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SUMMER of ENGINEERING 2017

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SUMMERof 2017

ENGINEERING

INDUSTRIE 4.0

IN DEUTSCHLAND

AUF HEISSER SPUR

SUMMERof 2016

ENGINEERING

>> TECHNIK-REDAKTEURE AUF SUMMER-ROADSHOW

MENSCHEN IDEEN TECHNOLOGIEN VISIONEN


präsentiert Ihre

INNOVATION

EXCELLENCE 2018

DAS VERNETZTE

MULTIMEDIA PROGRAMM:

LIVE ON TOUR

DIGITAL

SOCIAL MEDIA

WEB-BLOG

PRINT

Wir beraten Sie gerne. Rufen Sie unser Sales-Team an: +49 6131-992-0


IN THE

SUMMERTIME…

SUMMERof 2016

ENGINEERING

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Sommer, Sonne, Sonnenschein! Wer von uns genießt nicht gerne die schönsten Tage des Jahres? Ob im

wohlverdienten Urlaub, am Sandstrand, im Eiscafé oder einfach nur im eigenen Garten – wir lassen die

Seele baumeln und die angenehme Wärme gibt uns wieder Kraft für neue Taten. Natürlich haben auch

unsere Innovations-Scouts den Sommer 2017 genossen. Aber wir haben uns auch wieder auf die Spuren

von Industrie 4.0 begeben. Zum zweiten Mal sind wir mit unserer multimedialen Roadshow SUMMER of

ENGINEERING quer durch Deutschland gefahren, um Sie in die technologische Zukunft unserer Industrie

zu entführen.

Mal ehrlich, wer von Ihnen hätte gedacht, dass Industrie 4.0 nach der Geburtsstunde zur Hannover

Messe 2011 einmal das dominierende Thema in der deutschen Industrie werden wird? Aber aus dem

einstigen Zukunftsprojekt ist schnell ein Hype geworden, der sich wiederum in rasanter Geschwindigkeit

zu einem festen Bestandteil für den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland entwickelt hat.

Die Digitalisierung hat Einzug in die Werkshallen gehalten und ein massiver Umbruch steht weiterhin

bevor. So werden sich in den kommenden Jahren ganze Betriebsabläufe verändern. Das bringt unzählige

neue Möglichkeiten in punkto Wettbewerbsfähigkeit, Flexibilität und Individualität in Produktion,

Entwicklung und Logistik mit sich, stellt aber gerade kleine und mittelständische Unternehmen auch vor

neue Herausforderungen. Die gilt es anzunehmen, um unsere Industrie

intelligenter, effizienter und nachhaltiger zu gestalten und somit den

Standort Deutschland zukunftsfähig zu machen.

Während SUMMER of ENGINEERING sind uns zahlreiche spannende

Applikationen und Technologien begegnet, aber vor allem auch Menschen,

die ihre Ideen von Industrie 4.0 bereits realisiert und uns gezeigt haben, dass

sie - neben Maschinen und IT – einer der wichtigsten Grundpfeiler in der Fabrik

der Zukunft sind. Alle Begegnungen, technischen Highlights und

Erlebnisse haben wir für Sie in diesem Kompendium aufbereitet. In

Reportagen, Portraits, Interviews und Videos nehmen wir Sie mit auf

die Reise durch die Welt der smarten Fabrik. Noch mehr Infos rund

um SUMMER of ENGINEERING finden Sie online unter

www.summer-of-engineering.de. Lassen Sie sich also von den Ideen,

Visionen und Umsetzungen von Industrie 4.0 inspirieren.

Dirk Schaar

Leitender Chefredakteur

d.schaar@vfmz.de

SIE WOLLEN NOCH MEHR ERFAHREN?

Bloggen Sie uns!: www.summer-of-engineering.de

Wir auf Facebook: facebook.com/summerofengineering

Twittern Sie mit!: @summerofengine


INHALT

INDUSTRIE 4.0

03 Editorial: In the Summertime...

06 News & Stories: Institutionen

08 News & Stories: Beratung

10 News & Stories: Forschung

12 Mit diesen Fragen sind wir gestartet

NACHGEFRAGT

26 Was sehen Sie als größte Herausforderung auf

Ihrem Weg zu Industrie 4.0?

08

06

10

14

14


ON TOUR

14 Zu Gast bei E-T-A:

Von der Mechanik zur Digitalisierung

20 Zu Gast bei Murrelektronik:

Industrie 4.0 – lasst uns das Wort mit Inhalt füllen

28 Zu Gast bei Schneider Electric:

Die Zukunft der Automatisierung

34 Zu Gast bei STW:

Everything as a Service!

40 Das war SUMMER of ENGINEERING 2017:

Einblicke und persönliche Momente

20

20

28 28

34

34 40


NEWS

&STORIES

Die Digitalisierung aller Industriezweige wird von vielen

Institutionen, Forschungs einrichtungen und Verbänden

vorangetrieben. Entsprechend hoch ist auch der

Kommunikationsbedarf. Dazu haben wir für Sie auf den folgenden

6 Seiten die wichtigsten Meldungen aus Forschung, Beratung und

Institutionen ausgewählt. Viele weitere News und Stories finden Sie

zudem auf unserer Homepage in der Kategorie ‚Featured Content‘.


www.summer-of-engineering.de

SUMMERof 2017

ENGINEERING

NEWS & STORIES: INSTITUTIONEN

INNOVATIONSSCHUB MIT KÜNSTLICHER INTELLIGENZ:

BMBF STARTET ZWEITE PLATTFORM NEBEN INDUSTRIE 4.0

Industrie 4.0 prägt noch die aktuellen Entwicklungen in der Wirtschaft. Gleichzeitig kündigt sich für Deutschland schon das nächste

Zukunftsthema an: Lernende Systeme und Künstliche Intelligenz. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird das

Thema strukturell ausbauen und insbesondere die Zusammenarbeit

von Forschung und Wirtschaft fördern. Dazu

startet das BMBF mit dem Zukunftsprojekt "Lernende

Systeme" neben der bestehenden Plattform Industrie 4.0

eine zweite Plattform zu einem weiteren wichtigen Thema

der Digitalisierung.

"Die Zeit ist reif“, so Bundesforschungsministerin Johanna

Wanka, „dass Deutschland mehr aus dem Thema Künstliche

Intelligenz macht. Wir haben mit dem Deutschen

Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz das weltweit

umsatzstärkste Forschungsinstitut zu dem Thema

aufgebaut. Unsere Forschung ist im internationalen

Vergleich hervorragend aufgestellt und die Ergebnisse

belegen das große Potential dieser neuen Technologie für

Wirtschaft und Gesellschaft. Wir müssen bei Künstlicher

Intelligenz jetzt in neuen Kategorien denken und wie bei

Industrie 4.0 von weitreichenden Veränderungen ausgehen.“

Weiterlesen unter:

www.summer-of-engineering.de/bmbf

6 SUMMER of ENGINEERING 2017


PLATTFORM INDUSTRIE 4.0 LEGT

10-PUNKTE-PLAN ZUM DIGITAL-GIPFEL VOR

DEUTSCHLAND REALISIERT

INDUSTRIAL DATA SPACE

Daten gewinnen für Unternehmen zunehmend an Bedeutung und

stellen eine strategische Ressource für den Geschäftserfolg dar. Je

mehr sie an Wert gewinnen, desto höher ist der Bedarf, sie zu

schützen und zu kontrollieren – eine Krux, wenn gleichzeitig die

immer komplexer werdenden Leistungsangebote und neuen digitalen

Geschäftsmodelle einen fortlaufenden Austausch von Daten

erfordern. Vor diesem Hintergrund arbeiten zwölf Fraunhofer­

Institute bereits seit zwei Jahren an einer Lösung: dem Industrial

Data Space. Das erste Etappenziel ist nun erreicht: Unter Verwendung

modernster IT-Technologien ist eine Architektur für einen

sicheren Datenraum entstanden, erste branchenübergreifende

Use Cases sind bereits implementiert. Das vom BMBF geförderte

vorwettbewerbliche Forschungsprojekt geht mit einer Förderung in

Höhe von 5 Mio. Euro nun in eine zweite Runde. Weiterlesen unter:

www.summer-of-engineering.de/bmbf2

Bild: Fotolia

In Deutschland entsteht durch den Einsatz von Industrie 4.0

bereits heute reale Wertschöpfung. Der Umsatz mit Indus trie-

4.0-Lösungen wird laut jüngster Bitkom-Studie (April 2017) im

laufenden Jahr um 21 % auf 5,9 Mrd. Euro steigen. Für 2018

wird im Gesamtmarkt für

Industrie 4.0 ein Zuwachs

von mehr als 22 % auf

7,2 Mrd. Euro erwartet.

Um diese Position zu stärken,

präsentierten Bundeswirtschaftsministerin

Brigitte

Zypries, Telekom-Vorstand

Reinhard Clemens, SAP-

Vorstand Bernd Leukert

und weitere hochrangige

Vertreter der Plattform

Industrie 4.0 auf dem

Digital­ Gipfel 2017 einen

10-Punkte-Plan. Zudem

stellten die Leiter der Arbeitsgruppen

der Plattform Ergebnisse und Handlungsempfehlungen

vor. Generell, so der Tenor, kann der notwendige

Wandel der Wirtschaft nur in einem offenen und integrativen

Prozess erfolgreich sein. Weiterlesen unter:

www.summer-of-engineering.de/pi40

DEUTSCHLAND, FRANKREICH UND ITALIEN TREIBEN

GEMEINSAM DIE DIGITALISIERUNG DER PRODUKTION VORAN

Bild: Fotolia

Die Initiativen zur Digitalisierung der Produktion aus Deutschland, Frankreich und

Italien haben sich auf eine trilaterale Kooperation geeinigt, um die Digitalisierungsprozesse

in ihren jeweiligen Fertigungsbereichen zu stärken und zu unterstützen.

Zusätzlich sollen europäische Bemühungen gefördert werden. Dazu haben die deutsche

Plattform Industrie 4.0, die französische Alliance Industrie du Futur und die italienische

Initiative Piano Industrie 4.0 einen gemeinsamen Aktionsplan entwickelt, in

dem sie verschiedene Maßnahmen und geplante Ergebnisse benennen.

Die trilaterale Kooperation fokussiert sich auf drei Kernthemen, die in den folgenden drei Arbeitsgruppen bearbeitet werden:

1. Standardisierung und Referenzarchitekturmodelle, 2. KMU-Einbindung und Testbeds, 3. Politische Unterstützung.

Weiterlesen unter:

www.summer-of-engineering.de/i40

SUMMER of ENGINEERING 2017 7


NEWS

&STORIES

EIN WEGWEISER FÜR DEN AUFBRUCH IN INDUSTRIE 4.0

Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, vernetzte Produktion, Smart

Homes – das sind die Zauberworte der digitalen Transformation. Während

die großen Technologie- und Technikunternehmen schon dabei sind,

Produktion und Produkte mit künstlicher Intelligenz auszustatten – alle

Teile der Wertschöpfungskette sollen einmal Daten liefern –, steht der

deutsche Mittelstand nicht im Ruf, ihrer Magie erlegen zu sein. Noch nicht!

Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) helfen Betrieben

jetzt beim Einstieg in die Industrie 4.0.

Eine Mehrheit der kleinen und mittleren Betriebe sieht im zunehmenden

Einsatz digitaler Technik zwar eine Chance, doch: wo ansetzen? Den Weg

auf dem steinigen Pfad in die Industrie 4.0 weißt jetzt ein Leitfaden, den

Forscher am KIT mitentwickelt haben. Eine Chance sehen laut einer Umfrage

des IT-Branchenverbandes Bitcom 90 % der kleinen und mittleren Unternehmen

in der digitalen Transformation. 80 % der Befragten sind sogar der

Auffassung, Unternehmen würden untergehen, wenn sie sich der Digitalisierung

verweigerten.

Weiterlesen unter:

www.summer-of-engineering.de/kit

NEWS & STORIES: BERATUNG

Bild: Fotolia

ONLINERATGEBER FÜR KLEINE UND MITTLERE HÄNDLER

Auch für kleine und mittlere Handelsunternehmen

ist es zunehmend wichtig, digital gut

aufgestellt zu sein. Als Grundstein für einen

erfolgreichen Digitalisierungsprozess sollten

Ressourcen und Maßnahmen zielgerichtet

geplant werden – dafür müssen Unternehmen

zunächst jedoch feststellen, wie gut sie in punkto

Digitalisierung aktuell dastehen.

Mit dem neuen Onlineratgeber „Digitalisierung

richtig anpacken“ hilft die Mittelstand-4.0-

Agentur Handel kleinen und mittleren Handelsunternehmen,

insbesondere aus dem B2Bund

Produktionsverbindungshandel, ihren

digitalen Reifegrad zu bestimmen. Unternehmen

beantworten Fragen in vier zentralen Bereichen:

Organisation, Marketing und Vertrieb, Prozesse

sowie Innovation und Kundenmehrwerte. Der

Onlineratgeber wertet die Antworten unmittelbar

im Anschluss in Form eines Ampelsystems

aus und gibt erste Handlungsempfehlungen.

Weiterlesen unter:

www.summer-of-engineering.de/m40

8 SUMMER of ENGINEERING 2017


SUMMERof 2017

ENGINEERING

BERATUNGSANGEBOT DES VDMA SOFTWARE

UND DIGITALISIERUNG

In der produzierenden Wirtschaft sind nicht nur die Wertschöpfungskette und

Wege zum Kunden von der Digitalisierung betroffen, sondern oftmals auch die

gesamte Organisation und deren Prozesse. Eine erfolgreiche Digitalstrategie bietet

den Unternehmen nicht nur die Möglichkeit, neue digitale Erlösquellen zu finden,

sondern verfolgt – wo es sinnvoll ist – auch die digitale Transformation des

bisherigen Geschäfts.

Genau an diesem Punkt setzt der Fachverband Software und Digitalisierung an.

Für den Maschinen- und Anlagenbau hat der Fachverband eine Kompetenzübersicht

über Beratungsangebote seiner Mitglieder zusammengestellt. „Die Branchenexpertise

unserer Mitglieder bietet dabei einen großen Vorteil auf dem Weg zur

Digitalisierung“, so Karl Friedrich Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Fachverbandes

und Geschäftsführer von Accelcon Consulting. „Unser Ziel ist es, im Schulterschluss

von Maschinenbau und Softwareindustrie ideale Bedingungen für die

Umsetzung von Industrie 4.0 zu schaffen“, so Schmidt weiter. Weiterlesen unter:

BITKOM VERÖFFENTLICHT

FAKTENPAPIER ZU GESCHÄFTS-

MODELLEN IN DER INDUSTRIE 4.0

Industrie 4.0 hat zwar die Wirtschaft erreicht,

allerdings sind die Unternehmen bei den

Investitionen in innovative digitale Technologien

für vernetzte Produktion und Produkte noch

zurückhaltend. Wie die Realität bereits heute

zeigt, findet die eigentliche Revolution von

Industrie 4.0 nicht in der Produktion, sondern

bei den Geschäftsmodellen statt. Von besonderer

Bedeutung sind dabei digitale Plattformen. Mit

ihren datenbasierten Mehrwertdienstleistungen

schieben sie sich zwischen Hersteller und

www.summer-of-engineering.de/vdma

Bild: Fotolia

Kunde, brechen damit die eingespielten Beziehungen

zwischen ihnen auf und fordern so die

etablierten Unternehmen ernsthaft heraus.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Projektgruppe

Geschäftsmodelle des Digitalverbands

Bitkom intensiv mit den Auswirkungen der

Digitalisierung befasst – sowohl mit Blick auf

bestehende, als auch auf neue Geschäftsmodelle.

Die Ergebnisse sind im Faktenpapier

„Geschäftsmodelle in der Industrie 4.0 – Chancen

und Potentiale nutzen und aktiv mitgestalten“

dokumentiert. Weiterlesen unter:

www.summer-of-engineering.de/bit

SUMMER of ENGINEERING 2017 9


NEWS

&STORIES

MASCHINEN KÖNNEN BALD MORALISCHES VERHALTEN VON MENSCHEN IMITIEREN

Autonome selbstfahrende Autos sind die erste Generation von Robotern, die den alltäglichen Lebensraum mit uns teilen. Deshalb ist es

unabdingbar, Regeln und Erwartungen an autonome Systeme zu erarbeiten, die definieren, wie sich solche Systeme in kritischen

Situationen verhalten sollen. Das Institut für Kognitionswissenschaft

der Universität Osnabrück hat nun eine

Studie in Frontiers in Behavioral Neuroscience veröffentlicht,

die zeigt, dass menschlich-ethische Entscheidungen

in Maschinen implementiert werden können und autonome

Fahrzeuge bald moralische Dilemmata im Straßenverkehr

bewältigen.

Politisch wird die Debatte zur Modellierbarkeit von moralischen

Entscheidungen durch eine Initiative des Bundesministeriums

für Transport und Digitale Infrastruktur

(BMVI) begleitet, welche 20 ethische Prinzipien formuliert

hat. Die Osnabrücker Studie liefert dazu erste empirische

wissenschaftliche Daten. Weiterlesen unter:

www.summer-of-engineering.de/uni

NEWS & STORIES: FORSCHUNG

VDI STUDIE INDUSTRIE 4.0 FÜR KMU SPART 25 % RESSOURCEN

Erstmals hat eine Studie die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Ressourceneffizienz

im verarbeitenden Gewerbe systematisch untersucht. Die Ergebnisse stellten

der Staatssekretär im Bundesbauministerium,

Gunther Adler, Dr. Martin Vogt, Geschäftsführer

des VDI Zentrum für Ressourceneffizienz und

Prof. Liselotte Schebek von der TU Darmstadt

vor. Die Studie „Ressourceneffizienz durch

Industrie 4.0 – Potenziale für kleine und mittlere

Unternehmen (KMU) des verarbeitenden Gewerbes“

beleuchtet Maßnahmen der digitalen

Transformation anhand von zehn Unternehmensbeispielen.

Dabei wurden nach Selbsteinschätzung

der befragten Unternehmen Einsparungen

von Material und Energie von bis zu

25 % erreicht. Aus den Ergebnissen leiten die

Macher der Studie Handlungsempfehlungen

für KMU, Politik und Wissenschaft ab: ein

Plädoyer für die digitale Transformation der

klein- und mittelständischen Industrie für den

internationalen Wettbewerb mit mehr Klimaund

Umweltschutz. Weiterlesen unter:

www.summer-of-engineering.de/vdi

10 SUMMER of ENGINEERING 2017


EINE SOFTWARE, DIE SICH SELBST

PROGRAMMIERT – GEHT DAS?

PROJEKT FIND – KONSORTIUM ENTWICKELT

INDUSTRIELLES INTERNET DER ZUKUNFT

Hauptengpass bei der Anpassung und Umkonfiguration von

Produktionsanlagen ist die Programmierung der Automationssoftware.

De facto gibt es jedoch nicht ausreichend Programmierer auf

dem Markt, um ständig neue Software für ein modularisiertes Anlagenmodell

schreiben oder nachprogrammieren zu können.

Die Lemgoer Lösung aus dem BMWi-Projekt „OPAK“ ist eine Software,

die sich weitgehend automatisch generiert. Funktionsorientiertes

Engineering und modulare, intelligente Komponenten lauten

hier die Schlagworte. Modulare, intelligente mechatronische

Komponenten werden die Konstruktion und Montage einer Produktionsanlage

erleichtern. Zusätzlich generiert ein Algorithmus

große Teile des Steuerungscodes einer Anlage automatisch, lediglich

die beteiligten mechatronischen Komponenten sowie deren

Fähigkeiten werden benötigt. Weiterlesen unter:

www.summer-of-engineering.de/opak

SUMMERof 2017

ENGINEERING

Bei der erfolgreichen Umsetzung der Vision von Industrie 4.0

kommt einer zügigen weiteren Digitalisierung von Fertigung

und Automatisierung eine zentrale Bedeutung zu. Hierfür

wird u. a. eine sichere und effiziente, sich den Anforderungen

der jeweiligen Anwendungen automatisch anpassende Kommunikationsinfrastruktur

benötigt. Im Projekt Find – „Future

Industrial Network Architecture“ - haben sich führende Vertreter

aus der Industrie und Wissenschaft zusammengetan,

um basierend auf neusten Netzwerktechnologien aus den

Bereichen Industrieautomatisierung, Internet und 5G-Mobilfunk

die Grundlagen für die Zukunft des industriellen Internets

zu erarbeiten.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Gesamtarchitektur

für das zukünftige Industrielle Internet und insbesondere

einer Netzwerksteuerung, die weitgehend automatisch die

Anforderungen der industriellen Anwendungen auf die unterschiedlichen

Ressourcen und Möglichkeiten der Vernetzung

abbilden und überwachen kann. Weiterlesen unter:

www.summer-of-engineering.de/find

SUMMER of ENGINEERING 2017 11


MIT DIESEN FRAGEN

SIND WIR GESTARTET

SUMMERof 2017

ENGINEERING

>> WIE WIRD

INTEGRATED INDUSTRY

DIE INDUSTRIEUNTERNEHMEN

VERÄNDERN?

>> DAS INTERNET DER

DINGE – POTENZIALE,

CHANCEN UND LÖSUNGEN?

>> WEITERBILDUNG 4.0 –

WIE LERNEN MITARBEITER

FÜR DIE

DIGITALE ZUKUNFT?

>> STANDARDISIERUNG:

EINE WELTSPRACHE FÜR

MASCHINEN?

>> WELCHE AUSWIRKUNGEN

HAT INDUSTRIE 4.0

AUF DIE ARBEITSWELT

DES MENSCHEN?

>> RISIKEN UND

VORTEILE VON

INDUSTRIE 4.0 ?

>> WAS MACHT DIE

FACTORY EIGENTLICH

SO SMART?

12 SUMMER of ENGINEERING 2017


VERNETZTE PRODUKTION –

KLASSISCHER MASCHINENBAU

TRIFFT AUF INNOVATIVE SOFTWARE

>> RISIKEN UND

VORTEILE VON

INDUSTRIE 4.0 ?

>> INDUSTRIE 4.0 –

NOCH VISION

ODER SCHON

REALITÄT?

>> WAS IST IN ZUKUNFT

MIT INDUSTRIE 4.0

UND NEUEN

TECHNOLOGIEN MÖGLICH?

>> BIG DATA ALS

SCHLÜSSELTECHNOLOGIE

FÜR DEN WANDEL?

>> WANN VERSCHMELZEN

REALE UND VIRTUELLE

ENTWICKLUNG UND

PRODUKTION?

>>WIRD DER TRAUM VON

DER SOCIAL MACHINE

WIRKLICHKEIT?

>> WIE KÖNNEN WIR

DIE POTENZIALE

DER DIGITALISIERUNG

NUTZEN?

SUMMER of ENGINEERING 2017 13


E-T-A

SUMMER OF ENGINEERING

ZU GAST

BEI E-T-A

14 SUMMER of ENGINEERING 2017


SUMMERof 2017

ENGINEERING

VON DER MECHANIK

ZUR DIGITALISIERUNG

Was haben ein Gartenhäcksler und eine Luxusyacht gemeinsam?

Beide sind mit Schutzschaltern ausgestattet, die für einen

zuverlässigen und sicheren Betrieb sorgen, indem sie Überlast und

Kurzschlussströme sicher abschalten und so Menschen und Maschinen

schützen. Wo diese Schutzschalter produziert werden und was diese

technisch vermeintlich einfache Komponente mit Industrie 4.0

zu tun hat, erfahren wir bei einem Besuch der Firma E-T-A.

Autorin: Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder,

Chefredak teurin VERFAHRENSTECHNIK

und wlb UMWELTTECHNIK


Altdorf bei Nürnberg heißt das Ziel, das wir auf der Fahrt zu

unserer SUMMER of ENGINEERING-Reportage ins Navigationssystem

eingeben. Dort ist die Firma E-T-A Elektrotechnische

Apparate GmbH zuhause – und das seit bald 70 Jahren.

Das unabhängige Familienunternehmen ist Marktführer auf dem

Gebiet von Überstromschutz und Stromverteilung und bezeichnet

sich selbst als Erfinder des elektronischen Überstromschutzes.

Industrie 4.0 wird bei E-T-A als logische Weiterentwicklung des

Produktportfolios und des Ansatzes „Wir schützen Leben und

Werte“ gesehen.

VIELFÄLTIGE ANTWORTEN …

Im Prüflabor bekommen wir zu sehen, wie aufwändig die Schutzschalter

im Einsatz getestet werden. „Früher war ein thermisches

Gerät ausreichend, um einen Fehler zu detektieren. Die heutige

Technik ist wesentlich komplexer. Deshalb sind auch unsere

Antworten darauf deutlich vielfältiger“, so E-T-A Geschäftsfeldmanager

Thomas Schmid. Er ist Profi in Sachen Überstromschutz

und kommt richtig ins Schwärmen, wenn es um seine Produkte

geht: „Wir haben das weltweit größte Portfolio im elektromechanischen,

aber auch ein umfassendes Angebot im elektronischen

Bereich.“

Der elektronische Überstromschutz bei E-T-A umfasst alle DC-24-V-

Anwendungen in der Automatisierung und darüber hinaus. Dadurch,

dass den Kunden elektronische Lösungen angeboten werden, können

jetzt auch Programmierung, Monitoring, Diagnose, Analytik und

Predictive Maintenance zur Verfügung gestellt werden. Stolz ergänzt

Europa-Vertriebsleiter Klaus Balzer: „Das ist dann schon eine

handfeste Industrie-4.0-Lösung“.

… AUCH AUF INDUSTRIE 4.0

Industrie 4.0 ist bei E-T-A längst angekommen. Bei einem Rundgang

durch die Fertigung können wir uns davon überzeugen, wie

sich das Unternehmen mit dem Thema auseinandersetzt: In der

Planung einer neuen vollautomatischen Anlage sind die eigenen

Systeme wie beispielsweise ControlPlex ein wichtiger Baustein, um

Anlagenzustände zu analysieren, den Energieverbrauch zu dokumentieren,

die Produktqualität zu sichern und Instandhaltungs aufgaben

zu überwachen. Die Anlage wird dann im Rechner abgebildet sein,

um den Fertigungsprozess simulieren zu können.

„Bei der Handmontage versuchen wir, vom Papier wegzukommen“,

erzählt Werksleiter Matthias Heymer. Jede Information zum Auftrag

und zu den nötigen Bearbeitungsschritten wird auf dem Leitbauteil

über einen QR-Code gespeichert. Am jeweiligen Arbeitsplatz erkennt

der Mensch über ein Lichtleitsystem sofort, welche Teile montiert

und eingesetzt werden müssen, und die Maschinen führen die

Lötvorgänge selbstständig durch. Das Konzept steht und wird im

kommenden Jahr umgesetzt. „Selbst bei der Handmontage zieht

sich dann Industrie 4.0 durch bis zur Verpackung und Auslieferung

an den Kunden“, ergänzt der Werksleiter.

Einen weiteren Beweis für gelebte Industrie 4.0 in der E-T-A-

Produktion liefert uns Katherine Schellenberger. Die Produktionsingenieurin

steht vor der riesigen SMD-Bestückungsanlage zur

Fertigung von Leiterplatten, die direkt in die mittlerweile zahlreichen

elektronischen Produkte mit einfließen. „Diese Maschine ist ein

gutes Beispiel für Industrie 4.0“, erzählt die Produktionsingenieurin.

Der komplette Produktionsablauf wird über ein Tracking geprüft.

Hierdurch ist es möglich, zum Beispiel bei fehlenden Bauteilen oder

anderen Bestückungsfehlern die Ergebnisse direkt an den Fräser zu

01 Was hat ein Schutzschalter

mit Predictive Maintenance

zu tun?

Erich Fischer, E-T-A,

demonstriert das System

ControlPlex

E-T-A

02 Bei E-T-A sind

unterschiedlichste

Produktionstechnologien im

Einsatz – vollautomatische

Anlagen, aber auch relativ

viel Handmontage – und

überall spielt das Thema

Digitalisierung eine Rolle

16 SUMMER of ENGINEERING 2017


SUMMERof 2017

ENGINEERING

kommunizieren. Der Fräser reagiert dann entsprechend und bricht

die Bearbeitung ab bzw. sortiert das Teil aus. „Wir sind dabei, nach

und nach alle neuen Maschinen und Anlagen an das Netzwerk

anzuschließen, damit die Kommunikation nahtlos funktioniert“,

ergänzt die junge Mitarbeiterin.

ZUSÄTZLICHER KUNDENNUTZEN

Dass einige Produkte von E-T-A auch schon echte Industrie-4.0-

Konzepte sind, beweist das Produkt ControlPlex. Im Entwicklungslabor

erklärt Erich Fischer, Leiter Sparte Industry, Energy und

Equipment bei E-T-A, was die E-T-A Konzepte zum Thema Industrie

4.0 alles können: ControlPlex ist ein busfähiges Stromverteilungssystem

mit intelligenten Sicherungsautomaten, die direkt an die

Steuerungstechnik angebunden werden können. „Wir realisieren

die Implementierung des Stromverteilungssystems in die Cloud“,

erzählt Fischer.

In der Kommunikationseinheit sind alle Daten, die sich auf der

Feldebene der elektronischen Sicherungsautomaten befinden. Diese

werden über WLAN an ein Tablet weitergegeben, darüber werden

die Sicherungsautomaten parametriert, Fehlerzustände können

aus gelesen werden. „So bekommen wir zusätzliche Informationen,

warum der Schutzschalter auslöst: War das ein Kurzschluss oder

ein Überlastfall. Und wir wissen, wie der Stromspannungsverlauf

des Schutzschalters kurz vor dem Abschalten war“, so der Elektroingenieur.

Das hat natürlich Vorteile für den Instandhalter, weil er die Art

des Kurzschlusses bewerten und einordnen kann. Der Anlagenbetreiber

weiß, wo der Fehler zu finden ist und stellt dem Instandhalter

alle Informationen zur Verfügung. Dazu Erich Fischer: „Bei

unseren Schutzschaltern geht es auch um Predictive Maintenance:

Wir wollen, dass am Ende des Tages die Maschinen laufen und

nicht die Instandhalter“.

LOGISCHE ENTWICKLUNG

Am Ende unseres Rundgangs ist klar: Die Firma E-T-A ist nicht nur

Pionier des Überstromschutzes, sondern entwickelt die Produkte

ständig weiter, um sie an die Bedürfnisse des Kunden anzupassen.

Das reicht von den einfachen thermischen Geräten über die elektronischen

Produkte bis zu den Lösungen für Industrie 4.0.

Früher ging es darum, den Fehler zu verstehen, heute ist die

Technik wesentlich komplexer, und deshalb sind auch die Antworten

darauf deutlich vielfältiger. Durch die Möglichkeiten der elektronischen

Lösungen kann den Kunden nun auch Programmierung,

Monitoring, Diagnose, Analytik, Predictive Maintenance und damit

handfeste Industrie 4.0 zur Verfügung gestellt werden. Diese

logische Entwicklung wird bei E-T-A in allen Bereichen gelebt – ob

im Labor, in der Produktion oder in der Entwicklung.

Foto-Collage: Fotolia, Getty Images, iStockphoto

E-T-A: LEBEN UND WERTE SCHÜTZEN

Auch 69 Jahre nach Firmengründung sind Absicherung

und Stromverteilung traditionell die Kernkompetenzen

von E-T-A. Das Unternehmen hält eine

umfassende Produktpalette aus stromgebundenen

Schutz- und Steuerungsprodukten bereit. Diese

reichen vom thermischen Geräteschutzschalter bis

hin zur komplexen Absicherungslösung, die elektrische

oder elektronische Systeme bei Überlaststrom

und Kurzschluss schützen. Kunden sind Firmen aus

dem Anlagenbau, der Telekommunikation, der

Chemie-, Kraftfahrzeug- und Medizintechnik, dem

Marine- und Bootssektor, dem Bereich der erneuerbaren

Energien sowie Hersteller elektrischer Haushalts-,

Hobby- und Gartengeräte. Im Geschäftsjahr

2016 erzielte E-T-A einen Gruppenumsatz von

99 Mio. EUR und beschäftigt in über 60 Ländern

rund 1 276 Mitarbeiter. Fünf Werke, derzeit zehn

eigene Vertriebsniederlassungen und eine Vielzahl

von Repräsentanten sind eindrucksvoller Beleg für

die Internationalität des Unternehmens.

SUMMER of ENGINEERING 2017 17


E-T-A

INDUSTRIE 4.0 IST FÜR UNS

EIN GANZ GROSSES THEMA

Was zeichnet die Firma E-T-A

und ihre Produkte aus?

Thiel: Uns zeichnet aus, dass wir seit nahezu 70 Jahren im Thema Schutzschalter unterwegs

sind. Gleichzeitig sind wir der Erfinder des elektronischen Schutzschalters. Mit unseren

Produkten bleibt Strom beherrschbar und richtet im Fehlerfall keinen Schaden an. Dabei

steht für uns immer eins im Mittelpunkt: der Schutz von Leben und Werten.

Was hat Ihr Unternehmen/

haben Ihre Produkte mit

Industrie 4.0 zu tun?

Dietrich: Industrie 4.0 ist für uns ein ganz wesentlicher Punkt. Wir haben Produkte für die

Prozessautomatisierung ebenso wie für den Maschinen- und Anlagenbau. Diese werden

immer intelligenter, schlauer und kleiner. Das heißt, die Migration der Elektronik in die

Sensorik – was ja unser Schutzschalter am Ende ist – nimmt immer mehr zu. Damit steigt die

Möglichkeit, diese Geräte zu digitalisieren. Durch ihre Funktionen zur Messdatenerfassung

sind sie mittendrin im Thema Industrie 4.0.

Spielt das Thema Industrie 4.0

in Ihrer eigenen Produktion

eine Rolle?

Thiel: Die Optimierung von Prozessen ist seit vielen Jahren unser Thema, und jetzt ist Industrie

4.0 der nächste Schritt. Wir sind gerade dabei, eine vollautomatisierte Fertigungsanlage

zu installieren, die sogar an die ERP-Prozesse andockt. Im Vergleich zu den aktuellen, voll

automatisierten Anlagen kommt hier noch die Weitergabe der Messdaten nach außen und die

detaillierte Prozessüberwachung hinzu. Die neue Anlage wird alle Ansprüche an Industrie 4.0

erfüllen: Wir können damit ganz genau verstehen, was in der Anlage gut läuft, was schlecht

läuft und warum. Und wir erfahren, was wir tun können, um es abzustellen. Ziel ist eine

weitere Steigerung der Maschinenverfügbarkeit. Selbstverständlich verbauen wir auch unsere

eignen Produkte aus dem Automatisierungsbereich in dieser Anlage und können unseren

Kunden die Leistungsfähigkeit demonstrieren.

Welche Anforderungen zum

Thema Industrie 4.0 kommen

von den Kunden?

Dietrich: Das Thema Industrie 4.0 ist seit zwei bis drei Jahren Thema Nummer eins in der

Industrie. Was sich dabei immer stärker herauskristallisiert, ist die Vernetzung der einzelnen

Komponenten: Sensoren und Aktoren müssen miteinander kommunizieren. Mittlerweile ist

diese Kommunikations- und Verlinkungsfähigkeit auch bei unseren Schutzschaltern gefragt.

Das ist für uns inzwischen ein ganz großes Thema.

03 Ralf Dietrich, Mitglied

der Geschäftsleitung,

Leiter Produkt- und

Marktentwicklung

04 Hans A. Thiel, Mitglied

der Geschäftsleitung,

Vertriebsleiter weltweit

18 SUMMER of ENGINEERING 2017


Welche Rolle spielt für Sie

der Aspekt „Sicherheit“ bei

Industrie 4.0?

Thiel: „Sicherheit“ ist ein Muss für jeden, der sich mit dem Thema Industrie 4.0 beschäftigt:

Die Anlagen und Systeme werden immer transparenter und immer vernetzter. Dabei sprechen

wir nicht nur über Daten aus den Maschinen, sondern auch über Auftragsdaten. Das sind

natürlich sensible Daten, von denen nichts nach draußen gelangen darf. Wir gehen da in beide

Richtungen – Sicherheit nach außen und nach innen – und passen unsere Systeme so an, dass

sie den Sicherheitsstandards der Kunden entsprechen. Sagt der Kunde beispielsweise explizit,

dass in seine Cloud nichts ohne sein Wissen rein und raus geht, dann richten wir uns selbstverständlich

danach.

Wo liegen international Ihre

Entwicklungsschwerpunkte

und welche Rolle spielt da

das Thema Digitalisierung?

Dietrich: Unser Entwicklungsschwerpunkt ist ganz klar in Europa. Aber auch USA, China und

Japan spielen eine sehr große Rolle. Wir sehen aber ganz deutlich, dass Europa beim Thema

Digitalisierung der Treiber ist. Auch andere Länder sprechen darüber. Doch wenn wir sehen,

was tatsächlich umgesetzt wird und wo die Produkte zur Anwendung kommen, dann ist

Europa klar der Vorreiter.

Mit welchen Lösungen

werden Sie den komplexen

Anforderungen im

Anlagenbau oder in der

Prozesstechnik gerecht?

Dietrich: Gerade mit unseren neuen Produkten aus dem Bereich ControlPlex haben wir

Lösungen, die der vom Markt geforderten Komplexität voll gerecht werden. Wir sind zum einen

auf der Produktseite flexibel: die Lösungen sind skalierbar und unterschiedlich aufbaubar.

Darüber hinaus haben wir auch die Möglichkeit, Informationen abzugreifen und bereitzustellen.

Das heißt, man kann viel, viel mehr Informationen aus der Anlage herausholen als früher: Wir

können den Strom erfassen und wissen, warum ausgelöst wurde. Ziel ist es, dem Kunden die

Möglichkeit zu geben, schon frühzeitig einzugreifen, damit er erst gar keine Fehlauslösung hat.

Er bekommt schon im Vorfeld die Information, dass sich ein Problem anbahnt. So kann er

beim nächsten Wartungszyklus entsprechend vorgreifen. Das ist der Mehrwert, den wir dem

Kunden mit unseren intelligenten Systemen bieten.

Wo sehen Sie Ihr Unternehmen

in fünf bis zehn

Jahren?

Thiel: Wir werden nach wie vor technologisch führend sein und Weltmarktführer im Bereich

der Geräteschutzschalter bleiben. Sicherlich wird der Anteil an Elektronik und Software steigen.

Doch wir sehen auch, dass wir mit großer Wahrscheinlichkeit um ein normales elektromechanisches

Schaltgerät nicht herumkommen werden. Es wird Geräteschutzschalter mit einem

hohen Anteil Elektronik geben, aber immer auch welche mit der konventionellen Technologie.

www.e-t-a.de

VIDEO

http://bit.ly/SOE17_ETA_v

Industrie 4.0 zieht

sich wie ein roter

Faden durch Prüflabor,

Produktion

und Entwicklung

bei der Firma E-T-A

SUMMERof 2017

ENGINEERING

SUMMER of ENGINEERING 2017 19


MURRELEKTRONIK

SUMMER OF ENGINEERING

ZU GAST

BEI MURRELEKTRONIK

Jörg Krautter

Vice President Automation/

Member of the Executive Board

Murrelektronik, Oppenweiler

20 SUMMER of ENGINEERING 2017


SUMMERof 2017

ENGINEERING

„INDUSTRIE 4.0 – LASST UNS

DAS WORT MIT

INHALT FÜLLEN“

Industrie 4.0 – das Wort ist heute in aller Munde. Dahinter verbergen sich

vielfältige weitere Begriffe und Bilder. Modularisierung, Diagnose, Vernetzung…

Wir sprachen mit einem Mann, für den das nichts Neues ist.

Jörg Krautter, Vice President Automation bei Murrelektronik. Als Experte für die

dezentrale Installationstechnik ist das Unternehmen in der Welt der Leitungen

& Steckverbinder, Feldbusprodukte und Energieversorgungslösungen

unterwegs und lebt Verbindung auf allen Ebenen.

Das Interview führte Martina Heimerl, stv. Chefredakteurin der Magazine

DER KONSTRUKTEUR und DER BETRIEBSLEITER

SUMMER of ENGINEERING 2017 21


MURRELEKTRONIK

Seit wann beschäftigen

Sie sich mit dem Thema

Industrie 4.0 und wie

definieren Sie Industrie 4.0

für sich?

Welche Herausforderung

sehen Sie konkret für Ihr

Unternehmen?

Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Thema Industrie 4.0 seit Anfang 2014. Bei bestimmten

Dingen wartet man mal ab, aber bei diesem Thema war uns klar: Hier wollen wir gestalten! Wir

sind verankert im ZVEI, der ja die Industrie-4.0-Plattform mitträgt. Außerdem engagieren wir

uns in diversen Gremien und Forschungsgemeinschaften wie PNO, Automation ML und vielen

mehr. Wir sind diejenigen, die mitgestalten, die aber nicht jedes Produkt, was sie auf dem

Markt launchen, dem Modewort unterordnen. Unser Entwicklungsleiter hat Industrie 4.0

einmal folgendermaßen definiert: „Globale Verfügbarkeit und Transparenz aller Daten und

Informationen zu jeder Zeit und an jedem Ort.“ Das ist Digitalisierung. Und diese Definition

finde ich einfach nur gut, weil sie so simpel ist.

Die Diskussion, was Industrie 4.0 eigentlich ist und was nicht, ist in den letzten Jahren deutlich

vorangeschritten. Im Rahmen der ZVEI-Plattform haben wir genau definiert, was wir darunter

verstehen – und auch was wir nicht darunter verstehen. Allerdings sind die weltweiten Strömungen

und Definitionen bei weitem noch nicht harmonisiert und abgestimmt. Wenn man

die verschiedenen Meinungen zu dem Thema Digitalisierung übereinanderlegt, ist das Bild im

Moment verschwommen. Die Kunst ist es jetzt, die Meinungen so aufeinanderzulegen und zu

verzahnen, dass es ein scharfes Bild gibt.

Das Fundament, in Form von Standards, muss da sein, aber ganz wichtig ist es, das Thema

nicht totzureden, sondern jetzt endlich mal etwas zu tun. Die Herausforderung ist und bleibt,

beides zu vereinen: Standards schaffen, als Basis, um darauf aufbauen zu können und dann

aktiv sein – machen!

Die Industrie-4.0-Plattform hat zur HMI 2017 eine Kriterien- und Produkteigenschaftentabelle

für eine Industrie-4.0-Komponente vorgestellt: Was muss solch eine Komponente alles können?

Und wie muss sie strukturiert sein? Das ist für einen Geräte- und Systemhersteller wie die

Murrelektronik natürlich schon ein Stück Basis. Jetzt das Richtige zur richtigen Zeit zu tun

und dabei den Nerv der Bedürfnisse unserer Kunden zu treffen, das ist derzeit für uns die

größte Herausforderung.

22 SUMMER of ENGINEERING 2017


SUMMERof 2017

ENGINEERING

Lebensmittel, Automobil,

Logistik, allgemeiner Maschinenbau:

Sie sind in vielen

Branchen unterwegs. Spüren

Sie branchenspezifische

Unterschiede was den

Umgang mit dem Thema

Industrie 4.0 angeht?

Das Thema Digitalisierung ist sehr wohl angekommen, in allen Branchen – das ist nicht das

Thema. Viele der Kunden, mit denen ich gesprochen habe, haben ein eigenes Bild. Und es gibt

natürlich auch große Industriezweige, die heute schon anfangen, das Ding für sich zu definieren,

ohne sich Gedanken darum zu machen, ob es in das Bild von Industrie 4.0 von der ZVEI-

Plattform passt. Den Kunden interessiert das Wort Industrie 4.0 nicht. Ich glaube auch, dass

wir aufpassen müssen, dass wir das Wort jetzt nicht zu sehr abnutzen, dass es in zwei Jahren

dann auf einmal einen negativen Charakter bekommt. Wir müssten viel mehr über das Thema

Lösung sprechen als über die Methodik. Lasst uns doch das Wort mit Inhalt füllen, in Form von

„was hat denn unser Kunde davon“. Denn das ist es, was interessiert: das Ergebnis. Im Endeffekt

geht es nur um eins: Welchen Wettbewerbsvorteil erarbeite ich mir im Markt, was ist mein

Kundennutzen, schneller, höher, weiter, Zeit- und Kostenoptimierung, …

Und wie kann die Installations -

technik hier helfen? Welche

Rolle spielt sie in der

Digitalisierung?

Das Thema Installationstechnik ist ja etwas, das in einer frühen Phase ansteht, in der der Kunde

viel Zeit, Geld und Platz aufwenden muss, um die Anlage aufzubauen. Je schneller und je fehler -

freier die Elektroinstallation erfolgen kann, umso mehr Geld spart er. Das heißt: Rationalisie rung

spielt hier eine große Rolle. Wenn ich jetzt in meinem Engineering-Prozess eine Anlage virtualisiere

– wenn ich keinen Datenbruch mehr habe zwischen den Systemen – wenn ich alle

Informationen aus den Systemen mit definierten Schnittstellen in eine Virtualisierung bringen

und die Anlage virtuell in Betreib nehmen kann und das Ganze dann per Knopfdruck einfach

in die reale Anlage reinschießen kann, dann hat der Kunde was davon. Und zwar: Er spart Zeit,

Geld und Platz. Und wenn ich jetzt noch die realen Daten aus der bestehenden Anlage auch

wieder in die virtuelle Welt reinschieben kann: Das ist Industrie 4.0. Das ist Digitalisierung.

Wirkt sich z. B. eine

Anforderung an Maschinenbauer,

wie die der

Stückzahl-1-Produktion, bis

in die Installationsebene aus?

Für Stückzahl 1 muss die Anlage eins sein: brutal flexibel und modular. Und das hat natürlich

wieder was mit Installationstechnik zu tun. Je modularer, je einfacher ich die Anlage individuell

auf das jeweilige Produkt anpassen kann, je schneller, je automatisierter ich das machen

kann, umso mehr kann ich diese Anforderung aus dem Markt erfüllen.

Wie bauen Sie darauf Ihre

Unternehmens- bzw.

Produkte-Strategie auf?

Unsere Produkte sind dezentral. Was heißt das? Sie sind nicht im Schaltschrank. Sie sind modular.

Sie sind individuell zusammensteckbar wie Lego. Deshalb passen sie gut in dieses Ideenbild.

Wir haben unseren Schwerpunkt auf die Verbindung zwischen der Steuerung und der Sensor/

Aktor-Ebene gelegt. Und mit der Digitalisierung verändert sich hier etwas. Die Steuerung steht

nicht mehr an der Spitze und ist der Dirigent, sondern der Dirigentenstab wird 1:1 weitergereicht

in eine nächste Ebene; in eine Cloud, eine Factory-Cloud, oder was auch immer. Jetzt

haben wir die Chance als Murrelektronik an der jeweiligen Steuerung vorbei mit diesem über-

SUMMER of ENGINEERING 2017 23


SUMMERof 2017

ENGINEERING

geordneten System, das den Dirigentenstab in der Hand hat, zu kommunizieren – und zwar

bidirektional. Das bedeutet also: Unser Feld ist genau dieses Mittelfeld. Wir sind der Experte

für das dezentrale Power-Management – für hochinnovative dezentrale Netzgeräte. Wir sind

der Experte der individuellen modularisierten Verkabelungstechnik. Und wir sind derjenige,

der innovative, smarte Feldbustechnologie hochmodular mit hoher Diagnosetiefe liefert. Und

das bringen wir jetzt wie Zahnräder ineinander und bieten unseren Kunden eine durchgängige

Lösung, alles aus einer Hand und aufeinander abgestimmt! Jetzt kommt noch das Thema Dienstleistung

mit dazu. Wir beraten die Kunden im Sinne von Rationalisierung hin zu Vernetzung.

Kann man sagen, dass

„Diagnose/Monitoring“

das zentrale Thema Ihres

Angebots für die Installation

in der Industrie 4.0 ist?

Ja, Diagnose ist eins der großen Themen der Murrelektronik. „Mit unseren Diagnoselösungen

findet man Fehler anstatt sie zu suchen!“, so lautet seit Jahren eines unserer Kundenversprechen.

Unsere Feldbustechnologie, unsere Netzgeräte und alles, was wir im Markt haben, ist auf

punktgenaue und feingranulare Diagnose getrimmt.

Man kann jetzt unterscheiden in reaktive und die präventive Diagnose. Das, was die Murrelektronik

bisher gemacht hat, war immer eine reaktive Diagnose. Also: Das Kind ist in den Brunnen

gefallen und ich finde schnell den Fehler und beseitige den Fehler. Ein Ziel der Murrelektronik

ist es, diese reaktive Diagnose auf eine andere Ebene zu hieven. Die Daten nicht nur der

Steuerung zugänglich zu machen, sondern auch allen übergeordneten Systemen.

Die zweite große Herausforderung ist das Thema Predictive Maintenance, vorbeugende

Instandhaltung. Wir haben vor ein paar Jahren ein Netzgerät entwickelt für den Schaltschrank

und auch fürs Feld, das Emparro 40 Ampere. Hier geben wir dem Kunden nicht unendlich

viele Daten, sondern das Gerät sagt: „Ich habe Schmerzen, bitte tausch mich beim nächsten

Mal aus“. Wir haben ein Jahr an dem Software-Quellcode geschrieben, um dem Kunden diese

Information genau zum richtigen Zeitpunkt, nicht zu früh und nicht zu spät zu geben! Diese

Vorqualifizierung – „Was ist eigentlich die richtige Information zur richtigen Zeit am richtigen

Ort?“ – das ist doch die Kunst. Und dieser Kunst haben wir uns verschrieben.

MURRELEKTRONIK

Zum Abschluss: Setzen Sie

Industrie-4.0-Konzepte in

der eigenen Produktion um?

Ja, und da schließt sich der Kreis. Aus unserem Lagerlogistiksystem hier in Oppenweiler bedienen

wir weltweit unsere Kunden. Das ist unsere Achillesferse. Wenn das Lager steht, dann

verdienen wir kein Geld. Unser dezentrales Installationssystem – Cube – haben wir dort installiert.

Jetzt haben wir es um eine weitere Komponente ergänzt – das Diagnose-Gateway. Das

macht nichts anderes, als mitzuhören, was auf den Leitungen gesprochen wird und bringt die

Daten an der Anlagen-Steuerung vorbei direkt in die Officefloor-Ebene. Das heißt, wir haben

unsere dezentrale Installationstechnik mit dem SAP verknüpft. Diagnosemeldungen, IO-

Statusmeldungen und Anomalien können jetzt in unserem SAP vorverarbeitet, analysiert und

gemonitort werden. So können rechtzeitig Wartungsmaßnahmen geplant werden, bevor unser

Logistikzentrum steht. Wir haben das einfach mit einem Retrofit ergänzt. Das ist wichtig zu

sagen, denn ich glaube, den Kunden interessiert nicht nur, wie man eine neue smarte Anlage

aufbauen kann, sondern auch, wie man bestehende Anlagen fit für die Themen der Zukunft

macht. Und das Cube-Diagnose-Gateway spricht genau dieses Thema an.

Das heißt, wir reden nicht nur über die Dinge. Wir haben auch nicht ganz dick „I 4.0“ darüber

geschrieben, sondern wir fangen bei uns selbst an.

www.murrelektronik.de

24 SUMMER of ENGINEERING 2017


VIDEO

http://bit.ly/SOE17_Murr_v

Gehen Sie mit auf

eine spannende

Reise in die Welt der

Installationstechnik

bei Murrelektronik

in Oppenweiler

SMARTES FELDBUSSYTEM

Mit dem Cube-System bietet Murrelektronik ein leistungsstarkes, dezentrales, modulares Feldbussystem. Es besteht aus einem

Busknoten, der die Verbindung zu unterschiedlichsten Feldbussen sowie der Energieversorgung ermöglicht. An jeden Busknoten

können bis zu 32 Module angeschlossen werden. Entscheidende Vorteile des Cube-Systems sind die steckbaren Anschlüsse, der

Vollverguss der Module, die ausgeprägte Multifunktionalität der Kanäle sowie die umfangreichen Diagnose-Funktionen. Diese

werden auf den einzelnen Kanälen per LED angezeigt, die entsprechenden Kanäle abgeschaltet und Fehlermeldungen an die

Steuerung und den Webserver weitergemeldet. Um die Diagnosedaten auszuwerten und nutzbar zu machen, war bisher ein

großer Programmieraufwand zu leisten. Mit dem neuen Cube67-Diagnose-Gateway

steht jetzt ein praktisches Tool zur Verfügung, das die Diagnosedaten aus

dem Cube-System einfach und schnell ausliest und zur Verfügung stellt. Damit

können alle Informationen des Systems an einen Webserver oder übergeordnete

Systeme weitergebeben werden. Ein Diagnosespeicher (Logbuch) im Gerät erfasst

flüchtige Fehler.

Betreiber von Maschinen oder Anlagen bietet das Diagnose-Gateway durch die

Möglichkeit einer vorausschauenden Wartung den Vorteil einer hohen Anlagenverfügbarkeit

und per Remote-Zugriff Einblicke in die Maschine oder Anlage von Ferne.

Aber auch der Inbetriebnehmer profitiert: Er kann mit dem Diagnose-Gateway die

Topologie durchleuchten und Schwachstellen wie Kurzschlüsse oder Topologiefehler

(also Differenzen zwischen der Soll- und der Ist-Konfiguration) frühzeitig erkennen.

SMARTE STROM­

VERSORGUNG

Das Schaltnetzgerät Emparro67

Hybrid von Murrelektronik ist ein

Multitalent: Es verlagert nicht nur

die Stromversorgung aus dem Schaltschrank

ins industrielle Feld, mit zwei

integrierten Kanälen zur 24-V DC-Lastkreisüberwachung hat

es zusätzlich die Ströme im Blick. Sowohl die Sensor- und

Modulversorgung wie auch die Aktorversorgung der angeschlossenen

Feldbussysteme können damit separat überwacht

werden. Das sorgt für maximale Betriebssicherheit.

Die Mico-Kanäle zur Überwachung der zwei 24-V DC-Lastkreise

können auf unterschiedliche Stromwerte eingestellt

werden. Das Auslöseverhalten folgt dem Grundsatz „so spät

wie möglich, so früh wie nötig“. Das Gerät verfügt über eine

IO-Link-Schnittstelle (M12-Anschluss) und kann als Device

mit einem übergeordneten IO-Link-Master kommunizieren.

So ist es möglich, Emparro67 Hybrid in durchgängig vernetzten

intelligenten Anwendungen einzusetzen. Zum Beispiel

kann das Gerät seine eigene Lebensdauer selbst überwachen

und meldet den optimalen Austauschzeitpunkt.

SMARTE STECK VERBINDER

& LEITUNGEN

Steckverbinder und Leitungen leisten nicht nur

einen Beitrag zur 4.0-Welt, sondern sie bilden

das sichere Fundament dafür. Und sie haben

noch Potenzial, intelligenter zu werden. Die

Murrelektronik entwickelt dazu Ideen, wie

SmartCore: Eine Leitung, die vor ihrem Ausfall

Bescheid sagt, nicht erst wenn es zu spät ist.

Auf der anderen Seite verlangt der Maschinenbau

4.0 auch neue Arten der Kopplung. Durch

die Modularisierung der Maschinen wird eine

Stecklösung zwischen den Maschinenmodulen

benötigt, die schnell kuppelbar ist und sich

nicht nur auf Signale

und Power beschränkt.

Aus diesem Grund hat

Murrelektronik Multimedienkupplungen

in

ihr Sortiment aufgenommen

und entwickelt

diese stetig weiter.

SUMMER of ENGINEERING 2017 25


"Für unseren Markt sind wir mit Lobster_data nicht nur

bereit für Industrie 4.0 bzw. für das Internet der Dinge, wir

sind diesem sogar schon etwas voraus. Auch der Umstand,

dass es aktuell noch eine Menge von unterschiedlichen

Datenstandards und -protokolle gibt, kommt unserer

Lösung sehr zu Gute. Spannend für uns wird es zu sehen,

welche völlig neuen Geschäftsmodelle und Dienst leistungen

sich in Zukunft noch entwickeln werden und wie wir diese

sinnvoll unterstützen können."

Jürgen Schmiezek, Geschäftsführer

Lobster GmbH, Pöcking

WAS SEHEN SIE ALS GRÖSSTE

HERAUSFORDERUNG

AUF IHREM WEG ZU INDUSTRIE 4.0?

"Ich glaube, dass die größte Herausforderung nicht

Technologie ist. Diese beherrschen wir ganz gut. Der

größte Trend wird sein, dass die Wertschöpfung immer

weiter über Software passiert. Wir müssen als Hardware

orientiertes Unternehmen und Maschinenbauer lernen,

Software als Produkt zu begreifen und zu vermarkten."

Frank Maier, Technologie-Vorstand

Lenze SE, Aerzen

NACHGEFRAGT

"Industrie 4.0 ist ein riesiges Unterfangen mit vielen

Komponenten und Bauteilen, die dazu gehören.

Diese immer wieder in die gleiche Richtung zu bringen

ist die Aufgabe, aber auch die Schwierigkeit. Umso

größer dann die Freude, wenn es geklappt hat."

Frank Blase, Geschäftsführer

igus GmbH, Köln

26 SUMMER of ENGINEERING 2017


"Wir müssen immer größere Datenmengen

speichern und verwalten. Um vernünftige Aussagen

treffen zu können, müssen wir daher die Daten

richtig kombinieren."

Burkhard Schranz, Geschäftsführer

Optimeas GmbH, Friedrichsdorf

"Industrie 4.0 verlangt nach einer ganzheitlichen

Betrachtung des gesamten Produktions- und

Geschäftsumfelds. Ein lange vernachlässigter Aspekt

ist die Einbeziehung der Energieverteilung."

Antonin Guez, Vice President Projects & Buildings

Schneider Electric GmbH, Ratingen

"Die größten technologischen Herausforderungen sind, dass

wir Technik neu definieren und neu einsetzen in den

Abläufen. D.h. Automatisierung und IT muss sich neu

erfinden und muss tagtäglich die Wertschöpfungskette bei

der Leistungserbringung exzellent unterstützen."

Johann Soder, Geschäftsführer Technik

SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal

"Eine der größten Herausforderungen sehen wir in der Frage,

wie weit muss ich mit der Digitalisierung gehen. Dazu bieten

wir einen speziellen I4.0-Check, mit dem Teams vor Ort beim

Kunden analysieren, was sich digitalisieren, vernetzen und

automatisieren lässt. Dabei werden immer die Bereiche

ausgewählt, die für den Kunden den schnellsten und größten

Return on Investment haben."

Ralf Soltwedel, Geschäftsführer

Schulz Systemtechnik GmbH, Bremen

SUMMER of ENGINEERING 2017 27


SUMMER OF ENGINEERING

ZU GAST

BEI SCHNEIDER ELECTRIC

SCHNEIDER ELECTRIC

01 Eine in der Cloud

installierte Software-

Lösung ermöglicht die aktive

Steuerung der Anlage

28 SUMMER of ENGINEERING 2017


SUMMERof 2017

ENGINEERING

DIE ZUKUNFT DER

AUTOMATISIERUNG

Die Zukunft der Automatisierungstechnik ist bei

Schneider Electric voll angekommen: Mit „Innovation

At Every Level“ definiert das Unternehmen Energie und

Automation neu. Was das für den Anwender

bedeutet? – Wir zeigen es Ihnen anhand von neuen

Produkten und interessanten Applikationen.


SUMMERof 2017

ENGINEERING

Mit EcoStruxure hat Schneider Electric ist eine offene, kompatible,

IoT-fähige Architektur und Plattform. Diese liefert

mehr Sicherheit, Zuverlässigkeit, Effizienz, Nachhaltigkeit

und eine optimale Vernetzung in Industrie und Gebäudeautomation.

EcoStruxure unterstützt dabei den Fortschritt rund

um das Internet der Dinge verbunden mit dem erhöhten Bedarf an

Mobilität, Prognosen, Datensicherheit und Cloud-Lösungen. Kurz

gesagt: vernetzte Produkte, dezentrale Steuerungen als auch Apps,

Analytik & Services. Ob nun als EcoStructure Buliding, EcoStructure

Plant&Machine, EcoStructure Grid, EcoStructure IT oder

EcoStructur Power – die Plattform bildet das digitale Rückgrat des

Automatisierungsspezialisten.

Wir haben uns beim SUMMER of ENGINEERING in den verschiedensten

Bereichen des Unternehmens umgehört, um zu erfahren,

wie weit Schneider Electric den Weg „Industrie 4.0“ schon gegangen

ist. Die Ergebnisse finden Sie auf den folgenden Seiten. Soviel schon

vorweg genommen: Mit dem Motto "Innovation at Every Level" hält

Schneider Electric sein Versprechen an den Anwender. Mit der IoTfähigen,

offenen und kompatiblen Systemarchitektur bietet das Unternehmen

einen Weg in die digitale Zukunft – von der vernetzten

Maschine, der vernetzten Fabrik bis hin zur Cloud.

PROJEKT ZUR DEZENTRALEN

ENERGIEVERSORGUNG

In Kooperation mit der Entrade Energiesysteme AG hat Schneider

Electric ein Projekt zur dezentralen Energieversorgung realisiert.

Innerhalb von 12 Monaten ist im Knowsley Industrial Park, dem

größten Industrieparks Nordenglands, eine Energieinfrastruktur

mit einer kombinierten Leistung von 32 MW (thermisch) entstanden,

welche die ansässigen Unternehmen mit Energie versorgt.

ÜBERWACHUNG UND STEUERUNG PER

CLOUDLÖSUNG

Als Anbieter für Komplettlösungen zeichnete Schneider Electric

hierbei nicht nur für die gesamte Automatisierung, den Schaltschrankbau

und Mittelspannungstechnik, sondern auch für das

komplette Vor-Ort- sowie Fern-Monitoring der über 100 Container

Kraftwerke der Entrade AG verantwortlich.

Grundlage bilden sowohl Hardware- als auch Software-Komponenten

aus dem Schneider Electric „SmartStruxure“-Lösungsangebot

für Anlagenbau und Gebäudemanagement bzw. -automatisierung.

Im Rahmen eines neuen Ansatzes werden die anfallenden

Daten der einzelnen Aggregate hierbei nicht nur auf einer lokalen

Server-Hardware – einem SmartStruxure Automation Server – gesammelt,

sondern auf die nächsthöhere Steuerungsebene in die

Cloud übertragen. Die Datenübertragung erfolgt über eine sichere

VPN-Verbindung via OPC UA-Schnittstelle. Der in der Cloud installierte

Enterprise-Server – ein reines Software-Produkt – kanalisiert

im nächsten Schritt die gespeicherten Daten und ermöglicht eine

aktive Steuerung der Anlage. Dank der integrierten Web-Visualisierung

können die Echtzeitdaten sowie die jeweiligen Steuerungskomponenten

unkompliziert von Desktop oder Tablet per Remote-

02 Die Komplettlösung ist auch für

das Monitoring der Container

Kraftwerke verantwortlich

SCHNEIDER ELECTRIC

03 Nutzer können standortunabhängig auf

entfernte SPS-Steuerungen, Bedienpanels

und andere Geräte zugreifen

30 SUMMER of ENGINEERING 2017


05 Per Augmented Reality werden Daten und Objekte

auf Komponenten oder die gesamte Anlage projiziert

04 Der in der Cloud befindliche Gatemanager

ermöglicht eine personalisierte Zugriffskontrolle

Zugriff aus der Entrade-Zentrale in Graz und San Juan oder von einem

beliebigen anderen dezentralen Standort eingesehen und gesteuert

werden.

INTELLIGENTES ENERGIEMANAGEMENT

Zur Analyse und Aufbereitung der anfallenden Echtzeitdaten befindet

sich ebenfalls ein Tool in der Cloud. Die intelligente Energiemanagement-Lösung

StruxureWare Resource Advisor ermöglicht Monitoring,

Verwaltung und statistische Aufbereitung der Daten für

unterschiedliche Zwecke. Mithilfe der Erfassung der verbraucherseitig

abgerufenen Energie über die Zeit lassen sich außerdem

Energieprofile erstellen. Die Statistiken und Energieprofile können

dann als Grundlage zur Anlagenoptimierung oder zum Anpassen

der Personal-Dienstpläne dienen.

FLEXIBLE FERNWARTUNG AUS DER CLOUD

Auch die Wartung von Maschinen ist per Cloud möglich. Schneider

Electric hat jüngst sein HMI-Lösungsangebot erweitert, dies umfasst

nun auch moderne Cloud-Anwendungen zur sicheren Fernwartung

und -programmierung von industriellen Maschinen. Systemintegratoren,

Anlagenbauer und OEMs können mithilfe der

neuen Software-Lösungen standortunabhängig auf entfernte SPS-

Steuerungen, Bedienpanels oder andere an das Netzwerk angeschlossene

Geräte zugreifen. Reisekosten für Service-Einsätze sowie

Reaktions- und Maschinenausfallzeiten sollen so maßgeblich

reduziert werden.

Die Cloud-Anwendungen sind für zwei Produktreihen verfügbar:

Vijeo Connect ist mit allen HMIs der Magelis GTU und GTO Serie

sowie Magelis Industrie-PCs einsetzbar. Demgegenüber ist Pro-face

Connect standardmäßig in allen Pro-face Bedienpanels der Baureihen

IPC PS 5000, HMI SP 5000 und GP 4000 integriert. Dank der einfachen

Konfiguration über den GateManager ist die Aktivierung des

Fernzugriffs jeweils innerhalb kürzester Zeit möglich: Es sind weder

zusätzliche Netzwerk- noch Firewall-Konfiguration erforderlich.

DREISTUFIGES KOMMUNIKATIONSMODELL SORGT

FÜR HÖCHSTMÖGLICHES SICHERHEITSNIVEAU

Der Remote-Zugriff auf die Maschine erfolgt über eine sichere

X.509-basierte VPN-Verbindung. Ein dreistufiges Kommunikationsmodell

aus Gate-, Link- sowie SiteManager sorgt dabei für ein

hohes Sicherheitsniveau. Der in der Cloud befindliche GateManager

ermöglicht eine personalisierte Zugriffskontrolle: Dort kann genau

festgelegt werden, auf welche Maschinen von wem und von

welchem Endgerät aus zugegriffen werden kann. Zusätzlich werden

alle Zugriffe dokumentiert und bleiben somit nachvollziehbar.

Der LinkManager steht als Anwendung für PC-basierte Systeme

sowie Tablets und Smartphones zur Verfügung. Eine Verbindung ist

jedoch erst nach einer entsprechenden Authentifizierung durch

den GateManager möglich. Der tatsächliche Zugriff auf die Maschinensteuerung

erfolgt ausschließlich über den lokalen SiteManager,

der standardmäßig in den entsprechenden Magelis- bzw. Pro-face-

Bedienpanels integriert ist.

Sowohl Vijeo Connect als auch Pro-face Connect sind als skalierbarer

Cloud-Service verfügbar – Kunden bezahlen somit ausschließlich

für die tatsächlichen Lizenzierungen. Der jeweilige

Funktionsumfang kann je nach Bedarf erweitert werden. Interessenten

steht zudem eine 30-tägige Testversion zur Verfügung.

VISUALISIERUNGS-TOOL ZUR SCHNELLEN

MASCHINENDIAGNOSE

Sowie physische Komponenten Probleme bereiten, kommt die

Fernwartung per Cloud an ihre Grenzen. Doch auch die Maschinen-

und Anlagenwartung vor Ort lässt sich deutlich verbessern,

und zwar ganz einfach per Tablet – mit der Schneider Electric Augmented

Reality App ‚Vijeo 360‘. Die Applikation ermöglicht es Anwendern,

mithilfe von Augmented Reality, Prozessdaten und virtuelle

Objekte auf einzelne Komponenten oder die gesamte Anlage zu

projizieren. Die eingebaute Kamera des Tablets erfasst dabei alle relevanten

Elemente innerhalb der Produktionsumgebung. Das aufgenommene

Live-Bild wird unmittelbar um die Echtzeitdaten der

Maschine und des Produktionsprozesses ergänzt. Anlagenbetreiber

haben somit jederzeit Zugang zu wichtigen Maschinendaten und

KPIs wie z. B. Energieverbräuche, Produktivität, Prozessdaten und

Maschinenzustände.

VIRTUELLER BLICK IN DIE MASCHINE OPTIMIERT

REPARATUR- UND WARTUNGSABLÄUFE

‚Vijeo 360‘ ermöglicht zudem einen „virtuellen Blick“ in die Maschine

– ohne diese manuell öffnen bzw. stoppen zu müssen. Service-

Techniker können die verbauten Komponenten virtuell einsehen

und erhalten via Tablet direkten Zugriff auf Handbücher, Daten-

SUMMER of ENGINEERING 2017 31


VIDEO

Die EcoStruxure Plattform verbindet Operational

Technology mit moderner IT. Industry

Marketing Manager Pierre Bürkle erklärt die

Potenziale und Vorteile.

http://bit.ly/SOE17_Schneider_v1

PRODUKTE MIT ERWEITERTEN FÄHIGKEITEN

Die Maschinendaten, die in der Cloud verarbeitet werden, kommen

u. a. von Sensoren und smarten Geräten einer Maschine oder

Anlage. Zu diesen intelligenten Geräten gehört z. B. der Masterpact

MTZ 1. Das ist ein Leistungsschalter mit integrierter Strom- und

Energiemessung im Bereich 630 bis 1 600 A. Mit der Abdeckung im

unteren Strommessbereich vervollständigt Schneider Electric die

Masterpact MTZ-Baureihe für Wirkenergie- und Energiemessungen

in der Genauigkeitsklasse 1 nach IEC/EN 61557-12.

06 Die App ermöglicht einen „virtuellen Blick“ in die

Maschine – ohne diese öffnen oder stoppen zu müssen

SOFTWARE-MODULE FÜR ERWEITERTE FUNKTIONEN

Herzstück des Masterpact MTZ ist das Steuer- und Auslösegerät Micrologic

X: Die Software-Module des Micrologic X liefern alle

Schutz- und Messfunktionen, wie etwa Diagnose im laufenden Betrieb

oder vorausschauende Wartung, und sind flexibel erweiterbar.

Ohne Betriebsunterbrechung und bei Erhalt der Schutzfunktionen,

können Software-Funktionen als digitale Module ergänzt werden.

Sie sind online im Webstore „GoDigital“ verfügbar und können direkt

auf dem Steuer- und Auslösegerät Micrologic X installiert werden.

Die Möglichkeit, Softwaremodule derart skalierbar einzusetzen,

erlaubt Planern und Schaltanlagenbauern, den MTZ-1-Leistungsschalter

mit geringer Erstinvestition zu planen bzw. zu installieren

und bei verändertem Bedarf flexibel um zusätzliche

Funktionen zu erweitern.

Als Softwarefunktionen stehen Module zur schnellen Wiederherstellung

der Stromversorgung, zur Wellenformerfassung bei einem

Auslöseereignis sowie zur Phasen-bezogenen Analyse des Energieverbrauchs

zur Verfügung. Die Wartungsunterstützung mit mobilen

Endgeräten vor Ort bietet das vierte Modul, der Bedienassistent, an.

SCHNEIDER ELECTRIC

07 Wartungsunterstützung mit mobilen Endgeräten vor Ort ist

mit dem Bedienassistent-Modul möglich

blätter, Dokumentationen sowie Videos zu Wartung und Reparatur.

Dadurch können nicht nur unnötige Stillstandzeiten vermieden,

sondern Defekte schnellstmöglich ausfindig gemacht und behoben

werden. Virtuelle Notizen machen dem Wartungspersonal zudem

anstehenden Arbeiten zugänglich, kurze Video-Anleitungen unterstützen

bei der Durchführung. Auf diese Weise wird anfallende Papierarbeit

auf ein Minimum reduziert und Arbeitsabläufe mithilfe

der virtuellen Unterstützung maßgeblich erleichtert.

Die Anwendung ist individuell konfigurierbar und ermöglicht

Zugriff auf SQL-Datenbanken sowie speicherprogrammierbare

Steuerungen von Schneider Electric und anderen Herstellern. ‚Vijeo

360‘ ist als App für Apple iPads ab iOS 10 bereits verfügbar, Versionen

für Android und Windows Geräte sollen folgen.

ANPASSUNG AN KUNDENANFORDERUNGEN

Informationen über mögliche Ursachen der Stromunterbrechung,

wie z. B. ein offener Leistungsschalter oder eine Auslösung bei einem

Fehlereignis, liefert das Modul zur „Wiederherstellung der

Stromversorgung“ ebenso in Echtzeit, wie Lösungsvorschläge zur

umgehenden Behebung der Störung. Erfolgt eine Auslösung aufgrund

der LSI- oder G-Schutzfunktionen (Überlast, Kurzschluss,

Erdschluss), protokolliert das digitale „Modul zur Wellenformerfassung“

automatisch die fünf Zyklen der Phasen- und Neutralleiterströme

bei einer Abtastperiode von 512 Mikrosekunden. Die Art

und Schwere der Störung können so auf einen

Blick nachvollzogen werden.

Während die beiden vorgenannten

Module analytische Funktionen

ausführen, berechnet das dritte

Modul die Wirk-, Blind- und

Scheinenergie für jede Phase

des Netzes sowie die Gesamtleistungsdaten.

Als viertes Modul

unterstützt der „Assistent

zur Bedienung des Masterpact“

virtuell bei der Erst- oder Wiederinbetriebnahme

der Anlage

32 SUMMER of ENGINEERING 2017


VIDEO

Warum die Zukunft schon heute beginnt,

erklärt Jürgen Siefert, VP Industry OEM,

anhand vor vier Standbeinen des Automatisierungsspezialisten.

http://bit.ly/SOE17_Schneider_v2

und Wartung. Der Status des Leistungsschalters, der Ein- und Ausschaltspulen

und des Schaltantriebes werden von dem digitalen Assistenten

auf dem mobilen Endgerät angezeigt. Je nach Ereignisart

fordert der Bedienassistent etwa zu einem Reset oder zum Spannen

der Feder auf. Zeitaufwändige Schulungen oder Nachschlagen in

Handbüchern gehören somit der Vergangenheit an.

MESS- UND WARTUNGSFUNKTIONEN DIGITAL

NACHRÜSTEN

Das System der digitalen Module ist derart ausgelegt, dass bei geringer

Erstinvestition auch zukünftige, veränderte Anforderungen

an eine Installationsbasis erfüllt und neue Funktionen hinzugefügt

werden können, die heute noch nicht denkbar sind. Dies erlaubt

Elektroinstallateuren, Anlagenbetreibern und Gebäudemanagern

Niederspannungsschaltanlagen in Gebäuden oder Produktionsanlagen

bei Bedarf schnell und kostengünstig zu optimieren, Ausfallzeiten

zu minimieren und die Energieeffizienz zu steigern.

BERÜHRUNGSLOSE KOMMUNIKATION PER

SMARTPHONE

Besonders interessant für Betreiber von Gebäudekomplexen ist die

einfache Kontrolle und Steuerung von Energieverbräuchen aus der

Ferne. Die umfassende Selbstdiagnose und Ereignisverwaltung

(z. B. Warnungen, Schutzeinstellungen) werden nicht nur auf dem

Smartphone oder lokal auf dem Display am Schaltpanel angezeigt,

sondern sind per integrierter Weboberfläche auch weltweit von jedem

beliebigen Ort aus abrufbar. Im Ereignisfall kann sofort steuernd

reagiert werden. Als Kommunikationsschnittstellen stehen

USB, Ethernet, Bluetooth (BLE) sowie NFC zur Verfügung.

ZUVERLÄSSIGER EINSATZ IN RAUEN UMGEBUNGEN

Schaltanlagenbauer und Installateure schätzen die einfache Installation

der Masterpact MTZ-Baureihe. Ein nahtloser und problemloser

Austausch des Vorgängermodells Masterpact NT/NW ist aufgrund

der gleichen Befestigungen und Anschlüsse ebenso möglich,

wie die Integration in intelligenten Schaltanlagen, den Smart Panels.

Festeingebaut oder als Einschub-Variante bietet der Leistungsschalter

dank seiner korrosionsresistenten Goldkontaktierungen

zuverlässigen Schutz von - 25 bis + 70 °C, bei Feuchtigkeit, Vibrationen,

Staub oder salzhaltiger Luft. Eine Bauartprüfung nach IEC

61439-2 muss nicht erneut durchgeführt werden. Mit seinen umfangreichen

Funktionen leistet der Masterpact MTZ einen wichtigen

Beitrag zur Erfüllung eines effizienten Energiemanagement-Systems

gemäß ISO 50001 und IEC 60364-8.

OPEN BOX ERHÖHT PERFORMANCE

Auch in anderen Produktgattungen tut sich was. Etwa

sind die ‚Pro-face by Schneider Electric‘ Bedienpanels

der SP 5000 Serie ab sofort mit einer leistungsfähigeren

Open-Box-Industrie-PC-Einheit erhältlich.

Somit sind sie in der Lage, noch anspruchsvollere

Aufgaben aus den Bereichen

IIoT und Industrie 4.0 zu erledigen. Die Hardware der neuen SP-

5B41 Open Box wurde komplett überarbeitet und verfügt jetzt über

eine Intel Atom Dual-Core CPU, DDR3 RAM Speicher und eine

neue 32 GB CFast Card als Speichermedium. Im Vergleich zum Vorgängermodell

ergibt sich laut Hersteller eine Leistungssteigerung

um mindestens Faktor zwei.

NAHTLOSE INTEGRATION IN IT-INFRASTRUKTUREN

Die Open Box ist zudem standardmäßig mit einem Windows 7 Embedded

Betriebssystem ausgestattet und ermöglicht somit eine

nahtlose Integration des HMI-Bedienpanels in vorhandene IT-Infrastrukturen.

Windows-typische Funktionen wie das Erstellen von

PDF-Dateien aus Produktionsdaten oder Log-Dateien sowie das

Anzeigen von Handbüchern, Videos und Grafiken auf Basis von

gängigen Office-Anwendungen ist ebenso möglich wie die Einbindung

von ERP-Systemen sowie Cloud-Anbindungen.

NEUES HARDWARE-DESIGN

Ausgestattet mit zwei Gigabit Ethernet-Ports sowie seriellen und

USB-Schnittstellen sind die HMI-Modelle der SP 5000er Serie dafür

ausgelegt, eine optimierte Verbindung zwischen Produktion und

Fertigungsplanung herzustellen und selbst große Datenmengen zu

visualisieren. Aufgrund des modularen Aufbaus – die Modelle sind

je nach Bedarf mit Power Box, welches das Pro-face-eigene Betriebssystem

beherbergt oder der Windows-basierten Version erhältlich

– ermöglichen sie zudem eine hohe Flexibilität. Werden bei

einer Maschine nach Inbetriebnahme noch Windows-typische

Funktionen benötigt, kann die Hardware auf einfache Weise ausgetauscht

werden: die Boxen lassen sich an die 7- bis 15-Zoll-Displays

der SP5000 Serie durch einfaches Aufstecken und Einrasten anbringen,

ganz ohne Werkzeug und Verkabelung.

www.schneider-electric.de

08 Mit einer Open-Box-Industrie-PC-Einheit erledigen die

Bedienpanels noch anspruchsvollere Aufgaben

SUMMER of ENGINEERING 2017 33


SUMMER OF ENGINEERING

ZU GAST

BEI STW

DIGITALISIERUNG

AUTOMATISIERUNG

SENSORTECHNIK WIEDEMANN

ELEKTRIFIZIERUNG

34 SUMMER of ENGINEERING 2017


SUMMERof 2017

ENGINEERING

„EVERYTHING AS A SERVICE!“

Verfügbarkeit, Darstellung, weltweiter Zugriff auf Daten einzelner

Maschinen und im Flottenverbund, Prozessoptimierung,

Data-Analytics: all das fasst STW als Stufen der digitalen

Transformation im Bereich der mobilen Arbeitsmaschinen

zusammen. Bei der Umsetzung lassen sich massive Mehrwerte für

alle Beteiligten generieren.

Autoren: Dipl.-Ing. (FH) Michael Pfister und Peter Becker B. A.,

Redaktion O+P Fluidtechnik und Redaktion Mobile Maschinen

SUMMER of ENGINEERING 2017 35


SUMMERof 2017

ENGINEERING

Im Juli 1985 gründeten Katharina und Wolfgang Wiedemann die

Sensor-Technik Wiedemann GmbH. Neben hochgenauen

Druckmesssystemen gehören mittlerweile auch weitere elektronische

Komponenten, Systeme und Lösungen zur Digitalisierung,

Automatisierung und Elektrifizierung von mobilen Arbeits-,

Nutz- und Sondermaschinen zum umfangreichen Leistungsspektrum

von STW in Kaufbeuren.

Hans Wiedemann, Marketingleiter bei STW, weiß: „Nicht die

Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen.

Diese Aussage trifft seit des ersten Internet-Hypes um die Jahrtausendwende

immer häufiger zu. Ehemalige Technologiegiganten

sind zum Teil komplett verschwunden. Gerade daher ist es wichtig,

sich mit der digitalen Transformation zu beschäftigen – und sich

bewusst für eine Richtung zu entscheiden. Eine reine Verleugnung

des immer schnelleren Fortschritts hilft nicht weiter. Wir sind davon

überzeugt, dass unsere Fokusthemen Digitalisierung, Automatisierung

und Elektrifizierung unsere Kunden in eine hervorragende

Position bringen.“ In der Automatisierung wird es zukünftig vorwiegend

um Operator Assistance und autonomes Arbeiten gehen. Elektrifizierung

ist in Zeiten von hohen Feinstaubwerten in den Städten

notwendige Grundlage für die E-Mobility. Und die Digitalisierung

bildet die Basis für neue Geschäftsmodelle in der ganzen Breite.

MOBILE MASCHINEN UND INDUSTRIE 4.0

Mobile Arbeitsmaschinen und Industrie 4.0 – passt das überhaupt

zusammen? Die Antwort lautet hier ganz klar: Ja, das widerspricht

sich nicht. Bei Industrie 4.0 findet man Themen wie „smart factory“

oder „Losgröße 1“. Bei mobilen Arbeitsmaschinen geht es darum,

dass Geschäftsprozesse digitalisiert werden sollen. Für diese digitale

Transformation bietet STW intelligente Lösungen, Soft- und Hardware

sowie eine Cloud.

Hans Wiedemann berichtet: „In Gesprächen mit unseren Kunden

stellen wir häufig fest, dass das Thema digitale Transformation zwar

wahrgenommen wird, sich viele damit aber schwer tun, das Thema

für sich zu erschließen. Deshalb versuchen wir, unsere Kunden dabei

zu unterstützen, den Inhalt der digitalen Transformation zu verstehen,

zu erkennen, welche Möglichkeiten dadurch entstehen und

schließlich zu definieren, was sie für die eigene Firma bedeutet.“

Thorsten Walter, Produkt- und Projektmanager für Cloud Services

STW in Kaufbeuren, ergänzt: „Nachdem eine Vision für ein Unternehmen

formuliert wurde, können wir konkrete Hilfestellung bei

der Umsetzung leisten. In Workshops erarbeiten wir mit unserem

Kunden die Maßnahmen und den Weg hin zu einem Proof-of-

Concept. Dabei setzen wir auf generische Lösungen, sowohl bei

den on-board-Modulen für die mobilen Arbeitsmaschinen, als

auch durch den Einsatz unserer IoT-Plattform „machines.cloud“.

Durch diesen Rapid-Prototyping-Ansatz lassen sich oft mehr als

80 % der Vorgaben mit geringem Aufwand umsetzen. Mit dieser

Methode kann bereits innerhalb weniger Wochen ein Demonstrator

realisiert werden. Die Wege zu neuen Businesskonzepten werden auf

diese Art ohne Risiko aufgezeigt. So unterstützen und begleiten wir

unseren Kunden bei seiner individuellen digitalen Transformation.“

DEMONSTRATOR GIBT EINBLICK

Mit einem Demonstrator verdeutlicht man bei STW die Chancen

der Digitalisierung. Durch Vernetzung der Sensorik mit der Cloud

SENSORTECHNIK WIEDEMANN

01 Links: Hans Wiedemann,

Marketingleiter bei STW:

„Wir sind davon überzeugt,

dass unsere Fokusthemen

Digi talisierung, Automatisierung

und Elektrifizierung

unsere Kunden in eine

hervorragende Position

bringen.“

02 Rechts: Thorsten Walter,

Produkt- und Projektmanager

für Cloud Services: „Wir

unterstützen und begleiten

unseren Kunden bei seiner

individuellen digitalen

Transformation.“

36 SUMMER of ENGINEERING 2017


SUMMERof 2017

ENGINEERING

ergeben sich neue Geschäftsmodelle: „Everything as a Service“ lauten

die Stichworte. Bei Baumaschinen kann dies beispielsweise das

Abrechnen der tatsächlichen Erdbewegung sein, anstelle von klassischen

Kauf- oder Mietmodellen. Vor Ort bekommt man schnell

einen Einblick, wie einfach die Daten von mobilen Arbeitsmaschinen

in die Cloud zu bringen sind. Nur schnell per WLAN mit dem

Demonstrator verbunden, schon hat man zum Beispiel auf einem

Tablet Einblick auf die Live-Werte der Sensorik. In kürzester Zeit lassen

sich also erste Schritte hin zur digitalen Transformation gehen.

Vor den Toren des STW-Werks bekommen wir eine bereits digital

transformierte mobile Arbeitsmaschine zu sehen. Das Modell eines

Pistenbullys im Format 1:6 ist vollgestopft mit STW-Technik: Sensorik,

Steuerung, Mobilfunkanbindung, selbst der Sound – alles genau

wie beim Original. STW nutzt den Pistenbully, um den Auszubildenden

die Digitalisierung mobiler Arbeitsmaschinen näher zu bringen.

So werden die Grundlagen von Assistenzsystemen oder auto nomen

Arbeits- und Fahrfunktionen vermittelt. Eine mobile Arbeitsmaschine

4.0 im Klein-Format.

03 Der Demonstrator verdeutlicht die vielfältigen

Chancen der Digitalisierung

04 Digitalisierung einer mobilen Arbeitsmaschine: Das Modell

eines Pistenbullys im Format 1:6 ist vollgestopft mit STW-Technik

05 Mit Konnektivitäts-

und Daten-

management-

Modulen werden

Daten gesammelt

und auf Wunsch

vorverarbeitet

06 Im Live-View können Daten

in Echtzeit dargestellt werden

SUMMER of ENGINEERING 2017 37


DIE IOT-PLATTFORM „MACHINES.CLOUD“

Das Thema Vernetzung ist inzwischen ein zentraler Bestandteil

unseres Lebens geworden. In sozialen und beruflichen Netzwerken

werden Kontakte geknüpft. Mittels Apps auf unserem Smartphone

verbinden wir uns jederzeit und überall mit Freunden und Bekannten

und beschaffen uns relevante Informationen. Was für viele im

privaten Bereich bereits nicht mehr wegzudenken ist, hält nun auch

als Digitalisierung in der Industrie Einzug. Nicht nur bestehende

Prozesse können überwacht und optimiert werden, auch die Umsetzung

völlig neuer Produkte und Dienstleistungen wird möglich.

Mit der von STW angebotenen IoT-Plattform „machines.cloud“

können vielfältige digitale Anwendungen umgesetzt werden. In den

Maschinen selbst werden mit den Konnektivitäts- und Datenmanagement-Modulen

TC3G und TC1 Daten gesammelt und auf

Wunsch vorverarbeitet. Über kabelgebundene oder drahtlose Technologien

kann vor Ort ein Abruf der Daten direkt von der Maschine

erfolgen. Ebenso können die Maschinen untereinander vernetzt

werden. Mit einer Internetverbindung über Wi-Fi oder Mobilfunk

besteht zudem die Möglichkeit, Informationen an die „machines.

cloud“-Plattform oder andere Cloud-Dienste zu senden.

Als Spezialist für die Digitalisierung, Automatisierung und Elektrifizierung

mobiler Arbeitsmaschinen bietet STW mit „machines.

cloud“ lohnendes Nutzer- und Gerätemanagement über eine

Weboberfläche, die von PC, Tablet oder Smartphone bedient werden

kann. Die von den on-board-Plattformen TC3G oder TC1 gesendeten

Daten können visualisiert werden oder dienen als Grundlage für

Geo-Lokalisierung. Eine der wichtigsten Eigenschaften ist der

Live-View, bei dem Daten in Echtzeit in frei gestaltbaren SCADA-

Widgets dargestellt werden.

Während die meisten heutigen Telematiksysteme bei der Visualisierung

von Maschinendaten aufhören, geht STW einen Schritt weiter

und bietet auch die passende Infrastruktur für die Prozessintegration

und Automatisierung von Workflows. Über eine REST-Schnittstelle

wird die Anbindung von „machines.cloud“ an Drittsysteme ermög-

licht. So können ERP/CRM-Systeme oder auch bestehende Logistiksoftware

nahezu in Echtzeit mit wichtigen Daten versorgt werden.

Vielfältige Standardwerkzeuge und ein flexibles sowie offenes

Ecosystem von Drittanbietersystemen und -diensten bilden die

Grundlage, verschiedenste Projekte mit geringem Kosten aufwand

bei minimiertem Risiko umzusetzen, sozusagen mit „Rapid Prototyping“.

Der offene Ansatz des „no-Vendor-Lock-In“ bietet die

notwen dige Investitionssicherheit. STW berät und unterstützt zusammen

mit einem starken Partnernetzwerk Kunden bei der Umsetzung

ihrer Projekte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle.

DIGITALISIERUNG ALS CHANCE BEGREIFEN

Das Fazit von Dr. Michael Schmitt, Geschäftsführer der Sensor-

Technik Wiedemann GmbH, lautet: „Im Wesentlichen geht es

beim Thema der Digitalisierung allgemein um die dauerhafte Sicherung

der Zukunft des deutschen Mittelstandes. Die Konzepte,

die uns Mittelständler in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten

so erfolgreich gemacht haben, können durch die digitale

Transfor mation zwar gefördert werden, bei Nicht-Beachtung ist

meines Erachtens allerdings die Existenz gefährdet. Deshalb wünsche

ich mir, dass möglichst viele STW-Kunden die Digitalisierung

und ihre vielfältigen Möglichkeiten als Chance begreifen. Wer dies

nicht erkennt, gefährdet massiv einen Großteil seines Zukunftspotenzials.“

Digitalisierung ist also ein Muss für die Hersteller mobiler

Arbeitsmaschinen. Wer den Trend verschläft, verliert. STW ist für

die Zukunft gerüstet und kann bei der digitalen Transformation der

Prozesse mobiler Arbeitsmaschinen helfen. Das wurde in Kaufbeuren

deutlich, beim Summer of Engineering.

Bilder: Aufmacher, 05+06 STW Sensor-Technik Wiedemann GmbH;

sonstige Martina Heimerl, Redaktion DER KONSTRUKTEUR

www.sensor-technik.de

SENSORTECHNIK WIEDEMANN

STW KURZCHARAKTERISTIK

Die Sensor-Technik Wiedemann (STW) GmbH unterstützt

ihre Kunden, die weltweit führenden Hersteller

von mobilen Arbeits-, Nutz- und Sondermaschinen und

deren Anwender, bei der Nutzung der neuen technischen

Möglichkeiten durch Digitalisierung, Automatisierung

und Elektrifizierung. Als international führender

Hersteller von Steuerungen, Telemetrie-Plattformen

und Antriebselementen sowie als Anbieter von Cloud-

Lösungen für viele Anwendungen rund um mobile

Arbeits-, Nutz- und Sondermaschinen, tritt STW

bereits seit mehr als 30 Jahren auch als Hersteller

präziser und robuster Sensorik für automotive und

industrielle Märkte auf. Erfahrung, Fachwissen und

vielfältige Kompetenzen in der Entwicklung, Herstellung

und Konfektionierung generischer und spezifischer

Sensorik-Lösungen sind dabei die Stärken von STW.

38 SUMMER of ENGINEERING 2017


VIDEO

Digitale Transformation

– Industrie 4.0

in mobilen Arbeitsmaschinen

http://bit.ly/SOE17_STW

DREI ANTWORTEN

von Dr. Michael Schmitt, Geschäftsführer

der Sensor-Technik Wiedemann GmbH

Was hat Ihr Unternehmen

mit Industrie 4.0 zu tun?

Das Thema Digitalisierung der Arbeitsprozesse bei mobilen Maschinen hat für STW eine große

Bedeutung. Wir wollen unseren Kunden diese Technik verfügbar machen. Hierfür haben wir

nicht nur eigene Produkte entwickelt bzw. Bestandsprodukte entsprechend angepasst, sondern

bieten unseren Kunden auch Dienstleistungen an, wie zum Beispiel Beratung oder Rapid-

Prototyping bis hin zum Betrieb von Cloud-Plattformen, auf denen die jeweiligen Unternehmen

ihre Daten nutzen können.

Welche Rolle spielt für Sie

der Aspekt „Sicherheit“ bei

Industrie 4.0?

Digitalisierung bietet zahlreiche Chancen, allerdings ergeben sich auch Möglichkeiten zum

unerlaubten Eingriff oder zum Missbrauch von Daten. Dementsprechend wichtig ist die

Datensicherheit, ohne sie gibt es keine Marktakzeptanz – hier gilt das gleiche wie bei der

funktionalen Sicherheit. Weil das Thema Security in diesem Zusammenhang immens wichtig

ist, bauen wir ein eigenes Team auf, um alles Notwendige für die Sicherheit zu tun und um

die Kunden hier angemessen beraten zu können.

Wie sehen Sie Ihr Unter ­

nehmen in den kommenden

Jahren?

Wir bleiben unserem Motto treu und sehen STW als den zuverlässigen Innovations- und Lösungspartner

rund um die Digitalisierung, Automatisierung und Elektrifizierung mit Fokus auf mobile

Arbeitsmaschinen. Wir wollen unseren Kunden – OEMs und Systemintegratoren – zukunftsfähige

Lösungen bieten, die sie in die Lage versetzen, ihren Kunden entscheidende Mehrwerte zu bieten.

SUMMER of ENGINEERING 2017 39


THE MAKING OF…

SUMMER OF ENGINEERING

Unsere Roadshow SUMMER of ENGINEERING war ein hartes Stück Arbeit, hat aber auch viel

Spaß gemacht. Tausende Autobahnkilometer, viele Stunden Videomaterial, hunderte Fotos

und viel Schweiß sind dabei zusammen gekommen. Vieles, was hinter den Kulissen passierte,

ist im fertigen Artikel oder Video gar nicht zu sehen, etwa die amüsanten Outtakes vom

Videodreh. Damit Sie einen kleinen Einblick von der Produktion bekommen, zeigen die

Kollegen hier besondere Momente aus ihrem persönlichen SUMMER of ENGINEERING.

Vorbereitung ist alles: Welche Fragen stellen wir? Wer

führt das Interview, filmt, fotografiert? Wir freuen uns

auf interessante Gespräche bei Sensor Technik Wiedemann

THE MAKING OF ...

Und schon wieder versprochen – egal, weiter geht's!

Ton ab – Kamera läuft – …uuund Action!

Dr. Michael Schmitt, Geschäftsführer von STW,

steht Rede und Antwort


Voller Tatendrang wird das Equipment verstaut

Interessantes Gespräch in lockerer Atmosphäre:

Hans Wiedemann von Sensor-Technik Wiedemann

und stellv. Chefredakteur Peter Becker

Zu viel Sonne – da kann man nur

die Augen zumachen

Wir wollen es genau

wissen – und haken nach!

Verschränkte Arme –

das bedeutet: Pausenmodus


A bissel Spaß muss sein …!

Von der Sonne verwöhnt beim

SUMMER of ENGINEERING

Und so sah es in echt aus

THE MAKING OF ...

Nahaufnahme: Stellv. Chefredakteur Peter Becker

kümmert sich auch um wichtige Details

Kameramann und Redakteur Manfred Weber beim

Mikrofon-Check – ganz in schwarz in praller Sonne


DAS REDAKTIONSTEAM

Peter Becker

Stellv. Chefredakteur

Dr. Michael Döppert

Chefredakteur

Martina Heimerl

Stellv. Chefredakteurin

Marie Krueger

Redakteurin

Martina Laun

Redakteurin

Eva Linder

Chefredakteurin

Michael Pfister

Chefredakteur

SUMMERof 2017

ENGINEERING

Alexandra Pisek

Redakteurin

Dirk Schaar

Leitender Chefredakteur

Holger Seybold

Redakteur/Projektleiter

IMPRESSUM

Verlag

Vereinigte Fachverlage GmbH

Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz

Geschäftsführer: Dr. Olaf Theisen

Verlagsleiter: Dr. Michael Werner

Nicole Steinicke

Stellv. Chefredakteurin

www.engineering-news.net

Handelsregister-Nr.: HRB 2270, Amtsgericht Mainz

Umsatzsteuer-ID: DE149063659

Ein Unternehmen der Cahensly Medien

Svenja Stenner

Redakteurin

Redaktion

Leitender Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Dirk Schaar

(verantwortlich für den redaktionellen Inhalt)

Redakteure:

Peter Becker B.A., Dr. Michael Döppert,

Dipl.-Chem. Katja Friedl, Dipl.-Ing. (FH) Martina Heimerl,

Dipl.-Medienwirtin (FH) Marie Krueger,

Dipl.-Geogr. Martina Laun, Dipl.-Ing. (FH) Eva Linder,

Dipl.-Ing. (FH) Michael Pfister, Alexandra Pisek M.A.,

Manfred Weber

Redakteur

Holger Seybold, Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke,

Svenja Stenner, Dipl.-Ing. Manfred Weber

Redaktionsassistenz:

Ulla Winter

Chef vom Dienst

Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer

Gestaltung

Anette Fröder, Cornelia Grothe, Anna Schätzlein

REDAKTIONSTEAM / IMPRESSUM

SUMMER of ENGINEERING 2017 43


FÖRDERTECHNIK

MATERIALFLUSS

LOGISTIK 4.0

FLUIDTECHNIK

Vereinigte Fachverlage GmbH,

Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz

Postfach 100465, 55135 Mainz

Ein Unternehmen der Cahensly-Medien

www.cahensly-medien.de

www.summer-of-engineering.de

wlbUMWELTTECHNIK

CREATING 4.0

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