Patientenzeitschrift Frühjahr / Sommer 2018

Visioness

Patientenzeitschrift Frühjahr / Sommer 2018

Heft 9 Frühjahr-Sommer 2018

GRATIS

ZUM

Ohne Werbeanzeigen

M

I T N E H M E N

Gesund in Essen

Operation fast ohne Narben

Neuer Leitender Arzt etabliert

hochmoderne Single-Port-Chirurgie

am Katholischen Klinikum Essen

Wechselprothesen

14-jähriges Mädchen kann nach

Hüftoperation wieder laufen

Engpass

im Körper

So vermeiden Sie

einen Schlaganfall

Alle Termine der

geburtshilflichen Klinik

des KK Essen 2018

Gesund in Essen


Editorial

4 8

Inhalt

Titelthema: Schlaganfall

Engpass im Körper – So vermeiden Sie einen Schlaganfall 8

Liebe Patienten,

liebe Leser,

wir wollen uns hier kurz fassen, denn in der aktuellen ‚Gesund in Essen‘

warten wieder interessante Berichte, Reportagen und Informationen zu aktuellen

Gesundheitsthemen auf Sie.

6

18

Gesundheitsthemen

Neue Möglichkeiten in der MS-Therapie –

Weiteres Mittel gegen Multiple Sklerose gibt Grund zur Hoffnung 4

In der vorliegenden Ausgabe liegt uns besonders das Thema Vorbeugung,

zum Beispiel bei Schlaganfall und Darmkrebs, am Herzen. Gerade bei letzterem

ist die Kontrolluntersuchung so entscheidend, dass die Internistin Dr.

Christiane Arnold vom MVZ appelliert: ‚Darmkrebs muss nicht sein‘. Für

Menschen mit der Diagnose Multiple Sklerose gibt es noch mehr Grund zur

Hoffnung durch neue Therapieansätze, welche PD Dr. med. Oliver Kastrup

im Heft aufzeigt. Vorstellen wollen wir Ihnen auch unseren neuen Leitenden

Arzt der Chirurgischen Klinik I: Dr. med. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff

ist zum 2. Januar aus der Schweiz zu uns gekommen, und mit ihm auch ein

neues operatives Verfahren fast ohne Narben, das zum Beispiel für Eingriffe

am Darmtrakt prädestiniert ist. Weil nicht alles Neue immer neu bleibt, gehen

wir in dieser Ausgabe auch auf das Thema Revisionsprothetik ein, in

dem wir über eine große Expertise verfügen. Experten kommen auch in unseren

Gastbeiträgen von Fachgesellschaften zu Wort, passend zu unseren

Themen Gefäßkrankheiten, Schlaganfall und Multiple Sklerose.

Beckenbodenschwäche –

Scham und gesellschaftliches Stigma ablegen 6

Junge Mutter berichtet von Sturzgeburt in 55 Minuten 14

Therapiehunde schenken Krebspatienten Lebensfreude 18

Wechselprothesen: Darum sind sie manchmal notwendig –

14-jähriges Mädchen kann nach Hüftoperation

im Philippusstift wieder laufen 22

Operation fast ohne Narben – Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff

etabliert als neuer Leitender Arzt die hochmoderne Single-Port-

Chirurgie am Katholischen Klinikum Essen 26

Darmkrebs muss nicht sein –

Dr. Arnold rät zu regelmäßiger Vorsorge 28

Übrigens: Das gleichnamige Webportal gesundinessen.de ergänzt viele Artikel

im Heft mit Hintergrundinformationen sowie Videobeiträgen, in denen

z.B. unsere Kliniken vorgestellt werden. Doch jetzt wünschen wir Ihnen viel

Freude beim Lesen Ihrer „Gesund in Essen“. In diesem Sinne – bleiben Sie

gesund!

Dipl.-Kaufm. Manfred Sunderhaus

Geschäftsführer

Impressum

Gesund in Essen Nr. 9 Frühjahr-Sommer 2018

Herausgeber: Katholisches Klinikum Essen

Postanschrift: Katholisches Klinikum Essen

Marketing und Kommunikation

Hospitalstraße 24, 45329 Essen

Fon: 0201 6400 1020

Fax: 0201 6400 1029

Mail: marketing@kk-essen.de

www.kk-essen.de

www.gesundinessen.de

Redaktionsleitung: Stefan Mattes,

Leiter Marketing und Kommunikation

Inhaltliches und grafisches Konzept,

Redaktion und Realisation:

Visioness GmbH, Heidelberg

Druck: Löcke-Druck

Auflage: 106.000

22

26

Service

News 21

Kreißsaalführungen 15

TV-Programm 16

Veranstaltungskalender 30

Fachkliniken/Leitende Ärzte 31

Quellen in dieser Ausgabe:

- Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft

Bundesverband e. V. (DMSG)

- Aphasiker Zentrum NRW e. V.

- Deutsche Gesellschaft für Angiologie -

Gesellschaft für Gefäßmedizin e. V.

- Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft e. V.

- Deutsche Gesellschaft für Orthopädie

und Unfallchirurgie

Gesund in Essen Gesund in Essen


Neue Möglichkeiten

in der MS-Therapie

Weiteres Mittel gegen Multiple Sklerose gibt Grund zur Hoffnung

Ein neues Medikament macht Patienten mit Multipler Sklerose Hoffnung: Eine Antikörpertherapie mit dem

Mittel Ocrelizumab soll künftig eine Besserung der primär progressiven sowie der aktiven, schubweise

auftretenden Multiplen Sklerose (MS) ermöglichen. Für Betroffene und Ärzte ein vielversprechender

Durchbruch: Die progressive Form galt bisher als schwer therapierbar.

„Die Behandlungsmöglichkeiten sind

in den vergangenen 20 Jahren immens

optimiert worden. Aber es gab zu keinem

Zeitpunkt zuvor so viel Grund für

Optimismus wie jetzt“, zeigt sich Privatdozent

Dr. Oliver Kastrup, Leitender Arzt

der Klinik für Neurologie und Klinische

Privatdozent Dr. Oliver Kastrup freut sich,

für die MS-Therapie eine breite Palette an

Wirkstoffen zur Verfügung zu haben.

Neurophysiologie im Philippusstift des

Katholischen Klinikums Essen, erfreut.

Ihm fallen auf Anhieb einige Patienten

ein, die sich bereits auf die neue Antikörpertherapie

mit Ocrelizumab freuen.

„Einer meiner Patienten verspricht sich

davon weniger Schübe“, sagt Dr. Kastrup.

„Ein anderer, bei dem die Krankheit bisher

ohne Schübe schleichend fortschritt,

hofft auf eine generelle Besserung.“

Bisher war Ocrelizumab in Deutschland

nur eingeschränkt für Patienten zugänglich.

Nachdem das Präparat bereits in

den USA und in skandinavischen Ländern

für gute Erfolge in der Therapie Multipler

Sklerose sorgte, lässt seit Anfang des

Jahres auch die EU-Kommission das

Mittel zu. Es ist eine Weiterentwicklung

des bisher bei Blutkrebs und Autoimmunerkrankungen

eingesetzten Rituximab.

Breitere Anwendung und positive Erfahrung

mit dieser Therapie gab es bisher

schon in Skandinavien. Verabreicht wird

es zweimal im Jahr, es hemmt die weißen

Blutkörperchen (B-Zellen) im Körper und

überzeugt offenbar durch verhältnismäßig

geringe Nebenwirkungen.

„Wir haben jetzt eine breite Palette

an Wirkstoffen zur Verfügung“

Für einen Großteil der MS-Patienten

bringt zwar bereits eine Basistherapie

mit Interferonen oder Glatirameracetat

Besserung. Das Präparat wird dreimal

in der Woche unter die Haut gespritzt

oder einmal in der Woche intramuskulär

gegeben. Seit einigen Jahren gibt es

darüber hinaus das aus der Rheumatherapie

abgeleitete Teriflunomid sowie Fumarsäure,

welche als Tablettenpräparat

verabreicht wird. Das Mittel kam bisher

vorwiegend bei Schuppenflechte zum Einsatz.

Beide erfordern wegen Leber- oder

Blutbildstörungen regelmäßige ärztliche

und Laborkontrollen. Ebenfalls mit speziellen

und zum Teil relevanten Nebenwirkungen

stehen seit einigen Jahren die

hochwirksamen intravenösen Präparate

Natalizumab und Alemtuzumab zur Verfügung.

„Es ist leider immer so gewesen, dass Patienten

trotz der Basis-Therapie Krankheitssymptome

gezeigt haben, Schübe

bekamen oder ihr klinischer Zustand

sich verschlechterte oder erhebliche Nebenwirkungen

möglich waren“, bedauert

Dr. Kastrup. Gerade Patienten mit primär

progressiver Multipler Sklerose sprachen

kaum auf die für über die Hälfte

aller MS-Patienten hilfreiche Basistherapie

an. Die primär progressive Multiple

Sklerose äußert sich durch einen von Beginn

an schleichend oder kontinuierlich

voranschreitenden Krankheitsverlauf.

Vor diesem Hintergrund hätten Pharmakologen

weiter geforscht und im Laufe

der vergangenen Jahre eine Reihe vielfältiger

und wirkungsvoller Medikamente

auf den Markt gebracht.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir jetzt

eine breite Palette an Wirkstoffen zur

Verfügung haben, die wir über die Basistherapie

hinaus gezielt, kontrolliert und

für jeden Patienten individuell einsetzen

können“, freut sich der Leitende Arzt für

seine Patienten und verweist in dem Zusammenhang

auf den von der Multiplen

Sklerose Gesellschaft veranstalteten

Welt MS Tag am 30. Mai 2018. Passend

zu den neusten Entwicklungen lautet das

Motto „Unheilbar optimistisch“. Dr. Kastrup:

„Das Motto trifft grundsätzlich auf

die meisten MS-Patienten zu – im Moment

allerdings mehr als je zuvor.“

Ihre Fachklinik vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Klinik für Neurologie

und Klinische Neurophysiologie

Priv.-Doz. Dr. Oliver Kastrup

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 3350

Mail: o.kastrup@kk-essen.de

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Multiple Sklerose Tag

am Philippusstift

Eine Veranstaltung für Betroffene,

Angehörige und Interessierte

mit Vorträgen, Workshops

und Beratungsangeboten.

30.05.2018, 16 bis 19 Uhr

Hülsmannstraße 17, 45355 Essen

Näherer Infos unter www.kk-essen.de

Wir danken allen Beteiligten:

Unheilbar

optimistisch

Sogenannte Monoclonale Antikörper wecken

bei Patienten mit Multipler Sklerose

neue Hoffnung. Für wen diese Therapie

geeignet ist und welche Wirksamkeit die

Behandlung mit Antikörpern haben kann,

darüber berichtet Prof. Dr. Judith Haas,

Vorsitzende der Deutschen Multiple Sklerose

Gesellschaft, Bundesverband e. V.

Am 30. Mai 2018 ist Welt MS Tag.

Welche Botschaft hat Ihre Fachgesellschaft

für Betroffene an diesem Tag?

Prof. Dr. Judith Haas: Der DMSG-Bundesverband

hat mit Hilfe eines öffentlichen

Wettbewerbs und Abstimmungen

das diesjährige Motto und seine plakative

Umsetzung ermittelt. „Unheilbar optimistisch“

– dieser scheinbare Widerspruch

soll MS-Erkrankte und deren Angehörige

dazu aufrufen, niemals aufzugeben.

Noch ist Multiple Sklerose nicht heilbar.

Aber gemeinsam können wir es schaffen,

die Forschung weiter voranzutreiben und

darauf zu vertrauen, dass eines Tages aus

unheilbar heilbar wird.

Welche Vorteile hat die

Antikörpertherapie?

Prof. Dr. Judith Haas: Die neuen Monoclonalen

Antikörper (wie Ocrelizumab, Anm.

d. Red.) greifen gezielt in die autoaggressiven,

das heißt gegen das zentrale Nervensystem

gerichteten, Entzündungsprozesse

der Multiplen Sklerose ein, indem

sie schädliche Immunzellen blockieren.

Das Gedächtnis des Immunsystems wird

also verändert und in gewissem Maße ein

Zustand des Immunsystems wie vor der

MS angestrebt.

Das komplette Interview lesen Sie auf

www.gesundinessen.de

Gesund in Essen Gesund in Essen

Kontakt

Deutsche

Multiple Sklerose

Gesellschaft Bundesverband e. V.

Krausenstr. 50

30171 Hannover

Tel. 0511 9683415

E-Mail: dmsg@dmsg.de

Internet: www.dmsg.de


Scham und

Starke Beckenbodenmuskulatur

Schwache Beckenbodenmuskulatur

gesellschaftliches

Stigma ablegen

Gynäkologin rät:

Mit Beckenbodenschwäche rasch zum Arzt

Jede dritte Frau in Deutschland leidet

im Lauf ihres Lebens unter einem

schwachen Beckenboden. Folgen können

eine Genitalsenkung und eine Blasenschwäche

sein. Dennoch geht kaum

eine Betroffene zum Arzt, in den meisten

Fällen aus Scham und Angst vor einem

gesellschaftlichen Stigma.

Eine Geburt, hormonelle Veränderungen

während der Wechseljahre oder schwere

körperliche Belastung können das Gewebe

ausdünnen und den Muskel sowie

die Bänder lockern. Die Gebärmutter

oder die Scheide verschieben sich nach

unten. „Typische Symptome sind ein Ziehen

oder Schmerzen im Unterleib sowie

der unwillkürliche Urinverlust. Meist

steigern sie sich im Lauf der Zeit“, erklärt

Dr. Justine Speth, Leitende Oberärztin

der Gynäkologie im Marienhospital

des Katholischen Klinikums Essen. „Die

meisten Betroffenen schämen sich dafür,

die Kontrolle über ihre Blase zu verlieren,

und gehen meist ungern zum Arzt“,

berichtet die Gynäkologin.

Weitere Informationen

und Filme zum Thema auf

www.kk-essen.de

2.

Schambein

Scheide

Wirbelsäule

Gebärmutter

Blase

Rektum

Beckenbodenmuskulatur

Steißbein

Gebärmuttersenkung

Scheidensenkung

Bridging: Legen Sie sich mit dem Rücken auf eine Matte, die Füße auf einen

Gymnastikball oder einen Stuhl gestützt, und drücken Sie mit angespanntem

Beckenboden die Hüfte nach oben.

Enddarm. Diese machen den Beckenboden

jedoch instabil und lassen ihn gerade

für Frauen zur Risikozone werden.

Daher ist es besonders wichtig, sich

bereits bei den ersten Anzeichen einer

Beckenbodenschwäche von einem Gynäkologen

untersuchen zu lassen. „Gerade,

wenn unbeabsichtigt mehr als ein paar

Tropfen Urin austreten oder ein Fremdkörpergefühl

in der Scheide stört, können

zunächst mit vielfältigen nicht operativen

Methoden die Beschwerden deutlich gemindert

werden“, betont Dr. Speth. „Es

handelt sich hierbei zum Beispiel um

ein gezieltes Beckenbodentraining oder

eine medikamentöse Therapie. Ebenfalls

kann eine Pessartherapie hilfreich sein.“

Ist die Beckenbodenschwäche jedoch zu

stark vorangeschritten, hilft in den meisten

Fällen nur noch eine Operation. Dabei

werden künstliche Stützen für Scheide

(vaginale Netze) oder die Harnröhre

(TVT-Band) eingesetzt und manchmal

die Gebärmutter entfernt. In der Regel

werden diese Eingriffe ohne großen Aufwand

minimal-invasiv durch die Scheide

oder die Bauchdecke durchgeführt.

Die Betroffenen sind daher bereits nach

wenigen Tagen wieder zu Hause – ohne

Beschwerden und mit verbesserter Lebensqualität.

Die Gefahr, eine Beckenbodenschwäche

zu erleiden, hängt mit dem besonderen

Aufbau des Beckenbodens zusammen:

Drei Muskel- und Bindegewebsschichten

schließen die Bauchhöhle nach unten

hin ab und verhindern so ein Absinken

der inneren Organe. Die Muskeln stützen

den unteren Rückenbereich und helfen

unter anderem dabei, schwere Gegenstände

hochzuheben und zu tragen. Außerdem

verhindern Sie ein ungewolltes

Austreten von Urin oder Stuhl. Unterbrochen

werden die Muskelstränge von drei

Durchlässen für Scheide, Harnröhre und

1.

Beckenrollen: Setzen Sie sich in gerader Haltung auf einen Gymnastikball

und rollen Sie das Becken langsam vor und zurück.

Ihre Fachklinik vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. Justine Speth

Leitende Oberärztin

Fon: 0201 6400 1851

Mail: gyn@kk-essen.de

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Gesund in Essen Gesund in Essen

3.

Bauchmuskeln: Legen Sie sich mit angewinkelten Beinen auf den Boden, schieben

Sie die Arme parallel zum Boden in Richtung ihrer Beine und heben Sie den Oberkörper

an. Achten Sie dabei auf einen möglichst geraden Rücken.


Absterbende

Hirn-Areale

Gehirnblutung

Engpass

im Körper

Verkalkung

in der Halsschlagader

So vermeiden Sie einen Schlaganfall

Rauchen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder ungesunde

Essgewohnheiten erhöhen die Gefahr für einen Schlaganfall.

Mit der richtigen Therapie und der richtigen Lebensweise

können Sie die Risiken minimieren.

Blutgerinnsel

Jährlich erleiden in der Bundesrepublik

laut Deutscher Gesellschaft für Gefäßchirurgie

und Gefäßmedizin rund 200.000

Menschen einen Schlaganfall. Die Deutsche

Gesellschaft für Neurologie geht von

260.000 Fällen aus. Eine Million Männer

und Frauen haben als Folge körperliche

oder geistige Behinderungen. „80 Prozent

aller Schlaganfälle entstehen durch

ein verstopftes Blutgefäß“, sagt Privatdozent

Dr. Oliver Kastrup, Leitender Arzt

der Klinik für Neurologie und Klinische

Neurophysiologie im Philippusstift des

Katholischen Klinikums Essen. Bei diesem

sogenannten ischämischen Hirninfarkt

stirbt Gewebe im Gehirn ab, weil

es nicht ausreichend mit Blut und damit

mit Sauerstoff versorgt wird. Ursachen

können beispielsweise Herz- oder Stoffwechselerkrankungen

sowie eine ungesunde

Lebensweise sein.

Im Gefäßzentrum des Katholischen Klinikums

Essen beraten Radiologen, Kardiologen,

Neurologen und Chirurgen

deshalb gemeinsam und in enger Abstimmung

mit Ihnen als Patient darüber,

wie Sie Risikofaktoren für einen Schlaganfall

minimieren. Nach einer ausführlichen

Befragung über Gewohnheiten

und die Vorgeschichte folgt zunächst eine

umfassende klinische, sonologische und

radiologische Untersuchung mit allen

gängigen technischen Verfahren wie Angiographie,

Computertomografie sowie

Magnetresonanztomografie. Auch auf

dem Gebiet der minimalinvasiven bzw.

interventionellen Verfahren verfügt die

Klinik über höchste Qualität. Damit ist für

die Ärzte am Katholischen Klinikum Essen

auch die bildgesteuerte Behandlung

tiefergelegener Strukturen kein Problem.

Gefäßverschlüsse können sicher erkannt

werden.

Hervorgerufen werden diese Engpässe

überwiegend durch Arteriosklerose.

Dabei lagern sich nach und nach Fette

Gesund in Essen Gesund in Essen


Was ist ein Schlaganfall?

Bei einem Schlaganfall wird ein Teil des

Gehirns nicht mehr ausreichend mit

Blut und damit mit Sauerstoff versorgt.

In seltenen Fällen ist eine Blutung im

Gehirn dafür verantwortlich. In 80 Prozent

der Fälle ist ein Gerinnsel, das ein

Blutgefäß verstopft, die Ursache. Die

betroffenen Stellen drohen abzusterben.

Deshalb ist bei einem Schlaganfall

schnelle Hilfe notwendig. „Viele

Patienten sind nach einem halben Jahr

wieder symptomfrei“, sagt Dr. Kastrup,

Leitender Arzt der Klinik für Neurologie

und klinische Neurophysiologie im

Philippusstift des Katholischen Klinikums

Essen. Dabei helfe vor allem eine

sogenannte Lysetherapie. Bei Schlag-

anfällen, die durch ein Gerinnsel ausgelöst

wurden, verabreichen Ärzte per

Infusion ein Gerinnungsmedikament,

das die Engstelle wieder freigeben soll.

Außerdem erhalten Menschen, bei denen

ein großes Gefäß verschlossen ist,

eine Thrombektomie. Dabei wird ein

Katheter mit Stent über die Leiste Richtung

Gehirn geschoben. Wie ein Drahtkäfig

umschließt der Stent das Gerinnsel

und der Pfropf wird zusammen mit

dem Katheter herausgezogen. Sollte

der Schlaganfall durch eine Verengung

der Halsschlagader („Karotisstenose“)

bedingt sein, ist meist eine operative

Plaqueentfernung zur Wiedereröffnung

des Gefäßes erforderlich.

Die häufigsten Ursachen für einen Schlaganfall:

• Rauchen

• Bluthochdruck

• Diabetes mellitus

• Herzkrankheiten wie

- Vorhofflimmern

- Herzklappenerkrankungen

• Erhöhte Cholesterinwerte

• Übergewicht

• Alter

• Genetische Veranlagung

• Übermäßiger Alkoholkonsum

So können Sie selbst das Risiko

für einen Schlaganfall minimieren

Rauchen, Bluthochdruck, mangelnde Bewegung und Übergewicht

begünstigen einen Schlaganfall. Wenn Sie diese

Gewohnheiten einstellen oder zumindest einschränken, und

sich mit Bluthochdruck oder Diabetes von ihrem Arzt des

Vertrauens richtig beraten und gegebenenfalls medikamentös

einstellen lassen, erhöht das auch ohne Operation oder

Stents Ihre Chancen auf ein langes, gesundes Leben.

Ein Interview mit Christiane Mais, Geschäftsführerin des

Aphasiker-Zentrums NRW e. V. zu Hilfsmöglichkeiten nach

einem Schlaganfall lesen Sie auf www.gesundinessen.de

oder Kalk an den Innenwänden der Arterien

ab. Es kommt zu Einengungen

und schließlich zum vollständigen Verschluss.

Das Blut kann nicht mehr ungehindert

fließen. „Auch Herzerkrankungen

wie Vorhofflimmern erhöhen das Risiko

für einen Schlaganfall.

Das Herz schlägt unregelmäßig, wodurch

sich Gerinnsel (Thromben) in der Vorkammer

des Herzens bilden können“, erklärt

Prof. Dr. Hailer, Leitende Ärztin der

Medizinischen Klinik II – Innere Medizin,

Kardiologie, Angiologie, Rhythmologie

und Gastroenterologie am Katholischen

Klinikum Essen. Löst sich das Gerinnsel,

wandert es mit dem Blut Richtung Gehirn

und verschließt möglicherweise ein Gefäß.

Die betroffene Stelle wird nicht mehr

mit Sauerstoff versorgt, Nervenzellen

sterben ab. Die Folge: ein Schlaganfall.

„Herzerkrankungen wie Vorhofflimmern

erhöhen das Risiko für einen Schlaganfall “

Während bis vor wenigen Jahren noch

blutverdünnende Medikamente das einzige

Mittel waren, durch Vorhofflimmern

verursachte Thromben zu beseitigen, sind

inzwischen weitere Optionen möglich. So

werden im Philippusstift und St. Vincenz

Krankenhaus sogenannte Schirmchen

in das linke Vorhofohr gesetzt, damit

sich dort gar nicht erst Gerinnsel bilden

können. Dieses Verfahren eignet sich für

Patienten, bei denen ein erhöhtes Blutungsrisiko

besteht und die deshalb keine

gerinnungshemmenden Medikamente

einnehmen dürfen.

Bei größeren Gefäßverkalkungen ist laut

Dr. Kastrup in 90 Prozent der Fälle eine

Operation die beste Wahl. Unter Leitung

von Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff

entfernen Chirurgen der Chirurgischen

Klinik I für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

problemlos mögliche Engpässe

in Arterien oder Venen.

Vorbeugen ist besser als heilen

Gefäßkrankheiten sind Volkskrankheiten mit teils dramatischen Folgen.

Prof. Dr. Thomas Schwarz erklärt im Interview, welche Botschaft der Aktionstag

Gefäßgesundheit am 16. Juni 2018 vermitteln möchte.

Am 16. Juni 2018 ist der Aktionstag Gefäßgesundheit. Welche Botschaft

möchte Ihre Fachgesellschaft mit diesem Aktionstag vermitteln?

Prof. Dr. Thomas Schwarz: Mit dem bundesweit stattfindenden Aktionstag Gefäßgesundheit

möchte die Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin

e. V. (DGA) die Öffentlichkeit über Gefäßkrankheiten aufklären. Im Mittelpunkt

des Aktionstages stehen die Früherkennung, Prävention und Behandlung

von Gefäßkrankheiten. Dazu zählen beispielsweise die Thrombose und die Lungenembolie,

Krampfadern, Artherosklerose sowie die periphere arterielle Verschlusskrankheit

(PAVK). Letztere wird im Volksmund auch als „Schaufensterkrankheit“

bezeichnet, was nach einer gefährlichen Verharmlosung dieser Krankheit klingt,

denn sie ist Vorbote von Herzinfarkt und Schlaganfall.

Das gesamte Interview lesen Sie auf www.gesund-in-essen.de

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für Angiologie –

Gesellschaft für Gefäßmedizin e. V

Prof. Dr. Thomas Schwarz

Haus der Bundespressekonferenz

Schiffbauerdamm 40

10117 Berlin

Fon: 030 208 888 31

Mail: info@dga-gefaessmedizin.de

10 Gesund in Essen Gesund in Essen 11


Ihre Fachklinik vor Ort

Bei Lähmungen und Sprachstörungen:

Notruf statt Mittagsschlaf

Beim Schlaganfall kommt es auf jede Minute an. Je schneller ein Patient behandelt werden kann, desto höher

stehen die Chancen auf vollständige Genesung. Prof. Dr. Martin Köhrmann von der Deutschen Schlaganfall

Gesellschaft macht im Interview deutlich, wie wichtig der schnelle Anruf beim Rettungsdienst ist.

Katholisches Klinikum Essen

Radiologische Klinik I – Klinik für

Diagnostische und Interventionelle

Radiologie

Dr. Tarek Azhari

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 1950

Mail: t.azhari@kk-essen.de

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Katholisches Klinikum Essen

Klinik für Neurologie und Klinische

Neurophysiologie

Priv.-Doz. Dr. Oliver Kastrup

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 3350

Mail: o.kastrup@kk-essen.de

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Katholisches Klinikum Essen

Medizinische Klinik II – Innere Medizin,

Kardiologie, Angiologie, Rhythmologie

und Gastroenterologie

Prof. Dr. Birgit Hailer

Leitende Ärztin

Fon: 0201 6400 3300

3301

3350

Mail: mk2@kk-essen.de

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Warum spielt Zeit bei der

Behandlung eines Schlaganfalls

eine so große Rolle?

Prof. Dr. Martin Köhrmann: Wenn ein

Mensch einen schweren Schlaganfall

erleidet, gehen pro Minute ungefähr zwei

Millionen Nervenzellen, 14 Milliarden

Nervenverbindungen und 12 Kilometer

Nervenkabel kaputt. Es ist immens

wichtig, dass Schlaganfallpatienten so

schnell wie möglich in einer Klinik behandelt

werden.

Woran erkennt ein Laie, dass ein

Betroffener einen Schlaganfall

erlitten hat?

Prof. Dr. Martin Köhrmann: Das tückische

bei einem Schlaganfall ist, dass er

nicht weh tut und als Notfall dementsprechend

häufig nicht wahrgenommen

wird. Es gibt immer wieder Fälle, in denen

Patienten zum Beispiel ihre rechte

Körperseite nicht mehr bewegen und

kaum noch sprechen können – aber

anstatt den Rettungsdienst zu rufen, legen

sie sich zum Mittagsschlaf

hin, in der Hoffnung, danach

geht es schon wieder. Des-

halb: Wenn ein Mensch eine Körperseite

nicht mehr bewegen kann, seine Sprache

undeutlich wird oder er kaum noch

sprechen kann, sollte sofort der Notarzt

(112) verständigt und am Telefon bereits

der Verdacht auf einen Schlaganfall geäußert

werden.

Was sind aus Sicht der Fachgesellschaft

die wichtigsten präventiven

Maßnahmen?

Prof. Dr. Martin Köhrmann: Eine Änderung

der Lebensgewohnheiten kann viel

bewirken. Über 70 Prozent der Schlaganfälle

könnte verhindert werden, wenn

sich Menschen mehr bewegen, gesünder

ernähren und auf negative Einflüsse

wie Rauchen verzichten würden. Auch

bestehende Risikofaktoren, wie Bluthochdruck

und Herzrhythmusstörungen,

müssen unbedingt konsequent behandelt

werden.

Kontakt

Deutsche Schlaganfall-

Gesellschaft e. V.

Prof. Dr. Martin Köhrmann

Deutsche Schlaganfall-

Gesellschaft (DSG)

Reinhardtstr. 27c

10117 Berlin

Fon: 030 531 437 930

Mail: info@dsg-berlin.org

Katholisches Klinikum Essen

Radiologische Klinik II –

Klinik für Radiologie

Dr. Georg Bilitewski

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 3450

Mail: g.bilitewski@kk-essen.de

Katholisches Klinikum Essen

Chirurgische Klinik I – Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 1750

Mail: b.gerstenbergk-helldorff@kk-essen.de

Bei diesen drei

Symptomen sollten

Sie sofort den

Rettungsdienst

unter 112 rufen:

Akute halbseitige

Schwäche

Sprachstörungen

Sehstörungen

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Weitere Anzeichen

für einen

Schlaganfall:

Gleichgewichtsstörungen

Plötzliche heftige Kopfschmerzen

Taubheitsgefühl

in Armen und Beinen

12 Gesund in Essen Gesund in Essen 13


Abgehetzt stürmt Jens Höfken in den Kreißsaal des Marienhospitals

Altenessen – und kommt trotz größter Eile drei Minuten zu spät.

Tochter Flora war schneller und hat bereits in ihren ersten

Lebensminuten einen Wettlauf gegen ihren Papa gewonnen.

Junge Mutter berichtet

von Sturzgeburt

in 55 Minuten

„Die Betreuung war super“

„Die Geburt war total verrückt“, sagt

Mutter Rebekka Höfken rückblickend.

„Es ging alles sehr schnell.“ Um 5 Uhr

wurde die junge Frau von den Wehen

geweckt, informierte noch rasch ihren

Mann und brachte bereits eine knappe

Stunde später die kleine Flora zur Welt.

Rebekka Höfken hatte Glück, dass die

Anzeichen einer Schwangerschaftsvergiftung

bei ihr erst nach der 34. Schwangerschaftswoche

aufgetreten sind. Um

einer Mangelversorgung des Babys vorken

hatte starke Kopfschmerzen und

Sehstörungen – Symptome, die auf eine

sogenannte Präeklampsie hindeuten.

Auf Empfehlung eines verwandten Mediziners,

der sagte: „Da seid ihr in guten

Händen“, entschied das Paar sich deshalb

trotz 40-minütiger Anreise kurzfristig

für die Geburt im Essener Marienhospital.

Von einer Präeklampsie sind im Jahr

etwa zwei von hundert Schwangeren

in Deutschland betroffen. Neben Kopf-

Film zum Thema

Das Mädchen sollte eigentlich erst am 17.

Januar, also elf Tage später zur Welt kommen.

Der Verdacht auf eine Schwangerschaftsvergiftung

machte aber schnelles

Handeln notwendig. Rebekka Höfschmerzen

und Sehstörungen äußert sie

sich durch starke Wassereinlagerungen,

hohen Blutdruck, starke Eiweißausscheidungen

im Urin und ggf. Schmerzen

im Oberbauch. Gefährlich ist sie für

Mutter und Baby besonders dann, wenn

die Organe nicht mehr richtig arbeiten,

die Mutter aufgrund des hohen Blutdrucks

eine Hirnblutung erleidet oder

die Plazenta das ungeborene Kind nicht

mehr ausreichend versorgt.

Kreißsaalführungen

Die Führungen sind kostenfrei und finden jeweils

um 18.30 Uhr zu den unten genannten Terminen

statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.

Treffpunkt ist der Hörsaal des Kommunikationsund

Gesundheitszentrums im 6. OG des Marienhospitals

Altenessen. Weitere Informationen

erhalten Sie im Kreißsaal unter Fon:

0201 6400 3860

„Checkliste Geburtstasche –

was nehme ich mit in die Klinik?“

Eine ausführliche Checkliste finden

werdende Mütter auf

www.gesundinessen.de

zubeugen, leitete das Team um den Leitenden

Arzt der Geburtshilfe im Marienhospital

Altenessen, Dr. Martin Schütte,

vorzeitig die Geburt ein.

„Die Betreuung war super“, erinnert

sich Rebekka Höfken hinterher. Sie

habe sich die ganze Zeit über wohl und

gut aufgehoben gefühlt. „Das gesamte

Personal inklusive Hebammen war sehr

nett, herzlich und fürsorglich. Ich kann

das Krankenhaus auf jeden Fall weiterempfehlen“,

sagt Höfken, die nach dem

Kraftakt der Geburt auch die Nabelschnur

selbst durchtrennen durfte. „Das

macht eigentlich der Mann“, lacht sie,

„aber der war ja noch nicht da“.

04.05.2018

01.06.2018

06.07.2018

03.08.2018

07.09.2018

05.10.2018

Ihre Fachklinik vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Dr. Martin Schütte

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 3860

Mail: kreissaal@kk-essen.de

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Ein Experteninterview mit Dr. Schütte

zum Thema Schwangerschaftsvergiftung

finden Sie unter www.gesundinessen.de

Angebot für werdende

Mütter und Väter

Das Katholische Klinikum Essen bietet

ein umfassendes Angebot, um Sie auf die

Geburt Ihres Kindes und das Leben danach

vorzubereiten. Dazu gehören:

PreKanga

Mittwochs, 19 Uhr

Moderne Art der Schwangerschaftsgymnastik

und eine Alternative zum Yoga.

Info und Anmeldung unter Fon:

0173 7777 237

Hebammensprechstunde:

Donnerstags 10 bis 12 Uhr, Marienhospital

Altenessen, 1. OG, Kreißsaal.

Info und Anmeldung im Kreißsaal

unter Fon: 0201 6400 3860

Geburtsvorbereitung für Paare:

Kosten für werdende Mütter übernehmen

die Krankenkassen. Info und Anmeldung

im Kreißsaal unter Fon: 0201 6400 3860

Schwanger und fit:

Leichtes Training für Bauch- und Beckenbereich.

Info und Anmeldung im Kreißsaal

unter Fon: 0201 6400 3860

Stillberatung:

Info und Anmeldung in der Geburtshilfe

unter Fon: 0201 6400 3750

Rückbildungsgymnastik:

Kosten werden bis zum 10. Lebensmonat

des Kindes von den Krankenkassen übernommen.

Info und Anmeldung im Kreißsaal

unter Fon: 0201 6400 3860

Säuglingspflege Geschwisterkurs:

Nächster Kurs: Dienstag, 29. Mai, 15 Uhr

bis 16.30 Uhr, Station A 4.2, Patientenlounge

Info und Anmeldung bei Vanessa Wrobel

unter Fon: 0171 178 98 90 oder Mail:

vwrobel@arcor.de sowie in der Geburtshilfe

unter Fon: 0201 6400 3750

Baby-Massage:

Info und Anmeldung bei Vanessa Wrobel unter

Fon: 0171 178 98 90 oder Mail: vwrobel@

arcor.de

Bewegungs- und Spielanregungen

für Eltern mit Babys:

Info und Anmeldung bei Vanessa Wrobel

unter Fon: 0171 178 98 90 oder Mail:

vwrobel@arcor.de

Kanga-Training:

Info und Anmeldung bei Nicole Friese

unter Fon: 0173 777 72 37 oder Mail an:

nicole.f@kangatraining.de

14 Gesund in Essen Gesund in Essen 15


TV

Programm

Patientenfernsehen des Katholischen Klinikums Essen

Montag Dienstag Mittwoch

Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

20.15 Nomaden der Lüfte

20.15 Herbstgold 20.15 Unsere Erde

20.15 So weit die Flügel tragen 20.15 Unsere Ozeane 20.15 Die wunderbare Welt

der Pilze

20.15 Sonne – Zukunftsenergie

und Wirtschaftsmotor

KiK-TV, das Patientenfernsehen

des Katholischen

Klinikums

Essen, finden Sie in

allen Patientenzimmern

auf Programmplatz 1.

Die Sendungen gehen

oft fließend ineinander

über. Die Uhrzeiten sind

Richtwerte. Programmänderungen

vorbehalten.

Finanziert wird das

Patientenfernsehen

durch regionale Unternehmen,

die sich zwischen

den Sendungen

mit kurzen Filmen

präsentieren.

6.00

7.00

8.00

9.00

10.00

11.00

12.00

13.00

14.00

15.00

16.00

17.00

18.00

19.00

20.15

21.00

22.00

23.00

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Bambus Superfaser der Natur

Akupunktur Alte Heilkunst im

Vormarsch

Cinque Terre

Bedrohtes Ökosystem

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Churubamba:

Frauen am Ball

Afrika Kilimandscharo · Die

herrliche Tierwelt rund um

den höchsten Berg Afrikas

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360°

Brasilien: Büffel auf Streife

Was ist was Wale und Delfine

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Afrika

Von Lissabon bis Dakar

Albinos Gesundheitsreportage

Indischer Ozean Im Paradies der

Korallengärten

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Australien Von Saigon

bis Sulawesi

Florida Seekühe

Informationen zum

Katholischen Kliniken Essen

Auf der Suche nach dem Glück

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Von Lissabon

bis nach Dakar

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder Bayerns Wildnis

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Nomaden der Lüfte

Naturdokumentation · Der Film

folgt den Zugvögeln über die

Wüste, den Amazonas und an

die Kälte der Pole

Unsere Erde Naturdokumentation

über das Wunder des Lebens und

die atemberaubende Schönheit

unserer Erde

Nüsse Gesunder Genuss oder

fette Sünde

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Das Büro der Zukunft

Reportage

Gesundheit aus der Natur

Gesundheitsreportage

Baumwolle Die Herausforedrung

des weißen Goldes

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Dagestan: Land

über den Wolken · Das höchste

Dorf Europas

Aldabra Die Arche Noah

der Riesenschildkröten

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360°

Miyako: Insel des langen Lebens

Was ist was Spinnen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Afrika Neue Hoffnung

für Westafrika

Bambus Superfaser der Natur

Kroatien Die Wasser von Plitvice

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Australien Ankunft in

Terra Australis

Afrika Kilimandscharo

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Der innere Schweinehund

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Neue Hoffnung

für Westafrika

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder Wilde Karpaten

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Herbstgold Die lebensbejahende

Geschichte von fünf Leichtathleten.

Die größte Herausforderung

ist das Alter: Die Sportler sind

zwischen 60 und 100 Jahre alt

Island Insel der Naturgewalten ·

Island ist die größte Vulkaninsel

der Welt

Sardinien Insel der

Hundertjährigen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Cinque Terre Bedrohtes

Ökosystem

Homöopathie Das Geheimnis

der weißen Kügelchen

Kokos-Palme

Der Baum des Lebens

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Das Dschungel-

Orchester · Ein Dorf in Südamerika

hat ein Barock-Orchester

Belize

im Reich des Jaguars

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° New York: Die kleinste

Oper der Welt

Was ist was Pferde

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Afrika Südafrika –

das Land der Kontraste

Das Büro der Zukunft Reportage

Lanzarote Die Feuerberge

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essenn

Abenteuer Australien Känguruhs,

Wale und deutsche Siedler

Aldabra Riesenschildkröten

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Gemeinsam statt einsam

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Südafrika –

das Land der Kontraste

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder La Gomera

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Unsere Erde Der Film ist eine

spektakuläre Naturdokumentation

über das Wunder des

Lebens und die atemberaubende

Schönheit unserer Erde

Unsere Ozeane Eine faszinierende

Dokumentation mit atemberaubenden

Bildern über die

Bewohner der Weltmeere

Wenn Angst krank macht

Gesundheitsreportage

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Baumwolle Die Herausforderung

des weißen Goldes

Kampf dem Krebs

Gesundheitsreportage

Burnout als Chance

Gesundheitsreportage

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Die schwimmenden

Dörfer der Ha Long Bucht

British Columbia Im Reich der

Riesenkraken

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Oman: Die Rosen

der Wüste

Was ist was Katzen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Afrika Kruger Park

und Madagaskar

Cinque Terre Bedrohtes Ökosystem

Südaustralien Die Bucht der

vergessenen Haie

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Australien Faszination

Ayers Rock

Belize Im Reich des Jaguars

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Chronische Schmerzen

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Kruger Park

und Madagaskar

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder Lappland

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Island Insel der Naturgewalten ·

Island ist de größte Vulkaninsel

der Welt

So weit die Flügel tragen

Tierdokumentation

Die wunderbare Welt der Pilze

Erstaunliche Einblicke

Als wären sie nicht von dieser

Welt Doku über Schleimpilze

Yoga Der Ruf der Stille ·

Gesundheitsreportage

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Kokos-Palme Der Baum des

Lebens

Die Kardiologen

Gesundheitsreportage

Albinos

Gesundheitsreportage

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Die Teebahn von

Darjeeling · Seit über 100 Jahren

kämpft sich eine Dampflok die

steilen Berge des Himalaya hinauf

Die Alpen Der Steinadler

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Postbote im Himalaya ·

Postzustellung auf 4.000 m Höhe

Was ist was Haie

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Afrika Von Sansibar

bis zu den Seychellen

Baumwolle Die Herausforderung

des weißen Goldes

Sulawesi Regenwald und Korallen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Australien Tasmanien,

Sydney und Singapur

British Columbia Riesenkraken

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Kraftquelle Schlaf

Gesundheitsreportage

Abenteuer Afrika Von Sansibar

bis zu den Seychellen

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Europas Urwälder Wisente

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Unsere Ozeane Eine faszinierende

Dokumentation mit atemberaubenden

Bildern über die Bewohner

der Weltmeere

Fledermäuse

Warte bis es dunkel wird

Königin für einen Sommer

Dokumentation über

Hummelvölker

Microfinance Kredite für

die Armen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Burnout als Chance

Gesundheitsreportage

Tiere helfen heilen

Gesundheitsreportage

Bambus

Superfaser der Natur

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Traumberuf Schäfer:

Herden an den Gipfeln der

Pyrenäen

Die Alpen Im Paradies der

Alpenseen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Russlands Zirkusschule

auf Tour

Was ist was Spinnen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Arktis Von Island

ins Polarmeer

Kokos-Palme Der Baum des

Lebens

Tasmanien Reich der Seedrachen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Amazonas Start

Richtung Südamerika

Die Alpen Der Steinadler

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Volkskrankheit Rheuma

Gesundheitsreportage

Abenteuer Arktis Von Island

ins Polarmeer

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Quarks & Co. Warum

sterben die Bienen?

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Die wunderbare Welt der Pilze

Überraschende Einblicke in die

erstaunliche Welt der Pilze

Als wären sie nicht von dieser

Welt Doku über Schleimpilze

Nomaden der Lüfte

Naturdokumentation über

Zugvögel

Bogenschießen Der Flug des

Pfeils

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Albinos

Gesundheitsreportage

Patient Auge

Gesundheitsreportage

Das Büro der Zukunft

Reportage

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Vagabunden der

Wüste Gobi

Florida Die geheimnisvolle

Flusswelt der Seekühe

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Geo 360° Vom Klassenzimmer

in die Kalahari

Was ist was Katzen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Arktis Spitzbergen,

Nordkap und die Fjordwelt

Burnout als Chance

Gesundheitsreportage

Portugal Von Fatima zur Algarve

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Abenteuer Amazonas

Das Land der 10.000 Flüsse

Die Alpen Alpenseen

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Volkskrankheit Diabetes

Gesundheitsreportage

Abenteuer Arktis Spitzbergen,

Nordkap und die Fjordwelt

Bleib fit Fitnessübungen rund

um´s Bett

Quarks & Co. Warum werden

unsere Kinder immer dicker?

Informationen zum

Katholischen Klinikum Essen

Fledermäuse Warte, bis es

dunkel wird

Königin für einen Sommer

Dokumentation über

Hummelvölker

Herbstgold Die Geschichte

von fünf Leichtathleten.

Die Sportler sind zwischen

60 und 100 Jahre alt

Sonne Zukunftsenergie und

Wirtschaftsmotor

16 Gesund in Essen Gesund in Essen 17


Therapiehunde

schenken Krebspatienten

Lebensfreude

Neues Therapieangebot

der Onkologischen Klinik

am Marienhospital Altenessen

Film zum Thema

Den Rollstuhl schieben, zur Bewegungstherapie

motivieren oder einfach

nur emotionale Unterstützung leisten:

Das Katholische Klinikum Essen setzt

im Rahmen des MONIKA-Projekts in der

Onkologie des Marienhospitals für Palliativpatienten

seit Anfang des Jahres

Therapiehunde ein. Das Akronym MO-

NIKA steht für Marienhospital Onkologie

Initiativkreis Altenessen.

„Wir haben einen Raum gestaltet, in dem

sich Hund und Patient begegnen können,

ohne andere Patienten zu stören“, sagt

Dr. Winfried Berger, Leitender Arzt der

Klinik für Hämatologie und Onkologie am

Marienhospital Altenessen. Er möchte

für seine Palliativpatienten bestmögliche

Lebensqualität. Die Begegnung mit den

Hunden ist für diese Menschen ein emotionaler

Höhepunkt. „Die hoch sensiblen

und hervorragend ausgebildeten Tiere

sorgen für emotionale Wärme, Freude

und können Patienten allein durch ihre

Anwesenheit ein paar schöne, unbeschwerte

Stunden bereiten“, so der Onkologe.

Für einen Moment sollen Krebskranke

ihre Sorgen vergessen können,

sich öffnen, auch im Dialog mit anderen,

und bei Bedarf durch gezielte Therapie

selbst physische Defizite verbessern.

Bessere Befindlichkeit

und weniger Schmerzen

Der Einsatz von Therapiehunden in Krankenhäusern

ist in Deutschland bisher die

Ausnahme. Immer mehr Kliniken erkennen

allerdings die Vorteile für Patienten.

Laut der European Society for Animal

Assisted Therapie (ESAAT) sind Ziele

tiergestützter Therapie unter anderem

körperliche, kognitive und emotionale

Funktionen wiederherzustellen und zu

erhalten sowie das subjektive Wohlbefinden

zu verbessern. Eine Studie des Thieme-Verlags

beispielsweise ergab, dass

tiergestützte Behandlungen mit Thera-

Dr. Berger mit Collie Candas und

Hundehalterin Filiz Erfurt

18 Gesund in Essen Gesund in Essen 19


piebegleithunden ein effektives Verfahren

für bessere Befindlichkeit und weniger

Schmerzen sei.

„Ein starres Schema für das Treffen gibt

es bei uns nicht“, sagt Dr. Berger. Vielmehr

richte sich die Begegnung individuell

nach den Bedürfnissen des jeweiligen

Patienten. „Bei jemandem, der sich emotional

zurückzieht, könnte beispielsweise

die Kommunikation im Vordergrund stehen.

Für jemanden, der Probleme hat,

alltägliche Abläufe zu meistern, ist eine

Bewegungstherapie mithilfe des Hundes

als Motivator möglich.“

Begegnung ist an strikte hygienische

Vorschriften gebunden

Die Begegnung mit Therapiehunden im

Marienhospital ist an strikte hygienische

Vorschriften gebunden. Zum Einsatz

kommen nur ausgewählte und auf höchstem

Niveau ausgebildete Therapiehunde,

die regelmäßig tierärztlich untersucht,

entwurmt und geimpft werden.

Dr. Berger freut sich über das neue Angebot

für seine Patienten und hat sich

bereits selbst mit den Vierbeinern angefreundet.

„Die Collis von Filiz Erfurt

sind sehr empfindsam und können unter

anderem bei Personen mit Behinderungen,

Diabetikern oder Epileptikern

eingesetzt werden“, berichtet der

Mediziner. Ihrer im Rollstuhl sitzenden

Hundehalterin helfen sie beispielsweise

beim An- und Ausziehen, holen Wäsche

aus der Waschmaschine oder können

im Notfall Hilfe organisieren. „Ihr feines

Gespür und ihre ausgezeichnete Ausbildung

machen sie auch für Palliativpatienten

so wertvoll.“

Katholisches Klinikum Essen macht

auf Patientenrechte aufmerksam

Mit dem Motto „Gut informiert Leben retten

– Ihr Beitrag zu einer sicheren Notfallversorgung“

hat das Katholische Klinikum

Essen am 26. Januar den dritten Tag

des Patienten zelebriert. Der Vorsitzende

des Bundesverbands Patientenfürsprecher

in Krankenhäusern e. V. (BPiK) und

Patientenfürsprecher im Philippusstift,

Detlef Schliffke, und der Beschwerdemanager

am Katholischen Klinikum Essen,

Stefan Mattes, klärten über Patientenrechte

und Anlaufstellen im Beschwerdefall

auf und standen für mögliche

Beschwerden zur Verfügung. Daneben

kamen auch Staatssekretärin und Patientenbeauftragte

der Bundesregierung,

Ingrid Fischbach (CDU), sowie Dirk Heidenblut

(SPD), Mitglied des Gesundheitsausschusses,

zu Wort. Ein Patientenpfad

zur Notfallversorgung gab Interessierten

News

Einblicke in Fahrzeuge der Feuerwehr,

des Rettungsdienstes und in einen Notarztwagen.

An einer Übungspuppe wurden

am Stand der Patientenhochschule

Erste-Hilfe-Maßnahmen trainiert. Mitarbeiter

der Krankenhaushygiene zeigten

mithilfe einer Testbox und praktischen

Übungen, warum und wie Händedesinfektion

Leben retten kann. Der Tag des

Patienten schaffte auch in diesem Jahr

Aufmerksamkeit für die Rechte von Patienten

und wurde von allen Beteiligten

und Besuchern gelobt.

Ihre Fachklinik vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Onkologisches Zentrum

Medizinische Klinik III – Hämatologie

und Internistische Onkologie

Dr. Winfried Berger

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 4742

Mail: w.berger@kk-essen.de

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Großer Familientag der Geburtshilfe

Beim großen Familientag der Geburtshilfe

kommt die ganze Familie auf ihre

Kosten: Wenn sich das Freigelände hinter

dem Marienhospital

am 16. Juni von

10 bis 15 Uhr in eine

riesige Spielweise

verwandelt, gibt es

eine Menge spaßiger

Aktivitäten zu

entdecken. Ob die

Kleinen beim Torwandschießen

ihre

Treffsicherheit unter

Beweis stellen, ihre Runden auf dem Ponyrücken

drehen oder sich doch lieber auf

der Hüpfburg austoben – für jeden ist etwas

dabei. Ein Luftballonkünstler macht

Film zum Thema

lustige Ballontiere, im Teddybärenkrankenhaus

können Kinder ihre Kuscheltiere

behandeln lassen und wer mag, darf

sich beispielsweise

zum Schmetterling

schminken lassen.

Aber nicht nur für

die Kleinen gibt es

tolle Angebote: Für

Schwangere werden

Bauchpaintings, Babywatching

und Babybauchfotos

angeboten

und Kreißsäle

sowie Kursangebote vorgestellt. Darüber

hinaus gibt es einen Babyflohmarkt. Mit

Leckerem vom Grill ist auch für das leibliche

Wohl gesorgt.

„Gesund in Essen“

kostenlos im Abonnement

Möchten Sie Ihr persönliches Exemplar

unseres Patientenmagazins „Gesund

in Essen“ ab der kommenden

Ausgabe kostenlos und unabhängig

von einem Klinikbesuch nach Hause

gesendet bekommen? Dann schicken

Sie eine E-Mail (Betreff: „Gesund in

Essen im Abo“) mit Ihrem Namen

und Ihrer vollständigen Adresse an

marketing@kk-essen.de. Alternativ

können Sie uns auch unten stehenden

Abschnitt mit Ihrer Adresse per

Post schicken:

Katholisches Klinikum Essen

Abt. Marketing

„Gesund in Essen im Abo“

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Weitere Informationen erhalten Sie

telefonisch unter 0201 6400 1021.

............................................................

Vorname, Name

............................................................

Straße, Nr.

............................................................

PLZ, Ort

20 Gesund in Essen Gesund in Essen 21


Nach Treppensturz, missglückter Operation in Indien

und jahrelangem Leiden: Mit dem gelungenen Einsatz

einer Hüft-Prothese gibt Dr. Heiko Rüttgers, Leitender

Oberarzt der Chirurgischen Klinik II – Orthopädie und

Unfallchirurgie, Hand- und Fußchirurgie am

Katholischen Klinikum Essen, einem 14-jährigen

Mädchen aus Nigeria ein wichtiges Stück

Lebensqualität zurück.

14-jähriges Mädchen

kann nach Hüftoperation

im Philippusstift wieder laufen

Mit gekrümmter Haltung, nach innen

rotierendem Bein und schmerzverzerrtem

Gesicht hinkt Yamina Ibori*

in den Behandlungsraum der Chirurgischen

Klinik II im Philippusstift Borbeck.

Das Mädchen war vier Jahre zuvor

eine Treppe hinuntergestürzt. Seither

quälten sie starke Schmerzen. Ihr Gangbild

verschlechterte sich zusehends.

Eine Operation in Indien brachte keine

Besserung – im Gegenteil, das Leiden

wurde schlimmer. Auf Empfehlung von

Bekannten setzte die Familie all ihre

Hoffnung auf Dr. Rüttgers. „Auf dem

Röntgenbild erkennt man“, erläutert

der leitende Oberarzt, „dass Schrauben

und Drähte teilweise locker, teilweise

bereits abgebrochen sind“. Die Ursache

für Schmerz und Fehlstellung liege somit

auf der Hand.

Neue Hüftpfanne ermöglicht

geraden Gang

In einem drei- bis vierstündigen Eingriff

entfernt der Unfallchirurg das störende

Metall, rekonstruiert die Hüftpfanne, die

sich über die Zeit vollständig verschlissen

hatte, und ermöglicht der Teenagerin

damit wieder einen geraden, gesunden

Gang.

Weil die Revisionsprothetik deutlich anspruchsvoller

ist als eine Primärimplantation,

sollte sie unbedingt von einem

auf diesem Gebiet erfahrenen Mediziner

vorgenommen werden. Die Herausforderungen

bestehen vor allem in der

Unvorhersehbarkeit der Operation. Ein

gelockerter Prothesenschaft ist auf dem

Röntgenbild beispielsweise nicht immer

eindeutig zu erkennen. Ebenso wenig

wie fehlende Knochensubstanz, die sich

nicht sichtbar hinter der Prothese verbergen

kann.

„Eine Rentnerin hatte starke Schmerzen

in der Hüfte, konnte nicht mehr laufen

und war auf den Rollstuhl angewiesen“,

erzählt Dr. Rüttgers. Deshalb habe sie

sich trotz fortgeschrittenen Alters für

eine Prothesenwechseloperation entschieden.

„In der Operation habe ich

festgestellt“, so der Mediziner weiter,

„dass nicht nur die Pfanne locker war,

sondern ich auch den Schaft problemlos

„Im OP-Saal muss ich

mit jeder Eventualität rechnen“

„Das Mädchen war nach der Operation

sofort schmerzfrei“

als auch bei dem jungen Mädchen eine

deutliche Besserung der Beschwerden.

In dieser Zeitspanne heilt das Titan in die

Knochen ein, verbindet sich mit ihnen

und wird fest. Parallel werden Bein, Hüfte

oder Schulter mit gezielter, individueller

physiotherapeutischer Betreuung

sowohl im Krankenhaus kurz nach der

OP als auch hinterher ambulant wieder

schonend mobilisiert.

„Natürlich verbleiben Restbeschwerden“,

räumt Dr. Rüttgers ein. „Wir bekommen

bei einer Rentnerin keinen

Zustand hin wie bei einer 25- oder 30-

Jährigen.“ Dennoch konnte sich die ältere

Dame, die vorher noch auf einen

Rollstuhl angewiesen war, nach der

Operation wieder frei bewegen. „Auch

das Mädchen war nach der Operation sofort

schmerzfrei“, freut sich Dr. Rüttgers

über den sehr erfreulichen Ausgang.

Wechselprothesen:

Darum sind sie

manchmal notwendig

Das Steckenpferd des Mediziners ist

neben der Unfallversorgung und dem

Implantieren von künstlichen Hüft-,

Knie-, Schulter- und etwas seltener

auch Sprunggelenken die sogenannte

Revisionsprothetik. Darunter versteht

man die Erneuerung von Implantaten.

Ein Wechsel der Prothesen kann dann

sinnvoll sein, wenn sich über die Zeit

Verschleißerscheinungen zeigen, das

Implantat sich abgenutzt hat, das Material

gebrochen, beschädigt oder locker

ist oder – in äußerst seltenen Fällen – die

entsprechende Stelle sich aufgrund einer

Kontamination entzündet hat.

Operation nur bedingt planbar

herausziehen konnte.“ Er könne nicht

immer sicher wissen, was ihn im OP-

Saal erwarte, und müsse mit jeder Eventualität

rechnen, so Dr. Rüttgers. Als

Traumatologe ist er es jedoch gewohnt,

spontan reagieren zu müssen.

EndoCert bescheinigt

ausgezeichnete Qualität

Die Gewissenhaftigkeit, Akribie und

höchste Kompetenz sind belegbar: Regelmäßig

wird das EndoProthetikZentrum

im Katholischen Klinikum Essen

von der Initiative EndoCert für seine hervorragende

Arbeit ausgezeichnet. Aber

auch der Patient kann durch einen angepassten

Lebenswandel viel für seine Genesung

tun. Nach sechs Wochen Entlastung

zeigte sich sowohl bei der Rentnerin

* Name von der Redaktion geändert

22 Gesund in Essen Gesund in Essen 23


„Keine Revision ohne Plan B“

„Entscheidend ist, dass das Gelenk gut funktioniert“

Dr. Heiko Rüttgers spricht im Interview über Revisionsprothesen,

Herausforderungen und Schonungszeiten nach der OP.

Warum ist es nötig, bestehende

Implantate zu ersetzen?

Dr. Heiko Rüttgers: Oft sind es normale

Verschleißerscheinungen, die eine Revision

erforderlich machen. Durch Bewegung

nutzt sich das Material ab. Darüber

hinaus kann es Materialbrüche, Lockerungen

oder auch Infektionen geben. 80

Prozent der Standardprothesen sind aber

nach 20 Jahren noch völlig funktionsfähig.

20 Prozent versagen irgendwann im

Laufe der Zeit.

Wie ist der typische Ablauf

eines solchen Eingriffs?

Dr. Heiko Rüttgers: Jede Operation ist

anders. Ich muss auf alle Eventualitäten

gefasst sein und mache keine Revision

ohne Plan B. Auf dem Röntgenbild sehe

ich beispielsweise nicht eindeutig, ob der

Prothesenschaft locker ist oder wie viel

Knochen übrig ist, um eine Situation zu

schaffen, damit der Patient wieder rich-

tig gehen kann. Das stelle ich manchmal

erst während der Operation fest und

muss flexibel auf die jeweilige Situation

reagieren. Als Traumatologe bin ich

situationsabhängiges Handeln aber gewohnt.

Was müssen Patienten nach

der Operation beachten?

Dr. Heiko Rüttgers: Die entsprechende

Körperregion wird nach einer Wechseloperation

sechs Wochen lang entlastet

bzw. nur teilbelastet. Parallel beginnt

hier in der Klinik die Physiotherapie, die

nach dem Krankenhausaufenthalt ambulant

fortgeführt wird. Nach sechs Wochen

röntgen wir erneut und machen einen

Belastungstest. Danach dürfen Patienten

in der Regel wieder normal belasten. Die

meisten sind zu diesem Zeitpunkt bereits

beschwerdefrei oder stellen zumindest

eine deutliche Besserung im Vergleich zu

ihrem Befinden vor der Operation fest.

Ihre Fachklinik vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Chirurgische Klinik II –

Orthopädie und Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

Dr. Heiko Rüttgers

Leitender Oberarzt

Fon: 0201 6400 3201

Mail: h.ruettgers@kk-essen.de

Neue Prothese: Prof. Dr. Werner Siebert, Präsident der Deutschen Gesellschaft

für Orthopädie und Unfallchirurgie, erklärt, worauf Sie bei der Klinik-Wahl

achten sollten.

Aus welchen Gründen müssen Prothesen ausgetauscht werden?

Prof. Dr. Werner Siebert: Gründe für Wechseloperationen sind Materiallockerungen

durch Abnutzung und Verschleiß, die nach etwa 15 Jahren auftreten können. Wir

haben aber auch eine erhebliche Zahl an Patienten zu behandeln, die ein Jahr nach

dem Einsatz aufgrund von Infektionen oder Qualitätsdefiziten bereits eine neue Prothese

brauchen.

Warum kann nicht jeder Orthopäde eine Prothese wechseln?

Prof. Dr. Werner Siebert: Für den Einsatz von Prothesen allgemein und erst recht für

Wechsel-Operationen sind Erfahrung, Qualität und regelmäßige Schulungen wichtig.

Vor allem muss das fachliche Können des Operateurs und des OP-Teams gut sein.

Orthopäden aus Endocert-zertifizierten Kliniken, wie das Katholische Klinikum Essen,

besuchen jedes Jahr Masterkurse, mit denen sie sich fortbilden. Mit dem Zertifikat

garantiert die Klinik eine hohe Qualität, Kontrolle von innen, Kontrolle von außen

sowie eine Mindestmenge an Operationen pro Jahr.

Das komplette Interview lesen Sie auf www.gesundinessen.de

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen Für wen macht eine

Primärprothese Sinn?

• Sie leiden unter starken Schmerzen

und sind eingeschränkt in Ihrer

Bewegung

• Alle konservativen Möglichkeiten

wie Bandagen, Physiotherapie und

die Einnahme von Medikamenten

sind ausgeschöpft

• Auch der Röntgenbefund spricht

für eine Prothese

Wann ist der Wechsel

einer Prothese notwendig?

• Verschleiß

• Lockerung

• Materialbruch oder

• Infektion der eingesetzten Prothese

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für

Orthopädie und Unfallchirurgie

Prof. Dr. Werner Siebert

Präsident

Straße des 17. Juni 106-108

10623 Berlin

Fon: 030 340 603 600

Mail: office@dgou.de

Film zum Thema

Welche Körperregionen

eignen sich für einen

Gelenkersatz?

• Knie

• Hüfte

• Schulter

• Sprunggelenk

• Ellbogen

24 Gesund in Essen Gesund in Essen 25


Sie gelten als ausgewiesener Spezialist

für die Bauchchirurgie. Wo genau liegen

Ihre Schwerpunkte?

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff:

Ich hatte als junger Arzt das Glück, dass

ich im gesamten Spektrum der Bauchchirurgie

ausgebildet worden bin. Meinen

Schwerpunkt sehe ich in der minimalinvasiven

Medizin, die mich schon immer

am meisten gereizt hat. Ich finde es faszinierend,

wie gut durchführbar diese Methode

ist und wie sie sich immer weiter

entwickelt. Das Verfahren ermöglicht es,

Patienten mit kleinen Schnitten zu behandeln

und schnell wieder auf die Beine

zu bringen.

spiel mithilfe von robotischen Systemen,

die vom Operateur gesteuert werden.

Aber auch jetzt schon gibt es Tricks und

Geräte, die die Arbeit erleichtern. Das

funktioniert sehr gut.

Welche Vorteile hat das für Patienten?

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff:

Patienten profitieren von einer schnelleren

Beschwerde-Armut und kommen

zügig wieder auf die Beine. Und das bei

gleicher Sicherheit im Vergleich zur üblichen

Laparoskopie mit drei oder fünf

Schnitten. Wenn wir während der Operation

merken, dass ein Zugang nicht

reicht, beispielsweise weil die Sicht

Operation

fast ohne Narben

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff etabliert als neuer Leitender Arzt

der Chirurgie I die hochmoderne Single-Port-Chirurgie im Philippusstift

und im Marienhospital Altenessen.

Mit kleinem Schnitt zum großen Erfolg: Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff

ist ausgewiesener Spezialist im Bereich minimalinvasiver Medizin und seit

Anfang des Jahres neuer Leitender Arzt der Chirurgischen Klinik I, Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie am Katholischen Klinikum Essen. Im Interview

erzählt der gebürtige Heidelberger, wie er Patienten mit der noch nicht weit

verbreiteten Single-Port-Chirurgie schnell auf die Beine bringt und warum

Menschen aus dem Ruhrpott ihm besonders am Herzen liegen.

Sie waren in München, auf Sylt und zuletzt

in Zürich: Was verschlägt Sie jetzt

nach Essen?

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff:

Wir haben Zürich verlassen, weil wir

zurück nach Deutschland, zurück in die

Heimat wollten. Meine Frau kommt aus

München, ich bin in Heidelberg geboren

und in Hannover aufgewachsen. Auch

Sylt haben wir als sehr heimatlich erlebt.

Essen ist für uns deshalb eine Region,

die gut liegt. Außerdem habe ich auch

hier Wurzeln. Mein Vater arbeitete in den

achtziger Jahren als Viszeralchirurg am

Bethesda-Krankenhaus in Borbeck. Er

freut sich wie ein Schnitzel, dass auch ich

jetzt hier bin. Und ich mag die Parallelen

zu Mannheim: Im Ruhrgebiet leben umgängliche

Leute, mit denen man sehr gut

reden kann.

Warum haben Sie sich für das Katholische

Klinikum Essen entschieden?

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff:

Besonders haben mich das vielfältige

Leistungsspektrum und das große Einzugsgebiet

gereizt. Das Haus und seine

Mitarbeiter haben eine sehr positive Ausstrahlung.

„Patienten kommen zügig

wieder auf die Beine.“

Oft habe ich mich gefragt, wie man den

Zugang zum Bauch noch weiter minimieren

kann. Als die Single-Port-Chirurgie

entwickelt wurde, war der Schritt dorthin

nur die logische Folge.

Wie funktioniert die Single-Port-

Chirurgie?

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff:

Der Zugang zum Bauch wird nicht mehr

wie bei der üblichen Laparoskopie über

drei bis fünf Punkte vorgenommen, sondern

über einen, etwa zweieinhalb Zentimeter

großen Schnitt in den Bauchnabel.

Prädestiniert ist die Technik bei Erkrankungen

im Darmtrakt. Da hat es nicht nur

kosmetische Vorzüge dank weniger sichtbarer

Narben, sondern das Verfahren ist

auch deutlich schneller und für Patienten

schonender als eine mehrstündige Operation.

Aber auch bei Magen-, Gallen und

Leberoperationen lässt sich dieses Verfahren

hervorragend anwenden.

Ist es nicht furchtbar kompliziert, durch

nur einen einzigen, winzigen Zugriff

zu operieren?

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff:

Man muss sich umstellen und umlernen.

Weil durch einen Zugang vier Instrumente

eingebracht werden, bin ich in meiner

Beweglichkeit eingeschränkt. Die fortschreitende

Technik wird dieses Manko in

den nächsten Jahren beheben, zum Bei-

eingeschränkt ist, können wir die beiden

Techniken kombinieren und weitere

Schnitte setzen. Deshalb ist das Verfahren

für Patienten sicher. Die Operation

muss nicht abgebrochen werden.

Ihre Fachklinik vor Ort

Katholisches Klinikum Essen

Chirurgische Klinik I – Allgemein-,

Viszeral- und Gefäßchirurgie

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff

Leitender Arzt

Fon: 0201 6400 1750

Mail: b.gestenberg-helldorff@kk-essen.de

Marienhosptial Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

26 Gesund in Essen Gesund in Essen 27


Dr. Stefan Dreesen

kontrolliert einen

Herzschrittmacher.

Ab 55 Jahren

regelmäßig zur

Darmspiegelung

Darmkrebs

muss nicht sein

Dr. Arnold rät zu regelmäßiger Vorsorge

Dr. Horst Gerhard

untersucht einen

Patienten.

Darmkrebs ist in Deutschland noch immer die zweithäufigste Krebstodesursache.

Dabei könnte die Krankheit effektiv verhindert werden. Viele Patienten scheuen

sich aber, die dazu notwendige Darmspiegelung durchführen zu lassen.

Aktuell nimmt nur jeder Zehnte an dieser Art der Darmkrebsvorsorge teil.

Ausführlich, verständlich und mit großem

Einfühlungsvermögen berät Dr. Christiane

Arnold, Ärztliche Leiterin und Gastroenterologin

des MVZ, eine Patientin. Die

Dame leidet seit Monaten unter Verstopfung.

Weiterhin war durch einen Stuhltest

nicht sichtbares Blut im Stuhl der

Patientin aufgefallen. Wie viele andere

auch hatte sich die 72-Jährige bisher davor

gescheut, eine Darmspiegelung zur

Vorsorge – wie sie ab einem Alter von 55

Jahren empfohlen wird – durchführen zu

lassen. Im Medizinischen Versorgungszentrum

Essen-Nord-West (MVZ) werden

Patienten über die Entstehung von Darmkrebs

und Möglichkeiten der Vorsorge individuell

in einem persönlichen Gespräch

beraten. Im Anschluss wird ein passender

Termin für die Untersuchung vereinbart.

Bei einer Darmspiegelung zur Krebsvorsorge

wird der Darm auf sogenannte

Polypen, das heißt gutartige Vorstufen

von Darmkrebs, untersucht. Der Patient

erhält hierzu ein Medikament zur Sedierung,

wodurch er in einen tiefen, entspannten

Schlaf fällt und von der Untersuchung

nichts mitbekommt.

Entdecken Ärzte während der Spiegelung

Polypen, werden diese unkompliziert mit

einer kleinen Zange oder Drahtschlinge

entfernt. Polypen sind in der Regel etwa

5 bis 10 Millimeter klein. Sie können im

Laufe der Zeit deutlich wachsen und

schließlich entarten. So kann innerhalb

mehrerer Jahre aus einem anfangs gutartigen

Polypen Darmkrebs entstehen.

Darmspiegelung:

Deutlich besser als ihr Ruf!

Dennoch scheuen sich viele vor der auch

von Krankenkassen empfohlenen Vorsorgemaßnahme.

„Wenn alle ab einem Alter

von 55 Jahren regelmäßig zur Vorsorge-Darmspiegelung

gingen, könnte die

Darmkrebsrate drastisch gesenkt wer-

„ Auch die Untersuchung nicht machen

zu lassen ist ein Risiko.“

den“, sagt Dr. Arnold mit Nachdruck und

erklärt: „Je früher die erste Darmspiegelung

stattfindet, desto kleiner sind oft die

dadurch entdeckten Polypen und desto

unkomplizierter können diese entfernt

werden“. Je länger die Vorsorge-Darmspiegelung

aufgeschoben werde, desto

höher sei das Risiko, dass vorhandene

Polypen bereits entartet sind.

28 Gesund in Essen Gesund in Essen 29

Kontakt

Medizinisches Versorgungszentrum

Essen-Nord-West

Dr. Christiane Arnold

Ärztliche Leiterin

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 5000

5001

Mail: info@mvz-enw.de

www.mvz-enw.de

Leistungsspektrum Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)

Essen-Nord-West im Überblick:

Physikalische und Rehabilitative Medizin, Dr. Horst Gerhard:

• Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände und Blockaden

• Behandlung von Fehlhaltungen infolge von Unfällen oder Operationen

• Behandlung von Fehlhaltungen aufgrund von rheumatologischen,

neurologischen oder onkologischen Erkrankungen

• Ganzheitliche rehabilitative Medizin aktiv mit Physiotherapie, Sporttherapie,

Ergotherapie und logopädischer Therapie und passiv mit physikalischer

Medizin wie Wärmeanwendungen, Naturheilverfahren, Elektrotherapie

Ziel: Wiedereingliederung ins Berufsleben und den Alltag

Innere Medizin und Gastroenterologie, Dr. Christiane Arnold:

• Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts,

der Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse

• In Kürze: Reisemedizin

Innere Medizin und Kardiologie, Dr. Stefan Dreesen:

• Regelmäßige Herzschrittmacherkontrollen

• 24-Stunden-Langzeit-Blutdruckmessung

• 24-Stunden-Langzeit-EKG

• Telemedizinische Diagnostik von Herzrhythmusstörungen


Sie sind herzlich willkommen!

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Veranstaltungen

Geschwisterkurs

29.05.2018, 15.00 – 16.30 Uhr, auf der Station A 4.2, Patienten-Lounge.

Weitere Informationen und Anmeldung bei der Kursleiterin Vanessa Wrobel

unter Fon: 0171 178 98 90 oder per Mail an: vwrobel@arcor.de.

Babymassage, Fördern und Spielen

Informationen und Anmeldung bei der Kursleiterin Vanessa Wrobel

unter Fon: 0171 178 98 90 oder per Mail an: vwrobel@arcor.de.

Workshop für Gerätemedizin/Fortgeschrittene

Donnerstag, 14. Juni 2018, 18.00 Uhr – 19.30 Uhr, Steinbeis-Hochschule

Essen-Kupferdreh, Prinz-Friedrich-Straße 3, 45257 Essen-Kupferdreh

Moderne Schmerztherapie – Das Multimodale Behandlungskonzept

bei chronischen Schmerzen

Mittwoch, 27. Juni 2018, 18.00 Uhr – 19.30 Uhr,

St. Vincenz Krankenhaus, Cafeteria, Von-Bergmann-Str. 2, 45141 Essen

Referentinnen: Daniela Wagner, Fachärztin für Anästhesie, Klinik für Anästhesie

und Intensivmedizin, Spezielle Schmerztherapie, Irina Rohde, psychologische

Psychotherapeutin, Michaela Blumenschein, Physiotherapie,

und Sabine van Kempen, Ergotherapie

Regelmäßige Termine

Kreißsaalführung

Erster (werktäglicher) Freitag im Monat, 18.30 – 20.00 Uhr,

Treffpunkt Hörsaal Marienhospital Altenessen

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen

erhalten Sie im Kreißsaal unter 0201 6400 3860

Trockengymnastik für Herz- und Kreislauferkrankte

Donnerstags, 16.30 – 17.30 Uhr und 17.30 – 18.30 Uhr,

Philippusstift, Physiotherapie

Lungensportgruppe

Montags, 09.30 – 10.30 Uhr und 11.30 – 12.30 Uhr,

Marienhospital Altenessen, 6. OG, Raum 2

Patientenhochschule

Rheumaerkrankungen und Ernährung

Donnerstag, 26. April 2018, 17.30 Uhr – 19.00 Uhr,

Marienhospital Altenessen, Kommunikations- und Gesundheitszentrum,

6. OG, Hörsaal, Hospitalstraße 24, 45329 Essen

Referent: Praxis Dr. med. Jürgen Währisch, Rheumatologe

Schrittmacher und MRT – geht das?

Donnerstag, 3. Mai 2018, 18.00 Uhr – 19.30 Uhr,

Philippusstift, Haus F, Hülsmannstraße 17, 45355 Essen

Referent: Dr. med. Oliver Klein-Wiele, Oberarzt der Medizinischen Klinik II

Workshop Rettungsdienst

Dienstag, 15. Mai 2018, 17.00 Uhr – 18.30 Uhr,

Feuerwehrwache Essen, Eiserne Hand 45, 45139 Essen

Kursleiter: Thomas Lembeck, Leitender Branddirektor (LtdBD)

Was leistet die Telekardiologie?

Mittwoch, 16. Mai 2018, 18.00 Uhr – 19.30 Uhr,

St. Vincenz Krankenhaus, Cafeteria, Von-Bergmann-Str. 2, 45141 Essen

Referent: Dr. med. Wolfgang Lawrenz, Oberarzt der Medizinischen Klinik II

Hilfsmittelversorgung – Welche Hilfsmittel erhalten Patienten

mit und ohne Verordnung?

Dienstag, 5. Juni 2018, 18.00 Uhr – 19.30 Uhr,

Marienhospital Altenessen, Kommunikations- und Gesundheitszentrum,

6. OG, Raum 2-4, Hospitalstraße 24, 45329 Essen

Referent: Christiane Mais, GF Aphasiker-Zentrum und Schlaganfallbüro Ruhr

Differenzierung der verschiedenen Typen des Narzissmus

Donnerstag, 7. Juni 2018, 18.00 Uhr – 19.30 Uhr,

Philippusstift, Haus F, Hülsmannstraße 17, 45355 Essen

Referentin: Eva Stappmanns, Dipl. Psychologin, Klinik für Psychiatrie,

Psychotherapie und Psychosomatische Medizin

www.gesundinessen.de

www.twitter.com/

KK_Essen

Informationen zu den Terminen finden Sie online unter www.kk-essen.de,

auf unserem Gesundheitsportal www.gesundinessen.de sowie bei Facebook,

Twitter, Google+ und YouTube.

Selbsthilfegruppen

Marienhospital Altenessen:

Gesprächskreis für Frauen – Leben nach einer Krebserkrankung

Erster Mittwoch im Monat, 15.00 – 16.30 Uhr, Station A 4.2, Patientenlounge

Selbsthilfegruppe für Frauen mit Depressionen

vierzehntägig mittwochs, 18.00 Uhr

Selbsthilfegruppe Lupus Erythematodes

Alle zwei Monate, freitags, 19.00 Uhr

Treffen für Darmkrebsbetroffene und/oder Stomaträger (auch Nichtmitglieder)

mit ihren Partnern/innen

Jeden zweiten Donnerstag im Monat um 18.00 Uhr, 6.Etage, Raum 4

Selbsthilfegruppe Polyneuropathie (PNP)

Jeden vierten Dienstag im Monat, 18.00 Uhr, 6. OG, Raum 4

Philippusstift:

Selbsthilfegruppe Polyneuropathie (PNP)

Jeden vierten Mittwoch im Monat, 18.00 Uhr, Haus F, Raum 1

Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen

Jeden Mittwoch, 18.30 Uhr

Angehörigengruppe von psychisch Kranken

Jeden Dienstag

Angehörigenberatungsgruppen

Jeden ersten Mittwoch im Monat von 10.00 – 11.30 Uhr

Informationen zu den Selbsthilfegruppen erhalten Sie vom

Katholischen Klinikum Essen unter 0201 6400 1021.

Aphasiker-Zentrum NRW e. V. und Schlaganfallbüro Ruhr,

Laarmannstraße 21, 45359 Essen. Anmeldung unter 0201 6099 422.

Selbsthilfegruppe Aphasiker und Angehörige

Jeden Montag, 15.00 – 16.30 Uhr

Selbsthilfegruppe für junge Aphasiker und Schlaganfallpatienten

Jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat, 16.30 – 18.00 Uhr

Weitere Informationen zu den Terminen finden Sie online unter www.kk-essen.de,

auf unserem Gesundheitsportal sowie bei Facebook, Twitter und Google+ und YouTube.

www.facebook.com/

katholischesklinikumessen

https://plus.google.com/

+Kk-essenDe/posts

www.youtube.com/KathKlinik

Katholisches Klinikum Essen

Philippusstift

Hülsmannstraße 17

45355 Essen

Fon: 0201 6400 1370

Fax: 0201 6400 1390

Mail: info@kk-essen.de

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Prof. Dr. Andreas Biedler

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin

und Notfallmedizin

Prof. Dr. Birgit Hailer

Medizinische Klinik II

Innere Medizin, Kardiologie,

Angiologie, Rhythmologie

und Gastroenterologie

Priv.-Doz. Dr. Oliver Kastrup

Klinik für Neurologie und

Klinische Neurophysiologie

Dr. Christoph Eicker

Dr. Peter Feldmann

Dr. Peter Kaivers

Chirurgische Klinik II

Orthopädie und Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

Prof. Dr. Cornelius Wurthmann

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatische Medizin

Dr. Georg Bilitewski

Radiologische Klinik II

Klinik für Radiologie

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff

Chirurgische Klinik I

Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Katholisches Klinikum Essen

Marienhospital Altenessen

Hospitalstraße 24

45329 Essen

Fon: 0201 6400 1310

Fax: 0201 6400 1330

Mail: info@kk-essen.de

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Prof. Dr. Andreas Biedler

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin

und Notfallmedizin

Dr. Hans-Georg Krengel

Medizinische Klinik I

Gastroenterologie, Hepatologie

und Ernährungsmedizin

Dr. Martin Schütte

Klinik für Gynäkologie

und Geburtshilfe

Dr. Hans-Georg Krengel

Medizinische Klinik IV

Innere Medizin, Geriatrie

und Pulmonologie

Dr. Winfried Berger

Medizinische Klinik III

Hämatologie und Internistische

Onkologie

Dr. Tarek Azhari

Radiologische Klinik I

Klinik für Diagnostische und

Interventionelle Radiologie

Prof. Dr. Robert Wammack

Klinik für Urologie und

Neurourologie

Dr. Bolko von Gerstenbergk-Helldorff

Chirurgische Klinik I

Allgemein-, Viszeral- und

Gefäßchirurgie

Katholisches Klinikum Essen

St. Vincenz Krankenhaus

Von-Bergmann-Straße 2

45141 Essen

Fon: 0201 6400 1340

Fax: 0201 6400 1452

Mail: info@kk-essen.de

Fachkliniken/Leitende Ärzte

Prof. Dr. Andreas Biedler

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin

und Notfallmedizin

Dr. Hans-Georg Krengel

Medizinische Klinik IV

Innere Medizin, Geriatrie

und Pulmonologie

Prof. Dr. Birgit Hailer

Medizinische Klinik II

Innere Medizin, Kardiologie,

Angiologie, Rhythmologie

und Gastroenterologie

Dr. Christoph Eicker

Dr. Peter Feldmann

Dr. Peter Kaivers

Chirurgische Klinik II

Orthopädie und Unfallchirurgie,

Hand- und Fußchirurgie

Dr. Tarek Azhari

Radiologische Klinik I

Klinik für Diagnostische und

Interventionelle Radiologie

30 Gesund in Essen Gesund in Essen 31


PHILIPPUSSTIFT | MARIENHOSPITAL ALTENESSEN | ST. VINCENZ KRANKENHAUS

Ein Haus mit drei Herzen

Ihr Weg zu uns

Unsere drei Krankenhäuser befinden sich im

Essener Norden und sind sowohl mit dem Auto

als auch mit Bus und Bahn sehr gut zu erreichen.

Für eine problemlose Anfahrt stehen Ihnen auf

unserer Website www.kk-essen.de Anfahrtsskizzen,

Lagepläne, Routenplaner und weitere

Beschreibungen zur Verfügung.

Zentren

Chest Pain Unit

EndoProthetikZentrum

Endoskopiezentrum

Gefäßzentrum Marienhospital Altenessen

Hernienzentrum

Krankenpflegeschule

Magen-Darm-Zentrum

Nierensteinzentrum

Onkologisches Zentrum

Pflegedienst Essen

Prostata-Zentrum

Stroke Unit

Traumazentrum Philippusstift und St. Vincenz Krankenhaus

Uni-Brustzentrum

Westdeutsches Kontinenz- und Beckenbodenzentrum

Zertifizierungen

Angehörigenfreundliche Intensivstation Philippusstift

Chest Pain Unit Philippusstift

Chest Pain Unit St. Vincenz Krankenhaus

Deutsche Herniengesellschaft Hernienchirurgie

Endoprothetikzentrum Philippusstift

Endoprothetikzentrum St. Vincenz Krankenhaus

Europäische Gesellschaft für Onkologie ESMO Zertifikat

Gefäßzentrum

Hypertoniezentrum

Stroke Unit

Traumazentrum Philippusstift

Traumazentrum St. Vincenz Krankenhaus

Westdeutsches Magen-Darm-Zentrum

Zertifiziert nach DIN ISO 9001:2015

Notfall

In medizinischen Notfällen wenden Sie

sich bitte an die Integrierte Leitstelle des

Rettungsdienstes, die Sie telefonisch über

112 erreichen.

In weniger dringenden Fällen sowie bei

Arbeits-, Sport- und Schulunfällen stehen

Ihnen rund um die Uhr die Notfall-Ambulanzen

unserer Kliniken zur Verfügung.

Diese sind über unsere Standort-Zentralen

zu erreichen (siehe letzte Innenseite in

diesem Heft).

Bei der Meldung eines Notfalls sollten Sie

unbedingt folgende fünf W beachten:

Wo ist der Notfall passiert?

Was ist passiert?

Wie viele Patienten oder Verletzte?

Welche Probleme oder Verletzungen?

Warten auf Rückfragen

32 Gesund in Essen

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine