ITEBO ganz nah Ausgabe 2018 01

ITEBO.UG

Kundenmagazin der ITEBO-Unternehmensgruppe

Ausgabe 1 | 2018

nsys-Forum

07.– 08.06.2018, Ankum

TITELTHEMA:

MIT GEDULD UND FINGERSPITZENGEFÜHL

LEHRE AUF DEM WEG ZUR DIGITALEN GEMEINDE 4.0

AUS KUNDENSICHT:

STADT MARIENMÜNSTER SETZT AUF EINE NEUE LÖSUNG

ENDLICH VOIS

AKTUELLES:

EU-DATENSCHUTZ-GRUNDVERORDNUNG

ITEBO RÄT ZU AUGENMASS UND ENTSCHLOSSENHEIT


© fotolia.com/vectorfusionart

Impressum

ITEBO ganz nah

Das Magazin der ITEBO-Unternehmensgruppe

Herausgeber

ITEBO GmbH

Dielingerstraße 39/40

49074 Osnabrück

Tel.: 0541 9631-0

info@itebo.de · www.itebo.de

Verantwortlich für den Inhalt gemäß § 5 Telemediengesetz (TMG): Bernd Landgraf

Redaktion

ITEBO-Unternehmensgruppe

Konzeption, Layout

b2 Werbeagentur, Braunschweig

Texte

Kathrin Sieber, Andreas Wenk, Klaus Steinbrecher, ITEBO-Unternehmensgruppe

Titelbild

© fotolia.com/monsitj/Alexander Limbach, sonstige siehe jeweiliger Hinweis

Druck

Individual.Druck, Osnabrück

Erscheinungsweise/Auflage

dreimal jährlich, 2500 Exemplare


INHALTSVERZEICHNIS

4–5

6–7

8 –11

12–13

14 –15

16–17

18–19

20 –21

22–23

AUF EIN WORT

DEN HYPE DAUERHAFT GESTALTEN

VON HAUS AUS

EFFIZIENTER OUTPUTMANAGEMENT-SERVICE

TITELTHEMA

LEHRE AUF DEM WEG ZUR DIGITALEN GEMEINDE 4.0

PORTFOLIO

ZU HAUSE IN DER CLOUD

AUS KUNDENSICHT

ENDLICH VOIS

UNSER TEAM

BEIM FUSSBALL IN DER VERTEIDIGUNG,

BERUFLICH IM STURM

AUS KUNDENSICHT

ITEBO DIGITALISIERT AUFSICHTSRATSARBEIT MIT SESSION

AKTUELLES

ITEBO RÄT ZU AUGENMASS UND ENTSCHLOSSENHEIT

IM FOKUS

BLOCKCHAIN, DIE 2TE

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AUF EIN WORT

© ITEBO GmbH/Philip Loeper

BERND LANDGRAF

DEN HYPE DAUERHAFT GESTALTEN

Mit großem Interesse konnte jeder im Zeitraum vom

Bundestagswahlkampf im vergangenen Jahr bis heute

verfolgen, dass sich keine Partei einem Hype mit Blick

auf die Digitalisierung entziehen wollte. Und das

wohl zu Recht. Angesichts einer sich vollziehenden

Beschleunigung des digitalen

Fortschritts, der alle Bereiche

unseres Lebens unmittelbar

erfasst hat. Diese Entwicklung

sollte ein deutliches Ausrufezeichen

dafür setzen, endlich

auf diesem Gebiet die Schlagzahlen unseres Handelns

zu erhöhen, um im globalen Wettbewerb nicht noch

weiter ins Hintertreffen zu geraten.

DIGITALE DATENWEITERGABE

OBLIEGT DEM BÜRGER

die schrittweise Abschaffung der Schriftform bzw.

der Verzicht des persönlichen Erscheinens, ermöglichen

endlich die selbstständige Bereitstellung von

online-Verwaltungsdienstleistungen. Und zwar mit

durchgehenden, elektronischen Prozessen. Das geforderte

„Once-Only-Prinzip“

bedeutet in der Praxis nichts

anderes als die Einführung

des interoperablen Bürgeroder

Unternehmenskontos:

Daten werden zentral verwaltet

und stehen bundesweit zur Verfügung. Dabei

obliegt die Kontrolle der Daten, also die Regelung der

Weitergabe, dem Bürger.

Nun bleibt abzuwarten, was nach der gefühlt ewig

langen Regierungsbildung unterm Strich herauskommt.

Schon bei den gescheiterten Jamaika-Sondierungen

waren erste, vielversprechende Ansätze erkennbar.

Der GroKo-Koalitionsvertrag sieht endlich neben dem

Ausbau des Gigabit-Breitbandnetzes und nennenswerten,

konkreten Zielsetzungen hinsichtlich digitaler

Bildung in unserem Land weitere Meilensteine auf

dem Weg in die digitale Gesellschaft vor.

Dazu gehört letztendlich auch die Gestaltung einer

modernen, digitalen Verwaltung. Im 21. Jahrhundert

vermeintlich selbstverständliche Dinge, wie

Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass

die Hauptlast der Umsetzung nicht von den Bundesbehörden,

sondern vor Ort durch Städte, Kreise und

Gemeinden getragen werden muss.

Die gute Botschaft dazu lautet: Tragfähige und

zukunftsorientierte Lösungen müssen gar nicht mehr

erfunden werden. Sie sind schon da! Auch in unserer

Unternehmensgruppe. Das ITEBO-Bürgerserviceportal

„OpenR@thaus“ wurde schon erfolgreich auf den

Weg gebracht und ist in den ersten Kommunen im

Einsatz. Kreisweite Lösungen sind pilotiert und stehen

in den Startlöchern.

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Wir sind also gewappnet und darauf eingestellt, in

enger Zusammenarbeit mit den anderen kommunalen

Dienstleistern hier die Standards bereitzustellen, die

die Amazonisierung der Verwaltung vorantreiben.

Wir als niedersächsisches Unternehmen freuen uns,

darauf aufbauend diesen eingeschlagenen Weg im

engen Schulterschluss mit dem Land Niedersachsen

erfolgreich weiter auszugestalten.

Eine zweite Definition besagt: Ein Hype ist eine Welle

oberflächlicher Begeisterung. Das ITEBO-Team steht

voll und ganz hinter der ersten Erklärung und setzt

sich mit Engagement und Fachkompetenz dafür ein,

diesen Hype auch weiterhin dauerhaft zu gestalten.

Ihr Bernd Landgraf

Geschäftsführer der ITEBO-Unternehmensgruppe

GLOBALES WACHSTUM DANK

DER DIGITALISIERUNG

Im Entwurf des GroKo-Vertrages heißt es: „Die

Digitalisierung bietet große Chancen für unser Land

und seine Menschen. Chancen für Wohlstand und

sozialen Fortschritt.“ Dem ist hinzuzufügen: Die

Digitalisierung ist längst globaler Wachstumstreiber

Nummer eins! Das ist der eigentliche Hype.

© fotolia.com/hurca

Wer im Internet auf die Suche nach der Bedeutung

des Wortes „Hype“ geht, wird unter anderem auf

zwei Erklärungen stoßen. Eine lautet: Ein Hype ist

eine euphorische Begeisterung, eine Leidenschaft für

ein Produkt, ausgelöst durch besonders spektakuläre,

mitreißende Werbung.

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VON HAUS AUS

© fotolia.com/agsandrew/Alex White

ADÉ, IHR LANGWEILIGEN, TRISTEN AUFGABEN

EFFIZIENTER OUTPUTMANAGEMENT-SERVICE

Ausdrucken, falzen, kuvertieren, sortieren, in die

Poststelle tragen... ist langweilig und wenig sexy.

Abhilfe schafft der Outputmanagement-Service der

ITEBO-Unternehmensgruppe: Der zentrale Druck von

dezentral erstellten Dokumenten plus Versand nun

auch für Individualpost. Das Ergebnis sind geringere

Kosten, höhere Qualitätsstandards, effizientere

Produktion und Auslieferung und die Optimierung

von Versandkosten.

„Output-Unterstützung für Druck und Kuvertierungen

bieten wir unseren Kunden aus Verwaltung und

Mittelstand schon seit langer Zeit, insbesondere für

die größeren Druckaufträge zu Bescheiden, Gehaltsabrechnungen,

Mahnungen, Verwarnungen, Postzustellurkunden

oder Wahlbenachrichtigungskarten.

Neben dem klassischen Druck auf Papier und Versand

als Brief bieten wir unseren Kunden auch den Versand

auf digitalem Weg.

In Verwaltungen müssen täglich große Dokumentenmengen

rechtssicher an Bürger, Unternehmen, Kunden

oder Partner verteilt werden. Bereiche und Fachverfahren

erzeugen enormen Druckoutput. Insbesondere

in den Abteilungen mit intensiven Bürgerkontakten,

wie zum Beispiel Bürgerbüro, Musikschule, Volkshochschule

oder denen mit einer Anbindung an die

Jobcenter.

Ämter möchten ihren Mitarbeitern

ermöglichen, intelligenter zu arbeiten.

Zeit zu sparen, die ihnen bei

ihren Kernaufgaben fehlt. Streben

einen ökologisch vertretbaren

CO 2

-Fußabdruck an. Stadtkämmerer wollen keine

teuren Multifunktionsgeräte, keine Vielzahl an Druckern,

die betrieben und gewartet werden müssen

und so massive Folgekosten für Toner, Ausfall und

Zubehör produzieren. Ziel sind weniger Kosten für

Verbrauchsmaterial und Porto durch Beschaffungsund

Versandoptimierung.

INDIVIDUALPOST

WIRD ZENTRAL

BEARBEITET

Neu ist, dass wir nun auch dezentral erstellte Individualpost

in das zentrale Outputmanagement integrieren

können, diese zentral bearbeiten und versenden.

Hierfür setzen wir eine Software ein, die es uns

ermöglicht, auch diese Dokumente in den zentralen

Druckdatenstrom einzubinden. Das bringt für alle

Bereiche und Abteilungen eine riesige Einsparung

an Arbeitszeit und Infrastrukturkosten“, rechnet

Bernhard Hehmann, Servicebereichsleiter

Outputmanagement der ITEBO-Unternehmensgruppe.

Für den Mitarbeiter ändert sich in seinem

gewohnten Erstellungsprozess nichts.

Er erzeugt den Brief oder das Dokument wie gehabt,

wählt nur den installierten ITEBO-Drucker in seinem

System und sendet das Dokument ab. Die Druckanfrage

wird dann über eine sichere Datenverbindung

direkt von den Arbeitsplätzen der Verwaltung ins

Druckzentrum der ITEBO-Unternehmensgruppe

übermittelt. Dort wird geprüft – zum Beispiel die

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© ITEBO GmbH/Philip Loeper

Ihr Ansprechpartner: Bernhard Hehmann,

Servicebereich Outputmanagement

Empfängerdaten oder die Formatierungen – und

sichergestellt, dass das richtige Dokument in das

richtige Kuvert gelangt und an die richtige Adresse

gesendet wird. Fehlt etwa auf einem Anschreiben

eine Information, bekommt der Sachbearbeiter eine

Fehlermeldung, sodass Korrekturen erfolgen können.

Druckaufträge können auch storniert werden, solange

die Verarbeitung noch nicht

erfolgt ist. Druckaufträge, die bis

12:00 Uhr eingehen, werden taggleich

verarbeitet, jeder danach

am nächsten Morgen.

In den Verwaltungen ist der

Einsatz von Home Office zum festen Bestandteil der

Verwaltungsmodernisierung geworden und nimmt

an Bedeutung zu. Deutlich wichtiger wird so auch die

Notwendigkeit, jederzeit und von überall drucken zu

können. Dafür ist zentrales und vor allem rechtssicheres

Druck- und Versandmanagement unerlässlich.

„Wir verzeichnen, dass die Nachfrage nach unseren

Services getrieben vom Home Office steigt“, so Bernhard

Hehmann.

Outputmanagement heißt immer auch Controlling.

Am Monatsende erfolgen automatisierte Auswertungen

über die Sendungsmengen des Kunden

und seiner Abteilungen. Aus

Datenschutzgründen dürfen

HOME OFFICE –

natürlich Daten nicht bis auf den

BESTANDTEIL MODERNER Arbeitsplatz heruntergebrochen

VERWALTUNGEN werden. „Wir liefern detaillierte

und aussagekräftige Berichte zu

den wichtigsten Kennzahlen wie

Druckvolumen, Papierverbrauch, Sendungsmenge

und Portokosten. Solche Controlling Möglichkeiten

haben die Kunden heute in der Regel nicht, sodass

hier ein weiterer Mehrwert geboten wird“, erläutert

Bernhard Hehmann.

© fotolia.com/BillionPhotos.com

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TITELTHEMA

© fotolia.com/monsitj/Alexander Limbach

MIT GEDULD UND FINGERSPITZENGEFÜHL

LEHRE AUF DEM WEG ZUR DIGITALEN GEMEINDE 4.0

Seit 15 Monaten ist Andreas Busch Bürgermeister

der Gemeinde Lehre. Digitalisierung ist hier Teamsache.

Während andere planen, Strategien suchen oder

auf Digitalisierungsminister warten, wird in Lehre

gehandelt: So wie es die Bürgerinnen, Bürger und

die Beschäftigten der Gemeindeverwaltung benötigen,

aufbauend auf gewachsenen Strukturen. Dabei

bringt die Gemeinde das Thema

Digitalisierung in den unterschiedlichsten

Facetten stetig voran.

ITEBO ganz nah: Herr Busch, gerade

eben haben Sie VOIS|MESO in

der Gemeinde eingeführt?

Busch: Ja, unser Einwohnermeldeamt arbeitet seit

Anfang Februar mit VOIS|MESO. Die Umstellung des

Vorgängers MESO auf VOIS|MESO erfolgte in nur

fünf Tagen, einfach und problemfrei. Die Plattform ist

als Baukastensystem sehr innovativ. Die Nutzung von

VOIS|GESO, also des Gewerbe- und Erlaubniswesens

soll folgen.

ITEBO ganz nah: Seit wann beschäftigt sich Lehre mit

Themen der Digitalisierung?

Busch: Das erste digitale Projekt haben wir 2008

umgesetzt: den zentralen digitalen Rechnungseingang.

Ich war damals noch Kämmerer. Der Gemeinde

ging es nicht gut, Geld für digitale Projekte gab es

also kaum. Aber uns war das Thema wichtig, deshalb

haben wir das Projekt vorangetrieben. Mit dem

Ergebnis, dass wir Rechnungen gescannt und über die

Prüfung in den Fachbereichen und die Freizeichnung

bis zur Anordnung digital bearbeiten konnten. Allerdings

haben wir die Papiere noch abgeheftet, da die

Revisionssicherheit noch nicht gegeben war.

DIGITALER RECHNUNGS-

WORKFLOW

ITEBO ganz nah: Das ist nun anders?

Busch: Ja, inzwischen digitalisieren wir den gesamten

Rechnungslauf. Das heißt, Posteingang und

Scan-Strecke verbinden wir mit dem Dokumentenmanagementsystem

und etablieren einen Rechnungsworkflow

bis hin zur Archivierung. Wir sehen schon

jetzt den Nutzen. Jede Rechnung

ist auffindbar, der Status nachvollziehbar.

Es ist genau zu erkennen,

wann und was welcher Mitarbeiter

bearbeitet hat. Die ITEBO hat

uns ein Ampelsystem installiert,

das uns anzeigt, wie viel Schnelligkeit und damit Service

wir bieten. Hinzu kommt, dass dies ein weiterer

Schritt in Richtung „papierarme“ Verwaltung ist.

ITEBO ganz nah: Welche smarten Lösungen sind in

Lehre ebenfalls umgesetzt?

Busch: Nun, wir arbeiten an vielen Projekten, die

NH-Kindergartenverwaltung ist eines davon. NH-KITA

ist eine gute Software zur internen Organisation der

Kindertagesstätten. Sie ermöglicht eine Online-Anmeldemaske

für Eltern, die automatische Benachrichtigung

zur Platzvergabe in der Wunschkita bzw. bei Ablehnung

die Platzvergabe in einer alternativen Wunschkita.

Das Thema einer Zentralisierung der Platzvergaben

unserer Kindertagesstätten war eine meiner ersten

Amtshandlungen. Wir haben in einem ersten Schritt

unsere sieben gemeindlichen Einrichtungen zusammengefasst,

einen zentralen Erfassungsbogen erstellt

und eine Mitarbeiterin für die Aufgabe der Platzvergabe

und der Organisation eingestellt. Als nächstes

führen wir nun das Online-Modul von NH-KITA ein

und ermöglichen den Eltern so auch die Anmeldung

über unsere Internetseite.

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ITEBO ganz nah: Man kann in Lehre Knöllchen per

App ausstellen und bezahlen?

Busch: Die Parkraumüberwachung

lag lange Zeit in der Verantwortung

unseres Landkreises und konnte von

der 35 Kilometer entfernt liegenden

Kreisstadt aus nicht ergiebig gesteuert

und umgesetzt werden. Deshalb haben wir diese Aufgabe

nach Lehre geholt und einen Kollegen mit der

Ausführung beauftragt. Mit der pmOWI App hätten

wir sogar die Möglichkeit, den Falschparkern gleich

vor Ort ein Ticket mit einem QR-Code zu erstellen,

über den der Betroffene die Bezahlung direkt mit

dem Smartphone vornehmen kann. Das ist zwar noch

Zukunftsmusik, wir arbeiten aber an der Realisierung.

ALTES WISSEN TRIFFT ZUKUNFT

ITEBO ganz nah: Wie nehmen Sie Ihre Mitarbeiter mit

ins digitale Zeitalter?

ZUSAMMENARBEIT

DER GENERATIONEN

wie ein persönlicher Rückschritt und hat zu viel Aufregung

geführt. Die Umstellung von der Kameralistik

zur Doppik erzeugte den gleichen Unmut. Das war

aber in beiden Fällen schnell vergessen

und interessiert heute eigentlich

niemanden mehr. Heute reden wir

eher über die Zusammenarbeit der

Generationen.

ITEBO ganz nah: Generationsübergreifende Projekte

in der Verwaltung?

Busch: Ja. Die künftige e-Akte im Steueramt erarbeiten

zwei Kolleginnen. Die eine geht bald in den verdienten

Ruhestand, eine jüngere Kollegin wird ihre Stelle

übernehmen. Gemeinsam erarbeiten sie nun die

Zukunft unserer Steuerakten. Altes Wissen geht nicht

verloren, keiner wird überfordert. Die ältere Kollegin

kann sich nämlich gar nicht vorstellen, dass „ihre“

Akten geschreddert werden. Aber daran muss sie ja

dann auch nicht teilnehmen, wie sie selbst augenzwinkernd

sagt.

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Busch: Wir sind ein gut gemischtes Verwaltungsteam,

jüngere Beschäftigte arbeiten Hand in Hand

mit Kolleginnen und Kollegen, die kurz vor der Rente

stehen. Dennoch stehen alle Mitarbeiter dem Thema

Digitalisierung offen gegenüber. Aber das war ein

langer Weg. Uns kommt zugute, dass wir auch auf

der Leitungsebene technikaffine Teamkollegen sind.

Das authentische Vorleben und eine Portion Humor

können auch die stärksten Vorbehalte überwinden.

ITEBO ganz nah: Gibt es denn Vorbehalte?

Busch: Klar, die gibt es doch immer. Das Geheimnis

ist aber: Einfach machen, vorleben – mit Geduld und

Fingerspitzengefühl. Als wir vor ein paar Jahren das

Druckmanagement erneuert haben, wurden die vielen

einzelnen, fast personifizierten, Drucker durch zentrale

Multifunktionsgeräte ersetzt. Das war für viele sowas

KURZINFO: GEMEINDE LEHRE

Die Einheitsgemeinde Lehre besteht aus acht

Ortschaften und liegt im Herzen der Großregion

Braunschweig/Wolfsburg am westlichen Rand des

Landkreises Helmstedt. Sie ist eine innovative und

lebendige Gemeinde zwischen Kultur und Technik

und vereint so auch einige Gegensätze. Derzeit

leben rund 12.300 Menschen in der Gemeinde

Lehre. Tendenz: steigend. Seit 2012 betreut

und berät die ITEBO-Unternehmensgruppe die

Gemeinde erfolgreich und ist verlässlicher Partner

der zahlreichen Projekte.

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TITELTHEMA

© fotolia.com/SFIO CRACHO

LEHRE AUF DEM WEG ZUR DIGITALEN GEMEINDE 4.0

ITEBO ganz nah: Wenn man sich die Vielzahl der laufenden

Projekte anschaut, hat man eher das Gefühl

einer rasenden Lokomotive?

Busch: Ich habe einfach viel Glück mit meinen Kolleginnen

und Kollegen und auch mit dieser Gemeinde.

Hier ziehen alle an einem Strang, auch die Politik unterstützt

unsere Vorhaben. Und weil wir von unserem

Weg überzeugt sind, sind wir auch gern bereit, unsere

Erfahrungen mit anderen Gemeinden zu teilen.

ITEBO ganz nah: Wie kann sich eine kleine Gemeinde

solche Projekte leisten?

Busch: Wir waren vor ein paar Jahren stark verschuldet.

Mit Stolz kann ich aber sagen, dass wir uns selbst

konsolidiert haben. Die Eigenentschuldung

wurde darüber hinaus

unterstützt durch einen Zuschuss

vom Land. Nun sind wir eine der

wenigen Kommunen des Landkreises, die Überschüsse

schreibt. Fairerweise muss man da aber sagen, dass

nicht alle Kommunen hier die Voraussetzungen und

Möglichkeiten für einen positiven Haushalt haben.

Dennoch: Das Geld ist auch bei uns nicht im Übermaß

vorhanden.

Aber es ist falsch, zu behaupten, dass Digitalisierungsprojekte

nicht leistbar sind. Technologie ist heute

erschwinglich; das, was Geld kostet, sind schlecht geplante

oder überdimensionierte Projekte. Das ist alles zu

vermeiden, wenn man gute Partner wie die ITEBO-Unternehmensgruppe

an der Seite hat.

SOCIAL MEDIA-PRÄSENZ

ITEBO ganz nah: Wie reagieren denn die Menschen

in Ihrer Gemeinde auf die Veränderungen?

Busch: Ich denke, auch unsere Einwohnerinnen und

Einwohner profitieren von unseren Projekten. Denn

das, was uns antreibt, ist neben der Arbeitserleichterung

natürlich der Servicegedanke. Die Digitalisierung

erhält Einzug in alle Bereiche des Lebens, da muss

auch die Verwaltung mitziehen.

So haben wir 2010 zum Beispiel die Barkasse abgeschafft

und eine Zahlstelle für EC-Kartenzahlung

eingeführt. Seit 2015 kann man auch direkt beim

Meldeamt mit EC-Karte zahlen, spart sich den Weg

in die Bürgerinformation. Aber nach wie vor können

kleinere Beträge natürlich auch bar bezahlt werden,

damit niemand überfordert

wird. Manchmal muss man den

Menschen aber auch einfach

etwas zutrauen: So ist selbst

mein 83-jähriger Schwiegervater seit Kurzem Besitzer

eines Smartphones und steht auch den Innovationen

in unserer Verwaltung zumindest interessiert und

offen gegenüber.

ITEBO ganz nah: Setzt die Gemeinde auch auf

Social Media?

Busch: Natürlich gehen wir auch in diesem Bereich

mit der Zeit. Seit meinem Amtsantritt nutzen wir

neben unserer Homepage eine gemeindeeigene

Facebook-Seite. Hier erreichen wir einen großen

Teil der Menschen in der Gemeinde, den wir über

10


© fotolia.com/monsitj

herkömmliche Wege wohl nie erreicht hätten. Wir

kommunizieren unsere Themen und Informationen

offen und transparent und erhalten über Facebook

viel Feedback. Den Account speist übrigens unser

Leitungsteam, je nachdem wer gerade Zeit hat. So

verteilt sich die Aufgabe auf mehrere Schultern und

wir erhalten uns den Spaß an der Sache.

ONLINE-SERVICES IM AUFBAU

ITEBO ganz nah: Demnächst liegt der Schwerpunkt

auf Online-Angeboten?

Busch: Auch. Natürlich sind wir nach wie vor persönlich

für die Menschen unserer Gemeinde da, wollen

den Bürgerinnen und Bürgern die Erledigung vieler

Behördenangelegenheiten künftig aber zusätzlich

online anbieten. Unser Ziel ist es, dass auch sie Zeit

und Wege sparen können. Vieles geht doch inzwischen

digital: Anträge, Beurkundungen, Bezahlung.

Für die Beantragung eines Sondernutzungsrechtes im

Straßenverkehr zum Beispiel müsste doch keiner mehr

ins Rathaus kommen.

Die OpenR@thaus-Lösung der ITEBO ist zum Beispiel

gut durchdacht: Übersichtlich, mit vielen Angeboten,

die alle ineinandergreifen. Und natürlich müssen wir

unser CMS-System und unseren Webauftritt für unsere

Bürgerinnen und Bürger, die Unternehmen oder

Gäste immer wieder modernisieren.

ITEBO ganz nah: Das klingt nach Verwaltung 4.0!

Busch: Nun, Verwaltung 4.0 ist es noch lange nicht.

Aber wir sind auf einem guten Weg. Mir ist es einfach

ein großes Bedürfnis, für die Verwaltungsprozesse

eine moderne, digitale IT-Infrastruktur und sinnvolle

Services wie Bürgerportal, Kita-Portal und Angebote,

die das Leben vereinfachen, anzubieten. Das

Wichtigste dabei bleibt aber, dass alle mitgenommen

werden, mit Spaß dabei sind und das Ergebnis einen

wirklichen Mehrwert erbringt.

ITEBO ganz nah: Das ist alles schon geplant?

Busch: Überlegt, recherchiert, teilweise geplant – aber

das geht nur mittelfristig, nicht alles auf einmal. Fest

geplant sind die Umsetzung von e-Akte und e-Steuerakte.

Außerdem denken wir über die Einrichtung

eines Bürgerportals nach. Die Schnittstellen sind ja

von der ITEBO alle schon bereitgestellt.

Gemeindebürgermeister Andreas Busch (rechts im Bild)

und sein allgemeiner Vertreter Tobias Breske

© Gemeinde Lehre

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PORTFOLIO

© fotolia.com/klss777

ITEBO SDS – SECURE DATA SPACE

ZU HAUSE IN DER CLOUD

Ob Google Drive, Dropbox oder Microsoft One-Drive

Cloud-Dienste haben sich längst etabliert, zumindest

im privaten Umfeld und bei vielen

Unternehmen. Kommunen und

Kirchen sind eher noch zurückhaltend.

Sicherheitsbedenken tritt

die ITEBO-Unternehmensgruppe

jetzt mit dem ITEBO Secure Data

Space (SDS) entgegen. Der verbesserte Service erfüllt

zugleich die ab Mai verbindlichen Kriterien der

EU-Datenschutz-Grundverordnung.

Hinter SDS steckt der europäische Marktführer im

Bereich Enterprise-Filesharing, die Regensburger

Dracoon GmbH. Das Unternehmen verfügt über eine

beachtliche Referenzliste aus Wirtschaft und Verwaltung.

„Made in Germany“ und die große Akzeptanz

im Markt versprechen eine kontinuierliche Weiterentwicklung

und eine hohe Investitionssicherheit. Hinzu

kommen garantierter Datenschutz auf höchstem

Niveau und besonderer Nutzer-Komfort.

„Eigentlich will der Sachbearbeiter gar nicht merken,

dass er eine Cloud-Lösung nutzt“, weiß Kai Büker,

Teamleiter im Applikations- und Systemmanagement

der ITEBO-Unternehmensgruppe. Und genau das

bietet SDS, ob als zusätzliches Laufwerk oder – über

ein Outlook-Add-In – als eine Möglichkeit, auch

große Datenmengen sicher zu verschicken. Dabei

werden die Dateien in den SDS hochgeladen und der

Empfänger erhält einen Download-Link. Das schont

vor allem die Kapazitäten von Mailservern, die in

vielen Einrichtungen ständig am Limit arbeiten.

DATENSCHUTZ AUF

HÖCHSTEM NIVEAU

Für die ITEBO war vor allem das Mehr an Sicherheit

für die Kunden der ausschlaggebende Grund, sich für

Dracoon und SDS zu entscheiden,

so Büker. Die „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“

oder „NoKnowledge-Technologie“

bedeutet, dass die

Daten an allen beteiligten Stellen

verschlüsselt werden: am Arbeitsplatz,

auf dem Übertragungsweg und schließlich auf

dem Speicher in der Cloud. Außerdem lassen sich

„geschlossene, sichere, private Räume in der Cloud

einrichten, die den Datenzugriff nur für berechtigte

Nutzer ermöglichen.“ Laut Büker ist das „so sicher,

dass selbst ein Systemadministrator nicht mehr mitlesen

kann.“

Zugriff, Nutzung und Bearbeitungsrechte lassen sich

dabei individuell festlegen oder für ganze Nutzergruppen,

die eine zuvor definierte „Rolle“ zugewiesen

bekommen. Durch Logdaten lässt sich darüber

hinaus nachvollziehen, wer wann welche Dokumente

aufgerufen und bearbeitet hat. Zur Sicherheit bleiben

alte Dateiversionen erhalten und lassen sich bei Bedarf

wiederherstellen. Dieses sogenannte Versioning und

die Dreifach-Verschlüsselung bieten auch den besten

Schutz vor Ransomware, den besonders hinterhältigen

Erpressungsversuchen durch Hacker.

© ITEBO GmbH/Philip Loeper

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Ihr Ansprechpartner: André Simeit,

Servicebereich Rechenzentrum


ZERTIFIZIERT UND KOMPATIBEL

Für IT-Verantwortliche bietet das System darüber hinaus

die Sicherheit, dass sie auf anerkannt zertifizierte

Verfahren setzen, die den aktuellsten Standards genügen.

Damit, so Büker, „befinden auch Kommunen

und Kirchen sich auf der sicheren Seite.“ Ein weiterer

Vorteil: SDS lässt sich über die API-Schnittstelle leicht

mit bestehenden Anwendungen wie Somacos Session,

OpenR@thaus, einem Bewerbermanagement, einem

Mitarbeiterportal oder auch Software-Eigenentwicklungen

verbinden.

Ihre Praxis.

Unsere Kompetenz.

Sichere Zukunft.

axians-infoma.de

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AUS KUNDENSICHT

© ITEBO GmbH/xxxxxxx © fotolia.com/kran77

STADT MARIENMÜNSTER SETZT AUF EINE NEUE LÖSUNG

ENDLICH VOIS

Die ostwestfälische Stadt Marienmünster ist neuer

Anwender von VOIS. Als eine der ersten der 41

Mitgliedskommunen der Kommunalen Anwendergemeinschaft

für Informations- und Kommunikationstechniken

(KAI-Gruppe) ersetzte Marienmünster im

November 2017 KIS-EWOS durch VOIS|MESO der

Firma HSH. Als zentralen Dienstleister wählte Marienmünster

die ITEBO-Unternehmensgruppe.

„Die ITEBO-Unternehmensgruppe ist seit 2014 ein

verlässlicher Partner für Marienmünster. Als Managed

IT Partner betreibt die ITEBO

das KIS-EWOS Fachverfahren

im Rechenzentrum und

übernimmt die Bereitstellung,

Wartung und Erweiterung

unserer kompletten IT-Infrastruktur.

Da somit die Daten

bereits im Rechenzentrum der ITEBO liegen, gestaltete

sich der Umstieg auf VOIS|MESO völlig problemlos“,

freut sich Petra Vogt, Mitarbeiterin des Amtes

für Ordnung und Soziales – Einwohnermeldeamt.

LÖSUNG ZUR EINFACHEN

INTEGRATION KOMMUNALER

FACHVERFAHREN

Die Vorbereitungen des Projektes lagen bei der

ITEBO-Tochter ITEBS. „Die Fehlerquote war sehr gering.

Es gab nur einen kleinen Anpassungsbedarf bei

einigen Daten. Die neue Software arbeitet schnell und

stabil. Der Aufbau ist logisch und schnell erlernbar“,

so Petra Vogt. „Viele Abläufe erfolgen automatisch

im Hintergrund, sodass kein manueller Aufwand mehr

entsteht. Das ist vor allem ein Ergebnis der hohen

Fachkompetenz der ITEBS, die haben viel Wissen,

wenn es um die Möglichkeiten der Software und die

automatisierte Vernetzung von Abläufen geht.“

Marienmünster ist neben

Lehre eine der ersten Gemeinden,

die die ITEBS auf

VOIS migriert. Seit mehr als

12 Jahren ist die ITEBS für

die HSH zuverlässiger Partner

für das Einwohnerfachverfahren MESO, spielt seit

Ende 2016 als VOIS kompetenter Hosting-Partner

eine Vorreiterrolle für die neue webbasierte Lösung

zur Integration kommunaler Fachverfahren am Markt.

Die Stadt in Nordrhein-Westfalen entstand 1970 im

Zuge der Gemeindegebietsreform durch Zusammenschluss

von 13 Amtsgemeinden und gehört zum Kreis

Höxter. Die städtischen Behörden haben ihren Sitz

im Ortsteil Vörden. Migriert wurden die Meldedaten

von ca. 12.900 Einwohnern, das heißt 5.400 aktiven

Einwohnern sowie den Archivdaten, innerhalb von 10

Tagen. Gut begleitet durch die enge Kooperation der

ITEBO-Unternehmensgruppe mit der HSH.

Hierfür investierte die ITEBS in neue und innovative

Formen von Serviceangeboten, VOIS-Infotage und

weitere Kundeninformationsformate, neue Kooperationsmodelle

mit den Fachverfahrensherstellern und

vor allem in den Ausbau umfassender Kompetenzen

der Mitarbeiter. Als verlässlicher Full-Service-Dienstleister

bietet die ITEBO-Unternehmensgruppe die

Integration und Betreuung für VOIS bis hin zum

vollständigen Hosting des Systems im firmeneigenen

hochsicheren Rechenzentrum.

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ERSTKLASSIGE IT-UMGEBUNG IN

HOCHSICHEREM RECHENZENTRUM

„Unser Engagement, unsere Investitionen der letzten

zwei Jahre und die Geduld der Kunden auf freie

Migrationstermine werden nun belohnt. 2018 werden

wir weitere zehn Kundenprojekte abschließen“,

so Ronny Kirchner, Geschäftsbereichsleiter

Vertrieb und Initiator des

Produktes VOIS in der ITEBO-Unternehmensgruppe.

Dazu zählen auch sechs der

41 Kommunen der KAI-Gruppe, die bis

Ende Oktober 2018 auf das neue Einwohnermeldeverfahren

VOIS|MESO umgestellt werden sollen. Die

Kunden profitieren von einer in Deutschland einzigartigen,

erstklassigen IT-Umgebung, die die Unternehmensgruppe

für VOIS in ihrem Rechenzentrum

aufgebaut hat.

„Wir bieten eine komplette Lösung. VOIS ist eine

Plattform für verschiedenste Fachverfahren, die in einer

einzigen, zentralen Architektur verbunden werden

können. Angefangen bei Leitungsanbindungen mit

höchster Sicherheit, haben wir für die modulare Baukastenstruktur,

in der wir derzeit schon sieben der 14

Fachverfahren integriert haben, eine Umgebung mit

zukunftsfähiger Kapazität und hohem Leistungsvermögen.

Das bedeutet, unsere Kunden können VOIS

modular jederzeit erweitern, ohne ihre Infrastruktur

immer wieder neu aufbauen zu müssen.

BAUKASTEN-

SYSTEM VOIS

Wir bilden die Anforderungen mehrerer Bundesländer

in einer Umgebung ab, und können schnell und flexibel

auf die unterschiedlichen Vorgaben zu Wahlen,

Bürgerbefragungen oder anderem reagieren", präsentiert

Carsten Weise, Projektverantwortlicher VOIS bei

der ITEBO, stolz die Ergebnisse der Unternehmensgruppe.

Auch Marienmünster nutzt in VOIS

bereits das Meldewesen MESO, das Führerscheinwesen

FSW und das Fischereiwesen

FIS. Geplant ist 2018 nun noch die

Anbindung der Gebührenkasse GEKA.

Ihr Ansprechpartner: Carsten Weise,

Servicebereich Bürgermanagement

© ITEBO GmbH/Philip Loeper

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PORTFOLIO

UNSER TEAM

CARSTEN WEISE

SERVERBASIERTE

XXXXX

SOFTWARELÖSUNG

BEIM FUSSBALL IN DER

BIETET VERTEIDIGUNG, MEHR KOMFORT

BERUFLICH IM STURM

ITEBO-TELEFON-

ANLAGEN – FIT FÜR

DIE Wenn es ZUKUNFT

nicht gerade in Strömen regnet oder schneit,

tritt Carsten Weise allmorgendlich gern in die Pedale,

um die zehn Kilometer zur

Arbeit von seinem Wohnort zum

Braunschweiger ITEBO-Standort

mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Für ihn ist das zum einen ein

willkommener Ausgleich zum

alltäglichen Büroalltag und zum

anderen bietet es ihm die Möglichkeit, sich auf die

zu erwartenden Aufgaben einzustimmen und bei der

Heimfahrt ein kleines Resümee im Rückblick auf den

Tag zu ziehen.

Seit 2016 zählt der 33-jährige zum Team der ITEBO-

Unternehmensgruppe. Zuvor war er zwölf Jahre

Zeitsoldat bei der Bundeswehr. In dieser Zeit hat er

sich seine ganz persönliche, fachliche Plattform für den

Einstieg bei der ITEBO geschaffen. Mit der Ausbildung

zum IT-Systemelektroniker und zum IT-Berater.

In den letzten drei Jahren seiner Dienstzeit war er Leiter

des UserHelpDesks an der Schule für Feldjäger und

Stabsdienst der Bundeswehr in Hannover. Mit dem

Start bei der ITEBO-Unternehmensgruppe hat er sich

den kommunalen Softwareanwendungen verschrieben.

Ganz konkret als Projektverantwortlicher und

stellvertretender Leiter eines siebenköpfigen Teams im

Servicebereich Bürgermanagement für alle Projekte, die

mit der Software VOIS in Verbindung stehen.

© privat

VOIS-SCHNUPPERKURSE

FÜR BEHÖRDEN-

MITARBEITER

Immer wenn er in der Familie oder im Bekanntenkreis

einmal gefragt wird, was sich genau dahinter verbirgt,

bringt es Carsten Weise mit den

Worten „Ich betreue vor allem

Verfahren, die Meldebehörden

einsetzen können, um noch

besser verwalten, organisieren,

integrieren und systematisieren

zu können“, auf den Punkt.

Und das zum Nutzen der Bürger und zur Effektivierung

der Arbeit der Mitarbeiter in den Bürgerämtern

oder Bürgerbüros.

Und hier fühlt er sich mit seinem Team gefordert.

Denn mittlerweile sind in den Kommunen die Vorzüge

von VOIS angekommen und gewinnen immer mehr

an Bedeutung. Besonders stolz ist er dabei, dass die

ITEBO-Unternehmensgruppe als einziger IT-Dienstleister

in Deutschland mit eigens veranstalteten Schnupperkursen

die Möglichkeit geschaffen hat, dass sich

Mitarbeiter aus Meldebehörden zielgerichtet einen

Eindruck von VOIS verschaffen können. Damit können

sie sich fit machen, um den aktuellen und künftigen

Herausforderungen gerecht zu werden.

Bereits nach zwei Jahren fühlt er sich sehr gut angekommen

im Kreise seiner Kollegen und es reizt

ihn immer wieder aufs Neue, für ein komplett neues

Produkt im Unternehmen verantwortlich zu sein und

die Entwicklung in der ITEBO-Gruppe aktiv mitzugestalten.

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Bestätigung findet er in erster Linie dann, wenn die

Ideen, die sie als Team entwickeln, in den Kommunen

auf großen Zuspruch stoßen. Um es sportlich und

im Fußball-Deutsch auszudrücken, sieht sich Carsten

Weise hinsichtlich seiner beruflichen Herausforderungen

eindeutig im Sturm. Seiner Auffassung nach

ist bei der weiteren Digitalisierung der Verwaltungen

noch so mancher Steilpass nach vorn aufzunehmen

und die Verteidigung von Althergebrachtem zu überwinden,

um ins Ziel zu treffen.

STEILPÄSSE NACH VORN, UM

NEUE ZIELE ZU VERWIRKLICHEN

In der Freizeit auf dem Fußballfeld ist Carsten Weise

jedoch Verteidiger. Seit seinem fünften Lebensjahr

spielt er leidenschaftlich gern Fußball, jedoch seit

sieben Jahren nur noch einmal in der Woche in einer

Hobbytruppe in seinem Heimatort. Den besten Ausgleich

zu seinen beruflichen Verpflichtungen findet er

in seiner Familie. Er ist verheiratet

und kann über Langeweile in der

Freizeit wahrlich nicht klagen. Da

nehmen ihn sein Sohn und seine

drei Töchter voll in Anspruch.

© fotolia.com/majorosl66

Das genießt er auch in vollen

Zügen, denn als Berufssoldat

hatte er bis 2016 oft nur wenig

Zeit, um mit der Familie manches

gemeinsam zu erleben. Im Urlaub

entdecken sie gern zusammen

Europa. Im vergangenen Jahr ging

es nach Belgien und 2018 geht es

ab nach Spanien. Und wenn dann

noch Zeit bleibt, ist er begeisterter

Handwerker. Das Eigenheim

seiner Familie hat er mit nur gelegentlicher

Unterstützung allein

saniert und sich die Fertigkeiten

dazu auch selbst angeeignet.

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AUS KUNDENSICHT

© fotolia.com/chomosan

NEUE WEGE BEI ENERCITY

ITEBO DIGITALISIERT AUFSICHTS-

RATSARBEIT MIT SESSION

Effizienz und Gremien sind kein Widerspruch mehr.

Mit Session haben die Aufsichtsratsmitglieder stets

alle benötigten Unterlagen parat. Mit dem Tool

bringt ITEBO Schwung in Aufsichtsratssitzungen.

Neue Wege gehen im Sinne der Digitalisierung? Überzeugungsarbeit

sei hierzu nicht notwendig gewesen,

sagt Carsten Heckmann vom Energieversorger

enercity über die Einführung

der elektronischen Gremienarbeit im

Unternehmen. Im Gegenteil hatten

sich Aufsichtsräte immer wieder über

die Berge von Unterlagen in ihren Sitzungen beklagt.

So lag es nahe, Aktenordner und Papier gegen Tablet-

Computer und Dateien auszutauschen. Seit März

2017 heißt es in den Gremien deshalb Wischen statt

Blättern, Flanieren statt Schleppen und Finden statt

Suchen. Alles in allem hat der Umstellungsprozess

nicht einmal sechs Monate gedauert, weiß Heckmann

als Vorstandsreferent zu berichten. Das sei für ein

solches Projekt „sehr schnell“ und dem intensiven

Einsatz beider Seiten zu verdanken.

Die andere Seite, das ist die ITEBO-Unternehmensgruppe.

Das auf öffentliche IT spezialisierte Unternehmen

hat dem Kunden Session von Somacos

empfohlen, einer Softwareschmiede aus Salzwedel,

die ihrerseits schon kurz nach der Jahrtausendwende

GREMIENPROZESSE

TO GO

damit begonnen hat, kommunale Gremienarbeit im

Netz abzubilden und die Arbeit so zu erleichtern.

Session ist ein Tool, das sämtliche Gremienprozesse

und Entscheidungen revisionssicher abbildet. Per

App lassen sich dabei alle Unterlagen jederzeit und

von jedem Ort aus auf dem Tabletcomputer einsehen

und mit Notizen versehen. Sehr zur Freude der

enercity-Aufsichtsräte, wie Carsten

Heckmann weiß: „Akzeptanz ist

das entscheidende Element für eine

erfolgreiche digitale Gremienarbeit.

Sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat

zeigten sich sehr zufrieden, die Unterlagen übersichtlich,

vertraulich und personalisiert über das Gremieninformationsportal

von ITEBO nutzen zu können. Die

Möglichkeit zur Einbindung weiterer Gremien wird

darauf aufbauend nun angegangen.“

EFFIZIENTE AUFSICHTSRATSARBEIT

Schließlich steckt hinter der Marke enercity, mit der

die Stadtwerke Hannover nach außen auftreten, ein

Konzern mit zahlreichen Beteiligungen und Tochterunternehmen,

die ihrerseits an den Vorstand berichten.

An dessen Spitze steht seit 2016 Dr. Susanna

Zapreva-Hennerbichler. Die Vorstandchefin und der

laut Heckmann ebenfalls digital affine Aufsichtsratsvorsitzende

haben das Projekt beflügelt.

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DATEN MOBIL UND SICHER

Anstoß für die Digitalisierung der Gremienarbeit

war das Bestreben der Unternehmensspitze, Unternehmensprozesse

unter die Lupe zu nehmen und

dabei Einsparungs- und Effizienzpotenziale auszumachen

sowie mit der durchgreifenden Digitalisierung

voranzugehen. Dabei erschien das alte System als

papierlastig, aufwändig, teuer und umständlich. Und

jetzt: Alle Unterlagen sind schnell aufzufinden, weiß

Heckmann, und auf den Ausdruck auf Sicherheitspapier

kann verzichtet werden: „Digitalisierung von

Gremienarbeit bedeutet Verlässlichkeit, Vertraulichkeit

und vor allem eine benutzerfreundliche Anwendung –

ITEBO überzeugte uns in allen Punkten.“

Wie sich das mit der mobilen Verfügbarkeit verträgt?

Die Daten lagern auf den höchsten Sicherheitsansprüchen

genügenden Servern der ITEBO-Unternehmensgruppe,

auf die zahlreiche Kommunen ebenso

vertrauen wie kirchliche Einrichtungen.

Abschließender Lerneffekt der digitalen Gremienarbeit

war auch, dass hierzu vor allem eins notwendig

sei – ausreichend Energie und genügend Steckdosen

im Sitzungsraum. Für einen Energieversorger wie

enercity natürlich ein Klacks.

Geholfen hat dabei aber offenbar auch, dass sich die

Aufsichtsratsmitglieder offen für diese Innovation

gezeigt haben. Besonders die Vertraulichkeit von

Informationen spielte eine wesentliche Rolle. So sind

alle Unterlagen mit einem digitalen Wasserzeichen

versehen und können darüber hinaus einzelnen

Personen oder Gruppen mit besonderen Rechten

zugeordnet werden. Schließlich gehört das Hüten

von Geschäftsgeheimnissen heute zum normalen

Risikomanagement und ist für Kommunen ebenso

interessant wie für Versorger oder andere Wirtschaftsunternehmen.

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AKTUELLES

© fotolia.com/mixmagic

EU-DATENSCHUTZ-GRUNDVERORDNUNG

ITEBO RÄT ZU AUGENMASS

UND ENTSCHLOSSENHEIT

Der 25. Mai dieses Jahres markiert einen Quantensprung.

Ab dann kann sich jeder Bürger auf die EU-Datenschutz-Grundverordnung

(EU-DSGVO) berufen. Der

europaweit einheitliche Schutz bei der Verarbeitung

personenbezogener Daten, neue Haftungsregelungen

und die Verankerung der Verantwortlichkeit auf der

Leitungsebene erfordern ein Umdenken in kommunalen

und kirchlichen Verwaltungen.

Eine Umsetzung in nationales Recht ist nicht mehr

notwendig. Dennoch müssen rund 200 Gesetze

angepasst werden, damit diese auch unter der Datenschutz-Grundverordnung

anwendbar sind. Das

ursprüngliche Ziel war es, die unterschiedlichen

Rechtsgrundlagen

zu harmonisieren. Das Ergebnis

sind Regelungen, die neue Standards

erfordern. Kim Schoen,

Servicebereichsleiter Datenschutz und IT-Sicherheit

bei der ITEBO-Unternehmensgruppe, hat beobachtet,

dass einige Kommunen zwar frühzeitig begonnen

haben, ihren Umgang mit personenbezogenen Daten

systematisch einer Prüfung zu unterziehen und an die

neuen Anforderungen anzupassen, doch andere „hocken

wie das Kaninchen vor der Schlange und hoffen,

dass nichts passiert.“

Bei der ITEBO-Unternehmensgruppe gehören die verschärften

Bestimmungen längst zum Tagesgeschäft.

„In Routinegesprächen mit unseren Kunden taucht

NEUE STANDARDS

FÜR DEN DATENSCHUTZ

das Thema regelmäßig auf“, so Schoen. „Wer erst

jetzt damit beginnt, seinen Datenschutz neu zu organisieren,

wird zum Stichtag mit Sicherheit nicht mehr

fertig.“ Zwischen sechs und 24 Monaten Vorlauf bedarf

es schon, schätzt Schoen, denn jede Umstellung,

jede Einzelentscheidung, sollte fortan auch mit Blick

auf die EU-DSGVO betrachtet werden.

Während andere Berater auf Panik setzen und

versuchen, mit hohen Strafandrohungen oder einer

bevorstehenden Flut von Abmahnungen auf sich

aufmerksam zu machen, betrachtet Schoen seinen

Job anders: „Wir sehen uns nicht als Verhinderer,

sondern als Ermöglicher“, bringt

Schoen das Selbstverständnis der

ITEBO-Unternehmensgruppe auf

den Punkt.

Dass jede Behörde am Ende die Bedingungen der

EU-Datenschutz-Grundverordnung erfüllen muss,

daran lässt auch er keinen Zweifel. Aber bevor es soweit

ist, müssen tagtäglich Entscheidungen getroffen

werden. Manchmal geht es darum, den Bürger nur

sachgerecht darüber zu informieren, was mit seinen

Daten passiert. Manchmal reicht dazu ein kurzer

Hinweis auf die Verwendung von Cookies auf der

Webseite. Anderes, wie z. B. Newsletter-Anmeldungen

und Datenweitergaben an Vertragspartner, muss

der Nutzer ausdrücklich bestätigen.

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IST KAMERAÜBERWACHUNG

GENERELL ERLAUBT? VORSICHT!

Kniffliger wird die Sache etwa beim Thema Kameraüberwachung.

Aktuell hat Schoen einen Fall auf dem

Tisch, bei dem geht es um einen Diebstahlschwerpunkt

an einem öffentlichen Fahrradparkplatz. Eine

Kameraüberwachung erscheint

sinnvoll. Doch wo dürfen Kameras

platziert werden? Darf der

Betreiber die Bilder überhaupt

aufzeichnen, um sie notfalls der

Polizei zur Verfügung zu stellen?

Wer sonst hat darauf Zugriff? Und wie lange dürfen

die Daten gespeichert und unter welchen Bedingungen

Bilder an Dritte weitergegeben werden?

Reicht ein Aufkleber an der nächsten Laterne, um

auf die Kameras aufmerksam zu machen? All diese

Fragen gilt es jetzt unter den Bestimmungen der

EU-DSGVO neu zu diskutieren. „Um ein Problem

nachhaltig in den Griff zu bekommen“, so Schoen,

„müssen zwei Dinge gewährleistet sein.“

ITEBO ARBEITET AN

PRAKTIKABLEN LÖSUNGEN

Ein direkter Draht und ein offenes Gespräch sind die

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Besonders hilfreich ist zudem das gegenseitige

Verständnis. Im Bereich öffentliche Verwaltung

trifft das bei der ITEBO-Unternehmensgruppe

genau den

Markenkern.

Tagtäglich ist Schoen mit

IT-Entscheidern von Kommunen

und kirchlichen Einrichtungen im Gespräch, um

gemeinsam nach praktikablen Lösungen zu suchen.

Ideenreichtum und Erfahrung im Umgang mit den

Auswirkungen der EU-DSGVO sind dabei seine steten

Begleiter.

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IM FOKUS

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DIETER RIEKEN RESÜMIERT

BLOCKCHAIN, DIE 2TE

Eins will ich gleich mal klarstellen: Wer denkt‚ „jetzt

sind ihm die Themen endgültig ausgegangen“,

möge sich was schämen. Jedenfalls diesmal. Denn

tatsächlich haben mich viele interessante Gespräche

im Nachgang unserer E-Trends 2018 Veranstaltungen

veranlasst, das Thema noch einmal aufzugreifen.

Zwei zentrale Fragestellungen kristallisierten sich

dabei heraus: Hat die Blockchain für mich als Verwaltung

überhaupt eine Relevanz, bzw. wie könnten

sinnhafte Anwendungen aussehen und lässt sich die

Blockcain tatsächlich völlig losgelöst

vom Kontext Kryptowährungen

betrachten? Das kann

man auch anders formulieren

und fragen: Darf ich Bitcoin pfui,

Blockchain hui denken?

Klar dürfen Sie. Denn erstens sind die Gedanken

immer noch frei, zweitens würde ich bestimmt nichts

verraten und drittens befänden Sie sich in illustrer Gesellschaft.

Jamie Dimon, Chef von JPMorgan Chase,

einer der größten Banken der Welt, hält Bitcoin für

„Betrug“ und nur für „Mörder“ und „Drogendealer“

brauchbar. Bill Gates kritisiert scharf die Anonymität

der Kryptowährungen. Sie würden für den Kauf von

Drogen und Medikamenten genutzt und seien eine

Technik, die Todesfälle auf eine ziemlich direkte Art

verursache. Starker Tobak. Etwas moderater sieht

das EZB-Chef Mario Draghi. Er warnt zwar aufgrund

der starken Kursschwankungen vor Investitionen in

Kryptowährungen, hält die dahinterliegende Blockchain-Technik

aber für „recht vielversprechend“.

BITCOIN PFUI,

BLOCKCHAIN HUI?

Apropos Kursschwankungen. Ein Blick auf nebenstehende

Grafik (Quelle: blockchain.info) zeigt deutlich,

worüber wir reden. Nach dem Rekordhoch von über

20.000 USD für 1 Bitcoin (BTC) liegt der Kurs heute

am 08.03.18, während ich dies hier schreibe, bei

knapp 10.000 USD. Autsch! Was war passiert? China

sperrt den Zugang zu allen Krypto-Börsen und will

ggf. sogar das Mining im eigenen Land verbieten.

JP Morgan sperrt seine Kreditkarten für den Handel

mit Kryptowährungen und selbst die EU-Kommission

will prüfen, ob Bitcoin und Co. stärker

reguliert werden müssen. Und dennoch

scheint das digitale Geld Anleger

magisch anzuziehen. Da kündigt die

Firma Kodak einen Fotomarktplatz mit

Bildlizenzverwaltung auf Basis einer

Blockchain – inklusive eigener Kryptowährung namens

Kodakcoin – an und schon steigt der Aktienkurs

um 120 Prozent.

Unglaublich! Mein aufrichtiger Neid gilt zwar allen,

die bis 2010 einfach mal 100 Euro in Bitcoins investiert

haben, aber am Ende des Tages ist meine Meinung

zu diesem ganzen Kryptowährungs-Gedöns etwas

zurückhaltender, um nicht zu sagen, kaum druckreif.

Und dennoch bin ich beim Thema Blockchain ganz

bei Mario Draghi.

Wie aber könnte so eine BöV, eine Blockchain für die

öffentliche Verwaltung, aussehen? Erstmal würde sie

nicht irgendwo ungezählt und für jeden zugänglich

in der Welt laufen, sondern wie ihre Fachverfahren

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heute in einem Rechenzentrum. Vielleicht auf zwei

oder drei Instanzen als Backup- und ausgelagerte Backup-Lösung,

vielleicht in mehreren Rechenzentren,

um verteilte Registerhaltung abzubilden. Das wäre

dann eine private Blockchain.

Der Zugang zur BöV selbst wäre

nicht mehr per se anonym und mit

allen Zugriffsrechten ausgestattet,

sondern nur dort wo sinn- und

statthaft. Abgestufte Rechte für Administratoren,

Sachbearbeiter und Auskunftsplätze sind ohne Probleme

auch in einer BöV abbildbar. Das wäre dann eine

permissioned Blockchain.

DIGITALE IDENTITÄT – DIE LÖSUNG?

Und wenn man jetzt noch die Konsensbildung und

vor allem das energiefressende Mining (schürfen)

rausschmeißt, hat man sich langsam zum interessanten

Kern, der sicheren, transparenten und nachträglich

unveränderbaren Dokumentation von Transaktionen

oder Zuständen gleich welcher Art genähert. Zu

den am häufigsten genannten Anwendungsbeispielen

gehören öffentlich geführte Kataster oder Grundbücher,

was insofern naheliegt, als dass die Blockchain

mit ihrer nachweisbaren Dokumentation einer klassischen

Registerführung sehr ähnelt.

DIE VIELFALT DER

BLOCKCHAIN

Ihrer Gemeinde und erhalten eine von der Verwaltung

signierte, digitale Identität, abgelegt in einem

nur für Sie mit Ihrem privaten Schlüssel zugänglichen

Datentresor auf Basis einer BöV. Diese Identität wäre

per App-Zugriff ständig griffbereit und

Sie allein entscheiden, wem Sie welche

Informationen, zu welchem Zeitpunkt,

zu welchem Zweck zugänglich

machen. Die Möglichkeiten wären

beeindruckend.

Ich erinnere mich sehr genau, dass ich bei der Beantragung

des neuen Personalausweises gefragt wurde,

ob ich die eID-Funktion freischalten lassen möchte.

(Ja, hab ich brav gemacht, hat aber irgendwie nichts

genützt.)

Irgendwann wird die Frage lauten: Möchten Sie auch

eine digitale Identität? Und etwas später wird dann

der Personalausweis, die analoge Repräsentanz Ihrer

digitalen Identität, zur kostenpflichtigen Option.

Sie werden sehen!

© ITEBO GmbH

Spannender finde ich aber das Thema „digitale

Identität“. Stellen Sie sich folgende Situation vor:

Als Bürger identifizieren Sie sich einmalig gegenüber

Ihr Ansprechpartner: Dieter Rieken,

Geschäftsbereich Innovation & strategische Projekte

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