Calluna Frühling 18 mit Heidja

callunamagazin

Das Vier-Jahreszeiten-Magazin der Südheide, Ausgabe Frühling 2018

www.calluna-magazin.de

Calluna

Nr. 76 / 20. Jahrgang Frühling 2018

Das Vier-Jahreszeiten-Magazin der Südheide

Frühling und Fahrrad

Zwei, die prima zusammenpassen

Alpakas an der Aschau

Dorfspaziergang mit Theo

Ideen bekommen Flügel

Holzbildhauer Jürgen Eimecke und

die Vielfalt der Vogelwelt


Je

tzt online

schnell

& un

verbindlich

die

eigene

Sol

laranlagea

pl

lanen!




Sonnige Haussichten

Mit der eigenen Solaranlage auf dem Dach profitieren Sie jetzt doppelt von der Sonne. Denn damit ist jede

Sonnenstunde bares Geld wert. Und das nicht nur im Sommer – sondern das ganze Jahr über.

Das SVO-Solar-Paket beeinhaltet:












Sie haben weitere Fragen?




Eine eigene Solaranlage bietet

Ihnen zahlreiche Vorteile:














www.svo-solar.de


EDITORIAL

INHALT

Fotos Titelseite: Inka Lykka Korth

Liebe Leserin,

lieber Leser,

das Thema lässt uns nicht los: Auch in

diesem Heft geht es einmal mehr um

die heimische Vogelwelt und den besorgniserregenden

Rückgang der Artenvielfalt.

Der Hankensbütteler

Holzbildhauer Jürgen Eimecke hat ihn,

Foto: Marion Korth

wenn er aus dem Fenster seiner Werkstatt schaut, direkt vor Augen.

Seine Ausstellung im Otter-Zentrum will er auch als Appell zum

Schutz der Vögel verstanden wissen. Wir haben Jürgen Eimecke

beim Schnitzen der Vögel für die Ausstellung zugeschaut (Seite 38).

Der NABU hat derweil dazu aufgerufen, im Rahmen der »Stunde

der Gartenvögel« die Gefiederten zu zählen und damit zusätzliche

Daten darüber, wie es um den Vogelbe- stand bestellt ist,

zu liefern.

Was wäre der Frühling ohne Vogel-

gesang?

Das Verschwinden von immer

mehr Vogelarten,

vor allem im ländlichen R a u m ,

hat einen direkten Zusammen-

hang mit

dem Insektensterben, das dramati-

sche Ausmaße

anzunehmen droht – mit verheerenden

Folgen auch für uns Menschen, denn die Insekten sorgen,

indem sie die Blüten bestäuben, für reiche Ernte. Wird unser

Titelbild – eine Biene im Anflug auf eine Schlehenblüte in der Wildgehölzhecke

an der Straße von Oerrel nach Repke –

bald in die Kategorie »Es war einmal ...«

gehören? Hoffent-

lich nicht!

Die begründete

Sorge um die

zunehmende

Z e r s t ö r u n g

der Tier- und

Pflanzenwelt

durch uns M e n s c h e n

sollte uns aber

nicht davon

abhalten, den

Frühling mit

allen Sinnen zu

genießen – am

besten vom Fahr- radsattel aus,

denn das ist nicht nur umweltfreundlich,

sondern neben dem Wandern auch

die vielleicht beste Art, den Frühling intensiv zu erleben.

Frühling und Fahrrad, das sind, finden wir, zwei, die

prima zusammenpassen. Auf den folgenden Seiten

haben wir wieder einige Tourenvorschläge für Sie.

Bis bald im Sommer

Inka Lykka Korth mit Freundin Fussel

PS: Auch 2018 bieten wir Ihnen die Gelegenheit, das Museumsdorf Hösseringen bei

freiem Eintritt kennenzulernen. Wenn Sie sich entschließen, das Südheide-Magazin für

zwei Jahre (acht Hefte) zum Jahresbezugspreis von 10 Euro zu abonnieren, erhalten

Sie als Begrüßungsgeschenk zwei Eintrittskarten sowie freien Zugang zu CallunaPlus

im Internet. Weitere Informationen per E-Mail an abo@calluna-magazin.de.

Hintergrundbild: Kirschblüten im Calluna-Garten in Oerrel, fotografiert von Inka Lykka Korth

Oh, wie schön ist Obernholz 4

Eine Rundwanderung durch die Gemeinde

Erst kommt Bruno unter die Räder und

dann geht es an die Donau 8

Radtour entlang der Ise und durch den Emmer Leu

Von Mühle zu Mühle, von Kirche zu Kirche 12

Ein Steingrab und eine Schleuse sind weitere Stationen

»Das hier ist mein Paradies« 18

Renate Barth und ihre Alpakas an der Aschau

Stunde der

Gartenvögel 22

Gefiederte Freunde

werden gezählt

Nachhaltigkeit und Klimaschutz 23

Aktionstag an der Woltersburger Mühle

Trommeln und Pfeifen für den Naturschutz 24

NABU eröffnet Regionalgeschäftsstelle in Celle

Für Hummeln und Hobbyköche 26

Schmetterling, Biene & Co. lieben Kräuter

Sommer, Sonne, Ernteglück 28

Zucchini: Im April kann mit der Vorkultur begonnen werden

Eine Liebe für die Ewigkeit 29

Im Garten der Familie Jansen liegt ein besonderer Stein

Ideen bekommen Flügel 38

Holzbildhauer Jürgen Eimecke und die Vielfalt der Vogelwelt

Ein Schafstall für die Ellendorfer Wacholderheide 42

Der Plan: Kein Neubau, sondern Umzug und Wiederaufbau

Ein Bodenbelag, den schon die Römer schätzten. 48

Handwerklich hergestellter Terrazzo ist wieder gefragt

Hinter Stacheldraht 51

Die Celler Kriegsgefangenenlager

Wohin, Natascha?

Angelika Hoff erzählt eine bewegende Lebensgeschichte 52

Klaar Schipp 58

Niels Tümmlers Plattdüütsch-Kolumne

SüdheideKalender 30

Buchempfehlungen 56

Impressum 54


STREIFZÜgE

Mit Calluna durch

den Frühlingswald

Unser Wanderführer

Helmut Berlinecke kennt

die schönsten Wege

ins Grüne

100 ausgewählte und

getestete Wandertouren

LINKS UND RECHTS

DES GRÜNEN BANDES

in 4 Bänden

Die Bände 1-3 sind bereits

erschienen. Band 4 erscheint

im Herbst 2018.

Jeder Band im jackentaschenfreundlichen

Postkartenformat

mit praktischer

Ringbuchbindung.

116 Seiten. 8,90 Euro je Band

LINKS UND RECHTS

DES GRÜNEN BANDES

Calluna

Erhältlich über den Buchhandel

und direkt bei Calluna. Bestellen

Sie per E-Mail an :

Band 3

buchshop@calluna-magazin.de

oder telefonisch unter 05832 979840.

Wir liefern selbstverständlich versandkostenfrei.

Sie zahlen wahlweise per Banküberweisung oder PayPal.

Oh,wie schön

ist Obernholz

EINE RuNDwANDERuNg DuRcH ALLE sEcHs DöRFER

DER gEMEINDE uND DEN NAMENsgEbENDEN wALD

INKA LYKKA KORTH / Text / Fotos

Merkwürdig, dass es uns immer, wenn es Frühling wird,

in die Gemeinde Obernholz bei Hankensbüttel zieht.

Woran mag das liegen? Vielleicht an der sanft gewellten

Landschaft mit Anhöhen, von denen bei guter Sicht in nordöstliche

Richtung der Blick bis zum Drawehn-Höhenzug reicht.

Vielleicht an den kleinen Dörfern, die vom Durchgangsverkehr

weitgehend verschont geblieben sind und sich auch deshalb den

Charme vergangener Zeiten bewahrt haben. Vielleicht an den vielen

alten Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäumen, die Straßen und

Wege säumen und im Frühling ihre weiße Blütenpracht entfalten.

Wahrscheinlich ist es eine Kombination aus den genannten und

noch weiteren Vorzügen, die diese Sechs-Dörfer-Gemeinde, die

sich um das Waldstück Oberes Holz gruppieren, von dem sich

der Gemeindename ableitet.

Durchaus angenehm finden wir auch, dass wir auf unseren

Wanderungen und Radtouren durch die vergleichsweise dünn besiedelte

Landschaft meist mehr Kraniche als Menschen sehen.

Nicht zufällig ist der Kranich der Wappenvogel der Gemeinde. Er

schreitet auf schwarzem Grund, der das Schweimker Moor symbolisieren

soll, das für die Kraniche und viele andere Vogelarten

ein wichtiges Rast- und Brutgebiet ist.

Diesmal haben wir uns zum Frühlingsbeginn eine Rundwanderung

vorgenmmen, die alle sechs Obernholzer Ortsteile und das

namensgebende Wäldchen einbezieht. Wir starten an einem klaren,

sonnigen Sonntag in Steimke, das quasi nur einen Steinwurf

von Hankensbüttel entfernt liegt und im Mittelalter ein Wallfahrtsort

war. Am Denkmalweg findet sich ein Abstellplatz für das Auto,

und hier, am Nordrand eines kleinen, von alten Eichen beschirmten

Tales, steht auch das verwitterte Steinkreuz, das an den bei

einem Sturz vom Pferd tödlich verunglückten Junker Georg von

Blankenburg aus Steinhorst erinnert. Dessen Vater ließ das »Reiterkreuz«

1244 aufstellen. Ursprünglich stand es an der Straße

nach Schweimke in der Nähe der Schmiede, war dort aber dem

Straßenausbau im Weg und wurde an seinen heutigen Standort

versetzt.

Auf dem Denkmalweg verlassen wir das Dorf in östliche Rich-

4 Calluna


Ein altes Bauernhaus in Wierstorf, Blick auf ein blühendes Rapsfeld am Rand des Lüderbruchs, Calluna-Autorin Marion Korth beim Fotostopp mit Fyffes,

Fiene und Fussel vor einem Jugendstilzaun in Wierstorf und die sanft gewellte Hügellandschaft bei Steimke.

Neue Schuhe

fü ür die ersten Sonnen

nstrahlen

Die

neue Frühlings-kollekt tion ist da!

Hauptstraße 50 in Calberlah

Telefon 05374 / 97 57

www.schuhhaus-salge.de

Öffnungszeiten

Monta g bis Freitag 9:00 - 19:00 Uhr

Samsta ags 9:00 - 16:00 Uhr

au

Wir freuen uns

f Ihren Besuch!

Das Schuhhaus

Calluna 5


STREIFZÜgE

Wir sind Ihr Partner für Familienfeste

und Feiern jeder Art auch außer Haus.

•„Gourmet Sektfrüstück“ jeden Sonntag nach Voranmeldung von 9:30 – 12 Uhr

•Ostern 1. + 2.04.18: Gourmet Sektfrühstück 9:30 – 12 Uhr

•Ab Mai frischer Spargel + Fr. u. So. Spargelessen

•13.05. Muttertag: Sektfrühstück + ab 12 Uhr Spargelbüffet im Restaurant

•Pfingstsonntag 27.05.2018 ab 12 Uhr Mediterranes Spargelbüffet

• Fr 08.06. Grillabend ab 19 Uhr mit Anmeldung,

der Musikzug Hankensbüttel spielt

• So 17.06.2018 ab 12 Uhr letztes Spargelbüffet der Saison

Buchen Sie jetzt unsere Partyhütten an unserer Terasse! Für bis zu 14 Personen, wir

halten Extra Pauschalen bereit! Wir bitten jeweils um Anmeldung, Tel. 05832 468.

Susanne Restaurant Olvermann „Zur Linde“ Susanne Olvermann

Hindenburgstraße

2 · 29386 Hankensbüttel · Tel. 05832/468

info@zur-linde-hankensbuettel.de


www.zur-linde-hankensbuettel.de

www.der-hof-isenbuettel.de

Landcaf fé

okel

Neubo

...das Café im Grünen

1. Ma ai ab 11 Uhr Großes

Hoffes st mit Livemusik!

Ab 3. Mai jeden Donnerstag

Spargelbuffet ab 19 Uhr

und jed den Feiertag ab 12 Uhr

Öffnungs szeiten: Mi. – So. 14 – 18 Uhr

Alter Ki rchweg 2a

38518 Gifhorn/Neubokel

Tel. 0

5371 13533

















DER HOF e.V. · Zum Hof 1 · 38550 Isenbüttel · Tel. 0 53 74 / 95 570 · Laden: 95 57 132

tung, überqueren die kreuzende Kreisstraße nach Wierstorf und

streben auf das Obere Holz zu. Wir bleiben auf dem Hauptweg,

der durch das Wäldchen führt und bedauern ein wenig, dass die

Buchen ihre Blätter noch nicht entfaltet haben. Wir waren schon

einmal im Mai hier, als die Sonne das frische Buchengrün leuchten

ließ. Leider haben, wie fast überall in der Gegend, die Stürme

des vergangenen Herbstes auch hier gewütet und viele Bäume zu

Fall gebracht.

Vom südöstlichen Waldrand genießen wir eine Weile den weiten

Ausblick, bevor wir auf einem Feldweg zur einspurigen Straße

Hankensbüttel-Wentorf gelangen. Sie ist wenig befahren, und so

macht es uns nichts aus, auf ihr bis in den Ort hinab zu wandern,

zumal sie auch ganz offiziell als Wanderroute ausgewiesen ist –

als Teilstück des europäischen Fernwanderwegs E6. Wir gehen

immer geradeaus durch das Dorf hindurch und weiter in die Feldmark,

nehmen den ein Stück vor dem Rand eines Waldstücks

links abzweigenden Feldweg, auf dem es nun bergan nach Wierstorf

hinaufgeht. Dort, wo der Weg auf die Straße Wentorf-Wierstorf

trifft, steht eine Sitzbank für eine kleine Verschnaufpause mit

Weitsicht. Schade, dass wir das Fernglas zu Hause gelassen

haben.

Der hoch am Südrand des Naturschutzgebietes Schweimker

Moor und Lüderbruch gelegene Ort weist noch einige schöne,

alte Bauernhäuser auf, doch dass Wierstorf einst ein Rundlingsdorf

war, ist heute kaum noch zu erkennen. Wir folgen dem Verlauf

6 Calluna


Grünes Getreide vor blauem Himmel, fotografiert Ende Mai am Ortsrand

von Wettendorf, blühender Löwenzahn Anfang Mai auf einer

Wiese bei Steimke, steiler Aufstieg auf Kopfsteinpflaster von Wierstorf

zum Schweimker Holz mit seinen lichtdurchfluteten Waldwegen.

Unten: Das Obernholz-Wäldchen hinterm Rapsfeld.

des Burkamps an der ehemaligen Försterei vorbei hinab in das Tal

des Bottendorfer Baches, überqueren diesen und machen uns auf

der schmalen Kopfsteinpflasterstraße zwischen den Häusern am

Nordhang des Bachtals an den recht steilen Aufstieg hinauf zum

Schweimker Holz. Vom Waldrand haben wir wieder einen herrlichen

Blick über die Landschaft. An der ersten größeren Wegekreuzung

im Wald biegen wir links ab und erreichen nach etwas mehr

als einem Kilometer mit Schweimke den nördlichsten Ort der Gemeinde

Obernholz. Auf der Straße am Sandberg geht es abermals

hinab ins Tal des Bottendorfer Baches. Auf einer Sitzbank mit Blick

auf die bereits 1354 urkundlich erwähnte Bottendorfer Mühle, die

sich seit 1974 in Besitz der Familie von Bismarck befindet, machen

wir eine kleine Teepause. An der Mühle vorbei wandern wir

von Bottendorf nach Wettendorf, folgen dem Verlauf der Hauptstraße

bis aus dem Ort hinaus und biegen an den Königseichen

nach Süden ab. Vorbei an der ehemaligen Kiesgrube geht es nun

zwischen Äckern bergan bis zu einer von alten Apfelbäumen gesäumten,

schmalen Straße. Auf ihr haben wir den höchsten Punkt

unserer Wanderung (rund 114 Meter) erreicht. Die »Apfelallee«

trifft auf die Kreisstraße 13, die am Ortsschild von Steimke zum

Wohlweg wird. Über den Kapellenweg erreichen wir unseren

Ausgangspunkt.

TIPP Kultur- und Landschaftsführer Ewald weiss bietet geführte Radtouren durch

die gemeinde Obernholz an. Die Termine: 8. Mai und 5. Juni, jeweils 14:30 uhr ab

Hankensbüttel, Parkplatz am Karl-söhle-weg (siehe südheideKalender).

Die Tourenkarte finden Abonnent(inn)en bei CallunaPlus im Internet.

KLOSTER

ISENHAGEN

Calluna 7


STREIFZÜgE

Mittelstrasse 1

Knesebeck

Tel.: 05834-5261

Fahrräder

sind unsere

Leidenschaft

Deshalb finden Sie bei uns jetzt auch E-Bikes

des Premiumherstellers

Ihr E-Bike-Spezialist im Nordkreis Gifhorn

Lilies Räder laufen leichter... leichter...

www.lilie-knesebeck.de

Erst kommt Bruno

unter die Räder

und dann geht es

an die Donau

AussERDEM AuF DIEsER RADTOuR MIT

vON DER PARTIE: DIE IsE uND EIN MöNcH

INKA LYKKA KORTH / Text / Fotos

Der Mai ist gekommen, die Radler schwärmen aus ... und

auch wir nutzen jede Gelegenheit, die farbenfrohe Frühlingslandschaft

vom Fahrradsattel aus zu genießen. Leider

bleibt meist nur am Sonntag Zeit für eine längere Tour. Da es

aber im Mai schon schön lange hell bleibt, lassen wir so oft wie

möglich den Arbeitstag mit einer kleinen »Feierabendtour« wie

dieser ausklingen. 25 Kilometer lassen sich in eineinhalb Stunden

im gemütlichen Durchschnittstempo von 17 km/h gut bewältigen,

und auch wer sein Abendessen im Fahrradkorb mitnimmt und es

sich draußen im Grünen an einem der Rastplätze schmecken lässt,

ist nach zwei Stunden wieder zu Hause – und garantiert glücklicher

und gelassener als nach zwei Stunden im Fernsehsessel.

Wir fahren von Oerrel aus entlang der Ise – hin auf der einen,

zurück auf der anderen Seite des Flusses. Der Wendepunkt ist

Wahrenholz. In Oerrel folgen wir den Wegweisern zum Jagdmuseum

an der Hässelmühler Straße. Von dort geht es in flottem

Tempo und ganz ohne Anstrengung bergab vorbei an der Hässelmühle

durch das einstige Moor in den Emmer Leu, wo die Buchen

gerade ihre zarten, maigrünen Blätter entfalten. An der ersten Wegekreuzung

im Wald grüßt die Freundschaftseiche der Schützenvereine

Oerrel und Schönewörde, und Sitzbänke laden zu einer

ersten Rast ein, für die es allerdings nach rund dreieinhalb Kilometern

noch etwas zu früh ist. Wir fahren geradeaus und überqueren

die Ise, blicken von der Brücke kurz auf das Wasser und

fahren auch schon wieder weiter. Ein Stück weiter trifft der Weg

auf einen Querweg. Wir biegen rechts ab in Richtung Schönewörde.

Der unbefestige Weg hat etliche Schlaglöcher, die wir im

Slalomstil umfahren. Dort, wo der Wald auf der linken Seite endet,

wird aus der Mountainbike-Piste ein asphaltierter Wirtschaftsweg,

sodass wir den Blick nicht mehr auf den Boden gesenkt halten

müssen, sondern ihn über die Wiesen schweifen lassen können.

Wir befinden uns jetzt auf der Schützenstraße und biegen an

deren Ende rechts ab in die Lindenstraße, die in einem Bogen

8 Calluna


Der Weg von Schönewörde nach Wahrenholz führt an saftig grünen Wiesen vorbei, direkt an der Ise lädt ein Rastplatz zu einer kleinen (Picknick-)Pause ein,

und auf einer Holzbrücke wird das Flüsschen Bruno überquert, das unterhalb der Brücke in die Ise mündet.

Calluna 9


STREIFZÜgE

Lassen Sie sich von uns

kulinarisch verwöhnen!

www.restaurant-fritz.com

FRITZ

RESTAURANT

Gannerwinkel 1

29378 Wittingen

Tel. 05831 / 7182

AUF INS ABENTEUER

DER NEUE

SEAT ARONA

ab

15.990

Euro

www.kuhn-mantik.de

durch das Dorf verläuft. Von der Lindenstraße biegen wir wiederum

rechts ab, diesmal in die Feldstraße, die uns aus dem Dorf

herausführt.

Alsbald überqueren wir abermals die Ise. Direkt am Fluss befindet

sich ein kleiner Rastplatz mit Tisch und Bänken. Wir kommen

jetzt in die Gemarkung Betzhorn, und die Feldstraße heißt

hier Birkenkampweg. Dann fahren wir durch ein kleines Wäldchen,

an dessen Ende wir links abbiegen und ein Stück dem Wahreholzer

Heidjerpfad folgen. Betzhorn lassen wir dabei rechts

liegen, und peilen stattdessen den Kirchturm von Wahrenholz an.

Der Weg schwenkt nach rechts und verläuft dann parallel zur

Bruno. Nein, wir schreiben in diesem Fall nicht der Bruno, sondern

die Bruno, denn wir gehen davon aus, dass das »o« gleichbedeutend

ist mit der Silbe »au«, die ein Fließgewässer bezeichnet

und entfernt verwandt mit dem lateinischen »aqua« (Wasser) ist.

Natürlich kann man(n), wenn man(n) sich mit dem weiblichen Artikel

schwertut, auch ganz einfach »der Bach Bruno« sagen.

Wie auch immer, die Bruno ist jedenfalls eines der rechten Nebenflüsschen

der Ise, und vor der Brücke über die Bruno, die wir

jetzt erreichen, können wir sehen, wie sich Haupt- und Nebenfluss

vereinigen. Auch hier hat man freundlicherweise einen Rastplatz

eingerichtet.

Die nächste Bachüberquerung folgt sogleich. Der Bach ist kaum

mehr als ein schnurgerader Graben, was ihn nicht daran hindert,

einen stolzen Namen zu tragen: Donau. Und es gibt tatsächlich

etliche Wahrenholzer, die sich rühmen können, in der Straße »An

der Donau« zu wohnen.

Beim Bäcker in Wahrenholz holen wir noch schnell ein Brot fürs

Frühstück morgen und fahren wieder ein Stück auf der Hauptstraße

zurück und biegen dann links ab in die Betzhorner Straße. In Betzhorn

biegen wir rechts ab und verlassen auf der Leustraße den Ort.

Weil es so schön war, überqueren wir noch einmal Donau und

Bruno und treffen auf die kleine Kreuzung am Waldrand, die wir

schon auf dem Hinweg kennengelernt haben. Um auf der Leustraße

zu bleiben, müssen wir links abbiegen. Die Straße verläuft

am Waldrand entlang mit Blick auf ein blühendes Rapsfeld. Jetzt

fahren wir immer geradeaus auf der Leustraße bis zur schon bekannten

Kreuzung an der Freundschaftseiche. Eine Kreuzung vorher

erinnert das Mönchskreuz an einen traurigen Unglücksfall:

Der alten Wahrenholzer Pfarrchronik zufolge machte sich einmal

im Monat ein Mönch aus dem damals noch katholischen Kloster

Isenhagen auf den rund 15 Kilometer langen Weg durch den Leu

nach Wahrenholz, um dort in der Kapelle, der Vorgängerin der

heutigen Kirche, eine Messe zu halten. An einem eiskalten Wintertag

des Jahres 1528 soll soll sich der Mönch im hohen Schnee

verirrt haben und erfroren sein. Zu seinem Gedenken wurde ein

Holzkreuz aufgestellt, das natürlich im Laufe der Zeit schon mehrfach

erneuert worden ist.

Die Tourenkarte finden Abonnent(inn)en bei CallunaPlus im Internet.

10 Calluna


Hier »küssen« sich Ise (von links kommend)

und Bruno (von rechts kommend).

Zartes Grün an den Bäumen im Leu, das Mönchskreuz und Blick vom Leuweg über ein blühendes Rapsfeld.

Calluna 11


STREIFZÜgE

„Orte und Wege

e der

Besinnung“

in der Urlaubsregion Ebstorf

RadReiseRegion

Termine und Infos:

Urlaubsregion Ebstorf – Tourist-Info

Winkelplatz 4a | 29574 Ebstorf

Radreiseregion

Uelzen

Neue Radkarte mit

36 Thementouren auf über 900 km Routennetz

Detailkarten und Infotafeln zu allen Strecken

Kostenlose E-Bike-Ladestation

Herzogenplatz 2, 29525 Uelzen

Tel. (05 81) 7 30 40

info@heideregion-uelzen.de

www.heideregion-uelzen.de

Gesc

hichte erleben!

• 27 his storische Gebäude der

Lüne burger Heide

• Veranstaltungen und Aktions-

tage für die ganze Familie

Sonderausstellungen

• Einze elhandel auf dem Lande

• Carto

ons und Bilder von

Wolf-Rü üdiger Marunde

Tel. 05826 1774

www.museumsdorf-hoesseringen.de

...entdecken an der ein-

zigartigen Weltkarte im

Kloster Ebstorf, radelnd

oder wandernd auf den

besonderen Besinnungs,-

und Pilgerwegen und

Freude erleben bei hoch-

karätigen Veranstaltungen.

touristinfo@ebstorf.d de | www.urlaubsregion-ebstorf.de

HEIDEREGION

UELZEN

Museumsdorf

Hösseringen

von Mühle

zu Mühle,

von Kirche

zu Kirche

EIN sTEINgRAb uND EINE scHLEusE sIND

wEITERE sTATIONEN DIEsER E-bIKE-TOuR

CHRISTINE KOHNKE-LÖBERT

Ees ist ein schönes Gefühl, nach etlichen Kilometern vom

Fahrrad zu steigen, aber noch schöner ist es, sich voller

Vorfreude auf den Sattel zu schwingen und die ersten Sonnentage

des Frühjahres für eine schöne Tour in der Südheide zu

nutzen.

Ich hatte mir für den Auftakt der Fahrradsaison die Esterauniederung

vorgenommen, doch ein Blick auf unsere Räder ließ mich

zaudern. Zwar sind sie schön anzusehen mit ihren geschwungenen

Lenkern. Aber sie sind eben auch schon ein bisschen antik,

und eine größere Tour traue ich mir damit nicht mehr zu. Doch

Jürgen Clauß vom Verein HeideRegion Uelzen hilft mir aus der

Patsche. »Sie können sich bei uns ein E-Bike ausleihen«, schlägt

er mir vor. Und weil das Wetter gerade schön ist, was sich dieser

Tage ja schnell ändern kann, kommt er doch tatsächlich ganz

kurzfristig mit dem Fahrrad im Gepäck bei uns zu Hause vorbei

und bringt mir das gute Stück. Nun gibt es keine Ausreden mehr.

Nach der Einweisung vom Fachmann drehe ich als totaler E-Bike-

Neuling erst einmal ein paar Proberunden. Doch, ich habe ein

gutes Gefühl. Vorsichtshalber bitte ich meinen Mann, sich nicht

zu weit vom Telefon zu entfernen – falls ich unterwegs havariere.

Und dann geht es los, auf die andere Seite des Elbe-Seitenkanals,

denn meine erste Station ist Wieren.

Dass es in dem langgestrecken Dorf an der alten Amerikalinie,

der einst von vielen Auswanderern benutzten Bahnstrecke an die

Küste, einmal ein eigenes Elektrizitätswerk gegeben hat, kann man

sich heute kaum noch vorstellen. So war es aber in der Anfangszeit

der Elekrifizierung auf dem Lande. Viele Mühlen übernahmen

die Versorgung der ansässigen Haushalte mit Strom. So auch die

12 Calluna


Die Wierener Wassermühle an der Aue

bekam 1900 einen Gleichstromgenerator

eingebaut und versorgte, wie auch viele andere

Wassermühlen in der Südheide, die

örtlichen Haushalte mit elektrischem Strom,

bis Wieren 1950 an die überregionale

Stromversorgung angeschlossen wurde.

Fotos: Inka Lykka Korth

Calluna 13


STREIFZÜgE

Ein Ort zum Ve

erweilen und Genießen:

• Dorfcafé mit Kaffee, Te

ee, Tor

orten & Eis

• Restaurant mit durchgehend warmer Küch

üche

• Frühstück und Brunch nach Absprache

• nostalgischer Ta ante Emma Laden mit Geschenken & Regionalia

• Zimmer & Ferienw

wohnung mit

individuellem Flair

Café mit Laden täg

glich geöfffnet von 8:30 bis 18 Uhr

Gruppen bis 30 Personen willkomme

ommen!

Hinter den Höfen 7 • 29556 Suderburg/Hösseringen

Te

el. 0 58 26 / 83 43 • www w. .dorfcafe-hoesseringen.

de

Landgasthaus „Zum Pilz“













• Ab April hat unser

Restaurant für Sie geöffnet:

Mo – So von 9 – 21 Uhr

mit durchgehend warmer Küche

• Zur Spargelsaison wählen Sie

aus unserer Spargelkarte mit

unseren Spezialitäten wie

hausgebeiztem Lachs und

selbstgeräuchertem Schinken








Doppelzimmern

• kostenfreies Parken

Wir freuen uns

auf Ihren Besuch!

Lüneburger Straße 9

29392 Wesendorf

Tel. 05376/890 8710

www.landgasthaus-zum-pilz.de

Wierener Wassermühle, die mit ihren historischen Gebäuden

heute noch ein eindrucksvolles Geschichtszeugnis ist. Der stattliche

Fachwerkbau an der Aue stammt aus dem 18. Jahrhundert. Er

lässt ahnen, dass der Wierener Müller ein einflussreicher Mann

gewesen ist. Und einer, der schon früh Unternehmergeist bewies:

Um mehr Wasser aufstauen zu können, verlegte er die bereits um

1330 bezeugte Mühle im 18. Jahrhundert flussabwärts. Gleichzeitig

ließ er den Staudamm erhöhen und baute 1788 ein neues

Mühlengebäude. Damals entstand auch der vordere Mühlenteich.

Hier wurde eine Ölmühle betrieben, später kam dann ein Sägegatter

hinzu. Im Jahr 1900 wurde eine Turbine eingebaut und die

Mühle mit einem Gleichstromgenerator ausgestattet – und 1910

konnte das Elektrizitätswerk in Betrieb gehen. Es war nach der

Stadt Uelzen das erste im Kreis Uelzen und versorgte bis 1950

Wieren, bis 1929 auch das nahegelegene Dorf Drohe. Aber wie

für die meisten Mühlen der Region gab es irgendwann keine Zukunft

mehr für diese Technologie. Die Wierener Mühle musste

1962 ihren Betrieb einstellen. Nur 30 Jahre zuvor hatte man noch

das Erdgeschoss des Wohnhauses ausgebaut. Ein bisschen merkwürdig

sitzt nun das Fachwerkobergeschoss auf dem aus dunklen

Backsteinen neu aufgemauerten Erdgeschoss. Das hat elektrisches

Licht über der Tür, große Fenster und ein Findlingsfundament mit

der damals angesagten auffälligen aufgesetzten Zierverfugung.

Heute nennt man dies auch Krampfaderverfugung.

Das ist das Stichwort. Fahrradfahren macht schließlich nicht nur

fit und außerdem noch Spaß, sondern hilft auch gut bei der Vermeidung

von Krampfadern. Mein nächstes Ziel ist allerdings

gleich um die Ecke. Wenn ich schon einmal in Wieren bin, dann

bewundere ich selbstverständlich auch die neugotische Kirche

St. Jakobus, die 1911 auf einem Hügel an der Hauptstraße errichtet

wurde. Als weithin sichtbare Landmarke thront sie seither über

den Häusern der Straßenzeile. Wieren hat zudem eine ganz besondere

Kostbarkeit zu bieten: Weil die neue Kirche an einem anderen

Standort errichtet wurde, blieb die kleine Feldsteinkirche

aus dem 12. Jahrhundert erhalten. Es ist eine der ältesten erhaltenen

Kirchen des Landkreises Uelzen, und heute sind die Wierener

froh, dass sie sie noch haben. 1911 war ihr Fortbestand nicht gesichert.

Die alte Kirche war damals baufällig, und mit nur 226 Sitzplätzen

bot sie für die gewachsene Gemeinde nicht genügend

Platz. So fiel die Entscheidung für einen Neubau. Inzwischen ist

die mittelalterliche Kirche liebevoll restauriert und wird wieder

gottesdienstlich genutzt.

Über Drohe fahre ich in die Esterauniederung. Hier wurde vor

einigen Jahren in einem NABU-Projekt der Flusslauf der Esterau

renaturiert. So wurde Lebensraum für Tierarten geschaffen, die

auch durch die Industrialisierung in der Landwirtschaft immer weniger

Nistmöglichkeiten finden, wie der Fasan. Der hat zwar gerade

Balzzeit, lässt sich aber nicht sehen. Und auch Feldhase und

Fuchs haben sich versteckt. So fahre ich weiter zu meinem

14 Calluna


Jürgen Clauß vom Verein HeideRegion Uelzen stellt Calluna-Redakteurin Christine Kohnke-Löbert für die Radtour ein E-Bike zur Verfügung und gibt ihr

eine kleine Einweisung. Der schlanke, hohe Turm der neuen Kirche in Wieren ist nicht zu übersehen. Die alte Kirche in Wieren hat einen frei stehenden

Glockenturm aus Holz. In der Esterau-Niederung bestimmen Erlen und Kopfweiden das Landschaftsbild. Eine schmale Straße, perfekt für Radfahrerinnen

und Radfahrer, führt zur Kroetzmühle. Fotos: Inka Lykka Korth (3) / christine Kohnke-Löbert (2)

15


STREIFZÜgE

DAS

ZIEL

FÜR

IHREN AUSFLUG

Hausgemachte

Torten und Kuchen

auch außer Haus

Lassen Sie sich mit den Leckereien aus unserer Küche und

Backstu ube im Café oder auf der Sonnenterrasse verwöhnen.

Frisches s Obst aus eigener Ernte: je nach Saison z.B.

Erdbeeren, Himbeeren, Äpfel, Birnen und vieles mehr.

Außerde em: Apfelsäfte aus eigener Herstellung –

Probiermöglichkeiten vor Ort! Große Auswahl an Wurst,

Kä äse, Wein, Spirituosen, i Fruchtaufstrichen h ...

Obstscheune Tätendorf | Uelzen ner Chaussee 4 | 29576 Barum

Tel. 05806 /12 47 | www. obstscheune-an-der-b4.de

Tgl. von 9-18 Uhr geöffnet (Verkauf an gesetzl. Feiertagen geschlossen)

Hauptstraße 28 29394 Lüder

Tel. 05824/96500

Fax. 05824/965050

eMail: service@bauernhofhotel.de

www.bauernhofhotel.de

Rustikales Frühstücksbuffet

Ostersonntag, 1. April 2018

Sonntag, 29. April 2018

Sonntag, 13. Mai 2018

Sonntag, 3. Juni 2018

_________________________________________________

Beginn ab 10.00 Uhr

Voranmeldung erbeten!

13,50 /Person

______________________________________________

Bitte vormerken:

Kneipennacht im Bauerncafé

am 10. März 2018 ab 20 Uhr!

_____________________________________________________________________________

Täglich ab 14.00 Uhr geöffnet! (Dienstags Ruhetag!)

Selbstgebackene Torten und Kuchen, Kaffee-, Tee- und Eisspezialitäten

Familienfeiern aller Art bis 120 Personen - Hotel - Ferienwohnung

Kutsch- und Planwagenfahrten - Streicheltiere - Kinderspielplatz

AschauTeiche

nächsten Ziel, und wieder ist es eine Mühle: die Kroetzmühle

an der Esterau. Wie die Wierener Mühle gehört sie zur Niedersächsischen

Mühlenstraße, aber sie liegt abseits der benachbarten

Dörfer Drohe und Kroetze recht einsam in einem kleinen Wäldchen.

Um 1550 erstmals genannt, ist sie einer der jüngeren Mühlenbauten

der Region. Während der Zeit des Dreißigjährigen

Krieges wurde die Kroetzmühle Schauplatz einer Tragödie mit Tatort-Potenzial.

Die Mühlenerbin – wohl eine gute Partie – war vom

Bodenteicher Amtmann gegen ihren Willen zur Heirat mit dem

damaligen Mühlenverwalter gedrängt worden. Wer weiß, was der

Amtmann von dem Geschäft hatte? Die Ehe verlief jedenfalls nicht

glücklich, und die Frau soll einen Liebhaber gehabt haben. Nach

eineinhalb Jahren Ehe wurde ihr Mann ermordet, und man verhaftete

die Müllerin. Sie kam in Oldenstadt ins Gefängnis, konnte

von dort jedoch fliehen. Ihre Spuren verlieren sich in den Wirren

des Dreißigjährigen Krieges.

Der Mühlenbetrieb ging aber weiter und um 1920 wurde ein

neues Mühlengebäude errichtet. Die Kroetzmühle war noch bis

1987 in Betrieb und ihre Ausstattung ist bis heute vollständig erhalten.

Das zugehörige Stauwerk an der Esterau lässt ringsum

einen hohen Grundwasserspiegel entstehen, der seltenen Pflanzen

wie Flutrasen, Seggen und Binsen sowie Schilfröhricht Lebensraum

bietet. Ich freue mich, dass hier auch die Schneeglöckchen blühen.

Auf dem Weg in Richtung Gavendorf komme ich an einer großen

aufgelassenen Sandgrube vorbei. Das rote Dach eines alten

Trafoturmes grüßt in der Feldflur, und ich denke darüber nach, wo

wohl der Strom herkam, der hier über Land verteilt worden ist.

Viele dieser Türme werden heute vom NABU als Unterkunft für

selten gewordene Vogelarten hergerichtet.

Jetzt muss ich ein bisschen in die Pedale treten, denn Herr Clauß

hat mir gesagt, dass das E-Bike auf Regen empfindlich reagiert.

Der Himmel zieht sich langsam zu, und ein paar Tropfen habe ich

schon abbekommen. Aber ich kann ja mal die Motorleistung erhöhen.

Wow, das klappt prima. Nur der harte Sattel bringt mich

fast um …

Aber ich will unbedingt noch das Steingrab bei Kahlstorf besuchen.

Und da liegt es vor mir. Im Schatten einer kleinen Baumgruppe

liegen hier seit 5000 Jahren große Findlinge, die in der

Jungsteinzeit als Grabanlage gruppiert worden sind. Bevor ich die

Grabanlage erreiche, muss das E-Bike einen Stresstest absolvieren.

Der Weg ist recht matschig und zudem von Traktoren zerfahren.

Erst schiebe ich ein Stück, das ist mir aber zu anstrengend. Also

wage ich den Aufstieg und gebe Gas. Oder besser: Ich gebe Strom.

Jetzt nur nicht langsamer werden und immer mittendurch. Wer

bremst, hat schon verloren. Und ehe ich mich versehe, bin ich da.

Der große Stall im Hintergrund verdirbt allerdings die Aussicht ein

bisschen.

Mit einer Ausdehnung von 26 Metern Länge und bis zu sieben

Metern Breite handelt es sich um eine wahrhaft riesige Graban-

16 Calluna


Auf dem Weg nach Lehmke grüßt ein alter Trafoturm aus der Anfangszeit der ländlichen Stromversorgung.

lage. Viel wissen wir von ihren Erbauern nicht, nur, dass es sich

um Ackerbauern der sogenannten Trichterbecherkultur handelte.

Hätten wir Funde aus dem Grab, könnten wir mehr dazu sagen.

Aber da sind uns unsere Vorfahren zuvorgekommen. Als um 1840

Ausgrabungen stattfanden, konnten die Archäologen hier zwar

Skelette bergen. Aber es handelte sich nicht um Menschen aus

der Jungsteinzeit, sondern um Tote aus dem Mittelalter. Damals

lebten Slawen in der Esterauniederung und sie nutzten die alten

Grabanlagen 4000 Jahre nach deren Errichtung wiederum als Begräbnisplatz.

Die Grabkammer ist wohl damals schon ausgeraubt

gewesen.

So, jetzt verdüstert sich der Himmel, und ich möchte doch noch

zur Esterholzer Schleuse. Deshalb werfe ich nur einen kurzen Blick

auf die Lehmker Kirche und lasse den Motor feste mitarbeiten. Die

Unterstützung brauche ich jetzt, denn zugegeben ist meine Kondition

nicht die beste. Außerdem hadert mein Allerwertester, wie

schon erwähnt, mit dem Sattel. Uff, jetzt noch zur Kanalbrücke hinauf.

Aber der Ausblick auf die Schleuse lohnt sich. An der

Schleuse wird gerade gebaut, deshalb ist die Besucherplattform geschlossen.

Na ja, das hole ich nach. Ein Höhenunterschied von

23 Metern wird hier überwunden! Damit gehört die Esterholzer

Schleuse am Elbe-Seitenkanal zu den größten Schleusen der Binnenschifffahrt

in Deutschland. Ein paar Schiffe warten schon.

Und ich mache mich auf den Heimweg. Ach, wie schön es ist,

aus dem Sattel zu steigen! Aber das E-Bike hat mich überzeugt.

Fast könnte ich in Versuchung kommen …

Die Tourenkarte finden Abonnent(inn)en bei CallunaPlus im Internet.

Die Kroetzmühle

Die Kirche in Lehmke

Der Mühlteich der Kroetzmühle

Schneeglöckchenteppich an der Mühle

Das Steingrab bei Kahlstorf

Letzte Station der Radtour ist die Esterholzer Schleuse. Fotos: christine Kohnke-Löbert (6) / Inka Lykka Korth (1)

Calluna 17


»Das hier ist mein Paradies!«

18 Calluna

Renate Barth hat Alpaka Aspergo

das Halfter angelegt, denn gleich

geht es gemeinsam mit Michael

Möller-Barth und Alpaka Theo

auf einen kleinen Spaziergang

durch das Dorf an der Aschau.

Die anderen Dorfbewohner

haben sich längst an den Anblick

der kleinen Kamele gewöhnt.

Fremde staunen jedoch nicht

schlecht, wenn sie diesen Spaziergängern

begegnen. »Ich freue

mich jedes Mal, wenn ich mal

wieder einem Lastwagenfahrer

ein Lächeln ins Gesicht gezaubert

habe«, sagt Renate Barth.


TIERgEscHIcHTEN

Unterschieden werden zwei Alpakatypen: Ähnelt das Huacaya mit seinem dicht gekräuselten und flauschigen Vlies einem Pudel, so erinnert das Suri eher an das Bild des

begossenen Pudels, auch ohne nass zu sein, hängt sein feines, langes Haar dicht am Körper herab. Ein Suri sieht deshalb viel schmaler aus als ein Huacaya.

FÜR IHRE ALPAKAs HAbEN RENATE bARTH uND MIcHAEL MöLLER-bARTH

IHR LEbEN uMgEKREMPELT uND AN DER AscHAu NEu ANgEFANgEN

MARION KORTH / Text // INKA LYKKA KORTH / Fotos

Dicke Luft im Stall. Alpakahengst Aspergo ist schlecht gelaunt,

dieser Tag bricht aus der Routine aus. Jetzt sind

die Mädchen schon draußen auf der Weide und er steht

immer noch in seiner Box. Das ist sehr, sehr ärgerlich. Gemeinhin

heißt es, Alpakas seien friedlich und freundlich im Umgang, was

ihnen zu einer Karriere in der tiergestützten Therapie verholfen

hat, willenlose Schmusetiere sind sie deshalb lange nicht.

Als Renate Barth aus dem Stall kommt, wischt sie sich über die

Jacke. Aspergo hat seiner Wut Luft gemacht und gespuckt. Und

Alpakaspucke ist nicht irgendeine Spucke. »Die kommt direkt aus

dem Vormagen«, sagt Michael Möller-Barth. Ohne Vorwarnung

wird allerdings nicht scharf geschossen. »Erst stoßen sie eine Art

Nebel aus, werfen den Kopf hoch und legen die Ohren an.« Solcherlei

Drohgebärden reichen in der Regel, um Artgenossen in

die Schranken zu weisen oder Menschen gegenüber Missfallen

zum Ausdruck zu bringen. Auch Treten gehört durchaus zum Verhaltensrepertoire.

Aber soweit kommt es heute nicht. Nachdem

Aspergo und Theo uns in Augenschein genommen haben, legt sich

die Nervosität, verraucht der Ärger. Jetzt geht es am Führstrick eine

kleine Runde in die Feldmark. Die beiden stolzieren mit aufmerksamen

Blicken artig neben uns her. Aspergo ist jetzt gänzlich entspannt,

nagt an ein paar grünen Halmen und sucht sich neben

dem Weg ein Plätzchen im Feld, wo er sich wälzt. Ohne Frage,

dieser Tag wird besser, als er begonnen hat.

Es ist eine lange Kulturgeschichte, die die Alpakas bis auf den

Hof der Barths in Habighorst geführt hat. Was die Schafe in der

Alten Welt waren, waren die Alpakas in der Neuen Welt. Die Inkas

begannen bereits 3000 v. Chr. aus einer der beiden Wildformen

der neuweltlichen Kamele, den Vikunjas, die Alpakas zu züchten.

Während die größeren Lamas als Lasttiere genutzt wurden, wurden

die Alpakas wegen ihrer feinen Wolle geschätzt. Die Spanier

brachten auf ihrem Eroberungszug Schafe nach Südamerika. Die

neuen Herren scherten sich nicht um die Alpakas, deren Niedergang

bis an den Rand der Ausrottung führte. Nur wenige Tiere

überlebten, dank einem Nischendasein bei den verarmten Indios.

Von dort aus begann mit der Unabhängigkeit Südamerikas ein

Alles Gute

für Ihr Tier

SPRECHSTUNDE

ZUSATZ-SPRECHSTUNDE

ÖFFNUNGSZEITEN

T E L E F O N 0 58 38 - 2 67

tiergesundheitspraxis-soujon.de

(Termine außerhalb der Zeiten jederzeit möglich)

Mo – Sa Vormittag 10.30 – 13.00 Uhr

Mo, Di, Fr Nachmittag 16.00 – 18.00 Uhr

Do Nachmittag 16.00 – 20.00 Uhr

für biologische / homöopathische

Behandlungsverfahren und Therapien

Mi 12.00 – 13.00 Uhr

Do 18.30 – 19.30 Uhr

Mo – Fr 7.45 – 18.30 Uhr Hausbesuche auch

Do 7.45 – 20.00 Uhr für Kleintiere !

Sa 9.00 – 13.00 Uhr

Physio-/ Aquatherapie nach Absprache

Tiergesundheitspraxis

29393 Groß Oesingen, Hauptstraße 7

Bewegungsgesundheit

29393 Groß Oesingen, Am Fuhrenkamp

Calluna 19


kleiner Siegeszug, der die schönen Tiere bis in die Südheide

geführt hat, wo eigentlich niemand mehr Schafe wegen ihrer

Wolle hält.

Schaf- und mehr noch Heidschnuckenhalter müssen froh sein,

wenn sie Abnehmer für die Wolle finden, die noch dazu bereit

sind, etwas dafür zu zahlen. Aus dem Vlies der Alpakas lässt sich

hingegen Wolle hervorragender Qualität herstellen. Von Natur aus

haben die Haare eine spezielle Textur. Als Mitglied im offiziellen

Züchterverband legt Renate Barth zusätzlich Wert auf ausgesuchte

Tiere. Theo erreichte in der Zuchteignungsprüfung 99 von 100

möglichen Punkten, Stute Justine sogar 100.

Die Preise selbst für erlesene Zuchttiere sind gefallen, erst recht,

nachdem zwei Großzüchter aufgegeben und ihre Tiere zum Verkauf

angeboten haben. Im Internet könne man quasi alles kaufen,

sagt Renate Barth, »auch Alpakas für 1000 Euro«.

Liebe kennt zum Glück keinen solchen inflationären Werteverfall.

Die Barths haben ihr Herz an die Alpakas verloren. Und

haben alles für sie umgekrempelt. »Ihr seid verrückt!« Diesen

Kommentar haben die beiden mehr als einmal gehört. In der Tat

gehört einiges dazu, nur wegen ein paar Tieren die wohl überlegte

Lebensplanung über den Haufen zu werfen. Nur ein paar Tiere?

Für Renate Barth war es Liebe auf den ersten Blick, als sie 2012

einen Dokumentarfilm gesehen hatte. Für sie stand fest: »Ich

möchte ein Alpaka haben.« Der Weg führte sie zu einem Züchter

nach Wittmund, wo es zu einer denkwürdigen Begegnung kam.

Eine als schwierig im Umgang beschriebene Stute fasste auf Anhieb

Vertrauen. Renate Barth erinnert sich, wie die Alpakastute

näherkam und dann an ihrem Ohr knabberte. Ein magischer Augenblick,

der alles veränderte und in Frage stellte.

Das Haus in Wietze, in dem die Barths 20 Jahre gewohnt hatten,

vorausschauend barrierefrei ausgebaut, schien für die Zukunft eingerichtet

zu sein. Allerdings nicht für eine Zukunft mit Alpakas.

»Wir haben bei Wietze einfach keine Weide gefunden«, erzählen

die Barths. Das Ehepaar fasste einen Entschluss: »Jetzt suchen wir

einen Resthof.«

Drei Jahre dauerte die Suche. Ihre kleine Alpakaherde hatten

sie zur Pension in Klein Hehlen bei Celle untergebracht, jetzt sollten

endlich alle – Mensch und Tier – auf einem Hof wohnen können.

Alte Bauernhäuser hätten die beiden viele kaufen können,

aber erst in Habighorst bei Eschede fand sich das Haus, zu dem

auch ausreichend große Weideflächen gehören.

Von Anfang an sollte es ein Pakt auf Gegenseitigkeit sein. Wohlergehen

gegen Wolle sozusagen. An der Schur führt sowieso kein

Weg vorbei. »Alpakas müssen geschoren werden, dafür sind sie

gezüchtet worden. Es geht gar nicht anders«, erläutert Michael

Möller-Barth. Die Schur bedeutet Stress für Schafe ebenso wie für

Alpakas, aber nicht zu scheren, verbietet sich. »Im zweiten Jahr

würden die Tiere einen Hitzschlag erleiden.« Einmal im Jahr geht

es den Alpakas also an die Wolle. Dann lassen die Barths einen

20 Calluna


TIERgEscHIcHTEN

Oben: Natur pur, keine Massenware: Renate Barth lässt

das Vlies ihrer Aschau-Alpakas in einem deutschen Betrieb

verspinnen. Das Garn wird nicht gefärbt und trägt

den Namen des Alpakas, von dem es stammt. Wenn

»Zora« aus ist, dann müssen die Kunden warten bis zur

nächsten Schur.

Rechts: Drei Alpakas auf der Weide, auf der jetzt im

Frühling bald wieder frisches Gras sprießt. Entlang der

Baumreihe im Hintergrund fließt die Aschau.

Fachmann kommen. Schnelligkeit und Präzision mindern den

Stress und reduzieren das Verletzungsrisiko auf nahezu Null. Das

ist den beiden wichtig. Auch sonst sollen es ihre Alpakas gut

haben. Die Zäune der Ausläufe sind 40 Zentimeter tief in den Erdboden

eingebuddelt – als Schutz vor Wölfen. Die haben sich zwar

noch nicht im Dorf sehen lassen, aber die Barths wollen auf Nummer

sicher gehen.

Dann bekamen die Alpakas noch einen stabilen Holzunterstand,

wo sie geschützt vor Regengüssen am Heu knabbern und

wiederkäuen können. Kälte sei für die kleinen Kamele, die aus

dem Hochland der Anden stammen, kein Problem, Regen auch

nicht. Auf Dauerregen wie im vergangenen Herbst können die

Barths und die Alpakas aber trotzdem gern verzichten. Jedes Tier

habe seine eigene Strategie, damit umzugehen. Die einen suchen

Schutz unter dem Unterstand, die anderen legen sich draußen hin,

klappen die Beine unter und lassen den Regen in stoischer Ruhe

über sich ergehen, Theo geht in den Stall und wartet, bis sich das

Mistwetter verzogen hat. Heu haben die Tiere den ganzen Tag

über zur freien Verfügung. Außerdem gibt es morgens eine kleine

Portion Kraftfutter. Auch wegen der Extraration an Mineralien, vor

allem aber ist diese Futtergabe ein Vitalitätscheck und Frühwarnsystem.

Sollte ein Alpaka beim Fressen mäkeln, so bliebe das nicht

unbemerkt.

»Alpakas sind Fluchttiere«, sagt Renate Barth. Sie zu zähmen,

heißt traditionell, sie in den Schwitzkasten zu nehmen und auszuhalten,

bis sie ihren Widerstand aufgeben. Renate Barth hält

nichts von solchen Methoden: »Ich möchte ihr Vertrauen gewinnen.«

Fast 400 Seiten dick ist der Erziehungsratgeber von »Alpakaflüsterin«

Marty McGee Bennett. Renate Barth hat sich an

diesem Leitfaden entlang vorgearbeitet. Jeden Tag hat sie mit

jedem ihrer Alpakas eine Viertelstunde lang geübt, damit sie sich

gut am Halfter führen lassen. »Jetzt bin ich bei Kapitel sieben von

vierzehn und gerade geht es nicht richtig weiter«, sagt sie und

lacht. Wie immer muss sie auch jetzt Geduld haben. Das bisherige

Training zeigt schließlich schon Erfolge. Theo und Aspergo benehmen

sich mustergültig, auch ein sich nahendes Auto bringt sie

nicht aus der Ruhe. Renate Barth hat sie immer wieder mitgenommen,

ist an der Straße entlanggegangen, vorbei an Lkw und Traktoren,

hat die Glascontainer besucht, wenn diese gerade

scheppernd und klöternd geleert wurden. Heute kann sie Menschen,

die einem Alpaka noch nie nahe gewesen sind, nach einer

Einweisung den Führstrick in die Hand drücken, ohne sich Sorgen

machen zu müssen.

Jetzt sehnt sie das Frühjahr und die Zeit herbei, wenn auch vor

dem Haus die Alpakas grasen und zur Sehenswürdigkeit für das

Hofcafé werden, wo sie Gäste nach Voranmeldung mit Kaffee und

Kuchen bewirten will. Es sind nicht allein die neuen Pläne, die

Renate Barth so mit Begeisterung füllen, es ist einfach alles zusammengenommen:

die mächtige Eiche, der Hof, das Flüsschen

Aschau hinter dem Haus – und natürlich die Alpakas. »Das hier

ist mein Paradies!«

KONTAKT aschau-alpakas.de

weitere bilder und ein videoclip bei CallunaPlus im Internet.

Calluna 21


TIERgEscHIcHTEN

D














AKUPUNKTUR & CHIROPRAKTIK FÜR TIERE

Dr. med. vet. Natascha Keunecke

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

- Akupunktur

- chinesische Kräutermedizin

Chiropraktik

Craniosacrale Therapie

Myofascial Release Techniques

Applied Kinesiology

Mobil: 0172.7855719

www.natascha-keunecke.com

Gifhorn & Wolfenbüttel






G abriele

Hoffmann

n

www .tierhe

il

prakti

tik-hoffmann.

de

Bioresonanz für Pferde, Hunde und Katzen

Allergietest, Futtermitteltest,

Pollentest,

Osteopathie (craniosakral)

für Pferde und Hunde

Naturheilverfahren: Akupunktur, Homöopathie, Blutegel, ...

Ernährungsberatung für Hunde und Katzen

Individuelle

id

Behandlungskonzepte

bei

Erkrankungen

k

Term ine nach Vereinbarung

THP Gabriele Hoffmann · Trambalken 2 · 29362 Hohne

Telefon: 0 50 83 - 91 13 15 · Email: mail@tierheilpraktik-hoffmann.de

Die große Gartenvogelzählung wird auch Auskunft über die Bestandsentwicklung

beim Gartenrotschwanz geben.

Foto: Franz Zäpernick

stunde der

gartenvögel

NAbu RuFT ZuM ZäHLEN IM MAI AuF

ANDREA POHLEN

Kuckuckskind, Vogelhochzeit und Rabenmutter: Wenn es

um die Familie geht, fallen häufig Vergleiche mit heimischen

Vögeln. Die diesjährige »Stunde der Gartenvögel«

lässt zwangsläufig an solche Sprachbilder denken, denn sie findet

am langen Wochenende von Vatertag bis Muttertag, also vom 10.

bis 13. Mai statt. Der NABU Niedersachsen lädt ein, bei der großen

Gartenvogelzählung mitzumachen. Das geht ganz einfach: Man

beobachtet und zählt eine Stunde lang die Vögel im Garten, vor

dem Balkon oder im Park. Anschließend meldet man die Beobachtungen

an den NABU. Die Ergebnisse der »Stunde der Gartenvögel«

sind umso aussagekräftiger, je mehr Menschen mitmachen.

Die Daten liefern wichtige Informationen zum Vogelbestand.

Sorgen machen in den Städten beispielsweise die Bestände von

Mehlschwalbe und Mauersegler, die jeweils um etwa sechs bis

sieben Prozent je Jahr zurückgegangen sind, so dass 2016 nur

noch etwa die Hälfte der Bestände von 2007 vorhanden waren.

Im Vorjahr gab es plötzlich wieder mehr Mehlschwalben und

Mauersegler. Ob sich hier eine Trendwende zum Besseren andeutet,

wird die 14. Stunde der Gartenvögel zeigen.

Mit Blick auf das besondere Datum der Vogelzählung – von Vatertag

bis Muttertag – muss mit einem gängigen Vorurteil aufgeräumt

werden: Der Begriff Rabenmutter stimmt nicht – im

Gegenteil: Raben sind sehr gute Vogelmütter. Sie kümmern sich

aufopferungsvoll um ihren Nachwuchs.

Und so funktioniert die Teilnahme an der »Stunde der Gartenvögel«:

Von einem ruhigen Plätzchen im Garten oder vom Zimmerfenster

aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert,

die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen

können per Post, am 12. und 13. Mai jeweils von 10 bis

18 Uhr unter der Telefonnummer 0800 1157115 (Anrufe kostenfrei)

oder im Internet unter stunde-der-gartenvoegel.de gemeldet

werden. Meldeschluss ist der 21. Mai.

22 Calluna


UMWELTbEwussT

Das an der Wipperau gelegene Gelände der historischen Wassermühle

bietet den Rahmen für den Aktionstag.

Foto: christine Kohnke-Löbert

Nachhaltigkeit

und Klimaschutz

AKTIONsTAg AN DER wOLTERsbuRgER MÜHLE

CHRISTINE KOHNKE-LÖBERT

Ein Aktionstag »Nachhaltig Uelzen« findet am Sonntag,

6. Mai, von 11 bis 17 Uhr auf dem Gelände der Woltersburger

Mühle an der Bundesstraße 191 am östlichen Stadtrand

von Uelzen statt. Es handelt sich um einen Spezialmarkt für

nachhaltige und klimafreundliche Produkte, Dienstleistungen und

Engagement, und deshalb wird an den Ständen über Produkte und

Dienstleistungen mit konkretem Nachhaltigkeitsbezug informiert.

Eine Auswahl an Produkten kann auch erworben werden. Dabei

sein werden Aussteller mit den folgenden Themen:

• Bauen/Wohnen: energetisches Sanieren, ökologische Baustoffe,

energiesparende Haustechnik, regenerative Strom- und Wärmeversorgung

• Gesundheit/Aktivität: Bewegung in der Natur, Ökotourismus

• Umwelt/Natur: Umwelt- und Naturschutzverbände, Umweltpädagogik,

Wald

• Mobilität: Radfahren, Elektromobilität, alternative Verkehrsmittel

• Ernährung/Konsum: regionale Produkte, recycelbare Materialien,

biologischer Anbau, fair gehandelte Produkte, ökologische

Produkte

Das Ziel des Tages ist es, Nachhaltigkeit und Klimaschutz erlebbar

zu machen. Engagierte Unternehmen, Vereine, Initiativen aus

der Region leisten einen Beitrag zum Erhalt unserer Lebensgrundlage.

Ihre Produkte und Angebote werden präsentiert. Neben den

Marktständen ist ein Rahmenprogramm mit Aktionen für Kinder

und Erwachsene, Live-Musik, Workshops und Mitmachangeboten

geplant. Ein Kleiderflohmarkt und ein Upcycling-Workshop, gastronomische

Angebote und Impuls-Vorträge

mit anschließender Diskussion runden das

Programm ab.

Kinder und andere Maus-Fans aufgepasst:

Christoph Biemann von der »Sendung mit der

Maus« kommt und experimentiert nachhaltig!

Christoph Biemann

Foto: Privat

Öffnungszeiten fnungszeiten Mühlen-Café

Freitag 14 bis 18 Uhr

Wochenende 9.30 bis 18 Uhr

Tel. 0581 / 97 15 70 30

info@woltersburger-muehle.de

www

ww.woltersburger-muehle.dewoltersburger-muehle.de

Frühstücksbuffet

Samstag & Sonntag

von 9.30 bis 12

Uhr • 12 Euro

Außerdem Zutaten vom

Uelzener Wochenmarkt, hausgemachte

Marmeladen, Quiche, Suppe, Salate ...

Mit Produkten von Mitgliedsbetrieben des

Calluna 23


UMWELTbEwussT

Trommeln und

Pfeifen für den

Naturschutz

selbstgebackene Kuchen, Frühstück,

Flammkuchen, ital. Eis, Hofladen...

Garßener Str. 10 | 29331 Lachendorf/Gockenholz | Tel. 0171.3341625





NAbu ERöFFNET gEscHäFTssTELLE

»HEIDE-wENDLAND« IN cELLE

CHRISTINE KOHNKE-LÖBERT / Text / Fotos

Echt BIO!





• Kartoffeln (Linda u.a.) • Eier und

vieles mehr • Schulobst-Lieferant

Such Dir selbst Dein BIO aus!

• Ab-Hof-Verkauf jeden Freitag von

10 bis 17 Uhr und nach Absprache Hof Heidegarten | Jan Schladebeck

• Verkauf auf dem Wochenmarkt in

Küsterberg 29

Wolfsburg, Rathausplatz mittwochs

29399 Wahr

ahrenholz

h (T

Teichgut)

und samstags von 7 bis 13 Uhr

Tel.

0 58 35 / 82 98

Pflanze

en

voller

Lebenskra

aft!

Seit 25 Jahre

en n

Rosenstraße 4 • 29386 Obernholz-

-Steimke • www.hof-rotdorn.de

d

Tel. 0 58 32 / 18 66 • Fax 0 58 32 / 68 52 • info@hof-rotdorn.de

Unser Hofladen: Do. 17 bis 19 Uhr • Fr. 10 bis 13 Uhr und 15 bis 19 Uhr

Wochenmarkt: Celle Innenstadt – Mittwoch und Samstag vormittags

Einst zogen Trommler und Pfeifer in

bunten Uniformen durch die

Gasse, heute haben in der schmalen,

gewundenen Altstadtstraße kleine

Einzelhandelsgeschäfte ihren Sitz. Und

nun wird hier auch der Naturschutz für

die Regionen Celle, Uelzen und Lüchow-

Dannenberg koordiniert: In der Schuhstraße

40 in Celle hat der NABU vor

wenigen Wochen eine Regionalgeschäftsstelle

eröffnet – die siebente in Norddeutschland.

Sie soll als Bindeglied

zwischen dem Landesverband und den

NABU-Landesvorsitzender

Dr. Holger Busch-

regionalen NABU-Gruppen vor Ort fungieren,

mit ihrer Einrichtung reagierte die

mann stellte als Leiterin

der neuen Geschäftsstelle

in Celle Andrea

Umweltorganisation auch auf Wünsche

der Aktiven und Ehrenamtler. »Der administrative

Aufwand für Vereine wird immer größer«, sagte der Lan-

Pohlen vor.

desvorsitzende Dr. Holger Buschmann anlässlich der Eröffnung.

Man habe sich zur Einrichtung von regionalen Anlaufstellen entschlossen,

um die ehrenamtlichen Helfer zu unterstützen und zu

entlasten. Dieser Part liegt nun in den Händen von Andrea Pohlen,

die die Geschäftsstelle »Heide-Wendland-Region« leitet. »Ich bin

sehr beeindruckt, was hier auf die Beine gestellt wird. Es finden

viele Maßnahmen für den Umweltschutz statt, doch in der Öffentlichkeit

wird davon zu wenig bekannt«, sagte sie. Deshalb wird sie

sich neben der Zusammenarbeit mit den örtlichen NABU-Gruppen

auch um die Pressearbeit kümmern. Finanziert wird ihre Stelle vom

Landesverband und den Ortsgruppen gemeinsam, Niedersachsen

nimmt hier bundesweit eine Vorreiterrolle ein.

Die Celler NABU-Aktivisten freuen sich über die professionelle

Unterstützung, können sie sich doch nun intensiver ihren Projekten

widmen. Eines davon ist das Insektenhotel in der Dörnbergstraße,

das auf Initiative der NABU-Ortsgruppe Celle gemeinsam mit Schülern

der BBS II errichtet wurde. »Das Innenleben fehlte noch«, er-

24 Calluna


läutert Vorstandsmitglied Eleonore Canamares

Romay. Über den Winter wurde Nistmaterial

gesammelt, und jetzt ist das Insektenhotel bezugsfertig.

Umgesetzt werden konnte das Projekt

auch dank der Unterstützung der Stadt

Celle, die das Grundstück zudem für eine

Wildblumenwiese zur Verfügung stellte. »Leider

können wir in der Natur viele einheimi-

Gemeinsam mit Berufsschülern

wurde

sche Wildkräuterarten nicht mehr finden.

ein Insektenhotel gebaut.

Foto: NAbu Wenn wir hier nicht gegensteuern, wird unsere

Umwelt verarmen und wir werden nicht nur den Insekten ihren Lebensraum

nehmen, sondern auch den Vögeln ihre Nahrungsgrundlage«,

fasste es Eleonore Canamares Romay zusammen.

Ein weiteres Projekt der Ortsgruppe Celle ist die Anlage und Betreuung

der Osterloher Teiche bei Altencelle. Hier, in der Aller-Flussaue,

wurden vor zehn Jahren 20 auetypische Kleingewässer, eine

dünenartige Sandinsel und zwei Aussichtshügel angelegt. Nicht

weit entfernt verläuft der Allerradweg. Mit dieser Maßnahme sollte

Lebensraum für schutzbedürftige Tier- und Pflanzenarten, insbesondere

den Weißstorch, die Rotbauchunke und die Feldgrille, geschaffen

werden. Die Rotbauchunke, einst eine Charakterart der hiesigen

Flussauen, ist in der Region seit 40 Jahren nicht mehr zu finden.

Ob ihre Wiederansiedlung funktioniert hat, kann derzeit nicht mit

Gewissheit gesagt werden. Neben dem Anspruch, bedrohten Tierund

Pflanzenarten Lebensraum wiederzugeben, dient das Projekt

auch dem Ziel, Menschen aus der Region die Besonderheiten und

Geschichte ihrer Natur- und Kulturlandschaft näherzubringen. Deshalb

wurden ein Aussichtshügel und ein Rundweg mit Informationen

über das Projekt angelegt.

Für Andrea Pohlen sind diese Wochen auch eine Zeit des Kennenlernens.

»Ich freue mich sehr darauf, die Aktiven vor Ort aufzusuchen,

mich mit ihren Projekten vertraut zu machen und

gemeinsam Pläne zu schmieden«, sagte sie.

Eines der Vorhaben, die sie in Uelzen kennenlernen wird, ist das

Projekt »Im Schatten der Schirmkiefer«. »Zurzeit prägen forstgerechte,

selektierte Kiefern das Landschaftsbild in der Lüneburger

Heide«, erläutert Initiator Thomas Dorschner. Im Suderburger Land

gibt es jedoch noch einige freistehende Bäume, die möglicherweise

bereits vor der Aufforstung der großen Heideflächen hier ihren Platz

hatten. »Bereits 1965 wurden einige Kiefern in der Region auf ein

Alter von 150 Jahren geschätzt und unter Schutz gestellt«, so Dorschner.

Im Schatten der Bäume wurden früher nach schwerer Feldarbeit

Pausen abgehalten. Wegen ihrer besonderen Bedeutung für

die Bauern stehen einige dieser »Pausenbäume« noch bis heute in

der Kulturlandschaft. Die meisten von ihnen aber sind aus dem

Landschaftsbild verschwunden, weil sie einer industriellen Landwirtschaft

im Wege stehen. Die noch erhaltenen geschichtsträchtigen

Bäume sollen nun vermehrt werden. Unterstützung erhalten

die Naturschützer dabei von der in Böddenstedt ansässigen Gärtnerei

von Kathrin Busse, die beim Heranziehen des Saatgutes geholfen

hat.

Was aber haben nun die Trommler und Pfeifer in der Celler

Schuhstraße zu bedeuten? Früher, als statt des Bomann-Museums

gegenüber dem Schloss noch die Hauptwache stand und im Schloss

die Herzöge residierten, zog Tag für Tag die Musikkapelle vom

Schlossplatz durch die Kanzlei- und die Schuhstraße zum Haus des

herzoglichen Kommandanten in der Schuhstraße 9. Von Umweltschutz

war damals noch keine Rede. Heute geht es in der Altstadtstraße,

die zu den ältesten Straßen Celles gehört, ruhiger zu. Das

»Trommeln und Pfeifen« soll aber weitergehen, nur auf andere

Weise – und für einen anderen Zweck.

Planen Sie Ihr Gartenparadies. So funktioniert’s!

Unsere pflegeleichten

Massivholz-Elemente gibt es

in vielen Formen und Farben

Entdecken Sie mehr in den neuen

Katalogen! Jetzt abholen oder

zusenden lassen: Tel. 05837 9797- 0

Konfiguratoren als Planungshilfe

finden Sie unter www.scheerer.de

Eine typische Schirmkiefer im Suderburger Land. Im Schatten solcher frei

stehenden »Pausenbäume« saßen einst die Bauern und Landarbeiter und

erholten sich von der schweren Feldarbeit.

Erich Scheerer GmbH

Behrener Dorfstr. 2 · 29365 Sprakensehl

Zaunsysteme · Carports · Türen und Tore · Sichtschutz · Pergolen · Gartenelemente

Calluna 25


GARTENgEscHIcHTEN











Für Hummeln

und Hobbyköche

scHMETTERLINg, bIENE & cO.

LIEbEN KRäuTER

MARION KORTH / Text / Foto









Öffnungszeiten:

Mo. bis Fr. 9 bis 18 Uhr

Sa. 9 bis 16 Uhr | So. 10 bis 12 Uhr



Ihr Kontakt zum Calluna-Magazin

Redaktion: Tel. 05832 979840 E-Mail redaktion@calluna-magazin.de

Anzeigen: Tel. 05832 979938 E-Mail anzeigen@calluna-magazin.de

Abo: Tel. 05371 55506 E-Mail abo@calluna-magazin.de

Große Auswahl

an blüh- und wachs-

freudigen Stauden,

Sträuchern und

Bäumen für

Ihren Garten.

Unsere Veranstaltungen im Frühjahr:

• 1.+2. April: Ostereiersuch en mit Kaffee, fee, Kuchen und

Bratwurst

• 28.+29. April: Beet- und Balkonpflanzenausstellung

• 26.+27. Mai: Wochenende e der Kräuter

• 9.+10. Juni: 5. Sprakense ehler Gartentage

Hauptstraße 1 · 29365 Sprakensehl

Tel. 05837 / 1227 · info@noevig-maass.de

www.noevig-maass.de

wegen der Fotos und mancher Anregung blättere ich

ab und zu gern in Gartenzeitschriften. In einer fand

ich einen Test, der mich neugierig machte: »Ist Ihr

Garten hummelfreundlich?« Im Ankreuzverfahren sollten die

Leser einer Antwort näherkommen. Auch ohne eine einzige Frage

nach Art, Anlage und Pflanzen unseres Gartens beantwortet zu

haben, rufe ich innerlich sogleich und voller Überzeugung »Ja!«.

Natürlich ist unser Garten hummelfreundlich! Oder?

Bei genauerem Nachdenken ist das vorbehaltlose Ja nur die

halbe Wahrheit. Ein Jein wäre eigentlich ehrlicher. Es ist nämlich

gar nicht so einfach, vom frühen Frühjahr bis zum ersten Frost im

Herbst immer etwas blühen zu haben, das auch Hummeln

»schön« finden und das ihnen Nahrung bietet.

Forsythie oder Flieder blühen zwar überreich und wunderschön,

doch von der Liste der bienen-, hummel- und überhaupt insektenfreundlichen

Pflanzen kann man sie streichen. Krokusse werden

gern angeflogen, Osterglocken nicht. Auch nostalgische,

gefüllte Rosen haben für die

kleinen Fliegetiere keinen

Nutzen. Nach Ende der Obstbaumblüte

beginnt bei uns oft

eine Hungerzeit, bis die Sommerblumen

übernehmen und

endlich die Lücken schließen.

Weil ein Garten erst voller

Hummeln, Bienen und

Schmetterlinge so wirklich

schön ist, haben wir deshalb

damit begonnen, gezielt Wildblumen

und Kräuter rund um

das Haus zu versammeln.

Wobei Kräuter in der Regel

sowieso Wildpflanzen sind,

meistens mit mediterranen

Wurzeln. Das erklärt, warum

Insekten so voller Begeisterung

auf sie fliegen.

Kräuter können durch Stecklinge und

Klein, niedlich, wüchsig Samen vermehrt werden.

26 Calluna


Die Blüten des wilden Oregano und

anderer Kräuter werden gern von Insekten

angeflogen

und völlig unkompliziert – so hat der wilde Oregano (Origanum

vulgare) unser Herz und das der Hummeln und Schmetterlinge

erobert. Die kleinen Blütendolden zieren jeden Blumenstrauß,

sind schmackhafte Würze oder Teekraut und attraktive Gartenpflanzen.

Unser Sandboden ist gerade richtig für den genügsamen

Oregano, selbst ohne Kalkgaben kommt er zurecht, Wasser

braucht er wenig, Sonne dafür umso mehr. Auf die gleiche Art bereichern

Salbei, Thymian und Bohnenkraut den hummelfreundlichen

Garten, nicht zu vergessen blühender Schnittlauch. So wie

ich durch Zufall auf den Ankreuztest in der Gartenzeitschrift gestoßen

war, hatte ich neulich Tütchen mit Wildblumensamen im

Supermarkt entdeckt, darunter solche mit Samen von Origanum

vulgare, der diesmal nicht als Küchenkraut, sondern allein als

Magnet für Schmetterling, Biene & Co. angepriesen wurde. Weil

die Samen ziemlich klein sind und an die drei Wochen bis zur

Keimung vergehen können, ist es durchaus sinnvoll, Oregano und

andere Südländer unter kontrollierten Bedingungen im Haus und

später dann im Frühbeet vorzuziehen. Dafür ist jetzt durchaus

noch der richtige Zeitpunkt.

Wer also noch einen Sonnenplatz im Kübel, im Staudenbeet

oder Steingarten zu vergeben hat, sollte zu Kräutern greifen – das

freut den Hobbykoch und die Hummel.








Meisterbetrieb





Calluna 27


GARTENgEscHIcHTEN

sommer, sonne,

Ernteglück

ZuccHINI: IM APRIL KANN MIT DER

vORKuLTuR bEgONNEN wERDEN

MARION KORTH / Text / Foto

Zucchini sind immer für eine Überraschung gut und für ein

Erfolgserlebnis. Die Überraschung entsteht von einem Tag

auf den nächsten und dann den übernächsten, wenn sich

erst die großen orangefarbenen Blüten öffnen, sich daraufhin eine

kleine Frucht weiterentwickelt und gefühlt über Nacht daraus eine

Art Baseballschläger wächst. Das ist natürlich völlig übertrieben,

trotzdem kann aus einem ziemlich kleinen Zucchino ziemlich

schnell ein ziemlich großer werden. Was die Erntemenge anbelangt,

spielen Zucchini ohne Frage in der ersten Liga, denn je

mehr geerntet wird, desto mehr Blüten und Früchte folgen nach.

Ebenso wie Kürbis, Tomate, Chili oder Balkonblumen dürfen

Zucchini erst dann nach draußen, wenn keine Frostgefahr mehr

droht, in unseren Breiten also Mitte bis eher Ende Mai. Da nicht

nur Zucchinifrüchte, sondern auch Zucchinipflanzen Schnellstarter

sind, empfiehlt sich der April für den Beginn der Vorkultur im

warmen Haus. Temperaturen um die 20 Grad, nachts darf es geringfügig

kälter sein, und viel, viel Licht sind die Garanten, dass

gesunde Pflanzen heranwachsen. Meistens vergeht kaum eine

Woche, bis sich der große Keimling aus der Erde schiebt. Am besten

ist es, je Anzuchttöpfchen einen Samen zu setzen. Da in der

Regel auch aus jedem Samen eine Pflanze wird, entsteht so nicht

Zucchini wachsen problemlos im Kübel. Kompost oder wie hier etwas

verrotteter Pferdemist bildeten die Grundlage für eine reiche Ernte. Die

Früchte sollten relativ früh mit einer Länge um die 20 Zentimeter geerntet

werden, damit sich reichlich Nachschub bildet. Wichtig ist auch, auf

eine ausreichende Wasserversorgung zu achten.

gleich Drängelei. Es macht übrigens durchaus Sinn, ein paar Pflanzen

mehr vorzuziehen, als eigentlich benötigt werden. Selbst

wenn noch keine gefräßigen Nacktschnecken durch den Garten

ziehen, sind manche Pflanzen ziemlich hartnäckig darin, ausschließlich

männliche Blüten auszubilden. Um sicherzustellen,

dass sich zeitgleich immer eine männliche und eine weibliche

Blüte öffnen, ist es gut, ein paar mehr Pflanzen zu haben.

Hummeln lieben nicht nur Oregano, sondern auch die riesigen

Zucchiniblüten. Wenn gerade Dauerregen niedergeht, wird sich

trotzdem keine Hummel zeigen. Eine Handbestäubung ist aber

völlig problemlos zu machen. Einfach das Regenwasser aus den

Blüten kippen, mit dem Zeigefinger etwas Blütenstaub von der

männlichen Blüte abnehmen und auf der weiblichen Blütennarbe

abstreifen. Die weiblichen Blüten erkennt man daran, dass sie am

Ansatz einen kleinen Fruchtkörper ausgebildet haben. Nur wenn

die Blüte bestäubt wird, wächst er zu einer großen Frucht heran.

Dat Greune Eck

Gartengeräte

Kommunaltechnik

Feuerwehrbedarf

... immer

bestens

beraten!

Aktionstage

9. bis 14. 4.

2018

Sa., 14. 4.

STIHL-

Testtag

Viele Geräte zu Sonderpreisen!

Wahrenholz

MOTORGERÄTE

Garten- und Kommunalgeräte • Brandschutz

Im Gewerbegebiet 1

29399 Wahrenholz

Tel. 0 58 35 / 96 96-0

Fax 0 58 35 / 96 96 50

www.gruessing.de

28 Calluna


FUNDsTÜcKE

Eine Lie für die Ewigkeit

CHRISTINE KKOHNKE-LÖBERT / Text und Fotos

ürzlich erreichte uns in der Calluna-Redaktion

ein Anruf von Jürgen Jansen aus Suderburg. Er

hatte die Geschichte des Jeduttensteines, eines

großen Findlings, der auf dem Blauen Berg bei Suderburg liegt,

gelesen. Wir hatten in der Winterausgabe 2016 im Rahmen einer

Wanderung zu den Resten der alten Segelflughalle am Blauen

Berg auch über den Jeduttenstein und die damit verknüpfte Sage

berichtet. Was wir damals nicht wussten: Ein Teil dieses Findlings

liegt heute im Garten von Familie Jansen in Suderburg. Der Grund

hierfür ist eine alte Familiengeschichte.

Wie viele Findlinge wurde auch der große Jeduttenstein im

19. Jahrhundert gesprengt und für den Bau der Eisenbahnbrücke

bei Bevensen-Medingen verwendet. Kleinere Teile blieben auf

dem Blauen Berg liegen. Sie waren zwar ebenfalls angebohrt worden,

man hatte sie aber vermutlich nicht gut teilen können und

deshalb nicht für Baumaßnahmen verwendet.

Die – immer noch großen – Reste des Jeduttensteines inspirierten

im Jahr 1927 einen verliebten Studenten dazu, seiner Liebsten

ein ewiges Denkmal zu setzen. Vielleicht kannte er die Geschichte

von der im Stein eingeschlossenen Prinzessin? »Der junge Mann

studierte an der Wiesenbauschule in Suderburg und hatte hier bei

Familie Meyer ein Quartier gefunden«, erzählt Helga Jansen.

Ihre Familie lebt schon lange auf dem

alten Hof mit dem großen Fachwerkhaus

in der Suderburger Burgstraße.

Der Student verliebte sich unsterblich

in die Tochter des

Hauses, Elisabeth Meyer.

Doch die Geschichte

nahm für ihn kein

gutes Ende: Elisa-

beth erwiderte seine Liebe nicht. Es halfen weder Gedichte noch

Ständchen mit der Trompete auf dem Blauen Berg.

»Ao 27, Lisabeth M« und ein Herz mit Anker gravierte der verliebte

junge Mann in den Findling ein. Darunter den Spruch »Hoc

signo vinci« (In diesem Zeichen wirst du siegen). Doch seine Hoffnung

erfüllte sich nicht, Elisabeth, die Tante von Helga Jansen, erhörte

ihn nicht. Sie heiratete später allerdings doch einen

Wiesenbau-Studenten. Mit ihm zog sie nach Minden. Ihren Verehrer

sah sie nicht wieder. Dieser hatte ihren Lebensweg aber

immer verfolgt.

Auch ihre Nichte Helga Meyer heiratete einen Suderburger Studenten:

Jürgen Jansen. Und diese Geschichte nahm einen

glücklichen Verlauf: »Mein Mann ist mir zuliebe

Bauer geworden«, lacht Helga Jansen. In den

1960er Jahren holte die Familie den

Stein vom Blauen Berg auf

ihren Hof. Hier liegt er nun

und wird auch den

kommenden Generationen

von einer

großen Liebe erzählen.

Im Garten der Familie

Jansen in Suderburg liegt

der Stein, der die traurige

Geschichte einer unerwiderten

Liebe erzählt.

Calluna 29


Südheidekalender

1 OsTERsONNTAg

landen würde. INFO Telefon 05141 124506

oder E-Mail uwe.rautenberg@celle.de

6 FREITAg

10 DIENsTAg

hoven. Eintritt: 12 - 20 Euro. INFO Telefon

05371 813924 oder kulturverein-gifhorn.de

14 sONNAbEND

Osterküken schlüpfen im Otter-Zentrum

9:30-18:00 Uhr I Hankensbüttel

Eier der seltenen Lachshühner, einer aussterbenden

Haustierrasse, werden zu Ostern ausgebrütet,

sodass die gerade geschlüpften

Küken zu beobachten sind. Mit etwas glück

lässt sich das kleine wunder der schlüpfenden

Küken in dem einsehbaren brutapparat verfolgen.

Die erwachsenen Lachshühner sind derweil

auf der Hühnerwiese unterwegs. An den

Ostertagen lädt das Otter-Zentrum außerdem

zum Ostereier-suchen ein. Da heißt es für die

kleinen besucher zwischen den gehegen und

büschen genau hinzusehen, um die gut versteckten

Ostereier zu finden. INFO Telefon

05832 98080 oder otterzentrum.de

2 OsTERMONTAg

Osterküken schlüpfen im Otter-Zentrum

9:30-18:00 Uhr I Hankensbüttel

siehe Ostersonntag, 1. April

Inschriften und Zeichen an alten Häusern

12:00/15:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Dr. ulrich brohm führt durch das Museumsdorf

und erläutert, was die Inschriften und Zeichen

an den alten Häusern zu bedeuten

haben. Die erste Führung findet von 12 bis

13:30 uhr statt, die zweite Führung folgt in

der Zeit von 15 bis 16:30 uhr.

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

Haustüren

Unter den Eichen 4, 29365 Sprakensehl

Tel. 0 58 37/ 12 66,

www.tischlerei-meyer-hw.de

3 DIENsTAg

Plattdeutscher Nachmittag

14:00 Uhr I Müden/Aller I TuS-Sportheim

Plattdeutsch-Klönen und Kaffeetrinken mit

der Plattdeutschbeauftragen im Landkreis gifhorn,

Anneliese Leffler. Auf diese weise wird

die plattdeutsche sprache lebendig gehalten

und damit ein stück Kulturgut bewahrt.

INFO Telefon 05375 1642 oder museengifhorn.de.

5 DONNERsTAg

Repair-Café

14:00-17:00 Uhr I Celle I Bomann-Museum

In der museumspädogischen werkstatt des

bomann-Museums wird wieder ein Zeichen

gegen die wegwerfmentalität gesetzt. gemeinsam

wird versucht, all das aus Haus und

garten zu reparieren, was sonst auf dem Müll

Rosenschnitt-Seminar

15:00-16:30 Uhr I Celle I Triftanlage

Rosenliebhaber Eberhard Hentschke zeigt im

Rosengarten der Triftanlage, wie Rosen so beschnitten

werden, dass sie üppig blühen. Die

Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung unter

Telefon 05141 126720 oder per E-Mail an

heilpflanzengarten@celle.de.

7 sONNAbEND

Vogelkundliche Wanderung

8:00-11:00 Uhr I Celle

Manfred bölke aus Eschede stellt auf dieser

wanderung die vielfalt der heimischen vogelwelt

vor. Die Teilnahme ist kostenfrei. Der

Treffpunkt wird bei der Anmeldung unter Telefon

05141 126720 oder per E-Mail an heilpflanzengarten@celle.de

bekanntgegeben.

Handwerk durch die Jahrhunderte

10:00-17:00 Uhr I Suhlendorf I Mühlenweg

schmied, Imker, bäcker und Töpferin geben

Einblicke in ihr Handwerk und laden zum Mitmachen

an. INFO Telefon 05820 370 oder

handwerksmuseum-suhlendorf.de

Steife Brise

19:00 Uhr I Wollerstorf I Dorfsaal

Die spontanen und wortgewandten Akteure

des Impro-Theaters steife brise aus Hamburg

entwickeln nach vorgaben des Publikums aus

dem stegreif geschichten und wortspiele.

Eintritt: Erwachsene 18 Euro, schüler 5 Euro.

INFO kulturverein-wittingen.de

8 sONNTAg

Handwerk durch die Jahrhunderte

10:00-17:00 Uhr I Suhlendorf I Mühlenweg

Drucker, schuhmacher, steinmetz, Imker,

schmied, bäcker und Töpferin geben Einblicke

in ihr Handwerk und laden zum Mitmachen

an. gegen 14 uhr werden die Töpferei, Imkerei,

Druckerei, schuhmacherei und spinnstube

nei eröffnet. INFO Telefon 05820 370 oder

handwerksmuseum-suhlendorf.de

Papier – Prägung und Relief

11:00-17:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

unter Anleitung der buchgestalterin Marlies

Maehrle werden Prägeformen mit eigenen

Motiven angefertigt, die zur Prägung von

Klappkarten und dekorativen Aufstellern oder

als Relief zur gestaltung von buchdeckeln dienen.

Kosten (inklusive Eintritt und Material):

76 Euro. Anmeldung bis zum 16. April bei

Marlies Maehrle, Telefon 05826 9581615,

E-Mail post@papierzeichen.de.

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

Berkefeld, Kieselgur und Sumpfbärlapp

11:30 Uhr I Celle I Bomann-Museum

Karl Thun stellt im Rahmen einer Museumsführung

berkefeld, Kieselgur und sumpfbärlapp

vor und verrät, was das mit Nobelpreis

und Erdbeben zu tun hat. INFO bomannmuseum.de

Verkaufsoffener Sonntag in Gifhorn

13:00-18:00 Uhr I Gifhorn I Innenstadt

Die geschäfte in der Innenstadt laden zum

sonntagseinkauf mit Rahmenprogramm ein.

Feierabend-Radtour

17:30 Uhr I Gifhorn I Schleusendamm 2

ADFc-Tourenleiter Frank Piechowiak wartet

auf dem AOK-Parkplatz auf Radfahrer, die Lust

auf eine 25 bis 30 km lange Radtour in gemächlichem

Tempo haben. Fahrzeit: rund zwei

stunden mit einer 20-minütigen Pause. Die

Teilnahme ist kostenfrei. INFO adfc-gifhorn.de

History, Hiking, Horticulture

19:00 Uhr I Celle I Albrecht-Thaer-Schule

Martina und Lars Hancke stellen in ihrem Reisebericht

mit vielen Fotos großbritanniens

Norden vor. Die veranstaltung findet in der

Abrecht-Thaer-schule im Heilpflanzengarten,

wittinger straße 76, statt. Die Teilnahme ist

kostenfrei. INFO Telefon 05141 126720

oder E-Mail heilpflanzengarten@celle.de

12 DONNERsTAg

Der Spiegel als Spielfeld

15:00 Uhr I Celle I Bomann-Museum

Daphne Matner führt durch die aktuelle Eberhard-schlotter-Ausstellung

»Echt scharf. Der

spiegel als spielfeld«.

INFO bomann-museum.de

Intuitiv malen

15:00-18:00 Uhr I Bröckel I Hauptstraße 105

Dieser Kursus im Atelier Kunststücke geht

davon aus, dass jede und jeder in der Lage ist,

intuitiv zu malen. Er ist eine Einladung an alle,

die ihre Kreativität entdecken wollen. Die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer malen keine

Motive, sondern folgen ihrer Eingebung und

schauen, was der Pinsel und die Farbe daraus

machen. gearbeitet wird mit Acrylfarben. bitte

Keilrahmen mitbringen. Kosten: 10 Euro je

stunde. INFO Telefon 05144 4958059 oder

k-kunststuecke.de

Pflanzendüfte gegen Stress

19:00 Uhr I Celle I Café KräuThaer

Aromaexpertin Dorothea zum Eschenhoff

zeigt im café KräuThaer im Heilpflanzengarten,

wittinger straße 76, wie naturreine ätherische

öle bei der stressbewältigung helfen

können. gemeinsam mit den Teilnehmern wird

ein Duftcocktail gemischt, der beruhigend wirken

soll. Der vortrag ist kostenfrei. Materialkosten:

3 Euro. Anmeldung bei Daniela

graetsch, Telefon 01577 6037197 (gerne per

sMs). veranstalter: Förderverein für den Heilpflanzengarten

celle.

13 FREITAg

Bäume und Sträucher für kleine Gärten

15:00 Uhr I Celle I Albrecht-Thaer-Schule

Die baugrundstücke sind kleiner geworden.

udo Thiel, Diplom-Ingenieur für Landespflege,

stellt in der Albrecht-Thaer-schule im Heilpflanzengarten,

wittinger straße 76, dafür geeignete

bäume und sträucher vor. Die

Teilnahme ist kostenfrei.

INFO Telefon 05141 126720 oder

E-Mail heilpflanzengarten@celle.de

Duoabend

20:00 Uhr I Gifhorn I Rittersaal im Schloss

Duoabend mit der gebürtigen gifhornerin

Meike bertram (violine) und Yasuko Linnartz

(Klavier). Auf dem Programm stehen werke

von Robert schumann und Ludwig van beet-

Pflanzen- und Kunsthandwerkermarkt

10:00-17:00 Uhr I Müden (Örtze) I Wildpark

Angeboten werden kunsthandwerkliche Kreationen

aus stoff, Keramik und wolle, Accessoires

und Kerzen, gartenkeramik und

künstlerische Objekte aus Metall sowie Dekoratives

aus Holz. Darüber hinaus können

Frühlingsblüher, stauden, botanische Raritäten

und vieles mehr erworben werden. Es wird

Drechseln für Kinder angeboten und der siebdruck

ebenso vorgestellt wie das Korbflechten.

Der Markt wird ergänzt durch regionale

spezialitäten. Eintritt: Erwachsene (ab

16 Jahre) 8 Euro, Kinder (3-15 Jahre)

5,50 Euro, Familie (2 Erwachsene und 2 Kinder)

24 Euro. INFO Telefon 05053 903031

oder wildparkmueden.de

Kräuterführung

14:00-16:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

unter dem Motto »unkraut – nein danke«

zeigt waldpädagogin ulrike witte-spohr

Leckeres aus dem garten der Natur. Anschließend

wird mit den gesammelten wildkräutern

ein Pesto zubereitet. Kosten (inklusive Eintritt):

16 Euro. Anmeldung bis zum 12. April bei ulrike

witte-spohr, Telefon 05837 140103,

Mobil 0170 3445387, E-Mail uspohr@gmx.de

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

Spinnen und Zwirnen

13:00-17:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Mit der webmeisterin uschi schwierske können

Kinder ab zehn Jahren und Erwachsene

spindel und spinnrad ausprobieren. Fortgeschrittene

lernen das Zwirnen mit besonderen

Effekten. Kosten (inklusive Eintritt und Material):

13 Euro für Kinder und Jugendliche,

16 Euro für Erwachsene. Anmeldung bis zum

6. April bei uschi schwierske, Telefon 05802

4875, E-Mail uschw32@gmail.com.

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

Leben in der Provinz nach 1968

16:30 Uhr I Celle I Bomann-Museum

Anlässlich der aktuellen sonderausstellung zu

Leben und werk des celler Künstlers RwLE

Möller (1952–2001) hält Reinhard Rohde

einen vortrag zum Thema »Leben in der Provinz

nach 1968«. Anschließend findet eine Podiumsdiskussion

statt.

INFO bomann-museum.de

Kinder brauchen Musik

18:00 Uhr I Gifhorn I Stadthalle

Aus Anlass des 70. geburtstages von Rolf Zuckowski

singen, spielen und tanzen rund 130

junge Menschen des Jungen Musicals braunschweig,

live begleitet von professionellen

Musikern aus Hamburg, berlin und braunschweig.

Eintritt: ab 22,35 Euro bzw.

20,15 Euro für Kinder bis 12 Jahre. INFO Telefon

05371 59470 oder stadthallegifhorn.de

15 sONNTAg

Radtour zum Jagdmuseum

9:30 Uhr I Gifhorn I Winkeler Straße 2

Das Jagdmuseum in Oerrel ist das Ziel dieser

insgesamt 85 km langen ADFc-Radtour mit

ute Kunz. Es wird in moderatem Tempo ge-

30 Calluna

Die Ausflugs- und Veranstaltungstipps der Calluna-Redaktion


Calluna

Frühling 2018

Nr. 5 | 2. Jahrgang

Prof. Dr. Stephan Hollerbach

Fasten für

die Gesundheit

Aktuell im Fruhjahr

Stille Gefahr Aneurysma

Im Gespräch mit Dr. med. Uwe Brune,

Chefarzt der Gefäßchirurgie am AKH Celle

DAS REGIONALE MAGAZIN FÜR GESUNDHEIT & GUTES LEBEN

1


DAS REGIONALE MAGAZIN

FÜR GESUNDHEIT & GUTES LEBEN

Titelthema

der kommenden

Ausgabe:

Therapie

mit Tieren

Fotos Titelseite: Heike Rau, Adobe Stock | AKH Celle

Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen

Integrierte Spitzenmedizin auf höchstem Niveau

Das HGZ:

eines der führenden medizinischen Hochleistungszentren

Norddeutschlands

international anerkannte Spezialisten

enger fächerübergreifender Austausch

modernste medizinische Verfahren

Akut- und Rehabilitationsmedizin aus einer Hand

intensive Fürsorge und Pflege

Herz- und Gefäßzentrum

Bad Bevensen

Römstedter Straße 25

29549 Bad Bevensen

Tel.: 05821 82-0

www.hgz-bb.de

2


Die Themen in diesem Heft

Hallo liebe Leserin,

hallo lieber Leser,

das Fasten ist ja wieder in Mode gekommen. Galt es früher als

Verzicht auf bestimmte Speisen oder das Essen überhaupt, sei es

aus Gründen des Glaubens oder der Gesundheit, so umfasst der

Begriff heute ungleich mehr. So rief der Bund für Umwelt und

Naturschutz (BUND) kürzlich zum »Plastikfasten« auf. Sieben

Wochen sollten Menschen versuchen, ihren Alltag ohne Kunststoff

zu meistern. Ich glaube, erst wenn wir uns immer wieder dazu

anhalten, genau hinzuschauen, werden wir uns bewusst, wieviel

Plastik wir völlig unnötig jeden Tag benutzen. Das meiste davon

landet recht schnell im Müll. Mehr als sechs Millionen Tonnen

werden Jahr für Jahr in den Meeren »entsorgt«, eine unvorstellbar

große Menge, die nicht nur Tiere, sondern auch Menschen krank

macht. Dabei ist es gar nicht schwer, den eigenen Verbrauch

einzuschränken – eben zu fasten.

In anderen Lebensbereichen ist es sicher nicht so einfach, sich

zurückzunehmen. Irgendwie braucht es dazu wohl immer eines

Anlasses. Letztlich ist es nicht so wichtig, ob es nur das Gefühl ist,

ein paar Kilo zuviel mit sich herumzutragen oder eine medizinische

Empfehlung – Fasten kann in vielen Fällen, helfen, gesünder

zu werden und sich auch so zu fühlen. Viele Menschen, die es

einmal ausprobiert haben, berichten davon, sich voller Energie

gefühlt zu haben. Und kaum jemand empfand die Fastenperiode

als Hunger- oder gar Leidenszeit.

Fasten hat viele Gesichter. Wir können bestimmte Genußmittel

vermeiden, auf liebgewonnene Unarten verzichten oder für

einige Tage tatsächlich ganz auf festes Essen verzichten. Egal,

was der Einzelne für sich als gut empfindet, auf jeden Fall ist das

Fasten immer mit einem Überdenken von Lebensgewohnheiten

verbunden. Ob es auch Gedankenfasten gibt? Bei manchen

Politikern kommt mir der Gedanke...

Auf jeden Fall ist es besonders schön, sich nach einer Zeit des

Verzichtens wieder auf ganz normale Dinge freuen zu können.

Ich freue mich gerade jetzt total auf warme Tage und einen

blühenden Garten.

Heidja

Bis bald im Sommer!

heidja@heidja.de

Foto: pikselstock, Adobe Stock

Fasten für die Gesundheit 4

Im Interview: Prof. Dr. Stephan Hollerbach vom AKH Celle

Eine gesündere Lebensweise 6

Fasten kann ein Einstieg sein – aber in Maßen

Mobilität im Alter 8

Dr. Rainer Schrader über Ernährung, Sport und

Hilfsmittel für ein selbstbestimmtes Leben

Die stille Gefahr: Aneurysma 10

Im Gespräch mit Dr. med. Uwe Brune,

Chefarzt der Gefäßchirurgie am AKH Celle

Auf die Dosierung kommt es an 12

Tipp vom Apotheker:

Wechselwirkungen von Medikamenten

minimieren und Handhabungen vereinfachen

Auch Sehen will gelernt sein 14

Im Kindesalter sollten die Augen mehrmals

untersucht werden

Fit und mobil im Alter:

Was konnen wir fur ein eigenstandiges Leben tun?

3


Im Gespräch mit Prof. Dr. Stephan Hollerbach vom AKH Celle

Fasten für die Gesundheit

In dieser Ausgabe unseres Gesundheitsmagazins stellen

wir das Thema »Fasten« in den Mittelpunkt. Obwohl Fasten

in den vergangenen Jahren wieder mehr in das Interesse der

Öffentlichkeit gerückt ist und es zahlreiche Angebote dazu gibt,

sind sich viele Menschen unsicher, ob sie sich dafür entscheiden

sollen. Und wenn ja, wie sie es richtig machen. Etliche Fragen

zum Thema haben uns in der Redaktion erreicht, und wir freuen

uns, dass Prof. Dr. Hollerbach bereit war, uns darauf aus physiologischer

Sicht Antworten zu geben.

Prof. Dr. Stephan Hollerbach

von der Klinik für Gastroenterologie und Stoffwechsel

Herr Dr. Hollerbach, wer darf alles fasten?

Fasten dürfen Menschen mit Übergewicht, alle nicht Untergewichtigen

und ansonsten körperlich Gesunden. Die einzig gesunde

Fastenart ist das Eiweiß-modifizierte Fasten, denn sonst baut

der Körper auch Muskel- und ggf. sogar Herzgewebe ab!

Was mache ich, wenn ich plötzlich Heißhunger bekomme?

Wenn man fastet, steigen im Blut die sogenannten Ketonkörper

am zweiten bis dritten Tag deutlich an und unterdrücken das

Hungergefühl. Insofern sind Heißhunger-Attacken dann selten.

Wenn sie trotzdem auftreten, sollte man viel trinken, am besten

Kräutertees, Brühe oder Molke.

Darf ich Sport treiben, während ich faste?

Moderater Sport ist sicherlich gut, beispielsweise 30 Minuten

Walken oder leichtes Joggen und Fahrradfahren. Achten Sie

darauf, nicht ganz aus der Puste zu kommen. Schwimmen oder

Tanzen machen sicher auch während einer Fastenzeit Freude,

überhaupt ist Bewegung zu empfehlen.

Wieviel Flüssigkeit muss ich zu mir nehmen und welche?

Man sollte etwa drei Liter Flüssigkeit am Tag einnehmen, nach dem

Sport auch mehr. Geeignete Flüssigkeiten sind Mineralwasser,

Tees, Brühe, Molke oder zuckerarme Säfte.

Was gibt es für verschiedene Fastenarten?

Es gibt unglaublich viele angepriesene Fastenarten, die oft nicht

nachvollziehbare Ziele und Ergebnisse erreichen sollen. Gesunde

Skepsis ist hier also stets angezeigt. Sinnvoll erscheinen insbesondere

das Eiweiß-modifizierte Fasten, Saftfasten oder Buchinger

Fasten. Empfehlenswert ist vor allem das Intervall-Fasten. Dies

kann so gestaltet werden, dass beispielsweise zweimal in der Woche

16 Stunden lang nichts Festes gegessen wird.

Wie lange dauert eine Fastenperiode?

Für Anfänger sollte sie fünf bis sieben Tagen betragen. Wer erfahrener

ist, kann das Fasten langsam bis zu zehn Tagen ausbauen.

Das Fastenbrechen ist besonders wichtig, denn der Körper muss

langsam wieder an Nahrung gewöhnt werden. Beim Intervall-

4


fasten ist dies alles viel einfacher, und wer möchte und damit

gute Erfahrungen gemacht hat, kann dies ständig so handhaben.

Sollte ich unter ärztlicher Aufsicht fasten?

Gesunde können die genannten Fastenmethoden auch gerne

selbst durchführen. Patienten mit Erkrankungen sollten – wenn

es überhaupt bei ihren Erkrankungen sinnvoll oder sicher ist

– nur unter ärztlicher Beobachtung und Anleitung fasten.

Untergewichtige Personen und kleine Kinder sollten nicht

fasten und alte Menschen und chronisch Kranke sollten

grundsätzlich ihren Arzt vorher dazu befragen.

Wann ist die beste Zeit zum Fasten?

Das hängt davon ab, ob man traditionell oder auch religiös

motiviert ist: Dann ist die Fastenzeit vor Ostern ideal! Für

alle, die eher den Winterspeck loswerden möchte, bieten sich

Februar und März für das Fasten an. Intervallfasten kann man

dagegen immer.

Faste ich, um abzunehmen oder um meinen Körper zu reinigen?

Das muss jeder für sich entscheiden! Medizinisch gesehen ist ein

achtsames Fasten vor allem eine gute Methode zur Gewichtsabnahme.

Seit der frühen religionsgeschichtlichen Entwicklungszeit

ist in vielen Kulturen die »Reinigung« von Körper und Seele

das primäre Ziel des Fastens. Für Esoteriker verbinden sich damit

Foto: Picture-Factory, adobe stock

noch weitere spirituelle Erfahrungen und Erlebnisse, die biochemisch

aber zumeist auf die halluzinogene Wirkung der Ketonkörper

zurückgeführt werden kann.

Wie fange ich wieder an zu essen?

Langsam und mit Bedacht: In der

Aufbauzeit, je nach Fastendauer

zwei bis fünf Tage, sind pürierte

Suppen (Gemüse-, Kartoffel-,

Tomatencremesuppe) empfehlenswert.

Zusätzlich passen

Knäckebrot, Zwieback

und Früchte (Apfel, Mango,

Birne) sowie Joghurt.

Faste ich besser alleine oder

in der Gruppe?

Für die Motivation ist besonders für Anfänger

das Gruppenfasten leichter und sicherlich

empfehlenswert.

Ist es besser, zu Hause oder in anderer Umgebung zu fasten?

Man kann gut zu Hause fasten, aber das kostet Disziplin. Deshalb

kann auch das Fasten mit einer Gruppe oder in anderen als

den gewohnten Umwelten sinnvoll sein, beispielsweise in einem

Kloster oder in Kombination mit einem Wellness-Urlaub. •

! Abnehmen ohne Jo-Jo-Effekt

Das Frühjahr kommt und damit für viele Menschen auch

ein kritischer Blick auf die Waage. Wer dauerhaft sein

Gewicht verringern möchte, sollte aber nicht auf Blitzdiäten

setzen, denn diese helfen nicht. Der Jo-Jo-Effekt

bringt die verlorenen Kilos wieder zurück. Die Deutsche

Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt daher für

eine erfolgreiche und dauerhafte Gewichtsabnahme eine

Kombination aus Ernährungsumstellung, Verhaltensänderung

und mehr körperlicher Aktivität. »Diäten im Check«

sagt, welche Diäten es gibt und welche wirklich helfen.

Das Geheimnis des Abnehmens ist, mehr Energie zu verbrauchen

als aufzunehmen. Für eine erfolgreiche und

dauerhafte Gewichtsabnahme ist eine Kombination aus

Ernährungsumstellung, Verhaltensänderung und mehr

körperlicher Aktivität wichtig. Eine gesunde Methode

zeigt das AOK-Programm »Abnehmen mit Genuss«. Es

ist ein ausgewogenes und effektives Gesamtpaket zum

Schlankwerden und Schlankbleiben – angepasst an persönliche

Ziele und Bedürfnisse.

Ziel ist, den Körper besser zu verstehen, sich richtig

zu ernähren, ausreichend zu bewegen und sein neues

Gewicht langfristig zu halten.

ams

5


Eine gesündere Lebensweise

AOK: Fasten kann ein Einstieg sein • Kompletter Verzicht zum Abnehmen ungeeignet

E

ine üppige Geburtstagstorte oder ein fürstliches Fünf-

Gänge-Menü – danach hat manch einer das Gefühl, seinem

Körper etwas Gutes tun zu können, indem er ihm

die Nahrung entzieht. Gerade im Frühjahr entscheiden sich viele

Menschen fürs Fasten. Sie verbinden mit dem zeitweiligen Verzicht

auf feste Nahrung die Erwartung, überflüssige Pfunde zu

verlieren, den Körper zu entschlacken und den Geist zu reinigen.

Oft geht damit auch die Erwartung einher, Beschwerden wie etwa

Haut- und Gelenkerkrankungen zu lindern. Fasten ist in. Doch

der gesundheitliche Nutzen ist wissenschaftlich oft nicht ausreichend

belegt.

Beim Intervallfasten, etwa beim "5:2-Fasten“,

wird an zwei oder mehr Tagen in der Woche gefastet.

An den Fastentagen gibt es nur kalorienarme

Getranke wie Tee oder Wasser. Die Fastentage sollen

zur Gewichtsabnahme fuhren. Unklar ist, was an den

anderen Tagen passiert, weil jeder selbst entscheiden

kann, was er an diesen Tagen isst und trinkt und ob

dadurch langfristig abgenommen werden kann.

Foto: ams

Das Fasten hat eine lange Tradition: Im Christentum ist vor allem

die 40-tägige Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern

bekannt. Der Verzicht gilt Gläubigen als Akt der Demut und

des Opfers. Muslime befolgen im Ramadan ein strenges Fasten,

wenn sie von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen.

Im Judentum gibt es den Brauch, zu einer bestimmten Zeit im

Jahr eine Fastenzeit zu durchleben, etwa am Jom-Kippur-Tag,

dem Versöhnungstag. Auch in der Yogapraxis spielt das Fasten

eine große Rolle. »Zur langfristigen Gewichtsreduktion ist Fasten

jedoch ein falscher Ansatz. Auch die Vorstellung, den Körper von

Schlacken zu reinigen, ist nicht richtig«, sagt Dorothea Jansen,

Ernährungsberaterin bei der AOK. Bei gesunden Menschen gibt

es keine Ansammlung von Abbauprodukten. Nicht verwertbare

Stoffe werden bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr über den

Darm und die Niere ausgeschieden.

Wer es mit dem Fasten übertreibt, kann seine Gesundheit sogar

gefährden. Denn durch den radikalen Nahrungsentzug drosselt

der Körper den Energieverbrauch auf Sparflamme. Bekommt er

wieder normal zu essen, nimmt das Körpergewicht sprunghaft zu

- ein Vorgang, der als »Jo-Jo-Effekt« bezeichnet wird. Vor allem

Menschen mit Übergewicht lernen nur durch Fasten nicht, wie sie

sich in Zukunft besser ernähren können. Wer dauerhaft abnehmen

will, muss die Ernährung und sein Essverhalten umstellen und

sich ausreichend bewegen. Keinesfalls fasten sollten jedoch

Kinder, Schwangere, stillende Mütter und Menschen, die an

Krebs, Bluthochdruck, Diabetes, erhöhten Harnsäurewerten,

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einer Schilddrüsenüberfunktion

oder anderen Erkrankungen leiden. Auch die veränderte

Wirkung von Medikamenten sollte vor dem Fasten stets mit

dem Arzt besprochen werden. Und selbst für Gesunde gilt:

Das Fastenvorhaben sollte immer zuerst mit dem Hausarzt

besprochen und von ihm begleitet werden, da der abrupte

Verzicht auf Nahrung auch für Gesunde eine Belastung bedeutet.

»Wer längere Zeit, also zehn Tage oder mehr, auf feste Nahrung

verzichtet, muss mit Erschöpfungszuständen, Kopfschmerzen,

Schwindelgefühl, Mundgeruch und niedrigem Blutdruck

rechnen«, so Jansen. Erst nach mehrtägigem Fasten kann das

Gehirn die Energieversorgung umschalten. In der Anfangsphase

baut der Körper deshalb verstärkt körpereigenes Eiweiß aus der

Muskulatur ab, die dadurch geschwächt wird. Wer allerdings in

der heutigen Zeit des Überflusses Verzicht üben will oder sein

Gefühl für Hunger und Sättigung neu entdecken möchte, für den

können ein paar Tage Fasten in einer anderen Umgebung fernab

vom Alltag eine gute Möglichkeit zum Abschalten sein. • ams

6


Unsere Zehen können viel mehr, als ihnen zugetraut wird

Füße in Höchstform

W

er meint, mit unseren Füßen könnten wir nur stehen, gehen,

rennen, tanzen oder springen, irrt gewaltig. Die Fähigkeit

der Füße, Tätigkeiten der Hände zu übernehmen, ist

schier unendlich. Man denke nur an die hand- und fußmalenden

Künstler, die wunderbare Bilder mit Ihren Füßen malen. Und wer

hat schon von Felix Klieser gehört? Er ist Hornist auf Weltklasseniveau.

Sein Horn spielt er jedoch nicht mit den Händen, sondern

mit den Zehen seines linken Fußes. Denn Felix Klieser ist ohne

Arme geboren. Die Beweglichkeit seiner Zehen ist phänomenal,

doch auch seine Hüfte muss während eines zwei- bis dreistündigen

Konzertes eine unglaubliche Belastung aushalten.

Füße und Zehen können also weitaus mehr, als ihnen gemeinhin

zugetraut wird. Sie tragen ungeheures Potenzial in sich, welches

nur darauf wartet, geweckt zu werden. Doch anstatt dieses Potenzial

zu erkennen, wird es in unseren Breitengraden mehr und

mehr verschüttet. Unsere beweglichen, kraftvollen und schönen

Füße werden nicht trainiert, sondern gestützt, geschützt und

permanent unterfordert.

Fast jeder

Mensch ist mit gesunden

und schönen

Füßen zur Welt gekommen.

Wenn es bei

Fußschmerzen und Fußfehlstellungen

jedoch nur Einlagen gibt

und ansonsten keine weitere aktive Therapie, ist das häufig das

Ende vom Lied.

In der Fußschule Lüneburger Heide lernt man zwar nicht, wie

Felix Klieser mit den Füßen Musik zu machen, doch die Teilnehmerinen

und Teilnehmer der Workshops bekommen dort ein Gefühl

für das Potenzial ihrer Füße. Und sie lernen, was sie selber

tun können, um wieder schmerzfrei und mit Freude durchs Leben

zu gehen.

Und das ist ein großes Stück Lebensqualität!

Text: Stella Arndt

4000276206-2

Foto: Cozy nook, adobe stock

Praxis für energetische Physiotherapie & Fußgesundheit

Stella Arndt

Gesunde Füße – stabile Basis

Behandlung von

• Knick-, Senk-, Spreizfuß

• Hallux Valgus

• Fersenschmerzen

Einzelbehandlungen

& Workshops

Nächster Workshop:

10. Juni in

Lüneburg

In Uelzen:

Wacholderhof 6 • Tel. 0581 / 948 81 68

In Lüneburg:

Lübecker Str. 123 • Tel. 0 41 31 / 206 79 77

www.stella-arndt.de

Schulze & Koch

Gesunde Schuhe

... lächelnd laufen!

Wir sind Ihr Partner bei Fußproblemen!

Celler Straße 1 • 29386 Hankensbüttel

Telefon 05832/1704

schuhtechnik.schulze@t-online.de

Heilpraxis PASO

• Psychotherapie (nach dem HPG)

• Hypnotherapie

• Systemische Körperpsychotherapie

Erwachsene, Jugendliche und Kinder

Weg vom Schmerz zu mehr

Lebensfreude!

• Psychosomatische Beschwerden • Burnout

• Stress • Traumata • Lernprobleme

• Tinnitus • Depressionen • Nikotinabhängigkeit

• Angst, Phobien • Lebenskrisen • Gewichtsprobleme

Heikje Roscher-Schramm • Hauptstr. 54 • 38518 Gifhorn-Kästorf

Heikje • Hauptstr. 54 • 38518 Gifhorn-Kästorf

Tel. 0 53 71 / 93 83 93 • www.heilpraxis-paso.com

Telefon 0 53 71.938 393

7


Dr. Rainer Schrader sprach mit dem Team von »Beratung Pflege Leben Kroll«

aus Hankensbüttel über

Mobilität im Alter

Dr. Rainer Schrader ist seit 2005 Facharzt für

Allgemeinmedizin. Viele Menschen vertrauen sich Ihm

täglich an. Er kennt die altersbedingten Einschränkungen

eines Menschen sehr genau und hat Erfahrung auf diesem Gebiet.

Mitarbeiter der Beratung Pflege Leben Kroll aus Hankensbüttel

haben sich mit Dr. Schrader getroffen, um über das Thema

Mobilität im Alter zu sprechen.

Der Renteneintritt bedeutet für viele Menschen, zu reisen, zu

erleben und endlich genussvoll leben zu können. Alte Muster

und Strukturen werden aufgelöst, und manch einen Rentner

überkommt plötzlich sogar die Langeweile. Hier ist es wichtig,

sich wieder neue Strukturen aufzubauen. Vor allem sollte man

aber fit bleiben. Deutliches Übergewicht bei Renteneintritt sollte

nach Möglichkeit vermieden werden. Wie fit oder schwer jemand

ist, hängt allerdings weniger vom Gewicht, sondern vielmehr

von der Muskelmasse ab. Wenn die Muskelmasse stimmt, kann

ein »wenig zu viel auf der Waage« vollkommen in Ordnung

sein. Heutzutage kann man mittels einer entsprechenden

Personenwaage ganz einfach die eigene Muskelmasse feststellen.

In manchen Apotheken gibt es diese speziellen Waagen ebenfalls.

Auf die Ernährung achten

Zu beachten ist auch, dass sich die Ernährungsempfehlungen

im Gegensatz zu früher sehr gewandelt haben. Dr. Schrader

empfiehlt daher eine ausgewogene Diät und möchte aktuell darauf

hinweisen, dass nicht nur die Vermeidung von Fett wichtig ist, so

wie es noch vor etwa 50 Jahren in den Medien verbreitet wurde,

sondern dass auch die übermäßige Zufuhr von Kohlehydraten

und Zucker zu Übergewicht führt. Gemeint sind Gebäck,

Kuchen, Kekse, Weißbrot oder Brötchen. Hier verstecken sich die

wahren »Dickmacher«. Wenn Übergewichtsprobleme durch zu

viel Körperfett bestehen, könnten hier die Auslöser liegen.

Mit Hilfsmitteln länger eigenständig wohnen

Aus Erfahrung wissen unsere Pflegeberater und der Pflegedienst,

wie schwer es sein kann, Hilfsmittel in Form von Rollstuhl, Rollator

oder Treppenlift in Anspruch zu nehmen. Dr. Schrader hat da

ähnliche Erfahrungen gesammelt. In seiner Praxis werden ebenfalls

sinnvolle Hilfsmittel zur Vermeidung von Unfällen empfohlen.

Oft kommt mit der Anschaffung eines solchen Hilfsmittels

auch die Angst der Patienten, gleich »ins Heim« zu müssen. Viele

haben Angst davor, nicht mehr selbstbestimmt leben zu dürfen

und lehnen Vorschläge zur Sturzvermeidung oder einen Gehwagen

bzw. -bock oder -stock schnell ab. Die Reaktion »Soweit bin

ich ja noch nicht!« hört Dr. Schrader leider oft. Doch gerade bei

Hausbesuchen kann er sich ein gutes Bild der Lebenssituation

der Patienten machen. In Abhängigkeit von Gangbild und häus-

licher Umgebung spricht er dann vorsichtig seine Empfehlungen

aus. Das Ziel ist dabei immer, den Patienten ein längstmögliches

selbstbestimmtes Leben in den eigenen Räumlichkeiten, mit so

wenig Sturzmöglichkeiten wie möglich, zu ermöglichen.

Bei akut verschlechterten Gesundheitszuständen im Mobilitätszustand

wie beispielsweise nach Stürzen, Knochenbrüchen oder

Operationen hilft auch oft die Physiotherapie. Hierbei spricht

Dr. Schrader von zielführender Krankengymnastik. Also von übenden,

aktiven Verfahren. Die betroffene Person soll eigenständig

Übungen wiederholen können und so schnellstmöglich wieder

den gewünschten Mobilitätszustand erreichen. Dr. Schraders Ziel:

»Wer eher auf den Beinen ist, hat weniger Schmerzen und braucht

dann auch weniger behandelt werden.«

Sport ist wichtig – aber in der richtigen Form

Mittlerweile gibt es viele altersangepasste Angebote in den umliegenden

Fitnessstudios. Die Beratung Pflege Leben Kroll hat

nachgefragt, was Dr. Schrader von sportlichen Aktivitäten mit

und ohne Zusatzgewichten oder an Geräten hält. Seiner Meinung

nach ist ein großer Vorteil von Fitness-Angeboten, dass das regelmäßige

Training, welches man gebucht hat, eingehalten werden

muss. Außerdem seien die Kurse oder Angebote genau auf Senioren

zugeschnitten. Beim Training stehen vor Ort immer Trainer

für Fragen oder Hilfestellungen zur Verfügung. Des Weiteren ist

es wichtig und sinnvoll, im Alter den Muskelaufbau oder Muskelerhalt

zu unterstützen. Natürlich gehören stimulierende Substanzen

wie Anabolika oder übermäßiges »Gewichte stemmen«

nicht dazu.

Jetzt fragt man sich, welche Sportart wohl die geeignetste für

Menschen über 70 Jahre ist. Nun, das richtet sich individuell

nach Interesse und Können der Menschen. Allerdings ist gerade

im Alter vor Überschätzung zu warnen. Vielleicht war man in

jungen Jahren super durchtrainiert und erinnert sich daran. Dann

wird ein Ziel schnell zu hoch gesteckt. Schnelle Teamsportarten

oder Sportspiele mit schnellem Richtungswechsel, Abstoppen

oder Rennen sind nicht zu empfehlen, da viel Körperkontakt und

Belastung der Knochen und Sehnen zu Unfällen oder Stürzen

führen kann. Einzeltraining ist da besser. Das geht ja auch in der

Gruppe, beispielsweise bei Gymnastik oder Ausdauersport wie

Fahrradfahren. Hier kommt man sich nicht gegenseitig »in die

Quere«. Dr. Schrader empfiehlt daher einen Mix aus Ausdauerund

Kraftsport.

Dr. Rainer Schrader, Foto: Kroll

8


Die Fahrtüchtigkeit überprüfen

Zum »mobil sein« gehört, gerade hier auf dem Lande, auch das

Autofahren. Was kann man überprüfen lassen, wenn Zweifel

an der eigenen Fahrtüchtigkeit bestehen? Als Hausarzt darf

Dr. Schrader die Fahrtüchtigkeit leider nicht prüfen und verweist

auf einen Verkehrsmediziner. Bei diesem können das Sehvermögen

und die Reaktions- und Koordinationsfähigkeit kostenpflichtig

getestet werden. Die nächste Anlaufstelle wäre hier der TÜV Nord

oder der Amtsarzt des zuständigen Gesundheitsamtes. Unter

Umständen kann ein solcher Test von der Führerscheinstelle

gefördert werden. Dies sei aber individuell zu betrachten. Wenn

in Dr. Schraders Praxis bemerkt wird, dass das Autofahren aus

Alters- oder Krankheitsgründen nicht sinnvoll erscheint, oder

eine Gefährdung des Straßenverkehrs nicht auszuschließen ist,

darf das Team nur Empfehlungen aussprechen. Vielleicht gibt

es jemanden, der den betroffenen Patienten fahren kann, wie

etwa die Ehefrau oder die Kinder oder Enkel. In diesem Kontext

hat es ein »Stadt-Rentner« leichter. Er muss nicht zwingend mit

dem Auto unterwegs sein. Die Infrastruktur ist dichter und somit

sind die Wege kürzer. Bus oder Bahn sind gut zu erreichen und

meist gibt es preislich attraktive Angebote für Kurzstrecken. Das

ist auch besser so, denn wenn im Straßenverkehr in der Stadt

auch nur eine kleine Unachtsamkeit passiert, kann das schwere

Konsequenzen haben.

Auf dem Lande geht es geselliger zu

Allerdings gibt es »auf dem Lande« allgemein mehr Geselligkeit,

größere Familien, engere Familienverbindungen und somit öfter

jüngere Familienmitglieder, die eher verfügbar sind, um zu helfen.

Das Vereinswesen sorgt dafür, dass Rentner auf dem Land mehr

»um die Ohren« haben und soziale Kontakte pflegen. Außerdem

ist die geringere Verkehrsdichte ein Vorteil beim Autofahren. Ein

Taxi leisten sich die Stadt- sowie die Landrentner schätzungsweise

gleichermaßen. •

Pflegeeinstufung und Co. -

Wissen Sie was Ihnen zusteht?

KOSTENLOS

Jeden 2. Dienstag

im Monat.

Öffentlicher

Sprechtag

Zu wechselnden Themen

aus dem Pflegebereich.

17:00 - 19:00 Uhr

Hindenburgstraße 16

29386 Hankensbüttel

Pflegeberatung Kroll /

Mühlenstraße 5 / 29386 Hankensbüttel

Wir kennen uns aus

und helfen Ihnen bei:

Pflegeeinstufung (durch MDK)

Pflegeversicherung

Wohnumfeldverbessernde

Maßnahmen

Leistungen der Pflegekasse

Allem, was Sie über Pflege

wissen möchten...

Kostenlose Erstberatung!

diskret, unabhängig, individuell

Termin: (05832) 970 28 - 0

www.bplk.de

Selbständig und sicher!

Mit dem Johanniter-Hausnotruf.

! Heidjas Termintipps

An jedem 2. Dienstag im Monat findet eine öffentliche

Sprechstunde bei „Beratung Pflege Leben Kroll“ zu

verschiedenen Themen statt.

Dienstag, 10. April von 17 – 19 Uhr

Elternunterhalt – Wann zahle ich für meine Eltern?

Dienstag, 8. Mai von 17 – 19 Uhr

Pflegezeit und Familienpflegezeit –

Freistellung vom Beruf für die Pflege

Dienstag, 12. Juni von 17 – 19 Uhr

Pflegelücke – Gesetzliche Pflegeversicherung ist

nur Grundversicherung

Dienstag, 10. Juli von 17 – 19 Uhr

Kombinationsleistungen - Mit der Kombipflege

zusätzlich Pflegegeld erhalten

Die Infoveranstaltungen finden bei Fa. Kroll in Hankensbüttel,

Hindenburgstraße 16, statt und sind öffentlich. Die Teilnahme

ist kostenlos.

Ich bleibe ich – selbständig in den eigenen vier Wänden!

Und die Johanniter sind im Fall der Fälle für mich

da und sorgen für professionelle Hilfe. Das gibt mir

ein sicheres Gefühl und meine Familie freut sich über

eine Sorge weniger!

Service-Telefon:

0800 0019214 (gebührenfrei)

www.johanniter.de/hausnotruf

9


Die stille Gefahr: Aneurysma

Im Gespräch mit Dr. med. Uwe Brune, Chefarzt der Gefäßchirurgie am AKH Celle

Bei einem Aneurysma besteht an einer Schlagader (Arterie)

eine krankhafte Aufweitung (Aneurysma) in der Gefäßwand.

Die häufigsten Aneurysmen bilden sich im Bereich

des Gehirns, auf Höhe des Brustkorbs und im Bauchbereich, wobei

letztere mit etwa 90 Prozent die häufigsten sind. Prinzipiell

kann an jeder Arterie ein Aneurysma entstehen. Ein Aneurysma

bildet sich oft auf Grund von Gefäßverkalkung (Arteriosklerose).

Wichtige Risikofaktoren sind dabei der Bluthochdruck, erhöhte

Blutfettwerte und das Rauchen. Aber auch angeborene Fehlbildungen,

eine Verletzung der Gefäßwand oder seltener bakterielle

Infektionen können ein Aneurysma begünstigen. Prinzipiell sind

Männer öfter betroffen als Frauen, ältere Menschen häufiger als

jüngere.

Dr. med. Uwe Brune

Chefarzt der Klinik für Gefaßchirurgie

Herr Dr. Bune, wie bemerke ich ein Aneurysma?

Oftmals macht ein Aneurysma keinerlei Probleme und bleibt lange

unbemerkt. Erst wenn die Gefäßerweiterung so stark fortgeschritten

ist, dass das Blutgefäß auf innere Organe drückt, können

Symptome auftreten. Häufig kommt es bei einem Aneurysma

im Gehirn zu einer Störung der sogenannten Gehirnnerven.

Als Folge kommt es zum Beispiel zu Bewegungsstörungen

der Augen, Augenmuskellähmungen oder Doppeltsehen. Bei

einem Aneurysma im Brustraum sind die Symptome durch das

Drücken auf Luft- und Speiseröhre sowie angrenzende Blutgefäße

Schluckbeschwerden, Husten, Heiserkeit, Atembeschwerden

oder Durchblutungsstörungen in den Armen. Auf ein Herzwandaneurysma

können die Anzeichen einer Herzschwäche sowie

Herzrhythmusstörungen hinweisen. Die krankhafte Erweiterung

der Bauchschlagader ist sehr lange symptomfrei.

Wie wird ein Aneurysma entdeckt?

Viele Aneurysmen bleiben ein Leben lang symptomlos und verursachen

keinerlei Komplikationen. Manchmal werden sie zufällig

im Rahmen einer Routineuntersuchung entdeckt und sollten danach

regelmäßig in Kontrolluntersuchungen überwacht werden,

um einen Größenzuwachs erkennen zu können. Dies kann zum

Beispiel durch eine Ultraschall-Untersuchung erfolgen. Bei der

Darstellung von größeren Bereichen der Schlagader kann zum

Beispiel auch eine Computertomografie mit Kontrastmittel helfen.

Geplatztes Aneurysma: Plötzliche, heftige Schmerzen

Je nach Ort des geplatzten Aneurysmas, zeigen sich

unterschiedliche Symptome. Bei einem Geschehen im Kopfbereich

verspürt der Patient unter anderem plötzlich einsetzende,

stärkste Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen, Übelkeit und

Erbrechen sowie Bewusstlosigkeit. Ein gerissenes Aneurysma der

Hauptschlagader im Brustbereich kann starke Brustschmerzen

verursachen, die den Symptomen eines Herzinfarktes ähneln.

Wenn ein Bauchaortenaneurysma zu platzen droht, empfindet der

Betroffene unerträglichen Bauchschmerz mit Ausstrahlung in den

Rücken, Übelkeit und Brechreiz. Platzt ein Aneurysma in Gehirn,

Brustbereich oder Bauch, ist schnelles Handelns erforderlich.

Der Patient muss als Notfall unbedingt ins Krankenhaus und dort

sofort behandelt werden.

Wie wird ein Aneurysma behandelt?

Ab einer bestimmten Größe sollte ein Aneurysma operativ entfernt

werden. Als häufige Alternative zur Operation kommt das

Einsetzen einer endovaskulären Stentprothese in Betracht. Dabei

wird durch einen winzigen Einschnitt ein zusammengeklapptes,

10


Ein Stent für die Aorta »schient« das Blutgefäß und wird bei

einem kleinen Eingriff durch die Leistenarterie eingefaltet zur

Aorta geschoben.

Fotos: AKH Celle

röhrenförmiges Metallgitter über die Leistenarterie bis zum Aneurysma

der Bauch- oder Brustaorta vorgeschoben. Der Stent

und seine Ummantelung entfalten sich dann im Aneurysma und

trennen es so vom Blutstrom. Mit einer ähnlichen Vorgehensweise

werden auch Aneurysmen im Gehirnbereich behandelt.

Die Wahl des Behandlungsverfahrens richtet sich bei allen Aneurysmen

nach deren Form und Ausdehnung sowie nach dem

Allgemeinzustand des Patienten. Die Klinik für Gefäßchirurgie

am AKH Celle bildet zusammen mit der Interventionellen Radiologie,

der Klinik für Neurologie und der Kardiologischen Klinik

ein zertifiziertes Gefäßzentrum (GZC). In dem Zentrum wird die

fachübergreifende Zusammenarbeit gelebt und praktiziert, so

dass für den Patienten stets die individuell passende Behandlung

gefunden und durchgeführt wird. •

!Das Wirbelsäulenzentrum stellt sich vor

Wirbelsäulenerkrankungen sind eine Volkskrankheit. In

Deutschland leiden mehr als zwei Drittel der Menschen

darunter, bei fast jedem fünften Betroffenen wird der

Schmerz chronisch. Die Ursachen, die Diagnostik und

die Behandlung der Wirbelsäulenerkrankungen und

-verletzungen sind komplex und bedürfen der Teamarbeit.

Aus diesem Grund hat das AKH Celle vor über vier

Jahren ein interdisziplinäres Wirbelsäulenzentrum mit der

Beteiligung der Neurochirurgie, der Unfallchirurgie und

Orthopädie und der Neurologie etabliert. Die jeweiligen

Kliniken unter der Leitung der Chefärzte Prof. Dr. Eckhard

Rickels, Prof. Dr. Ulf Culemann, Prof. Dr. Wolfgang Heide

und Prof. Dr. Eckart Mayr, arbeiten eng und umfassend bei

der Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen der

Wirbelsäule zusammen und werden ihre interdiziplinäre

Arbeit vorstellen.

Der Vortrag findet am Donerstag, 12. April, ab 18 Uhr im

»Deutschen Haus« in Eschede, Albert-König-Str. 8, statt.

Termintipps

Qigong im Quittenhaus Steinhorst

Qigong am Mittwoch

Business Qigong Übungsabende im Garten oder im Haus

Mittwochs 17:30 – 18:30 Uhr, 4. April – 6. Juni

Mittwochs 19:30 – 20:30 Uhr, 4. April – 6. Juni

Meridian-Qigong

Übungen, um den Meridianverlauf zu erspüren und den

Energiefluss darin anzuregen.

Freitag, 13. April, 18:30 – 20:30 Uhr, Gallenblasen- und

Lebermeridian, Element Holz

Freitag, 1. Juni, 18 – 21 Uhr, Herz-, Dünndarm-,

Pericardmeridian und Dreifacher Erwärmer, Element Feuer

Momente der Achtsamkeit

An drei Abenden im Mai wird geübt, zur Ruhe zu kommen

und sich auf den Augenblick zu konzentrieren. Mit

verschiedenen Achtsamkeitsübungen in der Natur oder

im Quittenhaus wird Stille genossen, der alltägliche Stress

draußen gelassen und bewusst wahrgenommen, was ist.

Wetterfeste Kleidung sorgt für Wohlbefinden, falls es kühler

ist.

Dienstags, 8. Mai, 15. Mai und 22. Mai,

jeweils 19 – 21 Uhr,

Entspannung mit Genuss: »Den Tag begrüßen«

Qigong am frühen Morgen in der Natur, eine geführte

Meditation und ein gemeinsames Frühstück mit Blick in den

Garten

Sonnabend, 28. April, 8 – 11:30 Uhr

»Die Wolken teilen«

An energiereichen Plätzen im Wald Qigong üben, sich

bewusst wahrnehmen bei einer Meditation im Quittenhaus

und als I-Tüpfelchen eine Teatime unterm Apfelbaum

Freitag, 4. Mai, 14 – 17:30 Uhr

»Dem Vollmond zulächeln«

Ein Abendspaziergang zum Mondaufgang mit Qigong und

Achtsamkeitsmeditation und zum Abschluss ein paar Snacks

zu einem Glas Wein im Garten

Freitag, 25. Mai, 19 – 22:30 Uhr

»Ein märchenhafter Tag für mich«

Raus aus dem Alltag. Eine Verabredung mit sich selbst zu

einer kleinen entspannenden Auszeit. Achtsame Bewegung

in wohltuender Waldluft, die Gedankenmühle anhalten, sich

selbst bewusst wahrnehmen, Lebensfreude und Kraft wiederentdecken,

Raum schaffen für Neues und gemeinsam

genießen. Und das alles eingerahmt in eine fantasieanregende

Geschichte, deren alte Bilder von Suche, Entwicklung und sich

finden erzählen. An diesem Tag mit Qigongübungen, Meditationen,

einem Waldspaziergang, einer Märchenerzählung

und köstlichen Snacks.

Sonnabend, 9. Juni, 9 – 15:30 Uhr

Die Veranstaltungen finden statt im

Quittenhaus Steinhorst

Steinhorster Str. 14 | 29367 Steinhorst

Anmeldung und Informationen:

Tel. 05148 910884 | Mail: info@tietge-coaching.de

11


Wechselwirkungen minimieren und Handhabungen vereinfachen

Auf die richtige Dosierung kommt es an

Wer Medikamente einnimmt, möchte entweder schnell

wieder gesund werden, die Symptome einer bestehenden

Krankheit lindern oder den Verlauf verzögern oder

stoppen. Damit die Arzneimittel auch wirken und der Krankheitsverlauf

nicht verschlimmert wird, ist die richtige Einnahme und

Anwendung in der korrekten Dosierung wichtig. Auch Wechselwirkungen

müssen für eine erfolgreiche Medikamententherapie

möglichst ausgeschlossen werden. Hier hilft eine Beratung in der

Apotheke weiter. Nimmt der Patient einen Arzneistoff durch eine

falsche Handhabung nicht in der richtigen Konzentration auf,

kann die Einnahme mit speziellen Hilfsmitteln oder kleinen Tricks

vereinfacht werden.

Tipps vom Apotheker

Ahmed El-Hawari

Foto: Jana Wejkum

Fehldosierungen haben Konsequenzen

Die Gründe für eine fehlerhafte Medikamenteneinnahme sind

vielfältig. Mal liegt es daran, dass es Probleme beim Öffnen der

Verpackungen und mit der Handhabung gibt. Dies ist häufig bei

älteren Patienten aufgrund mangelnder Beweglichkeit der Fall.

Manchmal ist es schlicht Unwissenheit. Bei einer Unterdosierung

wirkt das Medikament gar nicht oder nur unzureichend.

Wird das Arzneimittel überdosiert, kann dies zu verstärkten

Nebenwirkungen oder auch zu Folgeerkrankungen führen. Um

das Risiko einer Fehldosierung auf ein Minimum zu beschränken,

sollten dem Patienten alle seine einzunehmenden Medikamente

mit ihrer Wirkungsweise bekannt sein. Treten unerwartete

Nebenwirkungen oder Komplikationen auf, sollten Patienten

oder Angehörige sofort den Arzt informieren.

Stammapotheke kann helfen

Wer in einer Stammapotheke betreut wird, hat die Sicherheit, dass

alle abgegebenen verschreibungspflichtigen Medikamente und

die rezeptfreien Arzneimittel hinsichtlich ihrer Wechselwirkungen

überprüft werden. Neue Tabletten oder eine geänderte

Dosierung können so direkt mit dem Patienten besprochen und

erklärt werden. Es werden zum Beispiel Doppelverordnungen

durch mehrere Ärzte schneller erkannt, und der Apotheker kann

einschreiten, sodass es nicht zu einer Überdosierung kommt.

Apotheker können auch die Medikationspläne des Arztes erklären,

auf Wunsch ergänzen oder selbst erstellen. Apotheker erklären

alle Arzneimittel mit Wirkstoffen und Anwendungsgebieten in

leicht verständlicher Sprache. Sie informieren über die korrekte

Dosierung der Medikamente und ergänzen diese durch

Einnahmehinweise. Hausapotheken können ebenfalls auf

verfallene Medikamente oder Doppelverordnungen hin überprüft

werden. Zur Absicherung hält der Apotheker auch Rücksprache

mit dem Hausarzt.

Unterstützung bei der Handhabung

Apotheken können Patienten, die motorisch eingeschränkt sind,

bei der Handhabung von Arzneimitteln unterstützen und so

Fehldosierungen vermeiden. Es gibt in der Apotheke Hilfsmittel

wie Entblisterer, Tablettenteiler, Augentropfhilfen oder Tubenausquetscher

bis hin zu elektronischen Tropfenzählgeräten, die das

genaue Abzählen der Tropfen erleichtern. Patienten mit einer

Sehbeeinträchtigung können die Tropfen in einen leeren Plastikbecher

geben und die Tropfenzahl akustisch kontrollieren. Auch

Beipackzettel in vergrößerter Schrift oder Unterstützung beim

Öffnen von kindergesicherten Verschlüssen werden in der Apotheke

angeboten. Wer dazu neigt, die Einnahme seiner Medikamente

zu vergessen, dem ist ein Wochen- oder Tagesdispenser zu

12


empfehlen. Eine solche Box gibt dem Patienten einen Überblick

darüber, welche Medikamente bereits eingenommen wurden und

welche noch eingenommen werden müssen.

Tabletten nicht eigenmächtig teilen

Häufige Fehlerquellen in der Anwendung von Medikamenten

liegen bereits bei der Einnahme von Tabletten.

So sollten diese niemals eigenmächtig geteilt werden,

da eine Tablette immer als Einzeldosierung abgestimmt

ist. Soll eine Dosis jedoch langsam gesteigert

oder ausgeschlichen werden, gibt es dafür extra

teilbare Tabletten, welche durch eine Bruchkerbe in

definierte Stücke halbiert werden können. Dies ist je

nach Arznei durch Fingerdruck oder nur mit einem

Tablettenteiler möglich – das Zerschneiden mit einem

Küchenmesser ist hingegen gefährlich und strikt zu unterlassen.

Eine Kerbe in der Tablette bedeutet dabei jedoch nicht

automatisch, dass eine Tablette auch geteilt werden darf – diese

Information muss im Vorfeld unbedingt in der Apotheke eingeholt

werden. Tabletten sollten zur weiteren Lagerung zudem

nicht bereits im Voraus geteilt werden. Sind die Tabletten Licht

und Feuchtigkeit ausgesetzt, kann dies die Wirkstoffqualität und

-quantität beeinflussen. Stattdessen sollten die Reste einer bereits

geteilten Tablette zurück in den Blister gedrückt oder in einem

Tablettenteiler beziehungsweise Dispenser aufbewahrt werden.

Hierbei ist es wichtig, das Dispenserfach gleich richtig zu beschriften,

damit die Tablettenhälfte zugeordnet werden kann.

Die richtige Anwendung flüssiger Arzneien

Um flüssige Arzneien richtig einzunehmen, kann man Messlöffel

mit gut sichtbarer Graduierung oder auch Kolbendosierpipetten

verwenden. Kolbendosierpipetten

werden mit passenden Steckvorrichtungen in

die Flaschenöffnung gesteckt und durch

Umdrehen der Flasche befüllt. Flüssige

Medikamente sollten grundsätzlich zusammen

mit einem Glas Wasser eingenommen

werden. Suspensionen,

zum Beispiel manche Nasensprays,

Augentropfen oder Dosieraerosole

müssen vor der Anwendung geschüttelt

werden, damit sich die enthaltenen

Partikel gleichmäßig verteilen können.

Das Medikament muss dann sofort verwendet

werden, damit sich die Wirkstoffe nicht

wieder am Boden absetzen. Die Anwendung von

Augentropfen kann durch den Gebrauch einer Wimpernzange

als Quetschhilfe erleichtert werden. Tropfenapplikationen mit

Dosiersystemen, ähnlich der von Nasenspray, schaffen ebenfalls

Erleichterung. Patienten sollten sich diese Dosiersysteme genau

in der Apotheke erklären lassen und sie auch ausprobieren. Da

sie leicht mit Nasensprays verwechselt werden, sollten sie nicht

neben diesen aufbewahrt werden. •

Quelle: Apothekerkammer Niedersachsen, Apotheker Ahmed El-Hawari, Ernährungsberatung

und Gesundheitsförderung, Homöopathie und Naturheilverfahren

Foto: Andrea Damm / pixelio.de

13


Im Kindesalter sollten die Augen mehrmals untersucht werden

Auch Sehen will gelernt sein

Im Alter von vier Monaten sollten die Entwicklung des Sehens

und die Kopplung der Augen bereits so weit fortgeschritten sein,

dass Kinder überwiegend dauerhaft mit beiden Augen fixieren.

Sicheres Fixieren zum Ende des dritten Lebensmonats deutet

darauf hin, dass die Augen im Gehirn bereits gekoppelt sind.

Das Sehen ist für die Entwicklung eines Kindes von großer

Bedeutung. Viele Informationen werden über das Sehen

aufgenommen. 80 bis 90 Prozent der Wahrnehmung

erfolgt über das Sehen, je nach Umfeld des Kindes. Ist das

Sehen gestört, können wichtige Informationen fehlen. So kann

die Mimik der Eltern eventuell nicht richtig gedeutet werden.

Das Einschätzen von Entfernungen kann gestört sein. Sicheres

Greifen eines Gegenstandes, normales Laufen einer Treppe ohne

Nachstellschritt, das Befüllen eines Glases mit einer Flasche

ohne den Flaschenhals aufzulegen. All das erfordert die normale

Entwicklung der Sehschärfe und des beidäugigen Sehens.

Das Sehen der Kinder ist nach der Geburt noch wenig entwickelt.

Die Sehschärfe beträgt etwa 10 Prozent und die Augen sind

im Gehirn noch nicht fest gekoppelt, sodass die beidäugigen

Sehfunktionen, wie gerichtetes beidäugiges Fixieren und

räumliches Sehen noch nicht sicher erfolgen können. So ist es bei

Neugeborenen noch unkritisch, wenn die Augen gelegentlich die

Fixation verlieren und zu schielen scheinen.

Diakonie_Lachendorf_90x60 10.03.2015 12:57 Uhr Seite 1

Die Entwicklung des Sehens beginnt mit dem

ersten Augenaufschlag

Das Sehen benötigt Entwicklung

Sehen muss somit gelernt werden. Ein Kind verfügt nach der

Geburt über anatomisch vollständig angelegte Augen. Das Sehen,

mit all seinen Funktionen, benötigt jedoch eine Entwicklung.

Diese beginnt mit dem ersten Augenaufschlag. Eine normale

Entwicklung erfordert zunächst einen ungestörten Lichteinfall in

beide Augen. Nur wenn das Licht ungestört auf die Netzhäute

der Augen treffen kann, werden sich die Photorezeptoren

organisieren und die Sehschärfe steigt. Auf diesen »Startschuss«

baut die Entwicklung der anderen Sehfunktionen auf. Sehschärfe,

Kontrastsehen, Farbensehen, Akkommodation (Naheinstellung)

und alle beidäugigen Sehfunktionen sind davon abhängig. Einige,

zum Glück seltene, Umstände können diesen »Startschuss«

verhindern, beispielsweise wenn bei der Geburt ein grauer Star

vorliegt, ein verschlossenes Augenlid oder eine hochgradige

Fehlsichtigkeit.

Ihr Augenoptiker

für Groß und Klein

Ambulante Pflege • Betreuung

Hauswirtschaft • Senioren-Begleitung

Telefon 05145 - 98 93 0

Wir bieten:

Kindgerechte Augenüberprüfungen (ohne Tropfen). Schon bei Kindern im ersten

Lebensjahr. Überprüfung der altersgemäßen Sehfunktionen. Beurteilung des visuellen

Status.

All das, mit der notwendigen Zeit und Ruhe.

Hindenburgstraße 6 • 29386 Hankensbüttel

Tel.: 05832 7100 • www.sehenswert-ht.de

14


Auf Anzeichen achten

Aber auch dann, wenn diese massiven Störungen nicht vorliegen,

kann die Entwicklung der normalen Sehleistungen durch

andere Faktoren negativ beeinflusst werden. Die bekanntesten

sind das offene Schielen, die Ungleichsichtigkeit beider Augen

(Anisometropie) oder verdeckte Fehlsichtigkeiten. Insbesondere

beim offenen Schielen und der Ungleichsichtigkeit besteht das

erhöhte Risiko einer Sehschwäche mit daraus resultierendem

eingeschränktem beidäugigem Sehen. Immer wieder kommt es vor,

dass bei Kindern, die schielen oder ungleich schauen, das Gehirn

aus Schutz den Seheindruck eines Auges unterdrückt und daraus

eine Sehschwäche (Amblyopie) resultiert. Diese Sehschwächen

versucht man später meist durch eine Okklusionstherapie, das

starke Auge wird zugeklebt, zu beseitigen. Eine für alle Beteiligten

mühsame und teils vermeidbare Therapie.

Vorsorge hilft auch den ganz Kleinen

Die Erfahrung zeigt, dass diese Störungen im Rahmen der

U-Untersuchungen leider nicht immer erkannt werden. So kommt

es immer wieder zu Fehlentwicklungen, die durch eine ausreichend

frühe und umfassendere Prüfung des Sehens hätten vermieden

werden können. Augenärzte fordern schon länger eine qualifizierte

Vorsorge für die ganz Kleinen durch Fachleute für das Sehen.

Noch heute leiden etwa fünf Prozent der Kinder in Deutschland

unter Sehschwächen. Dass das nicht sein muss, zeigt das Beispiel

Schweden, wo dank ausreichender Vorsorgeuntersuchungen

und dem Tragen der erforderlichen augenoptischen Korrektion

oder der notwendigen Therapie die Quote bei nur etwa

0,5 Prozent liegt.

Entwicklung des Sehens gegeben sind. Im Alter von 34 bis 36

Lebensmonaten sollte überprüft werden, ob alle Sehfunktionen

angelegt sind und der normalen Entwicklung entsprechen. Die

nächste Überprüfung sollte ein halbes Jahr vor der Einschulung

stattfinden. Beim Übergang von der zweiten zur dritten Klasse

empfiehlt sich eine erneute Überprüfung, insbesondere des

beidäugigen Sehens, da dann der Anspruch an das Sehen

nochmals ansteigt, weil das Lesen nun zum Lernen benötigt wird.

Qualifizierte Untersuchungen werden von Augenärzten,

Orthoptisten und Augenoptikern durchgeführt. Beim Augenarzt

werden die Augen häufig getropft, um eine Messung ohne Einfluss

der Akkommodation durchführen zu können. Beim Augenoptiker

dürfen keine Medikamente verabreicht werden, daher muss der

Augenoptiker Messtechniken anwenden, die auch ohne Tropfen

die Akkommodation kontrollieren. Eine geeignete Messtechnik ist

die Skiaskopie. Die Messung von Kindern wird jedoch nicht von

allen Augenoptikern angeboten. •

Frühzeitig und regelmäßig zum Augenarzt

Sinnvoll sind mehrere Untersuchungen im Kindesalter. Allgemein

gilt: Je später eine Störung erkannt wird, desto schwieriger wird

es, die negativen Folgen zu beseitigen und noch normales

beidäugiges Sehen auszubilden. Daher sollte im ersten Lebensjahr

überprüft werden, ob alle Voraussetzungen für eine störungsfreie

Impressum

DAS REGIONALE MAGAZIN FÜR

GESUNDHEIT & GUTES LEBEN

www.heidja.de

erscheint vierteljährlich in einer

Auflage von mind. 12.500 Exemplaren

im Verlag

Redaktionsanschrift

Mühlenstraße 12

29556 Suderburg

Telefon 05826 958533

redaktion@heidja.de

Verlagsanschrift

Steinweg 3 · 38518 Gifhorn

Telefon 05371 55506

kontakt@calluna-medien.de

Herausgeberinnen

Inka Lykka Korth

Merle Höfermann

Redaktion

Christine Kohnke-Löbert

(V.i.S.d.P.)

christine.kohnke@calluna-medien.de

Grafik/Layout

Christine Kohnke-Löbert

christine.kohnke@calluna-medien.de

Anzeigen

Jennifer Mallas (verantw.)

Telefon 05832 979938

jennifer.mallas@calluna-medien.de

Jacqueline Grüning

Telefon 05371 8668640

jacqueline.gruening@calluna-medien.de

Druck

MHD

Druck & Service Gmbh

Hermannsburg

Klima- und Umweltschutz

Das Magazin wird mit

mineralölfreien Druckfarben auf

hochwertigem Recyclingpapier

gedruckt, das mit dem Umweltsiegel

Blauer Engel ausgezeichnet ist. Der

Druck erfolgt klimaneutral. Das

beim Druck freigesetzt CO 2

wird

durch Investitionen in zertifizierte

Klimaschutzprojekte kompensiert.

Reproduktionen jeglicher Art, auch

auszugsweise, nur mit Genehmigung

des Verlags.

15


Spitzenmedizin aus Tradition: Seit 2016

mit modernster Ausstattung im Neubau.

• • • Perinatalzentrum: Allen Allen Allen werdenden Eltern Eltern Eltern bieten bieten bieten wir wir rund wir rund rund um um die um die die Entbindung und und in und der in der in ersten der ersten ersten Zeit Zeit Zeit danach maximale

Sicherheit und und und höchstmögliche Versorgung ihrer ihrer ihrer Früh- Früh- Früh- und und und Neugeborenen (Level (Level (Level 1). 1). 1).

• • • Moderne Orthopädie: Wir Wir setzen Wir setzen setzen auf auf auf schonende Eingriffe der der in der Hüftendoprothetik. Künstliche Hüftgelenke werden

ohne ohne ohne das das das Durchtrennen von von von Muskeln eingesetzt, was was die was die die Nachbehandlungszeit deutlich reduziert.

• • • Zertifizierte Krebszentren: Krebspatienten werden von von von Expertenteams unterschiedlicher Fachdisziplinen nach nach nach

aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt.

• • • Innovative Kardiologie: Wir Wir setzen Wir setzen setzen auf auf auf innovative Verfahren wie wie den wie den den Vorhofohrverschluss bei bei bei Herzflimmern und und und verfügen

über über über eine eine eine zertifizierte Chest Chest Chest Pain Pain Unit. Pain Unit. Unit.

• • • Zertifizierte Stroke Stroke Stroke Unit: Unit: Unit: Damit Damit Damit sichern wir wir wir überregional die die die optimale Erstversorgung und und und Weiterbehandlung

aller aller aller Schlaganfallpatienten.

• • • Wirbelsäulenzentrum: Ein Ein Ein interdisziplinäres Team Team Team arbeitet eng eng eng zusammen, um um die um die die Behandlungsmöglichkeiten der der der

konservativen und und und operativen Medizin bei bei bei Rückenschmerzen unterschiedlichster Ursache bestmöglich auszuschöpfen

und und und individuell abzustimmen.

• Breites • • Breites Leistungsspektrum: Insgesamt 14 14 14 Kliniken, fünf fünf fünf Abteilungen, ein ein ein Sozialpädiatrisches Zentrum,

eine eine eine Abteilung für für für Physiotherapie und und viele und viele viele weitere Einrichtungen stehen stehen stehen Ihnen Ihnen Ihnen zur zur zur Verfügung.

16

AKH AKH AKH Celle. Celle. Ganz Ganz Ganz bei bei bei Ihnen.

AKH AKH Celle AKH Celle Celle Siemensplatz 4 429223 29223 Celle Celle Celle www.akh-celle.de www.akh-gruppe.de


April

fahren. Für die verpflegung unterwegs sorgen

die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst.

Treffpunkt ist der Parkplatz des sportparks

Flutmulde in gifhorn. Kosten: 7 Euro. Anmeldung

bis 8. April unter Telefon 05371 52614.

INFO adfc-gifhorn.de

Pflanzen- und Kunsthandwerkermarkt

10:00-17:00 Uhr I Müden (Örtze) I Wildpark

Siehe Sonnabend, 14. April.

INFO wildparkmueden.de

Der jüdische Friedhof

14:30 Uhr/15:45 Uhr I Gifhorn I Lutherstraße

Im Rahmen dieser beiden Führungen auf dem

jüdischen Friedhof werden die grundsätzlichen

unterschiede zwischen christlichen und jüdischen

begräbnisstätten und bestattungsritualen

erläutert. während des Rundgangs gibt es

darüber hinaus einen Einblick in die geschichte

der einstigen jüdischen gemeinde

gifhorns. Im Mittelpunkt steht die Familie

Menke, deren wirken spuren in der stadt hinterlassen

hat. Der Friedhof befindet sich in der

Lutherstrasse auf der seite mit den geraden

Hausnummern zwischen den Nummern 4

und 6. Männliche besucher werden gebeten,

den jüdischen Traditionen entsprechend eine

Kopfbedeckung auf dem Friedhof zu tragen.

Anmeldung bei der stadt gifhorn, Telefon

05371 88165, E-Mail: kultur@stadtgifhorn.de

Kinder brauchen Musik

17:00 Uhr I Gifhorn I Stadthalle

siehe Sonnabend, 14. April.

19 DONNERsTAg

Der Krimiförster liest

19:00 Uhr I Celle I Albrecht-Thaer-Schule

Der für seine »wald- und wiesenkrimis« bekannte

Autor christian Oehlschläger und sein

Lektor ulrich Hilgefort lesen aus den büchern

des »Krimiförsters«, die allesamt im celler Land

spielen. Die Lesung findet in der Albrecht-

Thaer-schule im Heilpflanzengarten, wittinger

straße 76, statt. Eintritt: 5 Euro (inkl. snack).

Anmeldung unter Telefon 05141 126720

oder per E-Mail an heilpflanzengarten@

celle.de

20 FREITAg

Einzelhandel auf dem Lande

15:00-17:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Dr. christine böttcher berichtet im Rahmen

einer Führung aus der geschichte des Landhandels.

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

Plattdeutscher Abend

19:00 Uhr I Müden/Aller I Bürgerhaus

Die Plattdeutschbeauftragte im Landkreis gifhorn,

Anneliese Leffler, hält ein Referat zum

Thema »Der Herzogsbrunnen im Ringelah –

Legende oder wahrheit«. Kinder, Jugendliche

und Erwachsene wirken beim dazugehörenden

Theaterstück mit. Der Eintritt ist frei!

IINFO Telefon 05375 1642 oder museengifhorn.de.

qunst.quintett

20:00 Uhr I Isenhagen I Klosterkirche

Das qunst.quintett ist ein junges bläserensemble,

dessen Mitglieder schon als schüler zusammenfanden.

2011 gewann das Quintett

beim wettbewerb »Jugend musiziert« einen

1. Preis auf bundesebene. 2016 wurde das

Ensemble beim Deutschen Musikwettbewerb

mit einem stipendium und der Aufnahme in

die bundesauswahl Konzerte Junger Künstler

geehrt. Eintritt: 15 Euro für Erwachsene,

5 Euro für schüler. vorverkauf: buchhandlung

ullrich in Hankensbüttel, Heine Tabakwaren

und Isenhagener Kreisblatt in wittingen. Eine

gemeinschaftsveranstaltung der Kulturvereine

Hankensbüttel und wittingen, des Klosters

Isenhagen und des Lions clubs wittingen.

INFO kulturverein-wittingen.de

Roads and Shoes

20:00 Uhr I Bröckel I Antikhof Drei Eichen

gitarristin Johanna Eicker und cellistin Linda

Laukamp lernten sich 2011 bei einem bandprojekt

kennen und erkannten schnell, dass es

sich lohnt, gemeinsame sache zu machen, und

zwar an erster stelle musikalisch. Die songs

flogen ihnen beinahe zu, eine unaussprechliche

chemie zwischen den beiden erlaubte

ihnen, bedingungslos ehrlich zueinander zu

sein. Das Ergebnis sind fragile, aber eingängige

songs, geschichten aus der gefühlswelt, die

sie mühelos in worte kleiden konnten. Eintritt

frei, Hutkasse. INFO Telefon 05144 560177

oder antikhof-drei-eichen.de

21 sONNAbEND

Nordkreismesse

10:00-18:00 Uhr I Wittingen I Lessingstraße

Mehr als 70 Fachbetriebe präsentieren sich

mit ihren Produkten und Dienstleistungen und

stellen Neuheiten vor. Die Messe lockt außerdem

mit einem vergnügungspark und einem

vielfältigen Angebot an speisen und getränken.

Der Eintritt ist kostenfrei.

Intuitiv malen

10:00-15:00 Uhr I Bröckel I Hauptstraße 105

Siehe Donnerstag, 12. April.

INFO Telefon 05144 4958059 oder

k-kunststuecke.de

Bücher aus (altem) Leinen

11:00-17:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Aus altem Leinen oder anderen festen stoffen

werden unter Anleitung der buchgestalterin

Marlies Maehrle mit einfachen Heftungen

ganz besondere bücher hergestellt. Das grundierte

und versteifte Leinen kann in vielen

künstlerischen Techniken beschriftet oder gestaltet

werden. Der Experimentierfreude sind

keine grenzen gesetzt. Kosten (inklusive Eintritt

und Material): 76 Euro. Anmeldung bis

zum 16. April bei Marlies Maehrle, Telefon

05826 9581615, E-Mail post@papierzeichen.de.

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

Achtet auf die Vögel!

14:00 Uhr I Hankensbüttel I Otter-Zentrum

Ausstellungseröffnung: Der Hankensbütteler

Holzbildhauer Jürgen Eimecke zeigt bis zum

14. Oktober an verschiedenen Orten im

Teichgut-

Schänke

Otter-Zentrum Holzskulpturen von vögeln.

vor dem Hintergrund des Rückgangs vieler

vogelarten sollen die besucher des Otter-Zentrums

dafür gewonnen werden, wieder mehr

auf die heimische vogelwelt zu achten.

INFO Telefon 05832 98080 oder

otterzentrum.de

Kräuterwanderung

14:00-16:00 Uhr I Bad Bodenteich I Burg

was wächst denn da am wegesrand? ulrike

witte-spohr hat Antworten auf diese Frage.

bei einer wanderung durch die seewiesen

werden Kräuter bestimmt und gesammelt und

anschließend zubereitet. Kosten: Erwachsene

7 Euro, Kinder bis 14 Jahre 5 Euro. Anmeldung

(erforderlich) unter Telefon 05824 3539 oder

per E-Mail an tourismus@sg-aue.de.

Maulbeerbaum und Seidenspinner

15:00 Uhr I Celle I Bomann-Museum

Karl Thun verrät im Rahmen einer Museumsführung,

warum in celle einst jede Menge

Maulbeerbäume gepflanzt wurden und was

das mit der seidenproduktion zu tun hatte.

INFO bomann-museum.de

Deutschstunde

20:00 Uhr I Gifhorn I Stadthalle

siegfried Lenz wurde mit seinem Roman

»Deutschstunde« zum botschafter zwischen

dunkler vergangenheit und demokratischer

gegenwart. Auch in der Inszenierung des

a.gon Tourneetheaters München geht es um

die Frage »Pflichterfüllung als Erziehungsideal?«.

Eintritt: 18 bis 34 Euro zzgl. gebühren.

INFO Telefon 05371 59470 oder stadthallegifhorn.de

Cash – I see a Darkness

20:00 Uhr I Meinersen I Kulturzentrum

Reinhard Kleist zeichnete 2006 eine comicbiografie

von Johnny cash. Inzwischen ist er

weltweit als Live-Zeichner gefragt. Live-Drawing,

also zu Live-Musik zeichnen, ist eine

Kunstform, die alle sinne anspricht: der Zeichner

arbeitet nach und im sinne der live gespielten

Musik. Heinrich »Doc wolf« wulfes,

als Johnny-cash-Interpret bekannt, hat Reinhard

Kleist schon in berlin mit großem Erfolg

begleitet. INFO kulturverein-meinersen.de

22 sONNTAg

Nordkreismesse

10:00-18:00 Uhr I Wittingen I Lessingstraße

siehe Sonnabend, 21. April.

24 DIENsTAg

Bachblütenwanderung

15:00-18:30 Uhr I Celle I Heilpflanzengarten

Die wanderung mit der umwelt- und Erlebnispädagogin

sieglinde Fink führt durch den

Heilpflanzengarten und die Dammaschwiesen

an der Aller. Kosten: 20 Euro. Treffpunkt: Heilpflanzengarten,

wittinger straße 76. Anmeldung

unter Telefon 05141 126720 oder per

E-Mail an heilpflanzengarten@celle.de

Feierabend-Radtour

17:30 Uhr I Gifhorn I Schleusendamm 2

ADFc-Tourenleiter Frank Piechowiak wartet

auf dem AOK-Parkplatz auf Radfahrer, die Lust

auf eine 25 bis 30 km lange Radtour in gemächlichem

Tempo haben. Fahrzeit: rund zwei

stunden mit einer 20-minütigen Pause. Die

Teilnahme ist kostenfrei. INFO adfc-gifhorn.de

28 sONNAbEND

Burgspektakel

Ganztägig I Bad Bodenteich I Burggelände

bis zum 1. Mai bevölkern Ritter, gaukler und

Händer das burggelände. INFO Telefon 05824

3539 oder E-Mail tourismus@sg-aue.de

Pflanzenflohmarkt und Pflanzentauschbörse

10:00-16:00 Uhr I Celle I Heilpflanzengarten

Die veranstaltung ist eine gute gelegenheit

für gartenfreunde, überzählige Ableger und

sämlinge und stauden abzugeben und von

anderen gartenbesitzern Pflanzen zu erwerben

oder Pflanzen mit ihnen zu tauschen.

Keine standgebühren. Anmeldung der Aussteller

unter Telefon 05141 126720 oder per

E-Mail an heilpflanzengarten@celle.de

Gifhorn International

10:00-15:00 Uhr I Gifhorn I Fußgängerzone

Menschen verschiedener Nationalitäten und

Religionen stellen sich mit ihren landestypischen

Liedern, Tänzen und bräuchen vor. »gifhorn

International« bietet ein vielfältiges

bühnenprogramm und an den ständen und in

den Pavillons Informationen und landestypische

speisen und getränke.

29 sONNTAg

Bienenkorbflechten

9:00-17:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

unter Anleitung von wulf-Ingo Lau vom Institut

für bienenkunde celle erlernen die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer die alte Technik

des bienenkorbflechtens. Anmeldung bis zum

1. April bei Imker Joachim Porsiel, Telefon 0581

44552, E-Mail porsiel.mehre@t-online.de.

INFO museumsdorf-hoesseringen.de

Rankhilfen aus Weidenruten

11:00-17:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Aus weidenruten flechten die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer dieses workshops ein

kleines Türmchen, um Pflanzen Halt zu geben

oder einen blickfang zu schaffen. Kosten (inklusive

Eintritt und Material): 46 Euro. Anmeldung

bis zum 13. April bei Imke günzel,

Telefon (mobil) 0173 8186062, E-Mail:

info@naturgeflecht.de

Das Fischspezialitäten-Restaurant im der Natur !


Räumlichkeiten


für Familienfeiern






Angebotstage: Di. – Forelle | Mi. – Zander | Do. – Aal

• Angebotstage: Fischbüffet freitags Di. ab – Forelle 18 Uhr / Mi. – Zander (bitte / Do. anmelden) – Aal

• freitags ab 18 Uhr großes Fischbüffet Mai freitags

ab 17 Uhr

Teichgut 1 29393Gr. Oesingen Tel. 05835-282

Warme warme Küche: Di. – So.: 11.30 – 14.00 Uhr + 17.00 – 21.00 Uhr

teichgutschaenke@gmx.de Mail: teichgutschaenke@gmx.de

· www.teichgutschaenke.de

Alle Angaben ohen Gewähr

Calluna 31


Südheidekalender

1 DIENsTAg

Backen und Handwerk zum Mitmachen

10:00-17:00 Uhr I Suhlendorf I Mühlenweg

bäcker, weberin, Tischler und schmied geben

Einblicke in ihr Handwerk und laden zum Mitmacen

ein. Im Kaffegarten werden frische Leckereien

aus dem backhaus angeboten.

INFO Telefon 05820 370 oder

handwerksmuseum-suhlendorf.de

Ganztagesradtour

10:00 Uhr I Winsen (Aller) I Amtshof 5

Das Ziel der Radtour mit werner blesin ist der

»waldkater« in Engersen. Die Teilnahme ist

kostenfrei. Treffpunkt: Tourist-Information.

INFO Telefon 05143 912212 oder E-Mail

christine.rust@winsen-tourismus.de

Backtag auf dem Museumshof

11:00-18:00 Uhr I Winsen (Aller)

Am backtag werden neben frischem brot und

Kuchen auch Führungen über das Museumsgelände

angeboten. Außerdem werden alte

Handwerkstechniken wie das spinnen und

weben gezeigt. Die Flößerei sowie das sägen

und brennen von baumscheiben sind weitere

Themen. INFO Telefon 05143 8140 oder E-

Mail info@winser-heimatverein.de

Hoffest mit Live-Musik

11:00 Uhr I Gifhorn-Neubokel I Landcafé

Mit Live-Musik und vielen Aktionen sowohl

für Kinder als auch Erwachsene und allerlei

süßen und herzhaften Leckereien lockt das

Landcafé alljährlich am Maifeiertag in den Heideort

Neubokel. INFO Telefon 05371 13533

Backtag

14:00-18:00 Uhr I Bröckel I Hauptstraße 105

Im steinbackofen des backhauses auf dem

parkähnlichen gelände der Jugendherberge

werden regionaltypische spezialitäten gebacken.

Eintritt frei. INFO Telefon 05053

989220 oder E-Mail mueden@luenenurgerheide.de

3 DONNERsTAg

Landschaftsmalerei

15:00-18:00 Uhr I Bröckel I Hauptstraße 105

In diesem Kursus im Atelier Kunststücke skizzieren

die Teilnehmer nach mitgebrachten

vorlagen (Fotos, Kalenderblätter usw.) eine

Landschaft und setze die skizze anschließend

mit buntstiften und Acrylfarben in ein farbiges

Landschaftsbild um. Kosten: 10 Euro je

stunde. INFO Telefon 05144 4958059 oder

k-kunststuecke.de

Die Triftanlage

19:00 Uhr I Celle I Triftanlage

Jens Hanssen vom grün-, straßen- und Friedhofsbetrieb

der stadt celle erläutert bei einem

spaziergang die wandlung von der ursprünglich

alten viehtrift vor dem westerceller Tor

zur das stadtbild prägenden grünanlage. Treffpunkt:

vorplatz Triftanlage. Die Teilnahme ist

kostenfrei.

4 FREITAg

Radwanderung durch Wald, Moor und Heide

14:00 Uhr I Winsen (Aller) I Amtshof 5

Radtourenleiter werner blesin hat eine Rundtour

durch die abwechslungsreiche Landschaft

um winsen ausgearbeitet. Die Teilnahme ist

kostenfrei. Treffpunkt: Tourist-Information.

INFO Telefon 05143 912212 oder E-Mail

christine.rust@winsen-tourismus.de

Mai oh Mei

19:00 Uhr I Gannerwinkel I Gasthaus Schulze

Peter bieringer, der hauptberuflich als sprecher

beim NDR, für synchronisation, Dokumentationen

und Hörbücher tätig ist, liest

heitere und satirische Texte zum wonnemonat

Mai. Musikalische begleitung: Imke weitz

(Klavier) und Roger burmeister (violine). Eintritt:

Erwachsene 12 Euro, schüler 5 Euro. vorverkauf:

buchhandlung ullrich in

Hankensbüttel, Heine Tabakwaren und Isenhagener

Kreisblatt in wittingen. INFO kulturverein-wittingen.de

5 sONNAbEND

Pflanzen- und Gartenmarkt

9:30-15:00 Uhr I Gifhorn I Innenstadt

Die Fußgängerzone präsentiert sich als buntes

blumenmeer. Zahlreiche gewerbetreibende

werden ihre Produkte ausstellen und zum verkauf

anbieten. vom saatgut über blumen und

gehölze bis hin zu gartenmöbeln und Rasenmähern

reicht das Angebot. Außerdem locken

kulturelle Darbietungen und kulinarische Angebote.

Höhepunkt des Festes ist das Aufstellen

des Maibaumes auf dem Marktplatz.

Radtour auf den Spuren der Salzsieder

10:00-15:00 Uhr I Sülze I Salinenplatz

Das salz prägte 500 Jahre lang das Leben im

Heidedorf sülze. 20 generationen haben in

sülze und umgebung für die salzgewinnung

gearbeitet. gabriele Link führt zu den spuren

der salzsieder durch Feld, wald und Flur. Die

25 km lange Radtour beginnt am salinenplatz,

wo Modelle und eine Ausstellung an die Zeit

der salzgewinnung erinnern. Kosten: 10 Euro.

Kontakt und Anmeldung: Telefon 05054

94070 oder E-Mail gabriele.Link@t-online.de.

RWLE Möller – Künstler 1952–2001

15:00 Uhr I Celle I Bomann-Museum

Karl Thun führt durch die aktuelle sonderausstellung,

die dem Leben und werk des celler

Künstlers RwLE Möller gewidmet ist.

INFO bomann-museum.de

Nussschüsselblues

20:00 Uhr I Meinersen I Kulturzentrum

Nach dem Ende der gruppe ganz schön Feist

kehrte erstmal besinnliche stille ein. Doch

diese hielt nicht lange an: Mathias Zeh und

Rainer schacht fehlte die Musik, die buḧne

und das Lachen. so kehrten sie schon 2013

als Die Feisten mit ihrer Zwei-Mann-song-comedy

zurück. Ihr aktuelles Programm heißt

»Nussschüsselblues«. INFO kulturvereinmeinsersen.de

Poetry Slam

20:00 Uhr I Schweimke I Saal Brockmann

Mit seiner eindrucksvollen bühnenpräsenz

und intensiven Texten hat der bühnendichter

und sänger sven Kamin bereits zahlreiche

Poetry-slams gewonnen. Eintritt: 10 Euro,

schüler 5 Euro. vorverkauf: buchhandlung ullrich

in Hankensbüttel und geschäftsstelle des

Isenhagener Kreisblattes in wittingen.

6 sONNTAg

Jubiläumstag: 30 Jahre Otter-Zentrum

9:30-18:00 Uhr I Hankensbüttel

Anlässlich des 30-jährigen bestehens des

Otter-Zentrums lockt die Aktion Fischotterschutz

an diesem sonntag mit einem ermäßigten

Eintrittspreis wie vor 30 Jahren: 3 Euro.

INFO otterzentrum.de

Markttag im Museumsdorf

10:30-17:30 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Aussteller aus der Region bieten eine bunte

Palette unterschiedlicher Produkte an wie

Korbwaren, Keramik, Leinen, backwaren, stauden

sowie dekorative Floristik und vieles

mehr. Für Kinder gibt es verschiedene Mitmachaktionen.

INFO Telefon 05826 1774

oder museumsdorf-hoesseringen.de

Verkaufsoffener Sonntag in Gifhorn

13:00-18:00 Uhr I Gifhorn I Innenstadt

Die geschäfte in der Innenstadt laden zum

sonntagseinkauf mit Rahmenprogramm ein.

8 DIENsTAg

Radtour durch die Gemeinde Obernholz

14:30 Uhr I Hankensbüttel I Karl-Söhle-Weg

Die Radtour mit Kultur- und Landschaftsführer

Ewald weiss führt über die Triftwege der

Hohen Heide ins Quellgebiet des bottendorfer

baches. weiter geht es durch das

schweimker Holz, das schweimker Moor, den

Lüderbruch, ins Tal des gosebaches zum Ort

wierstorf. Die strecke ist 20 Kilometer lang,

und die Tour dauert rund drei stunden. Treffpunkt:

Parkplatz Karl-söhle-weg in Hankensbüttel.

Kosten 2 Euro (Kinder bis 14 Jahre frei).

Feierabend-Radtour

17:30 Uhr I Gifhorn I Schleusendamm 2

ADFc-Tourenleiter Frank Piechowiak wartet

auf dem AOK-Parkplatz auf Radfahrer, die Lust

auf eine 25 bis 30 km lange Radtour in gemächlichem

Tempo haben. Fahrzeit: rund zwei

stunden mit einer 20-minütigen Pause. Die

Teilnahme ist kostenfrei. INFO adfc-gifhorn.de

10 DONNERsTAg (Himmelfahrt)

Altes Handwerk und Hundestaffel

10:00-17:00 Uhr I Suhlendorf I Mühlenweg

weberin und Tischler geben Einblicke in ihr

Handwerk und laden zum Mitmachen ein. Außerdem

stellt sich die DRK-Rettungshundestaffel

vor. INFO Telefon 05820 370 oder

handwerksmuseum-suhlendorf.de

Ginsengfest und Mittelalterlicher Markt

10:00-18:00 Uhr I Walsrode I Bockhorn 1

Traditionell wird am Himmelfahrtstag auf der

FloraFarm das ginsengfest gefeiert, wenn die

ginsengpflanzen nach der winterruhe mit

neuer Kraft heranwachsen. unter dem Motto

»ginseng, Kunst & Kulinares« wird auf dem historischen

Heidebauernhof ein abwechslungsreiches

Programm mit Kunsthandwerk,

Mittelalterlichem Markt, Ponyreiten, Handpuppentheater

und vielen weiteren Aktionen für

Kinder und Erwachsene geboten. Der Eintritt

ist frei. INFO Telefon 05162 1393

oder florafarm.de

11 FREITAg

Radwanderung durch Wald, Moor und Heide

14:00 Uhr I Winsen (Aller) I Amtshof 5

Siehe Freitag, 4. Mai.

12 sONNAbEND

Lehmbauseminar

10:30-15:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Lehmbauer Matthias Kiemann erläutert im

Rahmen eines zweitägigen wochenendseminars

die vorzüge des baustoffs Lehm und demonstriert

die verschiedenen Techniken des

Lehmbaus, die von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen

selbst ausprobiert werden. Kosten

(inklusive Eintritt und Material): 96 Euro.

Anmeldung bis zum 11. Mai bei Matthias Kiemann,

Telefon 05148 911927, E-Mail

matthias-kiemann@t-online.de.

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

Kräuterwanderung

14:00-16:00 Uhr I Bad Bodenteich I Burg

bei einer wanderung durch die seewiesen mit

ulrike witte-spohr werden Kräuter gesammelt

und bestimmt. Anschließend werden mit

den gesammelten Kräutern kleine Leckereien

zubereitet und probiert. Kosten: Erwachsene

7 Euro, Kinder bis 14 Jahre 5 Euro. Anmeldung

(erforderlich) unter Telefon 05824 3539 oder

per E-Mail an tourismus@sg-aue.de.

13 sONNTAg

Internationaler Museumstag

10:00-17:00 Uhr I Suhlendorf I Mühlenweg

Am Internationalen Museumstag lockt das

Handwerksmuseum mit ermäßigten Eintrittspreisen.

bäcker, Tischler, weberin und Imker

arbeiten in ihren werkstätten und laden zum

Mitmachen ein. Im backhaus wird gebacken.

INFO Telefon 05820 370 oder

handwerksmuseum-suhlendorf.de

Lehmbauseminar

10:30-15:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Das am vortag begonnene seminar mit Lehmbauer

Matthias Kiemann wird fortgesetzt.

15 DIENsTAg

Stadtführung in Wittingen

14:30-16:30 Uhr I Wittingen I Marktplatz

Rundgang mit Kultur- und Landschaftsführer

Hans Joachim Michaelis vom Marktplatz aus

durch die Altstadt. Kosten: 4 Euro (Kinder bis

14 Jahren frei). Keine Anmeldung erforderlich.

16 MITTwOcH

Wohin, Natascha?

19:00 Uhr I Suderburg I Burgstraße 21

Angelika Hoff liest in der Musikschule suderburg

aus ihrem im März im calluna-verlag

erschienenen buch »wohin, Natascha?«,

das die bewegende Lebensgeschichte einer

Heimatlosen zwischen serow und suderburg

erzählt. Der Eintritt ist frei.

17 DONNERsTAg

Heilmeditation im Heilpflanzengarten

18:00 Uhr I Celle I Wittinger Straße 76

Margot Müller, Heilpraktikerin für Psychotherapie

führt durch eine Meditation, mit der sie

den Teilnehmern zu mehr Energie, Konzentration,

gelassenheit und Frieden verhelfen will.

Ohne Anmeldung. Tipp: weiche unterlage

mitbringen. Treffpunkt: unter der Linde am

wasserbecken. INFO Telefon 05141 126720

oder E-Mail heilpflanzengarten@celle.de

18 FREITAg

Das Hutewaldprojekt im Neustädter Holz

15:00 Uhr I Celle I Neustädter Holz

Roman spenner, Förster für waldökologie,

und Förster sören Obermann stellen das Hu-

32 Calluna

Die Ausflugs- und Veranstaltungstipps der Calluna-Redaktion


Mai

tewaldprojekt im Neustädter Holz vor und informieren

über Flora und Fauna in dem gebiet.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Treffpunkt:

linksseitiger Parkplatz an der bundesstraße

214, rund 700 Meter stadtauswärts

Richtung Hambühren. Anmeldung beim Forstamt

Fuhrberg, Telefon 05135 92970.

19 sONNAbEND

Wandern auf dem Schöpfungsweg

10:00 Uhr I Ebstorf I Touristinformation

Diese Tageswanderung mit einer ausgebildeten

Pilgerführerin führt auf dem schöpfungsweg

vom Kloster Ebstorf zum Arboretum in

Melzingen (rund 8 km) und klingt dort mit

einer Andacht und gemeinsamem Kaffeetrinken

aus. Kosten (inkl. Kaffeetrinken): 14 Euro.

INFO Telefon 08522 2996 oder E-Mail

touristinfo@ebstorf.de

Südheide-Schau

10:00-18:00 Uhr I Hermannsburg I Örtzepark

gewerbetreibende aus der gemeinde südheide

stellen aus. Ein buntes show-Programm

umrahmt die Ausstellung. Eintritt: 2 Euro (ab

16 Jahre).

allerART Kreativ- & Designmarkt

11:00-18:00 Uhr I Celle I Französischer Garten

allerART ist der Nachfolger des ehemaligen

Kunst- und Handwerkermarktes im Französischen

garten. Angeboten werden gebrauchsund

Dekorationsartikel, teilweise von den

Künstlern vor Ort hergestellte Handmade-Artikel,

nachhaltige und vintage-Produkte sowie

upcycling, Foodtrucks mit speisen und getränken,

Do-It-Yourself-workshops und Aktionen

für Kinder. Eintritt: 3,50 Euro.

INFO celle-tourismus.de

Radwanderung durch Wald, Moor und Heide

14:00 Uhr I Winsen (Aller) I Amtshof 5

Siehe Freitag, 4. Mai.

Landschaftsmalerei

15:00-18:00 Uhr I Bröckel I Hauptstraße 105

Siehe Donnerstag, 3. Mai.

INFO Telefon 05144 4958059 oder

k-kunststuecke.de

150 Jahre Heidemalerei

15:00 Uhr I Celle I Bomann-Museum

Karl Thun gibt im Rahmen einer Museumsführung

einen Überblick über die Entwicklung der

Heidemalerei in einem Zeitraum von 150 Jahren

– von valentin Ruths bis Dirk Huisken.

INFO bomann-museum.de

John Appletree Trio

20:00 Uhr I Bröckel I Antikhof Drei Eichen

Das John Appletree Trio überzeugt mit mehrstimmigem

gesang, abwechslungsreicher Instrumentierung

und anspruchsvollen Texten

sowohl in englischer als auch in deutscher

sprache. Die Einflüsse des Folks der 1960er

und 1970er Jahre sind dabei genauso zu spüren

wie moderne strömungen, die sich zu

einer in sich stimmigen Form von Neo Folk

oder auch Progressive Folk verbinden. Mit den

songs von John Appletree, die kleine botschaften

enthalten oder aus seinem Leben erzählen,

den sanften Melodien von Flöten und

anderen Instrumenten von Mel woodwind

und den bedacht eingesetzten Drums von

Felix Fleischmann nimmt das Trio die Menschen

mit auf eine berührende musikalische

Reise. Eintritt frei, Hutkasse. INFO Telefon

05144 560177 oder antikhof-drei-eichen.de

20 PFINgsTsONNTAg

Südheide-Schau

10:00-18:00 Uhr I Hermannsburg I Örtzepark

Siehe Sonabend, 19. Mai.

allerART Kreativ- & Designmarkt

11:00-18:00 Uhr I Celle I Französischer Garten

siehe sonnabend, 19. Mai.

INFO celle-tourismus.de

21 PFINgsTMONTAg

Bockwindmühle in Betrieb

10:00-17:00 Uhr I Suhlendorf I Mühlenweg

Am Internationalen Mühlentag ist die bockwindmühle

im Handwerksmuseum in betrieb.

bäcker, Tischler, weberin und schmied arbeiten

in ihren werkstätten und laden zum Mitmachen

ein. Im backhaus wird gebacken,

INFO Telefon 05820 370 oder

handwerksmuseum-suhlendorf.de

Windmühle geöffnet

10:00-18:00 Uhr I Wittingen-Ohrdorf

Zum 6. Mal nimmt die Ohrdorfer windmühle

von 1867 am internationalen Mühlentag teil,

öffnet ihre Türen und gibt Einblicke in die alte

Mühlentechnik und die Arbeit eines Müllers.

Es wird Mehl gemahlen (mit dem weizenmahlstuhl

von 1947 und diversen schrotmühlen).

Diverse Mühlenmodelle und wiegetechniken

stehen für Kinder zum Ausprobieren

zur verfügung. solarwindmühlen zum Mitnehmen

können gebaut werden. Es werden Führungen

durch das Räderwerk angeboten. Die

Flügel werden auf- und abgesegelt.

allerART Kreativ- & Designmarkt

11:00-18:00 Uhr I Celle I Französischer Garten

siehe sonnabend, 19. Mai.

INFO celle-tourismus.de

Mühlenfest in Wahrenholz

11:00-18:00 Uhr I Wahrenholz I Wassermühle

Die historische wassermühle ist geöffnet, und

auf dem Hof der Mühle findet ein Kunsthandwerkermarkt

statt. Außerdem erklingt Musik,

und es gibt gegrilltes und Kaffee und Kuchen.

Die Einnahmen dieser veranstaktung der

Mühlenfreunde wahrenholz sind für den Erhalt

der wassermühle bestimmt.

Mobiles basteln

14:00-16:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Aus Naturmaterialien stellen Kinder (ab sechs

Jahren) Frühlingsmobiles her. Dauer: etwa

30 Minuten, Kosten: 2,50 Euro.

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

Hausgeschichten

15:00-16:30 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Die Häuser im Museumsdorf und ihre bewohner,

vorgestellt von Dr. ulrich brohm.

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

22 DIENsTAg

Zu Besuch bei Fahrrad-Werner

12:00 Uhr I Celle I Bomann-Museum

Im Rahmen der Reihe »Kennen sie celle?« lädt

der Museumsverein celle im bomann-Museum

zu einem besuch des seit 1905 bestehenden

Fachgeschäfts Fahrrad-werner in der

Kanzleistraße ein. INFO 05141 12 45 12 oder

E-Mail info@museumsvereincelle.de

Feierabend-Radtour

17:30 Uhr I Gifhorn I Schleusendamm 2

ADFc-Tourenleiter Frank Piechowiak wartet

auf dem AOK-Parkplatz auf Radfahrer, die Lust

auf eine 25 bis 30 km lange Radtour in gemächlichem

Tempo haben. Fahrzeit: rund zwei

stunden mit einer 20-minütigen Pause. Die

Teilnahme ist kostenfrei. INFO adfc-gifhorn.de

24 DONNERsTAg

Historische Ortsführung in Ebstorf

19:00-20:00 Uhr I Ebstorf I Winkelplatz

wie in alten Zeiten geht der Dorfausrufer

Hannes durch den Klosterflecken. Auf dem

winkelplatz ruft er interessante Neuigkeiten

aus und begibt sich dann auf seine Runde

rund um das altehrwürdige Kloster und über

die Domäne. Treffpunkt ist auf dem winkelplatz

vor der Tourist-Info. Anmeldung unter

Telefon 05822 2996 oder per E-Mail an

touristinfo@ebstorf.de. Eine weitere Führung

findet am 14. Juni statt.

25 FREITAg

Radwanderung durch Wald, Moor und Heide

14:00 Uhr I Winsen (Aller) I Amtshof 5

Siehe Freitag, 4. Mai.

26 sONNAbEND

Vogelkundliche Wanderung

7:30-9:00 Uhr I Müden (Örtze) I Winkelhof

Auf einer wanderung mit Joachim webel,

pensionierter biologielehrer und Mitarbeiter

beim Regionalen NAbu-umweltbildungszentrum

gut sunder, werden vögel beobachtet

und belauscht (Falls vorhanden, Ferngläser

mitbringen). Anschließend kann im Hofcafé

des winkelhofes gefrühstückt werden (Anmeldung

per E-Mail an kontakt@winkelhofmueden.de

oder unter Telefon 05053 94077.

27 sONNTAg

Radtour: ABC-Schützen und Pelikane

9:30 Uhr I Gifhorn I Winkeler Straße 2

Das schulmuseum steinhorst und das gut Auermühle

mit dem von steinernen Pelikanen

bewachten Mausoleum der »Füllfederhalter-

Familie« aus Hannover sind stationen dieser

85 km langen ADFc-Radtour mit Karsten selleng.

Es wird in moderatem Tempo gefahren.

Für die verpflegung unterwegs sorgen die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer selbst. Treffpunkt

ist der Parkplatz des sportzentrums

Flutmulde in gifhorn. Anmeldung bis 20. Mai

unter Telefon 05371 56619 oder per E-Mail

an karsten.selleng@adfc-gifhorn.de.

INFO adfc-gifhorn.de

Tag der Tiere

10:30-17:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

geflügel- und Kaninchenzüchter aus der Region

präsentieren die vielfalt alter Nutzgeflügel-

und Hauskaninchenrassen. Für Kinder

werden basteln und von 14 bis 16 uhr Ponyreiten

angeboten. INFO Telefon 05826 1774

oder museumsdorf-hoesseringen.de

Kugeln aus Weidenruten

11:00-15:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen,

eine Kugel aus ungeschälten weideruten zu

flechten. viele windungen führen zu einem

Objekt für den garten oder die Terrasse. Es ist

auch möglich, einen »Flechtteller« mit derselben

Technik zu erstellen. Kosten (inklusive Eintritt

und Material): 46 Euro. Anmeldung bis

zum 11. Mai bei Imke günzel, Telefon (mobil):

0173 8186062, E-Mail info@naturgeflecht.de.

Telefon 05826 1774 oder museumsdorf-hoesseringen.de

Der Spiegel als Spielfeld

11:30 Uhr I Celle I Bomann-Museum

Daphne Matner führt durch die aktuelle Eberhard-schlotter-Ausstellung

»Echt scharf. Der

spiegel als spielfeld«.

INFO bomann-museum.de

29 DIENsTAg

Lebewesen Baum

19:00 Uhr I Celle I Thaers Haus

Heiner Hoppenstedt, baum-sachverständiger

der stadt celle, verrät bei einer Führung durch

Thaers garten, wie die »Körpersprache« der

bäume zu erkennen und zu deuten ist. Außerdem

informiert er über sinnvolle Pflegemaßnahmen

an bäumen. Die Teilnahme ist

kostenfrei. Treffpunkt: Thaers Haus, Im güldenen

winkel.

30 MITTwOcH

Barfußwanderung in der Heide

17:30-19:30 Uhr I Hermannsburg

Die Misselhorner Heide mit dem Tiefental gehört

zu den schönsten Heideflächen des Naturparks

südheide. beim barfußwandern mit

wander- und Naturführer Heinrich scheidler-

Lütjen auf naturbelassenen wegen genießen

die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur

die schöne Natur, sondern erleben ein ganz

neues gehgefühl, spüren Naturverbundenheit

durch unmittelbaren Kontakt. Kosten: 6 Euro,

Kinder von sechs bis 14 Jahre 3 Euro. Treffpunkt:

Parkplatz Misselhorner Heide an der

straße von Hermannsburg nach unterlüß.

INFO Telefon 0177 5820099 oder E-Mail

scheidler@web.de


























Alle Angaben ohen Gewähr

Calluna 33


Südheidekalender

1 FREITAg

Radwanderung durch Wald, Moor und Heide

14:00 Uhr I Winsen (Aller) I Amtshof 5

Radtourenleiter werner blesin hat eine Rundtour

durch die abwechslungsreiche Landschaft

um winsen ausgearbeitet. Die Teilnahme ist

kostenfrei. Treffpunkt: Tourist-Information.

INFO Telefon 05143 912212 oder E-Mail

christine.rust@winsen-tourismus.de

Kräuter aus Töpfen und Krügen

16:00-19:00 Uhr I Celle I Heilpflanzengarten

burkhard bohne, gärtnermeister der Tu

braunschweig und buchautor, zeigt im Heilpflanzengarten,

wittinger straße 76, dass es

für den Anbau von Kräutern keines eigenen

gartens bedarf. Denn viele Kräuter wachsen

im blumentopf, im Kübel oder auch im balkonkasten.

gut kombiniert, richtig gepflanzt und

artgerecht gepflegt, verwandeln Kräuter Fensterbänke,

balkone und Terrassen in ein duftendes

Paradies. burkhard bohne stellt Kräuter

vor, die auch für die Topfkultur gut geeignet

sind. Die seminarteilnehmer lernen dabei die

unterschiedlichen bedürfnisse der einzelnen

Kräuterarten kennen und auch die entsprechenden

Pflegemaßnahmen. Jeder Teilnehmer

kann in begrenztem Maß Kräuter und Töpfe

kaufen oder eigene gefäße bepflanzen. seminargebühr:

20 Euro und Materialkosten.

INFO Telefon 05141 126720 oder

E-Mail heilpflanzengarten@celle.de

Nachtwächterführung

19:55-21:25 Uhr I Celle I Sschloßplatz

Jeden Freitagabend nimmt der Nachtwächter

auf seiner Runde durch die Altstadt gäste mit

und erzählt geschichten aus alter Zeit. Kosten:

7 Euro. Treffpunkt: brücke vor dem schloss.

INFO Telefon 05141 9090830 oder E-Mail

event@celle-tourismus.de

2 sONNAbEND

Radtour auf den Spuren der Salzsieder

10:00-15:00 Uhr I Sülze I Salinenplatz

Das salz prägte 500 Jahre lang das Leben im

Heidedorf sülze. 20 generationen haben in

sülze und umgebung für die salzgewinnung

gearbeitet. gabriele Link führt zu den spuren

der salzsieder durch Feld, wald und Flur. Die

25 km lange Radtour beginnt am salinenplatz,

wo Modelle und eine Ausstellung an die Zeit

der salzgewinnung erinnern. Kosten: 10 Euro.

Kontakt und Anmeldung: Telefon 05054

94070 oder E-Mail gabriele.Link@t-online.de.

Mit Ringelnatz unterwegs

20:00 Uhr I Schweimke I Saal Brockmann

wolfgang gellert und Fried wolff gestalten

einen Literaturabend mit teils vertonten gedichten

und geschichten von Joachim Ringelnatz

– heiter, lyrisch und charmant. Eintritt:

10 Euro für Erwachsene, 5 Euro für schüler.

vorverkaufsstellen: buchhandlung ullrich in

Hankensbüttel, bahnhofstraße 4 und geschäftsstelle

Isenhagener Kreisblatt in wittingen,

Hindenburgwall 19.

3 sONNTAg

Hinter Stacheldraht

11:30 Uhr I Celle I Bomann-Museum

Hilke Langhammer führt durch die sonderausstellung

»Hinter stacheldraht«. Diese erinnert

an die Kriegsgefangenenlager des I. weltkriegs

in und bei celle (siehe seite 51).

INFO bomann-museum.de

Verkaufsoffener Sonntag in Celle

13:00-18:00 Uhr I Celle I Innenstadt

Anlässlich der celler beach soccer Open sind

zahlreiche geschäfte geöffnet.

Stadtführung per Fahrrad

13:30-17:30 Uhr I Gifhorn I Schlosshof

Die Kultur- und Landschaftsführer in der südheide

gifhorn bieten in Kooperation mit der

Tourismusgesellschaft südheide gifhorn eine

als große stadtführung angelegte Radtour an.

Dieses Angebot soll Fahrradfreunde mit heimatkundlichem

Interesse ansprechen. Auf der

rund 20 km langen strecke werden bei mehreren

stopps vielerlei Informationen heimatkundlicher

und geschichtlicher Art vermittelt.

Die Tour führt von der historischen Altstadt

über den Ortsteil winkel bis zur südstadt und

über den schillerplatz und den Kaninchengarten

zurück zum steinweg. Anmeldung unter

Telefon 05371 937880 oder per E-Mail an

info@suedheide-gifhorn.de. Kosten: 7 Euro.

INFO gifhorn-fuehrungen.de

5 DIENsTAg

Plattdeutscher Nachmittag

14:00 Uhr I Müden/Aller I TuS-Sportheim

Plattdeutsch-Klönen und Kaffeetrinken mit

der Plattdeutschbeauftragen im Landkreis gifhorn,

Anneliese Leffler. Auf diese weise wird

die plattdeutsche sprache lebendig gehalten

und ein stück Kulturgut bewahrt. INFO Telefon

05375 1642 oder museen-gifhorn.de

Radtour durch die Gemeinde Obernholz

14:30 Uhr I Hankensbüttel I Karl-Söhle-Weg

Die Radtour mit Kultur- und Landschaftsführer

Ewald weiss führt über die Triftwege der

Hohen Heide ins Quellgebiet des bottendorfer

baches. weiter geht es durch das

schweimker Holz, das schweimker Moor, den

Lüderbruch, ins Tal des gosebaches zum Ort

wierstorf. Die strecke ist 20 Kilometer lang,

und die Tour dauert rund drei stunden. Treffpunkt:

Parkplatz Karl-söhle-weg in Hankensbüttel.

Kosten 2 Euro (Kinder bis 14 Jahre frei).

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Feierabend-Radtour

17:30 Uhr I Gifhorn I Schleusendamm 2

ADFc-Tourenleiter Frank Piechowiak wartet

auf dem AOK-Parkplatz auf Radfahrer, die Lust

auf eine 25 bis 30 km lange Radtour in gemächlichem

Tempo haben. Fahrzeit: rund zwei

stunden mit einer 20-minütigen Pause. Die

Teilnahme ist kostenfrei. INFO adfc-gifhorn.de

6 MITTwOcH

Führung über den Waldfriedhof

16:30 Uhr I Celle I Waldfriedhof

sven Zurawski von der Friedhofsverwaltung

führt über den waldfriedhof. Die Teilnahme ist

kostenfrei. Treffpunkt: Kapellenvorplatz des

waldfriedhofs. INFO Telefon 05141 126763

oder 126765.

7 DONNERsTAg

Repair-Café

14:00-17:00 Uhr I Celle I Bomann-Museum

In der museumspädogischen werkstatt des

bomann-Museums wird wieder ein Zeichen

gegen die wegwerfmentalität gesetzt. gemeinsam

wird versucht, all das aus Haus und

garten zu reparieren, was sonst auf dem Müll

landen würde. INFO Telefon 05141 124506

oder E-Mail uwe.rautenberg@celle.de

Stillleben

15:00-18:00 Uhr I Bröckel I Hauptstraße 105

In diesem Kursus im Atelier Kunststücke werden

stillleben arrangiert, gezeichnet und anschließend

mit Acrylfarbe ausgemalt. Die

Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, die

Räumlichkeit von gegenständen zu sehen, zu

begreifen und zu zeichnen. grundlagen der

akademischen Zeichentechniken werden auf

spielerische Art erlernt, räumliches sehen geschult.

bitte bleistifte unterschiedlicher Härtegrade

und skizzenblock mitbringen. Kosten:

10 Euro je stunde.

INFO Telefon 05144 4958059 oder

k-kunststuecke.de

Ein Haus wird elektrisch

19:00 Uhr I Gifhorn I Kavalierhaus

In der geschichtswerkstatt verrät Anette

Thiele, Museumspädagogin der Museumswohnung

EMMA im Kavalierhaus, wann und

wie die Elektrizität Einzug ins Kavalierhaus

hielt und was sich damit veränderte. Eintritt

frei. Platzreservierung unter Telefon 05371

627974 oder E-Mail karla.seisel@arcor.de.

INFO kavalierhaus-gifhorn.de

8 FREITAg

Sommerschnitt an jungen Obstbäumen

14:00-16:00 Uhr I Celle I Groß Hehlen

Markus Poensgen, gartenbautechniker der

stadt celle, zeigt auf der streuobstwiese in

groß Hehlen, wie es geht und was dabei zu

beachten ist. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung

unter Telefon 05141 126720 oder

per E-Mail an heilpflanzengarten@celle.de.

Radwanderung durch Wald, Moor und Heide

14:00 Uhr I Winsen (Aller) I Amtshof 5

Siehe Freitag, 1. Juni.

Poi-Spinning-Workshop

16:00-19:00 Uhr I BröckeL I Altes Backhaus

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer üben die

ersten grundfiguren der Kontaktjonglage in

Form des Poi-, Tuch- und Keulenswinging ein.

Die bewegungsabläufe sind vorübungen zur

Jonglage und finden sich auch in der rhythmischen

sportgymnastik. Übungspoi und stäbe

werden für den workshop gestellt. wer eigene

Übungsgeräte besitzt, darf diese gerne

mitbringen. Der worksho ist für Menschen

von acht bis 80 Jahren geeignet. vorkenntnisse

sind nicht erforderlich. INFO Telefon

05144 493556 oder feuersoeldner.de

9 sONNAbEND

FlotART – Fest für Kunst und Design

11:00-19:00 Uhr I Samtgemeinde Flotwedel

In rund 20 »Kunsträumen« in wienhausen und

weiteren Orten in der samtgemeinde Flotwe-

Erfolgreich werben ...

Anzeigenwerbung im Vier-Jahreszeiten-Magazin der Südheide bietet Ihnen viele Vorteile:

• große Reichweite durch überregionale Verbreitung im Dreieck der Städte

Celle, Gifhorn und Uelzen;

• langlebige Anzeigen dank vierteljährlicher Erscheinungsweise;

• ansprechendes und qualitativ hochwertiges redaktionelles Umfeld;

• nachhaltige Produktion zu 100 % in der Südheide – kein Kaufkraftabfluss;

Jacqueline Grüning

Mediaberaterin Gifhorn

Telefon 05371 8668640

mobil 0170 9641986

jacqueline.gruening@

calluna-medien.de

• attraktive Konditionen für Stammkunden, noch bessere für Calluna-Partner;

• Kombi-Rabatte für Print und Web.

Wir beraten Sie gerne!

Unsere Mediadaten finden Sie im Internet unter calluna-magazin.de.

... im Südheide-Magazin Calluna

Jennifer Mallas

Mediaberaterin Celle/Uelzen

Telefon 05832 979938

mobil 0151 57203308

jennifer.mallas@

calluna-medien.de

34 Calluna

Die Ausflugs- und Veranstaltungstipps der Calluna-Redaktion


Juni

del stellen sich Künstler verschiedener Kunstrichtungen

vor und ihre Arbeiten aus. Auch

workshops und weitere verantaltungen sind

geplant. INFO flotart.de

Klangrauschtreffen

10:30-17:30 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Musiker aus ganz Deutschland musizieren gemeinsam

mit Fidel, Dudelsack, Harfe, Drehleier

und vielen anderen Instrumenten überall

im Museumsgelände und geben auf traditionelle

Art und weise Lieder und Tänze durch

vorspielen weiter. INFO Telefon 05826 1774

oder museumsdorf-hoesseringen.de

Celler Streetparade

18:00 Uhr I Celle I Altstadt

Marching- und brassbands ziehen swingend

und groovend durch die gassen der Altstadt

oder liefern sich mit anderen bands musikalische

»battles«. Andere unterhalten das celler

Publikum auf bühnen.

Klangrauschkonzert

19:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des

Klangrauschtreffens gestalten ein abwechslungsreiches

Konzertprogramm mit alten

volksliedern aus ganz Europa.

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

10 sONNTAg

FlotART – Fest für Kunst und Design

11:00-18:00 Uhr I Samtgemeinde Flotwedel

In rund 20 »Kunsträumen« in wienhausen und

weiteren Orten in der samtgemeinde Flotwedel

stellen sich Künstler verschiedener Kunstrichtungen

vor und ihre Arbeiten aus. Auch

workshops und weitere verantaltungen sind

geplant. INFO flotart.de

Klangrauschtreffen

10:30-15:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Das Klangrauschtreffen vom vortag wird fortgesetzt.

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

RWLE Möller – Künstler 1952–2001

15:00 Uhr I Celle I Bomann-Museum

Jasmin-bianca Hartmann führt durch die aktuelle

sonderausstellung, die dem Leben und

werk des celler Künstlers RwLE Möller gewidmet

ist. INFO bomann-museum.de

12 DIENsTAg

Stadtführung in Wittingen

14:30-16:30 Uhr I Wittingen I Marktplatz

Rundgang mit Kultur- und Landschaftsführer

Hans Joachim Michaelis vom Marktplatz aus

durch die Altstadt. Kosten: 4 Euro (Kinder bis

14 Jahren frei). Keine Anmeldung erforderlich.

13 MITTwOcH

Barfußwanderung in der Heide

17:30-19:30 Uhr I Hermannsburg

Die Misselhorner Heide mit dem Tiefental gehört

zu den schönsten Heideflächen des Naturparks

südheide. beim barfußwandern mit

wander- und Naturführer Heinrich scheidler-

Lütjen auf naturbelassenen wegen genießen

die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur

die schöne Natur, sondern erleben ein ganz

neues gehgefühl, spüren Naturverbundenheit

durch unmittelbaren Kontakt. Kosten: 6 Euro,

Kinder von sechs bis 14 Jahre 3 Euro. Treffpunkt:

Parkplatz Misselhorner Heide an der

straße von Hermannsburg nach unterlüß.

INFO Telefon 0177 5820099 oder E-Mail

scheidler@web.de

14 DONNERsTAg

Das niederdeutsche Fachhallenhaus

15:30 Uhr I Celle I Bomann-Museum

Museumsleiter Dr. Jochen Meiners stellt im

Rahmen der Reihe Museums-Melange (Kurzführung

mit anschließendem Kaffetrinken im

Museumscafé) Konstruktion und Funktion

des niederdeutschen Fachhallenhauses vor.

Eintritt inklusive Kaffee und Kuchen:

8,50 Euro. Kartenreservierung unter Telefon

05141 12 45 40. INFO bomann-museum.de

Heilmeditation im Heilpflanzengarten

18:00 Uhr I Celle I Wittinger Straße 76

Margot Müller, Heilpraktikerin für Psychotherapie

führt durch eine Meditation, mit der sie

den Teilnehmern zu mehr Energie, Konzentration,

gelassenheit und Frieden verhelfen will.

Ohne Anmeldung. Tipp: weiche unterlage

mitbringen. Treffpunkt: unter der Linde am

wasserbecken. INFO Telefon 05141 126720

oder E-Mail heilpflanzengarten@celle.de

15 FREITAg

Obstbaumschnitt im Sommer

14:00-16:00 Uhr I Celle I Heilpflanzengarten

Der diplomierte Landespfleger udo Thiel

vom bezirksverband der Kleingärtner celle

zeigt im Heilpflanzengarten, wittinger

straße 76, wie Obstbäume im sommer

fachgerecht beschnitten werden. Kosten:

7,50 Euro inkl. Kaffee und Kuchen. Anmeldung

unter Telefon 05141 126720 oder

per E-Mail an heilpflanzengarten@celle.de.

Radwanderung durch Wald, Moor und Heide

14:00 Uhr I Winsen (Aller) I Amtshof 5

Siehe Freitag, 1. Juni.

16 sONNAbEND

Spinnen und Zwirnen

13:00-17:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Mit der webmeisterin uschi schwierske können

Kinder ab zehn Jahren und Erwachsene

spindel und spinnrad ausprobieren. Fortgeschrittene

lernen das Zwirnen mit besonderen

Effekten. Kosten (inklusive Eintritt und Material):

13 Euro für Kinder und Jugendliche,

16 Euro für Erwachsene. Anmeldung bis zum

8. Juni bei uschi schwierske, Telefon 05802

4875, E-Mail uschw32@gmail.com.

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

Malereien im Nonnenchor

17:30 Uhr I Wienhausen I Kloster

bei dieser Führung werden die Komposition

und bedeutung der Malereien im Nonnenchor

erläutert. Anmeldung (erforderlich) unter Telefon

05149 18660 oder per E-Mail an

kloster.wienhausen@arcor.de.

INFO kloster-wienhausen.de

17 sONNTAg

Handwerk zum Mitmachen

10:00-17:00 Uhr I Suhlendorf I Mühlenweg

bäcker, weberin, Imker und schmied arbeiten

in ihren werkstätten und laden zum Mitmachen

ein. INFO Telefon 05820 370 oder

handwerksmuseum-suhlendorf.de

Weben am Webstuhl und am Webrahmen

13:00-17:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Für Kinder ab zehn Jahren und Erwachsene

stehen webstühle und webrahmen bereit, um

das weben kennenzulernen und unter Anleitung

von webmeisterin uschi schwierske auszuprobieren.

Kosten (inklusive Eintritt und

Material): 13 Euro für Kinder und Jugendliche,

16 Euro für Erwachsene. Anmeldung bis zum

8. Juni bei uschi schwierske, Telefon 05802

4875, E-Mail uschw32@gmail.com.

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

Stillleben

10:00-15:00 Uhr I Bröckel I Hauptstraße 105

Siehe Donnerstag, 7. Juni.

INFO Telefon 05144 4958059 oder

k-kunststuecke.de

Malereien im Nonnenchor

17:30 Uhr I Wienhausen I Kloster

Siehe Sonnabend, 16. Juni.

19 DIENsTAg

Durch das Postmoor

14:30 Uhr I Räderloh I Lindenstraße 4

gästeführer Hartmut Röling führt vom Eichenhof

in Räderloh aus in das Naturschutzgebiet

Postmoor. Die Artenvielfalt im Postmoor, aber

auch die geschichte um das Moor und der nahegelegenen

gedenkstätte, stehen auf dieser

Führung im vordergrund. Auf der wanderung

über den bohlenweg und durch die wälder

wird über den wandel der umgebung, die

Entstehung des Moores und dessen bedeutung

für die heimischen Tiere berichtet. Kosten:

2 Euro.

Feierabend-Radtour

17:30 Uhr I Gifhorn I Schleusendamm 2

ADFc-Tourenleiter Frank Piechowiak wartet

auf dem AOK-Parkplatz auf Radfahrer, die Lust

auf eine 25 bis 30 km lange Radtour in gemächlichem

Tempo haben. Fahrzeit: rund zwei

stunden mit einer 20-minütigen Pause. Die

Teilnahme ist kostenfrei. INFO adfc-gifhorn.de

22 FREITAg

Radwanderung durch Wald, Moor und Heide

14:00 Uhr I Winsen (Aller) I Amtshof 5

Siehe Freitag, 1. Juni.

23 sONNAbEND

Auf dem Holzweg

17:00 Uhr I Wienhausen I Kloster

Im Rahmen dieser Führung wird der einzigartige

Reichtum an Möbeln aus Mittelalter und

Renaissance im Kloster gezeigt. Anmeldung

unter Telefon 05149 18660 oder per E-Mail

an kloster.wienhausen@arcor.de.

INFO kloster-wienhausen.de

26 DIENsTAg

Geschichten am Wasser

14:30 Uhr I Hankensbüttel I Volksbank

seit jeher siedelten die Menschen in der Nähe

von wasserquellen, so auch in Hankensbüttel.

Die zahlreichen bäche und die neu angelegten

Teiche hatten im Mittelalter eine enorme bedeutung,

auch für die bewirtschaftung des in

Isenhagen angesiedelten Klosters. Im vergangenen

Jahrhundert spendete der Emmer bach

wasser für die badeanstalt, und an der stelle

eines vor 600 Jahren angelegten Klosterteiches

entstand der heutige Isenhagener see.

weitere »geschichten am wasser« erzählt

Kultur- und Landschaftsführerin Ira Tolstichin

während der zweistündigen Führung, die am

bachwanderweg im Musental hinter der

volksbank beginnt und am ehemaligen

»Feuchten Dreieck« endet. Anmeldung bis

20. Juni unter Telefon 05832 7066.

Der Französische Garten

19:00 Uhr I Celle I Französischer Garten

Auf einem Rundgang durch den Französischen

garten schildert Jens Hanssen vom Fachdienst

grün-, straßen- und Friedhofsbetrieb

der stadt celle die Entwicklung des gartens

sowie die schrittweise umwandlung in einen

englischen Landschaftspark. Treffpunkt: Denkmal

caroline Mathilde.

27 MITTwOcH

Fledermäuse beobachten

20:00-23:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Martin groffmann weiß, wo und wie sich Fledermäuse

am besten beobachten lassen. Außerdem

kann er viel Interessantes über die

nächtlichen Jäger berichten. Anmeldung bis

zum 26. Juni bei der Tourist-Information suderburger

Land, Telefon 05826 1616.

INFO museumsdorf-hoesseringen.de

29 FREITAg

Radwanderung durch Wald, Moor und Heide

14:00 Uhr I Winsen (Aller) I Amtshof 5

Siehe Freitag, 1. Juni.

Einzelhandel auf dem Lande

15:00-17:00 Uhr I Museumsdorf Hösseringen

Dr. christine böttcher berichtet im Rahmen

einer Führung aus der geschichte des Landhandels.

INFO Telefon 05826 1774 oder

museumsdorf-hoesseringen.de

Alle Angaben ohen Gewähr

Calluna 35


CallunaPartner

Die besten Adressen der Südheide

1Uelzener Straße 1

29581 Gerdau

Telefon 05808 980394

mobil 0171 2386864

kostialpiano@macnews.de

kostialpiano.de

Termine nach Vereinbarung

Museumsdorf

5Landtagsplatz 2

29556 Suderburg-Hösseringen

Telefon 05826 1774

info@museumsdorf-hoesseringen.de

museumsdorf-hoesseringen.de

Di-So + Feiertage 10:30–17:30 Uhr

Woltersburger

Mühle

2Woltersburger Mühle 1

29525 Uelzen

Telefon 0581 97157030

info@woltersburger-muehle.de

woltersburger-muehle.de

6Hinter den Höfen 7

29556 Suderburg- Hösseringen

Telefon 05826 8343

info@dorfcafe-hoesseringen.de

dorfcafe-hoesseringen.de

tgl. 8:30–18 Uhr

Fußschule Lüneburger Heide

3Wacholderhof 6

29525 Uelzen

Telefon 0581 9488168

s.arndt@fussschule.eu

fussschule.eu

Jetzt wird‘s bunt:

HösseringenBRINGT SCHWUNG IN IHR BAD

7Wiesenweg 2

29559 Wrestedt

Telefon 05802 9701289

info@j-packmohr.de

j-packmohr.de

4Veerßer Straße

29525 Uelzen

Telefon 0581 72541

info@vitalmarkt-uelzen.de

vitalmarkt-uelzen.de

Mi+Sa 7–14 Uhr

8Harmsstraße 6

29320 Hermannsburg

Telefon 05052 91250

info@mhd-druck.de

mhd-druck.de

AschauTeiche

9Hauptstraße 1

29365 Sprakensehl

Telefon 05837 1227

noevig-maass.de

Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa 9–16 Uhr,

So 10–12 Uhr

Unter den Eichen 4

1029365 Sprakensehl

Telefon 05837 1266

info@tischlerei-meyer-hw.de

tischlerei-meyer-hw.de

Hauptstraße 13.

1129365 Sprakensehl

Telefon 05837 140880

info@karstens-gmbh.de

karstens-gmbh.de

12 Aschauteiche 1

29348 Eschede

Telefon 05142 2211

info@aschauteiche.com

aschauteiche.com

Mo–Sa 8–18 Uhr, So 10–18 Uhr

13 Schmiedestraße 8

29386 Hankensbüttel

Telefon 05832 979210

info@axel-hawellek.de

axel-hawellek.de

Mo-Fr 8–12 Uhr und 15–18 Uhr

Hindenburgstraße 16

1429386 Hankensbüttel

Termin-Telefon 05832 970280

bplk.de

Jeden 2- Dienstag im Monat von

17–19 Uhr öffentlicher Sprechtag

15

Spörkenstraße 32.

29378 Wittingen

Telefon 05831 322

info@Schulzhaus.eu

SchulzHaus.eu



16 Eichenring 6

29393 Gr. Oesingen

Ortsteil Zahrenholz

Telefon 05838 991199

service@hanken-hof.de

hanken-hof.de

17 Hauptstraße 7

29393 Groß Oesingen

Telefon 05838 267

info@tiergesundheitspraxis-soujon.de

tiergesundheitspraxis-soujon.de

Mo–Fr 7:45–18:30 Uhr,

Do 7:45–20 Uhr, Sa 9–13 Uhr

seit 1972

Gifhorner Straße 9

2129392 Wesendorf

Telefon 05376 97800

info@apotheke-wesendorf.de

apotheke-wesendorf.de

Mo-Sa ab 8:30 Uhr

Hauptstraße 15

1829393 Groß Oesingen

Telefon 05838 302

gasthauszurlindeoesingen@t-online.de

gasthauszurlindeoesingen.de

11:30–14:30 Uhr und ab 17:30 Uhr

(Mi und Do Ruhetag)

Dorfstraße 111

2238524 Sassenburg

OT Neudorf-Platendorf

Telefon 05378 408

info@DelleundHeinemann.de

DelleundHeinemann.de

Im Bulloh 8

1929331 Lachendorf

Telefon 05145 98866

kuma@seatpartner.de

kuhn-mantik.de

9–18 Uhr Verkauf

8–17 Uhr Service und Werkstatt

Hamburger Straße 106

2338518 Gifhorn

Telefon 05371 7017

info@d-h-mueller.de

d-h-mueller.de

Mo–Fr 8–18 Uhr, Sa 8:30–13 Uhr

Schulstraße 23

2029399 Wahrenholz

Telefon 05835 9600

info@m-s-m.de

m-s-m.de

Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa 8–12 Uhr

Pröve

Orthopädie- & Comfort-Schuhtechnik

Herzog-Franz-Straße 16

2438518 Gifhorn

Telefon 05371 12664

Fax 0 53 71 17201

Mo–Fr 9:30–13 Uhr

und 14:30–18 Uhr

36 Calluna


Die besten Adressen der Südheide

CallunaPartner

Konrad-Adenauer-Str. 11

2538518 Gifhorn

Telefon 05371 18830

naturheilpraxis-linek.de

Mo u. Do 8–13 Uhr u. 14–18 Uhr,

Di, Mi u. Fr 8–14 Uhr

1

2 I 3 I 4

7

Lindenstraße 21

2638518 Gifhorn

Telefon 05371 8120

info@notfunkdienst-gifhorn.de

notfunkdienst-gifhorn.de

Mo–Do 8–16 Uhr, Fr 8–15 Uhr

8

5 I 6

KREISVERBAND GIFHORN E.V.

Am Wasserturm 5

2738518 Gifhorn

Telefon 08 000 365 000

DRK.de

12

9 I 10 I 11

13 I 14

15

Winkeler Straße 19

2838518 Gifhorn

Telefon 05371 4718

info@fliesen-schwier.de

fliesen-schwier.de

Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa 9–13 Uhr

19

16 I 17 I 18

21

20

Hauptstraße 31

2938543 Hillerse

Telefon 05373 9240238

www.landbaeckerei-grete.de

Mo–Fr 5–18 Uhr, Sa 5–12 Uhr,

So 7–10:30 u. 13–17 Uhr

27

22

23 I 24 I 25 I 26 I 27 I 28

Das Schuhhaus

Hauptstraße 50

3038547 Calberlah

Telefon 05374 9757

info@schuhhaus-salge.de

schuhhaus-salge.de

Mo–Fr 9–19 Uhr, Sa 9–16 Uhr

29

Calberlah

30

Die CallunaPartner empfehlen sich nicht nur mit Ihren Produkten und Dienstleistungen, sondern bei ihnen erhalten

Sie auch die aktuelle Ausgabe des Südheide-Magazins. Möchten auch Sie mit Ihrem Betrieb, Ihrem Verein oder Ihrer

Organisation Calluna-Partner werden? Dann fragen Sie bitte in unserer Anzeigenabteilung nach den Konditionen.

KONTAKT Telefon 05832 979938 E-Mail jennifer.mallas@calluna-magazin.de

Calluna 37


HANDgEMAcHT

Ideen

bekommen

Flügel

Stilvoll Tagen in der BURG Knesebeck

Der besondere Ort für Ihre Veranstaltung

www.butting-akademie.de

Ihr Kontakt zum Calluna-Magazin

Redaktion: Tel. 05832 979840 E-Mail redaktion@calluna-magazin.de

Anzeigen: Tel. 05832 979938 E-Mail anzeigen@calluna-magazin.de

Abo: Tel. 05371 55506 E-Mail abo@calluna-magazin.de

Maitanz im Isetal

28.04. – 01.05.2018

Himmelfahrt-Spezial

im Isetal 10.05. – 13.05.2018

Leistungen für beide Events: 3 x Übernachtung im komfortablen Hotel zim mer inkl.

HP im MORADA Hotel Isetal in Gifhorn inkl. 1 x Abendessen als Isetaler Spe zia li tä ten buffet

1 x Eröffnung der Veranstaltung durch die Hoteldirektion

Nutzung des hauseigenen

Wellness- und Freizeitbereichs nach Ver füg barkeit






1 x 1-€-Party in der Club-Lounge

mit DJ-Musik

1 x BBQ-Party m. All-incl.-Getränken u.

DJ-Musik von 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr

Tanz in den Mai mit All-incl.-Getränken

u. DJ-Musik v. 20.00 Uhr bis 24.00 Uhr

1 x ca. einstündige Kahnfahrt (wetterabh.)

1 x Eintritt in das Internationale Windund

Wassermühlenmuseum

p. P. im

DZ/ZBZ Klassik € 159,-

Mindestteilnehmer: 120 Personen, EZ-Zuschlag: € 15,- pro Nacht


1 x Himmelfahrts-Party in der Club-

Lounge mit DJ-Musik und All-inclusive-

Getränken von 20.00 Uhr – 24.00 Uhr


Kaffeetafel mit einem Kännchen Kaffee

oder Tee und einem Stück Kuchen


1 x Flößerparty mit DJ-Musik sowie

ausgiebigem Grill-BBQ ab 19.00 Uhr

und All-inclusive-Getränken von

19.00 Uhr – 22.00 Uhr

p. P. im

DZ/ZBZ Klassik € 166,-

Anbieter: MORADA Hotel Isetal · Hotel- u. Gaststättenbetriebs GmbH · Bromer Straße 4 · 38518 Gifhorn

E-Mail: isetal@morada.de · www.morada.de

Freecall – kostenfreie Reservierungsnummer: 00 800/11 23 14 14

(wochentags 8.00 bis 22.00 Uhr, Sa und So 9.00 bis 22.00 Uhr)

MARION KORTH / Text // INKA LYKKA KORTH / Fotos

beim Blick in die Welt gibt es vieles zu sehen, das uns traurig,

wütend oder ängstlich machen könnte. Oder nichts

von alle dem, verfahren wir nach Vogel-Strauß-Politik und

stecken mal eben den Kopf in den Sand. Eine gar nicht so schlechte

Idee für jemanden, der sich gerade so sehr für Vögel interessiert

wie Jürgen Eimecke. Der Holzbildhauer hat aber seine eigene Art,

der Wirklichkeit zu begegnen – mit wachen Augen, einer klaren

Haltung und immer einer guten Portion Humor. Die Vögel sind

ihm ans Herz gewachsen und derzeit das Sujet, das ihn am meisten

umtreibt und für nicht enden wollende Arbeit in seinem Atelier

sorgt. Die Zeit bis zur Eröffnung seiner Ausstellung »Achtet auf die

Vögel!« am 15. April im Otter-Zentrum Hankensbüttel vergeht wie

im Flug. Wie könnte es anders sein?

Der Mann hat eine Meise, nicht irgendeine. »Das wird eine

Kohlmeise«, sagt er und setzt das Schnitzeisen an. Feinarbeit am

filigranen Schnabel. »Zu einem Zaunkönig bin ich noch nicht gekommen

….« Jürgen Eimecke schaut über die Werkbank hinweg

durchs Fenster auf den Rasen, auf dem sich das winzige Vögelchen

mit dem hochgereckten Schwanz geschäftig umtut, hier und da

zwischen den Halmen pickt, um gleich wieder in der Hecke zu

verschwinden. Auch ohne Zaunkönig wird Eimeckes Vogelschar

im Atelier jeden Tag ein bisschen größer. Eimecke arbeitet sich von

A wie Archaeopterix bis Z wie Zeisig (nicht Zaunkönig) vor: Wiedehopf

und Blauracke, Habicht und Adler, Dompfaff und Rotkehlchen,

außerdem Eisvögel, Raben und sogar ein bunter Ortolan.

Nur warum sitzt der Vogel in einer Bratpfanne? »In Frankreich werden

sie gefangen, gemästet und gegessen.« Bis zu 300 Euro koste

die zweifelhafte Spezialität. Der Vogel in der Bratpfanne, letztere

hat Eimecke seinem Nachbarn abgeluchst, sieht erstaunlich fröhlich

aus. Eimecke macht seiner Empörung über solchen Frevel lieber

auf die leichte Art Luft. »Es soll doch eine schöne und

angenehme Ausstellung werden«, erklärt er. Eine, die dem gefiederten

Volk ein Denkmal setzt, auf seine Bedrohung aufmerksam

macht. »Eine mit kleinen Hinweisen«, sagt Eimecke und lächelt.

38 Calluna


HOLZBILDHAUER JüRGEN EIMECKE IST FüR SEINE

GROSSE VOGELAUSSTELLUNG IM OTTER-ZENTRUM

FAST SELBST ZUM ORNITHOLOGEN GEWORDEN

Jürgen Eimecke ist fasziniert von den Fähigkeiten der Vögel. In diesem Werk zeigt er den Wiedehopf deshalb zusammen mit der

Himmelsscheibe von Nebra – ein künstlerischer Verweis auf das hoch entwickelte Orientierungsvermögen dieses Zugvogels.

Calluna 39


HANDgEMAcHT

HANDgEMAcHT

www.facebo ook.com/augenkleider

Burgdorfer Str. 10 • 31311 Uetze •

Wir sind DIE Musikschule

des Landkreises Gifhorn, auch im Norden

Wittingen

Wesendorfen

Hankensbüttel

ahr

e

1978 - 2018 38518 Gifhorn • Freiherr-vom-St

Jetzt mit Online-

Direkthilfe!

www.

augenkleider

... machen Leute

Kreismusikschule

Tel.

0 51 73/9226 70

.de

Viele Instrumente...

viele

Möglichkeiten,

den eige enen

musikalischen Weg

zu finden.

tein-Str. 24 • Tel. 05371 - 94 59 776

Profi-Nachhilfe

• Motivierte und erfahrene

Nachhilfelehrer/-innen

• Unterstützung in allen

gängigen Fächern, von der

Grundschule bis zum Abitur

Gifhorn •Braunschweiger Straße 14 • Tel. 05371/9359078 • www.schuelerhilfe.de/gifhorn

Lehrkräfte gesucht – jetzt bewerben!

aumgardt & Sabine Giese GbR

Gabriele Ba

Die Vögel hätten Fürsprache nötig,

sie werden immer weniger. Die sich

mehrenden Meldungen über den Insektenschwund

ließen Eimecke erneut

aufhorchen. Und wer Palmöl will,

raubt dem Ara damit den Urwald. Irgendwie

hängt alles zusammen. Die

Spritzmittel, Flächen, die leergeräumt,

besiedelt, zubetoniert werden. »Die

Landschaft verändert sich«, sagt Eimecke. Manchmal auch zum

Besseren. Der Schutz der Kraniche und mehr noch der Moorlandschaften,

in denen sie leben, lässt ihre Zahl entgegen den sonstigen

Trends steigen. Die drei Holzkraniche vor dem Atelierfenster, die

er geschnitzt hat, nicht mitgezählt. Eimecke freut sich, wenn er in

diesen Tagen die großen Trupps der Kraniche über Hankensbüttel

hinweg Richtung Norden fliegen sieht. Und das Verbot des früher

in der Landwirtschaft eingesetzten Gifts DDT hätte den Seeadler

und viele andere Greifvögel gerettet. In dieselbe Richtung ziele

das Verbot bleihaltiger Munition, die eine Gefahr für alle Aasfresser,

nicht nur die mit Flügeln darstellt.

Eimecke kennt die Gegend, stammt aus Wittingen, war nie richtig

weg. Nach der morgendlichen, oft lauten und manchmal körperlich

anstrengenden Arbeit, braucht er den Ausgleich. »Von 8

bis 12 Uhr arbeite ich meistens draußen, danach muss ich Fahrrad

fahren oder in die Badeanstalt.« Dann legt er die Kettensäge zur

Seite, setzt sich aufs Rennrad und tritt in die Pedale. Mit Freizeit

oder gar mit Feierabend hat das Kontrastprogramm nicht viel zu

tun. In ihm arbeitet es permanent. »Die Lösungen kommen, wenn

ich nicht an sie denke.«

Nach dieser Auszeit geht er am frühen Abend wieder ins Atelier.

Die Vögel rufen schon. Zu behaupten, sie wären seine Lieblingstiere,

wäre zu kurz gegriffen. Eimecke mag Natur – die Vögel gehören

dazu. Wildschwein und Wolf auch. »Ich steigere mich in

jedes Tier hinein.« Im Fall der Vögel heißt das, dass er nun fast ein

Ornithologe sei. An der Werkbank hat er das Bestimmungsbuch

stets griffbereit. Meisen unterscheiden sich nicht nur in so Offensichtlichem

wie Größe oder Gefiederfarbe: »Sie haben auch ganz

unterschiedliche Schnäbel«.

Seine erste Idee war, die Vögel darzustellen, »wie sie sind«. Aber

dann sei das Thema förmlich explodiert.

Eines führte zum nächsten. Eimecke las Jürgen

Rohdes Buch »Wo sind all die Vögel

hin?« und endete bei Lessings »Nathan der

Weise«, beschäftigte sich mit Humanismus

und Religion. Werte wie Toleranz, Respekt

und Nächstenliebe versteht er als allumfassenden

Anspruch. Kein Lebewesen sollte

davon ausgenommen sein, die Rechte der

Tiere und Pflanzen anerkannt werden.

40 Calluna


Ob Mann mit Meise oder der Greifvogel auf dem

Leitpfosten – Jürgen Eimecke ist immer für Überraschungen

gut. In seiner Ausstellung zeigt er zum

Beispeil auch einen Ortholan in der Bratpfanne.

Die Beziehung zu seinen Objekten und zu

seinem Material ist eng und persönlich. Jürgen

Eimeckes Wurzeln reichen weit und tief.

Jedes Holzstück hat eine Geschichte, und

Eimecke kennt mindestens einen Teil davon.

Nicht immer, weil es sich um so Nahestehendes

wie die 35 Meter hohe Schwarzfichte

im Garten des Nachbarn handelt, aus

deren Stamm der Bildhauer einen Totempfahl

mit blauem Vogel, Säbelzahntiger und

Mammutmädchen am Fuß schnitzte. Andere

Bäume fällte der Sturm, und dann wären da

noch der uralte Fachwerkbalken, Holz aus

Bokel oder Knesebeck. Die Familien, auf

deren Grundstücken die Bäume standen,

wissen ganz genau, warum sie ihm das Holz

anbieten. Ungesicherte Herkünfte gibt es bei

ihm nicht. Ahorn, Linde, Fichte, Eiche und

ab und an Walnuss, die Eimecke wegen der

ausdrucksvollen Maserung besonders mag.

Es ist immer ein Weg von den ersten »wirren

Ideen« bis zum künstlerischen Konzept

und dann weiter von der Wahl des passenden

Holzes bis zum ersten Bleistiftstrich und dem Schnitt der Kettensäge.

Erst danach schließt sich die akribische Handarbeit an.

Späne fallen. Eimecke schnitzt und raspelt, feilt und schleift. Für

seine Vögel wird Jürgen Eimecke auch zum Maler. »Ein Rabe wird

erst dann ein Rabe, wenn er schwarz ist«, sagt der Bildhauer. Dem

Habicht setzt er Tupfen auf die helle Brust, der Eisvogel bekommt

blaue Schwingen, der Dompfaff verlangt nach Rot. Mit den Augen

kommt die Seele in die Objekte. Das Holz gehorcht seinen eigenen

Gesetzen. Fast mehr als die Dicke eines Vogelschnabels entscheidet

die Laufrichtung der Holzfasern im Inneren darüber, ob

der Vogel reine Dekoration und eher mit Samthandschuhen anzufassen

ist oder im Fall der Bedrohung glatt einen guten Dolch abgeben

würde. Ohne Spezialanstrich kann er aus eher weichem

Holz nur Stubenhocker herstellen, Eiche bringt von sich aus die

Härte für ein Leben unter freiem Himmel mit. »Eigentlich kann

jeder meiner Vögel raus, ich muss es nur vorher wissen«, sagt Eimecke

deshalb. Einen seiner Adler hat er im Harz, im Okertal, ausgesetzt.

Ganz offiziell mit allen Genehmigungen, die es in einem

Nationalpark so braucht. Jetzt lässt er wieder Holzvögel frei – im

Otter-Zentrum.

INFO Die Ausstellung im Otter-Zentrum in Hankensbüttel (otterzentrum.de) ist vom

15. April bis 14. Oktober während der öffnungszeiten zu sehen.

weitere bilder und ein videoclip bei CallunaPlus im Internet.

Calluna 41


HAUSgEscHIcHTEN

Bewegt sitze en

– einfach hyggelig

Dynamisch sitz zen oder

entspannt zurücklehnen:

Unsere Stühle unterstütz tzen Sie!

Ihre Spezialisten für

gesundes Sitzen

in Gifhorn

Helga & Dieter Göttel

Im Heidland 28








DER PLAN: KEIN NEubAu IM ALTEN sTIL,

sONDERN uMZug uND wIEDERAuFbAu

EINEs HIsTORIscHEN scHAFsTALLEs

vON 1756, DER AN sEINEM sTANDORT

IN LINDEN Zu vERFALLEN DROHT.


Ein schafstall für



CHRISTINE KOHNKE-LÖBERT / Text / Fotos

Als Hans Heinrich Schmedt und seine Frau Ilse Dorothea

im Jahre 1756 nicht weit von ihrem Wohnort Linden bei

Ebstorf einen Außenschafstall für ihre Heidschnuckenherde

erbauten, ging die Zeit der Heidebauernwirtschaft langsam

ihrem Ende zu. Noch etwa 100 Jahre sollte es dauern, bis die althergebrachte

Wirtschaftsform der Lüneburger Heide verschwand

– und mit ihr auch die großen Bestände eines Charaktertieres der

Heide: die Heidschnucke. Für Familie Schmedt aber gehörten die

Schnucken noch zum Lebensunterhalt, und so baute sie nicht weit

von ihrem Heimatort Linden einen Stall.

Heinrich und Ilse Schmedt müssen stolz auf ihren neuen Stall gewesen

sein, denn sie ließen einen Spruchbalken über dem großen

Einfahrtstor anbringen. Das war nicht üblich. Auf dem Balken ließen

sie ihre Initialen HHS und IDB für Hans Heinrich Schmedt und Ilse

Dorothea Bunge sowie die Jahreszahl 1756 einschnitzen. Damit ist

der Lindener Stall der einzige inschriftlich datierte in der Region.

Hans Heinrich Schmedt war Vollhöfner auf dem Hof Nr. 3 in Linden.

Er lebte von 1699 bis 1783. Seine Frau Ilse kam aus der

Nachbarschaft, vom Hof Nr. 2 in Linden. Trotz dieses unge-

42 Calluna


die Ellerndorfer wacholderheide

1981, als das Bild links oben entstand, wurde der auf Feldsteinen stehende Lindener Schafstall von 1756 noch als Schuppen für Ackergeräte genutzt. Mittlerweile steht er

chon seit langem leer und droht zu verfallen. Der Umzug in die nahe gelegene Ellerndorfer Wacholderheide könnte seine Rettung sein.

Calluna 43


HAUSgEscHIcHTEN

Über 35 Jahre Fach- un nd Beratungskompetenz

• Konstruktionsvollholz

• Brettschichtholz


Parkett- und

Massivböden

• Design- und

Laminatböden

Dein Holz – maßgenau

Holz- Messe am 7. April

Hölz

er für den Außenbereic

ch Holzschutz

• Gartenhölzer

• Fassadenhölzer

Hölzer für den Innenbereich

• Kork- und

Linoleumböden

• Decken- und

Wandpaneele

• NEU: Gori-Farbmischer • Holzschutz-Öle

• Holzlasuren/Holzfarben


Dämmstoffe


Mineral- und

Steinwolle

• Weichfaser- und

Spezialdämmstoffe

Dämmstoff + Holz Müller GmbH

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 7 bis 18 Uhr

Hamburger Straße 106

Samstag

8 bis 13 Uhr

38518 Gifhorn/Gamsen

Tel. 053 71 / 70 17

Dämmstoff fe & Holz in Bestform

www.d-h-mueller.de

gesu und – frisch – modern


Hartschaumdämmstoffe

• Holzfaser-

dämmstoffe

wöhnlichen Aufwandes für einen Schafstall ist dieser ansonsten

sehr sparsam gebaut: Seine fünf Sparrenpaare stehen ohne

Schwelle direkt auf den großen Fundamentsteinen – eine besonders

bescheidene und gekonnte Abzimmerung.

Außenschafställe waren zur Zeit der Heidebauernwirtschaft so

verbreitet in der Lüneburger Heide, dass sie quasi zum charakteristischen

Landschaftsbild gehörten. Als die großen Heideflächen

seit 1850 nach und nach verschwanden und die Heide als romantische,

vermeintlich naturbelassene Gegend entdeckt wurde, verinnerlichten

die Menschen auch die Schafställe als Teil der

Landschaft. Sie werden noch heute in der touristischen Vermarktung

gerne als Motiv verwendet. Die beiden nebeneinanderstehenden

Schafställe in Groß Oesingen (Landkreis Gifhorn) sind

sogar Bestandteil des Gemeindewappens.

Außenschaftställe besaßen in der Regel keine Seitenwände. Sie

waren Nurdachkonstruktionen, deren Dachsparren direkt auf den

Schwellen ruhten. Ihre Fundamente bestanden aus großen Findlingen.

Ihr Kennzeichen, die besonders urtümliche und sparsame

Konstruktion, beruht allerdings nicht auf dem hohen Alter dieser

Ställe, sondern auf ihrer Funktion als reine Nutzbauten. Ihre Dächer

waren in der Regel mit Roggenstroh, das der Bauer selbst angebaut

hatte, gedeckt. Später verwendete man auch Dachziegel.

Noch um 1950 waren auf Karten im Gebiet des Landkreises

Uelzen etwa 250 Außenschafställe verzeichnet, und auch im Celler

und Gifhorner Raum waren sie zahlreich zu finden. Im Jahr

1981 veranlasste die Kreisverwaltung in Uelzen auf Initiative des

Museumsdorfes Hösseringen eine Überprüfung dieser Stellen –

mit dem Ergebnis, dass nur noch 25 Ställe erhalten geblieben

waren. Seither sind weitere Schafställe verschwunden, so zwei in

der Ellerndorfer Heide und kürzlich der zwischen Gerdau und

Groß Süstedt an der Bundesstraße 71. Ein weiterer historischer

Stall an der alten Pflasterstraße von Ellerndorf zur Bundesstraße 71

ist nur noch eine Ruine und wohl unrettbar verloren.

In älterer Zeit gab es häufiger Gruppen von Schafställen, eine

davon ist im Landkreis Uelzen erhalten geblieben: In einem kleinen

Wäldchen bei Varendorf stehen zwei Ställe beieinander. Die

einzelnen Ställe dieser Gruppen gehörten in der Regel verschiedenen

Bauern und das hatte seinen Grund. Die Heidschnucken

wurden als die einzigen Tiere, die sich ausschließlich von Heidekraut

ernähren konnten, nicht nur ihrer Wolle oder des Fleisches

wegen gehalten. Vielmehr bestand ihre Hauptaufgabe darin, Dünger

zu produzieren. Dieser Dünger war so wertvoll, dass die Bauern

keine gemeinsamen größeren Ställe bauten, sondern jeder

seinen eigenen. Jeden Abend wurden die Schnuckenherden in

den Stall getrieben. Auf diese Weise konnte man abgelegene Heideflächen

als Weide benutzen und gleichzeitig mit der Einstreu

aus abgeplagtem Heidekraut den wertvollen Dünger sammeln.

Die Außenschafställe dienten als Sommerställe und schützten die

Tiere gleichzeitig vor Nachtkühle und Feuchtigkeit.

44 Calluna


1

»

Verschloßne oder vermachte Ställe sind

wahrhaftig die schlimmste Wohnung, die man den

Schaafen nur geben kann. Denn gewiß wohnen

die Schaafe bey weitem besser in halb-offnen

Ställen als in zugemachten. Besser noch, als in

halb-offnen Ställen, wohnen sie unter Schuppen,

wie etwa die Wagenschauer, und noch viel besser

unter solchen, die ganz offen sind.

»

Louis-Jean-Marie Daubenton (1716–1800), französischer Arzt und Naturforscher,

aus: "Katechismus der schafzucht", 1795

2 3

5 6

4

7

Charakteristisch für die Außenschafställe in der Heideregion ist die Nurdach-Bauweise. Nicht alle dieser Schafställe sind so intakt wie die im Museumsdorf

Hösseringen (1), in der Bodenteicher Heide (2), der nach historischen Vorbildern nachgebaut worden ist, in Suderburg (3) und bei Melzingen (4). Viele andere

Außenschafställe sind mehr oder weniger stark verfallen. Götz Schimmack steht vor den Resten des Schafstalls in Teendorf bei Hanstedt (5), und auch der

Schafstall an der Pflasterstraße von Ellerndorf zur Bundesstraße 71 (6) dürfte nicht mehr zu retten sein. Der bei Gerdau (7) ist bereits abgerissen worden.

Dächer, Wärme, Energie

…wir wuppen‘s für Sie!

Ihr Gebäude in TOP-Händen

Dächer Zimmerei Energie Fenster

Karstens GmbH Dachdeckerei & Zimmerei • Hauptstr. 13 • 29365 Sprakensehl • Tel 0 58 37-14 08 80 • www.karstens-gmbh.de

Calluna 45


HAUSgEscHIcHTEN








Jetzt wird‘s bunt:

B RINGT

Hess Heizung und Bäder

Inh. Dipl.-Ing. Frau Bianca Lübbe

Am Fuhrenkamp 1a | 29393 Groß Oesingen

Tel. 0 58 38 / 361| www.hess-bad.de

SCHWU

NG IN IHR BAD

Ihr Traumbad – von uns realisiert

Geringer Aufwand

Niedrige Kosten

Maximaler Komfort

Termin- und Festpreisgarantie

Energietechnik Packmohr GmbH

Wiesenweg 2 | 29559 Wrestedt

05802 970 12 89 | info@j-packmohr.de

Zudem gab es auf den Höfen die sogenannten Hofschafställe.

Hier waren die Schnucken vorwiegend im Winter untergebracht.

Diese Ställe sind mit ihren hohen Wänden von Scheunen nur

schwer zu unterscheiden. Allerdings befinden sich die Tore mittig

im Giebel, während die Tore der Scheunen seitlich versetzt sind.

Nach der Aufgabe der Schafhaltung wurden diese Ställe dann auch

meist als Scheunen genutzt. Im Museumsdorf Hösseringen ist ein

Hofschafstall wiederaufgebaut worden. Er stammt aus Leverdingen

im heutigen Heidekreis. Hier ist dauerhaft die Ausstellung Heidschnucken

und Schäfer in der Lüneburger Heide zu sehen.

Ein besonderer Hofschafstall steht in der Böddenstedter Mühlenstraße.

Es handelt sich um einen Doppelschafstall, der um

1795 errichtet wurde. Er hat eine Innentrennwand sowie zwei Tore

in den Giebeln. Neben den Toren befindet sich jeweils eine Tür

für den Schäfer.

Heute sind nur noch wenige Außenschafställe erhalten. Auch der

schon seit langem nicht mehr genutzte Lindener Stall befindet sich

im Verfall. Andererseits wurden in Heideflächen neue Schafställe

nachgebaut, so in Suderburg oder in Bad Bodenteich.

Auf Anregung von Dr. Horst Löbert wurde mit Einverständnis

des Eigentümers der Plan geboren, den Lindener Stall zu bergen

und in die Ellerndorfer Heide umzusetzen. Spontan erklärten sich

die Mitglieder des Vereins zur Erhaltung der Ellerndorfer Wacholderheide

bereit, bei der Bergung, dem Transport und Wiederaufbau

mitzuhelfen. Etwa 2000 alte Dachziegel wurden schon

gespendet. Für die notwendigen Mittel für den Wiederaufbau

müssen allerdings noch Sponsoren gefunden werden. »Mit dem

Gelingen dieser Maßnahme würde die Ellerndorfer Heide als touristisches

Ziel um ein originales Kulturdenkmal reicher. Der Schafstall

könnte beispielsweise als Schutzhütte für Besucher genutzt

werden«, so der Vereinsvorsitzende Götz Schimmack.

In der Ellerndorfer Heide gab es bis in die 1980er Jahre sogar

zwei Außenschafställe. Die ursprünglich von der Firma Rheinmetall

als Schießplatz genutzte Fläche wurde um 1980 als touristisches

Ziel und Naturschutzfläche zur Verfügung gestellt und wird

seither vom Verein gepflegt. In diesem Zuge hatte man damals

einen der beiden Ställe renoviert, der zweite wurde abgebrochen.

Der renovierte Stall brannte jedoch kurz darauf ab. Er wurde wiederaufgebaut

– und brannte ein zweites Mal ab. Die Fundamente

beider Ställe sind im Gelände noch erhalten. Trotzdem wird die

Wacholderheide teilweise in altüberlieferter Weise bewirtschaftet.

Zur Unterstützung von Schäfermeister Gerd Jahnke, der hier mit

seiner Schnuckenherde zu Hause ist, errichtete die Gemeinde

Eimke einen modernen Zweckbau mit der Anmutung eines Stalles

am Rand der Heidefläche. In der Saison können Gäste hier Kaffee

trinken und Kuchen essen und dabei »Schnucken gucken«.

»Es wäre doch schön, wenn wir einen der wertvollsten originalen

Ställe der Region hier in der Heide wiederaufbauen könnten«,

sagt Götz Schimmack. Vielleicht klappt es ja.

46 Calluna


Eingebettet in die von alten Eichen umgebene Hofstelle

zeigt sich der Hofschafstall in Eimke (links) mit Strohdach.

Auch der Hofschafstall in der Böddenstedter Mühlenstraße

wird vom Blätterdach einer Eiche beschirmt. Das

Besondere an diesem Stall ist nicht nur das Alter – er

wurde um 1795 errichtet –, sondern auch die Bauweise:

Es handelt sich um einen Doppelschafstall. Er hat eine Innentrennwand

sowie zwei Tore in den Giebeln. Neben

den Toren befindet sich jeweils eine Tür für den Schäfer.

Calluna 47


HAUSgEscHIcHTEN

Ein bodenbelag, den schon

die alten Römer schätzten

DER HANDwERKLIcH INDIvIDuELL HERgEsTELLTE TERRAZZO IsT wIEDER gEFRAgT

INKA LYKKA KORTH / Text / Foto

unser Fachwerkhaus wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut.

Die Erbauer waren keine reichen Leute. Die kleinbäuerliche

Landwirtschaft auf den sandigen Heideböden

warf nicht viel ab, und so wurde später ein Anbau errichtet, in

dem eine kleine Tischlereiwerkstatt für einen bescheidenen Nebenverdienst

sorgte. Beim Hausbau wurde auf jeglichen Luxus

verzichtet – mit zwei Ausnahmen: Die aufwändig und mit Liebe

zum Detail getischlerte Haustür und der Fußboden im Flur sollten

Besucher mit dem Anschein eines gewissen Wohlstands empfangen.

Andere Hausbauer machten es zu jener Zeit ebenso, weder

Tür noch Fußboden waren somit für die damaligen Verhältnisse

etwas Besonderes.

Beim Fußboden handelt es sich um sogenannten Ortsterrazzo.

Der heißt so, weil er in Handarbeit »vor Ort« hergestellt wurde,

indem er fugenlos auf die Unterlage gegossen wurde, so wie es

bis Mitte des 20. Jahrhunderts üblich war. In der Nachkriegszeit

lösten industriell hergestellte Formatplatten den handwerklich

hergestellten Terrazzo ab – mit der Folge, dass dieser seit der Antike

verwendete Bodenbelag zur Massenware wurde, bevor ihn

in den 1960er Jahren schließlich billigere Industrieprodukte wie

Keramikfliesen, Teppichboden und PVC vom Markt verdrängten.

Seit einigen Jahren erlebt Ortsterrazzo jedoch eine Renaissance,

und die wenigen Handwerker, die sich darauf spezialisiert haben

– in Italien werden sie Terrazzieri genannt –, können sich trotz

der vergleichsweise hohen Kosten für diesen mineralischen Bodenbelag

vor Aufträgen kaum retten.

Da Ortsterrazzo individuell nach den Wünschen der Kunden

gefertigt wird, ist er ein sowohl funktionales als auch schmückendes

Bauelement mit exklusivemn Charakter und repräsentativem

Erscheinungsbild. Manche Bauherren lassen ihre Initialen, Firmenlogos,

Jahreszahlen oder Inschriften in den Boden einlegen.

Zudem gilt Ortsterrazzo als strapazierfähiger und langlebiger,

pflegeleichter und hygienischer Bodenbelag und eignet sich somit

sehr gut auch für öffentlich und gewerblich genutzte Gebäude,

insbesondere für deren stark genutzte Eingangsbereiche.

Schon während der römischen Kaiserzeit wusste man die Vorzüge

dieses Bodenbelags zu schätzen, bei dem im Unterschied

zum Mosaik die enthaltenen Steinchen nicht zu bestimmten Formen

oder gar Bildern angeordnet, sondern scheinbar wahllos gemischt

sind. In einfacher Machart war er weit verbreitet, und wer

es sich leisten konnte, beauftragte Handwerker, die mit künstlerischem

Anspruch kleine Meisterwerke herstellten.

Eine erneute Blüte erlebte der Ortsterrazzo in der Renaissance.

Vor allem die venizianischen Paläste wurden damit ausgestattet.

Deshalb wird dieser Bodenbelag in Italien bis heute allgemein als

»Terrazzo alla veneziana« oder »Pavimento Veneziana« bezeichnet.

In Mitteleuropa fand er zunächst in Kirchenbauten Verwendung,

war aber schon bald auch in vielen weiteren öffentlichen

Gebäuden zu finden. Seine größte Verbreitung erreichte der Terrazzo

gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.

Traditionell besteht Terrazzo aus einem Bindemittel und sogenannten

Zuschlagstoffen, die Farbe und Struktur bestimmen. Als

Bindemittel wurde früher gebrannter Kalk verwendet. Heuzutage

nimmt man vorwiegend weißen Portlandzement. Als Zuschlag-

40

48 Calluna


Lehm, Holz und

Ziegelstein

sEMINARE IM MusEuMsDORF HössERINgEN

Dieser Terrazzoboden im Flur eines Fachwerkhauses ist schon über

120 Jahre alt.

stoffe kommen Marmor, Kalkstein, Dolomit sowie Granitsplitt,

Moränen- oder Flusskiesel in verschiedenen Farben und Körnungen

zum Einsatz. Besondere Effekte lassen sich mit Glassplitt erzielen.

Bindemittel, Zuschlag und Wasser werden vermengt und

auf die zuvor hergestellte Trägerschicht (Unterbeton) aufgebracht,

durch Walzen verdichtet und anschließend mehrfach geschliffen

und mit Wachsen oder Ölen imprägniert.

In der Antike wurden Terrazzoböden mit einer Mischung aus

Terpentin und Bienenwachs behandelt. Alternativ kam Leinöl zum

Einsatz, das zwar frei von Lösungsmitteln ist, aber den Nachteil

hat, bei Sonneneinstrahlung auszubleichen, wodurch es zu Farbveränderungen

des Terrazzobodens kommen kann.

Mit scharfen Scheuermitteln sollte man Terrazzoböden nicht behandeln.

Am besten zur Pflege eignet sich ein milder, rückfettender

Reiniger wie die altbewährte Schmierseife. Trotz regelmäßiger

Pflege können Terrazzoböden im Laufe der Zeit leiden. In unserem

Fall ist der feine Heidesand, der durch die Ritze unter der antiken

Haustür »hereinkriecht«, der ärgste Feind des Terrazzobodens.

Über kurz oder lang werden wir den inzwischen nun schon über

120 Jahre alten Terrazzoboden wohl einmal abschleifen und neu

polieren lassen müssen, was bei Terrazzoböden ebensogut möglich

ist wie bei Parkett.

Das Museumsdorf Hösseringen bietet auch in dieser Saison

wieder spezielle Seminare für (künftige) Besitzer alter

Fachwerkhäuser an. Themen sind Lehmbau, historische

Holzverbindungen und Ziegelsteinmauerwerk im Fachwerk.

Im Lehmbauseminar am Sonnabend und

Sontag, 12. und 13. Mai, jeweils von 10:30 bis

15 Uhr erläutert Lehmbauer Matthias Kiemann

aus Steinhorst die Vorzüge des historischen

Baustoffs und stellt die verschiedenen Techniken

des Lehmbaus vor, die anschließend von

den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst

ausprobiert werden können. Die Anmeldung

ist bis 11. Mai erforderlich.

Am Sonnabend, 7. Juli, von 10:30 bis

17:30 Uhr und am Sonntag, 8. Juli, von 10:30

bis 15 Uhr geht es um historische Holzverbindungen

wie zum Beispiel Verzapfung, Verblattung

und Verkämmung. Die Anmeldung muss

Lehmbauseminar

im Museumsdorf.

bis zum 6. Juli erfolgt sein.

Foto: Inka Lykka Korth

Wie die Gefache eines Fachwerkhauses mit historischen Ziegelsteinen

und Kalkmörtel ausgemauert werden und welche speziellen

Anforderungen dabei die Fachwerkkonstruktion stellt, zeigt

und erläutert Matthias Kiemann am Sonnabend, 18. August, und

am Sonntag, 19. August, jeweils von 10:30 bis 15 Uhr. Anmeldeschluss

für dieses Seminar ist der 17. August.

Die Kosten je Seminar betragen inklusive Eintritt und Material

96 Euro. Anmeldungen nimmt Matthias Kiemann unter Telefon

05148 911927 oder per E-Mail an matthias-kiemann@t-online.de

entgegen.

Spörkenstr. 32 - 29378 Wittingen

info@Schulzhaus.eu

Tel. 05831 / 322

www.SchulzHaus.eu

Unsere Leistungen:

Schlüsselfertiges Bauen

Energiesparhäuser

Beton- und Maurerarbeiten

Um- und Anbauten

Fliesenarbeiten

Altbausanierungen

Kellersanierung/-abdichtung

Fassadensanierungen

Energetische Sanierung

Zimmereiarbeiten

Pflasterarbeiten

Tiefbau

©2015#6069 www.Korth-Media.de

Calluna 49


KULTURscHäTZE

Für Dich

Wittinger Straße 13

29386 Hankensbüttel

Tel. 0 58 32 / 970 60 64

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag

9 bis 18 Uhr

Samstag 9 bis 13 Uhr

Klavierbauer

Dritte Generation

Ein Klavier für

mehrere Generationen!

• Kla

viere & Flügel neu, gebraucht

od der restauriert

• Mietkaufprogramm ab 50,00 Euro

mtl. und Klaviere ab 1600,00 Euro

geeignet

für Einsteiger und Fort-

geschrittene auch mit Garantie

• Klavier

- und Flügel-Transport

• Wir berechnen Ihnen keine

Anfahrtskosten (bis zu 50 km)

Markenklaviere und Flügel • 5 Jahre Garantie • Eigene Werkstatt

Teppiche erzählen

geschichten

KLOsTER wIENHAusEN gIbT EINbLIcK

IN sEINE wERTvOLLE sAMMLuNg

In den Heideklöstern war die

Kunst der Bildteppichherstellung

im Mittelalter weit verbreitet.

Religiöse und weltliche Themen

wurden im sogenannten Klosterstich

in Wollstickerei auf Leinen gebracht.

Eines der bekanntesten

Motive ist die Tristan-Sage.

Besonders das Kloster Wienhausen

Kloster Wienhausen. Foto: Inka Lykka Korth

ist bekannt für seine Sammlung

wertvoller gotischer Bildteppiche aus dem 14. und 15. Jahrhundert,

die jedes Jahr ab dem Freitag nach Pfingsten in einer Sonderausstellung

zu sehen sind.

Seit dem 19. Jahrhundert, als man die kunstgeschichtliche Bedeutung

der Teppiche erkannte, werden sie der interessierten Öffentlichkeit

gezeigt. Zunächst im Nonnenchor ausgelegt, wurden sie ab

den späten 1940er Jahren in den Kreuzgängen im Rahmen der Teppichwochen

aufgehängt. Seit 1994 sind sie aus konservatorischen

Gründen in Vitrinen im ehemaligen Winterrefektorium ausgestellt.

Im Rahmen der Teppichwoche werden Kombiführungen durch

die Ausstellung der Bildteppiche und durch das Kloster angeboten.

Die Führungen finden statt werktags in der Zeit von 11 bis 16 Uhr

und sonntags in der Zeit von 12 bis 16 Uhr, jeweils halbstündlich.

Eintritt: Erwachsene 8 Euro, Schüler und Studenten 5 Euro.

Ausstellungen im Rahmen der Teppichwoche: Zeitgenössische

Klostersticharbeiten, entworfen und angefertigt von Frauen aus

dem Stickkreis des Klosters Wienhausen und den Stickkindern,

sowie Arbeiten aus der Schenkung der Stickerin Anneliese Boll.

G

Uelzener Straße 1 • 29581 Gerdau

Tel. 0 58 08 / 98 03 94 • Mob bil 0171 / 23 86 864

kostialpiano@macnews.de • www.kostialpiano.de

Termine nach Vereinbarung

Wie in einem Comic-Strip wird auf diesem mittelalterlichen Bildteppich

die Tristan-Sage anschaulich erzählt.

Foto: wikipedia/gemeinfrei

50 Calluna


RÜCKbLIcK

Blick auf die Baracken des Kriegsgefangenenlagers in Scheuen bei Celle.

Foto: bomann-Museum celle

Hinter stacheldraht

sONDERAussTELLuNg IM bOMANN-MusEuM ERINNERT AN DIE KRIEgsgEFANgENENLAgER

DEs I. wELTKRIEgs IN cELLE uND uMgEbuNg

Im Ersten Weltkrieg entstand das erste große Lagersystem des

20. Jahrhunderts – Kriegsgefangenschaft wurde zu einem

Schicksal der Massen. Insgesamt waren bis 1918 in allen

kriegsteilnehmenden Staaten zwischen 6,6 und 8,4 Millionen Soldaten

in Gefangenschaft geraten.

Auch in Celle und Umgebung gab es zwei Gefangenenlager:

Im Dorf Scheuen, rund acht Kilometer vom Stadtzentrum entfernt,

entstand ab September 1914 ein Barackenlager, das unter dem

Namen Cellelager bekannt wurde. Es war auf etwa 10.000 Kriegsgefangene

ausgelegt und damit eines der größten Lager in der Provinz.

Im Celler Schloss wurde ein Gefangenenlager ganz anderen

Charakters – und einmalig im Deutschen Kaiserreich – eingerichtet:

Etwa 250 »Zivilgefangene höherer Lebensstellung« waren mitten

im Zentrum von Celle interniert.

Die Sonderausstellung »Hinter Stacheldraht« im Bomann-Museum

zeigt anhand zahlreicher bisher unveröffentlichter Dokumente

und Fotografien das Leben der Kriegsgefangenen, ihre

Unterbringung und Behandlung, ihre Ernährung in Zeiten des

Mangels, die Seelsorge für die Mitglieder von vier Religionsgemeinschaften

oder die »Freizeitgestaltung« mit Theater, Musik,

Kunst, Sport und Bildung. Thematisiert werden aber auch Fluchtversuche,

Krankheit und Tod. Leihgaben aus dem In- und Ausland,

darunter eine große Sammlung von Objekten, Grafiken und Gemälden

aus Italien, sowie Tagebücher und kurz nach dem Krieg

Im Celler Schloss waren etwa 250 »Zivilgefangene höherer Lebensstellung«

interniert.

Foto: bomann-Museum celle

verfasste Erinnerungen vermitteln ein berührendes Bild vom Alltag

der Kriegsgefangenen hinter Stacheldraht im Ersten Weltkrieg in

Deutschland.

INFO Die sonderausstellung »Hinter stacheldraht« ist vom 26. Mai bis 11. November

während der öffnungszeiten des bomann-Museums celle (Dienstag bis sonntag und

am Pfingstmontag 11–17 uhr) zu sehen. sie wird am Freitag, 25. Mai, um 19 uhr eröffnet.

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 4 Euro (nur sonderausstellung) bzw. 8 Euro, ermäßigt

5 Euro (sonderausstellung und Dauerausstellung). Zur sonderausstellung ist ein begleitband

in Arbeit. Am sonntag, 3. Juni, führt Hilke Langhammer von 11:30 uhr an

durch die sonderausstellung.

Calluna 51


BUCHEMPFEHLuNgEN

Wohin,

Natascha?

Lust auf Frühling?

Bei uns erhalten Sie, ab sofort, die neue

„Irisette-Biobettwäsche“ sowie viele

andere neue Frühlingskollektionen für

ein gemütliches Zuhause.

ANgELIKA HOFF Aus suDERbuRg

scHRIEb DIE LEbENsERINNERuNgEN

IHRER FREuNDIN RENATE wITTE AuF

CHRISTINE KOHNKE-LÖBERT

Ihr Textiles-Einrichtungshaus

zum Wohlfühlen

Torstrasse 5 · 38518 Gifhorn · Tel. 0 53 71 - 1 22 56

www.einrichtungshaus-schwannecke.de

Öffnungszeiten:

Mo - Fr von 9 - 18 Uhr, Sa von 9 - 14 Uhr

sechs Jahre lang erzählte Renate Witte Woche für Woche

ihrer Freundin Angelika Hoff aus ihrem Leben. Einem

Leben, das so ungewöhnlich verlief, dass sich die beiden

dazu entschlossen, es aufzuschreiben, um es irgendwann einmal

als Buch herauszubringen. Das ist jetzt geschehen: »Wohin, Natascha?

Die bewegende Lebensgeschichte einer Heimatlosen zwischen

Serow und Suderburg« kann ab sofort über den Buchhandel

oder direkt beim Calluna-Verlag bestellt werden.

»Schade, dass sie das nicht mehr erleben kann«, sagt Angelika

Hoff, als sie zum ersten Mal das gerade erschienene Buch in den

Händen hält. Einige Fotos hat sie auch herausgesucht. Viele sind

es nicht, denn ihre Freundin hatte wohl wenig Gelegenheit, ein

Familienalbum zu führen. Aber in ihren Erinnerungen war alles

präsent. Die frühe Kindheit im Kinderheim und bei einer Pflegefamilie,

weil die Eltern nicht verheiratet waren und dies im

Deutschland der 1920er Jahre noch dazu führen konnte, dass Familien

auseinandergerissen wurden. Dann die Auswanderung

nach Russland, in die damalige UdSSR und – nach ersten glücklichen

Monaten – die Inhaftierung der Eltern und die wiederholte

Trennung von den Geschwistern. Der Verlust eines selbstbestimmten

Lebens in der Sowjetdiktatur. Selbst ihren Namen durfte sie

nicht behalten. »Renate ist ein schöner Name, aber in Russland

gibt es so einen Namen nicht. Wir nennen dich Natascha!«, sagte

man ihr – und so wurde aus Renate Natascha. Sie sollte in ihrem

Leben viel Not erleben.

»Aber sie war ein freudiger und sehr positiv denkender

Mensch«, erinnert sich Angelika Hoff. »Sie hat aus ihrem Schicksal

Kraft gezogen und konnte sich über kleine Dinge, die andere vielleicht

als selbstverständlich ansehen würden, sehr freuen. Das hat

mich beeindruckt.«

Angelika Hoff lernte Renate Witte Anfang der 1990er Jahre kennen.

Die Sport- und Gymnastiklehrerin stammt aus Bielefeld. Als

ihr Mann eine Stelle in Uelzen antrat, zog die Familie 1984 nach

Suderburg. »Wenn schon aufs Land, dann richtig«, hatten sie

52 Calluna


Jetzt als Buch erschienen: die bewegende Lebensgeschichte

einer Heimatlosen zwischen Serow und Suderburg, aufgezeichnet

von Angelika Hoff

Foto: Inka Lykka Korth

Calluna 53


IMPREssuM

Das Südheide-Magazin Calluna erscheint

vierteljährlich im Verlag

KLIMA- UND UMWELTSCHUTZ

Calluna wird mit mineralölfreien Druckfarben

auf hochwertigem Recyclingpapier gedruckt,

das mit dem Umweltsiegel Blauer Engel ausgezeichnet

ist. Die beim Druck freigesetzten

Treibhausgase werden durch Investitionen in

zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert.

HERAUSGEBERINNEN

Merle Höfermann, Inka Lykka Korth

REDAKTION

Inka Lykka Korth (verantwortlich)

inka.korth@calluna-medien.de

Print

kompensiert

Id-Nr. 1769363

www.bvdm-online.de

Christine Kohnke-Löbert

christine.kohnke@calluna-medien.de

AUTORIN

Marion Korth

LAyOUT

Inka Lykka Korth

ANZEIGENVERKAUF

Jennifer Mallas (verantwortlich)

jennifer.mallas@calluna-medien.de

Jacqueline Grüning

jacqueline.gruening@calluna-medien.de

Susanne K. Knöpfle

susanne.knoepfle@calluna-medien.de

DRUCK

MHD Druck und Service GmbH,

Hermannsburg

AUFLAGE

12.500 Exemplare

ABO-JAHRESBEZUGSPREIS

10,- Euro inkl. Porto und Versand

Reproduktionen jeglicher Art, auch auszugsweise,

nur mit Genehmigung des Verlags.

KONTAKT

www.calluna-magazin.de

CallunaMagazin

Redaktion

redaktion@calluna-magazin.de

Telefon 05832 979840

Anzeigen

anzeigen@calluna-magazin.de

Telefon 05832 979938

Telefax 05832 979841

Vertrieb

Telefon 05371 55506

kontakt@calluna-medien.de

Postanschriften

Redaktion:

Oerreler Dorfstraße 22

29386 Dedelstorf

Verlag:

Steinweg 3

38518 Gifhorn

Ihr P artner für alles

run d um den Druck

Damit unser Klima geschützt wird, drucken wir auf

®

Wunsch CO 2

-neutral auf FSC -, Recycling- und diversem

anderen en Papier. Zusätzlich se

tzen wir Bio-Farbe ein,

drucken alkoholreduziert, verwenden chemielose

Druckplatten und beziehen Öko-Strom.

Die hohe Nachfrage nach herkömmlichen Papieren führt

zu einer Suche nach umweltfreundlicheren Alternativen,

wie dem Stein- oder Graspapier. Diese Papiere setzen ganz

neue Maßstäbe in puncto umweltfreundliches Papier.

Probieren Sie es gemeinsam mit uns aus.

Wir stehen Ihnen zur Seite.

Südheide-Schau

MHD-Umweltsong

MHD Druck und Service GmbH

Harmsstraße 6,

29320 Hermannsburg

Telefon: 05052 | 9125-0,

Telefax: 05052 | 9125-22

info@mhd-druck.de,

www.mhd-druck.de

Renate (links) mit Eltern und Geschwistern 1930 vor der Abreise in die

Sowjetunion. Ihre kleine Schwester Ursula erkrankte und musste bei

Onkel und Tante in Duisburg bleiben.

damals gedacht. Eigentlich hatte es Angelika Hoff an die Küste

gezogen. »Manchmal fehlen mir das Meer und der Wind«, sagt

sie. Aber auch in der Heide fühlt sie sich längst wohl. »Wir haben

viele Freunde gefunden und unsere Kinder sind hier groß geworden.

Es ist schön hier.«

Renate Witte lebte damals schon viele Jahre in Suderburg. Gemeinsam

mit ihrem Mann hatte sie hier hin und wieder Urlaub

gemacht, und nach ihrer Pensionierung in den 1970er Jahren entschlossen

sich die beiden, ganz in die Heide zu ziehen. Renate

Witte arbeitete hier ehrenamtlich als Dolmetscherin für den

Gomel-Ausschuss des Kirchenkreises. In diesem engagieren sich

Menschen aus dem Landkreis Uelzen für die Einwohner der Region

um Gomel in Weißrussland. Gomel liegt 130 Kilometer von

Tschernobyl entfernt und war von der Reaktorkatastrophe 1986

stark betroffen. Jedes Jahr kommen Kinder nach Uelzen, um sich

hier zu erholen. Sie werden von Gastfamilien betreut. Auch Familie

Hoff hatte zwei Kinder aus Gomel aufgenommen – und so

lernten sich Angelika und Renate kennen. »Wir haben gemeinsam

viel mit den Kindern unternommen, und Renate Witte war immer

dabei«, erinnert sich Angelika Hoff. Die beiden wurden Freundinnen,

und oft erzählte Renate Witte aus ihrem Leben. »Das müssten

wir eigentlich aufschreiben«, sagte Angelika Hoff irgendwann,

und Renate Witte freute sich darüber. »Aber sie glaubte auch, dass

es niemanden interessieren würde.«

Sechs Jahre lang trafen sich die beiden Frauen einmal in der

Woche. »Sie erzählte und ich schrieb ihre Geschichte auf, formulierte

Sätze um, hielt mich aber immer genau an ihre Aussagen.

Renate war zu dieser Zeit 84 Jahre alt. Heute noch bewundere ich

sie für ihr hervorragendes Gedächtnis. Sie erinnerte sich an so

viele Kleinigkeiten, machte immer präzise Beschreibungen«, erzählt

Angelika Hoff. Die gemeinsamen Stunden, oft begleitet von

herzlichem Lachen, aber auch von Tränenausbrüchen, bleiben für

sie unvergesslich. Nicht selten endete eine Sitzung mit einem

»Nastrovje«.

54 Calluna


BUCHEMPFEHLuNgEN

Renate Witte um 1957, ein Jahr vor ihrer lang ersehnten Rückkehr nach

Deutschland. Das Foto rechts entstand in ihren letzten Lebensjahren in

Suderburg. Sie wurde fast 90 Jahre alt.

Ein Erlebnis verband beide Frauen besonders: Im Jahr 1995 erhielt

Renate Witte Nachricht von ihrem Bruder, den sie 54 Jahre

lang mit Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes gesucht hatte. Sie

entschloss sich sofort, nach Kasachstan zu reisen – und Angelika

begleitete sie. »Das war aufregend und sehr emotional«, erinnert

sie sich. Denn für eine Reise in die ehemalige Sowjetrepublik bedurfte

es einer Ausnahmegenehmigung. »Renate sagte schon beim

Blick aus dem Flugzeugfenster ‚Das ist er, das ist Siegfried‘. Es war,

als wenn sich die Geschwister nie wirklich entfremdet hätten«.

Für Renate Witte war es eine große Freude, dass auch ihr Bruder

mit seiner Familie kurze Zeit später nach Deutschland kommen

konnte.

In ihrem Leben hat Renate Witte immer viel arbeiten müssen.

Auch nach ihrer Pensionierung, in den Suderburger Jahren, blieb

sie aktiv, spielte in der Theatergruppe des SoVD, sang oft russische

Lieder. Und sie begleitete Paketsendungen nach Weißrussland,

half den »Gomel-Kindern«.

Renate Witte starb am 4. November 2011 kurz vor ihrem

90. Geburtstag. Unmittelbar vorher hatte Angelika Hoff die letzten

Sätze für das Buchmanuskript zu Papier gebracht.

www.landbaeckerei-grete.de

Renate Witte, geborene Johannsen, kam 1922 als

INFOuneheliches Kind in Duisburg zur Welt. Die ersten

vier Lebensjahre verbrachte sie in Kinderheim und Pflegefamilie.

Zurück bei den Eltern, musste sie als Sechsjährige den

frühen Tod des Vaters verkraften. Die Mutter heiratete wieder –

einen Deutschrussen – und zog mit Mann und vier Kindern 1931

in die Sowjetunion nach Serow im Ural. Als die ethnischen »Säuberungen«

unter Stalin begannen, wurde die Familie auseinandergerissen

und in unterschiedlichen Lagern interniert. Die Mutter

starb in der qualvollen Lagerhaft. Renate musste ihren deutschen

Namen ablegen, wurde fortan Natascha genannt. 1958 erhielt sie

die so lang ersehnte Ausreisegenehmigung nach Deutschland.

Nach Zwischenstationen in Frankfurt/Oder und Bayern kam sie

1979 nach Suderburg, wo sie bis zu ihrem Tod lebte.

Das Buch »Wohin, Natascha? –

Die bewegende Lebensgeschichte

einer Heimatlosen zwischen

Serow und Suderburg«

(ISBN 978-3-944946-10-8) erzählt

ein persönliches Schicksal,

das beispielhaft für die

systematische Verfolgung und

Vertreibung unzähliger Menschen

im 20. Jahrhundert steht

und dennoch Mut macht. Es

hat 108 Seiten und kostet

8,90 Euro. Es kann sowohl

über dem Buchhandel als

auch direkt beim Calluna-Verlag (E-Mail an buchshop@callunamagazin.de)

bestellt werden. Die Lieferung erfolgt versandkostenfrei

mit beiliegender Rechnung.

LESUNG IN SUDERBURG

Am Mittwoch, 16. Mai, liest Angelika Hoff von 19 Uhr an in der

Musikschule in Suderburg, Burgstraße 21, aus dem Buch und erzählt

von ihrer Freundschaft mit Renate Witte. Der Eintritt ist frei.

Pause genießen!

...in Gretes Mühlenbäckerei

in Hillerse, Hauptstraße 31.

Bestes traditionelles

Bäckerhandwerk mit viel

Atmosphäre im Bäcker-Café.

Jeden Sonntag geöffnet und

immer ein lohnendes Ziel für

eine leckere Kaffeepause!

Hillerse, Hauptstraße 31

geöffnet: Mo. - Fr. 5.00 - 18.00 Uhr

Sa. 5.00 - 12.00 Uhr · So. 7.00 - 10.30 + 13.00 - 17.00 Uhr

Calluna 55


BUCHEMPFEHLuNgEN

Leseerlebnis für

gipfelstürmer

MARION KORTH

Die Einheimischen haben

nur ein Wort für die

Wildnis oberhalb der Almwiesen:

»Grenon«. Dieses Niemandsland

mit Geröllfeldern,

Felsnasen und Schneeresten

wird der Abenteuerspielplatz

der beiden Jungen Pietro und

Bruno. Ihre Wege führen sie

nach dem ersten Kennenlernen

unten im halb verlassenen

und verfallenen Dorf

immer weiter in die Höhe.

Entgegen dem Lauf des Baches

streben sie dem Berg,

ihrer Zukunft entgegen, weiter

bis ins Erwachsensein.

Vor imposanter Bergkulisse

entspinnt sich das Beziehungsgeflecht

des einen, der nur im

Sommer Mailänder Tristesse

mit Freiheit und Abenteuer vertauscht

und des anderen, der

dort seine Heimat hat. So unterschiedlich

sie sein mögen,

beide sind den Bergen verfallen.

Sie müssen zurückkehren

oder bleiben, auch wenn dies

ihren Untergang bedeutet. Und

sie müssen beide eine Antwort

finden: Welcher Lebensweg ist

der Richtige, gibt es überhaupt

richtig und falsch und haben

Paolo Cognetti: »Acht Berge« , 256 Seiten,

gebundenes Buch mit Schutzumschlag,

DVA Belletristik, 20,- Euro, ISBN 978-3-

421-04778-6.

Paolo Cognetti: »Fontane Numero 1 – Ein

Sommer im Gebirge«, 144 Seiten, gebundenes

Buch, Edition Blau im Rotpunktverlag,

18,- Euro, ISBN 978-3-85869-740-0.

Bruno und Pietro wirklich die Wahl?

In einer klaren Sprache, so kraftvoll und glitzernd wie ein Bergbach,

erzählt Paolo Cognetti von Pietro und Bruno und nicht zuletzt

von sich selbst. Gelähmt von einer Schreibblockade und auf

der Suche nach seinem wahren Ich, hatte der Schriftsteller Cognetti

zuvor selbst ein Jahr in einer einsamen Berghütte verbracht.

Dort fand er die Wörter wieder. Zeugnis dafür ist die

biografische Rückblende, die unter dem Titel »Fontane Numero

1« in deutscher Sprache erschienen ist und worin Cognetti

den Grundstein für sein Meisterwerk »Acht Berge« legt. Wer

zuvor »Fontane Numero 1« gelesen hat, wird manche Motive,

Grundstimmungen, Charaktere und Landschaftsdetails in »Acht

Berge« wiederentdecken - diesmal romanhaft verdichtet und zugespitzt.

Familiengeschichte, Entwicklungsroman, Naturschilderung

und Liebeserklärung an eine besondere Landschaft – »Acht

Berge« ist all das zusammengenommen. Die Berge in ihrer Erhabenheit

und Unnahbarkeit, ihre Schluchten und Gipfel, erscheinen

als Metapher für das Leben an sich mit seinen tiefsten

Stürzen und schönsten Höhenflügen. Grandios.

Wald, seltenen Vögeln und reißt diese Idylle auch gleich wieder

ein, indem sie ihre Hauptfiguren aus wechselnder Perspektive erzählen

lässt, was es heißt, »unter Leuten« zu sein. Vergeblich

stemmt sich das Dörfchen Unterleuten gegen die Zumutungen

der Welt, und vergeblich zimmern hier Idealisten an ihrem Paradies

im Kleinen. Alte Rechnungen, verletzte Gefühle, Machthunger

und Egoismus brechen sich Bahn, als bekannt wird, dass sich

unweit des Dorfes, auf der Schiefen Kappe, ein idealer Standort

für einen Windpark befindet. Es gibt sogar einen Investor, der nur

allzu gern bereit wäre, dort die Riesenwindmühlen zu errichten,

wenn die Grundstückseigner bereit sind, mit ihm gemeinsame

Sache zu machen. Das Tauziehen beginnt, keiner der Bodeneigner

hat allein genug Fläche, um darauf den Windpark zu realisieren.

Die Suche nach Koalitionen erinnert an die jüngste

Regierungsbildung, an Hauen, Stechen und Scheitern. Nicht anunter

Leuten in

unterleuten

MARION KORTH

Die Hölle, das sind die anderen,

heißt es in Sartres

Bühnenstück »Geschlossene

Gesellschaft«. Auch das Dörfchen

Unterleuten, irgendwo

im Brandenburgischen, ist ein

Kosmos für sich. Und seine

Bewohner, Alteingesessene

und aus dem Westen Zugezogene,

scheinen nichts anderes

im Sinn zu haben, als den anderen

und sich selbst das

Leben zur Hölle zu machen.

In ihrem Gesellschaftsroman

baut Juli Zeh mit Unterleuten

eine Idylle auf mit

malerischen Häusern, viel

Juli Zeh: »Unter Leuten« , 640 Seiten, gebundenes

Buch mit Schutzumschlag, Luchterhand

Literaturverlag, 24,99 Euro, ISBN

978-3-630-87487-6. Die Taschenbuchausgabe

(Klappenbroschur) mit 656 Seiten

ist bei btb erschienen und kostet 12,- Euro,

ISBN 978-3-442-71573-2.

56 Calluna


BUCHEMPFEHLuNgEN

ders in Unterleuten, wo Gerhard Fließ als oberster Vogelschützer

die Pläne torpediert, Gombrowski als mächtigster Mann im Dorf

eine Allianz schmiedet, die sich als nicht belastbar erweist, wo

die angehende Pferdezüchterin Linda Franzen doppeltes Spiel

spielt und schließlich sogar die Enkeltochter des Alt-Kommunisten

und Gombrowski-Hassers Kron verschwindet. Eine Entführung,

um ihn, der im Windparkspiel ebenfalls eine Trumpfkarte

in der Hand hat, kleinzukriegen?

Aus der ihnen innewohnenden Weltsicht heraus versuchen die

Leute in Unterleuten durchzudrücken, was sie für richtig halten.

Sie unterstellen, umwerben, bekriegen sich. Jeder hat eine andere

Sicht auf die Dinge, hat seine eigenen Feindbilder und Wertevorstellungen

und jeder hat die Wahrheit für sich gepachtet. Juli Zeh

bereitet sie vor ihren Lesern aus, stellt dar, ohne zu werten.

Schnell wird klar: Es gibt nicht nur eine Wahrheit. Und es gibt

nicht nur einen Konflikt – den zwischen Windrädern und bedrohten

Kampfläufern. Die Demarkationslinien zwischen Gut und

Böse, Recht und Unrecht, Opfer und Täter lösen sich auf. Selbst

die Grenze zwischen Realität und Fiktion wird kunstvoll verwischt.

Im Internet findet sich nicht nur ein Dorfplan von Unterleuten,

da werden die Lebensdaten der Romanfiguren bis hin

zum Facebook-Auftritt greifbar, der Vogelschutz in Unterleuten

hat seine eigene Webside, das Dorfgasthaus Märkischer Landmann

wirbt für seine Versammlungsräume und führt das Zanderfilet

»Schiefe Kappe« auf der Speisekarte, und das Buch von

Erfolgstrainer Gortz, aus der Linda Franzen ihre Weisheit bezieht,

gibt es wirklich.

In jeder Hinsicht – Unterleuten ist ein Stück Wirklichkeit im

21. Jahrhundert in Deutschland. Und jeder wird sich in diesem

Buch irgendwie als (überzeichneter) Charakter wiederfinden und

erschrecken über die Fratze seiner Selbst, die er dort sieht. Ein

lesenswertes Lehrstück in jeder Hinsicht.

Auf Augenhöhe mit

Dachs und Fuchs

MARION KORTH

Das kann doch nur einem exzentrischen Engländer einfallen,

zu versuchen als Tier zu leben. Charles Foster hat genau das

getan, er ist Engländer, vor allem aber ist er neugierig, die Grenze

zwischen Mensch und Tier zu durchstoßen und noch grundlegender

zu ergründen, wo diese Grenze überhaupt verläuft. Nicht

anders als Dreijährige, die ohne Ekel oder Furcht die Wahrnehmung

ihrer Welt kriechend, schmeckend, tastend, riechend erweitern,

lässt sich Foster auf alle Viere herab und durchstreift als

»Dachs« einen Wald in den Black Mountains. Sein Freund Burt

hat dort einen Hof und ist so freundlich, mit dem Bulldozer eine

Grube auszuheben, die Foster

mit Ästen, Laub und Erde

abdeckt. Den Dachsbau teilt

er fortan mit seinem achtjährigen

Sohn Tom, denn

Dachse sind gesellige Tiere,

die gern im Familienverbund

wohnen. Foster tut es ihnen

gleich, und Tom macht sich

mit seinen Größe von

1,37 Meter besonders gut als

Dachs.

Trotz intensiven Riechtrainings

bedauert Foster, dass

die Sinnesleistung seiner

Charles Foster: »Der Geschmack von Laub

Nase nicht an die eines Dachses

heranreicht, aber sei es

und Erde« , 280 Seiten, gebundenes Buch

mit Schutzumschlag, Malik Verlag,

20,- Euro, ISBN 978-3-89029-262-5. Die

drum: Die Annäherung gelingt,

trotz aller Abstriche und 10,- Euro, ISBN 978-3-492-31356-8.

Taschenbuchausgabe mit 288 Seiten erscheint

am 1. August bei Piper und kostet

Unterschiedlichkeiten, deren sich Foster sehr wohl bewusst ist.

Die Frage, inwieweit Tiere ein Bewusstsein ihrer Selbst haben,

treibt ihn ebenso um, wie im Selbstversuch herauszufinden, wie

Regenwürmer schmecken. Fosters Ansatz ist radikal, er nimmt

keine Rücksicht darauf, dass wir im Alltag ständig ausblenden,

wenn wir etwas nicht so genau wissen wollen.

Die Schilderung eigener Erfahrungen wechseln sich ab mit Erkenntnissen

aus der Neurobiologie, der Verhaltensforschung, der

Philosophie und Naturschilderung. Mit scharfem Geist und ironischem

Ton vollzieht Foster seine Intellektuellen Wendungen auf

weichem Moosboden und zwischen Farngestrüpp. Auf Augenhöhe

mit Dachs, Fuchs, Otter, Rothirsch und Mauersegler relativieren

sich die Auswüchse menschlichen Größenwahns, die

Segnungen der Zivilisation und machen dem Staunen und der

Achtung vor den Andersartigen Platz.

Zeitreise in Omas Kinderzimmer

EINE ZEITREISE IN BILDERN

Womit Mädchen spielten

HISTORISCHE PUPPEN, PUPPENSTUBEN, KAUFMANNSLÄDEN UND

MINIATUREN AUS DER SAMMLUNG VON BIRGIT GOTTSCHLICHH

Calluna

»Womit Mädchen spielten – Eine Zeitreise in Bildern – Historische Puppen,

Puppenstuben, Kaufmannsläden und Miniaturen aus der Sammlung von Birgit

Gottschlich«, 120 Seiten, rund 100 Farbfotos, fester Einband, Calluna Verlag,

ISBN 978-3-944946-09-2, 14,90 Euro.

Erhältlich im Buchhandel oder direkt bei Calluna. Bestellen Sie per E-Mail an

buchshop@calluna-magazin.de. Wir liefern versandkostenfrei. Sie bezahlen

wahlweise per Banküberweisung oder PayPal.

Calluna 57


Klaar Schipp

PLATTDÜÜTscH

Foto: Petra Kücklich

Mann in de Tünn, weer dat nu doch noch en Winterküll.

Dor har man so mennig en Dag ok bi bliede Sünnschien

keen Jieper op buten ween. Güng jüm dat ok

so!? Dat weer ja so en verdwarste Wind dorbi, de trock en so

dörch de Kledaasch un man woor ninich warm. Dor weer denn

doch beter in’t Hus to blieven. De Bilegger anbött un denn in de

Waarms vun dat Holtfüer wat daan. Sachs ok nich un blots en

beten Winterslaap maaken. Mutt de en of anner Dag ok mol

ween. Is good för de Seel un good för’t Hart.

En Dag weer ik so’n beten an Sorteren vun de Papierkraam, de so

över de Weeken to en nich lütte Stapel hochwussen weer. Wat ik

dor all funnen heff! Jungedi, dat weer doch nicht to glöven! – Dor

weern se also twüschen rutscht, de Wiehnachtskorten. Ik müss

grienen, denn dat har mi vör Wiehnachten heel dull in de Bedrullje

bröcht. Ik bün so en ole »Hannschriever«, de würkli

noch an utsöchte Lüüd en rejelle Kort mit de Düütsche Post versenn’n

deit, wenn’t wat besünners ween sull.

As meisttieds ok mit anner Saken heff ik dat nich so rechttiedig

doon, as de mersten Lüüd dat woll doot. Veer Dag vör Hilligavend

de Korten köfft, wieldat ik se denn an vörletzten Versenndag in de

Breefkassen sticken wull. De Post mutt ja en Schangs hebben, de

Breefen noch tiedig to de Leven to bringen – heel nau op de

Punkt, denn warkt dat allerbest un geiht de Lüüd mehr to Harten

as wenn se all dree Dag of gar en heele Week vör Wiehnachten

de Post kreegen doot un denn in de hillige Tied sachs nich mehr

weeten, wo se de laten hebbt! Nee, dat wull ik se nich tomoon!

As ik also vun Inköpen weer tohus weer, heff ik woll de Korten

denn mit de anner Saken utpackt un, de sünd denn woll mit de

Foto: Niels Tümmler

Niels Tümmler

Post, de ik ok noch ut de

Kassen holt harr, mit op

denn Hupen kamen. De

Dag darno keem nochwat,

also nich wenig – weer ja Wiehnachtstied

– un denn weern se vers- wunn’n –

ok ut mien Sinn. Denn erst de tokamen Dag full mi dat in, dat dat

nu ja Tied wöör, de Korten to schrieven un gau noch in de Kassen

to sticken. Doch dat Verfeern weer groot! Ik kunn se nich finnen!

Nocheens losfohrn? To laat- bit Klock fiev – dor ward bi us in’t

Dörp de Post afholt – weer dat nich mehr to schaffen! So en

Schiet, heff ik dacht. Aver nützt ja nix. En Botschapp mutt ja överbröcht

warrn. Un so hett de en of anner denn doch en elektroonsche

Breef to Wiehnachten kreegen un mit anner heff ik dorför en

Minut of twee länger an’n Sabbelknaken hungen.

Nu holl ik se also wedder in de Hann. Teihn Maande vör Wiehnachten.

Wo kann ik se denn sicker wegpacken, simeleer ik un

keem to de Sluß, dat se woll bi de anner Korten, de för Burtsdag,

Ostertied, Konfirmatschoon of Andeelnahm sünd, allerbest liggen

wöörn. Tomaal ja de Ostertied kümmt un dor kunn ik ja glieks

kieken, woveel Korten mit Küken un Hasen woll noch in mien

Fundus sünd. Blots üm sicker to ween, dat ik de denn twee Warkdaag

för dat Fest in de Post geven kann ... för de Hööchte bi de

Empfängers un de Schangs för de Postbüdel ...

Ik wark mi also twüschen miene Papeerstapels rut un güng snurstracks

op de Schapp to, de in de Schuuvlaad de Kortenutwahl för

meist elke Laag bereithöllt. Ik trock de Schuuv op un wull de

Wiehnachtskorten op de Hupen leggen, doch dor weer keen! Wo

weern se hin!? De weern doch heel sicker in düsse Schuuv, dor

heff’k se doch bi’t Söken na de Wiehnachtskorten seehn…

Ik wööhl un keek un wööhl – nix. Keen Korten dor. Doori nochmol,

dach ik, good, dat ik to rechte Tied mien Papeerkraam maakt

heff. So weet ik wat ik to daan heff: in de tokamen Weeken doran

denken, dat ik noch Osterkorten kööpen mutt! De denn schrieven

un to rechte Tied in de geele Kassen sticken, dat is ja denn fix

daan. Mutt mi blots marken, wo ik se twüschenlagert heff. Un

weeten, wo de Breefmarken sünd. De lagert jümmers in de lütte

Putt op de anner Schapp. Ik sull dor woll ok mehr as twee Daag

för dat Osterfest nocheens na kieken. Of glieks!? – Nee. Hett Tied.

Sünd ja noch veer Weeken hin. Sachs heff ik bit dorhin mien Kortenlager

weerfunn’n. Denn weet ik ok sicker in welke Schuuv of

Schapp … dorto maakt eens ja klaar Schipp!

Ik wünsch ju en scheune Vörjahrstied mit heel veel Sünnschien

un Waarms un en moije Ostertied!

Eine Übersetzung des Textes ins Hochdeutsche finden sie unter calluna-magazin.de.

58 Calluna


13:20

BÜCHER AUS DER SÜDHEIDE

insgesamt beängstigend

a Arten sind vers

JÜRGEN ROHDE

Wo

sind all die Vögel

hin?

50 Jahre Vogelbeobachtung

im Isenhagener Land

Calluna

Die schnuckelige Geschichte von Löckchen,

Mondchen und96.Neugierig erkunden diedrei

Heidschnuckenlämmer dasLebenaufdem Sothriethof

in der Südheide. Alles um sie herum

ist noch fremd und ganz schön aufregend. Sie

wachsen heran, erfahren Freundschaft und Zuneigung,

lernenaberauchAngstundAblehnung

kennen und erleben allerlei kleine und große

Abenteuer.

Die Malerin Anna Jander hat die einfühlsam

geschriebene Geschichte vonKlausJordan liebevoll

illustriert. Ein bezauberndes Kinderbuch

– auch für Erwachsene.

96 Seiten, durchgehend farbig illustriert, Hardcover,

€ 14,80, ISBN 978-3-9810373-0-8

Der Landschaftsmaler, Grafiker und ZeichnerAlbert

Othmer (1894-1944)lebteinBuxtehude,

kam aber oft nach Uelzen, um dort seine Schwester

zu besuchen. Diese Gelegenheiten nutzte er

immerauch,umzumalen. DasBuchstelltLeben

und Werk Albert Othmers im zeitgeschichtlichen

Kontext vor und zeigt 28 ausgewählte Arbeiten

des Künstlers, darunter zahlreiche Stadtansichten

von Uelzen und Impressionenausder Umgebung.

Besonders faszinierte den Maler offenbar

die historische Außenmühle ander Ilmenau, die

er aus verschiedenen Perspektivenmalte und

die auch auf dem Buchtitel zu sehen ist.

56 Seiten, farbig illustriert, Hardcover, € 19,80,

ISBN 978-3-944946-02,

Seit einem halbenJahrhundert beobachtet Jürgen

Rohde Vögel im Isenhagener Land.Seine

Aufzeichnungen geben einen einzigartigen Einblick

indieVogelweltdieserRegion.Obwohles

auch einige positive Entwicklungen zu vermelden

gibt–vorallembeiKranichen undGreifvögeln

–, fällt die Bilanz insgesamt beängstigend

aus. Zahlreiche Arten sind verschwunden, und

vor allem in der Feldmark ist das Vogelkonzert

weitgehend verstummt, sodass als Fazit die Frage

im Raum steht: »Wo sind all die Vögel hin?«

Die zahlreichenVogelfotosvonFranzZäpernick

machendasBuchzueinemprächtigerBildband.

76 Seiten, farbig illustriert, Softcover, € 9,90

ISBN 978-3-944946-06-1

Calluna

D

Hans Schönecke

... nur ödet mich

das miese Wetter

Auf den Spuren von Hermann Löns

in der Südheide bei Gifhorn

Calluna

Henning Tribian

KLOSTER

ISENHAGEN

Von der Gründung bis zur Reformation

Calluna

Hermann Lönswaroftund

gern Gast in der Südheide

bei Gifhorn. Etliche seiner

Gedichte undGeschichten

sind hier entstanden oder

spielen hier. Löns-Forscher

Hans Schönecke hat sich

auf Spurensuche begeben.

Dieses Buch ist das

Ergebnis intensiver Nachforschung.

Entstanden ist

eine Art literarische Landkarte,

die zeigt, wann und

wo sich Lönsinder Region

aufgehalten hat, welche

Orte ihn inspiriert haben

und welchen Menschen er

begegnet ist.

256 Seiten, zahlreiche SW-Abbildungen,

Hardcover, € 12,80,

ISBN 978-3-9810373-2-4

Das Isenhagener Land hat

mit seinen Mooren, Heideflächen

undWäldern als

Teil des Landschaftsraums

Südheide vielfältige Natur

zu bieten. Die Streifzüge in

diesem Buch führen aber

auch zu kulturgeschichtlich

interessanten Zielen – hinter

Klostermauern, zu trutzigen

Kirchen, mittelalterlichen

Dammburgen und zu

Zeugnissen des Jugendstils.

Ebenso werden herausragende

Persönlichkeiten

vorgestellt.

104 Seiten, zahlreiche, überwiegend

farbige Abbildungen,

Softcover, € 9,80,

ISBN 978-3-9810373-6-4

Das Kloster Isenhagen als

eines der sechssogenannten

Heideklöster gilt als bedeutendes

Zeugnis mittelalterlicher

Klosterkultur.

Der Autor Dr. Henning Tribian

interessierte sich bei

der ArbeitandiesemBuch

weniger für die Architektur

und die Kunstschätze als

vielmehr für die Geschichte

des Kloster von der Gründung

bis zur Reformation.

Besonderes Augenmerk richtete

er dabei auf die früheren

Standorte des Klosters.

92 Seiten, zahlreiche farbige

Abbildungen, Softcover, € 9,90,

ISBN 978-3-944946-01-6

Deutschland in den 1930er

Jahren: Im ganzen Land

werden sie verfolgt, die

Juden. Aber manchmal geschehen

Wunder. In einem

Dorf in der Lüneburger

Heide – es handelt sich um

Groß Oesingen – (über)lebt

der JudeJulius Katz unbehelligt

von den Nationalsozialisten.

Hält die Dorfgemeinschaft

zu ihm oder

schaut sie nur weg?

Eine wahre Geschichte,

spannend erzählt nach Dokumenten

und Zeitzeugenberichten.

116 Seiten, zahlreiche SW-

Abbildungen, Softcover, € 9,80,

ISBN 978-3-944946-00-9,

Toleranz, freie Meinungsäußerung,

Profitgier, Globalisierung,

Staatsschulden,

Bildungsreform – diese Themen

haben die Menschen

schon vor Jahrhunderten

bewegt, und das spiegelt

sich auch in der Literatur

wider. Viele Dichter haben

Antworten auf die Fragen

ihrer Zeit gefunden, die

auch heute noch überraschend

aktuell sind. Jürgen

Rohde hat Briefauszüge,

Tagebucheinträge und Fragmente

aus den Werkender

Dichter zur lebendigen, Gesprächen

montiert.

370 Seiten, Softcover, € 12,90 ,

ISBN 978-3-944946-03-0

Diese und alle weiteren lieferbaren Bücher aus dem Calluna-Verlagssortiment erhalten Sie im Buchhandel oder direkt bei Calluna. Bestellen

Sie telefonisch unter 05832 979840 oder per E-Mail: buchshop@calluna-magazin.de. VersandkostenfreieLieferungimInland.Siebezahlen

wahlweiseperBanküberweisung(Rechnungbeiliegend) oder per PayPal.

www.calluna-magazin.de

Calluna 59


Wenn Ihr Bad

in die Jahre

gekommen ist,

renovieren wir

gern für Sie …

… UND

SIE

BRAUCHEN

SICH

EINFACH

NUR ZU

ENTSPANNEN!

MIT SICHERHEIT MEISTERHAFT

60 Calluna

Ob Renovierung oder ganz neues Traumbad – unsere Experten realisieren für Sie Komplettlösungen

ganz nach Ihrem Geschmack. Und auf 600 m2 Ausstellungsfläche entdecken Sie vielleicht sogar Ideen,

die Ihnen bisher unvorstellbar erschienen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

MSM Bäder + Wärme GmbH | Schulstr. 23 | 29399 Wahrenholz | 0 58 35/ 9 60 - 0 | www.m-s-m.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine