SCHWACHHAUSEN Magazin | März-April 2017

vogelmediabremen

ISSN 2197-5450 MÄRZ | APRIL 2018

SCHWACHHAUSEN

Das Magazin für Bremens lebendige Mitte

Lesenswerte

100%

Schwachhausen

Blumenfreuden

Alexa Seeliger kreiert wunderschöne Blumendekorationen

RICHTIG ATMEN

Atmung für körperliches und seelisches Wohlbefinden

GOLF-SPECIAL

Durchstarten in die neue Saison

SO SCHMECKT DIE HEIMAT

Gutes aus der Region genießen


EDITORIAL

Herzlich willkommen!

leben glücklicherweise nicht nur in einer freien

Stadt, sondern insgesamt in einem freien Land.

Und Religionsfreiheit zum Beispiel oder die

Möglichkeiten, sich zu einer Kirche zu bekennen

oder auch nicht, sind ein hohes Gut.

Erfreulicherweise zeichnen sich Kirchengemeinden

häufig durch soziales Engagement aus,

was sogar manchmal von Kirchenkritikern gelobt

wird. Und es ist klar, dass wir die sozialen

Probleme auch in Bremen auf jeden Fall nicht

ohne die Kirchen beziehungsweise ihre Mitglieder

lösen können. Da müssen schon alle an

einem Strang ziehen.

Pastor Dr. Sebastian Renz

Gemeinde von Unser Lieben Frauen

Liebe Leserinnen und Leser,

seit Sommer letzten Jahres findet ein großer Teil

des Lebens der Liebfrauengemeinde im neuen

Gemeindezentrum an der H.-H.-Meier-Allee

mitten in Schwachhausen statt. Das alte Gemeindehaus

am Schwachhauser Ring ist abgerissen,

im neuen Zentrum sind nun

Gemeinderäume und Kita unter einem Dach

vereint, eine auch architektonisch moderne Ergänzung

zur alten Liebfrauenkirche am Bremer

Marktplatz.

Zusammen mit den evangelischen Nachbargemeinden

St. Ansgarii und St. Remberti und

auch in ökumenischer Verbundenheit mit der

katholischen Pfarrei St. Katharina von Siena, die

in Schwachhausen am Standort St. Ursula zu

Hause ist, sowie mit der evangelisch-methodistischen

Gemeinde der Erlöserkirche, sind wir

im Stadtteil als Kirche öffentlich präsent. Trotz

rückläufiger Mitgliederzahlen vereinen die drei

evangelischen Gemeinden in Schwachhausen

immerhin 15.000 Mitglieder, sind also keine zu

vernachlässigende Größe.

„Wozu braucht man eigentlich die Kirche

noch“, werde ich manchmal gefragt. „Kann

man nicht auch ohne Kirche glauben oder ein

genauso guter (oder genauso schlechter)

Mensch sein?“ Antwort: „Ja, kann man.“ Wir

Und dennoch ist mir wichtig: Kirche ist nicht

einfach ein sozialer Verein und die Frage:

„Wozu braucht man sie?“ ist grundsätzlich

falsch gestellt. Es gibt sie. Es gibt Kirche, weil es

ihre biblische Botschaft gibt, die sich für viele

Menschen als glaubwürdig und gut erschlossen

hat. Und es geht in der Kirche – wie auch in anderen

Religionen – um die großen Fragen:

Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin

gehen wir?

Weil Anhänger Jesu Christi seit 2000 Jahren auf

diese Fragen Antworten formuliert haben, die

hoffnungsvoll stimmen und für viele überzeugend

sind, ist dann vielleicht auch zu erklären,

warum sich solche Menschen engagieren: weniger

aus Zwang oder Pflicht, sondern häufig

aus Freude und Dankbarkeit. Ein nicht so

schlechtes Motiv, finde ich.

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“, hat der

jüdische Philosoph Martin Buber gesagt.

Stimmt vermutlich und nur in der Begegnung

kann man sozial sein oder die großen Fragen

diskutieren. Und wer weiß, vielleicht begegnet

man sich ja mal wirklich. Mitten in Schwachhausen

oder sonst wo.

Ihr

Sebastian Renz


INHALTSVERZEICHNIS

GOLF-SPECIAL

Viel Sport an der frischen Luft

bietet Golf – einige Golf-Clubs

aus der Region stellen sich vor

26

FREI ATMEN

Atemtherapeutin Petra Nysetvold

erklärt wie es geht

34

MOHN & MALVE

Mit ihren floralen Ideen

möchte Alexa Seeliger alle

Feierlichkeiten noch schöner

machen

38

FRISCH GEMISCHTES

06 Aktuell, informativ, menschlich:

unser buntes Stadtteilleben

SO SCHMECKT DIE HEIMAT

22 Landwirtin Heike Klatte produziert

NEUE

SERIE

mit ihren Kühen auf den Wümmewiesen

Milch, Quark und mehr.

Regionaler und heimatverbundener

geht es kaum!

EVENTFLORISTIK

26 Blumendekorationen der

schönsten Art gestaltet Alexa

Seeliger von Mohn & Malve

GOLF-SPECIAL

34 Let's play Golf– es gibt viele

Gründe, den Sport in der Natur

auszuüben oder damit zu

beginnen, wie einige Golfplätze

in Bremen und umzu aufzeigen

ATMEN IST DIE BESTE MEDIZIN

38 Mit Atemtherapie die eigene

Atmung bewusst wahrnehmen,

Blockaden lösen und Anspannungen

abbauen

– Petra Nysetvold hilft dabei

MANN O MANN

44 In seinem Buch „Der Weg des

ultimativen Mannes“ erzählt

der Autor Manuel Krämer von

der „Kunst des Anbaggerns“

IMMOBILIENREPORT BREMEN

50 Nachfrage nach Neubauwohnungen

in Stadtteilen mit

urbaner Infrastruktur wie

Schwachhausen ist dynamisch –

doch freie Grundstücke sind rar

FAMILIE & CO.

52 Dr. Markus Köhl erläutert im

Interview, wie man Kinder stark

machen kann zur Prävention

von Mobbing

PERSÖNLICHKEITEN AUS

SCHWACHHAUSEN

60 Mit viel Herz und großem

Engagement vermittelt Dieter

Cossen Kindern den Spaß

am Lesen

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


INHALTSVERZEICHNIS

MANUEL KRÄMER

Der Autor gibt in seinem

aktuellen Buch Ratschläge,

wie man als Mann bei

Frauen gut ankommt

44

DIETER COSSEN

Mit viel Herz und

großem Engagement

vermittelt er Kindern

den Spaß am Lesen

60

THEATER BREMEN

66 Wahlverwandtschaften - Musiktheater

von Thomas Kürstner

und Sebastian Vogel, Text von

Armin Petras nach Motiven des

Romans von Johann Wolfgang

von Goethe

NEWS VON BREMEN 1860

68 Immer in Bewegung

UNTERWEGS IM STADTTEIL

72 Menschen in Schwachhausen

IMPRESSUM

74 Wer, was und wann


OSTERTIPPS

Bremer Osterspaß

in der Kinderwildnis

Eine Ostereiersuche mit buntem Osterprogramm für Kinder und Familien findet am

Ostersonntag, den 1. April in der Kinderwildnis Bremen statt. Schon in den frühen

Morgenstunden hoppeln am Ostersonntag echte Osterhasen durch die Kinderwildnis

und verstecken bunte Ostereier und kleine Geschenke. Startschuss für die gemeinsame

Suche ist um 10 Uhr. Wer es nicht rechtzeitig schafft oder spontan

nachkommen möchte, hat bis 11.30 Uhr die Gelegenheit dazu. Teilnehmen dürfen

alle Kinder ab dem Laufalter bis 10 Jahre. Erwachsene sind während der Suche die

stillen Begleiter, darauf legen die Osterhasen-Teams sehr großen Wert!

Neben der Ostereiersuche findet ein familienfreundliches Osterprogramm in

der Zeit von 10 bis 15 Uhr statt! Mit dabei sind Kinderschminken, kreative

Mal- und Bastelstände, Eierlauf-Parcours und vieles mehr! Leckeren Kaffee,

Kakao und selbst gemachten Kuchen wird es ebenfalls vor Ort geben. Für die

Ostereierplanung freuen sich die Veranstalter über jede Familienanmeldung über

die Website www.bremerosterspass.de. Als Dankeschön bekommen alle angemeldeten

Kinder ab 9.30 Uhr vor Ort einen schönen AOK-Kinderstoffbeutel!

Ausweichtermin bei schlechtem Wetter oder Unwetterwarnung ist Ostermontag, 2.

April. Die Veranstaltung ist kostenlos! Freiwillige Spenden für die Kinderwildnis

zur Erhaltung des Geländes und der Spielgeräte werden gerne entgegengenommen.

»»» bremerosterspass.de

Das Kaffeehaus-Orchester tritt wieder in der botanika auf: Am 24. März dürfen

Musik und Blumen gemeinsam genossen werden

Verdi, Jazz und Azaleen

Das Bremer Kaffeehaus-Orchester

Verlosung!

2 x 2 Konzertkarten

Einfach eine E-Mail bis

zum 20. März an:

gewinnen@

schwachhausen-magazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

»»» botanika-bremen.de

Ein außergewöhnliches Konzert an einem außergewöhnlichem Ort: Das Bremer Kaffeehaus-Orchester

spielt am Samstag, den 24. März im Japanischen Garten der

botanika. Dort blühen im März die farbenprächtigen Azaleen

um die Wette und bieten eine farbenfrohe und ganz besondere

Kulisse für das schwungvolle Konzert des

Kaffeehaus-Orchesters. In der Pause darf zusätzlich

noch die Leuchtkraft und Vielfalt dieser beliebten

Pflanze in der Azaleen-Ausstellung

bewundert werden. Der Einlass ist ab 18 Uhr,

Konzertbeginn um 18.30 Uhr. Der Eintritt

liegt bei 27 Euro, ermäßigt bei 13 Euro. Der

Kartenvorverkauf läuft in der botanika vor Ort

oder unter Telefon (0421) 42 70 66-65. Die

nächste Veranstaltung von „Verdi, Jazz und

Schmetterlinge“ des Bremer Kaffeehaus-Orchesters

findet am Sonntag, den 19. August um 18:30 Uhr in der

botanika statt.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


OSTERTIPPS

Ostern in der

botanika

Zu Ostern steht die botanika ganz im Zeichen süßer Ostergesellen: Die hauseigene

Osterausstellung wartet mit vielen Kaninchen auf, die neben den schlüpfenden

Küken im Mendehaus bewundert werden können. Im Eintritt enthalten ist

am Ostermontag zudem eine ganztägige Schatzsuche in den Schaugewächshäusern

– wer findet einen gut versteckten Schoko-Osterhasen oder andere süße

Ostersachen? Auf viele kleine und große Besucher freut sich die botanika Bremen

im Deliusweg 40!

»»» botanika-bremen.de

Ostermarkt in der

Berliner Freiheit

Einen Ostermarkt mit Kunsthandwerkern veranstaltet das Einkaufszentrum Berliner

Freiheit von Montag, den 19. März, bis Donnerstag, den 29. März. Die Stände

sind montags bis freitags von 10 Uhr bis 19 Uhr sowie am Sonnabend von 10 Uhr

bis 18 Uhr geöffnet und laden zum Bummeln, Stöbern und Kaufen ein. Angeboten

werden u. a. Weidenkörbe und Tischdecken, Holzbrettchen und Keramiktassen mit

Namensgravur sowie Kissen mit Namen und Türschilder, Gestecke aus Seidenblumen,

handgesiedete Seifen, Filzartikel, Windlichter, Geschenkartikel, Schmuck,

selbstgemachte Marmeladen und Chutneys, Kreatives aus Papier, Wolle und Stoff

wie Grußkarten, Mützen, Schals, Socken, Topflappen und Taschen sowie österliche

Dekorationsartikel –selbstverständlich alles aus Eigenproduktion der Hobbykünstler.

Der Eintritt ist frei.

»»» berliner-freiheit.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 7


Chantal Sandjon

UNSER BUCH-TIPP

Fit for Fresh

100 gesunde Smoothies, Säfte und Drinks

Fit-for-Fresh-Drinks

sind bunt, gesund und

halten für (fast) jedes

Problem die richtige

Lösung parat!

An Apple a day keeps

the doctor away. Doch

nicht nur Äpfel ersparen

den Gang zum

Arzt! Diese Rezepte

sorgen dafür, dass

man stets ausreichend

trinkt und

helfen auch noch

bei allerhand Alltags-Wehwehchen:

Von Magenproblemen über Müdigkeit bis

hin zum Kater am Morgen danach - es stecken unglaubliche Kräfte in ganz normalen

Lebensmitteln, wenn man sie richtig kombiniert. Mit wärmenden Tees,

vitaminreichen Säften und Smoothies, sättigenden Shakes, fermentierten

Getränken für den Darm und Durstlöschern für den Sport. Extra: Eine Immunkur

hilft, gesund und fit durch die Erkältungssaison

zu kommen.

Fotografien von Meike Bergmann.

© Neuer Umschau Buchverlag

224 Seiten

21,1 x 21,2 cm Softcover

ISBN: 978-3-86528-849-3

16,95 Euro

»»» umschau-verlag.de

Verlosung!

2 x

„Fit for Fresh“

Einfach eine E-Mail bis

zum 3. April an:

gewinnen@

schwachhausen-magazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ein hochwertiges und exklusives Shopping-Erlebnis verspricht die Domshof-

Passage – wie am 25. März von 13 bis 18 Uhr anlässlich des 20-jährigen Jubiläums

20 Jahre Domshof-Passage

Verkaufsoffener Sonntag mit Aktionen

und Live-Musik von Ocean’s 3

Anlässlich ihres 20. Geburtstages veranstaltet die Domshof-Passage in der Bremer

Innenstadt am Sonntag, 25. März, von 13 Uhr bis 18 Uhr eine große Geburtstagsfeier

mit attraktiven Aktionen der ansässigen Einzelhändler und Musik des beliebten

Bremer Trios Ocean’s 3. Die 70 Meter lange Passage ist Teil des

Katharinen-Viertels und verbindet die Sögestraße mit dem Domshof. Unter dieser

Adresse präsentieren sich ausgewählte Geschäfte mit exklusiven Sortimenten: von

edlem Schmuck, exklusiver Mode und trendigen Schuhen über geschmackvolle Lingerie,

hochwertige Unterhaltungselektronik und besondere Lederwaren bis hin zu

kulinarischen Besonderheiten oder auch dekorativen Wohnaccessoires. Zudem ermöglicht

die Glasüberdachung einen witterungsgeschützten Einkaufsbummel.

Am verkaufsoffenen Sonntag am 25. März feiert die Domshof-Passage ihr nunmehr

20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass locken die ansässigen Einzelhändler

nicht nur mit attraktiven Rabatten, vielmehr gibt es auch interessante

Extras: Beim Kauf eines Zippo-Feuerzeugs gibt es bei M. Niemeyer Cigarren eine

Gravur der Initialen gratis und Wolford verziert Legwear auf Wunsch kostenlos mit

schillernden Buchstaben aus Swarovski-Kristallen, um nur einige zu nennen.

Zudem spendiert die Domshof-Passage jedem Besucher ein Stück von der großen

Geburtstagstorte, solange der Vorrat reicht.

»»» domshof-passage.de

Ihre

persönliche

Rechtsanwältin im

Mühlenviertel

Heike Leonhardt-Langhammer

Rechtsanwältin

§

• Allgemeinanwältin

• Familienrecht

• Scheidung - Trennung

• Medizinrecht - Ärzteberatung

• Hausbesuche nach Vereinbarung

§ §

Gerold-Janssen-Str. 2A · 28359 Bremen · Tel. (0421) 169 00 22 · Fax (0421) 169 00 20

E-Mail: rain-leonhardt@email.de · www.heikeleonhardt.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


FRISCH GEMISCHTES AUS SCHWACHHAUSEN

Paola Neumann

Verwehungen – Der weite Blick

Ausstellung in der Galerie Corona Unger

Paola Neumanns fein nuancierte Kompositionen durchdringen die Farbe in lichter

Brillanz. Die Künstlerin beschäftigt sich mit einem Additiv von Farbtönen, die pulsierend

und sinnlich zusammenwirken – wie ein farbiges Wispern, Rauschen oder

Wehen am Rande der Wahrnehmung. Ihre sensibel rhythmisierten Bildschöpfungen

sind in transparent lasierendem Farbauftrag ausgeführt, wobei sich die durch

einen breiten Pinsel gesetzten Farbspuren durchdringen. Mit sicherem, koloristischem

Gespür lässt sie Konturen verschwimmen und chromatisch ineinander fließen.

Paola Neumanns Gemälde erreichen mit großer malerischer Präsenz die Sinne des

Betrachters. Ihre vielschichtige transluzide Malerei vereint scheinbar Widerstreitendes:

zarte und eindringliche Sphären, Ruhe und Bewegung, Abstraktion und Assoziationen,

die sich in Paola Neumanns farbenprächtigen Gemälden zugleich

ausdrücken. Während das Licht aus ihnen selbst zu leuchten scheint, taucht der

Blick in mannigfaltige Farbtiefen. Das Motto „omnia pervia“, d. h. alles ist durchlässig

und unterliegt einem ständigen Wandel, betont die weiche Formensprache

und grenzenlose Weite ihres Bildkosmos’.

Paola Neumann lebt und arbeitet in Berlin.

Ausstellungsdauer: 14. April bis 3. Juni

Donnerstag, 26. April, 18 bis 22 Uhr Apéro/l’Art – Kurzführung und Aperitif

Sonntag, 13. Mai, 15 Uhr Literatursonntag

Lesung mit anschließender Gesprächsrunde

Sonntag, 3. Juni, 12 bis 18 Uhr offene Galerie

14 Uhr/16 Uhr Führungen durch die Ausstellung,

15 Uhr Rundgang durch das Galeriehaus

»»» galerie-corona-unger.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 9


FRISCH GEMISCHTES AUS SCHWACHHAUSEN

P E R S Ö N L I C H E S

DAS GEFÄLLT MIR AN MEINER TÄTIGKEIT BEIM BTV ...

die Möglichkeit, gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen

und den Mitarbeitern Dinge

im Sinne des Vereins unbürokratisch und

zügig bewegen zu können. Die in den letzten

Jahren erfolgte Grundsanierung der Vereinsanlagen

hat viel Zeit und Kraft gekostet, aber

auch viel Spaß gemacht.

HIERFÜR SETZE ICH MICH EIN ...

für den Erhalt unserer grünen Oase mitten in

Schwachhausen, die leider vielen unserer Mitbürger

noch zu wenig bekannt ist. Ein schöner

Sommerabend mit einem gepflegten Getränk

auf unserer sonnigen Terrasse ist nicht

nur für Vereinsmitglieder ein schönes Erlebnis.

ICH LEBE GERNE IN BREMEN, WEIL ...

ich mich hier über so viele Unvollkommenheiten

des täglichen Lebens zwar maßlos ärgere,

andererseits durch meine Familie und meine

Freunde hier der Mittelpunkt meines Lebens

ist. Bremen ist und bleibt meine Heimatstadt.

MATHIAS SCHOEN

1. Vorsitzender des Tennisvereins BTV von 1896

GUT FÜR BREMEN WÄRE ...

deutlich mehr Mut zur Veränderung von eingefahrenen

Strukturen. Es kann nicht immer

alles so bleiben wie es war. Wagen und Winnen

ist schließlich seit Jahrhunderten ein Bremer

Leitmotiv.

DAS WÜRDE ICH IN SCHWACHHAUSEN VERÄNDERN ...

es tut weh, mit ansehen zu müssen, wie unsere

Straßen und Wege und damit der Stadtteil

immer mehr verkommen. An jeder Ecke

werden schicke neue Gebäude errichtet, während

die Infrastruktur, wenn überhaupt, nur

notdürftig geflickt wird. Die mangelnde Pflege

des öffentlichen Raumes kann nicht einfach

mit der Knappheit der Mittel gerechtfertigt

werden. Es fehlt hier offensichtlich auch der

politische Wille.

EIN SCHÖNER TAG FÜR MICH ...

ein sonniger Sommertag auf unserer Tennisanlage

mit guten Spielen und anschließendem

Ausklang bei einem kühlen Weißwein. 2018

hoffentlich öfter als im letzten Jahr.

ENTSPANNUNG IST FÜR MICH ...

ein schöner langer Lauf im Blockland.

EIN GLÜCKSMOMENT ...

der Aufstieg der Hockeymannschaft meiner

Tochter in die Hallenbundesliga. Das jahrelange

Mitfiebern auf den Tribünen zugiger Hallen hat

sich gelohnt. Ich freue mich sehr für die

Damen und das Trainerteam des Bremer Hokkeyclubs

und auf viele tolle Spiele.

EIN WUNSCH ...

mit meiner Familie und den Freunden noch

viele schöne Erlebnisse auf und abseits des Tennisplatzes.

ULF-Forum zum Thema Tod

Veranstaltungsreihe

Nichts ist so sicher wie der Tod. Dennoch tut sich jeder

Mensch schwer mit dem Gedanken der eigenen Endlichkeit.

Der Tod wird im Leben vielfach verdrängt,

weil er das Leben bedroht, und vielleicht muss das

auch so sein, um dem Leben zuversichtlich zugewandt

bleiben zu können. Wie aber können wir angemessen

mit dem Tod umgehen, wenn wir doch

grundsätzlich um ihn wissen? Wann ist man tot und

ist der Tod wirklich eine Bedrohung? Ist er unerlässlich

mit Schmerz verbunden und ist er sicher endgültig?

Oder gibt es vielleicht begründete Hoffnung über

den Tod hinaus? Fragen wie diesen wird in der Veranstaltungsreihe

„Tod in Bremen“ nachgegangen.

Schlafes Bruder – Mozarts Requiem ohne Worte

Die Kleine Kantorei an ULF und das Elbipolis Quartett

nähern sich unter der Leitung von Jörg Jacobi am

Sonntag, den 8. April um 19 Uhr in der Kirche Unser

Lieben Frauen dem unvollendeten Werk Mozarts – und

damit dem Thema Tod und Sterben – auf ungewöhnliche

Weise und bieten verschiedene Deutungen durch

Rückgriffe auf Werke anderer Komponisten. Karten erhält

man an der Abendkasse.

Kinder erleben den Tod

Wie Kinder den Tod erleben, wenn beispielsweise ein

Haustier stirbt oder die Großmutter und wie Eltern mit

ihren Kindern über den Tod reden können und was

dabei helfen kann, wird in bei einem Gesprächsabend

mit Pastorin Gesche Gröttrup am 24. April um 19.30

Uhr im Gemeindezentrum ULF thematisiert.

»»» unser-lieben-frauen.de

St. Joseph-Stift zeigt

150. Kunstausstellung

Das St. Joseph-Stift eröffnet im März seine 150.

Kunstausstellung. Bereits seit 1988 zeigt die Galerie

Brunnenhof unter der Leitung von Helgard Warns

wechselnde Ausstellungen internationaler Künstler

wie Bremer Kunstschaffende – von Fotografie, Grafik

bis Malerei und Skulptur. Zum Ausstellungsjubiläum

stellt Helga Fehre vom 11. März bis 7. Juni „Mediterrane

Streifzüge“ aus.

Mit ihren „Mediterranen Streifzügen“ präsentiert die

Bremer Künstlerin Helga Fehre im Eingangsbereich

sowie im Brunnenhof des Krankenhauses St. Joseph-

Stift gemalte Erinnerungen und Impressionen der Mittelmeerregion.

Fehre, freischaffende Künstlerin und

Absolventin der Hochschule für Künste Bremen,

stellte ihre Werke bereits in Florenz, Rotterdam und

im Senegal zur Schau. Zur Vernissage in Anwesenheit

der Künstlerin am Sonntag, den 11. März um 11.30

Uhr sind interessierte Bürger und Kunstliebhaber

herzlich eingeladen. Die musikalische Rahmung bildet

Hiro Yamazaki am Kontrabass. Die Laudatio hält

der Bremer Historiker Wilhelm Tacke.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 11


FRISCH GEMISCHTES AUS SCHWACHHAUSEN

Lidstraffung und Gallensteine

Vorträge rund um die Gesundheit im St. Joseph-Stift

„Chirurgie des Augenlides: Nur eine Frage der Eitelkeit?“ - Diesem Thema widmet

sich Dr. med. Alejandra Bula in einem Vortrag, zu dem das Krankenhaus St. Joseph-Stift

in der Reihe „Medizin am Mittwoch“ am 18. April um 17 Uhr einlädt.

Herabhängende Oberlider (Ptosis), nach innen verdrehte Lider (Entropium) oder

eine altersbedingte Erschlaffung der Unterlider (Ektropium) können nicht nur das

Erscheinungsbild der Betroffenen trüben. Wenn eingedrehte Wimpern auf der Bindehaut

reiben oder Tränen nicht mehr richtig abfließen können, beeinträchtigen

solche Lidfehlstellungen auch den Alltag. Dr. Bula, Oberärztin in der Augenklinik des

St. Joseph-Stift, klärt über die medizinischen Ursachen der Lidfehlstellungen auf

und stellt Möglichkeiten der Lidstraffung vor. „Die meisten Lidoperationen können

heutzutage ambulant durchgeführt werden“, so die Fachärztin der Augenklinik.

„Durch die Korrektur gewinnen die Patienten an Lebensqualität.“

GALLENSTEINE UND GALLENBLASE

Zum Vortrag „Wenn die Galle Beschwerden verursacht“ lädt das St. Joseph-Stift am

25 April ein. Ab 16 Uhr stellt Priv.-Doz. Dr. med. Christian Pox, Chefarzt der Medizinischen

Klinik, moderne diagnostische Verfahren zum Abklären von Gallenleiden

vor. Im Anschluss erläutert Prof. Dr. med. Wolfgang Sendt, Chefarzt der Klinik für

Allgemein- und Viszeralchirurgie, konservative Therapien bei Gallensteinen sowie

Risiken und Nebenwirkungen bei operativen Eingriffen an der Gallenblase. Beide

Chefärzte stehen abschließend für Fragen der Zuhörer bereit.

Die Vortragsreihe „Medizin am Mittwoch“ im St. Joseph-Stift widmet sich im Frühjahr

weiteren spannenden Gesundheitsthemen: Am 4. April um 18 Uhr informiert

Prof. Dr. med. Josef Beuth, Leiter des Instituts zur wissenschaftlichen Evaluation

naturheilkundlicher Verfahren an der Universität Köln, über „Naturheilverfahren

bei Brustkrebs – was ist wissenschaftlich anerkannt?“. Am 30. Mai lädt die Klinik

für Naturheilverfahren zum Vortrag „Fibromyalgie und ihre naturheilkundliche Behandlung“

ein. Ab 18 Uhr stellt Dr. med. Claudia Müller das ganzheitliche Therapiekonzept

der Klinik vor.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen der Reihe „Medizin am Mittwoch“ ist kostenlos.

Es wird um eine Anmeldung unter (0421) 347-1936 oder per E-Mail an

mam@sjs-bremen.de gebeten.

»»» sjs-bremen.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


SCHWACHHAUSEN Magazin | Januar - Februar 2018 13


FRISCH GEMISCHTES AUS SCHWACHHAUSEN

KORZUS PIEWACK HORSTKÖTTER PARTNER

RECHTSANWÄLTE UND NOTARE

und

» Wir stehen Ihnen in allen

Rechtsangelegenheiten

- für den Pflegefall und

im Erbrecht insbesondere

bei der Gestaltung von

Vorsorgevollmachten

und Patientenverfügungen

sowie von Testamenten,

Erb- und Übertragungsverträgen

- gerne zur

Seite.«

Unsere Notare

Nicole Gronemeyer + Thomas Piewack

Büro Findorff und Notariat

Hemmstraße 165, 28215 Bremen

Telefon: (0421) 37 77 90

Telefax: (0421) 376 00 86

E-Mail: rae@korzus-partner.de

www.korzus-partner.de

Büro Überseestadt

Konsul-Smidt-Str. 8u, 28217 Bremen

Telefon: (0421) 380 13 21

Telefax: (0421) 380 13 22

E-Mail: kanzlei@rain-horstkoetter.de

www.rain-horstkoetter.de

Storemanagerin Toya Schmiedl

Neu in der Domshof-Passage: Bree

Premium-Taschenlabel

hat neuen Store eröffnet

Das Premium-Taschenlabel Bree hat einen neuen Store in der Bremer Domshof-

Passage eröffnet und ergänzt das ausgewählte Sortiment der Passage mit einem

weiteren namhaften Label. Das 1970 gegründete Traditionsunternehmen präsentiert

auf der neuen Verkaufsfläche seine aktuelle Spring/Summer-Kollektion 2018

unter dem Motto „Urban Safari“ im neuen Storekonzept. Eine entspannte Lounge-

Atmosphäre macht das Einkaufen zum einmaligen Erlebnis und bietet perfekten

Raum für eine individuelle und persönliche Beratung. „Mit dem neu entwickelten

Storeretail-Konzept werden insbesondere die Wünsche anspruchsvoller Kunden in

den Vordergrund gestellt“, erklärt Storemanagerin Toya Schmiedl. Natürliche Holzfarben,

ein Sitzbereich mit Ledersesseln und stimmungsvolle Bilder verteilen eine

harmonische Atmosphäre über die gesamte Ladenfläche.

Bree in der Domshof-Passage hat montags bis freitags von 10 Uhr bis 19 Uhr und

sonnabends von 10 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

»»» bree.de

Die Nacht ist schon spät

Zu diesem poetischen Titel haben die fünf Künstlerinnen der Ateliergemeinschaft

Dammweg ein Jahr gemeinsam gearbeitet. Herausgekommen sind ganz unterschiedliche

Interpretationen zur Nacht und ihrer besonderen Stimmung, die sie in

ihrer Atelierausstellung am Samstag, den 14. April von 15 bis 20 Uhr und am Sonntag,

den 15. April von 11 bis 18 Uhr im Dammweg 18/20 präsentieren. Zum einen

beschäftigten sie sich mit dem Nachtleben, welches auf jeden Menschen unterschiedlich

wirkt. Wie bei Cornelia Hesse mal verlockend und geheimnisvoll, mal

bedrohlich und verwirrend. Jutta Bierewirtz ist fasziniert von der Wirkung des Lichtes

auf die Dunkelheit. Das Licht der Nacht erleuchtet, was verborgen ist, weist

Wege aus der Dunkelheit. Manches entwickelt erst in der Nacht sein Eigenleben.

Auch Anne Hemsing und Kirsten Plog setzen bei dem Thema „Umwicklungen“ und

„Verwicklungen“ im Schlaf und Wachzustand an. Von Grübeleien und Bildern, die

den Menschen durch den Kopf schwirren. Bei allen Frauen kommt eine ganz eigene

Stimmung zum Ausdruck, ob es sich nun um Stadtlandschaften, den Mond oder, wie

bei Akkela Dienstbier, um Nachtschattenpflanzen, die sie in Kunststoff verarbeitet

hat, handelt. Trost und Ruhe finden wir Menschen in der Natur wie in der Nacht –

dies drückt sie in Portraitarbeiten aus. Lassen Sie sich berühren von den Bildern

und Objekten der fünf Bremer Künstlerinnen.

»»» ateliergemeinschaft-dammweg.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


FRISCH GEMISCHTES AUS SCHWACHHAUSEN

E R F O L G R E I C H E G E S C H Ä F T E U N D U N T E R N E H M E N

ImmoSenio

Zukunftsmarkt Pflegeimmobilien

Centro MediVitalis Corinna Stöver

Gesundheit ist das kostbarste Gut

Seit zehn Jahren sind

Corinna Stöver und ihr

Team vom Centro MediVitalis

in der Friedhofstraße

32a/34a

zum Wohle ihrer Patienten

tätig. Zu diesem

schönen Jubiläum

sind Kunden und Patienten

am 13. April

von 14 bis 17 Uhr

herzlich eingeladen.

Thomas Weiland, Sören Röttger, Theresia Thomas, Ulrich Mosel und Carolin

Lerdo bringen in Bremen ImmoSenio an den Start

Seit Ende letzten Jahres findet man das Unternehmen ImmoSenio auch in

dem ausdrucksvollen Bau in der Marcusallee 1A. Das Unternehmen hat

sich auf die Beratung und Vermittlung von Pflegeimmobilien als Kapitalanlage

spezialisiert. Die ImmoSenio-Firmengründerin und Immobilienmaklerin

Theresia Thomas aus Osnabrück bringt viel wertvolles Wissen

durch ihre langjährige berufliche Expertise in der Pflege und Leitung von

stationären Pflegeeinrichtungen mit ein. „Wir können durch unser sehr

großes Portfolio eine anbieterunabhängige Beratung bieten und so das

beste Objekt für unsere Kunden finden“, erklärt Bankfachwirtin Carolin

Lerdo und ergänzt: „Pflegeimmobilien bestechen nicht nur durch geringe

Anlagerisiken, sondern ebenso durch den hohen sozialen Faktor, den eine

Kapitalanlage in diesem Bereich mit sich bringt. Unsere Bevölkerung wird

immer älter und der Bedarf an Pflegeeinrichtungen steigt weiter.

ImmoSenio hat einen in Bremen nicht ganz unbekannten Markenbotschafter

gefunden: Willi Lemke findet die Möglichkeit, in Pflegeimmobilien

zu investieren – insbesondere durch die soziale Komponente – sehr

spannend und sieht die Pflegeimmobilie als gute Ergänzung im privaten

Anlagenportfolio.

Mit dem Standort der Niederlassung in der Marcusallee 1A ist ImmoSenio-Fachfrau

Theresia Thomas sehr zufrieden: „Wir befinden uns in exponierter

Lage und sind durch die gute Infrastruktur vor Ort bestens zu

erreichen. Mit Sören Röttger, Ulrich Mosel, Thomas Weiland und Carolin

Lerdo steht außerdem ein exzellentes Beratungsteam mit viel Erfahrung

und Fachwissen zur Verfügung.“ Noch wird die markante Niederlassung

in der Marcusallee 1A für ImmoSenio verändert und umgebaut, doch spätestens

im Frühjahr soll sich die neue Ausrichtung auch in den Räumlichkeiten

widerspiegeln.

ImmoSenio

Marcusallee 1A, 28359 Bremen

Telefon: (0421) 39 77 290

www.immosenio.com

Dem sechsköpfigen

Team des Centro MediVitalis

ist es seit jeher

ein wichtiges Anliegen,

die Patienten in ihrer

Gesamtheit zu betrachten

und zu behandeln,

denn Gesundheit

ist das kostbarste

Gut. Durch die

qualifizierte medizinische

Ausbildung kann

Gebhard Krumwiede, Ilka Barkhausen, Oliver

das Team bei Bedarf

Richter, Katja Meiners, Corinna Stöver und Babette

auf Beschwerden unterschiedlichster

Art

Handke freuen sich auf den Tag der offenen

Tür am 13. April

eingehen. Die Angebotsbreite

der Praxis in

der Physiotherapie reicht u. a. von der Manuellen Therapie und Lymphdrainage

über Beckenbodentherapie, Kiefergelenkbehandlungen und neurologischen

Behandlungsmethoden bis zu Massagen und weiteren

Angeboten. Im letzten Jahr hat Corinna Stöver den „großen Heilpraktiker“

abgelegt, sodass nach ihrem fünfjährigen Osteopathie-Studium dieser

Fachbereich auch in der Praxis angeboten wird. Darüber hinaus bietet das

Centro MediVitalis auch Pilates-Training an, ein Ganzkörpertraining, welches

besonders die Bauch- und Rückenmuskulatur effektiv kräftigt und

Rückenbeschwerden vorbeugt.

„Mit unserem fachlichen Hintergrund und durch regelmäßige Weiterbildungen

sind wir aktiv für unsere Patienten da und können sie so kompetent

auf dem neuesten Stand betreuen. All unsere Leistungen und

Therapieformen stehen im Dienste der Gesundheit und des Wohlbefindens

unserer Patienten“, betont Corinna Stöver. Gerne stellt die Praxis

auch Gutscheine zum Verschenken aus und freut sich über Verstärkung

für das Team. Im Centro MediVitalis kann man Kraft tanken, zur Ruhe

kommen und dem Körper etwas Gutes tun. Für mehr Lebensqualität und

um gesund zu bleiben!

Tag der offenen Tür am 13. April von 14 bis 17 Uhr

Centro MediVitalis

Friedhofstraße 32a/34a, 28213 Bremen

Telefon: (0421) 27 63 63 9

www.centromedivitalis.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 15


FRISCH GEMISCHTES AUS SCHWACHHAUSEN

Ein letzter Renntag nach 161-jähriger Tradition findet am Karfreitag,

den 30. März ab 11.10 Uhr auf der Galopprennbahn in der Vahr statt

Faszination

Galopprennsport

Eine Ära geht zu Ende

Der Bremer Rennverein wurde vor 161 Jahren von Bremer Kaufleuten gegründet, damals

noch als „Bremer Reit-Club“. Von 1858 bis 1900 fanden die Rennen auf dem

Hastedter Suhrfeld statt, danach ging es in die Bremer Vahr, wo 1907 nicht nur der

Name „Bremer Reit-Club“ zu „Bremer Rennverein 1857“ wechselte, sondern auch

die wunderschöne Tribüne mit 1000 Sitzplätzen auf dem Gelände erbaut wurde.

Nun heißt es für den Rennsport in Bremen Abschied nehmen, und welcher Termin

wäre da passender geeignet als der traditionelle Karfreitag. An diesem Tag finden

seit 1980 nur Rennen in Bremen statt und in der Hansestadt führte dieser Umstand

zu einem Alleinstellungsmerkmal in Deutschland.

Mit dem 30. März folgt nun der Abschlussrenntag einer 161-jährigen langen Tradition.

Gemeinsam mit den Aktiven, Partnern und Fans möchten wir einen würdigen

und fröhlichen letzten Renntag verbringen. Das erste Rennen wird bereits um

11.10 Uhr gestartet. Das letzte der insgesamt neun Rennen ist für 15.30 Uhr vorgesehen

und auch für die kleinen Gäste wird es erneut ein tolles Kinderprogramm

geben sowie die traditionellen 1.111 Osterhasen. „Wir schauen mit einem lachenden

und einem weinenden Auge auf diesen Tag und würden uns über viele Besucher

freuen. Ein langer Kampf endet mit einen würdigen Ausklang“, so Tonya Rogge,

Präsidentin des Rennvereins 1857 e.V.

»»» galopprennbahn-bremen.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 17


FRISCH GEMISCHTES AUS SCHWACHHAUSEN

Japan ist ein Land, das seit jeher beeindruckt – die passende Ausstellung dazu findet noch bis zum 1. Mai im Überseemuseum statt (Foto: Volker Beinhorn)

Cool Japan – Trend und Tradition

Bis zum 1. Mai im Übersee-Museum Bremen

Prächtig gekleidete Geishas, das Kirschblütenfest, Sushi oder animierte Filme: Die

japanische Kultur fasziniert gestern wie heute. Mit „Cool Japan – Trend und Tradition“

spannt das Übersee-Museum einen Bogen von den Wurzeln der bürgerlichen

Unterhaltungskultur in der Edo-Zeit (1600-1868) bis zu den heute international

als „Cool Japan“ bezeichneten Freizeittrends.

Manga, Anime, Pokémon oder Sudoku– wer kennt sie nicht? Seit den 1990er-Jahren

erobert die als „Cool Japan“ bezeichnete japanische Populärkultur die Welt.

Bereits in der Edo-Zeit entstand in Japan eine blühende Bürgerkultur: Die Theaterszene

florierte, Geishas und Kabuki-Schauspieler prägten die modischen Trends

und das Schönheitsideal, populäre Romane entstanden und es bildete sich die

„traditionelle“ japanische Küche heraus. Historische Sammlungsstücke wie z. B.

eine Samurai-Rüstung, ein prächtiger Paravent sowie farbige Holzschnitte und Kimonos

werden in der Schau moderne Objekte gegenübergestellt, darunter Street-

Fashion, Manga- und Anime-Figuren sowie humanoide Roboter.

Ob traditionelles Kabuki-Theater oder moderne Filme, japanische Holzschnitte oder

aktuelle Mangas – „Cool Japan – Trend und Tradition“ zeigt, dass Japan über die

Jahrhunderte mit Design, Mode, Literatur, Speisen, Spielen, Festen und Wohnkultur

beeindruckt.

»»» uebersee-museum.de

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21% unter dt. Neupreis!

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


E∈ Stück Italien

mitten ∈ Schwachhausen

Papageno Ristorante

Schwachhauser Heerstraße 84

28209 Bremen

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Genießen Sie unsere Terrasse!

Reservierungen Tel. (0421) 34 67 0949

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 19


FRISCH GEMISCHTES AUS SCHWACHHAUSEN

Thomas Hendricks und sein Team stehen bei allen Fragen zu den Themen

Senioren- und Familienbetreuung kompetent und engagiert zur Verfügung

Home Instead

Senioren- und Familienbetreuung

Hendricks

Wenn das Alter der eigenen Eltern oder des Lebenspartners zum Thema wird, wissen

viele Menschen oftmals nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Auf

einmal müssen Dinge wie Betreuung, hauswirtschaftliche Versorgung und Pflege

innerhalb der Familie oder mit externer Hilfe geregelt werden. Gleiches gilt auch für

junge Familien, bei denen ein Elternteil aufgrund von Unfall oder Krankheit zeitweise

ausfällt.

Die Home Instead Senioren- und Familienbetreuung bietet diese Betreuungs- und

Entlastungsleistungen für Senioren, pflegende Angehörige und Familien in Bremen

und umzu an, individuell und auf die jeweilige persönliche und familiäre Situation

zugeschnitten. Von wenigen Einsätzen pro Woche bis zur stundenintensiven

Betreuung über mehrere Tage oder sogar Wochen – mit einfühlsamen und geschulten

Betreuungskräften stellt sich das Team ganz in den Dienst der persönlichen

Wünsche und individuellen Anforderungen.

Das Serviceangebot von Home Instead Senioren- und Familienbetreuung umfasst

die Betreuung zu Hause, die Begleitung außer Haus, die Haushaltshilfe sowie Unterstützung

in der Grundpflege. Die Betreuung bei Demenz oder Parkinson sowie die

Entlastung pflegender Angehöriger runden das Leistungsspektrum ab. Eine Kostenübernahme

durch alle Pflegekassen im Rahmen der Budgets ist möglich, bei

der Familienbetreuung in Abstimmung mit der Krankenkasse.

Ergänzend zum Leistungsangebot informiert das Team um Thomas Hendricks jederzeit

über alle Themen rund um die Pflegeversicherung. Gute Beispiele sind hier

der Einsatz der Verhinderungspflege oder der Entlastungsleistungen. Interessierte

können sich jederzeit unter (0421) 430 376 28 melden.

Der seit zwei Jahren etablierte Betreuungsdienst mit Sitz in der Kurfürstenallee 35a

versteht sich als sinnvolle Ergänzung zur steigenden Nachfrage nach Betreuung

und Unterstützung im eigenen Zuhause. Das Team von Thomas Hendricks steht

für eine individuelle Betreuung, bei der geschulte Betreuungskräfte sich fürsorglich

um die ihnen anvertrauten Menschen kümmern – ganz nach ihren Bedürfnissen

und Wünschen.

»»» homeinstead.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 21


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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


Unsere Serie:

So schmeckt

die Heimat

Gutes aus der Region

von der Borgfelder

Milchmanufaktur

TEXT + FOTOS | IRA SCHEIDIG

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 23


UNSERE SERIE: SO SCHMECKT DIE HEIMAT

Unsere Serie:

So schmeckt

die Heimat

Heike Klatte liebt ihre Kühe und sorgt für artgerechte Haltung

und viel Auslauf auf den Weiden. Regionalität steht im Vordergrund

des neu eröffneten Hofladens auf dem Hof Klatte in der

Borgfelder Landstraße 4

Regionale Lebensmittel stehen hoch im Kurs. In fast allen Supermärkten

sieht man Produkte, die als regional ausgewiesen sind, es

gibt Wochenmärkte mit regionalen Lebensmitteln und zahlreiche

landwirtschaftliche Erzeuger und Hofläden, die ihre eigenen und

saisonalen Lebensmittel vertreiben. Da gibt es in Bremen und

umzu so einiges zu entdecken.

Dazu gehört die Borgfelder Milchmanufaktur von Heike Klatte. Seit Generationen

wird hier Milch produziert. Seit Juni letzten Jahres gibt es mitten

in Borgfeld auf dem Hof Klatte in der Borgfelder Landstraße 4 einen

liebevoll eingerichteten Hofladen mit einem vielfältigen Angebot für den

täglichen Bedarf. Regionalität steht hier im Mittelpunkt. Man findet neben

den hofeigenen Milchprodukten wie Milch, Joghurt in verschiedenen Sorten,

Quark und Frischkäse auch Wurst- und Fleischwaren von speziell

ausgewählten und persönlich bekannten Erzeugern, Marmeladen, Getreide,

Pasta und Reis, Eingemachtes wie Suppen, Eintöpfe, Obst und Gurken,

Olivenöl, eine Käsetheke mit gutem Bauernhofkäse, frisches Obst

und Gemüse - liebevoll arrangiert in Weidenkörben – und zu guter Letzt

auch leckeren hausgemachten Kuchen. Das Backen übernimmt übrigens

der Mann von Heike Klatte, der eigentlich hauptberuflich woanders arbeitet.

Aber er unterstützt seine Frau wo er kann und steht samstags auch

oft selbst im Laden hinter der Theke. Auch liebevoll gestaltete Präsentkörbe

und Gutscheine sind erhältlich. „Wir sind noch voll im Prozess und

haben ein offenes Ohr dafür, was die Kunden möchten“, so die Betreibe-

rin. Das Sortiment zeichnet sich dadurch aus, dass alle Produkte sorgfältig

ausgewählt werden. „Die Idee des Ladens ist, Waren anzubieten von

Landwirten, die wir persönlich kennen und von kleineren Manufakturen.

Von Erzeugern, die innovativ sind und etwas ausprobieren. Möglichst direkt

und ohne Zwischenhandel.“ Heike Klatte und ihre Mitarbeiterin im

Laden können zu jedem Produkt eine Geschichte erzählen. So erfährt

man alles über Herkunft und Verarbeitung. Mehr Transparenz für den

Kunden geht nicht. „Der Kunde möchte wissen, wo die Ware herkommt

und es ist wichtig, wie die Tiere gehalten werden.“ Der rund 70 Quadratmeter

große Laden ist ansprechend, gemütlich und mit viel Liebe zum

Detail gestaltet. Die wunderschönen rustikalen Regale auf Maß hat die

patente Landwirtin kurzerhand selbst gebaut. Im Eingangsbereich steht

ein Automat, der rund um die Uhr zugänglich ist, und mit Milchprodukten,

Fleischwaren und Eiern eine kleine Auswahl aus dem Sortiment bietet.

Familienbetrieb seit Generationen

Landwirtin ist die 37-Jährige Heike Klatte schon lange. „Vor 13 Jahren

habe ich den Hof von meinem Vater gepachtet, 2017 fand dann die Hofübergabe

an mich statt und ich bin nun die Besitzerin des Familienbetriebs.

Mein Vater hilft mir noch bei der Landwirtschaft.“ Eigentlich hat

sie mal Schifffahrtskaufrau beziehungsweise Speditionskauffrau gelernt,

aber sie hatte immer Lust auf die Landwirtschaft. „Ich habe immer schon

in der Freizeit mitgeholfen. Aber es war eigentlich immer klar, dass mein

ältester Bruder den Hof übernimmt wie üblich. Als das dann nicht geschah,

habe ich es gerne gemacht.“ Die landwirtschaftliche Ausbildung

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


UNSERE SERIE: SO SCHMECKT DIE HEIMAT

holte sie nach und machte ihren Meister. Sie betreibt ihren Beruf als Landwirtin

mit sehr viel Leidenschaft. Es ist ihr sehr wichtig, dass es ihren Tieren

gut geht. „Die trächtigen Kühe haben vor der Geburt sechs bis acht

Wochen Urlaub, die Kälber bekommen kein Milchpulver sondern Vollmilch

so viel sie wollen. Mein Stall ist artgerecht und die Kühe haben viel

Auslauf auf der Weide.“ Ihr Arbeitstag beginnt früh um halb fünf mit dem

ersten Melken der Tiere und der Fütterung. Und das an 365 Tagen im

Jahr. Urlaub ist nur selten und mit viel Planung möglich.

Der Hof von 1907 wird gerade renoviert. Heike Klatte lebt hier mit ihrem

Mann, ihren zwei Kindern, Hunden, Katzen, Ponys, einer Schildkröte

und Hühnern. Unten im Haus leben ihre Eltern in dem Mehrgenerationenhaus.

Ihre Kühe sind nicht weit entfernt in einem vor einigen Jahren

neu gebauten modernen Laufstall und großzügigen Weiden. Hier ist viel

Platz für die rund 75 Tiere und neu geborene Kälbchen. Von Mai bis November

sieht man die Kühe auf den grünen Wiesen weiden. Hund und

Katze streifen über das idyllisch gelegene Gelände.

Milchpreiskrise hat Spuren hinterlassen

Die Milchpreiskrise hat auch sie hart getroffen. Der größte Teil ihrer Milch

geht an die Molkereigenossenschaft Deutsches Milchkontor. Der Milchpreis

ist von vielen Faktoren wie dem Weltmarkt, dem Handel und seiner

Preisgestaltung sowie der Politik – wie durch den Wegfall der Milchquote

2015 zu sehen war – abhängig. „Seit etwa zwei Jahren leben wir vor

allem von der Substanz. Wir konnten keine Neuanschaffungen machen,

kaputte Maschinen nicht ersetzen. Davon leben konnte ich nicht. Der

Milchpreis war auf etwa 20 Cent pro Kilogramm gefallen. Jetzt liegt er

wieder bei rund 40 Cent. Wenn der Preis so bleibt, kann man vernünftig

und nachhaltig Landwirtschaft betreiben.“ So ist der Laden auch ein zweites

Standbein der sympathischen Landwirtin. Ihre selbst vermarktete

Milch wird in der hauseigenen Molkerei bearbeitet. Ihre Milch beschreibt

sie als frisch, intensiv, voll und sehr natürlich im Geschmack. Man sollte

sie unbedingt probieren. Auch Schulklassen haben ihren Hof schon besucht

und konnten sich ein Bild von der Milchproduktion machen. Neben

ihrer Arbeit ist sie im Borgfelder Beirat und im Vorstand des Bremischen

Landwirtschaftsverbands engagiert sowie im Netzwerk „Bauernwiki - Frag

doch mal den Landwirt!“

Ein Café soll eröffnet werden

Heike Klatte sprüht vor Ideen und hat viele Pläne für die Zukunft. „Ich

möchte neben dem Hofladen einen Raum für Verkostungen und ein Café

eröffnen. Das wird wohl in diesem Jahr so weit sein. Mit hausgemachtem

Kuchen, unseren Milchprodukten wie Quarkspeisen und einer schönen

Außenterrasse.“ Der Raum dafür mit alten Holzbalken bietet sich

dafür geradezu an. „Auch selbst in die Käseherstellung möchte ich einsteigen

mit einem Weichkäse. Ideen habe ich viele, aber mir fehlt die Zeit

und wir müssen schauen, was davon auch zum Einkommen beiträgt.“

Es ist zu hoffen, dass immer mehr Menschen den Wert heimischer Produkte

wie Frische, Qualität und kurze Wege zu schätzen wissen. So fördern

wir die wichtigen Erzeuger aus unserer Region und unser

Warenangebot bleibt breit, bunt und vor allem heimisch. Heike Klatte ist

überzeugt: „Qualität und Geschmack setzen sich am Ende durch. Wenn

man Angebote an regionalen Produkten macht, werden sie auch angenommen.“

Der Hofladen in der Borgfelder Landstraße 4 ist geöffnet von Dienstag bis

Freitag 9 bis 18 Uhr, Samstag von 8 bis 14 Uhr. Der Regiomat mit einer

Produktauswahl 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

www.borgfelder-milchmanufaktur.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 25


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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


Blumendekoratien

der schönsten Art

TEXT | IRA SCHEIDIG

FOTOS | IRA SCHEIDIG UND VERA DÖPCKE

Mohn & Malve

Event-Floristik

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 27


BLUMENDEKORATIONEN DER SCHÖNSTEN ART

„Blumen sind das Schönste was es gibt“, findet Alexa Seeliger

Einen Lebenstraum verwirklichen, einen Neuanfang wagen – Alexa Seeliger

hat es mit ihrer kleinen, feinen Firma Mohn & Malve Event-Floristik

gemacht. Sie strahlt vor Glück, wenn sie von ihrer Liebe zu Blumen und

ihrem Neustart in Schwachhausen erzählt. Hier bietet sie Blumendekorationen

für alle Anlässe an, die man sich nur denken kann: Hochzeiten,

Geburtstage, Familienfeiern, Firmenevents, private Feiern oder auf

Wunsch auch fachgerechte und kreative Dekoration für das eigene Zuhause.

Ihr Schwerpunkt liegt auf Hochzeiten. Sie möchte alle Feierlichkeiten

mit ihren floralen Ideen noch unvergesslicher machen. Der Fantasie

sind dabei keine Grenzen gesetzt. In einem kleinen Showroom in der Buchenstraße

erhält man einen Eindruck und Vorgeschmack auf das, was

möglich ist und kann sich inspirieren lassen. Natürlich, passend zur Jahreszeit,

hat auch hier der Frühling Einzug gehalten. Farbenfrohe Blüten,

hübsche Osterhasen in vielen verschiedenen Größen und ansprechende

Pflanzgefäße machen sofort Lust auf die wärmere Jahreszeit, die so vor

Farben und Gerüchen strotzt.

„Blumen sind das Schönste, was es gibt. Ich möchte meine persönliche

Liebe zu den Blumen, die Wertigkeit und Schönheit der Blüten weitergeben.

Perfekte Ware zum perfekten Zeitpunkt persönlich und liebevoll

gestaltet, das ist meine Aufgabe.“ Blumen waren schon immer ihre Leidenschaft.

Als kleines Mädchen hat sie schon immer Blumen gepflückt

und daraus Sträuße gebunden. Bis heute kann sie an keinem Blumenladen

vorbeigehen ohne reinzuschauen. Nach einem kurzen Abstecher

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2017 29


BLUMENDEKORATIONEN DER SCHÖNSTEN ART

Wir bieten eine

AUSBILDUNG ZUR MEDIENKAUFFRAU/-MANN

per August 2018 | auch Vorab-Praktikum möglich

Als regionales Verlagshaus produzieren wir seit über 25 Jahren

erfolgreiche Kommunikationsmittel im Print- und im Webbereich.

In einem starken & dynamischen Redaktions- & Produktionsteam lernst

Du von der Pike auf, auf was es ankommt. Starte Deine Medienstärke in 2018

und lass Dich bei uns zum Medienkauffrau/-mann ausbilden.

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Hübsche Vasen und Pflanzgefäße sowie schillernde Kerzenleuchter gibt es

leihweise für jede Feierlichkeit

eines Studiums des Kostümdesigns an der Fachhochschule für Kunst und

Gestaltung in Hamburg hat die gebürtige Münchnerin dann lieber ganz

schnell eine Lehre als Floristin absolviert. Nach früher Hochzeit und mit

heute erwachsenen Kindern hat sie immer nebenher als Floristin gearbeitet

und dekoriert. „Als wir eine Zeitlang in Amerika lebten, war ich

die Party-Mum was Dekorieren angeht“, erinnert sie sich lachend.

VOM LAND IN DIE STADT

Begonnen sie hat sie mit Mohn & Malve in Leuchtenburg in einem hübschen

Reetdachhaus. Dort lebte sie mit ihrem Mann und bot neben Eventfloristik

auch Workshops und Kurse an. Nach einem schweren

Schicksalsschlag und dem viel zu frühen Tod ihres Mannes nach schwerer

Krankheit vor einigen Jahren musste sie ihr Leben ganz neu ordnen.

Und dies führte sie dann im letzten Jahr sowohl beruflich als auch privat

vom Land in die Stadt, um hier ganz neu zu beginnen. Sie fand den kleinen

leerstehenden Laden von nur 30 Quadratmetern in der Buchenstraße

und legte los: „Hier ist mein kleines Mini-Eldorado. Ich habe es renoviert,

es ist nun alles so, wie es mir gefällt, mit meiner Lieblingsfarbe an der

Wand und einigen Erinnerungsstücken aus meinem Haus in Leuchtenburg

und von meiner Großmutter. Ich habe eine Schwäche für alte Dinge

und es hat alles eine Geschichte bei mir.“ Im September 2017 war dann

Eröffnung. „So ein kleiner Laden war mein Lebenstraum. Hier habe ich

meinen Freiraum und bin eine One-Woman-Show“, lacht sie. Denn bis auf

eine Freundin und Mitarbeiterin, die ihr bei Bedarf hilft, hält sie allein die

Stellung. Allerdings ist ihre Hündin Greta gerne an ihrer Seite. Mohn &

Malve ist kein Verkaufsladen, sondern dient als Showroom und Besprechungszimmer

nach Terminvereinbarung, um mit Kunden die Feierlich-

30

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


SCHWACHHAUSEN Magazin | Januar - Februar 2018 31


keiten zu planen. „Ich möchte mir Zeit nehmen und sehr individuell mit

meinen Kunden arbeiten. Ich brauche den persönlichen Draht und meine

Brautpaare wachsen mir richtig ans Herz“, berichtet Alexa Seeliger. Durch

Mundpropaganda und Empfehlungen von Lokalitäten, in denen sie bereits

Feierlichkeiten ausgerichtet hat, sprach es sich schnell herum und sie

ist mit ihrem Angebot gut gebucht. Einen klassischen Blumenladen für

den täglichen Bedarf mit täglicher Herausforderung und festen Öffnungszeiten

hat sie nicht angestrebt. „In meinem Alter wollte ich auch so ein

Wagnis nicht mehr eingehen“, erzählt die 56-Jährige. „Man geht in Vorleistung,

kauft jeden Tag frische Blumen, die man vielleicht nicht verkauft.

Das ist schon ein großes Risiko. Ich wollte auch nicht in Konkurrenz zu

den alteingesessenen Blumenläden in Schwachhausen treten“, betont sie.

Dann lieber maßgeschneiderte Floristik, fein und besonders nach individueller

Absprache. Damit fühlt sie sich wohl. Und dafür hat sie ein echtes

Händchen. Im Handumdrehen fertigt die Blumenspezialistin aus

verschiedenen Materialien wunderschöne Osterdekorationen, wie ich

mich vor Ort überzeugen konnte. Während des Gesprächs zaubert sie

zwischendurch mit Leichtigkeit und viel Kreativität kleine Gestecke und

zeigt mir Möglichkeiten für eine österliche Tischdekoration.

ZARTE PASTELLTÖNE LIEGEN IM TREND

Im Trend liegen dabei in diesem Frühling Pastelltöne wie zartes Rosa,

Weiß und Grün. Bei der Osterdekoration sind einerseits Hasen und Co. in

ganz naturgetreuen Farben angesagt, aber auch sehr modern und stilisiert

in Türkis, Blau oder Grau. Federn, Zweige oder Kieselsteine werden in

den Ostergestecken und -dekorationen mitverarbeitet. „Gelb und orange

gehen allerdings bei mir gar nicht. Diese Farben finde ich persönlich für

Blumen schrecklich“, lacht sie. „Aber natürlich kann man sich einen

Strauß Osterglocken hinstellen.“ Bei Blumen setzt sie auf gefüllte Primeln

im Topf, Ranunkeln, auch gefüllt sehr beliebt, Bellis, Traubenhyazinthen

und natürlich Tulpen. „Der Trend geht zur Natur. Die Ursprünglichkeit

der Pflanzen rückt in den Vordergrund. Es soll so aussehen, wie von der

Wiese gepflückt.

TIPPS FÜR`S ZUHAUSE

„Es gibt 1000 Möglichkeiten bei der Osterdekoration. Man kann ein großes

Windlicht mit pastellfarbenen Eiern füllen. Das sieht super aus. Oder

das Windlicht mit Moos ausschlagen, eine hohe Frühlingsblume reinsetzen

und noch eine farbige Schleife ums Glas binden“, zeigt mir die Fachfrau.

Dann das Glas auf den Tisch stellen, Osterhasen danebenstellen und

ein paar Eier verstreuen. Oder Frühlingsblüher in schöne Schalen setzen,

mit Moos umranden und einen kleinen Dekohasen mit reinsetzen. Fertig!

Schlicht, edel und naturschön.

Davon kann sich jeder bald selbst überzeugen. Vom 23. bis 29. März jeweils

von 9.30 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr wird im Showroom in

der Buchenstraße 7 eine kleine Osterausstellung stattfinden. Man darf gespannt

sein, was sich die Floristin Hübsches einfallen lässt. So kann der

Frühling beginnen.

Mohn & Malve Event-Floristik, Buchenstraße 7, 28211 Bremen. Tel.:

(0163) 40 27 630. E-Mail: alexa.seeliger@web.de. Geöffnet nach Vereinbarung.

Man kann Mohn & Malve auf Facebook und Instagram folgen.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


SCHWACHHAUSEN Magazin | Januar - Februar 2018 33


Los geht´s: Jetzt im Frühjahr, wenn die Tage wieder

länger und wärmer werden, macht es besonders

viel Spaß, zum Golfschläger zu greifen.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Januar - Februar 2018


Let’s play

9 Gründe für den Golfsport

Golf – ein Sport für jedes Alter

„Wer früher anfängt, hat länger Spaß.“ Golf kann man in jedem Alter beginnen:

Kinder können bereits ab 4 - 5 Jahren in Bambini-Jugendgruppen

spielerisch und mit Koordinationsübungen den Golfsport kennenlernen.

Jugendliche können sich beim Golfen sowohl in Einzel- als auch Mannschaftswertungen

mit Freunden sportlich messen und gemeinsam die Freizeit

(draußen als Alternative zur Digitalwelt) verbringen. Eine

Altersgrenze nach oben gibt es für den Einstieg nicht, wobei sehr viele

Erwachsene im Nachhinein sagen: „Hätte ich doch schon früher mit dem

Golf angefangen…!“

Golf – ein Sport in der Natur

Bei Sonne, Wind und Wetter hat man mit Golf einen guten Grund, draußen

Zeit zu verbringen. Eine hervorragende Alternative zum Büroalltag

und ein Ausgleich zum Stress, um in der Natur abzuschalten und sich nur

auf den kleinen weißen Ball zu konzentrieren. Bei aller Faszination und

Konzentration auf den Sport sollte man aber nicht vergessen, sich die

Natur und Tiere sowie Sonnenuntergänge anzuschauen und zu genießen.

Golf – ein Sport für die Familie

Golf ist ein Sport für Jung und Alt sowie für alle Spielstärken geeignet.

Optimal, um gemeinsam mit der gesamten Familie die Freizeit zu verbringen,

draußen in der Natur zu sein und Sport zu treiben – drei auf

einen Streich und somit eine sehr gute Zeitinvestition.

Golf – Just for fun

Wer einfach nur zum Spaß eine Golfrunde drehen möchte, um das Spiel

zu genießen und in der Natur zu entspannen, kann das tun. Wettspiele

sind kein Muss, stattdessen kann man in Privatrunden allein oder mit

Freunden spielen.

Golf – eine sportliche Herausforderung

Wer grundsätzlich einen sportlichen Ehrgeiz hat und gesetzte Ziele erreichen

will, hat mit dem Golfsport eine lebenslange Aufgabe gefunden,

denn es lassen sich immer wieder neue Ziele setzen. Angefangen von der

Platzreife zum ersten Handicap bis hin zu einer Verbesserung des Handicaps

und des Spielens unterschiedlichster Plätze wird dieser Sport nie

langweilig. Mit verschiedensten Wettspielen auf unterschiedlichen Ebenen

von Clubturnieren, Landesmeisterschaften und Deutschen Meisterschaften

bis hin zur olympischen Disziplin bietet der Golfsport in diversen

Alterskategorien für jede Etappe die entsprechende Herausforderung.

Golf – eine Einzelsportart

Im Gegensatz zu anderen Sportarten (wie z. B. Tennis) ist man als Golfer

nicht auf einen anderen Spielpartner, der bestenfalls noch eine ähnliche

Spielstärke hat, angewiesen. Ein Golfer kann sich völlig spontan für eine

Golfrunde entscheiden und ist von anderen unabhängig. Das ist insbesondere

auf Reisen von Vorteil, wenn man kurzfristig die Chance auf eine

Golfrunde nutzen möchte. Wenn man mit anderen oder auch Fremden

spielt, ist die jeweilige Spielstärke nicht entscheidend, da jeder sein eigenes

Spiel spielt.

Golf – eine Teamsportart

Im Golfsport gibt es neben der klassischen Einzelwertung auch vielfältige

Mannschaftswettbewerbe. Bestes und hochkarätigstes Beispiel hierfür ist

der Ryder-Cup (der Herren) und der Solheim-Cup (der Damen), bei denen

alle zwei Jahre die besten europäischen gegen die besten amerikanischen

Golfprofessionals als Mannschaften gegeneinander um die Ehre spielen:

Gänsehaut-Feeling! Auf Clubebene gibt es Mannschaftswettbewerbe, die

aus Juxturnieren bestehen sowie sportliche Wettkämpfe wie die Deutsche

Golf Liga, die mit Heim- und Auswärtsspielen den bekannten Fußball-

Ligen ähneln.

Golf – gut für die Gesundheit

Es gibt unzählige Studien, die aufzeigen, dass Golf eine gesunde Sportart

ist. Es hat sogar jemand herausgefunden, dass Golfer länger leben als

Nichtgolfer. Dies ist eigentlich nicht dem Spiel selbst geschuldet, sondern

der Tatsache, dass man sich im Freien über einen längeren Zeitraum bewegt

und dabei Entspannung finden kann. Das ist natürlich auch ohne

Golfschläger möglich, aber jeder, der einmal einen Golfball geschlagen

hat, fragt sich, wie man auf eine solch absurde Idee kommen kann.

Golf – ein abwechslungsreicher Sport

Keine Runde Golf gleicht einer anderen. Man lernt unterschiedlichste

Menschen kennen, die die Leidenschaft fürs Golfen teilen und nicht selten

sind aus dem Sport heraus gute Freundschaften entstanden. Ein weiterer

Reiz dieses Sports besteht auch aus den verschiedenen Golfplätzen,

die man im In- und Ausland spielen kann. Am Meer oder in den Bergen,

mit unterschiedlichen Baumbeständen, Wasser- und Sandhindernissen

oder Schluchten, schwere und leichte, flache und steile Platzgegebenheiten

– die Möglichkeiten sind endlos. Fangen Sie an – es warten viele

Plätze auf Sie!

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 35


LET´S PLAY GOLF!

GOLF – Ihr neuer Sport!

Wir hoffen, Ihnen hier genügend Gründe genannt zu haben, um Ihre Neugier

zu wecken und heißen Sie auf den Anlagen in Bremen und im Umland

herzlich willkommen, um den Golfsport kennenzulernen. Sie

werden feststellen, das Golf ganz anders ist, als die oft verbreiteten Klischees

glauben machen. Ob jemand reich oder arm ist, interessiert den

Golfball nicht, wenn er vom Schläger getroffen wird, sondern nur, ob der

Golfer den Schläger richtig geschwungen hat. Das kann jeder lernen, unabhängig

von seiner Herkunft, seinem Alter oder anderen Attributen.

Auch eine Behinderung ist kein Grund, nicht mit diesem wunderbaren

Spiel anzufangen. Stattdessen stehen Werte wie Fairness und Rücksicht

gegenüber Spielern und Natur im Mittelpunkt sowie der Versuch, die

sportlichen Herausforderungen zu meistern, die der einzigartige Sport

Golf jeden Tag aufs Neue bietet. Kommen Sie mit Familie und Freunden

zu einem Schnupperkurs und probieren Sie es mindestens ein Mal aus!

Der Golf Club Verden

„Spielen unter Freunden“ auf einem der schönsten

Golfplätze Norddeutschlands.

Ob Anfänger oder Fortgeschrittene, ganz ohne feste Startzeiten begeistert

der Golf Club in Verden mit seinen 27 unverwechselbaren

Bahnen Golfer aller Spielstärken. Auf 130 Hektar erwartet unsere

Mitglieder und Gäste eine Komposition aus drei unterschiedlichen

9-Loch-Kursen, die abwechslungsreiche Runden mit anspruchsvollen

und zugleich sportlich fairen Herausforderungen versprechen.

13 attraktive Wasserhindernisse, sowie 61 Bunker stellen jeden Golfer

zusätzlich vor interessante Aufgaben und machen jedes Spiel zu

einem eindrucksvollen Erlebnis. Auch für interessierte Anfänger

ohne Platzreife bietet der Golf Club Verden jederzeit eine attraktive

Spielmöglichkeit. Der Pay & Play Platz gestattet mit seinen ansprechenden

Grüns bereits ein echtes Golf-Erlebnis. Entspannen Sie

nach der Runde bei einem tollen Essen auf der Terrasse unseres

Clubrestaurants, mit herrlichem Ausblick auf den Platz. Gerne informieren

wir Sie auch über unsere verschiedenen Angebote für Anfänger

und Fortgeschrittene.

www.gc-verden.de

Tel. (04230) 1470

36

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


Der Achimer Golfclub

Sportliches Vergnügen und Naturerlebnis finden Einsteiger und erfahrene

Golfer auf dem nur 15 Autominuten südlich von Bremen

gelegenen Platz des Achimer Golfclubs. Eine 18-Loch-, eine Top-9-

Loch-Anlage und ein großes Übungsgelände bieten alle Möglichkeiten,

die vielen Facetten des Golfsports zu genießen. Pünktlich zum

25-jährigen Jubiläum eröffnet der Club im Frühjahr den komplett

neu gestalteten 9-Loch-Platz, attraktive Mitgliedschaftsangebote inklusive.

So können Interessierte etwa wählen zwischen einer Welcome-,

einer After-Work- und einer Wochenendmitgliedschaft. Junge

Erwachsene bis 36 und Jugendliche freuen sich über weitere Ermäßigungen

auf beiden Plätzen. Drei völlig neu gestaltete Bahnen

sowie verkürzte Wege zwischen den Abschlägen haben auch die Attraktivität

des 18-Loch-Platzes noch einmal gesteigert. Ein Startzeitensystem

sorgt zudem für einen guten Spielfluss. Die stets belebte

Terrasse des Restaurants „Wachtelkönig“ und Events wie Open-Air-

Kino, Sommerfest, Oldtimertreffen, Adventsmarkt und die Konzertreihe

„Golf & Kultur“ sorgen das ganze Jahr über für ein

abwechslungsreiches Clubleben.

www.achimergolfclub.de

Tel. (04202) 97 40-0

Der Golf-Club Oberneuland

Golfspielen muss nicht teuer sein

„Berufstätige haben heute nun mal wenig Zeit“, sagt Hagen Witte,

Marketingvorstand des Golf-Club Oberneuland, „deshalb bieten wir

eine neue Mitgliedschaft für diese Zielgruppe an“. Diese berücksichtigt

die Bedürfnisse der Zielgruppe, die oft Beruf und Familie mit

Kindern unter einen Hut bringen muss. Mit der U60 Mitgliedschaft

für 420,00 Euro Jahrfestbeitrag betritt der GCO Neuland. Die Mitglieder

können zwar nur 15 mal im Jahr die volle Runde spielen,

danach müssen sie eine vergünstigte Spielgebühr pro Runde bezahlen,

aber für die meisten ist das vollkommen ausreichend. Der Golf-

Club Oberneuland bietet gerade für diese Gruppe von Spielern auch

noch ein attraktives Eventangebot. Neben einer neuen Partyreihe,

der ELEMENTS Club-Night, gibt es nun auch eine feste Montagabendspielgruppe

für Berufstätige.

www.gc-oberneuland.de

Tel. (0421) 20 529 199

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 37


38

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


Atmen

ist die beste Medizin

TEXT & FOTOS | INNA KRACKE

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 39


ATMEN IST DIE BESTE MEDIZIN

In der Einzeltherapie erwecken die Hände der Atemtherapeutin Petra Nysetvold den natürlichen Atem und aktivieren die Selbstheilungskräfte.

Zum Beispiel die sogenannte „Merkel-Raute“ hilft, die Aufregung zu kontrollieren und die Stimme nicht zu verlieren

Atmen ist die natürlichste Sache der Welt, könnte man meinen. Bei einer

instinktiven Tätigkeit wie der Atmung ist es schwer zu glauben, dass die

meisten von uns das „richtige“ Atmen verlernt haben und als Folge dessen

bereits unter einigen Nebenwirkungen leiden. Was uns auf den ersten

Blick so einfach und natürlich erscheint, ist in Wirklichkeit ein

komplizierter Vorgang, der eng mit unserem körperlichen, seelischen und

geistigen Wohlbefinden verbunden ist.

Ich fahre zu Petra Nysetvold, die bereits seit 2000 in ihrer Praxis als zertifizierte

Atemtherapeutin und -pädagogin arbeitet. Sie praktiziert die

Atemtherapie nach Prof. Ilse Middendorf, auch unter der Bezeichnung

„Der Erfahrbare Atem“ bekannt.

Auf dem Weg in die Praxis gilt meine ganze Konzentration der eigenen Atmung.

Habe auch ich womöglich die wichtigste Quelle unserer Lebensenergie

vernachlässigt und das „richtige“ Atmen mittlerweile verlernt?

Ich klingle an der Tür und werde von Petra Nysetvold ganz herzlich begrüßt

und in das Behandlungszimmer der Praxis gebeten. Der Raum ist

hell, sehr gemütlich eingerichtet und strahlt Ruhe und Gelassenheit aus,

was nicht zuletzt an seiner Besitzerin liegt. Ich fühle mich auf Anhieb

wohl und nehme sehr gerne eine Tasse Tee an.

OPTIMALER ATEMRHYTHMUS

Atmen wir mittlerweile alle falsch, möchte ich gerne wissen. „Es gibt kein

richtig oder falsch im eigentlichen Sinne“, sagt Petra Nysetvold lächelnd.

Sie erklärt, dass das unbewusste Atmen für alle Lebensfunktionen notwendig

ist und autonom für den Erhalt unseres Lebens sorgt. Da unsere

Atmung aber unbewusst funktioniert und sich dem eigenen Lebensrhythmus

anpasst, merken die meisten Menschen gar nicht, dass sie oberflächlich

und verkrampft atmen. Das führt dazu, dass wir im Alltag nur

einen Bruchteil unseres Atemvolumens nutzen. Das kann unter anderem

an stressiger und hektischer Lebensweise, falscher Körperhaltung ebenso

wie Bewegungsmangel liegen.

Gerade wenn wir Stress haben, atmen wir flach und schnell. Bei der falschen

Sitzhaltung hindert uns zum Beispiel das eingequetschte Zwerchfell,

ein Atemhilfsmuskel, daran, tief einzuatmen. Aber auch bei negativen

Gedanken verkrampfen wir innerlich und der natürliche entspannte

Atemrhythmus wird gestört. Wie dieser funktioniert, verdeutlicht die

Atemtherapeutin am Beispiel der Atmung eines Babys. Bei einem Baby

können wir einen optimalen Atemrhythmus beobachten. Es atmet tief

und gleichmäßig. Beim Einatmen wölbt sich der Bauch, beim Ausatmen

wird er wieder flach, Schultern und Nacken bleiben dabei locker und ent-

40

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


ATMEN IST DIE BESTE MEDIZIN

spannt. Durch Anpassung an unsere äußeren Lebensbedingungen verspannt

sich der Körper im Laufe der Jahre. Die Atmung verlagert sich

mehr und mehr in den Brustbereich, wird dadurch immer flacher und

wir nutzen die Kapazität der Lunge nicht mehr vollständig. Es entstehen

und verfestigen sich falsche Atemmuster, die negative Folgen für den Körper

haben und zu verschiedenen Beschwerden führen können, die wiederum

eine noch schlechtere Atmung provozieren.

HILFE DURCH ATEMTHERAPIE, UM FALSCHE ATEMMUSTER

ZU DURCHBRECHEN

„Der erste Schritt ist, sich überhaupt auf die eigene Atmung zu besinnen.

Normalerweise ist das Atmen ein unbewusster Vorgang und meistens nehmen

wir ihn erst bei einer körperlichen Anstrengung oder einer seelischen

Belastung wahr. Erst dann versuchen wir die Atmung in die natürlichen

Bahnen zu lenken und tief durchzuatmen. Das Ziel der Atemtherapie ist

es, auch das ‚alltägliche‘ Atmen bewusst wahrzunehmen und positiv zu

verändern.“

„Wenn die Menschen ‚Atemtherapie‘ hören, denken sie, dass sie hier die

ganze Zeit laut pustend ein- und ausatmen müssen. Das hat damit eigentlich

wenig zu tun. Meine Arbeit nach Ilse Middendorf ist darauf ausgerichtet,

dass Sie den eigenen Körper so verändern, dass er von alleine

immer tief atmen kann“, erläutert Petra Nysetvold.

WER PROFITIERT VON ATEMTHERAPIE

„Was mich an der Therapie begeistert, ist, dass sie für alle geeignet ist.

Fälschlicherweise denken viele, dass die Atemtherapie nur für Menschen

mit Atemwegerkrankungen nützlich ist. Sie kann aber bei unterschiedlichsten

Krankheitsbildern und allen Lebenslagen akut, präventiv oder unterstützend

eingesetzt werden“, betont die Atempädagogin. Bei Stress,

Verspannungen, Schlafstörungen, Ängsten, Panikattacken, depressiven

Verstimmungen, Schmerzen, die Liste der möglichen Anwendungen ist

lang. So ist jede Atemtherapiesitzung ein individueller Prozess, die auf

den Themen basiert, die gerade beim Patienten anstehen.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 41


GUTES FÜR KÖRPER UND SEELE

Die Praxisraüme schmücken ausschließlich eigene Werke

Wie sieht so eine Einzelbehandlung aus?

„Sie können sich eine Mischung aus Physiotherapie und Massage vorstellen.

Dabei liegen Sie bekleidet auf einer Liege, während ich mit meinen

Händen Ihren Atem erspüre“, beschreibt Petra Nysetvold die

Behandlung. Mit den Händen werden Impulse gegeben, auf die der Körper

meist unwillkürlich reagiert. Als Patient arbeitet man mit, indem man

immer wieder bewusst mit der eigenen Aufmerksamkeit dort ist, wo die

Hände gerade zu spüren sind. Es werden gezielt Blockaden gelöst und

Anspannung abgebaut. Die Atemtherapeutin hilft dabei, die Atmung bewusst

wahrzunehmen und kennenzulernen. Im weiteren Schritt bekommt

man individuell abgestimmte Atemübungen an die Hand. Diese

dienen als Selbsthilfe im Alltag.

Zum Ende unseres Gesprächs frage ich Petra Nysetvold nach einer Übung,

die man in einer Stresssituation als erste Hilfe anwenden kann. „Es gibt

eine ganz einfache Übung, die viele als ‚Merkel-Raute‘ bezeichnen. Wenn

Sie die Hände zusammenführen und die Fingerspitzen mit einem leichten

Druck aneinander drücken, bekommen Sie automatisch einen tieferen

Atem. So kontrollieren Sie Ihre Aufregung und können Ihre Stimme nicht

verlieren.“

Ich bedanke mich für das Gespräch und nehme eine wichtige Erkenntnis

mit: Unsere Atmung hat einen viel größeren Einfluss auf unsere Gesundheit,

als wir ahnen. Es lohnt sich allemal, die eigene Atmung unter die

Lupe zu nehmen, denn eine ruhige und effektive Atmung ist das beste

Rezept für körperliches und seelisches Wohlbefinden.

Mehr zu den atemtherapeutischen Einzel- und Gruppensitzungen, Fortbildungen,

Seminaren und Vorträgen erfährt man bei Petra Nysetvold,

Carl-Schurz-Straße 125, 28209 Bremen, Telefon: (0421) 30 39 45 1

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42

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


2x in Bremen

Gastronomie

mit

Samstag, 26. Mai von 18 bis 24 Uhr

im „Platzhirsch“ im Ostertor

Samstag, 9. Juni von 18 bis 24 Uhr

im „Zum Platzhirsch“ am Kuhgrabenweg.

Um rechtzeitige Reservierung wird gebeten. Wir freuen uns auf Sie.

Eintrittskarten ab sofort erhältlich.

Fetzige Musik

mit DJ Andree

Spargлparty

€54,50

pro Person

Spargelmenü

mit norwegischem

Fjordlachs, Schnitzel und

Schinken sowie großer

Getränkepauschale

und Musik

Unsere Minigolfanlage

hat wieder für Sie

geöffnet. Wir freuen

uns auf Sie!

Wir empfehlen uns für Familienfeiern bis 120 Personen

und Grillevents bis 250 Personen. Wir beraten Sie gern!

Ostertorsteinweg 50 | 28203 Bremen

Tel. (0421) 16 98 06 88

www.platzhirsch-ostertor.de

Kuhgrabenweg 30 | 28359 Bremen

Tel. (0421) 16 51 70 70

www.restaurant-zum-platzhirsch.de


44

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


„Mann,

o Mann“

TEXT & FOTOS | ULRIKE AHMAD

Sitzt mir der ultimative Mann gegenüber?

Manuel Krämer lacht und schüttelt den Kopf.

Sein Buch „Der Weg des ultimativen Mannes“

sei keinesfalls als Leitfaden, wie Mann möglichst

viele Frauen in möglichst kurzer Zeit

kennenlernen kann, zu verstehen.

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 45


DIE KUNST DES ANBAGGERNS

Das Buch hat er 2016 geschrieben und bezeichnet es als Therapie

nach der Trennung von Frau und Kind. Er wendet sich in seinem

Buch ganz direkt und gezielt an Männer, die schon oft dachten:

„Was mache ich falsch – warum sind die Traumfrauen immer mit

den anderen zusammen und sehen nicht, wie großartig ich bin?“

Auch Manuel Krämer hat sich so gefühlt.

PICK-UP-ARTIST

In dieser Nach-Trennungsphase ist der gelernte Koch durch einen Freund

in die so genannte Pick-Up Artist-Szene eingetaucht. Der Pick-up Artist erreicht

die Menschen durch mutiges, teils forsches Auftreten. Er macht

seinen Approach, indem er Passanten in Alltagssituationen offen und überraschend

anspricht und sie mittels – wie Manuel Krämer es nennt – positiver

Manipulation in der weiteren Gesprächsführung für sich gewinnt.

Ist der Gesprächsfaden erst einmal geknüpft, bemüht sich der geschickte

Pick-up Artist darum, einen individuellen Frame zu schaffen. Das sind unterschiedliche

Szenen und Atmosphären, die der „PUA“ kontrollieren

kann. Er möchte, dass sich die angesprochene Person wohlfühlt, sie sich

ihm unverstellt öffnet und er ein bestimmtes Wunschbild von sich vermitteln

kann. Dass es dadurch zu mehr Frauenkontakten – meist kurzlebig

und intensiv, selten dauerhaft – kommt, bezeichnet er schmunzelnd

als positiven Nebeneffekt.

Da überrascht es nicht, dass der Autor die überwiegende Resonanz auf

sein Buch von Frauen erhalten hat. Diese Frauen haben nahezu ausnahmslos

positiv reagiert. Sie würden auch gerne mal von so sicher auftretenden,

interessierten und fantasievollen Männern angesprochen,

beteuert der Dreißigjährige.

UNKONVENTIONELLER LEBENSWEG

Manuel Krämer erzählt von seinem unkonventionellen Lebensweg. Er

hat bereits zwölf Bücher verfasst und selbständig verlegt. Diese Bücher befassen

sich überwiegend mit der eigenen, nicht immer geradeaus verlaufenen

Vita. Vor dem bemerkenswerten Buch über ultimative Männer,

beziehungsweise den Weg dahin, hat er mehrere Monate ohne Obdach

und Geld auf einem Autohof im Zelt gelebt. In dieser Zeit hat er sich von

traditionellen Zwängen, wie ein Leben funktionieren soll, gelöst. Er hatte

kein gesichertes Einkommen, kein Girokonto, aber auch keine Zukunftsängste.

Der Autor und sein Buch, welches er als Therapie nach der Trennung von Frau

und Kind geschrieben hat

Natürlich musste der Vater eines vierjährigen Kindes irgendwann an das

profane Geldverdienen denken. Als vielseitiger und zupackender Macher

hat er dazu mit einem Freund das Unternehmen „La Grand Handwerk“

gegründet. Der Inhaber hat zeitweise über zehn Mitarbeiter geführt und

sich in die Kunst des Dachdeckerhandwerks einweisen lassen. Seine

Freundin Kim hat Manuel Krämer ebenfalls in einer dieser tausendfachen

Alltagssituationen kennengelernt. Sie stand zur Mittagszeit an einer Ampel

und wartete auf grün. Doch statt des gehenden Männchens erschien der

selbsterklärte Frauenleser- und versteher. Er konnte Kim ohne Umwege

von sich überzeugen und nun sind sie seit mittlerweile anderthalb Jahren

ein Paar. Der gebürtige Ruhrgebietler unterstreicht nochmals, dass es nicht

darum geht, erfolgreich Quote zu machen. Wer sich mit dieser Kunst auseinandersetze,

sei nicht mehr verunsichert, sondern würde Menschen

überzeugend und planvoll ansprechen.

DIE KUNST DES ANBAGGERNS

Wenn er von der „Kunst des Anbaggerns“ erzählt, verliert es den anrüchigen

Charakter. Manuel Krämer spricht von höflichem und rücksichtsvollem

Auftreten und nennt es Kalibrierung. Außerdem empfiehlt er

ehrliche Komplimente und dem Gegenüber aufmerksam zu begegnen.

„Keine Einwände!“, möchte man sagen. Allerdings kann man so einen

Fahrplan zum Kennenlernen auch albern und absurd finden. Erst kommt

der Approach, dann wird der Frame gesetzt, man findet seine Best Practises

heraus und wird irgendwann zum Architect.

„Ich bin selbstsicher und ausgefüllt und führe ein besseres Leben als früher“,

ist der sympathische Manuel Krämer überzeugt und strahlt es aus.

Jeder mache sich sein eigenes Bild.

46

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


SCHWACHHAUSEN Magazin | September - Oktober 2017 47


DR. SASCHA OTTO

Leiter Wertpapier- und Portfoliomanagement

der Sparkasse Bremen

MAXIMILIAN KROPPENSTEDT

Vermögensberater Filiale H.-H.-Meier-Allee

48

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


- Verlagssonderseite -

Geldanlage-Experten im Dialog

HERR DR. SASCHA OTTO, 2018 HAT GERADE ERST BEGONNEN.

WAS KÖNNEN DIE ANLEGER IN SCHWACHHAUSEN VON DIESEM BÖRSENJAHR

ERWARTEN?

Die Zinsen sind niedrig und bleiben niedrig. Gleichzeitig haben die niedrigen

Zinsen das Wirtschaftswachstum im Euroraum angefacht. Vor diesem

Hintergrund sehe ich weiteres Potenzial für einen Anstieg der

Aktienkurse.

RUND DIE HÄLFTE DER DEUTSCHEN LEGT NOCH IMMER GELD AUF SPARBÜCHER

UND BEGNÜGT SICH MIT WINZIGEN ZINSERTRÄGEN. DER DAX HINGEGEN HAT

2017 EINE PERFORMANCE VON ÜBER 14% ERREICHT. TROTZDEM SIND WERT-

PAPIERE OFT EIN ROTES TUCH: KOMPLIZIERT, UNSICHER, NICHT TRANSPARENT.

WIE BEGEGNEN SIE DIESER HANSEATISCHEN SKEPSIS?

Ich könnte jetzt 100.000 Argumente anführen. Aber der einfachste Rat

lautet: einfach mal ausprobieren. Auf vielen Sparbüchern wird tatsächlich

das Geld immer höher gestapelt, aber gleichzeitig frisst die Inflation jedes

Jahr einen Teil der Gelder weg. Ein Teil dieser Gelder muss als „Notgroschen“

auf dem Sparbuch bleiben, aber ein anderer Teil kann auch längerfristig

angelegt werden. Mit Fonds und Zertifikaten gibt es genügend

Alternativen auch für kleinere Anlagebeträge – bei Fondssparplänen sogar

schon ab 50 Euro pro Monat.

DIE GRÖSSTE HEMMSCHWELLE BLEIBT DIE FURCHT VOR VERLUSTEN.

WAS KANN JEDER VON UNS TUN, UM SCHLAFLOSE NÄCHTE ZU VERMEIDEN?

Wer das ganze Geld auf dem Sparbuch liegen lässt, hat aufgrund der Inflation

eigentlich schon verloren. Gleichzeitig ist die Welt der Wertpapiere

vielfältig. So können Sie mit Investmentfonds in asiatische Kleinstaktien

investieren, aber auch in europäische Immobilien. Es gibt also ein breites

Spektrum an Möglichkeiten, die alle unterschiedliche Chancen und Risiken

aufweisen. Hier kann sich jeder Anleger, z.B. mit Hilfe seines Beraters

bei der Sparkasse, seine individuelle Anlagelösung zusammenstellen, die

zu seinem persönlichen Risikoprofil passt. Eine Anlage, die schlaflose

Nächte bereitet, kann hingegen nie die richtige Lösung sein.

ES GIBT IMMER WIEDER BESTIMMTE BRANCHEN, DIE SICH DURCH BESONDERES

WACHSTUM HERVORTUN, MAN SPRICHT AUCH VON „MEGATRENDS“.

WAS WERDEN DIE MEGATRENDS 2018?

Ich bin kein großer Freund von solchen Trendinvestments. Viele Themen

werden „heiß gekocht“, aber deshalb ist es nicht gegeben, dass Anleger

davon auch profitieren können. Für mich ist es wichtiger, die Investments

breit zu streuen, anstatt auf der Suche nach dem nächsten vermeintlichen

Überflieger zu sein. Es bindet viel Energie, aber eine höhere Rendite ist

damit nicht garantiert.

EIN LETZTER RAT FÜR PRIVATANLEGER: WIE AKTIV MUSS EIN PORTFOLIO AUS

EINZELWERTEN VERWALTET WERDEN UND WIE „ÜBERDAUERE“ ICH TALFAHRTEN

DES MARKTES?

Die Frage des Zeitaufwands ist praktisch Geschmackssache. Wer Zeit und

Lust dazu hat, kann den ganzen Tag am Bildschirm sitzen und auf kleinste

Kursbewegungen reagieren. Gleichzeitig kenne ich andere Anleger,

die ihr Depot nur einmal im Jahr auf den Prüfstand stellen. Wer an dem

Thema überhaupt keine Freude hat, der kann sein Vermögen auch einfach

von der Sparkasse verwalten lassen. Eine Talfahrt am Aktienmarkt überstehen

Sie am besten, wenn Sie die zwei genannten Voraussetzungen erfüllen.

Erstens: Nicht alles investieren, sondern immer einen

„Notgroschen“ behalten. Zweitens: Nicht alles auf eine Karte setzen, sondern

breit aufgestellt anlegen.

DER VERMÖGENSBERATER MAXIMILIAN KROPPENSTEDT

HERR MAXIMILIAN KROPPENSTEDT, SIE STEHEN FÜR DIE SCHWACHHAUSER ALS

VERMÖGENSBERATER DER SPARKASSE ZUR VERFÜGUNG. IHR ARBEITSPLATZ IST

DIE FILIALE IN DER H.-H.-MEIER-ALLEE, IM „HERZEN“ SCHWACHHAUSENS.

WÜRDEN SIE SICH UND IHRE TÄTIGKEIT UNSEREN LESERN KURZ VORSTELLEN?

Seit 2002 arbeite ich für die Sparkasse Bremen. Vor vier Jahren habe ich

mich spezialisiert und konzentriere mich seither auf die Vermögensanlage

meiner Kunden. Über unser gutes Netzwerk habe ich die Möglichkeit,

meinen Kunden sämtliche von der Sparkasse geprüfte Finanzdienstleistungen

anbieten zu können.

Besonders freut es mich, gemeinsam mit meinen Kunden die passende

Lösung zu finden und wenn ich durch Empfehlungen weitere Menschen

aus Schwachhausen für mich und die Sparkasse begeistern kann.

WELCHE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN BIETEN SIE DENN EINEM POTEN-

ZIELLEN KUNDEN AN, AUCH ABSEITS EINES REINEN WERTPAPIERDEPOTS?

WIE KÖNNTE ICH NOCH GELD BEI DER SPARKASSE ANLEGEN?

Gerade jetzt, in der Zeit der niedrigen Zinsen, findet bei vielen Anlegern

ein Umdenken in Richtung alternativer Anlageformen zum klassischen

Sparbuch statt. Wichtig ist es, dass die Vermögensanlage strukturiert ist

und aus verschiedenen Elementen besteht. Im Rahmen des jährlichen Finanzkonzeptgesprächs

biete ich meinen Kunden die kostenfreie Möglichkeit

an, ihre persönliche Vermögensstruktur auf Aktualität, Preis und

Leistung prüfen zu lassen und bei Bedarf Änderungen vorzunehmen.

Aus meiner Erfahrung heraus haben viele Kunden nicht die Lust und Zeit,

sich regelmäßig und aktiv um ihre Geldanlagen zu kümmern. Hier haben

wir mit der Vermögensverwaltung BremenKapital eine optimale Anlagemöglichkeit

für unsere Kunden geschaffen.

Für sehr konservative Anleger bieten wir Anlagen im „Versicherungsmantel“,

abseits eines reinen Wertpapierdepots, an. In einem gemeinsamen

Gespräch finde ich mit meinen Kunden eigentlich immer die richtige

Anlageform.

KREDITINSTITUTE HABEN IM ZUGE DER KRISE VON 2008/09 NICHT UNBEDINGT

SYMPATHIEPUNKTE GESAMMELT. NUN IST VIELEN GAR NICHT KLAR, DASS EINE

SPARKASSE SICH MEHR ALS NUR NAMENTLICH VON ANDEREN BANKEN UNTER-

SCHEIDET. WIESO SOLL DER HART ARBEITENDE PRIVATANLEGER SEIN GELD

EHER EINER SPARKASSE ALS EINEM ANDEREN GELDINSTITUT ANVERTRAUEN?

Für die Sparkassen steht nicht die Gewinnmaximierung und das Wachstum

im Mittelpunkt, sondern das wirtschaftliche Auskommen und das

Gemeinwohl aller Bürger in Bremen. Durch finanzielles sowie persönliches

Engagement leisten wir einen wichtigen Beitrag in den Bereichen

Sport, Kunst und Kultur.

Wir bieten eine faire, leistungsstarke und TÜV-geprüfte Beratung und unsere

Bedarfslösungen entsprechen den Wünschen und dem Nutzen unserer

Kunden.

VIELEN DANK FÜR DAS INTERVIEW.

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018

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So wird der Wohnpark zukünftig aussehen: Eine klar gegliederte, dabei interessant gestaltete Fassade mit bodentiefen Fenstern und großen überdachten Balkonen

verleiht dem schönen, hellen, dreigeschossigen Baukörper – Hochparterre, Obergeschoss und Penthouse – zeitlose Eleganz auf allen Ebenen. Mit ihrer eigenständigen,

modernen Gestaltung greifen die drei Gebäudekörper, die in drei Bauabschnitten entstehen, die zeitlose Erscheinung Schwachhauser Villen auf.

Straßenzüge

wandeln sich

Die Nachfrage nach Neubauwohnungen in Stadtteilen mit urbaner Infrastruktur

wie Schwachhausen ist dynamisch – doch freie Grundstücke, um

neue Projekte zu realisieren, sind rar. Daher rücken bisher nicht wohnlich

genutzte Grundstücke oder Altbestände, die aufgrund ihrer Bausubstanz

nicht mehr zeitgemäß sind, zunehmend in den Fokus.

50

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


IMMOBILIENREPORT BREMEN

Der Wohnpark Schwachhausen nimmt Fahrt auf: Vor wenigen Tagen haben die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt begonnen. Das Grundstück zwischen der

Schwachhauser Heerstraße und der Scharnhorststraße war viele Jahre weder zugänglich noch wirklich sichtbar – voraussichtlich ab Ende 2019 wird es an diesem

privilegierten und zugleich urbanen Standort die ersten neuen Wohnmöglichkeiten geben.

„Das ist der Wandel der Zeit“, beschreibt Arne Smolla von Robert C. Spies

die aktuelle Entwicklung im Wohnungsbaubereich, die in vielen begehrten

innerstädtischen Lagen zu beobachten ist. Gerade im Neubausegment

ist die Wohnraunachfrage vielerorts anhaltend hoch – doch in hochverdichteten

Stadtteilen ist das Angebot aufgrund mangelnder verfügbarer

Grundstücksflächen äußerst begrenzt. Oftmals können Neubauten hier

lediglich durch den Rückbau von nicht mehr zeitgemäßen Altbeständen

erfolgen. „Allerdings sind auch renovierungsbedürftige Bestandsimmobilien

aufgrund der Eigentümerstruktur in Schwachhausen nur äußerst selten

auf dem Markt verfügbar“, sagt Smolla. Denn oftmals handelt es sich

bei großzügigen älteren Häusern um selbstgenutzte Objekte. Folglich ergibt

sich für Projektentwickler erst eine Möglichkeit aktiv zu werden,

wenn die Eigentümer oder oftmals auch Erbengemeinschaft sich für einen

Objektverkauf entscheiden – und das ist eher selten.

Ferner bieten auch bisher nicht wohnwirtschaftlich genutzte Immobilien

oder auch betriebliche Grundstücksflächen attraktive Perspektiven, um

den benötigten Wohnraum zu schaffen. „Das Grundstück zwischen der

Schwachhauser Heerstraße und der Scharnhorststraße, auf dem gerade

der Wohnpark Schwachhausen entsteht, war jahrelang überhaupt nicht

zugänglich und sichtbar“, berichtet der Immobilienberater. Erst jetzt –

auch durch den vor wenigen Tagen erfolgten Beginn der Bauarbeiten –

wird das Potenzial dieses Areals deutlich. „Eine wahre Perle im Herzen

von Schwachhausen.“ Bis Mitte 2016 befand sich dort, nach einem knapp

75 Meter langen Zuweg, vorbei an einem Kindergarten, ein älterer Betriebshof

des Umweltbetriebes Bremen. Der Projektentwickler HPI wird

aus der vorhandenen Zuwegung eine öffentliche Straße machen, die von

der Schwachhauser Heerstraße aus als Sackgasse mit einem Wendeplatz

konzipiert ist. Für Spaziergänger und Radfahrer entsteht jedoch hier zukünftig

eine durchgehende neue Verbindung zur Scharnhorststraße. „Der

bislang existierende Fußgängerweg von der Schwachhauser Heerstraße

zur Tettenbornstraße wird bleiben und an einem neuen öffentlichen Spielplatz

vorbei führen“, ergänzt Smolla.

Gegenwärtig gilt die urbane Infrastruktur als maßgebliches Entscheidungskriterium

beim Wohnimmobilienkauf. Die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten,

das abwechslungsreiche Gastronomienagebot, der

nahegelegene Bürgerpark und die gute Anbindung an die Bremer Innenstadt

verleihen Schwachhausen eine hohe Wohn- und Lebensqualität. Für

Wohnungskäufer spielen neben den Lagekriterien vor allem Ausstattungsparameter

wie moderne Bäder, bodentiefe Fensterelemente für gute

Lichtverhältnisse, sowie Terrassen und Balkone mit mindestens zehn Quadratmetern

eine bedeutende Rolle. „Wir registrieren besonders durch die

„Generation 55+“ eine steigende Nachfrage nach Neubauwohnungen –

wenn die Kinder aus dem Haus sind und das freistehende Einfamilienhaus

mit Garten nicht mehr „notwendig“ erscheint, haben Ehepaare häufig

den Wunsch, sich in der Wohnfläche zu verkleinern“, berichtet der

Immobilienexperte. Diese Zielgruppe sucht vorwiegend Neubauwohnungen

mit rund 100 Quadratmetern, die über einen Aufzug verfügen

und folglich barrierefrei sind. „Teilweise kommt diese Zielgruppe schon

aus Schwachhausen und möchte unbedingt in ihrem Stadtteil bleiben –

die Suche nach adäquaten Alternativen nimmt spürbar zu.“ Ebenso schätzen

junge Familien die gut ausgebaute Infrastruktur des urbanen Stadtteils

und suchen vermehrt nach modernen Neubauwohnungen mit mindestens

drei bis vier Zimmern.

Aufgrund stetig steigender Baukosten, kostenintensiver Genehmigungsverfahren

und der hohen Nachfrage ist es nicht verwunderlich, dass der

Angebotspreis für eine Neubauwohnung in den vergangenen Jahren weiter

leicht angezogen hat. Aktuell beginnen die Kaufpreise im Neubaubereich

in Schwachhausen bei 3.800 Euro pro Quadratmeter – für

Topobjekte in den Bestlagen wurden in der Spitze sogar bis zu 6.000 Euro

pro Quadratmeter erzielt. Da geplante Wohnungen in Neuprojekten vielfach

bereits vor der Fertigstellung vollständig verkauft sind, ist der Bedarf

durchaus vorhanden. Die sich optisch verändernden Straßenzüge, in

denen sich teilweise moderne Neubauten mit vielen schönen Altbauten

durchmischen, zeigen den Wandel der Zeit – und dieser ist ganz normal,

in vielen Bremer Stadtteilen!

Domshof 21, 28195 Bremen, Tel (0421) 173 93 0

www.robertcspies.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018

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„Familie & Co“

Grafik by sketchnotes-by-diana.com

Mobbing oft lange

unentdeckt

Stark machen zur Prävention von Mobbing

Vorsorge gegen Mobbing als System

EIN INTERVIEW MIT DR. RER. MEDIC. MARKUS KÖHL

52

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


„Familie & Co“



Unsere

„Familie & Co“

Seiten

Mobbing unter Schülern ist kein

neues Phänomen und weit verbreitet.

Die sozialen Medien

haben das Problem in Form von

Cyber-Mobbing angefacht. Das

Erlernen von Empathie für seine

Mitschüler sei die wichtigste Prävention,

sagt Dr. rer. medic. Markus

Köhl.

STREIT GAB ES DOCH SCHON IMMER AUF DEN SCHULHÖFEN. WO LIEGT DER UN-

TERSCHIED ZUM MOBBING?

Mobbing steht für einen aggressiven Akt und bedeutet, dass ein Schüler

oder eine Schülerin über einen längeren Zeitraum immer wieder von Mitschülern

belästigt, beschimpft, gehänselt, schikaniert oder ausgegrenzt

wird. Mobbingprozesse laufen in der Regel verdeckt ab. Es ist kein Konflikt

zwischen zwei Parteien oder Wenigen, die etwas Krach miteinander

haben. Die Täter sind keine Einzeltäter. Mobbing steht für einen Missbrauch

im sozialen Miteinander in Form eines gruppendynamischen Prozesses,

der anderen Regeln ausgesetzt ist als die bekannten

Gewaltkonflikte. Fast die ganze Klasse kann beteiligt sein.

WIE LÄUFT DIES KONKRET AB?

Die Kinder und Jugendlichen werden in Streitigkeiten hineingezogen, in

denen sie fast wehrlos sind und aus denen sie sich – meist vergeblich –

versuchen zurückzuziehen. Es beginnt mit dem Hänseln durch Mitschüler,

das Wegnehmen oder Verstecken von Büchern, Geld oder anderen

Dingen wie Kleidung. Die Folge ist das Ausgrenzen der Opfer. Zum Höhepunkt

des Mobbingprozesses wenden sich auch gute Freunde vom

Opfer ab. Die Täter verfügen typischerweise über gute Kommunikationsfähigkeiten.

Sie können taktisch und mit einfallsreichen Gründen und erdachten

Vorurteilen die Auseinandersetzung anfachen. Mitschüler lassen

sich dadurch beeinflussen.

WAS LÖST DIESES VERHALTEN BEI DEN KINDERN AUS?

Der Leidensweg über eine längere Zeitdauer hat viele Konsequenzen und

kann zu einer Tragödie werden. Im Verlauf eines Mobbingprozesses wird

öfters über psychosomatische Symptome wie Kopf- und Bauchschmerzen

geklagt. Auffällig ist, wenn der Wunsch formuliert wird, aus der Schule abgeholt

zu werden oder nicht mehr zur Schule gehen zu wollen. Ein Mobbingopfer

verliert jegliche Orientierung und Sicherheit. Denn schlagartig

werden Beziehungen zu Mitschülern unterbrochen. Die intensive Erfahrung

von Ohnmacht, Scham und Angst kann zu traumatischen Erfah-

Foto: Michael Schnelle

Das Projekt „...ganz schön stark“ findet für Schüler statt und versucht, an den Stärken jedes Kindes anzusetzen

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 53


„Familie & Co“

Kinder stark machen – und damit Mobbing keine Chance geben: Das ist das Ziel der AOK Bremen/Bremerhaven, die zusammen mit Dr. Markus Köhl

Mobbing-Präventionsprojekte entwickeln und umsetzen

rungen führen. Auch das Vertrauen in Freundschaften geht verloren. Der

Freiburger Psycho-Neuro-Immunologe Prof. Dr. Joachim Bauer geht davon

aus, dass ein systematischer sozialer Ausschluss zu chronisch biologischem

Stress führt, der in einem Krankheitsbild mit einem „Selbstzerstörungsprogramm“

mündet. Ein solches Programm hat die Botschaft: „Du bist

nichts wert, ich kann dich behandeln wie eine wertlose Sache, man darf

und sollte dich zerstören“.

WORAUF MUSS BEI SOLCHEN FÄLLEN GEACHTET WERDEN?

Ärztliche Untersuchungen geben häufig keine Anhaltspunkte für eine körperliche

Erkrankung. Eltern und auch Lehrerinnen und Lehrer betrachten

solche Verhaltensweisen oft als alterstypisch und messen ihnen eventuell

keine besondere Bedeutung zu. Ein Mobbingopfer erlebt oft eine Hilf- und

Sprachlosigkeit, da es die anhaltenden Demütigungen nicht mitteilen

kann. Es können sich Noten in einzelnen Fächern verschlechtern. Wenn

die Situation sich nach Wochen oder Monaten dramatisch zuspitzt, fallen

diese Kennzeichen häufig erst auf und es gibt eine Erklärung. Eltern sollten

mit Interesse die Entwicklung ihrer Kinder begleiten, ein waches Auge

und ein offenes Ohr für ihre Signale haben. So können sie am ehesten

wahrnehmen, ob ihr Kind in irgendeiner Weise in eine Mobbingsituation

verstrickt ist.

WAS KANN MAN DAGEGEN TUN?

Ziel muss es sein, an den Schulen ein vertrauensvolles Klima zu gestalten.

Dies führt zu einem offenen Austausch von Problemen und kann präventiv

negative Entwicklungen in der Entstehung eindämmen. Dieser Spirale

des Leidensweges muss eine Intervention entgegengesetzt werden,

die für die ganze Klasse angeboten werden kann. Die AOK Bremen/Bremerhaven

als größte Krankenkasse in der Region möchte das unterstützen

und mit Schulen Setting-Projekte im Bereich Schule als Lebenswelt entwickeln.

WAS TUN, WENN ES MOBBING GEGEBEN HAT?

Es braucht Raum für die Betrachtung von aktuellen Fällen. Die Situation

von Mobbing ist geprägt durch Misstrauen und gegenseitige Vorwürfe.

Der konstruktive Umgang mit Mobbing ist für Klassengemeinschaften erlernbar,

wie es Konflikt- und Gewaltprävention an Schulen zeigen.

IST PRÄVENTION MÖGLICH?

Es braucht eine wohlwollende Resonanz an Schulen. Das ist ein Kulturprozess,

den jede Schule gestalten und pflegen kann. Vor dem Hintergrund

der Vertrauensbildung wird die herausragende Bedeutung eines

gelungenen Dialoges deutlich, der auf einer empathischen Fähigkeit beruht.

Langfristig muss an den Kompetenzen der Schüler und Schülerinnen präventiv

gearbeitet werden. Die Stärkung der emotionalen Achtsamkeit als

Selbstkompetenz der Schüler und Schülerinnen steht dabei im Fokus. Sie

müssen lernen, empathisch miteinander umzugehen. Das gilt laut Jeremy

Rifkin als Grundlage für ein demokratisches Wertesystem. Das setzt die

Überzeugung voraus, dass ein anderer die gleiche Daseinsberechtigung

hat wie wir und genauso einzigartig ist wie wir selbst. Ein entscheidender

Aspekt ist die Vermittlung von Respekt und Achtsamkeit dem Fremden gegenüber.

Für den Beziehungsaufbau zum anderen ohne Vorurteile muss man sich

auch in die Gedankenwelt anderer hineinversetzen können. Wer einen

verantwortungsbewussten Umgang mit sich selbst, den anderen Menschen

und mit der Natur pflegt, kann als gereifte Persönlichkeit angesehen

werden. Ein solcher Mensch hat die Fähigkeit zu einem selbstständigen

und solidarischen Handeln entwickelt.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


„Familie & Co“


WANN SOLLTE MAN MIT DER PRÄVENTION BEGINNEN?

Wichtig ist, so früh wie möglich, z.B. im Vorschulalter mit Empathieprojekten

zu beginnen, um soziale Kompetenz zu schulen. Es kommt darauf

an, dass sich im Gehirn der Kinder neue Muster für einen kompetenten

Umgang in Konfliktsituationen ausbilden können. Das heißt, es braucht

Angebote, damit neue neuronale Vernetzungsprozesse geknüpft werden.

WIE KANN DAS GESCHEHEN?

Fortschritte in emotionaler und sozialer Intelligenz machen Kinder, wenn

sie die Chance erhalten, ihre Konflikte darzustellen und zu bearbeiten.

Sie erleben sich nicht nur als Verursacher von Konflikten, sondern auch

als Gestalter von Lösungen. Eine gute Präventionsmöglichkeit liegt in der

Bearbeitung des Problems über ein Theaterprojekt, bei dem Schülerinnen

und Schüler eigene Erfahrungen einbringen und inszenieren können. Im

Spiel erschaffen sie sich eine gemeinsame Erfahrungswelt. Themen werden

in dieser Weise sehr dicht erlebt und es bleibt wegen des Spiels immer

auch eine Distanz zu realen Erlebnissen. Die Schülerinnen und Schüler

können im Rahmen eines solchen Projektes innere Muster ausbilden,

durch die sie potenzielle Mobbingsituationen früh erkennen und auch in

einem konstruktiven Sinne damit umgehen können. Unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten

werden erprobt und stärken das Selbstbewusstsein.

AUF WELCHE PRAKTISCHEN BEISPIELE KANN MAN DABEI AUFBAUEN?

Für die Prävention gibt es zahlreiche Trainingsprogramme, die ich mit

Kollegen am ISER-Institut an der Medical School Hamburg untersuche.

Dabei geht es zentral um die Gestaltung von zwischenmenschlicher Interaktion

und die Wirkung empathischen Handelns auf mich selbst und

den anderen in der Beziehungsgestaltung. Beispielhaft ist das Präventionsprojekt

„…ganz schön stark“, das mit Unterstützung der AOK

Bremen/Bremerhaven vom Bremer Institut für Gesundheitsförderung und

Pädagogische Psychologie durchgeführt wird. Das heißt, es wird versucht,

früh an den Stärken von Kindern anzusetzen und diese zum Blühen zu

bringen, damit Kinder im sozialen Bereich so widerstandskräftig werden,

dass sie mit möglichen Belastungen wie auch Gewalt, Mobbing, süchtige

oder selbstverletzende Verhaltensweisen besser umgehen können. Empathisches

Handeln lässt sich schulen.

Ein Kompetenzpartner für alle Schularten zum Thema Mobbing ist im

Landesinstitut für Schule. Im Arbeitsfeld Soziales Lernen werden spezifische

Lehrerfortbildungen und Unterstützungsangebote für Schulen angeboten

und entwickelt.

VIELEN DANK FÜR DAS INTERVIEW!

Dr. Markus Köhl ist Projektkoordinator für Präventionsangebote der AOK

Bremen/Bremerhaven

Hinweis:

Schulen, die Interesse am Aufbau eines Präventionsprojektes im

Bereich Lebenswelt Setting Schule mit der AOK HB/BHV haben,

wenden sich an Markus Köhl, markus.koehl@hb.aok.de.

Termin:

Fortbildungen für Lehrer, Erzieherinnen und Eltern. Beispielsweise der

4. Bremer Erziehungskongress am 9. und 10. März 2018 in Bremen,

www.ingepp-bremen.de

Link:

www.lis.bremen.de/fortbildung/soziales_lernen-7756

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 55


„Familie & Co“


Ferienkurs beim

Lütt‘n Peerhoff

Freundschaft mit Pferden

Dieser Kurs ist sowohl für Kinder (ab acht Jahren), die schon lange ein

(Pflege-)Pferd haben als auch für Kinder, die ganz neu in die Freundschaft

mit Pferden eintauchen wollen. Denn Freundschaft wächst

immer weiter, wenn die Verständigung feiner und feiner wird und das

Vertrauen in die gegenseitige Achtsamkeit und in die Bereitschaft, einander

zuzuhören, kontinuierlich gestärkt wird.

Hier kann man herausfinden, wie man einem Pferd zuhören kann,

wie man eine unsichtbare Verbindung herstellen kann, was ein Pferd

braucht, um sich frei – ohne Strick - führen zu lassen. Der Kurs findet

vom 20. bis 23. März statt jeweils von 10 bis 14 Uhr (Betreuung ab 9

Uhr möglich; Kursgebühr: 280 Euro) und bietet eine einzigartige

Kombination aus Bewegen und Entdecken, in der Natur sein, Tiere

erleben, individueller Begleitung in der Begegnung und Kommunikation

mit dem Pferd sowie Übungen zu Achtsamkeit und innerer Ruhe.

Weitere Informationen und Anmeldung über (04298) 30853

www.luettnpeerhoff.de


Verlosung!

1 x „Familienglück“

Einfach eine E-Mail bis

zum 31. März an:

gewinnen@

schwachhausen-magazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Wie wir durch Anerkennung

eine erfüllte

Eltern-Kind-Beziehung

erreichen


Persönlichkeitscoach trifft Kinderpsychologe.

Jens Corssen und Thomas Fuchs kombinieren

das Beste aus ihrer beratenden und therapeutischen

Tätigkeit zu einem neuen Coaching-Konzept für Eltern

und Kinder: Sich im Hier und Jetzt um eine

gute Gestimmtheit zu bemühen, anstatt eigene

Wünsche und Erwartungen auf den

Partner oder die Kinder zu projizieren, ist

der Schlüssel für ein harmonisches Familienleben.

Also: mehr Gegenwart

leben als Zukunft planen! Der andere

Zugang ist, eine Geisteshaltung zu

entwickeln, mit der es gelingt, immer

Worte der Wertschätzung und Anerkennung

zu verwenden und jede Form der Entwertung

von Partnern und Kindern zu vermeiden.

Wie das gelingt, wird von den beiden Experten auf

unterhaltsame Art, fundiert und mit vielen prägnanten

Beispielen vermittelt. Empirisches Wissen und innovative

Wege für gelingende Eltern-Kind-

Beziehungen in der modernen Welt.

Auf dem Portal einfachganzleben.de finden Sie außerdem

Tipps, um das Nebeneinander von Familienund

Berufsleben entspannter zu gestalten.

Familienglück

Hardcover Hardcover, Knaur Balance

JENS CORSSEN, THOMAS FUCHS

304 Seiten. ISBN: 978-3-426-67541-0

€ 19,99

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


„Familie & Co“



Rauf aufs Rad und

ab zur Eisdiele!


Endlich ist es wieder soweit: Am 25. März öffnen sich wieder die Türen der

Blocklander Eisdiele im Niederblockland 6 auf dem Blocklander Deich. Familie

Kaemena beglückt ab diesem Zeitpunkt wieder kleine und große Schleckermäuler

mit 18 leckeren Eis-Sorten von Zitronen-, Schokoladen- und Quark-Sesam-Eis bis

hin zu saisonalen Sorten wie Rhabarber und Holunder, natürlich alles in Bio-Qualität

aus eigener Milch. Der Spielplatz am Hof ist ein Eldorado für alle Kinder und die

Erwachsenen entspannen bei Kaffee, Kunst und Kultur auf den vielen liebevoll gestalteten

Sitzgelegenheiten. Los geht´s!

www.snuten-lekker.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 57


„Familie & Co“


14 Bremer Kitas, darunter der Kindergarten Girotondo mit zwölf Kindern, freuen sich gemeinsam mit Bildungssenatorin Dr. Claudia Bogedan über die von

Peter Theurer (Mercedes Benz Werk Bremen) überreichten MINT-Kisten und Rutscheautos

Neue Ausrüstung für junge Forscher

Mercedes-Benz Bremen spendet MINT-Kisten ans Haus der kleinen Forscher


Vor Kurzem hat Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung, gemeinsam

mit zwölf Kindern von der Kita Girotondo sowie Vertretern von 13

weiteren Bremer Kitas eine besondere Überraschung entgegengenommen: Peter

Theurer, Standortleiter des Mercedes-Benz-Werks Bremen, überreichte den Kita-

Vertretern eine Kiste mit spannenden Materialien und Experimenten für die kleinen

Forscher sowie ein Rutscheauto. Die Übergabe der sogenannten MINT-Kisten fand

in der botanika Bremen statt, wo die Koordination des Bremer Netzwerks „Kleine

Forscher in Bremer Kitas“ angesiedelt ist.


14 Kindertagesstätten in der Hansestadt haben sich im Rahmen des Projekts „Haus

der kleinen Forscher“ zertifizieren lassen. Die pädagogischen Fachkräfte dieser

Einrichtungen haben spezielle Fortbildungen besucht und engagieren sich dafür,

dass die Kinder in ihrer Einrichtung regelmäßig Raum zum Forschen und Experimentieren

bekommen. Um dieses Engagement zu würdigen, hat das Mercedes-

Benz-Werk Bremen unter der Leitung von Peter Theurer entschieden, den

Forschergeist dieser Kitas zu unterstützen und ihnen Material für weitere Forscheraufträge

zur Verfügung zu stellen. „Als größter privater Arbeitgeber sind wir

eng mit der Region verbunden und freuen uns daher, dass wir die kleinen Bremer

Forscher als Fachkräfte von morgen auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Zukunft unterstützen

können“, erklärte Theurer bei der Übergabe.

Augenchirurgie | Lasertherapie | ambulante OPs | Ästhetische Lid­OP | Botox | Kinderophthalmologie

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Im Medicum | Schwachhauser Heerstraße 50

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


„Familie & Co“


Grafik by sketchnotes-by-diana.com

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 59


PERSÖNLICHKEITEN

AUS SCHWACHHAUSEN

Einmal im Monat liest Dieter Cossen in der Stadtbibliothek

in der Vahr, jeden Dienstag hilft er in

„seiner“ Schule, der Grundschule an der Carl-

Schurz-Straße, beim Lesenlernen.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


PERSÖNLICHKEITEN | DIETER COSSEN

DIETER COSSEN

Vorlese-Opa und Marathon-Mann

TEXT + FOTOS | ANKE JUCKENHÖFEL

„Ich bin oder halte mich dafür, mit meinen fast 75 Jahren fit wie

der oft zitierte und viel strapazierte Turnschuh zu sein“, sagt Dieter

Cossen. Das stimmt: In unserem Gespräch fällt mir sofort auf,

dass der Name „Vorlese-Opa“, den er von der damaligen Leiterin

der Stadtteilbibliothek, Frau Collin, bekommen hat, nicht ganz zu

passen scheint. Dabei hat der Vater zweier Söhne auch bereits

zwei Enkelkinder. Und außerdem zwei spannende Hobbys: Das

Vorlesen und den Marathonlauf. Von beiden erzählt er begeistert

und leidenschaftlich. Unser Gespräch mussten wir ganz kurzfristig

ansetzen, denn ein paar Tage danach geht es für drei Wochen ab

nach Kuba, endlich! Schon 2017 sollte diese Reise stattfinden,

zum Havanna-Marathon. Warum das nicht klappte, wieso er sich

so intensiv ehrenamtlich als Vorlese-Opa engagiert, wo man überall

Marathons laufen kann, das alles erfahre ich jetzt ...

Langeweile kennen Ellen Lichte und Dieter Cossen nicht: Sie war als Naturwissenschaftlerin

mit der „Polarstern“ in der Arktis und Antarktis unterwegs

(worauf Dieter Cossen ein bisschen neidisch ist), heute gibt sie als

Qi Gong-Lehrerin Kurse an der VHS in Bremerhaven. Und er geht bei Bremen

1860 zum Sport, macht Lauftraining im nahen Bürgerpark und Stadtwald,

ist auch hier kommunalpolitisch interessiert und besucht die

öffentlichen Beiratssitzungen, ist begeistertes Mitglied einer Plattdeutsch-

Gruppe – und der Vorlese-Opa.

Es ist ein spannendes Leben, von dem Dieter Cossen erzählt: Geboren

1943 in Vegesack, lebte er bis zu seinem zehnten Lebensjahr in Rade,

Kreis Osterholz, danach in Blumenthal, bis er 1980 nach Wilstedt zog.

Erst 2012 wurde er Bremer und Schwachhauser. „Die Entscheidung, nach

Schwachhausen zu ziehen, war leicht. Denn es war klar: Wenn Bremen,

dann auch auf den Elfmeterpunkt!“ Seine Partnerin Ellen Lichte und er genießen

die Nähe zu den kulturellen Einrichtungen, die sie gerne und oft

besuchen. „Eigentlich vermisse ich nur den Kachelofen, den ich in Wilstedt

in meinem Haus hatte“, lächelt Dieter Cossen. „Dabei war es auch

schön, dass mich in Wilstedt alle Leute kannten, ich war dort stellvertretender

Bürgermeister. Aber unsere Nachbarn hier sind auch wirklich sehr

nett!“ Der Vater war Polizist und ein konservativer Mann, der es mit seinem

in der Schule nicht so engagierten, aber sportbegeisterten Sohn nicht

ganz leicht hatte. Deshalb machte der nach Schulabschluss zunächst eine

Lehre mit sehr gutem Erfolg als Klempner und Installateur. 1963 folgte die

Einberufung zur Bundeswehr, wo man das sportliche Potenzial des jungen

Mannes bald erkannte – und ihn auf die Bundeswehr-Sportschule nach

Sonthofen schickte. Dort konnte er sein Hobby zum Beruf machen. „Die

vier Jahre im Allgäu waren eine tolle Zeit“, sagt Dieter Cossen, der dort

auch Fallschirmspringer war. Und eine sehr erfolgreiche dazu: Er wurde

sogar NATO-Meister im Boxen! Danach folgten auf dem zweiten Bildungsweg

Realschulabschluss und Abitur sowie das Studium zum Diplom-

Verwaltungswirt. 1978 wurde er Bauamtsleiter in der Stadtverwaltung

Lilienthal, 1991 in Ottersberg, wo er bis zu seiner Pensionierung blieb.

Die Handpuppe der Bremer Stadtmusikanten vom Weihnachtsmarkt in München

war ein Geschenk von Ellen Lichte, der Partnerin von Dieter Cossen.

Mit ihr eröffnet er jedes Vorlesen.

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 61


PERSÖNLICHKEITEN | DIETER COSSEN

Das Geschenk der ehemaligen Klasse 4a der Grundschule an der Carl-Schurz-Straße ist für Dieter Cossen mehr als Bestätigung für sein Engagement.

DER VORLESE-OPA

2008 begann Dieter Cossen mit dem Vorlesen, damals noch in Wilstedt,

wo er sich in einem gemeinnützigen Verein engagierte. In Bremen lernte

er Ulrike Hövelmann von der BremerLeseLust kennen, sie nahm ihn mit

zu der Vorlesereihe „Lesen macht schlau“ in einem Tipi-Zelt an Bremer

Grundschulen. Bei seinem ersten Einsatz an der Grundschule in der Nordstraße

in Walle erkannte er, wie groß der Bedarf ist, Kindern den Spaß am

Lesen zu vermitteln. „Lesekompetenz ist wichtig für Kinder, die Basis für

so vieles. Das Lesen fördert nicht nur das Sprachvermögen, es regt auch

die Fantasie und Kreativität an. Und ich habe gemerkt, dass es gerade

beim Leseverständnis oft hapert.“ Also macht er weiter, im Regelfall liest

er beispielsweise jeden ersten Donnerstag im Monat in der Stadtbibliothek

Vahr für Kinder ab vier Jahren. Immer mit dabei ist seine Handpuppe

der Bremer Stadtmusikanten: „Sie ist ein Geschenk von Ellen, das sie auf

dem Münchener Weihnachtsmarkt für mich entdeckt hat. Beim Vorlesen

in der Vahr fange ich immer mit demselben Rhythmus an und frage die

Kinder: ‚Wer ist das?’, ‚Was machen die?’. Denn ich finde, jede Bremer

Deern und jeder Bremer Junge sollte die Bremer Stadtmusikanten kennen!“

Mit dabei sind natürlich auch die Bücher, die er jeweils im Voraus

mit Unterstützung der Stadtbibliothek festlegt. Und die drei aus seinem

„Standardsortiment“: „Gibt es eigentlich Brummer, die nach Möhren

schmecken?“, ein Buch über eine besondere Freundschaft, „Onkel Tobi“,

der seine Einkaufsliste singt und „Was der Zauberwald erzählt“, das voller

wunderschöner Geschichten ist. Und noch etwas hat er immer im Gepäck:

Die Pixi-Bücher der Bremer Stadtmusikanten, die er als Spenden

organisiert hat: „Jedes Kind bekommt eines dieser kleinen Büchlein von

mir geschenkt“. Jeden Dienstag in der ersten und zweiten Schulstunde

hilft er in der Deutschstunde in „seiner“ Grundschule an der Carl-Schurz-

Straße, das Lesen zu lernen. Für sie hat er auch 2015 zum ersten Mal

eine Aktion zum „Bundesweiten Vorlesetag“ organisiert, bei der Schwachhauser

Persönlichkeiten vorlasen. 2016 waren es dann ehemalige Schüler

der Grundschule, 2017 13 uniformierte Polizeibeamte – und 2018, am

16. November, soll es die Feuerwehr sein. Aber das ist ja eigentlich noch

geheim...

„Mein ,Standardsortiment’ habe ich beim Vorlesen immer dabei“, sagt Dieter

Cossen: „Onkel Tobi“, „Gibt es eigentlich Brummer, die nach Möhren

schmecken“, „Was der Zauberwald erzählt“ und „Die Bremer Stadtmusikanten“

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


SCHWACHHAUSEN Magazin | Januar - Februar 2018 63


PERSÖNLICHKEITEN | DIETER COSSEN

DER MARATHON-MANN

Sport war schon immer ein wichtiger Bestandteil im Leben von Dieter

Cossen. Das Laufen entdeckte er als Training für das Boxen für sich. Seinen

ersten Marathon lief er in den 1980er-Jahren beim von Heinz Spies

organisierten ersten Bremen-Marathon. Es folgten unzählige weitere nach

der Philosophie „Laufend die Welt kennenlernen“: Beispielsweise in Barcelona,

New York, Biel/Schweiz (100 Kilometer-Lauf), China, Island,

Ägypten, Israel, Argentinien, auf Hawaii und der Eismarathon in Omsk/Sibirien

bei minus 21 Grad. An einige Läufe erinnert er sich besonders

gerne: „1995 in Hannover, das war mein erster und einziger Marathon,

den ich unter drei Stunden lief – in genau 2 Stunden, 59 Minuten und 46

Sekunden. Und der tolle Stafettenlauf von Sottrum in das 1.550 km entfernte

französische Sauveterre vom 15. bis 25. Juli 1998.“ Auch als Organisator

hat er sich verdient gemacht, so geht der renommierte

Abendvolkslauf „Wilstedt bei Nacht“ auf sein Engagement zurück, dieses

Jahr schon in der 36. Auflage! Ein Marathon fehlt Dieter Cossen noch: Der

Havanna-Marathon, den er eigentlich 2017 laufen wollte. Ein großer kiefer-

und wadenbeinchirurgischer Eingriff mit nachfolgender Komplikation

und langer Heilungsdauer hatte ihm allerdings einen Strich durch die

Rechnung gemacht. Auch das Training musste etwas warten, sodass er

momentan noch nicht wieder die Marathon-Distanz laufen kann. Aber

der Halbmarathon klappt schon wieder! Doch am Dienstag geht es nun los

nach Kuba, allerdings ohne Marathon. Aber Dieter Cossen sagt schmunzelnd:

„Meine Laufsachen nehme ich natürlich mit!“

Dieter Cossen kann zum Vorlesen auch für Kindergeburtstage etc. engagiert

werden, Kontaktmöglichkeit per E-Mail dieter.cossen@hotmail.de

Allerdings nicht ohne ein Stück Kuchen als Lohn!

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 65


THEATER BREMEN

WAHLVERWANDTSCHAFTEN

Verlosung!

2 x 2 Karten

für „Wahlverwandtschaften“

am Sonntag, 15. April um 18 Uhr

im Theater am Goetheplatz.

Einfach eine E-Mail bis zum 5. April an:

gewinnen@schwachhausen-magazin.de

Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Uraufführung

Musiktheater von Thomas Kürstner und Sebastian Vogel

Text von Armin Petras nach Motiven des Romans von Johann Wolfgang von Goethe

Charlotte und Edouard haben sich für ein gemeinsames

Leben auf dem Land entschieden,

zurückgezogen, umgeben von der Natur. Ihr

Plan vom gemeinsamen Haus, Garten und gelebter

Zweisamkeit wird jäh unterbrochen, als

Edouards Bruder Otto, der sich verschuldet

hat, und Tilly, die Ex-Stieftochter von Charlotte,

bei ihnen Quartier nehmen. Plötzlich

fühlen sich die beiden zu den jeweils anderen

hingezogen, erkennen in ihnen die vermeintliche

Besetzung einer Leerstelle, die der Partner

nicht mehr füllen kann. „Fühlst du dich einsam,

bin ich dir zu wenig“, heißt es in Armin

Petras’ Überschreibung, die in ihrer schonungslosen

Direktheit die Fragilität einer Beziehung

und die immerwährende Anstrengung, sich

selbst und dem anderen zu genügen, bloßlegt.

„Die fortwährende Anstrengung, sich selbst als

den glücklichsten Menschen der Welt erleben

zu müssen, macht uns für andere zum Albtraum.

Es gibt kein Gegenüber mehr, nur noch

Erfüllungsgehilfen, Wegabschnittsgefährten,

Claqueure, Liebe auf Zeit.“

(Gregor Eisenhauer)

Glücklich zu sein ist eine existentielle Herausforderung.

Gemeinsames Glück bleibt vor

allem ein Experiment, ein Projekt – in Goethes

Roman Die Wahlverwandtschaften genauso

wie heute, im Zeitalter der ständigen

Selbstoptimierung: „bist du dir sicher mit mir

/ mit unserem plan / brauchst du einen ort

zum flüchten“ – fragt Charlotte in Armin Petras’

Libretto nach Motiven des Romans. Und

damit spricht sie ihren und wahrscheinlich

auch den Zweifel vieler an, die trotz eines sicheren

Status nie sicher sein können, sich

nicht doch wieder zu etwas oder jemand

Neuem hingezogen zu fühlen.

Die Komponisten Thomas Kürstner und Sebastian

Vogel widmen sich – nach „Anna Karenina“

– erneut einem Klassiker der

Weltliteratur, den sie in ein spartenübergreifendes

Musiktheater übersetzen. Die Uraufführung

Wahlverwandtschaften ist die erste

Arbeit des vielfach ausgezeichneten Regisseurs

Stephan Kimmig in Bremen, der seit

2009 Hausregisseur am Deutschen Theater

Berlin ist.

Nächste Vorstellungen:

Donnerstag, 15. März um 19.30 Uhr, Freitag,

30. März um 18 Uhr, Mittwoch, 4. April um

19.30 Uhr, Sonntag, 15. April um 18 und

Donnerstag, 26. April um 19.30 Uhr im

Theater am Goetheplatz

www.theaterbremen.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


Das Team von Meyer & Rojahn besteht aus leidenschaftlichen Küchenliebhabern

Jetzt bei uns einsteigen!

KüchenplanerInnen

und VerkäuferInnen per sofort gesucht.

Gerne auch QuereinsteigerInnen!

Bewerben Sie sich jetzt direkt

bei Dirk Meyer, meyer@meyer-rojahn.de

TRAUMKÜCHEN

BEI MEYER & ROJAHN

Auf die Frage nach dem Mittelpunkt des Hauses oder der Wohnung

haben die meisten Menschen vor einiger Zeit sicherlich

noch mit „Wohnzimmer“ geantwortet. Heute ist das ein bisschen

anders. Denn heute spielt sich das Leben immer häufiger

in der Küche ab. Hier wird gekocht, sich unterhalten, gefeiert,

getrunken – und je schöner die Küche selbst ist, desto wohler

fühlen wir uns natürlich. Absolute Spezialisten der Kücheneinrichtung

ist die Meyer & Rojahn GmbH: Seit mehr als 35

Jahren macht das familiengeführte Fachgeschäft Menschen mit

einer eigens auf sie zugeschnittenen Küche glücklich.

Besonders wichtig ist, dass bei der Planung nicht nur die

jeweiligen Ansprüche an die Küche erfüllt werden, sondern

auch die Individualität der Menschen zum Ausdruck kommt.

Klasse statt Masse: Beratung, Planung,

Montage aus einer Hand

Geschäftsführer Dirk Meyer ist bereits vor über 15 Jahren

in das Unternehmen seines Vaters Dieter Meyer und dessen

Partner Wolfgang Rojahn eingestiegen. Er weiß, dass Stil und

Charakter einer Küche genauso wichtig sind wie Funktionalität,

Ergonomie und Bequemlichkeit. Ob außergewöhnliche Materialien,

kräftige Farbtöne und eine außergewöhnliche Optik oder

doch lieber traditionelle Formen und Farben: Neben hochwertiger

Einbauten und Geräte spielt bei der Küchengestaltung

auch der persönliche Geschmack der Kunden immer eine große

Rolle. Und erlaubt ist, was gefällt! Damit die Qualität genauso

stimmt, begleiten er und sein Team den Weg zur Traumküche

von Anfang an. Nach der ersten Beratung folgt eine Besichtigung

vor Ort, eine maßgeschneiderte Küchenplanung und die

professionelle Endmontage – alles aus einer Hand, kompetent,

schnell und mit einem guten Blick für Details. Übrigens: Wer

noch gar nicht so genau weiß, wie die Traumküche eigentlich

aussehen soll, kann sich in der umfangreichen Küchenausstellung

bei Meyer & Rojahn inspirieren lassen.

www.meyer-rojahn.de

Meyer & Rojahn GmbH

Friedrich-Ebert-Straße 26 | 28199 Bremen

Tel. (0421) 533 708


Noch mal durchschnaufen vor

dem Ernst des Lebens

Bremen 1860 sucht zum 1. August junge Leute

für ein Freiwilliges Soziales Jahr

Mit der Schule fertig – und dann? Eine Orientierung vor dem nächsten

wichtigen Schritt im Leben kann jungen Menschen das Freiwillige Soziale

Jahr (FSJ) geben. Jedes Jahr finden bei Bremen 1860 mehrere Freiwilligendienstleistende

für zwölf Monate vielfältige Aufgaben und erweitern

ihre Kompetenzen und ihren Erfahrungsschatz beim meist ersten praktischen

Engagement nach der Schule. Ab dem 1. August stellt Bremen

1860 wieder FSJler ein.

„Ich wollte Erfahrungen sammeln, bevor ich eine Ausbildung beginne“,

erzählt FSJlerin Kaja Wachtendorf. Die junge Frau aus Syke unterstützt

als Freiwilligendienstleistende unter anderem Übungsleiter Jörg Gronert

beim Toben, Spielen und Sporttreiben mit den Kleinkindgruppen, assistiert

den Lehrern und Übungsleitern beim Schulsport und hilft bei Veranstaltungen

mit, damit alles läuft wie am Schnürchen. Während ihrer

zwölf Monate im Sportverein macht sie außerdem eine Übungsleiterlizenz.

„Wir haben auch Projektarbeit ein paar Stunden pro Woche“, erzählt

sie weiter. Kajas Projekt ist es, einen Shop mit Bremen-1860-Artikeln

zu konzipieren.

Damit ist Projektideen noch lange kein Ende gesetzt: Bremen 1860 baut

derzeit ein vereinseigenes eSport-Center auf und möchte in den sozialen

Medien vor allem visuell professioneller auftreten. Junge Menschen mit

Interesse und erstem Know-how zu eSport und Fotografie können nicht

nur sich selbst auf diesem Feld weiterentwickeln, sondern wirken auch

aktiv bei der Weiterentwicklung des Vereins mit.

Im täglichen Geschäft haben es die Freiwilligendienstleistenden immer

mit Kindern, Jugendlichen und einem großen Kollegenkreis zu tun. Teamfähigkeit,

Spaß am Umgang mit Kindern und Ausdrucksstärke sollten unsere

FSJler mitbringen. Gelegentlich, vor allem bei Veranstaltungen,

müssen sie auch am Wochenende ran. Mit den Office-Programmen sollten

sie sich auskennen. Wenn sie handwerkliches Geschick oder musikalisches

Talent mitbringen – umso besser.

Bewerbungen für ein Freiwilliges Soziales Jahr nimmt Lena Tabor ausschließlich

per E-Mail an L.Tabor@bremen1860.de entgegen. Menschen

mit Interesse an einem Schüler-, Jahrespraktikum oder Praxissemester

können ebenfalls mit Lena Kontakt aufnehmen.

BREMEN 1860

Baumschulenweg 8-10

28213 Bremen

Tel. (0421) 21 18 60

www.bremen1860.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


Alles ist möglich

Ob mit vier oder mit 30 – ein Einstieg ins

Eiskunstlaufen kann sich immer lohnen

Ritsch, ratsch, sie hebt ab und landet sicher auf der Kufe. Auf dem Eis

fühlen sich die Läuferinnen von Bremen 1860 zu Hause, haben im vergangenen

Jahr gleich sieben Landestitel abgeräumt. Ekaterina Kondiliabrova

hat noch mehr vor, für Joceline-Maria Iyeke fängt das

Wettkampfleben gerade richtig an, Anne Vogt startete spät und in einer

ganz anderen Klasse. Die drei Läuferinnen zeigen auf, was alles möglich

ist im Eissport bei Bremen 1860.

Die siebenjährige Joceline ist das Nesthäkchen im Leistungstrio, aber

längst keine Anfängerin mehr. Inspiriert von ihrer Tante machte sie als

Vierjährige Bekanntschaft mit den Kufen. „Meine Mama hat mich auf das

Eis gestellt und ich konnte das“, erzählt sie. Mit Können ist vor allem das

Gleichgewichthalten gemeint. Die Elemente lernte sie nach und nach kennen

und den Axel mit seinen anderthalb Umdrehungen ganz besonders

lieben. International durfte Joceline im Januar bei einem Wettbewerb in

Riga Erfahrungen sammeln. „Die Musik hat gesponnen“, erzählt sie. Deshalb

musste sie einige Elemente weglassen und landete auf dem achten

Platz.

Eigentlich schon Profi war Ekaterina Kondiliabrova. Mit fünf Jahren begann

sie mit Eiskunstlaufen in Russland und wurde von einer Leistungstrainerin

gescoutet. Im Leistungszentrum stand sie sechs Tage die Woche

auf dem Eis und bei nationalen Wettkämpfen oft weit oben. Als sie 2014

eigentlich auf höchstem Niveau mitlief, siedelte die Familie nach Deutschland

über. In Bremen reichen die Trainingsbedingungen bei weitem nicht

an das heran, was sie aus Russland gewohnt war. Höchstens zwei Mal

Training die Woche waren drin. Es folgte ein Tief. Inzwischen engagieren

sich mehr Trainerinnen in der Roll- und Eissport-Abteilung und Ekaterina

trainiert jetzt fünf Mal in der Woche. Auf Bremer Ebene hat sie sich 2017

den Meistertitel in der Kürklasse 4 geschnappt. National war sie schon

zwei Mal bei der Deutschen Nachwuchsmeisterschaft dabei, landete beide

Male auf dem letzten Platz. Ein Aufwärtstrend war trotzdem erkennbar.

„Beim ersten Mal war ich ganz weit von den anderen Mädchen entfernt“,

erzählt die 16-Jährige. Beim zweiten Mal kam sie immerhin auf zehn Zähler

mehr. Sie will wieder antreten: „Ich werde auf jeden Fall noch einen

drauf legen.“ Damit das klappt, fährt sie im Sommer zu Trainingslagern in

Willingen und Dinslaken, weil es in Bremen nur im Winterhalbjahr Eis

gibt. Die Reisen kosten nicht nur Zeit, sie gehen auch ordentlich ins Geld.

Bremen 1860 und verschiedene Stiftungen helfen ihr, die Last zu wuppen.

Mit Ende 20 gehörte Anne Vogt noch zum Eissport-Nachwuchs. In der

Saison 2013/14 stand die heute 33-Jährige erstmals im Eiskunstlauftraining.

Ihr Vater, ein Sportlehrer, stellte sie zwar frühzeitig auf Kufen und

spielte mit ihr Eishockey auf zugefrorenen Wiesen, bis zum Eiskunstlaufen

war es aber doch noch ein weiter Schritt. Der ihr aber durchaus gefiel:

„Es ist zu einer kleinen Sucht geworden“, erzählt die Läuferin.

Generell erfreut sich der Erwachsenenbereich in der Roll- und Eissport-

Abteilung derzeit eines großen Zulaufs. Auch national ist die Konkurrenz

groß. Regelmäßig startet Anne bei den „Skate Adult“, zuletzt in Berlin

und Oberstdorf, sowie beim Hall-Kristall-Cup in Halle. In Berlin und

Oberstdorf landete sie im letzten Drittel der Starter. In diesem Jahr will sie

es ins Mittelfeld schaffen, auch wenn sie weiß, dass das nicht leicht wird.

„Man läuft gegen Erwachsene, die seit Jahren gute Trainingsbedingungen

haben“, sagt sie.

Den Läuferinnen und Läufern bessere Trainingsbedingungen zu schaffen,

dafür baut die Abteilung nach und nach Strukturen auf, erzählt Sportwartin

Meentje Otto. Trainingslager können ein Mittel sein. Es sollen aber

auch mehr Läuferinnen motiviert werden, im Sommer ihr Programm in

Rollschuhen zu laufen. Die stehen bei den Läuferinnen nicht ganz so hoch

im Kurs wie Schlittschuhe. Der Muskelaufbau durch die schwereren Rollschuhe

kann auf Kufen aber ganz nützlich sein, findet Sportwartin

Meentje.

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 69


Spot on!

Musicals und ein neues Sumo-Event beleben

an Wochenenden die Sporthallen von Bremen 1860

In Sporthallen geht nicht nur Sport – auch Kulturevents und eine Mischung

aus beidem sollen sich langfristig bei Bremen 1860 etablieren.

Schon zum zweiten Mal organisierte Vereinswirt Remo einen „Live Musical

Evening“ in den Hallen 1 und 2. Das Ensemble von Musical Affair

führte ein Medley aus „Ich war noch niemals in New York“, „König der

Löwen“ und „Les Misérables“ auf. Nur wenig später luden die Rugby-

Herren zur 1. „Sumo Fight Night“ in Halle 9 ein, bei der Rugby-Spieler

und American Footballer herausfinden wollten, wer der Stärkere ist.

Knapp 160 Besucher waren heiß auf die zweite Ausgabe des Musical-

Events. Und ihnen gefiel die Performance von Claudia Brinkmann, Björn

Tegeler und Marcus Schirmer so gut, dass sie das Ensemble erst nach

zehnminütiger Zugabe aus der Halle entließen. Für sein Konzept, das Fingerfood

in den Pausen und die Idee an sich erntete Remo noch am selben

Abend viel Zuspruch. So viel, dass er schon jetzt eine Neuauflage plant.

Dann soll das Musical-Event auch unter einem bestimmten Motto stehen,

beispielsweise von Weihnachten oder dem Valentinstag inspiriert.

Das Motto bei der 1. „Sumo Fight Night“ war klar! Schon lange streiten

Rugby-Spieler und Footballer darüber, wer taffer ist: die Rugbys, die ohne

Schutzausrüstung in die Zweikämpfe gehen, oder die Footballer, die nur

mit Helm und dicken Polstern antreten? In Windeln, den traditionellen

Mawashis, gekleidet gingen Rugby-Spieler von Bremen 1860 und Union

60 sowie Footballer von den Oldenburg Knights und den Ritterhude Badgers

unter denselben Voraussetzungen in den Ring. Und das wollten eine

ganze Menge Leute sehen. Knapp 200 Zuschauer zog es gleich bei der

Premiere in den Baumschulenweg. Viele von ihnen hatten ganz klar ihre

Favoriten. An „Ooohs“ und „Uuuhs“ mangelte es nicht. Der Applaus,

wenn ihr Champion sich durchsetzen konnte, war enorm, die Stimmung

eingefangen von regionalen Fernsehteams. Noch am selben Abend wurde

den Organisatoren klar: Das machen wir wieder! Für die Neuauflage der

„Sumo Fight Night“ in der Winterpause 2018 dürfen sich gern weitere

Rugbys und Footballer anmelden.

Kleintierpraxis

Dr. Tanja Kruse

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Sie da!

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70

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


Seniors Glück kam per Annonce

Eine Gruppe Tischtennis-Spieler hält seit den Neunzigern zusammen und

ergraut gemeinsam an der Platte

Es pingt, es pongt, es pingt zurück. Mehr als ein Vierteljahrhundert steht

der Kern dieser Gruppe zusammen an der Platte. Im Tischtennis haben sie

eine gemeinsame Passion und den richtigen Sport auch für Athleten, die

körperlich nicht mehr ganz so fit sind, gefunden. „Wir haben mit Raimund

Michels überlegt, was man machen könnte“, erzählt Udo Rediske.

Tischtennis gab es zu Beginn der Neunzigerjahre bei Bremen 1860 nicht.

Raimund Michels richtete das Angebot zunächst für Kinder ein, im Herbst

1991 kombinierte Udo Rediske den Ballsport mit Zirkeltraining und

suchte per Annonce im Vereinsmagazin nach spielwilligen Erwachsenen.

Mabel von Bothmer und Dieter Wilms meldeten sich sofort an. „Wir

waren eine kleine Gruppe“, erinnert sich Dieter Wilms. Acht bis zehn

Leute trafen sich regelmäßig in der Halle. Zwischenzeitlich gab es ein kleines

Tief bei der Aktivenzahl, dann stießen 1992 mit einem Schwung altgediente

Rugby-Spieler zur Gruppe. „Und die sind eigentlich alle noch

da“, sagt Dieter Wilms. Seitdem die Alt-Rugbys mitspielen, gehen den

Athleten bei den Trainingsstunden regelmäßig die Tische aus.

Klaus Kusche ist einer dieser Rugby-Herren, die für den Sport mit dem

ovalen Ball einfach nicht mehr dynamisch genug sind. Tischtennis war

ihm schon damals nicht fremd. Bevor er ab 1956 auf dem Rasen auflief,

war der heutige Senior Rennruderer und verbrachte die dunklen Wintertage

an der Tischtennisplatte. Der mit 81 Jahren älteste im Tischtennisreigen

brachte also schon einiges an Erfahrung mit.

Genau das ist der Knackpunkt: Auch wenn sie alle nur Freizeitsportler

sind, sind sie bei weitem keine Amateure mehr. „Wir haben uns selbst

immer weitergebildet“, erzählt Dieter Wilms. Zwar leitet Udo Rediske

noch immer an, aber nur beim Zirkeltraining als Warm-up für das freie

Spiel. Dabei gibt beim Warm-up jeder nur so viel, wie er kann. Der Altersschnitt

der Gruppe liegt etwa bei 70 Jahren, Ausreißer nach oben wie

nach unten inklusive. Doch von Ruhestand will keiner was wissen.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 71


WIR, DIE MENSCHEN AUS SCHWACHHAUSEN

Mutter Antje und Sohn Veit nutzen einen schulfreien Tag

für kleine Erledigungen mit kurzen Wegen zu Fuß

Petra Bamberg mit Hündin Pitz Palü

genießt die Sonnenstrahlen und die

frische Luft bei einem Spaziergang

Die selbstständige Heilpraktikerin Nina Sixt sorgt in

ihrer Praxispause für ein frisches Mittagessen

Oliver Horn übernimmt den Fischwagen seines Vaters

Peter Horn, der seit Mitte Februar im Ruhestand ist.

Jeden Dienstag von 8 bis 12:30 Uhr verkauft er seine

Fischspezialitäten in der Kulenkampffallee.

Dieter Geith mit seiner

Hündin Luna trifft jeden

Tag um ca. 17 Uhr

Hundefreunde auf

dem Emmaplatz –

für die Hunde eine

echte Spielwiese

Betreuungs-Koordinatorin des PPD (Paritätischer Pflegedienst Bremen)

Christina Bornemann erzählt mit Begeisterung von ihrer Sitzgymnastikgruppe

im Verein für Blinde

72

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018


WIR, DIE MENSCHEN AUS SCHWACHHAUSEN

Bei Martina Cecchia in der Werkerei entstehen aus alten Holzdielen

wunderschöne, individuelle Tische. Hier wird man auch auf der Suche

nach schönen Geschenken schnell fündig.

Küster Günter Pohlmann der

Remberti Gemeinde sorgt für die

nötige Sicherheit von Gemein de -

mit gliedern und allen Kleinen aus

dem Kindergarten

Birgit Kohte freut sich seit August

2017 nun auch die ganz Kleinen in

ihrem Kindergarten betreuen zu

dürfen. 20 Kinder unter drei Jahren

finden in den Räumlichkeiten des

Gemeindehauses Platz

Nach einem langen Spaziergang an der frischen Luft gehen Holger und Sofia

mit Töchterchen Jana zum Bäcker, um sich zu stärken

Sophie Köster und Töchterchen Thea haben Appetit auf

ein köstliches Mittagessen

Hans Werner Tuma freut sich, die kleine Thea einmal

wiedergesehen zu haben. Er selber hat zehn Enkelkinder

und wird dann und wann mit einem berühmten Kapitän

verwechselt.

SCHWACHHAUSEN Magazin | März - April 2018 73


WIR, DIE MENSCHEN AUS SCHWACHHAUSEN

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