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SIEBEN: April 2018

Im April gibt es viel zu entdecken... z.B. auf dem Alfelder Frühlingsmarkt mit Autoschau am 21. und 22. April.

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24 Frühstücksgespräche Landliebe. Wer an Joghurt der gleichnamigen Marke denkt, hat das Bild von einem ländlichen Idyll vor Augen. Von grasenden Kühen, sanft geschwungenen, saftig- grünen Wiesen und glücklich herumspringenden Kindern, Menschen in Landhaus- Mode, von grenzenloser Ruhe und frischer, reiner Luft. Von Bauern-Gärten, in denen reihenweise Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren wachsen. So, wie wir sie aus Kindertagen kennen, in denen wir uns den Bauch mit Früchten direkt vom Strauch vollgeschlagen haben, bis uns schlecht wurde. Noch fest in dem Glauben wir würden nach einem getrunkenen Glas Wasser nach eben dieser Johannisbeere-Orgie Läuse im Bauch bekommen, oder aber zumindest im nächsten Krankenhaus liegen… Um nichts davon geht es in diesem Artikel! Gerade ist mein Verständnis von Landliebe ein ganz anderes. Es hat mich erwischt und zwar gleich in vielerlei Hinsicht. Die hippe Großstädterin, die aber zugegebenermaßen privat ziemlich ländlich lebt, die gnadenlos über Provinzhipster, Rockerbräute in Skoda Fabias und Pendlerinnen aus dem Vorharz-Nichts lästert, konfrontiert sich gerade massiv mit dem Landleben und mit namensgleicher Liebe. Passiert ist das alles – ganz modern – natürlich im Internet. Nein, nicht wie man vermuten könnte auf einer Seite für provinzielle und geistig verödete, schändlich verlassene Mit40er, sondern auf einer Seite, die mich eigentlich zu einer Liebe am Meer führen sollte und die ohne mein Wissen (und meine ausdrückliche Zustimmung) deutschlandweit vernetzt wurde. Auf der Suche nach dem Traummann im Norweger-Pulli und Haus mit Seeblick, trat nun der Feuerwehrmann eines 600-Seelen-Dorfes auf den Plan. Keine 20 km von mir entfernt, im tiefsten Nirgendwo, sitzt der Angebetete: Dorfkind, Landei, Provinz-Schönling – und - zu allem Überfluss in allen verfügbaren Vereinen äußerst engagiert. Ja, ja… Ich sehe euer Kopfschütteln, ungläubiges Starren auf die Worte vor euch und die Fragezeichen über euren Köpfen: „Was ist los mit unserer schrägen Lindener Partygängerin, die über die provinziellen Ü40-Parties lästert und Tequila als zweiten Vornamen trägt?!“ Ja, was ist los mit ihr??? Wer jetzt wegklickt, der verpasst etwas, was es zu lesen und verstehen gilt und bleibt wohl immer in dem Klischee und unüberbrückbaren Differenzen zwischen Landeiern und Großstadtmenschen hängen. Wo aber gibt es den kleinen Punkt, der diese beiden augenscheinlich so unüberbrückbaren Welten verbindet? Ich verrate es euch: Natürlich in der Liebe zueinander, das war ja jetzt wirklich nicht so schwierig. Das ländliche Leben hat eine Menge Charme und der sieht wie folgt aus: Der Dorf-Funk funktioniert perfekt über WhatsApp. Sobald ein „fremdes“ Auto länger als zwei Minuten vor der Tür des Nachbarn steht, trudelt eine fragende Nachricht ein: „Weißt du, wem das Auto vor deiner Tür gehört?“ Je nach Beziehungsstatus mit der auswärtigen Autobesitzerin wird dann mit „Keine Ahnung, kenn ich nicht!“ oder mit „Äh – steht demnächst wohl öfter hier…“, geantwortet. Menschen, lieben und entlieben sich und das Ganze vor den Augen und in einer Live-Audition von Nachbarn, Patentanten und -onkeln, von Kindergarten- Freunden, Planschbecken-Bekanntschaften und Ex-Frauen oder Bettgefährten. Kaum etwas, was ungesehen, unerkannt oder unkommentiert bleibt. Sei es die gruselige Haarfarbe der 75-jährigen, die gerade aus der Reha kommt oder die neuen Alufelgen, die den Neuwagen des ewigen Junggesellen zieren. Es gibt nichts, über das nicht ein Wort verloren wird. Nun könnte man denken: „Ja, wie grausam!“ Landliebe Es gibt aber eine Sache, die mich genau für diesen Tratsch einnimmt: Die Nachbarn haben sich gegenseitig im Blick. Ganz anders als in den anonymen Großstädten, in denen man nicht einmal den Nachnamen des Nachbarn kennt und es unnatürlich ist, dem Menschen gegenüber in der Stadtbahn ein Lächeln zu schenken. Natürlich wird im Dorf genau begutachtet, ob auch die Hecke wirklich gerade geschnitten wurde und die im Garten wehende Wäsche nicht nur sauber, sondern rein ist. Die Welt ist gezwungenermaßen klein, aber lebendig und liebenswert. Sie ist überschaubar und sie gibt ein gewisses Gefühl der Sicherheit. Wer sich im Großstadtdschungel verloren fühlt, der findet hier etwas, das es zu verstehen und lieben gilt. Wer noch nie auf einer Familienfeier mit 80 Gästen war, von denen 30 den selben Nachnamen tragen, und es 4 Stunden braucht um die Verwandtschaftsverhältnisse der Anwesenden erklärt zu bekommen, der hat definitiv etwas verpasst. Ich muss schmunzeln, wenn ein Mitglied des ortsansässigen Musikvereins mir stolz mitteilt, dass sie gerade einen Coldplay-Song aus dem Jahr 2008 einstudieren oder statt des hippen Stadtmagazins morgens die Bild-Zeitung von der Tankstelle gekauft wird. Erzähle ich von meinen Lieblingsecken in Linden, glauben tatsächlich Menschen, ich würde dort unter gleichnamigen Bäumen wandeln. Es ist herrlich und es ist sehr menschlich. Viel schöner ist es aber, was ich aus dem doch noch jungen Leben zwischen den Welten gelernt habe: Es gilt das Gerücht aus der Welt zu schaffen, dass Braunschweig Grenzkontrollen eingeführt hat und man für Hannover ein Tagesvisum braucht. Und das am Einfachsten, in dem man bzw. frau die Dörfler ins Auto packt und mit in die große, große Stadt nimmt. Tagsüber kann ich mich über den nicht enden wollenden Stau auf dem Messeschnellweg aufregen, finde die Anregungen für meine Geschichten und sauge die Eindrücke einer Großstadt auf, die schmuddelige, schöne, elegante und auch sehr bürgerliche Ecken hat. Wenn die Eindrücke mich zu erschlagen drohen, dann flüchte ich aufs Land. An einen friedlichen Ort mit 600 Einwohnern, die vielleicht nicht den letzten Schrei der High-End-Modelabel in der Luisen-Galerie kennen, die aber zu schätzen wissen, wo und wie sie leben. Die verbunden sind mit ihrem Ort, die Geschichten erzählen können, den neuesten Dorfklatsch via Smartphone verbreiten und immer noch glauben, dass die HDI-Arena Niedersachsen-Stadion heißt. Sie sind liebenswert, denn sie sind alles andere als die anonymen Großstadt-Hipster in der Hannoveraner Nordstadt oder auf der Limmer Straße, die unruhigen Geister auf der Suche nach dem letzten Schrei der Mode-Szene und der coolsten Instagram-Pose. Ich bin Teil beider Welten und ich hätte niemals gedacht, dass ich das einmal schreibe: Ich lebe und liebe das Beste aus beiden Welten – best of both worlds. Andrea Hausmann-Kunkel Das Leben ist zu kurz für irgendwann. Unsere Redaktion hat Zuwachs bekommen: Andrea Hausmann-Kunkel wird unser Magazin mit ihrer Kolumne bereichern und über Interessantes aus dem Leinebergland berichten. Die gebürtige Hildesheimerin, die sich auch als Teilzeit-Großstädterin bezeichnet, ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern, bekennende Papier-Fetischistin, passionierte Party- und Festival-Gängerin sowie glühender Fan der Hildesheim Invaders. Die besten Anregungen für ihre Kolumnen bekommt sie bei den Spaziergängen und mit ihrem Hund, den sie genau so sehr verflucht wie liebt und über den es seitenweise zu berichten gäbe. Ihre Texte ordnen sich thematisch irgendwo zwischen kuriosen Alltagsbeobachtungen und rotweingeschwängerter Küchenpsychologie ein: Voller Ironie, auch mal ganz schön bissig, aber immer mit einem charmanten Augenzwinkern.

Garten 25 Jetzt kommt Farbe in den Garten Grünes Warenhaus – Fachgeschäft für Tierhaltung und Garten Der Frühling hat in diesem Jahr zwar etwas Verspätung, mittlerweile ist er aber in den Startlöchern. Die Grundstücksbesitzer und Hobbygärtner können endlich loslegen. Sie haben sich in ihre Arbeitskleidung geworfen und sind in ihre Gummistiefel geschlüpft. Womit vielleicht nicht gerechnet wird: Bei der Gartenarbeit wird längst auch modisch gewerkelt. Im Grünen Warenhaus am Alfelder Bahnhof wird man fündig: Nicht nur Qualität und Langlebigkeit sind Kriterien für Gummistiefel, Gartenschuhe oder Handschuhe. Als Modefarbe dieser Gartensaison ist Pink angesagt. Jetzt ist nicht mehr zu übersehen, wer engagiert sein Grün pflegt. Das folgende Thema als Mode zu bezeichnen, würde viel zu kurz greifen: Es geht um die Verantwortung der Menschen für die Natur. Für den Fortbestand ist die Artenvielfalt von Insekten und Vögeln besonders wichtig. Das Grüne Warenhaus hat Samenmischungen im Sortiment, die speziell für die Bedürfnisse der Bestäuber und Honigproduzenten ausgerichtet sind. Wer der Umwelt etwas Gutes tun will kann mit Blumenwiesen im Garten oder an Wegen anfangen oder sogar ein Insektenhotel oder Bienenhaus im Garten aufstellen. So wird das eigene Umfeld zum Nützlingsparadies. Für die gefiederten Gartenbewohner steht eine große Auswahl an Ganzjahres-Vogelfutter sowie verschiedene Nistkästen zur Verfügung. Die Auswahl des Grünen Warenhauses im Bereich Sämereien ist groß. Neben den Blumen für Ziergärten werden auch Sämereien für Nutzpflanzen wie Tomaten, Gurken, Zucchinis oder Salate angeboten. Dort findet man alles was im Garten in unseren Breitengraden wächst – oder auch im Kübel auf dem Balkon und im Gewächshaus. Die Profi- Linie des Sortiments ist gekennzeichnet mit dem Güte- Hinweis: „von Natur aus widerstandsfähig“. Eine Auswahl an Pflanzkartoffeln, Steckzwiebeln und Blumenzwiebeln rundet dieses Sortiment ab. Passende Aussaat-, Pflanz- und Blumenerden sowie verschiedenen Rindenmulche zur Beetabdeckung sind ebenfalls erhältlich. Wer Probleme mit dem Rasen hat, kann sich im Grünen Warenhaus kompetent beraten lassen. Denn nicht nur der Nutzgarten braucht Dünger und Pflege. „Wir veranstalten regelmäßig Bodentestaktionen mit Rasenberatung“, verrät Oliver Heuer. Zu diesen Terminen kann man Bodenproben aus seinem Garten entnehmen und in dem Fachhandel am Alfelder Bahnhof kostenlos analysieren lassen. Bei diesen Untersuchungen können zwar nicht alle Bestandteile analysiert werden, es werden aber Nährstoffmängel deutlich. „Immer mehr Kunden wollen keine `Chemie` mehr im Garten“, sagt Melanie Hillebrecht, Fachverkäuferin im Grünen Warenhaus. Dennoch sein die Bodenversorgung mit Nährstoffen unerlässlich. „Für jede Pflanze haben wir den einen passenden Dünger vorrätig“, so die Expertin, die in Beratungsgesprächen sehr oft Naturdünger empfiehlt. Dieser wird vor allem auch von Tierhaltern gern genommen, da für freilaufende Hunde oder auch Hühner keine Gefahr durch die Düngung entsteht. Für Halter von Nutzgeflügel steht außerdem ein großes Sortiment an Futtermitteln und Zubehör für deren Haltung zur Verfügung. Kleintier und Pferdehalter können aus einem stetig wachsenden Sortiment auswählen und Futterproben testen. Wer jetzt zu Beginn der Saison seinen Weidezaun ausbessern oder erneuern möchte, wird ebenfalls im Grünen Warenhaus fündig. Mit diesen Tipps und Hinweisen ist natürlich nur ein kleiner Teil des Sortiments skizziert. Ein Besuch im Grünen Warenhaus, der Adresse für Garten und Tierhaltung in der Region, lohnt sich immer. (red/hst) Information: Grünes Warenhaus – Gartenbedarf und Futtermittel, Fachabteilung der Landhandel Weiterer GmbH Am Bahnhof 8, 31061 Alfeld Tel.: (05181) 81219 www.gruenes–warenhaus-alfeld.de E-Mail: gw@weiterer.de Öffnungszeiten: Montag, Dienstag u. Donnerstag: 8 bis 12 Uhr sowie 13 bis 17 Uhr, Mittwoch und Freitag: 8 bis 12 Uhr sowie 13 bis 16.30 Uhr, Sonnabend: 8.30 bis 12 Uhr Wir haben was Neues für Sie: die Kaminöfen von Hase. Made in Germany. Bis zu 400 € Austausch- Prämie Beim Kauf eines Hase-Kaminofens bis 30.04.2018 erhalten Sie bis zu 400 € für Ihren alten Kaminofen und wir ein Vorher-Nachherfoto für unsere Facebook-Seite. kamine kachelöfen kaminöfen 31084 freden tel. 05184-8094 www.ofenbau-lange.de Werbeprojekte sind unterschiedlich wie Menschen. Wir haben offene Ohren für Ihre individuellen Wünsche. Unser Kreativteam wünscht Ihnen ein fröhliches Osterfest! agentur wolski Am Buchenbrink 21 · 31061 Alfeld · Telefon 05181 827 073 www.agentur-wolski.de · www. sieben-region.de

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Sonntag, 22. April 2007 - femme totale
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