br />
kein bisschen, dass wir mit Kamera und<br />
Stativ die Backstube verstopfen. »Hier ist<br />
immer was los«, meint er. Schnell wechselt<br />
er mit Hartmut ein paar spanische<br />
Worte. Dann gibt es erst mal Bäckerkaffee<br />
für alle — doppelter Espresso mit Milchschaum.<br />
»Wir brauchen was Stärkeres«,<br />
Mathias, Addi und Hartmut beim verdienten Bäckerkaffee,<br />
ein doppelter Expresso mit Milchschaum (v. l.)<br />
32 <strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
UNSER ERFURT<br />
Lecker: Bei Hartmut Priemer gibt es<br />
Brötchen in vielen Sorten: Sogar<br />
als Variante mit Aprikose-Walnuss.<br />
schmunzelt Hartmut und holt schon mal die Fahne.<br />
Denn es ist Zeit, die Flagge rauszuhängen. Das ist<br />
das Signal für die Kunden, dass die ersten Brötchen<br />
fertig sind. Und tatsächlich steht schon der erste in<br />
der Tür und holt sich frische Roggenbrötchen. Zehn<br />
Sorten gibt es in Hartmuts Backstube: Da fällt die<br />
Auswahl schwer: Allein von den süßen gibt es drei<br />
Varianten: Schoko, Rosine, das klassische Milchbrötchen.<br />
Wer es etwas kräftiger liebt, greift zu<br />
Roggen oder zu den gefüllten: Chorizo oder Tiroler<br />
Schinken mit Parmesan. Mein Favorit: Olive-Tomate.<br />
Sogar Aprikose-Walnuss hat Hartmut im Angebot,<br />
die aber sind noch nicht fertig. An den D-Tagen —<br />
dienstags und donnerstags — gibt es außer Roggen-,<br />
Roggenmisch- oder Weizenmischbroten auch Dinkelbrot.<br />
Nicht mehr als ein Pfund wiegen die Brote.<br />
»Die Größe kommt gut an. Da kann man auch mal<br />
zwei Sorten kaufen und sie frisch genießen«, sagt<br />
Hartmut und greift schon zu den Gärkörbchen aus<br />
Peddigrohr, in denen die kleinen Brote ruhen. Sie<br />
sind vegan, auch die meisten Brötchen, außer die<br />
süßen Varianten, Chorizo und Tiroler Schinken.<br />
Mittags gibt es Pizza. Samstags bäckt er zusätzlich<br />
Brotstangen mit Chilliöl und Meersalz. »Der Uwe<br />
vom Augustiner kommt jedes Mal und holt gleich<br />
zehn Stück für die Kollegen«, verrät mir Hartmut.<br />
Viele Krämer von der Brücke kehren regelmäßig ein,<br />
der Martin vom »theatrum mundi« oder die Beate,<br />
die Illustratorin von der Brücke. Auch die Goldhelme<br />
— von ihnen bezieht Hartmut die Schokolade —<br />
kommen regelmäßig auf einen Kaffee und einen<br />
Plausch vorbei. Denn die Backstube ist auch Café.<br />
Hier gibt es frische Brötchen, Butter und Getränke,<br />
sogar spanischen Wein. Wer noch etwas<br />
auf das Brötchen legen will, bringt es<br />
sich selber mit, erzählt In˘aki. Der Kaffee<br />
kommt aus einem Bremer Direktvertrieb.<br />
Er ist fair gehandelt. Mit jeder Tasse<br />
werden soziale Projekte in Kamerun<br />
unterstützt.<br />
Auch wenn Hartmut Priemer inzwischen<br />
kaum noch mit dem Holzofen<br />
unterwegs ist: Drei Termine stehen fest<br />
im Kalender. Der Weihnachtsmarkt auf<br />
dem Wenigemarkt, Pfingsten auf der<br />
Creutzburg und das letzte Septemberwochenende<br />
auf der Wasserburg in Heldrungen.<br />
Für alles andere bleibt keine<br />
Zeit. Dafür kommt die Welt jetzt zu ihm.<br />
Phoebe zum Beispiel. Sie geht noch in die<br />
Grundschule und steht schon in der Tür,<br />
bevor die ersten Brote fertig sind. »Wer<br />
ist denn heute Nachmittag da?«, fragt<br />
sie. »Franzi«, erwidert Hartmut und ein<br />
Lächeln geht über Phoebes Gesicht, die<br />
hier regelmäßig vorbeischaut. Wenig<br />
später kommt Papa Heiko und bringt<br />
sie zur Schule. Dann kehrt er für einen<br />
Bäckerli zurück — einen »Bonsai Latte<br />
Macchiato«, wie er sagt, schneidet den<br />
Bäckern eine Handvoll frische Äpfel auf,<br />
plaudert ein bisschen und zieht seines<br />
Weges. Und auch ich muss weiter, leider.<br />
Schweren Herzens verabschiede ich mich<br />
und mache mich auf den Weg ins Büro.<br />
Q ANKE ROEDER-ECKERT<br />
I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8<br />
33
AUSBILDUNG<br />
Erfurt, sieben Uhr morgens. Die Sonne geht langsam auf, Tau<br />
glänzt auf den Wiesen. Automassen kämpfen sich durch die<br />
Straßen. Auch bei den Stadtwerken herrscht schon reger<br />
Betrieb. Robin Schlegelmilch schlüpft gerade in seine Arbeitskleidung.<br />
Die ist robust, hat praktische Taschen für Werkzeuge<br />
und hält warm. Gleich geht es wieder auf Tour. Denn als Fachkraft<br />
für Wasserversorgungstechnik gibt es immer was zu tun. Das<br />
weiß auch Robin.<br />
Er ist Auszubildender im dritten Lehrjahr bei den Stadtwerken<br />
Erfurt. »Um genau zu sein bei der ThüWa ThüringenWasser<br />
GmbH«, sagt er. Das Tochterunternehmen der <strong>SWE</strong> ist für die<br />
Wasserversorgung in Thüringens Landeshauptstadt und im<br />
Trinkwasserzweckverband »Erfurter Becken« zuständig. Robin<br />
Schlegelmilch: »Meine Kollegen und ich kümmern uns darum,<br />
dass in Erfurt und den anliegenden Gemeinden frisches Wasser<br />
aus dem Hahn fließt. Mehr als 243.000 Menschen bekommen<br />
unser Wasser.« Etwa 1.700 Kilometer Wasserleitungen sind im<br />
Untergrund des ThüWa-Versorgungsgebietes verlegt. Eine Strecke<br />
von Erfurt bis Barcelona.<br />
Kommt vorbei!<br />
Beim Tag der Berufe am 14. März<br />
könnt ihr bei uns Ausbildungsberufe<br />
hautnah erleben: bei der EVAG<br />
(Urbi cher Kreuz), der Stadtwirtschaft<br />
(Apoldaer Straße), in der Roland<br />
Matthes Schwimmhalle, der Gasund<br />
Dampfturbinenanlage Erfurt- Ost,<br />
im egapark sowie im Wasserwerk<br />
Möbisburg. Mitmachen können alle<br />
ab Klasse 7.<br />
Anmeldung: bewerbung@<br />
stadtwerke-erfurt.de<br />
Ich sorge dafür, dass in Erfurt<br />
Heute schauen wir Robin Schlegelmilch über die<br />
»Und die möchten natürlich in Schuss<br />
gehalten werden«, sagt Robin grinsend<br />
und erklärt, dass es wichtig ist, das Rohrnetz<br />
regelmäßig zu kontrollieren, um<br />
mögliche Schäden schnell zu erkennen<br />
und zu beseitigen. »Die Aufgaben sind<br />
vielfältig. Wir erneuern zum Beispiel<br />
Rohre oder andere Anlagenteile, spülen<br />
die Leitungen und überprüfen die Wasserqualität«,<br />
erzählt er. Denn: Trinkwasser<br />
ist das Lebensmittel Nr. 1. — und das soll<br />
in bester Qualität beim Verbraucher<br />
ankommen. Pro Jahr werden im ThüWa-<br />
Versorgungsgebiet etwa 14 Millionen<br />
Kubikmeter Wasser an die Verbraucher<br />
geliefert. Wasser wird immer und überall<br />
benötigt — auch bei der Feuerwehr, wenn<br />
es brennt. Deswegen überprüft Robin<br />
heute mit seinem Kollegen Torsten<br />
Langenhan einen Hydranten in einem<br />
Erfurter Gewerbegebiet. Robin Schlegelmilch:<br />
»Im Fachjargon sprechen wir von<br />
einer Druck- und Mengenmessung an<br />
einem Feuerlöschhydranten. Wir schauen,<br />
ob ein Hydrant genügend Löschwasser<br />
mit ausreichendem Druck über einen<br />
bestimmten Zeitraum liefert.« Jeder<br />
Hydrant wird im Vier-Jahres-Rhythmus<br />
kontrolliert. Zu Hydranten und Wasser<br />
hat Robin eine besondere Beziehung.<br />
»Ich engagiere mich seit einiger Zeit in<br />
der Freiwilligen Feuerwehr«, sagt er mit<br />
einem Augenzwinkern. Dass er einmal<br />
Fachkraft für Wasserversorgungstechnik<br />
lernt, hätte Robin trotzdem nicht gedacht:<br />
»Für mich war nach der Schule klar, dass<br />
ich keinen kaufmännischen Beruf erlernen<br />
wollte. Für alles andere war ich offen.<br />
Besonders haben mich die technischen<br />
Berufe interessiert.« Bei einem Gespräch<br />
am ThüWa-Stand der <strong>SWE</strong> Ausbildungsmesse<br />
hat Robin dann erstmals von diesem<br />
Ausbildungsberuf gehört. »Ein Azubi<br />
im dritten Ausbildungsjahr erzählte mir<br />
von der Ausbildung zur Fachkraft für<br />
Wasserversorgungstechnik. Ich erfuhr,<br />
dass ein gewisses Interesse an Chemie<br />
und Biologie vorhanden sein sollte. Diese<br />
Fächer hat man oft in der Berufsschule.<br />
34
AUSBILDUNG<br />
Technisches Verständnis, logisches Denkver mögen und planvolles<br />
Vorgehen sollte man ebenso mitbringen. Das waren alles<br />
Punkte, die größtenteils auf mich zutrafen. Ich versuchte mein<br />
Glück, bewarb mich und wurde schließlich genommen«, erzählt<br />
er. Dass es der richtige Beruf für ihn ist, wird klar, wenn er von<br />
seinen Erlebnissen erzählt und seine Augen funkeln: »Eine meiner<br />
interessantesten Aufgaben bisher war der Tausch eines<br />
soge nannten Absperrschiebers. Ein Absperrschieber funktioniert<br />
wie ein großer Wasserhahn. Mit ihm lassen sich Teile vom Leitungsnetz<br />
›trockenlegen‹, also absperren. Damit der Wechsel<br />
klappte, durfte ich ein Rohr abschneiden und die neuen Rohren<br />
den miteinander verschweißen. Ziel war es, eine dichte Ver-<br />
bindung herzustellen. Das ist mir zum<br />
Glück sehr gut gelungen«, freut sich Robin.<br />
Ein dickes Lob gab es auch von den Kollegen.<br />
Mindestens ein erfahrener Kollege<br />
ist immer dabei. Er gibt Tipps und schaut,<br />
ob alles richtig läuft. Ab dem Sommer<br />
ist das nicht mehr nötig. Robin Schlegelmilch:<br />
»Dann stehen die Abschlussprüfungen<br />
an. Wenn alles gut läuft und ich<br />
meine Prüfungen erfolgreich bestehe,<br />
werde ich übernommen.« Die Ausbildung<br />
zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik<br />
dauert insgesamt drei Jahre.<br />
Interes sen ten — egal ob weiblich oder<br />
männlich — sollten einen guten Realschullabschluss<br />
oder Abitur haben. Wir freuen<br />
uns auf eure Bewerbung!<br />
Q H. SCHAUERHAMMER<br />
I S. BAUERSCHMIDT<br />
Wasser fließt.<br />
Schultern. Er lernt bei uns Fachkraft für Wasserversorgungstechnik.<br />
Heute ist Robin mit<br />
Torsten Langenhan<br />
unterwegs.<br />
Weitere Informationen<br />
unter www.stadtwerkeerfurt.de/ausbildung<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 35
Tina Risch am Blasrohr: Hier<br />
werden die Zebra fohlen geimpft.<br />
Tierärztin<br />
im Einsatz<br />
Unterwegs mit Tina Risch im Zoopark Erfurt<br />
Es ist noch dunkel, als wir uns mit Tina<br />
Risch treffen. Die Tierärztin hat ihr<br />
Büro direkt in der Verwaltung, unweit<br />
des großen Kinderspielplatzes im<br />
Zoopark Erfurt. Noch ist alles still.<br />
Bis die ersten Besucher kommen,<br />
dauert es noch zwei Stunden.<br />
Schnell brüht sie uns einen Kaffee und erzählt<br />
von ihrer Arbeit als Tierärztin im Zoopark. Eine<br />
Kleintierpraxis käme für Tina Risch nicht in<br />
Frage. »Nur im Zoo hat man so viele verschiedene<br />
Tiere, das ist faszinierend«, findet die 31-Jährige,<br />
die aus Stadtilm stammt. Schon während ihres<br />
Studiums ist sie viel in der Welt herumgekommen,<br />
hat in Equador in einer Tierauffangstation gejobbt,<br />
Praktika in Argentinien und auf den Philippinen<br />
gemacht.<br />
36<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
ZOOPARK ERFURT<br />
Wenn sie erzählt, beginnen Tina Rischs<br />
Augen zu leuchten. Seit 2<strong>01</strong>4 ist sie im<br />
Zoopark Erfurt. »Das macht Spaß. Wir<br />
arbeiten hier eng zusammen«, sagt sie<br />
und checkt schnell noch ein paar E-Mails,<br />
telefoniert mit der Tierklinik. Und los<br />
geht es. Tina Risch packt ihre Arzttasche,<br />
die ein bisschen wie ein Werkzeugkoffer<br />
aussieht. Der erste Patient des Tages ist<br />
Eberhard. Das Glöckchenschwein, gut<br />
erkennbar an seinen Bommeln am Halsansatz,<br />
wohnt auf dem Kinderbauernhof<br />
und wurde vor wenigen Tagen operiert.<br />
Der Eber ist schon wieder wohlauf und<br />
lässt sich gern von Tina Risch streicheln.<br />
Sie schaut noch mal kurz nach der Wunde,<br />
redet mit der Tierpflegerin und ist schon<br />
wieder auf dem Sprung.<br />
In der Afrika savanne steht ein Impftermin<br />
an. Die beiden Zebrafohlen sind<br />
ein gutes halbes Jahr alt und bekommen<br />
heute ihre Grund immunisierung. Peter<br />
Sander, Bereichsleiter der Afrika-Savanne,<br />
wartet schon. Auch der Zebrahengst<br />
spürt, dass da was im Busch ist. Schnell<br />
lässt ihn Peter Sander aus der Stallung<br />
ins Gelände. In der Zwischenzeit macht<br />
Tina Risch das Blasrohr fertig. Es funktioniert<br />
mit Druckluft und ist eine sanfte<br />
und geräuschlose Methode, um Tiere zu<br />
behandeln oder zu narkotisieren. Mehr<br />
als einen Versuch gibt sie sich nicht. Sie<br />
will die Zebras nicht unnötig stressen.<br />
So einfach wie es bei ihr aussieht, ist<br />
es allerdings nicht. »Man darf nicht zu<br />
schwach blasen, sonst prallt die Spritze<br />
ab, aber auch nicht zu stark, damit es<br />
für das Tier nicht zu schmerzhaft wird«,<br />
erklärt sie und schaut auf die Uhr. Kurzes<br />
Händeschütteln mit Peter Sander, und<br />
auf geht es zu Kibo ins Elefantenhaus.<br />
Hier steht ein medizinisches Training an.<br />
Und auch wir dürfen ausnahmsweise in<br />
den Bereich, den sonst nie ein Zoobesucher<br />
sieht. »Aber bleiben Sie bitte hinter<br />
der gelben Linie«, sagt die Tierärztin.<br />
Währenddessen lockt Tierpfleger Dirk<br />
Hebs den zwölfjährigen Elefantenbullen<br />
mit getrockneten Weißbrotscheiben ans<br />
Gitter. Am seinem Gürtel baumelt eine<br />
große Tasche davon. Mit Targetstangen<br />
dirigiert er den gutmütigen Riesen sanft.<br />
Auf Kommando dreht Kibo sich nach<br />
links oder rechts, zeigt sein Ohr, streckt die Füße<br />
durch das Gitter. Er gehorcht sofort. Faszinierend!<br />
»Das wird zweimal täglich trainiert, damit wir auch<br />
im Krankheitsfall schnell mal nachschauen oder am<br />
Ohr Blut nehmen können«, sagt Tina Risch und greift<br />
zu einer Flasche mit Pflegespray. Damit sprüht sie<br />
Kibos Zehen ein, um sie geschmeidig zu halten.<br />
Rüsselspülübung beim Elefanten<br />
FORTSETZUNG NÄCHSTE SEITE<br />
Kibo ist ein freundlicher Riese.<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 37
ZOOPARK ERFURT<br />
Regelmäßig<br />
werden die<br />
Schildkröten<br />
gewogen.<br />
Auge in Auge mit<br />
Uwe. Der Königspython<br />
hat ein<br />
dickes Auge.<br />
Und auch bei der Übung zum Tuberkulose-Test<br />
macht der Elefant problemlos mit. Eine<br />
kurze Ansage, und er legt seinen Rüssel auf einen<br />
Metall- Ständer. Mit einer Spritze pumpt Dirk Hebs<br />
Leitungswasser in den Rüssel. Wenig später pustet<br />
Kibo es brav in einen Eimer. Auch dafür gibt es ein<br />
Leckerli von Dirk Hebs.<br />
Da Tina Risch heute noch andere Tiere auf ihrer<br />
Patientenliste hat, müssen wir weiter, auch wenn<br />
es uns schwerfällt. Spontan haben wir uns in den<br />
sanften Riesen verliebt. Auf dem Weg zur Zooschule<br />
schaut die Tierärztin noch bei einem australischen<br />
Sumpfwallaby vorbei. Es ist derzeit in Quarantäne,<br />
da es unter einem Abszess am Maul leidet. Anschließend<br />
werden die europäischen Landschildkröten<br />
gewogen. Statt Namen haben die 14 Tiere eine Nummer.<br />
Die steht auf dem Panzer. So können sie nicht<br />
verwechselt werden. Nummer 16 wiegt 678 Gramm.<br />
Das ist ein guter Wert, und auch den ande ren Schildkröten<br />
geht es gut. Sie haben bei leicht abgesenkten<br />
Temperaturen im Terrarium überwintert. »Das ist<br />
wichtig für ihren Stoffwechsel, die Panzerqualität<br />
FORTSETZUNG VON SEITE 37<br />
und das Knochengerüst. Oft gibt es danach<br />
einen richtigen Wachstumsschub«,<br />
weiß Tina Risch. Kurz darauf ist Visite in<br />
der Zooschule.<br />
Hier leben Schlangen, Heusch re cken,<br />
Vogelspinnen. Heute braucht Königspython<br />
Uwe Hilfe. Die 1,20 Meter lange<br />
Schlange hat ein dickes Auge. Tina Risch<br />
verordnet pflegende Augentropfen und<br />
macht sich auf den Weg zu den Nashörnern.<br />
Tierpflegerin Saskia Fiebig wartet<br />
schon. Sie ist eine von drei Zooinspektoren<br />
in Erfurt. Sie organisieren die betrieblichen<br />
Abläufe, kümmern sich um die<br />
Tierpfleger und sind erste Ansprechpartner<br />
bei Problemen. Die Zooinspektoren<br />
sind es auch, die Tina Risch schon mal<br />
aus dem Bett klingeln, wenn ein Tier<br />
akute gesundheitliche Probleme hat. Das<br />
ist heute nicht so. Es ist ein ruhiger Tag.<br />
Der Tag verläuft nach Plan. Jetzt geht<br />
es noch zu Marcita, der Nashorndame,<br />
die Ende des Jahres ein Baby bekommt.<br />
Für Marcita ist es die erste Trächtigkeit.<br />
Und auch Saskia Fiebig ist aufgeregt. Seit<br />
2009 wurde in Erfurt kein Nashornbaby<br />
mehr geboren. Regelmäßig überprüft<br />
Tina Risch den Gesundheitszustand der<br />
Kuh. Zweimal die Woche werden ihre Kotproben<br />
gesammelt und alle paar Monate<br />
nach Wien geschickt, um die Hormone zu<br />
kontrollieren. Schließlich soll alles glatt<br />
gehen. 16 bis 18 Monate sind Nashorn-<br />
Die Nashorndame Marcita bekommt<br />
Ende des Jahres ein Baby.<br />
38
ZOOPARK ERFURT<br />
kühe trächtig. »Na Mädels? Wie geht’s?« Saskia<br />
Fiebig klopft Marcita und Numbi, sie ist schon 21<br />
und hat mehrere Kälber geboren, beherzt auf den<br />
Rücken. Die Breitmaulnashörner sind draußen,<br />
mampfen in aller Seelenruhe Heu und lassen sich<br />
von Saskia Fiebig gern den Rücken kraulen. »Das<br />
geht mit einem Schrubber am besten«, sagt die<br />
Tierpflegerin und lacht. In der Zwischenzeit werden<br />
die Gehege im Nashornhaus gereinigt. Durch mannshohe<br />
schwere Eisengitter ist das Außen- vom Innengelände<br />
gesichert. Denn ein Nashorn wirkt auf den<br />
ersten Blick zwar behäbig, bringt es aber problemlos<br />
auf bis zu 50 Kilometer pro Stunde, wenn es<br />
einmal in Fahrt ist. Auch Bulle Dino ist in seinem<br />
Außengehege. Es ist ziemlich kalt, ein scharfer Wind<br />
weht. »Ein Wetter, bei dem die Nashörner nicht allzu<br />
gern draußen sind. Aber frische Luft muss sein«,<br />
verrät Saskia Fiebig. Danach geht es wieder rein in<br />
die warme Stube, die übrigens Fuß bodenheizung<br />
bei konstanten 18 Grad Celsius hat. Zuvor kontrolliert<br />
Tina Risch Marcitas Euter. Auch das ist eine<br />
medizinische Übung. Die Nashornkuh soll<br />
sich daran gewöhnen. Wenn Milch einschießt<br />
und das Euter tropft, dauert es<br />
meist nicht mehr lange bis zur Geburt.<br />
Ein Tag ohne Zwischenfälle. Tina Risch<br />
ist froh. Jetzt geht es zurück an den<br />
Schreibtisch, denn auch die Büroarbeit<br />
gehört dazu. Behandlungen und Narkosen<br />
werden geplant, die Patientenkartei<br />
gepflegt, Medikamente bestellt und<br />
Gesundheitszeugnisse für anstehende<br />
Transporte erstellt.<br />
Q ANKE ROEDER-ECKERT<br />
I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
Meist ist Tina Risch mit<br />
ihrem E-Bike unterwegs.<br />
<strong>SWE</strong> heizt ein<br />
Knapp 30 Jahre wurde im Erfurter<br />
Zoopark mit Öl geheizt. Jetzt gibt<br />
es neue, umweltfreundlichere Heizungen:<br />
dank des Wärmeliefercontractings<br />
der <strong>SWE</strong> Energie GmbH.<br />
Die Stadtwerke Erfurt installierten<br />
sieben Wärmeversorgungsanlagen<br />
auf Erdgasbasis. Verwaltung,<br />
Direktion, Giraffenhaus, Sozialtrakt,<br />
Wirtschaftshof, Heizhaus/Affenhaus<br />
inklusive Nashorn- und Elefantenhaus<br />
sind angeschlossen.<br />
Die Wartung läuft über das Energieunternehmen<br />
der Stadtwerke.<br />
Die neuen Heizungen liefern 840.000<br />
kWh Wärme. Das würde für mehr als<br />
60 Einfamilienhäuser reichen. Der<br />
Zoo kann mit dem neuen Heizsystem<br />
18 Prozent der Energiekosten sparen.<br />
Zusätzlich werden damit 75 t CO 2<br />
weniger im Jahr ausgestoßen. Alle<br />
Heizungen werden durch die <strong>SWE</strong><br />
Energie fernüberwacht und können<br />
per Tablet ferngesteuert werden.<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 39
Ich bin auf dem<br />
Mehrweg<br />
Nachhaltiger Kaffeegenuss<br />
im Hilgenfeld<br />
40<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
UNSER ERFURT<br />
Nicht nur das Café Hilgenfeld<br />
macht macht bei ReCup mit.<br />
Hier gehts zur Übersicht.<br />
Einfach den QR-Code scannen.<br />
Jörg Krieg ist nicht<br />
nur Philosoph und<br />
Café-Experte. Er<br />
setzt auch auf Kaffeegenuss<br />
ohne Reue.<br />
»Außer der Philosophie weiß ich kein so gutes<br />
Treibmittel des Gehirns, als höchstens Schach und<br />
Kaffee«, sagte einst der Schriftsteller Jean Paul.<br />
Dieser Spruch scheint gut auf ein kleines Erfurter<br />
Café am Domplatz zu passen. Geführt wird<br />
es von Jörg Krieg, Chef des Vereins »Café Hilgenfeld«,<br />
mit einem Master abschluss in Philosophie.<br />
Während seines Studiums an der Erfurter Uni wurde<br />
er zum Kaffee-Experten. Das anregende Heißgetränk<br />
hielt seinen Geist<br />
wach. Viele Cafés wurden<br />
vom gebürtigen Schwarzwälder<br />
in Erfurt auf gesucht.<br />
Eines genügte seinen Ansprüchen:<br />
das » Café<br />
Hilgenfeld« — von Touristen<br />
oft über sehen, von Einheimischen<br />
sehr geschätzt. Die<br />
Liebe zum guten Kaffee<br />
ging so weit, dass Jörg Krieg<br />
zeitweise als Student eine<br />
eigene mobile Kaffeebar<br />
betrieb und ab und zu auch<br />
im Lieblings café aushalf.<br />
Im Jahr 2<strong>01</strong>2 formierte<br />
sich der Verein »Café Hilgenfeld«,<br />
der nicht nur aus<br />
Namensgeber Sebastian<br />
Hilgenfeld, sondern auch<br />
aus dem Café-Gründer und<br />
aus Mitgliedern der Belegschaft besteht. Über den<br />
Verein »rutschte« Jörg Krieg nach dem Studium in<br />
das »Koffein« Geschäft hinein und ist nicht nur für<br />
das »Hilgenfeld« am Domplatz, sondern auch für<br />
das Campus Café verantwortlich. Die Leidenschaft<br />
hat er zum Beruf gemacht.<br />
Das spüren die 50 Stammgäste und alle, die zufällig<br />
den Weg in das Café finden. Hier hat man nicht nur<br />
eine große Kaffee Auswahl für den sofortigen Verzehr.<br />
Man kann auch seine Lieblingsbohnen mit nach<br />
Hause nehmen, auf Kundenwunsch gemahlen. Es ist<br />
auch möglich, guten Hil gen feld Kaffee unterwegs zu<br />
genießen. Jetzt kommt die zweite Leidenschaft von<br />
Jörg Krieg zum Tragen: die Nachhaltigkeit. Kaffeegenuss<br />
in Einwegbechern passt nicht dazu. Also<br />
suchte er nach Alternativen zum Pappbecher.<br />
Getestet wurden kompostierbare<br />
Kaffeebecher.<br />
Klingt ökologisch, ist<br />
es aber nicht. Einweg ist<br />
Einweg. Die Erfurter Bioabfall<br />
verwertungsanlage<br />
kann diese Becher nicht in<br />
Kompost umwandeln und<br />
zudem landen die Becher<br />
oft in Abfallkörben der Innenstadt,<br />
verstopfen diese,<br />
und alles wird als Hausmüll<br />
entsorgt.<br />
Was ist besser? Ein<br />
Pfandsystem. Ein eigenes<br />
auf die Beine stellen? Das<br />
machte in den Augen von<br />
Krieg wenig Sinn. Lieber<br />
setzte er auf ein bewährtes,<br />
zwar noch junges, aber<br />
deutschlandweites Pfandsystem:<br />
auf ReCup. »Das System steht und fällt<br />
damit, dass der Kunde den Becher nicht da zurückgeben<br />
muss, wo er ihn gekauft hat«, sagt Jörg Krieg.<br />
»Es ist ja Kaffee zum Mitnehmen.« Theoretisch ist<br />
es möglich, den Becher vom »Hilgenfeld« in einem<br />
Café in Berlin abzugeben. Der ReCup-Becher kostet<br />
einen Euro Pfand, den Kaffeetrinker zurückbekommen,<br />
sobald sie das leere Gefäß bei einem teilnehmenden<br />
Café abgeben. Dort wird es gespült und<br />
dem nächsten Kunden mitgegeben.<br />
Eine Karte mit den teilnehmenden Filialen findet<br />
sich auf der Webseite www.recup.de und in der App<br />
für Smartphones. Der Becher aus Polypropylen<br />
kann bis zu 500 Mal benutzt werden.<br />
Das Pfandsystem, auf das auch die Stadt Erfurt<br />
setzt, wurde kürzlich von der Deutschen Umwelthilfe<br />
ausgezeichnet.<br />
Q IVO DIERBACH<br />
I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8<br />
41
KINDER<br />
MACHT MIT!<br />
Bastelt einen<br />
Wasserkreislauf<br />
Am 22. März ist Tag des Wassers.<br />
1 Schneidet zuerst<br />
die Bilder aus.<br />
2 Ordnet die Bilder so<br />
an, dass der Wasserkreislauf<br />
entsteht.<br />
3 Schreibt eine kurze<br />
Geschichte dazu, was<br />
der Wassertropfen erlebt.<br />
4 Schickt eure Bilder und die<br />
Geschichte an <strong>SWE</strong> Stadtwerke<br />
Erfurt GmbH, Schulkommunikation,<br />
Stichwort Wasserkreislauf,<br />
Magdeburger Allee 34, 99086 Erfurt.<br />
Unter den Einsendern verlosen wir<br />
drei Frühstücksbrettchen! Einsendeschluss<br />
ist der 15. April 2<strong>01</strong>8.<br />
ILLUSTRATION: AQUALINO – GEMEINSCHAFTSAKTION »IHRE REGIONALEN WASSERUNTERNEHMEN«<br />
42<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
KINDER<br />
AQUA-AGENTEN<br />
auf Mission<br />
Erfurter Grundschüler gehen dem<br />
Thema Wasser ab März auf den Grund.<br />
Als AQUA- AGEN TEN erforschen sie die<br />
Vielfalt des Wassers. Die Schulkommunikation<br />
der Stadtwerke Erfurt erweitert<br />
damit ihr Angebot um einen weiteren<br />
Baustein. Die AQUA-AGENTEN<br />
sind das erste eigene Bildungsangebot<br />
der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz.<br />
Die Stiftung setzt sich strategisch<br />
für zukunftsweisende Perspektiven<br />
im Umwelt- und Naturschutz sowie<br />
für eine nachhaltige Entwicklung ein.<br />
Das Projekt mit bundesweit anerkannten<br />
Lehrmaterialen wird um<br />
die Aspekte der Erfurter Wasserversorgung<br />
und ihrer Geschichte<br />
ergänzt. Koor diniert wird das Projekt<br />
in Erfurt von der Schulkommunikation<br />
der Stadtwerke Erfurt und fachlich<br />
begleitet von der ThüWa Thüringen-<br />
Wasser GmbH.<br />
Die Lehrer der beteiligten Schulen<br />
wurden in einer Fortbildungsveranstaltung<br />
in das Projekt eingewiesen.<br />
Sie erprobten den Umgang mit der<br />
Themenwerkstatt des AQUA-AGENTEN-<br />
Koffers, den sie später bei der Arbeit<br />
mit den Schülern einsetzen.<br />
Weltwassertag<br />
Im Umfeld des Weltwassertages startet<br />
das Vorhaben, die Schulen erhalten<br />
ihre Lernkoffer, finanziert von den<br />
Stadtwerken. Auf ihrer Mission dokumentieren<br />
die AQUA-AGENTEN ihre<br />
Arbeit und nehmen damit bis 31. Dezember<br />
2<strong>01</strong>8 an einem projektbegleitenden<br />
Wettbewerb der Stadtwerke<br />
Erfurt teil. Nach einem Jahr — zum<br />
Weltwassertag 2<strong>01</strong>9 — werden dann<br />
die Sieger und Platzierten bekanntgegeben.<br />
Neugier und Wissendurst<br />
machen sich bezahlt, denn auf diese<br />
Stadtwerke- Preise können sich die<br />
drei Erstplatzierten freuen:<br />
Platz 1: Freizeit-/Mobilitätgutschein<br />
im Wert von 200 Euro<br />
Platz 2: Freizeit-/Mobilitätsgutschein<br />
im Wert von 150 Euro<br />
Platz 3: Freizeit-/Mobilitätsgutschein<br />
im Wert von 100 Euro<br />
Q CHRISTINE KARPE<br />
Spielspaß<br />
im Salat<br />
Wie sieht das Radieschen aus, bevor es im Salat landet?<br />
Was wird mal aus einer Raupe? Und was macht der Igel<br />
eigentlich im Winter? Das und mehr könnt ihr jetzt im<br />
neuen Lernspiel der Stadtwerke Erfurt entdecken. Euch erwartet<br />
eine bunte Erkundungstour durch den Schulgarten.<br />
In der Schulgartenbox gibt es nicht nur Rezepte und einen<br />
Pflanzkalender, sondern auch ein tolles Spiel zu entdecken.<br />
Trimory heißt der Spaß für alle Erfurter Kids — vom Kindergarten<br />
bis zur Grundschule. Wie es funktioniert? Ganz einfach!<br />
Ihr kennt das Prinzip bestimmt schon vom Memory. Der kleine<br />
große Unterschied: Beim Trimory müssen drei Karten gefunden<br />
werden. Erst dann dürft ihr die Karten behalten und Punkte<br />
einsammeln. Aber Achtung! Die Karten sehen nicht gleich aus.<br />
Ihr müsst das Trio finden, das thematisch zueinander passt.<br />
Wer also die Raupe aufdeckt, muss dann nach Puppe und<br />
Schmetter ling Ausschau halten. Das ist manchmal schwieriger<br />
als gedacht. Das Tolle aber: Trimory lässt sich in verschiedenen<br />
Varianten spielen. So finden sich Kindergarten- als auch Grundschulkids<br />
einfach zurecht. Um loszulegen braucht ihr nicht<br />
viel. Ein freies Plätzchen, mindestens einen Spielefreund, schon<br />
kann es losgehen. Trimory gibt es ab sofort für alle Erfurter<br />
Grundschulen und Kindergärten.<br />
Q HANNES SCHAUERHAMMER<br />
Mehr Infos unter<br />
www.stadtwerke-<br />
erfurt.de/trimory<br />
I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
Victoria und Katharina haben<br />
es schon mal ausprobiert.<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
ELEKTROMOBILITÄT<br />
Meine<br />
Tankstelle<br />
hab’ ich zuhause<br />
Henry Köhlert ist jetzt elektrisch unterwegs.<br />
Seine ersten Erfahrungen<br />
Ich hab’s getan. Obwohl viele gesagt hatten: Was<br />
ist, wenn dir der Saft ausgeht? Die Zeit ist noch<br />
nicht reif! Warte noch zwei, drei Jahre … War mir<br />
egal, ich hab’s getan und nun steht er (oder sie?)<br />
auf dem Hof und nuckelt Erfurter Energie.<br />
Ich, bzw. der schwarze BMW i3, wir sind die Nummer<br />
122 in Erfurt. 121 Elek troautos gab’s, als mein<br />
E-Mobil zugelassen wurde. Nicht gerade viele. So<br />
wie ich mich jetzt fühle, wenn ich mich hinter das<br />
Steuer meines neuen E-Autos setze, müssen sich<br />
die Besitzer der ersten Benzin-Droschken gefühlt<br />
haben — als es den Kraftstoff noch in der Apotheke<br />
gab …<br />
Der Weg zum E-Auto war ein Abenteuer, keine<br />
Frage. Das fing schon bei der Auswahl an: Will Mann<br />
oder Frau wirklich so viel Geld in die Hand nehmen,<br />
um etwas Gutes für die Umwelt zu tun? Um ein<br />
Zeichen zu setzen, dass es so mit den Verbrennungsmotoren<br />
nicht mehr weitergeht?<br />
Ich wollte. Also die erste Frage: Hybrid oder<br />
E-Auto? Bei einem Hybrid schleppt der Wagen zwei<br />
Motoren mit sich rum, nicht gerade energieeffizient.<br />
Dafür ist der Hybrid für die Stadt durchaus sexy, wer<br />
fährt schon mehr als 50 Kilometer am Tag? Da reicht<br />
der kleine E-Motor und für lange Strecken gibt’s<br />
den Verbrenner.<br />
Henry Köhlert<br />
lädt seinen<br />
BMW i3 vor der<br />
eigenen Haustür.<br />
44<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
ELEKTROMOBILITÄT<br />
Die Ladesäule wird startklar gemacht.<br />
Oder lieber mutig sein und auf das E-Auto setzen?<br />
Gut, die Reichweiten sind mittlerweile anständig.<br />
200, 300, 400 Kilometer — und für weitere Strecken<br />
gibt’s die Bahn oder Car-Sharing.<br />
Während die Reichweiten der Akkus steigen,<br />
sin ken die Preise für die Autos. Sicher, noch sind<br />
Benziner oder Dieselfahrzeuge günstiger — aber die<br />
haben ihre eigene Tankstelle nicht am Haus oder in<br />
der Stadt.<br />
Mittlerweile gibt es 23 Ladesäulen der <strong>SWE</strong><br />
Energie in Erfurt, also pro Säule knapp sechs Autos.<br />
Die Parkplätze davor sind für E-Autos reserviert<br />
und meist frei. Aber wer ein Haus hat oder einen<br />
freund lichen Vermieter mit Hinterhof, der kann sich<br />
seine eigene Strom tanke holen — und sein E-Mobil<br />
schnell und günstig laden. Natürlich gibt es auch<br />
hier verschiedene Anbieter — ich entschied mich<br />
für die <strong>SWE</strong> Energie. Erstens bin ich Lokalpatriot<br />
und zweitens gibt’s hier FORTSETZUNG NÄCHSTE SEITE<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8 45
ELEKTROMOBILITÄT<br />
Beratung quasi vor meiner<br />
Haustür. <strong>SWE</strong> Ecomobil heißt das Produkt,<br />
ein Komplettangebot. Angeboten wird<br />
100 Prozent Naturstrom. <strong>SWE</strong> Strom.<br />
ecomobil wurde speziell für Elektrofahrzeuge<br />
entwickelt und hat einen entscheidenden<br />
Vorteil: den Niedertarif (NT).<br />
Heißt: Zu bestimmten Zeiten, z. B. nachts,<br />
gibt’s den Saft günstiger — ca. drei Cent<br />
je Kilowattstunde.<br />
Und was kostet eine »Tankfüllung«?<br />
Echt wenig. Und hängt vom Fahrer und<br />
dem Klima ab. Im Winter mehr (dank Heizung<br />
etc.), im Frühling weniger (die Akkus<br />
lieben Temperaturen um die 20 Grad).<br />
Mein Schnitt: ca. 15 kWh pro 100 Kilometer.<br />
Macht also rund drei Euro pro 100<br />
Kilometer — abgasfrei!<br />
Damit der Strom auch in den »Tank«<br />
kommt, braucht es eine »Zapfsäule«,<br />
also die Ladestation — quasi die eigene<br />
Tankstelle. Die kostet 650 Euro und wird<br />
dort angebracht, wo das Auto steht. Für<br />
die, die ein Häuschen besitzen, ist das<br />
ideal — sie können ihre Ladestation zum<br />
Beispiel am Carport anschließen.<br />
Der Standort ist nicht unwichtig, die<br />
Montage ist nicht im Preis enthalten.<br />
Heißt: Je länger die zu verlegende Leitung,<br />
desto mehr kostet das Ganze. Beratung<br />
ist hier ein Muss. Zu den Kosten der<br />
Ladestation und Montage können (bei<br />
Mehrfamilienhäusern) auch noch Netzanschlusskosten<br />
kommen.<br />
FORTSETZUNG VON SEITE 44<br />
Sind aber die ersten Hürden wie die Wahl des richtigen<br />
Wagens, der passenden Ladestation und des<br />
richtigen Ortes geschafft, fängt der Spaß an.<br />
Denn: Dem Auto ist es völlig egal, wie und wo ich<br />
es »tanke«. Das geht mit »normalen« 22-kW-Ladestationen<br />
(wie die Normalladesäulen, die im Erfurter<br />
Stadtgebiet verteilt sind), das geht mit Schnellladern<br />
oder zur Not auch mal mit der Haushaltssteckdose.<br />
Schnelllader stehen zu hunderten an<br />
den Autobahnen und da gehören sie auch hin: Ladezeiten<br />
von etwas mehr als 30 Minuten sind locker<br />
zu verkraften.<br />
Und zu Hause? Die Methode Steckdose dauert<br />
ganz schön lange, und wenn man es mal eilig hat,<br />
geht es auch nicht schneller. Die Ladestation ist die<br />
bessere Alternative: Ich hatte die Wahl zwischen<br />
drei, sieben, elf oder 22 kW-Leistung. Je mehr, desto<br />
schneller: Bei elf kW ist der BMW nach knapp drei<br />
Stunden nächtlichen Günstigladens wieder flott.<br />
Mein (erstes) Fazit: Alles richtig gemacht. Laden<br />
zu Hause ist fantastisch einfach, die Preise an den<br />
Tankstellen sind mir völlig egal. Der Wagen hat alle<br />
Touren locker erledigt und die Angst vorm saftlosen<br />
Liegenbleiben ist verschwunden — es gibt inzwischen<br />
überall Ladesäulen. Also, wer sein Auto braucht, um<br />
damit täglich bis zu 200 Kilometer zu fahren, der<br />
sollte sich über E-Autos informieren. Macht Spaß<br />
und ist gut für die Umwelt und das eigene Öko-<br />
Gewissen. Q HENRY KÖHLERT I STEVE BAUERSCHMIDT<br />
Weitere Informationen gibt es im Internet unter<br />
www.stadtwerke-erfurt.de/ecomobil oder im<br />
Kundenzentrum unter Telefon: 0361 564-1<strong>01</strong>0.<br />
Sie haben Fragen<br />
rund um die Elektromobilität?<br />
Wir helfen<br />
Ihnen: Tanja Rachholz,<br />
Franziska Krey,<br />
Ariane Rückmann,<br />
Stefan Triebel und<br />
Torsten Gschweng.<br />
BILD LINKS<br />
Nico Berles montiert<br />
einen digitalen<br />
Stromzähler im Keller.<br />
BILD RECHTS<br />
46<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8
ENERGIE<br />
Stromkunden<br />
werden entlastet<br />
Stromkunden der Erfurter Stadtwerke<br />
werden um fast 1,5 Millionen Euro entlastet.<br />
Möglich macht die Entlastung eine<br />
Strompreisanpassung ab dem 1. April<br />
2<strong>01</strong>8. Alle Kunden wurden selbstverständlich<br />
per Brief informiert. Für eine<br />
genaue Abrechnung ist es möglich,<br />
den genauen Stromzählerstand zum<br />
31. März 2<strong>01</strong>8 zu melden. Dies kann per<br />
E-Mail unter privatkunden.energie@<br />
stadt werke- erfurt.de, per Telefon unter<br />
0361 564-1<strong>01</strong>0 oder über das Kundenportal<br />
erfolgen.<br />
25 Jahre<br />
unter<br />
<strong>SWE</strong> Strom<br />
Jeden Monat neue Heimvorteile<br />
FOTO: STEVE BAUERSCHMIDT<br />
Fragen beantworten die Mitarbeiter<br />
der <strong>SWE</strong> Energie gern telefonisch<br />
unter 0361 564-1<strong>01</strong>0. Kundenportal:<br />
www.stadtwerke-erfurt.de/meinswe<br />
Warnung vor<br />
Haustürgeschäften<br />
Mit unlauteren Methoden versuchen<br />
immer wieder Werber am Telefon oder<br />
an der Haustür, Stromkunden in Erfurt<br />
zu täuschen und zu einem Wechsel des<br />
Stromlieferanten zu bewegen.<br />
<strong>SWE</strong> Energie-Kunden wird vorgetäuscht,<br />
dass die Werber in Zukunft die<br />
Energieabrechnung für die Stadtwerke<br />
Erfurt übernehmen. Ganz wichtig: Mitarbeiter<br />
der Stadtwerke Erfurt melden<br />
sich nicht telefonisch oder an der Haustür,<br />
um Daten abzufragen.<br />
Die Stadtwerke empfehlen allen Bürgern,<br />
in ihrem eigenen Interesse, keine<br />
Daten preiszugeben. Mit diesen Daten<br />
kann ein unseriöser Anbieter dann den —<br />
auch ungewollten — Wechsel des Kunden<br />
zu einem anderen Stromlieferanten veranlassen.<br />
Bis der Kunde dies bemerkt, ist<br />
es in den meisten Fällen schon zu spät.<br />
Wer Probleme dieser Art hat oder<br />
bereits telefonisch von einem unseriösen<br />
Anrufer geworben wurde, kann sich gern<br />
an die Mitarbeiter des Kundenservice<br />
unter der Telefonnummer 0361 564-1<strong>01</strong>0<br />
wenden oder sich direkt im Kundenzentrum<br />
in der Magdeburger Allee 34 melden.<br />
Hier kann auch geprüft werden,<br />
ob bereits eine ungewollte Kündigung<br />
eingeleitet wurde.<br />
Das <strong>SWE</strong> Energieunternehmen ermöglicht zu seinem 25-<br />
jährigen Jubiläum als Dankeschön für seine Kunden viele<br />
Heimvorteile und Events. Aufmerksam machen die Stadtwerke<br />
auf interessante Aktionen, Produkte und Dienstleistungen<br />
mit ihrem neuen Retroroller — einer Elektroschwalbe.<br />
Der schicke Kultroller ist mit einem Elektromotor wieder auferstanden<br />
und passt gut zum Stromprodukt. Die Schwalbe ist<br />
zum Beispiel am 4. April zum Entenrennen neben der Elektro-<br />
Ente, ein umgebauter Citroën 2 C, zu sehen, aber auch am <strong>SWE</strong><br />
Stand beim Autofrühling zu bestaunen. Viele, viele Vorteile<br />
war ten natürlich noch dieses Jahr auf Kunden der <strong>SWE</strong> Energie<br />
GmbH. Es werden eine Menge Tickets verlost. So können Energiekunden<br />
mit etwas Glück ihren Lieblingsfilm an einem lauwarmen<br />
Som mer abend im Freien genießen oder von einer kunstvollen<br />
Licht installation zur anderen im egapark wandeln.<br />
Wer es lieber tie risch mag: Zooparkbesuche gehören auch<br />
zu den Heimvorteilen der <strong>SWE</strong> Energie GmbH. Nebenbei wird<br />
zusätzlich ein rasender Reporter auf der Schwalbe interes sante<br />
Einblicke in die Energiewelt der Stadtwerke gewähren.<br />
Also keinen Heimvorteil verpassen und ab und zu<br />
auf www.stadtwerke-erfurt.de/heimvorteil klicken.<br />
<strong>SWE</strong> JOURNAL <strong>01</strong>_2<strong>01</strong>8<br />
47
Termine von März bis Juni<br />
egapark-Führungen<br />
Bäder<br />
Kinderbuchtage ’18<br />
Treffpunkt jeweils Haupteingang<br />
Nun will der Lenz uns grüßen —<br />
dem Vorfrühling auf der Spur<br />
11.03.2<strong>01</strong>8, 11:00 Uhr<br />
Schneeball, Forsythie & Co. —<br />
Frühblühende Gehölze<br />
08.04.2<strong>01</strong>8, 11:00 Uhr<br />
Zauber aus Fernost — Blütezeit<br />
im Japanischen Garten<br />
29.04.2<strong>01</strong>8, 11:00 Uhr<br />
Frühlingsblüher — dem<br />
Frühling auf der Spur<br />
13.05.2<strong>01</strong>8, 11:00 Uhr<br />
Rosengarten — Im Reich<br />
der Königin der Blumen<br />
10.06.2<strong>01</strong>8, 11:00 Uhr<br />
EVAG-Thementouren<br />
Krimi im Katerexpress<br />
16.03.2<strong>01</strong>8, 17:00, 18:30, 20:00 Uhr,<br />
Haltestelle »Stadtrundfahrt«,<br />
Domplatz Süd<br />
Muttertag im Katerexpress<br />
13.05.2<strong>01</strong>8, 14:00, 15:30, 17:00 Uhr,<br />
Haltestelle »Stadtrundfahrt«,<br />
Domplatz Süd<br />
Kindertag — Spannendes<br />
rund um Bus und Straßenbahn<br />
<strong>01</strong>.06.2<strong>01</strong>8, 14:30+16:00 Uhr, EVAG-<br />
Betriebshof Magdeburger Allee<br />
Stöberhaus<br />
14. April: Stöber- und Kleidermarkt<br />
05. Mai: Stöber- und Kleidermarkt<br />
14.—18. Mai: Bücherwoche<br />
02. Juni: Stöber- und Kleidermarkt<br />
Saunathemenwoche: Duftreise<br />
26.03.—<strong>01</strong>.04.2<strong>01</strong>8, Roland Matthes<br />
Schwimmhalle; 03.—08.04.2<strong>01</strong>8,<br />
Schwimmhalle Johannesplatz<br />
Roland Matthes Pokal<br />
14.—15.04.2<strong>01</strong>8, Roland Matthes<br />
Schwimmhalle<br />
Jugend trainiert für Olympia —<br />
Landesfinale<br />
05.06.2<strong>01</strong>8, Schwimmhalle<br />
Johannesplatz<br />
egapark-Highlights<br />
»Schätze unterm Schnee« —<br />
Raritätenbörse Vorfrühlingsblüher<br />
10. + 11.03.2<strong>01</strong>8<br />
»Sinneswandel« — Florale<br />
Hallenschau im Frühling<br />
10.03.—08.04.2<strong>01</strong>8, Halle 1<br />
Ostersonntagsfest<br />
<strong>01</strong>.04.2<strong>01</strong>8, 09:00—18:00 Uhr,<br />
Überraschungsgast ist Ritter Rost<br />
Spezialmarkt<br />
»du und dein garten«<br />
06.—08.04.2<strong>01</strong>8, Halle 1, Freigelände<br />
Kindererlebnisausstellung<br />
»Alles klar? — Wie wir miteinander<br />
kommunizieren«<br />
21.04.—15.07.2<strong>01</strong>8,<br />
09:00—18:00 Uhr, Halle 1<br />
Japanisches Gartenfest<br />
06.05.2<strong>01</strong>8, 11:00—17:00 Uhr,<br />
Japanischer Garten<br />
»Sinneswandel« —<br />
Sommerhallenschau<br />
10.05.—10.06.2<strong>01</strong>8, Halle 1<br />
Kinderspielfest<br />
mit AOK-Familientag<br />
03.06.2<strong>01</strong>8, Freigelände<br />
Lesungen EVAG-Schmökerbahnen<br />
17.03.2<strong>01</strong>8, 9:57—12:00 Uhr,<br />
ab Anger, Stadtbahn-Linien 2, 4, 6<br />
Ritter-Rost-Abschlussparty<br />
18.03.2<strong>01</strong>8, 15:00 Uhr,<br />
Atrium Stadtwerke Erfurt<br />
Nicht verpassen!<br />
Tag der Berufe<br />
14.03.2<strong>01</strong>8, 14:00 Uhr, EVAG-<br />
Betriebshof Urbicher Kreuz,<br />
Roland Matthes Schwimmhalle,<br />
egapark Erfurt, Wasserwerk<br />
Möbisburg, Gas- und Dampfturbinenanlage<br />
Erfurt-Ost,<br />
Stadtwirtschaft Apoldaer Straße<br />
(Anmeldung erforderlich!)<br />
Ball des Thüringer Sports<br />
14.04.2<strong>01</strong>8, Messehalle Erfurt<br />
Autofrühling Domplatz<br />
21.+22.04.2<strong>01</strong>8, Informationen rund<br />
um das Thema Elektromobilität<br />
Magdeburger Allee Fest<br />
02.06.2<strong>01</strong>8, ab 10:00 Uhr,<br />
Vorplatz Stadtwerke Erfurt<br />
Tag der offenen Tür<br />
im Thüringer Landtag<br />
09.06.2<strong>01</strong>8, 10:00—17:00 Uhr,<br />
<strong>SWE</strong>-Stand mit sportlicher<br />
Mitmachaktion<br />
Tag der Nachhaltigkeit<br />
09.06.2<strong>01</strong>8, <strong>SWE</strong>-Stand Hirschgarten<br />
Spielzeitabschluss Theater<br />
15.06.2<strong>01</strong>8, Theatervorplatz<br />
FOTO: © CHRISTIAN FISCHER<br />
Kontakte<br />
n <strong>SWE</strong> HAUPTSITZ<br />
Magdeburger Allee 34, Erfurt<br />
n VERSORGUNG<br />
Kommunales Dienst leistungs zentrum<br />
An-, Um- und Abmeldungen Gas, Strom und<br />
Wasser, Telefon: 0361 564-1<strong>01</strong>0<br />
Störungsnummern<br />
Strom 0361 564-1000<br />
Wärme 0361 564-3000<br />
Erdgas 0361 564-3333<br />
Wasser 0361 51113<br />
Entsorgung<br />
Kundendienst<br />
Telefon: 0361 564-3455<br />
n MOBILITÄT<br />
EVAG-Mobilitätszentrum<br />
am Anger: Beratung, Verkauf<br />
und Information<br />
Fahrplan- und Tarifauskünfte<br />
Telefon: 0361 19449<br />
Kundenbetreuung<br />
Telefon: 0361 564-4644<br />
n FREIZEIT<br />
egapark Erfurt<br />
Besucherservice<br />
Telefon: 0361 564-3737<br />
Bäder<br />
Telefon: 0361 564-3532