KRONE trailerforum 2017-02 (DE)

kronetrailer

Power

T R A I L E R, T R E N D S & I N F O R M A T I O N E N V O N K R O N E

2/2017

POWER

06

LOGISTIK

MIT POWER

So stärkt man

unternehmerische Ressourcen

15

KRONE

LANG-LKW

Leichte Variante für

Volumentransporte

18

SPAZIERGANG

Bernard Krone trifft

Simon-Hermann Wobben von Enercon

23

PORTRÄT

Hegelmann Express setzt auf

kurzfristige Spotverkehre


EDITORIAL

Die Transport- und Logistikwelt hat Power! Auf den Straßen Europas sind

täglich Millionen Fahrzeuge unterwegs, um Ware schnell, sicher und zuverlässig

zum Empfänger zu bringen. Sie werden oft von starken Unternehmern

im Mittelstand gesteuert, die erstklassige Produkte brauchen, um den hohen

Ansprüchen ihrer Kunden optimal gerecht zu werden. Als kraftvolle Unternehmensgruppe

produziert Krone diese Produkte in bester Qualität – unsere

Trailer sind das Handwerkszeug für den Erfolg unserer Kunden.

Auch unsere eigene Erfolgsgeschichte ist von außerordentlicher Innovationskraft

und vorbildlicher Produktqualität zum fairen Preis geprägt. Viele Beispiele

dafür finden Sie wieder in diesem Magazin. Wir leben Kundennähe und Dienstleistung

aus Überzeugung und lassen uns in unserer Arbeit von Fleiß, Ehrlichkeit

und gesundem Menschenverstand leiten.

Die Märkte in Europa wandeln sich rasant, und deshalb gilt es, flexibel und

entscheidungsfreudig zu sein, dabei aber gleichzeitig nachhaltig zu agieren. Als

Familienunternehmen haben wir die Kraft, um mit sicheren Schritten voranzugehen

und fortwährend in die Zukunft zu investieren. Wir setzen auf eine starke

Organisation und vor allem auf starke Mitarbeiter, die uns jeden Tag mit ihrer

ganzen Kraft unterstützen.

Wir wünschen Ihnen viel Inspiration und Vergnügen beim Lesen dieser Ausgabe!

Ihr

Bernhard Brüggen, geschäftsführender Direktor der Krone Commercial Vehicle SE

2 trailerforum


INHALT

TITELTHEMA

6 POWER

Logistik ist ein kraftvolles Geschäft –

wie können Unternehmen hier bestehen?

16 COOL LINER NACH MASS

Wunschausstattung beim Kühlspezialisten

für hochsensible Waren.

18 SPAZIERGANG

Bernard Krone trifft Simon-Hermann Wobben,

Geschäftsführer von Enercon, einem der größten

Hersteller von Windenergieanlagen.

24

GUT GEKÜHLT

Arzneimittelhersteller

Teva ist Innovationspartner

von Krone.

12 INTEGRIERT IN KUNDENPROZESSE

Imperial Logistics International entwickelt

intelligente Logistikkonzepte für unterschiedlichste

Geschäftsfelder.

Titel: Getty Images / Viaframe Fotos: Krone, Imperial, Stefan Schöning, Nico Pudimat

15 LANG-LKW MIT SECHS ACHSEN

Krone hat eine leichte Fahrzeugvariante des

Lang-Lkws für Volumentransporte entwickelt.

IMPRESSUM

Herausgeber:

Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH & Co. KG

Bernard-Krone-Straße 1

49757 Werlte

www.krone-trailer.com

Verantwortlich für den Herausgeber:

Ingo Lübs, Leiter Marketing

Tel. +49 5951 209-249

Verlag:

DVV Kundenmagazine GmbH

Carina Bellmann (Projektleitung)

Heidenkampsweg 73 – 79

20097 Hamburg

Art Direktion:

Anne-Katrin Gronewold

www.g2ww.de

23 FLEXIBILITÄT,

DIE KUNDEN SCHÄTZEN

Hegelmann Express ist Spezialist für flexible Transporte

– insbesondere für kurzfristige Spotverkehre.

Redaktionelle Mitarbeit an dieser Ausgabe:

Carina Bellmann, Juliane Gringer, Behrend Oldenburg, Marcus Walter,

Jannah Wolken

Druck:

www.muellerditzen.de, Bremerhaven

04 // FORUM

11 // FAKTEN

21 // ABHOLER

22 // AUSGLEICH

27 // BLICKWINKEL

Rechte:

Die Publikation, ihre Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt.

Jede Vervielfältigung oder Verbreitung muss vom Verlag oder Herausgeber genehmigt

werden. Dies gilt auch für die elektronische Verwertung wie die Übernahme

in Datenbanken, Onlinemedien (Internet), Intranets oder sonstige elektronische

Speichermedien. Herausgeber und Verlag schließen eine Haftung für unverlangt

eingesandte Fotos, Manuskripte und sonstige Datenträger aus.

trailerforum 3


FORUM

DIE WELT AUS

DREI WÖRTERN

Das Londoner Start-up

„what3words“, an dem

auch die Deutsche Bahn

beteiligt ist, hat die Erde

mit drei mal drei Meter

großen Quadraten vermessen.

Jedes Quadrat

hat dazu eine „Adresse“

aus drei Wörtern

bekommen und definiert

so zweifelsfrei beispielsweise

die Position von

Verladerampen.

Gero Schulze Isfort, Gilbert Marboeuf, Bernard Krone und Philippe Lamberet eröffnen das neue Krone Center

NEUES KRONE CENTER IN LYON

Krone ist nah am Kunden: Das zeigt der neue Standort in Frankreich

einmal mehr, den Krone France jetzt in Lyon ganz in der Nähe des

Flughafens Lyon-Saint Exupéry eröffnet hat. Dort finden die Kunden

alle Kompetenzen unter einem Dach: Neben dem Vertrieb von Neu-

SPORTLICHER LAUF DURCH DIE PRODUKTION

und Gebrauchtfahrzeugen werden klassischer Service und die Dienstleistungen

Finance und Fleet angeboten. Das Krone Center hat 25 Mitarbeiter

und leistet die lokale Endmontage, es unterhält ein Ersatzteillager

und eine Servicewerkstatt.

BESTE LOGISTIKMARKE

Das Fahrzeugwerk

Krone freut sich über den

BVL-Preis „Beste Logistik

Marke 2017“ als Trailerund

Aufbautenhersteller,

die Auszeichnung „Best

Brands 2017“ in den

Kategorien „Plane/

Curtainsider“ und

„Koffer-/Kühlaufbau“

sowie über einen

zweiten Platz bei den

„Trailerachsen“.

Rund 200 Läufer nutzten die Chance, an einem ganz besonderen Sportereignis teilzunehmen

– der ersten „Krone Runner’s Night“ in Werlte. Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden

traten einzeln oder in Teams gegeneinander an, wahlweise auf einer Strecke von fünf oder

zehn Kilometern Länge. Die Routen führten durch die Produktion von Krone, die Hallen von

Kooperationspartnern und das Industriegebiet Werlte. Dadurch erhielten die Teilnehmer besonders

spannende Einblicke in die Trailerwelt. Viele erfolgreiche Teams gingen an den Start,

unter anderem von Westfalia Intralog, Koch International, Paccar Leasing und Hämmerling. Dass

der Startschuss bei Sonnenuntergang

fiel, verlieh der Veranstaltung

eine ganz besondere Atmosphäre.

Die Siegerehrung und die

Party nach dem Lauf fanden im

TrailerForum statt, wo sich die

Sportler am Pastabüfett stärken

konnten. Nach der erfolgreichen

Premiere war schnell

klar: 2018 wird es auf jeden Fall

die nächste „Krone Runner’s

Night“ geben.

KUNDENORIENTIERUNG UND HIGHTECH

Ein Scania-Truck im Western Style und ein

Krone-Trailer tourten bei der „Scania Wild

West Caravan 2017“ durch Rumänien. Das

Team der Roadshow gab Informationen über

Lkws, Auflieger und Fahrsicherheit weiter, für

gute Unterhaltung sorgte Countrymusik. Bei

der Tour traf Kundenorientierung auf neueste

Technologie – sie war eine Kooperation von

Scania mit Krone und CTE Trailers, dem Krone-

Handelspartner in Rumänien.

VERSTÄRKUNG

Als neuer Geschäftsführer

für die Bereiche Key-

Account-Management /

Fleet / Used verantwortet

Ingo Geerdes von nun an

die nationalen und internationalen

Sparten des

Key-Account-Managements

sowie sämtliche

Aktivitäten von Krone

Fleet und die Krone

Used-Organisation.

4 trailerforum


FORUM

Fotos: Krone, Scania, ETM, fotolia/Mickeing

SCHNELLE HILFE

UNTERWEGS

Der Krone Service Locator findet überall

die nächstgelegene Fachwerkstatt. Service

muss da passieren, wo er gebraucht wird: Mit

dem Krone Service Locator findet man auch

von unterwegs jederzeit und überall schnell

Hilfe. Egal, an welchem Ort in Europa sich ein

Fahrzeug befindet, die nächstgelegene Servicewerkstatt

ist nah. Über eine einfache Suchmaske

gibt man den genauen Standort des Fahrzeugs

sowie die entsprechende Komponente an, und

es wird sofort eine Liste mit passenden Fachwerkstätten

genannt – inklusive Link zur Routenplanung,

mit der man unkompliziert dorthin

findet. Das Tool ist ein Element der umfassenden

Servicedienstleistungen von Krone. Damit alle

Kunden und ihre Trailer überall gut unterwegs

sind, wird eine vielseitige Komplettversorgung

rund um den Trailer sichergestellt – von der

Finanzierung über den Ersatzteilservice bis

zum 24-Stunden-Pannennotruf.

KRONE GEWINNT DEUTSCHEN

TELEMATIK PREIS 2018

Für seine innovative Trailertelematik hat Krone den

„Deutschen Telematik Preis 2018“ gewonnen. Die

Technik der Nutzfahrzeug Gruppe wird den vielfältigen

Anforderungen der Logistiker von heute und

morgen optimal gerecht – das würdigte die Jury jetzt

mit der Auszeichnung in der Kategorie „Telematik

für Trailer“. Verliehen wurde der wichtige und sehr

Per App mobil nutzen

Den Krone Service Locator kann man mobil ganz einfach

und schnell per App nutzen. So haben die Fahrer diese

Information immer dabei und können sie auf ihrem

Handy oder Tablet abrufen. Die App ist kostenlos erhältlich

und mit Android und iOS kompatibel.

begehrte Branchenpreis, der vor zwei Jahren zum ersten

Mal vergeben wurde, im Rahmen des Zukunftskongresses

Nutzfahrzeuge durch den ETM-Verlag.

Die Jury war mit Fachleuten wie Heinz-Leo

Dudek, Professor und Studiengangsleiter der

Dualen Hochschule Ravensburg, besetzt. Sie prämierte

die Innovationen von Krone auf dem Gebiet

der Nutzfahrzeugtechnologie und -telematik –

insbesondere in der Kategorie Telematik für Trailer,

Container, Wechselbrücken und Asset-Tracking.

Ralf Faust, verantwortlicher Geschäftsführer für

den Bereich, nahm den Preis in Berlin stellvertretend

für alle Krone-Mitarbeiter entgegen. Als Leiter des Servicebereichs

galt sein Dank der Teamleistung: „Die

Systemarchitektur der Krone-Telematik hat die Jury

überzeugt, das belohnt unsere gemeinsamen Anstrengungen

und Ideen der letzten Jahre. Der Datenaustausch

zwischen den Endgeräten im Fahrzeug und

dem Portal in der Zentrale funktionieren für alle

Beteiligten optimal. Krone Telematics rüstet Spediteure

und Logistiker für die Zukunft – wir sichern

damit ein effizientes Fahrzeugmanagement.“

KURZ NOTIERT

BLICK HINTER DIE KULISSEN

VON KRONE

Spannende Einblicke in die Krone Nutzfahrzeug

Gruppe bietet die neue Video Serie „Krone Inside“ auf

YouTube. Die Videos zeigen unter anderem hilfreiche Tutorials;

zum Beispiel erklären sie, wie ein Box Liner bedient wird, wie ein

Mega Liner zur Beladung vorbereitet wird oder wie man Ersatzteile

bei Krone bestellt. Außerdem werden Mitarbeiter vorgestellt,

und es gibt weitere interessante Berichte aus dem Unternehmen.

Wöchentlich werden neue Videos hochgeladen.

Krone Trailer bei Youtube: www.youtube.com/KroneTrailer

70 TRAILER ZUM 70. GEBURTSTAG

Die wichtigsten Stationen der Firmengeschichte der Seifert Logistics

Group zeigt das Unternehmen jetzt auf Planen von Krone-Aufliegern.

Der Speditions- und Kontraktlogistikdienstleister mit Sitz in

Ulm hat zum 70. Geburtstag des Unternehmens 70 Krone-Auflieger

geordert. Vier davon illustrieren die Meilensteine von Seifert auf den

Seitenplanen. Gegründet wurde Seifert Logistics 1947 im badenwürttembergischen

Ehingen/Berg als Speditionsunternehmen mit

fünf Mitarbeitern und drei Lastwagen. Der geschäftsführende Gesellschafter

Harald Seifert stieg 1976 ins Unternehmen des Vaters

ein. Heute fahren die Lastwagen mit dem blau-weiß-roten Logo

Standorte und Kunden in ganz Europa an. Wachstumsmotor ist seit

einigen Jahren die Kontraktlogistik. Seifert Logistics pflegt seit vielen

Jahren eine enge Partnerschaft mit Krone.

PRODUKTION NÄHER AN ABSATZMÄRKTEN

Unternehmen aus Industrieländern produzieren laut einer

Untersuchung des Beratungsunternehmens Miebach immer

seltener im weit entfernten Ausland, sondern setzen auf die

Nähe ihrer Absatzmärkte. Dieses sogenannte Nearshoring wird

bereits von jedem zweiten befragten Unternehmen als Standortstrategie

genutzt, und 26 Prozent sehen Nearshoring in hohem

oder sogar in sehr hohem Maße als Zukunftstrend. Vor allem in

Europa werde die Nahverlagerung deutlich an Bedeutung gewinnen,

während in Nordamerika verstärkt die Produktion im eigenen

Land, das Onshoring, erwartet wird. Der Trend zum Near- und

Onshoring hat Einfluss auf die Supply-Chain: Sie wird laut Einschätzung

der Studienteilnehmer komplexer.

trailerforum 5


POWER

VORSPRUNG DURCH MUT

Logistik ist ein kraftvolles Geschäft, das den Unternehmen der Branche viel abfordert. Um

hier zu bestehen und den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden,

braucht es eine feste Basis und gleichzeitig große Sprungkraft.


Fotos: Krone, Team JenJavelin

Zugmaschine, Trailer, Ladung

– bis zu 40 Tonnen

bringt das klassische Gespann

insgesamt auf die

Waage. Mit rund 500 PS

wird es vorwärtsbewegt

und kämpft dabei gegen

Wind, Fliehkräfte und Erschütterungen.

Logistik

braucht Kraft: die physische

von Material und Technik genauso wie die unternehmerische,

die Transporteure und Spediteure in dieser

Branche täglich beweisen müssen, um erfolgreich zu bleiben

und ihren Kunden die beste Leistung zu bieten.

Starke Unternehmen handeln, statt zu reagieren. Sie

sind dynamisch, leben Werte, übernehmen Verantwortung

und verdienen sich das Vertrauen ihrer Kunden –

so beschreibt es Hermann H. Wala, Autor des Buches

„Meine Marke: Was Unternehmen authentisch, unverwechselbar

und langfristig erfolgreich macht“, das bei

Redline erschienen ist. Als Coach und Marketingstratege

berät Wala Unternehmen, die ihre Kraft langfristig

gut nutzen wollen. Dabei ist er überzeugt: „Stärke ist

meistens Chefsache. Unternehmen sind dann stark,

wenn sie starke Lenker haben – Geschäftsführer, die

ihr Business mit Leidenschaft und Begeisterung leben.“

Außerdem brauchten sie Mitarbeiter, die die Werte des

Unternehmens authentisch und leidenschaftlich nach

außen vertreten: „Das geht bis hin zum Fahrer, der die

Ware beim Kunden an der Rampe abliefert. Der Eindruck,

den er dort hinterlässt, bleibt hängen. Jeder dieser

Fahrer ist ein Botschafter des Unternehmens.“

MEILENSTEINE FÜR DIE GANZE BRANCHE

Wala ist überzeugt, dass ein Unternehmen seine

Kraft nicht aus dem finanziellen Erfolg ziehen kann:

„Entscheidend ist vielmehr ein gutes Klima, in dem

die Mitarbeiter ihr Potenzial ausschöpfen können und

einfach gern arbeiten.“ Das ist auch bei Krone spürbar:

Als Familienunternehmen, das seit mehr als 100 Jahren

im Emsland beheimatet ist, ist die Krone Nutzfahrzeug

Gruppe tief in der Region verwurzelt – genau wie viele

ihrer Mitarbeiter. „Diese feste Basis gibt uns die Kraft,

sehr innovativ zu sein“, bekräftigt Krone-Marketingleiter

Ingo Lübs.

trailerforum 7


POWER

Der Huckepacktrailer wird per Kran auf den

Waggon gehoben. Dabei muss das Chassis

enorme Biegekräfte aushalten.

»Die Identifikation

DES EINZELNEN

mit dem Unternehmen

ist bemerkenswert.«

Ingo Lübs,

Leiter Marketing

Das Unternehmen hat in seiner Geschichte immer wieder

Meilensteine für die gesamte Branche gesetzt – von der Einführung

des Lang-Lkws über den ersten Mega Liner bis zum Coil

Liner für den sicheren Transport von Stahlrollen. Als weltweit erster

Trailerhersteller hat Krone mit dem Multi Safe System entscheidende

Grundlagen für ein Ladungssicherheitssystem gelegt,

das mehrfach international ausgezeichnet wurde. „Die meisten Innovationen

wurden von Mitarbeitern und Kunden angestoßen“, so

Ingo Lübs. „Das kann der Kollege in der Montage genauso sein wie

der technische Geschäftsführer. Die Identifikation des Einzelnen mit

dem Unternehmen ist bemerkenswert, und alle wollen gemeinsam

den Erfolgsweg, auf dem wir unterwegs sind, weitergehen.“

21. Jahrhunderts kann man nur im Zusammenwirken mit anderen

begegnen.“ Dazu sei es wichtig, dass hierarchische Systeme von dezentralen

abgelöst würden, die flachere Hierarchien lebten.

„Wir-Marken“ nennt Hermann H. Wala Unternehmen, die Gemeinschaft

leben – intern, aber auch mit dem Kunden, der sich

vom Konsumenten zum Partner auf Augenhöhe entwickelt hat.

„Wir-Marken sind mit ihren Kunden emotional verbunden“, so

Wala. Ein Erfolgsrezept, das auch kleine Unternehmen einfach

umsetzen können: „Sie müssen für sich die Werte formulieren,

die sie leben wollen, und jeder Mitarbeiter muss diese Werte nach

außen repräsentieren.“ Details wie ein besonders freundliches Telefonat

oder kleine Zusatzleistungen im Service sorgen für Aufmerksamkeit

und bleiben in Erinnerung. „Das ist dann das entscheidende

Plus zum hervorragenden Produkt und ein sichtbares

Zeichen für unternehmerische Stärke.“

KOLLEKTIVE INTELLIGENZ

Dr. Stephan Rammler ist überzeugt, dass es nur durch die

Kraft des Kollektivs und dessen Intelligenz möglich ist, den Erfolg

auch weiterhin zu sichern. Der Gründungsdirektor des Instituts

für Transportation Design (ITD) und Professor für Transportation

Design & Social Sciences an der Hochschule für Bildende

Künste Braunschweig sagt: „Den großen Herausforderungen des

KRAFTPROTZ HUCKEPACKTRAILER

Sichtbare physische Kraftpakete sind zum Beispiel die Huckepacktrailer

von Krone. Während Auflieger für den Straßenverkehr

auf Belastungen bis zu einer Geschwindigkeit von 85 Stundenkilometern

ausgelegt sind, müssen die Huckepacktrailer, die auf

Bahnwaggons gestellt werden, bis zu 140 Kilometer pro Stunde

aushalten. „Wenn der komplette Auflieger per Kran auf den Wag-

8 trailerforum


Nachhaltigkeit ist für Krone ein besonders wichtiges Thema, genauso wie Flexibilität: Die Produkte überzeugen bei vielfältigen Anforderungen im Transport.

Fotos: Krone

gon gehoben wird und an den Kranhaken frei in der Luft hängt,

wirken enorme Biegekräfte auf das Chassis“, erklärt Harald Schäfer

vom Krone-Produktmanagement. Das Material wurde deshalb

besonders verstärkt: Im Test muss es einer Belastung von 50 Tonnen

standhalten.

Außerdem hat Krone die Stirnwände kräftiger konstruiert und

stärkere Planenqualitäten von 850 Gramm pro Quadratmeter genutzt

– auf der Straße reichen 500 Gramm pro Quadratmeter

aus. Die Planen müssen so stabil sein, dass sie auch bei außergewöhnlichen

Druckspitzen nicht nachgeben, die beispielsweise

auftreten, wenn sich zwei Züge bei hoher Geschwindigkeit

in einem Tunnel begegnen. Wenn neue Produkte entwickelt

werden, dann wird die Belastung, der sie voraussichtlich ausgesetzt

sein werden, in einem Computerprogramm simuliert.

Die so gewonnenen Werte fließen in die Konstruktion ein. Es

sind theoretische Werte, deren Gültigkeit dann in Tests auf der

Straße geprüft wird. „Mit Prototypen fahren wir mehrere Tausend

Achterschleifen auf dem Gelände“, so Schäfer.

Auf der Straße, wo man von 27 Tonnen Nutzlast ausgeht, muss

die Stirnwand eines Aufliegers 13,5 Tonnen Gewicht verkraften,

die Seitenwände jeweils knapp elf Tonnen – so fordert der Code XL,

der die nötige Festigkeit zur Ladungssicherung zertifiziert. „Eine optimale

Ladungssicherung ist extrem wichtig“, so Schäfer. „Wenn der

Wagen beispielsweise in die Kurve fährt, wirken sehr hohe Fliehkräfte.

Lässt die Ladungssicherung dann zu viel Bewegung zu, kann die

Plane beschädigt werden – ein gravierendes Sicherheitsrisiko.“ Die

Chassis aus dem Fahrzeugwerk Krone werden geschweißt. Damit

sind sie elastisch, aber trotzdem hoch belastbar. „Die Verschweißung

bedeutet Solidität und Ruhe beim Transport, denn der Trailer läuft

somit sehr ruhig hinter der Zugmaschine her“, so Schäfer.

VOM SPITZENSPORT LERNEN

Höchsten Belastungen standhalten, Kraft kontinuierlich aufbauen

und sie effizient nutzen: In diesen Punkten kann die Logistik

vom Spitzensport lernen. Thomas Röhler warf am 20. August

2016 seinen Speer 90,30 Meter weit und gewann damit die Goldmedaille

bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Der Profisportler

nutzt die Stärke seines Körpers, um absolute Höchstleistungen

abzurufen. „Für mich ist Kraft die Grundlage, um

schnell und explosiv zu sein. Genau das entscheidet in meiner Disziplin

über den Erfolg“, so Röhler. Im Moment des Abwurfs ist sein

linker Fuß einer Last von rund einer Tonne Gewicht ausgesetzt,

obwohl der Speer selbst nur 800 Gramm auf die Waage bringt.

Aber er ist gut 2,70 Meter lang. Dieses Arbeitsgerät zu beschleunigen,

erfordert einen enormen Schub aus dem ganzen Körper.

„80 Prozent dieser Energie kommen aus dem Unterkörper“, erklärt

der Sportler. „Der Arm ist für uns quasi nur das Zielrohr.“ Sein Training

ist entsprechend vielfältig: Röhler setzt auf allgemeines Fitnesstraining,

Kraft steht grundsätzlich vor Ausdauer im Vordergrund.

Dazu kommen technische Komponenten. „Um im Wettkampf zu

bestehen, muss alles zusammenkommen: Ich muss mental richtig

eingestellt sein, muss die körperliche Kraft auf den Punkt abrufen

und das beste Material nutzen können“, so Röhler. Ähnlich wie

in der Logistik: Auch dort gibt es nur dann beste Leistung, wenn

Mensch und Technik optimal zusammenarbeiten.

Krone Telematics

als App

Behalten Sie Ihre Ware mit der Krone

Telematics App auch unterwegs im

Blick, indem Sie per Handy jederzeit

Position, Zustand oder Temperatur Ihrer

Ware prüfen und korrigieren. Dank der

2-Wege-Kommunikation können Sie die

Temperatureinstellungen aus der Ferne

anpassen. Gleichzeitig lassen sich die

Temperaturverläufe detailliert darstellen,

als PDF ausgeben und somit auch ganz

einfach mobil drucken.

Jetzt die App

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POWER

Mit der Energie, die dafür gebraucht wird, muss man sorgsam umgehen – das ist

Logistikern allzu gut bewusst. Effizienz ist auch für Thomas Röhler ein wichtiges

Thema, vor allem in der Wurfbewegung. „Speerwurf ist wie eine riesengroße Vektorrechnung“,

erklärt er. „Ich muss alle Energie in die Spitze des Speers bringen. Was

sich nicht dort konzentriert, ist verschwendet.“ Auch im Training gilt: „Nur wenn

ich effizient trainiere, nutze ich meine Zeit sinnvoll. Und nur dann habe ich Ressourcen,

um Zeit in Prophylaxe zu stecken und damit in meine Gesundheit zu investieren.“

Wichtig sei ein sinnvoll abgestimmter Trainingsplan, der zu kurzfristigen ebenso

wie zu langfristigen Zielen passte, der also wirklich nachhaltig sei. „Ich könnte so

trainieren, dass ich dieses Jahr zwei Meter weiter werfe, aber das wäre zu riskant für

die Gesundheit.“

„GESUNDE VERRÜCKTHEIT“

Um eine gewisse Risikobereitschaft geht es am Ende aber doch: „Wer im Spitzensport

ganz vorn dabei sein will, muss sich auf sein Training verlassen können,

aber auch Risiken eingehen. Wer sich noch ein bisschen mehr traut als andere, hat

immer einen Vorsprung. Wichtig ist aber, dass alles gesteuert und technisch kontrolliert

passiert“, so Röhler. „Und es geht nichts ohne jahrelange, kontinuierlich harte

Arbeit. Man braucht Geduld, vor allem auf dem Weg vom jungen Athleten zum

ambitionierten Sportler.“ Denn vieles werde nicht auf Anhieb funktionieren.

Es brauche eine gesunde Verrücktheit, gepaart mit Kreativität, um noch Ideen zu

entwickeln, die andere vielleicht nicht haben. „Und man braucht ein kompetentes,

verlässliches und damit starkes Team.“

Dieses Team muss gut geführt werden. Laut Hermann H. Wala leben Wir-Marken

von mutigen Managern, die handeln und die Marke immer weiter vorantreiben.

Man brauche „ein Management, das ‚besessen‘ von der Idee ist, was Kunden heute

brauchen und morgen brauchen werden“. Der Kunde wisse, wofür diese Unternehmen

stehen – und schätze sie dafür. Wala hat sieben Tools entwickelt, mit denen Unternehmen

sich stark aufstellen können. Er rät unter anderem dazu, auf Authentizität,

Vertrauen und Dynamik zu setzen. „Die besten Chancen auf langfristigen Erfolg

haben lebendige, ambitionierte, leistungsfreudige und mitarbeiterfreundliche Unternehmen“,

so Wala. „Und nur wenn kontrovers diskutiert, engagiert nachgedacht

und eigenverantwortlich gehandelt wird, werden wir der hohen Messlatte gerecht

werden können, die moderne Märkte und heutige Zielgruppen an uns anlegen. Nur

dann sind und bleiben diese Unternehmen stark.“

Speerwerfer Thomas Röhler erreicht Weiten von etwa 90 Metern. Damit sicherte er sich die Goldmedaille

bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Im Moment des Abwurfs ist sein linker Fuß einer Last von rund

einer Tonne Gewicht ausgesetzt.

ALS „WIR-MARKE“ ZUM ERFOLG

In seinem Buch „Meine Marke – Was Unternehmen authentisch, unverwechselbar und langfristig erfolgreich macht“ (Redline Verlag)

analysiert der Marketingstratege Hermann H. Wala die Erfolgsstrategien bekannter Marken, wie Apple und Google, und leitet daraus

sieben spannende Handlungsansätze für andere Unternehmen ab. Kern ist das Konstrukt der „Wir-Marken“, die eine besondere emotionale

Verbundenheit zwischen Mensch, Marke und Medium schaffen, die sich eindeutig positionieren, klar für ihre Werte einstehen

und sich den Kundenbedürfnissen gegenüber auf authentische Weise öffnen. Der Autor war unter anderem bei Hubert Burda Media

für das Konzernmarketing verantwortlich und in führenden Werbeagenturen tätig, bevor er sich mit seiner eigenen Beratungsfirma

Wala Strategy & Brand Consultants selbstständig machte.

Fotos: Michael Steele/Getty Images, Redline


FAKTEN

VOLLE KRAFT VORAUS

Die Natur bringt gewaltige Energien hervor. Sie kann klug genutzt werden, um damit Güter auf den Straßen zu bewegen. Den Transport übernehmen dann kraftvolle Fahrzeuge,

die jeden Tag Schwerstarbeit leisten.

Die Anzahl der Lastkraftwagen

(Lkws) in Deutschland belief

sich im Jahr 2017 auf

2,9 Millionen

Fahrzeuge.

Der Anteil der Lkws

am Güterverkehr in

Deutschland betrug

im Jahr 2016 rund

72 Prozent.

Güterverkehrsleistung

in den nächsten 25 Jahren

+50 %

+200 %

Quellen: Kraftfahrt-Bundesamt, guinessworldrecords, windkraft-journal, bosch-presse, biologie-schule, weltderphysik, Volvo

Dieselantrieb

Benzin

118.000 Lkws

Im Jahr 2017 betrug das

Durchschnittsalter der Lkws

in Deutschland

7,9 Jahre

AUS DEM

GUINNESSBUCH

Das schwerste jemals auf

der Straße transportierte

Frachtstück wog

4.891 Tonnen

und wurde mit 688 Reifen

bewegt.

2,6 Millionen Lkws

DIE LÄNGSTE

TRUCKPARADE

Sie umfasste

416 Fahrzeuge

und fand in 2004

in Dronten in den

Niederlanden

statt.

Deutschland

Aufgrund der hohen Spannungen und

Stromstärken treten bei Blitzen riesige

Leistungen von bis zu 1.000 Gigawatt auf.

Die Energie, die jährlich durch die Sonne

auf die Erde trifft ist 15.000-mal größer

als der weltweite Energieverbrauch.

China und Indien

Windenergie und Biomasse sind mit gut

13 Prozent und knapp 7 Prozent die

beiden Hauptquellen für den Beitrag

der erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung

in Deutschland, gefolgt von

Fotovoltaik und Wasserkraft.

ENERGIE

FÜR STROMER

Bis Ende 2017

will der Energieversorger

EnBW an allen seinen rund

400 Raststätten

eine Stromtankstelle

eingerichtet haben.

trailerforum 11


Fotos: Krone, Imperial


PORTRÄT

TIEF IN DIE KUNDENPROZESSE

INTEGRIERT

Imperial Logistics International entwickelt intelligente Logistikkonzepte

für unterschiedlichste Branchen.

Dass europäische Binnenschiffer zu neuen

Ufern aufbrechen, dürfte höchst selten passieren

– schließlich endet ihr Fahrtgebiet in

der Regel an der Küste. Umso größer war

das Erstaunen in der Branche, als die maritimen Experten

des Geschäftsbereichs Shipping von Imperial

Logistics International innerhalb eines knappen Jahres

eine völlig neue Schiffsverbindung auf dem südamerikanischen

Flusssystem Hidrovía Paraguay-Paraná

auf die Beine stellten. Carsten Taucke, damals CEO der

Imperial Shipping Group und heute Chef der Muttergesellschaft

Imperial Logistics International, folgt dem

Prinzip: „Follow the Customer“. Als ein großer Industriekunde

fragte, wie sich große Mengen Eisenerz

von den Minen in Corumbá, Brasilien, am besten

zum Stahlwerk ins argentinische San Nicolas bringen

lassen, war für Taucke und den südafrikanischen

Mutterkonzern Imperial Holdings Limited sofort klar:

„Wir gehen aufs Wasser.“

PRO RUNDE 36.000 TONNEN ERZ

Eine erste Anschubhilfe kam vor knapp drei Jahren

vom heimischen Rhein: Zwei Schubboote und zwölf

Leichter aus der eigenen Imperial-Flotte wurden mit

einem Schwergutschiff in das neue Revier gebracht. Doch

das reichte für die geplanten Mengen nicht aus, die Flotte

musste schnell ausgebaut werden. Heute fahren sieben

Schubverbände mit 84 Leichtern auf den Flüssen Paraná

und Paraguay. Pro Rundlauf, der jeweils ungefähr vier

Wochen dauert, werden 36.000 Tonnen Ladung bewegt.

„Uns war es wichtig, dass wir in Paraguay als fairer

Arbeitgeber auftreten und wahrgenommen werden“,

nennt Taucke den vielleicht wichtigsten Erfolgsgrund

für das bemerkenswerte Geschäft. „Nur so

können wir die hohen Standards in puncto Pünktlichkeit,

Arbeitsschutz und Zuverlässigkeit auch in diesem

fernen Revier einhalten.“

Diese Attribute gelten natürlich für das gesamte, außerordentlich

breite Dienstleistungsportfolio von Imperial

Logistics International. Unter dieser Dachmarke hat

Taucke einen vielseitigen Spezialisten entwickelt, der

sich europaweit mit seinen rund 9.000 Mitarbeitern an

170 Standorten und einem Umsatz von mehr als 1,6 Milliarden

Euro tief in die Produktions- und Logistikprozesse

seiner Kunden integriert. Das Unternehmen mit Hauptsitz

in Duisburg ist um die Jahrtausendwende aus den

Logistikaktivitäten des Krupp-Konzerns hervorgegangen

und eine 100-prozentige Tochter der südafrikanischen

Imperial Holdings Limited.

Auf südamerikanischen Flüssen werden große Mengen Massengüter mit Schubverbänden bewegt.

In seinen Stahlcentern lagert Imperial

Coils unter idealen Klimabedingungen

bis zur Weiterverarbeitung.

trailerforum 13


PORTRÄT

Imperial liefert Komponenten bis an die Montagelinien der Automobilindustrie.

»FOLLOW

THE CUSTOMER.«

Carsten Taucke,

CEO Imperial Logistics International,

Duisburg

BREITES ANGEBOT FÜR VIELE BRANCHEN

Eine wichtige Schlüsselbranche für Imperial ist die

Automobilindustrie. Fahrzeughersteller und Zulieferer

vertrauen darauf, dass Baukomponenten für Motoren

oder die Bordelektronik just in time und vollzählig

am Fließband eintreffen. Beispiel BMW Group:

Für die weltweite Ersatzteilversorgung des Autobauers

betreibt Imperial ein Ersatzteillager im niederbayerischen

Wallersdorf, das so groß wie 25 Fußballfelder

ist. Gerade konnte der Logistiker einen weiteren Auftrag

des bayerischen Autobauers für die Verkehre zwischen

den Werken in München, Landshut, Dingolfing,

Regensburg, Wackersdorf und deren Außenlagern um

sechs Jahre verlängern. Dafür setzt Imperial etwa 200

Sattel- und Gliederzüge ein, darunter viele Mega Liner

von Krone. An Bord sind vor allem Karosserie- und

Motorenteile, die von der zentralen Fertigung auf die

einzelnen Werke verteilt werden.

Ein weiteres Einsatzfeld für Krone-Fahrzeuge

sind die Stahlcenter von Imperial, in denen Stähle

bis zur Weiterverarbeitung unter idealen Klimabedingungen

zwischengelagert werden, damit sie

nicht korrodieren. Für die Transporte der Stahlprodukte

zu den metallverarbeitenden Betrieben

oder den Händlern nutzt Imperial auch den Coil

Liner von Krone.

Aber auch das nach Südamerika „exportierte“

Binnenschifffahrtsgeschäft spielt in Europa nach

wie vor eine bedeutende Rolle: Kraft- und Hüttenwerke

würden stillstehen, wenn nicht Schubverbände

von Imperial Rohstoffe über Flüsse und Kanäle

heranschaffen würden. Eine Flotte von über 60 Chemie-Binnentankern

kann jedes für Binnenschiffe zugelassene

Flüssiggut transportieren. Hinzu kommen

Gastanker und weitere Fluss-Seeschiffe für den Küstenverkehr.

Rund 600 schwimmende motorisierte

und nicht motorisierte Einheiten machen Imperial zu

Europas größter Binnenreederei.

NEUES „SUPPLY CHAIN LAB“ IN BERLIN

Aber auch auf der digitalen Schiene ist Imperial

unterwegs: Seit Ende 2016 unterhält der Logistiker

ein eigenes „Supply Chain Lab“ im Sony-Center am

Potsdamer Platz in Berlin. „Hier entwickeln wir gemeinsam

mit Logistik- und IT-Spezialisten, unseren

Kunden sowie Informatikstudenten aus der Startup-Szene

neue digitale Lösungen, die speziell auf

das Geschäftsmodell der Imperial-Kunden zugeschnitten

sind“, berichtet Taucke. „Der kreative,

offene und unkomplizierte Umgang aller Beteiligten

ist für uns sehr inspirierend und sorgt für eine

schnelle Umsetzung der Projekte.“

Zum Dienstleistungsportfolio gehören auch Flüssigguttransporte

auf der Straße.

14 trailerforum


TECHNIK

LANG-LKW-POWER MIT SECHS ACHSEN

Krone hat eine leichte Fahrzeugvariante des Lang-Lkws speziell

für Volumentransporte entwickelt.

Weniger Verbrauch pro Ladungsträger:

Der Lang-Lkw bietet bekanntermaßen

viele Vorteile. Für Kunden, die vor allem

leichte Waren damit transportieren wollen,

hat Krone ein spezielles Fahrzeug im Programm:

einen Lang-Lkw mit nur sechs Achsen. Für diese Neuentwicklung

des Fahrzeugwerks wird ein 2-Achs-Motorwagen

über einen gelenkten 2-Achs-Dolly mit einem

2-Achs-Sattelauflieger kombiniert. Das Gespann zeichnet

sich durch einen langen Radstand des Aufliegers

aus. Dabei wird die letzte Achse des Sattelaufliegers als

Lastverlagerungsachse ausgelegt, um problemlos den

BO-Kraftkreis zu durchfahren. Grund für die problemlose

Durchfahrt ist die Veränderung des Luftdrucks in

den Bälgen des Sattelaufliegers bei Kurvenfahrt. Dadurch

wird der Radstand über die Schwerpunktverlagerung

künstlich verkürzt. Außerdem ist es aufgrund

des verlängerten Radstands möglich, diesen auch im

Standardsattelzug mit einer optimalen Lastverteilung

zu fahren. So ist der Auflieger nicht ausschließlich für

Durch den Einsatz des Lang-Lkws spart Güttler-Logistik Kraftstoff und CO 2 ein.

den Betrieb im Lang-Lkw-Zug geeignet und steigert

die Flexibilität im Fuhrpark der Spediteure.

LEICHTER UND GÜNSTIGER „Die Kunden setzen ihn

vor allem für Volumengüter ein, beispielsweise in der

Automotivebranche“, erklärt Jens Rauer vom Krone-

Produktmanagement. „Wir haben das Fahrzeug seit

Kurzem im Programm und bekommen bereits sehr

positives Feedback von den Kunden.“ Einer dieser

Kunden ist Güttler-Logistik mit Sitz im bayerischen

Hof/Saale. Die Spedition setzt das Gespann doppelschichtig

im Bereich Automotive ein: Sie transportiert

damit für den Polymerspezialisten Rehau +

Co. Stoßfänger vom mittelfränkischen Feuchtwangen

ins sächsische Zwickau. Gut 1.150 Kilometer leistet

der Lang-Lkw täglich. „Für uns bietet das Fahrzeug

den Vorteil, dass wir damit wettbewerbsfähig bleiben“,

erklärt Geschäftsführer Johannes Reuther. „Der Rehau

AG ermöglicht es, bei geringer Steigerung der Kosten ganze

50 Prozent zusätzliches Volumen zu bewegen – bei gleichem

Personalbedarf, was angesichts des Fahrermangels

in unserer Branche ein wichtiges Argument ist.“

Mit zwei Achsen weniger als ein Standard-Typ-3-

Lang-Lkw ist die Kombination leichter, sodass circa

1,5 Tonnen mehr Nutzlast möglich sind. Die Anschaffungskosten

wie auch die Betriebskosten sind geringer,

denn ein Lang-Lkw mit sechs Achsen verbraucht weniger

Kraftstoff und hat einen geringeren Reifenverschleiß

als ein Standard-Typ-3-Lang-Lkw.

MEHR LADEVOLUMEN BEI WENIGER PLATZBEDARF Solche

speziellen Fahrzeuge sind zunehmend gefragt,

der Lang-Lkw wird individueller: „Im Testbetrieb haben

die meisten Transporteure natürlich vorrangig

Standardequipment angeschafft, das unabhängig vom

Lang-Lkw-Betrieb einsetzbar ist. Mit der Aufnahme in

den Regelbetrieb ist der Bedarf im Markt nach effizienteren

und spezifischen Zugkombinationen gestiegen.“

Politisch gilt für Lang-Lkws nach wie vor eine Verordnung

über den unbefristeten streckenbezogenen

Regelbetrieb für den Lang-Lkw auf Basis des bestehenden

Positivnetzes. Die Fahrzeuge empfehlen sich

jedoch mit handfesten, auch wissenschaftlich belegten

Argumenten: „Durch das erhöhte Ladevolumen reduzieren

sich der CO 2 -Ausstoß und der Kraftstoffverbrauch

um circa 25 Prozent pro Ladungsträger“, so

Rauer. „Zudem ersetzen zwei Fahrten mit dem Lang-

Lkw drei herkömmliche Fahrten eines Sattelzugs, sodass

der Verkehr entlastet wird. Außerdem ist die Straßenbelastung

im Vergleich zum Standardsattelzug

aufgrund der höheren Achsanzahl geringer.

Angesichts eines stark wachsenden Transportaufkommens

in Europa sind Lang-Lkws eine zukunftsfähige und

umweltfreundliche Lösung für moderne Logistik.“

Fotos: Imperial, Güttler

Lang-Lkw im Einsatz

Alles was Sie wissen müssen, erfahren Sie im

neuen Krone-Video: http://bit.ly/2AH9wQn

trailerforum 15


COOL LINER

DUOPLEX STEEL

Der Krone Cool Liner Duoplex Steel ist der Spezialist für

hochsensible Arzneimittel, empfindliche Blumen und eilige

Tiefkühlware. Er überzeugt durch Komfort und enorme Flexibilität:

Beispielsweise ermöglicht die Krone Isowall Trennwand den

Transport von Gütern in verschiedenen Temperaturzonen.

Tür oder Tor

Ein isoliertes Rolltor spart Zeit und

erleichtert das Handling an der Rampe.

Die optionale Seitentür ist die ideale

Lösung, wenn Teilpartien aus einer

Temperaturzone separat be- und

entladen werden.

Kühlzoneneinteilung

Die Trennwand zur Schaffung unterschiedlicher

Temperaturzonen ist über die gesamte

Aufbaulänge verschiebbar, hervorragend

isoliert und nach ATP geprüft. Die oben liegende

Verschlusseinheit und die innovative

Balancetechnik sorgen für eine sehr

komfortable Bedienung.

Standardausstattung

optionale Ausstattung

Perfektes Temperaturmanagement

Ein zusätzlicher Verdampfer, platzsparend am

Heckportal untergebracht, sorgt für eine

ausgezeichnete Regulierung der Temperatur in

Mehrkammersystemen.

Flexibler Luftkanal

Der flexibel an der Decke montierte

Luftkanal verteilt die Kaltluft

gleichmäßig – auch bei

Doppelstockbeladung.

Schutz beim Andocken

Perfekte Dämpfung bietet unter anderem der

Compression Buffer – ein extrem robuster

Stahlrammschutz am Heck mit integrierten

Gummifederblöcken. Auch die Roll Compression

Buffer – vier Edelstahlrollen mit stoßabsorbierendem

Kern – schützen das Heck beim

Andocken. Eine Pufferleiste unterhalb der

Containertür bringt weiteren Schutz.

Sie besteht aus 15 Gummiprofilen, die einzeln

austauschbar sind. Zwei solide Rammpuffer

im Bereich des Ladungsträgers bieten

zusätzlichen Schutz..

Funktionale

Türfeststeller

Optionaler

Seiltürfeststeller,

federunterstützt.

illustration: Jelka Lerche

16 trailerforum


IN SZENE

Geschraubtes Prallblech

Geschraubtes Prallblech für Wartung

und Reinigung, HACCP-gerecht.

Schiffsbefestigungslaschen

Stabile Schiffsbefestigungslaschen in

geschraubter Ausführung sichern den

Cool Liner im Fährverkehr.

Flexible Ladungssicherung

Vario-Lock-Ladungssicherungssystem mit

Lochschienen im Boden und unter dem Dach –

optimal für die Sicherung von Blumencontainern.

Sperr- oder Doppelstockbalken bieten

weitere Sicherungsmöglichkeiten.

Optimale Luftführung

Stabile Aludistanzprofile sorgen für besten

Stirnwandschutz und aufgrund des Profilquerschnitts

für eine optimale Luftführung.

kg

Illustration: Patrick Adamové

Durchgehendes Chassis

Die Zugkräfte werden auf das durchgehende

Chassis des Cool Liners übertragen: Das schont

den Kofferaufbau beim Auf- und Absatteln des

Fahrzeugs. Auch beim Andocken an die Rampe

werden die einfließenden Kräfte vom Chassis

aufgenommen.

Huckepackfähig

Der Cool Liner Duoplex Steel ist auch

mit Krantaschen für den kombinierten

Verkehr lieferbar.

kg

Gute Krafteinleitung

Die Diagonalverstrebung des Hecks leitet die

Kräfte in die Längsträger des Chassis und schützt

so den Koffer vor Stauchungen. Der Unterbau

ist stoßoptimiert: Unterfahrschutz und

Beleuchtungsträger sind geschützt montiert

und im Bedarfsfall einzeln austauschbar.

Großer Palettenkasten

Der Palettenkasten mit innovativem Deckelführungssystem

und niedriger Einladekante

hat Platz für 36 Europaletten. Bei einer Aufsattelhöhe

von 1.150 Millimetern bleiben etwa

350 Millimeter Bodenfreiheit.

Temperaturschreiber TR

Mit dem Krone Temperaturschreiber TR wird

der gewöhnliche Temperaturschreiber an der

Stirnwand des Trailers überflüssig. Über das

Krone Telematics Portal sendet er unter

anderem Temperaturnachweise per E-Mail

oder Fax direkt zum Kunden, auf Wunsch auch

bevor die Ladung dort eintrifft.

trailerforum 17


SPAZIERGANG

ENERGIE FÜR DIE WELT

Um dem Klimawandel zu begegnen, müssen laut Experten alternative Energien voll ausgeschöpft werden.

Windkraftanlagen sind Symbole für die Energiewende. Enercon ist einer der größten Hersteller von

Windenergieanlagen. Bernard Krone traf den Geschäftsführer Simon-Hermann Wobben am Stammsitz in Aurich.

Windkraftanlagen nutzen die Kraft der Natur: Herr Wobben,

was fasziniert Sie ganz persönlich an der Stärke des

Windes?

Simon-Hermann Wobben: Wind ist eine der größten

und zum Teil unberechenbaren Naturgewalten auf

diesem Planeten. Deshalb finde ich es umso beeindruckender,

dass wir mit unserer Technologie diese enorme

Kraft kontrolliert und umweltverträglich zur weltweiten

Energieerzeugung und -versorgung einer Vielzahl von

Menschen nutzen.

Herr Krone, welches Potenzial sehen Sie in alternativen

Energien für die Transportbranche?

Bernard Krone: Das Potenzial ist definitiv groß,

und ich bin mir sicher, dass wir hier in den kommenden

Jahren einige interessante Neuheiten sehen werden.

Wir selbst arbeiten zum Beispiel im Rahmen

eines Forschungsprojekts daran, inwieweit zurückgewonnene

Bremsenergie zum Betrieb von Energieverbrauchern

an der gezogenen Einheit genutzt

werden kann. Dazu wurde ein Kühlsattelauflieger

aufgebaut, der mit dem Prinzip der Energierückgewinnung

arbeitet – der sogenannten Rekuperation. Ein anderes

Thema ist natürlich die elektrisch angetriebene

Zugmaschine. Auch das ist ein spannender Ansatz,

ebenso wie der Wasserstoffverbrennungsmotor. Und

nicht zuletzt gibt es ja in der Schifffahrt auch Versuche,

die Windenergie zu nutzen, indem man computergesteuerte

Zugdrachen an Frachtern befestigt, die

zusätzlich zum Motor die Schiffe ziehen.

Woraus zieht Enercon als Unternehmen Kraft, und wie

wird sie bewahrt?

Simon-Hermann Wobben: Enercon ist mit 33 Jahren

ein relativ junges Familienunternehmen, dessen

Unternehmenskultur bis heute stark vom Unternehmensgründer,

meinem Onkel Dr. Aloys

»Wir bieten den Mitarbeitern ein

hohes Maß an

Gestaltungsspielraum

mit viel

Eigenverantwortung. «

Simon-Hermann Wobben

Wobben, und seiner Vision ‚Energie für die Welt‘ geprägt

ist. Sein Lebenswerk wird durch die 2012 gegründete

Aloys-Wobben-Stiftung bewahrt, die die

Unabhängigkeit und den Fortbestand des Unternehmens

langfristig sichert. Ganz entscheidend

dabei sind jedoch von Anfang an unsere gut ausgebildeten

und motivierten Mitarbeiter. Deshalb investieren

wir stetig in deren Aus- und Weiterbildung

sowie in die Gestaltung modernster Arbeitsplätze.

Zudem bieten wir den Mitarbeitern ein hohes Maß an

Gestaltungsspielraum mit viel Eigenverantwortung;

bei Enercon darf man ausprobieren. Das fördert die

Motivation und den Innovationsgeist der Mitarbeiter,

was letztlich dem Unternehmen und unseren Produkten

zugutekommt.

Woraus ziehen Sie persönlich Kraft, was macht Sie stark

für Ihr Engagement als Unternehmer?

Simon-Hermann Wobben: Ich persönlich verstehe es

als Privileg, ein so elementares Thema wie die nachhaltige

Energieerzeugung und -versorgung aktiv mitzugestalten

und stetig mit den Herausforderungen zu wachsen –

von denen gibt es für die Windenergiebranche momentan

sehr viele. Das bringt natürlich viel Verantwortung

mit sich, gibt aber auch Kraft und motiviert mich

weiterhin, mich der vielfältigen Themen anzunehmen.

Zudem ist es wichtig, sich einen privaten Ausgleich zu

schaffen; ich verbringe meine freie Zeit am Wochenende

am liebsten im schönen Emsland.

Woraus zieht die Unternehmensgruppe Krone ihre Kraft?

Bernard Krone: Eine besondere Stärke ist unsere Innovationskraft.

Wenn man bei den Entwicklungen mit

vorn dabei sein will, dann muss man im engen Dialog

mit den Kunden stehen, um herauszuhören, was

sie brauchen. Darüber hinaus bedarf es natürlich auch

einer soliden Kapitaldecke. Hier ist Krone seit jeher

sehr gut aufgestellt. Damit das auch künftig so bleibt,

setzen wir auf konsequentes Controlling und hinterfragen

regelmäßig, ob das, was wir machen, strategisch

und finanziell in die richtige Richtung geht.

Wie spüren Sie die Kraft von Krone in Ihrer täglichen Arbeit?

Bernard Krone: Mich begeistert die außerordentliche

Loyalität unserer Kunden und unserer Mitarbeiter.

Viele Kunden und auch viele Mitarbeiter sind Krone

bereits über mehrere Generationen treu. Täglich besuchen

Kunden aus der ganzen Welt unsere Produktionsstandorte,

wenn sie etwa Fahrzeuge bestellen oder

abholen. Und ihr positives Feedback auf unsere hochmoderne

und professionelle Fertigung bestärkt uns

zusätzlich in unserer Strategie.

Enercon und Krone sind Familienunternehmen: Welche

Stärken spiegelt das für Sie wider?

Simon-Hermann Wobben: Als Unternehmensführung

in einem Familienunternehmen haben wir eine besondere

Verantwortung: die Verantwortung, das Erarbeitete

langfristig zu bewahren, und die Verantwortung für unsere

Mitarbeiter. Deshalb konzentrieren wir uns auf das,

was wir am besten können: die technologisch und qualitativ

hochwertigste Windenergieanlage am Markt zu ent-

18 trailerforum


Foto: Stefan Schöning

trailerforum 19


SPAZIERGANG

»Wir sind immer mehr als

Mobilitätsdienstleister

gefragt.«

Bernard Krone

wickeln und zu fertigen. Unsere Unabhängigkeit ist dabei

ein zentrales Gut, um langfristig und aus eigener Kraft zu

wachsen und unserer Verantwortung nachzukommen.

Bernard Krone: Für Krone ist Verantwortung ebenfalls

eine der wichtigsten Stärken: Verantwortung für unsere

Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten ebenso wie für unsere

Umwelt und die Region. Krone ist jetzt 111 Jahre alt

und wird inzwischen von der vierten Generation geführt.

Und natürlich handle ich in dem Bewusstsein, dass ich das

Unternehmen in einigen Jahrzehnten an die nächste Generation

übergeben werde. Außerdem sind mittelständische

Familienunternehmen einfach schneller in ihren

Prozessen als große Konzerne, daraus resultiert zum Beispiel

auch die hohe Innovationskraft.

Megawatt-Klasse präsentiert. Auch mit diesen neuen

Anlagen garantieren wir individuelle Lösungen

für unsere Kunden, die höchsten Qualitäts- und

Technologiestandards sowie den marktseitigen Anforderungen

entsprechen. Durch unsere dezentralen

Strukturen sind wir nah am Kunden und stetig

im persönlichen Austausch. Das ermöglicht es uns,

mit maximaler Flexibilität zu agieren und unseren

hohen Qualitätsanspruch sicherzustellen, auf den

sich unsere Kunden seit über 30 Jahren verlassen.

Bernard Krone: Unsere Kunden wollen qualitativ hochwertige

Fahrzeuge zu einem fairen Preis. Zudem sind wir

immer mehr als Mobilitätsdienstleister gefragt: Themen

wie Full Service, Konnektivität und auch ökologische Aspekte

spielen eine immer größere Rolle. Diesen Trend haben

wir aufgegriffen und bieten rund um den Trailer professionelle,

praxisgerechte Produktlösungen, sodass jeder

Kunde für sich die passenden Leistungen auswählen

kann. Ob Finanzierung, ein schnelles Ersatzteilnetz oder

Full Service – wir sind ein starker Partner.

Wie profitieren Ihre Kunden von diesen Stärken?

Simon-Hermann Wobben: Unser Leistungsanspruch,

die Technologie- und Qualitätsführerschaft

innezuhaben, drückt sich in der stetigen

Weiterentwicklung unserer Technologien aus. Zuletzt

haben wir im September unsere neue Drei-

ZUR PERSON

Simon-Hermann Wobben, Jahrgang 1982, leitet Enercon gemeinsam

mit Hans-Dieter Kettwig als Geschäftsführer und verantwortet die Bereiche

Produktion, Forschung & Entwicklung, Personal, Qualität und HSE. Wobben

hat Betriebswirtschaftslehre studiert und stieg 2002 bei Enercon ein.

Als Neffe des Gründers Aloys Wobben ist er mit dem Unternehmen groß

geworden. Seit 2013 ist er Mitglied des Vorstands der Aloys-Wobben-Stiftung.

20 trailerforum


ABHOLER

GUTE FAHRT!

Verlängerte Sattelauflieger oder eine kunstvoll gestaltete Plane: Diese Unternehmen setzen bei Trailern auf die bewährte Qualität von Krone.

ST. LUKAS-HEIM

Das St. Lukas-Heim, das im Emsland unter anderem Wohnformen für

Menschen mit Behinderung betreibt, feierte sein 50-jähriges Jubiläum

mit einem großen Fest in Papenburg. Zu diesem besonderen Anlass

spendete Krone eine Plane für den Trailer des Heims, die von Bewohnern

der Einrichtungen gestaltet wurde.

WANDT SPEDITION

Dieser Sattelauflieger, mit Krone Telematics ausgestattet, wirbt für ein Forschungsprojekt

zum umweltfreundlicheren Einsatz von Lkws an der TU Braunschweig.

Neben der Wandt Spedition aus Braunschweig ist die Krone Nutzfahrzeug Gruppe

ein wichtiger Partner des Projekts.

SASTRANS

Sastrans, 2003 in Przystajń (Schlesien /

Polen) gegründet, fährt europaweit

Transporte. Der Fuhrpark des Unternehmens

umfasst 100 Planen-Auflieger:

Das 100. Fahrzeug ist ein neuer Krone

Mega Liner.

Fotos: Stefan Schöning, pixelio / Rainer Sturm, Krone

MEGATRANSLAW

Die polnische Spedition Megatranslaw gibt es seit 2004. Der Durchbruch

kam 2010 mit dem Schritt auf den internationalen Transportmarkt. Jetzt

holte das Unternehmen seinen 100. Auflieger bei Krone ab.

SPEDITION BODE

Uwe Zemke und Torsten Kreibig, Fahrer der Spedition Bode, haben für das Unternehmen zwei verlängerte Auflieger

(14,90 Meter) abgeholt. Die Ladeeinheiten werden auf einer Zugverbindung zwischen Lübeck und Stockholm bewegt.

trailerforum 21


AUSGLEICH

MALTE SCHRÖDER

ALTER: 32

HOBBY: MOTORSPORT

AKTIV SEIT: 2010

»DAS IST WIRKLICH PURE ENERGIE«

Malte Schröder aus der Krone-Qualitätssicherung hat sich seit

2009 ganz dem Motorsport verschrieben: Mit seiner 83er Suzuki

GSX 1100 holte er schon mehrere Meistertitel.

2009 ist Malte Schröder als Besucher beim Fischereihafen-Rennen

in Bremerhaven dabei. Ein Jahr später

steht er selbst mit einer eigenen Maschine bei Deutschlands

größtem Motorrad-Roadracing-Event am Start:

vor 20.000 Zuschauern. Als das Adrenalin seinen Körper flutet,

weiß Malte Schröder: „Das ist mein Sport.“

Der 32-Jährige, der bei Krone in der

Qualitätssicherung arbeitet und in der Abteilung

Rahmenkontrolle die Qualität des

Chassis sichert, hat sich viel Wissen angelesen

und eine Lizenz vom Motorsportbund

sowie eine 83er Suzuki GSX 1100

gekauft. Das Motorrad baute er so um,

dass er damit in der Rennserie IG Classic

Superbikes (CSBK) starten kann. Classic

Superbikes stammen aus der Zeit vor 1985 –

einst Hightechmaschinen, sind es heute begehrte Youngtimer:

„Sie sind sehr roh. Das ist wirklich pure Energie.“

30 SEKUNDEN SCHNELLER

Das erste Rennen war ernüchternd: Auf seiner Lieblingsrennstrecke

in Schleiz fuhr er eine 3,6 Kilometer Runde in

2,03 Minuten; inzwischen schafft er das rund 30 Sekunden

schneller. Dafür hat er intensiv trainiert und wurde 2013, 2015

und 2016 AMA-Legend-Meister. Pro Saison fährt Malte Schröder

jeweils zehn Rennen; er reist nach Tschechien, Belgien, Frankreich

oder Holland. Zudem engagiert er sich im Verein IG Classic

Superbikes. „Ich war dort bis 2016 Erster Vorsitzender. Aus der organisatorischen

Arbeit habe ich auch für meinen Beruf viel mitgenommen.“

Malte Schröder wird von vielen Seiten unterstützt: Er

kann zum Beispiel unkompliziert Urlaub nehmen, wenn Rennen

anstehen. Er hat fünf Sponsoren, seine Familie steht hinter ihm,

und seine Partnerin geht oft an den Wochenenden mit auf Tour.

Es ist bis heute dieser Moment, kurz bevor das Rennen losgeht,

der ihn am meisten fasziniert. Wenn das rote Licht der Ampel ausgeht.

„In diesem Augenblick denke ich an nichts anderes, bin

100-prozentig konzentriert.“ Auch diese Erfahrung nimmt er mit

ins Büro: „Auf dem Motorrad muss man blitzschnell Entscheidungen

treffen. Das hat mich sehr viel selbstbewusster gemacht.“

KAMPFSPORT TRIFFT AUF

TANZ UND AKROBATIK

Anatoli Wolfram aus der technischen Auftragsbearbeitung

trainiert und unterrichtet in seiner Freizeit Capoeira.

Eine brasilianische Bewegungskunst, die Kampfsport,

Tanz, Akrobatik und Musik miteinander verbindet:

Das ist Capoeira. Zwei Capoeirista treten sich gegenüber,

dazu werden Instrumente wie das Berimbau und

Trommeln gespielt.

„Diese Vielseitigkeit hat mir sofort gefallen“, erklärt Anatoli

Wolfram, der seit rund sechs Jahren Capoeira betreibt. Beruflich

ist der 35-Jährige in der technischen Auftragsbearbeitung

bei Brüggen tätig, wo er unter anderem neue Bestellungen erfasst,

Stücklisten erstellt und technische Fragestellungen klärt.

Das Zusammenspiel der Capoerista ähnelt der beruflichen Arbeit

in einem Team. „Ich denke, man wird sensibler und empathischer,

entwickelt mehr Verständnis für andere und kann

deshalb besser auf sie eingehen. Zudem wird die Konzentration

geschult, und auch an meiner Arbeitsstelle geht es um

schnelle Reaktionen und viele Details: Ich muss Baubeschreibungen

sehr genau lesen und arbeite mit vielen Einzelteilen auf

Stücklisten.“

SELBST AUCH TRAINER

Den ersten Kontakt mit dem außergewöhnlichen Sport hatte

Anatoli Wolfram im Jahr 2011 beim Unisport in Vechta, wo er

während seines dualen Studiums gewohnt hat. „Ich habe es ausprobiert,

und es hat mir sofort gefallen“, erinnert er sich. Er blieb

dran und trainierte intensiv. So sammelte er schnell viele Erfahrungen

und legte Prüfungen ab, die bei der Capoeira ähnlich wie

beim Karate notwendig sind, um Gürtel zu erlangen. Später stieß

er auf eine Trainingsgruppe in seiner Heimatstadt Lingen, die er

mittlerweile sogar selbst als Trainer übernommen hat. Heute

unterrichtet er eine Erwachsenengruppe und eine mit sechs- bis

elfjährigen Kindern. Der Sport ist anspruchsvoll: Die Bewegungen

sind komplex, der ganze Körper wird gefordert. Erwachsene

profitieren davon, dass er den Rücken stärkt, Kinder

können dabei ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben.

„Capoeira ist ein recht eigensinniger Sport, aber eben auch mehr

als nur Sport, eher eine Lebensphilosophie“, erklärt Anatoli.

„Man muss das mögen und aufgehen in der Akrobatik, in den

Bewegungen. Ich mag es sehr.“

ANATOLI WOLFRAM

ALTER: 35

HOBBY: CAPOEIRA

AKTIV SEIT: 2011

22 trailerforum


PORTRÄT

Auf der IAA 2016 begann die Zusammenarbeit: Seitdem hat die Hegelmann Group 1.000 Krone-Trailer gekauft. 2018 eröffnet sie ein neues Logistikzentrum im litauischen Kaunas mit über 25.000 Quadratmetern Fläche.

Fotos: privat, Hegelmann Express

»WIR SIND DA,

WENN ES BRENNT«

Die Hegelmann Group ist der Spezialist für individuelle Transportlösungen

aller Art – besonders für kurzfristige Spotverkehre.

S

onntag, um 19.00 Uhr ein Anruf: Ein großer Kunde braucht 20 Megatrailer –

heute noch, am selben Tag. „Für solche Aufträge benötigt man sowohl die

Technik als auch die Flexibilität in der Ausführung und motivierte Mitarbeiter,

die sowas auch am Wochenende organisieren“, erklärt Siegfried

Hegelmann. Er ist einer der Gesellschafter der Hegelmann Transport Unternehmensgruppe,

die ihren Kunden genau das anbietet. Als Experte für europaweite

Transporte mit den unterschiedlichsten Anforderungen, Sonder-, Standard- und

Nonstop-Expressfahrten bewegt die Hegelmann Group rund 2.000 Fahrzeuge in

der Disposition – größtenteils flexibel. „Wir sind da, wenn es brennt“, fasst Hegelmann

Group ein herausforderndes Geschäft zusammen, bei dem der individuelle

Bedarf seiner Kunden jeden Tag neu bestimmt, welche Transporte sein Unternehmen

abwickelt. Dabei bewege man sich häufig an der Grenze der physischen Machbarkeit:

„Wir bieten das volle Spektrum an, das ein Lkw hergibt.“ Zu meistern ist das

vor allem durch gutes Personalmanagement: „Unser qualifiziertes Team ist groß genug,

um die anfallenden Spitzen abzudecken, und aufgrund unserer Vielsprachigkeit

entstehen auch keine Sprachbarrieren mit unseren internationalen Kunden“.

900 PROZENT WACHSTUM IN SIEBEN JAHREN

Im kommenden Jahr feiert die Unternehmensgruppe ihr 20-jähriges Jubiläum:

1998 wurde die Firma von den Gebrüdern Hegelmann gegründet. Damals mit zunächst

einem ersten Lkw gestartet, ist Hegelmann multinational geworden: Neben

dem Ursprungsort im baden-württembergischen Karlsdorf-Neuthard im Landkreis

Karlsruhe unterhält die Gruppe mittlerweile einen weiteren Standort in Deutschland

sowie weitere im Ausland, unter anderem in Spanien, Tschechien, Polen, Litauen,

Lettland, Estland, Rumänien und Kasachstan.

Das Wachstum in den vergangenen Jahren ist mit 900 Prozent seit 2010 überproportional

hoch. In Zukunft will Hegelmann weitere Diversifizierungen im Dienstleistungsspektrum

vornehmen sowie dem Ausbau bestehender Key Accounts vorantreiben.

Neben den in 2017 gestarteten Bereichen Automobil- und Silotransport

befindet sich eine Fachabteilung für Luftfracht gerade im Aufbau. Die Gruppe konzentriert

sich neben dem Transportmarkt in Zentraleuropa seit einiger Zeit auch

auf geographische Nebenschauplätze wie Skandinavien und die GUS-Länder. „Sonderfahrten

werden nicht gebraucht? Wir sammeln täglich Belege dafür, dass sie sehr

wohl gebraucht werden – von allen Akteuren der Branche, auch von kleinen und

mittleren Betrieben“, erklärt Siegfried Hegelmann. „Die Kunden schätzen insbesondere

unser Fähigkeit, auch große Volumenschwankungen zu bewältigen und das mit

einem hervorragenden Service“.

UNTERSTÜTZUNG DURCH KOMPETENTE LIEFERANTEN

Sein Team und er müssen jeden Tag aufs Neue hohe Problemlösungskompetenz

beweisen und individuell passende Ansätze kreieren. „Das fordert viel – von uns und

unseren Mitarbeitern. Aber es ist auch hoch spannend.“ Siegfried Hegelmann ist

sich bewusst, dass er diesen Weg auch deshalb weiterhin beschreiten kann, weil ihm

kompetente Lieferanten wie die Krone Nutzfahrzeug Gruppe zur Seite stehen.

„Wir sind in engem Kontakt und schätzen die gute Beratung“, so der Unternehmer.

„Für unsere flexiblen Dienstleistungen brauchen wir sehr unterschiedliche Fahrzeuge

– vom Profi Liner bis zum Silozug mit entsprechenden Aufbauten und Zertifizierungen.“

In den vergangenen zwölf Monaten hat die Hegelmann Group 500 zusätzliche

Sattelzugmaschinen angeschafft und will im nächsten Jahr um bis zu 1.000

weitere aufstocken. „Wir sind regelmäßig ausgebucht, deshalb erweitern wir so massiv

den Fuhrpark“, erklärt Hegelmann. Zudem sollen weitere Standorte in Europa

gegründet werden, um den Kunden noch mehr Flexibilität bieten zu können.

trailerforum 23


VOM KUNDEN

ZUM ENTWICKLER

Maximale Sicherheit und größtmögliche Qualität spielen bei temperaturgeführten Transporten

von Medikamenten eine wichtige Rolle. Vor diesem Hintergrund engagiert sich das

Arzneimittelunternehmen Teva als Innovationspartner von Krone.


GUT GEKÜHLT

Bei Teva ist der Fuhrpark als eigene

Fachabteilung Fuhrpark und Transportmanagement

organisiert.

Die Fahrzeuge sind mit komplexen Sicherheitssystemen ausgestattet.

Fotos: Holger Jacoby, fotolia/gitusik

Fotos: Nico Pudimat

Gute Preise. Gute Besserung.“ Mit diesem Slogan und jeweils

einem Zwillingspaar wirbt die Arzneimittelmarke

Ratiopharm, die seit 2010 zum Teva-Konzern gehört,

seit mehr als zwei Jahrzehnten um Kunden. Ratiopharm

schuf damit einen Werbeklassiker und wurde selbst zu Deutschlands

bekanntester Arzneimittelmarke. Damit wurde Teva zum

Marktführer auf dem europäischen Markt für Generika – das sind

wirkstoffgleiche Kopien von Medikamenten, die bereits unter

einem Markennamen angeboten werden.

MEDIKAMENTE SIND VERTRAUENSSACHE

Zu den Erfolgsfaktoren von Teva in Deutschland zählt auch der

firmeneigene Fuhrpark. Er ist als Fachabteilung mit der schlichten

Bezeichnung „Fuhrpark und Transportmanagement“ organisiert

und beschäftigt 55 Mitarbeiter am Deutschlandsitz des

Unternehmens in Ulm. Die jährliche Transportkapazität umfasst

rund 500.000 Paletten. Durch paarige Verkehre und europaweite

Rundläufe wird sie zu 90 Prozent ausgeschöpft. „Wir fahren mit

einer überdurchschnittlich hohen Auslastung“, bekräftigt Bernd

Schlumpberger, der die gesamten Transportaktivitäten von Teva

Deutschland verantwortet.

Der Fuhrpark besteht aus mehr als 70 pharmaqualifizierten

Nutzfahrzeugeinheiten. „Medikamente sind Vertrauenssache

und erfordern eine hochgradig zuverlässige Lieferkette ohne

Sicherheitslücken“, betont Schlumpberger, der seine Auflieger

zunehmend bei Krone bezieht. Schon heute stammen rund

25 Prozent seiner gezogenen Einheiten aus Lübtheen, dem

Bernd Schlumpberger

versteht sich selbst als

»LOGISTIKER

AUS LEIDENSCHAFT«.

Qualität und

Spezialisierung sind aus

seiner Sicht entscheidende

Erfolgsfaktoren.

Krone-Produktionsstandort in Mecklenburg-Vorpommern. In

Zukunft soll dieser Anteil deutlich steigen.

Ausgeklügelte Sicherheitseinrichtungen sind für Teva unerlässlich.

Seit 2014 pflegen Teva und Krone eine starke Innovationspartnerschaft,

über die sie gemeinsam praxisgerechte

Lösungen entwickeln. Bernd Schlumpberger bringt sich hier

mit hohem Engagement und langjährigem Praxiswissen ein.

„Wir stehen in engem Kontakt mit der Entwicklungsabteilung

von Krone und haben bereits einige Sicherheitslösungen umgesetzt“,

erklärt der Praktiker. Sichtbares Ergebnis der Kooperation

ist der High-Security-Pharmatrailer von Krone, den

Teva seit März 2015 im täglichen Einsatz testet – vorwiegend

auf Touren mit erhöhtem Gefahrenpotenzial, beispielsweise

in Italien und Großbritannien. Diese Länder zählen zu den

besonders riskanten Zielen, unter anderem aufgrund der anhaltenden

Flüchtlingsproblematik. „In Calais versuchen nach

wie vor Menschen, die Frachträume von Lkws zu entern, um

auf diese Weise nach England einreisen zu können“, berichtet

Schlumpberger.

ERFOLGREICHE PARTNERSCHAFT

Ein wichtiges Detail des High-Security-Pharmatrailers sind

die engmaschig verlegten Stromschleifen in den Seitenwänden

sowie im Dach. Sobald die Außenhaut des Aufliegers verletzt

wird, schlägt das System Alarm. Eine weitere gemeinsam von

Krone und Teva entwickelte Sicherheitslösung ist eine spezielle

Türverriegelung, die GPS-gesteuert ausschließlich vom

trailerforum 25


FUHRPARK UND

TRANSPORTMANAGEMENT

Der firmeneigene Fuhrpark von Teva Deutschland repräsentiert durchgehend

die bekannteste Arzneimittelmarke des Unternehmens: Alle

Lkws sind orange und tragen das Ratiopharm-Logo. Mit ihnen wickelt

Teva GDP-konforme Beschaffungs-, Distributions- und Werkslogistik

ebenso ab wie Express- und Spezialtransporte im Hochsicherheits- und

Gefahrgutbereich. Back-up-Lösungen wie die Bereitstellung mobiler

Lagerräume runden das Spektrum dieses Geschäftsbereichs ab.

In seiner Logistik setzt Teva besonders hohe Maßstäbe an Sicherheit und Qualität und nimmt damit eine Vorbildrolle ein.

Disponenten betätigt werden kann. Sobald die Tür geschlossen

wird, erzeugt das System automatisch einen neuen Entriegelungscode,

den der Disponent dem Fahrer erst kurz vor dem

nächsten Öffnen mitteilt. Zusätzlich verfügt der Trailer über

diverse Kameras und ein eingebautes Telematiksystem.

„Die im High-Security-Pharmatrailer verbauten Sicherheitslösungen

haben sich seit über zwei Jahren bestens bewährt,

sodass wir jetzt die Zahl dieser Fahrzeuge in unserer

Flotte schrittweise erhöhen werden“, erklärt Schlumpberger,

der seit 2013 auch die Rechtssicherheit seines Fuhrparkmanagements

regelmäßig von unabhängigen Experten auditieren

lässt. Dieser jährliche Compliancecheck durchleuchtet

nicht nur den technischen Zustand von Zugmaschinen

und Aufliegern, sondern auch die gesamte Organisation einschließlich

Disposition und Verwaltung. „Der deutsche und

europäische Paragrafendschungel ist selbst für Juristen unübersichtlich

geworden. Zwischen ADR, GGVS, GüKG, HGB,

Fahrpersonalverordnung und Strafgesetzbuch lauern einige

Fallstricke“, sagt Schlumpberger. „Die steigende Zahl der Verordnungen

mit ihren Erweiterungen, Neuerungen und Änderungen

ist kaum noch zu überblicken. Vor diesem Hintergrund

bringt uns ein externer Check die notwendige Gewissheit.“

Teva hat die Prüfung in diesem Jahr zum vierten Mal in Folge

mit der Erfüllungsquote von 100 Prozent bestanden – als erster

Logistikdienstleister überhaupt.

Die Logistik von Teva in Deutschland ist in jeder Hinsicht

vorbildlich für maximale Sicherheit und Qualität. Die High-

Security-Pharmatrailer aus Lübtheen leisten hier einen maßgeblichen

Beitrag.

26 trailerforum


BLICKWINKEL

PROMPTE ANTWORTEN

UND SCHNELLER SERVICE

FÜR DEN KUNDEN

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NO

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FI

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LV

Andreas Völker, Head of Sales & Key Accounts International bei Krone,

verantwortet die geballte Vertriebskraft des Unternehmens.

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NL

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IT

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GR

MK

BG

TR

Rabat

MA

DZ

Algier

IL

Fotos: Nico Pudimat, Krone

Wie nehmen Sie das Verhältnis zwischen Kunde und

Hersteller wahr?

Die Entscheidung des Kunden für unser Produkt und unsere

Dienstleistung muss ihn zufrieden stellen und ihm

zeigen, dass er die richtige Wahl getroffen hat. Wenn wir

Hersteller uns in Systemen und Regelwerken verlieren, ist

das schlecht für eine lebendige Beziehung zum Kunden.

Deswegen gilt es, die alte Maxime „Der Kunde ist König“

zu beherzigen: Dann haben wir nicht nur gute Produkte,

sondern auch zufriedene, treue Kunden.

Was bedeutet das für den Vertrieb?

Wir verkaufen heute nicht nur ein Produkt aus Stahl

und Gummi, sondern sind als Berater und begleitender

Dienstleister gefragt. Die Fragen und Ansprüche des Kunden

werden komplexer, und das verlangt vom Vertrieb

eine umfassendere Beratertätigkeit sowie erfreulicherweise

auch mehr persönlichen Kontakt.

Auf welche Märkte konzentrieren Sie sich besonders?

Polen ist ein spannender Markt, den wir intensiv betreuen.

Seine Entwicklung zum Transportland ist sehr erfreulich.

Russland als größtes osteuropäisches Land

kommt in Bewegung und setzt zum Überholen an.

Auch Rumänien zeigt sich innovationsfreudig – wirtschaftlich

ein Land mit großem Potenzial und bisher

unterschätzt. Insgesamt entwickelt sich der Markt Osteuropa

großartig.

Und wie sehen Ihre Schwerpunkte innerhalb der

Krone Nutzfahrzeug Gruppe aus?

Krone hat in sehr kurzer Zeit acht Tochtergesellschaften im

Ausland gegründet, weitere sind in Planung. Damit festigen

wir international unsere Position als kompetenter Ansprechpartner

und Dienstleister für die Logistikbranche, und lokal

betreute Aufträge – damit meine ich auch Finanzierungen

und Rückkaufwerte – lassen sich einfacher abwickeln. Der

Ausbau der Tochtergesellschaften mit eigenen Profilen verdeutlicht

nicht nur das gegenseitige Vertrauen, sondern

zeigt auch, dass wir unsere Verantwortung und Verpflichtung

als Arbeitgeber ernst nehmen.

Spielt Power im Vertrieb eine Rolle?

Power im Sinne von Energie, Leistungsbereitschaft,

Strahlkraft und Ausdauer? Ja, denn die Tempovorgaben

sind strenger und der Druck größer geworden. Der Kunde

fordert fristgerechten Service und prompte Antworten als

Entscheidungshilfen. Die Digitalisierung und Datenerfassung

bündelt ebenfalls Manpower. Auch Investitionen,

wie der Bau unseres Distributionszentrums für Ersatzteile

in Herzlake, waren Entscheidungen mit Power, die unsere

Vertriebsarbeit kraftvoll unterstützen.

ZUR PERSON

Andreas Völker, 1966 in Werlte geboren, ist studierter

Maschinenbauingenieur. Er schrieb seine Diplomarbeit in

England und arbeitete unter anderem vier Jahre lang als

Vertriebsingenieur in Malaysia. Vor 15 Jahren zog es ihn zurück

in seine Heimat, das Emsland, wo er für Krone als Prokurist

inzwischen den internationalen Vertrieb leitet.

trailerforum 27


DANKE!

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Telematik

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Telematik für für Trailer, Trailer, Container, Container,

Wechselbrücken

und und Asset Asset Tracking

Wir bedanken uns bei den Lesern von trans aktuell, FERNFAHRER,

lastauto omnibus und LOGISTIK HEUTE für ihr Vertrauen.

www.krone-trailer.com

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