Küchenplaner Ausgabe 3/4 2018

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Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten.

Achtmal jährlich werden mehr als 6.000 Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und in der Küchenindustrie angesprochen.

Mit anerkannt hoher fachlicher Kompetenz informiert KÜCHENPLANER über aktuelle Küchentrends, Küchenplanung, Küchenmöbel, Produktneuheiten, Zubehör, Hausgeräte, sowie über Markt, Menschen und Events in der Küchenszene. KÜCHENPLANER ist Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK)“.

Kontakt Redaktion:
Dirk Biermann | d.biermann@strobel-verlag.de

Kontakt Anzeigen:
Stefan Schütte | s.schuette@strobel-verlag.de

www.kuechenplaner-magazin.de

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Ausgabe 3 / 4 / 2018

STROBEL VERLAG

AMK –

Branchentreff

in Mannheim

▶ 6

Eurocucina –

Küche gucken

in Mailand

▶ 16

Spülen + Armaturen –

Zubehör

mit Mehrwert

▶ 62


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Impulse/Ansichten

Einfach weiteratmen

Von Dirk Biermann

Zahlen sind nützlich, um komplexe wirt schaftliche

Zusammenhänge darzustellen. Doch meist

wird eine Größe herausgegriffen und weitere

Kennzahlen bleiben außen vor. Im Rampenlicht

steht bevorzugt der Umsatz. Das kann in diesen

Tagen in die Irre führen.

Von den vielen flotten Zitaten der AMK-Mitgliederversammlung

gefallen mir diese beiden mit am besten: „Es war

ein durchwachsenes Jahr für eine erfolgsverwöhnte Branche.“

und „Ich sehe das Inland nicht negativ.“ Das erste kommt von Dr.

Oliver Streit, das zweite von Werner Heilos. Beide sind AMK-Vorstandsmitglieder.

Beim Branchentreff in Mannheim wurde natürlich viel über

das Jahr 2017 geredet. Diesmal stiftete der Blick auf die Zahlen

von gestern jedoch ein gewisses Maß an Verwirrung. Vor allem,

wenn er isoliert praktiziert wird.

Die Küchenmöbelindustrie hat im vergangenen Jahr fast 4 %

Umsatz verloren. Genau sind es laut VdDK 3,85 %. Dem Beobachter

stockt der Atem, und er ist gleichzeitig irritiert, überschlagen

sich die mengenführenden Anbieter der Zunft doch

derzeit geradezu mit ihren Erfolgsmeldungen. Ob nobilia,

Häcker oder Schüller. Alle sind 2017 erneut gewachsen und konnten

selbst im Inland noch dazugewinnen. Stets über Branchenschnitt.

Bei Nolte und Bauformat dürfte die Lage ähnlich sein,

und auch auskunftsbereite mittelständische Anbieter wie Leicht,

Ballerina oder Rotpunkt Küchen melden Zuwächse. Wer bleibt

dann überhaupt noch, dass der Küchenmöbelmarkt in Gänze fast

4 % einbüßen kann?

Richtig: Die Unternehmen, die keinen Umsatz mehr melden,

weil es keinen gibt. Die Insolvenzen der Alno-Gruppe sowie von

zeyko, Allmilmö, Nolff und Nieburg bringen die Statistiken für

2017 an die Grenze der Aussagekraft. Wer sich dennoch allein

auf den Umsatz als alleinige Größe zur Beurteilung der Lage beruft,

begibt sich auf wackeliges Geläuf und spürt eine Krise, die

es in dieser Tragweite gar nicht gibt. Und wenn es sie gibt, dann

betrifft sie eher die Küchenmöbelhersteller und weniger die

Küchen industrie an sich. Die verdient nämlich recht ordentlich.

Natürlich: Vor allem der Produktionsstopp bei Alno ab Mitte

September hat gehörige Turbulenzen verursacht; vor allem bei

den Zulieferern des Küchenmöbelherstellers, der einst für einen

Marktanteil von bis zu 16 % gut gewesen sein soll. Der Alno-Wettbewerb

war zwar schnell zur Stelle beim Füllen des Vakuums,

doch der gesamte Kuchen konnte nicht so mir nichts dir nichts

neu verteilt werden. Dafür fehlen schlicht die Kapazitäten, die

gerade erst geschaffen werden. Und so vermutet mancher mit

schwarzem Humor: Die Alno-Pleite zwei Jahre später hätte

niemand im Markt gemerkt. Und auch an der Statistik wäre sie

wohl spurlos vorüber gegangen.

Doch nun kämpft die Branche mit diesen „Minus 3,85 % der

Küchenmöbler“ und lässt weitere Informationen elegant außen

vor. Zum Beispiel, dass der Handel im Jahr 2017 mit Küchen sogar

0,6 % gewonnen hat. Das ist nicht happig, aber immerhin.

Dank des Rechenschaftsberichts der AMK ist auch diese Zahl publik.

Ebenso, dass der Durchschnittspreis pro Küche in Deutschland

im Jahr 2000 etwas über 3000 Euro lag und heute an der

7000- Euro-Marke kratzt, und dass 50 % aller Küchen hierzulande

in der Preisklasse über 10 000 Euro verkauft werden.

Der Markt in Deutschland ist sicher sehr viel gesättigter als

jener in den Regionen zwischen Peking und Shanghai, ihn

zum Krisenherd zu erklären, geht aber an der Wirklichkeit

vorbei. Zumal die Branche seit acht Jahren ununterbrochen auf

der Erfolgswelle schwimmt. Welcher andere Wirtschaftszweig

schafft das schon?

O.K. – außer der Autoindustrie. Die kriegt es sogar hin, aus

nachweislich betrügerischen Machenschaften Kapital zu

schlagen, weil Millionen Diesel-Fahrer ängstlich geworden sind

und gedanklich lieber in einen Benziner investieren wollen, anstatt

die Küche neu planen zu lassen. Diese Zurückhaltung wird

der Küchenbranche 2017 manchen Euro gekostet haben.

Und noch ein Zitat von der AMK-Versammlung steht im Reporterblock.

Das Urheberrecht liegt wieder bei Dr. Oliver Streit:

„Der Küchenmöbel-Gesamtmarkt hat 2017 deutlich ausgeatmet.“

Ein schönes Bild, setzen wir es doch fort: . . . und einfach weiteratmen!

meinemeinung@kuechenplaner-magazin.de

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3/4/2018 KÜCHENPLANER 3


Inhalt

Foto: Biermann

Foto: Blanco

6 62

Tritt in die nicht eben kleinen Fußstapfen von Kirk Mangels

als neuer AMK-Geschäftsführer: Volker Irle (Foto). Seinen

ersten Auftritt vor der AMK-Familie meisterte er souverän.

Küchen werden über Emotionen verkauft. Und oft sind es

die scheinbar unbedeutenden Dinge, die dabei überzeugen.

Zum Beispiel das Zubehör rund um die Spüle.

Küchenverbände

6 AMK-JHV: Wie immer und doch ganz anders

26 Küchenring: Ideen und Konzepte für den Fachhandel

31 Meldungen; Tischler im KREIS-Netzwerk begrüßt

Messe

16 Eurocucina: Zum Küche gucken nach Mailand

20 LivingKitchen: Im Wechselbad der Gefühle

22 küchenwohntrends: Messe mal anders

Küchendesign

32 Die Sieger-Planungen des LEICHT-Awards

52 Preisverleihung in Frankfurt: KüchenInnovationen 2018

Markt + Menschen

40 nobilia: Der Export gibt den Takt an; Neubau in Saarlouis

44 Schüller wächst über dem Branchenschnitt

46 Ermittlungen gegen ehemalige Alno-Manager

48 BSH auf dem Weg zum Hardware+-Unternehmen

52 Personalien

60 Premiere in der Küchenbranche: KitchenCamp am 6. Juni

Hausgeräte

58 Immer mehr Geräte hören aufs Wort

Spülen + Armaturen

62 Zubehör: Mehrwert in der Spülenvermarktung

72 systemceram: Bad-Keramik für Küchenspezialisten

74 Kreative Leichtgewichte: Ideen für die Küchennische

Foto: Blanco

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76 ZOW: Zurück an die Werkbank

80 Das Möbel sieht schwarz – Impressionen von der ZOW

88 25 Jahre Eggerzum: Materialien verschmelzen

92 Blum: Sicherer Halt in dünnen Möbelfronten

94 40 Jahre TCP: Spezialist für grafische Computerplanung

Diverses

3 Ansichten: Einfach weiteratmen

98 Partner des Fachhandels

99 Impressum

4 KÜCHENPLANER 3/4/2018


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Küchenverbände

AMK-Mitgliederversammlung

Wie immer und doch ganz anders

Marktzahlen, Analysen, Entwicklungen und Berichte aus der Praxis – im Grunde

war es wie immer bei der Mitgliederversammlung der AMK. Wie immer hochgradig

interessant, informativ und gesellig. Und gleichzeitig war es ganz anders. Denn es

galt Abschied zu nehmen. Und das in unterschiedlicher Intensität gleich zweifach.

„Ein durchwachsenes

Jahr

für eine erfolgsverwöhnte

Branche.“ Vorstandssprecher

Dr. Oliver Streit

(Foto) weiß, wie

man einen Rechenschaftsbericht

unterhaltsam

vorträgt.

Am 20. Februar, also exakt einen Monat vor der Mitgliederversammlung

in Mannheim, starb der langjährige

Geschäftsführer Hans-Joachim Adler. Er wurde 72

Jahre alt. Adler hat die AMK über fast zwei Jahrzehnte

entscheidend geprägt und Dinge initiiert, die dem Verband

heute sein unverwechselbares Gesicht geben und

ihn so wertvoll machen für die Branche. Bevor sich die

von Zahlen getriebene Tagesordnung nüchtern zu Wort

melden konnte, nahm sich Vorstandssprecher Roland

Hagenbucher deshalb die gebührende Zeit, an Hajo

Adler zu erinnern und an manche Meilensteine seines

Wirkens. Von denen gab es einige: „Wenn die Küche

heute den Stellenwert des Wohnzimmers eingenommen

hat, dann ist das sein Erfolg“, fasste Hagen bucher

die besonderen Verdienste Adlers zusammen und fuhr

fort: „Er schuf den Tag der Küche, und auch die Living-

Kitchen würde es ohne sein Engagement nicht geben.“

Gleichzeitig erinnerte Roland Hagenbucher an den

Menschen Hans-Joachim Adler: „Er war ein Macher,

Moderator, Mediator und exzellenter Ratgeber; ein großer

Netzwerker mit Herzblut für die Küche und ein

Mensch mit einem großen Herz für die Schwachen der

Gesellschaft.“ Viele Wegbegleiter Adlers werden die

Worte Hagenbuchers nachempfunden haben. „Unsere

Erinnerungen“, so der AMK-Sprecher abschließend,

„sind von Wertschätzung und Dankbarkeit geprägt.“

„Respekt, Herr Mangels“

Und noch ein Abschied bestimmte den Branchentreff

in diesem Jahr. Wenngleich deutlich weniger bedeutungsvoll

als der endgültige Abschied von Hajo Adler,

und doch war auch dieses „Tschüss sagen“ durchaus

von Wehmut begleitet. Nach etwas mehr als vier Jahren

als Geschäftsführer wird Kirk Mangels die AMK

Ende April verlassen und zum MHK-Verbund nach

Dreieich wechseln. Dort übernimmt er Vorstandsverantwortung

für die Bereiche Marketing und Kommunikation.

Mangels letzter Arbeitstag in der Geschäftsstelle

in Mannheim war am 20. März zwar noch nicht

unmittelbar in Sicht, dennoch nutzte der Vorstand die

Bühne der Mitgliederversammlung, um sich öffentlich

vom scheidenden Geschäftsführer zu verabschieden

und ihm für eine erfolgreiche Arbeit zu danken. Diese

Aufgabe übernahm wiederum Roland Hagenbucher:

„Respekt, Herr Mangels, das ist überraschend ordentlich“,

kommentierte der Vorstandssprecher mit gewollt

scheinendem Understatement den aktuellen Höchststand

der Mitgliederzahl. 143 Unternehmen haben sich

inzwischen unter dem AMK-Dach versammelt – angesichts

einer ausgesprochen turbulenten jüngeren Vergangenheit

in der Küchenbranche mit zahlreichen Insolvenzen

im Jahr 2017 sei dies „eine bemerkenswerte

Entwicklung“. Und die basiere maßgeblich auf der Arbeit

des Teams der Geschäftsstelle unter Führung von

Kirk Mangels.

Hagenbucher verabschiedete Mangels mit wertschätzenden

Worten. Unter anderem sagte er: „Sie haben

die großen Fußstapfen, die Frank Hüther vor vier

Jahren hinterlassen hat, noch etwas geweitet.“ Angesichts

der anerkannt wegweisenden Arbeit Frank

Hüthers für die AMK kommen diese Worte einer Würdigung

mit Sternchen gleich. Von den Teilnehmern der

Mitgliederversammlung erhielt Kirk Mangels lang anhaltenden

Applaus.

Souveräne Premiere

Aufmerksam verfolgt wurde von der versammelten

AMK-Familie zudem der erste Auftritt von Volker

Irle. Seine Premiere meisterte der Nachfolger von Kirk

Mangels ausgesprochen souverän. Sympathisch und

mit Sachverstand stellte sich Irle den Mitgliedern vor

und skizzierte während der Mitgliederversammlung

in seinem Referat die Arbeit einer neu gegründeten

AMK-Projektgruppe, die sich sehr grundlegend mit der

„Küche der Zukunft“ beschäftigt – aus Perspektive des

Endkunden, des Handels, der Industrie und des Produkts.

Die „Küche der Zukunft“ ist ein beliebtes Thema,

wird aber meist oberflächlich auf „Technologien der

Zukunft“ reduziert. Die absehbaren Technologiesprünge

will zwar auch die nun begonnene AMK-Analyse

berücksichtigen, doch darüber hinaus wollen die Akteure

einige Schritte weitergehen. „Wie lauten die Bedürfnisse

der Küchennutzer heute und morgen?“, formulierte

Volker Irle die Kernüberlegung und ergänzte

6 KÜCHENPLANER 3/4/2018


weitere konkrete und praxisorientierte Ausgangsfragen:

• Was sind die relevanten Treiber der Nachfrage und

wie ändern sich diese in der Zukunft?

• Wie verändern sich die Lebensgewohnheiten und

welche Auswirkungen haben diese auf die Treiber

der Nachfrage?

• Was sind die übergeordneten Bedürfnis- und Entscheidungsparameter

beim Küchenkauf (Marke,

Budget, Küchenhändler, Vertriebskanal)?

• Wie sind die Entscheidungsprozesse der Kunden im

Küchenkauf?

• Welche Informationswege wählt der Kunde über

den Prozess des Küchenkaufs?

• Welche Erwartungen bestehen an die unterschiedlichen

Handelsformen und Vertriebskanäle?

Die Arbeit des Projektteams soll darin münden, eine

Antwort auf die letztlich alles entscheidende Frage zu

finden: „Was bedeutet das alles für Handel, Industrie,

Kundenbeziehungen und die Entwicklung des Produkts?“

Wahrscheinlich werden es mehrere werden.

Details zum beruflichen Hintergrund des neuen

AMK-Geschäftsführer Volker Irle lesen Sie in der Rubrik

„Markt+Menschen“ auf Seite 52 in dieser Ausgabe.

Verzerrungen durch den Alno-Effekt

Von der Zukunft der Küche zurück in die jüngere

Vergangenheit. Ein Kernpunkt der AMK-Mitgliederversammlungen

ist stets der Rechenschaftsbericht des

Vorstands für das abgelaufene Jahr. Dieser wurde erneut

von Dr. Oliver Streit vorgetragen. Dessen Ausführungen

ähnelten denen des Vorjahres in weiten Teilen,

wenn auch mit entscheidenden Abweichungen im Ergebnis.

Denn grundsätzlich sind die wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen rund um Konsumklima, Anschaffungsneigung

und Arbeitsplatzsicherung nach

wie vor top. In Deutschland und Europa und von Ausnahmen

abgesehen sogar weltweit. Und doch sei 2017

ein durchwachsenes Jahr für die Küchenbranche gewesen,

resümierte der AMK-Sprecher. Besonders für die

Industrie, noch konkreter für die Küchenmöbelhersteller.

So meldeten die Unternehmen dieser Produktgattung

ein Gesamtminus von knapp 4 %,

wobei hauptsächlich der Inlandsmarkt deutlich

nachgegeben habe. „Aller dings haben

wir es erstmals nicht geschafft,

den Rückgang im Inland durch

den Export auszugleichen“, resümierte Dr. Streit und

sprach von einem „Export auf Null-Linie“.

Zurückzuführen seien die statistischen Rückgänge

„in wesentlichen Teilen“ auf den Alno-Effekt und

auf die Auswirkungen der weiteren Insolvenzen im

vergangenen Jahr. Küchenmöbelhersteller Alno war

mit seinen Marken zuletzt immer noch für mehr als

400 Mio. Euro Umsatz gut. Der Produktionsstopp Mitte

September 2017 habe zu Verwerfungen geführt, die

von anderen Marktteilnehmern nicht umgehend ausgeglichen

werden konnten und die sich noch heute zum

Beispiel durch erheblich verlängerte Lieferzeiten ausdrücken.

Das bringt auch die Statistiken an ihre Grenzen.

Zudem gab es neben der Pleite der Unternehmen

der Alno-Gruppe die Insolvenzen von Nieburg, zeyko,

Allmilmö und Nolff – und damit in der Summe mehr

als 500 Mio. Euro vorübergehend verwaisten Jahresumsatz.

Dass ein Großteil davon längst neu aufgeteilt

ist, spricht für die Leistungskraft insbesondere der

führenden Hersteller im Markt.

Vorstandssprecher Dr. Streit beschränkte sich bei

dieser Zahlenbilanz aber nicht allein auf die Sicht der

Küchenmöbelindustrie, sondern zeichnete ein vollständiges

Bild der Lage mit weiteren aussagekräftigen

Zahlen. Denn während die Küchenmöbelindustrie

als Ganzes vor allem im Inland

statistische und

reale Federn lassen

musste, stiegen die

Handels umsätze

mit dem Produkt

Küche in

Deutschland um

0,6 %. Der Durchschnittspreis

pro

Küchenkommissi-

Fotos: Biermann

Wehmütige Momente

gab es bei der Mitgliederversammlung

der AMK in Mannheim

auch, dennoch überwog die

gute und gelöste Stimmung. Vorstandssprecher

Roland Hagenbucher (Foto) trug seinen Teil dazu bei.

3/4/2018 KÜCHENPLANER 7


Küchenverbände

on liegt aktuell bei annähernd 7000 Euro. „Wir haben

ein deutliches Trading-up unseres Produkts“, sagte Dr.

Streit mit Blick auf den seit vielen Jahren beständig

steigenden Wertzuwachs.

Tritt in die nicht eben kleinen Fußstapfen von Kirk Mangels als neuer AMK-

Geschäftsführer: Volker Irle. Seinen ersten Auftritt im Kreis der AMK-Familie

meisterte er souverän und ließ damit etliche Mitglieder von einem

„nahtlosen Übergang“ sprechen.

Es ist schon Tradition – und eine schöne dazu: Zum Abschluss der Mitgliederversammlung

bedanken sich die AMK-Vorstände bei den Mitarbeiterinnen

der Geschäftsstelle mit einem Blumenstrauß für die gelungene und

angenehme Organisation (Foto von links): Irina Darian, Tanja Müller, Miriam

Hoffmann und Richarda Burré. Im Hintergrund applaudiert Geschäftsführer

Kirk Mangels.

„Klagen auf extrem hohem Niveau“

„Es war ein durchwachsenes Jahr für eine erfolgsverwöhnte

Branche“, lautete Dr. Streits Fazit und

sprach branchenselbstkritisch von einem „Klagen auf

extrem hohem Niveau“. Also doch alles gut? Dr. Streit

beherrscht ganz offensichtlich die Kunst der differenzierten

Analyse, in einer allzu ausgeprägten Blauäugigkeit

droht er aber dennoch nicht verloren zu gehen. Der

Aufstieg populistischer Parteien und die damit verbundenen

Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft,

der in Gang gebrachte Brexit sowie der neu aufflammende

Protektionismus mit drohenden Handelskriegen

seien Themen, mit denen sich die exportorientierte

Küchenbranche und damit die AMK auseinanderzusetzen

haben. Die brancheninternen Veränderungen rund

um die genannten Firmeninsolvenzen nannte er „dramatisch“:

„Daran werden wir auch 2018 weiter arbeiten“.

Aber zum Glück unter zumeist weiterhin stabilen

Rahmenbedingungen – lediglich die für die Branche

so wichtigen Genehmigungszahlen im Wohnungsbau

schwächelten zuletzt und reduzierten sich im vergangenen

Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 27 300 auf

nun 348 100 (beachten Sie dazu bitte auch den Beitrag

auf den Seiten 38/39 in dieser Ausgabe).

Mission Zuversicht

Unter den wichtigen Branchenthemen sind die Diskussionen

um die Küchenmesse LivingKitchen traditionell

besonders emotional gefärbt. Wie schnell die

Stimmung umschlagen kann, erlebten Matthias Pollmann

und Bernd Sanden als Vertreter der Koelnmesse.

Kaum ein Jahr zuvor konnte der damalige Möbelund

Küchenchef Arne Petersen an gleicher Stelle eine

vom AMK-Vorstand einvernehmlich formulierte Aussage

entgegennehmen. Diese lautete: „Die Living Kitchen

2017 war eine sehr gute Messe und ein weiterer Schritt

in Richtung internationale Küchen-Leitmesse in

Deutschland“. Zwar wurden auch damals schon „mehr

internationale Aussteller und Besucher“ angemahnt,

doch unter dem Strich fanden vor Jahresfrist alle Redner

ganz offiziell viele lobende Worte für die Kölner Küchenmesse.

Die blieben in diesem Jahr weitgehend aus

– von einem Kurz-Statement von Geschäftsführer Kirk

Mangels abgesehen.

Tatsächlich ist die Diskussion im Markt um die

Living Kitchen wieder voll auf Touren gekommen. Initialzündung

dafür waren die Absagen für 2019 der BSH-

Marken sowie von Häcker und Miele. Um allein die

prominentesten Namen mit besonderer Sogwirkung

zu nennen. Alle drei Unternehmen sind personell im

AMK-Vorstand vertreten, was die Zurückhaltung des

Gremiums in Sachen Bedeutung der LivingKitchen für

die deutsche Küchenindustrie erklärt.

Nicht-Teilnahmen wie diese nagen sicherlich am

Fundament einer Veranstaltung, die für sich in Anspruch

nimmt, eine internationale Leitmesse zu sein,

und so waren die Messemanager mit ihrer „Mission

Zuversicht“ nicht zu beneiden. Dabei hatten Matthias

Pollmann, Bereichsleiter Möbel, und Bernd Sanden,

Projektleiter LivingKitchen, neben interessantem inhaltlichen

Input konkrete Erfolgsberichte mit nach

Mannheim gebracht: 135 Unternehmen aus der Küchenbranche

haben sich für die LivingKitchen 2019 bereits

angemeldet, darunter so klangvolle Namen wie

nobilia, Schüller, Ballerina, Alno, Blanco, berbel und

Bora. „Damit haben wir einen höheren Buchungsstand

als zum vergleichbaren Zeitpunkt vor zwei Jahren für

die LivingKitchen 2017“, berichtete Matthias Pollmann.

Inhaltlich betrachtet wird es auf der LivingKitchen

2019 neben den reinen Produkt- und Neuheitenschauen

8 KÜCHENPLANER 3/4/2018


CARGO SYNCHRO

ABFALLTRENNSYSTEME

PERFEKT SYNCHRONISIERT

Zum öffentlichen Abschied als Geschäftsführer der AMK gab

es für Kirk Mangels (Foto) viel Wertschätzung, Applaus und

einen farbenfrohen Blumenstrauß.

ebenfalls um das Themengebiet der „Küche der Zukunft“ gehen.

Mit neuen Akzente wolle man Lust auf Küche machen,

erläuterte Bernd Sanden. Dafür werden mögliche Zukunftsszenarien

bezüglich Technologien, Design und Ernährung

in Szene gesetzt, und ein Foodmarket soll weitere Endverbraucher

zu einem Messebesuch inspirieren. Wie schon in

den Vorjahren sind wieder die Hallen 4.1, 4.2 und 5.2 für die

Küchenaussteller reserviert. Drumherum findet die Einrichtungsmesse

imm cologne statt. Für das Fachpublikum ist die

Messe von Montag bis Sonntag (14. - 20. Januar 2019) geöffnet,

private Kunden können sich parallel von Freitag bis Sonntag

über die die Trends und Entwicklungen informieren und

sich der Lust am Kochen und am Genuss hingeben.

Werben um internationale Gäste

Mit einer umfangreichen internationalen Kommunikations-

und Werbekampagne will die Koelnmesse in den kommenden

Monaten die Internationalität der Veranstaltung

weiter erhöhen. Das ist der Auftrag, und der soll erfüllt werden.

Gefeilt wird zudem an Instrumenten, die Ausstellern

ein „besseres Wissen über potenzielle Besucher“ verschaffen

sollen, unter anderem durch die Daten, die durch Online-Registrierungen

gewonnen werden.

Das erwähnte Messe-Statement vom noch amtierenden

Geschäftsführer Kirk Mangels war übrigens überaus deutlich:

„Keine Leitmesse im eigenen Land zu haben, beschädigt

auch unser Image als weltweit führende Nation der Küchen-

3/4/2018

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Küchenverbände

Export ist Trumpf

Bei einer Branche mit einem Exportanteil von

mehr als 40 % ist es grundsätzlich sinnvoll, in Rückschauen

und Prognosen über die Landesgrenzen hinauszuschauen.

Das machte Dr. Oliver Streit in seinem

Rechenschaftsbericht des Vorstandes, das machten

Werner Heilos als Gruppensprecher der AMK-Arbeitsgruppe

„Internationalisierung“, das machte naturgemäß

Hongyi Cai, Geschäftsführer der AMK China,

und das machte VdDK-Hauptgeschäftsführer Dr.

Lucas Heumann, der seit Jahren unermüdlich für weitere

Exportaktivitäten wirbt. Weil weiteres Wachstum

nun mal bevorzugt in den Märkten außerhalb des Heimatmarkts

zu erwirtschaften sei. Deutschland und

Kerneuropa seien gesättigte Märkte bzw. nahe dran.

Allerdings warb Vorstandsmitglied Werner Heilos ergänzend

zu dieser Ansicht für ein „das Eine tun und

das Andere nicht lassen“. Sprich: Die Exportaktivitäten

auszubauen und parallel die auf hohem Niveau befindliche

Wertvermarktung im Inland weiter zu stärken.

Schließlich werden in Deutschland 50 % aller Küchen

zu einem Preis von über 10 000 Euro verkauft, wie Dr.

Streit erläuterte. Von solchen Kommissionswerten sind

Kunden in anderen Märkten oft noch so entfernt wie

die SPD von der absoluten Mehrheit.

Dr. Heumann lenkte in seinem Referat den Blick

abschließend auf die aktuelle Marktlage. In den Exportmärkten

Frankreich und Niederlande sei diese

sehr positiv, hingegen sehe es in Österreich und den

USA verhaltener aus. Dr. Heumann: „Auch der Export

ist kritisch zu sehen, wird auf Dauer aber mehr

Wachstum bieten als der Inlandsmarkt. Nur mit einem

starken Export können wir unsere Position halten.“

Die Importe nach Deutschland sind nach wie vor unbedeutend

und bewegen sich laut Dr. Heumann bei unter

drei Prozent.

Von der Leinwand abfotografiert: die Veröffentlichungen der AMK-Pressearbeit

sind mit Geld kaum aufzuwiegen. Hinzu kommt eine weitere enor me

Reichweite durch Fernseh- und Radiointerviews sowie durch nicht mehr

zählbare Online-Veröffentlichungen.

industrie. In China zum Beispiel hat man dafür überhaupt

kein Verständnis.“

Splitter und Zitate

Die Mitgliederversammlung 2018 der Arbeitsgemeinschaft

Die Moderne Küche e.V. war intensiv wie

immer und publikumswirksam wie nie. Sowohl der

Branchenabend mit 218 Gästen als auch die Vereinsmitgliederversammlung

mit 181 Anwesenden stellten

neue Rekordmarken auf. Ebenfalls einen Höchststand

weist die Mitgliederstatistik aus: 143 Unternehmen der

Küchenbranche gehören dem Branchenverband jetzt

an. Dazu zählen Küchenmöbelhersteller, Hausgeräteproduzenten,

Zubehöranbieter, Handelsverbände und

Dienstleister. Zahlreiche Mitarbeiter dieser Unternehmen

engagieren sich in den vier Arbeitsgruppen „Technik

& Normung“, „Marketing & Öffentlichkeitsarbeit“,

„Spülen & Zubehör“ und „Internationalisierung“. Hinzu

kommen zuarbeitende Projektteams zu Themen wie

„Planungsgrundlagen“, „Dunstabzugshauben“, „Natursteinarbeitsplatten“

oder „Küche der Zukunft“. Die Arbeitsgruppe

„China“ sticht als eigenfinanzierte Untergruppe

einer Arbeitsgruppe besonders hervor.

• 13 Abgänge hatte die AMK im vergangenen Jahr zu

verdauen, davon allein acht durch Insolvenzen. Dem

gegenüber stehen acht Zugänge in 2017 und elf Zugänge

in 2018. In der Summe macht das 143 Mitgliedsunternehmen.

So viele wie noch nie. Neu als

Mitglieder hinzugekommen sind: Neue Alno GmbH,

ansprechend Kommunikations- & Veranstaltungsmanagement,

ASWO International Service GmbH,

Coolgiants AG, Elica GmbH, Eurolux made by LMW

Leichtmetallguß GmbH, Frankfurter Allgemeine

Zeitung GmbH Media Solutions, Gräbert GmbH,

Haier Deutschland GmbH, Hansecontrol Zertifizierungsgesellschaft

mbH (Hermes Hansecontrol Hamburg),

Intertek Consumer Goods GmbH, Josef Donhauser

Consulting, Ludwig Schneider Denkmale

und Steinbau AG sowie BES zeyko Küchenmanufaktur

GmbH.

• Die Mutter aller AMK-Leitsprüche lautet bekanntlich:

„Wer nicht normt, wird genormt.“ Georg Lange,

Leiter Technik und Normung im HDH (Verband der

Deutschen Holzindustrie), präsentierte in Mannheim

eine noch ausgefeiltere Formulierung gleichen

Inhalts: „Wer den Normenentwurf macht, hat

den Haustarifvertrag.“ Damit warb er vehement

um fachliche Branchenunterstützung bei der Überarbeitung

der internationalen Norm „ISO 3055:1985“

für Kücheneinrichtungen und Koordinationsmaße.

Insbesondere China habe großes Interesse an der

Aktualisierung, und in kommenden Monaten entscheide

sich, welche nationalen Interessen die Inhalte

der Norm prägen. Die nächste Sitzung dazu

findet im September 2018 in Shanghai statt. Georg

Lange: „Jetzt bietet sich die Chance, unter Federführung

der AMK eine weltweit gültige Norm zu erarbeiten

und ihr den Stempel aufzudrücken.“

10 KÜCHENPLANER 3/4/2018


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Küchenverbände

• „Des Deutschen liebstes Kind ist der umbaute

Raum und nicht mehr das Auto.“ Vorstandssprecher

Dr. Oliver Streit

• Der Durchschnittwert pro verkaufte Küche lag im

Jahr 2000 bei etwa 3000 Euro. Aktuell sind es fast

7000 Euro.

• Zwei AMK-Merkblätter wurden in den vergangenen

Monaten von Projektteams überarbeitet bzw.

neu erstellt. Überarbeitet wurde das Merkblatt

„008 Küchenmöbel – Kochumfeld und Raumbelüftung“.

Eingepflegt wurden hier die Vorgaben der

„Eco-Design“-Richtlinien sowie die Entwicklungen

bei den Muldenlüftungen. Prägende Themen sind

zudem der Betrieb von Umlufthauben sowie die

Verhinderung von Feuchteschäden in der Küche.

Gänzlich neu erarbeitet wurde das Merkblatt „010

– Natursteinarbeitsplatten“. Zu beiden Merkblättern

stehen die Entwürfe, die nun im größeren Kreis von

den Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Technik & Normung“

diskutiert werden.

• Überarbeitet wurde auch die AMK Aufmaß-Checkliste.

Sie soll im Sommer veröffentlicht werden. Bereits

veröffentlicht wurde die in Zusammenarbeit

mit dem STROBEL VERLAG vollständig überarbeitete

Checkliste Küche.

• Nach wie vor aktuell sind mögliche Markthemmnisse

durch die Aktivitäten in den USA und Frankreich

bezüglich der Formaldehyd-Ausdünstungen

von Küchenmöbeln. Wie Oliver Kunze, Arbeitsgruppensprecher

Technik & Normung, mitteilte, sind in

den USA (Stichwort CARB2) mögliche Fristen wieder

in der Diskussion, und in Frankreich sei das geplante

Gesetzpaket dazu noch unvollständig. Seit

der Regierungsübernahme durch Emmanuel Macron

scheine das Thema nicht mehr oberste Priorität

zu haben. Vom Tisch sei es dennoch nicht.

• Der Tag der Küche findet in diesem Jahr am 29. September

statt. In seinem Bericht für die Arbeitsgruppe

„Marketing & Öffentlichkeitsarbeit“ zeigte Sprecher

Axel Hagmeister auch eine Liste der Sponsoren,

die dieses einzigartige Branchenevent unterstützen.

„Wenn Sie Ihren Namen auf dieser Übersicht nicht

finden, sind Sie herzlich aufgefordert, sich 2018 zu

beteiligen“, appellierte er an die Mitglieder. Und er

ergänzte: „Manchmal scheint es uns nach wie vor

nicht bewusst zu sein, was wir hier für ein Juwel haben.“

• Schon traditionell stellte Achim Hannott vom VDM

(Verband der Deutschen Möbelindustrie) die Aktivitäten

der Pressearbeit vor, die der VDM für die AMK

organisiert. Und die ist weiterhin eine Erfolgsstory

allerersten Ranges mit durchschnittlich 176 Millionen

Veröffentlichungen im Jahr. Wobei die Dunkelziffer

um einiges höher ausfallen dürfte, weil sämtliche

Beiträge und Veröffentlichungen in Print- und

Onlinemedien sowie im Radio und im TV gar nicht

mehr gezählt werden können. In letzter Zeit habe

sich die AMK in den Medien als Ratgeber für die

Planung moderner Küchen profilieren können, so

Hannott. Das greift inzwischen auch die Nachrichtenagentur

dpa auf – mit bundesweiter Verbreitung.

• Das gesamte herstellerneutrale Planungs-Knowhow

der AMK bündelt sich in den acht definierten

AMK Küchenstandards. Auch dieser „Ratgeber Küche

in klein“ (Kirk Mangels) wurde aktualisiert. Im

Mittelpunkt stehen Aspekte wie Küchenstile, Materialien,

Technologien, Design und Ergonomie, aber

auch Geräusche und Gerüche in der Küche. Die „Küchenstandards“

gibt es in deutscher und englischer

Sprache. Hinzu kommt eine spezielle Variante für

den chinesischen Markt.

• Den AMK Ratgeber Küche „in groß“ gibt es natürlich

weiterhin. Auch diese grundlegende Verbraucherinformation

als „neutrales Standardwerk der

modernen Küchenplanung“ steht kurz vor der Überarbeitung.

Für die Realisierung werden Sponsoren

gesucht.

• Das „Lindbergh“ am Mannheimer Flugplatz war

nach 2017 erneut Schauplatz des immer beliebteren

AMK Branchenabends am Vorabend der Mitgliederversammlung.

Beim Dinner-Speech drehte sich

diesmal alles um das Thema „Aufmerksamkeit“. Die

Kernthese von Referent Jon Christoph Berndt, Autor

und Unternehmensberater, lautete: „Wenn alle

nur noch senden, hört keiner mehr zu. Um unsere

Kunden zu erreichen, müssen wir aber lernen, wieder

hinzuhören.“ Sein Auftritt erzeugte ein geteiltes

Echo. Lesenswert ist sein Buch „Aufmerksamkeit –

Warum wir sie so oft vermissen und wie wir kriegen,

was wir wollen“ dennoch.

• Die große weite Welt der Regularien öffnete Werner

Scholz vom ZVEI. Er berichtete über die nicht immer

leicht nachvollziehbaren Entwicklungen beim Verbraucherrecht

und der Eco-Design-Richtlinien der

EU. Immer konkreter werde die geplante Reskalierung

des Energielabels. „Die EU meint es sehr ernst

damit“, bemerkte Scholz trocken und appellierte an

die Kommunikations- und Marketingfachleute der

Branche, sich entsprechend vorzubereiten. Schließlich

sind die inzwischen gelernten A-Klassifizierungen

mit den unterschiedlichen +-Zusätzen bald

Makulatur und es gibt wieder die volle Bandbreite

von B bis G im Markt. „Den Verbraucher darauf vorzubereiten,

ist eine Riesenaufgabe“, so Scholz.

• Ein wertvolles Instrument der Internationalisierungs-Aktivitäten

der AMK sind die Länderinformationstage,

die schon seit mehreren Jahren regelmäßig

angeboten werden. Zuletzt standen Russland

und Osteuropa im Fokus. Dabei handele es sich

laut Werner Heilos um nicht ganz einfache Märkte,

aber besonders bei Russland um einen Markt mit

Potenzial. Bis zum Jahr 2030 soll der Bedarf an Küchen

dort auf 1,2 Millionen Stück anwachsen. Heilos

sagte auch: „Vertreter der Geräte- und Zubehörindustrie

waren gut vertreten beim Länderinformationstag,

ich hätte mir allerdings gewünscht, dass

mehr Teilnehmer aus dem Kreis der Küchenmöbelindustrie

als Partner mit am Tisch gesessen hätten.“

Schon in Kürze soll eine neue Abfrage unter

den Mitgliedsunternehmen gestartet werden, welche

Märkte als nächstes beleuchtet werden.

• Nach der erfolgreichen Premiere 2017 wird es auch

in diesem Jahr wieder eine China Kitchen Tour geben.

Der Untertitel lautet: Die Küchenwelt China

für Einsteiger UND für Kenner. Organisiert wird

die Tour im Juni in zwei unterschiedlich buchbaren

12 KÜCHENPLANER 3/4/2018


zeitlichen Umfängen von der AMK in

Zusammenarbeit mit der Kommunikationsagentur

Goos Communication aus

Hamburg. Weitere Auskünfte erteil Miriam

Hoffmann in der AMK-Geschäftsstelle.

• Da eine Gemeinschaft dauerhaft nur

funktioniert, wenn sich möglichst viele

Mitglieder im Rahmen ihrer Möglichkeiten

engagieren, lautete der Appell

der Gruppensprecher unisono: „Machen

auch Sie bei Ihrer AMK mit und bringen

Sie sich mit Ihrem Fachwissen ein. Das

nutzt allen – und damit letztlich auch

Ihnen.“ Einen letzten Werbeblock dieser

Art steuerte André F. Kunz vom BVDM

(Handelsverband Möbel und Küchen)

bei. Seine Anregung: „Nutzen Sie die

Angebote der Möbelfachschule in Köln

zur Qualifizierung ihrer Mitarbeiter.“

Unter www.moefa.de finden Interessierte

alles zu den Aus- und Fortbildungsangeboten.

Diese reichen vom Küchenfachberater

bis zum Dualen Bildungsgang

für Betriebswirte. Traineeprogramme

und Kurzseminare gibt es auch.

Möbel-Biker mit Herz

„Nicht nur die AMK, sondern die komplette

Küchenbranche verliert mit seinem

Tod mehr als einen verdienten ehemaligen

Geschäftsführer, sondern auch

einen echten Freund und Förderer der

Küche in Deutschland.“ Mit diesen Worten

würdigen Vorstand und Geschäftsführung

des Verbandes das Wirken Hans-

Joachim Adlers, der am 20. Februar im Hajo Adler.

Alter von 72 Jahren gestorben ist.

Von 1989 bis 2008 vertrat Hajo – so sein allseits gebräuchlicher

Rufname – Adler den Verband als Geschäftsführer. In seiner Zeit

habe er dessen Bild mehr als jeder andere vor und nach ihm geprägt.

Er richtete den Verband so grundlegend aus, dass dieser

auch heute noch, zehn Jahre nach seiner Verabschiedung, hervorragend

aufgestellt ist. Über allem stand Hajo Adlers Menschlichkeit,

seine Fürsorge und seine Herzlichkeit. Vielen wird er auch als

„Möbel-Biker“ oder als Kapitän auf dem Bodensee in Erinnerung

bleiben. Bis zuletzt hielt er mit vielen Freunden in der Branche

den Kontakt und auch bei verschiedenen Veranstaltungen konnte

man ihn in den letzten Jahren noch erleben. Er wird uns fehlen.

Vorstand und Geschäftsführung der

Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V.

www.amk.de

Die neue

Dimension der Frische

BioFresh-Plus – superlanges Frischevergnügen auch

für Fish & Seafood

NoFrost: Nie mehr abtauen!

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Schaufenster

Kleine Details, große Wirkung! Das gilt auch für INTEGRA.

Das Frontenprogramm von Nolte Küchen, das „pur“

ledig lich über eine keilförmige Griffmulde verfügt, gibt

es in den softmatten Farben Arcticweiß, Papyrusgrau

und Quarzgrau. Der Clou: Optional kann hier ein Griff in

Schwarz oder Edelstahloptik eingesetzt werden, der den

Look der Küche komplett verändert und den Fronten

eine tolle Tiefenwirkung verleiht.

www.nolte-kuechen.de

Foto: Nolte Küchen

14 KÜCHENPLANER 3/4/2018


3/4/2018 KÜCHENPLANER 15

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Messe

Eurocucina / FKT 2018

Zum Küche gucken

nach Mailand

Mailand gilt als einer der Hotspot der

internationalen Designszene. Ganz besonders

in der Zeit des „Salone“. In diesem Jahr

gibt es als Extra wieder die Küchen- und

Geräteausstellungen Eurocucina bzw. FKT.

Der Termin: 17. bis 22. April.

Der Hersteller Sanwa favorisiert minimalistische

Designs und in diesem Fall

Keramikfronten. Das japanische Unternehmen

stellt bereits zum zweiten Mal

auf der Eurocucina aus.

Foto: Sanwa

16 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Morgens hin, abends zurück – wer

von Düsseldorf aus zur Eurocucina nach

Mailand fliegt, wähnt sich alle zwei

Jahre auf eine Art Familienausflug. Ein

freundliches Hallo hier, ein unterkühltes

Nicken dort. Denn die Vertreter der

ostwestfälischen Küchenindustrie reisen

über die Alpen zum Küche gucken.

In erster Linie geht es natürlich um Designinspirationen.

Und um Materialien.

Und natürlich um Ideen. Das muss man

den Präsentationen auf der Eurocucina

schließlich lassen: Mutig sind sie. Das

wird nicht immer bis ins Detail in einer

konkreten Küchenkommission münden,

aber der visionäre Ansatz mancher

Überlegungen gibt viel Raum für

individuelle Weiterentwicklungen. So

etwas mag man auch in Ostwestfalen.

Um die eigenen Ideen abzurunden, versteht

sich. Handwerklich anspruchsvolles

gibt es auch zu sehen.

Die Mailänder selbst bereiten sich

wieder auf mehr als 300 000 Besucher

aus aller Welt vor. Zur Küchenmesse

Eurocucina haben sich 111 Aussteller

angemeldet (Stand Mitte März), davon

stammen rund 80 aus dem Heimatland

Italien. Wer aus Deutschland in Mailand

ausstellt, zeigt unsere Übersicht

im Anschluss. Zur Verfügung steht

eine Messefläche von 21 800 m 2 in den

Hallen 9 - 11 und 13 - 15. Auch die Hausgeräteindustrie

favorisiert das Mailänder

Messeparkett zusehends: In diesem

Jahr haben 47 Aussteller gebucht.

Auszug aus der Ausstellerliste

Küchenmöbel

Bauformat

Häcker

Leicht

next125 (Schüller)

nobilia

Nolte

Rational

Team 7

Ausgewählte italienische Hersteller

Alpes-Inox

Aran Cucine

Armani

Dada

Effeti

Ernestomeda

Euromobil

Ilve

Marchi

Moretti

Poliform

Rastelli

Scavolini

Snaidero

Stosa Cucine

Toncelli

Valcucine

Varenna

Arbeitsflächen

Strasser

Spülen & Armaturen

Dornbracht

Hausgeräte

Airforce

Beko

Bosch

Bora

Candy Hoover

Concept Swiss

Electrolux / AEG

Elica

Faber (Franke)

Falmec

Fisher & Paykel

KitchenAid

Gaggenau

Grundig

Indesit

Liebherr

Miele

Neff

Novy

Samsung

Siemens

Silverline (Türkei)

Smeg

Sub-Zero

Whirlpool

Wolf

Showrooms im Zentrum

bulthaup (Marco Formentini 14)

Cosentino (Piazza Fontana, 6)

Falcon/AGA (Via Savona, 53)

Miele (Via Tortona, 58)

Poggenpohl (Via Galileo Galilei, 12)

SieMatic (Viale Monte Santo, 8)

Vauth-Sagel (Designquartier Brera)

Tagesaktuelle Infos werden auf www.salonemilano.it veröffentlich. Eine App gibt’s

auch: kostenfrei für Apple und Android in den gängigen Shops.

3/4/2018 KÜCHENPLANER 17


Messe

Miele zeigt „Revolutionäre Exzellenz“

Parallel zur Präsentation auf dem Messegelände

lädt Miele, wie auch schon 2016,

zur Eurocucina zu einem kulinarischen

Foto: Miele

Miele will mit dem Dialoggarer im 2. Quartal

2018 starten. Auf der Eurocucina in

Mailand wird das Gerät eine der Hauptrollen

spielen.

Event in der Designer-Meile Zona Tortona

ein. Auf der Messe selbst (FTK-Halle B 11)

zeigt der Anbieter von Premium-Hausgeräten

seine jüngsten Produktinnovationen

wie das „TwoInOne“-Kochfeld

mit integriertem Dunstabzug sowie die

„SmartLine“-Kochelemente, bei denen sich

Komponenten wie Induktionskochfeld,

Gasbrenner, Induktions-Wok und Tischlüfter

frei kombinieren lassen.

„Hauptdarsteller“ bei Miele auf der

Euro cucina 2018 ist allerdings der neue

Dialoggarer, dem das Unternehmen auch

sein Standmotto „Revolutionary excellence“

gewidmet hat. Der Dialoggarer

kombiniert erstmals klassische Garmethoden

mit elektromagnetischen Wellen

in verschiedenen Frequenzen. Der Marktstart

wird für das 2. Quartal 2018 angekündigt.

Dampfgarer feiert 35. Geburtstag

Die optische Anmutung des nunmehr

1200 Quadratmeter großen Messestands

prägen drei weithin sichtbare Tower, kontrastreich

in Szene gesetzt durch die dominierenden

Farben Schwarz, Rot und

Weiß. Deutlich größer als bisher ist mit 150

Plätzen der Cafébereich. In der Cooking

Arena erleben die Gäste den Dia log garer

in Aktion. Weitere Kostproben gibt es aus

dem Dampfgarer, dessen 35. Geburtstag

das Unternehmen Miele – als Vorreiter

auch in dieser Produktkategorie – auf der

Eurocucina ausführlich würdigt.

Stimmungsvolle kulinarische Reise

Die Kombination aus Produktvorführung

und Markenpräsentation bietet das

Miele-Event „Creating New Dimensions“

in der Zona Tortona. Hier sollen die Gäste

eine stimmungsvolle kulinarische Reise

durch die „faszinierende Welt des Dialoggarers“

erleben. Besucher seien zu dieser

Präsentation, die parallel zur Messe im

Padiglione Visconti (Via Tortona, 58) stattfindet,

täglich von 10 bis 18 Uhr herzlich

willkommen. www.miele.de

Der Kunde gestaltet selbst

Lifestyle-Produkte mit innovativen Ideen – die will Kühlgerätespezialist

Liebherr auf der Eurocucina in Mailand präsentieren. Im Mittelpunkt stehen

unter anderem die Geräte der „Monolith“-Reihe sowie die Möglichkeit, das

Gerätedesign selbst zu kreieren.

Unter dem Motto „Discover Individual Design – Explore Innovative

Solutions“ zeigt Liebherr in Mailand „technische Innovationen und herausragende

Design-Lösungen“, kündigt Steffen Nagel, Geschäftsführer Vertrieb

der Liebherr-Hausgeräte GmbH, an. Mit „MyStyle“ soll der Messebesucher

zudem selbst zum Kühlschrankdesigner werden. Nagel: „Ob farbig, individuell

bedruckt mit dem Lieblingsbild oder eher klassisch im edlen Design – mit

‚MyStyle‘ kreieren Kunden ihren Kühlschrank ganz nach dem persönlichen

Geschmack. Einzigartiger geht es nicht.“

Foto: Liebherr

Modulare Kameras im Innenraum

Der Spezialist für Kühl- und Gefriergeräte bietet seinen Kunden die Möglichkeit,

den Kühlschrank von überall zu steuern, und zusätzlich dank modular

integrierbaren Kameras den Inhalt jederzeit und ortsunabhängig zu

sehen. „Zusätzlich erhalten

unsere Kunden

mit der ‚SmartDevice‘-

Vertriebs geschäftsführer

Steffen Nagel:

„Einzigartiger geht

es nicht.“

Foto: Liebherr

App leckere Rezeptideen“,

ergänzt Steffen

Nagel. Hilfreich im Alltag

seien dabei Expertentipps,

wie die eingelagerten

Lebensmittel

möglichst schonend und lange frischgehalten werden

können. Liebherr stellt auf der Eurocucina im Pavillon

9, Standnummer A02 A04, aus. www.home.liebherr.com

Das Liebherr-Gestaltungsangebot „MyStyle“ liefert

Ergebnisse wie diese. Oder auch ganz anders.

18 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Nur, wer aus der Reihe

tanzt, findet eigene Wege.

DER KÜCHENRING zählt aktuell annähernd

600 Gesellschafter. Unsere Aufgabe sehen wir

vor allem darin, unsere Gesellschafter mit kreativen

Ideen, erfolgsorientierten Konzepten und

erstklassigen Konditionen auszustatten, die in

ihrer Gesamtheit Maßstäbe setzen.

Werden Sie Teil einer starken Gemeinschaft

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Messe

Messe-Strategien der Industrie

LivingKitchen im Wechselbad der Gefühle

Nach den Marken der BSH haben auch Häcker Küchen, Miele und Liebherr für die LivingKitchen

abgesagt*. Der Status einer internationalen Leitmesse steht für das Kölner Messeevent für 2019

damit zunehmend auf wackeligen Füßen. Andererseits sind marktführende Unternehmen wie

nobilia, Schüller und Blanco mit dabei – und jüngst haben auch berbel, Bora und Ballerina zugesagt.

Ein Wechselbad der Gefühle für die Messemacher.

Zum Redaktionsschluss dieser

Ausgabe stand der Aussteller-Zähler

der Koelnmesse bei 135.

„Damit haben wir einen höheren

Buchungsstand als zum vergleichbaren

Zeitpunkt vor zwei Jahren

für die Living Kitchen 2017“, betonte

Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter

Möbel der Koelnmesse,

bei seinem Gast-Statement im

Rahmen der AMK-Mitgliederversammlung

in Mannheim. Trotz

der Absagen prominenter Marktteilnehmer

gehen die Kölner Messemacher

von einer „großen und

relevanten Show“ aus, wie Living-

Kitchen-Projektleiter Bernd Sanden

in Mannheim ergänzte. Mit

dabei sein wird auch Ballerina-

Küchen. Heidrun Brinkmeyer, geschäftsführende

Gesellschafterin

des Küchenmöbelherstellers aus

Rödinghausen, argumentiert diese

Entscheidung so: „Ballerina-Küchen

werden mit einer Exportquote

von 50 % in 29 Länder vermarktet.

Die deutsche Küche hat auf der

Welt ein hohes Ansehen. Aus unserer

Sicht ist es für eine Branche,

Unter anderem diese Unternehmen haben für die

Living Kitchen 2019 gebucht. Inzwischen gehören auch

Ballerina-Küchen, Valcucine, berbel und Bora dazu.

Insgesamt sind es aktuell 135 Aussteller.

die sich als Weltmarktführer betrachtet,

selbstverständlich, eine

Leitmesse im eigenen Land zu haben.

Deshalb bestätigen wir unsere

Teilnahme an der Living Kitchen

2019 und freuen uns auf zahlreiche

Besucher aus dem In- und Ausland.“

www.ballerina.de

„Keine nachhaltige Tendenz“

Hausmesse und Eurocucina statt

LivingKitchen. Mit dieser Strategie

geht hingegen Häcker Küchen in

das Messejahr 2018/2019. Zu geringe

Internationalität sei der Grund für

den Verzicht auf Köln, teilt das Unternehmen

mit. Dabei sei gerade

die internationale Struktur einer

Messe entscheidend für eine Teilnahme.

„Eine überzeugende und

nachhaltige Tendenz in diese Richtung

haben wir bei unseren Teilnahmen

auf den letzten drei Living-

Kitchen in Köln seit 2013 vermisst“,

erklärt Markus Sander, Geschäftsführer

Vertrieb, Marketing und

Controlling beim Küchenmöbelhersteller,

via Pressemitteilung. Daher

verzichtet das Unternehmen 2019

auf die Teilnahme an der Living-

Kitchen. Für alle Zeiten in Stein

gemeißelt sei diese Strategie jedoch

nicht. Die aktuell kommunizierte

Messe-Strategie beziehe

sich vorerst auf die

Jahre 2018 und 2019.

„Im Mittelpunkt steht

in beiden Jahren unsere

Hausmesse in Rödinghausen“,

erklärt Sander

weiter. Aktuell wird die

Fläche dafür erneut erweitert.

Um etwa 1000 m 2

auf dann 3500 m 2 . Rund

ein Drittel der Besucher kamen laut

Unternehmen in den vergangenen

Jahren aus dem Ausland. In 2018

und 2019 rechnet Häcker mit einem

noch höheren Anteil – und zwar

nicht nur aus den umliegenden Ländern.

„Viele unserer Kunden sehen

diese Veranstaltung als das wichtigste

Ereignis im Küchenmöbelmarkt

an“, erläutert der Geschäftsführer.

Als zweiten Schwerpunkt sieht

man die Eurocucina, welche dieses

Jahr Mitte April in Mailand stattfindet.

„Der immer stärker wachsende

Exportbereich macht diese Messe in

Italien für uns so attraktiv. Wir begrüßen

unsere Gäste aus allen Kontinenten

und werden wieder viele

neue Geschäftskontakte anbahnen“,

glaubt Jörg Varnholt, Vertriebsleiter

Export Europa. Daher wird der

Stand 2018 mit 450 m 2 auch deutlich

größer ausfallen als vor zwei Jahren.

Unter dem Motto „120 years of inspiration“

zeigt Häcker Neuheiten wie

das Oberschranksystem „SlightLift“

und eine neue Frontoberfläche. „Der

Stand wird eine sehr moderne und

dennoch gemütliche Atmosphäre

haben“, kündigt Markus Sander an.

Integriert wird darin die breite Palette

der Blaupunktgeräte.

Auch an der küchenwohntrends

in Salzburg Mitte Mai 2019 wird das

Unternehmen teilnehmen. „Österreich

entwickelt sich gut für uns.

Mit der klaren Ausrichtung auf Küchenspezialisten

ist diese Messe in

einem der wichtigsten Exportmärkte

gesetzt“, erläutert Marcus Roth,

Geschäftsleiter Vertrieb Deutschland

und Österreich. www.haeckerkuechen.de

Foto: Biermann

* Stand zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe. Über die weiteren Zuund

Absagen für die LivingKitchen 2019 informieren wir Sie tagesaktuell

auf www.kuechenplaner-magazin.de.

20 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Berlin, Rödinghausen, Mailand

Der nächste schmerzhafte Rückschlag

für die Koelnmesse kommt

aus Gütersloh: Auch Miele wird

der LivingKitchen 2019 fernbleiben.

Das Unternehmen plant mit

IFA, Küchenmeile und Eurocucina

– und sieht sich mit diesem Messe-Dreiklang

„sehr gut aufgestellt“.

In einer Mitteilung heißt es: „Nach

vier sehr erfolgreichen Messeauftritten,

beginnend mit der Premiere

im Jahr 2011, trägt Miele mit

dieser Entscheidung den Entwicklungen

der relevanten Messelandschaft

insgesamt Rechnung. Es bedeutet

aber nicht, dass Miele der

Messe dauerhaft fernbleibt.“ Frank

Jüttner, Leiter der Miele Vertriebsgesellschaft

Deutschland, erläutert

Details: „Die Einbaugeräte spielen

auf der für uns größten und wichtigsten

Messe, der IFA, eine immer

prominentere Rolle. Hierin bestärkt

uns nicht zuletzt auch die

herausragende Resonanz auf die

Enthüllung des Miele Dialoggarers

im vergangenen Herbst. Als

stimmungsvolles Aushängeschild

für den deutschen Küchenfachhandel

ist unsere Präsenz auf der Küchenmeile

in Rödinghausen gesetzt.

Ebenso unverzichtbar bleibt

für Miele, wegen des hohen Anteils

an Gästen aus Asien und Amerika,

alle zwei Jahre die Eurocucina

in Mailand.“ Mit dem Dreiklang

IFA, Küchenmeile und Eurocucina

sieht sich Miele laut Jüttner „sehr

gut aufgestellt“. Und das national

und international, unter Kosten-/

Nutzenaspekten wie auch mit Blick

auf die Innovationszyklen der Produkte.

www.miele.de

Premiere auf der Küchenmeile

Kühlgerätespezialist Liebherr

verzichtet gleichfalls auf eine Teilnahme

an der LivingKitchen 2019,

kündigt aber im selben Atemzug

erstmals die Präsenz auf der

Küchen meile in Ostwestfalen an.

IFA und Eurocucina sind weitere

feste Adressen. In einer Mitteilung

des Unternehmens heißt es:

„Im Rahmen der Effizienzsteigerung

und Neuausrichtung unserer

Messeaktivitäten werden wir künftig

nicht mehr als Aussteller auf

der Living Kitchen in Köln vertreten

sein. Wir sehen aber weiterhin

hohe Wachstumschancen im Einbaugeräte-Segment

für unsere Marke

und werden deshalb den Fokus

unserer Aktivitäten künftig den

Entwicklungen am Markt anpassen.

Einen Punkt dieser Neuausrichtung

stellt dabei die Teilnahme

auf der Messe A30/ Küchenmeile in

Ostwestfalen dar. Liebherr-Hausgeräte

wird dort ab Herbst 2019 erstmals

als Aussteller präsent sein.“

Einen konkreten Ort nannte das

Unternehmen dafür noch nicht.

Im April dieses Jahres wird

Liebherr-Hausgeräte wieder auf

der Eurocucina in Mailand einen

Überblick des innovativen

Einbaugerätesortiments präsentieren.

Erstmals in Europa wird

dort mit den integrierbaren Monolith-Geräten

eine komplett neue

Gerätegeneration zu sehen sein.

www.liebherr.com

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Messe

küchenwohntrends am 6./ 7. Mai 2018

Messe

mal anders

„Ausgebucht“, meldet die trendfairs

GmbH für die küchenwohntrends

2018. Stattfinden wird diese am 6. und

7. Mai im stilvollen Ambiente eines

denkmalgeschützten Industriegeländes

im Münchner Norden. Besucher können

sich vorab online akkreditieren.

Zenith, Kesselhaus und Kohlebunker (Foto) heißen

die drei Hallen, die am 6. und 7. Mai 2018 Bühne

für die küchenwohntrends sind. Konzept ist die

stilvolle Verschmelzung der Lebensräume.

Fotos: trendfairs

Die rund 7000 m 2 Messefläche sind voll belegt. „Ich

freue mich über die positive Resonanz auf unsere Idee

und das Engagement der Aussteller, der Design-Metropole

München eine solche Einrichtungsshow bieten

zu können“, sagt Michael Rambach, Gründer der

trendfairs GmbH. Zu den mehr als 140 ausstellenden

Marken gehören u. a. die Unternehmen AEG, Berbel,

Blanco, Bora, Carat, Compusoft, Cor, Elica, Girsberger,

Grohe, Hästens Beds, Interlübke, Intertime, Jokodomus,

Jori, Kettnaker, KFF, Miele, Naber, next125, Poggenpohl,

Quooker, Rolf Benz, SHD, Smeg. ST-One, Stengel-Steel,

Strasser, Systemceram, Tommy M, V-Zug, Villeroy &

Boch, WK Wohnen und Zeyko.

Innovatives Messekonzept

Das Sonderformat „Lebensraum“, in dem über 60

Aussteller präsent sind, lässt auf der küchenwohntrends

neun Wohnwelten markenübergreifend entstehen.

Die Inszenierung dieser Ausstellungsflächen im

Kohlebunker ist angelehnt an das aktuelle Wohnkonzept

neu gestalteter Immobilien, in denen die ehemals

getrennten Räume für Wohnen, Essen, Kochen und Relaxen

zu einem verbundenen Raumerlebnis verschmelzen.

„Der Kunde möchte längst mehr, als nur einzelne

Einrichtungsgegenstände betrachten. Er liebt die fertige

Inszenierung von Küche, Essen, Wohnen“, erläutert

Michael Rambach.

Weiterer Aspekt des neuen Messekonzepts ist auch,

in den Hallen Zenith und Kesselhaus möglichst auf herkömmliche

Messestände und einige Wände zu verzichten

und so die kontrastreiche Raumwirkung der Hallen

zum Teil des Ausstellungskonzepts werden zu lassen.

22 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Vielseitiges Rahmenprogramm

2018 wird es auf der küchenwohntrends

ein vielseitiges Rahmenprogramm

aus Präsentationen, Podium-Events,

Show-Acts, After-Show-Party etc. geben.

So hebt beispielsweise Bora, Hersteller innovativer

Kochfeldabzüge, seinen gläsernen

Showküchen-Kubus auf der Freifläche

mit einem Kran für Besucher auf 30

Meter Höhe.

Die Messe

Die achte Auflage der küchenwohntrends

findet vom 6. bis 7. Mai 2018 im Location-Ensemble

aus Zenith, Kohlebunker

und Kesselhaus in München-Freimann

statt. Die Veranstaltung richtet sich an

Fachbesucher und öffnet am Sonntag zusätzlich

für wohndesignaffine Endkunden.

Der Eintritt ist für Fachbesucher an

beiden Tagen kostenfrei. Endkunden erhalten

Tickets für 16 Euro an der Tageskasse

oder für 11 Euro im Vorverkauf.

In einem Hotel in der Nähe des Veranstaltungsgeländes

hat die trendfairs

GmbH ein Zimmerkontingent reserviert.

Gebucht werden kann über den Veranstalter.

www.kuechenwohntrends.de

Aussteller online finden

Die Aussteller lis te für

die küchen wohn trends

2018 steht online auf der

Webseite der küchenwohn

trends zum Download

zur Verfügung. Für

eine einfache Messeplanung

kann die Online-

Liste nach Herstellern

und nach Produktgruppen

sortiert werden. Auf

der Internetseite gibt

es zudem weitere Infos,

zum Beispiel zur Anreise

und zum Rahmenprogramm.

www.kuechenwohntrends.de

NEXT

LEVEL

FÜR

GENIESSER

Die berbel Downline.

Das Meisterwerk im

Dunstabzug.

Genießen ist ganz leicht. Solange man immer das Beste nimmt.

www.berbel.de

6. und 7. Mai 2018

Halle Zenith, Stand D10 und

Außenfläche, Stand C03


Messe

Innovative Lösungen für die Küchenausstattung

Auf der küchenwohntrends 2018 präsentiert

Naber diverse Küchenszenarien

und Ausstattungslösungen: so auch das

„Selectakit ® “ Abfallsammlersortiment inklusive

„Cox ® Base“ und „Cox Work ® “, die

Lüftungstechnik „Compair Steel flow ® “

sowie „Lumica ® “-Lichtsysteme für die individuelle

Raumlichtgestaltung.

Die in vier Trendfarben lieferbare

Utensilienbox „Cox Work“ ist einerseits in

die Behälter des „ Selectakit“ Abfallsammlersortiments

für Frontauszüge integrierbar.

Andererseits erweist sie sich dank

flexibler Trennwände und einer am Tragegriff

anzubringenden Kleinteilebox als

ein Multitalent für vielfältige Stauraumund

Organisationslösungen. In ihr lassen

sich nicht nur Reiniger, Tabs, Tücher oder

Bürsten für die Küche unterbringen, sondern

auch kleine Gartenwerkzeuge, Werkstattmaterialien,

Nähutensilien, Spielsachen

und etliches mehr.

Sanftes Antippen genügt

Das gesamte Abfallsammlersortiment

ist variabel nutzbar und laut Naber „robust

und montagefreundlich“. Alle Systemelemente

sind funktionell aufeinander abgestimmt,

sodass sich im Unterschrank Abfälle

hygienisch trennen und praktische

Küchen- und Alltagshelfer raumsparend

verstauen lassen. Dabei überzeugen die

„Cox Base“-Behälter auch durch ihre Auszugstechnik

und die neue Produktfarbe

„anthrazit“. Als eine Besonderheit im Programm

gilt „Cox Cick-E“, der elektrisch betriebene

Auswerfer für „Cox“ Abfallsammler.

Ein sanftes Antippen genügt, damit

sich der Frontauszug automatisch öffnet.

Lüftungskanäle im Boden verlegen

Das Küchenlüftungssystem „Compair

Steel flow“ eignet sich für Umluft- und Abluftlösungen.

Das System optimiere das

Strömungsverhalten und sei damit auch

für den Einsatz in Niedrigenergie-Häusern

prädestiniert. Naber: „Das System

ist aufgrund der spezifisch konstruierten

Querschnittsgeometrie besonders stabil

und kann unsichtbar zwischen Raumdecke

und Küchenelementen angebracht

werden, oder – im Industrial Look – frei

verlegt an Wänden, auf dem Boden oder

unterhalb der Raumdecke. Aufgrund der

außerordentlich hohen Belastbarkeit ist

auch die Integration in den Bodenaufbau

einer Küche oder Wohnküche möglich: Es

lässt sich unter Estrich oder in den Betonboden

sowie in die Betondecke verlegen.

Dies bietet völlig neue Optionen in der Küchenplanung

bei Neubau- oder Modernisierungsvorhaben.“

LED-Lichtsysteme drahtlos steuern

Darüber hinaus gibt es eine Leuchtenpräsentation,

die sowohl die zentrale

als auch dezentrale Stromversorgung

von LED-Strahlern und Lichtsystemen

der Produktserie „Lumica“ veranschaulicht.

Intelligente LED-Farbwechsel-Lichtsysteme

ermöglichen es, dass Helligkeit

und Lichtfarbe in verschiedenen Szenarien

abgespeichert und jederzeit über 1-

oder 4-Kanal Funkfernbedienung sowie

via Bluetooth App mit Smartphone oder

Tablet wieder abgerufen werden können.

„Ohne umständliche Verkabelung

und unter Vermeidung von Installationsfehlern

lassen sich verschiedene LED-

Leuchten und Schaltsysteme miteinander

kombinieren und gruppieren“, nennt das

Unternehmen einen der prägenden Nutzenvorteile.

Die FW-Funktionskonverter

mit optionalen Funk- oder Bluetooth Modulen

ermöglichen die drahtlose Verbindung

mehrerer unterschiedlicher Lichtgruppen.

Auf der Messe und bei Rosenthal

In der neuen Messe-Location der küchenwohntrends

in Schwabing-Freimann

ist Naber in der Zenith-Halle zu

finden: Stand E 20. Die Messe findet am

6. und 7. Mai statt. Parallel dazu werden

im Rosenthal Store in der Kardinal-Faulhaber-Str.

5 Elemente der multifunktionalen

Möbelserie „Concept Kitchen“

des Labels n by Naber zu sehen sein.

www.naber.de

Foto: Naber

Auch die „ Lumica“

LED-Farbwechsel-

Lichtsysteme wird

Naber auf der küchenwohntrends

in

München in Szene

setzen.

24 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Mit magnetischer Wirkung. Mit dem modularen Konzept

„SCC Inwerk Masterbox“ feiert Stengel Steel Concept Premiere

auf der imm 2018. Die doppelwandigen Stahl-Kuben

lassen sich individuell arrangieren. Magnetismus sorgt für

Halt. Entwickelt wurde das „Masterbox“-System vom Unternehmen

Inwerk, produziert wird es vom Stahlspezialisten

in Ellwangen. Es ist ohne Werkzeug einfach umbaubar, lässt

sich beliebig horizontal oder vertikal zusammenstellen und

jederzeit neu konfigurieren. Zum Beispiel als Raumteiler bei

der Einrichtung offener Bürolandschaften, als Sideboard

oder auch als Küchenregal. Dafür gibt es die „Masterbox“

in verschiedenen Ausführungen mit und ohne Fronten bzw.

Rückwänden. Und das in Schwarz und Weiß. Ausgezeichnet

wurde das System bereits mit dem „red dot 2017“. www.

stengel-steelconcept.de

„SSC Inwerk

Master box“

heißt die Neuvorstellung

von Stengel

Steel Concept.

Zur Premiere

auf der

imm cologne

wurde diese

Konfiguration

als Raumteiler für offene Büro gezeigt: mit von außen zugänglichen

Regalen und Sitznischen im Innern.

Foto: SSC

berbel präsentiert in München die

„Küchen Inno vation des Jahres“. Als

design orien tierter Hersteller mit hohem

technologischen Anspruch kennt sich

Haubenspezialist berbel mit Designauszeichnungen

gut aus. Das jüngst verliehene

Siegel „Kücheninnovation des Jahres

® 2018 – Ausgezeichnetes Produkt“

ist für das Unternehmen dennoch besonders.

Wegen der hohen Verbraucherorientierung.

Erhalten hat berbel den

Preis der Initiative „Life Care“ für den

Kochfeldabzug „Downline“. „Das Siegel

ist einzigartig, denn es ist als direkte

„Wir sind sehr glücklich über

die positive Resonanz unserer

Kunden und Partner auf den

neuen Kochfeldabzug ‚Downline‘“,

sagt berbel Geschäftsführer

Dipl.-Ing. Peter Ahlmer.

Kaufempfehlung anerkannt: vom Verbraucher – für den Verbraucher“, erläutert

berbel-Geschäftsführer Peter Ahlmer. Der Kochfeldabzug Downline

bietet neuartige Technik im Doppelpack: ein modernes berbel-Induktionskochfeld

mit integriertem, leistungsstarkem Dunstabzug und dem patentierten

berbel Prinzip – also Luftreinigung mit Zentrifugalkraft und ohne

Fettfilter.

Die innovative Lüftung ist ausgestattet mit einem sogenannten „Powermover“,

der mittig, rechts oder links positioniert werden kann, um aufsteigende

Koch- und Bratdünste möglichst optimal zu erfassen. Die speziellen

Einströmgitter mit schräg gestellten Leitkörpern ermöglichen die Dunsterfassung

auch bei hohen Kochtöpfen. Die vollständig plane Oberfläche des

Kochfeldes lässt laut berbel die Verwendung von großen Töpfen oder Brätern

über die gesamte Kochfläche zu – ohne Hindernisse. Das mittig angeordnete,

intuitiv zu bedienende Induktionskochfeld bietet zudem zahlreiche

Funktionen für komfortables Kochen und Braten. www.berbel.de

Foto: berbel

black & white. Hauben, Leuchten und Steckdosen in „black

& white“ – mit diesem Konzept sorgt Zubehörspezialist Vogt für

designorientierte Abwechslung bei der Küchenausstattung. So

gestaltet sind auch die Inselhauben „Ballerina“ und „Sophie“

vom italienischen Hersteller Airforce. Es gibt sie in Schwarz matt

oder Weiß matt. Das „Crisalide“-Filtersystem bietet bei beiden

Hauben laut Hersteller einen „sehr hohen Fettabscheidungsgrad“.

Möglich macht dies die Kombination aus einer ästhetischen

Edelstahl-Abdeckung, einem Metall-Fettfilter (mit

Bulpren ® -Matte) und einem extragroßen Kohlefilter („longlife“),

der die gesamte Absaugungsfläche abdeckt. Das im Modell

„Ballerina“ integrierte Display ist mit einer Anzeige für die Uhrzeit

sowie die Bedienelemente für Beleuchtung und Motor ausgestattet.

Bei „Sophie“ sorgt ein Lichtband im oberen Bereich

für einen ansprechenden Lichtakzent. Beide können mit dem

Induktionskochfeld „Volterra“ von Airforce kombiniert werden.

Somit ist eine Bedienung

der Haube

auch über das Kochfeld

möglich. Eine

Fernbedienung gibt

es alternativ auch.

www.vogtwelt.de

Foto: Vogt/Airforce

Sie finden uns auf der

küchenwohntrends

im Kesselhaus an

Stand A06.

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über das „Volterra“-

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gesteuert werden.

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3/4/2018


Küchenverbände

Küchenring-

Geschäftsführer

Manfred Töpert

ist äußerst

zufrieden mit

den „6. Küchen

Kompetenz

Tage“. „Erneut

waren 90 Prozent

des wertmäßigen

Küchenmarktes

in

Deutschland zu

Gast in Rheinbach.“

Fotos: Plaßhenrich

Im Messezentrum

an vielen

Stellen präsent:

die neuen

Werbemotive

für die Eigenmarken

des Küchenrings.

6. „Küchen Kompetenz Tage“ des Küchenrings

Ideen und Konzepte

für den Fachhandel

Küchenhändler, Industrievertreter und Dienstleister

hatten richtig gute Laune: Während der

„6. Küchen Kompetenz Tage“ des Küchenrings

war die Atmosphäre entspannt – und

die Auftragsbücher am Ende des letzten

Februarwochenendes gut gefüllt.

Wer sich auch nur kurz ans Treppengeländer

lehnte, spürte das Vibrieren

unter seinen Sohlen und an

den Händen. Das war ein eindeutiges

Zeichen dafür, dass viel los

war auf den vier Ebenen des Ausstellungszentrums

in Rheinbach – sehr

viel sogar. Rund 2600 Gäs te reis ten

an den beiden Messetagen aus ganz

Deutschland zu den „Küchen Kompetenz

Tagen“ in den Rhein-Sieg-

Kreis. Die finden turnusgemäß alle

zwei Jahre in dem verbandseigenen,

4000 Quadratmeter großen Ausstellungszentrum

statt.

Schon am Samstag zog Manfred

Töpert ein positives Zwischenfazit.

„Es sind erneut 90 Prozent

des wertmäßigen Küchenmarktes

in Deutschland bei uns vertreten“,

sagte der Geschäftsführer

des Küchen rings. Das Geheimnis

des Erfolgs? „Viele Rädchen

müssen dafür ineinandergreifen.

Aber sicherlich ist ein Schlüssel

unsere Transparenz. Unser

Credo lautet, zuhören, eigene

Ideen einbringen, diskutieren, um

schließlich das optimale Ergebnis zu

erzielen.“

Neue Markenauftritte

Pünktlich zu den „Küchen

Kompetenz Tagen“ stellte der Verband

seinen Gesellschaftern unter

dem Motto „Ideen und Konzepte“

verschiedene Bausteine vor, um

den Küchenspezialisten des Verbandes

umfassende wirtschaftliche

Rahmenbedingungen zu

bieten. „Die Basis sind natürlich

erstklassige Einkaufskonditionen,

hohe Ausschüttungen und überdurchschnittliche

Boni sowie unsere

schlanke Struktur“, erklärt

Töpert.

26 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Vorgestellt wurden zudem die

neuen Markenauftritte der drei Eigenlabels

„systhema“, „Inpura“ und

„Linea“. Die Ansprachen richten sich

jetzt eindeutig an die verschiedenen

Zielgruppen und erhalten dadurch

ein unverwechselbares Profil. Neue

Fotomotive und Videoclips, die die

Händler auf ihren Homepages oder

in die sozialen Medien einbinden

können, helfen dabei, die Kommunikationsstrategie

zu optimieren.

Nicht von der Stange

„Intelligent, hochwertig und nicht

von der Stange.“ Das waren laut Küchenring

die Voraussetzungen für

die Weiterentwicklung der Shop-

Kommunikation „Verso“ und der

neuen „Culina“-Kommunikation.

Auch hierfür wurden innovative Motive

entwickelt. Mit „Verso“ haben

die Gesellschafter auch die Möglichkeit,

ihr persönliches Corporate

Identity in die Gestaltung einzubringen.

www.kuechenring.de

Astrid Plaßhenrich

Messesplitter aus Rheinbach

Nolte zeigte während der

„Küchen Kompetenz Tage“ seine

aktuellen Neuheiten der Hausmesse.

Dazu zählen die beleuchteten

Griffspuren (Foto), die unter

der Arbeitsplatte, aber auch

zwischen den Fronten einsetzbar

sind. Das sei ein Alleinstellungsmerkmal,

wie das Löhner

Unternehmen betont. Als intelligente

Stauraumlösung findet

auch das Schrankelement als

Wangenersatz großen Anklang

beim Handel. Die „Integra“ mit eingefräster Griffmulde trifft den aktuellen Zeitgeist des

„Industrial Looks“. Vertriebsleiter Lutz-Oliver Salig mann sieht die Messe des Küchenrings

als sinnvolle Ergänzung zur Küchenmeile. „Wir treffen hier viele Händler, die es im

September nicht nach Löhne schaffen. „Ein Vorteil ist sicherlich auch“, so Salig mann weiter,

„dass die Messe zu 100 % auf die Küchenspezialisten zugeschnitten ist.“

Mit fünf Küchen und speziellen Messeangeboten

reiste Ballerina aus Rödinghausen

nach Rheinbach. „Wir stellen umfassend

und mit allen wichtigen Merkmalen

unsere Neuheiten der Hausmesse vor“,

sagt die geschäftsführende Gesellschaf-


Küchenverbände

terin Heidrun Brinkmeyer. Dazu zählen

beispielsweise die Premium-Oberfläche

„DirectLACK“ oder „SmartGlas-Fronten“.

Die Möglichkeiten, den Kontakt zu Händlern

zu intensivieren und neue Kunden zu

gewinnen, machen die „Küchen Kompetenz

Tage“ für die Industrie interessant,

so Brinkmeyer.

Küchenspezialisten erhalten immer

häufiger die Chance, Badmöbel mit zu planen.

Der Handel habe deshalb immer wieder

nach Möglichkeiten gefragt, dem gerecht

zu werden – und systemceram hat

darauf reagiert. „Wir haben unsere Badkeramik

erstmals während der area 30

vorgestellt. Das Angebot wird sehr gut angenommen“,

erklärt Gesellschafter Kevin

Göbel. In unserer Marktübersicht Spülen

+ Armaturen in dieser Ausgabe gehen

wir intensiver auf die Bad-Keramik von

systemceram für Küchenspezialisten ein.

sie im Zwei-Jahres-Rhythmus abzuhalten“,

sagt Norbert Hiebl, Leiter Marketing

Küchen-/Möbelhandel.

Der Handel hat’s gefordert – die Marke

Leicht hat es umgehend umgesetzt.

Die ultramatte Oberfläche „Bondi“ gibt es

jetzt auch in Schwarz. Die Händler konnten

sich in Rheinbach einmal mehr von

dem samtig anmutenden Material überzeugen.

Und Vorstandvorsitzender Stefan

Waldenmaier (Foto) freute sich über das

quirlige Messegeschehen: „Die Händler

finden hier ein sehr breites Angebot. Jede

Warengruppe ist gut vertreten.“

Miele nutzte die Bühne der „Küchen

Kompetenz Tage“ unter anderem dazu,

den Händlern erneut seinen Dialoggarer

vorzustellen. „Wir haben das Gerät seit

der ersten Präsentation während der IFA

im September bereits sehr gut platzieren

können. Wir sind zufrieden“, sagt Bernhard

Hösch (Foto). Der Vertriebsleiter von

Miele betont, dass die Küchenspezialisten

ihren Kunden nur mit Kochevents das Gerät

mit dem innovativen Volumengaren

näherbringen können. Erst dann sei der

Mehrwert – wie beispielsweise die Zeitersparnis,

das zeitgleiche Zubereiten von

Fleisch, Gemüse und Beilagen – spürbar.

Ein Gerät für den Massenmarkt wird der

Dialoggarer mit einem Verkaufspreis von

etwa 8000 Euro in den kommenden Jahren

aber sicher nicht.

Die Schwesterunternehmen Grundig

und Beko brachten für ihre Händler spezielle

Messeangebote für Downdraft-

Dunstabzüge, die neuen Induktionskochfelder

mit der innovativen Steuerung oder

Side-by-Side-Kühlgeräte mit nach Rheinbach.

Aber auch Kondenstrockner und

Waschvollautomaten spielten eine Rolle.

„Damit werden wir dem immer stärker

aufkommenden Thema des Hauswirtschaftsraumes

gerecht“, sagt Thomas

Dietrich. Das Highlight während der KKT

war aber der Kombi-Dampfgarer mit Pyrolyse

von Grundig mit seiner automatisch

schließenden Blende vor dem Wassertank.

Schüller trieb die Vorstellung seiner

Ausstattung für Hauswirtschaftsräume

auch während der „Küchen Kompetenz

Tage“ weiter voran. Diese vereint clevere

Stauraumlösungen für Wäsche, Getränke,

Putzmittel, Trockner, Waschmaschine,

Schuhe oder Bügeleisen. „Seit der ersten

Präsentation im House for Kitchen in Löhne

haben wir hervorragende Resonanzen

erhalten“, berichtet Vertriebsleiter Frank

Bayer, „der Hauswirtschaftsraum ist ein

Riesenthema im Handel.“

Die „studioLine“-Reihe mit ihren

Backöfen inklusive Sous-vide-Funktion

und Vakuumierschublade – alles im

„blackSteel“-Design gehalten – bildete

bei Siemens das Herz des Messestandes.

Wie wichtig die „Küchen Kompetenz

Tage“ für den Hausgerätehersteller sind,

zeigt die Größe der Mannschaft: Mit

knapp 30 Mitarbeitern reiste Siemens

nach Rheinbach, um seine Händler zu

beraten. „Die Messe wird sehr gut angenommen.

Es macht auch absolut Sinn,

Lechner stellte während der KKT zwei

Produkte in den Vordergrund: Zum einen

die „Switchy“ (Foto), die beleuchtete Küchenrückwand,

bei der mit einem simplen

System das Motiv gewechselt werden

kann. Zum anderen die Arbeitsplatten und

Nischenrückwände aus Keramik in einer

Stärke von zwölf Millimetern in sieben Dekoren.

„Keramik zeichnet sich durch eine

hohe Temperaturbeständigkeit aus, ist ro-

28 KÜCHENPLANER 3/4/2018


ust, porenfrei und pflegeleicht“, nennt

Außendienstmitarbeiter Volker Haase einige

Vorteile des Materials.

„Für uns sind die ,Küchen Kompetenz

Tage‘ eine sehr erfolgreiche Ordermesse“,

erklärt Markus Hollbach. Der Marketingleiter

von Silverline und sein Team hatten

für die Küchenspezialisten ihre neuen

Muldenlüfter im Gepäck. Ein weiterer

Schwerpunkt waren die Decken hauben

für den Umluftbetrieb. „Diese sind beim

Handel als Alternative zu den Muldenlüftern

sehr gefragt“, sagt Hollbach.

soll ein Backofen darunter, beträgt das Minimum

der Platte 28 mm. Als besonderes

Zubehör bietet AEG einen Salzstein (Foto)

an. Fisch oder Fleisch werden auf den

Stein aus Himalaya-Salz gesetzt und automatisch

beim Garen gewürzt. „Als Addon

wird der Stein sehr gut angenommen“,

sagt Key-Account-Manager Klaus Jörissen.

Für Weinliebhaber zeigte Liebherr

verschiedene Weinklima- und Weintemperierschränke

und demonstrierte, wie

diese ins Küchenumfeld integriert werden

können. „Die Schränke sind nahezu

mit jeder Front kombinierbar“, erläutert

Jochen Roth, Verkaufsleiter Küchen-/Möbelfachhandel.

Neu im Programm für den

Küchenfachhandel ist ein Humidor. Wertvolle

Zigarren können somit in idealer

Umgebung reifen, Temperatur und Luftfeuchtigkeit

werden präzise eingehalten.

Neff-Geschäftsführer Stefan Kinkel

und Marketingleiter Dr. Martin Strumpler

präsentierten ein neues Magazin, von dem

jeder Händler, der die „NEFF Genussküche“

in seinem Studio integriert hat, 50

Exemplare erhält. Damit wird das Marketingkonzept

der Genussküche, deren Mittelpunkt

die bunte Genusstafel bildet, immer

weiter ausgebaut. Gezeigt wurden

zudem die Geräte, die während der Küchenmeile

im September in Bad Oeynhausen

Premiere feierten. Dazu zählt auch das

Kochfeld mit integriertem Dunstabzug.

Das „SlimFit Design“ von Induktionskochfeldern

war eines der Messehighlights

bei AEG. Diese sind platzsparend

konzipiert und können damit in jede Arbeitsplatte

eingebaut werden. Einzige Voraussetzung:

Soll eine Schublade unter das

Kochfeld platziert werden, muss die Arbeitsplatte

mindestens 12 mm stark sein,

Erst kochen, dann singen: TV-Koch

Nelson Müller war während der „ Küchen

Kompetenz Tage“ gleich doppelt gefordert.

Nachmittags überzeugte der 39-Jährige

die Zuschauer mit seinen Kochkünsten,

abends bei

der Party

mit seinem

Gesangstalent.

Deckenleuchten-

Vielfalt bei

➜ der Deckenleuchten-Katalog

➜ über 100 Leuchtenmodelle

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Küchenverbände

Foto: KüchenTreff

Inhaber Sven

Hunnius präsentiert

im neu eröffneten

Küchen-

Treff Münster.

KüchenTreff in Münster. Sven und Katja

Hunnius haben in Münster den ersten Küchen-

Treff in der Stadt eröffnet. Auf 1200 Quadratmetern

erfüllte sich das Betreiberpaar seinen

Traum von einer Ausstellung, in der Interessenten

hochwertige Küchen durch fachkundige Beratung

vorgestellt bekommen. Zum Eröffnungswochenende

Mitte Februar hatten die beiden

besonderen Besuch: Heinrich Popow, mehrfacher

Paralympics-Sieger und Weltrekordhalter,

gab Autogramme und ließ sich mit seinen

Fans fotografieren.

Die Geschichte des KüchenTreff Münster begann

unter erschwerten Bedingungen: Während

der Bauphase des jetzt eingeweihten

Gebäudes war es das kleinste Küchenstudio in der Geschichte des Verbands.

Sven und Katja Hunnius starteten ihr Küchenstudio im Mai 2017

aus einem Container heraus. Sogar eine Musterküche war darin montiert.

Trotzdem war die Freude groß, als die Bauarbeiten am richtigen

Küchenstudio Anfang des Jahres beendet waren und die offizielle Eröffnung

gefeiert werden konnte. Ein voller Erfolg, was nicht zuletzt

auch an Heinrich Popow lag, wie Sven Hunnius betont. „In unserem

neuen Küchenstudio wollen wir mehr als andere geben – das verbindet

uns mit ihm.“ www.kuechentreff-muenster.de

Reif für die Insel. Die MHK Group ist jetzt auch

in Großbritannien aktiv. Seit dem 1. Januar 2018

arbeiten die ersten Küchenfachgeschäfte auf der

Insel mit der Verbundgruppe aus Dreieich zusammen.

Mit Vertriebsleiter Paul Wheeler, 45, der seit

dem 1. Februar zum Verbund gehört, hat MHK einen

erfahrenen Branchenkenner für die Bearbeitung

des britischen Markts gewonnen. Wheeler

war zuletzt Berater für Franchise-Küchensysteme

in England und ist seit mehr als 11 Jahren in der

Küchenszene aktiv, darunter ein Jahr lang bei Alno

USA. www.mhk.de

Foto: DER KREIS

Foto: MHK

Für die MHK in

Großbritannien

vor Ort: Paul

Wheeler.

Die DER KREIS

Junioren beim

Wintertreffen

des Verbandes

in Schladming.

Foto: KüchenTreff / Julian Klagholz

Praxis-Austausch beim Wintertreffen. Es ist schon eine Tradition:

Die Junioren von DER KREIS treffen sich jedes Jahr zweimal, jeweils zum

Herbst- und zum Winterevent. Dabei stehen Workshops, Vorträge und

Herstellerbesuche im Mittelpunkt. Diesmal ging es nach Schladming.

Die Jungunternehmer können sich bei den beliebten Wintertreffen mit

Gleichgesinnten unterhalten, ihr Wissen erweitern und Freundschaften

schließen. Zum aktuellen Event standen die Vorträge der Firma

Siemens Hausgeräte (von Felix Hofsäß, Key Account bei Siemens Hausgeräte)

und des Trainers Walter Klee im Vordergrund. Klee überzeugte

die Teilnehmer mit den Themen „Umgang mit Beanstandungen“ und

„Was heißt führen?“. Hier konnten die Junioren auf sympathische Art

und Weise viele Tipps und Anregungen für sich und ihren Alltag mitnehmen

sowie in Teamarbeit die typischen Planungsfehler heraussuchen

und im Anschluss mit Walter Klee besprechen und Lösungen

erarbeiten. Gekürt wurden auch wieder die Gewinner des „Dijuwi-

Cup“. Dijuwi steht für „die jungen Wilden“. Die Gewinner des Wintertreffens

waren: Felix Haas, HASU GmbH Küche und Wohnen, Offenburg

(1. Platz), Aileen Reuss, Reuss Einrichtungen GmbH, Dunningen

(2. Platz) und Emanuel Reuss, Reuss Einrichtungen GmbH, Dunningen

(3. Platz). Das Herbstevent des Verbandes findet vom 11. bis 13. Oktober

2018 bei der Firma Leicht in Waldstetten statt. Interessierte können

sich jetzt schon online anmelden: www.dijuwi.de/www.derkreis.de

Verstärkung fürs EIKOM-Management. Mit Frank Monkenbusch,

53, erweiterte die Einkaufskooperation EIKOM zum 1. April 2018 das

Führungsteam. Die EIKOM GmbH & Co. KG ist ein

Zusammenschluss mittelständischer Unternehmen

der Möbelindustrie im Bereich Einkauf. Entstanden

ist die Kooperation 2016 aus der Fusion

der EICO Möbelhersteller Einkaufsgesellschaft

mit der EKM Einkaufskooperation Möbelindustrie.

Formuliertes Ziel ist es, in den kommenden

Jahren weiteres Wachstums zu realisieren

als auch die Kontinuität in den Lieferantenbeziehungen

langfristig zu garantieren. Monkenbusch

war in seiner bisherigen beruflichen Laufbahn

unter anderem als Leiter des weltweiten

Einkaufs von Zubehörmaterialien für Möbelhersteller

verantwortlich. www.eikom.eu

Verstärkt ab

1. April 2018 das

Führungsteam

der EIKOM: Frank

Monkenbusch.

Neu-Eröffnung in Homberg. Vor genau sieben Jahren erfüllte sich

Christian Schneider seinen Traum vom eigenen Küchenstudio. Nun

wurde grundlegend umgebaut und erweitert. Die Neu-Eröffnung feierte

das Team vom KüchenTreff Homberg auf einer fast verdreifachten

Fläche. 510 qm stehen nun zur Verfügung. „Für uns endet mit der

Neueröffnung eine anstrengende Übergangsphase“, erzählt Chris tian

Schneider. „Während der fünfmonatigen Bauphase war das Küchenstudio

nicht geschlossen. Wir haben unsere Kunden weiter betreut

und neue Kunden gewonnen – alles von der Baustelle aus.“ Umso

begeisterter ist das Team nun vom neuen Studio. Statt vorher 9 gibt

es jetzt 18 Küchen zu sehen.

Zum Neustart gab es

eine offizielle Eröffnung

für alle Kücheninteressierten.

Geboten wurde

einiges: Unter anderem

Showkochen, eine Ausstellung

mit Bildern von

Christian Schneider (Foto links zusammen

mit Verkäuferin Susanne Koch)

hat sein Studio im laufenden Betrieb

grundlegend umgebaut und erweitert.

Nun feiert das Team Neu-Eröffnung.

Foto: EIKOM

Kindern aus den benachbarten

Kindergärten und

eine Tombola. Die Erlöse

daraus wurden auf die

Kindergärten der Region

aufgeteilt. www.kuechentreff-homberg.de

30 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Tischler im KREIS-Netzwerk begrüßt

Unter dem Motto „Neue Chancen durch Veränderung“ trafen

sich mehr als 140 Teilnehmer zum Partnertag vom Systemverbund

DER KREIS und TopaTeam in Leonberg. Besonderes Highlight

der Veranstaltung war der Impulsvortrag des Top-Speakers

Ralph Goldschmidt.

Zahlreiche Partner sowie die Mitarbeiter des Schreiner- und

Tischlernetzwerks TopaTeam waren der Einladung von Ernst-

Martin Schaible zum Partnertag in die Stadthalle Leonberg gefolgt.

Hintergrund für die Veranstaltung war die Integration von

TopaTeam in den DER KREIS Systemverbund zum 1. Januar 2018.

Im Fokus standen somit ein gegenseitiges Kennenlernen und ein

Offenlegen der Vorteile, die den TopaTeam-Partnern durch die Integration

nun zur Verfügung stehen.

Individuelle Stärken ausbauen

Ernst-Martin Schaible, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter

vom DER KREIS Systemverbund, eröffnete die Veranstaltung

und hieß die TopaTeam-Partner und Mitarbeiter in

Leonberg willkommen: „Ich freue mich, dass Sie seit Januar Teil

vom DER KREIS Systemverbund sind. Beide Firmen bauen auf

die Stärken der Gemeinschaft und unterstützen jeden Partner

dabei, seine individuellen Stärken weiter auszubauen.“ Zudem

Fotos: DER KREIS

Eine erfolgreiche Tagung mit mehr als 140 Teilnehmern zum Partnertag

vom DER KREIS Systemverbund und TopaTeam in Leonberg.

gab er einen Überblick über die unterschiedlichen Gesellschaften

der Leonberger Verbundgruppe sowie über die DER KREIS

Anja-Schaible-Stiftung.

An der Hobelbank aufgewachsen

Durch das Programm führten Walter Greil, seit dem 1. Januar

2018 Geschäftsführer von TopaTeam, und der ehemalige Topa-

Team-Firmenchef Michael Ritz. Dabei stellte sich Walter Greil mit

einem kurzen Lebenslauf den Partnern vor. „Ich bin sozusagen neben

der Hobelbank aufgewachsen und habe viele Jahre als Schreinermeister

gearbeitet.“ Später habe er bei einer Einkaufskooperation

für Küchenfachhändler das Verbandswesen und bei einem

Beschläge-Großhändler auch die Lieferantenseite kennengelernt.

Seit drei Jahren sei er nun bei DER KREIS für das Franchisesystem

Varia zuständig. „Als mir Ernst-Martin Schaible die Leitung

von TopaTeam anvertraute, war das für mich wie heimkommen.“

Er betonte, dass er die Unternehmenskultur von TopaTeam beibehalten

werde und dass TopaTeam sehr gut zu DER KREIS passe.

Im weiteren Lauf der Veranstaltung beantworteten Walter

Greil und Michael Ritz im lockeren Dialog wichtige Fragen der

Partner, die aufgrund der Integration entstanden waren. Sie

stellten die Synergien, Sortimentserweiterungen sowie die Konditionsverbesserungen

vor, von denen die TopaTeam-Partner

nun profitieren können. Dazu zählen auch Erweiterungen im

Seminar angebot, die der bekannte Vertriebsprofi und Trainer

Andreas Höld in einem kurzen Vortrag anschaulich darstellte.

Inspirierender Vortrag

Besonderer Höhepunkt des Partnertags war der packende

Impulsvortrag von Top-Speaker Ralph Goldschmidt. Er zog die

Teilnehmer wortgewandt in seinen Bann und zeigte überzeugend

auf, dass durch Veränderungen neue Chancen entstehen

und dass hierbei ein Zusammenhalt daher besonders wichtig sei.

www.derkreis.de

Ernst-Martin Schaible, Gründer und

geschäftsführender Gesellschafter

von DER KREIS Systemverbund, hieß

die TopaTeam-Partner und Mitarbeiter

in Leonberg willkommen.

Durch das Programm

führten

der neue

TopaTeam-

Geschäfts führer

Walter Greil und

der ehemalige

TopaTeam-

Firmenchef

Michael Ritz.

3/4/2018 KÜCHENPLANER 31


Küchendesign

Platz 1

Planer: Markus Beer

Studio: Couchzone (Innsbruck)

Fotos: Dominique Huter

(www.dominiquehuter.com)

Welche Komponenten wurden genau

verbaut? Technisch ist alles verbaut,

was Leicht zu bieten hat, bis

auf die Arbeitsplatte. Die Betonfront

„ Concrete“ wurde mit einer matten

Lackfront „Classic FS“ kombiniert; in

der Frontverlängerung auf der Hinterseite

befindet sich die der Kochinsel. Zudem

haben wir die indirekte Belüftung

der Hochschrankzeile mit Leicht geplant.

Wo befindet sich das Referenzobjekt?

Der Blick geht direkt auf den

Achensee und das Bergpanorama in

Tirol. Welche Anforderungen hatten

die Bewohner? Die Küche sollte sich

in den Wohnraum integrieren, Stauraum

bieten und passend zu dem außergewöhnlichen

Haus auch repräsentativ

sein, allerdings auch funktional:

Die Kunden kochen viel und gut. Wie

wichtig war der repräsentative Anspruch

der Planung? Sehr wichtig, da

man die Küche auch vom Hauseingang

sieht. Da die Fassade mit Corten-Stahl

verkleidet ist, passt die rötlich-braune

Front „Concrete“ geradezu perfekt.

Wird in der Küche intensiv gekocht?

Vor allem die Frau des Hauses kocht

leidenschaftlich. Welche Material/Stilvorlieben

kamen in den Beratungsgesprächen

zum Ausdruck? Beton

und Keramik. Die Bauherren wünschten

sich Schlichtheit. Doch trotz der architektonischen

Geradlinigkeit sollte

die Küche auch Wärme ausstrahlen.

Wie haben Sie diese Anforderungen

umgesetzt? Wie man sieht, komplett.

Die cremefarbene Keramikarbeitsplatte

hat das Ganze noch abgerundet. In

welchem Bezug steht die Küche zum

übrigen Wohnbereich? Wir haben den

ganzen Wohnraum geplant und die Küche

komplett darauf abgestimmt. Warum

haben Sie sich konkret für diese

Küchenmöbel und Planungskomponenten

entschieden? Wir arbeiten zu

90 % mit der Firma Leicht, weil Leicht

ein sehr breites Spektrum an Materialien

liefert und unsere Anforderungen

technisch perfekt umsetzen kann.

Sonderanfertigungen sind auch kein

Thema. Überzeugend fanden wir auch

die „Concrete“-Oberfläche, eine Betonspachteltechnik

mit ihren speziellen

Farbgebungen.

Inspirierende

Küchenplanungen

32 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Inspirieren, begeistern und aufzeigen, was mit den Programmen des Herstellers Leicht Küchen alles

möglich ist – das ist der Leitgedanke des „Global Kitchen Design Awards“. Verliehen wurde dieser

im Herbst 2017 zum zweiten Mal – mit einer festlichen Gala in der „Leicht Welt“ in Waldstetten.

Der Wettbewerb ist eine in der Küchenbranche einzigartige Initiative, die weltweit Fachhandelspartner,

Architekten und Endkunden miteinander vernetzt. Die Jury bestand beim jüngsten

Wettbewerb aus über 1000 internationalen Küchenfachberatern sowie Architekten.

Diese ermittelten die drei weltweiten Gewinner. Hinzu kommen länderspezifische Sieger.

Wir stellen die Planungen der Preisträger näher vor.

www.global-kitchen-design.com/de

3/4/2018 KÜCHENPLANER 33


Küchendesign

Platz 2

Planer: Robert Kohl

Studio: Küchenkunst – Einbaukunst (Pfullingen)

Fotos: Ralph Koch (www.ralph-koch-photos.com)

Welche Komponenten wurden genau verbaut? Die Bauherren haben sich

für weißen Mattlack für die Fronten der Küchenmöbel ausgesprochen. Wo befindet

sich das Referenzobjekt? In Pfullingen bei Reutlingen. Welche Anforderungen

hatten die Bewohner? Die Familie wünschte sich eine Küchengestaltung,

die mächtig und sehr präsent sein soll. Dennoch sollte die Leichtigkeit

erhalten bleiben. Zudem sollte ein besonderer Bezug zum Außenraum hergestellt

werden: Das Fenster wurde so in die Hausfassade eingebaut, dass der Blick

vom Ess- und Blockbereich genau einen Teilausschnitt vom Ortsberg Pfullingen,

dem Georgenberg, einfängt. Wie wichtig war der repräsentative Anspruch der

Planung? Zum einen repräsentativ, zum anderen auch kommunikativ mit Insellösung.

Wird in der Küche intensiv gekocht? Die Bauherren sind zu zweit, daher

wird gern gekocht, aber nicht übermäßig oft. Welche Material/Stilvorlieben

kamen in den Beratungsgesprächen zum Ausdruck? Eine Vorliebe für eine

minimalistische Gestaltung, die gleichzeitig sehr körperhaft ist. Die einzelnen

Komponenten haben eine hohe Präsenz im Raum. Gewünscht war eine harmonische

und zugleich spannungsreche Integration von Beton, Edelstahl und Mattlack

für die Fronten. Die Flächen sollten ruhig und bündig sein. Alle Auszüge

und Fronten sollten maximale Ruhe ausstrahlen. Wie haben Sie diese Anforderungen

umgesetzt? Mit einer klaren Küchenarchitektur, grifflosen Fronten und

der Akzentuierung der verschiedenen Volumen wie Funktionszeile, Raumteiler

und Insel in Material und Farbe – d.h. schwarz und weiß. Bis auf die Küchenmöbel,

die von Leicht stammen, erfolgten Sonderanfertigungen in Manufakturen

nach unseren Plänen. In welchem Bezug steht die Küche zum übrigen

Wohnbereich? Weitgehend offen, jedoch durch einen Raumteiler mit integriertem

Weinschrank vom Eingangsbereich separiert. Warum haben Sie sich konkret

für diese Küchenmöbel und Planungskomponenten entschieden? Leicht

bietet eine hohe Flexibilität und Wertigkeit sowie ein ausgewogenes Design.

34 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Platz 3

Planer: Luis Bebchick

Studio: Hausscape (Miami, USA)

Fotos: Paul Stoppi

Welche Komponenten wurden genau verbaut? „Orlando“, „Classic-

FS 120 Frosty White“ und „Tocco“ von Leicht. Wo befindet sich das

Referenzobjekt? In Miami Beach, Florida, direkt am Meer. Welche

Anforderungen hatten die Bewohner? Es handelte sich um ein

Paar, dessen Kinder gerade ausgezogen waren („empty nesters“): Sie

wünschten sich ein komfortables Apartment, das genug Platz bietet,

um in den Ferien und an Feiertagen Gäste und Familie unterzubringen.

Wichtig war ihnen ein eigener Raum, in dem sie Kostbarkeiten

von ihren Reisen, speziell aus China, unterbringen konnten und der

bedarfsweise als zweite Küche genutzt werden konnte – etwas diskret

vor dem direkten Einblick verborgen. Wie wichtig war der repräsentative

Anspruch der Planung? Es ging in der Planung vor allem darum,

eine Küche zu gestalten, die täglich genutzt wird. Wird in der

Küche intensiv gekocht? Die Hausherren kochen gern und viel. Welche

Material/Stilvorlieben kamen in den Beratungsgesprächen zum

Ausdruck? Der ausdrückliche Wunsch waren hölzerne Oberflächen in

Kombination mit Weiß. Wie haben Sie diese Anforderungen umgesetzt?

Das Konzept einer „Raum-im-Raum“-Lösung hat die Anforderungen

an eine zweite Küche perfekt gelöst. Zudem konnten wir die

Fronten dieses begehbaren Raumes von der Decke bis zum Boden aus

Holz gestalten und in den gewünschten Kontrast zu den weißen Lackoberflächen

der Inseln und dem Inneren des Raumes setzen. Die Holzvertäfelung

setzt sich dann über den Flur bis hin zu den Schlafräumen

fort. In welchem Bezug steht die Küche zum übrigen Wohnbereich?

Die Küche ist ein vollständiger Bestandteil des Wohnraumes. Warum

haben Sie sich konkret für diese Küchenmöbel und Planungskomponenten

entschieden? Wir sind Leicht-Händler und Planer. Leicht ist

eines unserer besten Produkte – und wir konnten speziell bei diesem

Projekt die vom Kunden gewünschte Qualität bieten. Auch das Preis-

Leistungsverhältnis spielt eine ausschlaggebende Rolle.

3/4/2018 KÜCHENPLANER 35


Küchendesign

Die „KüchenInnovationen“ des Jahres

Der Konsumentenpreis „KüchenInnovation des Jahres ® “ hat sich auch international etabliert.

Verliehen wird er jährlich auf der Messe Ambiente von der Initiative LifeCare. In diesem

Jahr zählten Bauknecht, Blanco und Nobilia/Pfleiderer zu den besonders Geehrten.

Welches Produkt auf dem Markt erfolgreich ist, bestimmt

letztendlich der Konsument. Daher stellt die Initiative

LifeCare die Verbrauchermeinung in den Mittelpunkt,

wenn sie den von ihr initiierten Preis „KüchenInnovation

des Jahres ® “ verleiht. In diesem Jahr hat LifeCare auf der

Konsumgüterleitmesse Ambiente in Frankfurt den weltweit

anerkannten Konsumentenpreis bereits zum zwölften

Mal vergeben: an 32 Produkte, von einer Expertenjury nominiert

und von Verbrauchern ausgewählt.

Golden Award für die Besten

Für neun Hersteller war die Preisverleihung besonders

erfreulich: Sie haben es mit ihrem Produkt geschafft, zu

den Besten der Besten zu gehören und damit den „Golden

Award“ zu erhalten. Gewonnen haben Produkte von AMT

Gastroguss, Ankarsrum Kitchen AB, Blanco, Bauknecht,

Nobilia/Pfleiderer, Norbert Woll, Rieber, Rösle, Villeroy &

Boch.

Das sind die Preisträger sowie die ausgezeichneten Produkte

aus den Kategorien Küchenmöbel, Hausgeräte (Elektrogroßgeräte)

und Spülen/Armaturen.

KüchenInnovationspreis 2018

Golden Award – Best of the Best

• Bauknecht; Produkt: Induktionskochfeld „Active Cook

Modus“ ausgezeichnet für: Bedienkomfort, Innovation,

Produktnutzen, Design

• Blanco; Produkt: „Blanco Solenta-S Senso“

ausgezeichnet für: Funktionalität, Innovation, Produktnutzen,

Design, Ressourcenschonung

• Nobilia/Pfleiderer; Produkt: Xtra-Arbeitsplatte

ausgezeichnet für: Funktionalität, Innovation, Produktnutzen,

Design, Materialbeschaffenheit

KüchenInnovationspreis 2018

• Beckermann Küchen GmbH; Produkt: Marmor-Design-

Konzept „Paradiso XTreme“

ausgezeichnet für: Funktionalität, Innovation, Produktnutzen,

Design, Materialbeschaffenheit

• berbel Ablufttechnik; Produkt: „Downline BKF83DL-A/U“

ausgezeichnet für: Funktionalität, Innovation, Produktnutzen,

Design

• Franke; Produkt: Armaturenreihe „Crystal“

ausgezeichnet für: Funktionalität, Produktnutzen, Design

• Franke/KWC; Produkt: KWC „ERA“

ausgezeichnet für: Funktionalität, Innovation, Design

• Grohe AG; Produkt: „GROHE Red“

ausgezeichnet für: Funktionalität, Innovation, Produktnutzen,

Design

• Villeroy & Boch; Produkt: „Siluet“

ausgezeichnet für: Innovation, Produktnutzen, Design,

Materialbeschaffenheit

„Objektive Orientierungshilfe“

Der Konsumentenpreis gilt laut Veranstalter auch international

als objektive Orientierungshilfe und werde als

Kaufempfehlung „vom Verbraucher – für den Verbraucher“

wahrgenommen. In den vergangenen zwölf Jahren haben

insgesamt 16 800 Verbraucher 365 Produkte ausgewählt.

Die Auszeichnung kommt in über 55 Ländern zum Einsatz.

Das Procedere läuft zweistufig: Eine Expertenjury wählt im

ers ten Schritt die Produkte je Kategorie mithilfe eines standardisierten

Prüfverfahrens aus. Die so nominierten Produkte

sind für das ausschlaggebende Verbrauchervotum

zugelassen. Im zweiten Schritt findet eine repräsentative

Befragung durch das Marktforschungsinstitut K&A Brand-

Research statt. www.kuecheninnovationspreis.de

Foto: LifeCare

Die Gewinner der

„Küchen Innovationspreise

2018“ auf der

Konsumgütermesse

Ambiente in Frankfurt.

36 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Golden Award: Bauknecht Induktionskochfeld

„ Active Cook Modus“.

Golden Award: „Xtra“-Arbeitsplatte von nobilia/Pfleiderer.

Foto: Blanco

Foto: Beckermann

Foto: Bauknecht

Foto: nobilia

Golden Award: Sensor-Küchenarmatur

„Blanco Solenta-S Senso“.

Marmor-Design-Konzept „Paradiso XTreme“ (Beckermann Küchen).

Foto: Villeroy & Boch

TitanCeram-Küchenspüle „Siluet“ (Villeroy & Boch).

Foto: Franke/KWC

Spülen-Armaturen kombination „ERA“ (KWC).

Foto: berbel Ablufttechnik Foto: Franke

Armaturenreihe „Crystal“ (Franke).

Heißwassersystem

„Grohe Red“ (Grohe).

Foto: Grohe

Muldenlüfter

„Downline

BKF83DL-A/U“

(berbel).

3/4/2018 KÜCHENPLANER 37


Markt + Menschen

Wer baut, richtet sich gern neu ein und lässt sich

dabei auch die Küche individuell planen – sofern

es die Finanzen zulassen. Außerdem verlassen die

Bauherren bestehenden Wohnraum, der von den

neuen Mietern ebenfalls neu möbliert wird. Deshalb

ist die Zahl der Baugenehmigungen für die

Einrichtungsbranche generell und auch für die Küchenbranche

von jeher einer der Früh-Indikatoren

zur Beurteilung der kommenden Geschäftslage.

Demnach lässt der Rückenwind aus diesem Segment

erstmals seit acht Jahren wieder etwas nach.

Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2017

in Deutschland 7,3 % oder 27 300 weniger Baugenehmigungen

für Wohnungen erteilt als im Jahr 2016.

Insgesamt wurde im vergangenen Jahr der Bau von

348 100 Wohnungen genehmigt. Darunter fallen

alle Genehmigungen für Baumaßnahmen zur Erstellung

neuer sowie an bestehenden Wohn- und

Nichtwohngebäuden. Wie das Amt (Destatis) weiter

mitteilt, war damit die Zahl der genehmigten

Wohnungen erstmals seit 2008 niedriger als im jeweiligen

Vorjahr. Von 2008 bis 2016 waren die Zahlen

kontinuierlich gestiegen. Immobilienexperten

haben auch schon die Gründe für den temporären

Rückgang am Bau ausgemacht: Knapper werdendes

Bauland und hohe Baukosten. www.destatis.de

Rückgang

am Bau

38 KÜCHENPLANER 3/4/2018


3/4/2018 KÜCHENPLANER 39

Foto: Biermann


Markt + Menschen

Bilanzpressekonferenz

bei

nobilia: Dr. Lars

Bopf, Sprecher

der Geschäftsleitung

(vorn) erläutert

die Hintergründe

der erneuten

Rekordzahlen.

Im Hintergrund

hört Dr. Oliver

Streit (Geschäftsführer

Marketing und

Vertrieb) konzentriert

zu.

Foto: Biermann

nobilia meldet auch für 2017 neue Rekordzahlen

Der Export gibt den Takt an

Die Küchenwelt wird auch für nobilia komplizierter. Mit immer kurzfristigeren Aufs

und Abs in einzelnen Märkten. Dennoch meldet das Unternehmen für 2017 erneut

Rekorde auf allen Ebenen. Damit das so weitergeht, wird viel gebaut im Konzern –

demnächst auch außerhalb Verls in Saarlouis.

Mit einem Marktanteil von knapp über 30 % scheint

nobilia im Inland an eine natürliche Mengen-Wachstumsgrenze

angekommen zu sein. Zuwächse wird es

in den nächsten Jahren hierzulande wohl in erster Linie

über die weitere Wertsteigerung pro Kommission

geben. Um das zu realisieren, investiert das Unternehmen

nachhaltig in Produktion, Produkt und Vertrieb.

Allein 2017 waren es mehr als 100 Mio. Euro. In

dieser Größenordnung wird es 2018 nicht weitergehen,

sagte Dr. Lars Bopf, Sprecher der Geschäftsleitung,

bei der Vorstellung der aktuellen Geschäftszahlen.

Allerdings gibt es eine erhebliche Unbekannte in der

Bopf’schen Prognose: Das Unternehmen will nämlich

trotz einer gewissen Marktsättigung im Inland auch

in der Menge weiter wachsen – so wie in den vergangenen

17 Jahren. Der Export ist dabei längst zur entscheidenden

Größe aufgestiegen. Allerdings ist der

Firmensitz in Verl mit den beiden Werken in Sürenheide

und Kaunitz den Kapazitätsgrenzen nahe. In Sürenheide

ist diese im Stammwerk schon seit einigen

Jahren erreicht und Erweiterungen sind nur noch ergänzend

möglich, in Kaunitz zeichnet sie sich immer

deutlicher am Horizont ab. Ausbaupläne für Werk II

in Kaunitz sind zwar längst auf den Weg gebracht und

werden auch weiter forciert, doch noch immer steht

eine Einigung beim Grundstückserwerb aus. Also

hat sich das Unternehmen in den vergangenen Monaten

andernorts umgeschaut und alternative Standorte

geprüft. Fündig geworden ist man im Saarland, genauer

im Städtchen Saarlouis, nur wenige Steinwürfe

von der französischen Grenze entfernt. Einen separaten

Bericht dazu lesen Sie im Anschluss an diesen

Beitrag.

Nah an Frankreich

Der Standort Saarlouis scheint schon aus Gründen

der Logistik sinnvoll zu sein für die Expansionspläne

des Unternehmens. Denn mit 42 % geht der mit Abstand

größte Anteil der nobilia-Ausfuhren nach Frankreich.

Belgien, Niederlande, die Schweiz und Österreich sind

40 KÜCHENPLANER 3/4/2018


ebenfalls nahe dran. Diese Länder vereinen weitere

31 % des aktuellen nobilia-Exports. Mit der Einrichtung

von Vertriebsbüros in Pfullendorf und Saarbrücken hat

sich das Unternehmen dem wichtigsten Exportmarkt

Frankreich sowie den Märkten im Südwesten organisatorisch

ohnehin schon genähert. In Pfullendorf zum

Beispiel sind derzeit zehn fachkundige Mitarbeiter in

der Auftragserfassung und der Kundenbetreuung angestellt.

Dass diese in der Mehrzahl einst bei Alno auf

der Lohnliste standen, liegt nahe. Fachkräfte sind heiß

begehrt in der Branche – wenn diese aus familiären

Gründen nicht vom Bodensee nach Ostwestfalen umziehen

mögen, zieht das Unternehmen eben mit einer

Vertriebs-Dependance dorthin. Derzeit nicht weiter

verfolgt werden hingegen Pläne, in China eine Produktion

aufzubauen.

Export macht Laune

Trotz mancher Unwägbarkeit und einer überraschend

schwachen Inlandsnachfrage hat nobilia seinen

kontinuierlichen Wachstumskurs also auch im

Jahr 2017 fortgesetzt und ist gewachsen. „Auf hohem

Niveau und erneut gegen den Branchentrend“, stellte

Dr. Lars Bopf ostwestfälisch nüchtern fest. Nachfrageeinbußen

aus einem schwachen Inlandsmarkt im ersten

Halbjahr konnten von einem guten Exportgeschäft

kompensiert werden. Die Exportquote beträgt aktuell

46,5 %. So stieg der Gesamtumsatz um 36,7 Mio. Euro

auf 1,126 Mrd. Euro. Dieser Wert entspricht einem Plus

von 3,4 % gegenüber dem Umsatz von 1,089 Mrd. Euro

in 2016. Die Küchenmöbelbranche insgesamt hat laut

VdDK (Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie)

im vergangenen Jahr 3,85 % Umsatz verloren.

Mit einem Inlandsumsatz von 602,5 Mio. Euro hat

nobilia im Jahr 2017 in etwa das Vorjahresniveau erreicht

(+ 0,3 %). Der Exportumsatz hingegen stieg um

38,7 Mio. Euro (= + 8 %) auf 523 Mio. Euro. „Damit erwiesen

sich die Exportmärkte in 2017 erneut als Wachstumstreiber

des Geschäfts“, machte Dr. Lars Bopf die

Marktgewichtung deutlich. Die Exportquote beträgt inzwischen

46,5 % (+ 2 %). Beliefert werden Handelspartner

in weltweit mehr als 90 Ländern. Die wichtigsten

sind wie erwähnt Frankreich (42 %), Belgien (13 %), Österreich

(10 %) und die Niederlande (6 %). Auf jeweils 3 %

Exportanteil kommen die Märkte in Dänemark, China,

Großbritannien und Spanien, in der Schweiz, Italien

und Tschechien sind es 2 % und in Schweden, Finnland

und Saudi-Arabien 1 %. Alle anderen Märkte vereinen

8 % auf sich und laufen unter „Sonstige“.

Pino bleibt separat

Nicht enthalten in diesen Zahlen sind Ergebnisse

aus der Beteiligung an Pino. Wie bekannt, hatte nobilia

zusammen mit anderen Investoren die einstige

Alno-Tochter rückwirkend zum 1. Oktober 2018 übernommen.

Wie Dr. Lars Bopf nachdrücklich betonte,

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Markt + Menschen

laufen die Pino-Geschäfte organisatorisch, vertrieblich

und kaufmännisch vollkommen eigenständig und sind

nicht Bestandteil der nobilia-Bilanz.

675 000 Küchen produziert

Mit etwa 675 000 produzierten Küchenkommissionen

wurde 2017 ein neuer Volumenrekord erzielt. Pro

Arbeitstag verließen damit mehr als 3100 Kommissionen

die beiden Werke in Verl. Dr. Bopf: „Das Umsatzplus

resultierte vor allem aus dem Geschäft mit Holzteilen.

Dies erreichte mit mehr als 6,75 Mio. Schränken

und über 1,55 Mio. Arbeitsplatten neue Spitzenwerte.“

Damit konnte das Unternehmen seine „herausragende

Stellung als Marktführer in Deutschland ein weiteres

Mal bestätigen und seine führende Stellung in Europa

weiter ausbauen“.

Rückgang bei E-Geräten

Nach wie vor liefert nobilia etwa die Hälfte der produzierten

Küchenkommissionen inklusive Elektrogeräten

aus. Das Sortiment umfasst zwölf Elektrogeräte-

Marken, darunter vier Exklusivmarken. Abgedeckt

werden alle Preisklassen – vom Preiseinstieg bis in

das Top-Segment. Allerdings waren die Absatzzahlen

für Elektrogeräte 2017 leicht rückläufig und konnten

nicht mit dem Mengenwachstum der Holzteile mithalten.

Dies erklärt das Unternehmen mit dem allgemein

schwachen Inlandsmarkt. Hier hat das sogenannte

Komplettvermarktungsgeschäft einen besonders hohen

Anteil. Hinzu kommen die Eigenmarkenstrategien

mancher Händlergruppen. Dies beeinflusse vor allem

den Absatz im mengenrelevanten Preiseinstiegsbereich.

Das Geschäft mit Einbaugeräten im Export konnte

nobilia hingegen erneut steigern. „Die Komplettvermarktung

ist allerdings nicht für alle Exportmärkte

gleichermaßen geeignet“, erläuterte Dr. Bopf. Zum Teil

weiche das Gerätesortiment in einzelnen Exportmärkten

von lokalen technischen Normen ab. „Zudem stößt

die Komplettvermarktung auch durch die regionale

Unbekanntheit dieser Vermarktungsweise in neuen

Märkten zunächst häufig an ihre Grenzen.“

Marktanteil bis zu 50 %

Interessant bleibt der Blick auf die von der GfK ermittelten

Markanteile nach Preisgruppen. Im sogenannten

Preiseinstieg mit Endverbraucherpreisen unter

2000 Euro ist der Marktanteil von nobilia mit nur

4,9 % vergleichsweise gering. Der Marktanteil des Verler

Unternehmens steigt in dem Bereich von 2000 bis

3000 Euro auf 15,8 % und liegt in der breiten Mitte des

Marktes – also im Preisbereich zwischen 3000 bis

14 000 Euro, in denen summarisch 62,7 % der deutschen

Küchen verkauft werden – nachhaltig über 30 %. In den

Preisklassen von 5000 bis 10 000 Euro hat nobilia in

Deutschland inzwischen sogar einen Marktanteil von

etwa 50 %.

Vertrieben werden Küchen von nobilia im Inland

immer noch am häufigsten über den Vertriebsweg Einrichtungshäuser

(40,8 % nach Menge) gefolgt von den

Küchenspezialisten (26,3 %) und den Mitnahme- und

SB-Märkten (17,9 %).

Erneut gesteigert werden konnte der Wert pro Küchenkommission.

Der liegt nun bei 7039 Euro (inkl.

E-Geräte und Umsatzsteuer). Zum Vergleich: Vor 10

Jahren schlug eine nobilia-Küche durchschnittlich mit

4470 Euro zu Buche. Am Markt generell sind die Durchschnittspreise

in den letzten 10 Jahren von 5322 Euro

(im Jahr 2007) auf 6859 Euro (2017) gestiegen.

Eigener Vertrieb nur im Ausland

In der gesamten nobilia-Unternehmensgruppe stieg

der Umsatz im vergangenen Jahr um 31,8 Mio. Euro (=

2,6 %) auf 1,26 Mrd. Euro. Ergänzend zum Kerngeschäft,

der Produktion von Küchen, betreibt das Unternehmen

außerhalb Deutschlands diverse Handelsaktivitäten

bzw. ist an solchen beteiligt. In Schweden und England

zum Beispiel betreibt nobilia eigene Küchenstudios unter

den Namen „Noblessa Sverige“ und „Kütchenhaus“.

Des Weiteren besteht eine Minderheitsbeteiligung an

einer Handelskette in Belgien, die am Markt mit Studios

der Vertriebslinie „èggo“ operiert. Zudem ist nobilia

Mehrheitsgesellschafter einer Franchise-Organisation,

die derzeit mit etwa 400 Studios der

Vertriebsschienen „Ixina“, „Cuisine Plus“, „ Cuisines

Références“ und „Vanden Borre Kitchen“ aktiv ist. Die

Franchise-Organisation ist mit ihren Studios schwerpunktmäßig

in Frankreich und Belgien vertreten, soll

aber künftig auf weltweiten Exportmärkten wachsen.

Mitarbeiter und Investitionen

Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 arbeiteten 3315

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen.

Dies bedeutet einen Zuwachs von 295 Mitarbeitern

oder ein Plus von 9,8 % gegenüber dem Jahr 2016.

Mehr als 540 Personen wurden neu eingestellt, um diese

Aufstockung der Mitarbeiterzahl unter Berücksichtigung

der normalen Fluktuation realisieren zu können.

Mehr Platz im Schrank

Investiert wurden im Geschäftsjahr 2017 besonders

in die Produktion der neuen XL-Korpushöhe sowie

der neuen Xtra-Arbeitsplatten, die zusammen mit

Pfleiderer entwickelt wurden. Zudem wurde die Teilefertigung

im Werk II (Kaunitz) weiter ausgebaut und

ein neues, hoch automatisiertes Logistikzentrum für

Zubehörmaterialien am Standort in Kaunitz in Betrieb

genommen. Schwerpunkt der Investitionen im Werk

Sürenheide war die Erneuerung veralteter Aggregate

sowie die Optimierung vorhandener Fertigungsabläufe

und der damit verbundenen Prozesse. Hierzu zählt

auch ein Anbau zur Erweiterung der Teilefertigung,

der voraussichtlich im zweiten Quartal 2018 fertiggestellt

sein wird. Parallel dazu wird die nobilia-eigene

Lehrwerkstatt erweitert. Weitere Investitionen flossen

2017 in den Bau eines zusätzlichen Verwaltungsgebäudes

auf dem Werksgelände in Verl-Sürenheide.

Das jetzige Gebäude der kaufmännischen Verwaltung

mit 10 245 m² wurde um einen neuen Komplex mit insgesamt

5700 m² auf fünf Etagen erweitert und bietet

Raum für etwa 300 Mitarbeiter. Hinzu kommen Investitionen

in die IT und den Fuhrpark. In der Summe

steckte nobilia 105 Mio. Euro in die Zukunftssicherung

des Unternehmens. Zum Gewinn macht das Unternehmen

wie gewohnt keine Angaben. „Auskömmlich“

heißt es dazu traditionell. www.nobilia.de

42 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Saarlouis zieht das große Los

Küchenmöbelhersteller nobilia baut ein neues Werk. Nach eingehender

Prüfung verschiedener Optionen hat sich das Unternehmen

für das Industriegebiet Lisdorfer Berg in Saarlouis als neuen

Produktionsstandort entschieden. Es ist eine der größten Firmen-

Ansiedlungen der letzten Jahrzehnte im Saarland. Entstehen wird

das Werk in unmittelbarer Nähe zur französischen Grenze – das

war dem Unternehmen besonders wichtig. Denn Frankreich ist der

größte Exportmarkt für nobilia und nach Deutschland der zweitgrößte

Absatzmarkt überhaupt. „Saarlouis ist grenznah gelegen.

Insofern kommen wir unseren Kunden in Frankreich und in weiteren

südeuropäischen Ländern geografisch ein gutes Stück entgegen.

Das spart Transportwege und Lieferzeiten und führt so zu

einer optimierten Logistik“, fasst Dr. Bopf, Sprecher der nobilia-Geschäftsleitung,

die wesentlichen Gründe für die Standort-Entscheidung

zusammen. Zudem böte das Saarland ein „gut strukturiertes

Fachkräfteangebot“. Hinzu kommen verbreitete französische

Sprachkenntnisse der Fachkräfte. Um speziell die französische

Kundschaft noch besser betreuen zu können, hatte das Unternehmen

schon zum Jahreswechsel ein eigenständiges Vertriebsbüro in

Saarbrücken eingerichtet. Aufbauen wird nobilia das Werk in Saarlouis

modular, also schrittweise in verschiedenen Baustufen. In der

finalen Ausbaustufe können laut Unternehmen bis zu 120 000 m 2

Produktionsfläche entstehen und mehr als 1000 Arbeitsplätze. Das

zur Verfügung stehende Areal umfasst 29 ha. www.nobilia.de

Fotos: gwSaar

Gruppenbild nach der Vertragsunterzeichnung (Foto von links):

Dr. Oliver Streit (Geschäftsführung nobilia), Dr. Lars M. Bopf (Geschäftsführung

nobilia), Anja Stickling (Gesellschafterin nobilia),

Anke Rehlinger (Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Ener gie und

Verkehr des Saarlandes), Thomas Schuck (Geschäftsführung

gwSaar), Peter Demmer (Oberbürgermeister der Stadt Saarlouis).

Beko verlängert mit Barca. Hausgerätehersteller

Beko kündigt die Verlängerung seiner

Sponsoring-Vereinbarung mit dem FC Barcelona

an. Damit wird das Unternehmen einer der weltweiten

Hauptsponsoren und offizieller Trainingspartner

des international renommierten Fußball-

Clubs. Das Beko-Logo wird weiterhin auf dem

Ärmel des offiziellen FC Barcelona-Trikots sichtbar

sein, ebenfalls auf der Trainingsbekleidung

sowie auf der Aufwärmkleidung des Vereins. Als

globalen Markenbotschafter für ihre gemeinsame

Kampagne „Eat Like a Pro“ haben Beko und der

FC Barcelona nun den Barca-Profi Gerard Piqué

vorgestellt (Foto Mitte mit Josep Maria Bartomeu,

Präsident FC Barcelona und Ali Y. Koç, stellvertretender

Vorsitzender der Koç Holding, Eigentümerin

des Hausgeräteherstellers Beko. Ziel der Initiative

sei es, die weltweit rapide wachsende Zahl

übergewichtiger Kinder zu reduzieren. Mehr Informationen

zu „Eat Like a Pro“ und das Kampagnen-Video

gibt es auf: www.beko.com/eat-likea-pro

/ www.beko-hausgeraete.de

Jamie kocht für Bauknecht. Hausgerätehersteller

Bauknecht und der englische

Starkoch Jamie Oliver setzen ihre

Zusammenarbeit fort. Der Fachhandel

soll davon profitieren: mit einem vielfältigen

Maßnahmenpaket. Bauknecht

und Jamie Oliver sind bereits seit 2017

Partner, um gemeinsam ihre Vision zu

verwirklichen: Die Zubereitung von

gutem und vitaminreichem Essen für

jeden möglich zu machen und die Freude

am Kochen zurück in die Küche zu bringen. Mit dem nun angekündigten „umfassenden

PoS-Material“ soll die Sichtbarkeit dieser Partnerschaft in den Ausstellungsräumen

des Fachhandels weiter verstärkt werden. Zudem sei die Partnerschaft ein

fester Bestandteil auf der Homepage des Hausgeräteherstellers. www.bauknecht.de

Foto: Beko

Foto: Bauknecht

KÜCHENPLANER 43


Markt + Menschen

Leiten die Geschicke

des

Familienunter

nehmens

Schüller (Foto

von links):

Max Heller,

Markus Schüller

und Manfred

Niederauer. Gegründet

wurde

das Unternehmen

im Jahre

1966 durch

Otto Schüller.

Foto: Schüller

Schüller Bilanz für 2017

Erneut über Schnitt

In einem branchenübergreifend stark uneinheitlichen Küchenjahr 2017 konnte die

Schüller Möbelwerk KG erneut wachsen. Der Umsatz stieg um 5,4 % auf 449 Mio. Euro.

Auch im Inland legte das Unternehmen zu: um 4,6 % auf ein Ergebnis von

344 Mio. Euro – und damit deutlich über dem Branchendurchschnitt.

Auch im Bereich Export nahmen beide Produktlinien

– die Consumer-Collection schüller.C sowie die

Premiummarke next125 – deutlich an Fahrt auf: im

Vergleich zu 2016 kletterte der Umsatz im Ausland auf

105 Mio. Euro, was einem Plus von 10,0 % und einer Quote

von 23,4 % entspricht.

next125-Showroom in Shenzhen

Ein zentraler Schwerpunkt im Auslandsgeschäft lag

auf den Kernländern Zentral- und Westeuropas. Zusätzliches

Wachstumspotenzial im Export bot auch

der dynamische Asien-Pazifik-Raum. Hier baute Schüller

sein Objektgeschäft weiter aus und eröffnete in

Shenzhen (China) einen next125 Flagship-Store. Mit

der Teilnahme an der Eurocucina in Mailand im April

2018 will das Unternehmen ein weiteres „klares Signal“

in Richtung Export geben. „Unsere Aufgabe für 2018

wird sein, den Weg des kontinuierlichen Wachstums

fortzusetzen. Wir blicken optimistisch auf gleichermaßen

ehrgeizige wie realistische Ziele“, so Geschäftsführer

Markus Schüller.

Eigenständige Produktlinien

Über die Jahre hinweg hat sich Schüller nach eigener

Aussage zum „Allrounder“ entwickelt: „Ein ebenso

breites wie tiefes Produktspektrum mit zwei eigenständigen,

differenzierten Collectionen, angeboten zu

einem ausgewogenen Preis-Leistungsverhältnis, bietet

maßgeschneiderte Lösungen für unterschiedlichste Ansprüche“,

heißt es in der Selbstdarstellung. Zusätzlicher

Mehrwert werde durch Innovationskraft und Kompetenz

im Bereich Abwicklung und Service geboten.

26 Mio. Euro investiert

Die Investitionen beliefen sich im vergangenen Jahr

auf ein Volumen von 26 Mio. Euro. Der Schwerpunkt

der Investitionen am Standort Herrieden lag hierbei

auf Gebäuden und maschinellen Anlagen – davon profitierten

besonders die Teile, Front- und Endfertigung

sowie der Fuhrpark.

1529 Mitarbeiter im Jahresschnitt

Parallel zum Gesamtwachstum des Unternehmens

entwickelte sich die Mitarbeiterstruktur. Im Jahr 2017

stieg die Anzahl der Beschäftigten am Standort Herrieden

um 5,4 % auf durchschnittlich 1529. Insbesondere

in Zeiten des Fachkräftemangels seien Investitionen

in den „Erfolgsfaktor Mitarbeiter“ zentral. Aus

diesem Grund fördert das Unternehmen die Ausbildung

junger Talente schon seit mehreren Jahren mit

steigender Intensität. Mit einer Gesamtzahl von aktuell

100 Auszubildenden in elf Berufen – von Schreiner/-in

über Mechatroniker/-in bis hin zu Fachinformatiker/-

in – und drei dualen Studiengängen weist das Unternehmen

für 2017 eine Ausbildungsquote von 6,5 % vor.

www.schueller.de / www.next125.de

44 KÜCHENPLANER 3/4/2018


TIOMOS HIDDEN SCHARNIER-SYSTEM

Die neue Epoche für Möbeltüren.

Scharnier-Komfort

wird nahezu unsichtbar.

Intelligent. Elegant. Verdeckt.

Dezente Form. Clevere Funktionalität.

Mit 105 Grad Öffnungswinkel lässt sich das

filigrane Scharnier Tiomos Hidden bereits in

Türstärken ab 18 mm optimal integrieren.

Premiere für Tiomos Hidden – das vollendet integrierte Scharnier im Möbel.

Mit Tiomos Hidden präsentiert GRASS ein Scharnier-System, das komplett im

Möbel eingefräst wird. Filigran gestaltet, spielt es seine vielseitigen funktionalen

Stärken im Verborgenen aus. Dazu zählt unter anderem auch das perfekt integrierte

Komfort-System zum gedämpften Schließen. Passend zu dunklen Design-

Oberflächen überzeugt Tiomos Hidden auch in der Trendfarbe Night.

www.grass.eu


Markt + Menschen

Staatsanwaltschaft

ermittelt gegen Alno-Manager

Der Verdacht auf Insolvenzverschleppung

steht

schon länger im Raum –

jetzt hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart ihre Ermittlungen

intensiviert. Am 20. März 2018 wurden in mehreren

Bundesländern Geschäftsräume und Wohnungen

durchsucht. Im Mittelpunkt stehen zwölf ehemalige Manager

des insolventen Küchenmöbelherstellers Alno.

Vier Staatsanwälte und mehr als 100 Polizisten waren

an der bundesweiten Ermittlungsaktion beteiligt. Dabei

ging es um Verdacht der Insolvenzverschleppung

und des Betruges. Neben einigen Privatwohnungen wurden

die Geschäftsräume bei sechs Tochtergesellschaften

untersucht, Medienberichten zufolge unter anderem

auch bei Wellmann in Hiddenhausen und bei Pino

Küchen in Coswig. Gesucht wurde demnach nach Unterlagen,

die Licht ins Dunkel diverser nebulöser Sondervergütungen

an Manager in den letzten Jahren bringen

sollen. Ebenfalls im Fokus stehen die Rollen einiger

Zulieferer sowie des langjährigen Mehrheitsaktionärs

Whirlpool. Insolvenzverwalter Martin Hörmann ließ

die aktuellen Durchsuchungen unkommentiert. Über

die weitere Entwicklung berichten wir tagesaktuell auf

www.kuechenplaner-magazin.de.

Foto: Alno AG

BMK macht

das Dutzend voll

Foto: BMK

Die

BMK-Trophäe wird

seit 12 Jahren verliehen:

in den Kategorien

Möbel, Geräte

und Zubehör.

Seit dem 15. Februar 2018 läuft die Bewerbungsphase

für die 12. Verleihung des

BMK-Innovationspreises. Die Branchenvereinigung

lädt alle küchennahen Hersteller

und Zulieferer ein, den Fachhandel

von ihren „herausragenden Innovationen“

zu überzeugen. Einsendeschluss ist der

30. Mai 2018.

Mit dem seit 2006 verliehenen BMK-Innovationspreis

werden seit nunmehr 12 Jahren Produktinnovationen

in den Segmenten Küchenmöbel, Küchengeräte und Küchenzubehör

ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet auf der LivingKitchen 2019

in Köln statt. Einzige Voraussetzung neben kreativen, ästhetischen

und funktionalen Innovationen: Das Produkt darf nicht länger als

18 Monate am Markt sein und sollte die erste Bewährungsprobe im

Fachhandel bestanden haben.

Mit im Team ist auch wieder eine Projektgruppe der MöFa (Fachschule

des Möbelhandels), die den Bewerbungsprozess begleitet und

die nominierten Hersteller dabei unterstützt, ihre eingereichten Innovationen

professionell zu präsentieren. Die dreigeteilte Jury, bestehend

aus Fachhandel, Presse-Jury und BMK-Vorstand, bewertet

die eingereichten Innovationen in der zweiten Jahreshälfte 2018.

Die Preisverleihung findet dann im Rahmen der LivingKitchen im

Januar 2019 in Köln statt. www.bmk-verband.de

Moderner, übersichtlicher, informativer

DER KREIS Deutschland hat seinen Onlineauftritt inhaltlich

und technisch komplett neugestaltet. Unter www.derkreis.de präsentiert

sich die Verbundgruppe seit dem 1. März in modernem

und übersichtlichem Design. „Mit dem Relaunch unserer Homepage

haben wir einen weiteren großen und wichtigen Schritt unserer

in 2017 gestarteten Online-Offensive umgesetzt. Ziel des

kompletten Neuauftritts war nicht nur, unsere Internetpräsenz

moderner und anwenderfreundlicher zu gestalten – ein wesentlicher

Schwerpunkt lag auch in der klaren Fokussierung auf

unseren Markenkern „gemeinsam, sicher, stark“ sowie auf die

eindeutige Positionierung als die Verbundgruppe führender Küchenspezialisten

in Europa“, erklärt

Oliver Strelow, Geschäftsführer

Marketing & Vertrieb von

DER KREIS Deutschland.

Neben all den inhaltlichen

Optimierungen ist auch die

Struktur und die Übersichtlichkeit

der Website grundlegend

auf die Bedürfnisse und Anforderungen

einer sich im Wandel

befindlichen Branche angepasst

worden. Moderne Kacheloptik,

ansprechende Teaser (Bilder)

sowie übersichtlich strukturierte

Themen geben dem User

die Möglichkeit, Informationen

schnell und unkompliziert aufzunehmen.

Technisch ist die

Website ebenso auf dem aktuellsten

Stand und punktet mit

schnellen Ladezeiten und optimaler Darstellung auf allen mobilen

Endgeräten.

Parallel zum Relaunch von www.derkreis.de wird auch das

digitale Endkundenportal kuechenspezialisten.de laufend weiterentwickelt.

Nach dem großen Erfolg von kuechenspezialisten.

de in Deutschland beginnt in 2018 der Rollout des Endkundenportals

in den einzelnen Landesgesellschaften der Verbundgruppe.

„Zum 40-jährigen Geburtstag von DER KREIS in 2019 wird

die Online-Offensive der Verbundgruppe einen weiteren, internationalen

Höhepunkt erreichen“, kündigt das Unternehmen an.

www.derkreis.de / www.kuechenspezialisten.de

Seit 1. März ist die Verbundgruppe DER KREIS mit einem aktualisierten Auftritt im Netz präsent.

Foto: DER KREIS

46 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Ausgabe 12 / 2016

Neu!

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für Küchenexperten!

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Markt + Menschen

BSH wächst mit allen Marken

Die BSH Hausgeräte GmbH setzt ihren Erfolgskurs fort und meldet zum achten Mal

in Folge einen Rekordumsatz. Im Geschäftsjahr 2017 hat das global agierende Multi-

Markenunternehmen seinen Umsatz auf 13,8 Mrd. Euro steigern können und ist

deutlich schneller gewachsen als der Markt.

Die BSH will sich vom reinen Gerätehersteller zum

„Hardware+“-Unternehmen wandeln, das neben exzellenten

Hausgeräten zunehmend digitale und individuelle

Services anbietet. So soll der Gruppenumsatz bis

2025 auf 20 Mrd. Euro steigen. 2017 erwirtschaftete der

Konzern 13,8 Mrd. Euro.

Fotos: BSH

Während der weltweite Hausgerätemarkt

im vergangenen Jahr

durchschnittlich 2 % zulegte, konnte

die BSH ihren Umsatz um 5,8 %

gegenüber dem Vorjahr deutlich

steigern (3,5 % im Jahr 2016) und damit

ihre Marktposition als Europas

Nummer eins ausbauen. Zugleich

hat die BSH weltweit ihre Ausgaben

für Investitionen sowie für Forschung

und Entwicklung erneut

gesteigert und so die Weichen für

nachhaltiges Wachstum gestellt.

„Wir sind voll auf Kurs, unsere

langfristigen Wachstumsziele zu

erreichen und gleichzeitig die kulturelle

und digitale Transformation

der BSH voranzutreiben“, sagte

Karsten Ottenberg, Vorsitzender der

BSH-Geschäftsführung, gestern bei

der Vorstellung der aktuellen Bilanzzahlen

in München. Bis zum

Jahr 2025 plant das Unternehmen,

den Gruppenumsatz auf 20 Mrd.

Euro zu steigern. Das BSH-Markenportfolio

umfasst weltweit Hausgeräte

14 verschiedener Marken (darunter

Bosch, Siemens, Gaggenau

und Neff). Digitale Services im Bereich

vernetzter Hausgeräte, die

eine immer wichtigere Rolle spielen,

werden unter Home Connect vertrieben.

Sie sollen Konsumenten einen

persönlichen Mehrwert bieten und

eröffnen der BSH, so die Ansicht,

„zusätzliche Erlösquellen durch

neue, digitale Geschäftsmodelle“.

„Neue Erlebnisse rund ums

Kochen“

„Die Art, wie Menschen leben,

kochen und ihre Hausarbeit erledigen,

verändert sich. Weil wir auch

in Zukunft auf der ganzen Welt die

erste Wahl für Konsumenten sein

wollen, möchten wir ihnen neue

und spannende Angebote bieten.

Aus diesem Grund treibt die BSH

den Wandel zu einem Hardware+

Unternehmen voran, das neben exzellenten

Hausgeräten zunehmend

digitale und individuelle Services

anbietet“, erklärt Ottenberg. „Deswegen

haben wir zum Beispiel

im vergangenen Jahr 65 % der Anteile

am Berliner Start-up Kitchen

Stories erworben. Mit der globalen

Food-Plattform, deren Rezepte wir

nach und nach in unser digitales

Ökosystem Home Connect einbinden,

ermöglichen wir unseren

Konsumenten neue Erlebnisse

rund um das Kochen in der zunehmend

vernetzten Küchenwelt“, sagt

Ottenberg. Laut BSH nutzen bereits

heute Menschen in 150 Ländern die

Angebote von Kitchen Stories.

Anders arbeiten in einer

vernetzten Welt

„Wir wollen schneller werden im

Bereich der vernetzten Küche. Um

dieses Ziel zu erreichen, müssen

wir nicht nur unsere Innovationsfähigkeit

und Investitionen weiter

steigern, sondern schlichtweg anders

arbeiten. In diesem Zusammenhang

setzen wir vermehrt auf

mobile Arbeitswelten, die ein agiles

Arbeiten ermöglichen. Darüber hinaus

konzentrieren wir uns in drei

neu geschaffenen Organisationseinheiten

noch gezielter auf folgende

Themen: Erstens, unsere Digitalisierungsstrategie.

Zweitens, strategische

Investitionen. Drittens, unsere

Entwicklung zum Hardware+

Unternehmen“, sagt Ottenberg.

„Dieser Entwicklung liegt unsere

Überzeugung zugrunde, dass alles,

was wir tun, die Lebensqualität

unserer Konsumenten weltweit verbessern

soll. Dazu gehört auch der

Eintritt in neue Märkte – mit gänzlich

anderen, maßgeschneiderten

Produkten unter anderem für die

Menschen in Schwellenländern.“

In allen Regionen erfolgreich

Die BSH konnte im Jahr 2017 in

allen Regionen den Umsatz steigern.

In den „gesättigten Märkten

Europa und Nordamerika“ erzielte

der Hausgerätehersteller leichte

Umsatzzuwächse (Europa: + 2,1 %;

Nordamerika: + 0,1 %). In Europa

steigerte die BSH den Marktanteil

und festigte ihre Position als größter

Hausgerätehersteller. In den

drei weiteren BSH-Regionen konnte

das Unternehmen im Geschäftsjahr

2017 den Umsatz zweistellig steigern.

Besonders positiv ver lief die

Umsatzentwicklung in der Region

Asien-Pazifik (+ 14,6 %) und in der

Region Greater China (China, Hongkong,

Taiwan (+ 14,1 %)). Die Umsätze

in der BSH-Region T-MEA-CIS

(Türkei, Naher Osten, Afrika und

GUS-Staaten) entwickelten sich mit

einem Plus von 14 % ebenfalls positiv.

Auf Basis lokaler Währungen

verzeichnet diese BSH-Region sogar

ein Wachstum von 25,1 %. Die

Region profitierte von der starken

Umsatzentwicklung in der Türkei

(+ 31 % auf Basis lokaler Währung).

„Bereinigt um Wechselkurseffekte

konnten auch alle BSH-Marken

ihren Umsatz steigern – über

alle Gerätekategorien und Ser-

48 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Servus und

herzlich

willkommen

auf der küchenwohntrends

2018 in München!

In gewohnt sympathischer

und kommunikativer

Atmosphäre freuen sich

Daniel Borgstedt und das

KüchenTreff-Team auf

Ihren Besuch:

Zenithhalle, Stand E 26

6. und 7. Mai 2018

Die BSH 2017 in Zahlen.

vices hinweg“, teilt das Unternehmen

als Fazit mit.

So viel investiert wie noch nie

Wie in den Vorjahren hat die BSH

auch im Geschäftsjahr 2017 kräftig investiert:

Sowohl die Investitionen (rund

637 Mio. Euro bzw. rund 4,6 % des Umsatzes),

als auch die Aufwände für Forschung

und Entwicklung (rund 622 Mio.

Euro bzw. rund 4,5 % des Umsatzes) erreichten

Rekordwerte. Im vergangenen

Jahr gingen gleich drei neue Fabriken an

den Start – zwei in Polen und eine China.

Im baden-württembergischen Giengen,

dem laut Unternehmen „Taktgeber für

Industrie 4.0 Exzellenz für den globalen

BSH-Verbund und die Branche“, wurde

eine der weltweit modernsten, voll vernetzten

Produktionsanlagen im Hausgerätemarkt

in Betrieb genommen. Außerdem

investierte die BSH im Jahr 2017

verstärkt in Maßnahmen, um den Konsumenten

ein nahtloses Marken- und Serviceerlebnis

anzubieten – sowohl online

als auch offline. So eröffnete die BSH unter

anderem zahlreiche Brandstores und

Showrooms sowohl in Metropolen wie

Wien, Shanghai und Chicago als auch

in Wachstumsmärkten, hier speziell in

boomenden Städten wie Kapstadt, Marrakesch

und Mumbai. Außerdem testet

die BSH gegenwärtig Services, die es

Konsumenten innerhalb stark genutzter

sozialer Netzwerke (etwa WeChat in China)

erlauben, Hausgeräte online individuell

zu konfigurieren.

So viele Mitarbeiter wie noch nie

Zum Geschäftsjahresende waren

weltweit 61 856 Mitarbeiter bei der BSH

beschäftigt, rund 3500 mehr als im

Vorjahr. Die BSH hat in allen Regionen

neue Arbeitsstellen geschaffen, in Europa

1825, davon rund 400 in Deutschland.

www.bsh-group.com

3/4/2018


Markt + Menschen

40 Jahre Ballerina

Rundes Jubiläum in Rödinghausen: die Ballerina-Küchen Heinz-Erwin Ellersiek GmbH

feiert in diesem Jahr 40-jähriges Bestehen. Das 1978 gegründete Unternehmen setzt

auf „Made in Germany“ sowie eine mittelständische Firmenstrategie und eine enge

Zusammenarbeit mit seinen Händlern.

Im vergangenen Jahr wurde ein

Umsatz von knapp 84 Mio. Euro erreicht,

die Exportquote beträgt 50 %

– und das bei einer „weltweiten“ Präsenz.

Im Handel ist Ballerina-Küchen

auf den Küchenspezialisten

ausgerichtet. Zur Zielgruppe gehören

Kunden, die sich im mittleren

und gehobenen Bereich mit ihrer

Küche selbst verwirklichen möchten

und deutsche Wertarbeit suchen. „Es

war nicht immer einfach, ein Unternehmen

so zu führen, dass es nie zu

Kurzarbeit kam, nie Entlassungen

anstanden und niemals Kürzungen

am Einkommen vorgenommen werden

mussten“, erklärt Gründer

Heinz-Erwin Ellersiek dankbar und

stolz. Auch deshalb habe er gerne

die Glückwünsche zum Firmenjubiläum

von der Belegschaft, Kunden

und Partnern entgegengenommen.

Teil der Erfolgsgeschichte

Heute werden 320 ausschließlich

festangestellte Mitarbeiter beschäftigt.

Viele von ihnen sind

schon langjährig bei Ballerina-Küchen

angestellt und tragen somit

ihren Teil zur Erfolgsgeschichte bei.

Da auch in Zukunft auf gut ausgebildetes

Personal gesetzt wird, legt

Ballerina-Küchen großen Wert auf

die Ausbildung junger Menschen.

Seit der Gründung des Unternehmens

werden deshalb alle Auszubildenden

nach der Abschlussprüfung

in ein festes Arbeitsverhältnis

übernommen.

25 000 Küchen im Jahr

Angefangen hat Ballerina 1978

mit 17 Mitarbeitern und einer Fertigungsfläche

von ca. 2500 m 2 . Heute

produziert das Unternehmen auf

über 30 000 m 2 Produktionsfläche

etwa 25 000 Küchen pro Jahr. Mit

jeder Expansion der Produktionsfläche,

wie z. B. im Jahr 1994, als der

Fertigungsbereich um 11 000 m 2

erweitert wurde, investierte man

grundsätzlich in die neusten Fertigungstechniken.

Bereits 1996

verfügte Ballerina-Küchen eigener

Einschätzung nach „über eine

der modernsten Endfertigungen in

Deutschland“.

16-Mio.-Euro-Invest geplant

Im Jahre 1999 erfolgte die

Grundsteinlegung für das Werk 2,

in dem die Arbeitsplatten und

Wangen gefertigt werden. Fünf

Jahre später wurde das dritte

große Bauprojekt abgeschlossen.

In dem im Jahr 2004 fertiggestellten

Werk 3 werden Korpusmaterialien

zugeschnitten und weiterverarbeitet.

Nach einer neuen

Hochschranklinie, einem vollautomatischen

Hochregal-Lager und

permanenten Investitionen in die

EDV und Abwicklung stehen in der

nahen Zukunft weitere Investitionen

in Höhe von 16 Mio. Euro auf

dem Plan: für eine Unterschrank-/

Hängeschranklinie, die Losgröße 1

in der Vorfertigung sowie weitere

Optimierungen in der EDV.

Ständiger Fortschritt

Durch diesen ständigen Fortschritt

konnte Ballerina-Küchen

seine Marktposition immer weiter

verbessern. Heute sieht sich

das Unternehmen als einer der

Trendsetter in der Küchenbranche.

Diese Stellung zeige sich unter

anderem durch die diversen

Auszeichnungen, die Ballerina-

Küchen insbesondere in den letzten

Jahren erhalten habe. Dazu

zählen der German Design Award

„ Winner“ 2018, der BMK Innovationspreis

in den Jahren 2006, 2012,

2013, 2014 und 2015, sowie der Gesamtsieg

des Leis tungsspiegels

„Küchen 2014/2015 und 2016/2017“

der markt-intern-Verlagsgruppe.

Nachfolge frühzeitig geregelt

Die aktuelle Geschäftsführung

von Ballerina-Küchen besteht

aus dem Gründer Heinz-Erwin

Ellersiek und den Geschäftsführern

Heidrun Brinkmeyer (Marketing

und Vertrieb) und Heiko

Ellersiek (Technik). Im Juni 2016

übertrug Heinz-Erwin Ellersiek

seine Geschäftsanteile an seine

Kinder und die beiden Geschäftsführer.

Somit halten seine beiden

Töchter zusammen 51 % und die

Geschäftsführer Heidrun Brinkmeyer

und Heiko Ellersiek zusammen

49 % der Gesellschaftsanteile.

www.ballerina.de

Foto: Ballerina

Ballerina-Küchen in Rödinghausen.

Im 40. Jahr des Bestehens werden

hier auf 30 000 m 2 Produktionsfläche

rund 25 000 Küchen im Jahr

produziert.

3/4/2018


Für die Mitte des Marktes. „Einfach zu planen,

schnell verfügbar und qualitativ hochwertig.“

Mit diesen Versprechen hat die Neue Alno

GmbH im März mit der Serienproduktion der Produktreihe

„ALNOactive“ begonnen. Positioniert ist das Angebot im

mittleren Marktsegment. Konstruktionstechnisch aufgesetzt ist das

neu konzipierte Angebot auf der bewährten Alno-Plattform, jedoch

konzentriert sich „ALNOactive“ auf die meist verwendeten Frontmaterialien

Melamin, Schichtstoff und Lacklaminat. „Mit einer Lieferzeit

von drei Wochen sind die Küchen deutlich schneller verfügbar

als mit den sonst derzeit handelsüblichen Wartefristen“, kündigt

das Unternehmen an. Andreas Sandmann, Geschäftsführer Neue Alno

GmbH, erklärte dazu: „Alno hat seine Ursprünge im mittleren Marktsegment

und dort wollen wir anknüpfen.“ Und Berthold Müller, Leiter

Produktentwicklung und Qualitätsmanagement, ergänzt: „Dieses

schlanke Sortiment zeichnet sich durch hohe Funktionalität und

Alltagstauglichkeit aus. Damit lassen sich Küchen mit eleganter Optik

und hochwertiger Qualität planen“. Das dazugehörige Verkaufshandbuch

wurde Anfang März an die Handelspartner versandt. Die

entsprechenden Planungsdaten stehen bei den Softwarehäusern laut

Unternehmen bereits zum Download bereit. Erste Küchen aus der Produktion

der Neue Alno GmbH, die im Rahmen eines internationalen

Projektauftrags hergestellt wurden, sind bereits Anfang März zu Kunden

versandt worden. www.alno.de

Foto: Cosentino

Foto: Nolte Küchen

Werden unter anderem in New York gezeigt:

Wohnliche Planungen von Nolte Küchen, hier

beispielhaft umgesetzt mit „neo CHALET“.

Studio im „Big Apple“. Das „Architects & Designers Building“

im Herzen New Yorks gilt als die erste Adresse für Küchen, Bäder

und exklusive Möbel. Jetzt hat auch Nolte Küchen hier Geschäftsräume

und gehört damit zur Riege namhafter hier vertretener

Markenhersteller. Rund 180 Quadratmeter groß ist das repräsentative

Studio im 10. Stock des A&D Buildings mitten in Manhattan,

das nicht nur Designliebhabern als Inspiration dienen soll, sondern

auch Anlaufstelle für Fachkunden aus dem Handel und dem

Projektgeschäft ist. Noltes langjähriger Partner, der die Ausstellungsräume

betreut, sei mit beidem bestens vertraut.

Sechs ganz unterschiedliche Designs stehen in New York für

die Möglichkeiten, die das Sortiment von Nolte Küchen für die

kreative Küchenplanung bereithält. Dabei kommt den Materialwelten

Zement und Metall eine zentrale Rolle zu. Sie seien repräsentativ

für die Fülle an Wahlmöglichkeiten, durch die jede

Küche einen auf den individuellen Bedarf zugeschnittenen Wohnkomfort

erlangt“, so das Unternehmen. www.noltenyc.com /

www.nolte-kuechen.de

Der Unternehmens- und Produktionssitz von Cosentino in Cantoria

(Almería, Spanien) erstreckt sich über eine Fläche von mehr als

2,3 Mio. m 2 . Diese Aufnahme stammt aus dem Mai 2016.

Fast 200 Mio. Euro investiert. Die Cosentino Gruppe meldet für das

Jahr 2017 ein Rekordergebnis mit einem Umsatz von 901 Mio. Euro bei

einem Gewinn von 57 Mio. Euro. Das sind im Vergleich zum Vorjahr im

Umsatz 8 % mehr und beim Gewinn ein Plus von 33 %. Bezogen auf das

EBITDA erreichte die Unternehmensgruppe 128 Mio. Euro, was bedeutet,

dass die Rentabilität im Vergleich zu 2016 um 19 % gesteigert werden

konnte. Verantwortlich für diese Rentabilitätssteigerung sei die

Verringerung der Fixkosten. Eine weitere Kennzahl beleuchtet die Investitionen.

So konnte der Konzern bereits mehr als 52 % des Investitionsplanes

für die Jahre 2016 - 2019 umsetzen. Dessen Gesamtvolumen

wurde mit 380 Mio. Euro veranschlagt, von denen also fast

200 Mio. Euro bereits eingesetzt wurden. Die bisher getätigten Investitionen

flossen hauptsächlich in den Bau und die Inbetriebnahme einer

zweiten Fabrikanlage für Dekton-Fertigung sowie in die Entwicklung

eines vollautomatischen Logistikzentrums, das in den nächsten

Monaten in Betrieb gehen soll. www.cosentino.de

Nah an der Milliarde. Die

Hettich Unternehmensgruppe

mit Hauptsitz in Kirchlengern

erwirtschaftete im

Jahr 2017 einen Umsatz von

975 Mio. Euro. Dies entspricht

einem Umsatzplus

von 6,8 % im Vergleich zum

Vorjahr. 2016 waren es 913 Mio. Euro. Wie der Vorsitzende der Geschäftsleitung,

der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Andreas

Hettich, mitteilte, stieg der Auslandsanteil auf 71 %, im Vorjahr

lag er bei 69 %. Weltweit wurden im Jahr 2017 etwa 116 Mio. Euro

in Produkte, Anlagen und Gebäude investiert. Die Zahl der weltweit

beschäftigten Mitarbeiter lag im Jahresdurchschnitt bei 6600

Mitarbeitern. Davon waren mehr als 3600 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter in Deutschland tätig. Konkrete Ergebniszahlen veröffentlicht

das zu 100 % im Familienbesitz befindliche Unternehmen

traditionell nicht. „Das Umsatzwachstum im letzten Jahr war

sehr ordentlich, das Ergebnis kam aber vor allem aufgrund der

stark gestiegenen Materialkosten unter Druck. Der jüngste Tarifabschluss

in der Metallindustrie erhöht den Kosten- und Ergebnisdruck

weiter deutlich“, kommentierte Dr. Hettich die aktuellen

Zahlen. www.hettich.de

Foto: Hettich

3/4/2018 KÜCHENPLANER 51


Markt + Menschen

Personalien aus der Küchenbranche

AMK beendet Rätselraten schnell

AMK-Geschäftsführer Kirk Mangels verlässt den Verband und wechselt in den

Vorstand der MHK Group. Diese Meldung ging in der zweiten Januarhälfte wie ein

Raunen durch die Branche. Mangels hat einen „super Job“ gemacht – lautete der

einheitliche Tenor. Doch wer könnte ihm nachfolgen? Der Vorstand reagierte zügig:

Volker Irle ist es.

Foto: AMK

Volker Irle.

Patrik Wohlhauser.

Volker Irle, 38, ist Partner einer Kölner Unternehmensberatung.

Die Küchenbranche

kennt er durch einzelne Projekte, besonders

im Rahmen der internationalen Aktivitäten der

AMK (Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche

e.V.). Seinen ersten Arbeitstag in der Verbandsgeschäftsstelle

in Mannheim hatte er bereits

am 1. März 2018. Nach einer Einarbeitungszeit

soll er „in wenigen Wochen“ in die Geschäftsführung

des Branchenverbandes einsteigen.

Gleichzeitig wird er dann Geschäftsführer der

hundertprozentigen Tochter „AMK Die Moderne

Küche Service GmbH“.

Der gebürtige Düsseldorfer absolvierte ein

wirtschaftswissenschaftliches Studium an der

Ruhr-Universität Bochum, das er 2005 als Diplom-Ökonom

erfolgreich beendete. Es folgten erste Stationen

am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft und ein juristischer

Studienabschluss als LL. M. (Magister Legum)/Master of

Laws an der Ruhr-Universität Bochum. Im Jahr 2009 erfolgte

dann der Einstieg bei der Unternehmensberatung

Cologne Strategy Group, die er seit Januar 2016 als Partner

mit leitete.

Der bisherige AMK-Geschäftsführer, Kirk Mangels,

wechselt wie bereits gemeldet in den Vorstand der MHK

Group. www.amk.de

Veränderung an der Spitze der Franke Gruppe: CEO

Alexander Zschokke hat sich wegen unterschiedlicher

Auffassungen über die weitere Entwicklung des Unternehmens

entschlossen, Franke zu verlassen. Er war seit

Januar 2013 CEO von Franke. Sein Nachfolger heißt Patrik

Wohlhauser und kommt von der Wittur Holding GmbH,

einem weltweit führenden Hersteller

und Zulieferer von Komponenten

für den Aufzugbau. Dort stand er als

CEO an der operativen Spitze. Davor

hat der 53-jährige Schweizer 15 Jahre

in verschiedenen Managementfunktionen

für Evonik beziehungsweise

zuvor für Degussa gearbeitet. Patrik

Wohlhauser besitzt einen Master

in Betriebswirtschaft der Universität

Freiburg, Schweiz. Seinen neuen

Job in Aarburg begonnen hat er am

19. März. www.franke.com

Foto: Franke

Er war viele Jahre das

Gesicht von Gaggenau,

jetzt geht Peter Bruns in

den Ruhestand. Sein Nachfolger

als Geschäftsführer

der BSH-Premiummarke

wird Marco Tümmler,

bislang Vertriebsleiter für

den Möbel- und Küchenfachhandel

der Konzernschwester

Siemens Hausgeräte.

Stattfinden wird

der Wechsel zum 1. August

2018. „Wir danken Peter Peter Bruns.

Bruns für seinen langjährigen

erfolgreichen Einsatz für die BSH und insbesondere

die Marke Gaggenau“, betont Volker

Klodwig, Vertriebsleiter Zentralund

Osteuropa bei der BSH. Unter

Bruns‘ Führung habe sich die Marke

Gaggenau sehr erfolgreich weiterentwickelt

und dabei ihr Profil

geschärft. Klodwig: „Wir werden

Peter Bruns im Sommer mit einem

lachenden und einem weinenden

Auge in seinen neuen Lebensabschnitt

verabschieden. Gleichzeitig

Marco Tümmler.

freuen wir uns auf Marco Tümmler,

der die Marke unter den besten Voraussetzungen übernimmt.“

Tümmler ist seit 2006

als Vertriebsleiter der Siemens

Hausgeräte für den

Möbel- und Küchenfachhandel

in Deutschland

verantwortlich. Daniel

Engel hard übernimmt die

Funktion von Marco Tümmler

bei Siemens. Engelhard

war zuletzt als Geschäftsleiter

für Bosch Großgeräte

in Österreich tätig.

Dort übergibt er seine

Aufgaben an Stefan Regel. Daniel Engelhard.

www.gaggenau.com

Foto: BSH

Foto: BSH

Foto: BSH

52 KÜCHENPLANER 3/4/2018


David Gartner hat zum

1. März die neu geschaffene

Position „Head of

Marketing & Produktmanagement“

bei Franke

Kitchen Systems übernommen.

Damit hat das

Unternehmen die Bereiche

Marketing und Produktmanagement

erstmals

unter eine Führung

gestellt. Tobias Homberger,

seit November

letzten Jahres bei Franke,

ist weiterhin für den

Schwerpunkt Marketing &

Kommunikation zuständig.

www.franke.de

Christan Taferner.

Foto: systemceram

David Gartner.

Fabian Rügamer.

Christian Taferner, 48, betreut für system ceram seit

dem 1. Februar die Exportmärkte Österreich und Südtirol.

Er tritt damit die Nachfolge von Fabian Rügamer an, der

seit 2014 für die Entwicklung des Österreich-Exports bei

systemceram zuständig war und als Vertriebsleiter Küche/Bad

zum EMV-Verband gewechselt ist. Christian Taferner

agiert als direkt zuständige Werksvertretung von

seinem Sitz in Gratwein-Straßengel (bei Graz/Österreich)

aus. Unterstützt wird er im Innendienst von Petra Jungbluth-Sahm.

www.systemceram.de

Foto: Franke

Foto: systemceram

fangreiche Aufgabengebiet von Kalek werde innerhalb

des Unternehmens neu verteilt, teilt Christoph Fughe,

geschäftsführender Gesellschafter, des Unternehmens

mit: So wird Simon Kreft, aktuell Verkaufsleiter Systemkunden,

die Vertriebsleitung im Inland übernehmen. Die

Verantwortung für den weltweiten Vertrieb im Export

übernimmt Thorben Wiedemann, der aktuell die Unternehmensentwicklung

leitet. www.stoermer-kuechen.de

Franke reduziert die Zahl seiner Vertriebsregionen

von drei auf zwei. Anlass ist der Abschied

von Ronald Wendt. Der Verkaufsleiter

Nord ist zum Jahresende 2017 in den Ruhestand

getreten. Er war 39 Jahre für Franke aktiv.

Die erweiterte Region Nord betreut der bisherige

Verkaufsleiter Mitte, André Czekalla, die

erweiterte Region Süd Karsten K. Schönfeld.

Daneben verantwortet Denis Hoeft weiterhin

als Vertriebsleiter die Steuerungsaktivitäten

bezüglich der Einkaufsverbände

und des Key Account-Managements Handel.

www.franke.de

Vor gut einem Jahr schied Dirk-Uwe Klaas als Hauptgeschäftsführer

der Verbände der deutschen Holz-, Möbel-

und Fertigbauindustrie – HDH und VDM – aus. Nach

einem interimsmäßig organisierten Übergang wurde nun

der Nachfolger vorgestellt. Es ist ein alter Bekannter: Jan

Kurth, 50. Er war von 2001 bis 2015 bereits als Leiter der

Abteilung „Wirtschaft und Tarifpolitik“ bei HDH und VDM

tätig. 2015 wechselte er als Geschäftsführer zum Bundesverband

Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung

(HPE) nach Bonn. Er folgt nun auf Volker Fasbender, 72,

der im Juli 2017 das Amt interimsmäßig übernommen hat,

um der Verbändegemeinschaft in der schwierigen Übergangsphase

zu helfen und dessen Engagement Ende März

endet. Offiziell in sein neues Amt eingeführt wird Kurth

bei der Mitgliederversammlung der Verbände am 27. April

2018 in Frankfurt. Am 1. Mai 2018 übernimmt er dann auch

offiziell die Geschäftsführung. www.moebelindustrie.de

Ronald Wendt.

Foto: Franke

Foto: Biermann

Hans-Joachim Kalek.

Seit Anfang 2017 war

Hans- Joachim Kalek bei

Störmer Küchen als Gesamtvertriebsleiter

für

die Steuerung der inländischen

Vertriebsaktivitäten

und den Aufbau

der Bereiche Retail- und

Verbandskunden verantwortlich

– jetzt wurde

die Zusammenarbeit

beendet. „Im gegenseitigen

Einvernehmen“,

wie es heißt. Das um-

Foto: HDH/VDM

Jan Kurth

(links)

und Volker

Fasbender

(rechts).

3/4/2018 KÜCHENPLANER 53


Markt + Menschen

Stefan Zinn.

Hannes Kolb.

Zum 1. April 2018 hat Stefan Zinn

bei Pfleiderer die Leitung Vertrieb

Kernmärkte Westeuropa übernommen.

Er folgt auf Rainer Zumholte, der aus

persönlichen Gründen aus dem Unternehmen

ausscheidet. „Wir bedauern

diesen Schritt außerordentlich“, so Ivo

Schintz, CCO der Pfleiderer Group S.A.,

„akzeptieren und respektieren aber

seine Entscheidung. Rainer Zumholte

hat seit seinem Eintritt in das Unternehmen

1981 die Entwicklung von Pfleiderer maßgeblich

begleitet und vorangetrieben. Dafür gebührt ihm unser

Dank und unsere Anerkennung.“ Mit Stefan Zinn übernimmt

ein erfahrener Vertriebsprofi die Leitung Vertrieb

Kernmärkte Westeuropa. Zinn kam 2013 als Vertriebsleiter

Industrie und konstruktives Bauen Westeuropa zu Pfleiderer

und übernahm im Februar 2017 die Verantwortung

als Vertriebsleiter Export. www.pfleiderer.com

Regionalleiter Zentraleuropa war Hannes

Kolb bereits – zum 1. März 2018 hat er zusätzlich

die direkte Verantwortung für die beiden

Küchensparten von Küppersbusch übernommen:

als Vorsitzender der Geschäftsleitung

der Küppersbusch Großküchentechnik GmbH

& Co. KG sowie der Küppersbusch Hausgeräte

GmbH. Beide Unternehmen haben ihren

Sitz in Gelsenkirchen. Kolb war innerhalb

der Teka-Gruppe – Mutterkonzern von Küppersbusch

– zuvor Leiter der Regionen Österreich, Norditalien

und Balkan und verantwortete die Marken Teka

und Küppersbusch im Küchen- und Badgeschäft. Im Zuge

der stärkeren Verzahnung der beiden Küppersbusch-

Gesellschaften schied Marc-Oliver Schneider, seit 1. Oktober

2013 Chef der Küppersbusch-Großküchentechnik, zum

28. Februar 2018 aus der Teka-Gruppe aus. „Um sich einer

neuen beruflichen Herausforderung anzunehmen“, wie

es heißt. Das Unternehmen spricht von einer Trennung

„im besten Einvernehmen“. Die operativen Aufgaben im

Großküchengeschäft werden wie bisher von den Bereichsleitern

wahrgenommen. www.kueppersbusch.de

Foto: Küppersbusch

Foto: Pfleiderer

Innendienstleiter ist er schon – nun übernimmt

Thomas Pfeiffer zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben

die Vertriebsleitung Deutschland von Küchenmöbelhersteller

rational. Parallel meldet das Unternehmen

Veränderungen im Außendienst. Unter anderem heißt

es: Dominic Wagner geht, Bettina Hormann kommt. Zum

31. Mai 2018 wird dieser Wechsel im Außendienst für das

Gebiet West und Luxemburg vollzogen. Bettina Hormann

kommt von RWK & Kuhlmann Küchen und wird bei

rational (ab 1. April) als angestellte Vertriebsbeauftragte

die Gebiete übernehmen. Beendet wurde von rational

zudem die Zusammenarbeit mit dem Handelsvertreter für

die Schweiz, Niko Ballhaus. Die Verantwortung für den

Schweizer Markt übernimmt zum 1. April Willy Bumiller

– zusätzlich zu seinen Aufgaben als Vertriebsbeauftragter

für Baden-Württemberg. Mit diesen Veränderungen

im Außendienst erweitert sich auch der Verantwortungsbereich

von Thomas Pfeiffer. Zusätzlich zu seinen aktuellen

Aufgaben als Innendienstleiter übernimmt er die

Vertriebsleitung für Deutschland. www.rational.de

Zum 31. März 2018 hat

Kai Hillebrandt, Vice President

Consumer Electronics

Samsung Electronics

GmbH, das Unternehmen

verlassen. Er übergibt seine

Aufgaben an sein bestehendes

Team. Eine

fünfköpfige Führungsebene

wird den Bereich Consumer

Electronics dezentral

leiten und direkt an

Kai Hillebrandt.

Simon Sung, Präsident und

Geschäftsführung Samsung Electronics GmbH, berichten.

An der Spitze der Produktbereiche AV, Home Appliances

und Display Solutions stehen unverändert Leif-Erik

Lindner, Alexander Zeeh

und Markus Korn. Leif-Erik

Lindner trägt als Business

Director CE AV die Gesamtverantwortung

für Sales

und Marketing im Bereich

AV. Alexander Zeeh, Director

Home Appliances, führt gesamtverantwortlich

den Bereich

Home Appliances. Markus

Korn, Director CE Display,

leitet das B2C- und B2B-Geschäft

mit Displaylösungen. Alexander Zeeh.

www.samsung.com/de

Foto: Samsung

Foto: Stengel Steel Concept

Tobias Busch.

Seit Januar 2018 verstärkt

Tobias Busch das

Außen dienstteam von

Stengel Steel Concept um

Projektleiter Bernd Neumann.

Busch bereist die

Vertriebsgebiete Niedersachsen,

Bremen,

Hamburg, Schleswig-Holstein

sowie Mecklenburg-

Vorpommern und Berlin/

Brandenburg. www.stengel-steelconcept.de

Als Nachfolger von Stephan Müller hat Burkhard

Mölleken die Geschäftsführung der Pyramis Deutschland

GmbH übernommen. Weiterer Geschäftsführer der

deutschen Vertriebstochter des griechischen Spülenherstellers

ist Nikolaos Bakatselos. Mölleken kommt aus

dem Whirlpool-Konzern. Zuletzt war er dort als Verkaufsund

Marketingmanager für die Großgeräte der Edelmarke

Foto: Samsung

54 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Kitchen Aid zuständig.

Sein Vorgänger Stephan

Müller hatte sich

nach 10-Jähriger erfolgreicher

Arbeit für

Pyramis Deutschland

Anfang des Jahres beruflich

verändert und

ist zu TermaCook gewechselt,

einem

OEM-Hersteller von

Kochfeldern und Muldenlüftern

mit Sitz

in Dillenburg. www.

pyramisgroup.de

Dr. Nico Reiner hat am 1. April die Position des Finanzvorstands

im Pfleiderer Konzern übernommen. Er

löst Richard Mayer ab, der seinen Vertrag nicht mehr verlängert

und das Unternehmen Ende März verlassen wird.

www.pfleiderer.com

Foto: Warendorf

Silke Eckstein.

Burkhard Mölleken.

Von der Küche zum

Elektrogerät: Silke Eckstein,

in den letzten rund eineinhalb

Jahren bei Warendorf

als Verkaufs- und Vertriebsleiterin

tätig, ist seit

dem 1. Februar 2018 bei der

Samsung Electronics GmbH

als Key Account Managerin

angestellt. www.samsung.

com/de

Sascha Steinberg, 37, hat

bei der Severin Elektrogeräte

GmbH am 1. Februar

2018 die Funktion des Leiters

Projektmanagement

und Internationales Marketing

übernommen. In seiner

neuen Position ist er für

den Aufbau des internationalen

Markengeschäftes

mit Fokus Fernost verantwortlich.

Steinberg kommt

von Caso Design. Für Severin

war er bereits von 2006

Sascha Steinberg.

bis 2015 tätig und hatte zuletzt die Leitung Marketing und

Produktmanagement des Familienunternehmens aus

Sundern inne. www.severin.de

Nolte Möbel und Nolte Express, die beiden Möbelgesellschaften

der Nolte Gruppe, haben wieder einen technischen

Geschäftsführer: Stefan Uhl hat am 1. März 2018

Foto: KitchenAid MDA

Foto: Severin

in dieser Position seine Arbeit

aufgenommen. Stefan

Uhl folgt auf Volker Kaiser, der

zum Oktober 2017 aus dem

Management ausgeschieden

war. www.nolte.de

Die Gebiete Thüringen Ost,

Sachsen-Anhalt Süd und Sachsen-West

sind das neue Außendienstgebiet

von Mike Schima, 47,

im Auftrag der baumann group.

Schima löst Heinz Buhre ab, der

nach vielen Jahren bei den Unternehmen

Bauformat und Burger

in den Ruhestand geht. www.

baumann-family-group.de

Volker Herzmann leitet und koordiniert seit 1. Februar

die Warengruppe „Küche“ beim Einrichtungspartnerring

VME. Herzmanns vorheriger Arbeitgeber war Alno. Seine

Position: Vertriebsleitung für Deutschland und Österreich.

www.einrichtungspartnerring.com

Michael Sindram.

Foto: Wrede

Stefan Uhl.

Mit Wirkung zum

1. Februar wurde

Michael Sindram, 40,

in die Geschäftsführung

der Wrede Industrieholding

(Interprint,

keeper) berufen. Er

löst den langjährigen

Geschäftsführer Helmut

Schmidt ab, der

sich in den Ruhestand

verabschiedete und in

den Beirat wechseln

soll. www.wrede.de

Nach der Trennung von Thomas Kurz im Dezember 2017

stellt sich Reginox Deutschland schlanker auf. Die Position

des Vertriebsleiters bleibt unbesetzt. Dafür baut Gerrit

Smit, Geschäftsführer der

Deutschland-Niederlassung

in Iserlohn, auf ein eingespieltes

Team. Der 57-Jährige

Gerrit Smit ist seit 1982

für die Ländergesellschaften

Deutschland, England und

Fernost des holländischen

Spülenherstellers zuständig

und seit 2011 Geschäftsführer

der Deutschland-Niederlassung

in Iserlohn. www.

reginox.de

Foto: Reginox Foto: baumann group

Mike Schima.

Gerrit Smit.

Foto: Nolte

3/4/2018 KÜCHENPLANER 55


Markt + Menschen

Küchen von Nolte für die MöFa

Mit zwei neuen Ausstellungs- und Lehrküchen unterstützt Hersteller Nolte die Arbeit an der

Möbelfachschule (MöFa) ganz praktisch. Das neu gestaltete Lernumfeld wurde nun feierlich eröffnet.

„Die Ansprüche an die Kundenberater/innen in der

Küchen- und Einrichtungsbranche sind vielfältig. Sie

müssen fachkundig, engagiert, zuvorkommend und

kompetent sein. Und das in einem Ausmaß, das den

Kunden nicht nur zufriedenstellt, sondern sogar angenehm

überrascht.“ So beschreibt Schulleiter Dieter

Müller die Anforderungen, die an erfolgreiche Küchenfachberater/innen

gestellt werden. Die Fachschule des

Möbelhandels, seit 80 Jahren die Talentschmiede der

Küchen- und Einrichtungsbranche, benötigt deshalb

Lernbedingungen, die enge Bezüge zur Praxis ermöglichen.

Vor allem in den zentralen Bereichen des Unterrichtsgeschehens:

in den Möbel- und Küchenausstellungen

der Schule. Deren regelmäßige Aktualisierung

und Umgestaltung sei nur möglich dank der Unterstützung

durch die Möbel-, Küchen-, Geräte- und Zubehörindustrie.

Zwei Küchensegmente in L-Form

Für die Neugestaltung des Ausstellungsbereiches

Küchen haben die Dozenten Dr. Michael Weide und

Georg Molls nun gemeinsam mit Nolte Küchen zwei

Küchensegmente in L-Form für den unterrichtlichen

Einsatz entwickelt. Anders als bei der Planung einer

Ausstellungsküche für den Küchenfachhandel stehen

für Unterrichtszwecke andere Gesichtspunkte im Vordergrund.

So zeigen die beiden Segmente die unterschiedlichsten

planerischen und funktionalen Möglichkeiten

ebenso wie Materialalternativen auf.

Wertschätzung für die Arbeit der MöFa

Axel Brinkmann, Marketingleiter Nolte Küchen, und

Stephan Baum, Schulungsleiter national des Küchenherstellers,

stellten die Planung der beiden Lehrküchen

vor und übergaben sie offiziell an die Schule. Dabei

unterstrichen sie die Wertschätzung für die Arbeit

der MöFa, wie sie in Fachkreisen genannt wird. Voller

Überzeugung unterstreicht Brinkmann „Eine in allen

Facetten erfolgreiche Beratung von Endkunden kann

nur durch kompetent ausgebildete Fachleute erfolgen.

Die hohe Komplexität des Produktes Küche stellt einerseits

hohe fachliche Anforderungen. Andererseits müssen

die späteren Fachberater aber auch wertschöpfend

für Ihr Haus beraten können. Diese Kompetenzen vermittelt

die MöFa seit vielen Jahren sehr erfolgreich.“

Enger Bezug zur Praxis

MöFa-Dozent Dr. Michael Weide erläuterte die Besonderheiten

der beiden Küchensegmente: „Ihre Positionierung

im offen zugänglichen Ausstellungsbereich

des Schulgebäudes ermöglicht und erleichtert den geplanten

sowie den spontanen Unterrichtseinsatz in unterschiedlichen

Unterrichtsfächern. Hier verbinden

sich Theorie und praktische Anschauung.“ Verschiedene

Schranktypen sowie die in ihnen verbaute Technik

und deren Funktionen erschlössen sich für den

Einsteiger nicht immer allein aus den Informationen

der Verkaufshandbücher, führ Dr. Weide fort. Nur die

konkrete Anschauung könne diesen Transfer leisten.

Und ausschließlich im direkten Vergleich

könnten optische, haptische und funktionale

Unterschiede erkannt werden.

Dank vom Schulleiter

Schulleiter Dieter Müller bedankte

sich bei Nolte Küchen ausdrücklich:

„Danke, dass Sie die Küchensegmente individuell

für die MöFa angefertigt haben

und danke, dass Sie den Weg dieser unkonventionellen

Planung erneut mit uns

gegangen sind.“ www.moefa.de / www.

nolte-kuechen.de

Foto: MöFa

Küchenübergabe in der MöFa (Foto von

links): Axel Brinkmann (Marketingleiter

Nolte Küchen), Stephan Baum (Ausbildungsleiter

national Nolte Küchen),

Dieter Müller (Schulleiter), Georg Molls

(Dozent), André Kunz (Geschäftsführer

des Schulträgers) mit angehenden

Küchen fachberater/innen.

56 KÜCHENPLANER 3/4/2018


allmilmö baut

wieder Küchen

Insolvenzantrag im Mai, Einstellung des Betriebs Ende

Juni, Gründung einer neuen Vertriebsgesellschaft im September

– und im Oktober Wiederaufnahme der Produktion in Eigenregie.

Küchenmöbelhersteller allmilmö ist wieder da. Einige

Hundert Küchen wurden bereits gefertigt und ausgeliefert.

Produziert werden die Möbel beim ebenfalls neu gegründeten

„Schwesterunternehmen“ Zeiler Produktions GmbH. Das Unternehmen

wurde am 7. Oktober ins Handelsregister eingetragen.

Geschäftsführer ist Johannes La Cour. Schon am 6. September

hatte La Cour zusammen mit sechs Mitgesellschaftern

die allmilmö Vertriebs GmbH & Co. KG gegründet und deren

Geschäftsführung übernommen. Sitz beider Unternehmen ist

Schweinfurt. Beschäftigt werden rund 60 Mitarbeiter in Fertigung

und Verwaltung. Neben den eigenen Möbeln fertigt das

Unternehmen aktuell auch für Fremdunternehmen. Für die

nächsten Monate seien „größere Aufträge zur Produktion sowie

weitere Projektaufträge“ angekündigt. Diese Auftragslage lässt

die Verantwortlichen „zuversichtlich in die Zukunft schauen“.

Laut Unternehmen umfasst die Produktpalette Küchen im Einstiegsbereich

mit strapazierfähigen Kunststoffoberflächen bis

hin zu Echtholzfronten und verschiedenen Lackausführungen

im mittleren und oberen Segment.

Foto: allmilmö

Wieder offen: Das Werkstor des Küchenmöbelherstellers allmilmö

in Zeil am Main.

Über den Fachhandel und im Objektgeschäft

Vertrieben werden die Küchen mit dem allmilmö-Label primär

in Deutschland sowie im benachbarten europäischen Ausland.

Genannt werden die Länder Frankreich, Schweiz und Irland,

aber auch Russland. Darüber hinaus sei der Export nach

China, Taiwan, Japan und in den Libanon „eine wichtige Säule im

Vertrieb“. Der Verkauf an Endverbraucher werde weltweit über

Küchenfachgeschäfte betrieben. „Weiter forciert“ werden soll allerdings

auch das Objektgeschäft national und international.

Optimierte Ablaufprozesse mit einer räumlichen Neugestaltung

und Organisation der einzelnen Abteilungen sollen die

Wirtschaftlichkeit des neu gegründeten Unternehmens sicherstellen.

Nicht mehr genutzte Flächen auf dem Betriebsgelände in

Zeil am Main sollen an andere Unternehmen vermietet werden,

u. a. aus der Logistikbranche. www.allmilmoe.com

CUSTOM MADE COLORS

Kreativität, Leidenschaft, Personalisierung

ENIGMA: Der neue gastronomische Raum von Albert Adrià, entworfen von RCR Arquitectes (Pritzker Preis 2017) und Pau Llimona.

Neolith wurde für die Verkleidungen, Arbeitsplatten und Bodenbeläge im gesamten Restaurant angewendet und hat eine traumartige Landschaft mit einem einzigartigen Design erschaffen.

Entdecken Sie alle Gestaltungsmöglichkeiten und die außergewöhnlichen Features von NEOLITH unter www.neolith.com


Hausgeräte

Immer mehr Geräte

hören aufs Wort

Nach aktuellen Zahlen aus der Marktforschung wurden 2017 weltweit mehr als

30 Millionen Geräte mit Sprachsteuerungs-Funktion verkauft. In Deutschland rechnet

man für 2017 mit annähernd zwei Millionen solcher Produkte. Auch für 2018 wird ein

starkes Wachstum in diesem Segment prognostiziert.

Immer mehr Geräte im Haushalt können mittlerweile

von Sprachassistenten gesteuert werden. Neben bekannteren

Beispielen wie Lautsprechern oder anderer

Unterhaltungselektronik sind mittlerweile auch Einrichtungsequipment

wie Lampen und Haustechnik

(beispielsweise Rollläden oder Heizungen) per Sprache

steuerbar – aber auch Küchengeräte wie Geschirrspüler

und Kaffeemaschinen.

Mit erkennbarem Mehrwert

„Innovationen, die den Kunden mehr Komfort und

Leistungsumfang, also einen erkennbaren Mehrwert

bieten, sind Garanten für Markterfolg“, kommentiert

Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender des

IFA-Veranstalters gfu Consumer & Home Electronics

GmbH, den Trend. Die Entwicklungen rund um die

Sprachsteuerung bestätigten diesen Grundsatz, so

Kamp. Die prinzipiell einfache

Bedienung in Kombination mit einem erweiterten

Anwendungspotenzial werde dafür sorgen, dass sich

Produkte mit Sprachassistenten auch in 2018 „weiter

positiv am Markt über viele Branchen hinweg entwickeln

werden“. Auch auf der IFA 2018 (vom 31. August

bis 5. September) wird zu sehen sein, welche Möglichkeiten

die Sprachsteuerung bereits bietet und welche

weiteren neuen Möglichkeiten dazu kommen können.

Viele Anwendungsmöglichkeiten

Die Vorteile in der Bedienung mit Sprachsteuerung

liegen für Hans-Joachim Kamp auf der Hand: „Die

Sprache ist oftmals schlicht praktischer als die Bedienung

eines Touchscreens, der Computermaus oder

der Fernbedienung. Geräte mit Sprachsteuerung bleiben

auch mit ‚vollen Händen‘ noch bedienbar, das ist

ein klarer (Komfort-)Vorteil. Die Anwendungsmöglichkeiten

werden weiter auf immer mehr Bereiche, gerade

im Segment der Haussteuerung im Smart Home, ausgeweitet.

Diese Entwicklungen

dürften den Aufstieg

der Sprachsteuerung

in Zukunft weiter befeuern.“

Fotos: gfu

Erschienen ist der „ Pocket Guide

Sprachsteuerung“ der gfu Consumer & Home Electronics GmbH in

Kooperation mit dem Bundesverband Technik des Einzelhandels e.V. (BVT). Der Einkaufsberater

steht auf den Internetseiten der gfu unter www.gfu.de/fileadmin/media/downloads/

PocketGuide-26-Sprachsteuerung.pdf zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Infos zur

Sprachsteuerung

Im Rahmen der

„ Pocket Guides“ – dabei

handelt es sich um marken-

und systemneutrale

Navigationshilfen und

Einkaufsberater – der gfu

steht die Ausgabe 26 ganz

im Zeichen der Sprachsteuerung.

Der „Pocket Guide

Sprachsteuerung“ erklärt,

wie derartige Assistenten

funktionieren und wie man

beim Fachhändler die passenden

Produkte dazu findet.

Er gibt den Endverbrauchern

zahlreiche Erklärungen und

Tipps und sei laut Initiatoren

gleichzeitig eine fachlich fundierte

Beratungs- und Abverkaufshilfe

für den Fachhandel.

www.gfu.de

58 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Garraum und Ofentür geteilt

Samsung fördert die Flexibilität in der Küche: Die neuen „Dual Cook Flex“-Back öfen verfügen

über eine zweigeteilte Ofentür und teilbaren Garraum. Dank zwei Heißluftventilatoren lassen

sich zwei unterschiedliche Gerichte ohne Geruchs- und Geschmacksübertragung zur gleichen

Zeit zubereiten. Ein herausnehmbarer Garraumteiler, optisch ähnlich wie ein Backblech,

trennt den Garraum in zwei Teile, so ist die Nutzung von nur einem Teilgarraum entweder oben

oder unten möglich. Temperatur, Garzeit sowie

Betriebsart sind hierbei pro Garraum individuell

einstellbar. So kann für das Aufbacken der

Sonntagsbrötchen, was die häufigste Nutzung

des Backofens in Deutschland sei, lediglich der halbe Ofen genutzt und damit die

benötigte Energie laut Hersteller „um bis zu einem Viertel reduziert werden“. Mit

Dampfreinigung und Pyrolyse ist die Reinigung zudem besonders komfortabel.

Fotos: Samsung

Für kleinere

Mahlzeiten oder auch Brötchen,

die aufgebacken werden sollen:

Die Halbierung des Garraums

spart Zeit und Energie.

Mit dem Wandel der Küche zum Lebensmittelpunkt

des Zuhauses ist auch die Optik der

Hausgeräte von zentraler Bedeutung. Die

neuen NV7000 Backöfen sind in den modernen

Designs Edelstahl, schwarzer Edelstahl

und schwarzes Glas erhältlich.

Nur den halben Ofen öffnen

Und Samsung geht noch einen entscheidenden Schritt weiter: Warum nicht nur

den halben Ofen öffnen, wenn lediglich der halbe Garraum genutzt wird? Genau das

ist mit „Dual Cook Flex“ jetzt möglich. Die Tür des Ofens ist in der Mitte geteilt, so

kann der Ofen vollständig oder nur die obere Hälfte geöffnet werden. Die Vorteile: die

Hitze im unteren Garraum kann nicht entweichen, empfindliche Speisen wie Soufflés

können so vor dem Einfallen geschützt und wertvolle Energie beim Vorheizen und Garen

kann gespart werden.

Die Backöfen aus der „NV7000“-Serie werden ab Mai 2018 auf dem deutschen

Markt erhältlich sein. Den UVP gibt das Unternehmen mit 1299 Euro an. Erhältlich

sind sie in drei Designs: in Edelstahl, schwarzem Edelstahl und schwarzem Glas.

www.samsung.com/de/home-appliances

E.G.O. – steht nie drauf.

Steckt immer drin.

GOLD 2017

Produkte von E.G.O. stehen nicht im Rampenlicht

– sie spielen die entscheidende Rolle im Hintergrund.

Heiz- und Steuerelemente von E.G.O.

machen aus Hausgeräten erst das, wozu wir sie

brauchen: zu nützlichen Helfern, die das Leben

leichter machen. Weltweit führend in Hightech für

Hausgeräte: Kochen. Backen. Waschen. Spülen.

Trocknen. Regeln. Steuern.

www.egoproducts.com


Markt + Menschen

Premiere für das neue Branchenformat „KitchenCamp“

Voneinander lernen

Der STROBEL VERLAG und die Agentur ansprechend Kommunikations- &

Veranstaltungsmanagement veranstalten in Kooperation mit der Koelnmesse

als Premiumpartner ein neues Branchenformat. Es nennt sich „KitchenCamp“

in Anlehnung an das international bekannte und beliebte „BarCamp“-Konzept.

„KitchenCamp“ wendet sich an den Küchenhandel, die Küchen- und die Zubehörindustrie

und findet am 6. Juni in Köln statt.

„Von Teilnehmern für Teilnehmer“ lautet das

Motto dieses nicht alltäglichen Fortbildungskonzepts,

das der STROBEL VERLAG, Herausgeber vom

KÜCHENPLANER, zusammen mit Christiane Pauli, Inhaberin

der Agentur ansprechend aus Bünde, nun in

die Küchenbranche bringt. Ein „BarCamp“, in diesem

Fall „KitchenCamp“ genannt, ermöglicht es, dass sich

Menschen in einer lockeren Atmosphäre bzw. einer offenen

Umgebung austauschen und voneinander lernen

können. So gelten „BarCamps“ als das Gegenteil einer

durchgestylten Konferenz. Diese Unkonferenz, wie es in

der Szene heißt, ermuntert die Teilnehmer, ihr Wissen

miteinander zu teilen, wodurch die Themen sowie die

Ergebnisse durch wertvolle Workshops und Vorträge

zu zielorientierten bereichernden Alltagshilfen werden.

Jeder Teilnehmer ist aktiv

Der STROBEL VERLAG und die Agentur ansprechend

laden zu diesem neuen Veranstaltungskonzept in der

Küchenbranche ein. Am Mittwoch, 6. Juni, verbringen

die Teilnehmer einen höchst kommunikativen Tag miteinander

– Diskussionen, Präsentationen, Workshops

Der Veranstaltungsort

„incube8“

(Deutz-Mülheimer

Straße

30, 50679

Köln) bietet ein

hohes Maß an

räumlicher Flexibilität

– perfekt

für das

„Kitchen-

Camp“-Format.

Foto: incube8

60 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Fotos: Benja Weller

und viel Austausch. Jeder Teilnehmer

ist dabei nicht nur Kongressbesucher,

sondern aktiver „Mitgestalter“.

So funktioniert es vor Ort

Zu Beginn des Camps organisieren

die Teilnehmer gemeinsam die Tagesagenda.

Dazu tritt jeder, der eine sogenannte

Session zu einem Thema anbieten

möchte, vor das Plenum und stellt

sich und sein Thema kurz vor. Per

Handzeichen geben alle Anwesenden

Rückmeldung, wie viel Resonanz bzw.

Interesse das Thema bei ihnen findet.

Je nach angezeigtem Feedback (durch

Handzeichen des Plenums) erhält der

Sessiongeber einen entsprechend

großen bzw. kleinen Workshop-Raum

zugeteilt.

Gut zu wissen

Inspirierende Ergebnisse

Ziel des „KitchenCamps“ ist es, Verbände,

Industrie und Handel zusammenzubringen,

damit sie sich gegenseitig

neue Impulse geben.

Die Koelnmesse als Veranstalterin der

LivingKitchen unterstützt als Premiumpartner

das 1. „KitchenCamp“ der

Küchen branche.

SILUET

DIE SCHÖNHEIT

FEINER FORMEN

Teilnehmer: Eingeladen zum „KitchenCamp“ sind Mitarbeiter und Unternehmer aus dem

Küchenhandel, aus Einrichtungshäusern mit ihren Küchenabteilungen sowie aus Verbänden

und der Möbelindustrie.

Veranstaltungsort: Digital Campus „incube8“, Deutz-Mülheimer Straße 30, 50679 Köln

Teilnahmegebühr: 89 Euro p.P., KÜCHENPLANER „LOGIN Premium“-Mitglieder erhalten vergünstigte

Konditionen

Registrierung/Infos für Ihre Anmeldung: www.kuechenplaner-magazin.de/login/

Anmeldefrist: bis 1. Juni 2018

Thema: Neue Kundengruppen suchen neue Küchen – Kundengruppen in der Zukunft

Vor Ort: come as you are – und es wird sich geduzt

Erleben Sie puristisch modernes Design und

sinnlich feine Linienführung in einer faszinierenden

neuen Keramikspüle. Mit drei Modellen

in 13 eleganten Farbtönen eröffnet Siluet

aus dem hochwertigen Material TitanCeram

Ihrem individuellen Einrichtungsstil neue

Freiräume.

Weitere Informationen

Sponsoring: STROBEL VERLAG: Stefan Schütte,

E-Mail: s.schuette@strobel-verlag.de

Veranstaltungsmanagement: ansprechend: Christiane Pauli,

E-Mail: c.pauli@ansprechend.com

3/4/2018

Entdecken Sie außergewöhnliche Gradlinigkeit:

VILLEROYBOCH.COM/SILUET-KITCHEN


Spülen + Armaturen

Foto: Blanco

Hier

gehen die

Arbeitsschritte

fließend in ein an der

über: „ Blanco Zenar XL 6 S

DampfgarPlus“ aus PuraDur.

Das Schneidbrett vermittelt einen

wertigen Eindruck.

Rund um den Küchenarbeitsplatz Nr. 1

Mehrwert mit Zubehör

Küchen werden über Emotionen verkauft. Darüber sind sich alle einig. Und oft

sind es gerade die scheinbar unbedeutenden Dinge, die besonders überzeugen.

Das Zubehör rund um die Spüle kann dazugehören. Besonders, wenn es direkt

auf die Spülenfunktion abgestimmt ist.

Schneidbretter in edler Optik, separate Abtropfflächen,

Rollmatten, Beckengitter oder genormte Schalen

zum Einhängen in das Becken: Das zur Verfügung

stehende Zubehör rund um die Spüle ist umfangreich

verfügbar und hat immer häufiger einen ganz besonderen

Charme: Es weckt Emotionen, glänzt mit edlem

Design, erweitert die Funktionalität der Spülzone, erlaubt

ergonomische Abläufe und bringt zusätzlichen

Komfort in den Küchenalltag. Das sind viele gute Gründe,

um sich näher mit den angebotenen Lösungen zu

beschäftigen.

Multifunktionale Arbeitszone

Besonders intensiv lenkt derzeit Blanco die Aufmerksamkeit

auf das Zubehör. Zur Küchenmeile 2017

auf Gut Böckel widmete der Anbieter all den großen

und kleinen Ideen rund ums Spülcenter sogar einen eigenen

Ausstellungsbereich. Denn ganz gleich, ob großzügige

Wohnküche oder kleine Kochinsel im Apartment:

„Die Spüle wird täglich ziemlich oft genutzt, hier

konzentrieren sich viele kleine Vorbereitungsschritte

und nicht selten mangelt es an Arbeitsflächen zum

Zwischenlagern, Abstellen oder Abtropfen“, lauten die

praktischen Überlegungen dazu. Ein weiteres Argument

für funktional auf die Spüle abgestimmtes Zubehör

liest sich fast schon zu simpel, beschreibt aber exakt

die Realität in vielen Küchen: „In direkter Nähe zur

Spüle ist der Platz für ein separates Schneidbrett oft

knapp oder gar nicht vorhanden.“ Mit smarten Küchenhelfern

hingegen ließe sich ein Becken im Nu in eine

komfortable, multifunktionale Arbeitszone verwandeln,

so Blanco.

62 KÜCHENPLANER 3/4/2018


„Deshalb ist es sinnvoll, bei der Planung einer neuen

Küche auch an die bedarfsgerechte Ausstattung der

Spüle zu denken“, fasst Bernhard Kirchknopf, Leiter

des Technischen Kundendiensts bei Blanco, die Lage

zusammen. „Speziell für die jeweiligen Produkte entwickeltes

Zubehör macht aus einem einfachen Becken

einen ergonomischen Küchenarbeitsplatz. Hochwertige

Verarbeitung und durchdachte Details, die zur

Sicherheit beitragen, sind zusätzliche Merkmale, die

sich täglich bewähren.“ So schafft zum Beispiel das

Blanco-Schneidbrett aus Esche-Compound eine zusätzliche

Arbeitsfläche direkt auf der Spüle. Auf dem Beckenrand

aufgelegt bleibt es selbst unter Beanspruchung

in Position und lässt sich dennoch bei Bedarf

bequem verschieben – dank spezieller, hochwertiger

Standfüßchen.

Für seine Spülen und Becken bietet Blanco eine im

Markt außergewöhnliche Bandbreite an hilfreichem

Zubehör, das sich vielseitig nutzen lässt. Zum Beispiel

die „Top-Schienen“: Sie passen auf zahlreiche Becken-

Typen des Herstellers und schaffen ruckzuck eine

zweite Arbeitsebene. Auflagebügel aus hochwertigem

Kunststoff sorgen dabei für stabilen Halt. Und: Während

oben etwa Erdbeeren im Sieb abtropfen, bleibt genug

Platz, um parallel ein Glas auszuspülen. Die Top-

Schienen eignen sich auch als Trocknerstation für

Schwamm & Co. oder – auf der Arbeitsplatte – als Untersetzer

für Heißes aus dem Backofen.

Als äußerst praktisch erweist sich auch die neue anthrazitfarbene

Eck-Schale mit Wasserablauf aus dem

Blanco-Sortiment. Sie wird bei Bedarf einfach in die gewünschte

Ecke des Beckens angelegt und erfüllt ihre

Aufgabe als effiziente Spül- und Abtropfschale für Lebensmittel

und Geschirr oder auch als Ablage für Spülutensilien.

Durchdachtes Zubehör hat bei Blanco schon seit vielen

Jahren einen strategischen Stellenwert in der Produktentwicklung.

Den Anfang machte 2001 das damals

bahnbrechende „AXenkonzept“. Dieses nach wie vor gültige

Konzept organisiert das Hantieren an der Spüle entlang

zweier Achsen. Zubehörteile wie einhängbare Multifunktionsschalen

und verschiebbare Schneidbretter

gehören dazu. Erst 2016 präsentierte Blanco die dritte

Generation dieses Konzepts: mit zwei Silgranit-Modellen

im grundlegend neuen Design sowie Neuerungen für

sämtliche „AXen“-Modelle in Edelstahl. Das Faible für

durchdachtes Zubehör zeigt sich bei Blanco aber auch

bei weiteren Modellen wie zum Beispiel der „Zenar XL

6 S DampfgarPlus“ oder der jüngsten Neuvorstellung

„Collectis 6 S“ – „Sammeln im System“ lautet der Untertitel

dieser Küchen spüle mit der flexibel einsetzbaren Depot-Schale

als zentralem Funktionsbestandteil.

Besuchen Sie uns auf der

KÜCHENWOHNTRENDS

MÜNCHEN,

vom 06. bis 07. Mai 2018

in der Zenith-Halle, Stand F 10.

Die MERA-FAMILIE wurde

erst zum Trend, dann zum Vorbild für die

NEUE KERAMISCHE

KÜCHENSPÜLE:

In jedem DETAIL AUF DAS

WESENTLICHE reduziert.

In 37 Varianten und jeweils 15 Farben ist

die MERA-Familie Sinnbild für die ideale

Balance von Ästhetik und Funktion im

Küchenalltag.

Sie kann JEDEN KUNDEN-

WUNSCH erfüllen; die großen

und die kleinen.

MERA 100 SL F in Polar

mit Armatur BINGO STAR

Feinsteinzeug aus dem Westerwald! · Darauf geben wir 5 Jahre Garantie · www.systemceram.de


Spülen + Armaturen

Die „Prep station“ von Schock will mehr als eine Spüle sein. Nämlich ein

professionelles Vorbereitungscenter. Dafür wurde eine Arbeits fläche

integriert und diverses Zubehör ent wickelt.

Foto: Schock

Passgenaues Zubehör

Auch in der Kommunikation von Franke hat das Spülenzubehör

einen Logenplatz. „Wer mit Leidenschaft

kocht, weiß funktionale Küchenhelfer zu schätzen“,

lautet die gleichfalls praxiserprobte Überzeugung in

Bad Säckingen. So bietet Franke eine Vielzahl cleverer

Accessoires, mit denen die Spüle zum multifunktionalen

Arbeitsplatz wird. Dazu gehören Schneidbretter,

Abtropfeinsätze, Gastronorm-Schalen und Rollmatten.

Sie sind in Funktion und Design auf das Spülen-Sortiment

abgestimmt und lassen sich vielseitig integrieren.

Zum Beispiel die Rollmatte und Schneidbretter von

Franke: Die stabile Matte lässt sich passgenau über der

Spüle ausziehen und fungiert als erweiterte Abtropfund

Ablagefläche. Insbesondere in kleinen Küchen

geht so kein Platz verloren. Genauso gut eignet sie sich

als Untersetzer für heiße Töpfe und Schüsseln. Auch

die Schneidbretter aus massivem Nussbaum-Holz oder

Glas passen in variablen Größen exakt auf den Spülenrand

und lassen sich nach Bedarf verschieben. Nach

getaner Arbeit decken sie die Spüle sauber ab.

Bewährt haben sich laut Franke auch die Gastronorm-Einsätze

aus hochwertigem Edelstahl. Als Abtropfschale,

Sieb oder Restebehälter lassen sie sich

passgenau in die Spülbecken einhängen, leicht verschieben

und sind auch übereinander kombinierbar. So

kann direkt an der Spüle vorbereitet und – etwa vom

Schneidbrett – direkt in die Schalen gearbeitet werden.

„Selbstverständlich passen die Franke Gastronorm-

Schalen in handelsübliche Dampfgarer“, betont der Anbieter.

Im identischen Design

Unter dem Motto „Perfect Together“ erweiterte Franke-Tochter

KWC kürzlich ihr Portfolio an Premium-Armaturen

um hochwertige Spülbecken in identischer

Designhandschrift. Ganz neu ist die High-End-Linie

„ERA“. Prägend ist deren minimalistisches Design mit

einem besonders feinen Beckenrand von nur 4 mm und

einem Beckenradius von 8 mm. Auch die neueste Innovation,

der unsichtbare Ghost Overflow, unterstützt die

bewusst zurückhaltende Gestaltung. Die Funktionalität

der neuen Linie lässt sich mit exklusivem Zubehör

erweitern, wie etwa mit dem designgleichen Seifenspender,

dem exklusiven Teakholz-Schneidbrett, dem

edlen Abtropfbecken aus Edelstahl und Teakholz oder

der praktischen Rollmatte.

Um hochwertige Edelstahl-Spülen im identischen

Design ergänzt wurden auch die bestehenden Armaturen-Linien

„ONO“ und „ZOE“. Für zusätzlichen

Komfort sorgt die bei der „ONO“ dezent ins Becken

integrierte Stufe: Denn in Kombination mit dem exklusiven

Zubehör entsteht eine zusätzliche Arbeitsebene.

Hier lassen sich praktische Abtropfgitter passgenau

ins Spülbecken einlegen.

Mehrwert bei der Spülenvermarktung

Um einen gesammelten Eindruck von den gegenwärtig

vorhandenen Zubehör-Ideen rund um das Spülcenter

zu gewinnen, haben wir einige ausgesuchte

Anbieter angeschrieben und nach Einschätzungen,

Produkten und Innovationen gefragt. Wobei beliebte

Klassiker selbstverständlich ebenfalls das Recht auf

Beachtung haben. Unser Eindruck nach Auswertung

der Antworten und Fotobeispiele: Zubehör rund um

die Spüle ist alles andere als Schnickschnack – im

Sinne von nutzlosem Kleinkram. Ganz im Gegenteil:

Immer häufiger sind Schneidbretter, Edelstahlschalen

und Rollmatten derart anspruchsvoll gestaltet, dass

sie allein schon optisch einen Mehrwert bei der Spülenvermarktung

bieten, und besonders in zurückhaltend

geplanten Bauhaus-Küchen sind die funktionalen

Accessoires in der Lage, emotional wirkende Akzente

zu setzen. Und darauf kommt es beim Küchenkauf

schließlich auch an.

Dirk Biermann

64 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Zeitlose

Ästhetik

KLUDI L-INE S die ideale Kollektion

für Ihre Küche – archetypische

Formen und geometrische Linien

stilsicher vereint.

www.kludi.de


Spülen + Armaturen

Die kürzlich präsentierte Villeroy & Boch-Spüle

„Architectura 60 XR“ verfügt neben Becken und

Abtropffläche über ein verschließbares Restebecken.

Dazu gibt es optional eine 1/3 Dampfgarschale,

die sich passgenau in das Restebecken

und quer in das Hauptbecken einhängen

lässt. Hinzu kommt als weiteres Zubehör ein

Rollrost aus Edelstahl, ein rutschfestes Universalschneidbrett

aus massiver, geölter Buche und

ein Drahtkorb aus Edelstahl.

„Sammeln im System“: mit diesem eingängigen

Slogan überschreibt Blanco

seine neue Spüle „Collectis 6S“. Zentrales

Element ist die Depotschale. sie

lässt sich sowohl in das Depot-Becken

der Spüle als auch in die Eimer des

kompatiblen Abfallsystems einhängen.

Mit einer Faltmatte aus Edelstahl lässt sich das Becken der „Bela 78“

von systemceram abdecken und zusätzliche Arbeitsfläche gewinnen.

Die Rollmatte

von Franke passt

exakt aufs Spülbecken

und kann

als Abstell- oder

Abtropffläche

genutzt werden.

Ebenso zur Speisenvorbereitung.

Foto: Franke

Foto: systemceram

Foto: Villeroy & Boch

Foto: Blanco

66 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Spülenmodell

Wembley D-150

Farbe Silverstone

Armatur SC-520

KOMMT MIT KURVEN

Mit aufregend großen Radien und fließenden Formen bringt die Wembley-Serie Schwung in die Küche. Die

CRISTADUR®-Oberfläche lässt die 12 verfügbaren Farben der Modelle Wembley D-100 und D-150 strahlen –

perfekt kombiniert mit der SC-Armaturenserie, deren Hülsentechnologie die Farb- und Materialabstimmung

möglich macht. Ein großes Plus: Materialität wie auch Design bringen eine einzigartige Reinigungsfreundlichkeit.

Passendes Zubehör, nämlich ein Holzschneidbrett, dass die weiche Form des neuen Designs aufgreift und

flexibel ineinander steckbare Resteschalen, runden das multifunktionale Spülzentrum ab.

WWW.SCHOCK.DE


Spülen + Armaturen

Mit Garbehälter und Brückenschneidbrett aus Nussbaum:

Blanco-Unterbaubecken „Claron 550-U Dampfgar-Edition“.

Foto: Blanco

Verhalf der Idee

einer zusätzlichen

Arbeitsebene

zu einem

neuen Höhenflug:

Etagenbecken

„ Blanco

Etagon“ mit

Funktionsschienen

und Esche-

Compound-

Schneidbrett.

Foto: Blanco

Die Schneidbretter schaffen zusätzliche Arbeitsfläche und

fügen sich exakt in den Spülenrand. Franke bietet sie in

massivem Nussbaum-Holz und Glas an.

Foto: Villeroy & Boch

Elegantes Zubehör

für die Keramikspülen

von

Villeroy & Boch.

Das Schneidbrett

ist aus Nussbaum.

Foto: Franke

Zum Anlegen: Der Edelstahl-Tropf ergänzt das edle Blanco

SteelArt-Becken „Claron 500-U“ auf stimmige Weise.

Foto: Blanco

Ins Becken der

„KWC ONO“ ist

eine dezente Stufe

eingelassen. So

lässt sich gleich

auf drei Ebenen

arbeiten.

Fotos: KWC

Foto: systemceram

Modern gestaltete Resteschale für die

systemceram-Spüle „Stema 80“.

68 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Spüle mit Stufe:

Rieber gilt als Urheber

der Idee,

durch eine integrierte

Kante eine

zusätzliche Arbeitsebene

in der

Spüle zu schaffen.

Hier abgebildet ist das Modell „Cubic“ samt

eines genormten Garbehälters für den Dampfgarer.

Nur am Rand zu erahnen ist das neu ins

Programm aufgenommene Schneidbrett aus

Nussbaum-Holz. Ebenfalls neu ist die Druckknopf-Bedienung.

Foto: Biermann

Foto: Blanco

Einfach anlegen:

die Eckschale

von Blanco. Besonders

nützlich

für alles, was

abtropfen soll.

Passend zum Beckenmaß der Keramik spüle

bietet systemceram einen Spülkorb aus Edelstahl,

der wiederum auf das Maß eines Gastronomiebehälters

abgestimmt ist. Heißes Gargut

aus dem Dampfgarer kann so schnell und sicher

zum Abtropfen in den Spülkorb eingehängt

werden.

Foto: Schock

Funktionale Wärmequelle: „Indutherm“ nennt Schock die beheizbare

Wärmequelle für die Abtropffläche. Sie lässt sich auf ca. 50 Grad erwärmen

und dient zum Vorwärmen von Tellern. Gleichzeitig beschleunigt

die Strahlungswärme auch die Trockenzeit nach dem Abwasch.

„Indutherm“ ist in Kombination mit ausgewählten „Cristadur“-Modellen

verfügbar.

Das Brückenschneidbrett aus Esche-Compound besitzt eine besonders

elegante Formen sprache. Die Blanco-Spüle

dazu („Axia III XL 6 S“ in PuraDur)

ist anthrazit.

Kompatible Gastronormschalen lassen sich auch in

Franke-Edelstahlspülen als Sieb, Auffang- oder Aufbewahrungsbehälter

nutzen – sogar auf mehreren

Ebenen.

Foto: Franke

Foto: systemceram

Foto: Blanco

Foto: Blanco

Mehr Platz an kleinen Spülen – mit dem Edelstahl-

Beckengitter im Wellendesign von Blanco.

3/4/2018 KÜCHENPLANER 69


Spülen + Armaturen

Nur wenn sie gebraucht wird: Mit dem einsetzbaren

Gitter lässt sich eine flexible Arbeitsebene im

Becken schaffen. (Blanco)

Foto: Schock

Spülen mit „Spotlight“: Das Zusammenspiel

von Licht und Wasser wertet

die Küche auf. Die energieeffiziente

LED-Beleuchtung kann in vielen Spülen

von Schock installiert werden und

fasziniert optisch wie auch funktional

als direkte Lichtquelle im Spülbecken.

Foto: Blanco

Zwei „Top-Schienen“

( Blanco) bieten zusätzlichen

Raum an der Spüle. Nutzen

lässt sich die Wasserstelle

parallel trotzdem. Vorgestellt

wurden die Schienen

erstmal zusammen mit dem

Etagenbecken „Etagon“ im

Herbst 2016, inzwischen

gibt es sie als „Top-Schienen“

auch separat für ausgewählte

Spülenmodelle.

Foto: Blanco

Foto: Villeroy & Boch

Zum Funktions zu behör

der „Subway“-

Spülenfamilie zählt

bei Villeroy & Boch

auch eine designorientierte

und zugleich

funktionale

Edelstahl-Rollmatte.

Exklusiv von KWC: Die „ERA“ Abtropfschalen kombinieren

Edelstahl und Teakholz.

Hochwertig ist auch das Zubehör zu den neuen KWC-

Spülen. Dazu zählen passende Schneidbretter aus

Teakholz.

Foto: KWC Foto: KWC

Die dritte Generation im AXen-Konzept von

Blanco: hier in Edelstahl („Axis III 6 S-IF

Dampfgar) mit Brückenschneidbrett aus

Nussbaum und Gastronorm-Behälter.

Foto: Blanco

Mobile Abtropffläche

für Unterbaubecken

von

Blanco.

Foto: Blanco

3/4/2018


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Vielseitig zu planen: Das Kantendesign

Fase ermöglicht auch abgerundete oder

runde Küchen inseln in Durinox- Qualität.

Hier mit integriertem „Claron“-Becken

mit Armatur „Blanco Culina-S“, beide in

Edelstahl Seiden glanz.

Fotos: Blanco

Für meisterhafte Küchenplanungen

Mit der exklusiven Oberfläche Blanco Durinox hat die Hightech-Manufaktur von Blanco SteelArt

die Eigenschaften von Edelstahl neu definiert. Durinox ist extrem widerstandsfähig gegenüber

Kratzern und begeistert mit samt-matter Optik und schmeichelnder Haptik.

Durinox gibt es mittlerweile

für zwei Becken-Designs: im Nullradius-Design

„Zerox“ sowie ganz

aktuell mit 10-mm-Eckradius der

„Claron“-Becken. Geplant werden

können beide Serien mit Becken in

verschiedenen Größen zum fugenlosen

Einschweißen in SteelArt-Arbeitsplatten.

Das Portfolio bietet darüber

hinaus „Zerox“-Becken für

den Unterbau und Einbau von oben

– womit sich interessante Kombinationen

auch mit Steinarbeitsplatten

realisieren lassen. Seitenblenden

und Rückwände in zweierlei Stärken

sind ebenso in der veredelten

Oberfläche Durinox möglich.

Die veredelte Oberfläche Durinox

ist mehr als doppelt so hart wie herkömmliche

Edelstahloberflächen.

Diese Qualität unter streicht gleichzeitig

die aus mehreren Jahrzehnten

resultierende Expertise

von Blanco in der meis ter haften

Verarbeitung von Edelstahl.

Elegante Kante

Für Durinox-Arbeitsplatten gibt

es verschiedene Kantendesigns. Besonders

elegant mutet die Gestaltung

mit einer filigranen, glänzenden

Fase an. Gerade der Mix

unterschiedlicher Oberflächen

verleiht den maßgeschneiderten

Küchen inseln dabei eine außergewöhnlich

ästhetische Anmutung.

Die neue Randgestaltung mit Fase

ermöglicht sogar Rundungen oder

das Abrunden der innovativen

Durinox-Arbeitsplatten. Das eröffnet

Planern neue Wege für exquisite

Küchen- und Wohnkonzepte.

www.blanco-germany.com/de

Kontrastreich

mit dunkler

Steinarbeitsplatte:

XL-Becken

„Blanco Zerox

700-U“ in

Durinox, hier

mit anlegbarem

Tropf und Armatur

„Blanco

Linee-S“.

Elegante Akzente

in massiver Eiche:

SteelArt Becken

„Blanco

Zerox 500-IF/A“

in Durinox und

Armatur „ Blanco

Panera-S“ in

Edelstahl gebürs

tet.

3/4/2018 KÜCHENPLANER 71


Spülen + Armaturen

Idee von systemceram stößt auf Resonanz

Badkeramik für Küchenspezialisten

Dass systemceram auch Badkeramik kann, ist bekannt. Durch das OEM-Geschäft

mit namhaften Badherstellern. Trotzdem lässt die jüngste Initiative aus Siershahn

den Küchenspezialhandel aufblicken. Denn das neue Komplettangebot fürs Bad

ist einfach planbar und bis in die Details in die Küchen-Planungssysteme und

Vertriebsunterlagen integriert. Ebenso in die Konditionensysteme der Verbände.

Eines von zwei systemceram-Waschbecken fürs Bad: „Patera 40“ in

Grönlandweiß mit gleichfarbiger keramischer Ablaufabdeckung. Die

Waschtischabdeckung besteht ebenfalls aus Keramik. Eine eckige

Becken version gibt es auch.

Fotos: Biermann

Die gesamte Abwicklung der Badkeramik

erfolgt analog zur KeraDomo-

Küchenkeramik und ist daher für den

Küchenplaner unkompliziert in der Abwicklung.

Selbst in der regulären Preisliste

sind die Produkte aufgeführt.

Bad-Umsätze werden somit in den Gesamtumsatz

des jeweiligen Küchenhändlers

integriert, sodass sie sich

zusätzlich boni- und rabattfördernd auswirken.

„Die Kalkulationsbasis ist die

gleiche wie bei den Küchenspülen, und

selbstverständlich werden die Umsätze

in die Konditionssysteme der Verbände

integriert“, berichtet Gerhard Göbel,

geschäftsführender Gesellschafter von

systemceram vom „Win-Win-Effekt“ für

alle Beteiligten.

Seit der Badkeramik-Premiere auf der

area 30 im vergangenen Herbst sind fast

6 Monate vergangen. Für ein ausführliches

Fazit ist das noch zu früh, aber ein

erster Stimmungsbericht funktioniert.

Kurz: Das Thema scheint bei den Spezialisten

im Markt angekommen zu sein.

„Wir haben schon viele Ausstellungen

ausgestattet, und inzwischen kommen

die ersten Aufträge rein“, freut sich

Gerhard Göbel über den entsprechenden

Umsatz. Lieferbar sind die KeraDomo-

Waschbecken bereits seit Herbst 2017.

„Kein Messe-Gag“

Schon die erste Resonanz auf der

Messe in Löhne sei sehr gut gewesen.

„Unseren Kunden war schnell klar,

dass Bad-Waschbecken von systemceram

kein Messe-Gag sind“, bemerkt der

systemceram-Geschäftsführer nüchtern.

Die oben beschriebenen Vorteile

haben offensichtlich überzeugt. Andererseits

hat sich das Unternehmen gut

auf das neue Geschäftsfeld vorbereitet.

Gerhard Göbel: „Der Wunsch dazu kam

aus dem Küchenhandel. Immer mehr

Küchenspezialisten setzen Küchenmöbel

für die Ausstattung und Modernisierung

von Bädern und Gäste-WCs ein.

72 KÜCHENPLANER 3/4/2018


„Attraktives

Zusatzgeschäft

für

Küchenspezialisten.“

Gerhard

Göbel, geschäftsführender

Gesellschafter

system ceram.

Zusätzliche Ausstellungsfläche

Es gibt Kunden, die die neuen Waschbecken

nicht nur in der Ausstellung, sondern

gleich in Funktion im Kunden-WC

zeigen. „Eine gute Idee“, findet Gerhard

Göbel, „denn so kann zusätzliche Ausstellungsfläche

gewonnen und die Chance auf

zusätzlichen Umsatz genutzt werden.“

Dafür suchen sie ein passendes, leicht

zu montierendes Waschbecken in bester

Produkt- und Montagequalität.“ Fündig

wurden die Küchenplaner dabei zwar

schon immer, aber jetzt halt einfacher

über den bekannten Küchenspülen-Lieferanten,

und nicht vergleichsweise aufwendig

über andere Quellen des dreistufig

organisierten Sanitärmarkts.

Zwei Becken in fünf Farben

systemceram, ohnehin für seine engen

Kunden-Lieferanten-Beziehungen im

Markt bekannt, ließ sich nicht lange bitten

und reagierte: Auf der area 30 präsentierte

der Hersteller zwei moderne

Aufsatz-Waschbecken aus dem vom Hersteller

ausschließlich eingesetzten Feinsteinzeug.

Zur Wahl stehen ein rundes

Becken („Patera 40“) mit 400 mm Durchmesser

sowie ein rechteckiges Becken

(„Lavara 60“) mit 600 mm Breite und

400 mm Tiefe. „Patera“ kann auch unter

die Waschtischabdeckung montiert

werden. Beide Modelle haben einen

dünnwandigen, senkrecht ausgerichteten

Rand und eine Höhe bzw. Tiefe von

115 mm. Es gibt sie in fünf Farben: Fango,

Schiefer, Nigra, Polar und Grönland.

Stark nachgefragt werden laut Gerhard

Göbel aktuell besonders die wohnlichen

Farbtöne. In Design und Funktion abgestimmte

Armaturen ergänzen das Angebot.

Hier wurden im letzten Herbst

zwei neue Modelle präsentiert. Elegant

und wertig sind auch die Details: Die keramische

Abdeckung des Ablaufs zum

Beispiel kann farblich auf das jeweilige

Waschbecken abgestimmt, aber auch in

Kontrastfarbe gewählt werden. „Das ist

nichts von der Stange“, verdeutlicht Gerhard

Göbel die Möglichkeiten für eine individuelle

und wohnliche Badgestaltung.

Waschtischplatte aus Keramik

Die neuen Waschbecken sind auf

der Montageseite exakt plan geschliffen,

damit sie sich auf jeder Möbelabdeckung,

aber auch auf keramischen

Waschtischplatten, einfach und sicher

aufsetzen lassen. systemceram bietet

hierzu aus dem eigenen „XXL-Modul“-

Programm vollkeramische Platten auf

Basis individueller Maße (bei einer maximalen

Länge von 197 cm) und Oberflächengestaltung

an. Dabei können

Becken und Waschtischplatte in gleicher

oder unterschiedlicher Farbe geliefert

werden. An die einfache Montage

hat das Unternehmen ebenfalls

gedacht: Das Waschbecken wird einfach

auf die Möbeloberfläche oder die

Arbeitsplatte aufgesetzt und mit Silikon

dank des Plan schliffs unsichtbar

abgedichtet und verbunden.

Geschäfte im Bad

In Form und Farbgebung orientieren

sich die beiden Aufsatz-Waschbecken

an einer modernen, geradlinig-puristischen

Designsprache. Die dünnwandige,

geradlinige Randgestaltung mit

den engen Radien sei ein typisches Design-Merkmal,

das in dieser Form nach

Aussage des Unternehmens „allein

durch den Einsatz des Feinsteinzeugs

realisierbar ist“. Dieses Material sei

höchst strapazierfähig und damit auch

für den Sanitärbereich bestens geeignet.

systemceram produziert schon seit

mehreren Jahren individuelle Waschtische

aus Feinsteinzeug für Badhersteller

im OEM-Geschäft, die über den

traditionellen dreistufigen Vertrieb

an den Sanitärhandel verkauft werden.

„Da war es nur logisch, eine eigene

Badserie speziell für den Küchenhandel

als angestammten Kundenkreis

zu entwickeln“, erläutert Gerhard Göbel

die Unternehmensstrategie. Und er ergänzt:

„Die neuen Waschbecken bieten

dem Küchenfachhandel eine Alleinstellung.

Ziel ist es, unsere Kunden

stark zu machen und ihnen ein neues

attraktives Zusatzgeschäft zu bieten.“

www.systemceram.de

3/4/2018


Küchenzubehör

Winkelprofilleisten aus

Edelstahl schaffen einen

hochwertigen Abschluss.

Nischenrückwände in

Beton- und Rostoptik

Haptisch ansprechende Oberflächen und Strukturen

in Beton- und Rostoptik liegen im Trend. Sie sind auch

Highlights im Naber-Produktportfolio „Nischenrückwände für

außergewöhnliche Wandgestaltungen“.

Dabei überraschen die Rückwände

als leichtgewichtige Imitate

mit authentischem Surface-Design.

„SENSEit Beton“ etwa mit seinen

dreidimensionalen Lufteinschlüssen

ist vom Original kaum zu unterscheiden.

Ebenso wie „SENSEit

Rost“ mit beigemischten, leicht magnetischen

Echtrostpartikeln. Was

wie massiver Beton und schwergewichtiges

rostiges Metall aussieht,

bringt lediglich ein Gewicht

von ca. 4,5 kg/m² auf die Waage.

Die ca. 1 mm starke, auf 2,5 mm

Hartschaumplatte haftende mineralische

Oberfläche ist als Rollenware

oder auf Maß konfektioniert

lieferbar. Dem Wunsch nach einer

noch flexibleren Anpassungsfähigkeit

bei der Montage entsprechen

die neu ins Programm integrierten

Plattenzuschnitte in 16 mm Gesamtstärke.

Dabei wird die Rollenware

mit einer 12,5 mm starken

MDF-Trägerplatte verbunden.

Winkelprofile aus Edelstahl

Weitere gestalterische Freiräume

bieten neue Dicht- und Edelstahl-

Winkelprofile. Seitliche Schnittkanten

lassen sich formschön abdecken

und setzen gleichzeitig hochwertig

wirkende Akzente. Mit LED-

Licht lässt sich die Wirkung von

„SENSEit“-Dekoren zusätzlich steigern.

Dafür hat Naber Farbwechsel-Rückwandaufsatzleuchten

im

Programm. Dazu zählt u. a. das Modell

„Prova-LED“.

„Absolut küchentauglich“

Die funktionalen Materialeigenschaften

der Nischenrückwände

seien „absolut küchentauglich“:

Laut Naber sind sie hitzebeständig,

abriebfest und lebensmittelecht

durch Oberflächen-Versiegelung.

Eine neue Broschüre zeigt die

ganze Bandbreite des Nischenrückwandprogramms.

Das Print-Handout

kann über den Außendienst angefordert

werden und lässt sich als

PDF von der Website downloaden.

www.naber.com

Nischenrückwand

„SENSEit“

in Betonoptik

und Farbwechsel-Rückwandaufsatzleuchte

„Prova-LED“.

Fotos: Naber

74 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Kreative Leichtgewichte

Mit drei neuen Nischenrückwand-Varianten will auch Sedia außergewöhnliche

Akzente in der Küchengestaltung ermöglichen. „kitchenLiner“ heißt das Angebot:

Zur Auswahl steht eine Vielzahl an Motiven und Unifarben.

Auch eigene Fotos können verwendet werden.

„kitchenLiner LIGHT“ steht für 4 mm starke und direkt bedruckte

Alu-Verbundplatten und „kitchenLiner PRO“ für 16 mm

dicke beschichtete Spanplatten. Highlight sei indes „kitchen-

Liner CRISTAL“, betont der Anbieter: Dabei handelt es sich um

ein 6 mm starkes organisches Glas – ähnlich wie Plexiglas – mit

Für die Nischenrückwände steht eine Vielzahl an Motiven und

beliebten Unifarben zur Auswahl, selbst persönliche Fotos

können aufgedruckt werden.

Foto: Sedia

einer gehärteten und damit kratzunempfindlichen Oberfläche.

Es sei deutlich leichter und bruchfester als das gängige Floatglas,

optisch aber „nicht von diesem zu unterscheiden“. Das organische

Glas sei zudem unempfindlich gegenüber Abrieb und Chemikalien,

UV-undurchlässig und -beständig.

Einfach zu befestigen

Die Nischenrückwände lassen sich mit handelsüblichem Montagekleber

bzw. neutral vernetzem Silikon („Cristal“) auf sämtlichen

Untergründen befestigen. Alle „kitchenLiner“-Varianten

sind Leichtgewichte und gut vor Ort zu bearbeiten – ähnlich wie

Holz. Das gilt insbesondere für die neue Plexiglas-Oberfläche:

Bohren, Schneiden und das Aussägen bzw. Ausfräsen von Steckdosenausschnitten

sind problemlos auf der Baustelle während

des Küchenaufbaus möglich. Für das Abdichten der Nischenrückwände

empfiehlt Sedia neutral vernetzes Silikon.

36 Motive und 12 Farben

Dank präziser Maßfertigung in Deutschland sind alle Sedia

Nischenrückwände Unikate. Sie lassen sich einfach mit einem

Schwamm oder Tuch und gebräuchlichen Haushaltsreinigern

sauber halten. Zur Verfügung stehen 36 Motive und 12 klassische

Unifarben inklusive eines breiten Weißspektrums.

www.sedia-kuechentechnik.de

EVOline ®

BackFlip

Wasser + Küche = Kein Problem! Das Design-Highlight mit höher gelegenen Steckdosen sorgt für Sicherheit in

Ihrer Küche. Neue Cover aus schwarzem und weißem Glas oder aus schwarz und weiß matt-lackiertem Metall.

www.evoline.com/


Küchenfertigung

Zuliefermesse ZOW startet neu

Zurück an die Werkbank

Die ZOW hat sich einen Neustart verordnet – und konnte dabei durchaus überzeugen.

In entspannter Atmosphäre präsentierte sich die Zuliefermesse wie in den

Anfangstagen als Ideenwerkstatt und Netzwerkbörse.

Rund 4000 Besucher und 188 Aussteller aus 17 Ländern

zählte der Veranstalter Koelnmesse an den drei

Tagen auf dem Messegelände Bad Salzuflen. Mit diesen

Kennzahlen hat sich die ZOW im Vergleich zu ihren

Glanzzeiten Anfang der 2000er-Jahre auf weniger

als ein Drittel reduziert, doch im Grunde verbietet sich

ein solcher Vergleich. Anspruch, Strategie und Nachfrage

passten schon mehrere Jahre nicht mehr überein,

und mit den Branchengrößen aus der Oberflächen- und

Beschlägeszene kehrten immer mehr Aussteller Bad

Salzuflen den Rücken, um ihre Messebeteiligungen zu

überdenken und neu zu sortieren. Kurz: Die ZOW war

fast schon Geschichte, 2017 wurde sie sogar komplett

abgesagt. Dann übernahm die Koelnmesse als Veranstalter

und positionierte das einst renommierte Messeformat

gänzlich neu: Als regionale Veranstaltung mit

dem Charakter einer Ideenwerkstatt im zweijährigen

Wechsel zur Weltleitmesse interzum. Also zurück zu

den Wurzeln. Dass Termin und Ort im Herzen der deutschen

Küchen- und Wohnmöbelindustrie optimal sind,

ist ohnehin unstrittig und erleichterte den Neubeginn.

So fand 2018 eine Messe statt, die von ihrer strategischen

Ausrichtung nur noch vom Namen her an die

erwähnten „Glanzzeiten“ erinnert. An der Neukonzeption

maßgeblich beteiligt waren organisatorisch bzw.

inhaltlich unter anderem das Team von Ott Design

rund um Inhaber Niko Ott sowie Trendscout Katrin de

Louw mit ihrem Unternehmen Trendfilter aus Bünde.

Die ZOW besinnt sich auf ihre Wurzel als technisch orientierte Arbeitsmesse und Ideenworkshop. Was passt dazu

besser als Symbol als diese Werkbank mit einer maßgeschneiderten Edelstahlfläche? Das individualisierte Ausstellungsstück

stammt vom Edelstahlspezialisten Rieber.

Foto: Biermann

76 KÜCHENPLANER 3/4/2018


„Wichtigstes Ziel erreicht“

Die Aussteller bescheinigten der Ideenwerkstatt

durchgehend einen „hervorragenden Austausch in familiärer

Atmosphäre“, stellte die Koelnmesse in ihrem

Abschlussbericht fest, womit „das wichtigste Ziel“ erreicht

worden sei. So zeigte sich Katharina C. Hamma,

Geschäftsführerin der Koelnmesse, entsprechend

zufrieden und ließ sich so zitieren: „Wir wollten der

ZOW ihre ursprüngliche Funktion und Bedeutung für

die Region und die Möbelindustrie zurückgeben. Der

Zwei-Jahres-Turnus, im Wechsel mit der Weltleitmesse

interzum, ist dabei entscheidend. In den letzten

Tagen haben wir einen ersten großen Schritt in die

richtige Richtung gemacht. Sowohl die Ausstellerbeteiligung

wie auch die Besucherzahlen haben unsere

Erwartungen weitestgehend erfüllt. Wir konnten insbesondere

im Bereich Oberflächen einige Unternehmen

zurückgewinnen, die zuletzt nicht mehr auf der

ZOW ausgestellt haben. Das zeigt, dass in der Branche

Bedarf für dieses Format besteht, mit dem Fokus auf

Ideen und Austausch. Die ZOW bildet damit eine wichtige

Ergänzung zur großen internationalen Leistungsschau

der Branche, der interzum in Köln.“

Hailo: „Ein Teil der Produktneuheiten, die auf der Interzum

2017 noch als Vorserie vorgestellt wurden,

konnten nun in Serienreife dem Markt präsentiert werden.

Die nächste Möglichkeit, dies zu tun, wäre die

SICAM im Oktober. Hier vergehen zum einen weitere

acht Monate und zum anderen haben wir dort nur eine

begrenzte Standfläche zur Verfügung, die es uns nicht

ermöglicht, die Bandbreite der Neuheiten vollumfänglich

zu zeigen. Der ZOW kam für uns deshalb im Messejahr

2018 eine besondere Bedeutung zu. Auch das

grundsätzliche Bekenntnis zum Standort Ostwestfalen,

dem Herzen der Möbelindustrie, war und ist uns

wichtig. In direktem Austausch mit den Herstellern –

aus der Region und dem benachbarten Ausland – kann

man dort unmittelbar prüfen, wie neue Produkte vom

Markt eingeschätzt werden.

Eine Zubehörmesse in Deutschland, gerade in der

Region Ostwestfalen sollte am Leben erhalten werden.

Die Organisatoren der Koelnmesse haben mit dem neuen

Konzept vieles richtig gemacht und Hailo hatte viele

Fachbesucher am Stand, die das ähnlich sehen. Die Infrastruktur

in Bad Salzuflen und um das Messegelände

herum geriet nicht an ihre Grenzen, wie es zu Spitzenzeiten

war, als noch alle vier Hallen belegt waren.

Der ein oder andere Aussteller aus der Beschlagindustrie

täte der Messe dennoch gut. Der lokale Charakter

der ZOW macht die Messe persönlich. So hatten

die Standbesucher mehr Zeit und Ruhe für Gespräche.

Der geplante Zwei-Jahres-Rhythmus der ZOW unter

Matthias Pollmann ist als Geschäftsbereichsleiter Möbel der Koeln messe

auch für die ZOW in Bad Salzuflen verantwortlich. Auf den Neustart 2018

können er und sein Team für 2020 aufbauen.

Bei den Ausstellern nachgefragt

Um ein möglichst komplettes Stimmungsbild zu

zeichnen, haben wir nach der Messe einige namhafte

Aussteller aus dem engeren Kreis der für die Küchenbranche

relevanten Unternehmen angeschrieben und

sie nach ihrer Einschätzung befragt. Konkret: Wie zufrieden

sind Sie als Aussteller mit der „neuen ZOW“?

Hier die Antworten:

ZOW in Zahlen

An der ZOW 2018 beteiligten sich auf einer Bruttoausstellungsfläche

von 12 000 m² 188 Unternehmen aus 17 Ländern.

Darunter befanden sich 127 Aussteller aus Deutschland

sowie 61 Aussteller aus dem Ausland. Schätzungen für

den letzten Messetag einbezogen, kamen rund 4000 Fachbesucher

zur ZOW, davon rund 27 Prozent aus dem Ausland.*

Die nächste ZOW findet vom 2. - 4. Februar 2020 statt.

* Die Besucher-, Aussteller- und Flächenzahlen dieser Messe werden

nach den einheitlichen Definitionen der FKM – Gesellschaft zur

Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen ermittelt

und zertifiziert.

Quelle: Koelnmesse.

3/4/2018 KÜCHENPLANER 77


Küchenfertigung

der Schirmherrschaft der Kölnmesse ist ein Konzept,

das für Hailo auch zukünftig interessant sein wird.“

Martin Mies (Geschäftsbereichsleiter Einbautechnik),

Frank-Peter Koch (Marketingleiter)

Danielmeyer Arbeitsplatten: „Für uns ist die Neuauflage

der ZOW sehr gelungen. Die Qualität der Besucher

war gut und auch die Standkonzeption hat uns

sehr überzeugt. Die Aussage, dass man im Wechsel mit

der interzum die ZOW ausrichten will, stößt auf unsere

Zustimmung. An dieser Stelle ein Dank an die Koelnmesse

und auch im besonderen Maße an Niko Ott. Ein

Denkanstoß wäre vielleicht, dass man die Messe auf 17

Uhr beschränkt, denn in der letzten Stunde an allen

Tagen war es mehr ein Smalltalk unter Kollegen, als

das mit potenziellen Kunden.“ Ralf Brinkmann (Verkaufsleiter)

Deutsche Salice: „Die ZOW war rundum gelungen. Das

Konzept der Messe, einen Anziehungspunkt mitten im

Zentrum der Möbelindustrie zu schaffen, ist voll aufgegangen.

Wir hatten interessante Besucher aus allen

Bereichen, von der Küche über Büro, Bad und Schlafen

bis zum Wohnen, mit zum Teil sehr konkreten Anforderungen

und freuen uns jetzt darauf, die vielen Ansatzpunkte

weiter zu ent wickeln.“ Frank Huntebrinker

(Vertrieb/Marketing/PR)

Elektra: „Wir sind als Aussteller der ersten Stunde dieses

Jahr wieder mit dabei, weil wir gerne die Fahne für

Ostwestfalen hochhalten wollen und uns einfach für

die Möbelbranche in Ostwestfalen stark machen wollen.

Wir treffen hier unsere Kunden und sehen das als

gute Gelegenheit, zwischen den interzum-Jahren hier

nochmal einige Produkte und Neuheiten darzustellen.

Man hat hier auch wieder mehr Zeit für die Kundengespräche

und kann wirklich aufeinander eingehen. So

einen Branchen-Workshop-Charakter aufrechtzuerhalten,

wie es auch in den Anfängen der ZOW gemacht

worden ist, das finde ich richtig gut.“ Kirsten Kauss

(Marketingleiterin)

Ninkaplast: „Als Zulieferunternehmen mit Schwerpunkt

der im nahen Umfeld ansässigen Küchenmöbelindustrie

freuen wir uns, dass das Messeformat „ZOW“

eine Fortführung erfahren hat. Besonders die neue,

durchdachte Konzeption der Messestände, das Aufbrechen

der Hallen nach oben und die Ganggestaltungen

werden dem anzustrebenden Werkstattcharakter der

Messe gerecht. Eine Bewertung nach dem geschäftlichen

Erfolg muss differenzierter ausfallen, denn jedes

Unternehmen ist mit seiner ganz spezifischen Erwartungshaltung

in dieses Messe-Event gegangen.

Aus unserer Sicht hat die ZOW 2018 nur einen begrenzten

Besucher-Mehrgewinn gebracht, sowohl in quantitativer

als auch in qualitativer Sicht. Wir hoffen, dass

der Veranstalter Koelnmesse zeitnah massiv, nachhaltig

und kontinuierlich in die branchenbezogene Kommunikation

mit dem Ziel investiert, deutlich verbesserter

Aussteller- und Besuchergewinnung – gerade

vor dem Hintergrund, dass diese Messe wachsen soll

und erst wieder 2020 stattfindet. Wir wünschen dafür

Erfolg, sichern Unterstützung zu und empfehlen die offensive

Inanspruchnahme vorhandener Netzwerke in

Branche und Region.“ Klaus Henning Wulf (Geschäftsführer)

Linak: „Die diesjährige ZOW war für Linak eine Messe

mit geteiltem Erfolg. Wir konnten beobachten, dass nahezu

alle namhaften Küchenhersteller vor Ort waren,

im Büromöbelbereich beschränkte sich die Besucherschaft

auf die lokalen Hersteller. Auch der Anteil an internationalen

Besuchern hätte besser sein können. Die

Gespräche waren qualitativ sehr gut, die Besucher hatten

Zeit und waren aufgrund der überschaubaren Anzahl

an Ausstellern für tiefergehende Gesprächsthemen

offen. Die Organisation der Messe und das neue

Format hat uns gut gefallen, allerdings muss es die

Aufgabe der Koelnmesse sein, sowohl einige Zugpferde

der Branche zu rekrutieren sowie mehr internationales

Publikum nach Bad Salzuflen zu locken.“ Christoph

Messing, Vertriebsleiter Linak DESKLINE ®

Elco: „Es war erfrischend und wegweisend, dass sich

die Branche wieder in Bad Salzuflen getroffen hat.

Wenn es auch kein Innovationsfeuerwerk war, so wurde

jedoch deutlich gemacht, wo das Herz der Branche

schlägt. Die sehr klare und moderne Gestaltung der

Messehalle sowie die professionelle Organisation und

Durchführung wird 2020 wieder mehr Aussteller und

Besucher anlocken, auch aus dem Ausland.“ Andreas

Stolle, Key-Account- und Marketingmanager

D-Beschlag: „Es war eine gute Messe mit intensiven

Gesprächen und Zeit für Kommunikation. Gelohnt hat

sich die Teilnahme, weil uns das Gros unserer Schlüsselkunden

– Küchen-, Bad- und Büromöbelhersteller –

besucht hat, und das nicht nur aus der Region; immerhin

10 % kamen aus dem Ausland, Benelux vorneweg.

Standort und Terminierung der ZOW passen einfach

perfekt zur Möbelzulieferbranche.“ Detlef Wachen dorf,

Gesamtvertriebs- und Marketingleiter

Schüco Alu Competence: „Wir sind sehr zufrieden

mit dem Neustart der ZOW. An allen drei Tagen konnten

wir eine hohe Besucheranzahl auf unserem Stand

verzeichnen, der Besucheranteil aus dem Export ist

mit ca. 25 % ebenfalls relativ hoch gewesen. Die Qualität

der Kontakte ist sehr gut und zeigt, dass die ZOW

eine gute Plattform ist, um den persönlichen Kontakt

mit den Kunden zu pflegen und auch der Zeitpunkt

für die Präsentation von Neuheiten weiterhin interessant

bleibt.“ Olaf Tödtmann, Verkaufsleiter Möbelprodukte

78 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Küchenfertigung

Das Möbel

sieht schwarz

Von Dirk Biermann (Texte und Fotos)

Ob als Griff auf der Möbelfront oder als Beschlag dahinter:

An Schwarz als Akzentfarbe geht nichts vorbei.

Was identisch für Leuchten und Regale gilt.

Aber auch für die von Grund auf flexiblen

Organisationssysteme von Schubkästen

und Auszügen. Holz ist bei Bedarf

der Partner für den wertigen

Look. Impressionen von

der ZOW.

80 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Auch D-Beschlag weiß um den Schwarztrend, der das

Möbel bis ins Detail bestimmt. Zur ZOW zeigt das Unternehmen

diverse „kleine Schwarze“ für moderne Fronten.

Hier abgebildet ist der Aluminium-Stangengriff „A18“

(schwarz eloxiert gebürstet). Zur Verfügung stehen verschiedene

Materialien, Oberflächen und Modellvarianten

in Schwarz. Ein besonderer USP des Unternehmens ist die

längenunabhängige Produktion.

3/4/2018 KÜCHENPLANER 81


Küchenfertigung

Licht beim Kochen. Die Kochfeldleuchte „LD 8072“ geht aktuell

in Serie. Sie ist dimmbar, leuchtet vier Stunden und wird per USB

geladen. Gelistet ist das Modell im Inland derzeit bei Naber, Sedia,

Vogt und Sagemüller & Rohrer. (Elektra)

Trends an der Platte. Maximale Passgenauigkeit beim flächenbündigen

Einbau von Spülen und Kochfeldern, dünne 15-mm-Arbeitsplatten

mit einem Kern aus hochverdichteter Faserplatte, Massivholz-Arbeitsplatten

sowie matte Oberflächen in Fenix-Qualität. Das

sind die Trendthemen beim Arbeitsplattenspezialisten Danielmeyer.

Neu ist auch ein spezieller weißer PUR-Leim. „Damit bleiben Leimfugen

auch auf Dauer weiß“, erläutert Vertriebsleiter Ralf Brinkmann.

( Danielmeyer)

Leuchte nach Maß. Ob Länge, Material, Abdeckungen, Lichtfarbe,

Dimmbarkeit oder Art der Zuleitungen – alle diese und viele

weitere Details lassen sich im neuen Leuchtenkonfigurator individuell

zusammenstellen. Das Angebot für die Leuchte nach Maß

ergänzt den Online-Shop des Herstellers und soll bis Mitte April

am Netz sein. (Elektra)

Elegantes Rundprofil. Noch ist es eine Studie, die auf der ZOW vorgestellt

wurde, doch spätesten im Sommer 2018 soll die Design-Pendelleuchte

„LD 8114“ in Serie gehen. Das elegante Rundprofil eignet

sich zum Beispiele für den Einsatz über dem Muldenlüfter. Aber sie

macht überall eine gute Figur. Der Lichtstab besteht aus drei drehbaren

Teilen. Die beiden Seitenteile sind jeweils 33 cm lang und lassen

sich über einen Klinkenstecker einfach demontieren – und z. B.

als Leselampe oder Schreibtischleuchte nutzen. Die Lichtstärke beträgt

neutralweiße 4000 Kelvin. (Elektra)

82 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Vielfalt mit Komfort. Mehr Laufruhe und dabei sanfter,

leiser und stabiler – das sind laut Martin Mies, (Leiter Geschäftsbereich

Einbautechnik, Foto vorn) und Frank Peter

Koch (Marketingleiter, Foto hinten) die besonderen Kennzeichen

des neuen Abfalltrennsystems „Cargo Synchro“. Dafür

im positiven Sinn verantwortlich sind synchron laufende

Auszugschienen. Zur Verfügung stehen mehrere Varianten

im Europaformat von 30 bis 60 cm Breite. Alle Metallteile wie

auch die Kunststoffteile sind slate grey (schiefergrau) pulverbeschichtet.

Die abgedeckten vollsynchronisierten Auszugsschienen

sind mit Überauszug und gedämpftem Selbsteinzug

ausgestattet. (Hailo)

„Smart“ bedienbar. Eine elektrische Öffnungsunterstützung spielt besonders

am Spülenunterschrank seine Stärken aus. Mit dem „Libero 2.0“

hat Hailo sein bestehendes Angebot „smart“ erweitert. Die integrierte

Auffindbeleuchtung ist jetzt dimm- und abschaltbar. Über eine neue

Funktion kann der Benutzer die Sensor-Empfindlichkeit anpassen. Zudem

können die verschiedenen Funktionen mithilfe der App „Hailo Home“ per

Smartphone oder Tablet eingestellt werden. Die App ist für Android und

iOS kostenfrei erhältlich. Das System ist montagefreundlich konzipiert

verfügt über ein eigenes WLAN. (Hailo)

Zeit für Technik. Schiebesysteme und Pocket

Doors erlauben komfortable und optisch elegante

Lösungen im Möbeldesign. Die Technik hinter den

großformatigen Fronten, will jedoch erklärt werden.

Deshalb ist für Frank Huntebrinker, Vertrieb

Deutsche Salice (Foto), die ZOW mit ihrem Workshop-Charakter

die ideale Plattform, um mit den

Möbelherstellern über technische Themen ins Gespräch

zu kommen. Und das ergänzend zur Interzum

in Köln auch mit der „zweiten und dritten Entscheiderebene“.

Thematisch gegliedert wurde die

ZOW-Präsentation in die vier Anwendungsbereiche

Küche, Wohnen, Schlafen und Home-Office. Neben

dem bereits etablierten Einschubtüren-Beschlag

„Eclipse“, der insbesondere in der Küche eingesetzt

wird, richtete das Unternehmen die Aufmerksamkeit

auf „Slider“ mit „Magneto“-Dämpfung für flächenbündige

Schiebetürensysteme. (Salice)

3/4/2018 KÜCHENPLANER 83


Küchenfertigung

Bedarfsgerecht organisieren. Was Vertriebsmitarbeiterin Angelika

Kerner hier so freundlich präsentiert, ist die neue Schubkastenorganisation

„Flexline“. Als Prototyp hatte Elco das System schon vorgestellt,

jetzt ist es in Serienreife verfügbar. Produziert wird es aus hochwertigem

Kunststoff im Spritzgussverfahren. Mit nur zwei Basisartikeln lassen

sich Auszüge bedarfsgerecht organisieren. Antirutschmatten stehen

in Kombination ebenfalls zur Verfügung. Ebenso wie optionale

Zusatz elemente, die den Spielraum im Schubkasten zusätzlich erweitern.

„Flexline“ gibt es in zwei Breiten. Die Länge ist individuell anpassbar.

Neben den Standardausführungen Anthrazit und Silber sind alle

Farbwünsche umsetzbar. (Elco)

„Cuisio“ in black. Die beiden ZOW-Highlights von Ninka auf

einen Blick: „Qanto“, die vormontierte Eckschrank-Lösung mit

bis zu drei in der Höhe verstellbaren Tablaren (hinten), und der

bewährte Schubkasteneinsatz „Cuisio“ in der neuen Farbstellung

Schwarz (vorn). Die Einsatzvielfalt dieses Ordnungssys tems

basiert auf einem Mix aus transluzenten Kunststoffschalen unterschiedlicher

Breite, verbindenden Aluminium-Profilen mit

ausgeklügelter Stecktechnik sowie variabel versetzbaren Trennstegen.

(Ninka)

Flexibel in Holz.

Wenn Besteckeinsätze

und Einlegematten

identisch gestaltet

sind, heißt das bei Agoform

„One Kitchen, One

Design“. Diese wertig

anmutenden Schubkastenausstattungen

wurden

zur interzum 2017

vorgestellt – und umgehend

von namhaften

Küchenmöbelherstellern

umgesetzt. Zur Verfügung

stehen verschiedene

Designs. Ganz neu

arbeitet der Kunststoffspezialist

aus Löhne nun

auch mit Holz. Zwei flexible

Inneneinteilungssysteme

wurden auf der

ZOW vorgestellt, beide

auf Basis von Eiche, hinzu

kommen weitere Prototypen.

Bereits serienreif

ist die Variante „Mill“ (Foto): Das flexible System besteht aus Mühlenmodulen, Stegen und Arretierungsschienen sowie Zubehörelementen

wie Gewürzhalter und Messerblock. Eine weitere Variante heißt „Ladder“. Auch dieses System erlaubt die individuelle Schubkastenorganisation.

Es basiert auf flexibel einsetzbaren Verbindungselementen. (Agoform)

84 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Tristan Beeck: „Leichtbau ist auch für die Integration

von Technik und Licht prädestiniert.“ Ent wickelt

wurde die Leichtbauplatte („ Kettboard“) von

Peter Kettler.

Leichtbau-Küche in Serie. Auch an

den Werkbänken auf der Sonderfläche

der Interessengemeinschaft Leichtbau

e.V. (IGeL e.V.) herrschte an den drei

ZOW-Tagen durchgehend Betrieb. Die

Möglichkeit, die im Leichtbau eingesetzten

Materialien und Werkzeuge auszuprobieren,

wurde laut der Initiatoren

insbesondere vom lokalen Handwerk gut

angenommen. „Wir sind begeistert, dass

wir unser 10-jähriges Bestehen in diesem

Rahmen feiern durften“, freute sich

Peter Kettler, Geschäftsführer der Initiative.

Zu den Ausstellern zählte auch

Beeck Küchen aus Bad Oeynhausen. Der

Hersteller feierte im Herbst 2017 Premiere

mit der Präsentation der ersten Küche

in Leichtbauweise. Die Resonanz der

Handelskunden war laut Tristan Beeck

(Foto) ausgesprochen positiv. Für Oktober

2018 kündigte er die Serienproduktion

an. Aktuell steht für den Hersteller

Feintuning auf dem Programm. So

werden z. B. die Bohrbilder bei Hängeschränken

mit Klappen angepasst. Zur

Verfügung stehen inzwischen auch Auszüge

in Leichtbauweise. Diese kommen

von Renolit. (Beeck Küchen)

Leichtbaukorpus von Beeck Küchen:

Überall, wo ein Dübel halten muss, ist ein

Stück Spanplatte eingearbeitet. Materialeinsatz

und Gewicht reduzieren sich um

ein Drittel – und das bei identischer Stabilität.

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Küchenfertigung

Frei bestückbar. Mit dem multifunktionalen

Regalsystem „Smart cube“ hat

Schüco einen großen Wurf im Markt

gelandet. Zahlreiche Küchenmöbelhersteller

nutzen es. Mit neuen Ausbaustufen

kann es jetzt noch flexibler

und kreativer eingesetzt werden. Auch

als Standregal ist „Smartcube“ ab sofort

verfügbar. Dazu stellte Schüco auf

der ZOW das neue Regalsystem „Smartframe“

(Foto) vor. Auch hier ist Flexibilität

oberstes Gebot. Bestückt werden

kann es mit individuell gestalteten Einlegeböden,

zum Beispiel in der Optik der

Küchenmöbelfronten oder der Arbeitsfläche.

(Schüco)

Partner für OEM. Premiere auf

der ZOW feierte Vestel Germany:

Der türkische Hausgerätehersteller

nutzte die Messe, um sich bei

den Unternehmen der Möbelfertigung

als OEM-Partner vorzustellen.

Zu den Einbaugerätelösungen

zählen auch ambitionierte Modelle

wie der „Plus X Award“-prämierte

„Ready Cook“-Backofen,

der Geschirrspüler mit LED-Innenbeleuchtung

und einer Besteckschublade

für 15 Maßgedecke sowie

die Einbau-Kühl-Gefrierkombination

mit „Maxi Fresh Preserver“.

Zwei neue Dunstabzugshauben gab

es auch zu sehen. (Vestel)

Griff-Kollektion. Im Januar

2017 hat Schüco Alu Competence

von Union Knopf den Geschäftsbereich

Designgriffe übernommen,

jetzt stellte das Unternehmen

seine erste eigenständige

Kollektion vor. Zu den viel beachteten

Exponaten der zehn Griff-

Familien gehörte auf der ZOW besonders

das Modell „Carry“ im

„Mid Century Style“. Das Modell

kombiniert mattes Schwarz und

Bronze. Das Zeug zum Kassenschlager

hat aber wohl auch der

Griff „Plane“ (Foto). (Schüco)

Filigrane Alu-Profile. Der elegante Mix von Holz und Aluminium prägt die neue Schubladen-Inneneinteilung

Schüco „Spaceline“. Die filigran wirkenden Trennprofile aus hochwertigem

Aluminium können nach individuellem Bedarf flexibel im Schubkasten positioniert

werden. Der Hersteller betont: „Mit lediglich fünf Einzelteilen kann jede gewünschte

Einteilung arrangiert werden.“ Zubehör wie Antirutschmatten, Messerblock und Gewürzdosenhalter

im hochwertigen Eichendekor gibt es auch. Das System ist für alle gängigen

Schubkastensysteme adaptierbar. (Schüco)

86 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Super matt. „skai Perfect

Touch“ ist für die Benecke-Hornschuch

Surface Group das Nonplusultra

im Bereich matter Unis.

Die Haptik der 3D-Möbelfolie sei

äußerst angenehm: Nicht stumpf,

sondern warm. Damit lädt sie

zum Berühren und sinnlichen erleben

ein. Dennoch ist sie unempfindlich

gegenüber Fingerabdrücke.

„Die Folie ist tadellos

bis in kleinste Radien verformbar“,

betont der Hersteller. Ein

weiteres neues Lacklaminat heißt

„skai PureLux 2D“. Auch diese

Neuheit verfügt über eine supermatte

Soft-Touch-Haptik und erreiche

„hervorragende Werte bei

der Kratz- und Abriebbeständigkeit“.

Die aktuelle Kollektion

umfasst sechs im Farbverbund

abgestimmte Trendfarben in

edelmatter High-End-Qualität.

( Benecke-Hornschuch)

Auf kleiner Fläche. Auf reges Interesse und viel Zuspruch der ZOW-Besucher stieß die Sonderfläche „Tiny Spaces“.

Die Kooperation zwischen Designscout Katrin de Louw (Foto) aus Bünde und Studierenden von der Hochschule OWL

in Detmold (Lena Klein-Erwig, Mascha Großmann, Jessica Neumann, Tessa Sieker sowie Celina Stiehl) zeigte radikal

verdichtete Einrichtungs- und Gestaltungskonzeptionen für kleine Räume. Und viele multifunktionale Möbel: Eine

„Wohnungseinrichtung-to-go“, stylish verpackt im hölzernen Interior Case. Einen Schreibtisch, der sich mit einem

Handgriff zum Bett umfunktionieren lässt. Einen Raumteiler, der aus dem Schlafzimmer in Sekunden ein geräumiges

Esszimmer macht. Ein Tisch als Lebensmittelpunkt inklusive Hockern mit Stauraumvolumen. Realisiert wurde

das Projekt im Innenarchitektur-Masterkurs von Prof. Ulrich Nether und Ricarda Jacobi an der Hochschule OWL

in Detmold. Bei der Vorstellung auf der ZOW betonte Katrin de Louw, dass es bei diesen verdichteten Einrichtungsideen

niemals nur um Stauraum gehe, sondern immer auch um Atmosphäre. Schließlich gibt es in kleinen Wohnungen

keine Abstellräume. Immer wichtig sei Licht in allen möglichen Varianten. www.trendfilter.de

3/4/2018 KÜCHENPLANER 87


Küchenfertigung

Materialien verschmelzen

Das kreative Zusammenfügen und Kombinieren zieht sich schon seit einigen

Jahren durch alle Wohn- und Lebensbereiche. „Mix&Match“ hat sich etabliert.

Da sich Trends aber immer wieder anders ausdrücken wollen und im Zeitalter

der allgegenwärtigen Individualisierung ohnehin dazu verpflichtet sind, beflügelt

jetzt die Idee der Verschmelzung die Entwicklung. So fügen sich in der

Mode und im Lifestyle immer häufiger konträr scheinende Pole in ein stimmiges

Gesamtkonzept, und Hybrid-Produkte, die mehrere Funktionen in sich

vereinen, sind gefragt wie nie. Selbst auf gesellschaftlicher Ebene mag sich

niemand mehr an jahrzehntelang geltende Konventionen halten. 70-Jährige

fühlen sich wie 50 und verhalten sich auch so, während sich junge Männer

die Haare grau färben.

Fließende Übergänge

Entsprechend präsentierte Holzwerkstoffhersteller Egger seine Dekorneuheiten

auf der Hausmesse Eggerzum in Brilon stimmig unter dem Leitmotiv

„Fusion“. In Optik und Haptik extrem unterschiedliche Materialien

wie Holz, Metall und Stein verschmelzen in der Kollektion 2018 in fließenden

Übergängen zu stimmigen Designs. Dabei geben sie sich gegenseitig

den angemessenen Raum. „Im Motto ‚Fusion‘ hat jedes Element die

Möglichkeit, für sich selbst, aber auch gemeinsam zu wirken“, beschreibt

Klaus Monhoff, Leitung Dekor- und Designmanagement die Grundlage.

Es gilt: Unterschiedliche Materialien werden nicht einfach nur nebeneinandergestellt

und kombiniert, sie verschmelzen miteinander und

bilden dadurch neue, eigene Charaktere und erscheinen anders, neuer

und individueller als die Produkte der vergangenen Jahre. So waren

auf der Eggerzum viele Textilstrukturen mit Steincharakter zu sehen

oder Hölzer, in denen sich Ornamente wiederfinden. Metallic-Effekten

kommt in diesem Trend eine besondere Rolle zu. Sie finden sich

in fast allen Bereichen wie Unifarben, textilen Strukturen, Hölzern

und Steinen. Einige wichtige Trend-Aussagen für 2018 lauten: Materialreproduktion

geht vor Holz. Schwarz ist die Akzentfarbe Nr. 1.

Es wird ruhiger auf der Möbelfront (großes Foto „Fineline“). Lebendige

Oberflächen haben dennoch einen Markt, besonders als

Arbeitsfläche. (Dazu gehören verschiedene Ausführungen in Marmor-,

Terrazzo- und Sandsteinnachbildungen sowie Hölzer und

weitere Dekore, die das Trendthema „Fusion“ aufgreifen.)

Unbeschreiblich Taupe

Die mit Abstand wichtigsten Themen, besonders in der Küche,

sind aber aller Dekorkreativität zum Trotz weiterhin die

Unis. Hier setzt Egger aktuell auf einen „fast unbeschreiblichen“

Farbton: Taupe. „Eine genaue Beschreibung davon

scheint fast unmöglich“, sagt Klaus Monhoff, der als ausgewiesener

Experte bei der Beschreibung von Dekoren selten

um Worte verlegen ist. Doch in diesem Fall fügt er sich der

natürlichen Vielfalt: „Egal ob ein Grau mit hohem Wärmeanteil,

ein satter Cremefarbton oder Farbbereiche aus Sand

und Rosé – man kann fast immer von einem Taupe-Ton sprechen.“

Auf der Hausmesse zeigte Egger zwei unterschiedliche

Nuancen, die um hellere und dunkle Kombinationsfarben

ergänzt werden.

Immer öfter in „PerfectSense“

Ein immer höheres Gewicht erhält zudem die Premiumqualität

„PerfectSense“, umgesetzt mit Unis und Dekoren,

in matt und glänzend (gloss). Die passende Kante

gibt es gleich dazu: Im einheitlichen Look oder als Akzent.

www.egger.com

Dirk Biermann

88 KÜCHENPLANER 3/4/2018


Holz, Metall und Stein verschmelzen in fließenden

Übergängen zu stimmigen Designs.

Vielfalt in Taupe: Egger schnürt Gesamtpakete von

hell bis dunkel.

Marmor-Dekore haben in der Kollektion 2018 einen

Stammplatz.

Fotos: Biermann

Metallische Partikel finden sich in sehr vielen

Dekor-Stilen wieder. Hauptsache der schwarze

Zierbeschlag passt dazu.

3/4/2018 KÜCHENPLANER 89


Küchenfertigung

Fotos: Biermann

Zeitreise durch

25 Jahre Dekorentwicklung.

Das Dekor-Highlight

1993

war „ Buche Ellmau“,

heute ist es die

„ Hunton Eiche hell“.

Der Löwen anteil der

Egger-Produktion

geht aber früher wie

heute auf das Konto

der Uni-Dekore.

Mit „Buche Ellmau“ fing alles an

„Die Eggerzum – Wo seit 25 Jahren Trends entstehen“. Unter dieser Überschrift stand in diesem Jahr

eine der erfolgreichsten Hausmessen der Möbelzulieferindustrie. Angefangen hat alles 1993 mit dem

Highlight-Dekor „Buche Ellmau“. Neuester Coup ist die Einbindung der Kunden in die Dekorentwicklung.

„Wenn wir zweieinhalb Jahrzehnte zurückblicken,

dann sprechen wir in den

Anfängen von einer ‚Dekorentwicklung

1.0‘“, erinnert sich Klaus Monhoff, Leitung

Design- und Dekormanagement. Damals

wurden vom Unternehmen Egger Dekore

bei den Druckern ausgewählt, nach eigenen

Ideen koloriert und auf die unterschiedlichsten

Produkte angepasst.

Unbestrittener Dekor-Fachmann:

Klaus Monhoff, Leiter Design- und Dekormanagement

beim Holzwerkstoffhersteller

Egger.

Nach acht Jahren fand eine Art Evolution,

die „Dekorentwicklung 2.0“, statt:

Das Team rund um Klaus Monhoff wählte

bei den Druckern Layouts aus, bearbeitete

diese mit und präsentierte die Exklusivdekore

anschließend seinen Kunden.

„Im Jahr 2008 setzten wir dann mit der

‚Dekorentwicklung 3.0‘ einen weiteren

Schritt und wählten Furnier, Steine oder

andere Materialien aus. Gemeinsam mit

Reprostudios und Druckern entwickelten

wir daraus unsere Dekore“, so Monhoff.

Kunden entwickeln mit

Im 25. Jahr der Eggerzum läutet das

Unternehmen die „Dekorentwicklung 4.0“

ein und stellt das neu eröffnete Design-

Lab am Standort Brilon vor. Damit bietet

der Holzwerkstoffhersteller seinen Kunden

einen direkten Zugang zu den Entwicklungen,

um diese dann auch gemeinsam

zu entwickeln. „Im Egger DesignLab

zeigen wir unsere Kompetenzen in der

Dekorentwicklung und beziehen Kunden

bereits in einem frühen Stadium mit ein“,

erklärt Monhoff. Sie erhalten Einblick in

die Entwicklung bereits bestehender Dekore,

können Farben aus Vorstufen prüfen

und feststellen, ob dies für sie bereits

eine interessante Dekor-Idee wäre.

Digitaldruck bietet neue

Möglichkeiten

Insbesondere in den vergangenen drei

bis vier Jahren hat es laut Egger am Markt

eine deutliche Veränderung gegeben.

Etwa im Bereich Arbeitsplatten werden

die Materialien immer vielfältiger und

damit die Mengen pro Dekor immer kleiner.

Gleichzeitig werden die Wünsche bezüglich

Optik ausgefallener. „Hier bietet

uns der Digitaldruck neue Möglichkeiten.

Jedoch werden Komplettlösungen hier oft

vergessen. Ein schönes Dekor in der Fläche

reicht oft nicht aus. Woher bekommt

man sofort die passende Kante und diese

womöglich noch in kleineren Mengen?“,

nennt Klaus Monhoff eine der Herausforderungen.

Egger entwickelt dafür im eigenen

DesignLab diese gewünschten Komplettlösungen,

die dann schnellstmöglich

in unterschiedlichen Produktionsstufen

umgesetzt werden können.

Zudem bietet das neue DesignLab den

Kunden die Möglichkeit, eigene Ideen und

Bedarfe rasch als fertiges Dekor für die

Arbeitsplatte oder als Schichtstoff umzusetzen.

Dafür stellt das Unternehmen mit

seiner Dekordatenbank oder den Layout-

Archiven zusätzliche Ideen und Möglichkeiten

zur Verfügung. www.egger.com

90 KÜCHENPLANER 3/4/2018


165 Meter lange Lackierstraße eröffnet

12 Mio. Euro hat Pfleiderer investiert

und mehr als ein Jahr an der Umsetzung

gearbeitet: Nun wurde die neue Lackieranlage

am Standort Leutkirch offiziell

eingeweiht. Es ist „die größte Hot Coating-

Anlage der Welt“, berichtet das Unternehmen

stolz. Feierlich eröffnet wurde

die Anlage zusammen mit Vertretern

der Stadt und Politik. Dirk Hardow, COO

der Pfleiderer Group S.A., sagte in seinem

Grußwort: „Die neue Lackieranlagentechnologie

ist eine echte Innovation für Pfleiderer,

mit der wir zukünftig neue Maßstäbe

in der Branche setzen werden. Wir

sind stolz, den Standort Leutkirch auf diese

Weise stärken und weiter ausbauen zu

können.“ Entstanden ist die Anlage in enger

Kooperation mit dem Lack- und Klebstoffspezialist

Kleiberit. Ab sofort werden

die Produkte „PrimeBoard“ (Pfleiderer)

„HPL Compact Exterior“ (Duropal) darauf

produziert.

Einzigartige Kombination

Beim HotCoating-Verfahren werden

die Holzwerkstoffe mit einer hochwertigen

Mehrschicht-Lackierung aus UVhärtenden

Acryllacken versehen. „Dieses

Mehrschichtlacksystem sorgt für eine

hervorragende Oberflächenqualität der

Produkte. Sie zeichnet unter anderem eine

edle Anmutung, sehr gute Verarbeitbarkeit,

Widerstandsfähigkeit, UV-Beständigkeit

und eine leichte Reinigung aus“,

erklärt Rüdiger Jürke, Leiter Produktmanagement

Dekorplatten bei Pfleiderer. Die

Kombination der eingesetzten Technologien

sei im Markt bisher einzigartig.

Foto: Pfleiderer

Startschuss für die neue Lackieranlage

(Foto von links): Dirk Hardow (technischer

Vorstand Pfleiderer), Diethard Singer

(Werkleiter Pfleiderer Leutkirch) und Ivo

Schintz (Marketing- und Vertriebsvorstand

Pfleiderer).

In Glanz und matt

Die neuen High-End-Lackoberflächen

„PrimeBoard“ sind in Supermatt und Hochglanz,

„Duropal HPL Compact Exterior“ in

Supermatt und Exterior Matt verfügbar

und werden im Verbund mit „DecoBoard“

und „Duropal HPL“ angeboten. Im März

wurden die neuen Produkte auf der europäischen

Fachmesse Holz-Handwerk in

Nürnberg präsentiert. Pfleiderer „Prime-

Board“ ist im Format 2800 mm x 2100 mm

verfügbar. Mit „ Duropal HPL Compact

Exterior“ steigt das Unternehmen erstmalig

in das Geschäftsfeld der Außenanwendung

ein und schließt damit die letzte

fehlende Lücke im Pfleiderer Portfolio.

www.pfleiderer.com

Stark im Design, hart im Nehmen.

skai® PureLux 2D soft

Die perfekte Veredelung von Oberflächen und Elementen: Das skai® PureLux 2D soft Lacklaminat besticht mit hochwertiger Optik und supermatter Soft-Touch-Haptik.

Das innovative Finish macht die attraktive Möbeloberfläche alltagstauglich – ohne Kompromisse.

http://www.hornschuch.com/de/interior/Purelux2D


Küchenfertigung

Für dünne Türfronten ab lediglich 8 mm: das neue „Clip top Blumotion“- Scharnier

mit dem Befestigungssystem „ Expando T“.

Dünne Fronten bringen auch das

schlanke Design von Legrabox gut

zur Geltung.

Ausgewählte Aventos-Klappentypen

lassen sich mit dem Befestigungs system

ebenso umsetzen – komfortabel

bei unveränderter Befestigungsposition.

Fotos: Blum

Sicherer Halt auch in

dünnen Möbelfronten

Möbel mit dünnen Fronten sind der neueste Trend.

Der österreichische Beschlägehersteller Blum hat dafür ein

durchgängiges Befestigungssystem entwickelt: „Expando T“.

Es eignet sich für dünne Fronten bei Klappen, Tür- und

Auszugsanwendungen.

Die dünnsten aktuellen Fronten

messen gerade einmal 8 mm. Sie bestehen

aus unterschiedlichsten Materialien

wie Spanplatte, HPL oder Keramik.

Für diesen De sign trend hat Blum

nun eine passende Lösung entwickelt:

das Befestigungs sys tem „Expando T“.

„Damit können Verarbeiter ihre Möbelideen

ganz einfach nach dem aktuellen

Designtrend realisieren, sich noch stärker

abheben oder ihren Kunden individuelle

Möbelstücke innerhalb ihres

Sortiments anbieten“, erläutert das

Unternehmen.

Damit ist Blum nach eigenen Angaben

der erste Beschlaghersteller, der

ein durchgängiges Befestigungssystem

für Anwendungen mit dünnen Fronten

im Programm hat – also für Türen, Auszugsfronten

und ausgewählte Klappen.

Einfache Montage

Für festen Halt in harten Frontmaterialien

sorgen beim Befestigungssystem „Expando

T“ Zuganker aus Stahl. In weichen

Materialien sollen Kunststoffbacken den

Halt sicherstellen. „Expando T“ wird in einer

Bohrung mit 10 mm Durchmesser und

einer Bohrtiefe von 6 mm befestigt. Das Befestigungssystem

ist durchgängig bei Klappen,

Türen und Auszugsfronten einsetzbar.

„Bei ‚Clip top Blumotion‘ für dünne Türen

gibt es weitere Vorteile für die Verarbeiter“,

so Blum. Denn durch die neue

Befestigung entfalle die Topfbohrung, zudem

könne die Standard-Montageplatte

an der bestehenden Befestigungsposition

verwendet werden. Die Blumotion-Dämpfung

ist im Scharnier integriert. Auch der

Korpus muss laut Unternehmen „nicht angepasst

werden“. www.blum.com

3/4/2018


Auffallend unauffällig

Aufklebbare Designprofile, „Sensys“ im edlen Obsidianschwarz,

die mechanische Öffnungsunterstützung per „Push to open Silent“,

„WingLine L“ für große Schränke sowie Ergänzungen beim Schiebetürbeschlag

„SlideLine M“. Das sind die Produktneuheiten, die

Hettich auf der Holz-Handwerk in Nürnberg zeigte.

Design und Komfort verbindet das „Sensys“-Scharnier. Neu ist

die Variante in Obsidianschwarz, mit der sich das Scharnier auf

dunklen Materialien „auffällig unauffällig im Hintergrund“ halte.

Das Programm eröffnet ein Upgrade in das Luxussegment und bietet

Herstellern neue Möglichkeiten

der Differenzierung.

Macht sich gut mit dunklen

Hölzern und Holzdekoren:

„Sensys“ in Obsidianschwarz.

Foto: Hettich

Die neue Generation der

Komfortfunktionen heißt

„Push to open Silent“. Das

mechanische System bietet

den gleichen Komfort

wie elektromechanische

Öffnungssysteme und ist

einsetzbar für die Systeme

„AvanTech“, „Arci-

Tech“, „InnoTech Atira“ sowie

die „Actro 5D“- und

„Quadro 4D“-Führungen.

Schubkästen öffnen dabei

rein mechanisch durch einen

leichten Druck auf die

Blende und fahren sanft gedämpft

zu.

Einen Mehrwert für

Individualisten sollen

Design profile bieten, die

einfach auf die „Arci-

Tech“ Zarge geklebt werden

– auch nachträglich.

Mit diesen selbstklebenden

Designprofilen lassen

sich „optische Highlights“

kreieren, so der Hersteller:

Zur Verfügung stehen zeitlos

gestaltete Edelstahl-,

Chrom- und Aluminium-

Optiken. Diese verleihen

dem Schubkasten Eleganz

und eine besondere Wertigkeit.

Eiche- und Nussbaum-

Optiken hingegen greifen

den Trend zu mehr Natürlichkeit

auf.

WAS UNS AUSZEICHNET?

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CORNERSTONE MAXX

www.vauth-sagel.com

Ob im Kleiderschrank,

in der Nische oder im Küchenaufsatzschrank:

„WingLine L“ von Hettich ist

das Faltschiebetürsystem,

das in vielfältigen Einsatzbereichen

überzeugen will.

www.hettich.de

3/4/2018


Küchenplanung

40 Jahre TCP

Pionier der digitalen Küchenplanung

Mit einem grafischen Computerprogramm für die individuelle Planung von Treppen

fing alles an. Heute ist die TCP GmbH fest in der Küchenbranche verwurzelt.

Am 1. April feierte das Unternehmen seinen 40. Geburtstag.

Nur etwas weniger als zwei Jahre nach Gründung

von Microsoft, dem bekanntesten Softwareunternehmen

der Welt, beschäftigte sich auch ein Oberschüler

aus Mülheim mit Ideen zur Anwendung von Computern.

Das war 1977. Während Microsoft zu der Zeit aber

die einfache Programmiersprache BASIC entwickelte,

wollte dieser Schüler BASIC für eine Anwendung nutzen,

die sehr ambitioniert war. Angeregt durch die Herausforderung

bei der Planung und Realisierung der

Produkte der Firma seines Vaters, wollte er ein grafisches

Computerprogramm entwickeln, mit dem

man Treppen individuell planen könnte. Mit der entsprechenden

Hardware ausgestattet schaffte es Ralf

Hamm – so der Name dieses Schülers – tatsächlich,

zur Hannover-Messe eine solche Software präsentationsreif

zu erstellen. Das Interesse war groß, und überraschenderweise

kam sofort die Nachfrage aus dem

Küchenbau, ob man so etwas nicht auch zur Küchenplanung

nutzen kann.

Miele einer der Vorreiter

Bereits im nächsten Jahr, am 1. April 1978, wurde

die „TCP – Technische Computer-Programme GmbH“

gegründet und war in wenigen Jahren erfolgreich mit

der ersten Generation des Produkts TCP am Markt

unterwegs. Erste Kunden wie Gruko und Miele kauften

die Software für ihre Verkaufsstellen zusammen

mit der damals aufkommenden und sich rasant entwickelnden

Hardware von Hewlett-Packard. So z. B. der

Tischrechner „HP 9816“, der zusammen mit Peripherie

und Software den Gegenwert eines gut ausgestatteten

Mercedes SL hatte.

Ein weiterer Vorreiter war die Firma Lüning, die

hochwertige Möbel produzierte und TCP zusammen

mit dem ERP-System „Möfas“ des Gütersloher

Systemhauses und Möbel-PPS-Pioniers Thiesbrummel

einsetzte. Hierbei kam zum ersten Mal die bis

heute erfolgreiche Systemkombination von TCP und

einem ERP-System zum Einsatz. Die Idee dabei war,

Fotos: TCP

Bildschirmansicht

einer

Küchen planung

mit TCP.

94 KÜCHENPLANER 3/4/2018


dass ein beliebiges ERP-System mit TCP über eine

Schnittstelle kommuniziert, sodass zwei ansonsten

autarke Systeme wie ein Gesamtsystem zusammenarbeiten.

Im großen Stil bei Nobilia

Der Durchbruch dieser Systemkombination kam

dann 1983/84, als der schon damals bedeutende

Küchen hersteller Nobilia aus Verl dieses System in

großem Stil einführte. Im Laufe der langen Einsatzzeit

der TCP-Produkte bei Nobilia wurde dann auch dort

die zweite Generation von TCP auf Basis der gemachten

Erfahrungen vollständig neu entwickelt. TCP war

nun eine leistungsfähige UNIX-Software, die große Erfolge

feierte.

Basis für das heutige System

Dennoch entwickelte sich die Hardware immer

schneller weiter, und der PC stand vor der Tür. Mit

dem einsetzenden Preisverfall einerseits und der stetigen

Leistungssteigerung bei den PCs waren die Möbelhersteller

und Händler nicht mehr bereit, für spezielle

Grafikworkstations mehrere 10 000 D-Mark zu

bezahlen. Daher begann man Anfang der 1990er-Jahre

mit der dritten vollständigen Neuentwicklung der

TCP-Software, die dann die Basis für das heutige System

wurde. Erstmals bestand das System TCP nun aus

zwei Hauptprodukten: dem 2D/3D Konstruktionsmodul,

welches ein TCP-eigenes parametrisches Datenmodell

abbildet, sowie dem Planungsprogramm, das

dieses Parametersystem virtuos nutzt, um mit wenigen

Grundkonstruktionen die ganze Vielfalt eines

Typenkataloges darzustellen. Ein frühes Alleinstellungsmerkmal

war außerdem die Idee, eine Makrosprache

elementar in die Grundstruktur des Systems

zu integrieren.

Das im Duktus dieser Zeit nun (vorübergehend)

„TCP open“ genannte Produkt setzte seinen Erfolg fort,

denn nicht nur Farbgrafik, sondern auch Fotorealismus

waren plötzlich eine ganz neue Anforderung, die

von TCP aber bedient werden konnte. Im Wesentlichen

sind es dagegen andere Eigenschaften, die eine grafische

Auftragsbearbeitung damals wie heute bieten

muss, um für den Anwender von Nutzen zu sein – das

sind Effizienz und Kostensenkung.

Das gesamte Möbel abbilden

„Nur wenn die Grafiklösung als genau angepasstes

Expertensystem das komplexe Möbelprodukt in seiner

ganzen Kombinatorik exakt abbildet und alle Fallstricke

und Besonderheiten zuverlässig erkennt, kann

es helfen, Fehler zu vermeiden“, wissen die Fachleute

des Unternehmens. TCP stellt hierzu ein ausgeklügeltes

System zur Verfügung, das dem Anwender

zur Erreichung dieser Ziele „perfekt dient“. Wichtig

sind dabei vor allem die Erkennung von Situation und

Kombinationen und die davon abhängige Anwendung

von Regeln. Allein im Bereich der heute so beliebten

„Grifflosküche“ sind die Sonderfälle, in denen ein Griffleistenprofil

an bestimmte andere Katalogartikel stößt,

sehr vielfältig. Jeder Fall muss aber sicher erkannt und

an das angeschlossene ERP-System mit den korrekten

Maßen gemeldet werden.

Auch der Bereich der Planungshilfen z. B. bei Eckpassstücken

ist abhängig vom Kontext so variantenreich,

dass ein Sachbearbeiter allein gar nicht in der

Lage ist, die richtigen Maße einzugeben. Daher muss

das System das allein machen. Aber wenn es das nicht

kann, so macht TCP wenigstens diejenigen bildlich visualisierten

Vorschläge, aus denen der Sachbearbeiter

dann wählen kann.

Software rechnet automatisch neu

Ganz besonders leistungsfähig ist TCP dann, wenn

es notwendig wird, nachträglich grobe Änderungen

an der Planung vorzunehmen. Nach z. B. Wandlängenoder

Wandwinkeländerungen rechnet TCP alles selbstständig

neu durch und korrigiert die gesamte Planung.

Aber das macht TCP auch, wenn ganze Verkaufsplanungen

aus Handelsplanungssystemen per EDI importiert

werden; hier werden etwaige Ungenauigkeiten,

die dem Verkäufer im Handel schon einmal passieren,

automatisiert erkannt und ausgeglichen. „Das erleichtert

die Bearbeitung beim Möbelhersteller erheblich“,

betont das Unternehmen.

Flexibel und anpassungsfähig

Die Basissoftware ist heute für alle Kunden identisch,

ganz gleich, ob Wohnmöbel, Küche oder Badmöbel.

Damit nimmt TCP die Hürde der jederzeitigen Updatefähigkeit.

Alle produktspezifischen Eigenschaften

und Prüfungen der verplanten Möbel sind on-top auf

den TCP-Standard mittels Konfiguration und Datenanlage

kundenindividuell aufgesetzt. Damit sei TCP

enorm flexibel und jederzeit schnell anzupassen oder

zu erweitern. „Auch auf ‚Zuruf per Telefon‘“.

Fehler vermeiden, Kosten sparen

TCP wird heute sowohl als Einzelplatzsystem eingesetzt

wie auch in großen Clustern, z. B. auch in Citrix-

Umgebungen, die sich u. U. über viele Einsatzorte hinweg

länderweit erstrecken. Je nach Anwendungsfall ist

TCP damit als POS Verkaufssystem oder als Teil der

Auftragsbearbeitung mit Anschluss an ein PPS-Sys-

Aus dem TCP

Geräte-Museum:

Tischrechner

„HP 9836“.

Anfang der

1980er-Jahre

war diese Technik

das Maß der

Dinge. Zusammen

mit Peripherie

und

Software hatte

diese Lösung

den Gegenwert

eines gut

ausgestatteten

Mercedes SL.

3/4/2018 KÜCHENPLANER 95


Küchenplanung

tem zu finden. Im letzteren Fall liefert TCP auch Daten

für die Fertigung und Montage, die kein Sachbearbeiter

mehr von Hand berechnen muss. TCP: „Allein

dadurch werden viele Fehler vermieden und Kosten

gespart, und es bleibt auch mehr Zeit für die Kommunikation

mit den Kunden. Das alles ist für das Image

eines Möbelherstellers sehr wichtig.“

Anbindung an namhafte Systeme

Im Laufe der Jahre ist TCP schon in vielen Ländern

wie z. B. Australien, Niederlande, England, Schweiz,

Brasilien u. a. eingesetzt worden. Auch haben sich in

der Zeit viele Softwareunternehmen mit dem schwierigen

Thema des ERP-Systems für die variantenreiche

Möbelproduktion beschäftigt. Die TCP GmbH hat sicher

30 oder mehr solcher Systeme kommen und gehen

sehen.

Heute gibt es erfolgreiche, aktive Anbindungen an

die in der Branche gut bekannten Systeme von SAP,

iff consulting, PCS Strakeljahn, 2020 Technologies

und ESS GmbH Falkensee. „Außerdem gibt es den Datenaustausch

mit speziellen Fertigungssystemen der

Kunden und zu großen Branchenplayern wie Cobus

Concept“, ergänzt das Unternehmen. TCP unterstütze

seine Kunden auch darin, ganze Verkaufsräume mit

vielen Kojen planen zu können. Diese sogenannte Großraumplanung

werde trotz der enormen Datenmengen

mit TCP „effizient ermöglicht“.

Fotorealistischer Web-Konfigurator

Außerdem gibt es weitere Produkte der TCP GmbH,

die auf den Fähigkeiten des Hauptprogramms TCP

beruhen. Zum einen bietet der Web-Konfigurator die

Möglichkeit, eine Vielzahl von Varianten online auf Internetseiten

just-in-time – also ganz ohne Wartezeit für

die Berechnung – fotorealistisch durchzuspielen. Dazu

werden Tausende Schablonen und fotorealistische Teilbilder

automatisch generiert. Der Vorteil des fertigen

Produkts sei dabei nicht allein die Geschwindigkeit

und die fotorealistische Qualität, sondern vor allem der,

„dass der Nutzer außer einer Geschmacksverirrung

keine Fehler machen kann“. Damit unterscheide sich

dieses Marketingprodukt erheblich von Web-Planern

( siehe auch www.neu.tcp.de).

Wie ein echtes Foto

Ein anderes Produkt ist der Scalermixer (intern

„Schönschubser“) mit dem eine mit TCP fotorealistisch

gerenderte Szene nachträglich in vielen Facetten wie

„Brightness Factoring“, „Ambient Occlusion“, „Gamma-

Correction“, „Radiosity“ (Global Illumination) usw. verändert

werden kann, „bis das Ergebnis von einem Foto

nicht mehr unterschieden werden kann“. Die Technik,

die dabei zum Einsatz kommt, sei weltweit einzigartig,

betont TCP. Denn hier werden Einstellungen quasi

im Nachhinein verändert, die ansonsten nur vor dem

„Ray-tracing“ ausgewählt werden können. Das Ziel dabei

ist, dass der Nutzer auch bei schlecht gewählten

Einstellungen die Rechenarbeit von vielen Minuten bis

hin zu Stunden nur einmal aufwenden muss, ganz egal

wie unschön das Ergebnis zunächst ist.

Weitere Ideen aus der Praxis

Obwohl die Grundfähigkeiten eines Produkts wie

TCP längst alle implementiert sind, ist man bei der

TCP GmbH überrascht, welche immer neuen Herausforderungen

an das Produkt mitunter gestellt werden.

Viele Ideen kommen aus der aktiven Anwenderschaft

und werden von der Entwicklung gern

verallgemeinert umgesetzt, sodass sie möglichst vielen

Kunden mittels entsprechender Konfiguration

zugutekommen. Daher sei eines sicher, betonen die

Verantwortlichen: „Auch in Zukunft wird es genug

Potenzial für die weitere Entwicklung und Verbesserung

von TCP geben. 40 Jahre sind da nur ein Anfang.“

www.tcp.de

Foto: TCP

Fotorealistische

Qualität:

TCP Web-Konfigurator

(www.

neu.tcp.de).

96 KÜCHENPLANER 3/4/2018


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