GP 02/18

SteinVerlag

E 43690 Ausgabe 2/2018

Offizielles Organ des Bundesverbandes

Mineralische Rohstoffe und seiner Landesverbände

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WIRTSCHAFT Rohstoffsteuer

Alter Wein in neuen Schläuchen, aber ohne Lenkungswirkung

MACH MAL WAS Trüffelernte

Nachnutzungskonzept mit Genusspotenzial und etwas Geduld

DATENNUTZUNG Volltransparenz

Die Ablösung der Pi-mal-Daumen-Methode durch exakte Zahlen

ENTSTAUBUNG Prozessfilter

Entscheidung für Hochwertigkeit spart permanente Kontrolle


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LE ITARTIKEL

1

Foto: gsz

Es ist

entscheidend,

wer eine Tatsache

vermittelt

Ende Februar überschlugen sich die Meldungen in den Medien:

„Sand wird in Deutschland knapp“ hieß es landauf, landab als

Reaktion auf eine Pressemeldung in Kombination mit der neusten

BGR-Kurzstudie zur Verfügbarkeit unserer heimischen Gesteinsrohstoffe.

Gemeint waren alle, also Sand, Kies und Naturstein, aber

auf das Wort „Sand“ fahren Medienleute seit der Arte-Reportage

zum Sand als vermeintliche Umweltzeitbombe generell eher ab.

Der Trigger hat gewirkt. Dass sich die Bundesanstalt für Geowissenschaften

und Rohstoffe nun der Thematik der künstlichen Verknappung

durch Überplanungen und langwierige Genehmigungsverfahren

annimmt, zeigt, wie ernst die Situation ist. Bauvorhaben

stocken, weil der Bedarf mancherorts kaum noch just in time gedeckt

werden kann. Auch MIRO hat in der Vergangenheit schon

vielfach den Zeigefinger gehoben, um auf die drohenden Verwerfungen

hinzuweisen. Ohne Genehmigung keine Investition und

keine Gewinnung – ganz einfach. Doch wer glaubt schon einem

themenfixierten Lobbyisten?

Nun haben wir den Salat. Die Nachfrage brummt. Geschäftsführer

und Betriebsleiter von Gesteinsunternehmen berichten übereinstimmend,

sie hätten noch nie einen so nachfragestarken Winter

erlebt wie diesen. Was soll dann erst im Frühjahr werden, wenn die

Betriebe schon jetzt an ihren Kapazitätsgrenzen kratzen? Das fragen

wir am besten die Genehmigungsbehörden. Dort nämlich bewegt

sich mehrheitlich – nichts! Gut, das stimmt auch wieder nicht,

aber ein Tempozuwachs bei der Bearbeitung von Anträgen ist nach

einer Blitzumfrage bei Unternehmern zu 92 % nicht festzustellen.

Das Vertrauen auf eine Lösung, die irgendwann vom Himmel fällt,

scheint unerschöpflich.

Liest man sich durch die Kommentare der ansonsten weitgehend

gleichlautenden Medienberichte, liegen Genugtuung über solides

Wissen und Entsetzen über komplette Blauäugigkeit bei einem Verhältnis

von 30:70. Kann hier theoretische Auf- und Erklärung weiterhelfen?

Versuchen werden wir’s. Fruchtet es nicht, ist Lernen durch

bittere Erfahrung wohl der einzige Weg zur Erkenntnis.

Ihre

Gabriela Schulz

Chefredakteurin GP

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


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2

INHALT

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Made in Germany

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Das Produkt- und Leistungsangebot von PUCEST ®

protect ist auf die Bedürfnisse produzierender Unternehmen

der Baustoffindustrie (Beton, Zement,

Steine + Erden) ausgerichtet. Unsere Kernkompetenz

sind Verschleißschutzlösungen.

Überall dort, wo es auf einen optimalen Verschleißschutz

ankommt, ist das Multitalent PUCEST ® nicht

mehr wegzudenken. Die Verschleißschutzsysteme

und Auskleidungen aus dem Werkstoff PUCEST ®

überzeugen durch lange Standzeiten und eine hervorragende

Verschleiß- und Abriebfestigkeit.

Der Werkstoff, dessen Rezeptur in jahrelanger Forschung

immer weiter für die Bedürfnisse extremer

Verschleißbeanspruchung optimiert wurde, zeichnet

sich auch bei der Reißdehnung und Reißfestigkeit

aus.

Er ergänzt zunehmend Stahl, Keramik, PE oder

Gummi im Verschleißschutz.

Die Firma PUCEST ® protect GmbH ging aus der

Einzelfirma Detlef Bauer hervor, die seit über 30

Jahren Dienstleistungen im Bereich Transportbeton-Mischanlagen

erbracht hatte.

Der Inhaber, Detlef Bauer, entwickelte in dieser Zeit

die gesamten Verschleißschutz-Produkte und teilt

heute mit seinem Sohn Marco Bauer das gesamte

technische Wissen.

Seit 2000 hat PUCEST ® protect seinen Betriebsschwerpunkt

durch eigene Neuentwicklungen im

Bereich von innovativen Verschleißschutzsystemen

neu ausgerichtet. Heute ist die inhabergeführte

PUCEST ® protect GmbH ein mittelständisches Unternehmen

mit ca. 40 Mitarbeitern.

Weitere Informationen:

PUCEST ® protect GmbH

Zwischen den Wegen 5

D-63820 Elsenfeld

Telefon +49 (0)6022 264010

Fax +49 (0)6022 2640120

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36 Datennutzung: Unendlich große

Datenmengen nützen nichts, wenn sie

einfach nur „da“ sind. Richtig sinnvoll

werden sie bei verknüpfter Betrachtung.

So haben sie die „Macht“, selbst

Verhaltensweisen beim Personal zu

ändern.

LEITARTIKEL

1 Es ist entscheidend, wer eine Tatsache vermittelt

WIRTSCHAFT

4 Zehn wichtige Steueränderungen 2018

… nicht alle sind für Steuerzahler ungünstig.

8 Primärbaustoffsteuern haben keine Lenkungswirkung

10 Baumaschinenindustrie in der Mitte des Booms

FORSCHUNG

12 Studie bestätigt: Baggerseen wirken sich nicht nachteilig

auf die Qualität des Grundwassers aus

AKTUELL

14 Nachrichten aus der Branche für die Branche

MACH MAL WAS

22 Nachnutzung Trüffelbiotop

Genussvoller Ausblick auf die spätere Ernte

24 Exklusives Penthouse sucht fliegende Bewohner

Roter Teppich und „Wohnbauförderung“ für einen geplanten

Uhu-Umzug

26 Deutliche Warnung aus Bayern: „Geht uns der Kies aus?“

28 Aufklärung zur Rohstoffsituation im hohen Norden

PRAXIS

30 Mineralische Rohstoffe mit Mehrwert

Mit „Edelsteinen“ in neue Vertriebsschienen vordringen

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


INHALT

3

62 Fördertechnik: Von mobilen

Bändern auf dem Vormarsch,

Reinigungseinheiten mit Referenzen

und einer kleinen, findigen

Crew, die nicht nur Bekanntes

verbessert, sondern Neues

dagegenstellt. Fotos: siehe Beiträge

Inhalt

Inhalt

32 Neue heimische „Quelle“ erschlossen

34 Kompakt im Umschlag

SCHWERPUNKT

IT-ELEMENTE UND DATENNUTZUNG

36 Gewinnungsprozesse digitalisieren und

Sparpotenziale generieren

Der digitale Gewinnungsbetrieb der Zukunft verknüpft

Daten verschiedener Quellen

40 Drei große Themen im WDV-Fokus

42 Bedingung: Alles in einem

44 WPK auf der Höhe der Zeit

46 Professionelle Prozess-Simulation in Stufen

48 Automatisierung durch permanente Qualitätskontrolle

im Materialstrom

SCHWERPUNKT ENTSTAUBUNG

56 Die Grenzen verschieben

Neue Wege bei der Entstaubung lassen Grenzwerte

zur Nebensache werden

60 Automatisch staubfrei – Düsen am richtigen Platz

61 Absolut bindungsaffines Tröpfchenaufkommen

SCHWERPUNKT FÖRDERTECHNIK

62 Der verlängerte Arm im flexiblen Betrieb

Mobile Förderbänder als Sparschweine beim

Haldenaufbau

64 Zwei Grundtypen mit Individualisierungspotenzial

66 Schräge Lösung – auch für Bänder mit Verbindern

68 Neu gedacht: Einfach anders statt irgendwie besser

70 Jede Trommel ein Unikat

INTERMAT 2018

72 Speed-Dating der Innovationen

Ausblick auf ihre diesjährige Intermat und die

Award-Gewinner

74 Frühlingsfrische Vorschau auf Paris

Exponate von Ausstellern mit Relevanz für die

Gesteinsindustrie

TREFFPUNKT

82 Alles in Bewegung

Bericht zur 65. Winterarbeitstagung der „Südschiene“

88 50. Lehrgang für Betonprüfer

89 Kurze Rückblicke und Ankündigungen von

Veranstaltungen

92 Treffpunkt Light

94 Terminkalender/Impressum

95 Inserentenverzeichnis

96 Zu guter Letzt/Vorschau

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


4

WIRTSCHAFT

I-vista/pixelio.de

Zehn wichtige

Steueränderungen 2018

Im laufenden Jahr müssen sich Steuerzahler

wie üblich mit zahlreichen

Steueränderungen herumschlagen.

Doch viele davon bringen diesmal

sogar tatsächlich Steuererleichterungen.

Hier die wichtigsten Veränderungen

im Überblick.

1. Geringwertige Wirtschaftsgüter

(GWG)

Seit 1. Januar 2018 gelten in Sachen Sofortabzug

neue Steuerspielregeln. Erwirbt

ein Unternehmen Gegenstände für

das Anlagevermögen, die selbständig

nutzungsfähig sind – das heißt sie müssen

ohne weitere Geräte funktionieren –,

winkt bis zu Nettoanschaffungskosten

von 250 Euro der Sofortabzug vom Gewinn

(bisher: 150 Euro). Bei Gegenständen,

die mehr als 250 Euro kosten, haben

Unternehmen ein Wahlrecht. Entweder

nutzen sie bis zu Nettoanschaffungskosten

von 800 Euro auch den Sofortabzug

(bisher: 400 Euro) oder sie entscheiden

sich für Gegenstände bis 1000 Euro

netto für die Sammelpostenabschreibung.

Beim Sammelposten werden die

Gegenstände auf fünf Jahre verteilt abgeschrieben.

Die neuen Steuerregeln 2018 zu geringwertigen

Wirtschaftsgütern gelten

auch für Arbeitnehmer. Erwerben sie

Arbeitsmittel wie Laptop, Smartphone,

Bürostuhl oder Aktentasche bis zu einem

Nettopreis von 800 Euro, kann dieser

Betrag 2018 in voller Höhe als Werbungskosten

abgezogen werden. Diese

neue GWG-Regelung gilt 1:1 auch für

Vermieter.

Beispiel: Arbeitnehmerin Huber kauft

sich 2018 ein Smartphone, um Kundenanfragen

zeitnah auch von unterwegs

beantworten zu können. Kosten: 799

Euro plus 151,81 Euro Umsatzsteuer.

Folge: Da der Nettopreis nicht über 800

Euro liegt, darf die Arbeitnehmerin in

2018 Werbungskosten in Höhe von

950,81 Euro abziehen.

Praxis-Tipp: Damit Unternehmen von

den höheren Abschreibungsgrenzen

2018 für GWG profitieren, muss die

Buchhaltungssoftware angepasst werden.

Das heißt, es müssen neue Kostenstellen

angelegt werden: „GWG bis 250

Euro“ und „GWG bis 800 Euro.

2. Unangekündigte

Kassen-Nachschau

Nutzt ein Unternehmen eine offene Ladenkasse

oder eine elektronische Registrierkasse,

kann es seit 1. Januar 2018

tatsächlich passieren, dass ein Prüfer

des Finanzamts unangekündigt vor der

Tür steht und die Kassendaten von Ihnen

zur Auswertung anfordert. Hier handelt

es sich um die neue Kassen-Nachschau.

Praxis-Tipp: Sollte tatsächlich ein ungebetener

Besuch des Finanzamts erfolgen,

empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

Lassen Sie sich den Prüferausweis

zeigen und notieren Sie Namen, Telefonnummer

und Finanzamt.

Rufen Sie Ihren Steuerberater an und

bitten Sie ihn, die Kassen-Nachschau

zu betreuen.

Erst wenn der Berater vor Ort ist, sollten

dem Prüfer die Kassendaten ausgehändigt

werden.

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


WIRTSCHAFT

5

3. Aushilfen:

Weniger Lohnsteuer, mehr netto

Beschäftigen Unternehmen Aushilfen,

die zeitlich befristet ein überdurchschnittliches

Einkommen erzielen, kann

für diese Mitarbeiter erstmals ab 1. Januar

2018 ein permanenter Lohnsteuer-

Jahresausgleich durchgeführt werden

(§ 39b Abs. 2 Satz 13-16 EStG). Dadurch

ist es möglich, einen kurzfristig hohen

Lohn auf einen längeren Zeitraum umzulegen.

Das führt zu einem geringen

Lohnsteuerabzug und damit zu einem

höheren Nettogehalt für die Aushilfe.

Praxis-Tipp: Sind Sie unsicher, ob Sie

beim Lohnsteuer-Jahresausgleich für

Aushilfen alles richtig machen? Dann

fragen Sie doch einfach beim Finanzamt

im Rahmen einer Anrufungsauskunft

nach § 42e EStG nach. Die Antwort ist

ein Gratis-Service des Finanzamts. Die

Steuerspielregeln zu einer Anrufungsauskunft

finden Sie in einem brandaktuellen

Schreiben des Bundesfinanzministeriums

(BMF, Schreiben v. 12.12.2017,

Az. IV C 5 - S 2388/14/10001).

4. Neues Freitextfeld in

Steuererklärung

Normalweise ist ab 2018 geplant, dass

ein Großteil der Steuererklärungen für

das Jahr 2017 gar nicht mehr auf dem

Schreibtisch eines Sachbearbeiters im

Finanzamt landet. Fällt die Steuererklärung

2017 nicht aus dem Rahmen (das

überprüft der Finanzamts-Computer

automatisch), wird ohne Zeitverzögerung

sofort ein Steuerbescheid erstellt

und verschickt. Möchten Sie aber, dass

die Steuererklärung auf dem Schreibtisch

des zuständigen Finanzbeamten

landet, müssen Sie ein Freitextfeld ausfüllen.

Das ist immer dann ratsam, wenn

Sie vom Gesetzestext abweichen und

beispielsweise wegen eines Musterprozesses

umstrittene Ausgaben steuerlich

geltend machen.

5. Verschärfte Meldepflichten bei

Auslandsengagement

Beteiligen Sie sich im Ausland mittel- und

unmittelbar zu mindestens 10 % an einer

Gesellschaft, verkaufen Sie eine solche

Beteiligung, gründen Sie im Ausland

einen Betrieb oder wird im Ausland eine

Betriebsstätte eingerichtet, müssen Sie

das ab 2018 zwingend dem Finanzamt

melden (§ 138 AO). Die Meldung muss

mit Abgabe der Steuererklärung, spätestens

jedoch 14 Monate nach Ablauf des

Jahres erfolgen. Wer sich nicht an diese

Meldepflicht hält, riskiert eine Betriebsprüfung

und/oder eine Strafzahlung.

Praxis-Tipp: Wer was und wann dem

Finanzamt melden muss, können Sie

einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums

entnehmen (BMF, Schreiben

v. 5.2.2018, Az. IV B 5 - S 1300/07/10087/

IV A 3 - S 0303/17/10001).

6. Betriebliche Altersvorsorge

Seit 1. Januar 2018 sind in Sachen betrieblicher

Altersvorsorge viele neue Regelungen

zu beachten. Es gibt einen

neuen Durchführungsweg und Arbeitnehmer

können deutlich höhere Beiträge

steuerfrei in einen betrieblichen Altersvorsorgevertrag

einzahlen.

Wandelt ein Arbeitnehmer einen Teil

seines Gehalts in eine betriebliche Altersvorsorge

in Form einer Direktversicherung,

einer Pensionskasse oder

eines Pensionsfonds um, können 2018

bis zu 6240 Euro steuerfrei einbezahlt

werden (bis Ende 2017: 4848 Euro).

Steuerfrei umgewandelt werden können

seit diesem Jahr 8 % (bisher 4 %) der

Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung

West.

Die betriebliche Altersvorsorge wird

2018 auch für Geringverdiener attraktiv.

Denn leistet der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer

zusätzlich zum ohnehin geschuldeten

Arbeitslohn Beiträge in eine

Direktversicherung, einen Pensionsfonds

oder in eine Pensionskasse, winkt

für Arbeitnehmer mit einem Bruttoarbeitslohn

von höchstens 2200 Euro monatlich

oder 26.400 Euro im Jahr ein

staatlicher Zuschuss (§ 100 EStG 2018).

Beispiel: Zahlt der Arbeitgeber für

den Arbeitnehmer 480 Euro in eine Direktversicherung

ein, zahlt auch der

Staat einen Beitrag von 144 Euro (480

Euro x 30 %).

Praxis-Tipp: Infos zu den Neuerungen

und Beispiele dazu finden Sie im BMF-

Schreiben v. 6.12.2017 (Az. IV C 5 - S

2333/17/10002; abrufbar unter www.

bundesfinanzministerium.de).

7. Riester-Vertrag:

Mindestbeitrag neu berechnen

Zahlt ein rentenversicherungspflichtiger

Steuerzahler in einen Riester-Vertrag ein,

gibt es für 2018 eine höhere staatliche

Grundzulage von 175 Euro (bisher 154

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WIRTSCHAFT

Uwe Wagschal/pixelio.de

Euro). Dadurch kann sich der zu zahlende

Mindestbeitrag 2018 mindern, der notwendig

ist, um die volle Riester-Zulage

kassieren zu können. Eine Neuberechnung

der Mindestzulage ist auch immer

dann für 2018 empfehlenswert, wenn der

Riester-Sparer im Vorjahr eine Gehaltserhöhung

bekommen hat. Denn der Mindestbeitrag

orientiert sich am rentenversicherungspflichtigen

Arbeitslohn.

Praxis-Tipp: Seit 1. Januar 2018 profitieren

Riester-Sparer von weiteren

neuen Bestimmungen. Welche Vorteile

das sind, erläutert das Bundesfinanzministerium

in einem ausführlichen Schreiben

v. 21.12.2017 (Az. IV C 3 – S 2015/17/

10001:005).

8. Beleglos mit

Aufbewahrungspflicht

Mit der Steuererklärung 2017 muss erstmals

kein einziger Beleg mehr beigefügt

werden. Das bedeutet aber nicht, dass

die Belege in den Papierkorb dürfen. Sie

AUCH DAS IST NEU

müssen also nach wie vor für mögliche

Fragen und Anforderungen durch das

Finanzamt vorgehalten und im Rahmen

der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist

aufbewahrt werden.

9. Höherer Sonderausgabenabzug

für Renten-Beiträge

Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung,

berufsständischen Versorgungseinrichtung,

landwirtschaftlichen

Alterskasse, Rürup-Rentenversicherung

sowie zu einer Basis-Berufsunfähigkeitsversicherung

dürfen 2018 in Höhe

Weitere Änderungen im Kurzüberblick

uschi dreiucker/pixelio.de

Kindergeld: Seit 1. Januar 2018 bekommen

Eltern nicht nur Kindergeld, auch der

Kinderfreibetrag, der steuerlich geltend

gemacht werden kann, ist 2018 auf 4788

Euro gestiegen. Neu ist bei in 2018 eingereichten

Kindergeldanträgen auch, dass

ab Antragstellung rückwirkend nur für die

letzten sechs Monate Kindergeld gezahlt

wird.

Grundfreibetrag: Der Grundfreibetrag

beträgt 2018 für Ledige 9000 Euro und für

Verheiratete 18.000 Euro. Bis zu diesem

zu verteuernden Einkommen, wird keine

Steuer fällig.

Reichensteuer: Spitzenverdiener müssen

auf ihr Einkommen nicht nur den Spitzensteuersatz

von 42 % zahlen. Ab einem

bestimmten Einkommen werden zusätzlich

3 % Steuern erhoben. 2018 passiert

das ab einem Einkommen von 260.533

Euro/512.607 Euro (ledig/verheiratet).

Elektrofahrzeuge: Wer ein Elektrofahrzeug

als Firmenwagen nutzt, kann bei der

Ermittlung des Privatnutzungsanteils

nach der 1%-Regel wegen der teueren

Batterie einen Abschlag vom Listenpreis

vornehmen. Beim Kauf eines E-Autos im

Jahr 2018 beträgt der Abschlag 250 Euro

je kWh Batteriekapazität, maximal 7500

Euro.

Unterstützungsleistungen: Unterstützen

Sie ein Kind, für das Sie kein Kindergeld

mehr bekommen, oder einen Elternteil

finanziell, können Sie 2017 bis zu 9000

Euro pro Jahr als außergewöhnliche Belastung

geltend machen.

von 86 % als Sonderausgaben abgezogen

werden. Es sind jedoch folgende

Höchstbeträge zu beachten: Beitragszahlungen

sind 2018 nur bis zu einer

Höhe von 23.808 Euro/47.616 Euro (Ledige/zusammenveranlagte

Eheleute)

begünstigt. Davon sind 2018 abziehbar

86 %, also maximal 20.474 Euro/40.948

Euro).

10. Änderungen durch

Investmentsteuergesetz

Anleger, die schon vor der Einführung

der Abgeltungsteuer – also vor dem 1.

Januar 2009 – einen Fondsanteil gekauft

haben, bekommen im Jahr 2018 von

ihrer Depotbank verwirrende Post. Denn

das Investmentsteuergesetz sieht vor,

dass für solche Altanteile der Bestandsschutz

entfällt. Verwirrend dürften entsprechende

Informationen der Depotbank

deshalb sein, weil diese darin

davon ausgehen (müssen), dass die Alt-

Anteile zum 31.12.2017 verkauft und am

01.01.2018 erneut gekauft worden sind.

Wertsteigerungen, die bis zum 31.12.2017

aufgelaufen, sind, sind steuerfrei. Versteuern

müssen Sie nur die Wertsteigerungen,

die ab dem 01.01.2018 eingetreten

sind. Für diese neuen Wertsteigerungen

steht Ihnen aber beim späteren

Verkauf ein Freibetrag von 100.000 Euro

zu. Versteuern müssen Sie nur Wertzuwächse,

die den Freibetrag übersteigen.

Ein Beitrag von GP-Autor Bernhard

Köstler – Fachbuchautor und Experte

für Steuern, Existenzgründung und

Altersvorsorge

bernhard.koestler@t-online.de

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


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WIRTSCHAFT

NOTIZ FÜRS STAMMBUCH:

Primärbaustoffsteuern

haben auch bei wiederholter Beschwörung

keine Lenkungswirkung!

Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat

sich in seinem neuen Steckbrief vom 13.

Februar 2018 unter anderem zum Thema

Ressourcenschonung geäußert und sich

bei dieser Gelegenheit erneut mit dem

Thema Ressourcensteuern in Deutschland

auseinandergesetzt. Explizit wird

dabei auch die Einführung einer Primärbaustoffsteuer

angesprochen. Dass

diese schon mangels Masse – um Sekundärbaustoffe

herzustellen, müssten zuerst

mineralische Abbruchmassen in

entsprechenden Dimensionen vorhanden

sein – gar keine Lenkungswirkung

entfalten kann, wurde bereits vielfach

rechnerisch belegt.

Substitution ist wichtig und nützlich. Sie

sollte überall da stattfinden, wo sie

machbar ist und wirtschaftlich sinnvoll

erscheint. Genau aus diesem Grund

werden in Deutschland bereits jetzt

mehr als 90 % aller dafür geeigneten

mineralischen Massen aufbereitet und

einer Wiederverwertung als Sekundärbaustoff

zugeführt. Diese Entwicklung

wird vom Bundesverband Mineralische

Rohstoffe (MIRO) nicht nur beobachtet

und kommentiert, sondern vielmehr von

einer ganzen Reihe der organisierten

Unternehmen als Teilbereich ihrer Tätigkeit

mitgetragen. Auch deshalb ist ein

fachlich-fundierter Blick auf die Grenzen

des Machbaren vor einem soliden Erfahrungshintergrund

seitens des Verbandes

gegeben. Den jüngsten Vorstoß des

DNR kommentiert MIRO-Geschäftsführer

Christian Haeser entsprechend:

„Mit einer Rohstoffsteuer soll die Gewinnung

von Primärrohstoffen stark reduziert

werden. Der DNR verkennt allerdings,

dass Baurohstoffe ohnehin nur in

dem Umfang gewonnen werden, wie sie

– hauptsächlich – von der Bauwirtschaft,

aber auch von einer Vielzahl anderer Industriebranchen

benötigt werden. Kein

Bedarfsträger kauft Gesteinskörnungen

aus primären Rohstoffen unnötig ein.

Deshalb arbeitet die Gesteinsindustrie

ausschließlich nachfragegerecht. Eine

Einschränkung des Zugriffs auf Primärrohstoffe

würde umgehend zu drastischen

Versorgungslücken führen. Die

Nachfrage könnte nur zu einem kleinen

Teil durch Importe gedeckt werden.

Aber zu welchem Preis? Längere Transportwege

wären die Folge. Damit einhergehen

nicht nur höhere Kosten, sondern

auch vermehrte Umweltbelastungen, die

sich unter anderem in zunehmenden

CO 2

-Emissionen niederschlagen. Die

anerkannt positive Ökobilanz der derzeit

noch über kurze Strecken möglichen

regionalen Versorgung wäre dahin. Kann

das wirklich gewollt sein?“

Überraschung: Auch Sekundärbaustoffe

brauchen eine „Rohstoffquelle“

Bereits 2012 bilanzierte das Bundesumweltministerium

im deutschen Ressourceneffizienzprogramm

„ProgRess I“,

Seite 51, dass mineralische Primärbaurohstoffe

auch bei größten Anstrengungen

lediglich zu rund 12 % durch Recyclingmaterial

substituiert werden können.

Eine wesentliche Steigerung ist

nach dieser Quelle in naher Zukunft nicht

möglich, da das absehbare Aufkommen

an Abbruchmassen die gebotenen Möglichkeiten

limitiert. Wenn aber die regelmäßig

per Monitoring belegte Verwertungsquote

bei mineralischen Bauabfällen

bereits heute bei über 90 % liegt, wie

sollte sie dann noch in die tatsächlichen

Bedarfsdimensionen hineinzusteigern

sein?

Dass es sich hier nicht um eine

Schutzbehauptung der Rohstoffbranche,

sondern um eine von der Bundespolitik

anerkannte Tatsache handelt,

belegt der Originaltext aus ProgRess I.

Zitat: „Mit durchschnittlich rund 192 Millionen

Jahrestonnen stellen die Bau- und

Abbruchabfälle den mengenmäßig größ-

ten Abfallstrom in Deutschland dar. Hieraus

wurden im Jahr 2008 unter anderem

66,6 Millionen Tonnen Recyclingbaustoffe

hergestellt, welche 11,5 Prozent des

gesamten Bedarfs an Gesteinskörnungen

im Jahr 2008 deckten.“ Die logische

Limitierung, die sich schlicht aus der

Menge und der Qualität verfügbarer Abbruchmassen

ergibt, ist durch diese eine

und zahlreiche weitere anerkannte Wissensquellen

belegt.

Angesichts der momentan beobachteten

Investitionsgrößenordnungen im

Baubereich und der absehbaren Bauaufgaben

in den Folgejahren wird der jährliche

Bedarf von rund 500 bis 550 Mio. t

primärer Baurohstoffe mindestens bis

zum Jahr 2035 unverändert bleiben. Eine

Substitution durch Recyclingbaustoffe

im vom DNR suggerierten Umfang ist

somit schon rein rechnerisch unmöglich.

Hier empfiehlt sich ein Blick auf die seriöse

Bedarfshochrechnung anhand

zweier möglicher Szenarien in der 2016

aktualisierten Studie des Deutschen Instituts

für Wirtschaftsforschung (DIW)

mit dem Titel: „Die Nachfrage nach Primär-

und Sekundärrohstoffen der Steine-

und Erden-Industrie bis 2035 in

Deutschland“.

Im Übrigen werden aus primären

Rohstoffen produzierte Gesteinskörnungen

zu rund 70 % für Maßnahmen verwendet,

die durch die öffentliche Hand

veranlasst sind. Die öffentliche Hand –

und damit der Gesetzgeber – kann somit

innerhalb von Ausschreibungen frei über

das zu verwendende Material entscheiden.

Er benötigt dafür keine gesetzgeberischen

Maßnahmen in Form einer

neuen Steuer. Klar ist, dass genau eine

solche das Bauen am Ende aber verteuern

würde, während die faktischen Möglichkeiten

einer tatsächlichen Ressourcenschonung

mangels Alternativen im

suggerierten Umfang absolut gering

sind.

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GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


WIRTSCHAFT

9

LEBENSRETTER

Anleitungen zum Gesundbleiben

Gut 90 % der tödlichen Arbeitsunfälle werden durch nur

fünf Unfalltypen verursacht: Unfälle mit Fahrzeugen, Störungsbeseitigung,

Wartung, Reparatur und Reinigung von

Maschinen und Anlagen, Absturz von Leitern oder hoch

gelegenen Arbeitsplätzen, umkippende Teile oder herabfallende

Gegenstände und Explosionen. Zu diesem Ergebnis

kommt eine Analyse der Berufsgenossenschaft Rohstoffe

und chemische Industrie (BG RCI). Die BG hatte dazu

rund 300 tödliche Arbeitsunfälle, die sich zwischen 2004

und 2015 bei Mitgliedsbetrieben ereigneten, genauer unter

die Lupe genommen.

In der Regel ist nicht nur eine Ursache allein dafür verantwortlich,

dass es zu einem Unfall kommt, häufig gibt es

mehrere. Hinzu kommt der Faktor Mensch: Bei 75 % der

untersuchten Arbeitsunfälle hatte die betroffene Person

laut Studie einen direkten Einfluss auf den Ablauf des Geschehens

und hat den Unfall dadurch mit verursacht. Zu

den am häufigsten beobachteten, kritischen Verhaltensweisen

der Betroffenen zählten unüberlegtes Handeln,

Leichtsinn, Nachlässigkeit durch Routine, Missachtung von

Sicherheitsregeln, Verzicht auf persönliche Schutzausrüstungen

oder die Manipulation von Schutzeinrichtungen.

Um auf die häufigsten Ursachen für tödliche Arbeitsunfälle

aufmerksam zu machen, hat die BG RCI zwei neue

Publikationen herausgegeben: die Sicherheitskurzgespräche

„Lebensretter: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt“ (SKG

030) und „Lebensretter: So verhalte ich mich sicher“ (SKG

031). Beide nehmen mit pointierten Zeichnungen und erläuternden

Texten Bezug auf die fünf hauptsächlichen Unfallursachen

bzw. auf die analysierten kritischen Verhaltensweisen

und können von Sicherheitsbeauftragten zur

Unterweisung von Beschäftigten genutzt werden.

UNTERWEISUNGEN: Auf jeweils 18 Seiten werden mit pointierten

Zeichnungen und erläuternden Texten die fünf hauptsächlichen

Unfallursachen dargestellt. Zum Printexemplar im A4-Format

gibt es ein A2-Maxi-Wimmelbild obendrauf. Cover: BG RCI

Die Sicherheitskurzgespräche SKG 030 und SKG 031

sind als geleimter Block im DIN-A4-Format unter medienshop.bgrci.de

zu bestellen. Die Printexemplare kosten je

4,90 Euro bzw. 4,30 Euro zzgl. MwSt., sind jedoch für Mitgliedsbetriebe

kostenlos erhältlich. Passende Unterweisungsfolien

stehen zusätzlich als PDF unter downloadcenter.bgrci.de

zur Verfügung. Unter medienshop.bgrci.de

können auch die Broschüren KB 012-1 „Mein Leben – 12

Lebensretter für Beschäftigte“ und KB 012-2 „Meine Verantwortung

– 12 Lebensretter für Führungskräfte“ bezogen

werden.

www.bgrci.de

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


10

WIRTSCHAFT

Baumaschinenindustrie in der Mitte des Booms

Baumaschinen: Auftragseingang und Umsatz

Zweistellige Zuwächse in allen Teilbranchen

VDMA | Sebastian Popp

30%

25%

20%

15%

10%

5%

0%

-5%

-10%

Auftragseingang

Januar-Dezember 2017/2016, Quelle: VDMA

ENTWICKLUNG Umsatz- und Auftragseingänge in der Baumaschinenindustrie.

Grafiken: VDMA

Umsatz

19%

15%

Hochbau Erdbau Straßenbau Gesamt

Branchenumsatz Deutsche Baumaschinenhersteller

Wachstum vier Jahre in Folge

VDMA | Sebastian Popp

10

8

6

4

2

0

Deutschland

2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017

Deutschland: Baumaschinenabsatz

2017: 3% über dem Niveau von 2016

VDMA | Sebastian Popp

VDMA |

30.000

25.000

20.000

15.000

10.000

5.000

International

0

1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009 2011 2013 2015 2017

Weltumsatz der Baumaschinenindustrie

Sebastian Popp

120

100

80

60

40

20

in EUR Mrd., Quelle: VDMA

Verkaufte Baumaschinen, 20-Jahre Durchschnitt, Quelle: VDMA

0

2003 2005 2007 2009 2011 2013 2015 2017

in EUR Mrd., Quelle: verschiedene Statistiken, VDMA-Schätzungen

Die deutsche Baumaschinenindustrie hat das

Jahr 2017 mit einem Umsatzplus von 15 %

gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen. Der

Branchenumsatz betrug damit 10,8 Mrd. Euro.

Die Branche wuchs im vierten Jahr in Folge.

Auch der Auftragseingang lag am Jahresende

um 19 % höher. 2018 sollte daher ein

weiteres sehr gutes Jahr werden. Die Industrie

rechnet mit einer Umsatzsteigerung von

8 %.

„Seit Jahren haben wir einen solch einhellig großen

Optimismus wie heute nicht mehr gespürt“,

kommentierte Joachim Strobel, Geschäftsführer

der Liebherr-Emtec GmbH und Vorsitzender der

Fachgruppe Baumaschinen im VDMA, die gute

Stimmung unter seinen Kollegen auf ihrer Jahressitzung

in Frankfurt. In allen Teilsegmenten

konnten die Unternehmen 2017 deutliche Zuwächse

erwirtschaften, am größten bei den Erdbewegungsmaschinen

(+21 %), gefolgt von den

Hochbaumaschinen (+11 %) und den Straßenbaumaschinen

(+9 %). „Wir profitieren von einer

großen Nachfrage rund um den Globus zur gleichen

Zeit“, ergänzte Franz-Josef Paus, Vorsitzender

des Fachverbandes Baumaschinen und Baustoffanlagen

und geschäftsführender Gesellschafter

der Hermann Paus Maschinenfabrik

GmbH. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass sich

das in diesem Jahr ändern sollte. „Der Boom wird

uns bis ins Jahr 2019 tragen.“ Die Hersteller sind

deshalb auch guter Dinge mit Blick auf die bauma

im April kommenden Jahres in München.

Deutscher Markt und Europa sind Motor

Treiber der guten Entwicklung war 2017 der deutsche

Markt. Hier konnten die Hersteller auf einem

bereits hohen Niveau noch einmal 3 % im Absatz

aufsatteln. „Diese Größenordnung hat doch erstaunt“,

sagte Strobel. Dass es nur 3 % waren,

lag vor allem am Kompaktmaschinensegment.

Es zeigte nach den Höhenflügen der vorangegangenen

beiden Jahre deutliche Sättigungstendenzen

und lag moderat einstellig im Minus. In Europa

wurden im letzten Jahr rund 20 % mehr Baumaschinen

abgesetzt als 2016. In Nord- und

Westeuropa befanden sich die Baumaschinenverkäufe

auf Rekordniveau; in Süd- und Mittelosteuropa

zog die Nachfrage – von niedrigem Niveau

kommend – stark an. Russland macht den Herstellern

trotz der jüngsten Erholung weiterhin

Sorge. In dem einst boomenden Markt sind die

deutschen Hersteller bei Weitem noch nicht wieder

dort, wo sie einmal waren. „Wir tun uns

schwer, das durch die EU-Sanktionen verspielte

Vertrauen wieder aufzubauen“, erklärte Strobel.

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


WIRTSCHAFT

11

China erneut größter

Baumaschinenmarkt der Welt

Der weltweite Branchenumsatz lag 2017

rund 15 % im Plus und erreichte mit etwa

116 Mrd. Euro ungefähr das Niveau von

2011. Das Wachstum trägt bisher keine

Züge einer Blase. Die Kunden in allen Teilsegmenten

sind gut ausgelastet, das Kapital

ist vorhanden, die Lage auf den

Rohstoffmärkten verbessert sich und die

Geschäfte profitieren von einem makroökonomischen

Rückenwind. Ein Markt

nach dem anderen scheint sich zu öffnen:

Nordamerika näherte sich am Jahresende

2017 mit einem zweistelligen Absatzplus

bei Baumaschinen den Spitzenwerten

von 2006. In Südamerika verzeichneten

die Hersteller ein Absatzplus von

26 %. Dafür verantwortlich ist nicht Brasilien,

sondern Chile, Peru und Argentinien.

Der Nahe und Mittlere Osten war die

einzige Region, in welcher die Branche

erneut Rückgänge verzeichnen musste,

allerdings mit einer deutlichen Verbesserung

in der zweiten Jahreshälfte. Der indische

Markt wuchs mit 12 % im zweiten

Jahr in Folge, bleibt im Vergleich zu China

aber klein. Nach fünf Jahren zum Teil extremer

Rückgänge explodierte der chinesische

Markt 2017 förmlich (plus 86 %)

und ist nun wieder der größte Baumaschinenmarkt

der Welt. Allerdings bleibt

China stark volatil und lässt trotz offenbarer

Marktbereinigungen die gewünschte

Nachhaltigkeit vermissen.

Hohe Kapazitätsauslastung und

längere Lieferzeiten

Laut Ifo-Konjunkturtest lag die Kapazitätsauslastung

der deutschen Hersteller

von Baumaschinen und Baustoffanlagen

Anfang 2018 bei 89 %. Neben Materialknappheit

oder, wie Paus sagte, „dem

Kampf ums tägliche Material“ werden

2018 auch Personalengpässe ein limitierender

Faktor sein. Lange Lieferzeiten

der Komponentenzulieferer sind die

Kehrseite des hohen Auftragsbestandes

in vielen Teilbranchen. In der Limitierung

sehen die Industrievertreter durchaus

auch positive Züge. Sie verspricht mitunter

eine langsamere und gesündere

Aufwärtsentwicklung, als man sie in der

Vergangenheit schon erlebt habe.

In der ungewöhnlichen Boom-Situation

qualifiziertes Personal zu finden, ist

die zweite große Herausforderung für die

Industrie. Es fehlen nicht nur Ingenieure

und Techniker, sondern auch Menschen,

die Baumaschinen bedienen können. Mit

40.000 Beschäftigen trägt die vorwiegend

mittelständisch geprägte Bau- und

Baustoffanlagenindustrie in hohem

Maße zur Sicherung von Industriearbeitsplätzen

in Deutschland bei. Sie bietet

vielen Menschen unterschiedlichster

Qualifikationen eine berufliche Heimat

und das praktisch ohne prekäre Arbeitsverhältnisse.

Das soll nach Meinung der

Hersteller auch so bleiben. „Flexibilität

ist dabei aber unerlässlich, auf allen Seiten“,

betonte Paus. „In den nächsten ein,

zwei Jahren werden die Geschäfte gut

laufen, daran werden die Beschäftigten

teilhaben.“ Auf alles, was dann komme,

auch auf die nächste Flaute, müsse man

aber reagieren können. Flexibilität und

die richtigen Werkzeuge hätten schon in

der Vergangenheit geholfen, Arbeitsplätze

zu sichern.

www.vdma.org

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2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


12

FORSCHUNG

Studie bestätigt:

„Baggerseen wirken sich nicht nachteilig

auf die Qualität des Grundwassers aus“

FORSCHUNGSGEGENSTAND: Untersucht wurden neben den Werten im abgebildeten Balgheimer See die in zwei weiteren im Rhein-

Kreis-Neuss.

Der Rhein-Kreis Neuss hat in einer Studie die Wechselwirkungen zwischen

Baggerseen und Grundwasser untersuchen lassen. Ziel war es, genauere

Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob und wie sich Nassgewinnungen auf

das Grundwasser auswirken und welche hydrochemischen Vorgänge am

Übergang zwischen Grundwasserleiter und Seewasser stattfinden. Dazu

wurden über einen Zeitraum von drei Jahren Seewasser- und Sedimentporenwasseruntersuchungen

sowie Grundwasseruntersuchungen im An- und

Abstrom dreier Baggerseen (Hackenbroicher Waldsee, Uedesheimer See

und Balgheimer See) in der Niederrheinischen Bucht im Rhein-Kreis Neuss

durchgeführt. Inzwischen sind die Ergebnisse veröffentlicht.

Da die Anlage von Baggerseen häufig in

Konkurrenz zur öffentlichen Trinkwasserversorgung

steht, die oftmals die gleiche

Grundwasserleiter nutzt, sollte mit

den im Gutachten beschriebenen Untersuchungen

Grundlagenforschung betrieben

werden, um die tatsächlichen

Auswirkungen von Nassabgrabungen

auf die Grundwasserqualität näher zu

beleuchten.

Die drei Seen unterscheiden sich

deutlich hinsichtlich ihrer Größe und

Seetiefe und sind bis auf die relativ geringe

Nitratbelastung in deren Umfeld

charakteristisch für Baggerseen ohne

Überflutungstendenz im Bereich der

Niederrheinischen Bucht. Um die Prozesse

entlang der Stromlinie anstromi-

ges Grundwasser – See – abstromiges

Grundwasser detailliert betrachten zu

können, wurden folgende Untersuchungen

durchgeführt:

Untersuchung des Zustands des Seewasserkörpers

an vier bis sieben Untersuchungszeitpunkten

über Tiefenprofile

Entnahme von schichtbezogenen

Seewasserproben aus zwei bis sieben

unterschiedlichen Tiefenbereichen

des Seewasserkörpers

Entnahme von schichtbezogenen

Grundwasserproben aus dem an- und

abstromigen Grundwasserkörper

Untersuchung des Sedimentporenwassers

in den an- und abstromigen

Uferbereichen und damit im Übergang

zwischen Grund- und Seewasser über

Dialyse-Porenwasser-Sammler

Durchführung von Tiefenlotungen für

die drei Seen zur Erstellung von Isobathenkarten.

Von besonderem Interesse waren im

Rahmen des Forschungsvorhabens vor

allem die Wechselwirkungen im Übergangsbereich

von Grund- und Seewasser

und damit im Sedimentporenwasser.

Um die dort vorliegenden hydrochemischen

Bedingungen zu erfassen, ohne

die In-situ-Bedingungen zu verändern

(z. B. mittels Sedimentkernbohrungen

und anschließender Abpressung oder

Zentrifugierung des Sediments), wurden

für den Einsatz Dialyse-Porenwasser-

Sammler (DPS) angefertigt. Die DPS

basieren auf einem anerkannten Prinzip,

bei dem ein kleines Volumen destillierten

Wassers in eine Kammer gefüllt und

diese mit einer Dialysemembran verschlossen

wird. Nachdem die DPS in

den Sedimentkörper eingebracht werden

und somit in direktem Kontakt mit

dem Sedimentporenwasser stehen, wird

sich ein Ionen-Gleichgewicht einstellen,

wodurch aufgrund von Konzentrationsdifferenzen

im Sedimentporenwasser

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


FORSCHUNG

13

gelöste Stoffe in die Kammern hineindiffundieren. Die Prinzipskizze

eines Dialyse-Porenwasser-Sammlers (DPS-Peeper)

ist in der Grafik rechts unten dargestellt. Der Peeper

besteht aus einem Plexiglasgehäuse, in welches Kammern

eingesetzt sind, die zum Sediment bzw. zur Freiwasserzone

hin mit einer semipermeablen Polysulfonmembrane (0,4 µm)

verschlossen sind.

Verbesserungen statt Verunreinigung

Die Ergebnisse zeigen, dass es trotz der sehr unterschiedlichen

Rahmenbedingungen und Ausbauzustände der untersuchten

Seen im Untersuchungszeitraum zu keinem relevanten

Austrag von grundwassergefährdenden Schad- oder

Nährstoffen in das abstromige Grundwasser kam. Ganz im

Gegenteil zu diesem Verdacht belegen die Untersuchungen

eine qualitative Verbesserung der Werte, insbesondere für

die Parameter pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Calcium,

Magnesium (und damit Gesamthärte) sowie Eisen.

Für den Uedesheimer See konnte zudem eine Konzentrationsabnahme

des Parameters Nitrat im Grundwasserabstrom

nachgewiesen werden. Für den Hackenbroicher See

waren die Nitrat-Gehalte im Anstrom für eine solche Bewertung

zu niedrig. Unklare Anstromverhältnisse im Bereich des

Balgheimer Sees ließen keine An- und Abstrombewertung

für Nitrat zu.

Ergebnisse auf andere Baggerseen übertragbar

Im Rahmen der Studie wurden im Hinblick auf die untersuchten

Parameter keine negativen Auswirkungen auf die Grundwasserqualität

festgestellt. Damit bestätigt sie einerseits die

Ergebnisse anderer Untersuchungen zur Wechselwirkung

zwischen Baggerseen und Grundwasser, wie sie sich zum

Beispiel in der branchenbekannten KaBa-Studie „Konfliktarme

Baggerseen“ des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe

und Bergbau Baden-Württemberg oder auch aus Untersuchungen

der Universität Wien für die jeweils betrachteten

Baggerseen belegen ließen.

Mit der Anwendung der Sediment-Porenwasseranalyse

wurden andererseits zudem grundlegende Erkenntnisse über

die genauen hydrochemischen Vorgänge am Übergang vom

Grundwasserleiter zum Freiwasser der Baggerseen sowie im

Grundwasserabstrom ermittelt. Mit dieser Methodik und

einer besonders detaillierten Auflösung – auch für die Untersuchungen

des Seewasserkörpers und des an- und abstromigen

Grundwassers – liefert die Studie des Rhein-Kreises

Neuss einen fundierten Erkenntnisgewinn über die dort ablaufenden

hydrochemischen Vorgänge.

Die drei untersuchten Seen zeigen hinsichtlich Größe,

Tiefe und sonstiger Rahmenbedingungen eine große Variabilität.

Diese Bandbreite ist für die meisten Baggerseen in

der Niederrheinischen Bucht charakteristisch. Da viele physikalische,

hydrochemische und biologische Prozesse bei

ähnlichen Rahmenbedingungen in gleicher Weise ablaufen,

sind die Prozesse und somit auch die Ergebnisse grundsätzlich

auf andere Baggerseen übertragbar. Weitere Informationen

und die Studie im PDF-Format sind zu finden unter dem

Link: http://dtping.de/pdf/AKTUELLES%2011_2017.pdf.

Die vom Rhein-Kreis Neuss beauftragte Studie wurde

unterstützt vom Verband der Bau- und Rohstoffindustrie,

ERMITTELT: Die Ergebnisse der Studie bestätigen den unschädlichen

bis positiven Effekt von Nassgewinnungen auf das Grundwasser.

Im Bild der Lageplan der untersuchten Baggerseen (Kartengrundlage:

Wasserschutzzonenkarte des Rhein-Kreis Neuss).

VERSUCHSAUFBAU: Prinzipskizze eines Dialyse-Porenwasser-

Sammlers: Dieser Peeper besteht aus einem Plexiglasgehäuse mit

Kammern, die zum Sediment bzw. zur Freiwasserzone hin mit einer

semipermeablen Membran verschlossen sind. Grafiken und Foto: Dr. Tillmanns

& Partner

vero, der Holcim Beton und Zuschlagstoffe GmbH in Wuppertal,

der Holemans Niederrhein GmbH in Rees sowie der Hülskens

Holding GmbH & Co. KG in Wesel. Für die Bearbeitung

zeichnete die Dr. Tillmanns & Partner GmbH verantwortlich. Der

Beitrag stützt sich auf eine Ergebniszusammenfassung der

Autoren Dr. habil. W. Tillmanns und Dr. R. Hoffmann der Dr.

Tillmanns & Partner GmbH.

www.dr-tillmanns-und-partner.de

www.vero-baustoffe.de

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


14 AKTUELL

PERSONEN & POSTEN

Politische Interessenvertretung der

organisierten Baustoffindustrie

Dr. Evin Zozan hat zum Jahresauftakt

das neue Referat „Politische Kommunikation“

im Bundesverband Baustoffe –

Steine und Erden, bbs, übernommen.

Schwerpunkte ihrer Tätigkeit sind die

politische Interessenvertretung, die Betreuung

des Themas „Ressourceneffizienz“

entlang der gesamten Wertschöpfungskette

sowie die Öffentlichkeitsarbeit.

Dr. Zozan kommt vom Fehs-Institut

für Baustoff-Forschung in Duisburg und

war zuvor u. a. bei der Ifok GmbH für

Kommunikationsberatung und bei der

ThyssenKrupp AG tätig. Nach dem Stu-

dium der Politikwissenschaft an der Universität

Hannover hat sie mit einer Dissertation

über die Akzeptanz industrieller

Projekte promoviert. Mit Dr. Zozan ist

somit nach dem Wechsel von Dr. Matthias

Frederichs zum Bundesverband

Ziegel das bbs-Team wieder komplett.

Zugleich hat Christian Engelke neben

seinem bisherigen Tätigkeitsspektrum

interne Verwaltungsaufgaben übernommen

und fungiert nunmehr als Geschäftsführer

„Wirtschaft“.

Gleiches gilt für Tanja Lenz, die nunmehr

eigenverantwortlich das Aufga-

DR. EVIN ZOZAN hat das neue bbs-Referat

„Politische Kommunikation“ übernommen.

Foto: bbs

benfeld „Reporting und Statistik“ sowie

den Ausschuss „Steuern“ betreut.

www.baustoffindustrie.de

Kaufmännischer Geschäftsführer stärkt Management

Mit Wirkung zum Jahresbeginn 2018

wurde Maik Spindler zum kaufmännischen

Geschäftsführer der Kiesel-Gruppe

bestellt. Er wird zusammen mit dem

geschäftsführenden Gesellschafter Toni

Kiesel die Voraussetzungen für eine weitere

positive Entwicklung des Unternehmens

schaffen.

MAIK SPINDLER wurde zum kaufmännische

Geschäftsführer der Kiesel-Gruppe

bestellt. Foto: Kiesel

Der technische Betriebswirt ist seit

sechs Jahren bei der Kiesel-Gruppe tätig

und hat dort umfangreiche Erfahrungen

in den unterschiedlichen Bereichen gesammelt.

Wichtigste Station war die Position

als Geschäftsführer der erfolgreichen

Kiesel Süd GmbH. Spindler kann

auf langjährige Erfahrung in der Baumaschinen-Branche

zurückgreifen und verfügt

über ein umfangreiches Netzwerk.

www.kiesel.net

AUSGLEICHEND UND VIELFACH TALENTIERT

Ehrenpräsident feierte 90. Geburtstag

FRITZ EICHBAUER wurde

kürzlich 90. Bundesweit als

starker Repräsentant seiner

Branche bekannt, wussten

Feinschmecker seiner Heimatstadt

München auch sein Engagement

als Inhaber und Betreiber

eines Sterne-Gourmet-

Restaurants zu schätzen. Foto:

Roman Job-Fotodesign

Fritz Eichbauer, Ehrenpräsident des Zentralverbandes

des Deutschen Baugewerbes

und erfolgreicher Bauunternehmer, vollendete

am 24. Januar sein 90. Lebensjahr.

Insgesamt 22 Jahre lang (1978 bis 2000)

war er Präsident dieses Spitzenverbandes

der deutschen Bauwirtschaft. Die Wertschätzung

der Mitglieder verdiente er sich

als Mann mit Tatkraft und Durchsetzungsvermögen

und als politisch abwägende und

handelnde Persönlichkeit. Als stets geschätzter

Gesprächspartner von Politik und

Öffentlichkeit formulierte er die Anliegen

des mittelständischen Baugewerbes und

setzte sich unermüdlich für ihre Durchsetzung

ein.

Innerhalb des Verbandes vermochte es

Eichbauer, die vielfältigen Interessen der

mittelständischen Bauunternehmen zu koordinieren

und durchzusetzen. So gelang

es ihm, selbst in Krisenzeiten überzogene

Forderungen zu mildern, Aufgeregte zu beruhigen

und dabei nüchtern und sachlich zu

bleiben. Seine Toleranz, seine Geduld und

seine Überzeugungskraft nötigten Partnern

ebenso wie Gegnern Respekt ab.

Als Würdigung seines Engagements erhielt

Eichbauer vielfältige hohe Auszeichnungen

und im Jahr 2000 die Ehrenpräsidentschaft

des ZDB.

www.zdb.de


AKTUELL

15

Führungswechsel bei

Baustoffproduzent

Seit Februar 2018 ist Thorsten Hahn neuer Vorsitzender

der Geschäftsführung/CEO der Holcim

(Deutschland) GmbH. Er löst Jens Diebold

ab, den bisherigen Vorsitzenden der Geschäftsführung,

der zur Muttergesellschaft LafargeHolcim

in Zürich zurückkehren wird.

Thorsten Hahn ist deutscher Staatsbürger,

war bislang bei Sika Deutschland tätig und

blickt hier auf eine 15-jährige Karriere in verschiedenen

marktnahen Fach- und Führungspositionen

zurück. Zuletzt verantwortete er als

Mitglied der Geschäftsführung den Bereich

Concrete and Waterproofing. Der studierte

Bauingenieur (RWTH Aachen) und Wirtschaftsingenieur

(Uni Hagen) war zudem Mitglied des

weltweiten Sika Senior Managements. Vor Sika

arbeitete Thorsten Hahn bei den Anneliese Zementwerken

in der Forschung und Entwicklung

sowie in der Bauberatung Zement.

www.holcim.de/de

THORSTEN HAHN ist seit Februar 2018 neuer Vorsitzender

der Geschäftsführung/CEO der Holcim

(Deutschland) GmbH. Foto: Holcim

NEUZUGÄNGE klären auf: Matthias Balcke (l.) tut das als Gebietsverkaufsleiter

Nord, sein Kollege Christian Heinrichs als Gebietsverkaufsleiter West

für Brigade. Fotos: Brigade

Personelle Verstärkung

der Gebiete Nord und West

Die Brigade Elektronik GmbH ist auf Wachstumskurs: So erweitert das

Unternehmen nicht nur sein Portfolio um neue Systeme in den Bereichen

Radarsensorik sowie Rückfahr- und Warntonalarme, sondern

verstärkte sich auch personell mit zwei neuen Gebietsverkaufsleitern.

Matthias Balcke kommt als Gebietsverkaufsleiter Nord seit Juli 2017

der Aufgabe nach, über den Wert von Nachrüstsystemen zur Kollisionsverhütung

aufzuklären. Der staatlich geprüfte Techniker für Industrieelektronik

war 20 Jahre als Berater für Kamera- beziehungsweise

bildverarbeitende Systeme tätig.

Zum selben Zeitpunkt übernahm mit dem gleichen Ziel auch Christian

Heinrichs seine Aufgabe als Gebietsverkaufsleiter West, nachdem

er zuvor im Verkauf von Nutzfahrzeugen tätig war. Beide fachlich erprobten

Neuzugänge wissen, dass noch zu viele Fuhrparkleiter und

Fahrer das Risiko möglicher Kollisionen unterschätzen, und wollen dem

mit entsprechender Aufklärungsarbeit über den Nutzen der elektronischen

Hilfsmittel entgegenwirken.

www.brigade-electronics.com/de/

Aegidistr. 144a-146a

46240 Bottrop

Tel. 02041-771539-0

Fax 02041-771539-9

info@foerderbandtechnik.eu

www.foerderbandtechnik.eu

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


16

AKTUELL

PERSONEN & POSTEN

Vize wechselt auf

Präsidentenposition

Seit Januar 2018 ist Enrico Prandini neuer CECE-Präsident. Als

ehemaliger Vizepräsident folgt er turnusgemäß auf Bernd Holz.

Die CECE-Präsidentschaft ist eine unter den nationalen Mitgliedsverbänden

im Zweijahresrhythmus rotierende. Enrico

Prandini ist Managing Director von Komatsu Italia Manufacturing,

einer von Komatsu’s Global Officers und Vizepräsident des

italienischen Baumaschinenverbandes Unacea. Prandini wird

die langfristige Strategie seiner Vorgänger für das CECE fortsetzen.

Eines seiner wichtigsten Ziele besteht darin, gemeinsam

mit den europäischen Verbänden der Bauwirtschaft eine einheitliche

Zukunftsvision entlang der Wertschöpfungskette zu

entwickeln. Das sei einer der Schlüsselerfolgsfaktoren für die

Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Baumaschinensektors,

waren sich die Gremien bereits auf dem

politischen „CECE Summit“ im Oktober letzten Jahres in Brüssel

einig. „In den kommenden Jahren wollen wir deshalb mehr

Plattformen für den gegenseitigen Dialog unter baurelevanten

Sektoren schaffen“, kündigt Prandini an. Als weitere Prioritäten

während seiner Präsidentschaft gehe es darum, die Sichtbarkeit

ENRICO PRANDINI (l.) folgt turnusgemäß auf Bernd Holz (r.) als

CECE-Präsident. Foto: CECE

und politische Wahrnehmung der europäischen Baumaschinenindustrie

weiter zu verstärken und den fairen und freien

Handel in Europa voranzubringen. Dazu gehörten auch die

Durchsetzung der Marktüberwachung und der Einsatz für

weniger Komplexität bei Gesetzen und Regulierungen.

www.cece.eu

MEHR REICHWEITE

Pixi-Buch mit Quiz auf Schulbuchverlagsseite online

Um das im MIRO-Pixi-Buch „Ben und Lea entdecken, was Steine

können“ kindgerecht verpackte Wissen für Kinder im frühen

Grundschulalter noch wirkungsvoller zu machen, ist es jetzt auch

auf der Online-Schulbuchverlagsseite „Antolin“ zu finden. Dazu

wurde seitens des Verbandes ein kleines Quiz aus zehn Fragen

entwickelt. Dieses Quiz ist eine Voraussetzung dafür, um auf der

Seite zu erscheinen. Die Fragen lauten beispielsweise: „Wie werden

die Felsbrocken abtransportiert?“, „Wie nennt man die kleineren

Steine, die man zum Beispiel im Straßenbau verwendet?“,

BEI ANTOLIN GELISTET: Kleine Leser verdienen sich Quizpunkte mit

Ben und Lea. Screenshot: Antolin

„Welche Vögel kann man am Baggersee beobachten?“ oder auch

„Wo werden die Kieselsteine sortiert?“.

Der Ablauf bei Antolin ist so, dass sich die Kinder – wenn sie das

Buch gelesen haben – mit ihren Klassen-Zugangsdaten anmelden,

auf das Buch klicken und dann die entsprechenden Quiz-Fragen

angezeigt bekommen. Es gibt jeweils drei Antworten, von denen nur

eine richtig ist. Der eigentliche Seitenzugang kann nur von Lehrkräften,

Schulen und Büchereien/Bibliotheken bestellt werden, nicht

aber von Privatpersonen. Für richtige Antworten auf die gestellten

Fragen gibt es Punkte. Laut Westermann-Verlag als Betreiber der

Antolin-Seite entscheiden dann aber die Lehrkräfte selbst, ob sie

auf dieser Punktebasis Wettbewerbe organisieren, das Ergebnis in

Noten einfließen lassen oder sogar die Punktsieger prämieren.

Dass das Büchlein offenbar gut ankommt und das Angebot

gerne angenommen wird, zeigten schon die ersten Bewertungen

mit durchschnittlich vier von fünf möglichen Sternen.

Insgesamt eine weitere schöne Möglichkeit, das Pixi-Buch zu

nutzen. Für Eltern mit Abc-Schützen-Nachwuchs unter den GP-

Lesern empfiehlt sich möglicherweise ein Tipp gegenüber den

betreffenden Klassenlehrern.

Zum Kauf steht das Pixi-Buch im MIRO-Shop unter: http://www.

bv-miro.org/produkt/pixi-buch-ben-und-lea-entdecken-was-steine-koennen/

zur Verfügung.

www.antolin.de

www.bv-miro.org

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


AKTUELL

17

INVESTITIONEN &

PARTNERSCHAFTEN

NEUER AUFTRITT

Wichtiger Kanal für Nutzer vielseitiger ausgelegt

Modern, funktional und informativ präsentiert

sich F. X. Meiller mit einem

komplett überarbeiteten Internetangebot

nun auch auf mobilen Endgeräten.

Damit reagiert der Hersteller auf veränderte

Anforderungen, die zunehmend

auch in der Fahrzeug- und Baumaschinenbranche

an Bedeutung

gewinnen. Entsprechend soll ein wichtiger

Kanal etabliert werden, um Interessenten

und Kunden nachhaltig für

die Marke zu begeistern. Neben ausführlichen

Informationen zu Kippaufbauten,

Hydraulik, Fahrzeugausstattung

& Co. finden sich zahlreiche Bildergalerien,

Videos und Downloads,

die einen umfassenden Überblick über

das Unternehmen und seine Produktwelt

geben. Für einen barrierefreien

Weg zu den gewünschten Informationen

wurden Navigation, Menü und

Nutzerführung komplett überarbeitet

und mit neuen intuitiv nutzbaren Funktionen

versehen.

Lieferanten und Servicepartnern

wurde der Weg zum leichten Finden

von Anleitungen, Datenblättern, Normen

etc. geebnet.

www.meiller.com

NEUER AUFTRITT: Das Angebot ist unter

meiller.com verfügbar. Screenshot: Meiller

Weiteres Center

fürs Münsterland

Pünktlich zu Jahresbeginn eröffnete HKL sein neues Center

Rheine und verdichtet somit sein Netz im Norden von NRW. Das

Angebot an Maschinen, Kleingeräten und Werkzeugen ist speziell

auf die Region und die Bedürfnisse der hier ansässigen

Kunden zugeschnitten. Der neue Standort wird die beiden jeweils

circa 50 km entfernten HKL-Center Münster und Osnabrück

unterstützen und anstehenden Bedarf in der Region um

Lingen und Meppen bedienen.

Reifenschutzketten | Reifendruckkontrollsystem

Tough chains for tough guys.

www.hkl-baumaschinen

VERDICHTET: Das Center Rheine stärkt das HKL-Netz im Norden von

NRW. Foto: HKL

Telefon 0202 404433 info@rocworks.de www.rocworks.de

Rocworks – Eine 2/2018 Marke der GESTEINS Pescher Beteiligungen PERSPEKTIVEN GmbH & Co. KG


18

AKTUELL

INVESTITIONEN &

PARTNERSCHAFTEN

Bewährte Qualität unter neuem Namen

NEUE DACHMARKE: Habermann Saugbagger gibt es jetzt als

„Habermann Saugbagger by Düchting“. Foto: HMS/Düchting

Die Düchting Pumpen Maschinenfabrik in Witten, Entwickler

und Produzent leistungsstarker Kreiselpumpen, hat zum Januar

2018 die ebenfalls in Witten ansässige Habermann Mineral

Systems GmbH (HMS) übernommen. Mit der Übernahme

wurde die etablierte Marke „Habermann Saugbagger“ in

die Dachmarke Düchting integriert und wird als „Habermann

Saugbagger by Düchting“ weitergeführt. Bereits 2015 hatte

Düchting das Programm einstufiger Kreiselpumpen übernommen

und die robusten Eigenschaften der weltweit bekannten

Saugbaggerpumpen in die Konzeption einer eigenen Baureihe,

der hochverschleißfesten WRX-Serie für abrasive Fördergüter,

einfließen lassen.

Geschäftsführer Dr. Carsten Düchting erklärt, nicht nur die

bewährte Produktqualität unter neuem Namen erhalten zu

wollen, sondern auch mit Engineering-Kompetenz die Saugbaggertechnologie

weiter voranzubringen.

Bereits vor der offiziellen Übernahme ist Jan Ruckes, bislang

Projektmanager bei HMS, zu Düchting gewechselt. Er

bleibt als Projektmanager weiterhin Ansprechpartner für bestehende

und potenzielle Kunden und weiß mit dem Knowhow

von HMS inklusive sämtlicher Fertigungszeichnungen,

Ersatzteillisten und Schaltpläne sowie dem reibungslosen

Support einen wichtigen Wert hinter sich. Ergänzt wird dieser

vom internationalen Düchting-Netzwerk. Partner in über 50

Ländern werden ab sofort sukzessive in der Saugbaggertechnologie

geschult und gewährleisten den Montage- und Wartungsservice

vor Ort.

Derzeit konzentriert sich die Engineering-Arbeit auf die

Weiterentwicklung der bisherigen Saugbaggerkonstruktion,

um sie den verschiedenen Bedürfnissen des globalen Marktes

anzupassen.

www.duechting.com

Großinvestitionen in Ungarn

Contitech baut sein Engagement

in Ungarn aus. In den vergangenen

eineinhalb Jahren investierte der

Industriezulieferer rund 20 Mio.

Euro allein in den Standort Nyíregyháza.

Dafür entstanden unter

anderem eine zweite Mischerlinie

für Kautschuk, eine Produktion für

Schläuche und eine neue Anlage

zur Herstellung von Luftfederbälgen

(Kalander). Die ungarische

Regierung hat die Investitionen mit

über 6 Mio. Euro unterstützt. Dadurch

entstanden bereits mehr als

200 zusätzliche Arbeitsplätze. Insgesamt

arbeiten jetzt rund 500

Mitarbeiter in Nyíregyháza. In den

nächsten Jahren sollen weitere

250 bis 300 am Standort hinzukommen.

Insgesamt beschäftigt

Contitech an seinen drei Standorten

in Ungarn rund 5000 Mitarbeiter.

Und nicht nur in Nyíregyháza

wurde investiert, sondern auch an

den anderen ungarischen Standorten.

www.contitech.de

PRODUKTIONSVOLUMEN GESTEIGERT. Die neue Anlage

zur Herstellung von Luftfederbälgen. Foto: Contitech

www.informaticon.com

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018

Baustoff

Business Software

Bringen Sie mit einer Gesamtlösung mehr Effizienz in Ihr Unternehmen.

Die integrierte Software für die Baustoffindustrie.


AKTUELL

19

JUBILÄEN &

MEILENSTEINE

DIE ENTWICKLUNGS-

MANNSCHAFT 1977 vor

dem ersten D10 mit Delta-Laufwerk.

Das erfolgreiche

Konzept prägte

später auch die Kettendozertypen

D6N, D6T,

D8T, D9T und D11T

sowie jetzt den D10T2.

Fotos: Caterpillar

Radikale Konstruktion

feierte vier Einsatz-Jahrzehnte

Übergabe

der 100. Anlage

Ende Januar 2018 wurde parallel zum Richtfest

des Neubaus einer Ammann-Asphaltmischanlage

in Dresden die 100. BHS-Siebmaschine

an die Asphaltmischwerke Sächsische

Schweiz (AMSS), eine Tochtergesellschaft der

BHS, übergeben. Die Jubiläumszahl markiert

eine Entwicklung, die 2011 ihren Anfang nahm.

Damals beschloss die Bau- und Handelsgruppe

Sachsen (BHS), aus einer eigenen Praxislösung

ein Geschäft zu machen. Was ursprünglich

zur Reduktion von Brechkosten nur

in den eigenen Asphaltmischwerken zum Einsatz

kommen sollte, ist heute eine anerkannte

Siebmaschine: einfach, immer einsatz- und

funktionsbereit, kostensparend. Der Erfinder

des Konzepts, Siegmar Ullrich, technischer

Leiter der BHS-Asphaltmischwerke, wurde bei

der Umsetzung in den serienreifen Maschinenbau

durch den Dresdener Professor Mathias

Schuszter und die europäische Wirtschaftsförderung

unterstützt. Mit technischen

Optimierungen wurden die Kundenanwendungen

vielfältiger. Neben der Aufbereitung von

Asphaltfräsgut ist der Bauschuttrecyclingbereich

heute das stärkste Anwendersegment.

Aber auch Naturstein, Kies und Böden werden

mit der äußert robusten Konstruktion aufbereitet.

Neben der Technik wurde auch die

Marktplatzierung weiterentwickelt. Seit 2015

ist Florian Schmellenkamp für den Vertrieb des

SBR 2 zuständig, um den Erfinder, der neben

dem Tagesgeschäft weitere Entwicklungen

verantwortet, zu entlasten und eine klare Aufgabenzuordnung

herzustellen.

www.bhs-dresden.de

Im vergangenen September lag es genau

vierzig Jahre zurück, dass bei Caterpillar

zehn Vorserienmaschinen des damals

weltweit größten und stärksten Kettendozers

die Fertigungsstraße verließen.

Die radikal neue Konstruktion des Cat

D10 mit hohem Einsatzgewicht, enormer

Motorleistung und einem innovativen

Laufwerkssystem war damals die Antwort

auf vermehrte Anwenderanfragen

nach einem hoch leistungsfähigen

Dozer. So wurden bei der Entwicklung

frühere Erkenntnisse über Bord geworfen

und stattdessen ein Hauptbauteil

fokussiert, das bereits seit der Firmengründung

1925 in den Cat-Werken produziert

wurde: das Laufwerk. Das Resultat

übertraf die Produktivität des bis

dahin größten Vorläufers D9 um respek-

table 50 %. Einer Erprobungsphase folgte

die erste Patentanmeldung für das

Delta-Laufwerk und zwei D10-Versuchsmaschinen

gingen an den Start. Diesen

folgten 1977 D10-Vorserienmaschinen,

die sofort bei Anwendern auf große Akzeptanz

stießen. Einsatzstudien belegten,

dass die Kosten pro Kubikmeter

bewegten Materials auf dem Niveau größerer

Schürfkübelbagger lagen. Die

Nachfolger der D10-Urversion bewältigen

heute Tausende anspruchsvolle Einsätze

rund um den Globus. Im Laufe der

Jahre floss das überaus erfolgreiche

Konzept auch bei anderen Cat-Kettendozertypen

ein. Jüngster Profiteur der

Entwicklung ist der Typ D10T2.

www.zeppelin-cat.de

DREISTELLIG seit Januar: Die 100. Jubiläumsmaschine

wurde übergeben. Das freut Siegmar

Ullrich ebenso wie Heinz Scheib, Geschäftsführer

BHS Innovationen. Foto: BHS Dresden

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


20

AKTUELL

AUS- & WEITERBILDUNG

Wettbewerb weckt Begeisterung beim Fachnachwuchs

AUSBILDUNGSGERECHT: Der Hitachi ZX160W wurde durch Kiesel für den optimalen Einsatz

als Lehrmaschine angepasst. Foto: Kiesel

Qualifizierte Nachwuchskräfte sichern

die Zukunft der Branche. Deshalb sorgt

sich Kiesel nicht nur um die Ausbildung

seiner künftigen Servicetechniker, sondern

unterstützt auch Kunden bei der

Rekrutierung und Ausbildung ihrer Azubis.

So waren am Rande der Meisterschaft

der Bauberufe in Sigmaringen im

vergangenen November auch die besten

Azubis großer Kunden aus der Region

zu einem Geschicklichkeitswettbewerb

angetreten. Bei der Meisterschaft hatten

Spezialisten der Kiesel-Gruppe nicht nur

Maschinen zum Probefahren bereitgestellt,

sondern auch einen Geschicklichkeitsparcours

für die Handhabung des

Mobilbaggers aufgebaut. Dieser sah

zwar spielerisch aus, hatte aber seine

Tücken.

Tobias Grimm, derzeit im dritten Lehrjahr

bei Fischer Weilheim, belegte den

zweiten Platz. Für seinen Ausbildungsberuf

hat er sich aus Interesse schon

früh entschieden. Leon Stephan, ebenfalls

im dritten Ausbildungsjahr bei Fischer

Weilheim, fand sein Berufsziel

Maschinenführer erst über den Umweg

einer anderen handwerklichen Ausbildung.

Die Jugendlichen sind sich einig, dass

man Interesse an Motorentechnik, Hydraulik

und allgemein an technischen Dingen

haben und sich natürlich für die

Einsatzgebiete an sich interessieren sollte.

Ruhige Hände brauche man genauso

wie die Bereitschaft, gerne und bei

jedem Wetter im Freien zu arbeiten. Belohnt

werde der Einsatz dadurch, dass

man mit vielen beeindruckenden Maschinen

fahren und verschiedenste Aufgaben

erledigen könne. Außerdem sehe

man am Ende eines Arbeitstages ganz

genau, was man geschafft hat.

Timo Raach, Baumaschinenmeister

am Ausbildungszentrum Bau in Geradstetten,

weiß, dass die Technik und die

Faszination der Maschinen mit ihren unterschiedlichen

Ausstattungen einer der

Hauptanziehungspunkte für den Beruf

des Baugeräteführers sind, welchen inzwischen

auch Mädchen ergreifen würden.

Derzeit werden im Ausbildungszentrum

über 200 Auszubildende betreut.

Grundsätzlich sei die Ausbildung zum

Baugeräteführer aufgrund des Maschineneinsatzes

mit Kundendienst und Reparaturen

sehr teuer, darum gebe es nur

an wenigen Zentren in Deutschland die

Möglichkeit, diesen Beruf zu erlernen.

Die Ausbildung dauert drei Jahre, den

Abschluss bildet die Gesellenprüfung.

Glücklicherweise nehmen die Zahlen der

Auszubildenden derzeit deutlich zu:

Jeder Jahrgang hat gerade mehr Mitglieder

als der vorhergehende. Weil die Maschinen

technisch immer anspruchsvoller

werden, beispielsweise durch GPS,

verschiedene Ausrüstungen oder die

Möglichkeit der Fernsteuerung, werde

der Beruf auch immer attraktiver.

In Geradstetten wird auf einem Hitachi

ZX160W unterrichtet. Diese Maschine

wurde speziell konfiguriert und verfügt

beispielsweise über ein erhöhtes

Führerhaus, eine Zwei-D-Steuerung,

eine 360°-Kamera sowie hinten über ein

Geländer, sodass man oben auf dem

Bagger gefahrlos stehen und Motor und

Hydraulik erklären kann.

Für Weiterbildungsmaßnahmen nach

der Ausbildung bietet die Kiesel-Akademie

in Stockstadt am Rhein branchenspezifische

Fahrer-Schulungen an, um

Betreibern zu ermöglichen, das Potenzial

der Maschinen vollumfassend nutzen

zu können.

www.kiesel.net

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


AKTUELL

21

Technische Investition in die Zukunft

Azubis aus 13 Bundesländern, 370 Auszubildende,

fünf Ausbildungshallen, eine

Eventhalle, 19 Großgeräte, 23 Kompaktgeräte

und sechs Turmdrehkrane für die

Aus- und Weiterbildung bietet das Bildungswerk

Bau Hessen-Thüringen (BiW)

im thüringischen Walldorf.

Seit 1991 bietet das BiW eine duale

Ausbildung an. Neben dem betrieblichen

Teil wird der Fachnachwuchs in den einzelnen

Lehrhallen intensiv beschult. Mit

seinen großzügigen Freiflächen als

Übungsareale für die Gerätetechnik ist

das BiW als Baumaschinen-Kompetenzzentrum

einzigartig.

Neben der Ausbildung gibt es hier

auch Weiterbildungsangebote. Ob Mechatroniker

für Land- und Baumaschinen,

Straßenwärter oder Baugeräteführer

– in unterschiedlichen Blöcken werden

Neulinge, aber auch Erfahrene systematisch

für die jeweiligen Einsätze

geschult. Neben dem eigenen Maschinenpark

stehen dazu auch Simulatoren

zur Verfügung.

Zu den Neuzugängen bei den Schulungsmaschinen

gehört seit Kurzem ein

ANERKANNT

ÜBERGABE: Die Schlüter-Spezialisten bei der symbolischen Übergabe des Schlüssels

und des zugehörigen neuen Komatsu-Schulungsgerätes an Britta Rabe. Foto: Schlüter

Berechneter Fußabdruck zertifiziert

Seit mehr als 30 Jahren stellt Panolin biologisch abbaubare Schmierstoffe her,

sogenannte Environmentally Considerate Lubricants (ECL). Dass der Einsatz

dieser ECL wirtschaftlich ist und dazu beiträgt, den CO 2

-Fußabdruck von

Unternehmen zu reduzieren, bemisst sich an der längeren Einsatzdauer

der Schmierstoffe und einer besseren Energieausnutzung mit Fuel Economy

(bessere Schmierung = weniger

Reibung = weniger Treibstoffverbrauch).

Geprüft wurde dies

durch die unabhängige, nicht gewinnorientierte

Inspire AG, die als

strategischer Partner der ETH

tätig ist. Inspire hat den Panolin-

CO 2

-Rechner geprüft und als

Nachweisinstrument anerkannt.

Demnach entspricht dieser Rechner

der ISO Norm 14067:2013,

wonach anerkannte Ergebnisse

bei Treibhausgasen, Carbon

Footprint von Produkten, Anforderungen

an und Leitlinien für die

BERECHNET und für gut befunden. Der CO 2

-

Rechner des Herstellers zur Ermittlung des

umweltrelevanten Fußabdrucks wurde institutionell

anerkannt. Grafik: Panolin

quantitative Bestimmung und

Kommunikation erzielt werden.

www.panolin.com

Komatsu-Hybridbagger HB215LC-2.

Der Hybridbagger mit seinem einzigartigen,

zu 100 % elektrischen Schwenkwerk

nutzt die ganze Hydraulikkraft für

die Bewegungen von Ausleger, Stiel und

Löffel und erreicht so eine bemerkenswerte

Produktivitätssteigerung. Britta

Rabe, Leiterin des Bildungszentrums,

freut sich, dass es auf diese Weise möglich

ist, die angehenden Fachleute mit

der neusten Technik vertraut zu machen.

Begleitet wurde die Einführung des

Hybridbaggers beim BiW durch den örtlichen

Händler Schlüter für Baumaschinen

mit Hauptsitz in Erwitte und dessen

Niederlassung Zella-Mehlis.

www.biwbau.de

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


22

MACH MAL WAS

Nachnutzung Trüffelbiotop

IDEALE BEDINGUNGEN: Im Haselnusshain

in Kombination mit anderen

relevanten Baumarten wollen

die innovationsfreudigen Renaturierer

der Schäfer-Gruppe schon in

wenigen Jahren eine genussvolle

Ernte einfahren. Fotos: Schäfer

Was haben ein Schotterwerk, Kalksteinboden, kleine Baumsetzlinge und

der teuerste Pilz der Welt miteinander zu tun? Sehr viel, denn Trüffel lieben

diese Umgebung. Zusammen mit den Spezialisten von Deutsche Trüffelbäume

hat sich die Schäfer-Unternehmensgruppe deshalb auf ein neues

Abenteuer eingelassen: die Trüffelzucht. Ganz abwegig ist diese Zusammenarbeit

nicht. Denn im Zuge der Renaturierung bilden die verarbeitete

Kalksteinverwitterungserde und die brachliegende Steinbruchfläche das

perfekte Biotop, um durch die Pflanzung von 778 Haseln, Eichen und Hainbuchen

ein ideales Trüffelanbaugebiet zu schaffen.

„Wir kamen auf die Idee, als wir auf einer

ISTE-Veranstaltung einen Vortrag von

‚Deutsche Trüffelbäume‘ besuchten“,

erklärt Thomas Jechel, Geschäftsführer

der Schäfer-Unternehmensgruppe. „In

der Nähe unseres Steinbruchs hatten

wir ungenutzte Flächen, die sowieso renaturiert

werden mussten und auf denen

der Kalkstein langsam verwitterte. Alles

in allem exzellente Voraussetzungen für

das vorgestellte Projekt.“ Bis jetzt sind

die Setzlinge des Trüffelhains noch klein.

Doch der Unternehmer plant die ersten

Knollen bereits nach sieben bis acht

Jahren zu ernten – sofern alles wie erwartet

läuft.

Nach einer Beratung durch die Trüffel-Experten

wurde in einem ersten

Schritt ein naturnaher Bepflanzungsplan

erstellt. Jechel: „Wir hätten nicht gedacht,

irgendwann einmal in wertvolle

Pilze zu investieren. Aber im Zusammenhang

mit der von uns geplanten Renaturierung

der Auffüllflächen in unserem

Steinbruch hat uns das Projekt direkt

angesprochen.“

Ludger Sproll und Dr. Ulrich Stobbe

haben sich auf den Anbau von Trüffeln

und deren ideale Zuchtumgebung spezialisiert:

„Die Trüffeln wachsen besonders

gut in Kalkverwitterungserden,

weshalb sich die Gegend der Schwäbischen

Alb rund um Schotterwerke und

Steinbrüche bestens eignet“, so Sproll.

Trüffelzucht ist eine

Wissenschaft für sich

Dr. Ulrich Stobbe hat den Pilz und seinen

Anbau über Jahre studiert. „In meiner

Forschungsarbeit habe ich über hundert

Trüffelstandorte besucht und die dortigen

Böden auf ihre chemischen Eigenschaften

geprüft – und dabei immer

wieder Kalkböden in Verbindung mit

einer speziellen Vegetation vorgefunden“,

erklärt er.

Die Kombination der verschiedenen

heimischen, zertifizierten Bäume schafft

in Verbindung mit den Böden eine perfekte

Umgebung für den Pilz. Die Mykorrhizen,

also eine Pilz-Wurzel-Verbindung,

werden für den Anbau im Labor gezüchtet.

Dazu werden Pilzsporen auf die Wurzeln

von Hasel, Eiche und Hainbuche

übertragen. Pflanzen und Pilze gehen

dabei eine Symbiose ein, die sogenannte

Mykorrhiza: Die Bäume liefern den

Pilzen vor allem Zuckerverbindungen

und die Pilze im Gegenzug Stickstoff und

Phosphor. Die verwachsenen Systeme

werden getestet, dann ausgeliefert und

eingepflanzt.

Hunde oder Schweine

als Erntehelfer?

Stobbe: „Die Trüffelbiotop-Besitzer können

im Laufe des Baumwachstums nach

Anleitung entnommene Wurzelproben

an unsere Firma schicken, um zu prüfen,

wie erfolgreich sich der Trüffelpilz entwickelt.“

Nach sieben bis acht Jahren lassen

sich dann die ersten Pilze ernten.

Dazu ist ein ausgebildeter Trüffelspürhund

notwendig. Die berühmt geworde-

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


Trüffelzucht-Basis: Im ersten

Schritt wurde speziell für den Anbau

der teuersten Knolle der Welt

– weiße Trüffeln erzielen Preise von

9000 bis 15.000 Euro/kg – eine

Kombination von verschiedenen

heimischen, zertifizierten Bäumen

angepflanzt. Gemeinsam mit den

Kalksteinböden der Schwäbischen

Alb generieren die 778 Haseln, Eichen

und Hainbuchen das perfekte

Biotop für die Trüffel.

MACH MAL WAS

23

nen Schweine, die auf einen bestimmten chemischen Duft

der Pilze reagieren, der auch von Ebern ausströmt, werden

allerdings nicht mehr eingesetzt. „Sie können zwar die Trüffeln

gut aufstöbern, fressen diese dann aber meist sofort auf“,

erklärt Sproll. „Hunde sind hier einfach besser geeignet. Für

ein so großes Gebiet wie bei Schäfer wird die Anschaffung

eines eigenen Trüffelspürhundes nötig sein.“ Der Deutsche

Trüffelverband plant, die Ernte durch Hunde als Dienstleistung

zu organisieren. Übrigens dürfen in Deutschland ohnehin

nur gezüchtete Trüffeln auch wirklich geerntet werden.

Renaturierung und Pilzzucht in einem

Für die Bestandseindämmung der gerne in Steinbrüchen

heimischen Wühlmäuse wurden sechs Julen aufgebaut. Auf

diesen Ansitzstangen lassen sich Greifvögel gerne nieder.

Ansonsten könnten die Wühlmäuse die Wurzeln der Bäume

anfressen und damit den Trüffelhain bedrohen. „Die Pflege

des Gebiets übernimmt ein Landwirt aus der Nachbarschaft,

der bereits andere Nutzflächen von uns gepachtet hat“, berichtet

Jechel und resümiert: „Wir sind sehr gespannt darauf,

wie sich das Projekt entwickelt – und vor allem: wie die

Trüffeln schmecken werden. Das Trüffelbiotop wäre künftig

ein schönes Beispiel für eine zielgerichtete Wiederherstellung

von naturnahen Lebensräumen aus Tagebauhinterlassenschaften.

Geht der Plan auf, stellt er viel mehr dar als

eine einfache Nachnutzung – vielmehr begründet er eine

hochwertige Neunutzung. Auch ein Lehrpfad zu den Themen

Renaturierung und Trüffelanbau wäre denkbar.“

www.schaefer-unternehmensgruppe.de.

www.deutsche-trüffelbäume.de.

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN

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24

MACH MAL WAS

Exklusives Penthouse

SUCHT

fliegende Bewohner

GLEICH GEHT’S LOS: Martin Keller (l.) und Olaf Oczko bauen dem Eulenvogel eine alternative Brutstätte in 40 m Höhe und legen

zusätzlich noch eine weitere Alternative an.

Uhus nisten gerne in Felswänden und Nischen. Steinbrüche gehören inzwischen

zu ihren Favoriten. Auch in den Neuhausener Steinbruch der Firma

Storz hatte es im Vorjahr ein Uhu-Pärchen gelockt. Hoch oben in einer

Kalkstein-Wand nisteten sie – dummerweise allerdings in einem Bereich,

der bald zur Gewinnung ansteht. So haben Firmenmitarbeiter und Naturschützer

zwei komfortable Alternativen geschaffen.

KEINE GUTE WAHL: Der alte Uhu-Nistplatz

lag ungünstig. Susanne Gräfin Kesselstatt

ließ deshalb zwei komfortable Alternativen

anlegen.

„Wenn unsere Uhus diese Plätze nicht annehmen,

bin ich ihnen persönlich böse …“

Martin Kellers Stimme hört sich etwas

krächzend an im Funkgerät, aber das ist ja

auch kein Wunder. Der Leiter des Storz-

Schotterwerks Neuhausen ob Eck hängt in

40 m Höhe im Korb eines Mobilkranes, dessen

Ausleger bis zum Anschlag ausgefahren

ist. Zusammen mit Olaf Oczko, Vogelschützer

und Experte für Uhus, schlägt

Keller oben in die Kalksteinwand einen

neuen Nistplatz für die Eulenvögel, die diesen

Steinbruch zu ihrem Zuhause gewählt

haben. Die künstliche Höhle ist deutlich

geschützter vor Wind und Wetter als der

bisherige Nistplatz, und sollte sie nicht gefallen,

gibt es noch eine zweite Alternative.

Kellers Funkspruch lässt die „Bodenmannschaft“

schmunzeln, denn er bedeutet: Die

beiden da oben im Korb haben es geschafft.

„Wir freuen uns natürlich sehr über unsere

neuen Steinbruchbewohner“, sagt

Susanne Gräfin Kesselstatt, geschäftsführende

Gesellschafterin von J. Friedrich

Storz Baustoffe. „Das zeigt, dass sich Gesteinsgewinnung

und Natur durchaus vertragen.

Allerdings hat sich dieses Pärchen

bislang einen ziemlich unpassenden Ort

zum Nisten ausgewählt.“ Tatsächlich lag

der selbst gewählte Brutplatz auf einem

wenig witterungsgeschützten Felsvorsprung

in unmittelbarer Nähe der Brechanlagen,

wo reger Schwerlastverkehr

herrscht. Nicht gut für die Familienplanung,

aber auch nicht für den Gewinnungsfortschritt,

der als Nächstes diese

Felswand anpeilt.

Neben der Firmenchefin stehen Johannes

Luippold vom Baurechts- und Umweltamt

des Landkreises Tuttlingen, sowie

Manfred Boll, ehrenamtlicher Kreis-Naturschutzbeauftragter.

Sie beraten das Unternehmen

bei der Anlage der neuen Nistplätze.

„Erstaunlich, wie gut sich solche

Tiere mit einem Industriebetrieb arrangieren“,

sagt Boll. „Es ist erfreulich, dass sich

die Uhu-Populationen wieder positiv entwickeln.

Und dabei spielen Abbaustätten

eine wichtige Rolle.“

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


MACH MAL WAS

25

Die beiden halbkreisförmigen Höhlen in der Felswand haben

keine übergroßen, aber ausreichende Maße. Immerhin werden die

Tiere bis zu 70 cm groß. Und nicht nur für die Eltern, sondern auch

für ein oder zwei Junge muss genügend Platz sein. In Deutschland,

so wissen die Experten, hat sich der Bestand an Uhus in den

vergangenen Jahrzehnten wieder erfreulich verbessert auf rund

2000 Brutpaare – nicht zuletzt dank Schutzmaßnahmen wie dieser

im Storz-Steinbruch.

Wichtig sei, ergänzt Gräfin Kesselstatt, dass sowohl die Behörde

als auch das Unternehmen zusammen mit dem Naturschutz an

einem Strang ziehen. „Dieser Steinbruch hat eine erhebliche Bedeutung

für unseren bislang größten Auftrag, nämlich das Daimler-

Prüf- und Technologiezentrum bei Immendingen. Deshalb müssen

wir unsere Rohstoffgewinnung in den passenden Größenordnungen

sicherstellen. Die Uhus sind uns sehr willkommen, aber wir

müssen eben dieses Zusammenleben auch organisieren.“ Damit

scheint sie bei den Mitarbeitern des Landratsamtes auf Verständnis

zu stoßen; man schätzt die Kooperationsbereitschaft der Firma

Storz in Sachen Uhu durchaus.

Heinz Essig, technischer Leiter bei Storz, und sein Nachfolger

Reinhold Metzger begrüßen die beiden „Uhu-Akrobaten“ Martin

Keller und Olaf Oczko, nachdem diese wieder sicher auf dem

Boden angekommen sind. Zufriedenes Grinsen auf allen Seiten.

Keller: „Wenn sich die Uhus in einer unserer Höhlen niederlassen,

dann haben die wirklich einen Zehntausend-Dollar-Blick auf Mäuse

und andere Beute …“ Jetzt muss der Uhu diese Luxus-Wohnung

nur noch annehmen. Ob er das tut, wird sich spätestens im Frühjahr

zeigen.

(Joachim Mahrholdt)

www.storz-tuttlingen.de

NISTPLATZ-TEAM nach getaner Arbeit (v.l.): Susanne Gräfin Kesselstatt,

Manfred Boll, Matthias Beck (Planungsbüro Beck und Partner),

Reinhold Metzger, Heinz Essig, Martin Keller, Johannes Luippold und

Olaf Oczko.

Conveying

Excellence

mit High-End

Fördergurten

Jedes Fördergut, jede Klimazone und jede Topographie

erfordert perfekte Fördergurttechnologie. ContiTech

sorgt mit Wissen und Erfahrung, einem weltweiten

Netzwerk sowie einem breiten Produktprogramm für

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Als starker Partner mit mehr als 140 Jahren

Kautschuk-Kompetenz, profitieren unsere Kunden von

den Synergien innerhalb des Continental-Konzerns.

Wir liefern alles aus einer Hand – von der technischen

Beratung über die Entwicklung und Herstellung bis zur

Fördergurt- und Komponentenlieferung, Installation

und Inbetriebnahme. Wartung und Überwachung

des Gurtes runden das Gesamtpaket ab: Alles perfekt

aufeinander abgestimmt, um den bestmöglichen

Betrieb zu erreichen.

BEZUGSFERTIG: Bald wird sich zeigen, ob die Uhus die künstlich angelegten

Nisthöhlen tatsächlich annehmen. Fotos: Mahrholdt

ContiTech Transportbandsysteme

GmbH

www.contitech.de/cbg-de

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


26

MACH MAL WAS

Deutliche Warnung: „In manchen

Landkreisen geht uns der Kies aus“

Beim Parlamentarischen Abend des Bayerischen Industrieverbandes Baustoffe,

Steine und Erden, BIV, sprach Verbands-Präsident Mike Edelmann

Klartext. Seine Schilderung beruht auf der Tatsache, dass die Ausweisung

von Rohstoffgewinnungsflächen in Bayern immer mehr durch Nutzungskonkurrenz

und fehlende Akzeptanz in Gefahr gerät.

Edelmann führte vor dem bayerischen

Staatsminister des Innern, für Bau und

Verkehr, Joachim Herrmann, und rund

160 Gästen aus Politik, Verwaltung, Institutionen

und Medien im Bayerischen

Hof das Beispiel Ingolstadt an. Hier soll

die Nassgewinnung aus Gründen des

Landschaftsbildes künftig nicht mehr

möglich sein. Doch gerade diese Region

ist ein Paradebeispiel für ökologische

und ökonomische Wertschöpfung. Die

gewonnenen Rohstoffe werden zu

100 % im Landkreis verarbeitet.

GRUPPENBILD: Mike Edelmann, Joachim Herrmann

und Dr. Bernhard Kling (Geschäftsführer BIV, v.l.n.r.)

beim Parlamentarischen Abend. Foto: BIV

Hoffnungsvoll war daher der Titel des

Vortrags von Staatsminister Joachim

Herrmann „Bauen in Bayern – Zukunft

gestalten“. Zur Zukunft des Bauens in

Bayern gehören laut Edelmann demnach

auch Maßnahmen wie der erst kürzlich

neu gestartete Rohstoffsituationsbericht,

den der BIV zusammen mit dem

bayerischen Wirtschaftsministerium in

nun zweiter Auflage auf den Weg bringt.

Darin geht es vor allem auch um die Rohstoffausweisung

für die nächsten 25

Jahre. Die Studie soll zusätzlich raumplanerische

Maßnahmen empfehlen, die

die Rohstoffgewinnung in den Kommunen

und Landkreisen sicherstellt.

Ein weiterer Brennpunkt bleibt die

Verschärfung des Verfüllleitfadens. Dies

würde zu einer Verlagerung von Millionen

Tonnen zu entsorgendem Erdaushub,

die derzeit zur Wiederverfüllung von Gewinnungsstätten

genutzt werden, in

noch gar nicht vorhandenen Deponien

führen. Eine gewichtige Folge daraus

wären Mehrkosten für die Bauwirtschaft

zwischen 50 und 100 Mio. Euro pro Jahr.

Weiter führte Edelmann aus: „Die

bayerische Baustoffindustrie ist mittelständisch

geprägt, schafft regionale

Wertschöpfung und dadurch auch Arbeitsplätze

in strukturschwachen Regionen.“

Dieses Rückgrat der bayerischen

Wirtschaft ist jedoch durch eine Flut an

Gesetzen, Vorschriften und Regelungen

am Rande seiner Belastbarkeit. Der dringende

Appell an den bayerischen Bauund

Innenminister deshalb: „Regionale

Rohstoffe für regionale Baustoffe“. Was

bei Nahrungsmitteln als selbstverständlich

gilt, wird bei der Rohstoffgewinnung

gerne außer Acht gelassen.

Der BIV möchte deshalb auch einen

Herkunftsnachweis für Bau- und Rohstoffprodukte

auf den Weg bringen –

was übrigens auch für andere vermeintlich

„heimische“ Baustoffe wünschenswert

wäre.

Staatsminister Joachim Herrmann

gab in seinem anschließenden Vortrag

zunächst einen Überblick über die vergangene

Arbeit in Bezug auf das Bauen

in Bayern. Vor allem den Wohnungspakt

hob er hervor. „Wir wollen künftig noch

mehr Wohnungen mit noch mehr Mitteln

fördern.“ So steige der Bewilligungsrahmen

für den Wohnungspakt Bayern vorbehaltlich

der Zustimmung des Landtags

heuer nochmals auf deutlich mehr

als 680 Mio. Euro. Der Fokus staatlichen

Bauens solle dabei auf der Schaffung

bezahlbaren Wohnraums liegen. Aber

auch die privaten Bauherren nimmt der

Minister in die Pflicht.

Die Forderungen der bayerischen

Staatsregierung im Hinblick auf den

Wohnungsbau sieht Herrmann im Koalitionsvertrag

von Union und SPD bestätigt.

Neben dem Baukindergeld und weiteren

Bundesmitteln für den sozialen

Wohnungsbau über 2019 hinaus soll es

eine steuerliche Begünstigung geben,

wenn der Gewinn nach dem Verkauf bis-

BIV

Aus der Heimat

für die Heimat

Die rund 450 Rohstoff gewinnenden

und Baustoff produzierenden Mitgliedsunternehmen

des BIV stehen

für gelebte Nachhaltigkeit. Sie

schaffen Wertschöpfung in der Region,

nutzen kurze Transportwege

und produzieren mineralische Baustoffe

wie Beton mit langen Lebenszyklen.

Wichtig zu erwähnen ist

auch, dass sich die rohstoffgewinnenden

Unternehmen zum aktiven

Arten- und Naturschutz verpflichten.

155 gefährdete Pflanzenarten und

123 Vogelarten in Bayerns Gewinnungsstätten,

wovon 51 zu den bedrohten

Arten gehören, sprechen für

sich.

her landwirtschaftlicher genutzter Flächen

in den Mietwohnungsbau reinvestiert

wird. So möchte man neues Bauland

für den Wohnungsbau gewinnen.

Als große Herausforderung nannte Herrmann

zudem den Ausbau und die Sanierung

der Verkehrsinfrastruktur auf allen

Ebenen. In einem Kommunalinvestitionsprogramm

sollen den Kommunen in

Zukunft unter anderem für die Schulinfrastruktur

Mittel bereitgestellt werden.

Auch die Sanierung der Kanalisation

sprach Herrmann als wichtige Herausforderung

an, die weiter vorangetrieben

werden müsse.

Zu den von Präsident Mike Edelmann

angesprochenen Problemstellungen der

rohstoffgewinnenden Industrie stellte

Herrmann in Aussicht, das Thema Bodenaushub

zusammen mit dem bayerischen

Umweltministerium und der

Obersten Baubehörde noch einmal zu

beleuchten. Die Behandlung von „normalem“

Erdaushub nehme bei aller Beachtung

der geltenden Gesetze und

Regelungen aus seiner Sicht etwas absurde

Züge an.

Auch zum Thema Überregulierung

beim Neubau und zum Bürokratieabbau

äußerte er sich. Die energetischen Anforderungen

an den Neubau halte er für

übertrieben und stellte in Aussicht, dass

es hinsichtlich des Koalitionsvertrages

künftig keine Verschärfungen geben soll.

Auch sei es ihm ein Anliegen, keine weiteren

Vorschriften zu produzieren. Nur

durch Entscheidungsfreiheit vor Ort

komme man weiter, so Herrmann.

www.biv.bayern

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


MACH MAL WAS

27

SPRENGARBEITEN IN NATURSTEINBRÜCHEN

Unterwegs im Namen der Arbeitssicherheit

PRAXISTEIL IM STEINBRUCH: Heinz Bösel (hockend) im Kreis der Teilnehmer des Sicherheits-Seminars.

Foto: vero

Es ist ein regnerischer, grauer Novembertag,

doch der Dauerregen am zweiten

Tag einer Seminarveranstaltung

scheint den Leuten wenig auszumachen.

Zwanzigköpfig haben sie sich im

Steinbruch der Robert Schulte GmbH

in Drolshagen versammelt. In ihrer

Mitte: Heinz Bösel. Bösel ist in Bochum

bei der Berufsgenossenschaft

Rohstoffe und chemische Industrie

(BG RCI) im Präventionsdienst tätig

und das seit fast 20 Jahren. Er kümmert

sich in Steinbrüchen um die Arbeitssicherheit,

überprüft die technische

Sicherheit und führt Schulungen

durch. „Die Vermittlung von Wissen

und das Erkennen von Gefahren – insbesondere

wenn es um das Thema

Sprengarbeiten geht – sind ein besonderer

Schwerpunkt meiner Tätigkeit“,

so Bösel.

Seminarveranstaltungen wie diese

erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie

einen hohen Nutzen für die praktische

Arbeit in den Betrieben haben. Sie bestehen

aus zwei Teilen: Am Vorabend

stehen Kurzvorträge und Diskussionen

auf dem Programm. Der zweite Tag ist

ein praktischer Tag, meist verbunden

mit einer Betriebsbesichtigung. Der

Teilnehmerkreis besteht aus Betriebsleitern

der Natursteinindustrie, aber

auch Dienstleistern wie Bohr- und

Sprengunternehmen, Sprengstofflieferanten,

Bruchwandvermessern und

Transportunternehmen. Ziel der Veranstaltung

ist, das Bewusstsein für Gefahren

und ihre rechtlichen Konsequenzen

bei der Sprengarbeit zu

schärfen. So war auch die Betriebsbesichtigung

des Steinbruchs der Robert

Schulte Steinbruch GmbH verbunden

mit der Beobachtung einer Sprengung.

Bei Schulte werden pro Jahr etwa 22

Großbohrlochsprengungen durchgeführt,

um jeweils zwischen 15.000 und

40.000 t Grauwacke-Haufwerk zu gewinnen.

„Wir freuen uns, dass die BG

regelmäßig bei uns Seminare durchführt

und uns bei sprengtechnischen

Fragen berät“, so Geschäftsführer Axel

Schulte. Das Unternehmen mit 15 Mitarbeitern

bereitet im Jahr rund 300.000

t Grauwacke auf. Die produzierten Körnungen

werden als Zuschlagsstoff für

die Asphalt- und Betonproduktion

sowie für alle Arten von Tiefbaumaßnahmen

eingesetzt.

Um Punkt 12 Uhr gibt Axel Schulte

das Signal zur Sprengung und führt

die Teilnehmer in den Sicherheitsbereich,

von wo aus sie die Sprengung

mit ausreichendem Abstand beobachten

können. In der anschließenden

Besprechung werden schließlich Details

der Sprengung mit den Teilnehmern

erörtert. „Alles lief nach Vorschrift

und so wie es sein soll“, freut

sich Heinz Bösel.

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2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


28

MACH MAL WAS

PARLAMENTARISCHER ABEND IN KIEL

Aufklärung zur Rohstoffsituation im hohen Norden

IM MITTELPUNKT DES ABENDS stand nach den Ansprachen der Dialog zwischen den Abgeordneten und Unternehmern. Fotos: vero

Gemeinsam mit der Entsorgergemeinschaft

Schleswig-Holstein, EGSH, richtete

der Verband der Bau- und Rohstoffindustrie,

vero, Ende Januar 2018 einen

Parlamentarischen Abend aus und lud

dazu in den Kieler Yacht-Club ein. Rund

40 Vertreter aus Politik und Wirtschaft

fanden das Angebot interessant und ließen

sich in Kurzvorträgen von Lys Zorn,

Vorsitzender EGSH, und Sven Fischer,

vero-Landesvorsitzender Schleswig-

Holstein, über die Belange der privaten

Abfall- und Recyclingwirtschaft und der

mineralischen Rohstoffindustrie informieren.

Dabei ging es speziell um bestehende

Probleme und Hemmnisse, mit

denen beide Branchen konfrontiert sind.

Für die Gesteinsindustrie erklärte Fischer:

„Unsere Branche deckt den Bedarf

an heimischen Rohstoffen, die für

Bauvorhaben dringend erforderlich sind.

Die Gewinnung dieser Rohstoffe wird unseren

Unternehmen jedoch immer

schwerer gemacht. Das liegt zu einem

Großteil an der verschärften Rechtssituation,

die in Teilen sogar im Widerspruch

zum Bund und zur EU steht. Um auch in

Zukunft die Nachfrage decken zu können

und handlungsfähig zu bleiben, muss

sich etwas ändern. Daher fordern wir für

Schleswig-Holstein eine landeseinheitliche

Umsetzung der Umweltauflagen,

schnellere Genehmigungsprozesse und

eine Einzelfallprüfung“, so Fischer.

Anschließend hatten die umweltpolitischen

Sprecher der Landtagsfraktionen

Gelegenheit, Kurzstatements zu den

Vorträgen abzugeben. Ihr Tenor: Man sei

nun für das Anliegen sensibilisiert und

werde es bei der politischen Arbeit berücksichtigen.

Abschließend betonte vero-Hauptgeschäftsführer

Raimo Benger: „Die Rohund

Baustoffindustrie hat immer das

große Ganze im Blick. Das zeigt sich

unter anderem auch in unseren zahlreichen

Kooperationen mit Umweltverbänden

und in der Bedeutung, die wir dem

Baustoffrecycling beimessen.“

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GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


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30

PRAXIS

Mineralische Rohstoffe mit Mehrwert

Unter der Spezialproduktmarke

„Neogem“ vertreibt Cemex seit Kurzem

auch Premiumprodukte und Systemlösungen

auf der Basis mineralischer

Rohstoffe, die andere Abnehmerbranchen

als die Klassiker adressieren.

Dazu gehört unter anderem

der Garten- und Landschaftsbau.

Mit dem neuen Premiumangebot an Mineralik

und Edelbaustoffen will der traditionelle

Hersteller klassischer mineralischer

Baustoffe die bisherigen Einsatzmöglichkeiten

mineralischer Rohstoffe

erweitern und auf ein neues Niveau

heben. Das abgestimmte Miteinander

von Funktionalität und Ästhetik ist bereits

im Markennamen verankert: Neogem

setzt sich zusammen aus dem altgriechischen

„neo“ (neu, frisch, jung,

ungewöhnlich) und dem englischen

„gem“ (Schmuckstück, Schmuckstein).

Entsprechend werden die speziell

veredelten Produkte dieser neuen Marke

positioniert. Auf der Basis ausgesuchter

mineralischer Eigenschaften stehen vor

allem Kunden mit individuellen Produktund

Projektwünschen jenseits des Commodity-Geschäfts

im Fokus. „Verstärkt

durch ein weltweites Forscherteam der

Cemex-Research-Group sind wir jederzeit

in der Lage, auch für besonders anspruchsvolle

oder ungewöhnliche Projekte

Lösungen zu liefern“, erklärt Maximilian

Stalinski, der als Regionalleiter der

Cemex Kies & Splitt GmbH auch welt-

EINSTIEG: Neogem-Produkte verbinden Funktionalität und Ästhetik. Dabei ist das Ganze –

von Ausnahmen der Hochveredlung vielleicht abgesehen – absolut kein Hexenwerk.

Vorteilhafterweise eignen sich die für individuelle Anwendungen und außergewöhnliche

Projekte konzipierten Körnungen aber für andere Marketingstrategien und Vertriebswege in

margenstarke Märkte. Fotos: Cemex Polska

weit für die Entwicklung der Neogem-

Marke verantwortlich ist.

Mit der Einführung dieser Mineralik-

Edelmarke ist Cemex der erste weltweite

Anbieter mineralischer Rohstoffe, der

ein gezielt spezialisiertes Produktangebot

für Kunden aus den Bereichen Umwelt,

Garten- und Landschaftsbau,

Sport, Landwirtschaft und Industrie einführt.

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Ausschnitt aus dem Neogem-Portfolio und angepeilte Anwendungskategorien

Einsatzbereich Produktname Produktart, Wirkung und Nutzen

Landscaping Neogem Dekorative Mineralik Seltene und ästhetisch ansprechende Kiese, Sande und Splitte, die in verschiedenen Korngrößen

für unterschiedliche Zwecke im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt werden. Andere Beispiele

sind Wegdecken mit besonderer Permeabilität und einbaufertige Gabionensysteme

Environmental Neogem Ballast Bonding Natürlicher Verbundstoff, der für eine bessere Lastverteilung bei gleichzeitig geringerer Absackung

von Gleisschotter und Tragschichten sorgt. Andere Produkte dieser Kategorie sind auf Wasserbauund

Filtratsysteme spezialisiert, wie sie bei Sicherungsmaßnahmen im Deponiebau benötigt werden

Sports Neogem Flexsoil Weltweit erste, ausschließlich auf natürlichen Rohstoffen basierende Hybridrasen-Tragschicht. Sie

wird im Sport-Hochleistungsbereich eingesetzt und fördert die Robustheit von Rasensystemen bei

gleichzeitig verbesserten Entwässerungseigenschaften. Als Teil der Kategorie Sports umfasst

Neogem-Topdress eine Reihe von Produkten zur Pflege und Reparatur von Sportrasenflächen

Industrial

Gütesiegel-prämierter Neogem-Glas-

und Porzellansand

Verbessert die Produktivität in der industriellen Glasproduktion. Verschiedene Kalkprodukte für die

Stahl- und Eisenindustrie steigern die Produktivität und die Verarbeitungsgeschwindigkeit

Agricultural Weitere Neogem-Produkte In der Landwirtschaft gelten Neogem-Produkte als natürliche Nährstofflieferanten bei der Kultivierung

von Nahrungsmitteln und dienen zugleich der Förderung von nachhaltigem Pflanzenwachstum

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


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32

PRAXIS

Neue heimische „Quelle“ erschlossen

Mit einem neu erschlossenen und seit Kurzem voll in die Produktion integrierten

Steinbruch in Bayern hat die Traco GmbH aus Bad Langensalza ihr

Angebot erweitert. „Seit 2015 haben wir an der Erschließung sowie den

notwendigen Planungs- und Genehmigungsverfahren gearbeitet.“ Sogar

eine neue Straße wurde gebaut, um das Vorkommen im Anlautertal im

Landkreis Eichstätt besser erreichen zu können, erläutert Geschäftsführer

Ulrich Klösser.

Die Geschichte dieser Dolomit-Lagerstätte

reicht bis in das erste Jahrhundert

n. Chr. zurück. Damals baute das Römische

Reich den Grenzwall „Limes“ und

nutzte dort bereits diesen Dolomit. Danach

geriet die Lagerstätte in Vergessenheit,

wurde im 20. Jahrhundert wiederentdeckt

und von Ulrich Klösser nach

einigen Recherchen „aufgestöbert“.

Nun werden etwa 2000 m 3 Dolomit

hier pro Jahr gewonnen und nach Thüringen

gebracht. Das ist zwar eine beträchtliche

Strecke, doch immer noch

besser, als Naturwerkstein aus dem Ausland

zu holen. Hinzu kommt, dass der

hochwertige Dolomit eine ideale Ergänzung

zum Langensalzaer Travertin darstellt,

der bereits seit 1000 Jahren in der

Region gewonnen wird. Zusätzlich bietet

die Lagerstätte mit einem gewinnbaren

Vorkommen von 2 Mio. m 3 eine langfristige

Alternative und Ergänzung zu den

weiteren Kalkstein- und Sandsteinvorkommen

der Traco GmbH.

Auch die Gewinnung gestaltet sich

außergewöhnlich. So wird das in hoher

Qualität gewinnbare „Kernmaterial“ mit

sogenannten Schrämmsägen zerlegt,

RENAISSANCE bei heimischem Werkstein: Mit diamantbesetzten „Schrämmsägen“

wird der Dolomit im Kernbereich der neu erschlossenen Lagerstätte in Blöcke zersägt.

Fotos: Traco

die – ähnlich überdimensionalen Kettensägen

– über ein 7 m langes Schwert

verfügen, wobei die Schneiden mit Diamantsegmenten

besetzt sind. „Diese

Sägen sind sehr flexibel einsetzbar und

liefern uns den Stein in exakten Blöcken

ohne Randplatten. So können wir im

Stammwerk die Rohsteine absolut effizient

weiterverarbeiten“, erklärt der Geschäftsführer.

In einem geologischen Gutachten hat

der vereidigte Sachverständige Rainer

Weber dem Limes-Dolomit exzellente

technische Werte bescheinigt. Dank der

sehr hohen Magnesium- und der erhöhten

Kalzium-Anteile sei dieser Karbonatit absolut

tausalz- sowie wetterbeständig und

äußerst kratzfest, was Reinigungsaufwand

und Erhaltungskosten minimiert. Da

der grau-gelbe bis erdbraune Dolomit kein

Verfärbungsrisiko besitzt, ist er für Fassaden,

Bodenbeläge, Mauern oder Treppen

in öffentlichen Außenbereichen besonders

gut einsetzbar. Entsprechend positiv gestaltet

sich die Nachfrage.

https://traco.de

(FAST) EIN EINZELFALL

Wird „Made in Germany“

bei Werkstein wiederbelebt?

Das Unternehmen Traco – Deutsche

Travertin Werke – ist einer der letzten

traditionsreichen Natursteinhersteller

in Deutschland. Unterm Strich

bedeutet das für die Produkte, dass

sie durch eine hervorragende Ökobilanz

durch kurze Wege und qualifizierte

Wertarbeit mit viel Liebe fürs

Detail gekennzeichnet sind. Das Unternehmen

betreibt neben der Produktion

in Bad Langensalza zwölf

eigene deutsche Steinbrüche und

hat sich auf die Wiederentdeckung

deutscher Natursteinklassiker spezialisiert.

Dazu gehört der Dolomit

vom Limes, den die Römer wegen

seiner Widerstandsfähigkeit schätzten,

der Travertin vom Bauhaus, der

Goethe faszinierte und Architekten

wie Mies van der Rohe begeisterte,

der Sandstein von Sanssouci und

von der Wartburg etc. Nach Auffassung

von Traco erlebt heimischer

Naturstein derzeit eine Renaissance.

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


PRAXIS

33

POSITIVER EINSTIEG

Der erste Ladeleistungsriese seiner Art in Europa

VORTEILHAFT: Das Zwei-Achs-System schont den Untergrund, da es mögliche Verwindungen durch zwei Hinterachsen ausschließt. Auch

schafft der Bell B60 mit jedem Umlauf ganze 14 t Haufwerk mehr zum Brecher. Fotos: Kiesel

Zügig nimmt der große Dumper die 27%-Steigung im Steinbruch

in Kirchheide. Selbst voll beladen vermittelt der Bell

B60 einen mühelosen Eindruck, wenn er das Haufwerk von

der Gewinnung zur Brechanlage transportiert: Entsprechend

zufrieden ist Geschäftsführer Rolf Schiewe nach den ersten

Einsatzwochen mit der Leistung und dem Verbrauch seines

Neuzugangs.

Das Familienunternehmen Schiewe betreibt drei Steinbrüche:

Neben dem Haupt- und gleichzeitig Ursprungsbetrieb

in Detmold werden Rohstoffe in Steinbrüchen bei Bentrup

sowie in Lemgo-Kirchheide gewonnen und aufbereitet. In

den letzten beiden Jahren gestaltete sich nach Aussage des

Geschäftsführers die Nachfrage nach Gesteinskörnungen

sehr gut. Um nun seine innerbetrieblichen Transporte zu

optimieren, hat der Unternehmer in einen Bell B60 investiert

und damit den ersten Vertreter dieser großen Spezies nicht

nur Deutschlands, sondern sogar Europas in den Praxiseinsatz

gebracht. Das erste Fazit von Rolf Schiewe zum Boliden

am Standort Lemgo-Kirchheide fällt schon nach wenigen

Wochen sehr positiv aus: „Mit dem B60 können wir etwa 14 t

mehr als mit dem Vorgängermodell in der Mulde befördern,

was sich natürlich stark auf die Produktivität auswirkt. Außerdem

werden die mechanischen Belastungen auf die Maschine

durch das Zwei-Achsen-System verringert, was sicherlich

der Langlebigkeit zugutekommt.“

Ein weiterer großer Vorteil zeigt sich im Verbrauch: Der

60-Tonner bewegt sich beim Kraftstoffverbrauch auf dem

Niveau des 40-Tonners der Marke jenes Marktbegleiters,

welcher zuvor hier im Einsatz war. „Da waren wir angenehm

überrascht! Wenn man die Ladeleistung dazu berücksichtigt,

ist das wirklich ein großer Vorteil.“

Schiewe zeigt sich außerdem sehr zufrieden mit der Betreuung

durch den Bell-Händler Kiesel Bielefeld. Zwei Fahrer

wurden zu Beginn intensiv von Bell und Kiesel eingewiesen.

Stammfahrer Maik Bretten, ein umsichtiger und langjährig

im Unternehmen beschäftigter Mitarbeiter, lobt „seine“ Maschine

in mehrfacher Hinsicht: „Da das Vorgängermodell

schon älter war, hat sich mein Arbeitsumfeld mit dem Komfort

in der Kabine sowie durch die geringere Geräuschent-

wicklung deutlich verbessert. Festzustellen ist auch, dass der Zweiachser

die Wege im Steinbruch deutlich weniger in Mitleidenschaft

zieht als der vormalige Dreiachser.“

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2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN

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34

PRAXIS

IM SILOABZUG beschleunigt die kurze

Muldengeometrie des B30E 4x4 das

gleichmäßige Befüllen ohne mehrmaliges

Umsetzen der Maschine.

GUGGENBERGER-MANNSCHAFT mit Lieferanten

(v.l.): Harald Birk (Leiter Kies-/Betonwerk),

Max Karl, Markus Fuchs, Johann

Schweiger (techn. Einkauf), Alexander Wittl,

Beutlhauser, Alexander Schwarzkopf (Bell).

Fotos: Bell Equipment/tb

DIREKTER VERGLEICH: links die V-förmige

Erdbaumulde des Dreiachsers Bell B30E,

rechts der kurze flache Muldenkörper des

B30E 4x4 mit deutlich geringerer Kipphöhe

bei gleichem Winkel.

GUTE BEZIEHUNG: Der neue 4x4 harmoniert

sehr gut mit den bei Guggenberger

fahrenden Lade- und Umschlaggeräten.

Kompakt im Umschlag

Als Ersatz für einen langjährig genutzten Bell-25-Tonner im Mintrachinger

Guggenberger-Kieswerk arbeitet seit Ende Oktober ein Bell B30E 4x4 in

Produktion, Umschlag und Abraum. Die Entscheidung fiel aufgrund spezifischer

Vorteile des Allrad-Zweiachsers gegenüber der konventionellen 6x6-

Technologie.

Gut 200.000 t Flusskies gewinnt Guggenberger

pro Jahr in Mintraching im

Nassverfahren mit einem Saugbagger.

Das Material gelangt per Landband in

das etwa 900 m entfernte Werk. In Randbereichen,

beim Abdecken der etwa 60

bis 70 cm mächtigen Bodenschicht und

in der Auffüllung aufgelassener Grubenbereiche

kommen mit schweren Baggern,

6-m³-Radladern und Muldenkippern

konventionelle Lade- und Transportgeräte

zum Einsatz.

Bis Mitte 2017 fuhr unter anderem ein

Bell B25D zwölf Jahre und rund 13.500

Bh in Grube und Abraum sowie zwischen

Siloabzug und Bunkern. Beim

anstehenden Ersatz entschied sich Guggenberger

wiederum für Bell Equipment

– nach eingehender Evaluierung mit dem

regional zuständigen Händler Beutlhauser

Baumaschinen für den aktuellen

Zweiachser Bell B30E 4x4, der unter den

spezifischen Voraussetzungen eine

noch bessere langfristige Wirtschaftlichkeit

verspricht.

Tatsächlich führen die bis zu 1500 m

langen Umläufe in Mintraching über gut

ausgebaute Fahrwege, die keine 6x6-

Traktion erfordern. Punktet der Allrad-

Zweiachser schon hier mit geringerem

Reifenverschleiß, spielt er im überwiegend

engen Werksverkehr bei kürzerer

Gesamtlänge und kleinerem Wendekreis

seine Stärken richtig aus: Im direkten

Vergleich zum Dreiachser Bell B30E bietet

der 4x4 rund 1,5 m weniger Wendekreis

(14,6 m). Dank deutlich kürzerem

Hinterwagen mit neu gestalteter Mulde

erleichtert er das Rangieren erheblich.

Ohne „radierende“ Mittelachse werden

zudem die Fahrwege geschont.

Bis zum Dreh-/Knickgelenk identisch

zum konventionellen B30E, kommt der

4x4-Zweiachser mit zuverlässiger Großserien-Technologie

in Antrieb und Steuerung:

Der 246 kW starke Mercedes-

Benz-Turbodiesel mit Allison-Sechsgang-Automatik

sorgt für den Vortrieb,

der vorwählbare Getrieberetarder und

groß dimensionierte Ölbad-Lamellenbremsen

an allen Rädern für die Sicherheit.

Das nach wie vor umfangreichste

Serien-Paket an Fahr- und Ladeassistenten

gewährleistet auf Basis von Echtzeit-Messdaten

(On-Board-Waage,

Nick- und Rollsensoren etc.) ein sicheres

und komfortables Arbeiten.

Mit nominell 28 t besitzt der Zweiachser

die identische Nutzlast zum 6x6-Dreißigtonner

– entsprechend hoch sind die

Reserven der starr geführten 36-t-Hinterachse,

zumal der neu gestaltete Muldenkörper

mit flachem Boden mit 18,5 m³

(SAE 2:1) 1 m³ mehr Volumen bietet als

die V-förmige 6x6-Mulde – mit automatischer

Heckklappe wie in Mintraching ist

noch fast ein weiterer Kubikmeter mehr

drin. Die kurze Muldengeometrie beschleunigt

insbesondere die Siloverladung

leicht fließender Sande oder Kiese.

Beim Entladen bringen die kürzeren Hydraulikzylinder

schnellere Kippspiele bei

einer vorteilhaft niedrigen Auskipphöhe.

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GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


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36

IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

Gewinnungsprozesse digitalisieren

und Sparpotenziale generieren

Bislang konnten sich Betreiber von Cat-Radladern,

-Baggern, -Muldenkippern oder -Dumpern

häufig nur auf ihre Intuition verlassen,

wenn es darum ging, nicht produktiv bedingten

Leerlauf, sprich Leerlaufintervalle größer

als 10 min, aufzuspüren. Laut Bernhard Tabert,

bei Zeppelin verantwortlich für das Flottenmanagement,

lässt sich diese Pi-mal-Daumen-Methode

nun ganz einfach durch exaktes

Wissen ersetzen. Ihm zufolge wird der

digitale Steinbruch der Zukunft durch Drohnenbefliegungen,

GPS-Bewegungen und

Leerlaufzeiten der Maschinen in einer einzigen

Kartenansicht dargestellt. Sie verrät

auch, wann und wo unproduktiver Leerlauf

entsteht. Den unternehmerisch Verantwortlichen

obliegt es dann, das „Warum“ zu hinterfragen

und die Ursachen im Einvernehmen

mit den Beschäftigten zu beseitigen.

DRAUFSICHT: 3D-Ansicht des

Steinbruchs im Ergebnis einer

Drohnenbefliegung. Fotos/Screenshots:

Zeppelin/Airware

Wer die Orte und Zeitpunkte für abnormale

Leerlaufereignisse (Leerlaufintervall

≥ 10 min) kennt, kann deren Ursachen

konsequent abstellen und so die

Betriebskosten nachhaltig senken, denn

jeder nicht produktive Leerlauf wirkt sich

sofort auf Kraftstoffverbrauch, Servicekosten,

die Abschreibung und den Wiederverkaufswert

einer Maschine aus.

Wie über eine Web-Oberfläche der

Steinbruch im Detail dokumentiert und

analysiert werden kann, erklärte Zeppelin

interessierten Besuchern auf der

steinexpo 2017 und kürzlich auch im

HOCHGERECHNET

Zuge eines Vortrages auf der ISTE-Winterarbeitstagung

2018 in Längenfeld.

Damit das Entschlüsseln der einfach

zu beseitigenden Kostenfresser tatsächlich

einfach wird, hat Caterpillar zusammen

mit dem französischen Start-up-

Unternehmen Redbird eine entsprechende

Anzeige- und Analysesoftware

für Gewinnungsbetriebe auf den Markt

gebracht. Seit 2016 wird es nun unter

dem Dach von Airware – einem US-amerikanischen

Start-up in San Francisco,

an dem auch Caterpillar beteiligt ist –

weiterentwickelt. Ausgangsbasis für die

Was kostet der volle Überblick?

Grob kalkuliert ergeben sich für die Befliegung und Auswertung in etwa folgende

Kosten:

Befliegung: Etwa 1000 Euro je Flug durch externen Vermesser. (Einmalig sind

zehn Bodenreferenzpunkte erforderlich, die mit ebenfalls etwa 1000 Euro zu

Buche schlagen, inklusive einer GPS-Einmessung der erforderlichen Bodenreferenzpunkte

im Steinbruch.)

Auswertung: Etwa 6000 Euro je Auswertung bei Auswahl des gebotenen Komplettprogramms.

Addiert ergeben sich daraus für den ersten Flug 8000 Euro und für Folgeflüge

nach Bedarf – empfohlen wird eine jährliche Wiederholung – jeweils

6000 Euro.

Luftbildbefliegung sind eingemessene

Referenzpunkte am Boden. Der Steinbruch

wird dann per Drohne nach einem

vorgegebenen Raster von oben fotografiert.

Mit Hilfe der Airware-Software, die

kompatibel mit den am Markt gängigen

Helikopter- und Flugzeug-Drohnen für

die Luftbilderfassung ist, lässt sich aus

den einzelnen Luftbildern ein einziges

Orthofoto mit einer Auflösung von drei

bis vier Zentimeter je Pixel und ein zusätzliches

3D-Modell generieren. „Massendaten

ohne Auswertemöglichkeit

sind wertlos, die eigentliche Kunst besteht

darin, die generierten 3D-Daten auf

eine benutzerfreundliche Web-Oberfläche

samt automatischer Analyse zu bringen.

Erst das liefert dem Anwender einen

Überblick über seinen Steinbruch und er

kann auf der Grundlage von intelligenten

Datenanalysen bessere und schnellere

Entscheidungen treffen“, definiert Bernhard

Tabert die Herausforderung und die

Vorteile der noch jungen Entwicklung.

Wenn Betreiber von Baumaschinen

als Airware-Nutzer wissen wollen, wie es

um ihre Gewinnungsprozesse bestellt

ist, reichen ein Internetzugang, Login

und Passwort für den Zugriff auf das

System aus. Der Steinbruch wird kartografisch

und farblich in 3D dargestellt.

Details können herangezoomt und exakt

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

37

betrachtet werden. Zwischen zwei Befliegungen

oder einer Befliegung und

einer Planung, wie etwa einer Abbaugenehmigung

oder auch der Planung eines

Deponiedaches für Verfüllungen, lassen

sich jeweils auch die Volumendifferenzen

berechnen.

Leichten Fußes zur Erkenntnis

Wirklich einfach ist die Anwendung am

Rechner. „Jeder, der eine PC-Maus

nutzt, kann mit Airware umgehen. Das

System adressiert bewusst nicht den

Vermesser, sondern den Steinbruchbetreiber

als Nutzer. Ihm wird die tatsächliche

Situation seines Geländes sichtbar

gemacht, ohne einen Vermesser konsultieren

zu müssen“, so Bernhard Tabert,

selbst Vermessungsingenieur. Wer mehrere

Gewinnungsstandorte betreibt,

kann bequem vom Büro aus jeden einzelnen

davon aus der Distanz überblicken.

Im Detail lassen sich verschiedene

Werte der Betriebsstätten und deren

Kennzahlen betrachten, die für eine produktive

Gewinnung von Bedeutung sind.

Besprechungen werden aufgrund der

Aufbau_Schmidt2 05.05.2009 11:54 Uhr Seite 1

Visualisierung effizienter. Auch zu Materialhalden

auf dem Lagerplatz, klassifiziert

nach Materialart, Korngröße und

Dichte, lassen sich Analyseberichte erstellen.

Haldenvolumen lassen sich automatisch

berechnen, indem einfach mit

der Computermaus ein Polygon um die

Halde gezogen wird. „Häufig werden

Massen von Halden „Pi mal Daumen mit

dem Blick aus dem Bürofenster“ für die

monatliche Bestandsmeldung bestimmt,

doch wie genau ist diese Schätzung

wirklich? Und wie viel gebundenes Kapital

liegt wirklich auf dem Lagerplatz?“,

hinterfragt Tabert die klassische Verfahrensweise.

Einer der größten Hebel in den Steinbrüchen

ist die Beschaffenheit und Qualität

der Transportwege. Diese müssen

gut in Schuss sein, damit die anvisierte

Produktionsleistung tatsächlich in der

kalkulierten Zeit erbracht werden kann.

Das funktioniert nur, wenn die Transportfahrzeuge

die möglichen Fahrgeschwindigkeiten

auch auf die Fahrbahn bringen.

Anwender können anhand der visualisierten

Transportstrecken mit Längssteigungen,

Wegbreiten und Kurvenradien

sowie Überhöhungen über Airware erkennen,

ob die jährliche Produktionsmenge

eines Steinbruchs anhand der

möglichen Skw-Umläufe auch tatsächlich

realisiert werden kann. „Muss ein

Betrieb zum Beispiel 1.000.000 t Gestein

im Jahr von der Wand zum Vorbrecher

transportieren, sind dafür 15.400 Umläufe

eines CAT-Muldenkippers 775G mit

65 t Nutzlast erforderlich. Die Frage, die

sich hieraus stellt, lautet: Wie viele Betriebsstunden

werden für diese 15.400

Umläufe benötigt? Und: Wie können die

Transportstrecken verbessert werden,

um die Umlaufzeiten zu senken?“, so

Tabert.

Da die Airware-Software Bruchkanten,

Transportwege samt Wegbreiten,

Längssteigungen und Quergefälle sowie

Sohlenbreiten automatisch erkennt und

diese Informationen für den Anwender

farblich, in Abhängigkeit von Grenzwerten,

anzeigt, werden Abweichungen vom

Ideal sofort deutlich. „Betreiber können

so erkennen, ob zum Beispiel ein Skw

immer im höchsten Gang fahren kann

oder ob er aufgrund von zu starken Steigungen

oder zu engen Kurvenradien in

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2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


38

IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

1

3

2

4

1. Leerlaufzeiten und

GPS-Bewegung

lassen sich in einer

einzigen Ansicht

visualisieren.

2. Leerlaufanzeige:

Ungewöhnlicher Leerlauf

von mehr als

10 min ist es wert,

hinterfragt zu werden.

3. Transportwege samt

Steigungen: Über

Optimierungen im Zuge

des Gewinnungsfortschritts

lassen

sich Umlaufzeiten

verbessern.

4. Vorratssituation

erfassen: Das Volumen

einzelner Halden

lässt sich auf einfache

Weise rechnerisch

ermitteln.

einen niedrigen Gang schalten muss,

was zu einer geringeren Geschwindigkeit

führt“, so Tabert.

Analysiert werden zusätzlich auch die

Höhen von Sicherheitsbermen und Freisteinen

als Wegbegrenzungen, die das

System automatisch mit Algorithmen

erkennt. Das gilt ebenso für die Breite

der Fahrwege, die letzten Endes entscheidet,

ob der Transportverkehr einoder

zweispurig stattfinden kann. Ist der

Fahrweg einspurig angelegt, sind Ausweichbuchten

erforderlich und es kommt

bei mehr als einem Skw zu Zwangspausen

auf der Strecke und somit zu kurzfristigen

Unterbrechungen, was sich

negativ auf die Umlaufzeiten auswirkt.

Ferner muss der Skw dann aus dem

Stand und voll beladen anfahren, was zu

einem zusätzlichen Kraftstoffverbrauch

führt.

Telematik sichert die Werthaltigkeit

Integriert in Airware werden auch die

Cat-Maschinendaten, gesendet über die

Telematikboxen Cat Product Link, angezeigt.

„Dies ist das eigentliche Besondere,

das bislang noch kein Baumaschinenhersteller

bieten kann, Drohnenbefliegung

und Analyse von Maschinendaten

in einer einzigen Plattform“, unterstreicht

Tabert den Vorsprung der Marke.

Derzeit sind rund 17.200 Cat-Baumaschinen

mit einer solchen Telematikbox

in Deutschland ausgerüstet. Heute werden

in 90 % aller Cat-Maschinen Product-Link-Boxen

serienmäßig eingebaut,

zudem ist Product Link auch für

Maschinen und Fahrzeuge anderer Hersteller

verfügbar. Darüber hinaus können

Betriebsstunden, GPS-Positionen sowie

die Leerlaufzeiten und der Kraftstoffverbrauch

ausgewertet werden. Werksoder

Produktionsleiter haben somit

immer einen Überblick, wann eine Maschine

wie lange im Leerlauf gestanden

hat. „Hier gibt es ein unglaubliches Einsparpotenzial,

das die wenigsten bislang

in konkrete Zahlen fassen konnten. Wer

weiß schon, dass zum Beispiel eine Cat-

Mulde 775G mit rund 60 Euro/h im Leerlauf

zu Buche schlägt, was Abschreibung,

Service und Kraftstoff beinhaltet?

Wenn man sich eine Flotte von mehreren

Muldenkippern in einem Steinbruch ansieht

und alle Leerlaufereignisse größer

zehn Minuten herausfiltert, kommen

rasch 500 Bh Leerlauf im Jahr zusammen.

Das sind 30.000 Euro verlorener

Ertrag für den Unternehmer“, argumentiert

Bernhard Tabert das Einsparpotenzial.

Deshalb sei es wichtig, auch den Fahrern

zu vermitteln, welche Kosten sie in

welcher Größenordnung verursachen,

wenn sie einfach den Motor einer Maschine

– wegen der Heizung, der Klimaanlage …

oder weil sie eben schnell Kaffee holen

– weiterlaufen lassen. Anhand der dank

Airware belegbaren Daten lässt sich mit

einem Mausklick dokumentieren, welche

nicht produktionsbedingten Leerlaufintervalle

vermieden werden können und

wo sie auftreten.

Zeppelin ist davon überzeugt, dass

die Analyse von Drohnen- und Maschinendaten

in den nächsten Jahren viel zur

Steigerung der Wirtschaftlichkeit beitragen

und für Gewinnungsbetriebe ein

wichtiges Werkzeug sein wird, um signifikante

Kosteneinsparungen zu erzielen.

Eine wichtige Voraussetzung für den

Erflolg bei der Einführung eines solchen

Systems ist es allerdings, von Anfang

allen Beteiligten: Fahrern, Vorarbeitern

und Betriebsleitern, den Grund zu vermitteln,

warum die Optimierung des eigenen

Betriebes so wichtig ist. Ein weiterer

großer Vorteil von Airware ist es,

dass die Leerlaufanalyse wertfrei, ohne

menschliche Färbung und reproduzierbar

ist. Dieses ist eine ideale Voraussetzung

für ein Anreizsystem, sodass alle

Beteiligten am Ende etwas davon haben.

In einem geplanten GP-Folgebeitrag

wird aus der Sicht eines Steinbruch-

Unternehmers geschildert, wie sich

das Thema erfolgreich umsetzen lässt.

www.zeppelin-cat.de

www.airware.com

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


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-Online-Offensive 2018

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40

IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

Drei große Themen

im WDV-Fokus

Das Branchen-ERP-Softwaresystem der nächsten Generation, die Version

WDV2020, wird in erweiterter Form Ende April 2018 freigegeben. Wie die

Entwickler der Praxis EDV-Betriebswirtschaft- und Software-Entwicklung

AG melden, wurde die Version um wertvolle Features ergänzt, damit sich

Unternehmen auch in Zukunft im digitalen Wettbewerb behaupten können.

Dabei setzt der Branchen-Software-Experte Praxis seinen Fokus auf die drei

großen Themen: Mobilität, Prozessexzellenz sowie Cross-Channel-Management.

Darüber hinaus wurde die Anwenderoberfläche der WDV2020 grundlegend

erweitert, das Layout erneuert und damit die Benutzerfreundlichkeit

weiter optimiert.

Die Digitalisierung macht keinen Unterschied

zwischen Großkonzernen und

mittelständischen Unternehmen. Daher

gehören effiziente Prozesse, vorbildliche

Usability und Kundenzentrierung sowie

die Option, die Branchen-ERP-Anwendung

WDV2020 auch mobil nutzen zu

können, zu den erfolgskritischen Erfordernissen,

die der Spezialanbieter mit

den neuen Features der Version WDV-

2020 adressiert. Benutzerfreundlichkeit

beginnt bei der grafischen Darstellung

von Bildschirminhalten. Um der Software

eine modernere Oberfläche zu

geben und den Anwendern das Handling

zu erleichtern, wurde die grafische Darstellung

modernisiert und optisch an die

Windows-Module angepasst. Eine klare

Farbgebung und neue, deutlichere Symbole

vereinfachen die Orientierung im

Steine

Kies Sand Logistik Asphalt Beton Recycling

Mit PRAXIS haben die Unternehmen

der Rohstoffzulieferwerke einen professionellen

Partner, der die Prozesse

und Abläufe in der Branche seit über

25 Jahren begleitet. Ein Partner, der

die Entwicklungen und Bedürfnisse

genauestens verfolgt und die Branchensoftware

WDV2020 den Marktanforderungen

vorausschauend anpasst.

Vom elektronischen Lieferschein mit

digitaler Unterschrift bis hin zur

eRechnung, für alles bieten wir die

geeignete Lösung.

Elektronische

Unterschrift

System und sorgen für noch mehr Produktivität.

Damit vereinheitlicht die

WDV2020 das geballte Leistungspaket

aus 20 Jahren Entwicklung mit modernstem

Layout für eine intuitive Benutzerführung.

Auch mobil haben Mitarbeiter

alles in der Hand

Elektronisches

Archiv

Einfach.

Sicher.

Umgesetzt.

Lieferscheine

in der Cloud

Elektronischer

Lfs

eRechnung nach

ZUGFeRD

WDV2017

PEFF/firmApp

Technologie

Uwe Wirth, Gründer und Vorstandsvorsitzender

der Praxis EDV-Betriebswirtschaft-

und Software-Entwicklung AG:

„Für Unternehmen bemisst sich

Digitalisierungserfolg nicht allein

am technisch Möglichen, sondern

vor allem an den konkreten Anforderungen

von Endkunden und Anwendern.

Dort entfalten wegweisende

Lösungen ihren Mehrwert

und erzeugen Effizienzgewinne. In

puncto Kundenorientierung und

Mobilität ganz neue Wege zu beschreiten,

war unser zentraler Ansporn,

die neuen Funktionen für

WDV2020 umzusetzen – ein Ansatz,

der seinen Nutzen für Geschäftsmodelle

in vielen Branchen

der Bau-Zulieferindustrie tagtäglich

unter Beweis stellt.“

Foto: Praxis EDV

Mit der neuen Version WDV2020 erhalten

Anwender nicht nur eine optimale Softwareunterstützung

im Büro, sondern

können Daten auch noch schneller und

flexibler unterwegs abrufen und bearbeiten.

Die drei neuen To-Go-Anwendungen

umfassen die Funktionen: „Mobile

Sales“, „Cloud-Datenaustausch“ und

„Mobile Aufträge“. Viel Wert wurde darauf

gelegt, mobile Aufträge zu einem

perfekten Vertriebswerkzeug auszubauen.

So haben Fahrzeugführer stets alles

im Blick – ob Informationen zum Auftrag,

die Erfassung von Arbeitszeiten und

Mengen oder auch die mobile Generierung

neuer Einsätze durch die Disposition.

Mit dieser App sorgen Unternehmen

für noch mehr Kundenzufriedenheit,

denn sie macht sämtliche Daten aus

dem Vertriebsmodul WDV2020 CRM auf

mobilen Endgeräten verfügbar und stellt

so höchste Effizienz sicher. Mit dem

Cloud-Datenaustausch steht ein optimales

Tool für „Datenaustausch Business“

zur Verfügung. Alle mobilen Anwendungen

laufen dank der bewährten

Praxis- firmApp-Technologie auf sämtlichen

gängigen Smartphones und Tablets

(iOS und Android) und können auch

offline genutzt werden.

Flexible Plattform für Online-

Geschäft und mobile Vernetzung

Gerade mit dem Blick auf die Digitalisierung

von Baustellen-Belieferungen pro-

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

41

fitieren Anwender von der neu geschaffenen

Möglichkeit, Angebote, Aufträge,

Lieferscheine und Rechnungen vollständig

in der Unternehmens-Cloud Bau-

Else abzulegen. Ausdrucken und einscannen

war gestern! Kunden können

ab sofort die für sie interessanten Angebote

bequem per Link aufrufen, was dem

Anbieter wiederum eine Basis für aussagekräftige

Auswertungen des Kundenverhaltens

verschafft. Viele Unternehmen

realisieren Abschlüsse und Umsätze

nicht allein stationär, sondern im Außendiensteinsatz

bei Kunden und Partnern.

Mithilfe der umfangreichen mobilen

Funktionen von Mobile CRM lassen sich

Kontakte, Termine und Aufträge effizient

unterwegs via Smartphone managen

und in Geschäftserfolge ummünzen.

Maßgeschneiderte Automation

erzeugt schlanke Prozesse

Dem wachsenden Bedarf moderner Unternehmen

nach vernetzten, automatisierten

und integrierten Prozessen tragen

weitere neue Systemfeatures Rechnung

wie beispielsweise die Möglichkeit,

via Windows oder mittels der Praxis-firmApp-Technologie

interne oder

projektbezogene Beschaffungsvorhaben

als Bestellanforderungen zu erfassen

und zu verfolgen. Zudem können

innerhalb dieser Unternehmens-Cloud,

welche Anwendern einen einfachen, rollenbasierten

Zugriff über beliebige

Plattformen und firmApps ermöglicht,

mittels Deep Link bestimmte Vorgänge

wie etwa Calls oder auch Tickets und

Vorgänge genannt, direkt geladen werden.

Um das Management elektronischer

Kommunikation effizienter zu gestalten,

sorgt ein Infoserver dafür, dass

eingehende E-Mails automatisch einem

Vorgang zugewiesen und archiviert werden

können.

Effizienz durch integriertes

Dokumentenmanagement

Tagtäglich steigt die Flut an Daten, die

von außen auf das Unternehmen einströmen

– angefangen bei E-Mails über Auftragsbestätigungen

bis hin zu Rechnungen.

Da jedes einzelne Dokument Teil

eines übergeordneten Geschäftsprozesses

ist, ist es von zentraler Bedeutung,

dass sich das Dokumentenmanagementsystem

(DMS) nahtlos in bestehende

Prozesse integriert und diese sinnvoll

ergänzt.

Einer der effektivsten Hebel in Richtung

Prozessautomatisierung ist daher

die konsequente Nutzung eines modernen

DMS. Mit dem Praxis-Dokumentenmanagement

können sich Anwender die

Wettbewerbsvorteile der Digitalisierung

noch einfacher zunutze machen. Sie verkürzen

Bearbeitungszeiten, steigern die

Produktivität und schaffen mehr

Prozess transparenz. Darüber hinaus

stellt das Modul eine revisionssichere Datenverwaltung

sicher und senkt das Risiko

von Datenverlusten auf ein Minimum.

Mit Freigabe der 2020er-WDV-Version

besteht für bereits genutzte Vorläufer der

integrierten Branchensoftwarelösung

natürlich die Möglichkeit eines Updates

auf die dann aktuellste Generation des

Systems.

www.praxis-edv.de

www.wdv20xx.org

WOLKE ODER NICHT?

Sicheres Netz für die Daten in der Cloud

EINGEBUNDEN: Für die Radlader-Verladung

hat Praxis EDV mit der XR4309 eine hochmoderne

und einzigartige Verbindung von Maschine

und ERP-System geschaffen, die sich

lückenlos in die Verladeprozesse im Werk integriert.

Foto: Praxis EDV

Moderne Rohstoffwerke sind auf dem neusten

Stand der Technik und arbeiten vielfach

bereits mit der WDV2017 wirtschaftlich „online“.

Integrierbar in die Cloud-Umgebung ist

dabei beispielsweise auch die Radladerverwiegung

mit der Waage XR4309. Doch was

passiert, wenn die „Datenwolke“ wegen

nicht immer auszuschließender Störungen

einmal nicht erreichbar ist? – Dann sorgt ein

„Fangnetz“ für Sicherheit.

Wer Apps auf seinem Smartphone oder

Tablet nutzt, bewegt sich in der Cloud. Das

heißt, er nutzt Software, deren Daten in

einem Rechenzentrum liegen. Das Arbeiten

in der Cloud hat sich in den letzten Jahren

auch in Unternehmen massiv durchgesetzt.

Der Grund dafür liegt nicht nur in der

schnellen und flexiblen Bereitstellung von

Web-Diensten und Speichern, sondern

sorgt bei näherer Betrachtung auch für gesteigerten

Kundenservice und Wettbewerbsvorteile.

Von geringen hardwareseitigen

Voraussetzungen sowie ebenso geringen

monatlichen Kosten per Nutzungsgebühr

abgesehen, steht die Cloud-Software

immer in der aktuellsten Version und ohne

dass ein eigener IT-Dienstleister beauftragt

werden muss, zur Verfügung. Diese Tatsache

bietet eine enorme Flexibilität, denn es

können peu à peu neue Module und Anwendungen

ausprobiert werden. Völlig

skalierbar nach oben kann der Anwender

Schritt für Schritt beispielsweise alle einund

ausgehenden Dokumente elektronisch

archivieren, den Eingangsrechnungsworkflow

revisionssicher nach GoBD nutzen, die

Zeit- und Betriebsdatenerfassung für Mitarbeiter

und Maschinen einrichten und vieles

mehr. Dies bietet einem modernen Lieferwerk

beste Chancen, zum straff serviceorientierten

Unternehmen zu werden. Externe

Daten von Drittanbietern bzw. externen

Geräten, wie die der Zeiterfassung,

fließen hürdenlos in die genutzte WDV-

Version ein.

Natürlich steht in diesem Zusammenhang

auch die Frage nach Risiken im Raum.

Denn tatsächlich gibt es neben den Vorteilen

eine Risiko-Kehrseite, über die gesprochen

werden muss. Puffernd wirkt eine sichere

DSL-Verbindung. Mehr noch: sie ist

Voraussetzung! Kurzzeitige Störungen mit

verschiedensten Ursachen gab es dennoch

bereits und wird es auch immer geben.

Dessen müssen sich Nutzer bewusst sein.

Am Ende kommt es auf die intelligente Lösungsfindung

an und darauf, wie die Arbeit

am besten selbst bei einem seltenen Ausfall

bewerkstelligt werden kann. Das Praxis-

Team bietet hierfür deshalb zusammen mit

der aktuell genutzten WDV-Cloud-Version

immer auch das sogenannte Notsystem an.

Es wird als „sicheres Netz“ vor Ort beim

Unternehmen eingerichtet und stellt den

Waage-Betrieb sicher. Referenzen und weitere

Informationen hierzu werden auf Anfrage

durch Praxis zur Verfügung gestellt.

2/2018 www.wdv20xx.org

GESTEINS PERSPEKTIVEN


42

IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

Bedingung:

Alles in einem

ANGENEHME ZUSAMMENARBEIT:

Partnerschaftlich konnte für die Firma

Röhm eine maßgeschneiderte,

bedienerfreundliche und integrierte

Softwarelösung realisiert werden.

Insbesondere in die Lagerbestandsführung

sind viele Ideen und

Wünsche des Kunden eingeflossen.

Fotos und Grafik: Informaticon

Das Ziel bei der Einführung einer neuen Business-Software

für den Baustoffbereich war

für Teresa Röhm klar: Alles in einem sollte das

Paket enthalten und einen durchgängigen

Datenfluss von der Angebotserstellung bis zu

den Auswertungen bieten. Als kaufmännische

Leiterin der Röhm Natursteine GmbH & Co.

KG war sie für die Einführung der neuen Software

verantwortlich, die neben einer komfortablen

Stammdatenverwaltung auch die Verwiegung,

Abrechnung und Lagerverwaltung

integrieren sollte.

Der Ursprung der Unternehmensgruppe

Röhm wurzelt in der Kiesgewinnung, die

von den Unternehmensgründern Gottlieb

und Pauline Röhm am Firmensitz in

Wendlingen am Neckar bereits 1890 begonnen

wurde. Damit zählt das nach wie

vor familiengeführte Unternehmen mit

seiner mittlerweile über 125-jährigen Firmengeschichte

zu den ältesten Betrieben

der Branche in Deutschland. Auch

heute noch ist die Rohstoffgewinnung

eine der Kerntätigkeitsbereiche der mittlerweile

interessant diversifizierten

Gruppe.

Da eine lange Tradition keineswegs

ein Verharren im Hergebrachten bedeutet,

bewegt sich die Kiessparte stets auf

der Höhe der Zeit. Neben einer ganzen

Reihe an technischen Investitionen in

den Werken stand in der jüngeren Vergangenheit

auch eine Erneuerung der

IT-Infrastruktur an. Ziel war dabei neben

der Ablösung des veralteten Systems

eine integrierte Lösung im Maßzuschnitt,

die einen durchgängigen Datenfluss vom

Angebot bis zur Statistik gewährleistet.

Als Gesellschafter der SKV Sand-

Kies Vertrieb Ulm GmbH & Co. KG kannten

die Verantwortlichen bei Röhm bereits

die Informaticon-Business-Software,

die dort 2012 für das Angebotswesen

und die Fakturierung der Bereiche

Kies, Sand und Splitt eingeführt wurde.

Im Jahr 2015 sollten nun auch der Steinepark

und die Verwiegung von der Softwarelösung

profitieren, um ein veraltetes

System zu ersetzen.

Teresa Röhm erklärt die Ziele, welche

mit der Einführung verknüpft waren:

„Wichtig war uns, dass alle Arbeitsschritte

mit einem Programm abgedeckt

werden können. Angefangen von der

Angebotserstellung und Auftragsbestätigung

über die Verwiegung und Lieferscheinerstellung

bis hin zu den Abrechnungen

und Statistiken sollte alles mit

ein und derselben Software erledigt

werden können. Auch die Adress- und

Artikelverwaltung sowie die Lagerbestandserfassung

und -verwaltung sollte

das System unserer Wahl realisieren

können.“ In enger Abstimmung und

guter Zusammenarbeit mit dem Anbieter

konnten alle diese Ziele mit der Informaticon-Busines-Software

erreicht werden.

Als sich schließlich – wie das oft in

der Praxis passiert – bei der Arbeit mit

dem System neue Anforderungen ergaben,

wurden diese in enger Zusammenarbeit

mit den Softwarespezialisten des

Anbieters passend zu den spezifischen

Wünschen der Röhm-Gruppe realisiert

oder auch um neue Funktionen ergänzt.

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

43

Sämtliche Prozesse gut im Griff

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Wurden früher die

Lieferscheine über ein Waageterminal in einem Verwiegungsprogramm

mit einem Nadelstreifendrucker erstellt,

stehen sie heute elektronisch zur Verfügung und sind für

die Fakturierung praktisch fertig vorbereitet. Lob erntet

auch der unmittelbare und einfache Zugriff auf Adressen,

Baustellen und Artikel für die Verwiegung. Als besonders

nützlich bewerten die Anwender aus heutiger Sicht die

Anbindung der Lagerbestandsführung. Diese wurde im

Zusammenhang mit der Angebots- und Auftragserstellung

neu aufgebaut und erweist sich als Plus für Röhm in

Zusammenarbeit mit eigenen Kunden, da ein Abrufen des

aktuellen Bestandes in Echtzeit möglich ist. Das positive

Ergebnis wirkt sich – ebenso wie die Leistungserfassung

– nun direkt auf die nachfragegerechte Lagerbestandsführung

aus und ermöglicht ein schnelles Reagieren auf

die Nachfrage.

Insgesamt konnten alle Wünsche und Ideen der Auftraggeber

individuell für jeden Firmenbereich umgesetzt

werden, wobei die Projektkosten weitgehend im gesetzten

Rahmen blieben und nur das spätere Feintuning, die Angebotserstellung

und die Lagerbestandserfassung für den

„Steinepark“ genannten Natursteinhandel, der die Lagerhaltung

von Natursteinen wie Bodenplatten, Pflastersteinen,

Blockstufen, Mauersteinen, Palisaden u.v.m. umfasst,

einen zusätzlichen Kostenblock generierten. Dieser

hat sich aber längst als eine sehr kluge Zusatz-Investition

erwiesen, da es besonders bei den Natursteinen um die

Stückzahlen und die gebotene Vielfalt geht. Sämtliche

Projektarbeiten wurden durch das Team der Informaticon

Deutschland GmbH mit Sitz in Langenau bei Ulm umgesetzt.

Nach ihrem Eindruck während der Projektphase befragt,

erklärt Teresa Röhm: „Die Betreuung war so, wie

wir es erwartet hatten. Das meiste konnte vorbereitend

telefonisch geklärt werden oder auch per Terminalsitzung.

Bei der konkreten Umsetzung und in der ersten Einsatzphase

des Programms wurden wir zudem vor Ort sehr gut

betreut.“ Mit der Einführung von Online-Tickets, so Röhm,

habe die Informaticon-Kundenbetreuung zudem nochmals

einen Qualitätsschub erhalten. So ließen sich Anliegen

gut kategorisieren und beschreiben, um den Service

mit wichtigen Anhaltspunkten zu versorgen. Dabei sei die

Nutzung des Ticket-Systems natürlich keine Pflicht, denn

nach allen Erfahrungen ist der Support immer erreichbar,

auch telefonisch.

Das passend auf die Branche abgestimmte Informaticon-Warenwirtschaftsprogramm

ist sehr schlank und

einfach gehalten, dennoch höchst flexibel und erweist sich

als intuitiv bedienbar. Dank dieser Qualitäten fand es bei

Röhm auch rasch Zuspruch bei allen Mitarbeitern, die

damit arbeiten. Damit dürften alle Wünsche abgedeckt

sein – oder nicht? Teresa Röhm hätte noch einen offen:

„Die Umsetzung der permanenten Inventur an das aktuelle

Lagersystem könnte für uns künftig weitere Vorteile

bieten.“

www.informaticon.de

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2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


44

IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

WPK auf der Höhe der Zeit

Die Werkseigene Produktionskontrolle

(WPK), also die freiwillige Güte- und Eigenüberwachung

von Gesteinskörnungen und

Baustoffgemischen, ist eine sehr wichtige

Dauermaßnahme in Gesteinsbetrieben

und in Werken zur Baustoffproduktion. Sie

ist gleichermaßen wichtig für den eigenen

Qualitätsnachweis der produzierten Gesteinskörnungen

und die Sicherheit, Abnehmer

gemäß ihrem Auftrag zu versorgen.

VON PRAKTIKERN FÜR PRAKTIKER:

Die kwüp-Software ist so funktional,

wie sich Anwender ein System wünschen,

und stellt auch die Verwaltung

voll zufrieden. Zu sehen sind Startansicht,

die Eingabedialoge Zwei-Stufen-Siebung

gem. DIN EN 933-1 Anhang

A, drei Siebungen Summe oder

Mittelwert, Bruchflächigkeit sowie der

Bearbeitungsdialog Mischmodul.

Screenshots: Helge Beyer GmbH

Mit der Labor- und Verwaltungssoftware kwüp

der Helge Beyer GmbH gelingt die effiziente

Eingabe und automatische Auswertung von

Sieb- und anderen Prüfergebnissen gemäß

aktueller Vorschriftenlage ganz leicht. Eine

beeindruckende, im Internet hinterlegte Referenzliste

zeugt davon, dass bereits zahlreiche

bekannte und namhafte Unternehmen der

Gesteinsindustrie auf diese Softwarelösung

setzen und deren Funktionalität schätzen, wie

eine stichprobenhafte Nachfrage ergab.

Materialanforderungen – auch für DB-Material

wie Gleisschotter – werden per Klick

ausgewählt oder selbst definiert. Ein optisches

Signal oder Hinweistexte zeigen fehlende

oder nicht anforderungsgerechte Prüfergebnisse

an. Hinzu kommen ein umfangreicher

Katalog an Siebnebenprüfungen sowie

die komfortable Statistikverwaltung (Materialoder

Zeitraumstatistik) mit Angabe von Sollwerten

und werktypischer Sieblinie. Das Mischen

von bis zu 20 Gesteinskörnungsfraktionen

lässt sich über Schieberegler schnell

und effektiv bewältigen.

Die Software umfasst zwei Bausteine: die

kwüp-Werkversion für die Arbeit im Labor –

sozusagen die Arbeitsebene – und den funktionsreduzierten

kwüp-Reader für Betriebsund

Werkleiter, die Qualitätssicherung, Geschäftsführer,

WPK-Laboratorien, Prüfinstitute

usw. – also die übergeordnete Informationsund

Kontrollebene. Der kwüp-Reader kann

natürlich auch genutzt werden, um Kunden

und potenziellen Auftraggebern die Untersuchungsergebnisse

der produzierten Gesteinskörnungen

inklusive der schnell daraus erstellbaren

Statistiken zu präsentieren.

Die erste Generation des Programms entstand

bereits im Jahr 2000. Seitdem wurde sie

über sachbezogene Updates, zu denen es auf

der Internetseite des Anbieters eine beeindruckend

leicht verständliche Chronik gibt, stets

an aktuelle Anforderungen angepasst. Diesen

evolutionären Schritten folgten von Zeit zu Zeit

größere Umbrüche, aus denen neue Versio-

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

45

nen hervorgingen. Die Version kwüp3

wurde 2010 eingeführt. Nach ihrem

jüngsten Update im September 2017

können in der Materialdefinition beispielsweise

jetzt auch Grenzsieblinien

definiert werden. Wird mehreren Siebanforderungen

die gleiche Linie zugeordnet,

werden sie in Form einer Linie miteinander

verbunden. Auf diese Art und

Weise können bis zu sechs Linien in ein

Diagramm eingebunden werden.

Die derzeit aktuelle Version der dritten

Generation bietet neben der Anpassung

an die jeweilige Vorschriftenlage in erster

Linie die neuen Siebvarianten (Eingabe

mit bis zu drei Siebungen bei Übertragung

der Summe oder des Mittelwertes

wahlweise oder als Zwei-Stufen-Siebung),

eine Reihe neuer Siebnebenprüfungen

sowie ein nützliches Preismodul

für Gemische an.

Wer sich über die Funktionalitäten

informieren möchte, findet auf der Internetseite

eine Screenshot-Galerie, die

einen ersten Eindruck von der Programmoberfläche,

einigen Dialogen und dem

Druckbild des Programmes vermittelt.

Zudem steht eine Vollversion auf Zeit als

produktive Entscheidungshilfe bereit,

welche geeignet ist, die wesentlichen

Leistungsmerkmale zu testen.

Funktional und praxisgerecht

Nach der Eingabe von Siebergebnissen

mit Hilfe von übersichtlichen Eingabemasken

schließt sich die automatische

Auswertung nach zuvor gewählten Vor-

UMFANGREICH

Auswahl an möglichen

Siebneben prüfungen

Kornform

Plattigkeit

Stoffe organischen Ursprungs

Bruchflächigkeit

Petrografie

stoffliche Zusammensetzung

Wassergehalt

Fließkoeffizient

Alkaliempfindlichkeit

Umweltverträglichkeit

Wasseraufnahme

Kristallisation

Reinheit

Wasserbausteine

gaben (Materialien, Vorschriften, Prüfungsart)

gemäß der aktuellen Vorschriftenlage

an. Deutliche optische Signale

(Ampelfarben Grün und Rot) weisen auf

nicht anforderungsgerechte Prüfergebnisse

oder noch fehlende Prüfungen hin.

Außerdem können Anforderungen an

die Materialien hinsichtlich Korngrößenverteilung,

Kornform, Stoffe organischen

Ursprungs, Petrografie etc. selbst definiert

werden. Genauso kann festgelegt

werden, welche im Rahmen der WPK

relevanten Anforderungen (TL SoB-StB

als Umsetzung der DIN EN 12620, 13043,

13242, Gesteinskörnungen nach DIN EN

13139, Materialien gemäß DBS 918 062

und DBS 918 061) das Programm berücksichtigen

soll. Dokumentiert werden

die Ergebnisse als Sieblinien, grafische

Darstellungen oder auch Kennwert-Tabellen

– je nach Bedarf – in anschaulicher

und übersichtlicher Form. In der

Statistik werden außer allen Siebnebenprüfungen

auch die Sollwerte sowie die

werktypische Sieblinie aufgezeigt. Mit

dem Preismodul kann aus Material-Einzelpreisen

ganz leicht ein Endpreis für

Gemische ermittelt werden. Anwendungserprobte

Funktionen erlauben eine

effiziente Bedienung, beispielsweise

durch Übernahme von Grunddaten per

Klick, verkürzten Zugang zu definierten

Materialien oder auch der Archivfunktion.

Auch auf die Frage nach dem Preis

hat der Anbieter eine Antwort, die Nutzer

gefallen dürfte: Wer eine Lizenz erwirbt,

kann diese auf beliebig vielen PC-Arbeitsplätzen

ohne Aufpreis nutzen. Allerdings

sollte zwecks zentraler Datenablage

eine Verbindung der PCs untereinander

gegeben sein. Das Zusatzprogramm

kwüp-Reader ermöglicht als

kostenfreier Bestandteil der kwüp-Werkversion

die übergeordnete Verwaltung

der WPK-Ergebnisse eines beliebigen

Betriebes oder auch mehrerer Werke.

Die Systemvoraussetzungen gehen

nicht über das hinaus, was ein Betrieb

ohnehin an handelsüblicher PC-Technik

nutzt.

www.helgebeyergmbh.de

NALTEC ®

NALTEC ®

Geruchsbekämpfung

Geruchsbekämpfung

Befeuchtung/Verkrustung

Befeuchtung/Verkrustung

MATAKT ®

Luftkanonen

MATAKT ®

Luftkanonen

NALTEC NALTEC ® ®

Staubbekämpfung

Kühlung/Luftreinigung

FLAER ® FLAER ®

Förderbandabstreifer

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B+W Gesellschaft

B+W Gesellschaft

für Innovative

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Produkte mbH

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Boschstraße 12a • D-46244 Bottrop

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E-Mail: info@buwip.de • Internet: www.buwip.de

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Besuchen Sie uns auf der IFAT 2018, München, 14.–18.05.2018, Halle B5, Stand 543

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


46

IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

ANLAGENPLANUNG LEICHT GEMACHT

Professionelle Prozess-Simulation in Stufen und per Mausklick

ANLAGENPLANUNG LEICHT GEMACHT: Niaflow bietet als Drei-

Stufen-Version mehr als nur eine Möglichkeit zur Orientierung, sondern

ist ein echtes Planungswerkzeug. Foto: Niaflow.com

Die logische Verknüpfung von einzelnen Maschinen und Geräten

– sowohl der trocken- als auch der nassmechanischen

Aufbereitung – ermöglicht Anwendern der Spezialsoftware

Niaflow die Auslegung ganzer Anlagen. Dabei stehen bis zu

70 unterschiedliche verfahrenstechnische Objekte zur Verfügung,

die zu einem Flussdiagramm verbunden werden können.

Die resultierenden Massen- und Volumenströme werden unter

Berücksichtigung von maschinenspezifischen Betriebsparametern,

die von Haver Niagara in jahrzehntelanger Praxis als

Lieferant von Maschinen und Anlagen gesammelt wurden,

berechnet. Bei der Entwicklung von Niaflow sind zudem Werkzeuge

für die Projektarbeit implementiert worden. So werden

die einzelnen Objekte in der Projekt-Ausrüstungsliste systematisch

dargestellt und zusätzlich eine Maschinen- und Gerätespezifikation

erstellt. Bis zu 200 Auslegungsparameter je

Objekt können angezeigt werden, wobei die Informationstiefe

individuell vorgegeben werden kann. Mit Hilfe dieser Projekt-

Werkzeuge lassen sich beispielsweise Anfragen an Lieferanten

standardisieren oder technische Angebote effizienter erstellen.

Die Software unterstützt beim Entwurf neuer oder bei der

Optimierung bestehender Aufbereitungsanlagen über die grafische

Darstellung von Prozessen inklusive mathematischer

Simulationen. So lassen sich auf neue Art abgesicherte Entscheidungen

treffen oder auch Optimierungspotenziale in

Objektgruppen verfahrenstechnischer Anlagen erkennen.

Interessenten können sich nach dem kostenlosen Download

und der Installation von Niaflow-Mining für 14 Tage von

der Eignung der umfassendsten Version dieser Prozesssimulations-Software

für einen reibungslosen Ablauf aufbereitungstechnischer

Prozesse selbst überzeugen. Nach Ablauf

der Testperiode steht weiterhin kostenfrei die Grundversion

Niaflow-Basic zur Verfügung. Schon diese ermöglicht als intuitiv

bedienbares Programm die Darstellung einfacher trocken-mechanischer

Prozesse mit dem Schwerpunkt auf die

Bereiche Brechen, Sieben und Sortieren. Bis zu zehn Maschinen

können mit Hilfe der Basis-Version im ausdruckbaren

Fließbild dargestellt und der Massenfluss berechnet werden.

Auf dieser Grundlage werden auch maschinenspezifische

Labels mit aktuellen Daten angezeigt. Dies unterstützt bei der

Prozessoptimierung, der Produktvorberechnung oder auch

bei der Auslegung kompletter Anlagen. Neben den Basis-

Maschinen zur Aufbereitung mineralischer Rohstoffe ist das

gesamte Equipment-Portfolio von Haver Niagara bereits in

der Objektliste hinterlegt. Niaflow Basic eignet sich für ein

kostenloses Kennenlernen des Programms und auch zur

Prozess-Simulation kleinerer Anlagen.

Niaflow-Mining markiert die Königsklasse für Prozesse der

Bergbau- und Gesteinsindustrie. Mit diesem Programm steht

eine digitale Prozess-Simulation zur Verfügung, die im Gegensatz

zur Basis-Version die Objekt-Anzahl der Maschinen

auf dem Zeichenblatt nicht limitiert. Hinzu kommt weiteres

Zerkleinerungs- und Klassierequipment ebenso wie Maschinen

zur Sortierung von mineralischen Rohstoffen, ergänzt

durch die Möglichkeit, Objekt-Datenblätter zu exportieren.

Zusätzliche Armaturen und Geräte vervollständigen die Installationsplanung

auf dem Zeichenblatt. So können auch

große Anlagen zur Nass- und Trockenaufbereitung mineralischer

Rohstoffe schematisch dargestellt werden.

Hinterlegt sind bereits alle gängigen Maschinen und Objekte

der mineralischen Aufbereitungstechnik. Das Simulations-Programm

eignet sich zur Berechnung geschlossener

Kreisläufe für Feststoffe und Wasser. Darüber hinaus greift

es auf die Daten von über 8000 Siebmedien zurück und ermöglicht

so eine realitätsnahe Siebauslegung. Die Version

eignet sich zur Ausgabe vollständiger Projektlisten. Ein

Druck-Modus erlaubt außerdem die Darstellung aller erfassten

Daten in Papierform. Neben der Jahreslizenz enthält

diese Version ein Wartungsservice-Paket für eine vollständige

Funktion der Software.

Für den unterrichtsbegleitenden Einsatz an Fachhochschulen

und Universitäten steht seit Kurzem ein spezielles

Campus-Programm zur Verfügung, dessen Teilnehmer die

Vollversion kostenlos nutzen können.

www.niaflow.com

www.haverniagara.com

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


92

auf Herz und Nieren getestet. Foto: KWG

Entwicklung.

Verban der Verban Baubranche, der Baubranche,

Umwelt- und Umwelt- Maschinentechnik und Maschinentechnik e.V. e.V.

Forum Für Forum BauFachleute Für BauFachleute

-Online-Offensive 2018

NEUE digitale Angebote Ihres Stein-Verlags

News-Channel

• Sie erhalten ab Januar 2018 die topaktuellen

Branchen-Nachrichten der Woche

• Schnell – kompakt – konzentriert informiert

• Für Smartphone, Tablet und PC

E-Paper

MOBILE AUFBEREITUNG

SICHER UND MODERN

Print-Version

Antrieb mit der dieselelektrischen Alternative

Bei Brechern oder Siebanlagen dominierten

bislang dieselhydraulische Antriebskonzepte.

Mit dem Aufkommen

leistungsstarker und zuverlässiger Generatoren

setzen innovative Herste ler

vermehrt auf die dieselelektrische Alternative.

Auf spezie l für diese Anwendungen

abgestimmte Geräte hat sich

die KW-Generatoren GmbH & Co. KG

spezialisiert. Der Spezialist für Drehstrom-Synchrongeneratoren

bietet

seine Mode le mit einer Abschirmung

IP 54 oder IP 67 an. Sie gewährleisten

eine sichere Kapselung gegen eindringende

Fremdkörper a ler Art. Um die

Leistungsfähigkeit im Dauerbetrieb zu

optimieren, sta tet KWG seine Generatoren

mit innovativen Eigenentwicklungen

aus. Das beginnt bei einem

ausgefeilten Design des Lüfte rades,

um die angesaugte Küh luft e fizient

den außen liegenden Kühlrippen des

Generators zuzuführen. Dazu kommt

die Detailausführung der Kühlrippen,

die über inte ligent vergrößerte Oberflächen

sowohl die Wärmeabfuhr verbessert

als auch die Strömungseigenschaften

der Küh luft. Zur Gewichtseinsparung

sowie im Sinn einer zusätzlich

optimierten Wärmeabfuhr sind

die Gehäuse aus hochwertigem Aluminium

gefertigt. Auch bei einem weiteren

für den Gesamtbetrieb der Baumaschine

eminenten Bereich weist der

Elektroantrieb einen wesentlichen Vorteil

gegenüber der Hydraulik auf. Die

Kraftübertragung kann relativ einfach

elektronisch gesteuert werden. Hier

arbeiten die Generatoren mit Spannungsreglern,

die auch in vorhandene

Motormanagementsysteme integrierbar

sind. Diese Bauteile bilden eine

weitere innovative Kernkompetenz der

Schwaben und entstehen bei KWG in

eigener Entwicklung und Fertigung.

Si erlauben auc höhere Ansprüche

an den Regler und gesta ten Sonderwünsche.

Dank variabler integrierter

Mikroprozessoren wird die Abgabe der

elektrischen Energie optimiert. Die gesamte

Entwicklung als auch die Produktion

bündelt das unabhängige Unternehmen

am Standort Lindach bei

Schwäbisch Gmünd. Dabei werden die

maßgebenden Produktmerkmale in

einem höchst inte ligent var iertem

Baukastensystem konsequent an die

unterschiedlichen Baugrößen optimal

angepasst. In der Ausführung entspricht

die Montage der Qualität einer

Manufaktur und ist so angelegt, das

auch individue le Kundenwünsche berücksichtigt

werden können. Das zeigt

sich beispielhaft beim Bau der Spannungsregler,

die im Haus konstruiert

und montiert werden, inklusive dem

sorgsam-manuellen Vergießen des

Gehäuseinneren, um absoluten Staubund

Feuchtigkeitsschutz auch bei diesem

Bauteil zuverlässig zu gewährleisten.

Trotz dieser teils zeitaufwendigen

Sorgfalt e reicht KWG eine Fertigungskapazität

von mehr als 4000 Einheiten

im Jahr. Dadurch ist der schwäbische

Mi telständler zuverlässig in der Lage,

auch für größere Abnehmer zu a traktiven

wirtschaftlichen Konditionen produzieren

zu können. Die Leistung der

ausschließlich bürstenlosen Synchrongeneratoren

reicht bis 140 kVA,

was für den Antrieb eines Singlespeed-Diesels

bis etwa 300 kW geeignet

ist. Stärkere Aggregate sind nach

Angaben des Herste lers bereits in der

www.kwg-generatoren.de

30.8. bis

2.9.2017

(Mi.–Sa.)

Tickets online:

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Homberg/

Nieder-Ofleiden,

Deutschland

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• Lesen Sie digital die aktuellen Ausgaben

unserer Zeitschriften

GP – GesteinsPerspektiven

ra – recycling aktiv

as – asphalt

ZUVERLÄSSIGKEIT hat oberste Priorität: Bei KWG wird jeder Generator vor der Auslieferung in einem selbst entwickelten Prüfstand

GESTEINS PERSPEKTIVEN 3/2017

Weitere Informationen: Tel. Tel. +49 +49 7229 606-30, info@geoplangmbh.de

www.steinexpo.de

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Informationen unserer Werbepartner

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webkiosk.stein-verlaggmbh.de

Stein-Verlag Baden-Baden GmbH, Josef-Herrmann-Straße 1–3, D-76473 Iffezheim

Tel.: +49 7229 606-0, Fax: +49 7229 606-10

infoSTV@stein-verlagGmbH.de, www.stein-verlagGmbH.de


48

IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

Automatisierung durch permanente

Qualitätskontrolle im Materialstrom

AM TRANSPORTBAND, in pneumatischen Transportsystemen oder auch aus Abwurfströmen im freien Fall lassen sich permanent über

eine robuste Sensorik Daten zur Korngrößenverteilung gewinnen und für die Prozessoptimierung nutzen. Fotos: Tipco

Allen Prozessen in Schüttgut verarbeitenden Industrien ist gemeinsam,

dass Partikel, Körner oder Granulate verarbeitet und transportiert werden.

Diese können – je nach Branche und Prozess – stofflich und in ihrer Korngrößenverteilung

völlig unterschiedlich sein. Ebenso verschieden sind die

genutzten Verarbeitungsmaschinen und Transporteinheiten. Lässt sich für

derart unterschiedliche Bedingungen eine Messmethode entwickeln, die

für all diese Prozesse geeignet ist? Den Pro-Beweis dafür liefert die Tipco

GmbH. Mit der Online-Korngrößenanalyse auf Basis des sogenannten

GeoScanners gelang es dem Forscherteam hinter diesem Unternehmen,

eine solche universelle Technologie zu kreieren. Mit dieser lassen sich

nicht nur permanent Daten aus Förderströmen generieren, sondern auch

ganze Prozesse ins Optimum steuern, um ein Kornspektrum, Granulat oder

einen Partikelstrom höchster Qualität und ohne Fehlchargen zu erzeugen.

Als universelle Technologie für die zuverlässige

Online-Korngrößenanalyse ist

der GeoScanner derzeit von keinem anderen

Verfahren zu schlagen. Seine

Funktionsweise ist einzigartig: Mit Hilfe

einer vielfach erprobten und mittlerweile

ausgereiften Methode werden die von

einzelnen Partikeln beim Auftreffen auf

einen Sensor erzeugten Signale in fachspezifische

Aussagen übersetzt und als

Schlüsselgröße für die Automatisierung

kompletter Prozesse genutzt.

Installiert auf Bandanlagen, in pneumatischen

Transportsystemen, aber

auch im Abwurfstrom von Schüttgütern

im freien Fall erfasst das System im Sekundentakt

die Korngrößenverteilungen

online. Das Verfahren zur Just-in-time-

Prozessüberwachung, Prozesssteuerung,

Anlagenüberwachung und Qualitätskontrolle

ist eine hochmoderne Systemlösung,

die jeweils passende Hardwarekomponenten

(Sensorik) mit einer

speziell entwickelten Analysesoftware

und Steuerungsfeatures kombiniert.

Indem für unterschiedliche Industriepartner

– darunter namhafte Roh- und

Baustoffproduzenten, Anbieter von Industriemineralen,

aber auch Unternehmen

aus dem Bereich der Automobilindustrie

– maßgeschneiderte Lösungen

aus dem universellen Grundsystem heraus

entwickelt wurden, hat Tipco die

GeoScanner-Technik im Verlauf der vergangenen

Jahre immer weiter verfeinern

können. So eignet sich das Verfahren

nicht nur für die Messung jeglicher Art

von Partikeln, Körnungen und Granulaten,

es deckt auch einen unglaublich

breiten Messbereich ab, der von 60 μm

bis zu Dezimetergrößen reicht.

Der Weg zur Erkenntnis

und zur Prozessoptimierung

Mit hochfrequenten Messintervallen im

Takt von unter einer Sekunde entschlüsselt

der GeoScanner alle Massenströme

unabhängig von der Dichte des Materials

und der chemischen Zusammensetzung.

Das universelle Verfahren ist in alle

technischen Prozesse integrierbar. Die

eingesetzten robusten, zuverlässigen

und verschleißresistenten Sensoren liefern

nach eindeutiger Kalibrierung permanent

die gewünschten Informationen.

Diese werden unmittelbar visualisiert,

gespeichert und bedarfsweise fernübertragen.

Den größten Nutzen bringt

schlussendlich aber der integrierte Signalausgang

für die Anlagensteuerung.

Dank diesem lassen sich in der Rückkopplung

Prozesse automatisch so optimieren,

dass die Produktqualität stets

das höchstmögliche Niveau erreicht.

Die Online-Erfassung der Korngrößenverteilung

ist ein Geschäftsfeld mit

großer Zukunft und ein eleganter Weg

zur automatischen Prozessoptimierung

im Sinne der Implementierung von Industrie

4.0 im Segment der Schüttgutverarbeitung.

Die permanente, mannlose

Analyse über akustische Parameter ist

darüber hinaus ein erfolgreiches Novum.

Voran ging diesem ein Forscheransatz

mit Mut zum Querdenken. Von der ersten

Querdenker-Idee über viele Versuche

bis zum heute exakt arbeitenden Verfahren

als Leistungsangebot der Tipco

GmbH vergingen 15 Jahre. Doch der

Einsatz hat sich gelohnt. Mit Beharrlichkeit

hat die kleine Crew hochmotivierter

Fachleute rund um Prof. Dr. Hossein Tudeshki,

dem Vordenker und Erfinder der

ungewöhnlichen Methode, für Schüttgut

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

49

GESICHERTE DATEN

Klein anfangen und groß rauskommen

verarbeitende Branchen eine regelrechte

Pionierleistung erbracht.

Der GeoScanner ist in der Praxis angekommen

und findet eine immer stärkere

Verbreitung, denn welcher Betreiber

wünscht sich nicht, dass sich ein

laufender Prozess ganz automatisch

selbst ins Optimum zurücksteuert, sobald

ein Kornband oder Massenstrom

aus dem gesetzten Soll-Rahmen läuft.

Das funktioniert mit dem GeoScanner

deshalb so perfekt, weil die Korngrößenverteilung

eine Art Multi-Indikator ist und

somit ein verlässliches Maß für unzählige

Prozesseigenschaften darstellt. Schüttund

Packungsdichte, Porosität, Oberflächenbeschaffenheit,

Löslichkeit, Wasseraufnahmefähigkeit,

Affinität zu Bindemitteln,

Verbrauch von Additiven

sowie Dispersionseigenschaften bis hin

zu Geruch und Geschmack hängen von

der Korngröße ab. Durch permanente

Soll-Ist-Vergleiche der Körnung an bestimmten

Stellen im Gesamtprozess

lässt sich auch die Qualität von Einzelprozessen

ermitteln und bei Bedarf unmittelbar

korrigieren. Gleichzeitig können

auf diesem Weg sämtliche Maschinen

überwacht werden. Treten Fehlfunktionen

oder Schäden auf, sind diese

durch Mängel im Materialstrom sofort

erkennbar. So ist über die Rückkopplung

vom Korn zum Prozess eine zuverlässige

Maschinen- und Anlagensteuerung gewährleistet.

Diese führt nicht nur zu einer

erhöhten Produktqualität, sondern auch

zur Steigerung der Anlagen- und Energieeffizienz.

Selbst nachgeschaltete

Prozesse profitieren noch von der Online-Korngrößenanalyse,

denn die Dosierung

– bspw. von Bindemitteln – hängt

letztlich ebenfalls von der Korngröße ab.

Die mit Hilfe der Online-Korngrößenanalyse

erzeugten Sieblinien im Sekundentakt

entfalten ihren hohen Nutzwert

darüber hinaus in weiteren Anwendungsbereichen.

So leisten GeoScanner beispielsweise

im Laboreinsatz Hervorragendes.

Selbst im Tunnelbau, bei Baugrunduntersuchungen

und bei Erkundungsmaßnahmen

im Bergbau vermögen

spezielle Versionen des GeoScanners zu

Eine automatische Übertragung von

Nutzungsdaten ohne Folgekosten

verspricht das System Minidat-LR.

Das Datenerfassungsgerät registriert

bis zu fünf Funktionen (Zündung, Maschinenlaufzeit,

Batterieladung usw.)

per automatischer, drahtloser Datenübertragung

per Funkmodul, sobald

eine stationäre oder mobile Empfangsstation

in Reichweite ist. Das

Gerät verfügt über eine Speicherkapazität

von 110 Arbeitstagen, in der

XL-Version von 360 Arbeitstagen.

Auswerten und in verschiedenen Ansichten

darstellen lassen sich die erfassten

Daten durch die Software

Windat-Pro lokal auf einem einzelnen

PC, im LAN oder im Firmen-Intranet,

wodurch auch die Speicherung zentral

auf dem firmeneigenen Datenserver

gegeben ist. Eine Schnittstelle für

die Integration in andere vorhandene

Softwaresysteme steht zur Verfügung.

Der Einsatz der verschiedenen

Minidat-Geräte in Verbindung mit der

lokal installierten Auswertesoftware

Windat-Pro ist für Unternehmen interessant,

die besonders hohe Ansprüche

an die Datensicherheit stellen,

denn alle Daten liegen nur in den Geräten

oder auf dem genutzten PC

bzw. Server vor und werden nicht per

Internet übertragen. Die Produkte

können direkt im Webshop des Anbieters

bestellt werden.

www.minidat.de

KOSTENGÜNSTIG „klein“ anfangen

und flexibel nach Belieben erweitern. Mit

Minidat ist diese Möglichkeit gegeben.

Foto: minidat.biz

überzeugen. Und auch das muss noch

nicht das Ende der Einsatzmöglichkeiten

sein. Neue Projektanfragen könnten zum

Ergebnis führen, dass das Potenzial des

GeoScanners noch um einiges größer ist,

als sich derzeit vermuten lässt.

www.tipcogmbh.com

The electric vibrators since 1959

BE THE ORIGINAL ORANGE MEANS

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www.italvibras.com

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2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


50

IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

Individuelles Wachstum parallel zur Aufgabe

VERSIONEN der WK60-Serie für dynamisches

Wiegen im Arbeitsfluss. Die individuelle

Wiegeelektronik mit Touch-Display wird

durch die Zu- oder auch Abwahl von Features

ganz nach jeweiligem Bedarf jetzt

noch flexibler. Auf der Intermat

stellt Pfreundt vor allem

die Versionen für

Teleskoplader in

den Mittelpunkt.

Bisher konnten Pfreundt-Kunden nur zwischen

verschiedenen Waagen-Modellen mit festgelegten

technischen Eigenschaften auswählen, nun

gibt es noch einmal weiteren Nutzwert obendrauf:

Ab sofort steht eine große Anzahl an Features

zur Verfügung, dank der sich Waagen individuell zusammenstellen

sowie jederzeit flexibel ergänzen lassen.

Wer sich für einen individuellen Weg zur Waage entscheidet, wählt

zunächst aus der breiten Produktpalette der WK60-Serie eine

Version aus und bestimmt somit den Grundumfang der Waage,

wie Eichfähigkeit und Größe der Elektronik. In Abhängigkeit von

der gewählten Version kann aus einer Vielzahl von Ausstattungsvarianten

frei gewählt werden. Alle Versionen verfügen schon in

der Basisausstattung über umfangreiche Möglichkeiten, können

aber dank der vielen zusätzlichen Features jederzeit an spezielle

Anforderungen und Betriebsabläufe angepasst werden. Das heißt,

die gewählte Waage lässt sich auch nach dem Kauf durch Features

oder Modell-Upgrades nach- und aufrüsten.

„Für Anwender hat das große Vorteile. Sie gewinnen eine einzigartige

Flexibilität, die so sonst kein anderer Waagenhersteller

bietet, und zahlen nur für das, was sie tatsächlich benötigen. Da

unsere Waagen oft Jahrzehnte im Einsatz sind, können sie immer

wieder an Veränderungen in den Unternehmensabläufen angepasst

werden. So wachsen sie quasi mit ihren Aufgaben“, erklärt

Satteldachhalle Typ SD12 (Breite: 12,00m, Länge: 21,00m)

• Traufe 3,35m,

Firsthöhe 4,00m

• mit Trapezblech,

Farbe: AluZink

• incl. Schiebetor

3,00m x 3,20m

• feuerverzinkte

Stahlkonstruktion

• incl. prüffähiger

Baustatik

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Aktionspreis

€ 19.900,-

ab Werk Buldern; excl. MwSt.

Schneelastzone 2,

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Pfreundt-Geschäftsführer Ludger Wissing den Langzeitnutzen

des Angebotes.

Die WK60-Serie umfasst bisher drei Grundversionen,

repräsentiert durch die Modelle WK60-XS, WK60-S und

die voll ausgestattete WK60. Schon dadurch ist eine sehr

hohe Abdeckung der Grundanforderungen verschiedener

Anwenderwünsche gegeben. Hinzu kommen nun Features

für alle Prozesse rund um das Wiegen wie die Erhöhung

der Anzahl an Stamm- und Wiegedaten, verschiedene

Möglichkeiten des Datenaustauschs, weitere

Schnittstellen, zusätzliche Anbaugeräte, Wiegedatenstatistik,

Umbenennung und Verknüpfung von Stammdatentypen

und vieles mehr.

Da die Digitalisierung auch bei Wiegesystemen eine

immer größere Rolle spielt, sind alle Waagen der WK60-

Serie schon in der Grundausstattung mit WLAN ausgerüstet

und können daher ohne Installation zusätzlicher

Software problemlos auf das Pfreundt-Web-Portal mit

sämtlichen Funktionen zugreifen. Dieses ermöglicht den

automatischen Datenaustausch mit den mobilen Waagen.

So erhalten Anwender praktisch jederzeit und überall – ob

im Büro, auf dem PC oder von unterwegs über Smartphone

und Tablet – Zugriff auf die Daten. Das Portal stellt

außerdem individuelle Auswertungsfunktionen und

Schnittstellen für die Weiterverarbeitung in den eigenen

IT-Systemen zur Verfügung.

wk60.pfreundt.de

www.pfreundt.de

ZUGRIFF auf Wiegedaten:

Jederzeit und

von überall aus bietet

das Pfreundt-Web-Portal

Möglichkeiten zum Datenaustausch

und für statistische

Auswertungen.

Fotos: Pfreundt GmbH

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29.11.2017 16:35:28


IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

51

KOMFORTABEL

Computergestützte Partikelanalyse

nutzt künstliche Intelligenz

Bereits in den frühen-1990er Jahren

wurde der Grundstein zur Entwicklung

einer computergestützten Partikelanalyse

zur Größen- und Formbestimmung

von trockenen, nicht agglomerierenden

Schüttgut-Partikeln bei Haver & Boecker

gelegt. Heute bieten diese sogenannten

Haver-CPA-Systeme von Standardgeräten

bis zu kundenspezifischen In- und

Online-Lösungen Partikelanalysen für

den größten theoretischen Messbereich

von 10 µm bis 400 mm. Alle sich im

Messbereich einer Probe befindenden

Partikel können aufgrund der bewährten

Zeilenkamera in Echtzeit vermessen und

gezählt werden. Natürlich schreitet die

Entwicklung weiter voran und so stellte

der Anbieter im vorigen Jahr mit der

CpaServ-Software die künstliche Intelligenz

der CPA-Partikelmesstechnik vor.

Über die Benutzeroberfläche können

verschiedenste Messprozedere komfortabel

definiert und initiiert werden. Die

Messung und Auswertung folgt danach

automatisch, weitere Eingriffe durch den

Nutzer sind nicht mehr erforderlich. Dennoch

können bei Bedarf sämtliche Daten

bis zum einzelnen Partikel nachbetrachtet

und auf verschiedenste Weisen erneut

analysiert werden.

Bei der Weiterentwicklung zur Cpa-

Serv-Software 2 lag der Schwerpunkt

auf noch mal verbessertem Komfort,

Übersichtlichkeit und Effizienz für Anwender

als Rückschluss auf geäußerte

Anwenderwünsche. Innerhalb der Analysensoftware

können deshalb nun Ergebnisse

und Daten durch diverse

Such- und Sortierfunktionen in fast

allen Bereichen der Oberfläche schneller

gefunden werden. Um sowohl den

Einstieg als auch die tägliche Arbeit

effizienter zu gestalten, besitzen nun

alle wichtigen Elemente Symbole mit

Beschriftung. Nicht genutzte Elemente

können ausgeblendet werden.

Und ganz gleich in welcher Umgebung

der Bildschirm steht – durch diverse

Optionen lassen sich Helligkeit,

Kontrast und Farbgestaltung den Anforderungen

anpassen. Bedarfsweise

kann ein akustisches Signal auf das

Ende einer Messung hinweisen. Somit

erübrigt sich ein unnötiges Kontrollieren

des Messfortschritts.

Schließlich wurde auch das Druckprotokoll

komplett überarbeitet und auf

Basis der ISO 2591-1 neu gestaltet. Der

ausgegebene Inhalt ist dynamisch und

entspricht dem gewählten Inhalt und

den Darstellungsoptionen der Softwareoberfläche.

www.haver-partikelanalyse.com

www.helgebeyergmbh.de

seit 1998

Elektromagnesche

Schichtdickenmessung

Komfortable Dateneingabe in Aufmaßbläer |

Automasche Auswertung |Ergebnisse bearbeiten /

darstellen | Ausgleichsberechnung von Mehr- und

Minderdicken | Abzugsberechnung | Eingabe von bis zu

5-schichgen Fahrbahnauauten | Datenim- + -export

seit 2000

Werkseigene

Produkonskontrolle

bzw. Eigenüberwachung ungebundener Materialien:

Füller, Gesteinskörnungen, Baustoffgemische, RC-

Materialien, Schlacke usw. | 1 Programm = alle

Prüfungen |Materialien selbst definieren |Aus DB-

Datenbank wählen | Mischmodul | Stasken erstellen

seit 1999

Ebenheitsmessung

mit dem Planografen

Grafische Darstellung der Messwerte |Automasche

Idenfizierung der Überschreitungen | Messkurve

kommeneren | Einzelne Streckenabschnie

definieren |Kilometrierung anpassen |Spiegeln von

Messfahrten | Vergleichen verschiedener Messfahrten

seit 2004

Ungebundene Schichten

Erdbau des Straßenbaus

1Programm =16 Prüfverfahren+zusätzliche Module |

Einsatzbereiche: Baustelle - Labor - Büro |

Datenübergabe zwischen den Prüfverfahren | Eine

komplee Erdbaustelle mit 1Programm prüechnisch

abwickeln + dokumeneren | Großbaustellen bewährt

GUTES TEAM: Der Haver

CPA 2-1 und die neue Version

CpaServ für die computergestützte

Partikelanalyse.

Fotos: Haver & Boecker

seit 2011

RAP-Stra Prüerichte

und Befunde

Mit 1Programm alle relevanten Daten zur Erstellung

eines kompleen Prüfzeugnisses erfassen, auswerten,

dokumeneren | Für Füller, Gesteinskörnungen

(Fachgebiet D)und Baustoffgemische (Fachgebiet H, I)

| Materialdefinionen - Labornummern - Prüfzeugnisse

3-21136.indd 2/2018 1 GESTEINS PERSPEKTIVEN 24.02.16 17:46


52

IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

Das muss eine ERP-Software für die Baustoffindustrie

mitbringen

GRUND- UND SPEZIALWISSEN erhalten

Interessenten im OGS-Schulungszentrum

oder bedarfsweise auch online.

Foto: Fotolia/OGS-Internetseite

ERP-Systeme müssen die Geschäftsprozesse von Unternehmen optimal

abbilden. Um dies zu gewährleisten, hat OGS, Entwickler der bekannten

ERP-Branchensoftware OGSid mit komfortablen Modulkonzept, vier Funktionen

identifiziert, die eine solche integrierte Softwarelösung für die Baustoffindustrie

tatsächlich haben muss.

Effiziente Tourenplanung: Angesichts

des wachsenden Kostendrucks in der

Baustoffindustrie liegt die Herausforderung

Nummer eins in der effizienten Gestaltung

der Logistikprozesse. Die Tourendisposition

sorgt für eine optimale

Tourenplanung, maximale Auslastungsgrade

der Fahrzeuge und für die komfortable

Abwicklung von Fracht, Spedition

und Retouren. Eine integrierte Frachtpreisermittlung

sollte Auf- und Abschläge

für Frachtkosten, Energie und Verpackung

kundenspezifisch ausweisen

können.

Statistische Auswertungen: Ein wichtiger

Bestandteil der Branchenspezifika

sind darüber hinaus die statistischen

Auswertungen. So sollten z. B. aus den

Stücklistenartikeln oder Rezepturen Materialsollverbrauchsabrechnungen

je

Werk generiert, eine lückenlose Lieferscheinkontrolle

für das Finanzamt durchgeführt

sowie Auftragsbestands- und

Absatzlisten je Kunde, Objekt, Auftrag,

Liefergebiet und Werk abgerufen werden

können.

Weiterbildung für Neulinge

und Profis

Flexible Auftragserfassung: Unterstützt

durch die flexible Auftragserfassung,

-abwicklung sowie die Rechnungserstellung,

sollten Aufträge sowohl

kunden- als auch baustellenbezogen

erfasst werden, mit der Möglichkeit von

frei wählbaren Verpackungseinheiten

(Schüttgut, Palette, Big Bag, Säcke etc.).

Funktionen wie die Mehrfirmenverwaltung,

Baustellen- und Objektverwaltung,

Liefererfassung und Archivierung sollten

Standard sein.

Anbindung zu Waagen- und Mischanlagen:

Das Gewicht von Waren, Materialien,

Lkw etc. müssen Unternehmen

einfach bestimmen und im Warenwirtschaftssystem

hinterlegen können. Für

einen effizienten Prozess ist eine optimale

Waagenanbindung Voraussetzung.

Automatisierte Prozesse verringern den

Aufwand beim Wiegen deutlich. Aufträge

über bestimmte Liefermengen sollten

automatisiert an die Mischanlage gesendet

werden. Die Materialwaage identifiziert

die geladene Menge und überträgt

sie unmittelbar in den Lieferschein. Eine

Unterscheidung je nach Anforderungen

und Einsatzbereich zwischen den verschiedenen

Waagentypen, wie Fahrzeugwaagen,

Absackwaagen, Schüttwaagen,

Bandwaagen und Plattformwaagen,

sollte gegeben sein.

Weiteres Grund- und Detailwissen können

sich Interessenten als Teilnehmer

der OGS-Seminarreihe aneignen, die

gerade in die neue Saison gestartet ist.

Hier werden Neueinsteiger in der Einarbeitungsphase

grundversorgt und „alte

Hasen“ erhalten neue wertvolle Tipps

und Kniffe, die das Arbeiten mit der Anwendung

noch effizienter machen. Die

OGS-Homepage bietet eine Übersicht

des kompletten nach Aufgabengebieten

unterteilten Seminarprogramms. Ausgewählte

Themen sind zusätzlich zur klassischen

Ausbildung auch als Online-

Seminar buchbar.

www.ogs.de

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

53

Schlagwort „Industrie 4.0“: Ein Praxishandbuch klärt auf

Das „Praxishandbuch Industrie 4.0“ bietet eine umfassende Darstellung der aktuellen

und möglicherweise zukünftigen Situationen rund um das derzeit beliebte

Schlagwort. Prof. Dr. Kai Lucks ist Vorsitzender des Bundesverbandes Mergers &

Acquisitions sowie Leiter des MMI Merger Management Instituts und war bei Siemens

in führenden Positionen tätig. Er und seine rund 100 Autoren haben auf über

800 Seiten ihr Praxiswissen zum Thema zu Papier gebracht.

Auf 800 Seiten bietet sich reichlich Platz,

und so gibt es allein eine rund 50-seitige

Einführung zum Thema (Teil I), in der unter

anderem die vier wichtigsten industriellen

Revolutionen kurz vorgestellt werden:

1. Mechanisierung (1750 bis 1780) mit

maschinellen Webstühlen, erstmaliger

Stahlerzeugung sowie der Entwicklung

der Dampfmaschine. Eine Fließbandfertigung

im Schiffsbau gab es übrigens

bereits im 15. Jahrhundert in Venedig

und in 1798 ebenso für die Produktion

von 10.000 Musketen für den

französischen König Ludwig XV. Henry

Ford kam also erst sehr viel später

beim Automobilbau zum Zuge.

2. Elektrifizierung sowie Massen-Stahlproduktion

und Dampflokentwicklung

(1850 bis 1870).

3. Automatisierung mit Halbleitertechnik,

Digitalisierung sowie Automation (1950

bis 1960).

4. Mit der „Industrie 4.0“ findet nun eine

ganz neue, umwälzende Revolution

statt, die im Wesentlichen auf der Kommunikation

und den vorhandenen

Kommunikationsnetzwerken einschließlich des Internets, der

horizontalen Vernetzung (via Cloud), Big Data, Cyber-Physischen

Systemen CPS, IoT und anderen mehr beruht.

Dass dies die Märkte massiv verändern wird, bekommen wir

bereits eindrucksvoll mit. Doch das ist erst der Beginn einer

vorausgesagten ganz großen Umwälzung. Dabei wird vor Nichtstun

gewarnt. Denn Unternehmen, die den Wechsel einer technischen

Revolution gut überstanden haben, waren schon in der

Vergangenheit eher die Ausnahme als die Regel.

Im Teil II mit dem Titel „Landschaft und Treiber einer Industrie

4.0“ werden Spieler und Veränderungen der Wertschöpfungskette

näher vorgestellt. Auf die Mikroelektronik als Rohstoff für

„Industrie 4.0“, kundenindividuelle Fertigungen bereits ab Losgröße

1, Strategie 4.0 sowie interne (Mitarbeiter) und externe

Beteiligungen, aber auch auf Risiken (Cyberkriminalität) gehen

verschiedene Autoren näher ein.

In Teil III werden einzelne Komponenten und Segmente von

„Industrie 4.0“ anhand konkreter Umsetzungen von Firmen verdeutlicht.

Besonders interessant dürften für tiefer am Thema interessierte

Leser die verschiedenen praktischen „Lösungsbeispiele

aus den Branchen“ im Teil IV des Buches sein. Angefangen von

der Automobilindustrie und ihren Zulieferern über die Elektro-,

Lebensmittel- und Stahlindustrie bis hin zu Banken und Dienstleistern

reichen die Anwendungsbeispiele.

DAS VON KAI LUCKS herausgegebene Buch

erschien 2017 im Schäffer-Poeschel-Verlag. Es

kann dort unter ISBN: 978-3-7910-3851-3 zum

Preis von 99,95 Euro brutto bestellt werden.

Cover: Schäffer-Poeschel

In den letzten beiden Teilen (V =

Industrie-4.0-Förderung und Start-ups

sowie VI = Big Data und Industrie-4.0-

M&A) geht es um Modelle der Zusammenarbeit

und diverse Strategien bis

hin zu Firmenübernahmen. Selbstverständlich

wird auch das Thema IoT,

also das Internet of Thing (Internet der

Dinge) sowie die 3D-Drucktechnik angesprochen.

Klar ist, dass der Standort Deutschland

in Sachen „Industrie 4.0“ sowie

Big Data schon jetzt im Zugzwang ist.

Länder wie die USA oder China und

damit unsere direkten Wettbewerber

gehen diese nächste Revolution sehr

viel pragmatischer, schneller und zukunftsweisender

an. Gerade China

verfolgt diesbezüglich einen langfristigen

Plan sehr konsequent. Nicht zuletzt

sind umfangreiche Firmenaufkäufe

von innovativen deutschen Unternehmen

ein Ausdruck davon. Während

also bei uns noch drumherumgeredet

wird, agieren die anderen

schon.

Ob es in diesem Zusammenhang

wirklich clever ist, wenn alle unsere

schönen Daten (selbst Entwicklungsdaten)

an US-Konzerne wie Alphabet

(Google), Amazon (via deren Clouddienste

und echo-Geräte), Apple,

Facebook, Twitter oder auch an staatliche

US-Institutionen wie die NSA (unser BND hilft da bekanntlich

gerne mit) einfach so verschenkt werden, wagt der Rezensent

zumindest zu bezweifeln. Denn wie heißt es im Vorwort des

„Praxishandbuchs Industrie 4.0“ so schön: „Nichtstun ist tödlich“.


(Robert Ruthenberg)

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2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


54

IT-ELEMENTE & DATENNUTZUNG

KURZ WEG, ABER GLEICH WIEDER DA

Gestohlener Bagger steht am nächsten Tag

schon wieder zur Arbeit bereit

KABELLOSER MINI:

Der batteriebetriebene

Spotguard misst nur

80 x 82 x 22 mm, läuft bei

einer Positionsmeldung

aufs Mobilgerät am Tag

sechs Jahre und lässt

sich perfekt verstecken.

Foto: Guardsystems

Am Sonntag stand der neuwertige

Kompaktbagger noch auf einer Aachener

Baustelle, am Montagmorgen war

er weg. Nichts Neues für den Geschäftsführer

des betroffenen Aachener

Baumaschinenverleihs, der mittlerweile

aber geschickt vorsorgt: Seit Kurzem

nutzt das Unternehmen für den Fall

eines Diebstahls die GPS-unabhängige

Ortungslösung Spotguard von Guard

Systems. Das Schutzsystem arbeitet

ohne Verkabelung autark über viele

Jahre, lässt sich perfekt verstecken, ist

immun gegen GPS-Störsender und

funktioniert auch in geschlossenen

Räumen. Eine rund um die Uhr geöffnete

internationale Alarmzentrale nimmt

die Schadensmeldungen auf und koordiniert

die internationalen Einsätze zur

Wiederbeschaffung. Dank dieser Lösung

konnte der gestohlene Bagger

gleich am Montag in Holland geortet

werden. Sämtliche Firmenbeschriftungen

waren entfernt und das eingebaute

GPS-basierte Fleet-System herausgerissen

– nur der Spotguard war noch da.

Innerhalb weniger Stunden war der Servicepartner

vor Ort und regelte alles,

was für die schnelle unkomplizierte

Rückführung nötig ist. Auf Wunsch wird

sogar die anschließende Kommunikation

mit der Versicherung übernommen,

welche meist die einmaligen Kosten – im

konkreten Diebstahlfall 1500 Euro für

den Service – trägt. Im Übrigen kostet

ein Spotguard einmalig etwa 169 Euro.

Die monatliche Gebühr wird mit 8 Euro

beziffert.

www.guardsystems.de

INTELLIGENTE MASCHINENSTEUERUNG

Investition im Dienst der höchsten Präzision

Die Digitalisierung des Baumaschineneinsatzes ist wichtig

und erleichtert das tägliche Arbeiten. So auch bei der Firma

Mütze aus Frankenberg. Das mittelständische Unternehmen

arbeitet mit höchsten Qualitätsansprüchen und nutzt

dazu Technik wie den Komatsu-Raupenbagger PC210L-

Ci-10 mit intelligenter und integrierter Maschinensteuerung.

Die exklusive Automatisierungsfunktion ermöglicht es dem

Fahrer, sich voll und ganz auf seinen effizienten Einsatz zu

konzentrieren, ohne kontrollieren zu müssen, ob er zu viel

oder zu wenig Material aufnimmt oder Zielmarken überbzw.

unterschreitet. Vom groben Einsatz bis zur Feinarbeit

sind alle Arbeitsgänge umsetzbar. Dabei sind keine Kabel

oder Masten mehr am Bagger installiert, da sich die Sensorik

in den Zylindern befindet. Mit dem intelligenten Bagger

werden Arbeitszyklen und Fahrerleistung gesteigert, das

Risiko für Beschädigungen und Fehler minimiert und die

Kosten für Kraftstoff, Arbeitszeit und Maschinenbetrieb reduziert.

Vor Ort steht dem Anwender für Service und Fragen der

Premiumhändler Schlüter für Baumaschinen zur Verfügung.

Dieser deckt mit seinen Produkten von Komatsu und Sennebogen

im Vertriebsgebiet ca. 41 % von Deutschland ab.

Mit 600 Beschäftigten in 23 Betrieben von der Nordsee bis

zum Bodensee bietet das Unternehmen Dienstleistungen

rund um die Baumaschine. Neben dem Service bekommt

der Kunde Ersatzteile, Finanzierungen, Mietmaschinen und

INTELLIGENTER MITSPIELER bei der Übergabe an den neuen

Besitzer Ulrich Mütze (r.) durch Schlüter-Gebietsverkaufsleiter

Kassel, Burkhard von der Heide (2.v.l.). Foto: Schlüter Baumaschinen

Wartungs- und Reparaturverträge aus einer Hand. Mehr als

80 % der Mitarbeiter des Unternehmens sind im täglichen

Einsatz für den Kunden unterwegs, denn Service und Kundenorientierung

stehen bei Schlüter für Baumaschinen an

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Mineralische Rohstoffe und seiner Landesverbände

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56

ENTSTAUBUNG

DIE GRENZEN

verschieben

KLARES ZIEL: Die gesamte Aufbereitung in Wiesenhofen wurde im Zuge einer

umfassenden Modernisierung auf selektive Zerkleinerung des anstehenden Jura-Kalksteins

getrimmt, um störende Anteile zu beseitigen und die Produktqualität

zu erhöhen. Foto: Firmengruppe Max Bögl

ZUSAMMENSPIEL: Die erwähnten Hazemag-Prall-

Sekundärbrecher und die Herding-Entstaubungsanlage

wurden gemeinsam eingehaust. Foto: Ruthenberg

Stets am Limit zu fahren, ist weder zukunftsträchtig noch ökonomisch. Erst

kürzlich wurden die Grenzwerte und weitere Regeln bezüglich der Quarzfeinstaubemissionen

verschärft. Keine großen Sorgen brauchen sich angesichts

dessen Unternehmen zu machen, welche rechtzeitig auf besonders

wirkungsvolle Entstaubungsanlagen setzten. Denn diese sind in der Regel

besonders zukunftsträchtig.

Einen Fraktionsabscheidegrad von über

99,995 %, bezogen auf Mikropartikel,

lassen jeden Experten sofort aufhorchen.

Vor allem dann, wenn berufsgenossenschaftliche

Prüfungen von entsprechenden

Filteranlagen lediglich

Durchlassgrade von nur 0,00016 bis

maximal 0,00068 Prozent ermittelten.

Immerhin liegen diese Werte deutlich

unter den schon recht niedrigen Werten

der EN 60335-2-69 für Staubklasse H

(Grenzwert dort: 0,005 %). Darüber hinaus

wurde bei den BG-Prüfungen kein

mehr oder minder reales Prüfaerosol

verwendet, sondern tatsächlich mit

Quarzfeinstaub getestet.

Viele Fachleute dürften jetzt schon

wissen, um welches Filtermedium es sich

hierbei handelt: Es sind Sinterlamellenfilter.

Sie weisen nicht nur höhere Abscheidegrade

als herkömmliche Schlauchfilter

auf, sondern sind auch standfester und

benötigen weniger Wartung. Aus diesem

Grund kommen Sinterlamellenfilter mittlerweile

in Unternehmen der rohstoffgewinnenden

und -produzierenden Industrie

verstärkt zum Einsatz. Welcher Betrieb

möchte schon die vielen Schlauchfilter

alle paar Wochen austauschen und somit

Arbeitskapazität binden? Schließlich gilt

es, Rohstoffe zu gewinnen sowie zu veredeln

und nicht irgendwelche Anlagen zu

warten.

Abreinigung auf höchstem Niveau

Die Firmengruppe Max Bögl in Sengenthal

bei Neumarkt (Oberpfalz) – siehe

auch Kasten – positioniert sich basierend

auf langjährigen Erfahrungen und

Kompetenz im hochpräzisen Betonfertigteilbau

als wichtiger Impulsgeber in

der Entwicklung zukunftsweisender

Technologien, Produkte und Bauverfahren.

Das breite Leistungsspektrum und

die hohe Wertschöpfungstiefe garantieren

Qualität von der ersten Konzeptidee

bis zum fertigen Bauprodukt aus einer

Hand. Das gilt für alle Sparten und so

natürlich auch für den Bereich Roh- und

Baustoffe.

Im Bögl-Kalksteinbruch Wiesenhofen

(nahe Beilngries) werden hochwertige

Beton- und Asphaltzuschlagstoffe sowie

Straßenbaustoffe produziert. Besonders

die im Fertigteilbeton eingesetzten Splitte

müssen höchsten Qualitätsansprüchen

gerecht werden. Das Schotterwerk

am Standort wurde in den Jahren 2013

bis 2016 umfangreich modernisiert, um

über ein innovatives, bislang einmaliges

Gesamtkonzept die hohen Qualitätsanforderungen

an die aufbereiteten Kalksteinkörnungen

sicher zu erreichen und

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


ENTSTAUBUNG

57

die Rohstoffressourcen umfassend zu nutzen. Derzeit sind am

Standort 21 Mitarbeiter beschäftigt. Gewonnen wird der Kalkstein

durch Bohren und Sprengen im Einschichtbetrieb, während

die Aufbereitung zweischichtig stattfindet. Dazu wird das

geschossene Haufwerk nahe der Wand einem individuell konzeptionierten

raupenmobilen Walzenbrecher (Brecher Sandvik,

Chassis und Peripherie SBM MP) aufgegeben. Seine Aufgabe

ist die schonende Zerkleinerung des Kalksteins bei

gründlichem Aufschluss der ungünstigen Mergelbestandteile.

Mittels mobiler Bandverlinkung auf der Sohle und stationärer

Förderbandanlagen wird eine Freihalde beschickt, die das

vorgebrochene Material zur Klassierung und weiteren Reinigung

in einer durchsatzstarken, dreistufigen AMR-Rollenrostanlage

puffert. Für die Zerkleinerung des nunmehr weitgehend

mergelfreien Kalksteins stehen zwei neu installierte Hazemag-

Prallbrecher vom Typ HSI 400 mit einer Kapazität von 200 t/h

und 300 t/h zur Verfügung. Auf zwei parallelen Siebanlagen

werden die einzelnen Fraktionen anschließend in Endkörnungen

klassiert.

Aus den Augen, aus dem Sinn

Um Wartungs- und Servicekosten zu minimieren, entschlossen

sich die Entscheider rund um Jörg Richter, zur Entstaubung

der Hazemag-Prallbrecher in eine Anlage vom Typ Flex 1500-

48/9 SU des Amberger Herstellers Herding zu investieren. Die

Entstaubungsanlage ist für einen maximalen Volumenstrom

von 20.000 m³/h ausgelegt und verfügt über 48 Sinterlamellenfilter

vom Typ Herding Delta² 1500/9. Die Reingasstaubkonzentration

wird mit weniger als 0,2 mg pro Normkubikmeter

angegeben. Die Filtermedien mit PTFE-Beschichtung werden

regelmäßig per Druckluftstoß abgereinigt. Im Gegensatz zu

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ist die Firmengeschichte geprägt von Innovationskraft in

Forschung und Technik. Das breite Leistungsspektrum und

die hohe Wertschöpfungstiefe mit eigenem Stahlbau, eigenen

Fertigteilwerken, modernstem Fuhr- und Gerätepark

sowie eigenen Roh- und Baustoffwerken garantieren

höchste Qualität von der ersten Konzeptidee bis zum fertigen

Bauprodukt.

Bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder, Technologien

und Bauverfahren stehen maßgeschneiderte Einzelleistungen

ebenso im Mittelpunkt wie hochwertige, nachhaltige

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2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN

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58

ENTSTAUBUNG

FREUT JEDEN TECHNIKER: Herding-Außendienstler

Markus Mußeman (l.) und Jörg

Richter stellen eine Quasi-Staubfreiheit für

die modernisierte Aufbereitungsanlage fest

– zumindest reingasseitig. Foto: Ruthenberg

FRISCH GESPRENGT: Das Haufwerk

an der Wand liegt für die Beschickung

des individuellen raupenmobilen Vorbrechers

bereit. Foto: Firmengruppe Max Bögl

Schlauchfiltern findet dabei keine Walkarbeit

statt, sodass die Sinterlamellenfilter

kaum verschleißen. Herding betreut

nach eigener Aussage Kunden, die heute

nach wie vor dieselben Sinterlamellenfilter

im Einsatz haben wie vor 30 Jahren,

als die Anlage neu installiert wurde. Gut

für den Nutzer, schlecht fürs Ersatzteilgeschäft

– am Ende aber auch in der

Neukundenansprache ein unschlagbares

Argument für Herding.

Obwohl die Anlagen der Amberger in

der Investition höher liegen als die der

Schlauchfilterkonkurrenz, amortisieren

sich die Mehrkosten in der Regel bereits

innerhalb eines Jahres. Schließlich spart

sich der Kunde nicht nur den Ersatzteilkauf,

sondern auch noch den Wartungsund

Serviceaufwand. Letzteres gab

auch für Jörg Richter den Ausschlag, im

Zuge der Investitionsentscheidung auf

STARK IM KOMMEN

Sinterlamellen-Filter in der Gesteinsindustrie

Herding-Entstaubungsanlagen kommen in

der Gesteinsindustrie als Bunkeraufsatzfilter,

Prozessfilter, integrierte Filter oder reine

Abluftfilter zum Einsatz und stellen sicher,

dass der Staub auch bei hohem Quarzgehalt

sicher abgeschieden und entsorgt werden

kann. Der starre Grundkörper mit Oberflächenbeschichtung

sorgt für ein sicheres

Anlagenkonzept und ist ideal geeignet,

FILTERELEMENTE: Hinten Herding Delta, vorn

Herding Delta². Deutlich zu erkennen ist der

Lamellenzuwachs für 25 % mehr Abscheideleistung

im Einsatz. Foto: Herding

auch bei extremen Betriebsbedingungen

jahrelange Standzeiten bei höchster Abscheideleistung

zu gewährleisten. Beispielhaft

eignen sich Herding-Filtersysteme zum

Absaugen von Bandübergaben und Brechern,

von Lkw-Beladungen, zur Silo-Entstaubung

u.v.m. Da Herding sowohl die

Filtermedien wie auch die Filteranlagen bis

hin zu den Filtersystemen selbst herstellt,

kann für alle Prozesse eine optimale Lösung

gefunden und bei Neuanlagen, der Modernisierung

oder dem Upgrade einer älteren

Anlage die Produktivität deutlich verbessert

werden.

Die Wahl des passenden Filterelementetyps

hängt vom Prozess bzw. den Prozessparametern

ab. Gefertigt ist der Grundkörper

der hochwirksamen Herding-Delta-

Filter genau wie die langjährig bekannten

HSL-Filter des Herstellers aus gesintertem

Polyethylen (PE). In die Oberfläche ist eine

mikroporöse und hydrophobe Beschichtung

eingearbeitet, die für die eigentliche

Staubrückhaltung zuständig ist. Die Sinterlamellenfilter

Herding Delta und Herding

Delta² – letztgenannter Typ kommt auch im

Werk Wiesenhofen zum Einsatz – zeigen

darüber hinaus noch zusätzliche Besonderheiten.

So erlaubt die Geometrie des Filters

neben dem senkrechten auch einen waagerechten

roh- und reingasseitigen Einbau

der Filterelemente. Strömungsdruckverluste

werden durch die optimierte Geometrie

des Hohlraumes im Filterinneren und abgerundete

Lamellenkanten reduziert, wodurch

beim Durchströmen eine verbesserte Abreinigung

stattfindet. Hinzu kommt, dass es

den Ingenieuren gelang, bei den Herding-

Delta²-Elementen die Anzahl der Lamellen

pro Kammer so zu erhöhen, dass 25 %

mehr Filterfläche gewonnen werden konnten,

indem vier statt drei Lamellen pro Kammer

untergebracht werden konnten. Das

bedeutet konkret: Beim Filter Herding Delta

stehen pro Element 1,82 bis 5,6 m² Filterfläche

zur Verfügung, bei Herding Delta²

sind es pro Element 2,2 bis 7,1 m² Filterfläche.

Die jeweilige Spannweite kommt durch

die Tatsache zustande, dass die Filtervarianten

jeweils in den drei Längen 750, 1200,

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


der Sinterlamellentechnik zu bestehen. Denn die Mitarbeiter

des Werkes Wiesenhofen sollen produzieren und sich nicht

in Wartungs- und Servicearbeiten verlieren.

Guten Gewissens

Die Investitionsentscheidung hat sich nunmehr längst positiv

bestätigt. Behördlichen Messungen der Staubfracht, welche alle

drei Jahre stattfinden, sehen die Verantwortlichen mit sehr ruhigem

Gewissen entgegen. Das soll früher bei der alten Entstaubungsanlage

schon hin und wieder anders gewesen sein. Nie

war komplett sicher, ob die Grenzwerte sicher eingehalten wurden.

„Die jetzige, hundertprozentig gute Arbeitsweise der neuen

Herding-Entstaubungsanlage stellt uns sehr zufrieden. Nicht nur

erreichen wir zuverlässig die strengen Grenzwerte, wir wissen

auch, dass unsere Mitarbeiter bei ihrer Arbeit keinen unnötigen

Zusatzbelastungen ausgesetzt sind. Darüber hinaus ist es für

das Steinbruch-Umfeld wichtig und ein gutes Zeichen, wenn

Schotterwerke so sauber arbeiten, wie es in dieser Branche eben

geht“, zeigt sich Jörg Richter nicht ohne Stolz mit dem Ergebnis

zufrieden. Oder, wie es das Unternehmen Max Bögl formuliert.

„Ziel der rohstoffgewinnenden Industrie ist es, Eingriffe unter

Berücksichtigung des Natur- und Umweltschutzes auf das Notwendigste

zu reduzieren.“ In diesem Sinne: Glück auf!

Ein Beitrag von GP-Autor Robert Ruthenberg

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Fördertechnik

ENTSTAUBUNG

59

www.max-boegl.de

www.herding.de

1500 und 2250 mm

verfügbar sind. Da

beide Herding-Delta-

Filtervarianten jederzeit

gegeneinander

austauschbar sind,

kann auf Veränderungen

in den Produktionsbedingungen

sehr

leicht reagiert werden.

Der Hersteller gibt

die Filterstandzeiten

bei sehr geringen Wartungs-

und Ersatzteilkosten mit bis zu 15 Jahren an. Während

des Einsatzes sind gleichbleibend hohe Abscheideleistungen

durch die wirkungsvolle Oberflächenfiltration

als ein wesentliches Markenzeichen der Sinterlamellenfilter

gegeben, wobei produktabhängig extrem geringe

Reingasstaubgehalte erzielt werden.

Als absolut faserfreies Filtermedium sind diese Sinterlamellen-Filtertypen

auch ideal für die Produktrückgewinnung

und kommen bestens mit besonders abrasiven

Stäuben zurecht.

(gsz)

www.herding.de

GROSSE ALTERNATIVE: Das Sinterlamellenfilterelement

Herding

Delta 2250 wird für große Volumenströme

empfohlen. Foto: Herding

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN

GP 06_2016_Hochformat 1_2


60

ENTSTAUBUNG

AUTOMATISCH STAUBFREI

Düsen am richtigen Platz

STAUBFREIE KALKSTEINAUFBEREITUNG:

Das mit Beginn des Brechprozesses automatisch

zuschaltende Naltec-System hinter der

Verkleidung wurde passgenau abgestimmt.

GUT ISOLIERT verträgt das Staubniederhaltungssystem

auch frostige

Temperaturen bis -20 °C. Fotos: B+W

HERZSTÜCK des Naltec-Systems ist ein

spezieller Düsenblock. Dieser besteht aus

einer Befestigungsplatte und einer Düsenhalterung

mit Bajonettverschluss, dank

dem eine einfache Wartung der Düse gegeben

ist. Hier wird die Düse einfach eingeschraubt

und die Wasserversorgung angeschlossen.

Ein Deckel schützt die Einheit im

Einsatz vor Steinschlägen.

Wer täglich der Nachfrage nach Schottern,

Splitten und Brechsanden nachkommen

will, hat ein ordentliches Produktionsaufkommen

zu schultern. Die

gleichzeitige „Mitproduktion“ von Stäuben

ist dabei nicht zu verhindern. „Es

muss doch technisch möglich sein, dass

die Staubfracht genauso automatisch

dort wieder verschwindet, wo sie durch

die Aufbereitung des Kalksteinhaufwerks

im Produktionsprozess entsteht“,

sagten sich die verantwortlichen Betreiber

eines Werkes.

Mit diesem Ansatz konsultierten sie

verschiedene Spezialisten, die auf derartigen

Staubminderungswünschen ihr

Geschäftsfeld aufgebaut haben, und fanden

bei der B+W Gesellschaft für Innovative

Produkte mbH neben dem nötigen

Problemverständnis auch die passende

Beratung und eine Lösung, die genau auf

die Anforderungen in ihrer Anlage abgestimmt

wurde. Spezielle Wasserdüsen

erzeugen dafür einen künstlichen Nebel,

der Staub bindet und damit auf den Produktstrom

absinken lässt, ohne dass die

Hauptfraktionen des Gesteins störend

durchfeuchtet werden. Dazu wurde die

Einheit an der Vorbrechanlage im Kalksteinbruch

installiert und sorgt nun an

der Brecheraufgabe und an der anschließenden

Förderbandübergabe für

eine effektive Staubniederhaltung. Um

diese im erwarteten Umfang zu erreichen,

empfiehlt der Anbieter stets eine

individuelle Anlagenauslegung. Denn

wenn die entscheidenden Vorortbedingungen

in die Planung einfließen, werden

bestmögliche Ergebnisse erreicht.

Im beschriebenen Fall wurden dazu

sechs Düsen am Brechereinlauf und

sechs weitere Düsen an der Übergabe

verbaut. Bedarfsweise versprühen sie

zusammen bei vollem Anlagenbetrieb

insgesamt 264 l Wasser pro Stunde.

Durch die passend ausgelegte und mitgelieferte

Steuerungs- und Pumpeneinheit

wird das zur Staubbindung benötigte

Wasser mit nur 10 bar Druck versprüht.

Allerdings – und das ist das eingebaute

„Eco-Element“ – setzt der Bedüsungsvorgang

tatsächlich nur dann ein, wenn

der Brecher auch läuft und die Staubniedernebelung

gewünscht ist, denn der

Betreiber hat sich zwischen verschiedenen

gebotenen Möglichkeiten für eine

Automatiksteuerung entschieden. Die

vorher genau konfigurierte Naltec-Einheit

wurde schlüsselfertig geliefert und

natürlich auch fachgerecht an der Anlage

montiert. Da sie zudem mit einer Heizung

für den Winterbetrieb ausgerüstet

ist, kann sie bei Temperaturen von bis zu

-20 °C in Betrieb bleiben.

Im beschriebenen Fall des Kalksteinwerkes

bewährt sich das individuell abgestimmte

Naltec-Wassernebelsystem

nun bereits seit 2015 tadellos im Einsatz.

Diese Tatsache bestätigt den Hersteller

in seiner Kompetenz und gleichermaßen

die Betreiber, die damit ihr gewünschtes

Ziel erreicht haben, in ihrer Investitionsentscheidung.

Die Staubbekämpfung mit dem Naltec-System

wurde von der BG RCI als

empfehlenswertes System in der Präventionsarbeit

zum Schutz der Beschäftigten

vor Staubbelastungen am Arbeitsplatz

anerkannt. Aus diesem Grund

werden Investitionen in ein solches System

derzeit mit 20 % durch die BG gefördert.


(gsz)

www.buwip.de.

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


ENTSTAUBUNG

61

WASSERNEBEL

Absolut bindungsaffines Tröpfchenaufkommen

Voraussetzung für eine wirkungsvolle

Staubbekämpfung ist, dass Staubpartikel

eine Affinität zur Anlagerung an

feine Wassertropfen zeigen, um im

Material oder Fördergut vorhandenen

Staub zu binden. Das funktioniert nur,

wenn das Wasser mit einer ausreichend

großen Oberfläche zur Verfügung

gestellt wird. Dafür sorgt unter

anderem das Nebolex-System, indem

es das eingesetzte Wasser in selbst

ansaugenden Sprühnebelköpfen in

feinste Tröpfchen zerreißt und somit

kleinste Nebelpartikel produziert. So

kann mit wenig Wassereinsatz ein großer

Effekt generiert werden. Der Wassereintrag

ins fallende Material beträgt

beim beschriebenen System lediglich

1 bis 5 ‰ je nach verarbeitetem Material

und Staubaufkommen.

Mit dem vielseitigen System lässt

sich außerdem sehr zielgerichtet nebeln,

ein Nebelschleier genau an der

gewünschten Position erzeugen oder

auch eine horizontale bzw. vertikale

Nebelwand aufbauen. Zum Aufbau

einer solchen Nebelwand oder Nebelebene

kommen entweder eine Funkfernsteuerung,

die manuell ein- und

ausgeschaltet wird, eine Lichtschranke,

die zum Beispiel den Radlader erfasst

und die Anlage für eine voreingestellte

Zeit nebeln lässt, oder auch

Ultraschallsensoren infrage, um ein

Ergebnis anzupeilen, mit dem sich eine

Staubreduzierung von über 90 % erreichen

lässt.

STATIONÄRE BENEBELUNG eines Brechereinlaufs: Die Dispergierdüse ist in der patentierten,

robusten Sprühnebelleiste integriert. Bei sehr geringem Wassereintrag ist

eine Staubreduzierung von über 90 % zu erreichen. Foto: Nebolex

Das System ist modular aufgebaut,

einfach erweiterbar und besteht im

Wesentlichen aus einer Aufbereitung

für die Druckluft (Kompressor), der

Steuerungseinheit zur optimalen und

bedarfsorientierten Ansteuerung des

Systems und den Nebelkopfleisten mit

Sprühnebelköpfen für den Wassernebel.

Systeme dieser Art bewähren sich

zum Beispiel fest installiert an Brecheranlagen

in Steinbrüchen, wo ihre robuste

Bauweise bereits vielfach praktisch

überzeugt.

Im Portfolio „Nebolex mobil“ ergänzen

vollautomatische Nebelkanonen

den Zielansatz, Staubpartikel direkt an

der Quelle zu binden. Je nach Art und

Größe der Staubpartikel werden die

Düsen bedarfsorientiert konfiguriert,

um die unterschiedlichsten Staubarten

in einem Wirkungsbereich von 5 bis 80

m optimal binden zu können. Modernste

Ventiltechnik garantiert auch

hier einen effizienten Wasserdurchsatz.

Gesteuert werden die Kanonen

per Fernbedienung, Touchpanel am

Elektroschrank oder auch per PC.

Der Anbieter hält seine mobilen Einheiten

übrigens nicht nur zum Kauf,

sondern auch als Test- oder Mietgeräte

bereit, denn nur wer eine Staubbindemaschine

selbst getestet hat, kann

auch mitreden und richtig entscheiden.

www.nebolex.de

FINGERROLLENROST

» Umfangsgeschwindigkeit von ca. 2 m/sec

» Verstellung der Drehzahl durch Verwendung

der Frequenzumrichter ungefähr

um +/- 30 %

» Achsen aus Spezialstahl bis ca. 120 mm

» Antrieb über Elektro-Normmotoren mit

bis zu 3 x 22 kW

» Erhöhte Materialausbeute

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2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


62

FÖRDERTECHNIK

Der verlängerte Arm

im flexiblen Betrieb

In Gesteinsbetrieben mit wandernden Gewinnungsfronten, beim Haldenaufbau

hinter mobilen Anlagen und auf Baustellen mit hohem Schüttgutanfall

werden mobile Förderbänder zur Haldenbeschickung immer öfter gesehen.

Sie ersetzen den aufwendigen Versatz durch Radlader. Die Anlagen

sind zudem gut in der Lage, mobilen Brech- und Siebmaschinen zu folgen

und deren Verladereichweite beim Aufhalden deutlich zu erweitern.

Kernkompetenzen im neuen Outfit

HALDENAUFBAU kostengünstig: ein Telestack

TC418X mit klappbarem Trichter im Gespann mit einer

Siebanlage im Kieswerk. Foto: Christophel

KETTENGLIEDER: Die raupenmobilen Förderbänder

von Rockster lassen sich perfekt in mobile Aufbereitungsketten

integrieren. Foto: Rockster

Moerschen bündelt seine lange Praxiserfahrung

im Bereich der Fördertechnik

stationärer Art nun auch in einer neuen

mobilen Produktserie. Die ersten beiden

Grundtypen MFB20-90K und MFB24-

90K verfügen über eine regelbare Gurtgeschwindigkeit

sowie einen verstellbaren

Steigungswinkel bis zu 21°. Dies

gewährleistet eine stets entmischungsfreie

Förderung. Im Maximum lässt sich

über die jeweilige Anlagenkonstellation

eine Abwurfhöhe von bis zu 9,2 m einstellen.

Die Kombination der variierbaren

Geräteparameter erlaubt eine Aufhaldung

des Schüttguts bis 800 m 3 ohne

Verdichtung. Vorn wie hinten erfolgt die

Einstellung der Moerschen-Förderbänder

mittels hydraulischer Hubfunktion.

Bei einer maximalen Bandlänge von bis

zu 30 m lassen sich so Förderraten bis

400 t/h realisieren. Generell sind die

Schwerlast-Haldenbänder des Herstellers

ein Serienprodukt, darüber hinaus

kann aber jedes Exemplar mit einer

Reihe verschiedener Konstruktionsoptionen

ausgestattet werden. Das beginnt

bei Prallleisten und Auskleidungen im

Aufgabebereich und setzt sich bei Abmessungen

und Ausfertigung des Gurtes

fort. Je nach Einsatzaufgabe lassen

sich zusätzliche Hauben und Abstreifer

montieren. Die Verwendungsvielfalt

kann auch für den Betrieb der Anlage

intelligent erweitert werden. In der Basisversion

verfügen beide Typen über

einen autarken Dieselantrieb für die dieselhydraulische

Gesamtfunktion. Der

Hersteller setzt auch hier auf handelsübliche

und daher gut marktverfügbare

Komponenten. Neben einem Cat-2,2-

CRDI-Motor sind auch andere Antriebe

auf Wunsch möglich. Als Option und

Alleinstellungsmerkmal der neuen MFB-

Serie bietet der Hersteller eine Umrüstung

auf vollelektrischen Bandantrieb,

die auch nachträglich und temporär

möglich ist. Die Umbauzeit auf elektrisch

betriebene Antriebstrommeln wird mit

maximal 2 h beziffert. Dadurch erreichen

die mobilen Schwerlast-Haldenbänder

eine für diese Maschinenart bisher

nicht gekannte Flexibilität und lassen

sich bei Bedarf noch besser in die gesamte

Prozesskette integrieren. Das

macht die Anlagen gerade beim Einsatz

dieselelektrischer Brecher interessant.

„Mit dieser Multipower-Option kombinieren

wir alle praxistauglichen Möglichkeiten,

die speziell den Anforderungen

auf dem deutschen Markt geschuldet

sind“, erklärt Sven Brookshaw, Geschäftsführer

der Moerschen Mobile

Aufbereitung GmbH. Für die Umsetzung

der Anlage steht nämlich weiterhin ohne

Unterbrechung der Dieselantrieb zur

Verfügung. Das geländetaugliche Kettenlaufwerk

ermöglicht dabei eine Steigfähigkeit

bis 46°. Zusätzlich sorgt der

tiefe Schwerpunkt der Anlagen für eine

zuverlässige seitliche Stabilität beim

Fahren bis über 10° Neigung. Für die

Steuerung steht serienmäßig eine Kabelfernbedienung

zur Verfügung. Der Fokus

auf die praxistaugliche Bedienung setzt

sich fort in der Transportierbarkeit zwischen

mehreren Standorten – ein Merkmal

mit wesentlichem Einfluss auf die

Wirtschaftlichkeit. In wenigen Schritten

sind die modernen Moerschen-Haldenbänder

zusammengelegt, gesichert und

auf einen Tieflader verbracht. Über die

hydraulische Klappvorrichtung für den

Bandkopf werden extrem kurze Rüstzeiten

vor Ort für Aufbau und Abtransport

sichergestellt. Dank der kompakten

Baumaße mit maximaler Breite von 2,35

m und einer Transporthöhe von 2,6 m

erfolgt der Transport ohne Sondergenehmigung.

Förderung im Ein-Mann-Betrieb

Die raupenmobilen Haldenbänder von

Rockster sind ebenfalls in zwei Modellreihen

zu haben. Sie werden vom Hersteller

nach ihrer jeweiligen Bandlänge

als RST18 und RST23 bezeichnet. Nach

Rockster-Angaben können sie außerordentlich

einfach am Einsatzort versetzt

werden, da absolut kein Abbau von Teilen

erforderlich ist. Nach Lieferung an

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


FÖRDERTECHNIK

63

Maßgeschneiderte

Lösungen für

Förderanlagen

Elevatoren

Bearbeitungsmaschinen

AUF BEDARF REAGIERT: Die Moerschen-Modelle der neuen Baureihe raupenmobiler Förderbänder

sind eine Neuheit im Programm. Foto: Moerschen

den Ort des Geschehens sind die Haldenbänder

zudem rasch durch nur eine einzelne

Person aufgebaut. Durch die ausgereifte

Bandführung und den optimierten Aufgabebunker

konnten Wartungs- und Säuberungsarbeiten

schon auf technischem Wege

drastisch minimiert werden. Die beiden

verfügbaren Rockster-Versionen RST18

und RST23 sind standardmäßig mit einem

Diesel-Hydraulik-Antrieb ausgestattet und

verfügen außerdem über hydraulisch einklappbare

Förderbandköpfe, um einen

leichten Transport zu ermöglichen.

Auch das Haldenband selbst ist hydraulisch

einklappbar und kann somit jederzeit

leicht zwischen den Einsatzorten transportiert

werden. Mit Transportgewichten von

etwa 9,5 bzw. 12 t passen die Förderspezialisten

auf alle handelsüblichen Tieflader.

Alternativ sind die Rockster-Anlagen auch

radmobil lieferbar.

Kettenmobiles Aufhalden

Dass Bänder die preiswertesten Maschinen

zum Aufsetzen von Halden sind, ist vielfach

durchgerechnet und nachgewiesen worden.

Neben ihren unschlagbar günstigen

Betriebskosten entlasten Haldenbänder

außerdem den Radlader und tragen so zu

einem wirtschaftlicheren Gesamtbetrieb

bei. Wer in Deutschland solche Bänder

sucht, trifft beim Buchstaben T wie TCoder

TS-Serie zwangsläufig auf den Händler

Christophel, der diese Telestack-Modelle

in verschiedenen Auslegungen im Programm

hat.

Die kettenmobilen Haldenbänder der

TC-Serie von Telestack – auch schwenkbar

zu haben – fahren ganz leicht direkt zum

Einsatzort und bieten neben Mobilität bis zu

31 m Arbeitslänge und eine Abwurfhöhe von

13,5 m, um Schüttgüter ohne Verdichtung

aufzuhalden. Teleskopierbare Schwenkbänder

aus der TS-Serie verhindern zusätzlich

zuverlässig eine Materialentmischung.

Programmgesteuert setzen sie saubere

Halden auf oder machen sich alternativ in

der Schiffsverladung nützlich.

TTL steht für Trans Trak Link und beschreibt

als Sonderform ein hochmobiles

Bandstraßensystem von Telestack, welches

den personal- und kostenintensiven Dumperbetrieb

innerbetrieblich erfolgreich ersetzen

kann.

Zur Untersetzung hier ein Beispiel für

maschinelles Aufhalden mit einem TC418 X.

Das günstige Standardband für anspruchslose

Untergrundbedingungen oder schweres

Gelände erreicht Abwurfhöhen bis

8,7 m im mannlosen Betrieb. Dabei misst es

in der Transportstellung nur 2,62 m in der

Höhe und 10,26 m in der Länge bei einer

Breite von 2,28 m. Die Arbeitslänge des

Bandes wird mit 18,2 m angegeben. Dank

hydraulischer Klappvorrichtung ist die Einheit

schnell einsatz- und auch wieder transportbereit.

Zur Standardausstattung gehört

eine Kabelfernbedienung zum Verfahren,

optional sind Funkfernbedienung, Dual

Power (2 t Zusatzgewicht) und Gurtwächter

zu haben.

Nach allen Berechnungen und Erfahrungen

lohnt sich maschinelles Aufhalden mit

der modernen TC-Serie bereits bei zeitlich

befristeten Maßnahmen. Wer es einmal versucht,

so der Händler Christophel, wird

rasch vom Betriebskostenunterschied zum

bislang genutzten Radlader überzeugt.

www.christophel.com

www.moerschengmbh.de

www.rockster.at

www.telestack.com

Seilzugnotschalter

Schieflaufschalter

Drehzahlüberwachung

Kiepe Electric GmbH

Kiepe-Platz 1

40599 Düsseldorf

Telefon +49 (0) 211 7497-280

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2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN

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64

FÖRDERTECHNIK

Zwei Grundtypen mit Individualisierungspotenzial

KOPFABSTREIFER aus dem Flaer-Abstreiferdoppel sorgen für eine

optimale Gurtreinigung auch bei extrem beengten Verhältnissen.

HAUPTABSTREIFER des Herstellers sind äußerst kompakt und eignen

sich auch im Reversierbetrieb. Fotos: B+W.

Beim Schüttguttransport auf Förderbändern haften je nach Beschaffenheit

und Feuchte des Materials Feinanteile mehr oder weniger stark am Band an

und behindern so den ordnungsgemäßen Materialfluss. Der daraus folgende

ungleichmäßige Lauf der gesamten Förderbandanlage zieht Beschädigungen

des Fördergurts, Stillstandzeiten, Materialverluste sowie unproduktive

Arbeiten und Kosten nach sich. Betreiber beugen diesem Szenario

vor, indem sie ihre Bandanlagen mit Abstreifern ausrüsten.

Im Markt sind dafür die verschiedensten

Abstreifer-Modelle zu finden. Zwei davon

mit reichlich Reputation entstammen

dem Programm des Unternehmens B+W

Gesellschaft für innovative Produkte. Die

Abstreifer mit der Bezeichnung „Flaer“

gelten als hochwertige, ausgereifte

Komponenten zur Gurtreinigung, die mit

geringem Aufwand für optimale Reinigungsergebnisse

sorgen. Sie wurden

zum Reinigen von laufenden Flachgurtförderbändern

im Dauerbetrieb für extreme

Bedingungen entwickelt, um unterschiedliche

anhaftende Materialien

kontinuierlich und flexibel zur Gurtoberfläche

abzureinigen. Da es „den einen“

Universalabstreifer für alle Einsatzfälle

jedoch nicht gibt, verspricht der Anbieter

spezielle technische Lösungen für besondere

Einsatzbereiche über eine Individualisierung

der Grundmodelle. Beliefert

werden Erstausrüster ebenso wie

Anwender. Das B+W-Know-how hat sich

bereits vielfach bei Neuinstallationen,

aber ebenso bei Nachrüstungen bewährt.

Eine pünktliche und zuverlässige

Abwicklung sowie die Installation durch

eigenes Montagepersonal gehören

dabei zum Servicepaket.

Da Abstreifer Arbeitsgeräte sind, die

sich unter extremen Bedingungen bewähren

müssen, setzt der Hersteller auf

Hartmetallleisten, die hohe Standzeiten

bei einem geringen Wartungsaufwand

und mit einer konstant hohen Reinigungsleistung

kombinieren. Ganz ohne

regelmäßige Wartung geht es bei den

stark belasteten Reinigungsmodulen natürlich

aufgrund des permanenten Verschleißangriffs

nicht, doch auch diese

Verantwortung muss nicht zwingend

beim Betreiber liegen. Sie lässt sich bedarfsweise

als Serviceleistung auf B+W

übertragen.

Effektiv und Wartungsfreundlich

Die beiden Abstreifer-Grundtypen werden

durch den Kopfabstreifer ST-K und

den Hauptabstreifer ST-FB 100A repräsentiert.

Beiden gemeinsam ist bei geringem

Anpressdruck eine hohe Flächenpressung

der Hartmetallleisten, die

eine effektive Reinigungsleistung garantiert

und dabei den Gurt dennoch sanft

behandelt, was die Gurtoberfläche optimal

schont. Die seitliche Halterung des

Trägerrohres gewährleistet bei beiden

Abstreifertypen außerdem eine optimale

Einstellung der Schabeblätter zum Gurt.

Hinzu kommt die Reparaturfreundlichkeit

der Flaer-Abstreifer: Ist nämlich

nach langer Standzeit und perfekt getaner

Abstreiferarbeit ein Tausch vonnöten,

werden jeweils nur die einzelnen

Schabeblätter ersetzt. Spezialwerkzeug

wird dafür nicht gebraucht. Das geht

schnell, kostet wenig und ist selbst unter

produktivem Druck eine Maßnahme, die

wegen ihrer Geschwindigkeit nicht versehentlich

oder absichtlich verschleppt

wird.

Der Flaer-Kopfabstreifer ST-K zum

Einsatz an der Abwurftrommel soll laut

Hersteller ein wahrer Spezialist für die

optimale Gurtreinigung bei extrem beengten

Konstruktionsverhältnissen und

besonders stark anhaftenden und klebenden

Materialien sein. Einzelne, an

elastischen Federarmen gelagerte, 100

mm lange Hartmetallwinkelschabeblätter

mit nur 2 mm hohen und 10 mm breiten

aufgelöteten Hartmetallleisten ermöglichen

eine optimale Anpassung an

die Gurtkontur. Bei nur geringem Anpressdruck

reinigen sie schonend, aber

effektiv.

Der universell einsetzbare Hauptabstreifer

ST-FB 100A wird am wirkungsvollsten

etwa 100 mm nach dem Ablaufpunkt

des Förderbandes an der Kopftrommel

montiert. Bedingt durch seine

kompakte Bauweise, können die Übergabeschurren

klein gehalten werden.

Unter 90°-Anstellung kann der Abstreifer

im Normal- wie auch im Reversierbetrieb

seiner nützlichen Arbeit nachkommen.

Die einzelnen, an Gummielementen gelagerten,

100 mm breiten Hartmetallschabeblätter

mit nur 3 mm breiten kopfseitig

aufgelöteten Hartmetallleisten arbeiten

auf die bereits beschriebene

vorteilhafte Art.

(gsz)

www.buwip.de

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


FÖRDERTECHNIK

65

LEICHT, MITTEL ODER SCHWER?

Individuelle Lösung einfach gemacht

Mit Bertam aus Hannover fertigt ein deutscher Mittelständler

bereits seit 1931 die verschiedensten Lösungen für den

innerbetrieblichen Schüttguttransport. Die Baureihen beginnen

mit leichten Förderbändern in Komplettausführung.

Diese Baugruppe (BGL) in Rohrrahmen-Konstruktion für

leichte Schüttgüter ist in den Gurtbreiten 300, 400 und 500

erhältlich und kann bis etwa 10 m Achsabstand eingesetzt

werden. Mit Hilfe vielfältigen Zubehörs lassen sich auch

mobile Versionen dieses Fördersystems realisieren. Schwerer

geht es bei den massiven Baugruppen (BGM) zu. Diese

Baureihen für schwere Schüttgüter, die ebenfalls in Rohrrahmen-Konstruktion

gefertigt werden, sind in den Gurtbreiten

500, 650, 800, 1000, 1200 mm lieferbar und können

bis zu 20 m freit ragend eingesetzt werden. Die Ausführungen

– lackiert oder verzinkt lieferbar – können werksseitig

individuell aufgerüstet werden, beispielsweise mit üblichen

Laufstegen bis zu Fahrgestellen. Bei Bedarf passen Bertram-Servicetechniker

die BGM-Baureihen auf spezifische

Einsatzsituationen an. Dazu bietet das vielfältige Bertram-

Portfolio speziell konstruierte niedrige Baugruppen (NBFS),

die in U-Eisen-Konstruktion ausgeführt und in gestaffelten

Gurtbreiten von 500 bis 1400 mm lieferbar sind. Für die

ebenerdige Förderung von schwerem Gesteinskörnungen

lassen sich diese Fördersysteme als Landband-Baugruppen

(LB) ausführen.

www.bertram-hannover.de

LANGZEITERPROBT:

Bertram fertigt in

mehreren Baureihen

exakt bedarfsgerechte

Bandanlagen nach

Bedarf. Foto: Bertram

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


66

FÖRDERTECHNIK

SCHRÄGE LÖSUNG

Ideal auch für Bänder mit mechanischen Verbindern

SICHERE LANDUNG: Abgereinigtes Material gelangt direkt zurück in den Förderstrom.

Einen speziellen, mit Hartmetall bestückten

Vorkopfabstreifer, der selbst an

Gurten mit mechanischen Verbindern

und Schadstellen für beispielhafte Reinigungsergebnisse

sorgt, hat die

Cleanscrape GmbH auf den Markt gebracht.

Der Vorabstreifer wird direkt unterhalb

des Abwurfbereiches installiert

und dabei schräg über die Kopftrommel

gespannt. So bildet er eine sogenannte

Raumkurve, wodurch mechanische Verbinder

und Abstreifer nie vollflächig, sondern

immer nur segmentweise aufeinandertreffen.

Um dem harten Praxiseinsatz gewachsen

zu sein, werden die einzelnen

Abstreifelemente in eine Matrix aus

Gummi einvulkanisiert und nur mit geringem

spezifischem Druck an das Förderband

angelegt. Jedes Abstreifelement

ist rippenförmig ausgebildet und liegt an

zwei Stellen durch Hartmetalle auf der

Gurtoberfläche auf, wobei das obere

Hartmetall-Element die Reinigung bewirkt

und das untere ein Verdrehen des

Abstreifers verhindert. Insgesamt stehen

drei Baugrößen, kategorisiert in S, M und

L, mit verschiedenen Hartmetalltypen

zur Verfügung. Gurtbreiten (400 bis max.

2800 mm) und Trommeldurchmesser

(270 bis max. 1400 mm) bestimmen die

Baugröße; Gurtgeschwindigkeit und

Schüttgut-Eigenschaften die Auswahl

der fünf verschiedenen Hartmetalle.

Zwei Edelstahldrahtseile spannen das

Abstreifelement über den Fördergurt an

der Trommel jeweils im Bereich der Hartmetall-Elemente.

Die Zugkräfte in den

Seilen werden über Feder-Spannvorrichtungen

und Ketten erzeugt. Für große

Gurtbreiten werden Feder-Spannvorrichtungen

an beiden Seiten des Abstreifers

verwendet. Bei schmaleren Gurten

reicht ein einseitiges Spannen, während

die Seile an der gegenüberliegenden

Seite fix an Haltern montiert werden. Die

erforderliche Spannkraft der Seile und

die Federstärke richtet sich nach dem

Trommeldurchmesser und der Einbaulage

(Neigung) des Abstreifers. Das

Spannsystem bestimmt die Kennlinie

der Feder-Spannvorrichtungen und das

Auslenken des gespanntes Seils. Kombiniert

erlaubt dies ein lokales Weglenken

des Abstreifers von der Gurtoberfläche

bei Dickenänderungen, wie sie im

Bereich von Gurtverbindern charakteristisch

sind. Zudem wird der Abstreifer so

installiert, dass die ganz äußeren Abstreifelemente

leicht über der Gurtoberfläche

schweben. Treffen mechanische

Gurtverbinder oder Gurtschäden in

einem Winkel auf den Abstreifer, können

sie unter die äußeren Abstreifelemente

„einfädeln“. So entsteht lokal eine Keilwirkung,

die die Elemente nacheinander

vom Gurt abhebt und den Gurtverbinder

passieren lässt. Das funktioniert ebenso

im Reversierbetrieb.

Die Einzelelemente des Abstreifsystems

sind jeweils 35 bzw. 50 mm schmal.

Überlappend angeordnet, arbeiten die

aufgelöteten Hartmetallplatten immer in

einem Winkel von 90° zur Gurtoberfläche

und lenken bedarfsweise in Gurtlaufrichtung

aus. Geeignet sind die Cleanscrape-Abstreifer

für Laufgeschwindigkeiten

bis 10 m/s bei vulkanisierten Gurten

und bis 6 m/s bei Bändern mit mechanischen

Gurtverbindungen. Als idealen

Installationswinkel gibt der Hersteller

15° bis 17° an, wobei der Bereich des

Möglichen von 11° bis 22° reicht. (gsz)

www.cleanscrape.com

PLATZSPAREND: Auch engste Einbauverhältnisse stellen für den Einsatz der Elemente

dieses Abstreifersystems kein Problem dar. Fotos: Cleanscrape

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


BSO: Baustoffe – Standorte – Online

Online-Portal mit zugehörigem Kartensystem,

in dem mehr als 7.000 Standorte und

Adressen deutscher Baustoffwerke und

-verwaltungen dargestellt werden.

Das System ist für folgende Branchen erhältlich:

Asphalt, Baustoff-Recycling, Natursteinbetriebe, Sand und Kies, Transportbeton.

Die Freischaltung erfolgt jeweils für die bestellten Branchen und die

georderten Bundesländer. Der Preis beträgt 61,50 € (zzgl. ges. MwSt.)

je Branche und Bundesland.

Systemvoraussetzungen: Sie benötigen, gleich ob PC, Tablet oder

Smart phone, lediglich eine leistungsfähige Internet-Verbindung.

Und so geht es:

Bevor Sie sich zu einem Kauf entschließen, testen Sie das System

anhand einer Demo-Tour unter www.stein-verlaggmbh.de/bso

Bestellen Sie BSO Baustoffe – Standorte – Online einfach in

unserem Online-Shop unter www.stein-verlagGmbH.de

Anschließend erhalten Sie eine E-Mail mit Ihrem persönlichen Aktivierungslink

und schon können Sie das System nutzen.

Die Standorte der Betriebe sowie die zugehörigen

Adressen und Kontaktdaten werden

übersichtlich auf einem Bildschirm ausschnitt

dargestellt.

Einzelne Branchen und Bundesländer können

frei zu- oder ausgeblendet werden.

Freies Zoomen erlaubt den Kartenausschnitt

Ihrer Wahl. Die Bedienung ist rein intuitiv und

vollkommen einfach.

Umfangreiche Suchfunktionen ergänzen das

System. So kann nach Firmen und Orten gesucht

werden. Nach Anklicken eines Werkes

ist eine Umkreissuche problemlos möglich.

Integrierte Routing-Funktionen erlauben

Strecken berechnungen zwischen Werken

oder zwischen Werken und Baustellen mit

Angabe des Streckenverlaufs.

Der Clou: Sie können selbst Karten erstellen.

Über eine Exportfunktion sind die Daten Ihres

frei gewählten Kartenausschnitts als Grafik zu

exportieren. Ab in eine Online-Druckerei …

und Sie können Ihre Karte als Posterdruck

verwenden.

Stein-Verlag Baden-Baden GmbH, Josef-Herrmann-Straße 1–3, 76473 Iffezheim

Tel.: +49 7229 606-0, Fax: +49 7229 606-10, infoSTV@stein-verlagGmbH.de, www.stein-verlagGmbH.de


68

FÖRDERTECHNIK

NEU GEDACHT

Einfach anders statt irgendwie besser

AUFFÄLLIG ANDERS: Speedscrape bezeichnet einen Sekundärabstreifer

mit untypischer Konstruktion, der jüngst beim MIRO-

Betriebsleiter-Seminar vorgestellt wurde. Foto: gsz

SCHWEBEZUSTAND: Airscrape ist höhenverstellbar, kann dadurch

optimal an den Verlauf und die Form des Förderbandes angepasst

und in bestehenden Fördergurtsysteme einfach nachgerüstet

werden. Grafik: Airscrape

Die Scrapetec Trading GmbH begann vor einigen Jahren an

Fördertechnik-Lösungen zu tüfteln, die sich von allen bisher

bekannten Möglichkeiten unterscheiden. Das Ziel war klar:

Eine neue Entwicklung soll möglichst nicht wiederholen, was

bereits im Markt vorhanden ist. Mehr noch soll sie die beim

Einsatz auftretenden Probleme von Bestandsystemen ausschalten.

Im Zuge dieses Vorhabens entstanden die Lösungen

Speedscrape, Airscrape und Dustscrape. Über Letztere wurde

in GP bereits im Zusammenhang mit dem Thema Entstaubung

berichtet. Nun werfen wir einen genaueren Blick auf die jeweils

patentierten und in Deutschland hergestellten Produkte

Speedscrape und Airscrape. Speedscrape bezeichnet einen

Sekundärabstreifer, der durch seine bislang so nicht gesehene

Konstruktion auffällt, die auf Schwingarm gestützten und schräg

angelegten Abstreifklingen basiert. Die besondere Schrägstellung,

die versetzte Anordnung der Klingen und die schwingarmgestützte

Aufhängung der Klingen ermöglichen im Vergleich zu

bekannten Sekundärabstreifern ein bis zu eineinhalbfach verbessertes

Abstreifverhalten bei verschleißschonender, weil

geringer Flächenpressung. Dank des Schwingarms findet im

laufenden Betrieb eine ständige Anpassung des Klingendrucks

an die Gurtverhältnisse und die Fördersituation statt. Im Reversierbetrieb

schwenkt der Gesamtabstreifer in eine tiefere Position.

Ein Zusatzplus stellt die Ausweichfunktion bei Gurtschäden

dar. Entsprechend ist das System auch für den Einsatz bei

sehr hohen Gurtgeschwindigkeiten mit bis zu 10 m/s geeignet.

Die Abstreifklingen sind aus einer speziellen Legierung gefertigt

und schärfen sich durch den Bandkontakt selbstständig nach.

Nicht für den Reversierbetrieb angelegt, aber ansonsten

genau das, was den Namen Innovation zu Recht verdient, ist

das System Airscrape. Dieses spezielle Seitenabdichtungssystem

für Gurtförderer schwebt dank einer ausgeklügelten

Befestigungsmethode berührungsfrei über dem Fördergurt.

So werden nicht nur Verschüttungen vermieden, sondern

gleichzeitig Reibung und dadurch Abnutzungen an Seitenabdichtung

sowie Gurt. Durch an der Unterseite des Systems

mit Nicht-Gurt-Kontakt angebrachte, gehärtete Lamellen in

schräger Anordnung wird Luft von außen angesogen und in

Richtung Gurtmitte geleitet. Feine Partikel werden von diesem

Luftsog einerseits im Förderbereich gehalten, andererseits

vom Gurtrand neben der Seitenabdichtung hineingesogen. So

vermindert Airscrape die Verschüttung und Staubentwicklung

an Übergabepunkten und anderen kritischen Bereichen in der

Förderkette.

Das System besteht aus linken und rechten 2-m-Einheiten

in Höhen von 90, 60 und 45 mm, die durch ein lückenloses

Verbindungskonzept den Einsatz in beliebigen Längen erlauben,

und ist für die meisten gängigen Förderbandsysteme

sowie Schurren geeignet.

(gsz)

www.airscrape.com

ADRESSEN GESUCHT

Auch in diesem Jahr haben wir wieder in den

Branchen der Steine- und Erden-Industrie

intensive Adress-Recherche betrieben, sodass

wir Ihnen nun über 8.500 Adressen in elektronischer

Form als Daten anbieten können (Excel-Datei).

Wir

haben

sie!

Gleich, ob Sie Ihre Datenbestände aktualisieren

möchten oder Ihre potenziellen Kunden per

Direct-Mail anschreiben, die auf 15 einzelne Branchen spezialisierten

Adressdateien bieten Ihnen hierfür die ideale Grundlage.

Fordern Sie einfach unseren Bestellvordruck an.

Adressmaterial mit aktuellen Kontaktdaten von

Baustoff-Betrieben der Steine- und Erden-Industrie

für folgende Branchen erhältlich:

• Asphalt (887 St.)

• Baustoff-Recycling (1.303 St.)

• Gips (35 St.)

• Kalksandstein (116 St.)

• Keramische Fliesen (31 St.)

• Sand und Kies (2.188 St.)

• Leichtbauplatten (27 St.)

• Naturstein, Kalkund

Dolomitstein (1.140 St.)

• Naturwerkstein (337 St.)

• Schiefer (10 St.)

• Steinzeug (10 St.)

• Tone/Feuerfeste

Produkte (119 St.)

• Transportbeton/

Mörtel (2.187 St.)

• Zement (65 St.)

• Ziegel (116 St.)

Bestellungen unter www.stein-verlagGmbH.de oder infoSTV@stein-verlagGmbH.de

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


FÖRDERTECHNIK

69

VOLLE BECHER

Ketten und Zubehör für den

Horizontal- und Vertikaltransport

Das Unternehmen RUD Ketten ist mit seinen

Lösungen und Produkten auch ein

wichtiger Mitspieler im Geschäftsbereich

„Fördern und Antreiben“. Unterstrichen

wird dies durch das Bulkos-Portfolio der

Kettenförderer, Becherwerke und Kettenantriebe.

Mit seiner neuen Zentralkette

RU50 fügte der Spezialist seinen Angeboten

in diesen Bereichen im Vorjahr eine

weitere Variante hinzu. Diese wurde, wie

die bereits erhältlichen Modelle RU80,

RU150 und RU200, speziell auf die Anforderungen

von Becherwerken mit großen

Förderkapazitäten und hohen Geschwindigkeiten

(bis 1,7 m/s) zugeschnitten.

Der Name Bulkos setzt sich aus

„Bulk“ und „Solutions“ zusammen und

beschreibt eine Marke aus dem Geschäftsbereich

Fördern und Antreiben

der RUD-Gruppe. Die Lösungen kommen

in Komplettbecherwerken, Kettenförderern

oder -antrieben zum Einsatz.

Damit lassen sich die unterschiedlichsten

Schüttgüter, neben Zement und

Düngemitteln stehen auch verschiedene

Gesteinsprodukte im Fokus, zuverlässig

transportieren.

Bei Becherwerken und Förderanlagen

kommen Rundstahlketten, Antriebsund

Umlenkrollen, Kettenschlösser

sowie Becherbefestigungen aus dem

Programm des Herstellers zum Einsatz.

Komplette Becherwerke mit RUD-Komponenten

werden über das Tochterunternehmen

Herfurth & Engelke in Braunschweig

vertrieben.

www.rud.com

RUNDSTAHLKETTEN „Made in Germany“

eignen sich für Horizontal- und Vertikalförderer

wie etwa auch die Bulkos-Becherwerke.

Fotos: RUD

SPANNENDE ANGELEGENHEIT

Klemme vereinfacht Wartungsarbeiten an Förderbändern

SICHER FESTGEKLEMMT: Die Bandklemme TUG HD eignet sich für verschiedene Bandmaterialien und -arten. Sie lässt sich mit einem

Drehmoment-Schlüssel sicher festziehen und ist auch als Doppelklemme verwendbar. Fotos: Flexco Europe

Steht im Gewinnungsbetrieb ein Förderband

für Wartungsmaßnahmen

still, kann es wegen seines Eigengewichts

ungleichmäßig gespannt sein.

Damit der Service-Techniker das Band

allerdings sicher schneiden und stabil

verbinden kann, sollte an der zu behandelnden

Stelle die Kraft gleichmäßig

über die gesamte Bandbreite verteilt

sein.

Flexco hat dazu die Bandklemme TUG

HD entwickelt, mit der sich der Gurt

entweder spannen oder ziehen und

damit fest fixieren lässt. Da sich das

hilfreiche Tool an zwei Bandabschnitten

auch als Doppelklemme verwenden

lässt, können Wartungsarbeiten

deutlich vereinfacht und sicherer

durchgeführt werden.

Dazu legt der Bediener den Klemmbalken

aus Aluminium einfach in die

Enden der Bandklemme ein, stellt sie

über ein Trapez-Gewinde fest und

kann sie nach der Reparatur langsam

wieder lösen. Die Klemme erzeugt eine

hohe, über die gesamte Breite gleichmäßig

verteilte Kraft.

Um eine Gefährdung auszuschließen,

ist der Aluminium-Balken mit

einem Anti-Rutsch-Profil versehen.

Die Bandklemmen lassen sich vielseitig

und bei verschiedenen Transportbändern

einsetzen. Verfügbar ist

die Baureihe in zwei Ausführungen: Mit

einer Klemmkraft von 6 t eignet sie sich

für Förderbandbreiten bis zu 1800 mm

und Dicken bis zu 50 mm. Die Version

mit acht Tonnen ist für eine Breite bis

zu 2400 mm und eine Dicke bis zu 55

mm ausgelegt.

www.flexco.com

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


70

FÖRDERTECHNIK

Jede Trommel ein Unikat

AUSSCHLIESSLICH kundenspezifische Gurttrommeln fertigt Doppstadt am Standort

Calbe. Foto: Doppstadt

Doppstadt fertigt Gurttrommeln, die nach eigenen Angaben individuell nach

Kundenbedarf und Anforderungen des Einsatzgebiets konfiguriert werden.

Dabei rechnet sich das Unternehmen zu einem der weltweit führenden Hersteller

dieser Produkte. Besonders die geringe Störanfälligkeit ist nach Angaben

des Herstellers maßgeblich dafür mitverantwortlich, das die Trommeln

zuverlässig über viele Jahre arbeiten. Dabei bündelt Doppstadt heute mehr

als fünf Jahrzehnte Erfahrung.

Der Hersteller entwickelt, berechnet und

fertigt jede Trommel im eigenen Haus von

der Planung bis zur Auslieferung. Durch

diese hohe Fertigungstiefe kann der Hersteller

nach eigenen Angaben jede noch

so spezifische Anforderung umsetzen

und zugleich für die hohe Qualität der

Trommeln garantieren. Die Produkte werden

nach einem standardisierten Quali-

tätskonzept gefertigt und zugleich den

individuellen Wünschen der Kunden und

den Anforderungen des Einsatzgebietes

angepasst. Erkenntnisse und Synergien

fließen dabei permanent in die Weiterentwicklung

der Produktreihen ein. Daraus

entstanden bis heute z. B. moderne

Lager- und Abdichtungskonzepte, Keramikbeläge,

Polyurethanbeläge oder

Wuchtkonzepte. Aus diesem fruchtbaren

kontinuierlichen Feedback mit der Bestandstechnik

lässt sich die Gesamteffizienz

der einzelnen Gurttrommeln immer

wieder zusätzlich steigern.

Im heute umfangreichen Portfolio

entstehen „made in Germany“ unter anderem

Antriebstrommeln für Aufsteckgetriebe

oder mit Kupplung. Sie sind

wahlweise mit Passfederverbindung,

mit abgesetztem zylindrischem Pressverband

oder Konushülse ausgestattet

und für ein- und zweiseitigen Antrieb

lieferbar. Darüber hinaus sind die Trommeln

auch als Umlenk-, Spann- oder

Ablenktrommeln ausführbar, die mit

Schlupfüberwachungssystemen bzw.

Drehzahlwächteranschluss ausgerüstet

werden können.

Doppstadt-Technik arbeitet in allen

Größenordnungen von Überlandförderern

über Strossenbänder, Förderbrücken

und Absetzer. Auch in entsprechenden

Baggern kommen Gurttrommeln

von Doppstadt zum Einsatz. Die

Hauptabmessungen der Doppstadt-

Baureihen liegen in den Durchmesserbereichen

von 250 mm bis 3000 mm und

Mantellängen von 600 mm bis 3500 mm.

GEMISCHT AN ORT UND STELLE

Zusatzmöglichkeiten in Ergänzung der Förderkette

Machen spezielle Sieblinienvorgaben den Einsatz präziser Technologien

für die Einhaltung von Schüttgutrezepturen unerlässlich,

sind automatisierte Mischverfahren unmittelbar in der Prozesskette

hilfreich. Als Alternative zu Stationärtechnik greifen speziell

kleine und mittlere Unternehmen dazu auf kompakte Dosieranlagen

zurück. Die RD-700-Baureihe von König/Tegethoff ist dazu

bereits in der Standardausstattung eine Empfehlung. Dabei erlaubt

das modulare Baukastensystem auch eine frei wähl- und

erweiterbare Anzahl von Aufgabetrichtern. Ein Tellermischer

sorgt für die notwendige Homogenität. Mit dem Fassungsvermögen

der einzelnen Bunkerboxen von bis zu 70 t und einer

Kapazität von bis zu 700 t/h stößt die kompakte Anlage schon

in Dimensionen vor, die früher stationären Dosieranlagen vorbehalten

waren. Die präzise, aber einfach zu bedienende Steuerung

der Anlage sorgt für eine optimale Nutzung der gebotenen Kapazitäten:

Ausgelegt als SPS, also frei programmierbare Steuerung,

ermöglicht sie über Display und Klartextdialog die punktgenaue

Zuführung der jeweiligen Einzelfraktionen für eine verlässlich

gleichbleibende Qualität der erzeugten Produkte. Bis zu

999 Rezeptvarianten können direkt in der RD-700 hinterlegt und

Sieblinien zur Dokumentation und Nachweis gegenüber Kunden

erstellt werden. Über eine codierte Chipkartensteuerung beziehungsweise

via Transponder kann die Dosieranlage auch für eine

mannlose Verladung ausgelegt werden.

www.reihendoseur.de

GUTES REZEPT: In Kombination mit einem nachgeschalteten

schwenkbaren Haldenband lassen sich mit dem RD-700 große Mengen

auf Vorrat produzieren. Foto: König

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


FÖRDERTECHNIK

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Je nach Wunsch und Einsatzgebiet können die Trommeln

mit den verschiedensten Lagerarten ausgerüstet

werden, um passgenaue Lösungen zu realisieren.

Dabei kommen Flanschlager, Schiebelager oder Korblager

zur Anwendung, die mit verschiedenen Abdichtungen

(Wellendichtring, Labyrinthdichtung, Taconite-

Dichtung, Filzring) weiter auf individuelle Belange zugeschnitten

werden können. Neben eigenen Konstruktionen

verwendet Doppstadt dabei Entwicklungen

von renommierten Lieferanten.

Die Bestückung mit Gurttrommelbelägen ist in profilierter,

unprofilierter oder genoppter Form in Gummi,

in Polyurethan sowie in Keramik auch für eine ballige

Ausführung in verschiedenen Stärken möglich. Der

Belag kann heiß vulkanisiert oder kalt geklebt werden.

Alle Produkttypen können, je nach Wunsch und Einsatzbedingungen,

in Schweißkonstruktion oder mit

Spannsätzen in I- und T-Form geliefert werden.

Im Geschäftsbereich Gurttrommeln profitiert Doppstadt

von der Expertise des 1992 dazugewonnenen

Betriebs Förderanlagen Calbe GmbH. Mit dem Erwerb

erweiterte und vertiefte Doppstadt sein Know-how für

Fördertechnik und baute den Standort Calbe konsequent

mit modernster Fertigungs- und Montagetechnik

aus. Alle Gurttrommeln werden in dem ISO-zertifizierten

Betrieb an der Saale produziert und in über

fünfundzwanzig Länder dieser Erde geliefert. Aktuell

kündigt Doppstadt eine weitere Investitionen in die

Produktionsanlagen an. In den nächsten Wochen

nimmt eine CNC-Drehmaschine den Betrieb auf, die

eine Bearbeitung von 3000 mm Durchmesser und eine

Länge von bis zu 10.000 mm ermöglicht. Ebenfalls

bietet Doppstadt dann auch komplette Antriebsstränge

sowie Überwachungssysteme an. Konstruiert werden

die Gurttrommeln mit Hilfe eigener Softwarelösungen

und der Unterstützung von 3D-CAD-Systemen

sowie FEM.

Die Produkte von Doppstadt zeichnen sich nach

eigenen Angaben dadurch aus, dass jede Gurttrommel

einzeln gefertigt wird. Während des Produktionsprozesses

sowie nach Fertigstellung wird unter anderem

jedes Maß und jede Schweißnaht zu 100 % überprüft.

Als Qualitätsnachweiß werden alle Gurttrommeln einzeln

zertifiziert. Als ein Ziel der Konstruktion findet eine

Gewichtsoptimierung statt, für das unter anderem die

von Doppstadt eigens entwickelten Standardlagergehäuse

stehen. Auf der hauseigenen Walzenstraße entstehen

Blechstärken von bis zu 70 mm. Als weiteren

Wettbewerbsvorteil nutzt Doppstadt die hohe Kapazität

des Standortes Calbe, der Lieferzeiten von maximal

vier Monaten möglich macht. Neben der Fertigung

setzt das Unternehmen auch zunehmend auf

Service und Überholung von Bestandanlagen. Das soll

maßgeblich durch den breit aufgestellten Kundendienst

geprägt sein. Damit bieten Doppstadt eine

Fachberatung durch qualifizierte Partner und eigene

Ingenieure vor Ort. Durch eine stabile Versorgung mit

Ersatzteilen werden mögliche Ausfallzeiten bei den

Kunden minimiert.

AN DER RICHTIGEN STELLE

Staub direkt über

dem Band erfassen

KOMPAKT UND ENERGIESPAREND: der BAF-Bandaufsatzfilter mit

neuem Dela-Abreinigungssystem (Europäische Patentanmeldung

2 602 016). Foto: DFT GmbH

Der Bandaufsatzfilter BAF der

DFT Deichmann Filter Technik

arbeitet hocheffektiv auf

kleinstem Raum. Maßgeblich

dafür sind seine effizienten

Deicolon-Filterelemente, die

über hervorragende filtertechnische

Eigenschaften verfügen.

Sie bestehen aus Spiralfilterrohren,

die in Reihe auf

einem Träger angeordnet werden.

Durch die spezielle Form

ergeben sich gute Rückspüleigenschaften

und geringe Strömungswiderstände.

Im Vergleich

zu gefalteten Flächenfiltern

können somit wesentlich

höhere Filterflächenbelastungen

realisiert werden. Bei vergleichbarer

Filterflächenbelastung

hat der neuartige Bandaufsatzfilter

demnach eine

wesentlich geringere Druckdifferenz

und auch einen geringeren

Energiebedarf.

Durch die im Filter eingebaute,

patentierte Dela-

Druckluftabreinigung und -erzeugung

ist keine separate

Druckluftversorgung notwendig.

Mit nur etwa 3,5 bar, statt

üblicher 6 bis 8 bar Systemdruck,

verringert sich der

Energiebedarf zur dezentral

bedarfsgerechten Drucklufterzeugung

erheblich. Die Gesamteinsparung

wird herstellerseitig

mit ~40 bis 50 %

angegeben.

Der BAF reinigt als dezentrale

Filtereinheit je nach

Bandbreite zwischen 1500

und 5000 m³ Rohgasvolumen

pro Stunde. Er wird direkt auf

das Förderband montiert und

filtert den Staub dort ab, wo

er hauptsächlich entsteht. Der

Reststaubgehalt im Reingas

beträgt laut Hersteller weniger

als 1 mg/Nm³. Auch die

Staub rückführung ist denkbar

einfach: Der an den Filterelementen

anhaftende Staub

wird vollautomatisch durch

eine patentierte Niederdruckabreinigung

wieder auf

das Band abgeworfen und mit

dem Materialstrom abtransportiert.

Durch den niedrigen

Differenzdruck, die lange

Standzeit der Filterelemente,

die kompakte Bauweise, den

niedrigen Energiebedarf und

die vollautomatische und autarke

Abreinigung stellt der

DFT-Bandaufsatzfilter BAF

eine äußerst attraktive und

kostengünstige Lösung zur

Stauberfassung an Förderbandanlagen

dar.

www.deichmann-filter.de

www.doppstadt-gurttrommeln.de

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


72

Auf der Pré-Intermat 2018 boten Aussteller in

bewährter Weise einen ersten Ausblick auf

ihren Pariser Messeauftritt und die geplanten

Exponate. So trafen auch in diesem Jahr wieder

gebotenes Wissen und nutzende Neugier

produktiv zusammen.

Speed-Dating

der Innovationen

Wer kennt nicht dieses Gefühl auf Messen,

für gesuchte Neuheiten jeweils

weite Strecken zurücklegen zu müssen?!

Vorpressekonferenzen wie der Pré-Intermat

im Januar halten das anders: Beim

exklusiven Networking Event im Maison

de la Mutualité in Paris herrschte hohe

Informationsdichte auf kleinem Raum.

Rund 150 Journalisten befragten im

Speed-Dating-Modus etwa 100 Aussteller

nach ihren diesjährigen Highlights.

Krönenden Abschluss des ersten Tages

bildete die feierliche Verleihung der Intermat

Innovation Awards am Abend.

WELCHEN STELLENWERT hat die Intermat bei den Ausstellern? Nach wie vor eine große,

bestätigten die Gesprächspartner der Vorpressekonferenz.

Im Eilverfahren zur Information

Nachdem in den letzten Jahren vermehrt

zu vernehmen war, dass die Intermat an

Internationalität verliere und mittlerweile

vor allem für Frankreich und den französischen

Markt interessant sei, war es an

der Zeit, die Aussteller selbst zu fragen:

„Wo sehen sie die Intermat?“ Die Antworten

waren zwar vielfältig, aber in

einem zeigten sich dann doch alle einig:

Die Intermat gehört immer noch zu den

„Top 3“ der europäischen Baufachmessen.

Selbst die Skeptiker der letzten

Messen sahen wieder einen Trend hin zu

mehr Internationalität. Das Gefühl hat

Hand und Fuß. Auf der Intermat werden

sich in diesem Jahr vom 23. bis 28. April

über 1500 Aussteller aus über 40 Ländern

präsentieren, davon 70 % aus

nicht französischsprachigen Ländern.

Zahlreiche Aussteller kündigen Weltpremieren

zur Messe an. Zudem werde mit

etwa 183.000 Besucher aus insgesamt

167 Ländern gerechnet. Um den Erwartungen

allseits gerecht zu werden, hat die

Intermat ihre Branchengliederung angepasst.

Vier Kompetenzcluster sorgen für

eine klarer spezifizierte Sektionenteilung.

So verfügt nun auch die Messe selbst

über eine Art Schnell-Findesystem. Bereiche

werden sinnvoll gebündelt und wer

Exponate für die Bereiche: Gewinnung,

Erdbau & Abrissarbeiten, Straßenbau,

Baustoffindustrie & Fundamente, Hebetechnik

& Transport, Hochbau und Betonbranche

sucht, wird über das farblichmarkante

Leitsystem rasch fündig.

Die Vorveranstaltung jedenfalls hat

eines sicher geschafft: Sie hat Lust gemacht

auf die Messe selbst. Denn seien

wir mal ehrlich: Kompakte Informationen

sind toll, können aber nie das ganz echte

Messeflair ersetzen.

intermatconstruction.com

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


73

PREISTRÄCHTIG

Trophäen für die besten Ideen

Der „Intermat Innovation Award“ wurde ausgelobt für besonders

fortschrittliche Lösungen, die Ausrüster und

Dienstleister der Bauwirtschaft und angrenzender Bereiche

bei Ausrüstung, Technik, Service und Produkten neu entwickelt

haben. Die Jury unter Vorsitz des Präsidenten der

französischen Fédération Nationale des Travaux Publics

(Dachverband für öffentliche Bauvorhaben – FNTP) wählte

aus 90 eingereichten Exponaten führender Hersteller die

acht besten nach Kategorien aus und prämierte sie am

Abend des 18. Januar. Außerdem wurden fünf Sonderpreise

verliehen.

Die Award-Sieger nach Kategorien sind:

Erdbau & Abrissarbeiten

Unterkategorie „Maschinen und Geräte“: Volvo-EX2 (Prototyp

eines vollelektrischen Kompaktbaggers mit null Emissionen,

zehnmal höherer Effizienz als das Standardmodell

des Kompaktbaggers und zehnmal geringerem Geräuschpegel)

Unterkategorie „Komponenten und Zubehör“: DMIC – Ubiwan

Smart (vernetzte Lösung zur Steuerung von Baumaschinen

und -geräten)

Straßenbau, Baustoffindustrie und Fundamente

Unterkategorie „Maschinen und Geräte“: Fayat-TRX 100 %

(Mobile kontinuierliche Asphaltmischanlage mit der Möglichkeit,

Ausbauasphalt von 100 bis 0 % wiederzuverwenden)

Unterkategorie „Komponenten und Zubehör“: RB3D-Exo

Push (Erster elektrischer „Wearbot“ im Tiefbau zur Unterstützung

beim manuellen Planieren von Asphalt)

Hebetechnik und Transport

Unterkategorie „Maschinen und Geräte“: Hinowa-Raupen-

Arbeitsbühne Lightlift 33.17 - IIIS (hohe Reichweiten, hohe

Tragkraft, zahlreiche simultane Funktionen, neuer größerer

und bedienerfreundlicher Korb)

Unterkategorie „Komponenten und Zubehör“: Manitou-

Stabilitätserkennungssystem (Drehsensor für Teleskoplader

MRT 2470 und 3050, der Stabilitätswerte mit Bezug auf

das Verhältnis der Maschine zur Bodenhaftung misst)

Hochbau- und Betonbranche

Kategorie „Maschinen und Geräte“: Alphi-MaxUpDown

(Pneumatischer Teleskoparm für müheloses Anheben von

Schalungsplatten MaxiDalle auch bei großen Arbeitshöhen)

Unterkategorie „Komponenten und Zubehör“: 360Smartconnect-vernetzter

Beton (Weiterverarbeitung von Beton

mit/durch Schnittstellen von Daten und Bau: beteiligte Akteure

können neue Werte für sich oder nachgelagerte Arbeitsprozesse

festlegen)

Fünf Sonderpreise

Sonderpreise verdienten sich die erste sprecherunabhängige,

mehrsprachige Sprachsteuerung (Efa France), der

erste zu 100 % elektrisch betriebener Bagger, der bei Betriebsdauer,

Leistung und Kompaktheit überzeugt (Mecalac

e12), eine virtuelle Lösung für Vermieter von Tiefbaumaschinen

(Matos Connect, Eurovia), das außergewöhnlich flexible

Beton-3D-Druck-Verfahren von Sika France und

schließlich die Holzkreissäge HandSafe von Sima, die bei

Berührung mit menschlicher Haut sofort stoppt.

SIEGREICH im Award-Ausscheid.

Die prämierten Ideen und vor allem

die Menschen dahinter wurden

im Januar geehrt. Foto: jis

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


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Frühlingsfrische Vorschau auf Paris

Intermat-Vorgeschmack gefällig? Einige auch für GP-Leser relevante und bekannte

Unternehmen boten im Vorfeld bereits einen kleinen Ausblick auf das, was Besucher

in der Ausstellung vorfinden werden

DOOSAN/BOBCAT

Diverse Feier-Anlässe auf der Messe

SIEGER IM RENNEN: Den „Lowest Cost of Ownership Award“

konnte sich kürzlich der Allrounder Doosan DX300LC-5 sichern.

NEU VORGESTELLT wird der Radlader DL280-5 in einer Spezialausführung

für Recyclingeinsätze. Fotos: Doosan

Bobcat und Doosan kündigen diverse

neue Produkte für die Ausstellung an,

darunter Bobcat-Kompaktbagger, den

neuen Teleskoplader TL30.70 sowie eine

neue Version des Kompaktladers T870.

Doosan verweist auf die erweiterte Kompaktbagger-Modellreihe

und zeigt mit

dem DX19 eines der drei Modelle, die

2017 zur Reihe hinzugefügt wurden,

sowie die neuen Modelle DX10Z und

DX17Z, die gemeinsam die gesamte

Bandbreite an neun Doosan-Kompaktbaggern

im Bereich von 1,1 bis 8,6 t bilden.

Soweit zu den kleinen Vertretern der

gemischten Spezies. Eines der Hauptthemen

am Innen- und Außenstand von

Doosan CE wird etwas Großes sein –

nämlich eine Feier zum 40. Jubiläum der

Baggerproduktion sowie der Verkauf der

400.000. Maschine seit dem Start des

Unternehmens auf dem Baumaschinenmarkt.

Diese Meilensteine werden von

einer Reihe von Sonderveranstaltungen

begleitet, die gemeinsam mit der Präsentation

der Neuentwicklungen im

Doosan-Baggersortiment stattfinden.

Eine brancheninteressante Neuentwicklung

ist das Spitzenmodell DX-

530LC-5, ein 52-t-Kettenbagger. Die

bisher nur beim Modell DX380LC-5 erhältliche

D-Ecopower-Technologie wird

nun auch beim DX530LC-5 und dem

nächsten Modell der Baureihe, dem

50-Tonner DX490LC-5 verfügbar sein

und für eine Erhöhung von Produktivität

und Wirtschaftlichkeit sowie leichtgängigere

Steuerelemente sorgen.

Bei der D-Ecopower-Technologie

kommt eine Pumpe mit elektronischer

Druckregelung in einem Closed-Center-

Hydrauliksystem zum Einsatz. Dadurch

werden, je nach ausgewählter Betriebsart,

Produktivitätssteigerungen von bis

zu 26 % und ein bis zu 12 % niedrigerer

Kraftstoffverbrauch erzielt. Das Closed-

Center-Hauptsteuerventil minimiert

Druckverluste; die Pumpe mit elektronischer

Druckregelung sorgt für eine optimierte

Regelung der Motorleistung und

somit für einen höheren Wirkungsgrad.

Im Gegensatz zu Hydraulikanlagen,

bei denen eine konstante Ölmenge

durch das System gepumpt wird, ermitteln

beim D-Ecopower neun Sensoren

die für die jeweilige Aufgabe erforderliche

Hydraulikölmenge und dosieren sie

präzise. Softwareunterstützt werden die

Vorteile eines Open-Center-Hydrauliksystems

bei geringstmöglichen Energieverlusten

maximal ausgenutzt. Da Hydrauliksystem

und Motorleistung perfekt

aufeinander abgestimmt sind, werden

Systemverluste weiter reduziert. Die Maschine

spricht besser auf den Joystick

an. Beschleunigung und Bremsverzögerung

der Baggerarbeitsgruppenfunktionen

werden geschmeidiger. Dadurch

können wiederkehrende Schwenk- und

Grabbewegungen mit weniger ruckartigen

Bewegungen durchgeführt werden.

Die Modelle DX490LC-5 und DX-

530LC-5 werden vom Scania-Dieselmotor

DC13 angetrieben, der bei 1800 U/

min eine Leistung von 283 kW liefert. Der

Motor erfüllt mit den Nachbehandlungsverfahren

Abgasrückführung (EGR) und

selektiver katalytischer Reduktion (SCR)

die Abgasnorm Stufe IV, ohne dass ein

Dieselrußpartikelfilter (DPF) erforderlich

ist.

www.doosanequipment.eu

www.bobcat.com

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


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TRADITION macht containermobil: Benninghoven zeigt die Eco-

Baureihe seiner Asphaltmischanlagen. Foto: Benninghoven

BENNINGHOVEN

Mobil mit stationären

Qualitäten

Die Asphaltmischanlage Eco in den Kapazitätsgrößen von

100 bis 320 t/h vereint topmoderne, innovative Benninghoven-Technologien

und einen hohen Fertigungsstandard in

kompakten Containern. Dadurch sind höchste Mobilität und

Flexibilität gewährleistet, denn Eco-Anlagen lassen sich stationär

betreiben, meistern aber auch schnelle Standortwechsel

problemlos. Durch die Ausführung aller Hauptkomponenten

in ISO-Normcontainermaßen gestaltet sich auch der

Transport einfach. Im Einsatz garantieren die leistungsstarken

Anlagen mit festen Optionen eine optimale Mischgutqualität

– erzeugt über die selbster klärende Anlagensteuerung

BLS 3000, die sich durch eine einfache, intuitive Bedienung

sowie eine realitätsgleiche Visualisierung auszeichnet.

CUMMINS

Starke Fünfer-Herzen

für Maschinen

Cummins-Stufe-V-Motoren

von 74 bis 503 kW leisten

mehr mit weniger

Kraftstoff als ihre Vorgänger

und bieten damit Vorteile

für Baumaschinenund

Anlagenbetreiber

sowie Hersteller, da es

sich um verbesserte Produkte

mit reduzierter

Komplexität handelt. Der

einfachere Motorenaufbau

mit weniger Teilen bedeutet

mehr Zuverlässigkeit

und mehr Produktivität.

Verbesserte Kraftstoffeffi-

STEIGERUNG: Die Cummins-

Stufe-V-Motoren bringen bei

einfacherem Aufbau bessere

Leistungen und Drehmomentsteigerungen.

Foto: Cummins

zienz durch verlängerte Wartungsintervalle senkt die laufenden

Kosten. Die Motoren sind kompakter und kommen mit

weniger Gewicht, weniger Kühlung, weniger Installationsaufwand

und geringeren Installationskosten aus. Cummins-

B6.7- und-L9-Stufe-V-Motoren gehen nach diesen Angaben

als echte Empfehlung an den Start. Die Spitzenleistung der

V B6.7 erreicht 243 kW und das maximale Drehmoment liegt

bei 1375 Nm – eine Steigerung von 30 % gegenüber Stufe

IV. Die Bestleistung des L9 steigt von 298 auf 321 kW bei

Stufe V, zusammen mit einem 13%igen Anstieg des maximalen

Drehmoments auf 1846 Nm.

www.cummins.com

www.cumminsengines.com

www.benninghoven.com

EPIROC

Neuer Name – beständige Qualität

Wie bereits gemeldet, ist die einstige Hydraulic Attachment Tools Division

innerhalb von Atlas Copco nun ein Teil von Epiroc. Dass die Anbaugeräte

des Herstellers demnächst nach kompletter Ausgliederung der Division mit

dem Epiroc-Produktbranding daherkommen, muss allerdings vermittelt

werden und dafür bietet die Intermat den passenden Informationsrahmen.

Zusätzlich zur Namensänderung stellt Epiroc mit dem patentierten IPS-

System für schwere Anbau-Hydraulikhämmer eine Weltpremiere in Aussicht.

Das patentierte Intelligent Protection System (IPS) ist durch die nahtlose

Kombination von AutoControl und StartSelect der Schlüssel zu einem

vollständig automatisierten System.

www.epiroc.com

SCHWERE HYDRAULIKHÄMMER mit IPS.

Bald sollen weitere Modelle im Sortiment

von Epiroc von diesem System profitieren.

Foto: Epiroc

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


76

KEESTRACK

Das Auge bricht mit

Als zentralen Eyecatcher präsentiert Keestrack

seinen raupenmobilen Prallbrecher R3/

R3e im neuen Design. Mit kompakten Abmessungen

in Transport und Betrieb bietet das

30-t-Modell alle Vorteile des ausgereiften dieselelektrischen

Hybridkonzepts, das Keestrack

als wirtschaftliche Alternative bei immer

mehr seiner Brech- und Siebanlagen umsetzt.

Als hochmobile Lösung mit einem breiten Anwendungsspektrum

von kurzfristigen Baustelleneinsätzen

bis zur flexiblen semistationären

Produktion in mittleren Recycling- und Gewinnungsunternehmen

ist der Keestrack R3

(ehem. Destroyer 1011) seit Jahren führend in

seiner Klasse. Auch die neue Generation im

modernen attraktiven Design überzeugt weiterhin

durch schnelle Verladung, kurze Rüstzeiten

vor Ort und eine große Beweglichkeit

durch die stützenlose Rahmenkonstruktion

ZUGEWINN: Mit einer 30 % größeren Siebfläche schöpfen das neue optionale Ein-

Deck-Anbausieb und Überkornrückführung die Möglichkeiten des Keestrack R3e

jetzt noch besser in der Produktion hochwertiger Endkörnungen aus. Foto: Keestrack

mit robustem Raupenchassis. Großflächige

Verkleidungen und weit öffnende

Türen und Klappen optimieren

die Zugänglichkeit aller Betriebskomponenten

und überzeugen hinsichtlich

Betriebssicherheit und Wartungsfreundlichkeit.

Ab Frühjahr 2018 ist

der neue Brecher als dieselhydraulische

Version R3 und als „Vollhybrid“

Keestrack R3e mit dieselelektrischem

Antrieb und „Plug-in“-Netzversorgung

erhältlich.

www.keestrack.com

KLEEMANN

Drei Paris-Premieren im Messegepäck

Der Aufbereitungsspezialist der Wirtgen-

Gruppe tritt mit drei mobilen Brech- und

Siebanlagen an. Dazu gehören der Backenbrecher

Mobicat MC 120 Z Pro, die mobile

Prallbrechanlage Mobirex MR 110 Z Evo2

sowie die mobile Siebanlage Mobiscreen

MS 952 Evo. Die robuste und leistungsstarke

Backenbrecheranlage ist steinbruchoptimiert

ausgelegt und erreicht dank des kraftvollen

Brechers eine Stundenkapazität von

bis zu 650 t. Für eine bestmögliche Brecherauslastung

kommt das Continuous-Feed-

System zum Einsatz. Es regelt die Materialzufuhr

in Abhängigkeit des Materialflusses.

Gleichzeitig ist sie mit ihrem Diesel-Elektroantrieb

sehr sparsam und kann optional mit

externer Stromeinspeisung betrieben werden.

Um eine effektive Vorabsiebung von

Feinanteilen zu erreichen, ist die Anlage mit

einem integrierten Doppeldecker-Vorsieb

mit extragroßer Siebfläche ausgestattet.

Der Prallbrecher Mobirex MR 110 Z Evo2

ist genau wie die mobile Siebanlage Mobiscreen

MS 952 Evo flexibel in Recyclingund

Natursteinanwendungen einsetzbar.

Die Anlagen der Evo-Serie überzeugen mit

kompakten Transportmaßen, kurzen Rüstzeiten

und gleichzeitig hoher Leistung –

ideal für den Einsatz an wechselnden

Standorten. Die Siebkapazität wird mit bis

zu 500 t/h angegeben, der Prallbrecher verarbeitet

je nach Material bis zu 350 t/h. Interessant

an der Mobirex ist außerdem,

dass der Zugang zur Anlage ausschließlich

über ein mehrstufiges Sicherheitssystem

möglich ist und der Rotor für den Schlagleistenwechsel

in jeder Position arretiert

werden kann.

Die Bedienung der Pro-Anlagen und der

MR-Evo2-Serie erfolgt über die innovative

Steuerung Spective, mit der sich alle Anlagenfunktionen

und -komponenten besonders

einfach und intuitiv über ein Touchpanel

steuern lassen. Angezeigt werden nur

die Informationen, die für den Maschinenbetrieb

relevant sind.

www.kleemann.info

MOBILE BACKENBRECHANLAGE Mobicat MC 120 Z Pro

speziell für Einsätze im Steinbruch. Fotos: Kleemann

STEUERUNGSKONZEPT SPECTIVE. Es erleichtert

die Bedienung von Brechanlagen und

ist intuitiv über ein Touchpanel bedienbar.

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


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LIEBHERR

Verjüngte Klassiker und andere Empfehlungen

Erstmals auf einer Messe darf der Mobilbagger A 914

Litronic mit Stufe-IV-Motor auflaufen. Größen- und leistungsmäßig

passt er perfekt in die klassische Erdbewegung

wie auch den Verkehrswege-, Kanal- und Rohrleitungsbau,

wo ihn hohe Zugkraft sowie hohe Traglasten

und Grabkräfte qualifizieren. Sein geringer Kraftstoffverbrauch

soll neue Maßstäbe setzen. Die ideale Abstimmung

des Hydrauliksystems für präzises und feinfühliges

Arbeiten bei gleichzeitig hohen Geschwindigkeiten

und parallelen Bewegungen sind weitere Qualitätsmerkmale.

Weltpremieren gibt es auch, denn Liebherr wird im

Laufe des Jahres 2018 acht neue Teleskoplader-Modelle

in insgesamt 26 unterschiedlichen Varianten auf den

Markt bringen. Diese werden in zwei Modell-Linien angeboten:

Zum einen die über den Suffix S kenntlich gemachten

Top-of-the-Line-Modelle für den Materialumschlag

oder Produktionsanwendungen. Zum anderen als

einfache und kostenoptimierte Value-Modelle für Stapelund

Hebeeinsätze. Für alle Modelle werden unterschiedliche

Geräteaufnahmen und Schnellwechsler angeboten,

die zu denen anderer Marken kompatibel sind. So können

Wechselkunden ihre vorhandenen Anbauwerkzeuge

auch an den neuen Liebherr-Teleskopladern nutzen.

Wer Anlagenreparaturen oder Umrüstungen plant,

könnte – um auf Höhe zu kommen – künftig dafür die

neuen Geländekrane der 90- und 100-t-Klasse nutzen.

Besucher sehen stellvertretend den Liebherr-Rough-

Terrain-Kran LRT 1090-2.1 mit 47 m langem Teleskopausleger.

Hohe Sicherheit stand bei der Konstruktion

der LRT-Krane an oberster Stelle. Der Abstützzustand,

auf Reifen oder Stützen, wird automatisch erkannt und

in die Kransteuerung übernommen. Die Kranarbeit wird

über die Lastmomentbegrenzung der Liccon-Steuerung

abgesichert, welche die genau in der jeweiligen Situation

zulässigen Traglasten aktuell errechnet und Fehlbedienung

vermeidet.

Wirtschaftliche Lösungen für die Aufarbeitung von

gebrauchten Liebherr-Komponenten sind Gegenstand

des Reman-Programms. Gewählt werden kann in drei

maßgeschneiderten Stufen, die sich nach der Verfügbarkeit,

dem Budget und der Nutzungsintensität richten.

Im Vergleich zur Fertigung eines Neuteils spart das Aufbereiten

durchschnittlich 70 % Energie, dabei können

bis zu 75 % des bestehenden Materials wiederverwendet

werden.

Größter Radlader am Messestand ist der 26-Tonner

L 576 XPower mit Stufe-IV-Motor und leistungsverzweigtem

Fahrantrieb. Er vereint den für das kurze Ladespiel

optimalen hydrostatischen Antrieb mit dem

mechanischen Antrieb, dessen Vorteile bei langen Distanzen

und Bergfahrten zum Tragen kommen. Die Kombination

beider Antriebsarten in einem Radlader sorgt

bei sämtlichen Anforderungen für höchste Effizienz und

herausragende Treibstoffeinsparungen.

www.liebherr.com

DURCH DIE GRUBE: Liebherr-Geländekrane sind leichtfüßig auf schwierigem

Terrain unterwegs und auf Sicherheit ausgelegt.

GRÖSSTER RADLADER in der Präsentation wird der 26-Tonner L 576 XPower

mit leistungsverzweigtem Fahrantrieb sein.

ZUGKRAFT und Produktivität bringt der Liebherr-Mobilbagger

A 914 Litronic einmal mehr in die Umsetzung. Foto: Liebherr

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


78

KOMATSU

Sparsamkeit und Größe

an einem Stand

STARKES TEAM: Der Komatsu

HD605-8 ist einer von zwei neuen

optimierten starren Muldenkippern.

Fotos: Komatsu

HYBRID IN NEUER GE-

NERATION: Der Komatsu

HB365NLC-3 zeichnet

sich durch Leistungsstärke

bei gleichzeitig geringem

Geräuschpegel aus.

Die Hybridtechnologie von Komatsu,

schon vor einem Jahrzent in den Markt

eingeführt, gehört immer noch zu den

zuverlässigsten und fortschrittlichsten

in der Branche. Auf der Messe wird

diese Technologie vom leistungsstarken

und leisen HB365NLC-3 (mit

schmalem Laufwerk) repräsentiert. Der

neue Hybridbagger besitzt einen Stufe-

IV-Motor mit sehr geringem Geräuschpegel.

Durch das Komatsu-Hybridsystem

stehen bis zu 53 kW zusätzliche

Leistung zur Verfügung. Die Funktion

des Oberwagen-Schwenkens wird bei

diesem Modell zu 100 % über einen

Elektromotor angesteuert. Gleichzeitig

wird die kinetische Energie, die beim

Abbremsen der Schwenkbewegung

entsteht, in elektrische Energie umgewandelt.

Mit weltweit bereits über 4000

verkauften Hybridmaschinen trägt Komatsu

zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs

bei Anwendern bis zu 40 %

bei. Die Hybridbaugruppen sind durch

eine spezielle Gewährleistung mit einer

Laufzeit von fünf Jahren oder 10.000

Bh abgedeckt.

Wer nach Größerem schaut, findet

dieses mit den neuen Starrrahmen-

Muldenkippern HD465-8 und HD605-8

am Stand des Ausstellers. Gesteigerte

Leistung, gesenkter Kraftstoffverbrauch,

verbesserter Zugang und eine

komplett überarbeitete Arbeitsumgebung

des Fahrers nehmen die neuen

Skw mit an den Start. Sie bieten durch

das Zugkraftkontrollsystem KTCS (Komatsu

Traction Control System) eine

gesteigerte Motorleistung und mehr

Produktivität bei reduziertem Kraftstoffverbrauch.

Mit Nutzlasten von 55

bzw. 63 t ersetzen sie die Modelle

HD465-7 und HD605-7.

Das optional erhältliche Zugkraftkontrollsystem

(KTCS) setzt die Bremsen

automatisch unabhängig voneinander

ein und sorgt so für optimale Traktion

auf unterschiedlichem Grund. Ko-

MARKANTE SCHERENSTÜTZEN verleihen

dem aktuellen drehbaren Teleskopstapler

RTH 5.21 SH einen sicheren

Stand. Foto: Magni

MAGNI

Positiv auffällige

Hochstapler

Waren Magni-Teleskopstapler noch

vor wenigen Jahren durch gerade mal

eine Handvoll Modelle repräsentiert,

hat sich das spätestens mit der letzten

Mai präsentierten RTH-Reihe geändert.

Repräsentant der Reihe ist

der drehbare Teleskopstapler Magni

RTH 5.21 SH. Er kann für unterschiedlichste

Einsätze genutzt werden, sei

es zum Materialtransport, als Kranersatz

oder als Arbeitsplattform. Bei

einer Hubhöhe von mehr als 20 m,

einer Reichweite von über 17 m und

einer Tragfähigkeit von 4999 kg ist er

vielseitig einsetzbar.

www.magnideutschland.de

matsu Care, das Wartungsprogramm,

schützt die Maschinen gleichzeitig vor

unberechtigter Nutzung und ist auf maximale

Effizienz ausgelegt. So werden Stillstandzeiten

vermieden. Weitere neue Eigenschaften

der beiden neuen Muldenkipper

sind ein Monitorsystem mit

7"-LCD-Farbdisplay, ein zusätzlicher,

zweiter Monitor für die Rückfahrkamera,

eine Schnellbetankungsanlage sowie ein

hochwertiger, luftgefederter, beheiz- und

belüftbarer Fahrersitz. Der Aufstieg von

vorne wurde durch versetzte Stufen und

Handläufe weiterentwickelt und ersetzt

die bisherige Leiterkonstruktion.

www.komatsu.eu

www.komatsu-deutschland.de

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


79

SPEZIALISIERTE BERATUNG

Weltweite Prognosen zur Nachfrage nach Baumaschinen

Off-Highway Research ist eine auf die

Erforschung und Analyse internationaler

Bau- und Landmaschinenmärkte

spezialisierte Unternehmensberatung

und gleichzeitig die weltweit größte

ihrer Art. Der Dienstleister will die

Messe nutzen, um aktuelle Prognosen

zur globalen Baumaschinennachfrage

zu präsentieren und neue Marktinformationen

zu lancieren. Dazu gehört der

Global Volume & Value Service, der den

weltweiten Verkauf von Ausrüstung

nach Ländern und Gerätetyp in Einheiten

(Volumen) und US-Dollar (Wert)

gliedert. Dieser umfassende Informationspool

liefert somit detaillierte Kenntnis

zu internationalen Märkten. Darüber

hinaus werden sowohl die Plus- als

auch die Standard-Volumen- und

-Wertservices in das Online-Datenbanksystem

von Off-Highway Research

integriert, um die Benutzerfreundlichkeit

zu erhöhen. Alle Off-

Highway-Research-Datenbankprodukte

enthalten historische Zahlen und

Fünf-Jahres-Prognosen.

Der weltweite Absatz von Baumaschinen

stieg 2017 demnach anhand

der vorläufigen Daten des Marktforschungsunternehmens

um mehr als

16 %. Die Anzahl der im letzten Jahr

verkauften Maschinen überschritt

weltweit 810.000 Einheiten mit einem

Einzelhandelswert von mehr als 80

Mrd. US-Dollar, wobei das stärkste

Wachstum in Asien zu verzeichnen war.

In China kam es zu einer scharfen positiven

Trendwende. Der indische

Markt entwickelte sich weiter stark.

Das Wachstum in anderen Teilen der

Welt war zwar verhaltener, aber nach

den schwierigen Jahren zuvor höchst

willkommen. Für die kommenden Jahren

erwartet Off-Highway Research ein

moderates, aber anhaltendes Wachstum

bei Baumaschinenverkäufen rund

um den Globus.

Auch in Europa verhielt sich der Markt

kauffreundlich. Das prozentual stabilste

Wachstum fand in den südlichen Ländern

statt, positiv verhielten sich die

Werte auch in Belgien, Finnland, der

Schweiz und vor allem Deutschland. In

Norwegen als auch in Schweden stieg

die Nachfrage nach Baumaschinen 2017

sogar auf ein Allzeithoch.

In Nordamerika hat der Baumaschinenmarkt

im vergangenen Jahr seine

Dynamik zurückerobert und ließ mit

einer sich festigenden Wirtschaft, einer

historisch hohen Bauleistung und der

Notwendigkeit, alternde Maschinenflotten

zu erneuern, die Ausrüstungsverkäufe

steigen.

www.offhighway.co.uk

CASE

Spezialisten für die Gewinnungsindustrie

Im Ausstellungssegment Gewinnungsindustrie

ist der Stufe-IV-Raupenbagger CX750D die

größte und leistungsstärkste Maschine der

Case-Baggerpalette. Diese Maschine, die auf

der steinexpo 2017 ihre Premiere feierte, bietet

erstklassige Produktivität bei bis zu 366 kN

Losbrechkraft. Unterwagen und Frontausrüstung

der Modelle der D-Serie wurden einsatzspezifisch

verstärkt. Darüber hinaus wird

der Raupenbagger CX300D mit 30 t Betriebsgewicht

präsentiert, der ebenfalls in Steinbrüchen

erstklassige Arbeit leistet.

Auch die Radlader der preisgekrönten G-

Serie sind für die Arbeit im Steinbruch ein Gewinn.

Ihre Windschutzscheibengröße sorgt für

hervorragende Sicht, die hohe Nutzlast im

Verhältnis zum Gewicht für maximale Produktivität.

Die G-Serie brilliert mit in den Sitz integrierten

Bedienelementen und einer Joystick-

Lenkung mit zur Fahrgeschwindigkeit proportionaler

Empfindlichkeit auch beim Komfort.

Komplettiert werden die Exponate im Segment

durch einen Muldenkipper Astra HD9 als

Repräsentant der Iveco-Fahrzeugpalette für

den Offroad-Einsatz.

www.casece.com

GROSSMEISTER: Der CX750D dominiert als größte und leistungsstärkste Maschine

der Case-Baggerpalette auf dem Stand in Paris. Foto: Case

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


80

NEUER VORSTOSS: Der Sany SY265 ist eines der aktuellen

Modelle, die auf der Intermat zu sehen sein werden. Foto: Sany

Europe

SANY

Neuer Fokus auf Europa

Die hohen Anforderungen europäischer Kunden in Bezug

auf Qualität, Verfügbarkeit und Service zu erfüllen, ist das

Hauptziel der Entwickler von Sany-Baggern und letztlich

die Voraussetzung für das Ziel des Anbieters, seinen

Fokus spürbar auf Europa auszuweiten. Angeboten werden

auf dem Kontinent Maschinen im Bereich zwischen

1,5 t und 50 t, wobei das europäische Portfolio kontinuierlich

durch die Unterstützung der Forschungs- und

Entwicklungsingenieure von Bedburg erweitert werden

soll. Bedburg ist auch Standort für das Zentrallager für

Ersatzteile und unterstützt Händler im Service.

www.sanyeurope.com

NUTZERN hilft das Trimble T10 Tablet

mit SitePulse Software bei Planung,

Navigation und Berichterstellung

etc. Foto: Trimble

VOLVO

Überraschungen nicht

ausgeschlossen

TRIMBLE

Perfekter Überblick

Das Trimble Earthworks Grade Control System ist die neueste Maschinensteuerungsplattform

des Herstellers für Bagger und Planierraupen.

Das neu entwickelte System ist mit einer intuitiven und einfach

zu erlernenden Software für das Android-Betriebssystem ausgestattet.

Hochmoderne Soft- und Hardware gibt Fahrern jeden Qualifikationsniveaus

die Möglichkeit, schneller und produktiver zu arbeiten.

Bei der neuen Konfiguration für Raupen werden zwei GNSS-Empfänger

auf dem Kabinendach montiert, was am Schild befestigte Masten

und Kabel spart. Die dualen GNSS-Empfänger eignen sich ideal

für steile Böschungsarbeiten und komplexe Konstruktionen mit engen

Toleranzen. Zur Bedienung steht ein Trimble-TD52010"-Touchscreen-

Display bereit. Farbige Grafiken, natürliche Interaktionen und Gestenbedienung

sowie Selbstlerneigenschaften machen die Software intuitiv

und einfach zu erlernen. Ferner ermöglicht Earthworks die automatische

drahtlose Übertragung von Daten vom und zum Büro, sodass

dem Fahrer stets die aktuellsten Informationen vorliegen.

Earthworks für Raupen ist über das Sitech-Vertriebsnetz erhältlich.

Volvo CE präsentiert nicht nur Maschinen, sondern auch

Lösungen und vor allem eine einsatzbezogene Beratung, was

natürlich nicht heißt, dass am Messestand keine Maschinen

zu sehen wären. Hier werden zum Beispiel zwei nagelneue

Radlader vorgestellt und auch das zur vergangenen steinexpo

präsentierte Flaggschiff der Radlader-Familie, der schlagkräftige

L350H mit seinem unübersehbar auffälligen, neuen

Design, ist natürlich dabei. Nicht von außen zu sehen, aber

vorhanden sind seine verbesserte Kraftstoffeffizienz, geänderter

Antriebsstrang, neue Hydraulik und eine neue Fahrerumgebung.

Flankiert vom neuen Radlader L260H – ebenfalls

einer der vorjährigen steinexpo-stars, der es schafft, als

34-Tonner einen Sattelzug mit drei Ladespielen zu beladen

– treten beide Boliden in Paris dennoch ein Stück hinter die

Vorstellung der ebenfalls ganz frisch erneuerten H-Serie der

www.construction.trimble.com

www.sitech.de

MADE BY VOLVO? Oh ja! Noch für 2018 kündigt der Hersteller

eigene Starrrahmenkipper an, die allerdings zuerst in nicht regulierten

Märkten an den Start gehen. Fotos: Volvo CE

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


81

Radladermodelle L110H, L120H, L150H, L180H, L180H High-

Lift und L220H zurück. Sie alle sind vollgepackt mit verbesserten

Funktionen, die für kürzere Taktzeiten und bis zu 20 %

effizientere Kraftstoffnutzung sorgen. Ausgestattet mit der

neuen lastabhängigen Hydraulik OptiShift der zweiten Generation

und einem neuen Getriebe entsprechen sie dem

aktuellsten Stand der Technik und bringen bis zu 10 % mehr

Produktivität als die Vorgängermodelle in Ladeprozesse ein.

Mit dabei haben sie den Volvo-Co-Pilot auf einem Androidbasierten

Display in Form eines Tablet-PCs, mit dessen Hilfe

sich Maschinenbediener und Unternehmer in Echtzeit über

Qualität und Arbeitsfortschritt auf dem Laufenden halten

können. Das interaktive Display arbeitet dabei simultan mit

der gesamten Volvo-Assist-Familie. Alle Funktionen, Bedienoberflächen

und Systemmodule wurden in enger Zusammenarbeit

mit erfahrenen Anwendern entwickelt.

Als kleine Sensation – wenn auch nicht völlig unerwartet

– gilt die Meldung, dass Volvo CE im zweiten Quartal 2018

eigene starre Muldenkipper der Marke Volvo auf den Markt

bringen will. Die Entwicklung der vier neuen Modelle basiert

zum großen Teil auf der langjährigen Erfahrung der Volvo-

CE-Tochter Terex Trucks, kombiniert mit dem technologischen

Know-how der Volvo-Gruppe. Die Baureihe, die zunächst

in nicht regulierten Märkten eingeführt wird, besteht

aus dem 45-Tonner R45D, dem 60-Tonner R60D, dem

72-Tonner R70D und dem Flaggschiff, einem 100-Tonner

R100E.

Schon jetzt teilt der Hersteller mit, dass die Skw eine Fülle

an Markt- und Kundenbewährten Komponenten kombinieren,

mit neuen Technologien unterwegs sind und ein „atemberaubend“

neues Design mitbringen. Trotz seiner imposanten

Abmessungen soll der größte Vertreter eine kosteneffiziente

und produktive Lösung für Anwendungen in Steinbrüchen

und im Bergbau darstellen.

Darüber hinaus wird Volvo sich auch generell künftig intensiv

dem Thema Elektromobilität widmen. Sein Prototyp

eines vollelektrischen Kompaktbaggers hat sich immerhin

auf Anhieb einen Innovation Award gesichert. Der preisgekrönte

Prototyp wird natürlich ebenfalls ausgestellt.

ALLRAD IN DER 9-T-KLASSE: Kramer präsentiert seinen nagelneuen

Radlader 8155. Foto: Kramer

WACKER NEUSON

Erweiterte Null-Emission-Serie

Die Wacker Neuson Group ist mit Neuheiten der Marken Wacker

Neuson und Kramer vertreten. Als besonderes Highlight präsentiert

Kramer das neueste Radladermodell 8155 und damit seinen ersten

allradgelenkten Radlader in der 9-t-Klasse. Von Wacker Neuson wird

ein Ausschnitt aus dem umfassenden Baggerportfolio von 800 kg

bis 15 t zu sehen sein.

www.kramer.de

Untergurtrollen-

Eingreifschutz

www.volvoce.de

Das Erzeugnis entspricht den

Vorschriften der BG/UVV und

der Maschinenrichtlinie (MRL)

2006/42/EG

Das Produkt steht für:

Arbeitssicherheit

Wartungsfreundlichkeit

Wirtschaftlichkeit

NÜTZLICHER HELFER: Der Co-Pilot unterstützt Fahrer in verschiedensten

Volvo-Maschinenkategorien und verhindert mögliche

Bedienfehler.

t i s – Technischer Industrie Service für

Verschleiß- und Fördertechnik GmbH

Ottendorf 52, 01819 Bahretal

Service: 0700 11112244, Telefax: 49 35025 57957

E-Mail: info@tis-europa.com, www.tis-europa.com

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


82

TREFFPUNKT

Alles in Bewegung

Das Gegenteil von Bewegung ist Stillstand. Aber diese Alternative kommt für

die Akteure der Winterarbeitstagung nicht ansatzweise in Betracht. So stellten

denn auch der Industrieverband Steine und Erden Baden-Württemberg

(ISTE) und der Bayerische Industrieverband Baustoffe, Steine und Erden (BIV)

ihre 65. WITA – diesmal in Längenfeld im Ötztal – unter das Generalthema

„Bewegung“. Angesprochen und angeregt fühlten sich davon mehr als 200

Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

ISTE-Präsident Peter Röhm und sein

BIV-Amtskollege Mike Edelmann konnten

erneut zufrieden feststellen, wie gut

die „Südschiene“ funktioniert. Manifesten

Ausdruck findet das produktive Miteinander

regelmäßig zu Jahresbeginn

mit der Winterarbeitstagung als feste

Institution in einer üblicherweise winterbedingt

produktionsschwachen Zeit.

Zwar stellt sich diese 2018 wegen nicht

abreißender Nachfrage um einiges anders

dar als gewohnt, doch gerade deshalb

ist es wichtig, Themen zu erörtern,

die alle gleichermaßen bewegen – wie

die vorsorgende Rohstoffsicherung. Das

Dauerthema erreicht angesichts der

steigenden Bedarfe ein virales Stadium

und zwingt quasi zur Feststellung, dass

mit weniger Bürokratie mehr Nützliches

zu erreichen wäre.

Zustimmung dazu signalisierte der

Vorsitzende der FDP/DVP-Fraktion im

Landtag Baden-Württemberg, Dr. Hans-

BEGRÜSSUNG DER TEILNEHMER durch die Präsidenten Peter Röhm (l.) und Mike Edelmann (M.). Als politischen Gast aus Stuttgart begrüßten ISTE-

HGF Thomas Beißwenger und Peter Röhm Dr. Hans-Ulrich Rülke (FDP) (Bild r., M.).

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


TREFFPUNKT

83

VOLLER SAAL, volle Kraft, volle Auftragsbücher – Wita-Macher Thomas Beißwenger begrüßt die über 200 Gäste – darunter zehn Studierende

von der THGA Bochum sowie Verantwortliche der Gesteinsverbände vero und UVMB – zur Winterarbeitstagung.

Ulrich Rülke. Entlastung der Wirtschaft

sei ein zentrales Stichwort seines Programms

der fünf großen „E“, zu denen

außerdem Energiepolitik, Einwanderungspolitik,

Europapolitik und Education

gehören. Der Groko-Haltung „Entlastungen

von Unternehmen seien nicht

nötig,“ erteile die FDP eine klare Absage.

Die Wirtschaft werde als „Lastesel“ genutzt,

bekäme aber im Gegenzug nichts

positiv Motivierendes in Aussicht gestellt.

Dies sei keine günstige Konstellation,

um das Staatsgefüge für die nächste

Krise zu wappnen. Rülke sprach sich

unter anderem für eine Korrektur des

sogenannten Kooperationsverbots aus

und erklärte: „Es ist wichtig, dass die

FDP als Oppositionspartei arbeitet und

dem ‚Weiter so‘ der Groko im Rahmen

der Möglichkeiten bessere Lösungen

entgegenstellt.“ Kurz gesagt plädiert

Rülke für eine gesunde Bewegung in der

Politik.

Menschen in Bewegung zu bringen,

ist mal mehr und mal weniger schwer.

Sind sie aber erst einmal in für die Branche

ungünstiger Fahrt, braucht es einen

jeweils passenden Rahmen, um die Hintergründe

ihres widerständigen Einsatzes

auch tatsächlich zu erfassen. Wie

das gehen kann, erklärte Dr. Piet Sellke

an zwei beispielhaften Dialogverfahren

bei der Hermann Peter KG und der Holcim

Süddeutschland.

Beide – wie auch viele andere – eint

in der Analyse, dass Überzeugungen

statt Wissen den Antrieb liefern und dass

der Mangel an direkten Erfahrungen ein

Misstrauen produziert, das überall Gefahren

wittert.

Hinzu kommt, dass den Akteuren von

Projekt-Gegnerschaften, selbst wenn es

sich nur um wenige Personen handelt,

tatsächlich im öffentlichen Umfeld Macht

verliehen wird. Häufig genug gerieren

sich lokale Medien dabei als „Heldenmacher“.

Wie geht man nun damit um? Der

Tipp des Mediationsprofis: Wissen, Bewertungen

und Emotionen sollten voneinander

getrennt und auch separat

sowie vertraulich an runden Tischen mit

allen Akteuren be- und verhandelt werden.

Kommt es so weit, dass selbst eine

Mediation abgeblockt wird, helfen

manchmal andere Wege. Eigentlich bekannte

Fakten in neuen Formaten zu

transportieren, kann sich lohnen. Als

erfahrener Konfliktlöser sähe es Sellke

gern, wenn seitens der Politik mehr Unterstützung

für die doch gesellschaftlich

wichtigen Projekte zu spüren wäre.

Gleichzeitig warnt er vor dem energieverschleißenden

Versuch, extreme

Hardliner überzeugen zu wollen. Dies

wäre wohl Bewegung an der falschen

Stelle.

An der richtigen Stelle und mit den

richtigen Mitteln sorgte der schweizerische

Physiotherapeut und Konditionstrainer

von Spitzensportlern Otmar Keller

zwischen 2005 und 2007 dafür, dass das

Segler-Team der Alinghi – oder besser:

zwei gleichstarke, startbereite Teams –

für den America’s Cup 2007 maximal

eingestellt waren. In den Mittelpunkt seines

ganzheitlichen Systems stellte er die

Gesundheit und mit der Vorgabe: „Verbote

sind verboten“ bekam das Ganze

auch einen Wohlfühlrahmen. Wie es ausging

ist nachzulesen unter: ok-he.ch.

Hauptsponsor der Veranstaltung war diesmal die Zeppelin Baumaschinen GmbH, repräsentiert zum Einstieg durch die jeweils mit dem Vornamen

Jürgen bedachten Vertriebsdirektoren Bayerns (J. Karremann) und für Ba-Wü (J. Blattmann) – beide im linken Bild.

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


84

TREFFPUNKT

Von flinken Daten

und langsamen Netzen

Ja, auch die Roh- und Baustoffbranche

beschäftigt sich längst mit allen möglichen

Spielarten der Digitalisierung. Ist

das nun eher Wahn oder Hype?, fragte

Prof. Dr. Albert Daniels von der THGA

Bochum in die Runde. Aber: Nun sind sie

halt da, die Daten. Es bietet sich an,

Nützliches daraus zu generieren. In der

Bochumer Lehre ist das Wissen um die

bestmögliche und vernetzte Datennutzung

fester Ausbildungsbestandteil.

Somit reift eine junge Ingenieurgeneration

heran, die mit den vielen losen

Enden der Datenflut besser umgehen

kann als ihre Vorgänger. Das passt perfekt

zu dem, was von technischer Seite

geboten wird. Eine Kostprobe lieferte

Bernhard Tabert, Zeppelin Baumaschinen

GmbH. Er stellte den von Caterpillar

gemeinsam mit Airware entwickelten

Drohnenservice vor, der in Kombination

mit erfassten Maschinendaten einen effizienteren

Betrieb von Gewinnungsstätten

ermöglicht und attraktive Sparpotenziale

erschließt (s. auch Beitrag auf S. 32

ff.). Wie positiv sich das in der Praxis

tatsächlich auswirkt, untermauerte Dr.

Kristian Daub am Beispiel des Betriebes

von Schwinger Granit in Nittenau. Demnach

ist es gelungen, mit den erfassten

Kennzahlen aus Leerlauf- und Lastanteil

nicht nur der gesamten Werksmannschaft

ein neues Kostenbewusstsein zu

vermitteln, sondern sie durch ein sehr

gutes, positives Anreizsystem auch für

ihren Einsatz gegen Kostenfresser zu

belohnen. Win-win dank transparenter

Daten! Ein Beitrag dazu ist in GP 3/2018

geplant.

Wer nun vom autonomen Steinbruch

träumt, sollte nach einer Empfehlung von

Peter Sauter (Caterpillar) besser noch

ein paar Jahre – die sich günstig auf die

Preise der zugehörigen Automatisierungstechnik

auswirken dürften – warten.

Denn wenngleich sich abgelegene

Riesenminen in Australien mit Tagesproduktionen

von 40.000 bis 50.000 t Material

angesichts der Umsetzung über

enorme Einsparungen freuen, braucht es

noch ein Stück technische Entwicklungshilfe

bzw. Reife, bis sich die Vollautomatisierung

der Gewinnung auf vergleichsweise

kleine Betriebe sinnvoll

anwenden lässt. Was geht und was

nicht, welche Potenziale wo stecken,

was ein Drohneneinsatz kostet und dass

ja ein 5-G-Netz beim Vorankommen digitaler

Lösungen in Deutschland durchaus

hilfreich wäre –, klärte die anschließende

rege Diskussion.

Für jene Daten, die sich zwischen Anbietern

und Nutzern auf Basis des Geoinformationssystems

www.GisInfoService.de

nützlich machen, reichen die

gebotenen Übertragungsmöglichkeiten

REFERENTEN, Organisatoren im Vorder- und Hintergrund sowie Ehrengäste – und nicht zuletzt die Aussteller – gestalteten zusammen

ein Programm, das den Beifall der Teilnehmer in jeder Phase verdiente.

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


TREFFPUNKT

85

BESONDERE GÄSTE: Zehn

Studierende von der Bochumer

THGA erfuhren bei der Wita, was die

Branche bewegt und wie die Leute

hier „ticken“. Starke Präsenz zeigte

auch MIRO vor Ort, repräsentiert

durch die Geschäftsführer Christian

Haeser, Susanne Funk und den

Präsidenten Dr. Gerd Hagenguth

(Foto unten v.l.n.r.).

zum Glück noch weitgehend aus. Dr. Dagmar

Hoffmann, beim ISTE neben anderen

Aufgaben zuständig für die GIS-Anwendungsberatung,

stellte Neuheiten und Verbesserungen

der aktuellen Version vor. Das

System wird von den Verbänden der Gesteinsindustrie

finanziert, um die Basisversion

des nützlichen Tools den jeweils organisierten

Mitgliedern kostenfrei zur Verfügung

stellen zu können. Wobei: wer nach

ganz effektiven Erleichterungen zur Information,

Dokumentation und Zusammenarbeit

sucht, nutzt gerne auch die gebotenen kostenpflichtigen

Aufstockungen. Erst recht

dürfte das für die Zukunft gelten, denn das

System bietet damit noch mehr Nutzwert,

weil es überschaubarer ist und eine noch

komfortablere Handhabung verspricht.

Junge Bewegung mittendrin

und voll dabei

Immer eine gute Idee, speziell in Zeiten der

intensiven Suche nach Fachnachwuchs, ist

die Einbindung junger Leute in ein Programm,

das von sich aus vorgibt, zukunftsorientiert

zu sein. Deshalb sollen Junioren

der organisierenden Verbände auch die inhaltliche

Gestaltung der Tagung bereichern.

Den Anfang machten mit ihren Vorträgen in

diesem Jahr Sophia Röhm und Christian

Rombold – beides Namen, die auf eine branchensozialisierte

Abstammung hinweisen.

Sophia Röhm stellte mit dem Projekt „Sonnenpark

am See“ eine interessante Nachnutzung

für den Baggersee in Baltringen und

damit gleichzeitig das Ergebnis ihrer Masterarbeit

vor. Entstehen soll in attraktiver

Lage eine zweireihige Ferienhaussiedlung

mit 37 Einheiten. Der Nachnutzungsauftrag

lautet „Erholungswert schaffen“. Dem Spatenstich

im Juni 2017 soll ab Mai dieses Jahres

die bauliche Umsetzung durch regionale

Unternehmen folgen. Gute Aussichten also,

zu denen sich auch die Gemeinde positiv

stellt.

Bauingenieur Christian Rombold bezog

sich ebenfalls auf seine Masterarbeit. Er

hatte untersucht, ob Sanierungsarbeiten an

Tunnelbahnstrecken, die im laufenden Betrieb

stattfinden, ein Vorbild auch für anstehende

Sanierungen an Straßentunneln sein

könnten. Substanziell untermauert und gut

begründet, beantwortet seine Arbeit diese

Möglichkeit mit Ja! Damit liefert sie einen

Lichtblick speziell für den Bereich rund um

den betrachteten sanierungsbedürftigen Engelbergtunnel,

der hoffentlich bei den Planern

auf Beifall trifft. Schließlich schwächt

sein Vorschlag eine Maximal-Staufalle auf

ein für den fließenden Verkehr günstiges

Maß ab.

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2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


86

TREFFPUNKT

BEWEGUNG – unter diesem Motto stand die gesamte Winterarbeitstagung 2018. Physische Umsetzung fand es beim Frühsport, beim

Adrenalin-Cup und bei einer gemeinsamen Schneeschuhwanderung.

Interessiert und äußerst angetan von den Leuten, die als

Teilnehmer der Wita die Gesteinsbranche – so sympathisch

zupackend und unverstellt, wie sie tatsächlich ist – repräsentierten,

zeigten sich auch die zehn Studentinnen und Studenten

der THGA Bochum mit Berufsziel Rohstoffingenieur. Als

Gäste der Veranstalter und nach einem Aufruf durch MIRO-

Präsident Dr. Gerd Hagenguth zusätzlich teilgesponsert durch

anwesende Unternehmen, knüpften sie zahlreiche interessante

Kontakte und starteten einen für beide Seiten angenehmen

Austausch, der hier und da in eine künftige Zusammenarbeit

münden könnte.

Natur in Bewegung und als Vorlage nützlich

Faszinierendes Wissen aus Äonen irdischer Entwicklung versucht

die Baubionik jenseits bekannter Muster umzusetzen.

Was Vordenker wie Dalí oder da Vinci aus Beobachtungen

besonderer Fähigkeiten bei Tieren und Pflanzen ableiteten,

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E-Mail: hedfeld@hedfeld.com

Internet: www.hedfeld.com

1

kann mit den heutigen Mitteln natürlich noch viel genauer

datentechnisch entschlüsselt und aufbereitet – aber genauso

auch datentechnisch wieder umgesetzt werden. Mit dem

Aufkommen der 3D-Drucktechnik, so Hans-Jörg Niederhöfer,

der auf die faszinierende Ausstellung „Baubionik – Biologie

beflügelt Architektur“ im Staatlichen Museum für Naturkunde

in Stuttgart verwies, wird speziell der unbegrenzt

formbare Baustoff Beton in seiner Anwendung noch facettenreicher

und innovativer einsetzbar.

Wenig wünschenswert, aber immer wieder zu beobachten

sind Bewegungen der unbelebten Natur. Neben Erdbeben

bereiten speziell in Gebirgsregionen Murenabgänge oder

auch Felsstürze Sorgen. Wird dabei die oft nicht ersetzbare

Infrastruktur gekappt, wird es dramatisch für die Bewohner.

Prof. Dr. Michael Krautblatter von der TU München ist dem

Thema gemeinsam mit einem Team aus Felsmechanikern

auf der Spur, um ein entsprechendes Frühwarnsystem zu

entwickeln. Wenn beispielsweise das Eis, das sich nach felsmechanischen

Veränderungen als Kitt in höheren Gebirgsregionen

in Spalten setzt, aus unterschiedlichen Gründen

abschmilzt, kann es gefährlich werden. In einem Langzeitversuch

werden deshalb Fels-Eis-Kontakte im Labor untersucht,

um zu ermitteln, wie sich das Gestein unter Frost

verändert. Die Technik, die eingesetzt werde, um herauszufinden,

wie beispielsweise an der Zugspitze geankert werden

muss, um diese für 50 Jahre zu sichern, gleiche – so der

Wissenschaftler – einer „Hirntomografie am Gipfel“.

Wenn wenige Menschen Massen bewegen

Mit Bewegung unter öffentlichem Erfolgsdruck kennt sich VfB-

Stuttgart-Präsident Wolfgang Dietrich aus. Der Chef des größten

Sportvereins Baden-Württembergs kennt Hochs und Tiefs

aus erster Hand. Der Verein stützt sich derzeit auf 60.000

Mitglieder, 100.000 in seiner aktiven Präsidentschaft zu errei-

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


TREFFPUNKT

87

MACHT EUCH LOCKER: Wer sich zur Bewegung überwindet, wird mit Endorphinen

belohnt. Fotos: gsz

chen, strebt Dietrich an. In Längenfeld

kam er dem Ziel schon mal ein kleines

Stück näher. Zu späterer Stunde nämlich

unterzeichneten ISTE-Präsident Peter

Röhm und ISTE-Ehrenpräsident Hans-

Martin Peter kurzerhand ihren Aufnahmeantrag

für den VfB e.V. und vereinzelt

folgten weitere Teilnehmer ihrem Beispiel.

Über Bewegung aus einem sozialen

Antrieb heraus grübelte der bayerische

Unternehmer Fritz Zimmermann aus

Ampfing nach, denn es war dem Rotary-

Aktiven ein großes Anliegen, schwer

betroffenen Erdbebenopfern im italienischen

Amatrice zu helfen. Von der Begeisterung

an wilden Hindernisläufen

durch Schlamm und Dreck hatte er bereits

gehört, und so entschloss er sich

zu einer eigenen „Lettngaudi“ in seiner

Kiesgrube. Die aufwendige Vorbereitung

mit zahlreichen Stationen wurde von ihm

und regionalen Gewerbebetrieben gauditauglich

gemacht. Das und eine exzellente

Werbekampagne – inklusive Kinowerbung

– haben sich ausgezahlt! Am

Ende kamen Mitte Juni vergangenen

Jahres 820 Teilnehmer, um sich für 35

Euro Teilnahmegebühr mal so richtig ein-

zusauen. Auf 5 km waren unter dem

Motto „Rennts im Dreck fürn guatn

Zweck!“ 20 schlammstrotzende Hindernisse

zu überwinden. Glücksstrahlend

dreckig feierten die Schlammresistenten

am Ziel ihren Erfolg und auch der Organisator,

der für die Vorbereitung 200 Helfer

in Bewegung brachte, kann strahlen.

Die Aktion brachte eine ordentliche fünfstellige

Summe für die Benefizaktion.

Alles in allem bot die gesamte Wita

2018 Bewegung ebenfalls für einen

guten Zweck und lotete dazu das Generalthema

in all seinen Spielarten aus. Zur

geistigen Bewegung gesellte sich die

physische. Letztere forderte bereits am

Morgen die ganz hoch Motivierten bei

einer Runde Frühsport im Freien unter

kundiger Anleitung von Spitzensportler-

Coach Ottmar Keller zur ersten persönlichen

Heldentat des Tages heraus. Nicht

zu vergessen der vorgelagerte Adrenalin-Cup

auf den Söldener Pisten, als

sportlicher Wita-Auftakt der Extraklasse

und die mittendrin platzierten geführten

Schneeschuhwanderungen. All das ist

nicht nur Spaß und Bewegung an frischer

Luft, sondern gleichzeitig eine

gute Gelegenheit, des sich anders oder

besser Kennenlernens, die gerne und

ausgiebig im Rahmen dieser Veranstaltung

genutzt wurde.

Nun, wo ein Viertel dieses Jahres

schon fast wieder um ist, wird es Zeit,

sich schon auf die nächste Wita zu freuen.

Diese startet am 8. Januar 2019 in

St. Moritz. Buchungen im Tagungshotel

sind bereits jetzt möglich.

(gsz)

www.iste.de

MITGLIEDERVERSAMMLUNGEN

4.–5. Mai in Chieming

Gesteinsfachgruppen Sand und Kies

& Naturstein im BIV

www.biv.bayern

17.–18. Mai in Ulm

Industrieverband Steine und Erden

Baden-Württemberg, ISTE

www.iste.de

24.–25. Mai 2018 in Barcelona

Europäischer Gesteinsverband,

UEPG

www.uepg.eu

12. Juni in Neustadt an der

Weinstraße

Industrieverband Steine und Erden

Neustadt/Weinstraße, VSE

www.verband-steine-erden.de

15.–16. Juni 2018 in Lübeck

Unternehmerverband

Mineralische Baustoffe, UVMB

www.uvmb.de

(Die Terminübersicht erscheint in jeder

Ausgabe und wird regelmäßig ergänzt.)

28.–29. Juni 2018 in Bad Homberg

Verband der Roh- und Baustoffindustrie,

vero

www.vero-baustoffe.de

28. Juni 2018 in Berlin

Bundesverband Baustoffe, Steine

und Erden, BBS

www.baustoffindustrie.de

30. Juni 2018 am Tegernsee

Bayerischer Industrieverband

Baustoffe, Steine und Erden, BIV

www.biv.bayern

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


88

TREFFPUNKT

Fünfzigster Lehrgang für Betonprüfer

AUSBILDUNGSLEITER Franz Schulte unterrichtet

die künftigen Prüfer.

TEILNEHMER des Betonprüfer-Lehrgangs 2018. Fotos: vero

Im Januar 2018 fand der beliebte 14-tägige Lehrgang der Betonprüfer zum

50. Mal statt. Die Fortbildung in diesem effektiven und beliebten Format

läuft unter der Ägide des Verbandes der Bau- und Rohstoffindustrie, vero.

Im Schulungszentrum der Baustofftechnologie

EMS GmbH in Rheda-Wiedenbrück

wird der Lehrgang mit Tradition für

Betonprüfer bereits seit 1971 angeboten.

Bei großer Nachfrage fand er gelegentlich

nicht nur einmal, sondern zweimal

jährlich statt – so ergibt sich die 50. Wiederholung

unabhängig von der Jahresanzahl.

Seit 1993 läuft der Lehrgang

unter der Leitung von Franz Schulte, der

gemeinsam mit seinem Kollegen Michael

Spenrath die Teilnehmer in Theorie

und Praxis schult. In ihren Vorträgen und

Laborübungen spiegelt sich die jahrelange

Erfahrung aus Industrie- und Verbandstätigkeit

beim Baustoffüberwachungs-

und Zertifizierungsverband

Nordrhein-Westfalen (BÜV NRW) wider.

Sie und weitere Gastreferenten tragen

mit ihren Vorträgen dazu bei, dass alle

bedeutsamen Zusammenhänge der Betontechnologie

in Theorie und Praxis

vermittelt werden. „In diesem Jahr führen

wir den 50. Lehrgang durch“, so

Franz Schulte. „Wir freuen uns und sind

stolz darauf, dass wir jedes Jahr großen

Zulauf haben. Das zeigt, dass unser

Lehrgang einen hohen Nutzen für die

berufliche Praxis hat.“

Ziel der Ausbildung ist, den Teilnehmern

das nötige Wissen für die werkseigene

Produktionskontrolle (WPK) zu

vermitteln. Auf dem Lehrplan stehen

neben den Grundlagen der Betontech-

PRAKTISCH untersucht werden unter anderem Kornrohdichte und Wasseraufnahme von

Gesteinskörnungen nach oder auch die Druckfestigkeit von Betonwürfeln in N/mm².

nologie auch die Stoffraumrechnung,

Konformitätskontrolle, Normen und

Richtlinien sowie praktische Laborübungen,

in denen die Teilnehmer Gesteinskörnungen

sowie Frisch- und Festbeton

prüfen lernen. Ebenso sieht der Lehrplan

den Besuch eines Zementwerkes vor.

„Uns ist wichtig, dass die Teilnehmer in

einer angenehmen und entspannten Atmosphäre

lernen. Deshalb darf auch der

Spaß nicht zu kurz kommen. Nach der

Hälfte der Zeit veranstalten wir jedes

Jahr einen gemeinsamen Kegelabend

mit den Teilnehmern. Das kommt super

an“, so Schulte.

Während des Lehrgangs wird das

Wissen der Teilnehmer anhand dreier

schriftlicher Klausuren überprüft. Die

Abschlussprüfung ist schriftlich und

mündlich zu absolvieren und findet vor

einer neutralen Prüfungskommission

statt. Wer sie besteht, erhält sein Betonprüfer-Zertifikat.

Stephan Grebe hat den

Lehrgang als Teilnehmer absolviert. Sein

Fazit: „In angenehm lockerer Atmosphäre

konnte man als Lehrgangsteilnehmer

den interessanten und lehrreichen Schilderungen

sehr gut folgen. So wurden

auch komplexe Zusammenhänge in der

Betontechnologie anschaulich dargestellt

und begreiflich gemacht. Das Highlight

des Lehrgangs war sicherlich die

Besichtigung des Zementwerkes von

HeidelbergCement in Ennigerloh. Dort

wurden die Zementherstellung und zugehörige

Prüfverfahren erläutert.“

Die Fortbildung zum Betonprüfer findet

jährlich statt. Weitere Informationen

zum Betonprüfer-Lehrgang unter: www.

vero-baustoffe.de/leistungen/aus-undfortbildung

www.vero-baustoffe.de

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


TREFFPUNKT

89

VIELFACH LOBEND ERWÄHNT!

Kompaktseminar

„Grundlagen und Technik der Gesteinsindustrie“

Es geht wieder los: Das MIRO-Kompaktseminar startet in

seine nächste Runde! Das Angebot zur kompakten Wissensvermittlung

von Grundlagen und Technik der

Gesteins industrie kommt in der Praxis gut an. Zugelassen

werden jeweils nur 25 Teilnehmer, um eine perfekte Wissensvermittlung

zu erreichen und reichlich Raum für Interaktionen

zu bieten. Wer sich also schlaumachen möchte,

ist gut beraten, möglichst schnell seine Anmeldung für

die Schulung vom 21. bis 23. Juni 2018 im AOK-Bildungszentrum

in Homberg (Ohm) auszufüllen. Die Seminar-

Anmeldung sollte bis zum 10. Mai 2018 vorliegen. Das

komplette Programm und die Anmeldung stehen im Internet

unter dem Menüpunkt „Termine und Aktionen“ bereit.

Die jeweiligen „Kompaktschüler“ können in effektiv

zwölf Stunden Unterrichtszeit sowie bei einer flankierenden

Exkursion in einen Steinbruch einen beträchtlichen

Wissenszuwachs auf der Habenseite verbuchen. Ihre

durchweg positiv gefärbten O-Töne nutzen wir hier „zum

Anfüttern“ weiterer Nachahmer.

Neugierig geworden? Dann klicken Sie sich rein.

Einladung

21. bis 23. Juni 2018

AOK Bildungszentrum Hessen

35315 Homberg (Ohm)

www.bv-miro.org

FESTGELEGT: Im Juni startet

das nächste Kompaktseminar.

Diesmal in Homberg (Ohm).

Leitung Dr.-Ing. Olaf Enger

Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V.

„Super geeignet für

Branchenfremde als Einstieg!“

„Sehr guter

Schnitt durch

alles.“

„Gut strukturiert.

Gut präsentiert!“

„Sehr ansprechende,

abwechslungsreiche

und interessante Präsentation

mit konkreten

Praxisbeispielen für

gute Verständlichkeit.“

„Guter Austausch mit

Dozenten und Teilnehmern

auch während der Pausen

und Mahlzeiten.“

„Lebhafte und

kurzweilige Vorträge.“

„Das Seminar müsste jeder

kaufmännische Mitarbeiter

unserer Branche besuchen.“

„Davon könnte

ich noch ein

paar Stunden

mehr hören.“

„Toll, wie auch

trockener Stoff

locker rübergebracht

werden

kann.“

Foto: R_K_B_by_Claudia Hautumm_pixelio.de

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


90

TREFFPUNKT

TERMINBLITZ

Werkzeuge für verzwickte

Ausgangssituationen am

12. und 17. April in München

An zwei Terminen im April dreht sich

bei einem Tagesseminar unter der Adresse

Karl-Theodor-Straße 69, München,

alles um die Themen „Biotopentwicklung

– Wasserschutzgebiete –

Verfüllung und Bodendenkmäler bei

der Rohstoffgewinnung“.

Das Angebot im Rahmen der STK-

Veranstaltungsreihe verspricht frisches

Wissen für Vertreter der Rohstoffbranche.

STKautz Rechtsanwälte

widmen sich dazu fachlichen Fragestellungen

aus den Bereichen Biotopentwicklung

(Natur auf Zeit), Wasserschutzgebiete,

Verfüllung und Bodendenkmäler

mit dem Ziel, den Seminarteilnehmern

Lösungstools für verzwickte

Ausgangssituationen mitzugeben.

Unter Berücksichtigung der aktuellen

Rechtslage wird den Teilnehmern

eine praxisnahe Herangehensweise

und rechtssichere Handhabung vermittelt.

Das Seminar ist interaktiv ausgestaltet

und bietet im limitierten Teilnehmerkreis

von 20 Personen die

Möglichkeit zur Diskussion.

Zu den Referenten gehören die

Rechtsanwälte Dr. jur. Steffen Kautz

und Dr. agr. Christiane Bergt, die seit

Jahren Rohstoffgewinnungsbetriebe

juristisch beraten. Darüber hinaus

konnte die Kanzlei den Mitautor des

Kommentars zum Wasserhaushaltsund

Abwasserabgabengesetz im Verlag

C.H. Beck, Dr. jur. Rainer Schenk,

Vorsitzender Richter am Bayerischen

Verwaltungsgerichtshof a. D., als Referenten

gewinnen. Programm und

Anmeldeformular stehen unter der angegebenen

Internetadresse zur Verfügung.

www.stkautz.de

Rohstofftag 2018 am

12. April in Bochum

Der diesjährige Rohstofftag an der

THGA Bochum beschäftigt sich am 12.

April im Studierendenzentrum der

THGA mit der zunehmenden Digitalisierung

und sonstigen Revolutionen in

der Gesteinsindustrie. Elektromobilität

und autonome Baumaschinen sind

Schlagwörter, die Großes versprechen.

Doch was davon können sie halten?

Und wann geht es wirklich richtig

los? Dieses und weitere Themen werden

in Vorträgen und Diskussionen

beim Rohstofftag besprochen.

Die Veranstaltung wird durchgeführt

in gemeinsamer Trägerschaft von

MIRO (Bundesverband Mineralische

Rohstoffe) und der Technischen Hochschule

Georg Agricola.

Das vollständige Programm findet

sich im Internet. Vor der eigentlichen

Fachveranstaltung gibt es ein lockeres

Vorabendtreffen im Restaurant Mutter

Wittig in Bochum.

www.thga.de/rohstofftag2018

6. BDI-Rohstoffkongress

Anfang Juli in Berlin

Beim 6. BDI-Rohstoffkongress am 3.

Juli in Berlin wird gemeinsam mit hochrangigen

Vertretern aus Industrie, Politik,

Wissenschaft und Zivilgesellschaft

diskutiert, wie die Rohstoffversorgung

für die deutsche Industrie

auch in Zukunft nachhaltig gesichert

werden kann. Da die Verfügbarkeit von

Rohstoffen zu einer zentralen Herausforderung

für das Industrieland

Deutschland wird, bedarf es eines Paradigmenwechsels

in der Rohstoffpolitik.

Die Einladungen zur Veranstaltung

werden Ende Mai 2018 versendet.

www.bdi.eu

Ratschläge vom Profi

Richtig ankommen, erfolgreich

auftreten, nachhaltig überzeugen

Angebot für Grundseminare

und Fortsetzungsmodule

Das Thema „Medien und Öffentlichkeit“

hat vero zusammen mit dem Medienprofi

Gerd Rapior von Media Concept

schon vor einigen Jahren in sein

Seminarprogramm aufgenommen. Die

positiven Resonanzen darauf haben

dazu geführt, dass in diesem Jahr erneut

zahlreiche zweitägige Coachings

mit Kameratraining und realitätsnahen

Rollenspielen angeboten werden, um

weitere Interessenten fit für alle Situationen

zu machen, die beim Agieren

(oder Reagieren) in der Öffentlichkeit

eine wichtige Rolle spielen. Geboten

wird ein Gesamtpakt für nahezu alle

medialen Situationen und Ereignisse,

sei es bei neuen Vorhaben, Produkten

oder wesentlichen Betriebsänderungen

und vieles mehr.

Die Kosten belaufen sich auf 375

Euro pro Tag und Person. Die Mindestgruppengröße

beträgt vier Teilnehmer.

Die Trainingsveranstaltungen finden in

der vero-Geschäftsstelle in Duisburg

statt. Für die Grundseminare und Fortsetzungsmodule

wurden in den Monaten

April, Mai, September, Oktober und

November jeweils Termine reserviert.

Die genauen Daten können bei vero

oder beim Trainer Gerd Rapior selbst

erfragt werden.

www.media-concept-kiel.de

www.vero-baustoffe.de

bauma CTT Russia 2018

in Moskau

Vom 5. bis 8. Juni 2018 gibt es in Moskau

eine weitere CTT – nunmehr unter

bauma-Domäne, deshalb der leicht

veränderte Name, und zu einem günstigen

Zeitpunkt: Der russische Markt

für Baumaschinen ist nach vier schwächeren

Jahren nämlich wieder im Aufschwung.

Einen Motor in diesem Prozess

bildet der Straßenbau. Die seit

dem Jahr 2000 jährlich stattfindende

Messe bietet für die Bautechnikbranche

eine hervorragende Gelegenheit,

sich diesem wieder erstarkenden russischen

Markt zu präsentieren. Gleich

bleibt deren Ausrichtung: Die Schau

fokussiert neben dem Gastgeberland

Russland vor allem auf die Märkte des

gesamten osteuropäischen Raums.

www.bauma-ctt.ru/en

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


TREFFPUNKT

91

WACHSENDER ZULAUF

Vorträge, Demos und Gedankenaustausch

Der Jahresauftakt stand bei der Sitech Deutschland GmbH

wieder ganz im Zeichen der SCL, der Sitech Construction

Live. Deutschlandweit lädt das Unternehmen als exklusiver

DATEN IM FLUG: Mit der Vermessung durch Drohnen oder

Copter stehen wieder ganz neue Technologien im Fokus der

Veranstaltung. Foto: Sitech

Vertriebspartner für Trimble-Technologie dann nämlich Interessenten

und Kunden ein, Lösungen für Vermessung und

Baumaschinensteuerung live kennenzulernen. Unter dem

Motto „Hautnah erleben“ fanden von Ende Januar bis Ende

Februar zehn Termine statt.

„Gerade die Kombination aus Theorie und Praxis macht

dieses Format für unsere Kunden so interessant“, stellt

Sitech-Geschäftsführer Frank Dahlhoff fest und freut sich,

dass die Teilnehmerzahlen von Jahr zu Jahr steigen. In

Fachvorträgen und bei attraktiven Live-Demos stellt das

Team zunächst das aktuelle Produktportfolio vor. Im Mittelpunkt

stehen dabei die 2017 eingeführte neuartige technische

Plattform für die Maschinensteuerungen für Dozer

und Bagger „Trimble Earthworks“, aber auch die Vermessung

durch Drohnen und Copter sowie die Vernetzung der

Baumaschinen über die Trimble-Cloudlösung. Das Programm,

die jeweils nächsten Termine und Veranstaltungsorte

finden Interessenten im Internet.

www.sitech.de

DREI MAL 40

Eine besondere Informationstagung Sprengtechnik

40 Jahre Deutscher Sprengverband, 40

Jahre Fachzeitschrift Sprenginfo und 40

Jahre Informationstagung in Siegen: Die

Sprengfachbranche hat wirklich allen

Grund, diese zusammen 120 Jahre würdig

zu feiern. Gelegenheit bietet sich

dazu am 6. und 7. April 2018 bei der

Jubiläums-Informationstagung. Umrahmt

wird die Veranstaltung mit zahlreichen

Vorträgen von Fachleuten aus dem

In- und Ausland, einem Festakt mit Ehrengästen

und diversen Highlights.

Thematische Schwerpunkte der Tagung

sind Bohr- und Sprengtechnik verschiedener

Anwendungsbereiche, die

Eigenschaften, Prüfung und Anwendung

sowie aktuelle Entwicklungstendenzen

von Sprengstoffen und Zündmitteln

sowie natürlich Vorschriften und Gesetze

im Zusammenhang mit der Herstellung,

der Verwendung, der Lagerung und

Beförderung von Sprengstoffen.

Die Tagung ist seit vier Jahrzehnten

regelmäßiger Treffpunkt von jeweils

mehr als 300 Fachexperten aus Deutschland

und einer Reihe europäischer Nachbarländer.

Zum Teilnehmerkreis zählen

neben Praktikern aus der Bohr- und

Sprengtechnik sowie des Fachbereichs

DREI WERDEN 40 und werden diese Tatsache beim Treffen in Siegen auch zu würdigen

wissen. Foto: Sprengverband

Pyrotechnik Vertreter von Instituten, Behörden,

Ausbildungseinrichtungen und

Hersteller von Sprengstoffen, Zündmitteln

und pyrotechnischen Gegenständen.

Eine Ausstellung namhafter relevanter

Hersteller und Anbieter aus den Branchen

Spreng- und Pyrotechnik rundet

das Angebot ab.

Der eigentlichen Fachtagung vorgelagert

ist eine Workshop-Veranstaltung,

die am 5. April von 11 bis 15 Uhr das

Thema „Einsatz von Drohnen in der

Sprengtechnik“ fokussiert.

Weitere Informationen und die Online-

Anmeldung stehen im Internet bereit.

www.sprengverband.de

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


92

TREFFPUNKT

LIGHT

Platzhirsche

und andere

Winterschlaf? Keine Spur! Die 65. Winterarbeitstagung

weckte sämtliche positiven

Energien auch jenseits des Arbeitsprogramms.

Rudeltiere

im Schnee

WIE GUT, wenn man ein so

vielseitiges Talent wie Günther

Müller in seinen Reihen hat.

Er packte kurz entschlossen

beim zünftigen Hüttenabend

auf der Hühnersteign seinen

Quetschkasten aus und legte

los. Spontan stimmte ein vielstimmiger

Chor ein. Na bitte:

das Liedgut sitzt.

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


TREFFPUNKT

93

EIN VEREIN sucht (immer)

Zuwachs. Geniale Idee:

Über-Kreuz-Mitgliedschaft.

VfB-Präsident Wolfgang

Dietrich wird von Thomas

Beißwenger zum ISTE-Ehrenmitglied

für einen Abend

erklärt. Im Gegenzug bekommt

der VfB die Präsidenten

a. D. Hans-Martin Peter

und real Peter Röhm auf

Dauer dazu. Mehr noch:

Auch Gerda Reifenscheid

und weitere sagten „Ja“ zu

diesem Spontangeschäft.

EIN GELUNGENES TREFFEN! Zum Abschluss erfüllte

tatsächlich sogar die Tanzfläche ihren Zweck: ein Absolutes

Novum für die Winterarbeitstagung.

Fotos: gsz/Hütte außen: Arne Hilt

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


2014/2015

2015/2016

2016/2017

94

INFO

TERMINE

21. März in Kaltenkirchen

WIDERSTANDSPRÄVENTION &

KRISENKOMMUNIKATION

www.geoplangmbh.de

www.vero-baustoffe.de

5.–7. April in Siegen

40. INFOTAGUNG SPRENG-

TECHNIK

(mit vorgelagertem Workshop)

www.sprengverband.de

10. April in Ostfildern

SEMINAR BERGRECHT –

ROHSTOFFABBAU, BERGRECHT

UND UMWELTSTRAFRECHT

www.iste.de

12. April in Bochum

ROHSTOFFTAG

www.thga.de/rohstofftag

23.–28. April in Paris

INTERMAT 2018

paris-en.intermatconstruction.com

25. April in Schönebeck

ROHSTOFFKOLLOQUIUM

www.uvmb.de

7. Juni in Eisenberg

ROHSTOFFTAG RHEINLAND-

PFALZ

www.lgb-rlp.de

21.–23. Juni in Homberg (Ohm)

MIRO-KOMPAKTSCHULUNG

Grundlagen und Technik der

Gesteinsindustrie

www.bv-miro.org

26.–28. Juni 2018 in Derbyshire (GB)

HILLHEAD 2018

www.hillhead.com

3. Juli in Berlin

BDI-ROHSTOFFKONGRESS

www.bdi.eu

28.–30. November in Berlin

FORUM MIRO 2018

Leitveranstaltung der Deutschen

Gesteinsindustrie

www.bv-miro.org

IMPRESSUM

Chefredaktion

Gabriela Schulz (gsz)

gsz-Fachpressebüro

Tel.: +49 171 5369629

gabriela.schulz@stein-verlagGmbH.de

www.stein-verlagGmbH.de

Redaktion

Bodo Wistinghausen (bwi)

Tel.: +49 251 297535

Mobil: +49 173 4424859

bodo.wistinghausen@

www.stein-verlagGmbH.de

Jenni Isabel Schulz (jis)

jenni.schulz@

gsz-fachpressebuero.de

Herstellung/Layout

Claudia Chalas

Tel.: +49 7229 606-23

Anzeigenverkauf

Susanne Grimm-Fasching

Tel.: +49 8364 9860-79

Fax: +49 8364 9847-32

Mobil: +49 162 9094328

susanne.grimm@stein-verlagGmbH.de

Anzeigenkoordination

Gudrun Schwend

Tel.: +49 7229 606-31

Anzeigenpreise

Preisliste Nr. 22 vom 01.01.2018

Vertriebskoordination

Iris Merkel

Tel.: +49 7229 606-26

Herausgeber

Geschäftsführung

Bundesverband Mineralische

Rohstoffe e.V.

info@bv-miro.org

www.bv-miro.org

Ausgabe

2012/2013

Standortkarten

Natursteinbetriebe

Bayern

Ausgabe

2014/2015

Standortkarten

Baustoff-Recycling

Hessen

Standortkarten

Asphalt

Verlagsanschrift

Stein-Verlag Baden-Baden GmbH

Josef-Herrmann-Straße 1–3

76473 Iffezheim

Tel.: +49 7229 606-0

Fax: +49 7229 606-10

infoSTV@stein-verlagGmbH.de

www.stein-verlagGmbH.de

Geschäftsleitung

Dr.-Ing. Friedhelm Rese

Technische Herstellung

Kraft Premium GmbH

76275 Ettlingen

Bezugspreise

Jahresabonnement 52,00 Euro

(inkl. Versandkosten,

zzgl. ges. MwSt.)

Erscheinungsweise

8 Ausgaben im Jahr 2018:

1 (Februar), 2 (März), 3 (Mai),

4 (Juni), 5 (Juli), 6 (August),

7 (November), 8 (Dezember)

Mit Namen des Verfassers gekennzeichnete

Beiträge sind nicht unbedingt

die Meinung der Redaktion.

Die Redaktion übernimmt keine Haftung

für unverlangt eingesandte Manuskripte.

Sie behält sich die redaktionelle

Bearbeitung eingesandter

Manuskripte und Leserbriefe ausdrücklich

vor.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur

mit Genehmigung des Verlages.

Alle Rechte © Stein-Verlag Baden-Baden

GmbH, Iffezheim

2018 (22. Jahrgang)

ISSN 1864-9505

Übersichtlich. Präzise. Informativ.

Ausgabe

Schleswig-Holstein / Hamburg

Standortkarten

Sand und Kies

Ausgabe

Baden-Württemberg

Standortkarten

Transportbeton

Umfassendes Adress- und Kartenverzeichnis für Entscheider

der Bau- und Baustoffbranche

Die Standortkarten sind für folgende Branchen erhältlich:

Asphalt, Baustoff-Recycling, Natursteinbetriebe, Sand und Kies, Transportbeton

Bestellung: Stein-Verlag Baden-Baden GmbH, Josef-Herrmann-Straße 1–3

D-76473 Iffezheim, Tel.: +49 7229 606-0, Fax: +49 7229 606-10

infoSTV@stein-verlagGmbH.de, www.stein-verlagGmbH.de

Ausgabe

Nordrhein-Westfalen

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018


INFO

95

INSERENTENVERZEICHNIS GP 2/2018

Abraservice Deutschland GmbH, 40233 Düsseldorf .......................................S. 43

Achenbach GmbH, Metalltechnik, 57234 Wilnsdorf ........................................S. 23

Gustav Bertram GmbH, 30179 Hannover ................................................S. 61

BHS Innovationen GmbH, 01109 Dresden. ...............................................S. 52

B+W Gesellschaft für Innovative Produkte mbH, 46244 Bottrop ..............................S. 45

Helge Beyer GmbH, 30629 Hannover . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S. 51

ContiTech Transportbandsysteme GmbH, 61118 Bad Vilbel. .................................S. 25

FTK Förderband Technik Kilian GmbH, 46240 Bottrop. .....................................S. 15

Paul Hedfeld GmbH, 58285 Gevelsberg .................................................S. 86

Idreco B.V., 7007 CJ Doetinchem, NIEDERLANDE .........................................S. 27

Janner Waagen GmbH, 92637 Weiden ..................................................S. 43

Informaticon Deutschland GmbH, 89129 Langenau ....................................... S. 18

Italvibras S.p.A., 41042 Fiorano Modenese, ITALIEN .......................................S. 49

Kiepe Electric GmbH, 40599 Düsseldorf. ................................................S. 63

Kormann Rockster Recycler GmbH, 4482 Ennsdorf, ÖSTERREICH ..................Umschlagseite 2

Kurz Aufbereitungsanlagen, 71292 Friolzheim. ............................................S. 29

Liebherr Hydraulikbagger GmbH, 88457 Kirchdorf. ........................................S. 31

Lutze Group, 37574 Einbeck ...........................................................S. 7

Mitec Ges. für Maschinenbau und Industrietechnik mbH, 10439 Berlin. ........................S. 21

August Müller GmbH & Co. KG, 78628 Rottweil ...........................................S. 61

Nebolex Umwelttechnik GmbH, 55481 Kirchberg. .........................................S. 53

OGS Ges. für Datenverarbeitung und Systemberatung mbH, 56068 Koblenz ....................S. 33

Praxis EDV - Betriebswirtschaft- und Software-Entwicklung AG, 99869 Pferdingsleben ...........S. 11

Pucest protect GmbH, 63820 Eisenfeld ..............................................Titelseite

Rocworks Pescher Beteiligungen GmbH & Co. KG, 42349 Wuppertal. .........................S. 17

Russig Fördertechnik GmbH & Co. KG, 59269 Beckum .....................................S. 85

Schad Förderelemente GmbH & Co. KG, 35410 Hungen ....................................S. 28

Schmidt & Co. GmbH & Co. KG, 63477 Maintal ...........................................S. 37

Sitech Deutschland GmbH, 46047 Oberhausen ............................................S. 5

Smiley Monroe Ltd, Lisburn, Co. Antrim, GROSSBRITANNIEN ......................Umschlagseite 4

Team GmbH, 45701 Herten ............................................................S. 9

Tepe GmbH & Co. KG, 48249 Dülmen. ..................................................S. 50

Tezebni unie, 638 00 Brno, TSCHECHISCHE REPUBLIK ....................................S. 65

thyssenkrupp Industrial Solutions AG, 45143 Essen ........................................S. 35

TIS Techn. Industrie Service für Verschleiß- und Fördertechnik GmbH, 01819 Bährental ...........S. 81

Tsurumi (Europe) GmbH, 40472 Düsseldorf ..............................................S. 20

VHV Anlagenbau GmbH, 48477 Hörstel .................................................S. 59

ZFE GmbH, 77855 Achern-Gamshurst ..................................................S. 57

Bitte beachten Sie die Beilage folgender Firma:

Stein-Verlag Baden-Baden GmbH, 76473 Iffezheim

2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


96

ZU GUTER LETZT

Ein ganz gefährliches

Stöffchen!

LUNGENFRESSER SAUERSTOFF? Der Zitronen faltende Zitronenfalter ist

nichts dagegen. Quelle: Vortrag Dr. Sellke/Wita 2018

Bild und Beschreibung anschauen – loslachen. Aber halt,

so lustig ist das gar nicht. Vielmehr sollte die hier gebotene

Schlüssigkeit sehr, sehr nachdenklich stimmen. Dieses

Beispiel ist bewusst ziemlich einfach gewählt. Alle,

die wenigstens ein bisschen in der Schule aufgepasst

haben, werden es leicht als ausgemachten Quatsch

durchschauen. Trotzdem drängt sich die Frage auf, wie

viele auf diese Weise falsch verknüpfte Kausalketten wohl

momentan herangezogen werden, um Vorhaben zu veroder

zu behindern?

Nicht jedes lässt sich sofort als manipulativ und falsch

durchschauen. Zergliederung und Aufklärung sind gefragt.

Eine Aufgabe für Mediatoren. So kann es gelingen,

mit Wissen eine angenommene diffuse Gefahr zu entzaubern.

Dr. Piet Sellke stellte die jeweils zu individualisierende

Vorgehensweise bei der Wita in einem Vortrag vor.

Protokoll eines Beispiels gefällig? Unter der angegebenen

Internetadresse ist es zu finden.

www.dotternhausen.adribo.de

Vorschau Ausgabe 3/2018

BOHREN & SPRENGEN

Auch an Bohrgeräten geht das Rennen um Pluspunkte

bei Sicherheit, Staub- und Lärmreduzierung nicht vorbei

und führende Hersteller sammeln sie fleißig. Betreiber

erwarten außerdem große Arbeitsradien, hohe Bohrgeschwindigkeiten,

gerade Bohrlöcher etc. – und das beinahe

wie von Zauberhand.

Foto: Sandvik

DIREKTGEWINNUNG

Anbauwerkzeuge zur Direktgewinnung gibt es reichlich,

doch sind sie auch eine wirkliche Alternative zum Bohren

und Sprengen? Diese Frage kann nur individuell beantwortet

werden. Es gibt Unternehmen, die mit ihrer „Direktmethode“

vollauf zufrieden sind.

Foto: zfe

MOBIL AUFBEREITEN

Ein unerschöpfliches Thema ist die mobile Aufbereitung.

Im Segment herrschen erstaunlich kurze Innovationszyklen:

Ständig werden Verbesserungen offenbar, die vielfach

als Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen

Herstellern und Betreibern zustande kommen.

GESTEINS PERSPEKTIVEN 2/2018

(Änderungen vorbehalten)

Foto: Keestrack


KLEINANZEIGEN 97

Ihre Ansprechpartnerin für eine Anzeigenschaltung:

Susanne Grimm-Fasching

Tel.: +49 8364 986079

Fax: +49 8364 984732

Mobil: +49 162 9094328

E-Mail: susa.grimm@t-online.de

Anzeigenschluss für die GesteinsPerspektiven 3/2018

ist der 5.4.2018, Erscheinungstermin: 4.5.2018

Übersichtlich. Präzise. Informativ.

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2015/2016

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76473 Iffezheim, Tel.: +49 7229 606-0, Fax: +49 7229 606-10

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Seit über 85 Jahren sind wir ein Begriff, wenn es in Mittel- und

Südbaden ums Bauen geht. Als zukunftsorientiertes, ISO 9001

zertifiziertes, mittelständisches Unternehmen in den Bereichen der

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2/2018 GESTEINS PERSPEKTIVEN


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