Gazette Charlottenburg Nr.10/2017

gazette

Gazette für Charlottenburg und Westend - Oktober 2017

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Oktober 2017

Charlottenburg

Villa Kogge

Ein Ort zum Heiraten

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2 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2017

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WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Das bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

verleiht 2017 zum sechsten Mal einen Integrationspreis

für besondere Aktivitäten und

Leistungen um das interkulturelle

Zusammenleben

und die Förderung

des Gemeinsinns im bezirk

Charlottenburg-Wilmersdorf.

Die Unterstützung

und Fortentwicklung eines

friedlichen und respektvollen

Miteinanders im bezirk

Reinhard Naumann

soll dabei im Mittelpunkt stehen.

Integrationspreis 2017: Vorschläge gesucht

Das Preisgeld in Höhe von 1.500 euro wird je

zur Hälfte vom bezirksamt und der bezirksverordnetenversammlung

gestiftet. 1.000 euro

sind für die Verleihung an Institutionen und

Verbände und 500 euro an einzelpersonen vorgesehen.

Neben dem Geldpreis wird auch eine

Anerkennungsurkunde ausgehändigt.

Vorschläge für die diesjährige ehrung können

Sie noch bis zum 14. Oktober schriftlich einreichen

beim Integrationsbüro des bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf,

Otto-Suhr-Allee 100,

10585 berlin. Den Vordruck finden Sie unter

www.integrationsbeauftragter.charlottenburgwilmersdorf.de.

Der Integrationspreis 2017 wird im rahmen einer

Festveranstaltung am Internationalen tag

der Migrantinnen und Migranten am 18. Dezember

um 17.30 Uhr im Festsaal des rathauses

Charlottenburg verliehen.

Weitere Information im büro des Integrationsbeauftragten

unter ☎ 9029-13329.

Bezirkstag

Am 19. Oktober begehen wir in Charlottenburg-Wilmersdorf

unseren bezirkstag, denn

am 19. Oktober 2000 trat zum ersten Mal die

gemeinsame bVV für den neuen bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf

zusammen. Wir feiern

diesen tag, indem wir unsere bürgermedaille

an bürgerinnen und bürger verleihen, die sich

in unserem bezirk in bemerkenswerter Weise

ehrenamtlich engagieren. Im rahmen eines feierlichen

empfangs werde ich gemeinsam mit

bVV-Vorsteherin Annegret Hansen diese höchste

Auszeichnung unseres bezirks verleihen. Ich

freue mich sehr auf unseren bezirkstag und auf

die begegnung mit den Geehrten. Insgesamt

haben bisher 319 Männer und Frauen für ihr

ehrenamtliches engagement im sozialen und

kirchlichen bereich, in der kultur und bildung,

im Sport, für die Umwelt, in der Politik oder in

anderen bereichen die bürgermedaille erhalten.

In der nächsten Ausgabe der Gazette werden

Sie mehr über die drei Personen erfahren,

die in diesem Jahr geehrten werden.

Außerdem freue ich mich, dass am diesjährigen

bezirkstag aus unserem Partnerlandkreis

rheingau-taunus der neu gewählte Landrat

Frank kilian und aus unserer Partnerstadt Minden

bürgermeister Michael Jäcke teilnehmen

und sich in das Goldene buch von Charlottenburg-Wilmersdorf

eintragen werden.

IT-Nachwuchs wird gefördert

Pünktlich zum Ausbildungsstart des Jahrgangs

2017 schlossen die Vorständin Ines Fiedler vom

ItDZ berlin und ich eine kooperationsvereinbarung

zur Förderung der Nachwuchskräfte im

wichtigen It-bereich ab.

Das bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf ermöglicht

zukünftig Praxiseinsätze im rahmen

der berufsausbildung zum/zur Fachinformatiker*in

für Systemintegration sowie beim dualen

Studium der Wirtschaftsinformatik des ItDZ

berlin. Das ItDZ berlin bietet wiederum dem

bezirksamt die Möglichkeit, temporäre Projekte

durch den einsatz von Studierenden des ItDZ

berlin zu unterstützen. Zusätzlich geben beide

kooperationspartner Mitarbeitenden wechselseitig

die Möglichkeit, beim jeweiligen Partner

durch befristete rotation in einem vorher vereinbarten

Zeitraum zu hospitieren.

VHS City-West: Kurse zum Thema

Regenbogenfamilien

Die Volkshochschule (VHS) City West bietet in

ihrem neuen Jahresprogramm erstmals kurse

und Veranstaltungen zum thema regenbogenfamilien

an. Dafür kooperiert sie künftig

mit der evangelischen Familienbildung des

kirchenkreises Charlottenburg-Wilmersdorf

Gazette Charlottenburg Gazette Wilmersdorf | Oktober | 102017 | | 3

und dem regenbogenfamilienzentrum des

Lesben- und Schwulenverbandes berlin-brandenburg.

Gemeinsam haben die Partner Angebote

entwickelt, die dazu beitragen sollen, dass

regenbogenfamilien als gleichwertige Familien

anerkannt werden und frei von benachteiligungen

und Diskriminierung leben können.

Den Auftakt bildet eine Informationsveranstaltung

am 12. Oktober 2017 von 18 bis 21 Uhr in

der VHS City-West, Pestalozzistraße 40/41. Alle

Angebote sind entgeltfrei. eine Anmeldung im

regenbogenfamilienzentrum ist erforderlich

unter e-Mail: constanze.koerner@lsvd.de, katja.

imholz@lsvd.de oder ☎ (030) 89 37 80 65.

Weitere Informationen unter

www.vhs.city-west.de.

Kiezspaziergang

Unser 190. kiezspaziergang beginnt auf dem

betriebshof der berliner Stadtreinigung (bSr)

und führt uns zum reemtsma-Gelände. treffpunkt

ist am 14. Oktober um 14 Uhr vor dem

Gelände der bSr in der Forckenbeckstraße 2.

Hier werden wir nicht nur begrüßt, es werden

uns auch einige kehrmaschinen vorgestellt.

Das Gebäude neben dem Gelände der bSr gehört

zu Vattenfall, dort werden derzeit drei neue

gasgefeuerte Heizwassererzeuger errichtet.

Von dort gehen wir zur ehemaligen tabakfabrik,

wo uns der geschäftsführende Gesellschafter

Stephan Allner empfangen und durch einen

teil der Gebäude des großen komplexes führen

wird. Der kiezspaziergang endet in der kantine

des Geländes.

Die teilnahme ist wie immer kostenfrei. Alle Interessierten

sind willkommen. Informationen

über die bisherigen kiezspaziergänge finden

Sie im Internet unter www.kiezspaziergaenge.

de.

Für Ihre Anregungen, Lob und kritik bin ich für

Sie erreichbar unter naumann@ charlottenburgwilmersdorf.de.

Ihr

reinhard Naumann


4 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2017

Villa Kogge – ein Ort zum Heiraten

Das Bürgerhaus im spätklassizistischen Stil beherbergt Standesamt

Es gibt Daten, die kann man(n)

sich prima merken. Denn es

kann teuer werden, sie zu vergessen.

Besonders, wenn es der

Hochzeitstag ist. Am 17.7.17 war

wieder so ein Tag – die Brautpaare

gaben sich in den Berliner

Standesämtern quasi die Klinke

in die Hand. Auch die Villa Kogge

in Alt-Lietzow – direkt hinter

dem Rathaus Charlottenburg

war bestens ausgelastet und verschob

sämtliche Sprechstunden.

Eine Villa für einen Holzhändler

über dem Mittelrisaliten untergebracht

und blicken über die Dächer

Alt-Lietzows hinweg. Links

und rechts in der Fassade stehen

hellenistische Figuren. Unterhalb

der rechten Figur ließ der Bauherr

einen Abguss des dreiteiligen

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schmerzen?

Wir helfen.

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Die freistehende Villa ist ein beliebter

Ort zum Heiraten. Erbaut

wurde sie zwischen 1864 und

1866 als Wohnhaus für den Holzhändler

Albert Kogge und seine

Familie. Heute zählt sie zu den

ältesten Bürgerhäusern Charlottenburgs.

Auf die Familie Kogge

folgte der Banker Franz Volkmar

als Eigentümer. 1910 ging das

Haus in das Eigentum der Stadt

Charlottenburg über. Schon früh

konnte in ihren Räumen geheiratet

werden, so gaben sich bereits

1933 der Boxer Max Schmeling

und die Schauspielerin Anny

Ondra in der Villa das Ja-Wort. Ein

weiteres prominentes Paar heiratete

im Jahr 1977, also 44 Jahre

später. Es waren Hildegard Knef

und Paul von Schell.

Gefragtes Standesamt

und Denkmal

Seit dem Jahr 1959 ist ausschließlich

das Standesamt in der Villa

ansässig. Sie gehört zu den beliebtesten

100 Standesämtern

deutschlandweit. Schon von der

Straße aus zieht die Fassade die

Blicke auf sich. Auf der großen

überdachten Terrasse, deren

Überdachung von vier Säulen

getragen wird, haben die früheren

Bewohner möglicherweise

gesessen und das Treiben auf der

Dorfstraße beobachtet? Und auf

dem Balkon darüber den Ausblick

über das Land genossen? An Licht

dürfte es im Haus kaum gefehlt

haben, denn Balkon und Terrasse

sind von hohen Fenstern flankiert.

An der Ostseite des Hauses hingegen

hat der Erbauer an Fenstern

gespart. An dem erkerähnlichen

Vorbau ist lediglich eins über

dem Eingang angebracht. Zur

Gartenseite hin schützen Greife

das Haus. Sie sind auf dem Dach

Reliefs des Bronzedenkmals von

Friedrich dem Großen anbringen.

Auch unter dem Dach befinden

sich viele Zierelemente. Die Villa

wurde Anfang der 1990er-Jahre

denkmalgerecht saniert. Sie steht

heute unter Denkmalschutz.

Warme Holztöne im Inneren

Im Inneren dominiert ebenfalls

das Holz – kein Wunder, wenn

der Bauherr Holzhändler war

– und somit warme Töne von

gold- bis dunkelbraun. Die hellen

Zimmerdecken ist an den

Rändern ebenfalls reich verziert.

Durch ein Oberlicht fällt zusätzliches

Tageslicht in die mehrgeschossige

Halle. Im kleinen, aber

hellen und schön eingerichteten

Eheschließungszimmer können

bis zu 20 Personen die Trauung

miterleben, wobei es allerdings

nur zwölf Sitzplätze gibt. Nach

der Trauung bietet die Villa eine

ideale Kulisse für die Hochzeitsbilder

– ein Grund mehr, aus dem

sich jedes Jahr viele Brautpaare

für diesen Ort entscheiden.


Gazette Charlottenburg | Oktober 2017 | 5

Historische Pergola im Lietzenseepark wird ersetzt

Holzfäule hat der Pergola zugesetzt

Die 1987 erbaute Pergola muss wegen Holzfäule ersetzt werden. Kaskade mit Pergola, Aufnahme von 1932.

Ende Oktober wird die Pergola

im Lietzenseepark am Dernburgplatz

nach historischem Vorbild

wiedererrichtet. Die vorhandene

Pergola wurde 1987 erbaut. Aufgrund

von Holzfäule im Bereich

der Sparren und der Pfosten wurde

die Pergola baufällig und stellte

eine Gefahr für die Verkehrssicherheit

dar. Mitte September

wurde sie daher demontiert.

Zurzeit werden die zu erhaltenden

Betonsteinfundamente und

-sockel gereinigt und restauriert.

Ab Ende Oktober beginnt die

Wiedererrichtung der Pergola

nach Plänen von Erwin Barth.

Über Maßnahmen des konstruktiven

Holzschutzes und Veränderung

der Tragkonstruktion wird

die neu zu errichtende Pergola

widerstandfähiger gegenüber

Holzfäule sein.

Die Pergola wurde 1913 nach einem

Entwurf des Charlottenburger

Gartendirektors Erwin Barth

gebaut. Die aus weiß lackiertem

Holz angefertigte Pergola stellt

einen der markantesten Blickpunkte

im denkmalgeschützten

Lietzenseepark dar. Sie bildet

beidseitig des Schlussbeckens

der Wasserkaskade einen räumlichen

und architektonischen

Abschluss des Dernburgplatzes

zum Lietzensee.

Gefördert wird die Maßnahme

durch das Sondervermögen „Infrastruktur

der wachsenden Stadt“

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6 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2017

Die hängenden Gärten des Wilfried Schuh

Im Verborgenen Schmargendorfs blüht eine ganz besondere Oase

Wilfried Schuh, Diplom-Ingenieur,

Architekt und Gartenkünstler,

führt an diesem sonnigen

Vormittag gekonnt die Heckenschere

über das Blattwerk des

zu gefälligen Bögen verwachsenen

Strauchwerks. Ich bin mit

ihm verabredet, hier zwischen

Kösener und Berkaer Straße

sein grünes Paradies näher in

Augenschein zu nehmen. Und

wirklich, kaum hat man die kleine

Toreinfahrt neben dem Blumengeschäft

passiert, glaubt

man in eine andere, friedlichere

Welt einzutauchen. Blühende

Blumenkübel markieren die

Parkplätze, die anliegende Gartenanlage

der Nachbarn erinnert

an eine gepflegten englischen

Garten. Mittendrin der ältere

Mann mit den so jugendlich

blitzenden Augen unter galantem

Strohhut. „Die Grünfläche

habe ich okkupiert“; erklärt er

schmunzelnd auf meinen fragenden

Blick hin. Seine Nachbarn

können sich glücklich schätzen,

ihn als Garten-Kümmerer für sich

gewonnen zu haben.

Auf dem Weg ins Paradies

Als Vorhof zum Paradies könnte

die Grünfläche vor Schuhs Grundstück

bezeichnet werden. Denn

schreitet der Besucher durch das

schmiedeeiserne Tor in dessen

eigentliches Refugium, bleibt die

laute Welt draußen.

Das Plätschern des kleinen Brunnens

klingt dem Besucher einladend

entgegen, der die über

Sichtachsen verbundenen Grünräume

neugierig zu erkunden

bereit ist. Dabei streift sein Blick

unwillkürlich an der Fassade von

Wohnhaus, Remise und Orangerie

empor, die den rund 500

Quadratmeter großen, in Form

einer dreischiffigen Basilika angelegten

Hof gefällig einfassen.

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Gazette Charlottenburg | Oktober 2017 | 7

Hängegeranien, rufen sie unweigerlich

das Bild der „hängenden

Gärten der Semiramis“ beim Betrachter

wach.

Doch erst einmal heißt es, rasten

an kühlem Brunnen. Palmenblätter

in steinernem Kübel fächeln

zwischen Säulen grüßend im

Sommerwind, blaublühende

Schmucklilien und bunte Knollenbegonien

nicken farbenfroh,

dazwischen neigt sich elegant

die gelbstrahlende „durchwachsene

Silphie“, eine Verwandte der

Sonnenblume. „Ihre Blütenblätter

bilden Becher, in denen sie Wasser

speichern kann für eventuelle

Trockenperioden“, erklärt Gartenfreund

Schuh seine Untermieterin,

die ihm seine hingebungsvolle

Pflege mit reichem Blütenstand

dankt. Darin stehen ihr auch die

anderen Gartenbewohner mit ihrer

üppigen Vegetation von Frühjahr

bis Winter in nichts nach, wie

ich erfahre.

Bei kühlem Zitronensprudel plaudert

der rüstige Gartenfreund aus

seinem Leben, erzählt begeistert

von der Metamorphose dieses

inzwischen über dreißig Jahre

alten Gartens. Die grüne Blätterwand

der haushohen Weide

schirmt den Blick zum Parkplatz

ab. Im Schatten ihrer und einer

Buche schweren Zweige lässt

es sich herrlich entspannen. Im

Einkaufsnetz hat Wilfried Schuh

die junge Weide einst in ihr neues

grünes Zuhause getragen. Zu

fast jedem Gewächs hier weiß er

eine Geschichte, spannend oder

bewegend, und zeigt sich dabei

immer fest verwurzelt mit seinen

Pflanzen.

In Wilfried Schuhs Bürgerhaus,

seinem Arkadien, leben heute in

zehn liebevoll und fachmännisch

restaurierten, teilweise möbliert

vermieteten Wohnungen Menschen,

die sich den Blick für Kunst,

Historie und Kultur bewahrt haben.

Sie finden als kunstliebende

Gemeinschaft wie der Hausherr

sagt, als “seine Wohnpartner“

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der Hausherr regelmäßig selbst.

gerne bei den von ihm und seiner

Frau veranstalteten Lesungen,

Musikvorführungen, Buchvorstellungen,

aber auch Feten und

Essen zusammen.

Von Caputh nach Berlin…

Wie einmal alles begann, erzählt

mir der Hausherr, der bereits im

neunten Lebensjahrzehnt angekommen

ist, an diesem Vormittag

ausgiebig, verfällt dabei

immer wieder ins Plattdeutsch

seiner Heimat:

Die Liebe zur Natur und Kultur

wurde ihm wohl in die Caputher

Wiege gelegt, die unweit des

Jürgen Bolz

Atelier für

Edelsteinfasser und

Goldschmiedemeister

Goldankauf

feinen Juwelen- und Goldschmuck

Schwielowsees stand. Havellotsen

waren seine Vorfahren, die

später, als Berlin nach den begehrten

Glindower Ziegelsteinen

rief, mit Kähnen und Schiffen über

die Havel fuhren, diesen Bedarf

zu erfüllen. Der Großvater schiffte

als Dreizehnjähriger Theodor

Fontane über den See nach Petzow,

wo auch Lenne´s Verschönerungstour

Zeichen setzte.

Der Garten und die Mistkuhle

zogen den Jungen Wilfried schon

damals magisch an. Da mussten

Tomatenpflanzen hochgebunden

und gedüngt werden, und

im Wald versuchte er mit „gemopsten“

Akazien und Birken ein

versandetes Stück neu zu begrünen.

Daheim wurde Hausmusik

gepflegt, der Vater arbeitete bei

AEG-Telefunken, spielte Geige,

Sohn und Tochter mehrere Instrumente.

Noch heute erinnert das

alte Klavier, auf dem bereits Liszt

spielte, im Schmargendorfer Domizil

an diese Tage.

„In Caputh bin ich geboren und

habe dort wirkliches Heimatgefühl

entwickelt“, erinnert sich Wilfried

Schuh und beschreibt seinen

Werdegang weiter: „In Potsdam

bin ich geschult und in Berlin

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8 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2017

Wilfried Schuh setzt seinen grünen Daumen auch in den Nachbargärten ein.

habe ich studiert.“ Dort wurde

er auch Schüler des Architekten

der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche,

Egon Eiermann. 1961 kam

Schuh als politischer Flüchtling in

den Westen. Als Architekt mit viel

Sinn für Kunstgeschichte arbeitete

er im „eigentlichen Herzen der

Mark Brandenburg“, in Berlin, als

technischer Leiter einer Bauträgergesellschaft

im Sanierungsbetrieb.

Er wurde, vom sozialdemokratischen

Gedanken geprägt,

Bezirksverordneter in Spandau,

wo er auch wohnte. Heute betont

Schuh: „In der damaligen

Wohnungspolitik und dem sozialen

Wohnungsbau wurde viel

falsch und kaputt gemacht.“ In

seiner Freizeit baute er im Kleingarten

am Weinmeisterhornweg

sein privates Gesellenstück mit

Bungalow, Pavillon und Teichanlage.

Sein Meisterstück aber

sollten später Haus und Garten

in Schmargendorf werden.

Die damals immer unsicherer

werdende Mietpolitik ließ Wilfried

Schuh für sich und seine

Familie Ausschau nach einem

Wohnobjekt halten, dass ihm als

Eigentümer einen sicheren Alterswohnsitz

versprechen würde.

In Remise und Garten findet der Hausherr immer Arbeit.

Wilfried Schuh gab der Engelstrompete den Namen „Ginger Rogers“.

…und in die Kösener Straße

Als er 1977 von dem zum Verkauf

stehenden, 1887 erbauten

Abrisshaus in der Kösener Straße

4 erfährt, greift Wilfried Schuh

zu, verkauft dafür sein „Gesellenstück“.

Kaufmännisch denken hat

er gelernt, er, den alle für seine

punktgenaue „Taschenbuchhaltung“

bewundern.

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Neben seiner Arbeit als Architekt

saniert er in der Freizeit als

Bauherr mit seinen Händen und

viel Leidenschaft historisch aufwendig

den Bau, der zum kunsthistorischen

Schmuckstück mit

authentischer Marmortreppe,

Stuck, Beschlägen und Türlagern

werden wird. Er mauert,

tischlert; die selbst entworfene

Remise und nach eigener Idee

angefertigte Verglasungen folgen.

Bei den Baugenehmigungen

werfen ihm die wenig fach-

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Gazette Charlottenburg | Oktober 2017 | 9

Verborgene Plätze laden im Garten zum Innehalten.

Das Bürgerhaus in der Kösener Straße 4 heute.

kundigen Ämter immer wieder

Knüppel zwischen die Beine, die

er, der erfahrene Profi, geschickt

beiseite zu räumen weiß.

1985, im Jahr ihrer Silberhochzeit,

können er und seine Frau

endlich in das Haus einziehen,

in dem so viel Glindower Steine

und Heimat steckt.

Nein, langweilig ist es Wilfried

Schuh bis heute nicht geworden,

und von Ruhestand kann

schon gar keine Rede sein:

Der Architekt pflasterte mit

aufwendigen Mustern den

Gartenbereich mit indischem

Marmormosaik – zwei Quadratmeter

pro Tag - baut derzeit

zwei Wohnungen im Haus aus

und findet nicht nur im Garten

immer etwas zu tun.

Demnächst wird er von der

Seilzugleiter aus das Fassadengrün

beschneiden, dann müssen

die Containerpflanzen im

Spätherbst frostsicher eingelagert

werden. – Da bleibt nur

wenig Zeit, von seinem engelbehüteten

Ausblick-Zimmer im

ersten Stock auf sein blühendes

Arkadien zu blicken. Doch der

Haus und Garten vor Wilfried Schuhs Übernahme.


Fotos: Lorenz/privat

Selfmademan, der kaum Urlaub

in seinem Leben machte, will es

nicht anders und genießt jede

Minute, wie er sagt: „Denn was

gibt es spannenderes, als täglich

an der Kraft des Wachsens und

der Melancholie des Vergehens

teilhaben zu können?“ Daraus

schöpft er - unterstützt von Ehefrau,

Tochter und Enkelin – Energie,

die sich unweigerlich auch

auf mich an diesem Vormittag

übertragen hat.

Zum Abschied gewährt er mir

noch Einblick in die Schönheit

der weißen Blüte einer Engelstrompete.

Den Namen „Ginger

Rogers“ hat er ihr gegeben, weil

sie zusätzliche Blütenblätter

trägt, die ihn an einen Tanz-Spitzenunterrock

erinnern.

Dann schließt sich das Tür hinter

mir zu Wilfried Schuhs ganz

besonderem Garten, der weitaus

mehr als ein Musterbeispiel

gelungener Gartenkunst geworden

ist.

Und die Welt um mich ist an

diesem Mittag wieder ein Stück

lauter und farbenärmer.


Jacqueline Lorenz


10 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2017

Royal ruhen

Paradebett König Friedrichs I. restauriert

Das Schloss Charlottenburg

hat ein königliches Kleinod zurückbekommen

– ein Bett, das

König Friedrich I. (1657 – 1713)

für sich selbst gestalten ließ. Es

wurde nach dem Tod von Sophie

Charlotte für ihn gebaut. Der

Herrscher ließ das Paradebett

mit gelbem Damast und silbernen

Tressen schmücken. Nach

seinem Tod wurde es im Siebenjährigen

Krieg von plündernden

russischen und österreichischen

Truppen zerstört. Friedrich der

Große ließ das Bett nach Kriegsende

wieder originalgetreu herstellen.

Da die Hochzeiten des

preußischen Adels im Schloss

Charlottenburg gefeiert wurden,

hatte das Paradebett eine wichtige

Aufgabe zu erfüllen. Es diente

am „ Vermählungstage zum

Beylager“. So symbolisierte es

auch die Fruchtbarkeit und den

Fortbestand der Dynastien.

Für die Erneuerung des Seidengewebes

1888 wurde wieder

das ursprüngliche Stoffmuster

gewählt. 1893 kam das Möbel

ins Berliner Schloss, wo es als

Schlafstatt für hohe fürstliche

Gäste genutzt wurde. 1933 kehrte

es in die Charlottenburger Paraderäume

zurück. Die Zerstörungen

des Schlosses im November

1943 machten eine Verlagerung

des noch nahezu intakten Bettes

nach Potsdam erforderlich.

Bestandsaufnahme

Heute sind noch sämtliche textilen

Teile des Baldachins sowie

der unteren Bettbehänge erhalten.

Dazu gehören u. a. die

Das Paradebett vor 1888 an seinem ursprünglichen Aufstellungsort im

Staatsappartement König Friedrichs I. im Schloss Charlottenburg.


Archiv: SPSG

Baldachinbekrönung, Baldachinlambrequins

(Zierblenden bzw.

-behänge), der Baldachinhimmel,

Bettbehänge sowie das Fußbrett.

Die Stücke weisen jedoch erhebliche

Schäden auf. So ist z. B. der

aus dem 19. Jahrhundert stammende

Damast der Lambrequins

verblichen, verschmutzt, brüchig

und an einigen Stellen gerissen.

Hinzu kommen Substanzverluste

in den Randbereichen. Die

auf dem Damaststoff befindlichen

Silberposamente aus dem

18. Jahrhundert sind korrodiert,

verschmutzt, allgemein brüchig.

Lahn und Gespinstfäden sind

teilweise verloren, die Fransenborten

verwirrt. Zudem fehlen

die Crepinenblüten.

Die Restaurierung

Der Damast wurde mit einem

Feinentstauber trocken gereinigt,

die Silberposamente mit einem

Alkohol-Reinstwasser-Gemisch

nebelfeucht gereinigt, verworrene

Fransen ebenfalls nebelfeucht

gerichtet und mit Insektennadeln

zum Trocknen fixiert. Anschließend

erfolgte die nähtechnische

Sicherung der Posamente. Die

Lambrequins erhielten Stützgewebe

aus farblich angepasstem

Seidenatlas. Vorhandene Risse

wurden mit Spannstichen gesichert

und alle Damastbereiche mit

einem farblich angepassten Tüllgewebe

zum Schutz abgedeckt.

Zudem erhielten die Lambrequins

neue Futter aus Baumwollatlas.

Sämtliche Restaurierungsmaßnahmen

orientierten sich an der

zu erwartenden Belastung für die

Objekte, die vertikal am Baldachin

bzw. am Bettkasten hängen.

Darüber hinaus wurden das verloren

gegangene hölzerne Bettgestell

und zwei Matratzen rekonstruiert.

Des Weiteren werden

Kopien des Seidendamastes (von

1890) und der Silberposamente

(von 1763) für das Kopfteil angefertigt.

Kopiert werden außerdem

die Paradedecke, zwei Vorhänge

mit Tressenbesatz und der Bezug

des Fußbretts.

Das Bett wurde am 1. Oktober wieder

aufgestellt. Alle fertigen Teile

werden präsentiert, die unfertigen

Bereiche bleiben holzsichtig. Die

vollständige Restaurierung und

Rekonstruktion soll bis 2019 abgeschlossen

sein.

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Ein blühender Ort für Trauer,

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Begegnung

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Unikate statt Massenware

Lifestyle-Markt „Deine eigenART“ am Schloss Charlottenburg

Wer es individuell liebt, hat hier

gute Chancen, fündig zu werden:

Der Lifestyle-Markt „Deine eigen-

ART“ findet am Sonntag, den

15. Oktober von 11 bis 17 Uhr in

der Großen Orangerie am Schloss

Charlottenburg statt. Hier bieten

Kreative und Designer Unikate

aller Art an: Unter anderem stehen

selbstgefertigter Schmuck,

ausgefallene Möbelstücke, handgemachtes

Spielzeug und Upcycling-Produkte

zur Auswahl.

Eine Besonderheit ist der „Fashion

Exchange“-Pop-up-Store. Hier

bieten rund 20 Modedesigner aus

ganz Deutschland ihre neuesten

Kreationen an. Interessierte Besucher/innen

finden in dem Store

Mode, die nachhaltig hergestellt

wurde und nicht von der Stange

ist. Die Kollektionen und Accessoires

wurden überwiegend in

Deutschland und Europa gefertigt.

Im edlen Ambiente kann nicht

nur gestöbert werden, auch für

den Gaumen ist gesorgt. Neben

verschiedenen Leckereien kann

man bei einem Craft-Beer-Tasting

auf einen völlig neuen Biergeschmack

stoßen.

111 Jahre Eisen Döring

Traditionsgeschäft feierte Jubiläum

Anfang Oktober knallten bei Eisen

Döring die Sektkorken. Das

Geschäft am Kaiserdamm 17 feierte

111-jähriges Jubiläum. Der

mittlerweile in vierter Generation

bestehende Familienbetrieb

wird seit 2012 von Frank Döring

geführt. Doch auch Vater Helmut

und Mutter Renate sind nach wie

vor mit Herz und Seele dabei und

den Kunden vertraute Ansprechpartner.

Sie übernahmen das

Individuelle Mode im Pop-up-Store und vieles weitere lässt sich auf dem

Lifestyle-Markt entdecken.

Foto: gip marketing&events

Fachgeschäft im Jahr 1971 von

Bruno Döring und bauten es aus.

Doch Familie Döring schaut mit

ihrem Engagement weit über

die Ladentür hinaus. So war Helmut

Döring fast zehn Jahre lang

ehrenamtlicher 1. Vorsitzender

der Kaiserdamm IG. In dieser

Funktion organisierte er das Fest

100 Jahren Kaiserdamm und organisierte

mehrere Seifenkistenrennen.

Lifestyle-Markt „Deine eigenART“,

15. Oktober von 11 – 17 Uhr, Große

Orangerie Schloss Charlottenburg,

Spandauer Damm 22.

Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Kinder bis 14 Jahre frei.

Spielplatz saniert

Bezirksstadtrat Oliver Schruoffeneger

hat am 18. September

den sanierten Kinderspielplatz

in der Richard-Wagner-Straße eröffnet.

Alle Baumaßnahmen sind

nun abgeschlossen und der Kiez

hat mit dem Themenspielplatz

„Nibelungensaga“ eine neue Attraktion.

Die klassischen Figuren

von Siegfried, Brünhild, Alberich

(der Hüter des Schatzes), Hagen

von Tronje und ein Drachen sind

neben einer Burg und den typischen

Spielgeräten wie Rutsche

und Schaukel auf dem Spielplatz

zu finden.

Gazette Charlottenburg | Oktober 2017 | 11

Landesflaggen

wieder komplett

Die wehenden Fahnen auf dem

Jakob-Kaiser-Platz waren ursprünglich

als Begrüßung der

Berliner und Besucher gedacht,

die vom Flughafen Tegel kamen.

Die Idee hierfür ging auf einen

Initiative des damaligen Baustadtrats

Klaus-Dieter Gröhler aus

dem Jahr 2005 hervor.

Leider verschlissen die Fahnen

schnell und mussten regelmäßig

ersetzt werden. Sie wurden stets

im Dreierpack nachgekauft. Als

die hessische Fahne in diesem

Frühjahr aus Verschleißgründen

eingeholt werden musste,

schlug die Haushaltssperre des

Bezirks zu und es gab keine Neuanschaffung.

Damit der Fahnenmast

nicht leer blieb, wehte die

Bremer Flagge vorübergehend

doppelt.

Als das Fehlen der hessischen

Flagge im Spätsommer publik

wurde, halfen die Hessen pragmatisch

weiter. Lucia Puttrich

(CDU), hessische Ministerin und

Bevollmächtige des Landes Hessen

beim Bund, überreichte dem

stellvertretenden Bezirksbürgermeister

Carsten Engelmann

(CDU) kurzerhand eine neue

Flagge.

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Diese weht seit dem 24. August

wieder über dem Jakob-Kaiser-Platz

und komplettiert die

Flaggenparade.

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12 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2017

Wer will dabei sein?

Mit der Welt zu Gast auf dem Walter-Benjamin-Platz

Der Walter-Benjamin-Platz in

Charlottenburg bereitet sich auf

eine besondere, nicht-kommerzielle

und eintrittsfreie Ausstellung

zum Jahresende vor:

140 zwei Meter große United

Buddy Bears werden nach sechs

Jahren wieder in Berlin zu sehen

sein und in der Weihnachtszeit

für Toleranz, Völkerverständigung

und ein friedliches Miteinander

werben.

Das völkerverbindende Projekt,

das seit 2002 auf Welttournee ist,

verbringt nach 30 Ausstellungen

auf allen fünf Kontinenten mit

über 40 Millionen Besuchern die

Adventszeit und den Jahreswechsel

in der Heimatstadt der Buddy

Bären, realisiert durch die Unterstützung

Vieler.

Dr. Klaus Herlitz, geistiger Buddy-Bär-Vater,

erklärt dazu: „Wir

fänden es schön, wenn auf dem

Walter-Benjamin-Platz zusätzliche

Aktivitäten stattfinden würden. So

kann ich mir vorstellen, dass das

Vom 1. Dezember 2017 bis zum 4. Januar 2018 auf dem

Charlottenburger Walter-Benjamin-Platz zu sehen: 140 United Buddy

Bears.

Fotomontage Herlitz Buddy Bear

Rote Kreuz, ein Rotary Club oder

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anderen Adventstag mit einem

kleinen Stand präsent ist und beispielsweise

selbstgebackene Kekse,

hausgemachte Marmelade etc.

für einen guten Zweck wie eine

Kinderhilfsorganisation verkauft,

oder dass Bläser weihnachtliche

Musik spielen. Und, und, und …“

Interessenten, die mit guten Ideen

und Eigeninitiative für den

guten Zweck auf dem Platz dabei

sein möchten, bitte zeitnah

im Buddy-Bear-Büro melden unter

Telefon 030 – 887 726 85 oder

E-Mail schulz@buddy-bear.com.


Jacqueline Lorenz

Neue Gleichstellungsbeauftragte

Seit dem 28. August 2017 ist

Katrin Lück (50) die Gleichstellungsbeauftragte

des Bezirks. Seit

mehr als 30 Jahren steht sie im

aktiven Dienst des Landes Berlin

und nahm in den vergangenen

21 Jahren in unterschiedlichen

Positionen Leitungsverantwortungen

wahr.

Bezirksbürgermeister Reinhard

Naumann: „Nach der seit 15. Februar

2017 bestehenden Vakanz

der Position der Gleichstellungsbeauftragten

durch die Wahl

von Carolina Böhm zur Bezirksstadträtin

in Steglitz-Zehlendorf

knüpft der Bezirk wieder an seine

kontinuierliche gleichstellungspolitische

Arbeit an. Wichtige

Stichworte hierfür sind u. a. die

Vereinbarkeit von Beruf und Familie,

insbesondere für Alleinerziehende,

gleicher Lohn für gleiche

Arbeit und Gewaltprävention

zwischen den Geschlechtern. Ich

freue mich, dass Frau Lück sich

künftig auch um die queerpolitischen

Gleichstellungsangelegenheiten

kümmern wird.“

Mitglied im Berliner

Verband Gewerblicher

Schneeräumbetriebe e.V.

Schnee- und Glättebeseitigung

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Gazette Charlottenburg & Wilmersdorf

Die Sorge um Sicherheit im öffentlichen Raum

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

Sicherheit im öffentlichen Raum – relevantes

Thema oder Schüren von Ängsten?

Die Themen Sicherheit und wachsende

Kriminalität beschäftigen viele

Menschen. Auch in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf

wird immer wieder

darüber debattiert – häufig kontrovers.

Berlin SPD-Fraktion

Sicherheit im öffentlichen Raum ist für

die SPD ein wichtiges Thema, denn jede/r

muss sich überall und unabhängig

von seinen Verhältnissen sicher fühlen

können und vor allem sicher sein. Bundesaußenminister

Gabriel formulierte es

treffend: „Sicherheit ist Voraussetzung für

eine freiheitliche und soziale Gesellschaft.“

Berechtigte Ängste müssen ernst genommen

werden. Die SPD setzt dabei

auf mehr Personal bei Polizei, Justiz und

Ordnungsamt, eine bessere Ausstattung,

mehr Präsenz und Prävention. Ein wichtiges

Instrument der Bezirke ist zudem der

Einfluss auf städtebauliche Veränderungen

und stadtplanerische Maßnahmen.

Unter dem Aspekt der „Sicheren Stadt“

müssen Bau- und Umbaumaßnahmen

begutachtet werden: „übersichtlich“,

„gut beleuchtet“ und „einsehbar“ sind

hier einige der wichtigen Punkte. Die

SPD setzt sich dafür ein, dass auch die

Anwohnerinnen und Anwohner in solche

Planungen mit einbezogen werden.

Eine flächendeckende Kontrolle (z. B. in

Form von Videoüberwachung) lehnen wir

dagegen als unverhältnismäßig ab.

Zudem treten wir entschieden dem Ausnutzen

und Schüren von Ängsten und

Vorurteilen entgegen! Rassismus und

Ausgrenzung unter dem Deckmantel der

Wahrung der öffentlichen Sicherheit haben

keinen Platz in unserer Gesellschaft.

Alexander Sempf

CDU-Fraktion

Die Sicherheit im öffentlichen Raum ist

seit jeher ein zentrales Thema der Politik;

gleichermaßen auf Kommunal-, Landesund

Bundesebene. Eine der zentralen Aufgaben

des Staates ist es zu ermöglichen,

dass jede Bürgerin und jeder Bürger sich

möglichst frei und vor allem angstfrei

bewegen kann. Dieses Thema spielt in

Großstädten und Ballungsräumen traditionell

eine größere Rolle als in ländlichen

Regionen, da hier viele Menschen auf engem

Raum zusammenleben. Der Staat ist

hier besonders gefragt, die Sicherheit und

auch das Sicherheitsgefühl seiner Bürgerinnen

und Bürger sicherzustellen; denn

nur wer sich sicher fühlt, bewegt sich auch

frei und unbefangen durch den öffentlichen

Raum. Am mit Abstand wichtigsten

ist hierfür eine hinreichende Ausstattung

der Polizei, personell wie materiell. Aber

auch weitere Maßnahmen, sowohl präventive

als auch repressive, können geeignet

sein, so z. B. die städtebauliche Gestaltung

hochfrequentierter Orte oder die

Videoüberwachung an Orten, an denen es

erfahrungsgemäß zu vielen kriminellen

Vorfällen kommt.

Die CDU steht seit jeher für einen Staat,

der konsequent aber auch mit Augenmaß

für die Sicherheit seiner Bürgerinnen und

Bürger einsteht.

Christoph Brzezinski

B‘90/Grünen-Fraktion

Mit Angst lässt sich Politik machen.

Terroristen wissen das, rechte Politiker

auch. Die öffentliche Debatte wird dadurch

reduziert auf Gefahrenabwehr:

mehr Überwachung, mehr Repression.

Sicherheit schafft das nicht. Im Fall

Anis Amri oder beim NSU etwa haben

Sicherheitsbehörden die Unsicherheit

verschärft. Wer mit „starkem Staat“ Kontrolle

verbindet, Abschottung und Poller

auf dem Breitscheidplatz, der verkennt:

Terrorismus wie Alltagskriminalität sind

auch Folge wachsender Ungleichheit –

global und national. Dazu gehört auch,

dass in erster Linie sozial Benachteiligte

Opfer krimineller Gewalt sind. Innere

und soziale Sicherheit sind damit zwei

Seiten einer Medaille. Wenn Populisten die

Abwehr von „Fremden“ beschwören und

staatliche Aufrüstung fordern, betreiben

sie neoliberale Augenwischerei. Mit der

Hatz auf Sündenböcke und Phantasien

vom Polizeistaat helfen sie nur sich selbst.

Wer hingegen die Angst vor Kriminalität,

vor Abstieg und Armut ernst nimmt, muss

massiv die soziale Infrastruktur stärken.

Und dazu gehört auch die Polizeiwache

im Kiez.

Christoph Wapler

FDP-Fraktion

Als Freie Demokraten glauben wir daran,

dass man die persönliche Freiheit jedes

Einzelnen nur in einem sicheren Umfeld

für jedermann ermöglichen kann. Die Sicherheit

muss daher besser organisiert

sein als das Verbrechen. Gleichzeitig

steht die öffentliche Sicherheit immer

auch im Spannungsverhältnis mit der

persönlichen Freiheit. Das Argument

der Sicherheit darf nie dazu missbraucht

werden, unnötig Ängste zu schüren oder

anlasslose Überwachung zu ermöglichen.

Bei der Überlegung, ob und wie man den

öffentlichen Raum sicherer gestaltet, muss

man stets unterscheiden zwischen gefühlter

und tatsächlicher Sicherheit. Hundertprozentige

Sicherheit wird es nicht

geben. Für die FDP geht es im Interesse

der persönlichen Freiheit und des Datenschutzes

daher darum, jede Maßnahme

im öffentlichen Raum auf ihre tatsächliche

Effektivität hin zu prüfen. Dies gilt gerade

auch bei der Videoüberwachung. Kameras

verhindern keine Kriminalität. Kein Terrorist,

Räuber oder „U-Bahn-Schubser“ lässt

sich hiervon abschrecken. Videoüberwachung

vermittelt nur ein Gefühl von

Sicherheit, welches in der Realität nicht

besteht. Für die FDP ist klar, dass nur die

erhöhte Präsenz von Polizisten und ein

anderes Verständnis von Ordnungsamt

unsere Stadt sicherer machen.

Felix M. Recke

Alternative

für

Deutschland

AfD-Fraktion

Totschlag, Sexualdelikte, Körperverletzungen,

Raubüberfälle – die Zahl der Gewalttaten

in Berlin ist laut Polizeistatistik

deutlich gestiegen. Ebenso Einbrüche,

Taschen- und Trickdiebstähle. Berlin – die

Hauptstadt des Verbrechens. Nicht nur

eingesessene libanesische Clans, zunehmend

auch neu hinzukommende „Flüchtlinge“

machen die Stadt immer unsicherer.

Die Ausländerkriminalität stieg 2016 um

66,5 Prozent.

Gazette Charlottenburg | Oktober 2017 | 13

Die Angst geht um. Besonders ältere

Menschen fühlen sich bedroht. In der

BVV weist die AfD darauf hin. Und was

passiert? Die moralisch übererregten

Gr*ü*n*inn*en kaprizieren sich auf bizarre

Ablenkungen vom Thema, z. B. dass das

Problem eher kriminelle ältere Menschen

seien. Wir verbuchen so etwas unter Grüfri:

Grün-fundamentalistisches-realitätsfremdes-Intensivschwätzertum,

so nennt BILD

derartige Abstrusitäten. Die SPD-Genossen

behaupten schlicht, für ältere

Menschen sei Sicherheit überhaupt kein

relevantes Thema, vielmehr schüre die

AfD nur Ängste und verunsichere so die

Menschen. Typisch SPD. Wie sagte schon

Franz Josef Strauß? Irren ist menschlich,

immer irren ist sozialdemokratisch!

Michael Seyfert

Linksfraktion

Jede*r hier lebende Mensch hat das Recht

auf ein Leben in sozialer Sicherheit, Freiheit

und in Würde. Die Sorge um Sicherheit

ist relevant – stadtpolitisch und im

öffentlichen Raum, wenn es darum geht

Angsträume abzubauen (dunkle Straßen

und Parks, nicht einsehbare Ecken) oder

sozialpolitisch, wenn die Rente oder

Hartz-4 kaum zum Leben reichen. Soziale

Sicherheit ist einkommensabhängig und

wird im öffentlichen Raum sichtbar: Auf

der einen Seite abgeschirmte Quartiere

der Reichen und private Sicherheitsdienste,

auf der anderen Seite Armenviertel,

in die sich keine Polizei mehr traut. Zum

Glück ist es in Charlottenburg-Wilmersdorf

nicht ganz so polarisierend, ähnliche

Tendenzen sind jedoch erkennbar. Die

AfD versucht die Frage nach Sicherheit

rassistisch zu lösen – das ist nicht nur

menschenverachtend.

Angestiegen sind vor allem die Straftaten

rassistisch motivierter Gewalttäter

gegen Migrant*innen oder Linke. Viele

Menschen fühlen sich unsicher. Dagegen

hilft nur schwer mehr Polizei und schon

gar keine Videoüberwachung. Grundsätzlicher

braucht es ein planbareres Leben,

den Schutz vor Armut, die Möglichkeit

selbstbestimmt leben zu können in sozialer

Sicherheit.

Niklas Schenker

Vorwort --

SPD 1254

CDU 1193

Grüne 1064

FDP 1253

AfD 1109

Linke 1179

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Tel. 30 81 10 90

Mo-Fr 10-18.30

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SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung

Fraktionszvorsitzende: Constanze Röder


14 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2017

Von Luther lernen

Kuriose Therapie von Nierensteinen

Als Martin Luther so sehr unter

Nierensteinen litt, dass er glaubte,

sterben zu müssen, rettete ihn

sein Trotz und ein rumpelnder

Reisewagen. Heutzutage haben

Forscher einen kuriosen Behandlungsansatz

für Steinleiden untersucht,

der ähnlich funktionieren

könnte, wie die Fahrt mit dem

wackelnden Wagen: Achterbahn

fahren.

Das Reformationsjubiläum steuert

seinem Höhepunkt am 31. Oktober

2017 zu, dem Tag, an dem

sich der Anschlag der 95 Thesen

an die Tür der Schlosskirche in

Wittenberg zum 500. Mal jährt.

Viel ist in diesem Jahr über

Luther geschrieben worden, ein

Aspekt stand dabei weniger im

Fokus: seine Gesundheit. Fast

zeit seines Lebens war er krank.

Berichtet werden unter anderem

Magenbeschwerden, heftige Verstopfungen

und Hämorrhoiden,

Herzschmerzen und Gicht.

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protestantischer Fürsten

und Städte, der Schmalkaldische

Bund, gegen die Religionspolitik

des Kaisers tagte, litte er aufgrund

einer Nierenkolik unter so schrecklichen

Schmerzen, dass er sich

dem Tod nahe glaubte. Tagelang

staute sich sein Harn und keiner

der anwesenden fürstlichen Leibärzte

konnte ihm helfen. Doch

im Angesicht seines Feindes, des

päpstlichen Abgesandten, wollte

er nicht sterben. Also ließ er sich

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Impressum Gazette Charlottenburg · Oktober Nr. 10/2017 · 35. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Charlottenburg, Wilmersdorf,

Steglitz, Zehlendorf sowie Schöneberg & Friedenau.

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH · Badensche Str. 44 · 10715 Berlin

☎ (030) 407 555 47 · www.gazette-berlin.de

Redaktion Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de

Anzeigen Karin Keiser · ☎ (030) 822 34 93 · anzeigen@gazette-berlin.de

Druck

Druckhaus Humburg · 28325 Bremen

Nächste Ausgabe November Nr. 11/2017 · Anzeigen-/Redaktionsschluss: 23.10.2017 · Erscheinung: 09.11.2017


Foto: Henry Czauderna / Fotolia

auf einen Wagen hieven und rumpelte

gen Heimat. Die holprige

Fahrt in dem ungefederten Wagen

war eine Tortur. Doch genau

das sollte ihn am Ende von seiner

Pein erlösen, denn es ist überliefert,

dass sich aufgrund des unsanften

Geruckels der Nierenstein

löste und abging. Die Schmerzen

ließen nach – Luther überlebte.

Die „Therapie“ muss eine unglaubliche

Erlösung gewesen sein: Nierenkoliken

sind aufgrund ihrer

starken, manchmal als unerträglich

empfundenen Schmerzen

gefürchtet. Hervorgerufen werden

sie von Harnsteinen, Ablagerungen,

die sich in der Niere aus

Kristallen bilden. Ruhende Steine

in der Niere bleiben häufig unentdeckt

– problematisch wird

es, wenn die Nierensteine in den

Harnleiter gelangen und dort stecken

bleiben: Sie behindern den

Harnabfluss und lösen kolikartige

Schmerzen aus. Letztlich können

die Steine zu Nierenschädigungen

bis hin zum Tod führen.

Laut „Internisten im Netz“ werden

etwa vier von fünf Nierensteinen

von allein mit dem Urin

ausgeschieden. In leichteren, gut

kontrollierbaren Fällen ist deshalb

eine Behandlung ohne aktive Entfernung

des Steins erfolgreich.

Selbst nach einer Nierenkolik

kann der Arzt mit verschiedenen

Methoden versuchen, den spontanen

Steinabgang zu unterstützen.

Dazu gehören Maßnahmen

wie eine intensive Schmerzbekämpfung,

lokale Wärme (Wärmeflaschen)

und vermehrtes

Trinken.

Zudem kann mechanisch Einfluss

genommen werden. Um den

Stein „zurecht zu rücken“ und

das Ausscheiden zu erleichtern,

hilft manchmal körperliche Bewegung

wie Treppensteigen und

Hüpfen. Luther konnte das nicht

mehr, dafür war er zu krank. Ihm

halfen die Erschütterungen des

Reisewagens. Könnte Ähnliches

nicht auch Patienten heutzutage

helfen?

Vielleicht. Immerhin haben amerikanische

Forscher bereits nachgeforscht,

ob Achterbahn fahren

den Abgang von Nierensteinen

fördert. Das mag zunächst verrückt

klingen, hat aber offenbar

bereits einigen Patienten geholfen.

Berichte darüber hatten

die Wissenschaftler auf die Idee

gebracht, die Auswirkung des

Achterbahnfahrens experimentell

zu untersuchen. Sie bauten

ein anatomisch korrektes Modell

einer Niere, befüllten es mit Flüssigkeit,

positionierten kleinere

Nierensteine darin, verstauten

das Modell in einem Rucksack

und machten sich auf in einen

Vergnügungspark.

Nach insgesamt zwanzig Fahrten

in der Achterbahn kamen

sie zu dem Schluss: Unabhängig

von Größe und Position des

Steins scheint eine rasante Fahrt

den Steinabgang tatsächlich beschleunigen

zu können.

Manchen Patienten mit kleinen

Nierensteinen könnten Fahrten

in Achterbahnen möglicherweise

helfen, so die Forscher. Außerdem

sei diese Methode kostengünstig

und relativ sanft. Wer sich allerdings

davor scheut, in einer Bergund

Talbahn in die Tiefe zu rasen,

der kann es machen wie Luther,

denn vielleicht hilft auch ein

Ausflug mit einer Kutsche oder

einem Bollerwagen über Stock

und Stein.

Übrigens: Das thüringische Städtchen

Schmalkalden, in dem das

Bündnis gegen den Kaiser und

damit gegen die alte Welt geschmiedet

wurde, ist absolut eine

Reise wert. Mitten in der schönen

Altstadt liegt das Haus, in dem

Luther während der Beratungen

wohnte. Das Zimmer, in dem der

Reformator sowohl mit dem Tod

als auch – innerlich – mit dem

päpstlichen Gesandten gerungen

hat, kann besichtigt werden.


Auf die Pilze, fertig, los!

Nach der feuchtwarmen Witterung wachsen Pilze besonders gut

Gazette Charlottenburg | Oktober 2017 | 15

In deutschen Wäldern ist ein regelrechtes

Sammelfieber ausgebrochen:

Durch die feuchtwarme

Witterung in den letzten Wochen

wachsen Pilze besonders gut. Verantwortungsvolle

Pilzsucher nehmen

Rücksicht auf Wildtiere. Der

Deutsche Jagdverband (DJV) bittet

Waldbesucher, sich rücksichtsvoll

und umsichtig zu verhalten.

„Der Wald ist das Wohnzimmer

vieler Wildtiere, Waldbesucher

sind nur zu Gast“.

Marone, Pfifferling oder Steinpilz:

Der spätsommerliche Wald steckt

voller kulinarischer Verführungen.

Auch Blau- und Brombeeren

haben mancherorts noch Hochsaison.

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz

darf jedermann

Früchte des Waldes und Pilze für

den eigenen Gebrauch in kleinen

Mengen sammeln, sofern ein Gebiet

nicht einem Betretungsverbot

unterliegt.

Allgemein gilt beim Pilzesammeln

die goldene Grundregel: Nur das

Kostenlose Pilzberatung im Botanischen Museum

Pilzberatungen werden vom Botanischen Garten und Botanischen

Museum Berlin bereits seit 1890 angeboten. Seit 1935 ist es die einzige

Pilzauskunftsstelle des Landes Berlin.

Termine: 11. September – 3. November 2017: jeden Montag von 13.30 –

16.30 Uhr und jeden Freitag von 15.30 – 17.30 Uhr

(keine Pilzberatung am 2.10. und 27.10.2017).

6. – 20. November 2017: jeden Montag von 14.30 – 16.30 Uhr

Termine können sich kurzfristig ändern durch erhöhtes Pilz-Aufkommen

bzw. aus organisatorischen Gründen. In der Hauptsaison entstehen gegebenenfalls

Wartezeiten.

Die Pilzberatung befindet sich im Museumsgebäude (Königin- Luise-

Str. 6-8, 14195 Berlin) und ist kostenfrei.

ernten, was man hundertprozentig

kennt beziehungsweise bestimmen

kann. Anfängern empfiehlt

sich die Teilnahme an Pilzexkursionen.

Im Sinne der Nachhaltigkeit:

Nur so viele Pilze sammeln,

wie man verwerten kann. Wegen

des Fuchsbandwurmrisikos ist es

ratsam, Walderdbeeren wie Blau,-

Brom- oder Heidelbeere gründlich

zu waschen. Wer auf Nummer sicher

gehen möchte, erhitzt Waldfrüchte

vor dem Verzehr.

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16 | Gazette Charlottenburg | Oktober 2017

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