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Sonographie und Punktion peripherer Venen - Online Supplement zum SOCRATES Kursmanual 2018

Übersicht der Möglichkeiten sonographische Punktionen von "peripheren" Venen vorzunehmen. Inkl. des neuen Verfahrens "Dragon Sign und -Prozedur" der Venen-Px mit Flexüle in LAX / IP und mit C-Mode (Erstbeschreibung). Sie dürfen alles gerne verbreiten und die Filme unter Quellenangabe nicht-kommerziell benutzen (beachte Zitieren der Quelle nach §51/63 I UrhG). Kann als pdf heruntergeladen werden. Filme bleiben aber nicht im pdf "drin" ;-(

sensitiver

sensitiver und sieht wesentlich überzeugender im C-Mode aus. Beachte, dass bei dem Verfahren ohne Ultraschall ein gelegentliches Problem ist, dass zwar Blut zurückfliesst, aber der Katheter dennoch paravasal „landet“, was meist durch verbogene Schläuche nach Abbruch und Herausziehen gesehen wurde. Auch eine Probeinjektion (wird es „dick“ oder nicht?) kann entfallen. Durch Injektion und Nachweis des positiven C-Mode Signals kann die intravasale Lage immer beobachtet werden und eine paravasale Lage früher gesehen oder ausgeschlossen werden. Auf „sichere“ und unsichere Zeichen der intravasalen Lagebeurteilung kann verzichtet werden: Die Beobachtung des Rückfluss von Blut in den Infusionsschlauch oder Aspiration von Blut (geht eh nicht mehr, wegen Rückschlagventilen) und Beobachtung „wird „nicht dick“ können entfallen. Eignet sich für alle Venen bei Kombi LAX / IP. Alternative Methode, wenn nichts mehr geht, bevor invasiver (ZVK, intraossär) gehandelt würde. Die Dragon-Prozedur könnte auch ohne Spritzenaufsatz im B-Mode erfolgen. Das führt aber zur Schwierigkeit des Auge - Handling Konflikts: Das Auge ist ja permanent am Monitor, man muss aber auch regelmäßig versuchen durch Blick auf den Situs, den Augenblick des ersten Blutrückfluss zu beobachten (das ginge besser mit einem Helfer). Man gewinnt Zeit mit Hilfe der Sonographie, wenn man sich Zeit für den Einsatz der Methode nimmt, da bei der blinden Technik ohne Sonographie, gerade im Problemfall bei „schwierigen Venenverhältnissen“ Zeit verloren wird, weil man länger weiter „blind“ Px- Versuche unternimmt. Hygiene - Es könnte einen Vorteil bedeuten, dass die Lagekontrolle per Injektion und nicht per Blutrückfluss geprüft würde, da Blut als Nährboden für Infektionen somit auch vor dem Anlegen des Verbands / vor Anschluss des Infusionssystems / Dreiwegehahn vermieden würde. Diese Überlegung wäre in wissenschaftlichen Untersuchungen zu prüfen. Das Verfahren eignet sich für nicht-ärztliches Personal. Im Speziellen kann es für die diagnostische Überprüfung der Katheterlage dienen, wenn kein Blut aspriabel ist. Klinische Frage: Liegt der Zugang noch intravasal? Nachteile I Erfordernis Sonogerät und C-Mode, etwas Training (für „Alignment“ LAX Vene und LAX Nadel bei IP-Px-Technik); Der Zeitbedarf, weil ja meist bei einem Problem gehandelt wird; Das Verfahren eignet sich für dringliche Szenarien, wo ca. 2-4 Minuten Zeit für den trainierten Arzt Zeit, aber nicht für sofortige Lösungen (z.B. CPR). Wie lange dauert das Mehrfachpunktieren mehrerer Personen auf einem Menschen gleichzeitig?; Relativ mehr Vorbereitungsaufwand (Spritzenaufsatz). Die Anwendung des Verfahrens kann „süchtig“ machen; Man könnte vergessen, dass es sich um einen Menschen handelt, wenn man sich auf die Prozedur konzentriert. Trainingsaufwand I Je nach „Begabung“ Training der Nadelführung und „Alignment“ ca. 5-20 Versuche am Phantom. Beim Menschen mit sichtbaren Venen könnten bis zu 10 Versuche ausreichen. Beider Verfahren (SAX / OOP und LAX / IP in B-/C-Mode) sollten trainiert werden. Der Clip 1b zeigt die „Dragon Prozedur“ eines anderen Patienten, um das Voruntersuchen und das Anheben des Schallkopfes vor dem Einstich und Nähe von Nadel zu Schallkopf zu Breitkreutz, R (2018), SonoABCD Online Supplement z. SOCRATES Manual Seite 4

illustrieren, so dass man die Nadel früher im Sonogramm sieht. Angedeutet ist hier auch der Vorteil einer obliquen Punktionstechnik und Vorteil, wenn der Venenverlauf aus der Tiefe zur Oberfläche führt. Vergleich zu B-Mode LAX / IP (gleicher Clip 1 ohne C-Mode) (Clip 2_Ellenbogenvene_B-Mode_LAX_Px IP) Anmerkung: Blutfluss („Erythrozytenrauschen“) und die 3 Injektionen von NaCl sind im B-Mode (Clip 2) auch beobachtbar. C-Mode (Clip 1) ist dagegen sensitiver und informativer. Zum Vergleich: Paravasal (Stiche, Injektion), B- und C-Mode (Clip 3a, b_Ellenbogenvene_B-/C-Mode_LAX_Px_IP_zunächst extravasale Px dann paravasale Injektion) Breitkreutz, R (2018), SonoABCD Online Supplement z. SOCRATES Manual Seite 5

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