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Sonographie und Punktion peripherer Venen - Online Supplement zum SOCRATES Kursmanual 2018

Übersicht der Möglichkeiten sonographische Punktionen von "peripheren" Venen vorzunehmen. Inkl. des neuen Verfahrens "Dragon Sign und -Prozedur" der Venen-Px mit Flexüle in LAX / IP und mit C-Mode (Erstbeschreibung). Sie dürfen alles gerne verbreiten und die Filme unter Quellenangabe nicht-kommerziell benutzen (beachte Zitieren der Quelle nach §51/63 I UrhG). Kann als pdf heruntergeladen werden. Filme bleiben aber nicht im pdf "drin" ;-(

Beschreibung Bitte

Beschreibung Bitte schauen Sie sich die bereitgestellten Clips 1-3 an. Klinischer Kontext zu Clip 1: Z.n. IV-Drogenabusus, elektive Anästhesie für Handchirurgie. Vor-OPs mit 6-maligem erfolglosen Versuchen für einen peripheren Zugang bei ambulantem Eingriff. In der Voruntersuchung durch Helfer waren keine Venen sicht- oder tastbar. Klinische Frage I Punktierbare Venen peripher vorhanden? Klinische Antwort I Es konnte eine oberflächliche Vene abgegrenzt werden, die bei Stauung im Durchmesser >3 mm war und

= „Colorbox“ maximal vergrößert. Empfindlichkeit mittel. Der Schallkopf wird aufgesetzt (Verlauf in Abb. 1 a-d). a) Die Zielvene wird in der langen Achse (LAX) dargestellt, Anheben des Schallkopfes vor dem Einstich (Clip 1b), Nadel wird dadurch besser unter dem Schallkopf durch die Haut eingestochen. Nach Einstich Nadeldarstellung in LAX und Nadelführung IP. Vorschub bis zur anterioren Venenwand. b) Die anteriore Venenwand wird unter direkter Beobachtung „im Monitor" durchstochen. c) „Dragon Procedure“: Der Stempel der NaCl-gefüllten Spritze wird kurz angetippt, so dass die Verwirbelung des Injektats direkt beobachtet werden kann (das macht echt Spass!). Die Ausbreitung (Flush) zeigt sich entlang des Venenverlaufs. Oberhalb der Venenwand wird kein Bewegungssignal beobachtet. Das ist das „Drachen-zeichen“ (dragon sign), weil es an einen Feuerspeienden Drachen aus der Fabelwelt erinnert. Die Signalgebung ist etwas großzügig und übersteuert. Es kann dennoch sicher von einer intravasalen Lage der Nadel ausgegangen werden. Weil so interessant, wird nochmal kurz auf den Stempel gedrückt (!), Rückzug der Nadel, Verweilschlauch verbleibt sichtbar in Vene. d) Zuletzt wird durch kurzen Druck auf den Stempel der Spritze dokumentiert, dass der Verweilschlauch eindeutig intravasal in der Vene liegt. Daher kann die Venüle sofort, ohne weitere Tests, sicher benutzt werden! Worin liegen die „Tricks“? - Key points für die LAX / IP-Nadelführungstechnik Prozedur I Durch Anheben des Schallkopfes gelingt die Darstellung der Nadel früher und besser (Clip 1b); ggf. Vor-Punktion der Haut, ggf. Lokalanästhesie (insbesondere bei V. jug. externa); Greifen der Spritze mit Flexüle von oben und gleichzeitiges Festhalten der Flügel mit den Endgliedern der Zeige- und Mittelfinger; bei Nadelpunktion hilft der flache Einstichwinkel; durch den C-Mode wird das Injektat leichter sichtbar. Man braucht mit derm C-Mode garnicht zu aspirieren und muss dadurch nicht regelmäßig auf die Spritze schauen (kein Auge - Handling Konflikt), hat mehrfache Kontrolle zur Frage ob noch sicher intravasal. Eine extravasale Lage würde angezeigt, wenn kein C-Mode Signal entlang der Vene, sondern nur punktuell an anderer Stelle beobachtet würde (Clips 3 a, b). Charakter I Etwas Geduld (Vorbereitung bis einschliesslich Fixieren, ca. 60-180 Sekunden). Ergonomie I Stabile eigene Sitzposition und stabile Auflage der eigenen Unterarme. Unterschiede zum Verfahren ohne Sonographie Vorteile I Man beobachtet auf dem Ultraschallbildschirm genau das, was man bisher nie sehen konnte, nämlich alles, was unter der Haut passiert: Nadelvorschub, Lage der Nadel, Einstechen der Nadel in die Vene, Bewegungsflussignal der Blut-NaCl Vermengung, Lage Plastikschlauch in Vene. Statt des Blutrückflusses (oder der Blutaspiration) wird das Bewegungssignal der Blut-NaCl Vermengung beobachtet und beurteilt. Das ginge auch ohne C-Mode, ist aber mit C-Mode Breitkreutz, R (2018), SonoABCD Online Supplement z. SOCRATES Manual Seite 3

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