Sachwert Magazin Ausgabe 65, März 2018

sachwertmagazin

JIM ROGERS: So geht Börse
MAX OTTE: Aktien & Edelmetalle
ANDREAS KROLL: Rohstoffe für die E-Mobilität
TORBEN KÄSELOW: Immobilienkauf

www.sachwert-magazin.de

EDELMETALLE ROHSTOFFE IMMOBILIEN BETEILIGUNGEN RARITÄTEN WISSEN

Ausgabe 65 • GRATIS

Jim Rogers

So geht

Börse

MAX OTTE

Aktien & Edelmetalle

TORBEN KÄSELOW

Immobilienkauf

ANDREAS KROLL

Rohstoffe

Bilder: wikimedia/FDV, Noble Elements, Wirtschaft TV, Fotowerft, Depositphotos/crstrbrt


Präsentiert von

DEUTSCHER

SACHWERT KONGRESS

Dialog der Sachwertbranche 2018

Neben vielen anderen Experten auf der Bühne:

15.-16. Mai 2018

Kassel

Folker Hellmeyer

Kapitalmarkexperte

Roger Rankel

Top-Verkaufstrainer

Julien Backhaus

Vorstand/Verleger

Bilder Ismail Göl, Rankel

Karten

49,-

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Martina Schäfer

Redakteurin bei

Sachwert Magazin

Editorial

BLM

consult

Editorial

Golden durch die Krise

Bild: Schäfer privat

— MEHR ERFOLG DURCH —

Betriebliches

Lohnkosten

Management

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Entgeltoptimierung

Versorgungswerke

Sachwertstrategien

So, nun steht sie also, die neue Regierung und schon hagelt es Kritik und ätzenden

Protest gegen die Pläne im sozialen Bereich, die harte Zeiten für die

Bedürftigen voraussehen lassen. Nur ein weiterer Tropfen in dem zum Überlaufen

vollen Fass der heraufziehenden Krise. Denn sie wird alle betreffen: Die Armen,

den Mittelstand, die etwas besser Situierten und die ganz dicken Fische.

Während sich die, die gar nichts oder wenig haben, der Willkür des Sturms

ausgeliefert sehen, sollten alle die, die Werte besitzen, nun schleunigst daran

gehen, diese zu sichern.

Ein Weg dazu ist der Aufbau eines physischen Edelmetall-Depots. Allerdings

gilt hier die Überlegung, in welcher Form und Stückelung sich die Anschaffung

der Metalle sinnvoll umsetzen lässt und auch zur Lagerung und dem Zeitpunkt

des Kaufes sollte Basiswissen vorhanden sein.

Aber nicht nur das klassische Gold und Silber eignen sich zur Wertanlage.

Andreas Kroll erklärt, welche Rohstoffe für die Industrie und Hightech interessant

sind und sich deshalb gut für Investitionen eignen.

Auch Max Otte ist sich sicher, dass Aktien und Edelmetalle die erste Wahl bleiben.

Seines Erachtens sind Kontoguthaben und Lebensversicherungen derzeit

keine gute Strategie, gerade weil die derzeitige politische Entwicklung Deutschlands

zu, wie er es nennt, einer „DDR 2.0“, keinen Anlass gibt, der Verlässlichkeit

des Fiat-Geldes zu glauben.

Haben die Experten recht? Mit welchen Investitionen haben Sie selbst gute Erfahrungen

gemacht? Schreiben Sie uns unter redaktion@sachwert-magazin.de

Nun viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

• Wir schaffen mehr Liquidität, das heißt

höheres „Netto vom Brutto“ für die Mitarbeiter.

• Wir erzielen eine höhere Mitarbeitermotivation,

das bedeutet eine verbesserte

Mitarbeiterbindung ans Unternehmen.

• Wir optimieren die Ertrags­ und Ergebnissituation

im Unternehmen durch die eigene

Unternehmerkasse.

• Wir erhöhen somit die Lebensqualität für

Menschen, für den Unternehmer und seine

Mitarbeiter.

Martina Schäfer

Redakteurin

BLM Consult GmbH

Betriebliches LohnkostenManagement

www.blm-consult.de

info@blm-consult.de

Im Gewerbegebiet 2 . 91183 Abenberg

Telefon +49 9178 - 9 97 83-0

Fax +49 9178 - 9 97 83-10

HRB 28964/ StNr 241/122/52475


Edelmetalle

Gold und Silber in der Hand

So bauen Sie sich Ihr physisches Edelmetalldepot auf

Von Thomas Schwarzer

Wer sein Geld vor staatlichen Zugriffen,

Geldentwertung, politischen Risiken oder

sogar einer Währungsreform schützen

will, sollte sich zwingend ein Depot aus

physischen Edelmetallen aufbauen. Damit

das Edelmetalldepot auch noch erfolgreich

wird, sollte einiges beachtet werden.

So stellen sich einige grundsätzliche

Fragen: Gold oder Silber? Barren oder

Münzen? Und wie sollten die einzelnen

Metalle untereinander am sinnvollsten

aufzubauen. Und zwar in Silbermünzen.

Mit kleinen Silbereinheiten lässt sich im

Extremfall fast alles bezahlen. Dabei unterstellen

wir, dass es zu chaotischen

Zuständen kommt. Dass das Finanz- und

Zahlungssystem zusammenbricht. Die

Bargeldversorgung nicht mehr funktioniert.

Und sich Waren nicht mehr bezahlen

lassen. In dieser Situation ist Silber das

Zahlungsmittel das noch funktioniert. Bei

Gold kann es Beschränkungen oder gar

Verbote geben. Oder der Staat kann verordnen,

dass es abgegeben werden muss.

Kaufen Sie deshalb kleine Silbereinheiten.

Beispielsweise 1-Unzen-Münzen oder

kleine Silberbarren. Die Stückelungen

sollten möglichst klein sein, damit Sie in

bei einem Notfall flexibel sind. Wollen

Sie Nahrungsmittel kaufen, brauchen Sie

kleine Einheiten und keinen 10 kg Barren.

Wie groß der Anfangsbestand sein sollte,

hängt von Ihren finanziellen Verhältnissen

ab. Sinnvoll ist es sicherlich einige Tausend

Euro zu investieren.

Wann kann ich Gold kaufen?

gewichtet werden? Wir haben die wichtigsten

Punkte für Sie zusammengefasst

und geben klare Antworten.

Wie viel Kapital benötige ich für mein

Edelmetalldepot?

Schon mit relativ kleinen Beträgen lässt

sich ein Edelmetalldepot erstellen. Kleine

Silberbarren und Silbermünzen gibt es

bereits für unter 30 €. Der kleinste Goldbarren

kostet weniger als 50 €. Beachten

sollte Sie allerdings, dass bei ganz kleinen

Stückelungen der Preis deutlich über dem

tatsächlichen Wert des Edelmetalls liegt

und die Spanne für den An- und Verkauf

extrem groß ist. Das bedeutet, dass der

Preis extrem steigen muss, bevor ich bei

einem Verkauf auch tatsächlich einen Gewinn

erziele. Als Beispiel: Der Händler stellt

für 1 3g Gold eine Spanne von 35 zu 45

€. Wer kaufen möchte, zahlt 45 €. Wer

verkaufen möchte, bekommt 35 €. Kaufen

Sie also zu einem Preis von 45 € und

wollen damit einen Gewinn erzielen, muss

der Preis um mindestens 29 Prozent steigen.

Also von 35 auf 45 €. Bei größeren

Einheiten ist die Spanne viel geringer. Bei

großen Barren liegt sie bei rund zwei Prozent.

Wie sollte ich mit meinem Edelmetalldepot

beginnen?

Fangen Sie an sich einen Grundstock

Wenn Sie einen schönen Silberbestand

haben, macht es Sinn, sich einen Goldbestand

aufzubauen. Kaufen Sie auch hier

zuerst kleinere Einheiten als Münzen aber

auch kleinere Barren. Parallel dazu sollten

Sie immer den Gegenwert auch in Silber

investieren, sodass Sie dadurch immer einen

größeren Silberstand behalten. Der

Vorteil bei Gold ist, dass sich auch größere

Summen in ganz kleinen Einheiten

speichern lassen. Mehrere Tausend Euro

passen in einen Barren mit extrem kleinen

Abmessungen. Das hat den Vorteil, dass

es sehr leicht transportiert werden kann.

In einer Krisensituation benötigen Sie sowohl

Silber als auch Gold. Silber als Zahlungsmittel

und Gold als Wertspeicher.

Welche Münzen sollte ich kaufen?

Kaufen Sie nur die gängigsten Anlagemünzen.

So genannte Bullionmünzen.

Diese Münzen sind rund um den Globus

bekannt. Lassen sich auch in anderen

Ländern und Regionen gut und schnell

verkaufen.

Bild: Depositphotos/Inokos


Edelmetalle

Strategische

Metalle . . .

Die besten Goldmünzen sind der südafrikanische

Krügerrand, der kanadische

Maple Leaf, die britische Britannia, der

amerikanische American Eagle oder der

österreichische Philharmoniker.

Zu den besten Silbermünzen zählen der

kanadische Maple Leaf, der amerikanische

American Eagle, der österreichische Philharmoniker

oder aus Großbritannien die

Lunar Münze.

Wann macht es Sinn größere Barren

zu kaufen?

Wer ein größeres Vermögen hat, kann

auch größere Goldbarren kaufen. Damit

lassen sich in einer Extremsituation große

Summen retten. Auch über viele Generation

hinweg. Der größte Goldbarren,

den es regulär zu kaufen gibt, wiegt ein

Kilo und kostet derzeit rund 36.000 €.

Bei Silberbarren besteht

das Problem,

dass man bei größeren

Vermögen auch

extrem große Mengen

bekommt. Und das

kann in puncto Lagerung

und Transport zu

erheblichen Problemen

führen.

Was ist von Sonderoder

Gedenkmünzen zu halten?

Davon ist abzuraten. Sonder- und Gedenkmünzen

sind was für Sammler und

Liebhaber. Sie sind nicht als sinnvoller Depotbestand

geeignet.

Wo kann ich Edelmetalle am besten

kaufen?

Der Kauf von Edelmetallen ist Vertrauenssache.

Immer wieder tauchen schwarze

Schafe auf, die über das Internet gefälschte

Edelmetalle anbieten. Fallen Sie nicht

darauf rein. Kaufen Sie Edelmetalle nur

bei den ganz großen und renommierten

Händlern. Wenn Sie auf Nummer sicher

gehen möchten, holen Sie ihre Edelmetalle

persönlich ab. Die großen Händler verfügen

alle über eine oder mehrere Filialen.

Zu empfehlen sind in den Zusammenhang

Degussa Edelmetalle oder Pro Aurum.

Bis zu welcher Summe kann ich Edelmetalle

anonym kaufen?

Aktuell liegt die Grenze bei 9.999 €. Darüber

hinaus müssen Sie sich ausweisen und

Ihre Daten werden gespeichert. Bis vor

wenigen Monaten lag die Grenze noch

In einer Krisensituation

benötigen Sie sowohl

Silber als auch Gold.

Silber als Zahlungsmittel

und Gold als

Wertspeicher.

bei 14.999 €. Es ist davon auszugehen,

dass die aktuelle Grenze noch weiter abgesenkt

wird.

Wie groß ist das Risiko auf Fälschungen

hereinzufallen?

Immer wenn größere Summen im Spiel

sind, werden auch Personen mit krimineller

Energie angezogen. Deshalb müssen

Sie aufpassen. Generell ist es schwerer

Münzen zu fälschen als Barren. Auch deshalb

sollten Sie eher auf Münzen setzen.

Wo kann ich Edelmetalle am besten

lagern?

Das ist sicherlich eine der spannendsten

Fragen. Zu Hause lassen sich Edelmetalle

lagern und verwahren, allerdings ist davon

in der Regel abzuraten. Wer einen Tresor

besitzt, kann es dort deponieren. Auch im

Garten vergraben ist eigentlich keine Alternative.

Es hat schon

Fälle gegeben, bei denen

der Besitzer später

nicht mehr wusste, wo

er das Edelmetall versteckt

hat.

Anders sieht es bei

Schließfächern aus.

Allerdings ist ein Fach

bei einer deutschen

oder europäischen

Bank sicherlich ein großes Risiko, wenn

es tatsächlich zu einem Krisenszenario

kommen würde. Dann würden Schließfächer

gesperrt und deren Inhalte beschlagnahmt.

All das hat es in den letzten

Jahren in anderen Ländern bereits

gegeben. Beispielsweise in England.

Außerdem ist eine zentrale Abrufstelle

für Bankschließfächer geplant. Damit

lassen sich zukünftig alle Schließfächer,

Zugangsberechtigungen und andere

Dinge elektronisch erfassen. Außerdem

dokumentieren schon jetzt viele Banken,

wann Sie an Ihrem Schießfach waren.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte,

sollte sich ein Schließfach außerhalb der

EU-Bankenunion und der europäischen

Haftungsgemeinschaft mieten. Beispielweise

in Lichtenstein oder der Schweiz.

Egal wie groß und wie umfangreich

Ihr Edelmetalldepot auch sein wird, Sie

sollten es auf jeden Fall als eine Art Versicherung

sehen. Die Sie und Ihr Vermögen

im Krisenfall schützt. Aber auch Geld kostet.

Die Lagerung verursacht Kosten. Außerdem

generieren physische Edelmetalle

keine Erträge im Sinne von Zinsen oder

Dividenden.

Gallium

Germanium

Hafnium

. . . sind das Öl

der Zukunft.

Was können wir für Sie tun?

• Die EMH AG ist eines der führenden

Unternehmen Europas wenn es um die

Themen Edelmetalle, Technologiemetalle

und Seltene Erden geht.

• Wir sind weltweit vernetzt.

• Ob Groß- oder Kleininvestor,

ob Raten, Einmalkäufe oder Einzelinvestments

– wir finden eine optimale

Lösung für Ihren Bedarf.

• Inklusive Lagerung in unserem

deutschen Zollfreilager

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Rohstoffe

Der Rohstoffmarkt

rollt an!

Andreas Kroll, Rohstoff-Experte

von Noble Elements im Interview

Jetzt ist es Zeit, auf den Zug aufzuspringen

Bild: Depositphotos/babenkodenis, Kroll privat, Grafik: Bloomberg

Zu jedem breit aufgestellten Depot gehören

auch Rohstoffe als Anlageklasse.

Denn wer sein Geld breit streut, streut

auch das Risiko. Experten sprechen in

dem Zusammenhang auch von Klumpenrisiko

wenn eine Anlageklasse zu stark gewichtet

ist. In der September Ausgabe des

Sachwert Magazins war der auf Rohstoffe

spezialisierte Finanzmarktanalyst Andreas

Kroll noch zurückhaltend, ob eine breite

Rohstoffhausse in den Startlöchern steht.

Drei Monate später schätzt er die Marktsituation

nun deutlich positiver ein. Grund

für uns nachzuhaken.

Herr Kroll, Sie rechnen schon bald mit

dem Beginn einer Rohstoffhausse,

auch oder gerade wegen des Hypes

um Elektroautos. Was hat das eine

mit dem anderen zu tun?

Die Rohstoffhausse läuft bereits erfolgreich

an. Seit Juli 2017, mit dem Anstieg

des Ölpreises, ist sie in fast allen Bereichen

dieses vielfältigen Marktes angekommen.

Wir werden dieses Jahr, nach zurückliegenden

sechs sehr bitteren Jahren des

Preisabschwunges, es erstmals wieder

erleben, dass der Rohstoffmarkt zu einer

positiven Performance fähig ist. Das hat

mehr mit einem Zyklenwechsel zu tun

als mit dem E-Auto. Zugegebenermaßen

wirkt das E-Auto aber geradezu wie ein

Turbo. Aber der Reihe nach:

Vor der Finanzkrise, der Ölpreis lag bei

130 Dollar je Barrel, bildeten auch die

meisten anderen Rohstoffe Preishochs

aus. Die Branche verdiente prächtig und

investierte. In Erwartung weiter steigender

Preise wurden letztendlich Überkapazitäten

geschaffen – es gab von Allem zu

viel. Es brauchte neun Jahre und diverse

Germanium und Indium sind die

Zukunft der Akkutechnologie

Minenschließungen, Pleiten unter den Produzenten,

Beinahe- Insolvenzen selbst unter

den großen Playern, wie zum Beispiel

Glencore, um den Markt zu bereinigen.

Die Investitionsquote der Branche fiel auf

ein historisches Tief. Neufunde blieben

somit aus, Projekte zur Entwicklung neuer

Lagerstätten wurden gestoppt. Selbst

Recyclingunternehmen mussten schließen.

Nun gibt es erste Angebotsdefizite und die

Preise steigen. Wir sind gerade live dabei,

wie ein alter Zyklus von einem neuen abgelöst

wird. Für Investoren ergeben sich

dadurch diverse Chancen.

Nun zum E-Auto: China, als weltweit

größter Automarkt, gibt in diesem Markt

längst den Takt vor und damit auch die

Technologie. Während in Europa noch

diskutiert wurde ob nicht dem Wasserstoffauto,

synthetische Treibstoffe oder

doch einer anderen Technik, die Zukunft

gehört, wurde in China das Aus für Verbrennungsmotoren

beschlossen. So ein

E-Auto benötigt ganz andere Rohstoffe

als der klassische Verbrenner. Plötzlich

stehen Lithium, Cobalt und seltene Erden

im Fokus.

Aber auch der Bedarf an Kupfer dürfte

gewaltig steigen. Von der Geschwindigkeit

dieser Entwicklung überrascht, wenn

nicht überrumpelt, rechnen nun Analysten

und die Einkaufsabteilungen der

Automobilhersteller aus, welche Mengen

dieser Elemente sie nun einkaufen müssen

und siehe da – für alle reicht es nicht.

Volkswagen wollte unlängst 80.000 t

Cobalt erwerben und ist damit grandios

gescheitert. Die Weltjahresproduktion beträgt

ja nur etwa 130.000 t. Neue Kapazitäten

aufzubauen dauert Jahre. Die Nachfrage

wird aufgrund gesellschaftlichem

Druck, dem Klimawandel und nicht zuletzt

auch durch politischen Willen schon

heute ausgelöst. Die ehrgeizigen Klima-


Rohstoffe

ziele der Regierungen sind löblich, aber

nur zu erreichen, wenn der Rohstoffmarkt

auch hinterherkommt. Das wird viel Geld

verschlingen und mit stark ansteigenden

Metallpreisen einhergehen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass die Abkehr

vom Öl gleichzeitig eine Zuwendung

zu Technologiemetallen ist. Ein Rohstoff

wird lediglich durch andere ersetzt. Und

in diese anderen Rohstoffe sollte man

jetzt investieren.

Wir erleben gerade den perfekten Sturm –

ein natürlicher Zyklenwechsel gepaart mit

einer weltweit technologischen Neuausrichtung,

abzulesen

an den Preisen: Kupfer

plus 22 %, seltene Erden

plus 60 %, Cobalt

plus 86 % (Stand:

20.11.2017)

Bei welchen einzelnen Rohstoffen rechnen

Sie wegen des geringen Angebotes

mit deutlich steigenden Preisen?

Die Frage ist schwerer zu beantworten

als es auf den ersten Blick scheint und ich

möchte hier das E-Auto einmal in seine

Bestandteile aufteilen. Zum einen haben

wir die Elektromotoren, bestehend aus

Kupfer und Magneten. Der Bedarf an

Kupfer ist bei einem E-Auto etwa viermal

so hoch wie bei einem herkömmlichen

Auto. Die geringen Neufunde an Kupfererzen

stimmen mich da schon nachdenklich.

Für die Magnete werden die seltenen

Erden, Neodym, Praseodym und Dysprosium

benötigt. Bei diesen vier Elementen

sollte es bei den Preisen steil bergauf gehen.

Der Elektromotor an sich gilt als äußerst

ausgereift und es gibt nur wenige

Forschungsansätze um ihn zu verbessern,

obwohl ein deutsches Unternehmen auch

daran arbeitet – aber der echte Handlungsdruck

fehlt.

Lithium, Cobalt und seltene

Erden stehen im Fokus

der Elektromobilität, dem

Zukunftsmarkt schlechthin.

Daher empfehle ich, eher nicht auf ein

einzelnes Metall zu setzen und allgemein

lieber breit gestreut zu agieren.

Wie lange kann dieser neue Rohstoffzyklus

Ihrer Meinung nach anhalten?

Wir stecken da noch ganz am Anfang.

Erst seit Juli 2017 nimmt die Rallye an

Fahrt auf, gut abzulesen am Bloomberg

Commodity Index (siehe Grafik).

Historisch betrachtet läuft eine Rohstoffhausse

etwa 19 Jahre. Das ergibt sich

auch durch die lange Vorlaufzeit bei Minenbetrieben.

Es vergehen im Schnitt gut

zehn Jahre bis eine

Mine in Produktion

geht. Einen ersten

Hype beobachte ich

gerade bei Lithium

und Cobaltprojekten.

Diese beiden Elemente elektrisieren Investoren

geradezu. Der Rohstoffmarkt kehrt

zurück in die Wahrnehmung der Menschen.

Kommt mit der Rohstoffhausse dann

auch die Inflation die von vielen seit

Jahren vorausgesagt wird?

Grundsätzlich gehe ich von anziehenden

Inflationsraten aus. Steigende Energiekosten

und steigende Materialkosten sind

dabei das eine, aber es braucht auch ein

wirtschaftliches Umfeld, das dem Hersteller

erlaubt, seine gestiegenen Kosten

auch an die Verbraucher durchzureichen.

Und dieses Umfeld sehe ich als gegeben.

Die Wirtschaft brummt und die Löhne

steigen, nicht nur in Deutschland.

Welche Unternehmen und welche

Branchen profitieren besonders von

einer Rohstoffhausse?

Das sind natürlich die Minenunternehmen

und die großen Händler. Deren Marge

steigt. Bei Angebotsknappheit muss man

keine Rabatte geben.

Mit welchen Finanzprodukten kann

der Investor am besten an einer Rohstoffhausse

partizipieren?

Das ist auf mehreren Ebenen möglich:

Zum einen natürlich durch den Kauf von

Minenaktien oder Aktienfonds aus diesem

Segment oder aber auch über Zertifikate

die zum Beispiel auf einen steigenden

Kupferkurs setzen. Oder aber, ganz konservativ,

physisch. Das ist aber nur ratsam

Ganz anders sieht das bei der Energiespeichertechnik

aus. Hier ist in den nächsten

Jahren noch mit einer rasanten Entwicklung

zu rechnen, denn es gibt noch signifikante

Probleme. Tesla kämpft zum

Beispiel damit, dass, wenn ihre Autos

einmal in Brand geraten, sie so gut wie

nicht zu löschen sind und komplett ausbrennen.

Dann gibt es noch das Problem

mit den Ladezyklen. Das kennt jeder

Smartphone-Benutzer, nach zwei bis drei

Jahren muss das Gerät immer eher an die

Steckdose. Für beide Probleme bietet die

Forschung Lösungen an. Die Brennbarkeit

der Akkus löst man mit Germanium und

die Haltbarkeit mit Indium. Zwei Elemente

die bisher überhaupt nicht in der Akku-Technik

verarbeitet werden und auch

noch niemand so richtig auf seinen Zettel

hat. Das kann sich aber schnell ändern.

Was bedeutet das alles für den Rohstoff

Öl?

Er bekommt Konkurrenz durch Gallium,

Indium, Cobalt, Neodym, Lithium, Germanium,

etc.

Heute ist der Ölpreis noch Maß aller Dinge.

Er hat Auswirkungen auf alle anderen

Märkte.

In zehn Jahren wird man einen neuen Indikator

einführen müssen, der die allgemeinen

Energiekosten widerspiegelt. Öl wird

aber lediglich an Bedeutung einbüßen, als

wichtiger Rohstoff für viele andere Dinge

ist er weiterhin unersetzlich. Die OPEC

selbst geht davon aus, dass der Ölverbrauch

erst ab dem Jahr 2040 rückläufig

sein wird. Die Zahl halte ich für realistisch,

allerdings ist das keine gute Nachricht für

das Weltklima.

bei Metallen mit hoher Wertdichte, da die

Lagerkosten sonst zu hoch sind.

Nun, ich sage ihnen wie ich privat investiere:

Ich halte Anteile am BGF World Mining

Fonds und kaufe diesen auch stetig

zu. Ansonsten ziehe ich den physischen

Besitz von Metallen vor. Er vermittelt mir

ein besonderes Gefühl der Sicherheit. Da

setze ich auf Silber, Gallium, Germanium,

Rhenium und ein wenig Gold.

Herr Kroll, ganz herzlichen Dank.


Edelmetalle

Aktien und Edelmetalle

bleiben erste Wahl

Max Otte erklärt, warum Kontoguthaben und Lebensversicherungen

derzeit keine gute Strategie sind.

Im September 2017 sprach Martina Schäfer mit Max Otte.

In Deutschland brummt die Wirtschaft

wie lange nicht mehr. Wir sind die

Konjunkturlokomotive Europas. Wie

bewerten Sie das?

Unsere Unternehmen werden ins Ausland

verkauft. Wir zerlegen uns mit der Energiewende.

Wir zerlegen uns mit dem Dieselskandal.

Wir werden Dienstleister

aus dem Ausland auf

niedrigem Niveau und zerlegen

unsere eigenen Konzerne. So

kann ein Deutschland in 20 Jahren

nicht mehr existieren. Das ist

im Moment eine Art Scheinblüte.

Wir geben die letzten Kerne

unsere Wirtschaft weg. Und

sind irgendwann quasi Servicedienstleister

für den Rest der

Welt. In diese Richtung dreht

sich das aktuell. Das macht mir

große Sorgen.

So wie es aussieht, wird

Deutschland zukünftig von

einer Jamaica-Koalition geführt. Ist

das gut für die deutsche Wirtschaft?

Es zeigt eines: Kanzlerin Merkel ist völlig

rückgratlos. Und es zeigt auch, wie speichelleckerisch

die Mainstreampresse ist.

Die CDU hat vor einigen Monaten das

schlechteste Ergebnis der Geschichte eingefahren.

Am nächsten Tag stand mit

großen Buchstaben in der Zeitung „Merkel

weiter““. Jeder anständige Politiker wäre

nach dem Ergebnis zurückgetreten. Frau

Merkel denkt nicht dran. Also, man muss

es auch mal andersrum sehen. Ich hoffe,

dass bald in der CDU frischer Wind weht.

Das die Merkel weg ist. Die diesem Land

unendlich geschadet hat. Und das dann

die CDU zu einer vernünftigen Politik zurückkehrt.

Im Bundestag sitzt jetzt die AfD, die

Sie selber auch gewählt haben. Nach

der Bundestagswahl zeigten sich

große Teile der deutschen Wirtschaft

besorgt oder gar entsetzt über das

Wer sich für Sachwerte

als Anlage interessiert,

muss sich auch mit den

Parametern beschäftigen.

Nur wer die Entwicklungen

Wirtschaft und der Politik

verfolgt, trifft die richtigen

Entscheidungen.

starke abschneiden der AfD. Teilen Sie

die Meinung?

Jeder ist entsetzt. Die Kirchen sind besorgt,

die Parteien sind besorgt. Wir

wurden Nazis genannt. Was ich für eine

absolute Sauerei halte. Das ist eine Verharmlosung

des Nationalsozialismus. Einige

Leute aus der Wirtschaft und einige

Ökonomen sprechen sich gegen die AfD

aus. Das sind alles ganz normale Leute bei

der AfD. Jörg Meuthen ist Wirtschaftsprofessor.

Der ist völlig unauffällig, was irgendwelche

rechten Tendenzen angeht.

Alice Weidel ist aus der Wirtschaft und

völlig unauffällig. Der Gauland ist ein alter,

konservativer, intellektueller. Das ist

die Führungsspitze. Das ist alles Hysterie.

Da fürchten Privilegierte um ihre Pfründe.

Ich habe überhaupt keine Sorgen, dass

das für die deutsche Wirtschaft irgendwie

schlecht ist.

Auch vom Ausland werden die Entwicklungen

in Deutschland mit großer

Aufmerksamkeit beobachtet.

Insbesondere von Investoren. Ist

die AfD nicht eine Gefahr für die

deutsche Wirtschaft?

Letztendlich wird keiner was ändern.

Es ist ein rein politisches Spiel.

Was soll sich bei 13 Prozent AfD

ändern? Ich habe mir das Wahlprogramm

der AfD angeschaut, ich

finde es vernünftig. Sicherlich kann

man sich darüber streiten, ob man

direkte Demokratie will und man

kann sich darüber streiten, ob man

ein Europa der souveränen Staaten

haben möchte oder ein bürokratisches

Monster. Sicherlich wird

das alles jetzt kommen von denen die

draufhauen, auch aus dem Ausland. Aber

was soll das denn? Da sind jetzt 94 Parlamentarier,

die können sauber ihre Positionen

vertreten. Da habe ich bei Weidel,

Meuthen und Gauland überhaupt keine

Zweifel.

Gerade Deutschland und Frankreich

versuchen derzeit wieder enger zusammenzurücken.

Emmanuel Macron

fordert quasi die Neugründung der

EU mit einem gemeinsamen Haushalt.

Wird ein Neustart gelingen?

Die EU wird weiter zu einem bürokratischen

Monster werden. Ganz


Edelmetalle

Bankguthaben sollte man nur

noch halten, um liquide zu sein,

nicht um Werte zu erhalten.

Aktien müssen wir machen.

Bild: Backhaus

schlimm. Sie werden natürlich weiter

diesen undemokratischen „Deutschland-

Abschaffungsprozess“ vorantreiben.

Lassen Sie uns das alles runterbrechen

für den Anleger. Was soll unser Leser

derzeit mit seinem Geld machen? Was

sieht die richtige Strategie aus?

Ganz klar die, die ich seit Jahren verfolge.

Geldvermögen, Anleihen, Liquidität und

Ähnliches bringt nichts. Gerade weil wir

den Krieg gegen das Bargeld haben, der

noch mal verschärft wurde durch die Negativzinsen,

sollte man Bankguthaben

eigentlich nur noch halten, um liquide

zu sein. Und nicht um damit den Wert

zu erhalten. Aktien müssen wir machen,

und da ist es eine Frage der persönlichen

Präferenzen. Bei Aktien ist es nur so, dass

die Klassiker dieser Welt, also die Nestle‘s

& Co., vielleicht noch zum Werterhalt geeignet

sind. Jeder wollte und will in diese

stabilen Werte rein. Nur sind diese jetzt

ziemlich satt bewertet. Da erwarte ich für

die Zukunft vielleicht noch den Werterhalt

unter Schwankungen oder etwas mehr.

Man muss jetzt auch mal in Nebenmärkte

gehen. Das machen wir seit einem Jahr.

Seitdem habe ich auch auf wieder das Ruder

übernommen bei meinen Fonds. Und

seitdem ist unsere Performance einfach

fantastisch.

Sie warnen schon sehr lange vor

einem großen Crash. Bislang ist aber

nichts passiert. Was sagen Sie dazu?

Ich habe nicht erwartet und habe es auch

nicht für möglich gehalten, dass wir uns

so schnell zu einer DDR 2.0 entwickeln.

Wie stark die Staaten zwangswirtschaftlich

und staatswirtschaftlich eingreifen

in die Wirtschaft. Das hat ganz klar den

Crash verhindert. Es ist eher so, dass wir

derzeit ein Einfrieren der Märkte sehen.

Die Frage ist jetzt, was muss crashen?

Die Aktienmärkte sind nicht zu teuer.

Immobilien sind in guten Lagen ziemlich

teuer. Was wir haben, sind unheimlich

viele Geldvermögenswerte auf dieser

Welt, also Kontoguthaben, Lebens- und

Rentenversicherungen beispielsweise die

im Wert korrigiert werden müssen. Das

passiert über Negativzinsen, geplante Insolvenzen

oder Sondersteuern. Das passiert

alles derzeit, aber zwangswirtschaftlich.

Und nicht über einen großen Crash.

Aktien sind auch deshalb alternativlos.

Außerdem bin ich mit Aktien auf der sicheren

Seite, weil sie im Portfolio der

Vermögenden sind. Während die dumme

deutsche Mittelschicht vor allen Dingen

Kontoguthaben, Lebensversicherungen

und vielleicht noch eine Immobilie hat.

Das ist die falsche Strategie.

Wie sieht es mit Edelmetallen aus?

Wir empfehlen Privatleuten auf jeden Fall

Edelmetalle zu kaufen als Beimischung. In

unserem Hedgefonds haben wir sie auch

als Beimischung.

Eine spannende Anlage ist für viele

Bitcoin. Was halten Sie davon?

Gar nichts. Bitcoin ist eine Riesenblase. Bitcoin

ist ein Riesenbetrug. Mittlerweile gibt

es schon über 3000 Kryptowährungen.

Das ist genauso wie vor 19 Jahren bei den

ganzen Internetfirmen. Irgendwann werden

ein oder zwei Währungen überleben.

Aber da sind wir noch lange nicht. Derzeit

sollte man einen ganz großen Bogen um

Bitcoin machen.

Herr Otte, herzlichen Dank für das

Gespräch.


Interview

Jim Rogers sprach mit Dr. Dr. Rainer

Zitelmann (links) über seinen Werdegang

und seine Erfolgsstrategie.

Jim Rogers:

„Wer zuletzt lacht,

lacht am besten“

Zu Anfang lachten sie ihn aus, doch der Erfolg gab ihm recht.

Von Dr. Dr. Rainer Zitelmann

Einer der bekanntesten Investoren der

Welt, der eine Menge Geld damit verdiente,

dass er oft gegen den Strom

schwamm, ist Jim Rogers. Er studierte

an der Yale University und in Oxford Geschichte

und Philosophie, bevor er Ende

1968 begann, an der Wall Street zu arbeiten.

Das war eine sehr schwere Zeit für

den amerikanischen Aktienmarkt, aber

genau in dieser Zeit begründete er die Basis

seines Reichtums und Erfolges.

Bei der Investmentfirma Bleichroeder

lernte er den Investor George Soros

kennen und gründete mit ihm zusammen

den Hedgefonds Quantum

Fonds. Heute gibt es Tausende

Hedgefonds, aber damals gab es

nur eine Handvoll. Die meisten

Anleger investierten zu jener

Zeit nur in Anleihen. Aktien waren

weniger beliebt, und kaum

jemand investierte in größerem

Stil in Rohstoffe oder Währungen.

Zudem hatten Amerikaner

wenig Interesse an anderen

Ländern und investierten

fast ausschließlich im eigenen Land.

Auch Leerverkäufe waren damals noch

lange nicht so verbreitet wie heute.

Rogers und Soros machten alles

anders als bis dahin üblich.

Sie kauften Aktien, Rohstoffe,

Währungen und Anleihen aus

der ganzen Welt und bezogen

dabei auch Strategien wie

Leerverkäufe ein. Sie investierten

dort, wo andere es damals

noch nicht taten und entdeckten

neue, interessante Märkte in der

ganzen Welt.

Bild: Zitelmann, Cover: Redline


Die „Profis“ lachten ihn aus

Oft kaufte Rogers Aktien von Unternehmen,

die sich in großen Schwierigkeiten

befanden. Andere schüttelten darüber

nur mit dem Kopf. So erwarb

er beispielsweise

Mitte der siebziger Jahre

in großem Stil Aktien des

Flugzeugherstellers Lockheed.

Rogers erzählte mir

eine charakteristische Begebenheit:

Eines Abends

war er zu einem vornehmen

Abendessen eingeladen, bei dem

Vertreter von Banken und Investoren anwesend

waren. Einer der Teilnehmer hatte

aufgeschnappt, dass Rogers tatsächlich

Aktien des Flugzeugherstellers Lockheed

kaufte – ein Unternehmen, über das fast

jeden Tag wegen verschiedener Skandale

negativ in den Medien berichtet wurde

und dessen Aktienkurs bereits massiv

gefallen war. „Who would invest in companies

like that?“, sagte kopfschüttelnd

ein Teilnehmer des Abendessens zu seinem

Tischnachbarn. Und er sagte das so laut,

dass alles es hören konnten. Er hatte die

Lacher auf seiner Seite. Rogers fühlte sich

schlecht, denn die Leute lachten ja über ihn.

„Wer zuletzt lacht, lacht am besten“,

dieses Sprichwort gibt es auch in Amerika.

Rogers hatte seine Hausaufgaben

gemacht, und seine positive Analyse über

die Zukunftsaussichten des Unternehmens

sollte sich als richtig bestätigen. Später

vervielfachte sich der Kurs der Aktie und

der Fonds konnte einen tollen Gewinn verbuchen.

In einer Zeit, als der S&P-500-Index

nur um 47 Prozent stieg, gewann der

von Rogers und Soros gemanagte Quantum-Fonds

4.200 Prozent. „Wenn andere

über dich lachen“, so Rogers, „dann bist

du auf dem richtigen Weg. Je mehr Leute

über dich lachen, desto sicherer kannst du

sein, dass du richtig liegst.“

„Als ich jung war“, sagte er mir, „war das

nicht einfach für mich. Wenn ich mich gegen

die Mehrheit stellte, fühlte ich mich

nicht unbedingt wohl, und wenn alle

dir sagen, du liegst absolut falsch, dann

wirst du selbst dann unsicher, wenn es dir

Freude macht, dich gegen die Mehrheitsmeinung

zu stellen.“ Auch er konnte sich

früher manchmal nicht der allgemeinen

Panik entziehen. So hatte er kurz vor dem

Krieg zwischen Iran und Irak Öl short verkauft.

Doch dann kam der Krieg, der Ölpreis

zog massiv an. „Ich konnte mich der

allgemeinen Panik nicht entziehen und

stellte meine Positionen glatt.“ Im Nachhinein

war das ein Fehler, denn später fiel

der Ölpreis tatsächlich massiv.

Im Laufe der Zeit wurde er erfahrener

und der Spott der anderen machten ihm

»Ich empfehle

jungen Menschen,

Geschichte und

Philosophie zu

studieren.«

weniger aus. „Ich erkannte, wie wichtig

es ist, durchzuhalten und bei einer einmal

als richtig erkannten Analyse auch

dann zu bleiben, wenn die Entwicklung

zuerst einmal in eine

andere Richtung geht

als erwartet“, so Rogers.

„Heute ist es eher

umgekehrt. Wenn auf

einmal alle das Gleiche

sagen wie ich, dann

zweifle ich, ob ich noch

richtig liege oder nicht

lieber verkaufen sollte.“

Indiana Jones der Wall Street

In den 80er-Jahren nannte ihn das „Time

Magazin“ den „Indiana Jones der Wall

Street“, weil er in Ländern kaufte, von denen

viele Amerikaner nicht einmal wussten,

dass es dort überhaupt eine Börse gab. „Ich

kaufte Aktien in Portugal, Österreich, in afrikanischen

Staaten und in Südamerika. Das

waren für 99 % Prozent der US-Investoren

unbekannte Länder. Selbst in Deutschland

investierten nur wenige. Ich kaufte damals

Siemens-Aktien statt General Electric – und

lag auch damit richtig“, so Rogers.

Ende der 90er Jahre schloss die renommierte

Investmentfirma Merrill Lynch ihre

Abteilung für Rohstoffhandel. Damals

war der Höhepunkt des sogenannten Internet-Hypes

an der Börse, alle setzten auf

die sogenannte New Economy. Rohstoffe

dagegen schienen ein Investment, das

sich nicht lohnte und für das sich zu wenige

Investoren interessierten.

Rogers hatte indes

schon frühzeitig begonnen,

sich für Rohstoffe

zu interessieren und in

diese Assetklasse zu investieren.

„Genau in dem

Jahr, in dem Merrill Lynch

seine Rohstoffabteilung

schloss, startete Rogers

mit seinem Jim Rogers

Rohstoffindex, der heute

der bekannteste Rohstoff-Index

der Welt ist.

Mit dem Motorrad um die Welt

Von 1990 bis 1992 fuhr er mit einem

Motorrad zusammen mit seiner Freundin

zwei Jahre lang um die ganze Welt.

Er legte 160.000 Kilometer zurück, bereiste

sechs Kontinente und wurde damit

in das Guiness Buch der Rekorde aufgenommen.

Ich empfehle jedem Leser, sein

faszinierendes Buch „Investment-Biker“,

in dem er von dieser Reise erzählt. Vom

1. Januar 1999 bis zum 5. Januar 2002

unternahm er mit seiner Frau eine weitere

Weltreise – diesmal legte er mit einem

Mercedes 245.000 Kilometer zurück und

bereiste 116 Länder.

»Gebrauche deinen

eigenen Kopf, habe

Mut zu einer eigenen

Meinung und gehe den

Dingen auf den Grund,

auch wenn du dich

damit im Widerspruch

zu Konventionen und

vorherrschenden Meinungen

begibst«

Interview

Wenn junge Menschen ihn fragen, was

sie tun sollen, um erfolgreich zu sein,

dann empfiehlt er ihnen, Geschichte und

Philosophie zu studieren, so wie er es getan

hat. „Die jungen Menschen entgegnen

mir dann: Nein, ich will doch Geld

verdienen und reich werden, so wie Sie es

geworden sind. Sie glauben tatsächlich,

ein Studium der Betriebswirtschaftslehre

werde ihnen dabei helfen.“ Rogers kann

darüber nur mit dem Kopf schütteln. „Das

Studium der Geschichte hat mir geholfen,

zu verstehen, dass sich in der Geschichte

stets alles ändert, alles im Fluss ist. Schon

Dinge, die heute geschehen, hätten die

meisten vor 30 oder 40 Jahren nicht für

möglich gehalten: Der Zusammenbruch

der Sowjetunion, der Abstieg Amerikas,

der unaufhaltsame Aufstieg Chinas, das

Internet: Wer hätte mit all dem gerechnet?

Permanente Veränderung ist die

einzige Konstante in der Geschichte“, so

Rogers. „Und das zu verstehen, ist von

größerer Bedeutung für Ihren Investmenterfolg

als Detailwissen, das man Ihnen an

der Uni in Betriebswirtschaft beibringt.“

Auch das Studium der Philosophie sei

sehr nützlich. „Es hat mir geholfen, eine

gesunde Skepsis zu entwickeln. Man darf

nicht jede Behauptung für bare Münze

nehmen, auch dann nicht, wenn sie

laufend überall in den Medien und von

Experten wiederholt wird. Gebrauche

deinen eigenen Kopf, habe Mut zu einer

eigenen Meinung und gehe den Dingen

auf den Grund, auch wenn du dich damit

im Widerspruch zu Konventionen und

vorherrschenden Meinungen

begibst“, so

Rogers.

Im Dezember 2007

verkauft Rogers seine

Luxusvilla in New York

City für mehr als 16

Millionen Dollar, verließ

die Vereinigten Staaten

und zog nach Singapur

um, wo er bis heute

lebt. Ich traf ihn dort

mehrere Male. Er meinte,

so wie es im 19. Jahrhundert klug war,

in London zu sein und in den 1920er-Jahren

in New York, so sei heute der richtige

Platz Asien, denn dort liege eindeutig die

Zukunft – nicht in den Vereinigten Staaten

oder in Europa. Für ihn war es wichtig,

dass seine beiden Kinder, die er im Alter

von 60 und 65 Jahren gezeugt hatte, von

Kindheit an Mandarin lernen und dort

aufwachsen, wo die größten Zukunftschancen

sind, nämlich in Asien.

*Der Beitrag ist ein Auszug aus Zitelmanns

Buch: „Setze dir größere Ziele!“,

das in acht Sprachen erschien.


Immobilien

Immobilien kaufen -

aber welche?

Immobilienmillionär Torben Käselow gibt Tipps,

wie Sie geeignete Kaufobjekte finden

Buchauszug aus „Das System Immobilie“, herausgegeben von Thomas Knedel

Um an ein geeignetes Objekt zu kommen,

gibt es verschiedene Wege – und

Tricks. Ob Makler, Vermittler, Zeitungsanzeigen

oder Internetplattformen, die

Angebotspalette ist vielfältig. Am Anfang

musste auch ich mühselig suchen,

um an günstige

Objekte zu

kommen. Mittlerweile

bin ich

aber bekannt

in der Branche,

man weiß, dass ich keine Eintagsfliege

bin. Makler und Verkäufer treten an mich

heran, wenn sie eine Immobilie haben,

die zu mir passt. Aber auch so können Sie

überall Gelegenheiten entdecken – wenn

Sie in der Immobilienbranche nach Gele-

Manchmal reicht es schon, einfach

Augen und Ohren offenzuhalten

genheiten suchen, sollten Sie lernen, die

Dinge zu sehen, die andere nicht sehen.

Manchmal reicht es schon, einfach Augen

und Ohren offenzuhalten. Als ich

vor Kurzem zu Hause Wäsche gewaschen

habe – die Waschmaschinen stehen

im Gemeinschaftskeller – sah ich im

Treppenhaus, wie zwei junge Männer

eine Wohnung ausräumten. Ich sprach

sie kurzerhand an – natürlich nicht ohne

Hintergedanken! Ich fragte ganz scheinheilig,

ob neue Mieter einziehen würden.

Einer der jungen Männer antwortete:

„Nein, die Wohnung gehört meinen

Eltern, und die wollen sie verkaufen.“

Ich sagte: „Das ist ja interessant. Ich

wohne nur paar Türen weiter im selben

Haus und ich würde die Wohnung gerne

kaufen …“ Ich hinterließ ihm meine

Telefonnummer, und wenig später meldeten

sich seine Eltern bei mir. Sie machten

mir ein Kaufangebot – für sie war

ich eine willkommene Gelegenheit, sich

die mühevolle Suche nach einem Käufer

zu ersparen. Wir wurden uns einig,

und so kam ich in Besitz einer weiteren

Wohnung in diesem Haus, zentral direkt

gegenüber des Bahnhofs in Ahrensburg.

Mittlerweile besitze ich insgesamt fünf

Wohnungen dort. Langer Rede kurzer

Sinn: Hätte ich die Wäsche nicht selbst

gemacht, wäre ich nicht mit offenen Augen

durch die Welt gegangen und hätte

mich geniert, direkt zu fragen, ich wäre

nicht zu dieser Wohnung gekommen.

Wichtiger als die Lage

Glauben Sie bei der Auswahl eines Objekts

nicht kritiklos, was überall verbreitet

wird: zum Beispiel, dass die drei wichtigsten

Kriterien zur Beurteilung einer

Immobilie heißen: „1. Lage, 2. Lage, 3.

Lage.“ Das ist Quatsch. In meiner bisherigen

Berufspraxis habe ich auf eine

andere Strategie gesetzt: Objekte, die

niemand haben will, sind meistens bessere

Investments. Aber es ist wichtig,

genau hinzuschauen, denn die (zu erwartenden)

Mieteinnahmen bzw. der zu

erwartende Wiederverkaufspreis (nach

der Sanierung) müssen im

Verhältnis zum Einkaufspreis

stehen. Bei begehrten Immobilien

in einer Toplage ist das

selten der Fall. Toplage gleich

Toppreise heißt die Devise

und eine große Konkurrenz im Mitbewerberfeld.

Die drei wichtigsten Kriterien

zur Beurteilung einer Immobilie sind

deshalb: 1. Rechnet sich das Objekt?, 2.

Rechnet sich das Objekt? 3. Rechnet sich

das Objekt?

Bilder: Depositphotos/Svanhorn, Fotowerft


Immobilien

Ob sich ein

Objekt rechnet,

überschlage ich

kurzerhand

und ohne viel

Mühe im Kopf.

Einfachheit

ist King!

Torben Käselow ist Immobilieninvestor

und wurde

damit schon vor seinem

30. Lebensjahr Millionär.

Wie das geht erklärt er

als Autor des Buches „Das

wirkliche Erfolgsgeheimnis

von Jung-Millionären. Sein

Credo: „Nicht lang studieren,

einfach machen!“


Immobilien

Bilder: Depositphotos/ArturVerkhovetsiy

Überschlagen und Entscheiden

Das A und O beim Wohnungskauf als

Investment ist: Entscheidungen schnell

treffen und immer pünktlich sein! Wer

unentschlossen ist, zögert oder zu lange

abwartet, dem entgehen gute Chancen,

und wer unentschieden ist, tritt nicht sicher

auf. Für die Verhandlung mit dem

Verkäufer ist das jedoch entscheidend.

Für eine richtige Entscheidung ist es zunächst

einmal enorm wichtig, die Zahlen

zu kennen. Ob sich ein Objekt rechnet,

überschlage ich kurzerhand und ohne

viel Mühe im Kopf. Der Segen liegt in der

Einfachheit. Warum 1000 Berechnungen

und Kalkulationen durchspinnen?

Damit rechnet man sich die ganze Sache

nur tot. Und sieht vor lauter Zahlen und

Szenarien dann doch ab vom eigentlichen

Investment. Ich stehe in die

sem Fall nicht auf Kompliziertheit, sondern

mache eine vereinfachte Überschlagsrechnung.

Das ist keine höhere

Mathematik und auch keine Zauberei,

hat ein Interesse: sein Objekt verkaufen.

Und das am besten an Sie! Einige Ideen

helfen Ihnen weiter, bevor Sie sich in die

Verhandlungen begeben: Lassen Sie den

Verkäufer mit einem Angebot kommen.

Geben Sie nie das Erstangebot ab! So

behalten Sie den nötigen Spielraum, sowohl

in taktischer

als auch in finanzieller

Hinsicht.

Wenn Sie sich

nicht sicher sind,

schieben Sie die

Verhandlung und

sagen, dass Sie das

Angebot zur Kenntnis genommen hätten,

in Ruhe darüber nachdenken würden

und innerhalb von ein oder zwei

Tagen eine Rückmeldung geben würden.

Dadurch können Sie in Ruhe kalkulieren,

und der Verkäufer hat Zeit, seinen

Verhandlungsspielraum noch einmal zu

überdenken.

Sorgen Sie für gute Stimmung. Wenn

Das Geheimnis

zum Erfolg liegt im

Hier und Jetzt.

oder bitten eine charmante Freundin,

Sie zu begleiten. Vielleicht haben Sie

eine Geschäftspartnerin, die stellvertretend

für Sie in die Verhandlungen gehen

kann? Bleiben Sie realistisch. Achten Sie

auf Ihre Perspektive. Sehen Sie besser immer

viele kleine Ziele als ein großes. Dadurch

erreichen Sie

Ihr eigentliches Ziel

fast nebenbei.

Tretminen

erkennen

Wenn Sie eine Eigentumswohnung

kaufen, ist Vorsicht geboten. Denn der

Weg dorthin ist mit Tretminen gepflastert!

Bevor Sie sich in eine Eigentümergemeinschaft

einkaufen, sollten Sie ein

paar Dinge beachten.

Beim Kauf von Wohnungseigentumsgesetz-Wohnungen

(WEG-Wohnungen)

lauern drei Gefahrenquellen:

Sonderumlagen: Prüfen Sie, ob Sanierungsmaßnahmen

anstehen. Es kann

vorkommen, dass auf einer Eigentümerversammlung

teure Gemeinschaftsprojekte

durchgesetzt werden, die einen in

Form von Sonderumlagen teuer zu stehen

kommen.

Majorität mehrerer Eigen tümer oder

eines Eigentümers: Bringen Sie in Erfahrung,

wie sich die Eigentümerversammlung

zusammensetzt. Gibt es Mehrheitseigner

unter den Eigentümern? Könnten

diese aufgrund der Besitzverhältnisse

eigenmächtige Entscheidungen in die Eigentümerversammlung

einbringen – und

durchsetzen?

das kriegt ein Viertklässler hin. Während

die ganzen Zahlenfanatiker und Szenarienbetrachter

noch überlegen, ob sich ein

Investment rechnet oder nicht, habe ich

schon längst zugeschlagen und gekauft.

Einfachheit ist King!

Wenn Sie Interesse an einem Objekt

haben und mit dem Verkäufer in Verhandlung

treten möchten, bewahren

Sie einen klaren Kopf! Behalten Sie den

Überblick in der Verhandlung – nicht

nur Sie haben ein Interesse – nämlich

das Objekt kaufen –, auch der Verkäufer

man will, dass Menschen einem wohlgesonnen

sind, muss man sie umgarnen.

Gehen Sie auf Ihren Verhandlungspartner

ein, schmeicheln Sie ihm, zeigen Sie

sich von Ihrer angenehmen Seite. Nutzen

Sie – wenn möglich – die wichtigste und

beste Waffe, die Sie überall und immer

einsetzen können (auch im Geschäft):

Ihre Weiblichkeit. Wenn Sie eine Frau

sind, haben Sie bei Verhandlungen den

Männern gegenüber immer einen Vorteil.

Wenn Sie ein Mann sind, nehmen

Sie Ihre Frau mit zu den Verhandlungen

Hohe Instandhaltungsrücklagen pro Monat:

Erkundigen Sie sich nach der Höhe

der Instandhaltungsrücklagen und wann

und wie stark diese in der Vergangenheit

angehoben wurden. Auch hier kann die

Eigentümerversammlung an der Kostenschraube

drehen.

Prüfen Sie diese drei Gefahrenquellen

unbedingt vor dem Kauf und beugen

Sie Tretminen vor. Aus eigener Erfahrung

weiß ich aber auch: Wohnungen können

zu einer Geschmacksexplosion führen.

Wer erst mal auf den Geschmack gekommen

ist, wird mehr wollen! Oder um im

Bild zu bleiben: Sie können auch positiv

explodieren, vorausgesetzt, Sie berücksichtigen

die „Tretminengefahren“.

Eine weitere Gefahr für Ihren Investmentdeal

können Mieter sein, die in der

Wohnung sitzen. Nicht alle Wohnungen,

Bilder: Depositphotos/Photography33, Knedel, Cover: Immopreneur Verlag


immobilien

Buchherausgeber

Thomas Knedel

ist Immobilieninvestor,

-manager,

Buchautor

sowie Initiator

und Betreiber

des Netzwerkes

Immopreneur.de

die zum Kauf angeboten sind, sind leer.

Grundsätzlich muss das kein Problem

sein: Eine vermietete Wohnung finanziert

sich bei einem entsprechenden Kaufpreis

selbst und wirft am besten natürlich Gewinn

ab. Aber nicht jeder Mieter ist ein

guter Mieter. Bitte bedenken Sie: Mieter

haben schon immer mehr Rechte! Es

heißt ja auch „Mietvertrag“ und nicht

„Vermietvertrag“.

Trotzdem bedeutet das nicht, dass Sie ein

prinzipiell gutes Investment in den Wind

schlagen müssen. Wenn Sie eine Wohnung

kaufen mit einem nichtzahlenden

Mieter, gibt es verschiedene Räumungsvarianten,

die bei einer klaren Rechtslage

möglich sind:

Bei der „Preußischen Räumung“ wird

die Wohnung vom Gerichtsvollzieher

leer geräumt, sofern der Mieter nicht

anwesend ist. Für die Räumung und Einlagerung

der Sachen ist allerdings ein

Vorschuss zu zahlen. Vorteil ist hierbei,

dass sich der Gerichtsvollzieher um die

Entfernung, Übergabe etc. der Gegenstände

kümmert und die Wohnung leer

übergeben wird.

Beim „Berliner Modell“ wird das Schloss

ausgetauscht und alle noch in der Wohnung

verbliebenen Gegenstände gehen

in Ihren Besitz über. Sie kümmern sich

um die weitere Verwertung bzw. Entsorgung

der Gegenstände. Hierbei ist kein

Kostenvorschuss fällig.

Bei der „Hamburger Räumung“ erfolgt

die Räumung in zwei Terminen. Beim ersten

Termin werden die Schlösser ausgetauscht,

und der Mieter bekommt zwei

Wochen Zeit, sein Eigentum abzuholen.

Danach bekommen Sie den Schlüssel.

Auch hier ist kein Kostenvorschuss fällig.

Bei der „Frankfurter Räumung“ vollzieht

der Gerichtsvollzieher die Räumung, Sie

bzw. Ihr Mitarbeiter sind jedoch für die

Räumung zuständig. In diesem Fall ist

ebenfalls kein Kostenvorschuss fällig.

Meine Erfolgsregeln

In meiner Berufslaufbahn haben sich

für mich verschiedene Praktiken

herauskristallisiert, die wie ein

Kompass funktionieren: Setzen

Sie sich große Ziele. Seien

Sie sparsam. Machen Sie keine

unnötigen Schulden. Behalten

Sie den Markt im Auge! Stellen

Sie sich auf Veränderungen und

Trends ein, denn: Wer nicht mit

der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Er- folgsregel Nr. 1: Immer ins Plus

wirtschaften!

Werden Sie nicht übermütig und wirtschaften

Sie nicht aus dem Dispo heraus.

Wirtschaften aus einem Guthaben heraus

ist sicherer! Und: Immobilien sollten

nicht nur gehalten werden – vergessen

Sie nicht, auch zu verkaufen. Erfolgsregel

Nr. 2: Nicht volles Risiko fahren, sondern

besser langsamer investieren und dafür

sicher! Und nur mit Geld, das übrig ist!

Erfolgsregel Nr. 3: Nie mit Geld rechnen,

das man nicht hat!

Und wenn’s mal nicht hinhaut: Nutzen

Sie die Chance, aus Fehlern zu lernen!

Fragen Sie sich in diesem Fall: Wo habe

ich Fehler gemacht? Was kann ich daraus

mitnehmen? Wie kann ich aus einer

vermeintlich schlechten Sache etwas

Positives machen? Jede Niederlage bietet

auch eine Chance! Die Welt dreht sich

immer weiter, und am Ende stehe ich

immer noch da. Anders gesagt: Bleiben

Sie dran! Geben Sie nicht auf, fangen Sie

neu an! Ich nenne es das „Turbinenphänomen“:

Hat man nach einer Bruchlandung

in einer einsamen Wüste den Propeller

erst einmal angeschmissen, ist alles

zunächst ein wenig holprig. Aber dann

ist der Propeller irgendwann nicht mehr

aufzuhalten und entwickelt sich zu einer

kraftvollen, unaufhörlichen Turbine.

Und suchen Sie nicht nach dem ganz

großen Coup. Das Geheimnis zum Erfolg

liegt im Hier und Jetzt. Es gibt keinen

„heiligen Gral“ – außer es einfach zu

tun!


Sachwert Magazin 2/2018

Seit 8. März 2018 ist die neue Ausgabe des Sachwert Magazins

bei Ihrem Zeitschriftenhändler oder im Online-Kiosk erhältlich.

Motorrad-Klassiker –

das Easyrider-Investment

Ob Rennlegende oder Rockerchopper - wer

vom Zweirad- Oldtimer-Virus gepackt wurde,

kommt davon nicht mehr los.

Von Martina Schäfer und Wolfgang Sandner

Da steht sie, glänzender Chrom, frisch

poliert, das Sattelleder schimmert warm

und einladend. Ein erdiger Geruch nach

Kettenfett und Treibstoff liegt in der

Luft. Aufsteigen, den Ständer wegklappen,

vorsichtig mit dem Choke, dass der

Motor nicht gleich absäuft und dann

schwungvoll den Anlasser treten. Ein

tiefes, kraftvolles Blubbern erwacht, ein

leichter Schubs mit der linken Stiefelspitze

lässt den ersten Gang einrasten. Ein feinfühliger

Dreh im Handgelenk steigert das

satte Blubbern zu einem gewalttätigen

Röhren und mit dem fast zärtlichen Lösen

des Kupplungshebels setzen sich die zwei

Räder in Bewegung, raus auf die Straße,

rein in den Wind. Der Traum von Freiheit,

Adrenalin, Kurvenflash, Easyrider-Feeling

– für viele Motorradfans ist das alles

verbunden mit einem

Namen: Harley

Davidson.

Besonders die alten Maschinen haben

den Kultstatus und sind unter Sammlern

hochbegehrt. Traumhafte Preise rufen

aber auch viele schwarze Schafe auf den

Markt. Deshalb gilt beim Motorrad-Oldtimerkauf

genau wie bei jedem Sweetheart

Investment: Ziehen Sie einen Spezialisten

hinzu, der sich sowohl mit den Preisen als

auch mit der Technik auskennt. Nehmen

Sie sich Zeit zur Recherche. Internetforen,

Motorradvereine und Oldtimerzeitschriften

sind dafür eine gute Quelle. Clubs

und Interessengemeinschaften sind eine

gute Adresse, um herauszufinden, welche

Stärken und Schwächen ein Fahrzeugtyp

hat.

Was Sie sonst noch beim Kauf eines

Oldtimer-Motorrads beachten

sollten, lesen Sie in der aktuellen

Print-Ausgabe.

Bild: Sandner

Darum ist

die EZB eine

tickende

Zeitbombe

Sachwerte bleiben auch

weiterhin die erste Wahl

Von Thomas Schwarzer

Das aktuelle Beispiel macht wieder einmal

deutlich, wie groß das Pulverfass ist, auf

dem Europäische Zentralbank EZB sitzt.

Seit Jahren greift die EZB in das Finanzsystem

ein. Zuerst wurden Staatsanleihen

gekauft, ab 2016 dann Unternehmensanleihen.

Für viele Unternehmen war es

der letzte Strohhalm. Als nichts mehr ging

oder die Zinsen für neue Darlehen einfach

viel zu hoch waren. Die EZB wurde damit

für zahlreiche Firmen zum „lender of last

resort“. Im Portfolio der EZB befinden sich

mittlerweile Anleihen von rund 1.000 Unternehmen

mit einem Wert von 129 Milliarden

Euro.

Ein faules Ei im Nest der EZB

Zu den Unternehmen denen geholfen

wurde, gehört auch der Skandal-Möbelriese

Steinhoff. Der südafrikanisch-deutsche

Konzern steht seit dem vergangenen

Jahr mit dem Rücken zur Wand. Wird

erschüttert von einem Bilanzskandal. Das

Management wurde rausgeworfen, das

Unternehmen hat Milliardenschulden und

die Aktie ist um 95 Prozent eingebrochen.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie

in der neuen Print-Ausgabe.

Bild: Depositphotos/fergregory


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Zeitpunkten unterschiedlich gewichtet. Daher sind Investitionen mit unterschiedlichen Ein- und Auszahlungszeitpunkten grundsätzlich nicht miteinander vergleichbar.

Hinweis: Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen. Der in Aussicht

gestellte Ertrag ist nicht ge währ leistet und kann auch niedriger ausfallen.

Die vollständigen Angaben zu dieser Vermögensanlage sind einzig dem Verkaufsprospekt zu entnehmen, der insbesondere die Struktur, Chancen und Risiken dieser Vermögensanlage beschreibt sowie den im

Zusammenhang mit dieser Vermögensanlage abzuschließenden Vertrag enthält. Der Verkaufsprospekt und der mit der Emittentin abzuschließende Vertrag sind Grundlage für den Erwerb dieser Vermögensanlage.

Der Anleger kann den veröffentlichten Vermögensanlagen-Verkaufsprospekt zu dieser Vermögensanlage und evtl. Nachträge hierzu sowie das Vermögensanlagen-Informationsblatt auf der Internetseite der

Anbieterin Solvium Capital GmbH, www.solvium-capital.de, abrufen oder kostenlos bei der Solvium Container Vermögensanlagen GmbH & Co. KG, Englische Planke 2, 20459 Hamburg anfordern.


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Orangen- Rente

in Paraguay

Mit umweltverträglichen Agrar-Investitionen

langfristig passives Einkommen sichern

Sind Sie schon einmal an einem sonnigen

Morgen durch eine Orangenplantage spaziert?

Das Leuchten der Früchte im Laub,

das Summen der Bienen und der unvergleichliche

Duft nach Zitrus und Orangenblüten

in der ersten warmen Brise des

Tages - das lässt sich nur noch durch das

Wissen toppen, dass dieser himmlische

Fleck Erde Ihnen gehört. Dass das darauf

wachsende Obst Ihnen ein beständiges

Einkommen auf 25 Jahre sichert, ist noch

das Tüpfelchen auf dem i.

Ermöglicht wird dieser Traum durch die in

Grasbrunn bei München ansässige Agri-

Terra KG. Diese hat sich auf den Landkauf

und die Rinderzucht in Paraguay spezialisiert.

Gesellschafter Carsten Pfau arbeitete

mehr als 15 Jahre in Paraguay und

konnte in dieser Zeit ein dichtes Netz an

Beziehungen im Landwirtschafts- und Immobilienbereich

knüpfen. Mit seiner über

25jährigen Erfahrung ist er der optimale

Partner für ein Landinvestment in Südamerika.

Warum Orangen?

Paraguay ist mit seiner subtropischen

Lage zwischen Argentinien und Brasilien

geradezu ideal für den Orangenanbau

geeignet. Die Orange gehört zum weltweit

beliebtesten Saftobst. Hersteller von

Limonaden, Süßwaren und Fruchtsäften

sorgen genauso für eine dauerhaft hohe

und weiter steigende Nachfrage, wie der

Einzelhandel und Hotels. Orangen sind das

gefragteste Obst Südamerikas, weshalb

ein Großteil des in Paraguay wachsenden

bereits ab 16.500 US-Dollar

LANDEIGENTUM in Paraguay (Südamerika)

& OrangenRENTE

Starke Argumente für Ihr attraktives jährliches Zusatzeinkommen

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• Eigentum an Landparzelle

im Grundbuch eingetragen

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Auszahlungen von bis zu 4.600 USD

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Zitrusobstes direkt auf dem Kontinent weiterverarbeitet

und konsumiert wird.

Warum Paraguay?

Paraguay erlebt seit Jahren einen anhaltenden

Wirtschaftsboom. Dieser ist vor

allem auf eine starke Agrarwirtschaft

zurückzuführen. Paraguay ist inzwischen

einer der größten Exporteure von Weizen,

Soja, Mais, Rindfleisch

und eben Orangen. Das

im Herzen Südamerikas

gelegene Land gehört

zu den politisch und

wirtschaftlich stabilsten

Ländern Latein-Amerikas.

Die Gesellschaft

ist ländlich geprägt,

die Kriminalitätsrate ist niedrig, die Landeswährung

stabil und die Grundbücher

sicher. Nicht zuletzt deshalb ist das Land

seit Jahren beliebtes Investitionsziel von

Europäern aus dem deutschsprachigen

Raum sowie Italien und Spanien. Dabei

setzen die Investoren vor allem auf landwirtschaftliche

Projekte.

Gutes Umweltgewissen

und dabei

hohe Erträge –

so geht Agrar-

Investment!

Grundbesitz in Orangenplantagen

Grund und Agrarland gehören seit jeher

zu den sichersten und verlässlichsten

Möglichkeiten, sein Geld krisensicher

anzulegen. Die AgriTerra fungiert als

vollverantwortlicher Vertragspartner

und Verwalter. Ihre Kunden

erwerben Landparzellen, die im

Grundbuch auf den Namen des

jeweiligen Käufers eingetragen

werden.

Nur will nicht jeder Investor

direkt nach Paraguay reisen,

um sich dort mit der

Verpachtung des Ackerstücks

herumzuschlagen,

geschweige denn auswandern,

um dieses Land persönlich

zu bestellen. Diese

Angelegenheiten nimmt die

AgriTerra KG ihren Kunden ab.

Sie verwaltet das Land, kümmert

sich um die Bepflanzung mit Zitrusbäumen

und die Vermarktung der

Ernte. So kommt zum Landbesitz ein

auf 25 Jahre angelegtes, passives Einkommen

zustande. Daher wird dieses Angebot

auch verstärkt zur Sicherung oder

Aufbesserung der Rente herangezogen.

Gutes Umweltgewissen

Meldungen von biozidresistent genetisch

maßgeschneiderten Monokulturen

und weltweit anhaltendem Bienensterben

ließen in der Vergangenheit einige

Zweifel an der Umweltverträglichkeit

südamerikanischer

Agrarinvestments

aufkommen

und führten zu einem

Rückzug von umweltbewussten

Investoren.

AgriTerra versteht sein

als Gegenprojekt solcher

Investments und hat sich explizit

zum Ziel gesetzt, die Orangenplantagen

so umweltverträglich wie möglich zu

bewirtschaften. Dazu gehört auch, dass

verstärkt Bienen auf den Plantagen angesiedelt

wurden. Im Gegenzug sorgen die

Insekten für eine außerordentlich gute

Bestäubungsrate der Obstblüten und daraus

resultierend einen hervorragenden

Ernteertrag. Um die fleißigen Bestäuberinnen

nicht zu gefährden, setzt AgriTerra

auf natürliche Schädlingsbekämpfung,

vor allem in Form von Prävention und der

Abwehr von Schädlingen. Insektizide werden

deshalb nur moderat und planmäßig

im kleinstmöglichen Umfang eingesetzt.

Hohe Erträge im lukrativen, sicheren

Agrarsektor, jedoch mit gutem Umweltgewissen

generieren –

die Strategie der Agri

Terra geht auf. Bereits

2016 konnten

sich viele ausländische

Besucher

von der Naturverträglichkeit

der

Orangenplantage

in Paraguay

überzeugen.

Wann kommen

Sie Ihr Stück

Paradies besuchen?


Börse

Topformationen

kündigen die Baisse an

Den Aktien-Generälen geht

die Puste aus

Häufig besiegeln drei Zinsschritte das Ende

der Hausse. Am Mittwoch, den 21. März

hat die US-Notenbank Fed die Zinsen angehoben.

Es handelt sich bereits um die

sechste Zinserhöhung des laufenden Zyklus,

der Ende 2016 begonnen hat. Früher

war es an der Wall Street ein geflügeltes

Wort, dass drei Zinserhöhungen ausreichen,

um eine Aktienhausse zu beenden.

Aufgrund des extrem niedrigen Zinsniveaus,

das die Zentralbanken der Welt

als Antwort auf die Krise des Jahres 2008

verordnet hatten, hat diese Daumenregel

(„Three steps and a tumble“, drei

Steigende Zinsen

sind und bleiben

Gift für die Börse

Schritte und ein Absturz) bisher nicht

gegriffen. Als Entwarnung dürfen Sie

dieses Ergebnis aber nicht interpretieren.

Es dauert dieses Mal nur etwas länger.

Denn steigende Zinsen sind und bleiben

Gift für die Börse und auch für die Realwirtschaft.

Deshalb folgten auf die meisten

Zinserhöhungszyklen der Fed nicht

nur Aktienbaissen, sondern auch Rezessionen.

Das wird dieses Mal nicht anders

sein.

Topformationen kündigen die Baisse

an

Die extreme Überbewertung der Aktienmärkte

und die Dauer der Nullzinspolitik


Börse

„Three steps and a tumble“,

drei Schritte und ein Absturz

hat bisher nicht gegriffen.

legen in Kombination mit der weiteren

Zunahme der Verschuldung sogar die

Vermutung nahe, dass die nächste Abwärtswelle

an den Aktienmärkten und in

der Realwirtschaft nicht weniger heftig

ausfallen wird als im Jahr 2008.

Ein wichtiger Hinweis auf den baldigen Beginn

der nächsten Baisse kommt von der

Charttechnik. Der Übergang von Hausse

zu Baisse ist gewöhnlich kein Ereignis,

sondern ein zeitaufwendiger Prozess.

Dieser Prozess hinterlässt ganz bestimmte

Spuren auf den Charts: Es entwickeln sich

Topformationen.

Den Aktien-Generälen

geht die Puste aus

In der April-Ausgabe

meines Börsenbriefes Krisensicher

Investieren zeige

ich Ihnen eine Auswahl von Aktien, bei

denen sich inzwischen klare Topformationen

herauskristallisiert haben. Dabei

habe ich Wert darauf gelegt, nicht irgendwelche

Aktien auszuwählen, sondern solche,

die sowohl zu den Börsenlieblingen

der laufenden Hausse gehören

als auch zu den Marktschwergewichten.

Diese Aktien kann man aufgrund

ihrer Bedeutung für die

Indizes als die Generäle der

Hausse bezeichnen. Und wenn

die Generäle Schwäche zeigen,

dann ist es um den Fortgang

der Hausse schlecht bestellt. Bei

einem dieser Werte, der absurd überbewerteten

Tesla-Aktie, haben meine Leser

schon auf fallende Kurse gesetzt.

Wenn die Generäle

Schwäche zeigen, dann ist

es um den Fortgang der

Hausse schlecht bestellt.

Schwaches Bild der europäischen

Indizes

Da die US-Aktienmärkte als Weltleitbörse

fungieren, denen der Rest der Welt oft

sklavisch folgt, genügt der Hinweis auf

diese Entwicklung in den USA, um die

Der Autor

Claus Vogt ist Finanz analyst und

Autor des Börsenbriefs „Krisensicher

investieren“. Den von ihm

entwickelten Gold-Preisbänder-

Indikator nutzt er für Prognosen

für die Investition vor allem im

Gold- und Edelmetallsektor.

Brisanz der aktuellen Lage zu demonstrieren.

Dennoch möchte ich eine weitere

Beobachtung hinzufügen, die gerade für

Sie als deutscher Anleger von großer Bedeutung

ist: Der DAX und andere europäische

Indizes zeigen ebenfalls sehr klare

Topformationen. Unabhängig von der

Situation in den USA signalisieren diese

Charts eine bevorstehende Aktienbaisse

in Europa.

Sie sollten diese Entwicklung als

große Chance begreifen

Handeln Sie jetzt. Denn Aktienkurse fallen

sehr viel schneller als sie steigen. Deshalb

können Sie an fallenden Kursen auch sehr

viel schneller Geld verdienen als in einer

Hausse. Nutzen Sie diese Gelegenheit.

Bilder: Depositphotos/donkeyru, Vogt: privat

DAX, 2016 bis 2018

Der DAX zeigt eine klare Topformation: So kündigt sich die Baisse an.

Quelle: StockCharts.com


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