Aufrufe
vor 9 Monaten

10.03.2018 Lindauer Bürgerzeitung

10.03.2018 Lindauer

· · GEWINNSPIEL LINDAUER Bürgerzeitung mit Amtsblatt der Stadt Lindau (B) 10. März 2018 · Ausgabe KW 10/18 · an alle Haushalte ANSICHTEN Heike Grützmann-Förste, Redakteurin Lindauer Bürgerzeitung Während für die Meteorologen am 1. März bei klirrender Kälte Frühlingsanfang war, sieht es so aus, als ob wir uns jetzt auf einen kalendarischen Frühlingsanfang oberhalb der Null-Grad-Celsius- Marke und ohne Schnee freuen dürfen. Einen ersten Vorgeschmack haben wir ja bereits erhalten: strahlend blauen Himmel, Sonnenstrahlen, die schon die Kraft hatten, die Nasenspitze warm zu küssen, und dieser unvergleichliche Duft in der Luft, so dass man meint, das nahende Frühjahr schnuppern zu können... 2018 ist am 20. März Frühlingsanfang. Warum gerade da? Weil er sich nach dem Sonnenstand richtet. Und die Sonne steht in diesem Jahr am 20. März senkrecht über dem Äquator. Weil dann Tag und Nacht gleich lang sind, spricht man zum kalendarischen (oder astronomischen) Frühlingsanfang auch von der Tagundnachtgleiche. Genießen Sie die ersten Frühlingsboten! Denn ob sich das Wetter tatsächlich an den Frühlingsanfang hält? Schaumer mal... Erscheinungstermine Ihre nächsten BZ erscheinen Samstag, 24.03.2018 Samstag, 07.04.2018 Wissenswertes: Messequartett Information, Unterhaltung, Shopping-Vergnügen S. 6 Wissenswertes: Nobelpreisträger Zur 68. Tagung im Juni kommen so viele wie noch nie nach Lindau S. 8 Kunst und Kultur: Junge Meister Beim 20. Int. Festival junger Meister stehen die Geigenvirtuosen im Fokus. Die BZ verlost Konzertkarten. S. 14 GEWINNSPIEL LINDAUER · GEWINNSPIEL Gesang von der Schönheit der Dinge Stadtmuseum zeigt Ausstellung mit Werken von August Macke Das Lindauer Stadtmuseum im „Cavazzen“ präsentiert vom 24. März bis zum 26. August mit August Macke den wohl beliebtesten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. Macke (1887 – 1914) fertigte in einer kurzen Schaffenszeit bahnbrechende Kunstwerke der Klassischen Moderne, bevor er mit nur 27 Jahren im Ersten Weltkrieg an der französischen Front fiel. August Macke, Markt in Tunis I, 1914. Aquarellfarbe und wenig Deckweiß über Bleistift auf Aquarellkarton, 29 x 22,5 cm Privatsammlung Norddeutschland, courtesy Thole Rotermund Kunsthandel Hamburg Foto: Bernhard Strauss ▶ Uraufführung im Theater Geniale Komödie um den Skandal der veröffentlichten Hitler- Tagebücher findet erstmals den Weg auf die Bühne S. 14 August Macke, Modegeschäft im Laubengang, 1913. Aquarellfarben und farbige Tusche auf Karton, 45,3 x 57 cm Privatbesitz Foto: Privat Mit leuchtenden Farben malte der in Köln und Bonn aufgewachsene Künstler zeitlose und heiter wirkende Kompositionen, die zu den Meisterstücken des Expressionismus zählen. Macke galt die Kunst als Mittel, die Schönheit der sichtbaren Welt zu feiern. Hinzu kommt, dass Macke eine besondere Lebensfreude attestiert wird. Auch er selbst bezeichnete seine Arbeit als ein „Durchfreuen der Natur“. Neben der künstlerischen Arbeit engagierte Macke sich kulturpolitisch und warb für die avantgardistische Kunst seiner Zeit, indem er mehrere wegbereitende Ausstellungen organisierte, darunter 1913 in Bonn die berühmte Schau „Rheinischer Expressionismus“. Anhand ausgewählter Arbeiten aus den für Macke charakteristischen Themenkreisen beleuchtet die Lindauer Ausstellung zentrale Aspekte seines Werkes. So vereint Makke in seinen Bildern häufig Stadtmilieu und Naturidylle. Die Schau stellt daher sowohl die Bedeutung des modernen urbanen Lebens für Macke dar - die Flaneure in der Stadt mit ihren Boulevards, Schaufenstern, den Parkanlagen und Zoologischen Gärten - als auch seine häufigen Aufenthalte in der Natur und an ländlichen Orten. Andere Werke nehmen Bezug auf seine Kunstreisen, wie etwa die legendäre Tunisreise mit Paul Klee und Louis Moilliet im April 1914, sowie auf den Kreis seiner Familie. Hier war sein Auge vor allem auf seine schöne und kluge Frau Elisabeth gerichtet, die für Macke ein „zweites Ich“ war. Zur Anschauung kommen auch Werke, die Mackes Vorstellungen eines irdischen Paradieses aufzeigen. Ein wichtiger Schwerpunkt des Ausstellungsprogramms wird auch 2018 bei der Vermittlungsarbeit im Rahmen von Besucherführungen und museumspädagogischen Angeboten für Kinder und Jugendliche liegen. Mit „August Macke – Flaneur im Garten der Kunst“ zeigt das Stadtmuseum einen Künstler, der gängige Bildmotive in die Kunstsprache seiner Zeit zu übersetzen und zwischen künstlerischer Tradition und der Moderne zu vermitteln wusste. Zeitweise stand er dem Blauen Reiter nahe, lehnte jedoch dessen starke Ausrichtung auf das Geistige in der Kunst ab. Er bewunderte und kannte den in Paris arbeitenden Farbvirtuosen und Hauptvertreter des Orphismus, Robert Delaunay, und interessierte sich für die französischen Kubisten ebenso wie für die italienischen Futuristen. Eines seiner größten Vorbilder war der Fauvist Henri Matisse. Die Präsentation mit Arbeiten von August Macke ist für den Kurator Prof. Dr. Roland Doschka die ideale Fortsetzung seiner Lindauer Ausstellungsserie zur Klassischen Moderne, die seit 2011 mehr als 400.000 Besucher ins Stadtmuseum gelockt hat. Alexander Warmbrunn, Kulturamtsleiter der Stadt Lindau, freut sich, dass Prof. Dr. Roland Doschka bereits zum achten Mal in Folge eine Ausstellung für Lindau kuratiert und wieder Werke aus bedeutenden Privatsammlungen, Museen und Kunststiftungen nach Lindau ausleihen kann. Die Lindauer Kunstausstellungen sind für Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie ein Wirtschaftsmotor. Nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger Lindaus, sondern auch für die Tagungsteilnehmer und Besucher Lindaus sind die Präsentationen jedes Jahr ein Highlight. Bevor im Zuge der Cavazzensanierung das Stadtmuseum ab September für längere Zeit geschlossen wird, lädt die Sonderausstellung ein zur Begegnung mit einer Künstlerpersönlichkeit, die den Umbrühen der damaligen Zeit hoffnungsfrohe und von Glücksvorstellungen geprägte Bilder in einer eigen-ständigen Kunstsprache entgegen zu setzen vermochte. Innerhalb einer kurzen Zeitspanne von zehn Jahren schuf August Macke zwischen 1904 bis zu seinem Tod 1914 an der Front des Ersten Weltkrieges ein Werk, von dem er selbst sagte: „Das Kunstwerk (…) ist ein Gesang von der Schönheit der Dinge“. Sylvia Wölfle INFORMATIONEN: ÖFFNUNGSZEITEN Mo – So: 10-18 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN (max. 25 Personen) Mo – So: 10.30 und 14 Uhr GRUPPENFÜHRUNGEN (max. 25 Personen) Nach Vereinbarung T. +49 (0) 8382 - 260033 (Mo – Fr) museum@lindau.de INFORMATION Stadtmuseum Lindau Marktplatz 6, 88131 Lindau (B) T. +49 (0) 8382 – 944073 museum@lindau.de; www.kultur-lindau.de ▶ Bockbierfest Süffiges Starkbier und zünftige Musik vom MV Aeschach/Hoyren in der Spielbank S. 15