Chance in der Reha TeleTherapie - Dr.Hein
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Neue Versorgungswege – <strong>Chance</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong> <strong>Reha</strong><br />
<strong>TeleTherapie</strong> – e<strong>in</strong> realistischer Ansatz<br />
<strong>Dr</strong>. Achim He<strong>in</strong><br />
E<strong>in</strong>leitung<br />
Die Notwendigkeit <strong>der</strong> E<strong>in</strong>führung neuer Versorgungswege<br />
im Gesundheitswesen ist unbestritten.<br />
<strong>der</strong> Patient auch über den Kl<strong>in</strong>ikaufenthalt h<strong>in</strong>aus zu<br />
Hause versorgt werden kann.<br />
Abbildung 2: Die Herausfor<strong>der</strong>ung<br />
Abbildung 1: EvoCare - The Care Evolution<br />
Selten jedoch ist e<strong>in</strong>e klare Vorstellung <strong>der</strong> Umsetzung,<br />
e<strong>in</strong>e durchweg anerkannte Vorgehensweise<br />
o<strong>der</strong> gar e<strong>in</strong> existierendes, funktionierendes und<br />
gleichzeitig lukratives Beispiel <strong>in</strong> <strong>der</strong> Versorgung von<br />
Patienten ausf<strong>in</strong>dig zu machen.<br />
Die Zahl <strong>der</strong> Modellversuche, Pilotprojekte und Umsetzungsuntersuchungen<br />
ist <strong>in</strong> den letzten Jahren<br />
quasi unüberschaubar geworden. Umgekehrt proportional<br />
dazu stehen die existierenden und erfolgreich<br />
umgesetzten Lösungen, die <strong>in</strong> Kl<strong>in</strong>ken tatsächlich<br />
gelebt werden und <strong>der</strong>en Potential es, an Pioniergeist<br />
und gesammelten Erfahrungen, zu nutzen gilt.<br />
E<strong>in</strong> Beispiel hierfür ist die <strong>TeleTherapie</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong> <strong>Reha</strong>bilitation<br />
mittels dem konzeptionellen Ansatz des<br />
Systems EvoCare.<br />
Die Herausfor<strong>der</strong>ung ist bekannt<br />
Es gilt, die galoppierenden Kosten <strong>der</strong> mediz<strong>in</strong>ischen<br />
Versorgung zu senken und gleichzeitig die Qualität<br />
<strong>der</strong>selben maßgeblich zu steigern. Beim ersten Anblick<br />
e<strong>in</strong> kaum zu bewältigendes Unterfangen, näheres<br />
H<strong>in</strong>sehen lohnt jedoch.<br />
Im Zentrum <strong>der</strong> Überlegung steht die Versorgung <strong>der</strong><br />
Patienten zu Hause. Die Frage und damit die Herausfor<strong>der</strong>ung<br />
ist es, e<strong>in</strong> Konzept zu erarbeiten, das<br />
es ermöglicht die stationäre mit <strong>der</strong> teilstationären<br />
und ambulanten <strong>Reha</strong>bilitation so zu verb<strong>in</strong>den, dass<br />
Behandlungsdichte bestimmt<br />
Versorgungsqualität<br />
E<strong>in</strong>e Diskussion über die Qualität <strong>der</strong> mediz<strong>in</strong>ischen<br />
Versorgung ist sicher kontrovers zu führen und kann<br />
an dieser Stelle nicht das Thema se<strong>in</strong>. Als anerkannt<br />
gilt die Tatsache, das <strong>in</strong> den Bereichen <strong>der</strong> Prävention,<br />
<strong>Reha</strong>bilitation und Nachsorge e<strong>in</strong>e wesentliche<br />
Voraussetzung für die Steigerung <strong>der</strong> Qualität <strong>der</strong><br />
mediz<strong>in</strong>ischen Versorgung die sogenannte Behandlungsdichte<br />
ist. Mit Behandlungsdichte ist hier die<br />
Häufigkeit <strong>der</strong> Beobachtung im H<strong>in</strong>blick auf e<strong>in</strong>e Prävention,<br />
die Therapiedichte im rehabilitativen Bereich<br />
und die Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>gshäufigkeit <strong>in</strong> <strong>der</strong> Nachsorge geme<strong>in</strong>t.<br />
Kostensenkungen werden <strong>in</strong> diesem Zusammenhang<br />
oftmals mit e<strong>in</strong>er Verkürzung <strong>der</strong> Verweildauern <strong>der</strong><br />
Patienten gleichgesetzt und sche<strong>in</strong>en daher vor<strong>der</strong>gründig<br />
zu Lasten e<strong>in</strong>er besseren Versorgung zu<br />
gehen.<br />
Kürzere Verweildauern müssen jedoch nicht zwangsläufig<br />
zur Verschlechterung <strong>der</strong> Versorgung führen,<br />
ganz im Gegenteil. Durch den E<strong>in</strong>satz e<strong>in</strong>es durchdachten<br />
Systems zur <strong>TeleTherapie</strong> zu Hause kann<br />
die Behandlungsdichte sogar deutlich erhöht werden<br />
- trotz kürzerer Verweildauer.
Was bedeutet <strong>TeleTherapie</strong>?<br />
Der übliche Weg, sich <strong>der</strong> <strong>TeleTherapie</strong> zu nähern,<br />
ist <strong>der</strong> Zugang über die Technologie.<br />
Als allgeme<strong>in</strong> anerkannte Tatsache gilt, daß die Vernetzung<br />
Aller im Gesundheitswesen Beteiligten den<br />
ultimativen Schritt zur Kostene<strong>in</strong>sparung postuliert -<br />
und das ist richtig.<br />
‚Alltag’ kennenlernen. Nur so s<strong>in</strong>d Akzeptanzprobleme<br />
zu Hause zu vermeiden und nur so werden die<br />
Patienten <strong>der</strong> Versorgung zu Hause via <strong>TeleTherapie</strong><br />
vertrauen.<br />
<strong>TeleTherapie</strong> bedeutet NICHT Software am PC!<br />
Selbstverständlich ist zur Nutzung des <strong>TeleTherapie</strong>-<br />
Systems Software nötig, die auf mo<strong>der</strong>nen Rechnerarchitekturen<br />
betrieben wird. E<strong>in</strong> System zur Tele-<br />
Therapie muss jedoch nicht nur die Term<strong>in</strong>als für<br />
verschiedene Nutzergruppen zur Verfügung stellen,<br />
son<strong>der</strong>n auch die gesamte Infrastruktur, die es jedwedem<br />
Therapeuten ermöglicht ‚sicher’ <strong>TeleTherapie</strong><br />
zu verschreiben und auch jedem Patienten ermöglicht<br />
<strong>TeleTherapie</strong> sicher zu verwenden. <strong>TeleTherapie</strong><br />
muss ortsunabhängig genutzt werden können,<br />
also bundesweit zur Verfügung stehen.<br />
Abbildung 3: E<strong>in</strong>b<strong>in</strong>dung zu Hause<br />
Stellt man sich jedoch <strong>der</strong> def<strong>in</strong>ierten Herausfor<strong>der</strong>ung,<br />
<strong>der</strong> Versorgung von Patienten zu Hause, sieht<br />
man unmittelbar, dass es e<strong>in</strong>e bedeutsamere Komponente<br />
als die <strong>der</strong> Technologie zu verstehen gilt –<br />
nämlich den Umgang des Therapeuten mit dem Patienten,<br />
also den eigentlichen Therapieprozess.<br />
Dieses Verständnis des Therapieprozesses gilt es<br />
abzubilden und technologisch so zu unterstützen,<br />
dass e<strong>in</strong>e Versorgung zu Hause ermöglicht wird.<br />
Abbildung 5: Flächendeckende Versorgung<br />
<strong>TeleTherapie</strong> muss <strong>in</strong> Kl<strong>in</strong>iken <strong>in</strong> die Therapieplanung<br />
e<strong>in</strong>gebunden se<strong>in</strong> und Therapeuten, wie auch<br />
Patienten und Kaufleute müssen die Handhabung<br />
<strong>der</strong> Versorgung erlernen.<br />
<strong>TeleTherapie</strong> beschreibt die E<strong>in</strong>b<strong>in</strong>dung des Patienten<br />
<strong>in</strong> den Behandlungsprozess und zwar während<br />
<strong>der</strong> stationären Behandlung, <strong>der</strong> teilstationären Behandlung,<br />
<strong>der</strong> ambulanten Behandlung und darüberh<strong>in</strong>aus<br />
<strong>der</strong> Nachsorge im häuslichen Umfeld.<br />
Abbildung 4: <strong>TeleTherapie</strong>- <strong>der</strong> Prozess<br />
E<strong>in</strong>e wichtige Erkenntnis muss hierbei beachtet werden.<br />
Patienten dürfen zu Hause nicht mit Ihnen unbekannten,<br />
neuartigen Methoden und Hilfsmitteln<br />
konfrontiert werden.<br />
Patienten müssen die <strong>TeleTherapie</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong> Kl<strong>in</strong>ik kennenlernen.<br />
Patienten müssen die <strong>TeleTherapie</strong> schon<br />
während <strong>der</strong> stationären Behandlung als Therapie-<br />
Der Behandlungsprozess ist <strong>der</strong> Schlüssel<br />
Stellen wir uns zu Beg<strong>in</strong>n den üblichen Behandlungsprozess<br />
beispielhaft <strong>in</strong> <strong>der</strong> Neurologie speziell<br />
<strong>der</strong> Logopädie vor. Der Patient lernt <strong>in</strong> <strong>der</strong> Kl<strong>in</strong>ik se<strong>in</strong>en<br />
Therapeuten kennen und tra<strong>in</strong>iert geme<strong>in</strong>sam<br />
mit se<strong>in</strong>em Therapeuten Übungen zu Wie<strong>der</strong>erlangung<br />
verschiedener Fertigkeiten (Diese Übungen<br />
bestehen oftmals aus PC-Programmen). Innerhalb<br />
dieses herkömmlichen Behandlungsprozesses erarbeitet<br />
<strong>der</strong> Therapeut e<strong>in</strong>en <strong>in</strong>dividuellen Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>gsplan<br />
mit se<strong>in</strong>em Patienten, <strong>der</strong> se<strong>in</strong>e Übungen <strong>in</strong><br />
Anwesenheit des Therapeuten durchführt. Dieser<br />
2
wie<strong>der</strong>um überwacht den Patienten während <strong>der</strong><br />
gesamten Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>gsphase und modifiziert die Übungen<br />
falls erfor<strong>der</strong>lich. Nach verlassen des Therapeutenzimmers<br />
ist die Therapiee<strong>in</strong>heit beendet und <strong>der</strong><br />
Patient wird dem kl<strong>in</strong>ischen Alltag überlassen. Hier<br />
kann er je nach Qualität des Hauses verschiedene<br />
Anwendungen durchführen o<strong>der</strong> auch nicht – er hat<br />
quasi Freizeit.<br />
Der <strong>TeleTherapie</strong>-Behandlungsprozess (Abb.4), <strong>der</strong><br />
im Übrigen <strong>in</strong> den Bereichen Prävention, <strong>Reha</strong>bilitation<br />
und Nachsorge identisch abbildbar ist, bietet jetzt<br />
enorme Möglichkeiten.<br />
Die <strong>TeleTherapie</strong> unterstützt die herkömmliche Behandlung<br />
optimal, ohne <strong>der</strong>en Systematik zu verän<strong>der</strong>n.<br />
Die Abbildung 4 zeigt den geschil<strong>der</strong>ten<br />
Behandlungsprozess, <strong>der</strong> sich <strong>in</strong> wesentliche Phasen<br />
unterteilen lässt:<br />
Der Therapeut lernt den Patienten kennen und erarbeitet<br />
an se<strong>in</strong>em Therapeuten-Arbeitsplatz (Term<strong>in</strong>al)<br />
e<strong>in</strong>en <strong>in</strong>dividuellen Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>gsplan (Abb.6).<br />
Dieser Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>gsplan wird via Netzstruktur sicher dem<br />
PatientenTerm<strong>in</strong>al zur Verfügung gestellt (Abb.8).<br />
Abbildung 8: Datentransfer<br />
Der Patient tra<strong>in</strong>iert nach E<strong>in</strong>arbeitung autonom an<br />
se<strong>in</strong>em Patiententerm<strong>in</strong>al (Abb.9).<br />
Abbildung 6: Verschreibung<br />
Verschreibungen können aus e<strong>in</strong>er Fülle von Übungen<br />
rekrutiert werden, die modular für die Innere<br />
Mediz<strong>in</strong>, Orthopädie und Neurologie h<strong>in</strong>terlegt s<strong>in</strong>d<br />
und stetig erweitert werden (Abb. 7).<br />
Abbildung 9: Patientensicht<br />
Der Patient arbeitet streng und ausschließlich nach<br />
Supervision des Therapeuten und kann ke<strong>in</strong>erlei<br />
eigenmotivierte Übungen durchführen. Er arbeitet<br />
quasi se<strong>in</strong>e Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>gs-Aufgaben ab (Abb.10).<br />
Abbildung 10: Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>g<br />
Abbildung 7: Übungsauswahl<br />
3
Nach dem ‚autonomen’ Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>g des Patienten werden<br />
die Ergebnisse <strong>der</strong> Sitzung automatisch dem<br />
Therapeutenterm<strong>in</strong>al zur Verfügung gestellt.<br />
Jetzt kann <strong>der</strong> Therapeut die Ergebnisse auswerten,<br />
die Qualität beurteilen und e<strong>in</strong>en adaptierten<br />
Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>gsplan erstellen (Abb. 11).<br />
kann. Die <strong>TeleTherapie</strong> verb<strong>in</strong>det somit die stationäre<br />
und teilstationäre mit <strong>der</strong> ambulanten Behandlung –<br />
e<strong>in</strong> bahnbrechen<strong>der</strong> Durchbruch h<strong>in</strong> zur <strong>in</strong>tegrierten<br />
Versorgung und dem Disease Management.<br />
E<strong>in</strong>satzbereiche<br />
Die E<strong>in</strong>satzgebiete <strong>der</strong> <strong>TeleTherapie</strong> s<strong>in</strong>d mannigfaltig,<br />
nämlich alle Therapieformen bei denen e<strong>in</strong> repetitives<br />
Üben <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er hohen Frequenz S<strong>in</strong>n macht.<br />
Abbildung 11: Auswertung<br />
Die Therapie hat sich <strong>in</strong> beiden Modellen nicht verän<strong>der</strong>t.<br />
In beiden Fällen wird mit dem Therapeuten<br />
das Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>gsprogramm erarbeitet und die Therapie<br />
<strong>in</strong> <strong>der</strong> Kl<strong>in</strong>ik durchgeführt. Sowohl im ersten, als auch<br />
im zweiten Modell bef<strong>in</strong>det sich <strong>der</strong> Patient unter<br />
Beobachtung des Therapeuten und <strong>der</strong> Patient absolviert<br />
se<strong>in</strong> Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>g beide Male <strong>in</strong> eigens e<strong>in</strong>gerichteten<br />
Übungsräumen o<strong>der</strong> im Patientenzimmer.<br />
Die beiden Behandlungssitzungen sche<strong>in</strong>en sich<br />
zunächst e<strong>in</strong>mal kaum vone<strong>in</strong>an<strong>der</strong> zu differenzieren,<br />
mit e<strong>in</strong>em wesentlichen Unterschied: Die Arbeitsmittel,<br />
mit denen die Therapie durchgeführt wird ist um<br />
das <strong>TeleTherapie</strong>-System als entscheidende Komponente<br />
erweitert. Hat sich <strong>der</strong> Patient unter Anleitung<br />
des Therapeuten mit <strong>der</strong> Funktionsweise des<br />
Systems EvoCare im Tra<strong>in</strong><strong>in</strong>gsraum <strong>der</strong> Kl<strong>in</strong>ik vertraut<br />
gemacht, kann dieser Tra<strong>in</strong>igsraum bzw. das<br />
‚Hilfsmittel’ problemlos quasi nach Hause, <strong>in</strong>s häusliche<br />
Umfeld des Patienten verlagert werden.<br />
Indem <strong>der</strong> Patient das neue Hilfsmittel <strong>in</strong> <strong>der</strong> herkömmlichen<br />
Therapie während se<strong>in</strong>es kl<strong>in</strong>ischen<br />
Aufenthaltes kennen lernt und se<strong>in</strong>e Erfahrungen mit<br />
dem gleichen System zu Hause umsetzen kann,<br />
macht er sich ganz selbstverständlich mit <strong>der</strong> Tele-<br />
Therapie vertraut.<br />
Der Behandlungsprozess bleibt folglich gleich und ist<br />
<strong>in</strong>nerhalb <strong>der</strong> mediz<strong>in</strong>ischen Anwendungsvielfalt <strong>in</strong>terdiszipl<strong>in</strong>är<br />
(Abb. 15).<br />
Zusammenfassend betrachtet, erstreckt sich Tele-<br />
Therapie e<strong>in</strong>erseits über die Behandlungsphasen <strong>der</strong><br />
Prävention, Akutfall, <strong>Reha</strong>bilitation bis h<strong>in</strong> zur Nachsorge,<br />
an<strong>der</strong>erseits unterstützt sie Behandlungsprozesse<br />
<strong>in</strong> so idealer Weise, dass die mediz<strong>in</strong>ische<br />
Versorgung auch zu Hause durchgeführt werden<br />
Abbildung 12: E<strong>in</strong>satzbereiche<br />
Beispiele aus <strong>der</strong> Orthopädie, Neurologie und Kardiologie<br />
wurden umgesetzt und kl<strong>in</strong>isch evaluiert (Abb.<br />
12). Die Systeme bef<strong>in</strong>den sich im kl<strong>in</strong>ischen Alltag.<br />
Abbildung 13: Studien<br />
Der technologisch völlig unproblematische Schritt <strong>der</strong><br />
Anb<strong>in</strong>dung an KIS o<strong>der</strong> ähnliche IT (Abb. 3) eröffnet<br />
<strong>der</strong> <strong>TeleTherapie</strong> ungeahnte Möglichkeiten. Nahezu<br />
alle bekannten und häufig diskutierten Indikationen<br />
mit grossen Patientenzahlen s<strong>in</strong>d durch die <strong>TeleTherapie</strong><br />
unterstützbar, etwa <strong>der</strong> gesamte Bereich <strong>der</strong><br />
<strong>Reha</strong>bilitation, Überwachung von Risiko-<br />
Schwangerschaften, Patientene<strong>in</strong>stellung h<strong>in</strong>sichtlich<br />
<strong>der</strong> Medikamentierung, Beobachtung von Hypertonikern<br />
und Diabetikern und, und, und.<br />
4
<strong>TeleTherapie</strong> als System<br />
Die Abbildungen 6-11 geben e<strong>in</strong>e Vorstellung von <strong>der</strong><br />
Funktionalität des Systems. Die Oberflächen <strong>der</strong><br />
Therapeutenstationen, Arztstationen und Patientenstationen<br />
s<strong>in</strong>d sehr e<strong>in</strong>fach und durchgängig gestaltet.<br />
Die Bedienung ist <strong>in</strong>tuitiv zu erlernen, die e<strong>in</strong>zelnen<br />
Tele-Module, ganz gleich ob für die Prävention,<br />
<strong>Reha</strong>bilitation o<strong>der</strong> Nachsorge s<strong>in</strong>d nahezu identisch<br />
im Aufbau.<br />
EvoCare ist modular strukturiert um die Kriterien <strong>der</strong><br />
Skalierbarkeit, Adaptionsfähigkeit und Sicherheit<br />
optimal angepasst werden zu können.<br />
Abbildung 14: Das System<br />
Abbildung 15 zeigt e<strong>in</strong>ige Module <strong>der</strong> <strong>in</strong>tegrierten<br />
Lösung. Diese Matrix wird sich <strong>in</strong> den nächsten Jahren<br />
erheblich erweitern und dazu führen, dass die<br />
bereits bestehenden Insellösungen durch die E<strong>in</strong>b<strong>in</strong>dung<br />
<strong>in</strong> die Integrierte Versorgung zu idealen Steuerungselementen<br />
im Gesundheitswesen avancieren.<br />
Diese Entwicklung prägt nicht nur den Begriff ‚Disease<br />
Management’, son<strong>der</strong>n bed<strong>in</strong>gt die dafür notwendige<br />
Basis.<br />
und e<strong>in</strong>es neuen Hilfsmittels zugleich - <strong>der</strong> <strong>TeleTherapie</strong>.<br />
Versorgungsmöglichkeiten <strong>der</strong> <strong>TeleTherapie</strong><br />
Patienten, die sich mit <strong>der</strong> <strong>TeleTherapie</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong> Kl<strong>in</strong>ik<br />
vertraut gemacht haben, können nun sowohl je<strong>der</strong>zeit<br />
<strong>in</strong> <strong>der</strong> Kl<strong>in</strong>ik tra<strong>in</strong>ieren als auch zu Hause bekannte<br />
Übungen unter mediz<strong>in</strong>ischer Betreuung<br />
durchführen. Im stationären Bereich können jetzt<br />
therapiefreie Zeiten wie Abende o<strong>der</strong> auch Wochenenden<br />
zur Therapie genutzt werden.<br />
Die Motivation <strong>der</strong> Patienten etwas für Ihre Gesundheit<br />
zu tun, wird nicht zuletzt durch den dauerhaft<br />
bestehenden Kontakt zum Therapeuten positiv<br />
bee<strong>in</strong>flußt. Die mediz<strong>in</strong>ische Supervision ist wesentlich.<br />
Verstärkt wird dieser Effekt zudem dadurch,<br />
dass Patienten ihre Erfolge durch die zur Verfügung<br />
gestellten Therapieverlaufskurven permanent vor<br />
Augen haben.<br />
Der E<strong>in</strong>satz <strong>der</strong> <strong>in</strong>tegrierten Lösung birgt aber e<strong>in</strong>en<br />
weiteren, vermutlich unterschätzten Vorteil für den<br />
Patienten. Er ist stolz darauf, mit e<strong>in</strong>em <strong>der</strong>art fortschrittlichen<br />
System therapiert zu werden und fühlt<br />
sich <strong>in</strong> se<strong>in</strong>er ‚Rolle’ als Patient stark aufgewertet.<br />
Die vielbeschriebenen Berührungsängste von Senioren<br />
werden durch die tägliche Praxis im Umgang mit<br />
den System wie<strong>der</strong>legt.<br />
Abbildung 16: Versorgungsmöglichkeiten<br />
Die Möglichkeiten <strong>der</strong> Versorgung werden spezifischer<br />
auf die Notwendigkeiten des jeweiligen Patienten<br />
abstimmbar (Abb. 16) und werden standardisiert.<br />
Bliebe <strong>in</strong>des die Frage, welche Vorteile Kl<strong>in</strong>iken<br />
durch den E<strong>in</strong>satz <strong>der</strong> <strong>in</strong>tegrierten Lösung haben.<br />
Abbildung 15: Module für Indikationen<br />
Das Konzept <strong>der</strong> <strong>TeleTherapie</strong> ist damit h<strong>in</strong>länglich<br />
beschrieben. Die <strong>Chance</strong>n <strong>in</strong> <strong>der</strong> <strong>Reha</strong>bilitation zeigen<br />
<strong>in</strong> Richtung e<strong>in</strong>er neuartigen Versorgungsform<br />
E<strong>in</strong>satz und Erfahrungen <strong>der</strong> <strong>TeleTherapie</strong><br />
Alle<strong>in</strong> das Argument, <strong>in</strong>nerhalb <strong>der</strong> Integrierten Versorgung<br />
auf e<strong>in</strong>es <strong>der</strong> mo<strong>der</strong>nsten Werkzeuge im<br />
Gesundheitswesen zuzugreifen, rechtfertigt vor dem<br />
H<strong>in</strong>tergrund des anhaltenden Kostendrucks nur teilweise<br />
die Investition <strong>in</strong> die Zukunft – wird aber glück-<br />
5
licherweise dennoch von e<strong>in</strong>igen kl<strong>in</strong>ischen Vorreitern<br />
als ausreichen<strong>der</strong> Anreiz gesehen.<br />
Die <strong>TeleTherapie</strong> ermöglicht den Wegfall <strong>der</strong><br />
momentan vorherrschenden 1:1 Situation (Therapeut:Patient).<br />
Therapeuten können nun vier und<br />
mehr Patienten parallel versorgen. Darüber h<strong>in</strong>aus<br />
lassen sich Patienten <strong>in</strong> ihrem häuslichen Umfeld<br />
betreuen - e<strong>in</strong>e neue Dimension <strong>der</strong> ‚Patientenb<strong>in</strong>dung’<br />
hält E<strong>in</strong>zug <strong>in</strong> die kl<strong>in</strong>ische Praxis.<br />
Therapeuten werden von Rout<strong>in</strong>eaufgaben entlastet<br />
und können so freiwerdende Zeit zur <strong>TeleTherapie</strong><br />
von Patienten auch zu Hause übernehmen - <strong>der</strong> Kl<strong>in</strong>ik<br />
eröffnen sich dadurch neue Erlöse.<br />
Unter Berücksichtigung <strong>der</strong> e<strong>in</strong>gangs erwähnten<br />
Qualität <strong>der</strong> Gesundheitsversorgung liefert EvoCare<br />
erstmals Kriterien (lückenloser Therapieverlauf) zur<br />
objektiven Bewertung des Patienten und se<strong>in</strong>es Behandlungsverlaufes.<br />
Diese Tatsache wird sich positiv<br />
auf e<strong>in</strong>e nachvollziehbare mith<strong>in</strong> leichtere Abrechnung<br />
gegenüber Kostenträgern auswirken.<br />
Die Transparenz <strong>der</strong> Abrechnung durch detaillierte<br />
Darstellung von Behandlungszeiten, Intensitäten,<br />
Dauer und Ergebnisse erleichtern Kl<strong>in</strong>iken und Kostenträgern<br />
zudem die Nachverfolgung und Kontrolle<br />
<strong>der</strong> Behandlungsaufwendungen.<br />
Beispielsweise s<strong>in</strong>d ökonomische Therapienutzungsdaten<br />
tagesgenau verfügbar (Abb. 18).<br />
Abbildung 17: Erfahrungen und Ergebnisse<br />
Patienten tra<strong>in</strong>ieren unabhängig vom behandelnden<br />
Arzt, wobei ihre Genesung b<strong>in</strong>nen kürzester Zeit<br />
entscheiden<strong>der</strong>e Fortschritte macht. Sie werden also<br />
<strong>in</strong>nerhalb e<strong>in</strong>es kürzeren Zeitraums ’fitter’. Die höhere<br />
Behandlungsdichte geht mit gleichzeitiger Schaffung<br />
von Messergebnissen e<strong>in</strong>her, die als detaillierte<br />
Beurteilungsgrundlagen helfen werden nachhaltig die<br />
Qualität zu sichern. Erstmals kann während <strong>der</strong> gesamten<br />
Therapie durchgängig <strong>der</strong> Verlauf <strong>der</strong> Behandlung<br />
aufgezeichnet werden. Beurteilungen lehnen<br />
sich daran an und s<strong>in</strong>d je<strong>der</strong>zeit belegbar. E<strong>in</strong><br />
großer Schritt <strong>in</strong> Richtung des Qualitätsanspruchs.<br />
Abbildung 19: Qualität vs. Kosten<br />
Abbildung 19 verdeutlicht den theoretischen Verlauf<br />
e<strong>in</strong>er Therapie. Betrachtet man die schematische<br />
Darstellung des Therapieverlaufs s<strong>in</strong>d mit <strong>der</strong> Tele-<br />
Therapie die direkten Therapiekosten e<strong>in</strong>deutig dem<br />
zugehörigen Therapieerfolg zuordbar - e<strong>in</strong>e bisher<br />
nie dagewesene Kosten- und Qualitätstransparenz.<br />
Den Aspekt <strong>der</strong> Wie<strong>der</strong>e<strong>in</strong>glie<strong>der</strong>ung <strong>in</strong> das Berufsleben<br />
kann durch die <strong>TeleTherapie</strong> <strong>in</strong> den Mittelpunkt<br />
<strong>der</strong> Bestrebungen bestimmter Patienten gestellt werden.<br />
Erstmals wird <strong>der</strong> Übergang von mediz<strong>in</strong>isch<br />
therapeutischen Anwendungen zu berufsqualifizierenden<br />
Maßnahmen möglich. Es ist e<strong>in</strong>zig e<strong>in</strong>e Frage<br />
<strong>der</strong> Auswahl <strong>der</strong> Inhalte des Systems.<br />
Der konzeptionelle Ansatz <strong>der</strong> <strong>TeleTherapie</strong> lässt wie<br />
auch schon bei berufsqualifizierenden Maßnahmen,<br />
weitere Möglichkeiten wie TeleLearn<strong>in</strong>g und Prävention<br />
zur bsp. Demenz zu. Auch hier ist es lediglich<br />
e<strong>in</strong>e Frage <strong>der</strong> Inhalte.<br />
Die Inhalte unterliegen strengen Qualitätsanfor<strong>der</strong>ungen<br />
und gehorchen immer <strong>der</strong> e<strong>in</strong>en Gesetzmässigkeit<br />
– Verwednung ausschliesslich durch ärztliche<br />
Supervision. Nur so ist <strong>der</strong> hohe Qualitätsstandard<br />
dauerhaft und langfristig zu sichern.<br />
Abbildung 18: Mediz<strong>in</strong>ökonomie<br />
6
Abbildung 20: Aspekte<br />
Die sich <strong>in</strong>sgesamt ergebenden Schlussfolgerungen<br />
s<strong>in</strong>d e<strong>in</strong>deutig: Wir müssen die vorhandenen Möglichkeiten<br />
nutzen und weitere Möglichkeiten schaffen,<br />
damit die <strong>TeleTherapie</strong> zur flächendeckenden Realität<br />
wird.<br />
Abbildung 22: Zitat Prof. Mauritz<br />
Abbildung 21: Status<br />
Durch die Etablierung <strong>der</strong> Versorgungsform e<strong>in</strong>erseits,<br />
und <strong>der</strong> Schaffung <strong>der</strong> Basis für e<strong>in</strong> enormes<br />
E<strong>in</strong>sparungspotenzial <strong>in</strong> <strong>der</strong> <strong>Reha</strong>bilitation an<strong>der</strong>erseits,<br />
wurde mit <strong>der</strong> <strong>TeleTherapie</strong> e<strong>in</strong>e Entwicklung <strong>in</strong><br />
Gang gesetzt, die alle<strong>in</strong>e durch die Anwendung zu<br />
e<strong>in</strong>er Verbesserung <strong>der</strong> Qualität <strong>der</strong> mediz<strong>in</strong>ischen<br />
Versorgung und gleichzeitig erheblicher Kostentransparenz<br />
führt.<br />
E<strong>in</strong>e Herausfor<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> sich stark verän<strong>der</strong>nden<br />
<strong>Reha</strong>bilitation, nämlich die Verb<strong>in</strong>dung <strong>der</strong> stationären<br />
mit <strong>der</strong> ambulanten Versorgung bis h<strong>in</strong> zu Nachsorge<br />
ist bewältigt – es wartet jedoch die nächste<br />
Aufgabe – nämlich die Schaffung <strong>der</strong> e<strong>in</strong>heitlichen<br />
Abrechnungsmöglichkeiten für die <strong>TeleTherapie</strong>.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.telemediz<strong>in</strong>.de<br />
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