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Kultur Bayerische

Kultur Bayerische Gastlichkeit, Brauchtum und Tradition © Gasthof Herzog Maximilian 70

© Gasthof Herzog Maximilian Der Gasthof Herzog Maximilian, eine 679 Jahre alte Tafernwirtschaft in Gmund, die seit über 30 Jahren dem Verfall preisgegeben wurde, erstrahlt wieder in neuem Glanz. Und die zweite gute Nachricht: Die Wittelsbacher selbst übernehmen über ihr Herzogliches Brauhaus Tegernsee das traditionsreiche Gebäude, das ihnen einst gehörte und nach dem Herzog Max in Bayern, dem Vater der Kaiserin Sisi, benannt wurde. Mit der Eröffnung am 17. März wird ein neues Kapitel in der langen ner Stelle erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg um 1632 brannte das Gebäude nieder und wurde dann vom Kloster Tegernsee wieder aufgebaut. Historie des namhaften Gasthofs aufgeschlagen. Das Herzogliche Brauhaus Tegernsee vermeldete in einer Mitteilung: „Die Übernahme und König Max I. Joseph von Bayern ersteigerte 1822 die Tafernwirtschaft, die Renovierung des Wirtshauses sind für uns eine Verpflichtung und die auf Grund der hervorragenden Küche inzwischen den Namen „Herzog Maximilian in Bayern“ trug. 1824 wurde das Haus an Joseph und Herzensangelegenheit. So entstand im Erdgeschoss eine typische Dorfwirtschaft für jedermann und im ersten und zweiten Obergeschoss eine Franziska Obermayer verkauft. Im Jahre 1898 folgte die herzogliche Ärztegemeinschaft“. Aber nicht nur das Ambiente, auch die Küche und Güteradministration als Eigentümerin, die dann wieder an die Gmunder die Veranstaltungen sollen von bayerischer Gastlichkeit und Brauchtum geprägt sein, versprechen die neuen Wirtsleute Martina und Alois Blütezeit mit rauschenden Festen. Der Frankfurter Unternehmer Norbert Familie Glasl verkaufte. In den 1970er-Jahren erlebte das Anwesen eine Gartenleitner. Dazu gehören bayerische Traditionen wie Arden erwarb das Anwesen im Jahre 1991. Eine tatsächliche Entwicklung des Anwesens blieb allerdings zum Beispiel Stammtische, Wirtshausmusik und Versammlungen von Ortsvereinen. Dem entsprechend wurden die Innenräume des werb der Gemeinde Gmund konnten aus. Erst durch den in 2009 erfolgten Er- Maximilian umgebaut. tragfähige Konzepte entwickelt werden. Die Ten Brinke GmbH stellte 2011 Bodenständige Wirtshauskultur ein Konzept für die Sanierung und den Der große Gastraum bietet Platz für ca. Bau zweier Gebäude für Büros, Wohnungen, einen Vollsortimenter und eine 120 Gäste. Der Gastraum gliedert sich hierbei in eine klassische Bierschwemme mit Tiefgarage vor. 2014 kaufte das Herzogliche Stehbereich und ein historisches Gewölbestüberl Brauhaus Tegernsee den ehemaligen Gasthof. Im für kleinere Gesellschaften. In dem Maximiliansstüberl können Veranstaltungen bis zu 80 Personen ausgerichtet werden. Dieser Gasthofs waren eine Kernsanierung in enger Zusammenarbeit mit der Januar 2015 begann die Sanierung. Für eine Sanierung des Raum ist mit moderner Tagungstechnik ausgestattet, sodass nicht nur Denkmalschutzbehörde und ein aufwendiger Wiederaufbau erforderlich. Konferenzen, sondern auch Public-Viewing-Events oder ähnliches stattfinden können. Im Freien beherbergt ein Biergarten 100 Sitzplätze und über Brandschutz bis zur Barrierefreiheit durch einen Lift sowie neuen Das heißt, vom Boden bis zum Dach, von Elektro- und Sanitäranlagen ein lauschiges Salettl sorgt für angenehme Abendstunden. Bierleitungen. Beim Innenausbau und bei der Küche waren auch die neuen Pächter involviert. Haus mit bewegter Geschichte Das Maximilian kann auf eine traditionsreiche Geschichte zurückblicken: Gasthof Herzog Maximilian in Bayern Bereits im Jahre 1339 wurde es in Urkunden als ein Wirtsbetrieb an sei- Tegernseer Str. 3 | 83703 Gmund | Tel: +49 8022 7059377 TRENDGUIDE HOME | TEGERNSEE 71