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07.04.2018 Lindauer Bürgerzeitung

28 7. April 2018 · BZ

28 7. April 2018 · BZ Ausgabe KW 14/18 AUS DER REGION Größtes Naturschutzgebiet des nördlichen Bodensees BZ-Wandertipp: Von Friedrichshafen durchs Eriskircher Ried nach Langenargen Unser heutiger Wandertipp führt uns ins Eriskircher Ried, ein wunderschönes Naturschutzgebiet. Wir starten unsere Wanderung am Stadtbahnhof in Friedrichshafen. Quer durchs Ried geht es zwischen der Mündung der Rotach und der Schussen nach Langenargen. Die Anfahrt erfolgt am besten mit der Bahn. Wir starten am Lindauer Hauptbahnhof – z.B. um 10.37 Uhr (Ankunft in Friedrichshafen am Stadtbahnhof um 11.06 Uhr; wer will, kann auch mit dem Pkw nach Langenargen, dem Ziel unserer Wanderung, fahren. Parkmöglichkeiten gibt es rund um den Bahnhof. Dann beginnt dort unsere Zugfahrt um 10.53 Uhr). Vom Bahnhof Friedrichshafen gehen wir hinunter zu den Seeanlagen und zur Uferpromenade. Vorbei am Hafen und dem Anlegesteg der Fähren von und nach Romanshorn gehen wir ostwärts am See entlang. Wir passieren das Clubhaus des Häfler Rudervereins und kommen zur Mündung der Rotach. Gleich nach der Brücke halten wir uns wieder rechts. Hier beginnt bereits das Naturschutzgebiet. Es um umfasst eine Fläche von 552 Hektar. Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung des einzigartigen Naturraumes zwischen der Schussen- und Rotachmündung mit der ausgedehnten Flachwasserzone des Bodensees, den Schilfbereichen, den Riedflächen, den Altwassern und den von Kultur geprägten Landschaftselementen. Sie gelten als besonders naturnaher Brut-, Rast- und Nahrungsraum für viele seltene, zum Teil vom Aussterben bedrohte Wasservögel, Insekten, Fische, Amphibien und Reptilien. Hier findet man auch eine artenreiche Vegetation, vor allem eine besonders reichhaltige, typische Flachmoorflora mit zum Teil vom Aussterben bedrohten Arten. Unser Weg führt uns stets in Sichtweite zum See. An einer Stelle gehen wir einen Abstecher zu einer Aussichtsplattform. Hier kann man die Dimension des Rieds sehr gut erkennen. Vorbei am Freibad Eriskirch halten wir uns ostwärts. Bald ist die Schussen erreicht, die wir auf einer Brücke überqueren. Von ihrer Quelle in der Nähe des Federsees, rund eineinhalb Kilometer nördlich des oberschwäbischen Bad Schussenried, wo die Europäische Hauptwasserscheide zwischen Rhein und Donau verläuft, fließt die Schussen 59 km lang überwiegend südwärts bis zu ihrer Mündung in Blick von der Mündung der Rotach über den See auf das Alpsteinmassiv mit Säntis und Altmann. Durlesbach, aus dem sie bei Mochenwangen in das weite Schussenbecken tritt. Dieses wurde nicht vom Fluss geschaffen, sondern ist eiszeitlichen Ursprungs. Dort fließt die Schussen an den Städten Weingarten, Ravensburg und den Orten Meckenbeuren und Kehlen vorbei, bevor sie rund 1,5 Kilometer südlich von Eriskirch in den Bodensee mündet. Bald ist Langenargen erreicht. Wir folgen der Unteren Seestraße – vorbei am Schloss Montfort – bis ins Ortszentrum. Das Schloss Montfort am Bodensee ist das Wahrzeichen der Gemeinde Langenargen. Einst unter dem Namen Villa Argena geplant, sollte es König Wilhelm I. von Württemberg als Lustschloss dienen. Es entstand auf einer Landzunge am Platz der Ruine der Burg Argen. Heute beherbergt es eine Diskothek und einen Gastronomiebeden Bodensee. Südlich von Aulendorf passiert sie ein enges Tal im Nordteil des Altdorfer Walds, den Schussentobel bei Das Eriskircher Ried misst eine Fläche von 552 Hektar und ist damit das größte Naturschutzgebiet des nördlichen Bodensees. Anzeigen BZ WANDERTIPP BZ-Fotos: WV trieb. Im Saal des oberen Stockwerkes finden Konzerte statt. Die Bahnhofstraße bringt uns wieder zum Ausgangspunkt am Langenargener Bahnhof zurück. Zum Beispiel kann man hier um 14.02 Uhr den Zug zurück nach Lindau nehmen, der täglich verkehrt. WV Mehr Fotos und eine Karte, auf welcher der Wanderweg verzeichnet ist, finden Sie auf unserer Homepage: @ www.bz-lindau.de Alle Infos zur Wanderung erhalten Sie direkt und übersichtlich auf Ihr Smartphone oder Tablet, wenn Sie die Outdooractive-App herunterladen (gibt es auch als kostenlose Version), die App öffnen und unter dem Menüpunkt „Tourscanner“ den folgenden QR-Code scannen. AUF EINEN BLICK Anforderungen: Leichte Wanderung auf gut markierten Wegen, die aber Ausdauer und Kondition erfordert. Gehzeit und Weglänge: Knapp 3 Stunden für rund 11 km