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24.03.2018 Lindauer Bürgerzeitung

24.03.2018 Lindauer

LINDAUER Bürgerzeitung mit Amtsblatt der Stadt Lindau (B) 24. März 2018 · Ausgabe KW 12/18 · an alle Haushalte ANSICHTEN Doris Nitsche, Inhaberin Porto Lindau Lindau erwacht mehr und mehr aus seinem Dornröschenschlaf und das nicht nur wegen des bevorstehenden Frühlings. Neue Highlights sprießen wie frische Triebe aus der Erde. Um- und Neubauten werden möglich, die früher undenkbar gewesen wären. Progressive Projekte zu Wasser und zu Land sind in Planung und teilweise sogar schon realisiert – wie der Steg der Nobelpreisträger. Der farbenfreudige und leuchtende August Macke bereichert uns Lindauer sowie viele Besucher diesen Sommer mit seinen lebensfrohen Werken. Die Landesgartenschau „Natur in der Stadt“ und die Neuplanung des Lindauer Hafens rücken immer näher. Ja, es verändert sich vieles! Lindau erstrahlt mehr und mehr in neuem Glanz. Nicht zuletzt auch durch die liebevollen und tatkräftigen Hände unserer Stadtgärtner, die uns Lindauer sowie alle unsere Gäste mit einem frischen, bunten und prächtigen Blütenmeer verzaubern. Es ist phantastisch, diese Veränderungen zu sehen und Teil davon zu sein. Erscheinungstermine Ihre nächsten BZ erscheinen Samstag, 07.04.2018 Samstag, 21.04.2018 Stadtwerke: Jetzt bewerben Stadtwerke fördern regionales Engagement S. 6 Einkaufen: Kunstschätze kommen bei der 136. Int. Bodensee-Kunstauktion unter den Hammer S. 7 Essen und Trinken: Auszeichnung Nur vier Monate nach Eröffnung verleiht der Gault Millau dem Restaurant „KARRisma“ in Lindau 14 Punkte S. 11 Stadt stärkt Vereine Finanzaussschuss trifft drei Entscheidungen zu Gunsten der Vereine „Die ehrenamtliche Vereinsarbeit ist für Lindau wichtig. Dies zeigen auch die jüngsten Entscheidungen des Finanzausschusses“, sagt Lindaus Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker. Gleich in drei Punkten hatten sich Verwaltung und Räte für die Belange der Lindauer Vereine stark gemacht. So greift die Stadt Lindau der Narrenzunft unter die Arme. Sie verzichtet darauf, städtische Leistungen für das Große Narrentreffen der Schwäbisch- Alemannischen Zünfte im Jahr 2016 im Wert von 27.700 Euro zu berechnen, da das Narrentreffen für die engagierte Lindauer Zunft insgesamt mit einem Minus endete. Mit seiner Entscheidung setzte der Finanzausschuss einen Beschluss des Stadtrats aus dem Jahr 2012 um. „Das Narrentreffen war eine tolle Veranstaltung für die Lindauer und auch die Gäste“, so Dr. Ecker. Deshalb wolle die Stadt die Narren auch unterstützen und deren Einsatz für das Brauchtum würdigen. Mehrere Vereine könnten von der Entscheidung des Finanzausschusses profitieren, in den Räumen der alten Schiffswerft ein Konzept des Lindauer Segler-Clubs (LSC) aufzugreifen. Dieser will in den freiwerdenden Räumen zusammen mit anderen Vereinen ein Ausbildungszentrum Segeln einrichten. Dafür hat der LSC den Yacht Club Lindau, auch bekannt als Mauersegler, den Bodenseesportfischereiverein, den Wassersportverein Kleiner See und den Freiwilligen Seenotdienst ins Boot geholt. Zusammen wollen die Vereine die für ihre Zwecke berechneten Renovierungskosten von ungefähr 415.000 Euro stemmen. Mit dieser Entscheidung hat der Finanzausschuss das lukrativere Angebot eines gewerblichen Betreibers zunächst zurückgestellt. „Zwar verzichtet die Stadt hier auf Einnahmen, aber wir sehen dies als eine Art der Vereinsförderung, zumal In die ehemalige Schiffswerft soll unter anderem der LSC einziehen. der LSC andere Vereine mit an Bord geholt hat“, erklärt Dr. Ecker die Absicht der Räte. In Gesprächen mit dem LSC soll jetzt das Konzept präzisiert und danach dem Finanzausschuss wieder zur Abstimmung vorgelegt werden. Den für die Lindauer Vereine weitestreichenden Beschluss fasste der Finanzausschuss in Sachen Inselhalle. Er folgte damit einem Vorschlag der Stadtverwaltung. So werden Vereine, Parteien, Schulen, Kirchen, wohltätige Organisationen oder nicht-gewerbliche Interessensverbände mit Sitz in der Stadt Lindau die Halle einmal pro Jahr deutlich günstiger bekommen als gewerbliche Mieter. Für einige Vereine könnte die Halle damit sogar billiger als bisher werden. Der Finanzausschuss hat die bisherige Regel bekräftigt, dass die Stadt jedem Verein einmal im Jahr einen Zuschuss für die Nutzung der Inselhalle zahlt. Das heißt, die LTK stellt den Vereinen eine normale Rechnung, die Stadt wird davon einen Teil der Kosten tragen. Diesen Zuschuss hat der Finanzausschuss um 178 Euro auf 1.200 Euro angehoben. Außerdem dürfen die Vereine bei Veranstaltungen bis zu zehn Euro ▶ Mit viel Gefühl hat Doris Nitsche im Hotel Helvetia neue Wohlfühloasen komponiert S. 24-25 Eintritt nehmen, bisher waren nur sieben Euro erlaubt. Damit sollen die Ertragschancen für die Vereine erhöht werden. Sonderregelungen gibt es für den Kinderfest-Förderverein und für die Narrenzunft, die für ihre angestammten Veranstaltungen in der Inselhalle weiterhin nichts bezahlen müssen. Eine weitere Möglichkeit, um Kosten zu reduzieren, ist das neue Raumangebot der Halle, das wesentlich besser auf die Belange der Vereine zugeschnittene Lösungen ermöglicht. „Hier ist es wichtig, dass die Vertreter der Vereine oder auch der Schulen auf uns zukommen und sich ein auf sie zugeschnittenes Angebot geben lassen“, sagt Carsten Holz, Geschäftsführer der Lindauer Tourismus- und Kongress-GmbH. Bisher hatten Lindauer Vereine vor allem den Saal Bayern gemietet, der Platz für etwa hundert Menschen bot. Damit war aber der Rest des großen Saals blockiert. Deshalb war die Miete verhältnismäßig hoch. Zukünftig können Vereine mit bis zu hundert Gäste einfach zwei Konferenzräume anmieten, deren Zwischenwände sich entfernen lassen. BZ Foto: Jürgen Widmer Die Kosten liegen dann für drei Stunden bei 570 Euro, also 20 Euro höher als bisher. Allerdings bei einem deutlich besseren Leistungsangebot. Ähnlich ist es im großen Saal, den beispielsweise die Musikvereine oft für Konzerte angemietet haben. Damit 500 Zuhörer Platz haben, war der ganze Saal nötig. Künftig würde der Saal 1 ausreichen, die Kosten betragen dann bei einer Reihenbestuhlung 1.700 Euro, das sind 17 Euro mehr als bisher. Und bei der beschlossenen Erhöhung der Förderung wird es dadurch günstiger. „Wir müssen allerdings auch rechtzeitig planen können“, sagt Dr. Ecker. Deshalb sollen die Vereine ihre Termine immer bis zum 30. September des Vorjahres anmelden, damit sich der Finanzausschuss vor den Haushaltsberatungen mit etwaigen Zuschussanträgen befassen kann. Wobei die Stadt Lindau auch ansonsten die Vereine unterstützt. Ungefähr eine halbe Million Euro fließt jährlich aus der Stadtkasse an die Vereine. In dieser Summe sind die individuellen Investitionskostenzuschüsse noch gar nicht enthalten. Jürgen Widmer ▶ Das Frühlingsfest mit Fahrradbasar ist der Saisonauftakt für die Spezialisten in der Radstation S. 27