DAN KE! Danke, dass Sie unsere ... - Giessenerland

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DAN KE! Danke, dass Sie unsere ... - Giessenerland

Nr. 153 Dezember 2011, Januar, Februar 2012

Der Turm

Gemeindebrief

der Evangelischen Kirchengemeinden

Annerod und Oppenrod


Inhalt

Editorial 2

Auf ein Wort 3

Rückblick 4

Jugendkirchentag 2012 10

Gemeindeleben 12

Amtshandlungen 13

Gottesdienste 14

Vorschau 17

Aktuelles Thema 20

Besondere Angebote

im Advent 25

Kinderseite 29

Wichtige Adressen 30

2

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie diese Ausgabe unseres

TURM in Händen halten, hat die Adventszeit

begonnen und damit auch

das neue Kirchenjahr.

Vielen wird es gehen wie mir: Sie

werden sich fragen, wo dieses Jahr

geblieben ist – das erste Jahr in der

pfarramtlichen Verbindung von Annerod

und Oppenrod.

Diese fünfte Ausgabe unseres gemeinsamen

Gemeindebriefs will Sie

neben Rückblenden, die auch von

gemeinsamen Aktivitäten berichten,

und aktuellen Themen vor allem auf

die Advents- und Weihnachtszeit einstimmen.

In der Hoffnung, dass unter den vielfältigen

Angeboten auch etwas für Sie

persönlich dabei ist und wir uns an der

einen oder anderen Stelle in Annerod

und Oppenrod begegnen mögen,

grüße ich Sie herzlich!

Ihnen allen eine gesegnete Adventsund

Weihnachtszeit und

einen guten Anfang im neuen Jahr

wünscht Ihnen

Ihre Pfarrerin Anne Schneider


Adventszeit ist Lichterzeit. Lichter

schmücken Marktplätze und Straßen,

Bäume, Vorgärten und Schaufenster.

Überall leuchten und glitzern

Lichterketten, Sterne und Engel. Millionen

von LED-Lampen verwandeln

die ehemals dunkelste Zeit im Jahr,

die Adventszeit, in ein Lichtermeer. An

Weihnachten ist dann oft kaum noch

eine Steigerung möglich.

Sicher: Licht kann ein Dorf, eine Stadt

verzaubern, es gibt Orientierung und

Schutz. Licht schenkt und ist Leben.

Aber Licht kann auch blenden. Unsere

unzähligen künstlichen

Lichtquellen sind

manchmal kalt und

grell und aufdringlich.

So überdecken die

vielen Lichter, die wir

in der Adventszeit anschalten,

doch häufig

nur das Dunkle in der

Welt, blenden es aus,

ohne es wirklich wahrzunehmen und

zu erhellen.

Im Johannes-Evangelium heißt es

vom Kommen Jesu, auf das wir uns

in der Adventszeit vorbereiten: „Das

Licht scheint in der Finsternis ...“ (Joh

1, 5) Wer das Geheimnis von Advent

und Weihnachten erahnen will, muss

zuvor die Dunkelheit, die Finsternis im

eigenen Leben und in der Welt wahrnehmen

und zulassen.

Gott kommt als Licht der Welt zu denen,

„die im finstern Lande wohnen“,

wie es bei Jesaja heißt. So ist es kein

Zufall, dass wir die Geburt Jesu in der

dunkelsten Zeit des Jahres feiern.

Auf ein Wort

Advent will es gerade bei denen werden,

die mit Dunkelheit zu kämpfen

haben – weil sie diese Zeit vielleicht

zum ersten Mal ohne einen lieben

Menschen feiern müssen. Weil große

Sorgen und Belastungen da sind. Weil

sie die Dunkelheiten in der Welt wahrnehmen

- und keine einfachen Lösungen

wissen. Dort, wo es Menschen

vielleicht gar nicht „adventlich“ zumute

ist und all die vielen Lichter darüber

nicht hinwegtäuschen können.

Für mich und viele andere Menschen

gehören Kerzen zur Adventszeit.

Eine einzige Kerze

verströmt so wohltuendes,

wärmendes,

lebendiges Licht! Kein

einziges künstliches

Licht kann da „mithalten“.

Wie der Junge auf

unserem Titelbild kann

ich mich der Faszination

einer Kerze nicht

entziehen.

Die Kerze ist ein Symbol für die

Menschwerdung Gottes. Eine Kerze

leuchtet und wärmt, indem sie sich

verzehrt. Auch Jesus behielt nichts

für sich, verschenkte sich selbst, gab

sich für uns dahin, um uns Licht in der

Finsternis zu schenken.

Ich wünsche Ihnen in der Adventszeit

hin und wieder einen Moment der Stille

in einem dunklen Zimmer vor einer

einzigen brennenden Kerze!

Eine gesegnete Adventszeit!

Ihre Pfarrerin Anne Schneider

3


Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,

dass ich so fröhlich bin;

Ein Tag aus jüngeren Zeiten,

der kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft war warm und man munkelt‘,

die KVs fuhr’n Schiff auf dem Rhein.

wo Wasser und Fels herrlich funkelt‘

im schönen Sonnenschein.

Die Jungfrau fanden sie nicht

Dort oben wunderbar,

Jedoch eine herrliche Sicht,

Niemand kämmte hier goldnes Haar.

Sie stiegen den Felsen empor.

Und schnauften fröhlich dabei.

Dazu gab‘s eine wundersame,

gewaltige Plauderei.

Zurück in der Kirche im Ort,

Die Pfarrerin Andacht hielt.

Danach zog es sie wieder fort,

die Zeit es ihnen befiehlt.

4

Rückblick

Loreley – Ein Ausflug der Kirchenvorstände

Ich glaube, die KVs verschlangen

am Ende des Tages ein Mahl.

Das machen - ihr müsst nicht bangen -

wir wieder einmal.

Eigentlich sollte die Abwandlung von

Heinrich Heines Gedicht mal die andere

Form eines Turm-Artikels werden,

aber nun werde ich doch noch ein

paar Zeilen hinzufügen.

Nach einem nicht so schönen Sommer

wagten die Kirchenvorstände

aus Oppenrod und Annerod ja kaum

zu hoffen, bei so herrlichem Wetter

ihren gemeinsamen Ausflug machen

zu können. Doch diesmal zahlte sich

Pfarrerin Schneiders Draht „nach

oben“ wirklich aus. Am 17.September

ging es also mit der Sonne, dem Bus,

Mitarbeitern der Kirchengemeinde

und etlichen großen und auch kleinen

Familienangehörigen an den Rhein

nach Rüdesheim.

Hier tauschten wir die Verkehrsmittel

und ließen uns von einem Ausflugsschiff

gemütlich nach St. Goarshausen

zur Loreley schippern. Der mühevolle,

gemeinschaftliche Aufstieg auf den

berühmten Felsen wurde umgehend

mit einer kulinarisch gefüllten Pause

belohnt.

Entlang der Hänge ging es oberhalb

des Rheins zurück in den Ort, wo uns

eine freundliche Küsterin Zugang zur

Kirche gewährte und Pfarrerin Anne

Schneider eine Andacht für die Ausflügler

hielt.

Abgerundet wurde der Tag mit einem

gemeinsamen, abendlichen Essen.

Satt und zufrieden ließen wir uns

dann vollzählig wieder nach Hause

kutschieren. Uns war die Loreley nicht

gefährlich geworden…

Petra Schauer


Annerod

Rückblick

Pfarrer Maybachs Kabarettabend in der Kirche von Annerod

Der Humor hat

in unserer

Kirchengemeinde

eine lange

Tradition und

Rolf Klingmann

hat uns immer

wieder gezeigt,

dass Spaß und

Kirche nicht zwei

verschiedene

Paar Stiefel sein

müssen. Deshalb

lockte die

Ankündigung des

Kabarettabends von Pfarrer Ingmar

von Maybach auch viele Gäste in die

abendliche Anneröder Kirche. Der

Gast konnte mit seinem satirischen

und musikalischen Programm dann

auch alle Erwartungen erfüllen. Pfarrer

Maybach griff vielfältige Themen aus

dem Alltagsleben, des Gottesdienstes,

aber auch aus der Politik auf. Anne

Schneider und Achim Glaum durften

assistieren, indem sie, als Engel maskiert,

die Sixtinische Madonna, das

berühmte Gemälde von Raffael , auf

der Bühne nachstellten. Weiterhin gab

es einen Zielgruppengottesdienst für

Vielflieger, einen unterhaltungsreichen

Exkurs über die Unterschiedlichkeit

der vier Evangelien, Tipps, woran

man einen Pfarrer im Urlaub erkennt

und, und, und… Mit der Zugabe der

EKD-Hotline 0180-2412 endete der

ebenso humorvolle wie tiefsinnige

Kabarettabend, und Pfarrer Maybach

versprach, nächstes Jahr mit einem

neuen Programm wieder nach Annerod

zu kommen.

Erwin Bähr

5


6

Rückblick

Tschechienreise der Anneröder und Rüddingshäuser

Kinder- und Jugend-Tanzgruppen vom 11. bis 16.10.2011

Mit Teilnehmern der Kinder- und

Jugendtanzgruppen aus Annerod,

Rüddingshausen und der Volkstanzgruppe

Emsdorf haben wir unsere

Reise nach Tschechien gestartet. Die

Tänzer und Tänzerinnen konnten sich

glücklich schätzen, hatten sie doch

„Lauter tolle Musiker“ dabei,

3 Akkordeons und eine Klarinette.

Das Reiseprogramm hatten Carla

Rühl und Rita Reinhardt gemeinsam

mit Jan Kuca aus Tschechien, Ždár

geplant. Jan ist tätig im Kinder- und

Jugendfolkloreverband „FOS“ in

Tschechien und hatte Hotel und Ausflüge

gebucht, sowie Kontakte zu

ansässigen Gruppen hergestellt. Ziel

war Ždár nad Sázavou (Saar) in der

Region Saarer Bergland, Hochebene

in Mähren.

1. Tag

(Lina Rinnert und Christina Bähr)

Morgens um 5.30 Uhr sind wir mit dem

Bus gestartet. Nach 10 Stunden Fahrt

waren einige von uns in dem eiskalten

See in der Nähe des Hotels schwimmen.

Im Restaurant gab es dann ein

typisch tschechisches Gericht: Böhmische

Knödel mit Sauerkraut und

Fleisch.

2. Tag

(Lina Rinnert und Christina Bähr)

Nach dem Frühstück wurden noch

einmal die Tänze für unseren ersten

Auftritt geprobt. Wir fuhren dann bereits

in unseren Trachten zur Schule in

Unter-Rozinka und haben dort in der

Annerod

Kantine zu Mittag gegessen(Knödel

mit Sauerkraut und Fleisch). Die Kinderfolkloregruppe

Rožínka a Groš

zeigte uns dann ihre Tänze, die

viel Gesang und auch Schauspiel

enthielten. Mit dieser Gruppe haben

wir abwechselnd getanzt und unsere

Trachten vorgestellt. Die Zeit verging

wie im Flug.

3. Tag

(Tessa Fabian und Christina Bähr)

Am Vormittag waren wir in der Stadt

Saar. Merkwürdigerweise gab es einen

großen deutschen Supermarkt,

nämlich „Kaufland“. Nach dem Mittagessen

im Hotel waren wir im Freilichtmuseum

Veselý kopec. Gleich im

Anschluss sind wir zu der in Saar ansässigen

Kinderfolkloregruppe „Kamínek“

gefahren. Wir haben uns auch

hier wieder gegenseitig unsere Tänze

vorgeführt. Als gelungenen Abschluss

tanzten wir noch gemeinsam mit allen

den „Jetzt geht’s los“.

4. Tag

(Lina Rinnert, Phillip Kanzler und Kevin

Steuerwald)

Heute sind wir mit dem Bus nach

Brünn gefahren, um die Stadt zu besichtigen.

Danach wurden wir vom

Bürgermeister der Gemeinde Gross

Bitesch dort in einem Restaurant zum

Essen eingeladen. Anschließend tanzten

alle Gruppen, welches uns so viel

Spaß gemacht hat, dass wir dort bis

23.30 Uhr getanzt haben, obwohl uns

die Füße weh taten.


Annerod

5. Tag

(Laura Dietrich und Theresa Neumann)

Heute sind wir auf die Burg Pernstein

gefahren und haben dort eine Führung

mitgemacht. Weiter ging es zu

den Punkva Höhlen. Nach diesen

erlebnisreichen Ausflügen ging es zurück

zum Hotel, wo das Abendessen

auf uns wartete.

6. Tag

(Franziska Schneider und Patrizia

Steih)

Der letzte Tag begann eine Stunde

früher als sonst. Das Frühstück stand

Rückblick

schon um 7 Uhr auf dem Tisch. Danach

wurden die letzten Sachen in die

Koffer gepackt und diese zum Bus gebracht.

Jan kam noch einmal, um sich

von uns zu verabschieden. Nach einer

zehnstündigen Fahrt kamen wir um

18 Uhr in Rüddingshausen an. Es war

ein sehr schöne Woche, wenn auch

ein bisschen anstrengend. Die Auftritte

haben großen Spaß gemacht, so wie

auch das Tanzen mit den tschechischen

Kindern und Tanzgruppen.

Gerne wollen wir in 2 Jahren wieder

eine ähnliche Reise unternehmen, wir

freuen uns schon drauf!

7


8

Rückblick

Einführung von Anne Schneider in Oppenrod

Im Dienst die Leichtigkeit

nicht verlieren

Im Dienst der evangelischen Kirchengemeinde

Oppenrod steht Pfarrerin

Anne-Barbara Schneider schon seit

Januar 2011. Im Erntedank-Gottesdienst

wurde sie nun von Dekan

Hans-Theo Daum

offiziell in ihr Amt

eingeführt.

Dekan Hans-Theo

Daum konnte die

Eltern im Gottesdienst

willkommen

heißen, ebenso

Schwester Eva

Reinhard und

Cousine Christine

Schellhaas. Beide

sind ebenfalls Pfarrerinnen

und wirkten

bei der Amtseinführung

mit.

»Ich wünsche,

dass Du, liebe

Anne, bei allen

Belastungen, die

der Dienst in Oppenrod

und Annerod auch mit sich

bringt, die Leichtigkeit nicht verlierst,

weil Du Dich selbst getragen weißt

von Gottes Güte und den Menschen,

mit denen Du in den Gemeinden zusammenarbeitest«,

gab Dekan Daum

Anne Schneider mit auf den Weg. Wer

sich selbst zu beschenken wisse, bekomme

einen Blick, ein offenes Herz

Oppenrod

für das, was Menschen brauchen,

führte er aus. »Geh aber bei allem

auch sorgsam mit Dir selbst und Deinen

Lieben um. Das Sicherinnern an

die guten Taten Gottes braucht Zeit

und geschieht selten in der Hektik des

Alltags. Oder theologisch unkorrekt

gesagt: Eine Seele,

die Gott loben

können soll, muss

man auch mal baumeln

lassen – und

wenn’s in der Sauna,

beim Joggen

oder einem guten

Krimi ist«, so der

Rat des Dekans.

An die Gemeinde

gerichtet, sagte

Daum: »Ich weiß,

es ist nicht immer

einfach, wenn sich

Dinge verändern.

Und für die Kirchengemeinde

hat es im

vergangenen Jahr

Veränderungen

gegeben. Nicht nur

Pfarrstellenwechsel

und Vakanz, sondern auch die neue

pfarramtliche Verbindung mit der

Kirchengemeinde Annerod waren zu

gestalten. Und ich möchte im Namen

des Dekanatssynodalvorstandes an

dieser Stelle ausdrücklich allen danken,

die diese Aufgaben mitgetragen

und tatkräftig unterstützt haben. Allen

voran danke ich dem Kirchenvorstand


Annerod

für seine konstruktive Haltung, gerade

auch angesichts der verständlichen

Bedenken, die es bei Veränderungen

immer zu diskutieren und auszuräumen

gilt.«

Pfarrerin Schneider dankte der Gemeinde

für das »unvoreingenommene

und herzliche Entgegenkommen« und

stellte eine Schale als Symbol für das

weitere Miteinander (»die Schale ist

offen für Wünsche und Erwartungen«)

auf den Altar. Ihre Predigt war auf

Erntedank abgestellt und begann mit

Rückblick

einer Erzählung über einen besonders

fröhlichen Erntedank-Gottesdienst.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst

vom Kinderchor »Lohwaldlerchen«

und dem Männerchor der

»Sängerlust Oppenrod« sowie von

Christa Wallenfels-Diehl (Orgel) und

Theresa Diehl (Geige). Anschließend

lud Dr. Angela Stender im Namen des

Kirchenvorstands zu Kaffee und Kuchen

in das Gemeindehaus ein.

(Quelle: Gießener Anzeiger,

28.9.2011)

K aum passten sie alle auf das Foto – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der

evangelischen Kirchengemeinde Annerod, die am 30. Oktober zum „Mitarbeiter-Gottesdienst“

eingeladen waren (und dabei konnten nicht einmal alle teilnehmen).

Im

Gottesdienst

stellten Pfarrerin

Anne

Schneider

und Achim

Glaum,

der Vorsitzende

des

Anneröder

Kirchenvorstands,

die

Mitarbeiterschar

der

Gemeinde

persönlich

vor und

dankten

symbolisch

für das vielfältige

Engagement mit einer Rose! Im Anschluss wurden alle Gäste von der Konfirmandengruppe

im Gemeindehaus mit frisch gebackenen Waffeln bewirtet.

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12

Gemeindeleben

Heiligabend in Oppenrod ohne Krippenspiel?

„Klopft an Türen, pocht auf Rechte!“

Wer das nicht will,

zwischen 4 und 13

Jahre alt ist und gerne als

Maria oder Joseph, Hirte

oder König, Engel oder

Wirt dabei sein möchte,

meldet sich

bitte ganz schnell bei

Unter diesem Leitwort werden Anfang Januar

2012 die Sternsinger bei ihrer 54. Aktion

Dreikönigsingen wieder die Menschen besuchen,

die sie eingeladen haben. Nicaragua ist das

Beispielland der Aktion 2012, thematisch dreht

sich alles um Kinderrechte in der ganzen Welt.

In Annerod werden wir vom 6. bis 8. Januar,

jeweils ab 14.00 Uhr unterwegs sein, um den

Segen in die Häuser zu bringen und Spenden für

diese weltweite Kinderaktion zu sammeln.

Wir freuen uns über Ihre Einladung!

Die ökumenischen Sternsinger von Annerod

Angela Stender

Tel. 06408-924401.


Getauft wurden in Annerod:

Amtshandlungen

Bestattet wurde in Annerod:

am 16.09.2011 Günter Horst Merten

im Alter von 63 Jahren

Bestattet wurde in Oppenrod:

am 26.10.2011 Helga Blaschke geb. Seidler

im Alter von 61 Jahren

am 2.10.2011 Ella Kristin Gibietz

Tochter von Karsten und Nicole Gibietz

Justus Franz Neuhaus

Sohn von Kai Tilo Neuhaus und Manuela Dombeck

am 30.10.2011 Justin Maurice Steigmann

Sohn von Jürgen und Jennifer Steigmann

Getauft wurde in Oppenrod:

am 21.08.2011 Lena Marie Lenz

Tochter von Christian und Silke Lenz

53. Aktion „Brot für die Welt“

Land zum Leben - Grund zur Hoffnung

Die Advents- und Weihnachtszeit ist seit mehr als fünfzig Jahren

auch „Brot für die Welt“-Zeit. Am 27. November 2011, dem

1. Advent, beginnt die 53. Aktion. Sie steht unter dem Motto:

„Land zum Leben - Grund zur Hoffnung“. Es darf um Gottes

Willen nicht sein, dass Kleinbäuerinnen und Kleinbauern

aufgrund von Profitinteressen anderer ihr Land verlieren. Land

zum Leben – Grund zur Hoffnung: Dafür setzen wir uns ein.

Auch Sie können mit Ihrer Spende dazu beitragen.

In diesem Turm finden Sie eine Spendentüte

“Brot für die Welt”. Sie können diese Tüte

gerne im Pfarramt oder in der Kirche abgeben

13


Sonntag, 27. Nov. 2011

1. Sonntag im Advent

14

Gottesdienste

Annerod

14.00 Uhr Gottesdienst für Große und Kleine

im Bürgerhaus, mit dem Kinderchor

Annerod, anschließend Adventskaffee,

(zusammen mit dem

Förderverein „Musica 2000“)

Kein Kindergottesdienst

Samstag, 3. Dezember 2011 17.00 Uhr Gottesdienst

im Seniorenzentrum

Sonntag, 4. Dezember 2011 11.00 Uhr

2. Sonntag im Advent

11.00 Uhr

16.00 Uhr

Mittwoch, 7. Dezember 2011 19.00 Uhr

Sonntag, 11. Dezember 2011

3. Sonntag im Advent

ab 18.30 Uhr

11.00 Uhr

17.00 Uhr

Mittwoch, 14. Dezember 2011 19.00 Uhr

ab 18.30 Uhr

Sonntag, 18. Dezember 2011

4. Sonntag im Advent 17.00 Uhr

Adventsgottesdienst – vorbereitet

vom Frauenkreis Oppenrod

Kindergottesdienst

Adventlicher Krabbelgottesdienst

Adventsandacht im

Gemeindehaus

Musik, Stille, Kerzenschein

Kindergottesdienst

Musikalischer Gottesdienst

mit dem Gesangverein „Heiterkeit“

Adventsandacht im Gemeindehaus

Musik, Stille, Kerzenschein

Kein Kindergottesdienst

Waldweihnacht

Treffpunkt 16.30 Uhr

an der Kirche

Dienstag, 20. Dezember 2011 9.15 Uhr Vorweihnachtlicher ökumenischer

Schulgottesdienst

Samstag, 24. Dezember 2011

Heiligabend

Sonntag, 25. Dezember 2011

1. Weihnachtsfeiertag

Montag, 26. Dezember 2011

2. Weihnachtsfeiertag

Samstag, 31. Dezember 2011

Silvester

16.00 Uhr

17.30 Uhr

22.00 Uhr

Gottesdienst im Seniorenzentrum

Gottesdienst für Große und Kleine

mit Krippenspiel der Konfirmanden

Besinnlicher Spätgottesdienst mit

Weihnachtsmusik

17.00 Uhr Gottesdienst für Große und Kleine

mit Krippenspiel der Kindergottesdienstkinder

11.00 Uhr Gottesdienst

16.30 Uhr Besinnlicher Abendmahlsgottesdienst

zum Jahreswechsel


Annerod

Sonntag, 1. Januar 2012

Neujahr

Gottesdienste

10.00 Uhr Dekanatsgottesdienst in Burkhardsfelden

Mittwoch, 4. Januar 2012 16.00 Uhr Gottesdienst im Seniorenzentrum

Sonntag, 8. Januar 2012 11.00 Uhr Gottesdienst

Kein Kindergottesdienst

Sonntag, 15. Januar 2012 11.00 Uhr

11.00 Uhr

Gottesdienst

Erster Kindergottesdienst im neuen

Jahr mit Prämierung der fleißigsten

Punktesammler

Mittwoch, 18. Januar 2012 16.00 Uhr Gottesdienst im Seniorenzentrum

Sonntag, 22. Januar 2012 11.00 Uhr

11.00 Uhr

Sonntag, 29. Januar 2012 11.00 Uhr

17.00 Uhr

Gottesdienst

Kindergottesdienst

Kindergottesdienst

Abendgottesdienst

Mittwoch, 1. Februar 2012 16.00 Uhr Gottesdienst im Seniorenzentrum

Sonntag, 5. Februar 2012 11.00 Uhr

11.00 Uhr

Sonntag, 12. Februar 2012 11.00 Uhr

11.00 Uhr

Gottesdienst

Kindergottesdiens

Gottesdienst mit Taufe

Kindergottesdienst

Mittwoch, 15. Februar 2012 16.00 Uhr Gottesdienst im Seniorenzentrum

Sonntag, 19. Februar 2012 11.00 Uhr

11.00 Uhr

Sonntag, 26. Februar 2012 11.00 Uhr

11.00 Uhr

Gottesdienst

Kindergottesdienst

Gottesdienst

Kindergottesdienst

15


Sonntag, 27. November 2011

1. Sonntag im Advent

Sonntag, 4. Dezember 2011

2. Sonntag im Advent

Sonntag, 11. Dezember 2011

3. Sonntag im Advent

Sonntag, 18. Dezember 2011

4. Sonntag im Advent

16

Gottesdienste

Montag, 19. Dezember 2011 18.30 Uhr

Samstag, 24. Dezember 2011

Heiligabend

Sonntag, 25. Dezember 2011

1. Weihnachtsfeiertag

Montag, 26. Dezember 2011

2. Weihnachtsfeiertag

Samstag, 31. Dezember 2011

Silvester

Sonntag, 1. Januar 2012

Neujahr

Oppenrod

10.30 Uhr Familiengottesdienst zum ersten

Advent

9.30 Uhr Gottesdienst – vorbereitet vom

Frauenkreis Oppenrod

16.00 Uhr Adventlicher Krabbelgottesdienst in

Annerod

9.30 Uhr Gottesdienst

17.00 Uhr Waldweihnacht beim Forsthaus in

Annerod, Treffpunkt um 16.30 Uhr

an der Kirche in Annerod

Ankunft des Friedenslichtes aus

Molln/Österreich, Fackellauf

19.00 Uhr Andacht und Chorkonzert

in der Kirche

16.00 Uhr

22.00 Uhr

Christvesper mit Krippenspiel

Christmette

9.30 Uhr Gottesdienst zum Weihnachtsfest

9.30 Uhr Gottesdienst zum Weihnachtsfest

18.00 Uhr Gottesdienst zum Jahresende

10.00 Uhr Dekanatsgottesdienst in

Burkhardsfelden

Sonntag, 8. Januar 2012 9.30 Uhr Gottesdienst

Sonntag, 15. Januar 2012 9.30 Uhr Gottesdienst

Sonntag, 22. Januar 2012 9.30 Uhr Gottesdienst

Sonntag, 29. Januar 2012 18.00 Uhr Abendgottesdienst

Sonntag, 5. Februar 2012 9.30 Uhr Gottesdienst

Sonntag, 12. Februar 2012 9.30 Uhr Gottesdienst

Sonntag, 19. Februar 2012 9.30 Uhr Gottesdienst

Sonntag, 26. Februar 2012 9.30 Uhr Gottesdienst


Unser Ziel :

das zauberhafte ANDALUSIEN

Wir alle spüren, wie rasend schnell

die Zeit vergeht. Deshalb in dieser

Ausgabe des TURM ein ziemlich weiter

Vorgriff auf das kommende Jahr.

Vom 18.-27. September soll es erneut

mit KLINGMANN - REISEN in die große

weite Welt gehen, und zwar ganz

in den Süden Spaniens, für 10 Tage

nach Andalusien.

Berühmte Bauwerke, wunderschöne

Landschaften, bedeutende religiöse

Stätten, verwinkelte Gassen, herrliche

Parkanlagen, bezaubernde Uferpromenaden

und prächtige Paläste

werden uns auf der geplanten Reise

begegnen und das reiche kulturelle

Erbe zwischen Orient und Okzident

erleben lassen. Unsere Reiseroute

wird uns nach dem Flug von Frankfurt

nach Malaga (Start vormittags) über

Vorschau

Studienreise 2012 in Sicht !!!

Ronda und Jerez de la Frontera nach

Sevilla führen.

Weitere eindrückliche Stationen werden

Ecija, Medina Azahara und Cordoba

sein. Über Baeza und Jaen geht es

nach Granada mit der weltberühmten

Alhambra. Entlang der Costa del Sol

ist Nerja ein weiteres Ziel, bevor wir

über Malaga unsere letzte Station Torremolinos

erreichen, wo wir vor dem

Rückflug (später Nachmittag) noch

einen ganzen Tag zur Erholung und

freien Gestaltung verbringen werden.

Gute Hotels laden nach den Besichtigungen

zum Genießen und Durchatmen

ein. Der Reisepreis, der nach

Verhandlungen mit 5 Veranstaltern

bei Gewährleistung hoher Qualität so

günstig wie in Spanien nur möglich

gestaltet wurde (Teilzahlung wird empfohlen),

beträgt bei 36 Teilnehmern

1275 € incl. Flüge, Bustransfers, Gebühren,

Eintritte und HP.

Anmeldung für die Andalusien-Reise 2012

Personen: � Einzelzimmer: � Doppelzimmer �

Name:_______________________________________________________

Anschrift:_____________________________________________________

Tel.: Nr.:_________________ E-Mailadresse:_______________________

Mit der Anmeldung überweise ich 100,00 € pro Person mit Stichwort „Andalusien 2012“ als Anzahlung

Unser Reisekonto lautet: Ev. Kirchengemeinde Annerod, SPK Gießen, Kto. 47 004 517, BLZ 513 500 25.

17


Mainzlarer Chor "Voice Factory"

zu Gast mit einer

Adventlichen Reise der Verheißung.

Am Samstag, den 10.12.2011, um

19 Uhr nimmt uns der junge Chor des

Gesangvereins Mainzlar unter Leitung

von Daniela Werner (Kirchenmusikerin

im Dekanat Kirchberg) mit auf eine

musikalische Reise.

Nachdem sie mit dem Publikum gemeinsam

die Türen hochgemacht und

die Tore weit geöffnet haben, taucht

der Chor hinein in das Stück "Reise

der Verheißung" von Joseph M.

Martin.

Es ist ein sich windender Pfad, der

sich von der Dunkelheit ins Licht

bewegt und von Verzweiflung zur

Hoffnung. Es ist eine Reise, die in

den Herzen von Propheten beginnt

und in der ehrvollen Feier von Weihnachten

mündet, ein königlicher Weg

voller Gnade und umrahmt von einem

18

Vorschau

Adventlichen Reise der Verheißung

liebenden Gott. Neben den gesprochenen

Texten der Verheißung und

der Erfüllung erwarten Sie Lieder, die

in ihrer Bandbreite vom traditionellen

Weihnachtschoral bis zum Chanson,

vom klassischen Jubelchor bis hin

zum Musicalsong alles bieten, mal

überschäumend vor Freude und Jubel

und mal melancholisch und nachdenklich.

Tauchen Sie mit hinein in dieses spannende

und erfüllende musikalische

Ereignis, welches uns auf das Weihnachtsfest

hinführt und freuen Sie

sich auf die rund 45 SängerInnen des

Chores. Der Eintritt ist frei, um eine

Spende für den Chor wird gebeten.

Am Sonntag, den 11.12.2011, wird das

Ensemble das gleiche Programm auch

noch einmal in der ev. Kirche zu Kirchberg

(Lollar) aufführen, Beginn ist dort

um 17 Uhr.


Vorschau

Jesus Christ Superstar kommt nach Annerod

Andrew Lloyd Webber's Jesus

Christ Superstar kommt nach Annerod.

In elf Sprachen übersetzt und in mehr

als zwanzig Ländern gespielt, zählt

"Jesus Christ Superstar" von Sir Andrew

Lloyd Webber und Tim Rice seit

1970 zu den meistgespielten Musicals

überhaupt.

Die SängerInnen des Jugendchores

der evangelischen Kirchengemeinde

Staufenberg/Treis präsentieren die

deutschsprachige Originalversion der

berühmten Rockoper in unserem Bürgerhaus

in Annerod. Die Gruppe, der

ca. 35 Jungs und Mädels zwischen

12-24 Jahren aus Treis und Umge-

bung angehören, hat sich im vergangenen

Jahr mit den spannenden und

spannungsgeladenen letzten sieben

Tagen Jesu beschäftigt, die vom Jubel

des Einzugs in Jerusalem und der

Begeisterung der Anhänger Jesu über

den Mordkomplott bis hin zum letzten

Abendmahl, dem Verrat durch Judas

und schließlich zur Kreuzigung des

Gottessohnes führen.

Unter der Gesamtleitung von Kirchenmusikerin

Daniela Werner haben sie

die Chorparts, Solorollen und Szenen

in unzähligen Stunden einstudiert, Kulissen

und Kostüme entworfen und mit

Hilfe von Herbert Becker und Anni Hillgärtner

angefertigt. Instrumental werden

sie unterstützt von Profimusikern

wie Manfred Klein (Keyboards), Frank

Warnke (Gitarre), Peter Herrmann

(Bass) sowie Markus Leukel (Drums).

Für den rechten Ton und Licht sorgen

Christoph Deuser (AudioEngineer)

und Henrik Eckl (Lichttechniker).

Karten für dieses Musicalerlebnis gibt

es ab Dezember auch im Vorverkauf

- somit ist dies auch ein ideales Weihnachtsgeschenk.

Die Aufführungen

im Bürgerhaus Annerod finden statt

am Samstag, den 21.01.2012, um

19.30 Uhr sowie am Sonntag, den

22.01.2012, um 18.00 Uhr. Außerdem

ist das Musical noch zu sehen in der

vorhergehenden Woche am Samstag,

den 14.01.2012 um 19.30 Uhr sowie

am Sonntag, den 15.01.2012, um

18 Uhr in der Sport- und Kulturhalle in

Staufenberg-Treis.

19


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Aktuelles Thema

Zurückkehren: Blitzlichter einer Philippinenreise

Bye-bye, Carol! Don’t forget us and

come back soon, ha!“

2008/09 habe ich ein Jahr in den Philippinen

verbracht. Ich habe in Manila

gelebt und einen Freiwilligendienst bei

der United Church of Christ in the Philippines

(UCCP) gemacht. Ich war Teil

einer Gemeinde der UCCP und konnte

in einem daycare center (Vorschule)

einer der ‚squatter areas‘ (Slums)

mitarbeiten. Diese Zeit hat mich sehr

verändert.

Im Oktober 2009 fing ich an, evangelische

Theologie zu studieren. Dabei

begleiteten mich viele Fragen weiter,

die durch „mein“ Jahr auf den Philippinen

aufgekommen sind. Ich beschäftigte

mich mit Befreiungstheologie(n),

interkultureller Theologie und Ökumene.

Dass ich irgendwann

wieder auf

die Philippinen

„zurückkehren“

wollte, war mir

von Anfang an

klar. Im März

2011 hatte ich

dann endlich

wieder die Möglichkeit

dazu. Ich

konnte 5 Wochen

bleiben. Vor meiner

Reise fragte

ich mich: Was ist wohl aus den Beziehungen

geworden, wird es wieder so

sein wie vorher? Was hat sich verändert,

auch auf dem Smokey Mountain

und im daycare center? Wie habe ich

mich verändert nach eineinhalb Jahren

Studium?

Als ich in Manila ankomme, werde ich

von einigen lieben Menschen aus der

UCCP-Tondo abgeholt und wir essen

erst einmal zusammen zu Mittag. Sie

haben sich richtig Mühe gegeben und

mein Lieblingsessen gekocht. Dabei

kann ich auch innerlich ankommen

und mich erst mal mit allen austauschen.

Ich verstehe jetzt besser, was

andere ehemalige Freiwillige damit

meinten, dass das Zurückkommen

ist, als wäre man nie weg gewesen.

Die Gesichter sind mir bekannt und

vertraut, und auch Tagalog scheine ich

nicht verlernt zu haben.

Zwei Wochen in Manila vergehen. Ein

Kirchengemeinde der UCCP in Tondo mit Carolin Blöcher (4.v.l.) und

Debora Knoll (5.v.l.), Freiwillige der VEM 2010-2011.

bisschen muss ich mich wieder an die

Langsamkeit des Lebens gewöhnen,

und auch daran, nicht ständig beschäftigt

zu sein. In meinem Studien-


alltag in Deutschland habe ich oft volle

Tage.

Ich besuche alte Freunde, freue mich,

wieder Gottesdienst mit meiner Gemeinde

zu feiern, verbringe Zeit mit

den Jugendlichen, wir unternehmen

Schönes in und um Manila.

Auch den Smokey Mountain kann ich

wieder besuchen. Der Smokey Mountain

ist eine der Mülldeponien von

Manila. Dort leben mittlerweile um die

Aktuelles Thema

Szene in Kidapawan, Mindanao. Im Hintergrund steht ein Jeepney, das

Nahverkehrsmittel in den Philippinen.

3.000 Familien, vor allem Menschen,

die aus den Provinzen gekommen

sind, um in der Stadt ein besseres

Leben zu beginnen. Sie überleben,

indem sie Kleinigkeiten auf der Straße

verkaufen oder Müll sammeln und

die Rohstoffe (Papier, Plastik, Metall,

Glas) an Recyclinghändler verkaufen.

Es ist ein sehr armes und schweres

Leben. Die Kirchengemeinde in Tondo

hat seit fast 3 Jahren eine kleine Vorschule

(das daycare center), in der 50

Kinder unterrichtet werden. Ich finde

es schön, wieder dort zu sein und zu

sehen, dass die Arbeit weitergeht und

das ganze Projekt wächst und gedeiht.

Nachhaltig etwas zu verändern, ist

ziemlich schwer, aber im daycare center

wird versucht, kleine Schritte zur

Veränderung zu gehen.

Die nächste Station meiner Reise

ist Kidapawan, 120 km westlich von

Davao City, Mindanao. Dort nimmt

mich Lory Obal auf. Lory engagiert

sich in verschiedenen NGOs (Nichtregierungsorganisationen),

die gegen

massiven Bergbau und für Gesetze

kämpfen, die Menschen und Natur

schützen. In der Region

sollen zukünftig

Kupfer und Gold

abgebaut werden,

die auch in unseren

Computern und

anderen Elektronikgeräten

verwendet

werden. Zum anderen

arbeitet sie

in der ‚tri-people’s

organisation’, die sich

für ein friedliches Zusammenleben

von Christen, Muslimen

und Indigenen in Kidapawan und in

ganz Mindanao einsetzt. Lorys Einsatz

für Menschenrechte und Frieden begeistert

mich und ich bin im wahrsten

Sinne des Wortes inspiriert.

Ich bin zurück in Manila, um Ostern

noch mitzufeiern. Danach fliege ich

zurück nach Deutschland, wo schon

wenige Tage später das Semester

wieder beginnt.

Für mich sind Deutschland und die

Philippinen zwei völlig unterschiedliche

Welten.

Wenn ich dort bin, ist mir das Leben

selbstverständlich, das ich ein Jahr

lang eingeübt habe, und Deutschland

21


22

Aktuelles Thema

scheint mir weit weg zu sein. Dann

kann ich auch mein Leben hier hinterfragen

und wundere mich manchmal:

Zum Beispiel über den ‚deutschen

Ernst‘, den Alltag anzugehen, oder

dass meine Tage so durchgeplant

sind.

Wenn ich hier bin, scheinen mir die

Philippinen sehr weit weg zu sein. Ich

kann mich schwer daran erinnern, wie

es sich anfühlt, in der tropischen Hitze

zu stehen, mit Eimer zu duschen oder

Jeepney zu fahren. Man vergisst so

vieles von diesen „Kleinigkeiten“!

Ich vermisse die Philippinen manch-

Carolin Blöcher bei der Rede zum Schuljahresende

der Vorschulkinder in der Tondoer Kirche.

mal: Die Lebensfreude, die Leichtigkeit

und das Lachen. Aber es gibt

auch ein paar Dinge, die ich durch den

‚Blick von außen‘ an meiner „ersten“

Heimat schätzen gelernt habe: Die

Tiefe und Ernsthaftigkeit und Feierlichkeit,

zum Beispiel in der Art, wie wir

den Semestereröffnungs-Gottesdienst

gefeiert haben. Und dass ich im Umgang

mit Menschen nicht ständig auf

Höflichkeit und Respekt achten muss.

Ich bin anders auf den Philippinen.

Mein Name, meine Stimme, mein Auftreten

und Verhalten. Ich bin vorsichtiger,

bedacht darauf, nicht in zu viele

kulturelle Fettnäpfchen zu treten. Ich

bin geduldiger und kann mich zurücknehmen.

Ich lächele mehr und habe

eine positivere Einstellung zum Alltag

mit seinen plötzlichen Veränderungen

und seiner Spontanität. Wenn etwas

nicht klappt oder anders kommt, als

ich es geplant hatte, dann kann ich

darüber lachen, statt mich aufzuregen.

Eine Freundin hat es einmal auf den

Punkt gebracht: Wenn jemand für längere

Zeit in einer anderen Kultur gelebt

hat, wird er/sie zu einem „Hybrid-

Menschen“, der gelernt hat, mit zwei

unterschiedlichen Motoren zu laufen

und sich schnell wieder auf das Leben

hier oder dort einzustellen.

Es war eine schöne Zeit und ich bin

froh, dass ich an die Erfahrungen aus

dem Freiwilligenjahr anknüpfen und

Neues erleben konnte. Jetzt bin ich

sicher, dass die Freundschaften halten

und ich immer wieder zurückkehren

‚darf‘.

„See you again soon, my friends,

hanggang sa muli (bis bald)!“

Carolin Blöcher


Das Motto des Kirchenmusikjahrs

2012 in der EKHN lautet Kirche

macht Musik – Musik macht Kirche!

Unser Glaube ohne Klang, unsere

Gottesdienste ohne Lieder, unsere

Kirchen ohne Musik – nicht auszudenken.

Kirche macht Musik – an vielen

Orten und in vielen Formen.

Vom 1. Advent 2011 bis 30.11.2012

stehen Konzerte, Events und Musik in

der EKHN unter dem Slogan Kirche

macht Musik – Musik macht Kirche!

Kirche macht Musik – an vielen Orten

und in vielen Formen: in den Gottesdiensten

und kirchenmusikalischen

Konzerten, im Singkreis und im

Kindergarten, im Gospelchor und im

Kirchenchor, im Posaunenchor, in der

Band… .

In vielen verschiedenen Ausdrucksformen

erklingt die Kirchenmusik in

unseren Gemeinden und Dekanaten.

Wir feiern es gemeinsam mit vielen

anderen Landeskirchen im Rahmen

der Reformationsdekade der Evangelischen

Kirche in Deutschland.

Die Musik und das Singen sind ein

Gottesgeschenk, sagt Martin Luther:

„Es fließt mir das Herz über vor Dankbarkeit

gegen die Musik, die mich so

oft erquickt und aus größten Nöten

errettet hat.“

Evangelischer Glaube ist gesungener

Glaube. Darum ist das verbindende

Thema des Jahres der Kirchenmusik

in unserer Landeskirche das Lied - in

seiner ganzen stilistischen Vielfalt.

Musik macht Kirche – Musik führt

Aktuelles Thema

EKHN feiert 2012 das Jahr der Kirchenmusik

Menschen zusammen. Sie stiftet in

besonderer Weise Gemeinschaft über

die Generationen und über die Zeiten

hinweg. So hat die Musik für die Gestaltung

und Entwicklung der Kirche

eine fundamentale Bedeutung.

Auch in unseren Kirchengemeinden

und im Dekanat wird das Thema

„Musik“ in unterschiedlichsten Veranstaltungen

eine Rolle spielen. Wir

informieren Sie rechtzeitig darüber!

Neben musikalischen Gottesdiensten

und den auf den Seiten 18 und 19

angekündigten Konzerten haben wir

für den 16. März 2012 in Annerod ein

ganz besonderes Konzert geplant: Die

Rock-Band „Bag in Box“ wird erstmals

in der Anneröder Kirche spielen!

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Kirchenpräsident Dr. Volker Jung

Andacht zu Weihnachten 2011

Magisch zieht sie die Blicke an. Alles

erscheint in wärmendem Licht. Die

Hirten, Maria, Josef und Jesus als

Kind – sie alle haben im Stall ihren

festen Platz. Dazu die Tiere, eine

Handvoll echtes Stroh vielleicht, womöglich

ein wärmendes Lagerfeuer.

So muss eine Krippe sein.

Im Lichtschein der Krippe

kommt aber nicht nur die Geborgenheit

des Stalls und die

heilige Familie ins Haus. Im

Wohnzimmer steht mit ihr auch

der Mief von ungewaschenen

Kleidern und die blanke Angst

vor dem, was am nächsten Tag kommt.

Auch sie sind Gäste in der scheinbar

heimeligen Notunterkunft. Mit einer

jungen Familie in einer schwierigen

Zeit. Mit Menschen am Rand der Gesellschaft.

Der Stall von Bethlehem

ist keine heile Welt. Er steht vor den

Toren der Stadt; weit draußen, wo es

unwirtlich ist.

Doch genau hier ist Gott zu finden.

An Weihnachten kommt er als Kind

hinein in eine heillose Welt. Im Stall ist

er bei denen, die keinen Platz in der

Herberge fanden, denen, die draußen

sind. Gern wird das an Weihnachten

auf andere bezogen: Die Obdachlosen

unter den Brücken der Städte, die

Hungernden in den Dürrezonen am

Äquator. Das ist gut. Doch Draußen-

Sein hat viel mehr Facetten.

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Aktuelles Thema

Zwischen drinnen und draußen

Manchmal genügt es schon, falsch angezogen

zu sein. Unvermittelt treffen

einen abschätzige Blicke, ganz schnell

ist man draußen. Draußen-Sein, das

ist eine Erfahrung, die auch Männer

und Frauen machen müssen, denen

unvermittelt ein Partner stirbt. Viele

werden mit dem Tod des lieben Menschen

selbst aus dem Leben gerissen.

Sie haben plötzlich das Gefühl,

außen vor zu sein.

Das Leben ist durchzogen

von der unsichtbaren Grenze

zwischen dem Drinnen und dem

Draußen. Doch an Weihnachten

durchbricht Gott diese menschliche

Grenze. Draußen wird

Gottes Sohn geboren. Und es

wird sein Leben prägen, immer wieder

die hineinholen zu wollen, die draußen

sind – hinein in die Gemeinschaft mit

Gott und den Menschen. Schuldige erfahren

bei ihm Gottes Barmherzigkeit.

Außenseiter stellt er in die Mitte. Kleinen

Kindern schenkt er großen Raum.

Schon an der weihnachtlichen Krippe

zeigt sich: Jesus wird zur Tür zwischen

drinnen und draußen, zwischen Gott

und der Welt.

Möge Gott Ihnen entdecken helfen, wo

er Ihnen die Tür öffnet zwischen drinnen

und draußen. Ich wünsche Ihnen

ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Ihr

Dr. Volker Jung

Kirchenpräsident


Mobiler Adventskalender

wieder in Oppenrod!

Wie schon in früheren Jahren soll in

der Adventszeit in Oppenrod auf Anregung

von Jutta Runkel und Elfriede

Girnhard hin wieder ein Mobiler Adventskalender

stattfinden.

Am Spätnachmittag öffnet sich jeweils

eine Wohnungs- oder Haustür in

Oppenrod für alle, die in der Gemeinschaft

eine besinnliche halbe Advents-

Stunde erleben möchten (mit einer

Geschichte, einem Lied, Plätzchen,

Punsch und und und...).

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Besondere Angebote im Advent

Auch das Gemeindehaus wird an bestimmten

Tagen seine Türen öffnen.

Bitte achten Sie auf die Angaben in

den Busecker Nachrichten und die

Aushänge, um die jeweiligen Treffpunkte

zu erfahren.

Einladung Ihrer Ev. Kirchengemeinden

Annerod und Oppenrod

zur Adventlichen Besinnung

im Gemeindehaus neben

der Kirche in Annerod

um den “Runden Tisch“

bei Kerzenschein:

Hören auf Worte und Musik,

Gelegenheit,

zur Ruhe zu kommen.

Jeweils am Mittwoch, dem

7. und 14. Dezember 2011, um 19.00 Uhr.

Ab 18.30 Uhr Kerzenlicht, leise Musik,

Stille, innere Einkehr.

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Werbung unterstützt den Gemeindebrief


Werbung unterstützt den Gemeindebrief

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Werbung unterstützt den Gemeindebrief


Kinderseite

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Gemeindebüro

Bürozeiten

Mittwochs: 09.00 - 12.00 Uhr

und 15.00 bis 18.00 Uhr

Donnerstags:09.00 - 12.00 Uhr

und 16.30 - 18.30 Uhr

Vorsitzender

des Kirchenvorstands Annerod

Kirchengemeinden Annerod und Oppenrod:

Anette Heinicke

Südhang 10, 35463 Fernwald-Annerod

� 0641/42289 (Anrufbeantworter)

7 0641/43507

e-Mail: evkg-annerod@t-online.de

Pfarrerin Anne Schneider

Richard-Wagner-Straße 14

35460 Staufenberg

� 06406/8325932 (Anrufbeantworter) � 06406/832179

E-Mail: anne-b.schneider@t-online.de

Achim Glaum

Am Weiher 5, � 0641/4941939

Küsterin in Annerod Natalie Rempel, Südhang 13, � 0641/4808119

Jugendtreff Daniel Reinke, Ringstraße 12, 35457 Lollar

� 06406/72538, e-Mail: dareinke@gmx.de

Diakoniestation

Fernwald/Pohlheim

Grüninger Straße 9, 35415 Pohlheim

� 06403/64911

Diakonisches Werk Gartenstraße 11, 35390 Gießen, � 0641/93228-0

Kirche Oppenrod: Hauptstraße 7, 35418 Buseck-Oppenrod

Vorsitzende

des Kirchenvorstands Oppenrod

Wichtige Adressen

Dr. Angela Stender

Haydnstraße 22, � 06408/4185

Küster in Oppenrod Walter Pugan

Händelstraße 4, � 06408/2793

Impressum

Herausgeber Evangelische Kirchengemeinden Annerod und Oppenrod,

Südhang 10, 35463 Fernwald

V.i.S.d.P. Pfarrerin Anne Schneider, Südhang 10, 35463 Fernwald

Redaktion Erwin Bähr, Sonja Blöcher, Anette Heinicke, Klaus Pflänzel,

Pfarrerin Anne Schneider, Angela Stender, Sebastian Zschätzsch

Gestaltung Klaus Pflänzel

Druck DruckDiscount24.de

Redaktionsschluss 4. November 2011

Bankverbindung Sparkasse Gießen Bankleitzahl 513 500 25 Konto-Nummer 247 010 693


DANKE!

Danke, dass Sie unsere Kirchengemeinden

Annerod und Oppenrod im zu Ende gehenden

Jahr unterstützt und mitgetragen haben

– durch Ihr Gebet, Ihr Kommen und Mitgehen,

Ihre Mitarbeit, Ihre ideelle

und finanzielle Unterstützung.

Nur so – mit Gottes Segen und Ihrer Hilfe –

können wir lebendige Kirchengemeinden sein.

Wir freuen uns, wenn Sie auch im neuen Jahr

wieder dabei sind!

Für die Kirchenvorstände:

Dr. Angela Stender, Achim Glaum

und Pfrin. Anne Schneider


Tát

Buseck Molln

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