2018/13 - Logistik-2018

suedwest.presse

Logistik

IN KOOPERATION MIT DEM WIRTSCHAFTSMAGAZIN

9. Ulmer

Logistiktag

am 12.04.2018

Logistik trifft Industrie 4.0

Die digitale Vernetzung schreitet mit großen Schritten voran –

gelungene Praxisbeispiele aus der Region. Seite 8

LOGISTIKTAG

Alle zwei Jahre treffen sich die

Branchenexperten zum

Austausch in Ulm.

Seite 5

LOGISTIK-CLUSTER

Gemeinsam rüsten sich Unternehmen

aus der Region für den stetig

steigenden Bedarf.

Seite 18

ZUKUNFT

Wie sieht Logistik in zehn

Jahren aus? Was wird sich

verändern?

Seite 16


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VORSPRUNG DURCH WISSEN

EIN WEITERBILDUNGSFORMAT DER SÜDWEST PRESSE

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Stadthaus Ulm, Münsterplatz 50, 89073 Ulm – Jeweils donnerstags von 19.30 bis 21.00 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr).

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Infos und Buchung bei der Veranstaltungsagentur:

SPRECHERHAUS® | +49 (0) 2561.69 565.170 | www.sprecherhaus-shop.de | www.südwestimpuls.de

Sponsorpartner:

1 01.02.2018 | Tobias Beck

Bewohnerfrei

Der außergewöhnliche Persönlichkeitstrainer,

Tobias

Wer sind

Beck,

die Superstars

begeisterte

des

die

Lebens?

Teilnehmer mit einer

geballten „ Du bist die Ladung Summe Motivation der Menschen, und mit zeigte, denen wie Du Dich man

Superstar umgibst.“ seines Lebens wird.

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5 13.09.2018 | Stephan Kalhamer

Entscheiden im Ungewissen

Impulse für das tägliche Handeln

„ Gutes Entscheiden kann man erlernen, Erfolg darf man

erleben.“

2 01.03.2018 | Isabel García

Ich kann auch anders

Die Kommunikationsexpertin zeigte verschiedene

Kommunikationsmuster Erweitern Sie das Repertoire auf, Ihrer um diese Kommunikationsmuster

als

Repertoire „ Die Kommunikationstypen für jeden für alle sind Einsatzgebiete eines der machtvollsten nutzbar

zu Kommunikationswerkzeuge.“

machen.

6 11.10.2018 | Patric Heizmann

Meine Gesundheit – mein Kapital!

Comedy mit Nährwert

„ Nur wer gesund und fit ist, kann sein volles Potential

abrufen.“

© HealthMedia21

3 03.05.2018 | Thorsten Havener

Ohne Worte!?

Geheimnisse der nonverbalen Kommunikation

„ Sehen Sie, was Ihnen bislang verborgen geblieben ist.“

© Frank Eidel

7 15.11.2018 | Cordula Nussbaum

Immun gegen Zeiträuber

Zeitmanagement für mehr Lebensqualität

„ Mehr Lebensqualität trotz stressigem Alltag? Klar – denn es

geht mehr, als wir immer denken!“

4 21.06.2018 | Florian Beier

Inside makes Outside

Das Geheimnis fotogen zu sein

„ Glück ist immer fotogen!“

© Marek & Beier Fotografen

8 13.12.2018 | Dr. Denis Mourlane

Resilienz

Die unentdeckte Fähigkeit der wirklich Erfolgreichen

„ Glauben Sie nicht alles, was Sie fühlen.“


INHALT / EDITORIAL 3

Inhalt

Editorial

9. Ulmer Logistiktag

Viele Fragen – viele Antworten

Alle zwei Jahre treffen sich die Branchenexperten zum Austausch

auf dem Logistiktag in Ulm.

Logistik 4.0 trifft

Industrie 4.0

Was in der Region schon erfolgreich

gemacht wird. Seite 8

Wie sieht Logistik

in zehn Jahren aus?

Seite 16

Das kommt

gut an!

Die Logistik ist eine der

Branchen, die fast täglich

neue Herausforderungen

meistern muss. Immer

mehr Güter müssen transportiert

werden und beim Adressaten in

einem perfekten Zustand ankommen

– und das natürlich in Rekordzeit.

Dass deshalb ständig

neue Ideen, Technologien und

Strategien her müssen, ist nur logisch.

Am 12. April treffen sich

die Branchenexperten wie alle

zwei Jahre zum Logistiktag in der

Ulmer Donauhalle um sich auszutauschen.

Alle Details dazu ab

Seite 4

Das Spektrum der Logistik reicht

von ausgeklügelten Intralogistik-Systemen

bei Hightech-Herstellern

lern über das Supply Chain

Management zwischen Automobilbauern

und ihren Zulieferfir-

men – mit engmaschigen Liefer-

netzen und intelligenten Behälterkreisläufen

– bis zur weltwei-

ten Multi-Channel-Distribution

der zunehmend vom e-Commer-

ce geprägten Handelslogistik.

Wie überall, wird auch hier die

Digitalisierung zusehends win

wichtiger Faktor. Mehr dazu ab

Seite 8

6 Nachgefragt:

Warum gehen Sie

auf den Logistiktag?

Der Logistiktag hat sich als

Branchentreff für Industrie,

Handel, Dienstleistung,

Wissenschaft etabliert.

Wir haben gefragt, warum

der Besuch ein Muss ist …

12 Liebherr:

Erfolgreich in die

Praxis umgesetzt

Das Zusammenspiel von

Produktion und Logistik

trägt dazu bei, dass es beim

Fahrzeugkranhersteller

Liebherr in Ehingen weiterhin

hoch hinausgehen kann.

18 Logistik-Cluster:

Schulterschluss

für die Zukunft

Das Cluster sucht Antworten

auf die Logistik-Probleme

der Region. Dafür

werden Unternehmen gebraucht,

die gemeinsam

Lösungsansätzen arbeiten.

In diesem Magazin zeigen wir

einen Querschnitt dessen, was

die Logistik alles leistet, welchen

Problemen und Fragen sie gegenübersteht

und wie die Zukunft

aussehen könnte.

Jetzt geht es los! Eine angenehme

Lektüre wünsche ich,

Ihr

Impressum

Tobias Lehmann

Teamleitung

Sonderpublikationen

Verlag & Herausgeber

Neue Pressegesellschaft

GmbH & Co. KG

Frauenstr. 77, 89073 Ulm

Projektleitung

Tobias Lehmann

Anzeigen (verantwortlich)

Andreas Simmet

Redaktion

Stefanie Müller (verantwortlich),

Stefan Loeffler,

Werner Gallbronner, Gabriel

Bock, SVH GmbH & Co. KG

Gestaltung

Alen Pahic, mediaservice ulm

Fotos

Fotolia, Stefan Loeffler

SWP-Archiv, SVH

Druck

DHO - Druckzentrum

Hohenlohe Ostalb

GmbH & Co. KG

Ludwig-Erhard-Straße 109

74564 Crailsheim


4 RESSORT

Gerade in der Logistikbranche gibt es viele Fragen zur Digitalisierung.

Der Logistiktag will Lösungsansätze zeigen.

Foto: ©ImageFlow/Shutterstock.com


9. ULMER LOGISTIKTAG 5

Viele Fragen –

viele Antworten

Logistiktag Alle zwei Jahre bietet der Ulmer Logistiktag spannende Vorträge von den

Branchen ex perten sowie die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen. Am Donnerstag,

dem 12. April, dreht es sich bei der nunmehr neunten Auflage um das allumgreifende

Thema Digitalisierung. Von Stefan Loeffler

Keine Frage. Die Digitalisierung

verändert

die Prozesse – in der

Industrie und damit

auch in der Logistikbranche.

Grund genug für die

Veranstalter des 9. Ulmer Logistiktages,

die Industrie- und Handelskammern

Ulm und Schwaben,

das Logistik-Cluster Schwaben

(LCS) und die Bundesvereinigung

Logistik (BVL), die

Fachtagung ganz diesem Thema

zu widmen. Unter dem Motto

„Change – wie Digitalisierung

die Logistik verändert“ beleuchten

die sieben Vorträge in der

Donauhalle unter anderem die

Themen Datenanalyse, Robotik

und den 3D-Druck. Dabei liefern

sie mitunter völlig neue Denkansätze

der jungen Generation,

gespeist aus Beispielen und Erfahrungen

aus der Region. Denn

die Frage, wie sich Industrie 4.0

mit Logistik 4.0 effektiv und gewinnbringend

miteinander verknüpfen

lassen, schwebt schon

seit geraumer Zeit über den Fertigungsstraßen

und Lagereinheiten.

Der 9. Ulmer Logistiktag

bietet Lösungsansätze und konkrete

Tipps. In den Vorträgen

wird unter anderem über „Roboter

auf dem Vormarsch“, „Personalmarketing“

und „Individualisierung“

referiert sowie aufgezeigt,

wie Datensicherung in

der Logistik funktioniert. Denn

letztendlich hängen die Wertschöpfung

und die Wettbewerbsfähigkeit

davon ab, welche

digitale Strategie die Unternehmen

aufstellen.

Ziel ist es, die Akteure

zusammenzubringen

Das Interesse ist schon im Vorfeld

groß. „Wir hoffen auf etwa

250 Besucher“, freut sich Otto

Sälzle. Diese werden aus einem

Umkreis von etwa 100 Kilometern,

von Augsburg bis Stuttgart

und von der Ostalb bis zum Bodensee,

nach Ulm kommen.

„Neben Spediteuren und Logistikunternehmen

zählen auch

Dienstleister für die Logistikbranche

sowie das produzierende

Gewerbe zur Hauptzielgruppe“,

so der Hauptgeschäftsführer

der IHK Ulm. „Ziel der alle

zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung

ist es, die Bedeutung

der Logistik hervorzuheben, in

der Region zu etablieren sowie

die verschiedensten Akteure zusammenzubringen.“

Denn laut

Otto Sälzle ist die Region zwischen

Ulm und Augsburg ein

wahrer Logistik-Hotspot: „Nur

in wenigen Regionen Deutschlands

sind noch mehr Menschen

in Logistikberufen beschäftigt.“

In den Pausen gibt es die Möglichkeit,

die Fachausstellung im

Foyer zu besuchen, wo gut 30 regionale

und überregionale Unternehmen

ihre Angebote, Produkte

und Dienstleistungen vorstellen.

Auch hier gibt es die

Möglichkeit, ebenso wie im großen

Saal der Donauhalle, wertvolle

Kontakte mit Fach- und

Führungskräften, Logistikverantwortlichen

aus der Industrie sowie

Wissenschaftlern aus dem

LOGISTIK.

LÖSUNGEN.

süddeutschen Raum zu knüpfen

und so das eigene Netzwerk auszubauen.

Doch das ist noch nicht

alles. In einem zeitgleich stattfindenden

BVL-Karriereforum können

sich Interessenten über konkrete

Einstiegsmöglichkeiten informieren.

Info Weitere Informationen zum

9. Ulmer Logistiktag am 12. April

gibt es im Internet unter:

www.ulmer-logistiktag.de

Vorabendprogramm:

Lagerführung und Vortrag

Wie sehen logistische

Lösungen in der Praxis aus?

Das können die Teilnehmer am

Vorabend des Logistiktages am

11. April erleben. Dieser wird

dabei erstmals von einem

Praxisprogramm begleitet. Denn

von 16 bis 18 Uhr können die Besucher

eine Führung durch das

Lager Ulm Nord der Drogeriekette

Müller erleben. Ab 19 Uhr findet

gleich nebenan im Industriegebiet

Hörvelsinger Weg ein

Kurzvortrag der Firma Wilken zur

Digitalisierung in anderen Branchen

statt, bevor ein anschließendes

„Get together“ in den

benachbarten Räumen des

„ulmerflieger“ folgt. sl

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6 9. ULMER LOGISTIKTAG

Format mit festem Platz

Nachgefragt Der Ulmer Logistiktag in der Donauhalle hat sich längst als wichtiger

Branchentreff für Industrie, Handel, Dienstleistung, Wissenschaft etabliert.

Wir haben vier Unternehmer gefragt, weshalb ein Besuch ein Muss ist.

„Ich gehe auf

den Logistiktag,

weil …

Ralph Ehmann

Vorstand der IWL AG

… auf dieser Veranstaltung nicht nur

aktuelles Wissen vermittelt wird,

sondern vor allem der Austausch

zwischen den verschiedenen Akteuren

der Logistik stattfindet. Ganz besonders

liegt mir die Verbindung zwischen

Wissenschaft und Wirtschaft

in der Region am Herzen. Die digitale

Transformation hat speziell im Zusammenhang

mit dem demografischen

Wandel weitreichende Konsequenzen

und macht ein neues Denken

bei Arbeitsorganisation und

technischen Lösungen erforderlich.

Das ist eine große Aufgabe für Beratungsgesellschaften

wie die IWL AG.

Das Thema der Veranstaltung ,Industrie

4.0 trifft Logistik 4.0‘ trifft den

Nerv und ist Inhalt unserer täglichen

Arbeit.“

Michael

Finsterwalder

Geschäftsführer der

Finsterwalder Transport

& Logistik GmbH

... sich dieser als Netzwerktreffen in

der gesamten Region etabliert hat.

Neben interessanten Vorträgen sind

es vor allem die Aussteller und Besucher,

welche den Logistiktag interessant

machen. Wir sind zwar als

Unternehmen in diesem Jahr nicht als

Aussteller präsent, nutzen dafür aber

umso mehr die Zeit als Besucher. Ein

regionales Branchentreffen wie der

Ulmer Logistiktag ist ein Format, das

mittlerweile einen festen Platz neben

den internationalen Großmessen wie

der ,Logimat‘ oder der ,transport logistic‘

eingenommen hat.“

Erwin Stöhr

Inhaber und Geschäftsführer

von

Stöhr Logistik

… wir als mittelständischer Betrieb

sehr an der Digitalisierung interessiert

sind, die auch für uns neue Herausforderungen

in der Veränderung

der Prozesse darstellt, und wir als

Aussteller über unser Unternehmensportfolio

informieren möchten.

Darüber hinaus freue ich mich als

Geschäftsführer auf persönliche Gespräche

mit bestehenden und neuen

potenziellen Geschäftspartnern. Ich

gehe zudem auf den Logistiktag, weil

sich in Ulm eine sehr gute Möglichkeit

bietet, die Stärke der Logistik in

der Region widerzuspiegeln.“

Harald Seifert

Geschäftsführer

der Seifert Logistics

Group

... ich vor 18 Jahren einer der Mitbegründer

der Veranstaltung war und

somit eine ,natürliche Leidenschaft‘

für den Ulmer Logistiktag habe. Zudem

hat sich der Logistiktag als wichtiger

Branchentreff für Industrie,

Handel, Dienstleistung, Wissenschaft

und viele andere Bereiche etabliert.

Dies war von Anfang an unser Ziel:

Die Logistik in den Vordergrund zu

rücken und dabei das Image des drittgrößten

Wirtschaftsbereichs in

Deutschland voranzubringen. Als international

agierendes Unternehmen

mit Sitz in Ulm ist für uns die Präsenz

auf dem Logistiktag zudem

selbstverständlich. Auch in diesem

Jahr stellt der Ulmer Logistiktag mit

dem Leitthema ,Digitalisierung‘ einmal

mehr ein zentrales Thema in den

Mittelpunkt. Digitalisierung wälzt

bereits jetzt unsere Branche gründlich

um. Schon seit einigen Jahren

entwickeln wir Konzepte, um diesen

technologischen Wandel optimal für

unsere tägliche Arbeit zu nutzen.

Schließlich will die Seifert Logistics

Group Vorreiter einer digitalisierten

Logistik bleiben.“


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Optimierte Logistikprozesse

Die Ulmer IWL AG präsentierte auf der Logimat 2018 in Stuttgart erfolgreich ihre neuesten

Dienstleistungen und ihr umfangreiches Leistungsspektrum.

Die 1985 gegründete Logistikberatung

aus Ulm geht mit modernen

Planungslösungen für Logistik-

und Produktionsanlagen

voran. Im Fokus stehen dabei realitätsnahe

Virtual-Reality-Si mulationen.

Dies und ihr Dienstleistungsangebot

aus den Bereichen

Management und Leitung von

Generalunternehmer-Projekten

zeigte IWL auf der Logimat.

Effiziente Logistik

Eine effiziente Logistik ist ein

wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg.

IWL unterstützt

seine Kunden dabei, vorhandenes

Potenzial voll auszuschöpfen,

zukunftsfähige Strategien

zu entwickeln und

wirt schaftlich zu agieren. Eine

dreidimensionale, dynamische

Virtual-Reality-Simulation veranschaulicht

beispielsweise

komplexe Informations- und Materialflüsse

oder deckt mögliche

Durchblick dank VR-Simulation.

Schwachstellen im Lager auf –

und das bereits in der Planungsphase.

IWL setzt dabei auf Lösungen,

die Lagertechnik realitätsnah

darstellen und in virtuellen

Lagerrundgängen erlebbar

machen. Eine kürzere Planungsdauer,

eine deutliche Kostenersparnis

sowie ein schnelleres

Foto: IWL

Verständnis komplizierter Sachverhalte

sind das Ergebnis.

Darüber hinaus ist IWL auch

Partner für Generalunternehmer

(GU), die ebenfalls von der langjährigen

Expertise profitieren.

Die Logistikexperten übernehmen

das Management von

GU-Projekten, etwa die Planung

der Lager- und Förderanlagen,

die Architektur- und Tragwerksplanung

oder die Überwachung

der Projektrealisierung.

Nachhaltig

planen

Mit Hilfe neuer Software baut die

IWL auch die strategische Netzwerkplanung

(Supply-Chain-Design)

weiter aus, um so noch

schnellere und genauere Ergebnisse

zu liefern. Beispielhafte

Funktionalitäten sind die Netzwerk-

und Standortplanung sowie

die Transport- und Tourenplanung.

Unter dem Motto

„Green Logistics“ planen die

DGNB-zertifizierten Architekten

von IWL mit alternativen und

nachhaltigen Energiekonzepten.

Dazu zählen z.B. die Kappung

von Spitzenlasten, eine zuverlässige

Notstromversorgung oder

die zukunftsfähige Ladeinfrastruktur

für Elektroautos.

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8 DIGITALISIERUNG

Bei der Seifert Logistics Group gehören Datenbrillen zum Standard, Informationen werden so direkt ins Sichtfeld eingeblendet.

Die Drohne

zählt nach

Verzahnung Industrie 4.0 trifft Logistik 4.0. Die digitale

Vernetzung von Produktions- und Lagerprozessen schreitet

mit großen Roboterschritten voran. Von Stefan Loeffler

Die Zukunft hat längst begonnen.

Roboter picken

Waren aus den Lagerregalen,

Transporteinheiten

fahren autonom entlang

der Fertigungsbänder und Maschinen

treffen Prozessentscheidungen

eigenständig. Und mitunter

steigt auch schon einmal eine Drohne

mit Onboard-Sensorik auf, um

bei der Inventur Lagerbestände abzugleichen.

Dort, wo der Mensch

nicht so leicht hinkommt. Ganz

oben. So auch bei der Seifert Logistics

Group, auch wenn dort die

Drohne zurzeit ausschließlich noch

zu Testzwecken abhebt. „In naher


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Alles aus einer Hand

Foto: Seifert Logistics Group

• Anlagen- und Maschinentransporte

• Spezial-Kranarbeiten bis 150 t

• De-, Re- und Neumontage von Maschinen

• Betriebsumzüge/-Verlagerungen

• Staplerarbeiten bis 20 t

• Weltweite Industriemontagen

• Verlagerung von Produktionslinien

• Betriebsinterne Maschinenumsetzungen

• Schwergut-Logistik mit 150 t Hallenkran

• Maschinenlagerung/-Auslieferung

Zukunft wird diese Technik in großen

Lagern mit Sicherheit Standard

sein“, so Geschäftsführer Harald

Seifert. Man sieht: Mit der sich stetig

stärker und schneller entwickelnden

Automatisierung und Verzahnung

in der Industrie geht auch

die Schaffung immer intelligenterer

Monitoring- und Steuerungstechniken

einher. Mit ihnen können

Unternehmen die gesamten Wertschöpfungsnetzwerke

nahezu in

Echtzeit steuern und optimieren.

Für Harald Seifert ist Deutschland

als Logistik-Weltmeister dafür wie

geschaffen: „Die Logistikbranche,

immerhin unser drittgrößter

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10 DIGITALISIERUNG

Wenn reale und virtuelle Welt

verschmelzen

FOTO: ©VECTORFUSIONART/SHUTTERSTOCK.COM

Egal ob Intralogistik oder

Produktion, immer mehr Augmented-Reality-Anwendungen

sind mittlerweile in industriellen

Prozessen integriert. Der englische

Begriff „Augmented Reality“

steht für die computergestützte

Erweiter ung der

menschlichen Realitätswahrnehmung.

Die reale und virtuelle

Welt verschmelzen technisch

betrachtet miteinander.

Der Vorteil: Während man in

der Welt der Unterhaltungselektronik

kein Problem hat, ein

Smartphone oder Tablet in die

Hand zu nehmen, benötigt man

in Fabriken und Lagerbereichen

beide Hände für die anstehende

Arbeit. Dies ist ein Grund, warum

immer mehr Unternehmen auf

spezielle und vor allem robuste

Datenbrillen setzen. Die Steuerung

erfolgt ganz einfach, in der

Regel über Gesten-, Wisch- und

Sprachbefehle.

Wirtschaftszweig, ist prädestiniert,

um im Bereich der Digitalisierung in

Europa ganz vorne mit dabei zu sein.

Es gibt eine große Anzahl von Firmen,

die sich mit dem Thema ausgiebig

auseinandersetzen, es gibt jedoch

auch leider viele Unternehmen, die

sich noch zu wenig damit beschäftigen.

Das ist immer so. Jedoch für die

Firmen in der Automobilindustrie,

für die unser Unternehmen unter anderem

die Logistik übernimmt, ist die

Digitalisierung seit Jahren eine logische

Konsequenz auf die gewachsenen

Anforderungen.“

Wettbewerbsvorteile

durch autonome Roboter

Die Zeichen stehen auf Wachstum

und der Aufmarsch der Roboter in

die Fabrik- und Lagerhallen scheint

nicht mehr zu stoppen. Doch alles

gut, denn sie bringen schließlich auch

neue und innovative Geschäftsmodelle

mit sich. Und neue Ideen

braucht das Land, das sich mit Dorothee

Bär nun auch eine Staatsministerin

für Digitalisierung leistet. Auch

der Ulmer Logistik-Spezialist setzt

schon längere Zeit auf den Tatendrang

junger, dynamischer Nachwuchsführungskräfte,

die die agilen

Strukturen der Branche durchleuchten

und interessante Lösungen entwickeln,

die die Seifert Logistics

Group an verschiedenen Standorten

für ihre Kunden umsetzt. Doch Logistik

ist nicht gleich Logistik. Und

die breite Auffächerung der Branche

kann an dieser Stelle auch nur beispielhaft

dargestellt werden. „In der

Intralogistik, die die Steuerung,

Durchführung und Organisation

des Materialflusses innerhalb eines

Lagerbetriebes umfasst, ist die Auto-

Aktive

Prozessgestaltung

Mit dem Begriff

Supply Chain

Management bezeichnet

man den

Aufbau und die Verwaltung

integrierter

Logistikketten – die

Material- und Informationsflüsse

- über

den gesamten Wertschöpfungsprozess,

ausgehend von der

Rohstoffgewinnung

über die Veredelungsstufen

bis hin zum

Endverbraucher. Es ist

die aktive Gestaltung

aller Prozesse, um

Kunden oder Märkte

wirtschaftlich mit

Produkten, Gütern

und Dienstleistungen

zu versorgen.

matisierung mit Sicherheit am weitesten

fortgeschritten“, so Harald Seifert.

Längst ist klar: Intelligente Maschinen

und autonome Roboter

können Unternehmen Wettbewerbsvorteile

sichern. Wer seine jeweiligen

Arbeits- und Geschäftsprozesse

definiert, neu gestaltet und sie in einer

spezialisierten IT-Lösung abbildet,

öffnet den Weg für Kostensenkungen

und Effizienzsteigerungen.

Neuartige, smarte

Technologien

Neben der Optimierung der internen

Prozesse ist es zudem entscheidend,

eine nahtlose Verknüpfung zu den

Transporteuren aufzubauen. Auch

die klassische Speditionslogistik ist

ohne digitale Steuerungsmechanismen

für Harald Seifert nicht mehr

denkbar: „Nehmen Sie als Beispiel einen

Lkw-Fahrer, der gesetzlich vorgeschriebene

Pausen einlegen muss.

Doch was ist, wenn die ersten drei

Parkplätze, die er ansteuert, besetzt

sind? Hier müssen wir in Deutschland

digital gesteuerte Leitsysteme

entwickeln.“

Dasselbe gilt für Wareneingangsbereiche,

bei denen durch eine Vernetzung

von Disposition und Fahrern

unnötige Wartezeiten vermieden

werden können. Auch das Rampen-Management

kann im Zuge der

Digitalisierung weiter ausgebaut und

optimiert sowie Staplerfahrer entsprechend

der eingehenden Ladung

koordiniert werden. Harald Seifert:

„Alle diese Funktionen lassen sich

bereits sehr gut digital steuern und

vernetzen, wie zum Beispiel in unserem

Transportmanagementsystem.“

Stichwort Transportlogistik: Auch

hier sind neuartige, smarte Technologien,

also computergestützte Systeme,

die vollautomatisch ganze Arbeitsgänge

kontrollieren und in der

Lage sind, autark zu agieren, auf dem

Vormarsch. Doch kann man bereits

von einer Revolution der gesamten

Logistikbranche sprechen? Dies ist

wohl eine Frage der Betrachtungsweise.

Apropos Betrachtung: Bei der

Seifert Logistics Group gehören

Handscanner und Cyber-Brillen bereits

zur Standard-Ausstattung. Mit

diesen Datenbrillen wird das Zusammenspiel

von Mensch und System

auf ein neues Niveau gehoben. Der

Mitarbeiter bekommt dabei ganz im

Sinne der Augmented Reality relevante

Arbeitsinformationen automatisch

in das Sichtfeld eingeblendet,

zum Beispiel den Lagerplatz einer

Ware oder die dazugehörige Nummer.

Bedient wird die Kamera sowohl

über Touch- als auch Sprachsteuerung,

damit der Mitarbeiter bei der

Arbeit beide Hände frei hat. Zusätzlich

ist eine Kamera an der Datenbrille

angebracht, die als Barcode-Scanner

fungiert und über ein

Ampel-System richtig oder falsch

entnommene Teile einfärbt. Die Tätigkeit

der Lagermitarbeiter in der

Kommissionierung und auch Sequenzierung

kann auf diese Weise erleichtert

werden. Davon profitiert

auch der Bereich der Produktionslogistik,

die so gesteuert sein muss,

dass alle erforderlichen Teile „just in

sequence“ am Band angeliefert werden.

Harald Seifert: „Ohne IT und Digitalisierung

ist eine effektive Bandandienung

in großen Betrieben

heutzutage nicht mehr denkbar.“

Eine Inventur ohne Drohne wohl

bald auch nicht mehr.

FOTO: ©DUSIT/SHUTTERSTOCK.COM


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12 BEISPIEL LIEBHERR

Logistik-Leiter Giulio-Ruggero De Fiore sieht bei der Digitalisierung noch

großes Potenzial.

Foto: Stefan Loeffler

Giulio-Ruggero De Fiore

blickt auf das Automatische

Kleinteilelager links

und auf das Palettenlager

rechts und stellt lapidar

fest: „Unser Lagersystem macht, was

es will.“ So richtig panisch scheint

der Leiter der Logistikabteilung der

Liebherr-Werk Ehingen GmbH jedoch

bei der Aussage nicht zu werden.

Weshalb auch? Denn genauso ist

es beabsichtigt und schützt automatisch

vor möglichen Ausfällen bei der

Bereitstellung von Teilen und Komponenten

für den Ersatzteilversand

oder die Produktion.

Es entstehen unter anderem

Web-Portale

De Fiore erklärt es so: „Die Einlagerung

von Teilen erfolgt in unserem

Lager in sogenannter Querverteilung.

Es bedeutet, dass das System sich

selbstständig und ganz ohne Zutun

eines Mitarbeiters einen freien Lagerplatz

für die Behälter sucht und

diesen bei Bedarf natürlich auch automatisch

wiederfindet.“ Zeitgleich

sind die baugleichen Artikel in verschiedenen

Behältern abgelegt, so

dass bei einem möglichen Ausfall eines

der automatischen Regal-Bediengeräte,

die die Teile wie von Geisterhand

zu den Kommissionsplätzen

bringen, die Arbeit ohne Verzögerung

weitergehen kann. Der Einsatz

dieser sogenannten chaotischen Lagerhaltung

hat sich längst bewährt

und ist ein einleuchtendes Beispiel

dafür, dass auch beim Weltmarktführer

für Fahrzeugkrane die Digitalisierung

in der Logistik schon lange kein

Fremdwort mehr ist.

Und sie wird immer wichtiger, vor

allem im Zusammenspiel mit dem

Produktionsbereich. „Es gibt viele

Prozesse, bei denen jahrelang durch

Zuruf oder eben schriftlich eine Bestellung

an die Logistikmitarbeiter im

Lager herangetragen wurde. Dies

konnten Transportaufträge, die Bestückung

von Montage-Pufferlagerplätzen

oder der Abruf von großen

Komponenten wie Motoren gewesen

sein, die ,just in time‘ am Band bereitstehen

müssen“, so De Fiore, der

heute auf digitale Abrufe setzt: „Hierfür

haben wir zum Teil eigens entwickelte

kleine Programme auf Access-Basis

kreiert. Diese sollen mittelfristig

noch ausgebaut und auf einer

noch stabileren Plattform

programmiert werden. Aus diesem

Grund haben wir uns in den vergangenen

Monaten zunehmend damit

beschäftigt, Logistik-Projekte in den

unterschiedlichsten Bereichen gemeinsam

mit unserer internen IT-

Abteilung anzugehen.“ In diesem

Zuge entstanden unter anderem

Die automatischen Bediengeräte suchen sich eigenständig leere Behä

Sieben ne

am Tag

Hoch hinaus Das zunehmende Zusamme

trägt dazu bei, dass es beim Fahrzeugkran

hinausgehen kann. Von Stefan Loeffler


BEISPIEL LIEBHERR 13

Raupenkranvorführung: Krane in Balance bei den Liebherr-Kundentagen am

Ehinger Firmensitz.

Foto: SWP-Archiv, Andreas Hacker

lter in den Regalen aus.

e Krane

Foto: Liebherr

nspiel von Produktion und Logistikbereich

hersteller Liebherr in Ehingen weiterhin hoch

Web-Portale, bei denen Informationen

zwischen einzelnen Bereichen

des Werkes übersichtlich dargestellt

und verarbeitet werden. De Fiore:

„Reklamationen aus unserer Produktion,

zum Beispiel über ein Fehlteil

am Arbeitsplatz, wurden früher telefonisch

mitgeteilt. Heute geschieht

dies über einen Scanvorgang und

wird im sogenannten Infomonitor angezeigt,

so dass sich der betroffene

Bereich schneller darum kümmern

kann. Auf diese Weise kann der Vorgang

auch transparent gemacht, die

Fehlerquelle ermittelt und zukünftigen

Fällen entgegengewirkt werden.“

Hohes Potenzial bei der

Digitalisierung

Dennoch: Auch wenn zum Beispiel

die Kommissionierung von Filterund

Service-Sets für die Kunden bereits

digitalisiert ist, so sind die

schriftlichen Formulare in Ehingen

noch nicht ganz modernen Computersystemen

gewichen. „Wir sind auf

einem guten Weg, dennoch sehe ich

noch ein großes Potenzial bei der

Weiterentwicklung der Digitalisierung

in unserem Unternehmen. Daher

ist und bleibt das Thema ein Dauerbrenner

bei Liebherr“, prognostiziert

der Logistik-Chef, der die Intralogistik

als einen wichtigen

Bestandteil der Lieferkette („Supply

Chain“) betrachtet: „Effektiv vernetzt

werden kann alles durch das Zusammenspiel

von Vertrieb und Produktionsplanung

mit der Beschaffung,

dem Wareneingang, der Intralogistik

und der Entsorgungslogistik. Dabei

muss darauf geachtet werden, dass

der Material- und der Informationsfluss

permanent parallel laufen.“

Bis zu 1.000 Tonnen

Material jeden Tag

Das oberste Ziel sei es, so De Fiore,

dass das richtige Material zur richtigen

Zeit am richtigen Ort mit der

richtigen Qualität und der geeigneten

Menge bereitsteht – und dies zu

den richtigen Kosten. Der Logistik-Leiter

ist überzeugt: „Wenn diese

sechs Regeln der Logistik befolgt

und umgesetzt werden, bedeutet dies

eine geringere Kapitalbindung, ein effektiveres

Arbeiten sowie eine gute

Übersicht im Produktionsprozess. Je

besser das Supply Chain Management

funktioniert, desto reibungsloser

kann der Ablauf vonstattengehen.“

Bis zu 160 Lkw liefern täglich

bis zu 1.000 Tonnen Material in Ehingen

an. Am anderen Ende werden im

Schnitt pro Tag sieben Fahrzeugkrane

an Kunden in aller Welt ausgeliefert.

Um dies zu erreichen, ist es

wichtig, dass es im Lagerbereich mitunter

auch mal chaotisch zugeht.


14 KOOPERATIONSZENTRUM VERKEHR UND LOGISTIK ULM/AUGSBURG Anzeige

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Augsburg (KVL) unterstützt bei allen Fragen rund um den Transport

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den Transport gefährlicher

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sind wir für Sie da.

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sich das erste länderübergreifende

Kompetenzzentrum seiner

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Auskünfte und persönliche

Beratungen sowie rund 2.900

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

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das KVL neben der Beratung

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Foto: IHK Ulm

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16 LOGISTIK DER ZUKUNFT

Urbane Logistik in

zehn Jahren

Zukunft Werden wir bald in den Innenstädten neben Drohnen und Robotern laufen, die

Waren zu den Kunden bringen? Von Werner Gallbronner

FOTOS: DROHNEN LI/RE: ©SANIT FUANGNAKHON, ULM: ©LEO NIK – ALLE SHUTTERSTOCK.COM

Ulm im Jahr 2030: Über

der Donau schwirren

Drohnen, ehe sie in

die Ulmer und

Neu-Ulmer Innenstadt

zu ihrem Bestimmungsort

abbiegen. In der Fußgängerzone

und den engen Altstadtgassen

suchen sich elektrisch angetriebene

fahrerlosen Transportsysteme,

sogenannte „ground drones“,

im Schritttempo neben den

Fußgängern selbständig den Weg

zu Geschäften, Lokalen und

Wohnungen, um Pakete, Briefe

und Supermarkt-Einkäufe zum

Kunden zu bringen oder auch die

Pizza vor die Haustüre zu fahren

… sieht es so in Ulm und Region

in gut zehn Jahren aus? Fest steht:

Das Volumen der Sendungen ist

in den vergangenen Jahren kontinuierlich

gestiegen und wird allen

Prognosen nach weiter beträchtlich

steigen, woran der Online-Handel

großen Anteil hat.

Die Serviceerwartungen steigen

ebenfalls, etwa, was die Lieferzeiten

angeht: nicht nur am

nächsten Tag, sondern noch am

gleichen Tag oder innerhalb weniger

Stunden. Andererseits sind

die Anlieferzeiten beschränkt.

Verordnungen in punkto Lärm-

und Schadstoffemmissionen werden

restriktiver, der Wunsch

nach Nachhaltigkeit nimmt auch

in der Bevölkerung zu. Oliver

Kunze, Professor für Logistik an

der Hochschule Neu-Ulm, geht

davon aus, dass es im Ulm im

Jahr 2030 sehr viele unterschiedliche

und auch neue Systeme

gibt, über die die urbane Logistik

abgewickelt wird. Auch wenn

er nicht an die Drohnenflugroute

über der Donau glaubt. „Ich

sehe da eine sehr bunte Welt“,

sagt Kunze, der mit seiner er Arbeit

„Replicators, Ground Drones and

Crowd Logistics – A Vision of

Urban Logistics in the Year 2030“

verschiedene Ansätze für städtische

Logistik in der Zukunft in

einem Modell zusammengetragen

hat.

Logistik befindet sich immer

in einem Spannungsfeld

In der spricht er nicht nur die

verschiedenen Varianten für

Drohnen an, sondern auch Cargo-Pipelines

– eine Art discher Rohrpost, weiterhin

elektrische Liefer- und Lastwaunterirgen,

3D-Drucker, E-Scooter,

E-Bikes und die Crowd-Logistik.

Letztere beschreibt die Verlage-

rung des Transports auf Privatpersonen,

die auf ihren Wegen

freie Kapazitäten haben und Güter

gegen Bezahlung mitnehmen.

Oder 3D-Drucker: In Sachen

3D-Prints mache die französische

Post bereits Versuche, sagt

Kunze – digital versendete Baupläne,

die in einer Niederlassung

vor Ort als Produkt ausgedruckt

werden.

Logistik befinde sich immer in

einem Spannungsfeld. Zum einen

wolle sie den Kundennutzen

maximieren, sagt Klaus-Peter

Franke, Professor für Logistik an

der Hochschule Ulm. Zum anderen

müsse natürlich die Wirtschaftlichkeit

für die Unternehmen

gegeben sein. „Der Kunde

oder Empfänger hat einen bestimmten

Serviceanspruch. Der

Dienstleister oder Logistiker

muss das aber auch wirtschaftlich

darstellen können.“

Deshalb werden sich

auch in Zukunft alle Logistik-Systeme

daran orientieren,

was der Kunde bereit

zu zahlen ist und was

der Logistiker für diesen

Preis bieten kann.

Dabei ist die letzte Meile

hin zum Empfänger am

aufwendigsten, „weil das Volumen,

das ich transportiere, dort

am kleinteiligsten ist“, erläutert

Franke. Zugleich ist in der Innen-

stadt das Raumangebot rar und

die Konkurrenz darum groß. Jeder

kennt sie heute schon, die in

zweiter Reihe haltenden Lieferwagen,

oft auch mehrere hintereinander,

von unterschiedlichen

Zustellern. Es gibt mehrere

„Letzte-Meile-Konzepte“ für die

Feinverteilung. Vielen von ihnen

gemeinsam ist, dass sie mit Umschlagplätzen

am Rande der Innenstadt

arbeiten. Das kann ein

fester Platz sein, ein sogenanntes

Hub, beispielsweise ein Container,

zu dem Waren mit einem

großen Fahrzeug geliefert werden

und von dem aus die Verteilung

zum Kunden etwa mit

FOTO: ©PHONLAMAI PHOTO/SHUTTERSTOCK.COM


LOGISTIK DER ZUKUNFT 17

E-Scootern oder E-Fahrrädern

weiter organisiert wird. „Um die

Kosten für die Dienstleister zu

reduzieren und der Verstopfung

der Innenstädte vorzubeugen“,

stellt sich Franke eine Konsolidierung

in diesem Bereich vor:

Verschiedene Lieferunternehmen

bringen ihre Waren zu dem

Hub, nur ein Dienstleister übernimmt

die Verteilung auf der

letzten Meile, umweltfreundlich

mit E-Fahrzeugen. Dem entgegen

spricht, dass die jeweiligen Unternehmen

mit ihrem eigenen

Fahrzeug beim Endkunden sein

wollen, schließlich ist dieses ja

auch Werbeträger für die eigene

Firma.

Ein Paketanhänger als

Mikro-Depot

Verschiedene Dienstleister experimentieren

bereits mit solchen

Lösungen. DHL und UPS haben

mehrere Varianten davon beim

Ulmer Logistik-Meeting im November

vergangenen Jahres vorgestellt,

einer Fachtagung, die

vom Institut für Betriebsorganisation

und Logistik der Hochschule

Ulm und dem Kompetenzzentrum

Logistik der Hoch-

schule Neu-Ulm ausgerichtet

wird. UPS setzt beispielsweise in

Hamburg-City oder im Münchner

Glockenbachviertel auf Container-

oder Mikrodepots als

Umschlagplätze. Von dort werden

die Sendungen durch eine

Flotte von Elektrofahrzeugen

weiter verteilt, in engen

Gassen kommen

E-Dreiräder oder Lastenfahrräder

zum Einsatz. In

Herne wird ein Ladenlokal

als Minidepot benutzt. Ein

7,5-Tonner, der Großkunden

beliefert,

nimmt fahrradtaugliche

Sendungen

dorthin mit,

von wo sie

mit E-Tricycle

und

Sackkarre

zugestellt werden.

In der Offenbacher

City dient ein Paketanhänger

als Mikrodepot.

Der Fahrer einer benachbarten

Tour

nimmt ihn morgens

zum Stellplatz und

holt ihn dort abends wieder, die

Sendungen werden per Lastenpedelec

verteilt. Auch die DHL

experimentiert mit Hubs in

Frankfurt und Utrecht. Die Fahrzeugflotte

wird schon jetzt großflächig

auf Elektromobile und eigens

konstruierte Fahrräder für

die Briefzustellung umgestellt.

„Und warum nicht das Paket

direkt ins eigene Auto geliefert

bekommen?“ Das fragte Thomas

Königs, Referent der DHL, beim

Ulmer Logistik-Meeting. Sein

Unternehmen testet bereits Paketcopter,

eine Drohne, die autonom

gesteuert beispielsweise

Notfall- und Eillieferungen in

entlegene Gebiete fliegt. In

Stockholm hat sie die oben genannte

Crowd-Zustellung getestet.

In Bad Hersfeld gibt es Versuche

mit dem Postbot, einem

Roboter auf Rädern, der dem

Briefträger beim Austragen wie

ein Hündchen folgt und 150 Kilogramm

Ladung aufnehmen

kann. Franke kann sich vorstellen,

dass in fünf Jahren so ein

Streetscooter auch in Ulm dem

Postboten hinterherfährt.

Unterirdische Transportwege

gibt es schon

Aber es geht auch völlig unbemannt

auf der letzten Meile:

Kunze nennt da das Mutterschiff-Konzept.

Mercedes und

die Firma Starship Technologies

bringen schon in mehreren Versuchen

mit einem Van selbstfahrende

Roboter in ein Stadtvier-

tel. Dort werden die kleinen autonomen

Transporter vom Fah-

rer beladen und schwärmen

selbstständig in verschiedene

Richtungen zu den Kunden aus,

kehren zurück und nehmen die

nächste Lieferung auf … Das sei

eine Möglichkeit, gerade in Zeiten,

in denen es immer schwieriger

werde, genügend Fahrer für

die Zustellung zu finden, meint

Kunze. Drop-Boxen sind eine

kostenfreundliche Alternative

für Zustellfirmen, um auf der

letzten Meile Zeit zu sparen, jedoch

zu Lasten des Kundenservice.

Denn dann ist der Empfänger

gefragt, seine Lieferung

an diesem Umschlagplatz abzuholen.

Eine Art Cargo-Pipeline

für den unterirdischen

Transport von Gütern hat die

Stadt Ulm bereits – unter der

Universität, wo unter anderem

Essen transportiert wird. Ein solches

System für ganze Stadtteile

zu installieren, ist nach Ansicht

von Ulms Baubürgermeister Tim

von Winning aber unrealistisch:

Der Untergrund sei ja jetzt schon

komplett voll aufgrund der dort

verlegten Leitungen, Kanäle und

mehr. „Wir finden in der Innenstadt

ja noch kaum einen Platz,

um einen Baum zu pflanzen.“ Zudem

sei ein solches System sehr

teuer im Bau und Unterhalt und

brauche Jahre, um aufgebaut zu

werden.

Generell sieht von Winning

die City-Logistik sehr effizient

organisiert. Seiner Meinung nach

werden in Zukunft, wenn das

Platzangebot immer weniger

wird, Lastenfahrräder eine große

Rolle spielen. Drohnen in der

Luft und auch am Boden sieht er

in naher Zukunft eher nicht als

Lösung für den Transport in

Ulm. Ein solches System werfe

nicht nur technische Fragen auf,

sondern auch rechtliche, etwa in

der Straßenverkehrsordnung.

Die Aufgaben der Stadt sieht er

in einem Zwischenspiel: Innovationen

in der Logistik einerseits

zu fördern, aber andererseits die

geeigneten Rahmenbedingungen

zu schaffen. So könne er sich beispielsweise

vorstellen, dass mit

E-Rädern auch nach 23 Uhr angeliefert

werden kann, „weil die

geräuschlos sind“. So könne man

Entwicklungen fördern, die gut

für die City wären, die sich aber

im freien Spiel der Marktkräfte

nicht durchsetzen würden.


18 LOGISTIK-CLUSTER

Neues aus dem

Logistik-Cluster Schwaben

Herausforderungen Der Logistik-Cluster Schwaben bietet logistikaffinen Unternehmen die

Möglichkeit des Netzwerkes und des Austausches. Von Gabriel Bock

Ingrid Eibner ist seit dem Jahr 2015 die Geschäftsführerin

des Logistik-Clusters Schwaben.

Die Region Schwaben

brummt, der Wirtschaft

geht es hervorragend

und die Arbeitslosigkeit

ist auf einem historischen Tief.

Das bedeutet in einer Region mit

viel produzierendem Gewerbe

aber auch, dass die Logistik hinter

diesem Wirtschaftswachstum

vor große Herausforderungen

gestellt wird. Diese kommen für

die Logistik in einer Zeit, die

ohnehin eine Menge Veränderungen

mit sich bringt. Die

Fraunhofer-Gruppe für Supply

Chain Services sagt für die Zukunft

große Veränderungen voraus:

Das autonome Fahren ist in

aller Munde, kommt wohl aber

nicht rechtzeitig genug, um die

Logistikbranche vor einem ordentlichen

Fachkräftemangel zu

retten. Die Digitalisierung beschleunigt

viele Abläufe soweit,

dass die Logistik zum entscheidenden

Zeitfaktor in vielen Kontexten

wird.

Cluster deckt vor allem Ulm

und Augsburg ab

Die Kunden begreifen Logistik

immer mehr als Service und geben

der Branche gleichzeitig eine

Mitschuld am Ausstoß von

Feinstaub und Klimawandel.

Derweil klopfen mit der zunehmenden

Robotik und neuen Herstellungsverfahren

wie 3D-Druck

schon die Herausforderungen

von morgen an die Tür. Die Logistik

in Schwaben besteht zwar

aus namhaften und starken Unternehmen,

aber auch von diesen

haben sich viele entschieden sich

zusammenzutun und den Herausforderungen

gemeinsam zu

begegnen.

Deshalb ist im Mai 2011 das

Logistik-Cluster Schwaben mit

Sitz in Augsburg entstanden. Das

Logistik-Cluster Schwaben ist

ein Interessenverband der Logistikbranche

im bayrischen Schwaben

und in Württemberg und

deckt vor allem die Großräume

Ulm und Augsburg ab. Die Mitglieder

des Verbands sind neben

den bekannten Branchengrößen


LOGISTIK-CLUSTER 19

wie Dachser, Seeberger oder

Max Wild auch Hochschulen und

auch die IHK in Ulm und in

Augsburg. „Für diese will das

Cluster ein verbindendes Element

sein, von dem alle profitieren“,

sagt Ingrid Eibner, die Geschäftsführerin

des Clusters. Zu

den Leistungen gehört es dabei

aber nicht nur, für den Logistik-Standort

Schwaben und für

den Ruf der Branche zu werben.

Großes Thema sind

Diesel-Fahrverbote

Stattdessen kümmert sich das

Cluster auch ganz spezifisch um

die Lösung der Probleme der Region.

Dafür werden Unternehmen

befragt und an Lösungsansätzen

gearbeitet. Ein wichtiges

Themenfeld sind natürlich gerade

die Fahrverbote für Dieselfahrzeuge,

wie es sie wohl ab

September dieses Jahres geben

wird. „Wir haben letztes Jahr

schon auf einer Veranstaltung

gemeinsam mit dem Cluster

Nutzfahrzeuge Schwaben die

Hersteller von alternativen, saubereren

Antriebstechnologien

mit den interessierten Logistikern

zusammengebracht“, erklärt

Eibner. Zudem habe man

mit den Städten gesprochen, um

jeweils mit diesen klären zu können,

wie sie die drohenden Fahrverbote

umsetzen wollen. So

ergab sich eine gemeinsame

Sammlung von Problemstellungen,

die jetzt behandelt würden.

Dafür haben die beiden Cluster

eine Initiative namens „e-Cargo

City“ gegründet, die das Thema

über das ganze Jahr hinweg behandeln

soll.

Zunächst müssten dafür die

Fragen der Beteiligten gesammelt

werden, betroffen sind nämlich

viele. Vom Paketzusteller bis

Zur Person

Ingrid Eibner leitet seit

Anfang 2015 das Logistik-Cluster

Schwaben. Sie

war zuvor beim KLOK Kooperationszentrum

Logistik e.V.

und dem Logistik-Netzwerk

Baden-Württemberg als

Geschäftsstellenleiterin in

Kornwestheim beschäftigt

und bringt neben dem persönlichen

Netzwerk in der

Branche vor allem umfangreiches

Wissen in der Vereinsarbeit

mit.

zum Handwerker und vom Lebensmittellogistiker

bis zum

Bauunternehmer, alle würden

von einem Fahrverbot in Innenstädten

hart getroffen und müssen

sich deshalb um Alternativen

kümmern. Die sind aber kompliziert,

nicht marktverfügbar und

erfordern viel Aufwand bei der

Umstellung.

So musste beispielsweise die

Post vor einigen Jahren feststellen,

dass Lösungen für die Paketzustellung

mit Elektrofahrzeugen

weder verfügbar noch in

Sicht waren. Der Logistikriese

hat deshalb kurzerhand ein eigenes

Fahrzeug entwickelt und gebaut.

Für die Unternehmen in der

Region dürfte das zum größten

Teil außerhalb ihrer eigenen

Kraft liegen. Deshalb sind an dieser

Stelle die vereinten Kräfte

des Clusters für viele Unternehmen

attraktiv.

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