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APOaktuell 02 Frühling 2018

Das Magazin aus Ihrer Apotheke. Diesmal mit folgenden redaktionelle Themen: MUSKELTURBO MAGNESIUM – Der unverzichtbare Mineralstoff, STIEFKIND MUNDHYGIENE – Der beste Weg zu gesunden Zähnen, ALLERGIEZEIT – Heulend durch die jubelnde Natur, FRÜHLINGSPOWER – In der Ruhe liegt die Kraft und vieles mehr...

20 Türklinken,

20 Türklinken, Haltegriffe und öffentliche Terminals sind wohl die am meisten frequentierten Umschlagplätze für Krankheitserreger. Viren, Bakterien, Pilze und andere Keime tummeln sich gehäuft auf Gegenständen, die von vielen Händen benutzt werden, speziell in öffentlichen Einrichtungen wie Zügen, Straßenbahnen, Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten u.a. Und haben es Erreger mal auf die Hand geschafft, gelangen sie mit dem Jausen- Weckerl in den Mund oder beim Nase putzen auf die Schleimhaut. Unsere Höflichkeit sorgt dann noch für die weitere Verbreitung. In unserer Kultur schüttelt man dem Gegenüber die Hand, wenn man ihm seine freundliche Gesinnung zeigen möchte. Die Verweigerung des Handschlags käme einer deutlichen Zurückweisung gleich. Wir kommunizieren auch über Gesten miteinander. Manch sportlicher Erfolg animiert die Beteiligten zum Abklatschen und was wäre Verliebt-Sein ohne Händchen halten? Die Hand- zu-Hand Übertragung ist häufiger Auslöser einer Infektion und wird ganz gerne unterschätzt. Erst in den letzten Jahren ist das Thema „Händedesinfektion“ sehr intensiv in den Fokus gerückt, angeheizt durch akute Gesundheitsgefahren wie massive Durchfallerkrankungen (Noro-Viren) oder alljährliche Grippe-Wellen (Influenza-Viren). Spitäler und medizinische Einrichtungen haben schon seit Jahrzehnten spezielle Hygiene-Pläne, die notwendige Reinigungs- und Entkeimungsmaßnahmen genau regeln. In der heutigen Zeit gibt es beinahe für alle öffentlich zugänglichen Gebäude Hygienevorschriften, die einzuhalten und zu kontrollieren sind. WAS PASSIERT BEIM DESINFIZIEREN? Laut Deutschem Arzneibuch (DAB) bedeutet Desinfektion „totes oder lebendes Material in einen Zustand versetzen, dass es nicht mehr infizieren kann“. Es handelt sich also um eine Maßnahme, bei der die Zahl der Infektionserreger so weit reduziert wird, dass eine Infektion bzw. Übertragung ausgeschlossen werden kann. DESINFEKTION

INFEKTIONSQUELLE HAND 21 Eine hundertprozentige Abtötung aller Keime findet nicht statt, das wäre beim Sterilisieren der Fall. Neben antiseptisch wirkenden Substanzen und chemischen Stoffen werden auch physikalische Methoden (Strahlen, trockene oder feuchte Hitze) angewendet, die einerseits umweltfreundlicher, andererseits nur für entsprechend widerstandsfähige Materialien geeignet sind. Chemische Antiseptika, die zur Flächen- und Gerätedesinfektion bestimmt sind, können gesundheitsschädlich sein. Das Gefährdungspotential ist auf dem Behältnis durch so genannte Piktogramme (weiße Raute mit rotem Rand und entsprechendem Symbol) und Warnhinweise deklariert, und entsprechende Sicherheitsratschläge sollten befolgt werden. (Handschuhe, nicht in die Augen bringen, nicht in die Umwelt entsorgen u.a.) Für eine optimale Wirkung bei minimaler Gefahr von Resistenzentwicklung der Keime, sind die jeweiligen Angaben zu Wirkstoffkonzentration und Einwirkzeit unbedingt einzuhalten! Im Alltag begegnen uns in der Regel folgende Situationen, IN DENEN WIR AN DAS DESINFIZIEREN DENKEN: WC und Bad putzen, Hände-Reinigung nach dem Klo-Gang, Krankenpflege, Umgang mit Gerätschaften fürs Baby, Wunden versorgen, Fußpilz vorbeugen, u.a. Je nachdem, was wir desinfizieren möchten, und welche Erreger-Typen im Speziellen vorliegen – grampositive/gramnegative Bakterien, Viren oder Pilze – stehen unterschiedliche Stoffe zur Verfügung. Eine Vielzahl der Substanzen weisen ein breites Wirkungsspektrum auf und töten mehrere Keimarten. DESINFEKTION

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