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jimmytrinh

Unsere Suche nach einem neuen Way of Life in der Kirche ist recht mühsam.

Es ist schwer, weiter in die Zukunft zu schauen und die Probleme, die

früher oder später auf uns zukommen werden, zu erkennen und anzugehen.

Viele Fragen sind heute für manche vielleicht noch nicht brennend genug.

Es besteht die Gefahr, daß wir jetzt nur Flickwerk vollbringen, wo heute

schon die Notwendigkeit da wäre, bei nüchternem Blick in die Zukunft, grundlegend

neue Schritte zu tun.

Wo wird unsere Kirche in zehn Jahren stehen, wenn jetzt nichts Entscheidendes

getan wird? Sollten wir eine Kirche vorwiegend von Laien werden? (Dann

aber hoffentlich nicht von Laien mit theologischer Bildung im Schnellverfahren!)

5


J n den Augen der Christen der ersten Jahrhunderte war Häresie vor allem

Mangel an brüderlicher Liebe, nicht so sehr Abweichen von der Rechtgläubigkeit.

Obwohl die Kirche sich gegenwärtig im Sinne von mehr brüderlicher Liebe

zu erneuern sucht - und ihre Hierarchie könnte wohl nie verschwinden, ohne

daß der ganze Apparat auseinanderfiele - kann alles Suchen im Kreise verlaufen.

Wenn die Glieder der Kirche zur Erneuerung aufgerufen werden, sie selber

aber keine anderen Wege zu gehen wagen, als die bereits im festen Rahmen

laufenden Wege der Kirche, wie kann die Kirche dann überhaupt eine Änderung

vornehmen? Man wartet also doch wieder auf Vorschriften von oben,

wenn es um neue Wege geht.

Oder wird es bei uns Menschen geben, die einfältig und stark genug sind,

neue, unbekannte Richtungen einzuschlagen?

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nicht nur zum Jahreswechsel können wir uns einen neuen Anfang setzen,

sondern an jedem Heute könnte ich mich entscheiden, ein neuer Mensch

zu sein.

Es sind~ die Mauern, die wir um uns bauen, die lassen uns unsere Freiheit

vergessen und machen uns unbeweglich.

Die Fülle des Lebens bringt mir an jedem Tag alle Möglichkeiten: heute kann

mein Todestag sein, oder es kann der Tag sein, an dem in mir eine neue Liebe

erwacht.

Von den äußeren Umständen werden wir sehr wohl beeinflußt, genausogut

könnten wir aber in unserer Freiheit unsererseits Entscheidungen treffen.

Unsere Einsichten sind doch meistens groß genug, und die Freiheit, uns zu

wandeln, haben wir, solange wir leben, was also hindert uns daran, heute einen

neuen Anfang zu setzen? Gerade wir Christen müßten diese Möglichkeit erkannt

haben.

8


Zu den Zeichen der Zeit gehört es, daß alle Entwicklungen heute rasend

schnell gehen. Wir müßten elastisch genug sein, dieses Tempo mitzumachen,

- im heiligen Geist, der ja nicht unbedingt langsam sein muß - damit Kirche

heute und morgen möglich ist, Kirche für uns Menschen.

Sicher wird viel nachgedacht, aber die «heißen Eisen» werden zu gern auf Eis

gelegt, oder als ein Problem von anderen weggeschoben. Sind wir aber nicht

vorwiegend verantwortlich für die Fragen, welche all die vielen Menschen

beschäftigen, die sich an der Kirche reiben?

9


€ s fällt mir tatsächlich nicht leicht, mich selber in Ordnung zu bringen.

Ich versuche, wenn ich mein Leben überdenke, zu glauben, daß «denen,

die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen». Damit ist mir versprochen,

es kann mir alles, meine Zerrissenheit, meine Qual und meine Angst, zum

Besten dienen.

Es wird mir möglich sein, mich mit mir auszusöhnen, wenn ich Gott liebe.

Obwohl wir oft nicht genau wissen, ob wir Gott nun lieben. Aber wie wird

mir meine eigene Versöhnung gelingen? Was muß ich tun, wenn ich immer

wieder in Härte oder Aggressivität flüchte? Es ist bei uns nicht so sehr das

«Böse», was uns quält, sondern die eigene Zerrissenheit, das Nichtfinden vom

Sinn des Lebens.

Ich muß, um mich nicht betrogen zu fühlen, zu meiner Begrenzung ja sagen

lernen, ohne aber zu vergessen, daß bei Gott alle Dinge möglich sind, auch in

bezug auf mich, und daß man nie weiß, was man alles kann, bevor man es

versucht.

Vom Grund auf jedoch ist man versöhnt mit sich, wenn man Liebe erfährt.

Nur das Wagnis der Liebe reißt uns aus unserer eigenen Enge und Zerrissenheit

heraus, macht uns frei und gibt uns Zukunft. Wem es geschieht, der hat

bereits ein Stück Himmel auf Erden.

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wer nicht verändern will, wird auch das verlieren, was er hat.» Dies sind

« nicht die Worte eines unzufriedenen Jugendlichen, sondern der scheidende

Bundespräsident Beinemann rief sie der Regierung in seiner Abschiedsrede

zu.

Wir in der Kirche sind zwar heutzutage meist bereit zur Veränderung, unterlassen

aber oft neue Schritte, weil wir fürchten, andere zu erschrecken. Und

viele Menschen sind schon zu erschrecken, wenn ihnen eine Gewohnheit

genommen wird.

Es kann doch aber auch heilsames Erschrecken geben. Waren die ersten Christen

für die Menschen damals nicht sehr erschreckend?

Ich glaube, wir Christen sollten noch erschrecken können.

12


"uf all das Gute unserer katholischen Tradition sollten wir nicht verzichten

in der Zukunft. Wir Menschen brauchen das.

Aber wir werden nach neuen Wegen suchen müssen, um Kirche und Gemeinde

von heute und morgen sein zu können; eine denkende und aktive Gemeinde.

Obwohl diese Aktivitäten noch eingeübt und erlernt werden müssen.

Also wird Kirche nicht mehr nur Versorgungsinstitut für Taufe, Hochzeit

und Beerdigung sein, sondern Kirche wird das sein, was wir aus ihr machen.

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~ie religiöse Erziehung im Religionsunterricht ist eine wichtige Sache für

V alle, die Kinder haben und sich über deren Zukunft Gedanken machen.

Auch in unserer modernen Zeit hat es sich herumgesprochen, daß junge Menschen

mehr als nur Wissenschaften vermittelt bekommen müssen. Aber wenn

Erziehung sowieso schon ein heikles Kapitel ist, so ist es religiöse Erziehung

erst recht.

Keine noch so perfekte Regelung des Religionsunterrichtes wird vergessen

lassen können, daß die Redlichkeit im Leben des Erziehers und die Übereinstimmung

dessen, was er glaubt mit dem, was er ist, die Grundlage und der

Anfang jeder religiösen Erziehung sein muß, sein müßte.

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€ s ist einfach eine Tatsache, daß die Kirche, d. h. ihr Volk, das Gehorchen

besser gelernt hat als das Entscheiden, das Festhalten am Alten besser

als das Greifen nach dem Neuen.

Wer wollte glauben, die Kirche liefe nun mit fliegenden Fahnen in die Zukunft?

Es sind wohl weniger Gottes Mühlen, die langsam mahlen, als vielmehr die

seiner «Schäfchen». Aber immerhin haben sie ja angefangen zu mahlen.

Mit anderen Worten, das Gespräch ist heute da, und das ist unsere Hoffnung.

Man wagt, Meinungen auszusprechen und aufeinanderprallen zu lassen. Und

viele haben den guten Willen, Wandlungen vorzunehmen.

Zwar glaubt man im Moment noch vielfach, sich zu versündigen, wenn man

Altes aufgibt. Die Möglichkeit, sündig zu werden durch ein Nichtergreifen

von Zukunftswegen ist noch nicht so verbreitet.

Wenn wir verwässern sollten in unserer christlichen Haltung, so hat das mit

Sicherheit nichts mit dem Wandel von Formen zu tun!

18


J eh glaube, wir Christen sollten noch erschrecken können.

Wir sollten natürlich nicht erschrecken durch unsere Engstirnigkeit, Selbstgerechtigkeit

oder Eigenliebe, sondern durch unsere Liebe und Konsequenz

in der Liebe, durch unsere Offenheit und Aufgeschlossenheit anderen und

anderem gegenüber.

Wir müßten erschrecken durch unseren Mut, vielleicht unpopuläre Wege zu

gehen, wenn Situation und Liebe es verlangen.

Denn wir Christen sollten nicht an der Furcht vor den Menschen, ihren Meinungen

oder ihrem Gerede zu erkennen sein, sondern an unserer Lebenshaltung,

die von der Liebe bestimmt ist.

20


W

arum fürchten sich eigentlich so viele von uns vor neuen Wegen und

neuen Formen in unserer Kirche? Ich will damit nicht den Dauer-Revolutionären

nach dem Munde reden. Aber warum ist man so ängstlich? Wir werden

doch nicht vom Glauben abfallen, wenn wir versuchen, Entscheidungen

zu treffen und aus festgefahrenen, toten Gleisen zu treten.

Unsere Kirche wäre wohl kaum entstanden, wären die ersten Christen so

zaghaft gewesen, wie wir es heute sind.

Ich bin überzeugt, daß dort, wo Mut ist, - Mut, neue, zeitgemäßere, lebensnahe

Wege zu gehen, Mut Entscheidungen zu treffen, auch Mut, wertvolles

Überliefertes für die Zukunft zu bewahren, - daß dort der Heilige Geist

nicht fern sein kann.

Wir sollten jedenfalls unseren Verstand und unser Herz wach halten.

22


-

wir bewundern Menschen, die für die Wahrheit einstehen und sie bekennen.

Eigentlich würden wir auch gern so sein und nicht diese eleganten Drückeberger,

diese Diplomaten, diese vorsichtigen, immer an Frau und Kind, Kirche

und Ansehen Denkenden.

In unseren Träumen stehen wir vielleicht auf, um für die Wahrheit zu sprechen

und für sie zu leiden.

Wenn man bedenkt, daß frühe Christen mit einem einzigen klugen und diplomatischen

Wort dem sicheren Tode hätten entgehen können!

Bei uns geht es zwar nicht direkt um Leben und Tod, aber immerhin, auch heute

und hier könnte man ein Außenseiter werden, sich vieles verscherzen, wenn

man aufhören würde, diplomatisch und im rechten Moment still zu sein.

So wie Gott Menschen liebt, die sich zu ihm und zu seiner Wahrheit bekennen,

so braucht ebenfalls die Welt Menschen, wahrheitsliebend und mit Bekennermut.

Und wir sollten versuchen so zu sein ~ trotzdem.

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€ s befindet sich nicht im Himmel . . . es befindet sich auch nicht jenseits

des Meeres ... in deinem Herzen befindet es sich, so daß du es tun kannst.

Ehe der Mut da ist, die Schritte in die Zukunft zu lenken, müssen wir uns

wandeln durch ein neues Denken. Ein neues Denken sollte uns helfen, wieder

kühner zu werden und die Kühnheit doch als eine christliche Tugend anzustreben.

Kann man nicht sehen, daß gerade heute Gradlinigkeit, Konsequenz und

Kühnheit christliches Leben für die Welt glaubhaft machen würde? Wir sollten

nicht immer wieder unsere Mittelmäßigkeit entschuldigen.

Wenn wir aber angefangen haben kühner zu sein, werden sicher unsere Arme

auch gestützt werden.

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€ s ist mit dem Glauben ähnlich wie mit der Liebe.

Es genügt eben nicht, alles gut und richtig zu machen und nach den Idealen

oder Gesetzen zu leben. Auch wenn alles zufriedenstellend und imponierend

läuft, kann man dabei vordergründig und hohl werden.

Der Angelpunkt ist wichtig! Wir sollten uns trotz all unserer Tüchtigkeit

immer wieder auf den Geist, auf unser Herz und auf die Liebe besinnen.

Was nützten uns all unsere guten Aktivitäten, wenn uns unsere Innigkeit und

unsere Spiritualität dabei verloren gingen.

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wenn wir wahrhaftige Menschen sein wollen, müssen wir uns dahingehend

umwandeln, daß unsere Grundhaltung anderen Menschen gegenüber

versöhnlicher wird.

Der Weg zueinander ist einfach eine Notwendigkeit. Und schon die Lebensklugheit

sollte uns f;ebieten, an den Satz zu denken: Was du willst, daß man

dir tu, das tu du einem anderen.

Weggehen müssen wir von uns selbst und von unserem eitlen, «frommen»

Tun, mit dem wir uns so oft selbst befriedigen, und auf das wir irrigerweise

auch noch stolz sind. Wir wollen zu dem gehen, der gerade unser Nächster ist.

Wir brauchen im wesentlichen sonst nichts zu tun, als uns von uns selbst zu

lösen, oder es wenigstens immer wieder zu versuchen, und hinzugehen zum

Bruder.

Wir werden nicht nur dem anderen eine Freude und Hoffnung geben können,

wir empfangen sie dadurch am stärksten selbst. Man hat in frühen Zeiten die

Christen einmal an ihrer Liebe, die sie zueinander hatten, erkannt.

Mein Mitmensch ist für mich also nicht bloß eine Gelegenheit zur Gottesliebe,

sondern die einzige konkrete Möglichkeit, Gottesliebe zu leben. Und indem

wir uns von uns selber wegreißen, werden wir Menschen werden.

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wäre Kirche in der Vergangenheit immer christlich gewesen, so müßten

wir uns heute nicht so viele Fragen stellen. So aber ist das Infragestellen

eine Chance zur Besinnung auf das Wesentliche, auf unser Christsein.

Wenn wir die Kirche von heute vergleichen mit der Kirche vor einigen Jahren,

so können wir begeistert feststellen, wieviel aufrichtiger, aufgeschlossener, beweglicher

und demokrati~cher sie geworden ist. Über die Probleme wird gemeinsam

nachgedacht und gesprochen, wie es für eine Gemeinschaft notwendig

ist.

Und doch sind wir in dieser Welt, die brennt, kaum Kirche von heute und

bestimmt noch nicht Kirche für morgen. Christsein im Wandel der Zeiten

müßte eigentlich gar nicht so problematisch sein.

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€ s gibt Menschen, die allein inmitten einer Welt voller Verwirrungen wie

ein Fels dastehen.

Wenn es aber möglich ist, gleichdenkende Menschen zu finden, ist es gut, sich

zu Gemeinschaften zusammenzufinden. Man kann sich gegenseitig bestätigen,

sich ermutigen und in müden Stunden Hoffnung geben bei dem Versuch, auf

eine klare und konsequente Art Christ zu sein.

Man will gemeinsam im Glauben befreit leben. Aber die Furcht vor der Freiheit

steckt wohl in unserer Natur, so müssen wir uns Sicherungen und Versicherungen

geben, die uns beengen und zu Fesseln werden, welche wir mitunter

zum Götzen erheben.

Wir vergessen, daß Christ-sein frei-sein heißt.

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heute läßt man Ehen, die zu einer Hölle geworden sind, auseinandergehen.

Man sieht ein, wie unmenschlich es war, durch moralischen Druck Menschen

leiden zu lassen. Und diejenigen, die das Sagen haben, wissen meist

nicht einmal, was für eine schreckliche Art von Hölle so ein Leben sein kann.

Brennend wichtig, heute mehr denn je, ist die Frage: Wie lebt man danach?

Was für Lebensmöglichkeiten und Hilfen gibt die Kirche Geschiedenen, vor

allem, wenn es sich um noch junge Menschen handelt? Wird man in Zukunft

zugestehen, noch einmal eine Bindung einzugehen, oder dürfen diese Menschen

nur noch Freundschaften oder «verbotene» Liebschaften haben?

Wenn die Kirche sich mit dem Lösen so schwer tut, dann müßte sie sich erst

recht mit dem Binden schwer tun, schwerer als bisher.

38


wir müssen unbedingt wieder lernen, lebendig über Glaubensfragen zu

sprechen. Nicht auf diese Art, bei der sich alle Diskussionen im Kreise

drehen, wo man garnicht wirklich sucht, wo man nur sich selber zelebriert.

Unsere Mentalität, negativ, obwohl oft humorvoll, über Gott, Mitmenschen

oder Kirche zu sprechen, sollte sich ändern. Man könnte ja auch, wenn man

bei «charmanten» Gesprächen dieser Art zugegen ist, widersprechen, einen

Kontrapunkt setzen.

Wir sollen wieder über die wesentlichen Fragen reden, ohne zu streiten, in

Zuneigung und einem Gespräch, das uns bereichern kann.

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a, wir sollen uns versöhnen, mit allen, vordringlich mit uns selber, damit

J

wir uns erkennen, uns finden, unsere Möglichkeiten ausloten und unsere

Grenzen sehen und bejahen, mit Gott, damit wir uns nicht in unserem eigenen

frommen Tun spiegeln, und mit den Menschen nach den Worten «Barmherzigkeit

will ich und nicht Opfer».

Aber es soll keine oberflächliche Versöhnung sein, weil wir ja so gute Christen

sind, Versöhnung soll vielmehr Leben ermöglichen. Und wenn Versöhnung

neues Leben ermöglichen soll, dann muß man zuerst mit Wahrhaftigkeit und

Ehrlichkeit Situationen sehen und bereit sein, Dinge richtigzustellen und zu

regeln, auch wenn es schwierig oder schmerzvoll sein sollte.

Das Image eines Christen, immer brav und gut zu sein, darf doch einfach nicht

stimmen. Denn mit der Bravheit kann man leicht der anderen Seite dienen,

und es soll ja keine Versöhnung mit dem Bösen vollzogen werden. Mit anderen

Worten, wenn wir uns versöhnen wollen, wenn wir also neuen Lebensraum

schaffen wollen, müssen wir auch die Geister unterscheiden lernen und die

Dinge richtig sehen können. Sonst lacht sich die Bosheit ob unserer dummen

Bravheit ins Fäustchen.

Wenn wir die richtige Sicht dann haben, sollten allerdings nicht nur Worte

(wie die meinigen) und nicht nur Aufrufe (wie die der Kirche) erfolgen, sondern

wir müssen Taten tun, ohne die alles nur Geschwätz wäre.

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J eh will mich mit meiner Kirche, die doch anfängt, sich auf den Weg zu

machen, versöhnen.

Vielleicht bemerken wir nicht, daß vor dem Ruf zur Versöhnung zur Erneuerung

aufgerufen wird.

Genau genommen ist das der Ruf, durch den alles möglich werden könnte,

wenn auch wir tatsächlich alle gewillt und beweglich genug wären, uns zu erneuern.

Erneuern aus Einsichten im Geiste des Evangeliums, und nicht nur

aus dem Zwang der Umstände heraus.

Also nicht nur einige sogenannte Progressisten streben voran!

Ich bin versöhnt mit der Kirche, weil viele ihrer Glieder nicht mehr mit «frommen

Scheuklappen» herumlaufen. Weil die Hartherzigkeit so oft durchbrachen

wird und Glieder dieser Kirche hundertfach ihre eigene Haut hinhalten- und

wir vergessen leicht, was das heißt - um anderen Menschen Mensch zu sein.

Und weil es Christen gibt, die nicht vorwiegend daran interessiert sind, em

«tadelloses Christenleben» zu führen.

Wie viele engagieren sich und beziehen Stellung für die Schwächeren!

Ich versöhne mich mit der Kirche, weil es in ihr Menschen gibt, die mit Andersdenkenden

in Ruhe sprechen können und nicht immer Recht haben müssen,

die den Geist der Armut hcchhalten, auch innerhalb der Kirche, und sich

der Armen annehmen, und für die der Mensch das Wichtigste ist, nicht Kultur

oder Kunst, und sei sie noch so edel und wertvoll.

Ich bin versöhnt worden durch diesen Geist, der Kirche nicht zu einem Selbstzweck

werden läßt.

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3 Kreuzigung Detail Glas

7 Seitenfenster Universität Trier

10 Der verlorene Sohn Detail Glas

13 Chorfenster in Köln - Liblar Detail Glas

15 Die Weisen aus dem Morgenland Detail Glas

19 Paulus Detail Glas

21 Radierung

24 Kreuzigung Karton

25 Pieta Karton

27 Zeichnung

29 Seitenfenster Universität Trier Detail

30 Seitenschiff-Fenster HoustonjTexas

32 Andreas Detail Glas

34 Engel Detail Glas

37 Radierung

39 Der reiche Jüngling Detail Glas

41 Thomas Detail Glas

42 Passion Detail Acryl

Die Glasfenster wurden in den Werkstätten Binsfeld & Co., Trier ausgeführt.

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