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Dahlem & Grunewald extra Nr. 5/2017

Journal für Dahlem, Grunewald und Schmargendorf - Oktober/November 2017

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4 Dahlem & Grunewald extra kleine Toreinfahrt neben dem Blumengeschäft passiert, glaubt man in eine andere, friedlichere Welt einzutauchen. Blühende Blumenkübel markieren die Parkplätze, die anliegende Gartenanlage der Nachbarn erinnert an eine gepflegten englischen Garten. Mittendrin der ältere Mann mit den so jugendlich blitzenden Augen unter galantem Strohhut. „Die Grünfläche habe ich okkupiert“; erklärt er schmunzelnd auf meinen fragenden Blick hin. Seine Nachbarn können sich glücklich schätzen, ihn als Garten-Kümmerer für sich gewonnen zu haben. Auf dem Weg ins Paradies Als Vorhof zum Paradies könnte die Grünfläche vor Schuhs Grundstück bezeichnet werden. Denn schreitet der Besucher durch das schmiedeeiserne Tor in dessen eigentliches Refugium, bleibt die laute Welt draußen. Das Plätschern des kleinen Brunnens klingt dem Besucher einladend entgegen, der die über Sichtachsen verbundenen Grünräume neugierig zu erkunden bereit ist. Dabei streift sein Blick unwillkürlich an der Fassade von Wohnhaus, Remise und Orangerie empor, die den rund 500 Quadratmeter großen, in Form einer dreischiffigen Basilika angelegten Hof gefällig einfassen. Bewachsen mit wildem Wein und Hängegeranien, rufen sie unweigerlich das Bild der „hängenden Gärten der Semiramis“ beim Betrachter wach. MUSKEL beschwerden? Wir helfen Ihnen. Ihr Sanitätshaus in der Berkaer Straße 41. 030-68 24 47 50

Dahlem & Grunewald extra 5 Wilfried Schuh setzt seinen grünen Daumen auch in den Nachbargärten ein. Doch erst einmal heißt es, rasten an kühlem Brunnen. Palmenblätter in steinernem Kübel fächeln zwischen Säulen grüßend im Sommerwind, blaublühende Schmucklilien und bunte Knollenbegonien nicken farbenfroh, dazwischen neigt sich elegant die gelbstrahlende „durchwachsene Silphie“, eine Verwandte der Sonnenblume. „Ihre Blütenblätter bilden Becher, in denen sie Wasser speichern kann für eventuelle Trockenperioden“, erklärt Gartenfreund Schuh seine Untermieterin, die ihm seine hingebungsvolle Pflege mit reichem Blütenstand dankt. Darin stehen ihr auch die anderen Gartenbewohner mit ihrer üppigen Vegetation von Frühjahr bis Winter in nichts nach, wie ich erfahre. Bei kühlem Zitronensprudel plaudert der rüstige Gartenfreund aus seinem Leben, erzählt begeistert von der Metamorphose dieses inzwischen über dreißig Jahre alten Gartens. Die grüne Blätterwand der haushohen Weide schirmt den Blick zum Parkplatz ab. Im Schatten ihrer und einer Buche schweren Zweige lässt es sich herrlich entspannen. Im Einkaufsnetz hat Wilfried Schuh die junge Weide einst in ihr neues grünes Zuhause getragen. Zu fast jedem Gewächs hier weiß er eine Geschichte, spannend oder bewegend, und zeigt sich dabei immer fest verwurzelt mit seinen Pflanzen. In Wilfried Schuhs Bürgerhaus, seinem Arkadien, leben heute in zehn liebevoll und fachmännisch restaurierten, teilweise möbliert vermieteten Wohnungen Menschen, die sich den Blick für Kunst,

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