Gazette Schöneberg & Friedenau Nr. 7/2017

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Gazette für Schöneberg und Friedenau - Juli 2017

GAZETTE VERBRAUCHERMAGAZIN

Juli 2017

Schöneberg &

Friedenau

50 Jahre Fahrbibliothek –

25 Jahre Bücherbus

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2 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017

50 Jahre Fahrbibliothek –

25 Jahre Bücherbus

Festakt am 14. Juli am Rathaus Tempelhof

Die Fahrbibliothek Tempelhof-Schöneberg

feiert Jubiläum, bereits 1967 fuhr der erste

Bücherbus über die Tempelhofer und Schöneberger

Straßen. Doch die Feierlichkeiten

können nicht darüber hinweg täuschen, dass

der derzeit eingesetzte Bus in die Jahre gekommen

ist. Er ist bereits seit 25 Jahren im

Dienste des Lesens unterwegs. 2005 wurde er

dank der Hilfe des Sponsors Berlin Recycling

rundum erneuert und mit über 28 000 Medien

bestückt. Doch das ist auch schon zwölf Jahre

her und der Bus entspricht nicht mehr den

modernen Umweltstandards. Erschwerend

kommen Ausfälle des Fahrzeugs durch Reparaturen

hinzu. So ist steht ein neuer Bücherbus

auf dem Wunschzettel des Bezirks ganz oben.

Die Neuanschaffung ist bereits beschlossen

und soll mit Hilfe der Gelder, die für die Förderung

der Bezirksstandorte zur Verfügung

stehen, realisiert werden. Doch zwischen dem

Wunsch, einen modernen Elektrobus anzuschaffen

und den vorhandenen 300 000 Euro

klafft noch eine Lücke, denn das neue Gefährt

inklusive der erforderlichen Ladestation soll

schätzungsweise 700 000 Euro kosten.

Einen Vorteil hätte ein moderner Elektroantrieb

auf jeden Fall – im Vergleich zu heute

könnten mehr Haltestellen angefahren werden.

Denn der alte Bus darf die Umweltzone

– in der auch viele Schulen liegen – nicht

befahren.

Viele Ideen rund um die Gestaltung eines

neuen Busses kommen von Grundschulkindern

aus Tempelhof-Schöneberg.

Sie waren aufgerufen,

an der Malaktion „Meine neue

Fahrbibliothek – wie könnte

sie aussehen?“ teilzunehmen.

Die besten Entwürfe wurden

Jutta Kaddatz, der

Bezirksstadträtin für

Bildung, Kultur und Soziales

übergeben. Anlässlich

des 50-jährigen

Jubiläums der Fahrbibliothek

findet am 14. Juli um

10 Uhr ein Festakt vor dem

Rathaus Tempelhof statt.


WORT DER BEZIRKSBÜRGERMEISTERIN

Liebe Leser_innen,

Tempelhof-Schöneberg steht wieder ganz

im Zeichen der Regenbogenfahne und feiert

60 Jahre Partnerschaft mit der Stadt Amstelveen!

Hissen der Regenbogenfahne

Am Donnerstag, dem 13. Juli um 12.30 Uhr

werde ich gemeinsam mit Gerhard Hoffmann

vom Regenbogenfonds e. V., Mitgliedern des

Bezirksamtes und der BVV vor dem Rathaus

Schöneberg die Regenbogenflagge hissen.

Mit ihren sechs Farben steht sie als Symbol

für Akzeptanz und Respekt gegenüber Lesben,

Schwulen, Bisexuellen

und transgeschlechtlichen

Menschen und ist

das bekannte Zeichen der

homosexuellen Emanzipationsbewegung.

Gehisst

wird sie traditionell am

Angelika Schöttler Donnerstag vor dem Lesbisch-schwulen

Stadtfest

in Schöneberg, das dieses Mal zum 25. Mal

stattfindet! Hier kann ich nur sagen „Happy

Birthday“ buntes Stadtfest. Anlässlich dieses

Jubiläums werden wir uns das „Fahne hissen“

versüßen, wozu Sie alle herzlich eingeladen

sind.

Termin: 13. Juli 2017 um 12.30 Uhr

Kontakt: Büro der Beauftragten der Bezirksbürgermeisterin

für queere Lebensweisen

und gegen Rechtsextremismus, Frau Linberg,

☎ 90277-3642

25. Lesbisch-schwules Stadtfest

Foto: Joachim Gern

Schöneberg ist weltoffen und war schon in

der Weimarer Zeit der Ort mit bekannten

Herrentanzlokalen wie das Eldorado, das mit

seinen Travestie-Shows weit über die Grenzen

Berlins bekannt war. Auch heute noch ist der

Nollekiez, wie er liebevoll genannt wird, der

Kiez für queeres Leben in unserer Stadt.

Ein besonderer Höhepunkt ist das europaweit

bekannte Lesbisch-schwule Stadtfest.

Als es 1993 zum ersten Mal an den Start ging,

hat noch niemand geahnt, dass es sich zu einem

Mega-Event mit jährlich über 350.000 Besucher_innen

entwickeln würde. Dies ist aber

Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017 | 3

auch kein Wunder, bietet es doch auf 20.000

m² in der Motz-, Eisenacher-, Fugger- und Kalckreuthstraße

die sechs Stadtfest-Welten mit

hochkarätigem Bühnenprogramm. Zudem

präsentiert sich an den Informationsständen

das breite Spektrum lesbischer, schwuler,

bisexueller und transidentischer Projekte,

Vereine und Organisationen. Auch das bezirkliche

Standesamt ist mit vor Ort und berät mit

viel Enthusiasmus über die Begründung eingetragener

Lebenspartnerschaften, aber auch

über die Homosexuellen bisher verwehrten

traditionellen Eheschließungen. „Ehe für alle“

ist eine der zentralen Forderungen an die Politik,

die ich persönlich auch sehr unterstütze.

Ich freue mich auf dieses Fest, schließlich ist es

Ausdruck gelebter Akzeptanz. Seit 1993 wurde

viel im Kampf gegen Homo- und Transphobie

erreicht. Dennoch gibt es keinen Grund

sich zurückzulehnen, schließlich haben wir

in verschiedenen gesellschaftlichen Kreisen

immer noch mit Intoleranz und Ablehnung

zu kämpfen. Den Diskriminierungen im Alltag

muss jeden Tag aufs Neue entgegen gewirkt

werden. Wehrhaft sein, Gesicht zeigen und

für verschiede sexuelle Lebensformen einzutreten,

ist die Maxime des Lesbisch-schwulen

Stadtfestes.

Für all die schönen Stadtfeste in den letzten

25 Jahren sage ich danke – Dank an alle Aktiven,

die sich hier zum Teil schon seit Anbeginn

engagagiert haben – und wünsche eine

gigantische Jubiläumsfeier!

Termin: 15./16. Juli 2017 jeweils ab 11 Uhr

Weitere Infos: www.stadtfest.berlin/de/

Fotos und Eindrücke finden Sie auch auf

der bezirklichen Homepage: www.berlin.

de/ba-tempelhof-schoeneberg/ueberden-

bezirk/kultur-freizeit/veranstaltungen/

lesbisch-schwules-stadtfest/artikel.507129.

php

Städtepartnerschaften ganz aktiv

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg pflegt

schon seit mehreren Jahrzehnten Städtepartnerschaften.

Eine der ältesten Partnerschaften

ist die mit Amstelveen, in Nordholland.

Auf Einladung von Amstelveen habe

ich gemeinsam mit unserer bezirklichen Beauftragten

für Städtepartnerschaften, Mirka

Schuster, am 17. Juni 2017 an den offiziellen

Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Begründung

dieser Partnerschaft teilgenommen.

Es war ein spannendes Treffen und ich

freue mich, auch die Vertreter_innen aus der

peruanischen Partnerstadt El Salvador, mit

der Amstelveen seit 20 Jahren verbunden ist,

kennen gelernt zu haben. Ein Teil der Feierlichkeit

war die Kunst-Präsentation von Jugendlichen

aus drei Partnerstädten, die sich

des spannenden Themas „ Home-zuhause“

angenommen haben.

Freundschaften zu pflegen ist wichtig, das

kennen wir im privaten Bereich ebenso wie

über Landesgrenzen hinaus. Hier sind wir als

Bezirk aktiv, freuen uns aber ganz besonders,

wenn auch andere Institutionen das Wort

„Städtepartnerschaft“ leben.

So gibt es zum Beispiel schon seit Jahren

einen Bandaustausch zwischen der Tempelhofer

UfaFabrik und dem Amstelveener Club

p60, aber auch sportliche Begegnungen oder

Schüleraustausche. Alles tolle Initiativen, die

wir herzlich begrüßen.

Weitere Infos: Mirka Schuster, Tel.90277-2781.

Mit diesem Bild von Freundschaft und gelebter

Akzeptanz wünsche ich Ihnen einen

sonnigen Juli!

Herzlichst Ihre

Angelika Schöttler, Bezirksbürgermeisterin

Tempelhof-Schöneberg

30

Jahre

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Zögern Sie nicht, uns anzurufen

… in Geborgenheit leben

Wir wollen unseren Bewohnern die

Gewissheit geben: Jemand ist für mich da

– Menschen, die mich kennen. Meine

Persönlichkeit wird geachtet, geliebt und

gefördert. Ich finde eine Umgebung vor,

die Rücksicht nimmt auf mich und meine

Bedürfnisse. Dies entspricht unserem

christlichen Selbstverständnis.

Das persönliche Gespräch ist ein

unersetzliches Gut. Gerne vereinbaren

wir mit Ihnen einen Termin zur

Hausbesichtigung.


4 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017

Gustav-Langenscheidt-Schule ist Fairtrade School

Aktives Engagement für fairen Handel

Am 1. Juni 2017 war es endlich

soweit: Die Gustav-Langenscheidt-Schule

wurde offiziell als

Fairtrade School ausgezeichnet

und konnte ihre Urkunde entgegennehmen.

Zusammen mit

Lehrerinnen und Lehrern, Familie

und Freunden wurde der Titel

im Louise-Schroeder-Saal im Rathaus

Schöneberg gefeiert.

Bezirksbürgermeisterin Angelika

Schöttler begrüßte die Gäste und

zeigte sich begeistert von der tollen

Arbeit der Jugendlichen: „Mit

euren Aktionen, insbesondere

der Koch AG, tragt ihr dazu bei,

nachhaltig ein stärkeres Bewusstsein

für die Produkte, die wir täglich

konsumieren, zu wecken.“

Auch die Schulleiterin lobte die

jungen Leute für ihre Engagement,

dabei insbesondere auch

die beiden Betreuer vom Nachbarschaftsheim

Schöneberg e. V.,

Daniel Gollme und Felix Otily, die

maßgeblich am Erhalt des Titels

beteiligt waren.

Die Schülerinnen und Schüler der Gustav-Langenscheidt-Schule mit ihrer Rektorin Sandra Kozelnik, sowie

den Betreuern vom Nachbarschaftsheim Schöneberg e. V., Daniel Gollme und Felix Otily.


Foto: BA Tempelhof-Schöneberg

Aufgelockert wurde die Veranstaltung

von mehreren Tanzeinlagen

und einer Dia-Show, anhand

derer Daniel Gollme und die

Schüler_innen von den gemeinsamen

Aktivitäten erzählten.

Im Anschluss übergab Kurt

Damm von Fairtrade Deutschland

die Urkunde an die Schülerinnen

und Schüler. Ein Buffet,

das die Koch AG der Schule selber

zubereitet hatte, sorgte für

das leibliche Wohl der Gäste. Die

Koch AG ist ein wesentlicher Bestandteil

des Fairtrade Engagements

der Schule.

Die Kampagne Fairtrade-Schools

wird ebenso wie Fairtrade Towns

von TransFair e. V. getragen und

bietet Schulen die Möglichkeit,

sich aktiv für den fairen Handel zu

engagieren und Verantwortung

zu übernehmen. Die Schule ist

bereits im Zuge des vom Bezirk

im letzten Jahr erhaltenen Fairtrade

Town Titels aktiv und will

nun ihr Engagement mit einer

„Fairen Sommertournee“ in den

Partnerstädten des Bezirks fortsetzen.

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Die Turmuhr der Friedrich-Bergius-Schule

Exponat des Monats – vorgestellt vom Schul- und Stadtteilmuseum Friedenau

Die Turmuhr der Friedrich-Bergius-

Schule.

Bereits bei der Errichtung des

Schulhauses in den Jahren 1901

bis 1902 wurde im Schulturm ein

mechanisches Turmuhrwerk eingebaut.

Seither verrichtet es ohne nennenswerte

Störungen seinen

Dienst. Ein großes hölzernes Pendel

wird von schweren Gewichten

in Gang gehalten. Ursprünglich

mussten die Gewichte vom Pedell

(Hausmeister) der Schule täglich

mit einer großen Handkurbel

aufgezogen werden. Heute wird

diese Arbeit von einem automatisch

angesteuerten Elektromotor

übernommen.

Vom Uhrwerk wird die Anzeige

über Kardanwellen und Getriebe

auf zwei große Zifferblätter an

der Turmaußenseite übertragen.

Über Seilzüge und Umlenkhebel

steuert das Uhrwerk zusätzlich

vier Schlagglocken an, jeweils

zwei für die Viertelstunden und

zwei für die vollen Stunden. Die

vollen Stunden werden allerdings

nur bis zur 12 angeläutet.

1902 wurde bei der Zeitmessung

noch nach vormittags und nachmittags

unterschieden, so dass

auf 12 Uhr mittags 1 Uhr nachmittags

folgte.

Ein Schwachpunkt jeder mechanischen

Uhr ist ihre Temperaturabhängigkeit.

So dehnt sich das

Pendel bei Erwärmung aus und

die Uhr wird langsamer. Eine

Einhausung des Uhrwerks sowie

eine kleine Heizung für den

Winter helfen starke Temperaturschwankungen

abzumildern.

Das Uhrwerk der Friedrich-Bergius-Schule

ist keine Einzelanfertigung,

sondern wurde aus serienmäßig

gefertigten Einzelteilen

in Form eines frühen Baukastenprinzips

zusammengefügt. Die

Herstellerfirma konnte auf diese

Weise flexibel auf Kundenwünsche

eingehen.

Unsere Uhr wurde im Jahre 1902

von dem Uhrmachermeister

Friedrich Wilhelm Löbner hergestellt.

Löbner, der auch einer der

Mitbegründer des TSC Friedenau

war, wurde 1836 in Torgau geboren.

1874 eröffnete er in der Rheinstraße

58/59 seine Uhrmacherwerkstatt.

Heute befindet sich

dort die Firma Lorenz. Später

gründete er in der Potsdamer

Straße 23 nahe der Potsdamer

Brücke eine Uhren- und Präzisionsfabrik,

die das Königshaus

und viele Mechanische Betriebe

belieferte.

Löbner gilt als der Erfinder der

„Tausendstelsekunde“. Von ihm

stammt auch die Turmuhr an

der Friedenauer Kirche „Zum

guten Hirten“ am Friedrich-Wilhelm-Platz.

Seine Wohnung hatte

er in der Lauterstraße 7. Im gleichen

Haus hatte der Uhrmacher

Otto Fritz (1858 – 1925) sein

Uhrwerk der Turmuhr.

Uhrengeschäft. Löbner verstarb

1921 und wurde auf dem Friedenauer

Friedhof an der Stubenrauchstraße

beerdigt. Sein Grab

ist heute neu belegt.

Alexander Bauwe, Leiter des

Schul- und Stadtteilmuseums

Friedenau an der Friedrich-

Bergius-Schule / Lo

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Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017 | 5

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6 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017

Germaniagarten-Silbersteinkiez

Berlinweit erstes bezirksübergreifendes Pilotprojekt

Gemeinsames Engagement für den Germaniagarten-Kiez: Jörn

Oltmann Jutta Kaddatz und Jochen Biedermann.


Foto: BA Tempelhof-Schöneberg

Am 1. Juni standen die Tempelhof-Schöneberger

Bezirksstadträtin

Jutta Kaddatz (Bildung,

Kultur und Soziales) und Bezirksstadtrat

Jörn Oltmann (Stadtentwicklung

und Bauen) sowie

der Neuköllner Stadtrat Jochen

Biedermann (Stadtentwicklung,

Soziales und Bürgerdienste) der

Presse Rede und Antwort. Denn

seit diesem Jahr wurde die Förderkulisse

Germaniagarten über

die Bezirksgrenzen hinaus erweitert.

Im Germaniagarten-Kiez setzt

die zuständige Regionalkoordination

des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg

bereits seit 2014

Fördermittel der Senatsverwaltung

für Stadtentwicklung und

Wohnen ein. Hier wohnen ca.

3.800 Personen, die oftmals in

schwierigen Verhältnissen leben.

Zu den bisherigen Maßnahmen

gehörte die Umgestaltung der

Seniorenfreizeitstätte „Berliner

Bär“ zu einem Nachbarschaftstreff

mit Schwerpunkt Senioren,

die Umsetzung von Theaterprojekten

für Kindergartenkinder

aber auch der Kiezfonds, mit dem

Bewohner die Möglichkeit haben,

kleine Projekte bis 1000 Euro umzusetzen.

Die Angebote wurden

gut angenommen.

In der alltäglichen Arbeit vor Ort

wurde deutlich, dass die Situation

der Bewohner im Silbersteinstraßen-Kiez

ganz ähnlich ist. Daher

haben sich die Bezirksämter

aus Tempelhof-Schöneberg und

Neukölln zusammen getan, denn

sozialraumorientierte Arbeit soll

sich an die Bedürfnisse vor Ort

richten und darf nicht vor Bezirksgrenzen

Halt machen. Seit

diesem Jahr können auch die

knapp 5.000 Bewohner und Einrichtungen

aus dem Gebiet der

Silbersteinstraße Gelder aus dem

nunmehr gemeinsamen Kiezfonds

beantragen.

Für diesen Sommer ist am

19. September 2017 ein gemeinsames

Kiezfest geplant, das als

erste große Aktion allen Bewohnern

ermöglichen soll, interessante

Angebote zu entdecken

und dabei mit Nachbarn ins Gespräch

zu kommen.

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Buddy Award 2017

Der Umweltpreis geht zum siebten Mal an den Start

Der GREEN BUDDY AWARD ist

der bezirkliche Umweltpreis, der

dieses Jahr zum siebten Mal verliehen

wird. Bezirksbürgermeisterin

Angelika Schöttler würdigt

gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung

und den Kooperationspartnern

Unternehmen und

Projekte, die sich nachhaltig ökologisch

engagieren.

Der individuell gestaltete Bär, gesponsert

von der Buddy Bär Berlin

GmbH, ist sehr begehrt und wird

in drei Preiskategorien berlinweit

verliehen. Zwei der individuell gestalteten

„grünen Oskars“ bleiben

den Unternehmen und Projekten

im Bezirk vorbehalten.

Jede Kategorie wird mit einem

Buddy Bären, einem Preisgeld

von 2.000 Euro sowie einer Urkunde

ausgezeichnet. In diesem

Jahr gibt es:

Zum ersten Mal den Young

Green Buddy Award Tempelhof-Schöneberg:

Dieser Preis

richtet sich an Aktionen, Projekte,

Gruppen- oder Einzelinitiativen

von Kindern und Jugendlichen

bzw. jungen Erwachsenen

(nicht älter als 27 Jahre), die sich

in hohem Maße für den Naturund

Umweltschutz engagieren.

Der Preis wird gesponsert von

der BMDF Gewerbepark Berlin-Mariendorf

GmbH & Co. KG.

Den Preis für Umweltschonende

Produktion / Produktionsnahe

Dienstleistungen,

unterstützt vom Umwelt- und

Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017 | 7

Naturschutzamt des Bezirks

Tempelhof-Schöneberg. Der

Preis richtet sich an Unternehmen

mit Sitz in unserem Bezirk

oder an Unternehmen, die mit

dem eingereichten Vorhaben im

Bezirk Tempelhof-Schöneberg

tätig geworden sind. Prämiert

werden Anwendungen in der

laufenden Produktion/Produktionsnahen

Dienstleistung, die zur

Einsparung von Energie, Wasser

sowie zum ressourcenschonenden

Umgang mit Rohstoffen

führen.

Den Denkmalschutzpreis: Der

Preis wird gestiftet von der Stiftung

Denkmalschutz Berlin. Er

richtet sich an Eigentümer_innen

oder langfristig Allein-Nutzungsberechtigte

(mindestens

10 Jahre) von denkmalgeschützten

Bauwerken – Gewerbe- und

Wohnraum – in Berlin.

Den Preis für Abfallvermeidung

/ Reduce, Reuse und Recycle: In

dieser Kategorie werden innovative

Lösungen (Produkt oder

Dienstleistung) zur Vermeidung

von Abfällen gesucht, die sich

auf dem Markt etabliert haben

und von den Bürgerinnen und

Bürgern angenommen werden.

Der Preis wird gesponsert von

der Berliner Stadtreinigung und

richtet sich an Unternehmen mit

Sitz oder Betriebsstätte im Land

Berlin.

Den Preis für Smart Cities Lösungen:

Der von Berlin Partner

für Wirtschaft und Technologie

und der Investitionsbank Berlin

initiierte und gestiftete Preis

richtet sich an etablierte sowie

junge Berliner Unternehmen,

die im Bereich Smart Cities eine

innovative und häufig spartenübergreifende

Lösung oder ein

Projekt umgesetzt oder entwickelt

haben.

Bewerbungsschluss ist am 11. August

2017. Alle Informationen für

die Bewerbung finden Sie unter

www.berlin.de/greenbuddy

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unsere Leidenschaft!

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8 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017

Spielfest und Rocktreff

Der „Rocktreff“ und „Das Spielfest“

sind zwei große Veranstaltungen

des Jugendamtes Tempelhof-Schöneberg

mit vielen

Partnern, Sponsoren und ehrenamtlichen

Helferinnen und

Helfern. Beide Veranstaltungen

finden an einem Wochenende

zusammen an einem Ort statt.

Der Rocktreff ist in diesem Jahr

zum 34. Mal am Start und findet

vom 7. bis 9. Juli 2017 zentral

Ihr Partner in

Schöneberg

„rund ums

Reisen“

gelegen im Fußballstadion vom

Volkspark Mariendorf statt. Am

Freitag geht es um 18 Uhr los und

am Samstag und Sonntag ist der

Start um 16 Uhr.

Auch das Spielfest ist seit Jahrzehnten

eine feste Größe im bezirklichen

Veranstaltungskalender.

Das Spielfest findet am 8. und

9. Juli 2017 ebenfalls im Stadion

vom Volkspark Mariendorf jeweils

von 12 bis 18 Uhr statt.

Grünanlage

„Am Bülowbogen“ benannt

Die Bezirksverordnetenversammlung

Tempelhof-Schöneberg

hat am 15. März 2017

beschlossen, den Weg und den

neu entstandenen kleinen Platz

zwischen Dennewitzstraße und

Gleisdreieckpark zu benennen.

Er heißt nun „Am Bülowbogen“.

Am 5. Juli enthüllte Bezirksstadträtin

Christiane Heiß die

Benennungsschilder. Deutschlandweit

bekannt wurde der

„Bülowbogen“, der Knick in der

Bülowstraße, durch die beliebte

ARD-Vorabendserie „Praxis Bülowbogen“.

Sie spielte zwischen

1987 und 1996 im Kiez rund um

die Bülowstraße und die Hochbahn

mit dem Berliner Schauspieler

Günter Pfitzmann in der

Hauptrolle.

Tempelhof-Schöneberg erinnert

an dieses durchaus zeithistorische

Dokument und verankert

mit der Benennung der Grünanlage

den durch die Serie geprägten

Begriff des Bülowbogens im

Stadtbild.

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Schnelle Hilfe im Pflegefall

Wenn der Alltag auf einmal nicht

mehr selbstständig zu bewältigen

ist, sei es durch Unfall, Krankheit

oder zunehmende Altersgebrechlichkeit,

muss meistens

schnell gehandelt werden und

es gibt viele Fragen. Der Ratgeber

der Stiftung Warentest „Schnelle

Hilfe im Pflegefall“ zeigt präzise

und praxisnah, welche Schritte

nötig sind und wer jeweils dabei

helfen kann.

Wer übernimmt die Pflege? Wo

kann der Pflegebedürftige wohnen?

Woher gibt es Geld? Und

welche Unterstützungsangebote

gibt es für den Alltag? Vier

wichtige Fragen, die auf jeden Fall

als erstes geklärt werden sollten.

Zudem hat jeder einen gesetzlichen

Anspruch auf kostenlose

und individuelle Pflegeberatung,

die beispielsweise bei den Pflegekassen

der Krankenkassen, bei

Pflegestützpunkten, Wohlfahrtsverbänden

oder freien Pflegeberatern

angeboten wird.

Es ist auch gut zu wissen, dass die

meisten Angestellten das Anrecht

auf eine Auszeit im Job haben,

sollte ein Pflegefall in der Familie

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danach bis zu zwei Jahre lang in

Teilzeit – mit Rückkehrrecht und

Ausgleichszahlungen.

Hat man einen offiziellen Pflegegrad

beantragt, gibt es finanzielle

Unterstützung von der sozialen

Pflegeversicherung. Je nach Situation

gibt es Gelder von der

Krankenkasse, von Privatversicherungen

und vom Staat. Wie das

alles kombiniert werden kann,

ist nachzulesen im Ratgeber der

Stiftung Warentest.

Das Buch „Schnelle Hilfe im Pflegefall“

hat 159 Seiten und ist im

Handel erhältlich oder kann online

bestellt werden unter www.

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Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017 | 9

Senioren-Assistenz

Hilfreiche Alternative gegen die Einsamkeit

Viele Seniorinnen und Senioren

leben alleine – im eigenen Zuhause

oder in einem Pflegeheim.

Einigen fehlt die Energie, anderen

der langjährige Partner oder der

frühere Freundeskreis, um außerhalb

der eigenen vier Wände aktiv

zu sein.

Alt zu werden, ist schön. Alt zu

sein, ist es nur selten. Oder? Häufig

begründet nicht das pure Verstreichen,

sondern das Auskosten

von Zeit für uns das Glück. Doch

wie nutzen wir unsere Zeit so

aktiv und sinnvoll wie möglich?

Schließlich muss es nicht immer

mehr Zeit sein, die wir haben.

Die Zeit mit schönen Momenten

zu füllen – darum geht es!

Und oftmals muss man sich die

Zeit bewusst nehmen, um diese

schönen Momente auszukosten.

Für Seniorinnen und Senioren,

die schöne Momente auskosten,

die weiter, mehr und hinaus wollen,

ist die Senioren-Assistenz

eine hilfreiche Alternative voller


Foto: Kzenon / Fotolia

Perspektiven. Senioren-Assistenz

ist wirksame Präventionsarbeit

gegen Krankenhaus- und Pflegeheimaufenthalte.

Zwischen Pflege und Hauswirtschaftshilfe

gibt Senioren-Assistenz

Impulse im Alltag – als aktive

und aktivierende Stütze. Ganz

gleich, ob der Lieblingskuchen

gebacken, ein Konzert besucht

oder zur Patientenverfügung beraten

werden soll: immer mehr

Seniorinnen und Senioren vertrauen

der Arbeit von professionellen

Senioren-Assistentinnen

und -Assistenten, die eine hohe

Qualität gewährleisten. Insbesondere

kleinere Anbieter haben sich

durch entsprechende Fortbildungen

spezialisiert – beispielsweise

auf Demenzbegleitung, Trauerbegleitung

oder den Einsatz von

Therapiepuppen.

Interessant ist dabei die Finanzierung

für alle diejenigen, die im

eigenen Zuhause leben. Denn:

Liegt eine Pflegebedürftigkeit

im Sinne eines Pflegegrades

vor, kann die Senioren-Assistenz

sogar als Verhinderungspflege

abgerechnet werden. Das kann

im besten Fall bedeuten: Senioren-Assistenz

kostet weder den

pflegebedürftigen Menschen

noch seine Angehörigen einen

Cent. Alt sein kann so schön sein.

Senioren-Assistenz hilft, die Zeit

aktiv und sinnvoll zu nutzen.

Über den Autor: Markus Lauter

ist Pflegejournalist, Live-Blogger,

Ghostwriter und Kolumnist.

◾ Ambulante Krankenpflege

◾ Dienstleistungen und Hilfe

im Haushalt

◾ Wohngemeinschaften für

Menschen mit Demenz

◾ Zusätzliche Betreuungsleistungen

für Menschen mit Demenz

◾ Soziale Beratung und

Kostenklärung zusätzlich

Tagespflege in Friedenau in der Stierstraße

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10 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017

130 Jahre Reformhaus

Vorreiter für eine bewusste und gesunde Lebensweise

Es begann in Berlin: Schon 1887 eröffnete

Carl Braun seine „Gesundheitszentrale“.

Der kleine Laden

war Vorbild für eine populäre Bewegung,

denn schon damals legten

immer mehr Menschen Wert

auf ökologisch erzeugte Produkte

und eine gesunde, abwechslungsreiche

vegane oder vegetarische

Ernährung

Bewegung Lebensreform

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts

entstand die Bewegung der sogenannten

Lebensreform. Zu den

Auslösern gehörte die wachsende

Industrialisierung mit ihren Folgen

für Umwelt und Gesundheit. Die

Reformer wandten sich zurück zur

Natur. Dazu zählte bereits damals

ökologische Landwirtschaft, vegetarische

Ernährung und viel Bewegung

im Freien. Das Angebot der

zu jener Zeit üblichen Geschäfte

konnte diesen Bedarf nicht decken

und so stieß die Gesundheitszentrale

von Carl Braun in eine Lücke.

Im Jahr 1900 eröffnete August

Heynen in Wuppertal das erste

Geschäft mit dem Wort „Reformhaus“

im Namen. Der Name wurde

schließlich zur Marke – 1927 gründeten

Geschäftsleute in Berlin die

„neuform Vereinigung Deutscher

Reformhäuser e. G.“

Das heutige moderne Reformhaus

bietet nach wie vor eine Alternative

für Ernährungs- und Gesundheitsbewusste,

wobei es oft

Vorreiter für die Einführung neuer

Produkte ist. Der Schwerpunkt im

Nahrungsbereich liegt auch heute

noch auf einem vegetarischen

und veganen Angebot aus ökologischem

Anbau, zusätzlich gibt

es ein großes Kosmetikangebot

aus rein pflanzlichen Produkten,

die natürlich auch nach strengen

Richtlinien angebaut werden.

Feel-Well-Festival am

22. und 23. Juli

Natürlich wird der runde Geburtstag

auch gefeiert: Reformhaus

lädt am 22. und 23. Juli in Berlin

zum ersten feelWell-Festival ein.

Erwartet werden prominente

Gäste wie Vegan-Star Attila Hildmann,

Life-Coach Veit Lindau,

die Schauspielerin Ursula Karven

und Dr. med. Anne Fleck, bekannt

aus der NDR-TV-Sendung „Die

Ernährungs-Docs“. An beiden

Veranstaltungstagen kann man

an einem Veggie-Show-Cooking

teilnehmen und viele gesunde

Leckereien kosten. Dazu gibt es

Yoga-Sessions und eine Beauty-Wellness-Lounge.

Zum Tanzen

und Feiern werden Bands

animieren. Mehr als 50 Aussteller

präsentieren Produkte rund um

einen gesunden und nachhaltigen

Lebensstil. Und auch für die

Kleinen haben die Veranstalter

ein eigenes Programm vorbereitet.

Karten sind unter feel-wellfestival.de

erhältlich.

Foto: Bundesarchiv


Wald und Klimawandel

Ausstellungspfad im Grunewald informiert über Anpassung der Wälder

Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017 | 11

Viel Interessantes rund um Wald

und Klima können Spaziergänger

in freier Natur im Grunewald

erfahren. Am 13. April wurde ein

Rundweg eröffnet, der über das

vielfältige Spektrum des Klimawandels

informiert. Die Ausstellung

gehört zu einer von dreizehn

dezentralen Außenstellen

der Internationalen Gartenausstellung

2017 (IGA).

An elf Stationen wird die Anpassung

der Berliner Wälder an den

Klimawandel erläutert. Hierzu

gehört die Umgestaltung reiner

Kiefernwälder zu Mischwäldern

sowie naturnahe Waldbewirtschaftung,

die unter anderem

auf Selbstaussaat der Laubbäume

mit unterstützender Pflege

setzt. Die Entstehung und Bedeutung

der Moore am Barssee

und Pechsee werden genauso

erklärt, wie die Bedeutung des

Waldes für das Stadtklima. Blaugrüne

Hinweistafeln informieren

die Besucher und mit Hilfe aufgedruckter

QR-Codes kann das

Wissen über die waldklima-app

vertieft werden.

Neben den Auswirkungen des

Klimawandels gibt es interessantes

weiteres Wissen rund um

den Wald. Die Frage, ob das kleine,

zierliche Reh und der beeindruckende

Elch verwandt sind,

wird geklärt und die Besucher

erfahren, warum Förster sich

nicht für die Spätblühende Traubenkirsche

begeistern können,

die bereits aus dem 17. Jahrhundert

ihren Weg aus Amerika nach

Europa nahm. Anregungen, wie

jede/r Einzelne seinen CO2-Ausstoß

verringern kann, sind ebenfalls

Teil der Ausstellung.

Von einer Aussichtsplattform aus

können verschiedene Altersstadien

des Waldes angesehen werden.

Auch, warum der Pechsee

ein Glück für das Klima der Stadt

ist und der hohe Stellenwert des

Rohstoffes Holz für unser Leben

wird erklärt. Aktuelle Veranstaltungshinweise

sind unter Wald

Berlin Klima auf facebook zu

finden.

Die Ausstellung beginnt am

Grunewaldturm und führt über

einen Rundweg dorthin zurück.

Die Anfahrt ist entweder mit

dem eigenen Fahrzeug möglich

oder mit dem Traditionsbus 218,

der am Wochenende im 30-Minuten-Abstand

entweder vom

Bahnhof Wannsee oder vom ZOB

aus fährt. In der Woche erfolgt die

Abfahrt stündlich. Alle Haltestellen

und die genauen Abfahrtzeiten

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12 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017

Ida, Heidi, Schnute & Co

Die vierbeinigen Landschaftspfleger von der Lanke-Aue

Heidi ist zurückhaltend und ein

wenig vornehm, Ida hat die Hosen

an und Schnute als Einziger

eine schwarze Unterlippe. Der

leichte Nieselregen an diesem

Morgen macht ihnen nichts

aus, schließlich sind sie Schafe,

genau genommen „Skudden“,

und für ihre Robustheit und ihre

dichte schützende Mischwolle

bekannt. Gemeinsam sorgen die

27 Tiere auch an diesem wenig

sommerlichen Tag für eine geregelte

Landschaftspflege rund

um die Lanke-Aue. Sechs junge

Böckchen warten geduldig unter

Obstbäumen auf ihr zweibeiniges

„Leittier“ Martin Haesner.

Zwischen Obstwiese

und Großstadt

Sehnsüchtige Blicke sind auf die

hinterm Zaun von umsichtigen

Nachbarn platzierte Tüte mit Kartoffelschalen,

Kohlrabigrün und

Blumenkohlstrünken gerichtet.

Deutschlands kleinste Schafrasse

galt bis Anfang des 20. Jahrhunderts

als bodenständiges Schaf

Besucher sind willkommen.

Ostpreußens und des Baltikums.

Skudden sind genügsam, da sie

sich auch mit mageren Weiden

zufrieden geben, Brennnesseln

und Disteln dabei nicht verschmähen.

Dennoch stehen sie

auf der Roten Liste der bedrohten

Nutztierrassen. Dem entgegen

wirkt Schaffreund Haesner

mit seiner Herde. Die „Rasenmäher“

blöken ihm freundlich entgegen,

umringen ihn bettelnd,

als er das akkurat umzäunte

Gelände betritt. Ihr imposantes

schneckenförmiges Gehörn lässt

sie größer scheinen als sie sind.

Spielerisches Kopfstoßen ist bei

den Halbstarken an der Tagesordnung.

Doch uns Zweibeinern

begegnen sie an diesem Morgen

eher respektvoll und nehmen

vorsichtig das als Fotobestechung

mitgebrachte Knäckebrot.

Das Böckchen mit der schwarzen

Schnute, Liebling aller Kinder, ist

besonders angetan davon. Martin

Haesner erinnert sich lachend an

dessen Geburt: „Ich wollte ihm

das Mäulchen abputzen, weil ich

dachte, es sei bei der Geburt in

den Dreck geplumpst. Aber die

Farbe war echt…“

Haesners Mutterschafe mit Lämmern

und ihrem Kumpel, dem

kastrierten Bock Peter, sind von

dem Heimatareal zum „Mäheinsatz“

eine kurze Strecke entfernt

auf das Gebiet des Lankwitzer

Öltanklagers ausgerückt.

Auf Peter kann der Schäfer sich

verlassen: „Den kann man auch

mal mit Jungtieren in den Wald

lassen, er bleibt cool.“ Das Blöken

bei den Zippen hat jedoch Ida –

die mit dem schiefgewachsenen

Hornstummel – denn auch weibliche

Skudden können Hornansätze

tragen. Heidi mit der schmalen

Nase hält sich vorsichtig im

Hintergrund: „Fräulein Heidi von

der Lanke ist immer vornehm

zurückhaltend“, beschreibt der

Schafhüter sie.

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Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017 | 13

Schnute, Liebling der Kinder.

Die hügelige Fläche zwischen

den Tanks erinnert an eine

Deichlandschaft, Trittsicherheit

ist da gefragt. Martin Haesner

erklärt: „Erstaunlich, mit welcher

Vorsicht und Geschicklichkeit

die Tiere die Unebenheiten hier

meistern.“ Feingliedrig starke Beine

mit kleinen festen Klauen finden

auch auf feuchtem Gras und

tiefem Boden sicheren Halt. Ein

mobiler, aber stabiler Zaun weist

ihnen ihre Futtergrenzen und bewahrt

sie und die Umgebung vor

dem Ausbüxen. Manchmal bringt

Haesner die Tiere zum Grasen

auch zu Interessenten, die diese

natürliche Art der Landschaftspflege

noch zu schätzen wissen.

Viel Arbeit und noch

mehr Berufung

Als das Bezirksamt im Jahr 2012

die wiederbelebte Grünanlage

„Lanke-Aue“ im Bereich des historischen

Alt-Lankwitzer Dorfkerns

vorstellte, suchte sie Landschaftspfleger,

die sich um den

hinteren, für die Öffentlichkeit

nicht zugänglichen Bereich kümmern

sollten. In dem ehemals

landwirtschaftlich geprägten

Martin Haesner und seine Skudden.

Ida und Heidi – auch Skudden sind verschieden.

Landschaftsraum mit sumpfigen

Wiesen gilt es, das bäuerliche Relikt

einer bäuerlichen Kulturlandschaft

zu erhalten.

Dem Lankwitzer Musiklehrer und

Musiker Martin Haesner, dessen

Großvater im Jahr 1933 unweit

der Dorfaue ein Grundstück gekauft

hatte, lag nicht nur die Erhaltung

des Lankegrabens am

Herzen. Der hatte ihn schon als

Kind tief beeindruckt. Auch die

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14 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017

Böcke unter sich. Heidi mit Lamm. Foto: Haesner

Schafhaltung lockte ihn, seit er

den Fernsehbericht über eine

Kirchenmusikerin gesehen hatte,

deren Grundstück Schafe beweideten.

So meldete er sich beim Naturund

Grünflächenamt des Bezirks

und bot die Pflege des Geländes

an. Er rodete das völlig überwucherte

urwaldähnliche Gebiet,

auf dem eine uralte zugewachsene

Laube gestanden hatte,

baute Unterstand und Häuschen

mit tatkräftiger Unterstützung

langjähriger Pfadfinder-Freunde,

pflanzte Obstbäume.

„Von einem Freund, der Skudden

in Stahnsdorf hält, bekam ich das

erste Muttertier“, erinnert sich der

Hobbyschäfer, der inzwischen

Mitglied im Verband der Schafzucht

ist und damit auch züchten

darf. „Wenn die Zippen im

Herbst zum Bock gehen, kann

man fast die Uhr danach stellen,

dass fünf Monate später die Lämmer

kommen“, weiß Haesner, der

inzwischen eine stattliche Herde

aufgebaut hat. Da Skudden a-saisonal

brünstig werden können,

müssen junge Böcke und Mutterschafe

getrennt gehalten werden.

In diesem Jahr gab es keine neuen

Lämmer, da die Herde zu groß

geworden wäre. Um die Herde

im gesunden Gleichgewicht zu

halten, müssen von Zeit zu Zeit

Tiere abgegeben werden. Doch

für das nächste Jahr ist wieder

Nachwuchs geplant.

Nachhaltige Landschaftspflege

zum Anfassen

Viel Erfahrung hat Martin Haesner

als Hobbyschäfer inzwischen

sammeln können. Da war das

Lamm, das nicht trinken wollte,

und erst nachdem es vorsichtig

mit dem Köpfchen rhythmisch

gegen das mütterliche Euter

gestupst wurde, begriff und den

ersten tiefen Zug nahm. Oder

das am Hinterteil total verklebte

Lamm, das Haesner badete. Das

Muttertier ließ ihr Lamm daraufhin

stundenlang nicht ans Euter,

da die Zippe es nicht mehr am

Geruch erkannte. Gerade noch

rechtzeitig gelang es dem Hobbyzüchter

und seinen Helfern

schließlich, ihr das Lamm dann

doch wieder näher und zum Trinken

zu bringen. Einen wichtigen

tiermedizinischen Versorger, auf

den er sich verlassen kann, hat

Haesner mit der Klinik für Klauentiere

in Düppel an seiner Seite.

Unkompliziert nimmt sie sich

im Notfall seiner vierbeinigen

Schützlinge an.

Besonders wichtig neben seinen

Tieren ist es Haesner jedoch, dadurch

Kindern und Jugendlichen

das Landleben und die schützenswerte

Natur näherzubringen.

Die helfen inzwischen gerne

bei den Schafen, beim jährlichen

Scheren und beim Klauenschneiden.

Sowohl aus der Nachbarschaft

und der Kirchengemeinde

als auch aus der Friedenauer

Stechlinsee-Grundschule, wo

Haesner Musiklehrer ist, kommen

sie. Kooperation besteht mit der

Alt-Lankwitzer Grundschule, in

deren Umwelt-AG der Stall entstand,

und die selbst Erfahrung in

Hühner-, Gänse- und Entenzucht

besitzt.

Inzwischen ist es aus Martin Haesners

Alltag nicht mehr wegzudenken,

täglich nach seiner

Herde zu sehen, im Winter Heu

zuzufüttern, Schafe zu scheren,

Zäune zu versetzen, Kleinholz

aufzusammeln und interessierten

Menschen Landschaftspflege

zum Anfassen zu vermitteln:

Dazu begleitete Martin Haesner

auch in diesem Jahr an Christi

Himmelfahrt im Rahmen des Pilgergottesdienstes

der Lankwitzer

Gemeinden die Gottesdienstbesucher

zum Kleinod Lanke-Aue

und zu seinen Schafen, für die er

einen Wunsch hat: einen Brunnen

als Wasserlieferant, der gerade in

heißen Sommern eine große Hilfe

für Tier, Pflanze und Mensch

in dem Lankwitzer Biotop wäre.

Dann bliebe Martin Haesner vielleicht

auch etwas mehr Zeit, um

endlich sein Fotobuch über die

Entwicklung „seiner“ Lanke-Aue

fertigzustellen.


Jacqueline Lorenz

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Götz George, Kantstraße, 1988.

„Berliner Tage.

Die 70er- und 80er-Jahre“

Fotografien von Dietmar Bührer

Als „fotografischer Flaneur“ hat

Dietmar Bührer über Jahrzehnte

mit seiner Leica Berliner Alltagsszenen

festgehalten – packende

kleine Geschichten aus der großen

Stadt. Die neue Ausstellung wird

Interessierte an Fotografie und

Berlingeschichte gleichermaßen

erfreuen.

Am 20. Juli eröffnet Dilek Kolat,

MdA, in ihrem Wahlkreisbüro in

der Schmiljanstraße 17 in Friedenau

von 19 bis 21 Uhr die Ausstellung

„Berliner Tage. Die 70er- und

80er-Jahre“ mit Fotografien von

Dietmar Bührer.

Aus dem Brennpunkt 03/2017:

„Dietmar Bührers Fotos sind weit

weg von jenen subjektiven Dunkelkammer-Experimenten,

von Fotogrammen

oder Fotomontagen.

Er ist ein konventioneller, ein Barfuß-Fotograf

mit der Leica in der

Hand. Bührers »Berliner Tage«-Fotos

haben journalistisches Blut. Sie

dokumentieren Realität live und

pur, allerdings nicht neusachlich,

sondern eher spektakulär im Sinne

von skurril-Schnappschüssen von

Menschen und Situationen, die in

den Nachrichtenagenturen im Papierkorb

landen.“

Sommerfest am Rüdesheimer Platz

Der Rüdi-Net e. V. und die Kiezinitiave

am Rüdesheimer Platz,

veranstalten am Sonnabend,

8. Juli von 12 bis 22 Uhr und am

Sonntag, 9. Juli von 10.30 (Gottesdienst)

bis 20.00 Uhr das traditionelle

Sommerfest am Rüdesheimer

PlatzVeranstalter

Unter dem Motto „ Froh zu sein

Foto: Dietmar Bührer

bedarf es wenig“ erwartet die Besucher

ein vielfältiges Programm:

Marktmeile, offene Läden, Kulinarisches,

Bühnenprogramm, Kinderspielstraße,

Ausstellungen zur

Geschichte des Rheingau-Viertels

und vieles mehr.

Alle Infos unter www.ruedi-net.

net

Wilhelm Sommerhäuser erhält

Ehrenamtspreis der Berliner SPD

Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017 | 15

Auf Vorschlag der SPD-Fraktion

Tempelhof-Schöneberg hat

Wilhelm Sommerhäuser vom

Tanzsportverein Blau-Silber den

Ehrenamtspreis der Berliner SPD

erhalten. Wilhelm Sommerhäuser

engagiert sich seit vielen Jahren

ehrenamtlich für seinen Verein

Blau-Silber und seinen Sport,

sei es als aktiver Tänzer oder als

Mitglied im Vorstand des auch

international erfolgreichen Tanzvereins.

1980 wurde er als Aktiver

Deutscher Meister der Senioren,

danach arbeitete er ehrenamtlich

als Wertungsrichter und engagierte

sich im Vorstand des

Vereins.

Oliver Fey, stellvertretender

Fraktionsvorsitzender und sportpolitischer

Sprecher: „Wilhelm

Sommerhäuser gehört nicht zu

jenen Vereinsvertretern, die laut

und kompromisslos Forderungen

aufstellen, sondern die eher leise

im Hintergrund arbeiten. Die

Zusammenarbeit mit ihm ist geprägt

durch hundertprozentige

Verlässlichkeit, Sachlichkeit und

Fairness. Wilhelm Sommerhäuser

setzt sich auch im Alter von

83 Jahren unermüdlich für die

Interessen des Sports ein. Er ist

ein Vorbild für ehrenamtliches Engagement,

ohne das kein Verein

heutzutage überleben könnte.

Der Verein Blau-Silber, aber auch

der gesamte ehrenamtliche Sport

ist Wilhelm Sommerhäuser zu

großem Dank verpflichtet!“

Impressum Gazette Schöneberg & Friedenau ∙ Juli Nr. 7/2017 · 22. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in Schöneberg & Friedenau

sowie Steglitz, Zehlendorf, Charlottenburg und Wilmersdorf.

Verlag

Gazette Verbrauchermagazin GmbH · Badensche Str. 44 · 10715 Berlin

☎ (030) 844 933-0 · www.gazette-berlin.de

Redaktion

Karl-Heinz Christ · redaktion@gazette-berlin.de

Anzeigen

Daniel Gottschalk · ☎ (030) 323 38 54 · anzeigen@gazette-berlin.de

Druck

Druckhaus Humburg · 28325 Bremen

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16 | Gazette Schöneberg & Friedenau | Juli 2017

IGA 2017? Unbedingt!

Das größte Gartenfestival Deutschlands ist eine Schau für die ganze Familie

Die Seilbahn ist die geniale

Idee dieser Gartenschau – samt

Kinderwagen werden wir vom

freundlichen Personal in eine

Gondel geschoben und schweben

einmal über das Gelände.

Es eröffnet sich ein grandioser

Rundblick: über die Modellgärten,

die Kienbergterrassen, die

Spielplätze. Im Wuhletal unter

uns grasen Pferde, Rinder und

Schafe. Es sind bedrohte Haustierrassen,

die über die IGA-Zeit

hinaus hier bleiben. Aussteigen

kann man am Wolkenhain, einer

Aussichtsplattform hoch oben

auf dem Kienberg, wo das Panorama

noch ein Stück weiter über

Marzahn-Hellersdorf bis zum Berliner

Fernsehturm und hinein ins

Brandenburger Land reicht. Und

von wo man mit der Natur-Bobbahn

zu Tal sausen kann.

Wir gondeln zur Endstation, genehmigen

uns einen Kaffee und

werfen als erstes einen Blick in

die Blumenhalle. Gärtner sind

Ein „Mehr an Farben“ – wie es das IGA-Motto verspricht.

dabei, die wöchentlich wechselnde

Schau neu zu gestalten. Man

kann zuschauen und Fragen stellen.

Auf manche Besucher wird

dies vielleicht unfertig wirken,

andere werden sich einlassen

auf das „bewegliche“ Konzept:

als Passagier auf einem Dampfer

inmitten eines wogenden Blütenmeeres.

Unser zufälliger Weg führt uns in

die neuen Gartenkabinette. Sie

erweitern die bereits bestehenden

und international bekannten

„Gärten der Welt“, die ebenfalls

Foto: be.p

Bestandteil der IGA 2017 sind.

Ein Stück weiter tauchen wir ein

in den „Garten des abgeschiedenen

Vergnügens“. Bambuspfad,

Blumenrabatte, Spiegelwand und

Wasserkanal interpretieren ein

uraltes Thema der chinesischen

Malerei. Auch die südafrikanische

oder chilenische Gartenkunst

würde uns interessieren – doch

das Kind wird unruhig und wir

steuern den Wasserspielplatz an.

Ein riesengroßer Wal ist Klettergerüst

und Rutsche, außerdem kann

er Wasser speien. Schnell finden

alle Kinder heraus, auf welchen

Knopf sie drücken und welchen

Hebel sie bewegen müssen,

um die Erwachsenen im Regen

stehen zu lassen. Es gibt noch

weitere Spielplätze, die alle von

Erich Kästners Buch „Der 35. Mai“

inspiriert wurden. Auf dem Weg

dorthin kann man diverse Fitnessgeräte

ausprobieren, sich

an Klanginstallationen erfreuen

oder einfach die Weitläufigkeit

des 100 Hektar großen Geländes

genießen, dessen Ursprünglichkeit

geschickt mit künstlichen

Elementen gespickt wurde.

Den „Five-O-Clock-Tea“ im Englischen

Cottage Garten schaffen

wir nicht mehr, aber ein

Kurz-Shopping im Gärtner- und

Kreativmarkt ist noch drin. Unser

Fazit: Wer nur einen Tag hier

verbringt, sollte vielleicht vorher

im Internet unter www.iga-berlin-2017.de

schauen, was ihn interessiert

– denn das gesamte Gelände

zu erkunden, ist kaum drin.

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