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Wirtschaftszeitung_26032018

Macher &Märkte: Buchhandel im Umbruch Seite 4-6 Branchen &Betriebe: Ein Schloss wird zur Privatschule Seite 12/13 Leben &Wissen: In Lügde rollen Osterräder Seite 20/21 DIE WIRTSCHAFT Münster |Münsterland Ausgabe 2/18 Mit Beilage Münsters Business DER HAFEN www.die-wirtschaft-muensterland.de Annegret Hewing Steuerberaterin Bagnostraße 12 48565 Steinfurt Telefon 02551/86398-10 Telefax 02551/8626 60 E-Mail: info@hewing.org Internet: www.hewing.org Fachberater für Unternehmensnachfolge DSTV Steuerberater für Heilberufe Aschendorf f Medien GmbH &Co. KG An der Hansalinie 1, 48163 Münster ZKZ 88690 PVST Preis: 3,50 Euro Straußentaktik hilft nicht Im Münsterland scheidet bis zum Jahr 2030 ein Fünftel der Erwerbstätigen altersbedingt aus dem Berufsleben aus –und der Nachwuchs wird knapp. Kluge Personalplanung wird überlebenswichtig. „Gute Zeiten bleiben nicht automatisch gut.“ –Joachim Fahnemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, rät auf dem konjunkturellen Zenit zur Vorsicht. Denn der Arbeitsmarkt wird die Unternehmen noch vor große Herausforderungen stellen. Gutausgebildete Kräfte werden nach und nach in unterschiedlichsten Bereichen so knapp sein, dass Firmen die Nachfrage ihrer Kunden nicht mehr erfüllen können. Im Münsterland, so Fahnemann, scheidet altersbedingt in den kommenden zwölf Jahren ein Fünftel der sozialversicherungspfl ichtig Beschäftigen aus dem Erwerbsleben aus. In Zahlen: Über 120 000 Männer und Frauen arbeiten 2030 in der Region nicht mehr mit, unter ihnen über 65 000 Fachkräfte. Und ausreichend Nachwuchs ist nicht inSicht. Die Lücke beim Fachkräftebedarf wird wachsen, denn die Arbeitskräftenachfrage ist nach dem im vergangenen Jahr höchsten Stellenzugang seit 2011 auch aktuell ungebrochen. Im vergangenen Jahr meldeten die Unternehmen im Münsterland 40 691 offene Stellen – mit steigender Tendenz. Die neue Bundesregierung hat nicht ohne Grund die Vollbeschäftigung als ein Ziel in den Koalitionsvertrag aufnehmen können. Weil das Angebot an neuen Mitarbeitern sinkt, sind Unternehmen zu einer langfristigen Personalplanung gezwungen, und sie bemühen sich bereits, Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden. Ein Beispiel: Vor rund zehn Jahren lag der Anteil der befristeten Stellen im Bestand der Arbeitsagenturen im Münsterland bei deutlich über 20 Prozent. Heute beträgt die Quote noch 9,6 Prozent. Die anhaltend gute Wirtschaftslage sollten die Firmen in der Region unbedingt nutzen, um sich aufdie Herausforderungen von morgen einzustellen, unterstreicht Joachim Fahnemann in einem Gespräch mit dieser Zeitung. „Die Unternehmen haben jetzt noch die Chance und die Luft.“ Wersichsprichwörtlich wie Vogel Strauß verhalte, verfolge eindeutig eine falsche Taktik. Denn aufzuhalten ist der Kräftemangel nicht, so der Leiter der Agentur für Arbeit. An zwei Entwicklungen kann die Behörde schon heute ablesen, dass sich im Münsterland die Lagedeutlich verändert. ►Fortsetzung auf Seite 2 OFFEN GESAGT Vorbeugen Viele Unternehmen im Münsterland sind gewarnt. Sie wissen, dass es bald noch schwieriger als heute sein wird, auf Nachwuchs- und Nachfolgefragen gute Antworten zufinden. Wer soll es machen? Wer packt mit an? Wer steuert und organisiert? Und diese Sorgen kommen als dunkle Wolken ausgerechnet in einer Zeit auf die Firmen zu, in der der Konjunkturhimmel hellblau strahlt, die Auslastung in den allermeisten Betrieben stimmt und mutig investiert wird. Die ersten Anzeichen des heranrückenden Fachkräftemangels verderben bereits hier und dort die Freude am derzeitigen guten Geschäftsklima. Es wäre deshalb falsch, die Arbeitsmarktprognosen, wie sie zum Beispiel von der Agentur für Arbeit im Münsterland erstellt werden, zu ignorieren. Auch wenn aktuell noch die Zahl der sozialversicherungspfl ichtig Beschäftigten wächst, der Rückgang aufgrund der demografischen Einfl üsse ist schon jetzt absehbar. Angebote wie die Rente mit 63 haben dem Trend noch einmal Schub gegeben. Wenn das Münsterland auf eine Vollbeschäftigung zusteuert, heißt dies für die Unternehmen, dass sie kaum noch freie Kräfte auf dem Markt finden werden. Der Druck wächst, sich als Unternehmen gut zu platzieren, um im Wettbewerb um die besten Köpfe vorne mitspielen zu können. Vorbeugen heißt deshalb die Devise. wk „Wirtschaft im Wandel“ Gute Beispiele für den Transformationsprozess können sich bewerben. Ab sofort können sich Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen im Wettbewerb „NRW-Wirtschaft im Wandel“ bewerben. Gesucht werden engagierte und kreative Unternehmen, die den industriellen Transformationsprozess des Bundeslandes vorantreiben. Ob traditionsreicher Großkonzern oder aufstrebender Mittelständler: Mit dem Wettbewerb „NRW- Wirtschaft im Wandel“, der unter der Schirmherrschaft von Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart 4 198869 003501 2 0 0 1 3 steht, will die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ den führenden Unternehmen des Wandels eine öffentliche Bühne bereiten und die Innovationskraft des Standortes sichtbar machen. Neben der Deutschen Bank, die das Projekt von Anfang an als regionaler Förderer unterstützt, sind die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), die Organisationsberatung Kienbaum und die Rheinische Post Partner des Wettbewerbs. Unternehmen, die den Transformationsprozess bereits erfolgreich gemeistert haben, können sich bis zum 6. April unter ww w w.nrw-wirtschaft- im-wandel.de bewerben. Die Gewinner erhaltenimRahmen einer feierlichen Preisverleihung eine Auszeichnung von NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart. „Die positiveResonanz der vergangenen Wettbewerbsrunden hat uns gezeigt, dass das kreative Potenzial von Deutschlands größtem Bundesland noch längst nicht erschöpft ist. Als bundesweite Initiative richtet sich unser Augenmerk selbstverständlich auch darauf, wassich andereBundesländer vonden Erfahrungen hinsichtlich des Transformationsprozesses abschauen können“, so UteWeiland, Geschäftsführerin von Deutschland – Land der Ideen. Eine hochkarätige Expertenjury aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft wählt unter allen Bewerbern die 20 Preisträger aus. Zur Jury zählen unter anderem Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, und Dr. JürgenGerdes, Vorstandsmitglied der Deutsche Post DHL Group. Gewerbe-/ Investmentimmobilien in Münster! Gievenbeck: Diese Wohnanlage wurde im Jahr 2000 auf einem ca. 5.100 m² großem Grst. errichtet. Das Objekt verfügt über 54 Wohneinheiten, verteilt auf ca. 3.879 m² Wohnfl äche. KP auf Anfrage. EA in Bearbeitung. Roxel: Das ca. 239 m² große Wohnhaus wurde 1982 gebaut. Das Angebot wird durch eine Halle mit ca. 740 m² und Bürofl ächen mit ca. 142 m² ergänzt. Eine vielfältige Nutzung ist möglich. KP auf Anfrage. EA in Bearbeitung. Münster ·Tel. +49-(0)251-609 310 ·muenster@engelvoelkers.com www.engelvoelkers.com/muenster ·Immobilienmakler