CalciCare - Osteoporose Therapie, Stoffwechselerkrankung des ...

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Leben mit

Osteoporose

� Was ist Osteoporose?

� Wodurch entsteht sie?

� Wie können Sie vorbeugen?

� Was kann die Medizin tun?

Ein Osteoporose-Ratgeber der ORION Pharma GmbH

www.osteoporose-therapie.de

Tipps für Patienten und Angehörige


Art. Nr. 2003

Impressum

Herausgeber: Orion Pharma GmbH, Notkestraße 9,

22607 Hamburg

Konzept, Text,

Design: schütz & co. Werbeagentur Berlin

© 2005

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Inhaltsverzeichnis

Volkskrankheit „Knochenschwund“ ..................................... 4

Das Knochengerüst des Menschen ..................................... 5

Merkmale und Arten der Erkrankung ................................. 6

Folgen der Krankheit ............................................................. 7

Wie hilft Ihnen Ihr Arzt? ........................................................ 8

Andere wirksame Arzneimittel ............................................ 9

Die Besonderheit der Osteoporose-Therapie .................. 10

Kontrolle des Therapieverlaufs .......................................... 11

Zusätzliche Risikofaktoren vermeiden .............................. 12

Calciumreiche Ernährung .................................................... 13

Ernährungstabelle ............................................................... 14

Rezepte für gesunde Knochen ........................................... 15

Bewegung ............................................................................ 16

Sonne tanken ....................................................................... 17

Richtige Körperhaltung ............................................... 18 - 19

Osteoporose-Gymnastik ............................................. 20 - 21

Verminderung des Sturzrisikos .......................................... 22

Gefahren im Haushalt ......................................................... 23

Nützliche Kontakte für Patienten .............................. 24 - 26

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Volkskrankheit „Knochenschwund“

Osteoporose, umgangssprachlich auch „Knochenschwund“

genannt, ist eine Stoffwechselerkrankung des Skeletts.

Sie tritt häufig bei Frauen nach den Wechseljahren auf.

Aber auch Männer sind davon betroffen.

Osteoporose zählt zu den zehn bedeutendsten Krankheiten der

Gegenwart. Allein in Deutschland leiden zwischen fünf und

sieben Millionen Menschen an „Knochenschwund“. Jede dritte

Frau und jeder fünfte Mann ab 50 hat Osteoporose.

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Das Knochengerüst des Menschen

Die Stabilität des Skeletts wird entscheidend beeinflusst durch

die Menge an Calcium, die in den Knochen eingelagert wird.

Denn Knochen bestehen zu zwei Dritteln aus Calciumverbindungen.

Das Mineral Calcium ist jedoch nicht nur für Knochen, sondern

auch für die reibungslose Funktion von Nerven und Muskeln

sowie für die Blutgerinnung unentbehrlich. Nimmt der Mensch

nicht genügend Calcium mit der Nahrung auf, werden die

Calciumspeicher in den Knochen „angezapft“. Die Knochen

verlieren an Festigkeit und werden porös.

Bei gesunden Menschen stehen

Knochenaufbau und -abbau in einem

bestimmten Verhältnis zueinander.

Jeder Knochen enthält Knochenaufbauzellen

(Osteoblasten) und

Knochenabbauzellen (Osteoklasten).

Bis zum 35. Lebensjahr hat der Mensch

seine maximale Knochenmasse aufgebaut.

Im Laufe des normalen Alterungsprozesses

verliert er pro Jahr etwa

0,5 – 1,0 Prozent seiner Knochenmasse.

Dies allein ist kein Grund zur

Besorgnis. Problematisch wird es dann,

wenn der Abbau von Knochenmasse

aufgrund von Osteoporose verstärkt

wird.

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Gesunder Knochen

Kranker Knochen

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Merkmale und Arten der Erkrankung

Bei Menschen, die an Osteoporose leiden, ist der natürliche, altersbedingte

Knochenabbau deutlich verstärkt. Das kann verschiedene

Ursachen haben. Im Wesentlichen gibt es zwei Arten der Osteoporose.

Die postmenopausale Osteoporose – Typ I – betrifft Frauen während

und nach den Wechseljahren. In dieser Zeit verringert der

weibliche Körper die Produktion von Östrogen. Dieses Hormon ist

aber notwendig, damit die Aktivität der Knochenabbauzellen

gebremst wird. Fällt das wichtige Östrogen weg, beginnt ein

überhöhter Abbau der Knochenmasse.

Die Altersosteoporose – Typ II – (in der Fachsprache

auch senile Osteoporose genannt) tritt sowohl bei

Frauen als auch bei Männern, überwiegend im Alter

von über 70 Jahren auf. Oft ist ein Calcium- und/oder

Vitamin-D-Mangel Ursache für den Knochenschwund

Gerade im Alter benötigt der Mensch viel Calcium,

nimmt aber meist die notwendige Menge nicht mehr

mit der Nahrung zu sich. Auch das für die Calciumaufnahme

wichtige Vitamin-D wird bei älteren

Menschen in geringerem Umfang gebildet als bei

jungen. Das Ergebnis: Die Knochen werden porös.

Bei beiden Arten der Osteoporose sinkt die Knochenfestigkeit unter

einen kritischen Punkt, die so genannte „Bruchschwelle“. Das Risiko

von Brüchen steigt. Gerade im Alter ist die Heilung eines solchen

Bruches langwierig und kompliziert. Bettlägrigkeit, Dauerschmerz

und eine Einschränkung der Beweglichkeit sind oftmals die Folgen.

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Folgen der Krankheit

Wird die Osteoporose nicht konsequent und kontinuierlich behandelt,

verlieren Knochen erst schleichend, dann umso spürbarer

ihre Stabilität. Besonders bruchgefährdet sind Wirbelkörper,

Oberschenkelhals und Unterarm bzw. Handgelenk.

Anfangs sind meist die Rückenwirbel betroffen. Die Wirbeldeckel

brechen ein, und es entstehen Flach-, Fisch- und Keilwirbel.

Jeder Bruch führt zu einer Verkürzung der Wirbelsäule

um bis zu 5 cm. Durch wiederholte Brüche sinkt die Wirbelsäule

an der Vorderseite allmählich zusammen. Eine aufrechte

Körperhaltung kann so durch den Betroffenen kaum mehr

eingenommen werden. Durch die auftretende Fehlhaltung werden

Muskeln und Bänder überstrapaziert, chronische Rückenschmerzen

sind häufig die Folge. In letzter Konsequenz entsteht der so

genannte „Witwenbuckel“.

Im Zusammenhang mit der Altersosteoporose sind Oberschenkelhalsbrüche

nicht selten. Sie sind in der Regel mit längeren

Krankenhausaufenthalten und Rehamaßnahmen verbunden.

Doch Osteoporose muss heute nicht mehr automatisch zu einem

Verlust an Lebensqualität führen. Voraussetzung ist jedoch,

dass die Erkrankung dauerhaft behandelt wird und Sie sich

selbst entsprechend verhalten.

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Wie hilft Ihnen Ihr Arzt?

Ihrem Arzt stehen heute wirksame und schonende Therapien und

Medikamente zur Behandlung von Osteoporose zur Verfügung, die

er Ihnen entsprechend Ihres individuellen Krankheitsbildes verordnet

bzw. empfiehlt.

Calcium- und Vitamin-D-Präparate

Die Gabe von Calcium und Vitamin-D bildet in der Mehrzahl der

Fälle die Grundlage der Behandlung. Denn eine ausreichende

Versorgung mit Calcium ist für die Wiederherstellung des Knochenund

Stützgewebes unerlässlich. Im höheren Alter hat der menschliche

Organismus einerseits einen erhöhten Calciumbedarf. Andererseits

kann die Deckung dieses Bedarfs nicht mehr allein über die Nahrung

erfolgen, zumal die Verträglichkeit von calciumhaltigen Produkten

wie Milch und Jogurt im Alter abnimmt.

Vitamin-D wird benötigt, damit der

Körper Calcium optimal aufnehmen

und verwerten kann. Es wird in der

Haut mit Hilfe des Sonnenlichts gebildet.

Die Produktion von Vitamin-D ist

bei älteren Menschen wesentlich

geringer als bei jüngeren. Auch halten

sich ältere Menschen, die noch dazu

an Osteoporose erkrankt sind, weitaus

weniger im Freien und im Sonnenlicht

auf.

Zusätzlich zur Nahrung können die beiden Komponenten Calcium

und Vitamin-D zum Beispiel in Form einer Brause- oder Kautablette

in der erforderlichen Menge zugeführt werden.

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Andere wirksame Arzneimittel

Östrogene, die weiblichen Hormone, schützen Knochen vor dem

Verlust tragfähiger Knochenmasse. Um das Osteoporose-Risiko

nach den Wechseljahren zu senken, wurde früher häufig eine

Hormonersatztherapie eingesetzt , heute wird sie jedoch nur bei

schwerwiegenden klimakterischen Beschwerden empfohlen.

Raloxifen, ein selektiver Östrogen-Rezeptor Modulator (SERM),

dient der Vorbeugung und zur Behandlung von Osteoporose bei

Frauen nach den Wechseljahren. Er vermindert das Auftreten

von Wirbelsäulenbrüchen und erhöht die Knochendichte.

Bisphosphonate hemmen den Knochenabbau bei Frauen

nach den Wechseljahren und Männern im Falle einer durch

Cortison-Behandlung ausgelösten Osteoporose.

Das Teriparatid (rh PTH) steigert bei einer manifesten Osteoprosoe

deutlich die Knochendichte, wenn also bereits ein oder mehrere

osteoporotische Brüche vorliegen.

Strontiumranelat, fördert die Neubildung tragfähiger Knochenmasse

und bremst gleichzeitig den Knochenabbau. Dies führt zu höherer

Knochenfestigkeit und zum Aufbau neuer Knochenmasse.

Für alle Präparate gilt jedoch: Erst die zusätzliche Gabe von

Calcium und Vitamin-D bewirkt über die Hemmung des Knochenabbaus

hinaus eine erneute und rasche Zunahme der Knochendichte.

Knochenschmerzen werden gelindert, das Risiko von

Brüchen deutlich reduziert. Damit geben Calcium und Vitamin-D

jeder Osteoporose-Therapie unverzichtbaren Rückhalt.

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Die Besonderheiten der Osteoporose-Therapie

Osteoporose kann heute wirksam therapiert werden. Sie als Patient

brauchen jedoch Geduld in der Behandlung. Es wird eine Zeit

vergehen, ehe Sie eine Besserung Ihres körperlichen Zustandes

spüren. Denn so schleichend, wie die Krankheit sich ausbildet,

so schrittweise stellen sich Behandlungsfortschritte ein.

Rechnen Sie damit, dass Sie die Therapie ein Leben lang fortführen

müssen. Das erfordert von Ihnen neben dem Glauben an den

Behandlungserfolg auch Disziplin in der Befolgung der ärztlichen

Hinweise. Halten Sie sich unbedingt an die vom Arzt empfohlenen

Einnahmezeiten und -bedingungen für die Arzneimittel.

Dies ist besonders wichtig bei der Einnahme von mehreren

Präparaten (Kombinationstherapie).

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Kontrolle des Therapieverlaufs

In der Langzeittherapie von Osteoporose kommt es auf die permanente

Kontrolle der Behandlungsschritte durch den Arzt an. Deshalb

empfehlen wir Ihnen, in regelmäßigen Abständen Ihren Arzt

aufzusuchen. Zum einen erhalten Sie Klarheit über den Erfolg der

Therapie. Zum anderen kann der Arzt die Therapie – wenn

notwendig – veränderten Bedingungen anpassen.

Ihr Arzt kann den Therapieverlauf anhand verschiedener Messund

Untersuchungsmethoden beurteilen. Wichtige Untersuchungen,

die Rückschlüsse auf den Knochenzustand zulassen,

sind die Knochendichtemessung, Röntgenaufnahmen und

die Bestimmung von Laborwerten. Diese Untersuchungen

sind für Sie weder belastend noch zeitaufwendig.

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Zusätzliche Risikofaktoren vermeiden

Die Therapie Ihrer Osteoporose-Erkrankung wird dann den gewünschten

Erfolg zeigen, wenn Sie die Behandlung im Alltag

durch eine gesunde Lebensweise unterstützen. Trennen Sie

sich von Gewohnheiten, die nachweislich zur Schädigung der Knochen

beitragen.

Alkohol in Mengen über das in der Regel verträgliche, tägliche

Gläschen Wein hinaus kann durchaus dem Knochen gefährlich

werden. Er führt bei häufigem Genuss zu Verlust von Knochengewebe.

Auch Rauchen reduziert das Knochengewebe. Nikotin

beschleunigt bei Frauen den Beginn der Wechseljahre und verringert

die Wirkung der Hormontherapie.

Medikamente wie Cortison und Heparin sind bei vielen Erkrankungen

unvermeidlich, weisen aber Nebenwirkungen auf. Sie sollten

daher unbedingt nur in regelmäßiger Konsultation mit dem Arzt

eingenommen werden, denn sie können bei Langzeiteinnahme zu

Knochenabbau führen.

Verzichten Sie bei Ihrer Ernährung auf Lebensmittel, die dem Körper

Calcium entziehen. Dazu gehören:

Phosphate Oxalsäure Proteine

Kaltpudding Spinat zu viel Fleisch + Wurst

Schmelzkäse Rhabarber

Cola-Getränke

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Calciumreiche Ernährung

Gerade als Osteoporose-Patient sollten Sie so viel Calcium zu sich

nehmen, wie Ihr erkrankter Knochen braucht! Sprechen Sie darüber

mit Ihrem Arzt.

Empfehlungen zur Calciumzufuhr pro Tag

Männer und Frauen 25 bis 65 Jahre 1000 mg

Männer und Frauen über 65 Jahre 1500 mg

Postmenopausale Frauen ohne Hormonersatz 1500 mg

Quelle: DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung)

Allerdings ist auch hier von der unkritischen Devise „viel hilft viel”

abzuraten: tägliche Calciumzufuhrmengen über 2000 mg

(= 2 g) hinaus helfen dem Körper überhaupt nicht, sie können

sogar Gefahren der Überdosierung heraufbeschwören.

Die umseitige Tabelle zeigt Ihnen, wie viel Calcium in ausgewählten

Nahrungsmitteln enthalten ist.

Ein Tipp: Nehmen Sie nicht einfach calciumhaltige

Nahrungsmittel zusätzlich in Ihren

Speiseplan auf. Tauschen Sie besser phosphatreiche

gegen calciumreiche Lebensmittel:

z. B. Nahrungsmittel, die einen positiven Einfluss

auf den Knochenstoffwechsel haben, u. a. Obst

und Gemüsesorten mit Vitamin C und Milchzucker.

Diese fördern die Calcium-Aufnahme

im Darm. Vitamin-D3 vergrößert ebenfalls die

Calciumaufnahme. Es kommt in der Natur,

z. B. in Fisch (Lebertran), Fischleber, Eiern und Milch vor. Der

größere Teil des Vitamin-D3 wird bei genügender UV-Strahlung

(Licht) in der Haut gebildet. Aufenthalte im Freien unterstützen

die Calcium-Aufnahme.

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Ernährungstabelle

Die Tabelle gibt den durchschnittlichen Calciumgehalt ausgewählter

Nahrungsmittel an.

Nahrungsmittel Calcium in mg/100 g

Trinkmilch 3,5% Fett/1,5% Fett 120/118

Buttermilch 109

Frucht- oder Naturjoghurt 3,5% Fett 120

Frucht- oder Naturjoghurt 1,5% Fett 114

Magerquark 92

Frischkäse 60% F.i.Tr. 79

Camembert 50% F.i.Tr. 510

Emmentaler 45% F.i.Tr. (1 Scheibe) 320/960

Parmesan 35% F.i.Tr. 1300

Brokkoli/Fenchel 105/108

Grünkohl 212

Sojabohnen 260

Apfelsine/Brombeere 42/44

Kiwi/Erdbeere 40/25

Mandeln/Haselnuss 252/226

Sauerkrautsaft 54

Orangensaft 1 Glas (200 ml) 30

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Calciumreiche Ernährung

Schnelles Mixgetränk (für 4 Personen)

0,5 l Multivitaminsaft, 0,5 l Buttermilch, Saft einer halben Zitrone

und Süßstoff mit dem Schneebesen verrühren, abschmecken (z.B.

mit Kardamom) und servieren. Pro Portion: 136 mg Calcium

Brokkoli-Gemüse in Kräutersoße (für 4 Personen)

150 ml Gemüsebrühe aufkochen, 800 g Brokkoliröschen (tiefgefroren)

zugeben, 5 min auf kleiner Flamme im geschlossenen Topf

garen. Den Brokkoli mit einer Schaumkelle vorsichtig herausnehmen.

50 g Kräuterfrischkäse, 8 EL Soja cremig neutral und 1 TL Zitronensaft

mit der Kochflüssigkeit verrühren und mit Jodsalz und Pfeffer

abschmecken. Feingehacktes Basilikum und Petersilie unterrühren

und den Brokkoli hinzugeben. Dazu Fischfilet und Naturreis servieren.

Pro Portion: 189 mg Calcium

Nudelauflauf mit Krabben (für 4 Personen)

200 g Spiralnudeln (Vollkorn) in 1 l kochendem Salzwasser 10 min

garen, auf einem Durchschlag abtropfen lassen.

250 g Kohlrabi, 250 g Brokkoli waschen, putzen, Kohlrabi in Streifen

schneiden und den Brokkoli in Röschen zerteilen. 0,5 l Gemüsebrühe

aufkochen, vorbereitetes Gemüse zugeben und im geschl. Topf

5 min garen, anschließend abgießen. 200 g Krabben und die

Zutaten schichtweise in eine dünn ausgeölte Auflaufform geben.

Soße: 0,5 l Milch (1,5 % Fett), 2 Eier, 100 g Magerquark, 1 EL Parmesankäse

(20 g), Jodsalz, Pfeffer, Petersilie verrühren, über den

Auflauf geben. 100 g Gouda (48 % F.i.Tr.) in Streifen schneiden,

über den Auflauf verteilen und 40–45 min bei 180°C backen.

Pro Portion: 581 mg Calcium

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Bewegung

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt: Bewegung kann

helfen, den Knochenabbau zu bremsen. Nur wenn Sie sich ausreichend

bewegen, kann Calcium in Ihre Knochen eingebaut werden.

Bewegung schult außerdem das Koordinationsvermögen und stärkt

die Muskulatur. Dadurch vermindern Sie Ihr Sturzrisiko.

Doch Vorsicht! Nicht alle Bewegungen sind mit Ihrer Osteoporose-

Erkrankung zu vereinbaren. Konsultieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie

in das Training einsteigen.

Wie Sie sich schonend in Bewegung halten können: Ideal sind

Radfahren und Schwimmen. Auch Krankengymnastik unter

fachkundiger Anleitung stärkt die Knochen (Seite 20).

Belasten Sie sich ruhig, aber übertreiben

Sie nicht! Benutzen Sie z.B. statt des

Fahrstuhls einmal die Treppe. Oder

tragen Sie leichte Einkaufstaschen

selbst, statt sie mit dem Einkaufsroller

zu transportieren.

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Sonne tanken

Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft fördern Kondition

und Knochengesundheit. Gleichzeitig wird unter Einwirkung

des UV-haltigen Sonnenlichts Vitamin-D in der Haut gebildet.

Vitamin-D unterstützt die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung

und dessen Einlagerung in die Knochen.

Tragen Sie deshalb in den Sommermonaten nicht zu dicke Kleidung

und lassen Sie Sonne an Ihre Haut. So können Sie dem Vitamin-

D-Mangel, der häufig eine der Ursachen der Altersosteoporose

ist, entgegenwirken.

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Richtige Körperhaltung

Durch die osteoporosebedingte Entkalkung der Knochen wird auch

die Wirbelsäule geschwächt. Dadurch entsteht häufig ein Rundrücken,

der zu Verspannungen der Muskeln und damit zu Rückenschmerzen

führt. Eine richtige Körperhaltung kann dem entgegenwirken.

Sitzen

Sitzen Sie vorzugsweise in aufrechter Haltung.

Wechseln Sie aber öfter die Position.

Falsch Richtig

Abwaschen

Passen Sie die Höhe der Arbeitsflächen so an,

dass Sie gerade stehen können.

Falsch

Richtig

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Richtige Körperhaltung

Staubsaugen

Arbeiten Sie mit gerader Körperhaltung.

Falsch Richtig

Tragen

Verteilen Sie die Last auf beide Seiten.

Tragen Sie nicht zu schwer.

Falsch Richtig

Wenn Rückenschmerzen auftreten, gönnen Sie sich Ruhephasen.

Legen Sie sich gerade mit dem Rücken auf einen harten Untergrund,

je ein flaches Kissen unter die Knie und unter den Kopf.

Nach 10 bis 20 Minuten spüren Sie eine deutliche Entlastung

Ihres Rückens und eine Linderung der Beschwerden.

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Osteoporose-Gymnastik

Die folgenden Übungen können helfen, Ihre Schmerzen zu mildern.

Sie dienen zum Training der Muskulatur. Ihr Arzt kann Ihnen weitere

Übungen empfehlen.

„Bodenlage“

Heben Sie die Fußspitzen ab, drücken Sie die Hacken auf den Boden,

und heben Sie den Kopf leicht an. Zählen Sie dabei laut von 21 bis 28.

„Stützübung“

Stützen Sie sich mit beiden Händen von der Wand ab, ein Bein etwas

mehr zur Wand gestellt. Nun bewegen Sie langsam, ohne zu federn,

das vordere Knie sowie Ihre Hüfte zur Wand. Achten Sie darauf, dass

die Fersen auf dem Boden bleiben.

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Osteoporose-Gymnastik

Lockere Beinübungen

„Sitzübung“

Ziehen Sie abwechselnd Ihre Beine langsam zum Körper und

halten Sie diese Position ca.15 bis 30 Sekunden.

„Spreizübung“

Stehen Sie aufrecht mit leicht gespreizten Beinen

und beugen Sie abwechselnd leicht das Knie.

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Verminderung des Sturzrisikos

Osteoporose-Patienten müssen im

täglichen Leben besonders vorsichtig sein.

Ein Sturz kann leicht zu Knochenbrüchen

mit schwerwiegenden Folgen führen. Dies

können Sie größtenteils vermeiden, wenn

Sie die folgenden Hinweise beachten:

• Statten Sie Treppen mit

rutschsicheren Belägen aus.

• Achten Sie auf Haustiere, denn Sie

können leicht darüber stolpern.

• Fixieren Sie Teppichkanten

unbedingt am Boden.

• An Badewanne und Dusche sollten

sich Haltegriffe befinden.

• Gute Beleuchtung,

keine Niedrigwattbirnen.

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Gefahren im Haushalt

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Nützliche Kontakte für Patienten

Patientenselbsthilfeverbände unterstützen Sie gern

mit Rat und Tat.

Kuratorium Knochengesundheit e.V.

Ulrike Barth

Leipziger Straße 6

74889 Sinsheim

Tel. (07261) 9 21 70

Fax (07261) 6 46 59

E-Mail: info@osteoporose.org

Internet: www.osteoporose.org

Bundesselbsthilfeverband

für Osteoporose e.V.

Kirchfeldstraße 149

40215 Düsseldorf

Tel. (0211) 31 91 65

Fax (0211) 33 22 02

E-Mail: info@osteoporosedeutschland.de

Internet: www.bfo-aktuell.de

Osteoporose Selbsthilfegruppen

Dachverband e.V.

Hohe Straße 38

99867 Gotha

Tel. (03621) 51 25 81

Fax (03621) 51 25 82

E-Mail: info@osd-ev.org

Internet: www.osd-ev.org

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Nützliche Kontakte für Patienten

Landesverbände

Landesverband Baden-Württemberg

Birgit Eichner

Untere Dorfstraße 1

97877 Wertheim

Tel./Fax (09342) 91 43 83

E-Mail: osteoporoselv@aol.com

Landesverband Bayern

Geschäftsstelle

Herta Eibel

Sommerhansenweg 3

97892 Kreuzwertheim

Tel. (09342) 91 20 80

Fax (09342) 91 20 78

Landesverband Rheinland Pfalz

Gisela Gänger

Kleiststraße 9

57627 Hachenburg

Tel./Fax (02662) 93 97 60

E-Mail:g.gaenger@bfolv-rp.de

Landesselbsthilfeverband

Sachsen für Osteoporose e.V.

Kirnitzschtalstraße 6

01814 Bad Schandau

Tel. (035022) 5 03 16

Fax (035022) 5 03 22

E-Mail: osteoporose-sachsen@web.de

Internet: www.lv-osteoporose-sachsen.de

www.osteoporose-therapie.de

Landesverband Hessen

Dr. Hanshenning Powilleit

Am Grimmen 4

65343 Eltville am Rhein

Tel. (06123) 57 35

Fax (06123) 6 32 73

Internet: www.bfo-hessen.de

Landesselbsthilfeverband

Thüringen für Osteoporose e.V.

BEZ „Am Burgholz“ Tabarz

Am Burgholz 30

99891 Tabarz

Tel. (036259) 3 19 01

Fax (036259) 3 19 812

E-Mail: info@lv-thueringenosteoporose.de

Internet: www.lv-thueringenosteoporose.de

Landesselbsthilfeverband

Brandenburg/Berlin

für Osteoporose e.V.

Lindenstraße 40

15295 Groß Lindow

Tel. (033609) 3 88 06

Fax (033609) 7 72

E-Mail: lvbbfo@t-online.de

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Nützliche Kontakte für Patienten

Landesverbände

Landesverband

Nordrhein-Westfalen

Dieter Debus

Bommerholzerstraße 22 a

48462 Witten

Tel. (02303) 171 30 95

E-Mail: debus@bfo-nrw.de

Landesverband Mitteldeutschland

Ingeborg Linde

Heidehäuser 33

06120 Halle/Saale

Tel. (0345) 550 99 33

Fax (0345) 683 06 46

(Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen)

Landesverband Niedersachsen I

Ilse Neuhaus

Beethovenstr. 23

37085 Göttingen

Tel./Fax (0551) 481 50

Landesverband Niedersachsen II

Gisela Flake

Marie-von-der-Deckenstr. 5

27356 Rotenburg/Wümme

Tel. (04261) 6 28 98

Fax (04261) 6 48 63

E-Mail: gflake@t-online.de

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Anwendungsgebiete: Vorbeugung und Behandlung von Vitamin-D- und Calcium-Mangelzuständen bei älteren Menschen. Als Vitamin-D- und Calciumsupplement

zur Unterstützung einer spezifischen Therapie, zur Prävention und Behandlung der Osteoporose. Gegenanzeigen: Krankheitszustände, die Hypercalcämie oder

Hypercalciurie zur Folge haben, Nierensteine, Hypervitaminose D, Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile des Arzneimittels. Nebenwirkungen:

Gelegentlich kann eine erhöhte Calciumkonzentration im Blut und vermehrte Calciumausscheidung im Harn auftreten. Selten können Verstopfung, Blähungen,

Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall auftreten. Sehr selten und in Einzelfällen wurde von Juckreiz, Hautausschlag, Nesselsucht berichtet. Warnhinweise: CalciCare ® -

D3 FORTE: Enthält Lactose, Sucrose (Zucker), Sojaöl. CalciCare ® -D3: Enthält Sucrose (Zucker). Gebrauchsinformation beachten! Zusammensetzung: CalciCare ® -D3

FORTE: 1 Brausetablette enthält: 22 μg Colecalciferol (880 I.E.), 1000 mg Calcium (als Calciumcarbonat 2500 mg); α-Tocopherol, gehärtetes Sojaöl, Gelatine,

Saccharose, Maisstärke, wasserfreie Citronensäure, Natriumhydrogencarbonat, Lactose-Monohydrat, Povidon K=25, Saccharin-Natrium, Natriumcyclamat, Macrogol

6000, Orangensaft-Aroma und Simethicon Emulsion, bestehend aus: Dimeticon, hochdisperses Siliciumdioxid, Methylcellulose. CalciCare ® -D3: 1 Kautablette enthält:

600 mg Calcium (als 1500 mg Calciumcarbonat), 10 μg Colecalciferol (400 I.E.); Xylitol, Mannitol (Ph. Eur.), Magnesiumstearat (Ph. Eur.) (pflanzlich), hochdisperses

Siliciumdioxid, vorverkleisterte Maisstärke, Butylhydroxytoluol (Ph. Eur.) (E 321), mittelkettige Triglyceride, Sucrose, Gelatine, modifizierte Stärke, Natrium-

Aluminiumsilikat, Tutti-Frutti-Aroma. Zulassungsinhaber: Orion Pharma GmbH, Notkestraße 9, 22607 Hamburg. Stand Oktober 2006

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