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kunst:stück Magazin | Osnabrück & Münsterland | issue 73

Ausgabe für April + Mai 2018 | Das Kunst- und Kultur Magazin im Taschenformat für die Region Osnabrück + Münsterland

. herford Von Worpswede

. herford Von Worpswede aus Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn 28. April bis 10. Juni 2018 Stiftung Ahlers Pro Arte | www.ahlers-proarte.com Wie kein zweiter Ort in Deutschland steht der Name Worpswede für den behutsamen Aufbruch der Kunst um 1900 in die Moderne: Ab 1889 schlossen sich hier die Künstler Fritz Mackensen, Hans am Ende, Otto Modersohn, Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler zu einer Künstlergruppe zusammen. Kurz vor der Jahrhundertwende kamen Paula Becker, Clara Westhoff und Ottilie Reyländer, zunächst als Schülerinnen der Worpsweder Maler, hinzu. Die Künstlerkolonie Worpswede steht dabei für die Überwindung der traditionellen akademischen Malerei durch das Malen vor der Natur. Intensiv wurden Fragen der Freilichtmalerei und der Komposition erörtert. Otto Modersohn und Paula Becker, die 1901 heirateten, arbeiteten dabei kontinuierlich an der Entwicklung neuer Bildideen. Durch ihr Pendeln zwischen Worpswede und Paris trug vor allem Paula Modersohn-Becker zwischen 1900 und ihrem frühen Tod 1907 entscheidend dazu bei, den Aufbruch der Künstler in Worpswede mit den Ideen der Pariser Moderne zu verbinden. Sie entwickelte dabei Kompositionen und Bildkonzepte von bis dahin unbekannter Kraft. Die 'Kabinettausstellung' in der Stiftung Ahlers Pro Arte führt Werke von Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn zusammen und präsentiert somit exemplarisch den Impuls, der von der Künstlerkolonie Worpswede ausging und dazu beitrug, die Epoche der Avantgarden im frühen zwanzigsten Jahrhundert einzuleiten. Die Ausstellung wird begleitet von zwei Lesungen, die die Zeit und den Geist dieses Aufbruchs anschaulich machen: 27. April 2018, 19.30 Uhr Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn. Der Briefwechsel Aus dem Briefwechsel lesen die Schauspieler Verena Güntner und Robert Levin Einführung durch Antje Modersohn, Otto- Modersohn-Museum, Fischerhude Bisher waren es nur die Gedanken von Paula Modersohn-Becker, über die man in Briefen und Tagebucheinträgen lesen konnte. Nun werden erstmals auch unveröffentlichte Briefe, Tagebucheinträge und Karten von Otto Modersohn publiziert. Damit erhält die Öffentlichkeit einen tiefen und intimen Einblick in die Gedankenwelt beider Kunstschaffenden und in das bisher häufig speku- 46 kunst:stück

. herford lativ interpretierte Eheleben, dessen Basis vor allem eine ausgeprägte Neugier und große Leidenschaft für die Kunst war. 09. Juni 2018, 19.30 Uhr Paula Modersohn-Becker und Rainer Maria Rilke. Eine Künstlerfreundschaft Vorgestellt und gelesen von Prof. Dr. Rainer Stamm, Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg und Herausgeber des Briefwechsels Die Begegnung Paula Modersohn-Beckers mit Rainer Maria Rilke gehört zu den faszinierendsten Künstlerfreundschaften des 20. Jahrhunderts. Authentischstes Zeugnis dieser nicht immer einfachen Beziehung ist der Briefwechsel zwischen der Malerin und dem Dichter, der im Winter 1900, kurz nach der ersten Begegnung, einsetzt und bis zum Tod der Malerin 1907 reicht. Ergänzt wird der Brief-Dialog durch die Gedichte Rilkes auf Paula Modersohn- Becker und das berühmte „Requiem. Für eine Freundin“, das das Werk der Künstlerin ein Jahr nach ihrem Tod noch einmal vorstellt und befragt. Anmeldung zu den Lesungen erforderlich. – – – Öffnungszeiten: Sa / So 12–17 Uhr Führungen: jeden Sa 15 Uhr Bildnachweise – oben, von links nach rechts: Otto Modersohn, Fünf Birken im Moor, Öl auf Malpappe, um 1904, Otto-Modersohn-Stiftung, Fischerhude // Paula Modersohn-Becker, Zwei Mädchen an einem Birkenstamm stehend, Öl / Tempera auf Karton, um 1902, Museen Böttcherstraße, Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen, Leihgabe aus Privatbesitz // Paula Modersohn- Becker, Baum vor Landschaft, Öl / Tempera auf Karton, um 1900, ahlers collection – unten: Paula Modersohn-Becker, Kopf eines Mädchens mit Medaillon, Öl / Tempera auf Schiefertafel, um 1902, ahlers collection Stiftung Ahlers Pro Arte Am Kindergarten 2, 32052 Herford kunst:stück 47

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