Gazette Charlottenburg Nr. 6/2017

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Gazette für Charlottenburg und Westend - Juni 2017

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Juni 2017

Charlottenburg

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Handel, Handwerk und

Gewerbe in alten Bildern

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2 | Gazette Charlottenburg | Juni 2017

Neues Charlottenburg-Buch

mit historischen Fotos

Handel, Handwerk und Gewerbe von der Kaiserzeit bis zum Zweiten Weltkrieg

Historische Ansicht vom „Knie“, heute Ernst-Reuter-Platz.


Copyright Landesarchiv Berlin/Sutton Verlag

Mit der Veröffentlichung des

neuen Bandes „Berlin-Charlottenburg

Handel, Handwerk und

Gewerbe in alten Bildern“ zeigt

Autor Christian Hopfe die Vielfalt

der Alt-Charlottenburger

Arbeitswelt. Unter den fotografischen

Raritäten von 1900 bis zum

Zweiten Weltkrieg befinden sich

auch viele unveröffentlichte, historische

Fotos.

In dem Buch wird der Übergang

vom 19. zum 20. Jahrhundert

wieder lebendig. Die feinen Geschäfte

im edlen Berliner Stadtteil

Charlottenburg waren zur

Kaiserzeit Anlaufpunkt zahlreicher

Flaneure. Auch die Königliche

Porzellanmanufaktur KPM

und viele Handwerker hatten

hier ihr Domizil. 160 Fotografien

zeigen die Zeit um 1900 bis zum

Zweiten Weltkrieg. In diesem

liebevoll gestalteten Bildband

erkundet Christian Hopfe die

faszinierende Geschäftswelt im

Berliner Westen und lässt den Betrachter

die Welt der Handwerker

sowie der vornehmen Flaneure

entdecken.

Der Autor Christian Hopfe, 1965

in Berlin geboren, ist ein profunder

Kenner Charlottenburgs. In

seiner Freizeit beschäftigt sich

der studierte Diplom-Politologe

mit der historischen Entwicklung

der Berliner Bezirke. Sein Schwerpunkt

liegt dabei auf der Alltagsgeschichte.

Berlin-Charlottenburg Handel,

Handwerk und Gewerbe in alten

Bildern ist im Sutton-Verlag erscheinen.

Das Buch ist für 20 Euro

im Buchhandel erhältlich, ISBN:

978-3-95400-782-0.

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Liebe Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf!

Auch in diesem Jahr suchen wir

wieder die „Frau in Verantwortung“,

die mit dem Monika-Thiemen-Preis

geehrt wird. Gesucht

wird eine weibliche Führungspersönlichkeit,

die im Bezirk beruflich

tätig ist.

Frau in Verantwortung

2017 gesucht

Der jährlich zu vergebende Monika-Thiemen-Preis

ist benannt nach

der frauenpolitisch engagierten

Bezirksbürgermeisterin

von

Charlottenburg-Wilmersdorf

(2001

– 2011), die

diesen Wettbewerb

2007

Reinhard Naumann ins Leben rief.

Die Preisträgerin

2016 war Kerstin Ehrig-Wettstaedt,

von der Ehrig GmbH. Sie

unterstützt Frauen ganz besonders

in ihrer beruflichen Entwicklung,

nämlich im IT-Bereich. Als

Geschäftsführerin achtet Sie darauf,

nicht nur gewissenhaft auszubilden,

sondern auch, gerade

in diesem technischen Bereich,

junge Frauen zu ermutigen, auszubilden

und zu fördern.

Um den Monika-Thiemen-Preis

zu erhalten, muss die Preisträgerin

Frauen in ihrer beruflichen

Entwicklung unterstützen, sich

für die gleiche Bezahlung von

Frauen und Männern bei gleichwertiger

Arbeit einsetzen und

die Vereinbarkeit von Beruf und

Familie aktiv fördern. Außerdem

achtet die Jury insgesamt auf

die Einhaltung arbeitsrechtlicher

Standards, wie die Einhaltung

der Mindestlohngesetzgebung.

Zur Vorstellung der möglichen

WORT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS Gazette Charlottenburg Gazette Wilmersdorf | Juni | 62017 | | 3

Preisträgerin gehört daher eine

Beschreibung der tatsächlich

gelebten Unternehmenskultur.

Darüber hinaus nimmt die Jury

gerne Informationen über ehrenamtliche

Tätigkeiten der möglichen

Preisträgerin auf.

Die Preisträgerin erhält

1.000 Euro. Die Ehrung erfolgt

am 26. September um 17.30 Uhr

im Rathaus Charlottenburg.

Frauen können sich noch bis zum

30. Juni selbst bewerben oder

vorgeschlagen werden. Weitere

Informationen zu den Bewerbungen,

der Preisverleihung und der

Jury finden Sie unter www.fiv-cw.

de.

30 Jahre Bonhoeffer-Haus

Am 17. Juni werde ich um 15 Uhr

die Besucherinnen und Besucher

der Feierlichkeiten anlässlich

des 30-jährigen Bestehens der

„Erinnerungs- und Begegnungsstätte“

der Evangelischen Kirche

Berlin-Brandenburg-schlesische

Oberlausitz im Bonhoeffer-Haus,

Marienburger Allee 43, begrüßen.

Das Baudenkmal wurde 1935

von Jörg Schleicher für die Eltern

Dietrich und Klaus Bonhoeffers

als Alterssitz erbaut. Hier fanden

konspirative Gespräche des Widerstandes

gegen die Nationalsozialisten

unter maßgeblicher

Beteiligung von Familienmitgliedern

statt. Dietrich Bonhoffer

(04.02.1906 – 09.04.1945),

evangelischer Theologe und

Leiter des Predigerseminars der

Bekennenden Kirche, entschiedener

Gegner des Nationalsozialismus,

aktiv im Widerstand tätig,

wurde 1943 in diesem Haus von

der Gestapo verhaftet und im KZ

Flossenbürg erhängt.

Nach einer Zwischennutzung

durch die Evangelische Studentengemeinde

wurde das Haus

umgebaut und 1987 als „Erinnerungs-

und Begegnungsstätte” in

Trägerschaft der Evangelischen

Kirche Berlin-Brandenburg eröffnet.

Eine ständige Ausstellung

informiert über Leben und Werk

Dietrich Bonhoeffers. 1988 wurde

eine Gedenktafel am Haus enthüllt.

Das Haus, das seit 1987 eine

unselbständige Einrichtung der

Landeskirche ist, wird ab 1. Juli

2017 als Werk der Kirche durch

den gemeinnützigen Verein „Erinnerungs-

und Begegnungsstätte

Bonhoeffer-Haus e. V.“ fortgeführt.

Weitere Informationen unter

www. bonhoeffer-haus-berlin.de

oder E-Mail: email@ bonhoefferhaus-berlin.de.

Regenbogenfahne am

Rathaus Charlottenburg

Gemeinsam mit Jörg Steinert,

Geschäftsführer vom Lesben-

und Schwulenverband

Berlin-Brandenburg, werde ich

am 13. Juli um 19 Uhr die Regenbogenfahne

vor dem Rathaus

Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee

100, hissen. Seit den 1970er-Jahren

ist sie ein internationales

Symbol für queeren Stolz und

stellt die Vielfalt der homo- und

transsexuellen Lebensweise dar.

1978 entwarf der amerikanische

Künstler Gilbert Baker die Flagge.

Jeder Farbe hat eine eigene Bedeutung:

Rot steht für Liebe und

Leben, Orange für Gesundheit,

Gelb für das Sonnenlicht, Grün

für die Natur, Königsblau für Harmonie

und Violett für den Geist.

Im Rahmen der traditionellen Pride

Week mit den Respect-Gaymes

am 1. Juli und dem Christopher

Street Day am 22. Juli setzen

wir dieses sichtbare Zeichen für

Gleichberechtigung und gegen

Homo- und Transphobie.

Kiezspaziergang

Zu unserem 186. Kiezspaziergang

treffen wir uns am Samstag, dem

10. Juni, um 14 Uhr am Grunewaldturm.

Am 13. April wurde

in Berlin die Internationale Gartenschau

in Marzahn eröffnet.

Ein Teil davon ist auch bei uns im

Bezirk zu sehen, denn im Grunewald

findet die Ausstellung „Wald.

Berlin.Klima“ statt. Entlang eines

4 km langen Rundwegs wird an

11 Stationen die Bedeutung des

Berliner Waldes für das städtische

Klima erlebbar gemacht.

Oberförster Kilz und sein Kollege

Ackermann von den Berliner Forsten

werden uns führen.

Der Grunewaldturm ist mit dem

Bus 218 vom Theodor-Heuss-

Platz und vom Bahnhof Wannsee

aus zu erreichen und fährt alle

30 Minuten. Der Spaziergang

geht bergauf und bergab auf

Waldwegen, denken Sie also an

gutes Schuhwerk! Mit ungefähr

drei Stunden ist dieser auch länger

als gewohnt.

Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei.

Alle Interessierten sind

willkommen. Informationen über

die bisherigen Kiezspaziergänge

finden Sie im Internet unter www.

kiezspaziergaenge.de.

Für Ihre Anregungen, Lob und

Kritik bin ich für Sie erreichbar

unter naumann@charlottenburgwilmersdorf.de.

Ihr

Reinhard Naumann


4 | Gazette Charlottenburg | Juni 2017

Im Kiez rund um den Klausenerplatz

Eine Gegend zum Wohlfühlen

Grüne Kastanien und duftende

Linden vor liebevoll restaurierten

Wohnhäusern, kleine Geschäfte,

die jedem Anspruch gerecht werden.

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und Kaiserdamm, Sophie-Charlotten-

und Schloßstraße zieht

sich ein Netz von heimeligen

Straßen, in denen Alt und Jung,

Menschen mit und ohne Migrationshintergrund

leben, und wo

Gewerbetreibende wie Künstler

ihren Platz in Charlottenburg

gefunden haben. Wie kleine

grüne Lungen liegen die einstigen

dunklen und inzwischen zu

ruhigen Wohlfühloasen und Begegnungszonen

umgestalteten

offenen Hinterhöfe zwischen den

Wohnhäuser mit kleinen Läden bestimmen das Bild der Nehringstraße.

Häusern und bieten einen Vorgeschmack

auf die eigentliche

grüne Lunge dieser Gegend, den

Klausenerplatz.

Das Miteinander der Kiezbewohner

spiegelt sich in vielfältigen

Aktionen wider, die vom Kiezbündnis

Klausenerplatz e. V. organisiert

und begleitet werden und

Gäste aus anderen Wohnquartieren

anlocken.

Miteinander leben und

füreinander arbeiten

Schlendert der Besucher an liebevoll

bepflanzten Baumscheiben

der Nehringstraße vorbei,

präsentiert sich ihm eine bunte

Gewerbeszene, die dem Bewohnerbild

des Kiezes in nichts nachsteht:

Da liegt der gut sortierte

Asia-Markt neben dem Geschäft

für Tauchtechnik, wenige Schritte

weiter ein Schmuckatelier, ein

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Gazette Charlottenburg | Juni 2017 | 5

Lieselotte Klotzsch – im Kiez daheim.

Vereinsvorsitzender Klaus Betz.

Kindertheater. Künstler fühlen sich

in der multikulturell reizvollen Gegend

wohl.

Durch blitzblanke Scheiben sieht

man den Schuhmacher an Reitstiefeln

arbeiten, während gegenüber

die Fahrschule ihren Fahrschüler

einweist. Die Gastronomie bietet

für jeden Geschmack etwas. Rund

45 Prozent der Anwohner besitzen

Migrationshintergrund. Sie und

die übrigen Bewohner leben in

harmonischem Miteinander und

bereichern sich kulturell.

Vor kleinem aber besonderem

Lokal genießt manch Handwerker

in der Sonne seine Mittagspause,

eine junge Mutter

mit Baby tauscht sich mit der

Ladenbesitzerin des Kinder-Second-Hand-Ladens

aus. Die Frau

gegenüber gießt die Blumenkästen

auf dem Fensterbrett ihrer

Erdgeschosswohnung.

Und wer genau hinhört, vernimmt

die alten Geschichten,

welche viele Mauern der Häuser,

die alten Straßenlaternen und die

erhaltene Fassade der einstigen

Gebr.-Manns-Filiale erzählen.

Auch Lieselotte Klotzsch ist an

diesem Mittag mit dem Rollator

in ihrem Kiez unterwegs. Vor fast

85 Jahren wurde sie unweit des

Klausenerplatzes geboren und

wohnt seit dem Jahr 1951 in der

Neufertstraße.

Längst sind die beiden Töchter

erwachsen. Ihre Mutter freut

sich, dass die Häuser in der

Gegend so behutsam saniert

wurden und ihre Wohnung nun

„tipptopp“ ist. Nie war sie weg

von hier, auch nicht während

der Modernisierung, erzählt sie

stolz. „Ich gehe noch jeden Tag

im nahen Schlosspark spazieren

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6 | Gazette Charlottenburg | Juni 2017

Für Erwachsene und Kinder ein kleines Paradies: Der Klausenerplatz.

und die Schloßstraße entlang

oder fahre auch mal zum Zoo.

Die gute Busverbindung macht´s

möglich.“ Ihrem Kiez will sie treu

bleiben: „In den letzten Jahren

sind hier viele junge Familien dazugekommen,

unsere Zukunft“,

freut sich Lieselotte Klotzsch.

Den üppig grünen Klausenerplatz

mit den weißumzäunten

Erholungsinseln meidet sie jedoch.

– Zu tief sitzt die Erinnerung

an Bombennächte mit Sirenengeheul

des 2. Weltkriegs.

Unzählige davon verbrachte sie

damals im Bunker auf dem Platz;

dort, wo heute vom weitläufig

angelegten Spielplatz fröhliches

Kinderlachen schallt.

Kiezbündnis Klausenerplatz e. V.

„KiezBüro“ – in großen Lettern

steht es über dem kleinen Laden

mit der Bank davor. Hier, in der

Seelingstraße 14, schlägt das Herz

des Wohnviertels. Den rhythmischen

Takt gibt der gemeinnützige

im Jahr 1999 gegründete

„Kiez bündnis Klausenerplatz

e. V.“ an, der hier seit 2001 berät,

diskutiert und plant. Unterstützt

wird er von der Gewobag nicht

nur durch die zur Verfügung gestellten

Räumen, für die er lediglich

die Betriebskosten entrichten

muss.

An Vereinsspitze als Vorsitzender

steht Gründungsmitglied Klaus

Betz, der, inzwischen im Ruhestand,

die Fäden sortiert in der

Hand hält. 80 Mitglieder zählt

der Verein, 30 davon – überwiegend

Geschäftsleute – sind Fördermitglieder.

Das jährliche Kiezfest

bringt zwar Standmiete ein,

doch die reicht längst nicht aus,

um die Kosten für die gemietete

Technik, Gagen, Versicherung

und Straßengebühr zu decken.

Vieles hat der selbstlose Einsatz

des Vereins bereits erreichen

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am Herthasee

können, wenn es um konkrete

Verbesserungen im Kiez in den

Bereichen Wohnen, Gewerbe,

Kultur, Wohnumfeld und Verkehr

ging. Im regelmäßig vom Redaktionsteam

herausgegebenen KiezBlatt

berichtet er darüber:

Da ist die Verkehrsberuhigung im

Kiez. „Hier ist die erste verkehrsberuhigte

Zone Deutschlands eingerichtet

worden“, betont Betz,

der sich mit dem Verein nicht

zuletzt wegen des vermehrten

Zuzugs junger Familien weitere

Verbesserungen auf diesem Gebiet

wünscht, – gerade im Bereich

der Knobelsdorffstraße, die gerne

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Gazette Charlottenburg | Juni 2017 | 7

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Der Klausenerplatz als Ort der Entspannung und Kiezfeste.

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als Abkürzung genutzt wird.

Auch um die geflüchteten Menschen

kümmern sich der Verein

und die Bewohner rund um den

Klausenerplatz. Die Flüchtlingsinitiative

engagiert sich in der

Übergangseinrichtung am Kaiserdamm,

begleitet Behördengänge

und bringt die Menschen beim

ungezwungenen Get-Together

im Stadtteilzentrum zusammen.

Im Repair-Café wird manches

Teil wieder in Schwung gebracht,

Sperrmüll- und Grünpflegeaktionen

vereinen Anwohner, und

bei den alljährlich im Frühjahr

und Herbst stattfindenden Flohmarkt-Wochenenden

vor den

Haustüren (das nächste Mal am

7. Oktober 2017) findet manches

Lieblingsstück einen neuen Besitzer.

Vielfältige kulturelle Highlights

und die überwiegend eintrittsfreien

Veranstaltungen im Kiez

sind inzwischen weit über die

Bezirksgrenzen hinaus bekannt.

Anlässlich der Fête de la Musique,

geht es auch um die Ecke vom

Klausenerplatz musikalisch zu.

Am 21. Juni 2017 von 18-22 Uhr

findet auf dem „Ziegenhof“ in der

Danckelmannstraße 16 auch in

diesem Jahr wieder das vom Verein

initiierte Kiezsingen im großen

Zelt statt. Wo sonst zur Freude

der Kinder Ziegen meckern

und Gänse schnattern, erklingen

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dann aus alten und jungen Kehlen

an den Biertischen alte Schlager

und Volkslieder zu Akkordeon

und Gitarre. Tonangebend ist der

Musiker Olaf Maske. Zu zivilen

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Preisen gibt es Getränke, um die

Kehle geschmeidig zu halten.

Nur drei Tage später, am 24. Juni

2017 von 14-22 Uhr, lädt der Verein

auf dem Klausenerplatz zum

diesjährigen Kiezfest ein. Ein

kunterbuntes Bühnenprogramm

von Bauchtanz und Blues über

Kinderband bis Rock´n´Roll wird

das Publikum begeistern. Als Höhepunkte

erwarten kleine Leute

ein ganz besonderes Bootsrennen

im 5x20 Meter Wasserbecken,

das von der Friedenskirche

Charlottenburg organisiert wird,

sowie Fußball mit Soccer-Käfig

und Bobby-Car. Auch Bratwurstund

Getränkestand stehen bereit,

wie es sich beim zünftigen Kiezfest

gehört.

Und so wird auch dieser Tag wieder

ein Stück mehr dazu beitragen,

was Klaus Betz und der Kiezbündnis

Klausenerplatz e. V. mit

ihrem selbstlosen Einsatz erzielen

möchten: Die Identifikation der

Kieznachbarn mit ihrem Wohngebiet

durch ihr Zusammengehörigkeitsgefühl.

Weitere Informationen, Termine

und Spendenkonto unter www.

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8 | Gazette Charlottenburg | Juni 2017

Tod eines Pazifisten

Vor 50 Jahren wurde Benno Ohnesorg erschossen

Die Stimmung war aufgeheizt –

Studenten protestierten gegen

den Schah Reza Pahlavi, der die

Stadt am 2. Juni 1967 besuchte.

Auch Benno Ohnesorg und seine

Frau Christa waren dabei. Der

Pazifist Ohnesorg studierte an der

Freien Universität Berlin, dort hatte

der im Exil lebende Iraner Bahman

Nirumand am 1. Juni einen

vielbeachteten Vortrag über die

Politik des Schahs gehalten. Diesen

hörte auch Benno Ohnesorg

und beschloss, an der für den

2. Juni angekündigten Demonstration

teilzunehmen.

Protest gegen den Schah

Der 1940 in Hannover geborene

Benno Ohnesorg hatte das Abitur

auf dem Zweiten Bildungsweg

nachgeholt. Für das Studium

zog er nach Berlin und schrieb

sich an der Freien Universität

für Romanistik und Germanistik

ein. Er plante, Gymnasiallehrer

zu werden. An der Politik war er

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zwar interessiert, doch bis auf

die Teilnahme an einigen Demonstrationen

wenig aktiv. Am

Abend des 2. Juni besuchte der

Schah die Aufführung der „Zauberflöte“

in der Deutschen Oper.

Draußen protestierten die Studenten

und wurden ihrerseits

mit Latten, Eisenstangen und

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Relief von Alfred Hrdlicka vor der Deutschen Oper: Der Tod des

Demonstranten.

Holzknüppeln von Anhängern

des Schahs angegriffen, die extra

für den Schahbesuch eingeflogen

worden waren. Erste Schlägereien

zwischen Demonstranten und

Schahanhängern hatte es bereits

am Vormittag am Rathaus Schöneberg

gegeben, während sich

der Schah in das Goldene Buch

der Stadt eintrug. Die Polizei griff

nicht ein, sondern schirmte den

Abzug der Angreifer ab.

Schuss im Hinterhof

Anschließend kam es zu Auseinandersetzungen

zwischen den

Demonstranten und der Polizei.

Dabei wurde die „Leberwursttaktik“

angewandt, bei der in der

Mitte der Demonstration Gewalt

angewendet wird, um Panik in

der Menschenmenge auszulösen.

Unter die Demonstranten

hatten sich Polizeibeamte in Zivil

gemischt, einer davon war Karl-

Heinz Kurras. Ohnesorg sah, wie

Menschen in der Krumme Straße

in einen Hinterhof gebracht

wurden und ging hinterher um

die Geschehnisse zu beobachten.

Dort fiel ein Schuss, der ihn in den

Hinterkopf traf. Geschossen hatte

Karl-Heinz Kurras. Ohnesorg

starb kurz nach der Einlieferung

ins Krankenhaus Moabit, nachdem

zwei zunächst angefahrene

Krankenhäuser keine Betten

für den Schwerstverletzten frei

hatten. Die Todesursache wurde

zunächst mit Schädelbasisbruch

angegeben. Das Knochenstück

mit dem Einschussloch war entfernt

worden und die Haut darüber

zusammengenäht. Es tauchte

nie wieder auf. Doch die Kugel

steckte noch im Gehirn.

Polizist und Stasi-Spitzel

In der Folge wurde Polizeipräsident

Erich Duensing auf eigenen

Wunsch beurlaubt und am

22. September 1967 pensioniert.

Innensenator Wolfgang Büsch

trat zurück. Beim Prozess gegen

Kurras erfolgte ein Freispruch.

Der Todesschütze wurde 2009

als Stasi-Spitzel enttarnt. Ein gezielter

Schuss konnte ihm jedoch

auch bei einem erneuten Ermittlungsverfahren

nicht nachgewiesen

werden und so kam es nie zu

einer Verurteilung. Karl-Heinz

Kurras starb 2014. Sein tödlicher

Schuss auf Benno Ohnesorg

sorgte für eine Radikalisierung

der Studentenbewegung, die unter

anderem zur Gründung von

RAF und der „Bewegung 2. Juni“

führte. Zur Erinnerung an die Geschehnisse

schuf der Bildhauer

Alfred Hrdlicka im Jahr 1971 das

Werk „Der Tod des Demonstranten“.

Es dauerte fast 20 Jahre, bis

es vor der Deutschen Oper aufgestellt

wurde.

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1 | Gazette Charlottenburg & Wilmersdorf Gazette Charlottenburg | Juni 2017 | 9

Sind Kiezläufer ein Weg zu mehr sozialem Miteinander?

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) diskutiert

Kiezläufer kennen ihren Kiez genau, denn sie leben selbst dort und sind so

niedrigschwellige Ansprechpartner. Erfahrungen in anderen Bezirken wurden

bereits gemacht, nun wird der Einsatz von Kiezläufern auch von der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf

diskutiert. Nachfolgend finden Sie die Stellungnahme

der im Bezirksamt vertretenen Fraktionen.

Berlin SPD-Fraktion

Wir verlieren immer mehr das soziale Miteinander

in unserem Zusammenleben.

Leicht erkennbar in der schon selbstverständlich

gewordenen Zuweisung des

Selbstverschuldens bei Menschen, die aus

welchen Gründen auch immer, in Schwierigkeiten

geraten sind. Dies wird noch

durch den Ruf nach Verweigerung von

Hilfen – leider auch aus politischen Parteien

- gefördert. Hier können Kiezläufer nach

einer guten Vorbereitung – ähnlich wie die

Konfliktlotsen in den Schulen – in unseren

Straßen und Parks und Wohnumfeld, nach

einer qualifizierten Einarbeitung, für eine

positive Veränderung sorgen. Nicht durch

ein Auftreten als Ergänzung des Ordnungsamtes

oder gar der Polizei. Auf keinem Fall.

Vielmehr durch ziviles, nachbarschaftliches

Auf- und Eintreten für mehr Sauberkeit,

ein friedlicheres Miteinander und in einer

vermittelnden Hilfestellung bei Konflikten.

Sie können aber auch vermitteln zwischen

den Angeboten des Bezirkes und den vielfältigen

Problemen, die an sie herangetragen

werden. Das stellt hohe Anforderung

an die Vorbereitung, Schulung und Auswahl

der zukünftigen Kiezläufer an die sich

darauf einlassende Verwaltung. Die schon

laufenden Pilotprojekte in Hamburg und

Berlin zeigen aber, dass es umsetzbar ist.

Wolfgang Tillinger

CDU-Fraktion

Die CDU-Fraktion hält Kiezläufer im Bezirk

Charlottenburg-Wilmersdorf für eine gute

Ergänzung zum Ordnungsamt. Hier kann

durch einen ersten Kontakt zum Bürger ein

Verständnis für ein Miteinander erzeugt

werden. Die Kiezläufer sollen Vertrauen

aufbauen und sich erzählen lassen, was die

Bürger für Sorgen und Probleme haben.

Sie sollen im Kiez kontrollieren, wie es im

Wohnumfeld und Parkanlagen hinsichtlich

illegaler Müllentsorgung aussieht. Ja, sie

sollen auch auf die Hundehalter zu gehen,

um die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner

sofort zu beseitigen, und sind sicher

auch Ansprechpartner für Hilfsbedürftige.

Die Kiezläufer können den Jugendlichen

im Bezirk, die nicht wissen was sie mit ihrer

Freizeit anfangen sollen, Hilfestellung

zu den wenigen Jugendeinrichtungen im

Bezirk geben. Sie sollten die Kids motivieren,

die Freizeitangebote wahrzunehmen.

Vielleicht gehen von den Kiezläufern auch

eigene Initiativen aus, die den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf

bereichern. Die

CDU-Fraktion sieht die Kiezläufer nicht

als eine Konkurrenz zur Polizei und dem

bezirklichen Ordnungsamt. Hilfreich ist mit

Sicherheit, sie in Rechts- und Gesetzesfragen

zu schulen und in Gesprächsführung

zu unterstützen. So werden die Kiezläufer

sicher eine hohe Akzeptanz im Bezirk

erhalten und zu einer Verbesserung des

Wohnumfeldes und der Lebensqualität

in Charlottenburg-Wilmersdorf beitragen.

Karsten Sell

B‘90/Grünen-Fraktion

Kiezläufer*innen gibt es in Bereichen

mit Quartiersmanagement in Berlin. Sie

schauen, ob die Straßen und Parks sauber

und im ordentlichen Zustand sind.

Sie melden Vermüllung wie Schäden und

sorgen für deren Entfernung/Behebung.

In Charlottenburg-Wilmersdorf gibt es

kein Quartiersmanagement. Deshalb soll

das Bezirksamt prüfen, ob Kiezläufer*innen

über den Zweiten Arbeitsmarkt vom

Jobcenter eingesetzt werden können. Erwerbslosen

wäre es somit möglich, eine

Aufgabe für ihren Kiez wahrzunehmen

und dort ein Bewusstsein zu schaffen,

den öffentlichen Raum so zu hinterlassen,

wie er vorgefunden wurde. Das Angebot

kann die Ordnungsamts-App ergänzen,

bei der Bewohner*innen Probleme dem

Ordnungsamt via Smartphone melden

können. Mit Kiezläufer*innen wird gleich

vor Ort im Gespräch auf Missstände aufmerksam

gemacht. Das ist sehr sinnvoll.

Alexander Kaas Elias

FDP-Fraktion

Mit dem Verweis auf vermeintlich gute

Erfahrungen aus Mitte wird derzeit eine

Initiative zum Einsatz von Kiezläufern bei

uns im Bezirk diskutiert. Dabei ist weder

klar, was diese machen oder wo dies

geschehen soll, in welchem Arbeitsverhältnis

sie stünden, wie viele Personen es

bräuchte und wer es eigentlich bezahlen

würde. Die bisher sehr vagen Äußerungen

zum Thema sprechen davon, dass Kiezläufer

zur Kontrolle und Säuberung von

Parks, zur Kontrolle des Leinenzwangs

bei Hunden oder als Ansprechpartner für

Hilfsbedürftige agieren könnten. Doch

für all dies gibt es bereits qualifizierte

Kräfte – nur viel zu wenige. Aus Sicht der

FDP-Fraktion sollte deshalb keine neue

und vermeintliche sämtliche Probleme

lösende Stelle geschaffen werden. Keines

der genannten Problembereiche könnten

Kiezläufer besser lösen als die bereits existierenden

Mitarbeiter im Ordnungsamt

oder bei der Stadtreinigung. Wer etwas

solches verspricht, enttäuscht am Ende nur

diejenigen, die daran glaubten. Nutzen wir

stattdessen die Gelder und stellen endlich

mehr Menschen dort ein, wo diese tatsächlich

fehlen, beim Ordnungsamt, bei der

Stadtreinigung, der Parkpflege und den

Sozialarbeitern. So gehen wir den Weg zu

mehr sozialem Miteinander.

Pascal Tschörtner

Alternative

für

Deutschland

AfD-Fraktion

Ausgerechnet mit Kiezläufern ein besseres

soziales Miteinander schaffen? Ist

das nicht ein Ausdruck von Hilflosigkeit?

Politisches Versagen hat dazu geführt, dass

bestimmte Gegenden so verkommen sind.

Verwahrloste Jugendliche, Straßen voller

Sperrmüll, verunstaltete Fassaden, Junkies

und Alkoholabhängige in Parks mit

entsprechender Belästigung durch Pöbeleien

und Gefährdung z.B. durch weggeworfene

Spritzen. Es ist eine Sache, dem

Bezirksamt Vermüllung, Rattenbefall und

Verunreinigung zu melden, eine andere

ist der Umgang mit Jugendbanden und

Suchtkranken. Das erfordert spezielles

sozialpädagogisches bzw. Suchtpräventionstraining.

Hier sind ausgebildete

Experten gefragt. Das darf man nicht

abwälzen auf Kiezläufer ohne entsprechende

Ausbildung, die nur den Kiez aus

eigener Erfahrung kennen. Die politisch

Verantwortlichen dürfen mit dem Einsatz

der Kiezläufer nicht von jahrzehntelangem

Versagen ablenken, von sozialpolitischem

laissez faire. Geborgenheitsgefühl und vor

allem Sicherheit sind die Grundlagen für

ein soziales Miteinander. Das schafft man

nicht durch ein paar Kiezläufer sondern

durch eine robuste Durchsetzung von

Recht und Ordnung und mit einer Sozialpolitik,

die den Namen auch verdient.

Michael Seyfert

Linksfraktion

Ja, denn Kiez- oder auch Parkläufer*innen

können Ansprechpartner, Beobachter

und Problemlöser in den Kiezen, Parks

und Brennpunkten sein. Sie schaffen mit

ihrer Präsenz Sauberkeit und Sicherheit

im Bezirk, indem sie den Zustand eines

Wohnumfeldes kontrollieren, wesentliche

Verhaltensregeln kommunizieren und sich

die Wünsche und Nöte von Anwohner*innen

anhören. Jedoch muss ihre Rolle klar

für alle definiert werden. Kiezläufer*innen

arbeiten in Konflikt- und Gefahrensituationen

mit Polizei- und Ordnungskräften sowie

Sozialarbeiter*innen zusammen, sind

jedoch selbst keine. Sie können und sollen

nicht die Aufgaben von Ordnungs- und

Polizeibehörden übernehmen, aber Angsträume

identifizieren, ihnen mit Präsenz in

schwierigen Sozialräumen begegnen und

damit das subjektive Gefühl von Bedrohung

senken. Ihre sozialintegrative Rolle

verlangt aber auch, dass sie über kommunikative

und mediative Fähigkeiten verfügen.

Dazu sind Schulungen notwendig, die

vom Bezirk oder Land getragen werden

müssen. Es bedarf überhaupt angemessener

fachlicher und finanzieller Ressourcen

aus Politik und Verwaltung, um die Arbeit

von Kiezläufer*innen zu qualifizieren.

Denn am Ende steht die Verbesserung

des Aufenthaltsgefühls in unseren Kiezen.

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10 | Gazette Charlottenburg | Juni 2017

Wald und Klimawandel

Ausstellungspfad im Grunewald informiert über Anpassung der Wälder

Viel Interessantes rund um Wald

und Klima können Spaziergänger

in freier Natur im Grunewald

erfahren. Am 13. April wurde ein

Rundweg eröffnet, der über das

vielfältige Spektrum des Klimawandels

informiert. Die Ausstellung

gehört zu einer von dreizehn

dezentralen Außenstellen der Internationalen

Gartenausstellung

2017 (IGA).

An elf Stationen wird die Anpassung

der Berliner Wälder an den

Klimawandel erläutert. Hierzu

gehört die Umgestaltung reiner

Kiefernwälder zu Mischwäldern

sowie naturnahe Waldbewirtschaftung,

die unter anderem

auf Selbstaussaat der Laubbäume

mit unterstützender Pflege setzt.

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Gazette Charlottenburg | Juni 2017 | 11

Ein Hektar Wald (100 x 100 Meter, blau markiert) bindet etwa soviel CO2 wie zwei Berliner Bürger durchschnittlich verursachen.

Holzbalken, Spanplatten, Holzpellets: Alles

aus dem Rohstoff Holz.

Die Entstehung und Bedeutung der Moore am

Barssee und Pechsee werden genauso erklärt,

wie die Bedeutung des Waldes für das Stadtklima.

Blaugrüne Hinweistafeln informieren

die Besucher und mit Hilfe aufgedruckter

QR-Codes kann das Wissen über die waldklima-app

vertieft werden.

Neben den Auswirkungen des Klimawandels

gibt es interessantes weiteres Wissen rund um

den Wald. Die Frage, ob das kleine, zierliche

Reh und der beeindruckende Elch verwandt

sind, wird geklärt und die Besucher erfahren,

warum Förster sich nicht für die Spätblühende

Traubenkirsche begeistern können, die bereits

aus dem 17. Jahrhundert ihren Weg aus

Amerika nach Europa nahm. Anregungen, wie

jede/r Einzelne seinen CO 2

-Ausstoß verringern

kann, sind ebenfalls Teil der Ausstellung.

Von einer Aussichtsplattform aus können

verschiedene Altersstadien des Waldes angesehen

werden. Auch, warum der Pechsee

ein Glück für das Klima der Stadt ist und der

hohe Stellenwert des Rohstoffes Holz für

unser Leben wird erklärt. Aktuelle Veranstaltungshinweise

sind unter Wald Berlin Klima

auf facebook zu finden.

Die Ausstellung beginnt am Grunewaldturm

und führt über einen Rundweg dorthin

zurück. Die Anfahrt ist entweder mit dem

eigenen Fahrzeug möglich oder mit dem

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12 | Gazette Charlottenburg | Juni 2017

Vom Wasser- zum Wetterturm

Wetter-Beobachtungen auf dem Fichtenberg

Als Krone des rund 70 Meter hohen

Fichtenberges in Steglitz reckt

sich ein imposanter Turm aus rotem

Klinker und Rackwitzer Sandstein

mit seinen 40,3 Metern Höhe

gen Himmel. Der 1883 erbaute

Wasserturm hielt unter mächtiger

Kuppel bis zum Jahr 1920 im

Reservoir hinter 3,80 Meter dicken

Mauern um die 2000 Kubikmeter

Liter frisch gepumptes Wasser

für die junge Landgemeinde in

südwestlicher Hügellage bereit.

Heute sitzen Meteorologen mit

bester Aussicht auf das Wetter

im 1982 entkernten und mit Büros

und Fahrstuhl barrierefrei

zugänglichen Turm, der seine äußere

gewaltige Erscheinung dank

Denkmalschutz behalten durfte.

Im Wetterturm der Freien Universität

Berlin werden rund um die

Uhr und an 365 Tagen im Jahr

Daten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit,

Luftdruck, Windstärke und

–Richtung aufgezeichnet, werden

Vorhersagekarten analysiert,

Hoch- und Tiefdruckgebiete getauft

und wird ihre spannende Lebensgeschichte

aufgeschrieben.

Rund um unser Wetter im Einsatz

ist hier neben der Freien Universität

Berlin auch ihr Kooperationspartner,

der gemeinnützige Verein

„Berliner Wetterkarte“ (BWK).

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Vorstand und dessen Vorsitzende,

die Diplom-Meteorologin

Petra Gebauer, sieben äußerst

aktive Vereinsmitglieder sowie

Studierende und Praktikanten

arbeiten mit an der montags bis

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erscheinenden achtseitigen

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Der Wasserturm in der Deutschen Bauzeitung vom 9. April 1887 und heutige Wetterturm auf dem

Fichtenberg.

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Zeitung „Berliner Wetterkarte“,

die aktuelle Wetterdaten Berlins,

Deutschlands und der Welt darin

dokumentiert und – unterstützt

von Deutschem Wetterdienst

(DWD) und der FU Berlin – veröffentlicht.

Interessierte Privatpersonen,

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Schulen und Universitäten erhalten

die bunte Mischung aus aktueller

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Tiefs, Satellitenfoto, Vorhersagen

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von monatlich 13 Euro

zugesandt. Und auch Online kann

die tägliche „Berliner Wetterkarte“,

die weltweit erfasste Daten

enthält, studiert werden.

Als die regelmäßige Erstellung

der 1952 von Prof. Richard

Scherhag begründeten Berliner

Wetterkarte für das Institut für

Meteorologie der FU Berlin im

Jahr 1998 logistisch nur noch

schwer aufrechtzuerhalten wurde,

konstituierte sich der Verein

und übernahm von nun an diese

Aufgabe; mit dem Zweck der

Förderung von Wissenschaft und

Forschung sowie zur Förderung

von Erziehung, Bildung und

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Gazette Charlottenburg | Juni 2017 | 13

Jürgen Heise, ein Mitbegründer des Vereins „Berliner Wetterkarte“, zählt

zu den engagierten Zeitungsmachern im Turm.

Morten, Student der Meteorologie und Wetterbeobachter aus

Leidenschaft.

Studentenhilfe. So begleitet der

Verein BWK u. a. Lehrerfortbildungen,

Wetterworkshops und

Veranstaltungen.

Anlässlich der „Langen Nacht

der Wissenschaften“ öffnet er

zum Blick hinter die Mauern am

24. Juni 2017 die eiserne Tür zum

Wetterturm.

Wetter verstehen lernen

Morten, Studierender der Meteorologie

an der FU Berlin, ist

als Wetterbeobachter seit zwei

Jahren dabei. Er sitzt im sechsten

Stock. Die herrliche Aussicht, die

man besonders von dem kleinen

Austritt vor dem Turmbüro aus

über Berlin hat, lenkt den Studenten

jedoch kaum von seiner Arbeit

am PC ab. Er spricht sich mit anderen

Kommilitonen zeitlich ab,

so dass rund um die Uhr der Platz

besetzt ist. Schon vor Studienanfang,

als Praktikant, hatte er hier

mitgeholfen.

Er erzählt von den unterschiedlichen

Wolkenkonfigurationen, die

– im Code verschlüsselt – weltweit

lesbar werden, und weshalb Gewitter

so schwer zeitlich vorhersehbar

sind.

Die Wetterbeobachtungen aus der

Dahlemer Station als einer der ältesten

in Berlin mit durchgehender

Datenreihe gehen stündlich

in die Datenvielfalt des Deutschen

Wetterdienstes (DWD) ein. Auf

dem Gelände hinter dem Turm,

der Ansichts-Messwiese, finden

die Studierenden für ihre Beobachtungsübungen

Wetterhütte,

Wetterwarte, Erdbodenmessfeld

und Niederschlagswächter, daneben

die Wetterwarte, die u. a. zur

Windregistrierung genutzt wird.

Dass die empfindlichen Messgeräte

genauestens vom Menschen

überwacht werden müssen, um

Fehlmessungen zu verhindern, ist

hier schon so manchem Studenten

klar geworden: Etwa, wenn der

Temperaturfühler für die Bodentemperatur

eingeschneit oder das

Regensammelbecken von Blättern

verstopft war.

Schulklassen nutzen an Projekttagen

gerne im Wetterturm die

Schüler-Uni im „EarthLab“, in dem

Meteorologie zum Anfassen verständlich

präsentiert wird.

Aus der Zusammenarbeit vom Institut

der Meteorologie FU Berlin,

Aussicht nicht nur aufs Wetter.

BWK und Schülern des Biesdorfer

Otto-Nagel-Gymnasiums entstand

so im Jahr 2009 auch das Begleitheft

zur Wetterturmführung,

das anschaulich für Klein und Groß

Einblick in die Meteorologie bietet.

Ebenso interessant und für 19.-

Euro im Turm zu erwerben ist die

vom BWK mit Unterstützung der

Deutschen Meteorologischen Gesellschaft

(DMG) herausgegebene

„Berliner Klimafibel“, die 100 Jahre

Wetteraufzeichnungen birgt.

Ein Hoch namens Yasmine

Die Aufgaben des BWK-Vereins

und der Studenten im Wetterturm

sind vielfältig und bereiten

sie umfassend auf ihre spätere

Berufspraxis vor: Da gilt es

Hoch- und Tiefdruckgebiete auf

ihre Namen zu taufen und ihre

Lebensgeschichte zu schreiben.

Darin erfährt man dann ausgiebig,

wann das Hoch „Yasmine“

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14 | Gazette Charlottenburg | Juni 2017

Diplom-Meteorologin und BWK-Vereinsvorsitzende Petra Gebauer bei

der Temperaturkontrolle auf der Messwiese.

vor der Südwestküste Grönlands

geboren wurde, erstmals Europa

bereiste, und dass es sich nach immerhin

15 Tagen Lebensdauer an

der norwegischen Küste auflöste.

„Die Studenten lernen durch das

Verfassen dieser Beschreibungen,

genau hinzusehen und Wetterdaten

zu analysieren“, lobt Petra

Gebauer den Lehrwert derartiger

Aufgaben.

Die Möglichkeit, Taufpate für

Hoch oder Tief zu werden und

ihm seinen Namen zu geben,

besteht seit zehn Jahren. Der

Verkauf dieser Wetterpatenschaften

trägt finanziell mit dazu bei,

dass die Studenten einen kleinen

Obolus für ihr freiwilliges Engagement

erhalten können und hilft,

wenigstens einen Teil der anfallenden

Kosten zu decken.

Der Taufpate erhält dafür Urkunde

und Lebensgeschichte des Hochs

oder Tiefs seines Namens. „Er kann

dann wählen, ob er sich von den

Medien gegebenenfalls befragen

lassen möchte oder nicht“, erzählt

Petra Gebauer. – Denn das kann

anstrengend für den Paten werden,

sollte „sein“ Tief einen Jahrhundertsturm

im Gepäck haben

oder „ihr“ Hoch Rekordtemperaturen

bescheren.

Ursprünglich stammt die Patenschafts-Idee

aus den USA, wo seit

den 40er-Jahren Taifune und Hurrikans

Namen erhielten.

Bis in die 80er-Jahre waren nur

Tiefs weiblich, doch auch sie konnten

sich im Laufe der Jahre emanzipieren.

Zu jedem Jahreswechsel

wird nun für das kommende Jahr

festgelegt, welches Geschlecht die

Hochs und Tiefs haben werden.

So sind in diesem Jahr die Hochs

weiblich.

Zur Anzahl der jährlich durchziehenden

Hochs und Tiefs bietet

die Meteorologin eine Denkaufgabe:

Tiefs durchlaufen jährlich

im Durchschnitt mit ihren Namen

fünf- bis sechsmal das Alphabet,

Hochs nur zweimal.

Wer eine historische Wetterkarte

von einem besonderen Tag sucht,

für den ist der Verein ebenfalls der

richtige Ansprechpartner, bei dem

er sie erwerben kann.

Petra Gebauer vom BWK wünscht

sich für die Zukunft viel Sonne

über dem Wetterturm: Dass die

Arbeit dort gemeinsam mit dem

Meteorologen-Nachwuchs und

für dessen Zukunft erfolgreich in

Kooperation mit FU Berlin, DWD

und allen anderen Unterstützern

weitergeführt werden kann – bei

ausreichend Personal und finanziellen

Mitteln.

Weitere Informationen und Spendenkonto

des BWK e. V. unter

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Impressum

Verlag

Redaktion

Titelbild

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Gazette Charlottenburg · Juni Nr. 6/2017 · 35. Jahrgang

Das Gazette Verbrauchermagazin erscheint monatlich in

Charlottenburg, Wilmersdorf, Steglitz, Zehlendorf sowie

Schöneberg & Friedenau.

Gazette Verbrauchermagazin GmbH

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Druckhaus Humburg · 28325 Bremen

Nächste Ausgabe Juli Nr. 7/2017

Anzeigen-/Redaktionsschluss 19.06.2017

Erscheinung 06.07.2017


Alfred Flechtheim, Kunsthändler der Moderne

Georg Kolbe Museum mit neuer Ausstellung

Der Einfluss des legendären Kunsthändlers

Alfred Flechtheim (1878–

1937) auf die moderne Bildhauerei

der 1920er-Jahre ist Thema der

Sonderausstellung: „Alfred Flechtheim.

Kunsthändler der Moderne“

im Georg Kolbe Museum in Berlin.

Handel mit der wichtigsten

zeitgenössischen Kunst

Flechtheims Rolle für die europäische

Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts

ist kaum zu unterschätzen

und noch nicht auserzählt. Er

handelte in der Galerie mit der

wichtigsten Kunst seiner Zeit, war

ein schillernder Impulsgeber für

Künstlerinnen und Künstler sowie

für Museen und Sammler. Mit dem

avantgardistischen „Querschnitt“

publizierte er eines der geistreichsten

Magazine der Epoche.

Populäre Berühmtheiten wie Max

Schmeling und illustre Künstlerinnen

wie Renée Sintenis gehörten

zu seinem engsten Kreis. Der stets

dandyhaft gekleidete Flechtheim

Renee Sintenis Großer

springender Bock 1928 Bronze

75 cm. Sammlung Karl H Knauf


VG Bild Kunst

feierte libertär und exaltiert die

neuen Möglichkeiten der Weimarer

Republik.

Paneuropäer im Visier der

Nationalsozialisten

Dieses Bekenntnis zur Freiheit und

sein Engagement für die moderne

Kunst machten den „Paneuropäer“

Flechtheim schnell zur Zielscheibe

nationalsozialistischer Agitation.

Aufgrund der veränderten Kulturpolitik

und stetiger antisemitischer

Diffamierungen entschied er sich

bereits im Oktober 1933 für die

Emigration. Alfred Flechtheim

starb 1937 in seinem Londoner

Exil und wurde erst spät wiederentdeckt.

Heute erfährt seine

Person in den wichtigen Debatten

um die Restitution unrechtmäßig

entzogenen Kulturguts wieder

eine große öffentliche Aufmerksamkeit.

Den Blick darüber hinaus

auf sein einflussreiches Wirken

zu lenken und dieses besondere

Kapitel der Berliner Zeitgeschichte

zu dokumentieren, ist die Idee

der Ausstellung im Georg Kolbe

Museum.

Von Arno Breker bis zur

modernen Skulptur

Anerkannt ist Flechtheims Einsatz

für die Malerei, etwa für Vincent van

Gogh, Pablo Picasso, George Grosz

und Max Beckmann. Die moderne

Skulptur war in seinen Ausstellungen

von Beginn an ebenbürtig

Gazette Charlottenburg | Juni 2017 | 15

vertreten, dennoch wurde dieser

wichtige Aspekt in der Bewertung

seines Wirkens bislang vernachlässigt.

Die Ausstellung „Alfred

Flechtheim. Kunsthändler der Moderne“

dokumentiert neben den

stilistischen auch die biografischen

Gegensätze der Flechtheim-Bildhauer,

die von Arno Breker, der im

Nationalsozialismus zum Staatskünstler

aufstieg, bis hin zu dem

in Auschwitz ermordeten Moissey

Kogan reichen. In der Ausstellung

werden Werke von Ernst Barlach,

Georg Kolbe, Renée Sintenis und

vielen anderen gezeigt. Unter den

Ausstellungsstücken befinden sich

Leihgaben namhafter Museen und

Kunstsammlungen genauso wie

Leihgaben aus Privatbesitz. Die

Ausstellung wird noch bis 17. September

im Georg Kolbe Museum,

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gezeigt. Öffnungszeiten täglich

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