Kreis Soest aktuell - Florian Soest online

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Kreis Soest aktuell - Florian Soest online

Florian

Kreis Soest aktuell

Zeitschrift für die Feuerwehren im Kreis soest Mai 2011

Jugendfeuerwehr – unsere Zukunft

Jugend-Pfingstzeltlager des Verbandes der Feuerwehren des Kreises Soest in Anröchte

AusgAbe 5


2 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


editorial

Jugendfeuerwehr – unsere Zukunft 5

aktuelles 6

ausbildung 16

technik 20

Jugendfeuerwehr 22

Rettungsdienst/hiOrg´s 24

aus den Kommunen 26

Kreisfeuerwehrverband 29

termine 30

titelbild:

Jugendfeuerwehr anröchte im Pfingstzeltlager.

Foto: Michael Görge

www.florian-kreis-soest.de

20

Inhalt ausgabe 5

8

lF-logistik der löschgruppe allagen

14

Psychosoziale notfallversorgung (PsnV) im Kreis soest

lippstädter Feuer- und rettungswache wird 30

Inhalt

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 3


4 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


Jugendfeuerwehr – unsere Zukunft

Sehr geehrte Feuerwehrkameradinnen und Kameraden,

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Wir haben unsere Zukunft selber in unseren Händen. Eine gute Jugendarbeit ist eine

der wichtigsten Säulen für die Nachwuchssicherung der Feuerwehren und dies gibt

es nicht zum „Nulltarif“. Finanzielle Kürzungen durch einzelne Kommunen zeigen

nicht in die richtige Richtung. Auf den demographischen Wandel und die Veränderungen

in unserer Gesellschaft müssen wir Lösungen finden.

Jugendarbeit stellt aber auch einen wichtigen Beitrag für die Persönlichkeitsentwicklung

der Jugendlichen dar. Hier werden junge Menschen geformt und gefördert. Das

starke Engagement der Jugendwarte (SB) ermöglicht ein funktionierendes und kameradschaftliches

Miteinander. Wichtige Inhalte für das Leben gilt es zu vermitteln:

» Menschen helfen Menschen

» Für Schwächere in unserer Gemeinschaft und unseren Bekanntenkreis einzustehen

» Mitgefühl zu vermitteln

» Keine Gleichgültigkeit gegenüber seinen Mitmenschen zu zeigen

» Ein „WIR-Gefühl“ der Gruppe und den Respekt anderen Gruppen gegenüber

erzeugen

» Und natürlich der Spaßfaktor darf nicht zu kurz kommen!

Lasst uns gemeinsam diese Ziele in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen. Das

diesjährige Jugend – Pfingstzeltlager des Verbandes der Feuerwehren des Kreises

Soest findet in Anröchte statt. Alle Feuerwehrkameradinnen und Kameraden sind

herzlich zu einem Besuch eingeladen.

Meine lieben Feuerwehrkameradinnen und Kameraden,

unser VdF NRW entwickelt sich sehr positiv. Der Vorstand leistet hervorragende Arbeit

und hat mit einer hauptamtlichen Geschäftsstelle in Düsseldorf einen Meilenstein

zu mehr Professionalität gesetzt. Auf der Verbandsausschuss- und Mitgliedersitzung

am 19.03.2011 in Aachen wurden weitergehende Beschlüsse gefasst. Die

Leistungsnachweise werden in diesem Jahr für das kommende Jahr 2012 überarbeitet.

Die Fachausschüsse werden neu aufgestellt und besetzt. Die „Freiwilligen“

werden bewusst mit eingebunden – lobenswert!

Es wird wieder Zeit unsere Interessen intensiver gegenüber der Politik und anderen

Institutionen zu vertreten. Auf geht’s! ;-))

Euer Kreisbrandmeister

Thomas Wienecke

EdItorIal

thomas Wienecke

Kreisbrandmeister

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 5


aktuEllEs

„explosion“: Rettungsdienst übte

Lehrgangsteilnehmer arbeiteten mit 200 Einsatzkräften zusammen

„Explosion im Kesselhaus“ lautete

am Samstag, 9. April 2011, die

Meldung für die Graf-York-Kaserne

in Möhnesee-Echtrop. Glücklicherweise

handelte es sich hierbei nur

um eine Übung des Rettungsdienstes

des Kreises Soest.

Im Rahmen eines Lehrgangs

„Gruppenführer Rettungsdienst“

übten rund 200 Einsatzkräfte des

Rettungsdienstes, der Hilfsorganisationen

und des THW aus dem

Kreis Soest das strukturierte Vorgehen

bei einem solchen Schadensszenario.

Mit dabei waren auch die

Einheiten Feuerwehren aus Möhnesee

und Warstein.

Die 17 Teilnehmer des Lehrgangs

hatten die Aufgabe die verletzten

Personen „erstzuversorgen“

und anschließend in einen Behandlungsplatz

zu transportieren.

Wichtig waren hierbei die strukturelle

Vorgehensweise und das zielgerichtete

Führungsverhalten der

Retter. Nach der Erstversorgung

wurden die „Patienten“ dann in

den aufgebauten Behandlungsplatz

transportiert. Der Behandlungsplatz

50, kurz BHP 50, ist ein Bereich in

dem bei einer Schadenslage mit

vielen Verletzten oder Erkrankten

die geordnete Versorgung von 50

Patienten ermöglicht wird. Ein solcher

Behandlungsplatz besteht in

der Regel aus mehreren Zelten in

die die Patienten nach der schwere

ihrer Verletzung oder Erkrankung

behandelt werden. Anschließend

werden sie von hier aus weiter

in entsprechende Krankenhäuser

transportiert.

Nach rund drei Stunden war die

Übung erfolgreich beendet. Hans-

Peter Trilling, Abteilungsleiter Rettungsdienst,

Feuer- und Katastro-

phenschutz beim Kreis Soest, war

sichtlich zufrieden mit der Leistung

der Einsatzkräfte. „Die Erkenntnisse

aus dieser Übung werden

wir in der nächsten Zeit aufgreifen

und uns noch weiter verbessern.

Eins ist aber sicher, sollten wir im

Ernstfall gefordert werden, kann

man sich auf uns verlassen. Wir

können mit Stolz sagen, dass wir

voll einsatzfähig sind“, so Hans-

Peter Trilling, Abteilungsleiter Rettungsdienst,

Feuer- und Katastrophenschutz

beim Kreis Soest in der

Nachbesprechung.

Dass der Ernstfall nicht lange auf

sich warten lässt, mussten die

Retter am Samstagabend noch erleben.

Bei einem Feuer in der LWL-

Klinik in Benninghausen wurden

sie mit rund 40 Einsatzkräften auf

den Plan gerufen. Glücklicherweise

wurde niemand ernsthaft verletzt.

Aber auch Einsätze wie auf der A

19 bei Rostock mit mehreren Toten

und Verletzten können im Kreis

Soest jederzeit passieren.

Um für solche Ereignisse aufgestellt

zu sein, hat der Kreis Soest

ein gut funktionierendes Konzept

für Großschadensfälle entwickelt.

Je nach Größe des Einsatzes werden

entsprechend Einsatzkräfte

alarmiert. Bei kleineren Einsätzen

sind dies nur Kräfte des Rettungsdienstes,

bei Großlagen kommen

dann die Kräfte der Hilfsorganisationen,

der Feuerwehr und des THW

hinzu.

text: Pressestelle Kreis soest

Foto: D. Behrens

im rahmen eines lehrgangs „Gruppenführer rettungsdienst“ übten rund 200 einsatzkräfte des

rettungsdienstes, der Hilfsorganisationen und des tHW aus dem Kreis soest am samstag, 9. april

2011, in der ehemaligen Graf-York-Kaserne in Möhnesee die Zusammenarbeit. unter anderem

wurde ein Behandlungsplatz aufgebaut.

6 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


au der neuen Rettungswache Werl beginnt

Landrätin Eva Irrgang legt Zeitkapsel in den Grundstein

Landrätin Eva Irrgang hat am Freitag,

11. März 2011, in einer kleinen

Feierstunde den Grundstein

für die neue Rettungswache Werl

gelegt. Unter den Augen zahlreicher

Ehrengäste legte die oberste

Repräsentantin des Kreises eine

„Zeitkapsel“ in das Fundament. Ihr

Inhalt: Eine Tageszeitung mit dem

Datum der Grundsteinlegung, der

Grundriss, der Sitzungsbeschluss

des Kreises Soest zum Bau der Rettungswache

und einige Münzen.

„Die Bürgerinnen und Bürger des

Kreises erhalten eine moderne Rettungswache,

die im Rettungsfalle

schnellstmöglich handeln kann“,

freute sich Eva Irrgang über den

Baubeginn. Zu der Grundsteinlegung

waren neben Michael Grossmann,

Bürgermeister der Stadt

Werl, und Werner Luig, Leiter der

Freiwilligen Feuerwehr Werl, viele

weitere Ehrengäste gekommen.

Bei der neuen Rettungswache handelt

es sich um einen eingeschossigen

Baukörper mit zwei zueinander

versetzten Pultdächern und einem

eingeschobenen Flachdachbereich.

Das reine Funktionsgebäude besteht

aus einer Fahrzeughalle mit

Wasch- und Desinfektionshalle einschließlich

Nebenräumen und einem

Aufenthalts- und Ruhebereich

für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der Rettungswache. Die

Nutzfläche beträgt 536 Quadratmeter.

Rund 1,5 Mio. Euro werden

bis zur Fertigstellung im September

2011 investiert.

Ende 2006 gab es erstmalig Überlegungen

über einen neuen Standort

für die Rettungswache, die bislang

in Räumlichkeiten der Stadt Werl

an der Feuerwache untergebracht

ist. Zu den Hauptgründen, sie im

aktuEllEs

landrätin eva irrgang (3. v. l.) und Michael Grossmann, Bürgermeister der stadt Werl (4. v. l.), legen

im Beisein vieler weiterer ehrengäste den Grundstein für die neue rettungswache Werl in der straße

an sanders steinbruch 1.

Werler Süden anzusiedeln, gehörten

einsatztaktische Überlegungen.

Bisher liegt die Rettungswache in

der Innenstadt. Mit dem neuen

Standort können die Hilfsfristen in

Teilen der Gemeinde Ense und für

den über die neue Anschlussstelle

Werl-Süd zu erreichenden Abschnitt

der A 44 verbessert werden,

ohne das nördliche Stadtgebiet zu

benachteiligen. Auch, weil dieser

Bereich zusätzlich durch den Rettungswagen

in Welver abgedeckt

wird. Verbesserte Hilfsfristen heißt:

Im Notfall sind die Einsatzkräfte

schneller am Einsatzort.

text + Foto: Pressestelle Kreis soest

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 7


aktuEllEs

lippstädter Feuer- und Rettungswache wird 30

1981 nahm die erste Wache mit hauptamtlichen Kräften im Kreis Soest die Arbeit auf

Lippstadt. Vor rund 30 Jahren nahm

in Lippstadt die erste Feuer- und

Rettungswache mit hauptamtlichen

Kräften im Kreis Soest ihren

Dienst auf. Zwar ist die Feuerwehrgeschichte

in Lippstadt sehr lang

und traditionsreich, doch hauptamtliche

Kräfte in nennenswertem

Maße bekam die Lippestadt

erst am 01.01.1981. An diesem Tag

nahm die neu geschaffene Feuer-

und Rettungswache Lippstadt mit

25 hauptamtlichen Kräften ihren

Dienst unter der Leitung von Hauptbrandmeister

Ludwig Wallmeyer

auf. Heute sind 46 Mitarbeiter bei

der Feuerwehr und 13 im Rettungsdienst

der Stadt tätig, plus vier Jahrespraktikanten.

Von der Anfangsmannschaft

sind heute noch sechs

Feuerwehrmänner aktiv: So können

neben Ludwig Wallmeyer auch die

Hauptbrandmeister Andreas Finkeldei,

Klaus Kirchhof und Klemens

Homberg sowie Brandoberinspektor

Wilhelm Florek und Oberbrandmeister

Joachim Zimmermann ihr

Jubiläum feiern. Anlässlich des Jahrestages

bedankte sich jetzt Bürgermeister

Christof Sommer bei

den noch aktiven Brandbekämpfern

für die langjährige gute Arbeit.

Für den ehemaligen Wachleiter

Ludwig Wallmeyer geht persönlich

die Ära in der Feuer- und Rettungswache

im Jubiläumsjahr zu Ende.

Im September geht er in den Ruhestand.

Dabei kann er auf eine bewegte

Geschichte zurückblicken.

„Bevor die hauptamtliche Wache

gegründet wurde, schlug im Stadthaus

noch der Gong, wenn ein Einsatz

bevorstand“, erinnert sich der

Hauptbrandmeister. „Dann gingen

viele Türen auf und die freiwilligen

Die Feuer- und rettungswache lippstadt ist zwar nicht so alt, wie so mancher Helm in der historischen

sammlung, aber dreißig Jahre hat auch sie schon auf dem Buckel: Von anfang an dabei

Hauptbrandmeister andreas Finkelde (1.v.l.) Hauptbrandmeister Klaus Kirchhof (4.v.l.), stadtbrandinspektor

ludwig Wallmeyer (3.v.l.), Hauptbrandmeister Klemens Homberg (6.v.l.), oberbrandmeister

Joachim Zimmermann (7.v.l.) ), Brandoberinspektor Wilhelm Florek (8.v.l.). Gratulieren zum

Jubiläum: Bürgermeister Christof sommer (5.v.l.), Fachbereichsleiter recht und ordnung Joachim

elliger (2.v.l.), Fachdienstleiter Brandschutz und rettungsdienst robert Husemann (2.v.r.) und

Wehrführer Hubert Diederich (rechts).

Kräfte wechselten vom Schreibtisch

auf den Feuerwehrwagen.

Das kann man sich heute gar nicht

mehr vorstellen.“

Auch viele interessante aber auch

gefährliche Einsätze hat Wallmeyer

in den vergangenen drei Jahrzehnten

erlebt, wie 1988 den Großbrand

in einem illegalen Reifenlager, bei

dem aus dem gesamten Kreisgebiet

die Schaumreserven zusammengezogen

wurden oder der

Absturz eines Tornados in Dedinghausen

1998, von dem einige Restteile

noch heute im hauseigenen

Feuerwehrmuseum liegen. Aber

auch schöne Erinnerungen wie die

Berlin-Besuche im Zuge der Feuer-

wehrfreundschaft mit der Wache Tegel

der Berufsfeuerwehr Berlin sind

dabei. „Die gute Zusammenarbeit

unter den Kollegen war das wichtigste“,

resümiert der Mann der ersten

Stunde seine Dienstjahre. Nach

31 Jahren, davon 20 Jahre als Wachleiter

und Stellvertreter geht der

Lippstädter im September in Rente.

Aber für Nachwuchs ist gesorgt:

„2011 bildet die Wache wieder

eine Nachwuchskraft aus. Bereits

Anfang April beginnt der 18 Monate

dauernde Laufbahnlehrgang, “

bestätigt Robert Husemann, Fachdienstleiter

Brandschutz und Rettungsdienst

die Zukunftspläne. Und

auch die „hoffentlich nicht“ letzten

8 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


zwei Zivis werden demnächst im

Rettungsdienst tätig sein, damit

Lippstadt auch weiterhin gut gerüstet

ist: „Die Stadt Lippstadt hat

eine gute Schlagkraft in Punkto Feuer-

und Rettungskräfte, “ stellt auch

Bürgermeister Christof Sommer

heraus. Und damit meint er nicht

nur die 59 hauptamtlichen Kräfte,

Jahrespraktikanten und Zivis, sondern

auch die rund 480 freiwilligen

Feuerwehrleute inklusive Jugendfeuerwehr,

die sich für den Schutz

der Bürgerinnen und Bürger in Lippstadt

stark machen.

hInteRgRund:

Vor der Gründung der Feuer- und

Rettungswache mit hauptamtlichen

Kräften 1981 waren in Lippstadt nur

drei Feuerwehrmänner im Tagesdienst

tätig. Im Einsatzfall wurden

diese durch Stadtmitarbeiter aus

dem angrenzenden Stadthaus, die

in der Freiwilligen Feuerwehr tätig

waren, unterstützt. Außerhalb der

Tagesarbeitszeit hatte darüber hinaus

einer der drei Feuerwehrangestellten

24 Stunden-Dienst. Dieser

wurde durch zwei Angehörige der

Freiwilligen Feuerwehr unterstützt,

die sich ebenfalls in der Feuerwache

bereithalten mussten.

Dem Aufbau der Feuer- und Rettungswache

mit hauptamtlichen

Kräften ging Ende der 70er Jahre

die Forderung der Bezirksregierung

und des Bezirksbrandmeisters voraus,

eine hauptamtliche Wache in

Lippstadt zu installieren. Ein Blick

in die Gesetze zeigte, dass nach

Feuerschutz- und Hilfeleistungsgesetz

(FSHG) bereits ab 30.000 Einwohner

eine hauptamtliche Wache

Pflicht war, wobei Ausnahmen bis

50.000 Einwohner gemacht werden

konnten. Lippstadt hatte aber

Anfang der 80er Jahre bereits über

60.000 Einwohner. Daher wurde

die Stadt verpflichtet weitere haupt-

amtliche Einsatzkräfte einzustellen.

So beschloss der Rat der Stadt Lippstadt

nach eingehender Diskussion

am 28. April 1981 eine Aufstockung

der Zahl der hauptamtlichen Feuerwehrmänner

von bisher drei auf

insgesamt 12 Kräfte. Zu den neun

neuen Beamtenplanstellen kamen

noch 13 Bedienstete der Rettungswache

die ebenfalls mit Wirkung

vom 01. Januar 1981 vom Kreishaus

in Soest in die neue Feuer- und Rettungswache

Lippstadt verlegt wurden.

Auch diese Kräfte mussten

aufgrund gesetzlicher Änderungen

von der Stadt übernommen werden,

da die Stadt Lippstadt ab Ende

1979 aufgrund seiner Größe auch

zum Träger des Kranken- und Rettungsdienstes

wurde.

Am 1. Januar 1981 startete somit

die neue Feuer- und Rettungswache

mit insgesamt 25 Kräften ihren

Dienst unter der Leitung von

Hauptbrandmeister Ludwig Wallmeyer.

Dabei waren natürlich neben

den personellen Veränderungen

auch bauliche Anpassungen

und Anschaffungen nötig: So zog

die Wache vom Seitenflügel des

Stadthauses in die Gebäude an

der Geiststraße um. Hier mussten

in der Folge neue Sozialräume ge-

aktuEllEs

schaffen werden. Auch der Fuhrpark

des Rettungsdienstes wurde

um einen Rettungswagen und drei

Krankentransportwagen erweitert.

1987 ging der Ausbau in eine zweite

Runde: Wiederum forderte die

Bezirksregierung eine Aufstockung

der Wache auf jetzt 41 Stellen.

Neben den erheblichen finanziellen

Belastungen für die Kommune

bedeutet dies auch erneut mehr

Raumbedarf. Im Mai 1988 wird die

neue Feuer- und Rettungswache an

ihrem heutigen Standort Geiststraße

48 in Betrieb genommen. Auch

dieser wurde 2006 noch einmal um

einen Anbau erweitert.

Stand der Dinge: Das geltende

Recht verpflichtet heute große und

mittlere kreisangehörige Städte für

den Betrieb einer ständig besetzten

Wache hauptamtliche Kräfte einzustellen.

Übrigens: Die Feuer- und Rettungswache

ist keine rein männliche Domäne:

Gerade im Bereich der Rettungskräfte

sind in den letzten zehn

Jahren auch verstärkt Frauen im

Einsatz. 2005 startete außerdem

die erste Feuerwehrfrau ihre Ausbildung

bei der Stadt.

text + Foto: Pressestelle der stadt lippstadt

Wie alles anfing: Die anfangsformation der hauptamtliche Feuer- und rettungswache der stadt lippstadt.

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 9


aktuEllEs

Kreative entwicklungen für Feuerwehren vorgestellt

IF Star: VöV und DFV loben Projekte / „Verbesserung für Tagesgeschäft“

„In den Feuerwehren steckt ein

enormes Potenzial an Wissen und

Know-how. Einsatzerfahrung, Handwerker-

und Ingenieurwissen oder

einfach Erkenntnisse aus dem täglichen

Leben führen zu neuen Entwicklungen

und Verbesserungen

im Tagesgeschäft der Feuerwehr.

Daher ist das Ziel immer gleich: Mit

geringem Aufwand den größtmöglichen

Nutzen zu erzielen!“, erklärte

Hartmut Ziebs, Vizepräsident des

Deutschen Feuerwehrverbandes

(DFV), beim Fachforum IF Star. Bei

der Veranstaltung in der Berliner

Hauptfeuerwache wurden kreative

Entwicklungen von Feuerwehren

vorgestellt. Der IF Star honoriert

als Preis des Verbandes öffentlicher

Versicherer und des Deutschen

Feuerwehrverbandes innovative

Ideen, im Rahmen der vorbeugenden

und abwehrenden Tätigkeit

Schäden zu minimieren. Er wird alle

zwei Jahre vergeben; die nächste

Ausschreibung erfolgt 2012. „Die

Weiterentwicklung von schadenarmen

Einsatztaktiken der Feuerwehren

dient der Schadenverhütung

und hilft somit, Personen- und Sachschäden

zu minimieren“, erläuterte

Dr. Achim Hertel, Mitglied des Vorstandes

des Verbandes öffentlicher

Versicherer. „Schaden abwehren,

Schaden verhüten – diese Aufgaben

sind seit jeher Ansporn für Kreativität

und technische Lösungen“,

resümierte Karsten Göwecke, ständiger

Vertreter des Landesbranddirektors

der Berliner Feuerwehr.

Beim Fachforum zum IF Star wurde

nun dem interessierten Fachpubli-

kum eine Auswahl der besten Projekte

vorgestellt. Hierbei stellten

die Referenten beeindruckend die

flexible und kreative Lösung von

Problemen durch die Feuerwehren

unter Beweis:

» So wird in der Feuerwehr Königsbronn (Baden-Württemberg), bei der das Innenangriffstraining vor allem im

Winter witterungsbedingt nur schwer mit Wasser abzuhalten ist, diese Ausbildung nun mittels Druckluft realistisch

und beliebig wiederholbar durchgeführt.

» In 1.500 Stunden Eigenleistung baute die Feuerwehr Werl (Nordrhein- Westfalen) eine realistische Gefahrgutübungsanlage

für die Ausbildung, an der 60 unterschiedliche Leckagen und ein Dutzend Brände nachgestellt

werden können.

» Wie die Erfahrung aus Einsätzen mit neuen Entwicklungen in die Weiterentwicklung der technischen Ideen eingebracht

wird, zeigte Prof. Dr.-Ing. Michael Reick anhand eines Einsatzes in Bad Harzburg (Niedersachsen) auf,

bei dem der von ihm entwickelte Rauchschutzvorhang eingesetzt und im Einsatznachgang nochmals optimiert

wurde.

» Die Feuerwehr Großefehn (Niedersachsen) ließ das Publikum am Weg teilhaben, der von der Idee der Verhinderung

der Brand- und Rußausbreitung hin zur Entwicklung eines Rauchschutzelementes führte.

» Auf Augenhöhe der Kinder begab sich die Feuerwehr Limburg-Linter (Hessen) mit ihrem Projekt zur Brandschutzerziehung,

bei dem Häuser, Telefonzellen und Feuerwachen im kindgerechten Maßstab den passenden

Rahmen stellten.

» Auf großes Interesse stieß das Projekt zur Hydrantenortung per Navigationsgerät der Feuerwehr Altenholz

(Schleswig-Holstein), die hierzu auch einen Leitfaden für interessierte Feuerwehrangehörige zur Verfügung

stellen will.

» Wie durch bauliche und taktische Maßnahmen größere Schäden an Wohn- und Industriegebäuden sowie

Produktionsausfälle minimiert werden können, zeigte die Feuerwehr St. Georgen (Baden-Württemberg) am

Beispiel zweier Einsätze auf.

» Die erfolgreiche Einführung eines First Responder-Systems in fünf Phasen, die auch von anderen Feuerwehren

übernommen werden können, stellte die Feuerwehr Bockau (Sachsen) vor.

10 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


Zahlreiche Teilnehmende nutzten

Plenum und Begleitprogramm,

um sich mit den Referenten direkt

auszutauschen und von deren Ideen

und Erfahrungen zu profitieren.

Der Idee des IF Star folgend, sollen

die Erfahrungen aus den vorgestellten

Projekten zur Umsetzung und

Weiterentwicklung anregen, um

Innovationen im Feuerwehrwesen

deutschlandweit voranzutreiben.

Die Präsentationen sowie Kontaktdaten

der Referenten werden in

Kürze auf der DFV-Website unter

www.feuerwehrverband.de/ifstar.

html zum Download zur Verfügung

stehen.

text + Foto: Pressestelle DFV

Florians brot“ unterstützt die Jugendfeuerwehr

Die Bäckerei Humpert startet Spendenaktion für die Jugendfeuerwehr Werl

Florian gilt als Schutzpatron sowohl

der Feuerwehr als auch der Bäcker.

Jetzt steht der Name Pate für eine

Spendenaktion der Bäckerei Humpert.

Ab sofort können Kunden der

Bäckerei mit dem Kauf eines „Florians

Brotes“ etwas Gutes tun: Ein

Teil des Erlöses von jedem Aktions-

Brot fließt direkt in die Jugendarbeit

der Jugendfeuerwehr Werl.

Das Florians Brot ist ab 14.02.2011

bei der Bäckerei Humpert erhältlich.

Von jedem verkauften Brot spendet

die Bäckerei 40 Cent für die Arbeit

der Jugendfeuerwehr in Werl. Die

Bäckerei macht sich mit dieser Aktion

stark für die lokalen Belange.

„Wir freuen uns, die Jugendlichen

vor Ort in ihrem Engagement zu

stärken und ihnen finanziell unter

die Arme greifen zu können“, sagt

Bäckermeister Georg Humpert. Er

hofft auf große Resonanz bei seinen

Kundinnen und Kunden und

bekräftigt: „Das Geld fließt in eine

wirklich sinnvolle Jugendarbeit hier

bei uns vor Ort. Außerdem handelt

es sich um ein ganz hervorragend

schmeckendes Brot.“

Die Idee zum Namen Florians Brot

kam nicht von ungefähr: Florian gilt

sowohl für die Feuerwehr wie auch

aktuEllEs

für die Bäcker als Schutzpatron. Die

Aktion ist zunächst auf zwei Wochen

angelegt. Die Brote sind in

allen Filialen der Bäckerei Humpert

erhältlich - und leicht erkennbar an

der feuerwehr-roten Banderole mit

der Aufschrift „Florians Brot“.

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 11


aktuEllEs

gerätewagen-Werkstatt

Ende 2010 beschaffte der Kreis Soest einen neuen Gerätewagen-Werkstatt, kurz GW-W.

Mit dem Gerätewagen-Werkstatt

hat der Kreis Soest die Möglichkeit,

diverse Reparatur- oder Wartungsarbeiten

an Medizinprodukten bzw.

Medizingeräten direkt vor Ort an

den Rettungswachen durchzuführen.

Damit können Ausfallzeiten

von Fahrzeugen und / oder Geräten

deutlich minimiert werden. Der

Ausbau des Mercedes Sprinter mit

Hochdach erfolgte durch die Firma

GSF, die im Werkstattraum ein Regal-

und Schranksystem der Firma

Sortimo verbaute. Für die Arbeiten

vor Ort ist der Sprinter mit den

verschiedensten Werkzeugen und

Gerätschaften ausgerüstet. Unter

anderem sind Werkzeuge und

Messgeräte zur Überprüfung von

Temperaturmessgeräten, Druckminderern,

Blutdruckmessgeräten,

Fahrtragen sowie Tragestühlen vorhanden.

Auch für die Überprüfung

von elektrischen Geräten und Anlagen

ist das Fahrzeug ausgestattet.

Weiterhin ist es möglich, einen

Rollcontainer oder eine Europalette

mit dem Gerätewagen zu transportieren.

Zwischen den Regalen ist

ausreichend Platz sowie eine entsprechende

Sicherung vorhanden.

Ebenso besteht die Möglichkeit,

eine Fahrtrage auf dem Fahrzeugboden

zu befestigen. Diese Befestigungsmöglichkeit

ist allerdings

nicht für einen Patiententransport

ein Feuerwehrurgestein wurde 80

Herbert Luig wurde am 20.03.2011 80 Jahre alt

Der rüstige Oestinghauser feierte

seinen Ehrentag im Kreise seiner

Familie und Freunde. Natürlich durfte

da eine Abordnung aus dem Kreis

Soest nicht fehlen. Kreisbrandmeister

Thomas Wienecke reiste eigens

vom fernen Anröchte in das schöne

Lippetal um die Glückwünsche des

Kreises Soest persönlich zu überbringen,

auch Dezernatsleiter

Herr Hellermann war mit unter den

Gratulanten. Luig der von 1967 bis

1991 Kreisbrandmeister des Kreises

Soest war ist noch heute mit

der Feuerwehr verbunden. Im Kreise

der ehemaligen Kreisbrandmeister

erzählt immer noch gerne von

den alten Zeiten. Verschiedenste

Anekdoten lassen die Zuhörer in

Erinnerungen schwelgen. Wer Herbert

Luig kennt wird wissen, dass

er dem derzeitigen Kreisbrandmeister

so einiges „taktisches“ Vorgehen

zum Wohle der Feuerwehr mit

auf den Weg geben hat.

gedacht, sondern ausschließlich

für die sichere Lagerung der Trage

zugelassen. In den zahlreichen

Schubfächern befinden sich ausreichend

Ersatzteile für fast alle Arten

von Medizinprodukten bzw. Medizingeräten.

Das Fahrzeug hat den

Funkrufnamen Florian Soest 0-16-1.

text + Bild: D. Behrens

12 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


ehrenamtswochenende in ense

Bürgermeister Hubert Wegener würdigt auch das große Engagement der Feuerwehr

Von Freitag, 1. April 2011, bis Sonntag,

3. April 2011, fand in Ense

erstmals ein „Wochenende des

Ehrenamtes“ statt. Am Freitag

überreichte Bürgermeister Hubert

Wegener die Ehrenamtskarten

an 66 engagierte Enserinnen

und Enser aus unterschiedlichsten

Bereichen. So wurden Freiwillige

für caritatives, jugendförderndes,

kirchliches, ökologisches, soziales

oder auch sportliches Engagement

geehrt. Von der Freiwilligen Feuerwehr

Ense nahmen die Jugendfeuerwehrwarte

Elmar Kettler, Stefan

Kolter, Jens Röer und Andreas Sörries

die Ehrenamtskarte in Empfang.

Am Samstag des Ehrenamts-Wochenendes

stellten 33 Institutionen

und Einrichtungen ihre Arbeit vor.

Die Feuerwehr stellte ihr Fahrzeug

LF 10/6, Baujahr 2008, aus und gab

interessierten Besuchern Informati-

onen zu Aufgaben und Struktur der

Freiwilligen Feuerwehr Ense. Die

Jugendfeuerwehr warb mit einem

Plakat, das während eines Dienstabends

der Jugendfeuerwehr eigens

für das Wochenende liebevoll

angefertigt worden war.

Parallel zu den Ausstellungen wurde

ein buntes Rahmenprogramm

geboten, das die Gäste hervorragend

unterhielt und ebenfalls ausschließlich

von Ehrenamtlichen

durchgeführt wurde. Seitens der

Feuerwehr wurde dieses Programm

vom Saxophon-Quartett

des Feuerwehrmusikzuges Bremen,

dem Spielmannszug Hünningen

der Freiwilligen Feuerwehr

Ense sowie vom Jugendorchester

des Feuerwehrmusikzuges Bremen

unterstützt.

Insbesondere die Neubürger Enses

waren eingeladen, um sich einen

Überblick über das vielfältige Ange-

Foto: soester anzeiger, Detlef stute

aktuEllEs

bot in Ense machen zu können. So

hatte die Gemeindeverwaltung im

Vorfeld alle Personen angeschrieben,

die in den letzten fünf Jahren

in die Gemeinde Ense gezogen

sind. Als Ehrengäste konnten des

Weiteren Delegationen der Enser

Partnerstädte Burkardroth (Bayern)

und Éleu-dit-Leauwette (Frankreich)

sowie der Landtagspräsident Eckhard

Uhlenberg begrüßt werden.

Der Sonntag war dann den Sportlern

gewidmet. Der Gemeindesportverband

ehrte sowohl Sportler

als auch Funktionäre und Förderer

für ihr gemeinschaftsförderndes

Tun. An allen drei Tagen übernahm

die Feuerwehr Ense die Bewirtung

und erfrischte Aussteller und Gäste

gleichermaßen mit gekühlten Getränken.

Diese Aufgabe teilten sich

Mitglieder aller drei Enser Löschzüge.

Abschließend wurde ein positives

Fazit gezogen. Das wird sicher nicht

die letzte Bühne für das Ehrenamt

in Ense gewesen sein.

text: e. Kettler

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 13


aktuEllEs

Psychosoziale notfallversorgung (PsnV) im Kreis soest

begRIFFe, stRuKtuRen und

auFgaben

„Der Begriff Psychosoziale Notfallversorgung

(PSNV) beinhaltet die

Gesamtstruktur und die Maßnahmen

der Prävention sowie der kurz-

, mittel- und langfristigen Versorgung

im Kontext von belastenden

Notfällen bzw. Einsatzsituationen.“

, so definierten die Teilnehmer der

vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz

und Katastrophenhilfe (BBK)

veranstalteten Konsensus-Konferenz

2009. Pe es en was? Genau.

Da wir im Kreis Soest diese Definition

grundsätzlich teilen, versuche

ich es noch einmal mit eigenen

Worten. Wir verstehen PSNV als

Oberbegriff und als Klammer um

die beiden Säulen Notfallseelsorge/Notfallbegleitung

auf der einen

und Seelsorge an/Unterstützung

von Einsatzkräften auf der anderen

Seite.

Dirk Harlinghausen, Heike Gösmann und Pfarrer

sven Fröhlich (von links) sind die leitenden

PsnV-Koordinatoren.

Leitende PSNV-Koordinatoren sind

der Verfasser und als Stellvertreter

Heike Gösmann (FF Lippstadt)

und Dirk Harlinghausen (RD und

FF Soest). Heike Gösmann leitet

außerdem die NFS-Gruppe Ost

und ist PSU-Assistentin. Dirk Harlinghausen

steht der Gruppe West

vor und absolviert derzeit die PSU-

Assistentenausbildung.

Notfallseelsorge/Notfallbegleitung

gilt den sogenannten Opfern und

Betroffenen. Sie trifft „Maßnahmen

für Überlebende, Angehörige,

Hinterbliebene, Zeugen und/oder

Vermissende“ und ist in aller Regel

kurzfristig angelegt, eine fundierte

seelische Erste Hilfe mit dem Ziel

der Stabilisierung. Im Kreis Soest

sind derzeit rund zwanzig zumeist

ehrenamtliche (+ wenige unbezahlt

nebenamtliche) Notfallseelsorgerinnen

und –seelsorger aktiv, aufgeteilt

in die Gruppen Ost und West.

Eine tagtägliche Dienstbereitschaft

rund um die Uhr wird garantiert, um

bei plötzlichem häuslichen Todesfall,

Überbringung von Todesnachrichten

und anderen persönlichen

Katastrophen zu helfen.

Die Hilfe für Einsatzkräfte nennen

wir Psychosoziale Unterstützung

(PSU).

Für die Kameraden der Feuerwehr

wird sie geleistet von den Fachbe-

ratern Seelsorge (FBS), zumeist

Pfarrer mit seelsorglicher Zusatzausbildung

am IdF, zum Teil auch mit

feuerwehrtechnischer Ausbildung,

und von den am IdF ausgebildeten

PSU-Assistenten, die natürlich

auch feuerwehrtechnisch ausgebildet

sind und Hilfe von Kameraden

für Kameraden leisten. Polizei und

Hilfsorganisationen haben ebenfalls

entsprechende Kräfte in ihren

Reihen.

Die PSU-Arbeit beginnt schon im

Vorfeld. Durch Schulung und Aufklärung

in der Grundausbildung und an

Übungsabenden sollen der Blick für

die eigenen Ressourcen und Grenzen

geschärft und Schäden durch

belastende Einsätze vorgebeugt

werden. Nach belastenden Einsätzen

stehen FBS und PSU-Assistenten

zur Verfügung, um Belastungsreaktionen

einzuordnen und länger

anhaltende Traumatisierungen zu

vermeiden.

und das Ist neu:

Notfallseelsorger, PSU-Assistenten

und Fachberater Seelsorge (= PS-

NV-Kräfte) gibt es im Kreis Soest

natürlich schon länger. Aber vor gut

einem halben Jahr hat KBM Thomas

Wienecke den Arbeitskreis

PSNV ins Leben gerufen, der sich

besonders um die PSNV-Arbeit bei

14 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


aus einer Präsentation des Kreisbrandmeisters (KBM) thomas Wienecke:

bzw. nach größeren Einsatzlagen

Gedanken macht.

Mögliche Einsatzbereiche für

Notfallseelsorger (NFS) in Großschadenslagen

sind der Behandlungsplatz

(nur mit grüner Karte gekennzeichnete

Personen), vor allem

aber Betreuungsplatz und gegebe-

nenfalls die Totenablage. FBS-/PSU-

Kräfte können nach Bedarf dazukommen.

Die PSNV-Kräfte werden

durch einen der drei PSNV-Koordinatoren

geführt und unterstehen

insgesamt dem LNA bzw. OrgL.

Die Alarmierung erfolgt über die

Leitstelle und liegt bei MANV I + II

aktuEllEs

sowie Betreuung I + II im Ermessen

des Einsatzleiters. Ab MANV

III und Betreuung III ist die Alarmierung

der PSNV-Kräfte in der AAO

verbindlich vorgesehen.

Um die PSNV-Arbeit auf eine breitere

Grundlage zu stellen, brauchen

wir Verstärkung! Wir wünschen

uns in jeder Wehr zumindest einen

PSU-Helfer, gerne auch einen

FBS oder einen PSU-Assistenten.

Vor allem aber benötigen wir Menschen,

die bereit sind, sich als NFS

ausbilden zu lassen. Im September

soll ein neuer Ausbildungskurs starten.

Wer Interesse hat oder nähere

Informationen zur Arbeit der NFS

braucht, möge gerne einen der drei

PSNV-Koordinatoren ansprechen.

text: sven Fröhlich

PsnV-Koordinator, FBs anröchte und

ev. Gemeindepfarrer in anröchte

Fotos: M. Görge

Heike Gösmann (psu@feuerwehr-lippstadt.de),

Dirk Harlinghausen (dirk.harlinghausen@gmx.de),

sven Fröhlich (sven.froehlich2003@freenet.de)

regelmäßig trifft sich der arbeitskreis in soest, um aktuellen themen und Probleme zu besprechen. außerdem wird über die weitere arbeit in sachen

notfallseeelsorge und notfallbegleitung besprochen. Gast in der runde war zuletzt auch Kreisbrandmeister thomas Wienecke.

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 15


ausbIldung

Im grenzbereich

Feuerwehr Rüthen lässt Fahrer in Fahrsicherheit trainieren

Nach einer Alarmierung schnell und

sicher am Einsatzort anzukommen

sind die Grundvoraussetzungen für

einen erfolgreichen Einsatz. Stress,

Hektik und das Verhalten der anderen

Verkehrsteilnehmer sind dabei

Faktoren die jeder Maschinist beherrschen

muss. In der Praxis sieht

es jedoch so aus, dass die Fahrer

relative wenig Fahrpraxis besitzen.

Häufig sitzen die Fahrer nur bei

der Feuerwehr am Steuer eines

LKW. Daher absolvierten vor kurzem

Feuerwehrleute aus Rüthen

und Warstein ein Fahrsicherheitstraining

auf der Verkehrsübungsanlage

in der Rüthener Kaiserkuhle.

Im Vorfeld waren die Erwartungen

der Teilnehmer durchaus gemischt.

Während die einen Kameraden

eher an Fahrpraxis gewinnen wollten,

waren für andere auch Themen

wie ABS und ESP oder die Fahrdynamik

von Geländefahrzeugen

von Interesse. Nach kurzer theoretischer

Einweisung ging es für

die Fahrer direkt mit Praxis weiter.

Zunächst standen Bremsmanöver

auf dem Lehrplan. Einduckvoll

wurde den Teilnehmern dargestellt

wie sich Nässe, Geschwindigkeit

und auch der Zustand der Reifen

auf den Bremsweg der Fahrzeuge

auswirken. Das Bremsen auf einseitig

glatter Fahrbahn zeigte den

Maschinisten die Vorteile des ABS.

In weiteren Übungen ging der Trainingsleiter

auch auf Themen wie

Ausweichmanöver, Kurvenfahrten,

sowie das Rangieren auf engem

Raum ein. Der heimliche Star des

Tages war für viele der Trainingsteilnehmer

das TLF 8/18 auf UNIMOG

Fahrgestell. In vielen Übungen wurde

deutlich, dass dieses Fahrzeug

seine Stärken im Gelände und nicht

auf der Strasse hat. Auch erfahrene

Maschinisten stellte das das TLF in

Die Grenzen von Fahrer und Fahrzeug wurden den trainingsteilnehmern plastisch dargestellt.

Gerade in Fahrzeugen älterer Bauart hatte man

bei ausweichübungen alle Hände voll zu tun.

manchen Situationen vor Herausforderungen.

Was aber gleichzeitig

für heitere Stimmung unter den

Kameraden sorgte. Am Ende des

Tages waren sich alle Teilnehmer einig,

dass das Erlernte und Erlebte

großen Nutzen für den Alltag in der

Feuerwehr bringt. Um möglichst

vielen Feuerwehrleuten diesen Vorteil

zukommen zu lassen, wird die

Feuerwehr Rüthen in diesem Jahr

noch zwei weitere Trainings dieser

Art durchführen.

text + Foto: D. Dusny

auch das rangieren auf engem raum kann

eine fordernde aufgabe sein.

16 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


Fit für den dienst als Maschinisten

Eine wichtige und verantwortungsvolle

Aufgabe im täglichen Feuerwehrdienst,

besonders bei Einsätzen,

fällt den Maschinisten zu. Ihr

notwendiges Rüstzeug als Maschinisten

in der Feuerwehr erhielten

jetzt wieder 29 Kameradinnen und

Kameraden bei einem Lehrgang

in Lippetal-Oestinghausen, dem

speziellen Ausbildungsort der Feuerwehren

im Kreis. Als fundiert

ausgebildete Maschinisten werden

nun in den einzelnen Wehren aktiv

und werden dort ihr erworbenes

Wissen und Können weiter vertiefen:

Unterbrandmeister (Ubm)

Franz-Josef Bergkemper, Oberfeuerwehrmann

(Ofm) Lucas Vogel,

Ofm Dominik Kirchhoff, Ofm Chris-

tian Wieners; Feuerwehr Erwitte.

Hauptfeuerwehrmann (Hfm) Frank

Müller, Feuerwehrmann (Fm) Sebastian

Maseizik, Oberfeuerwehrfrau

(Off) Anna Schiller und FM André

Heuken; Feuerwehr Anröchte.

Fm Björn Pälmer und Fm Marvin

Siewert; Feuerwehr Bad Sassendorf.

Ofm Fabian Nagelmeier, Hfm

Sven Oesterwalbesloh, Ofm Alexander

Schlüter, Ofm Josef Voits,

Feuerwehr Geseke. Ofm Thomas

Nübel, Ubm Johannes Kerkhoff;

Feuerwehr Lippetal. Hfm Markus

Lanhenke, Ofm Dennis Falkenstein;

Feuerwehr Lippstadt. Ofm

Michael Kollmann, Ofm Andreas

Hershoff, Fm Hubertus Vorwerk,

Ofm Ralf Wortmann und Ofm And-

Diese Kameradinnen und Kameraden bestanden jetzt den Maschnistenlehrgang.

als ausbilder fungierten Dietmar niemand, Jörg Zipplis und Friedrich schlunz.

ausbIldung

reas Thiemann; Feuerwehr Möhnesee.

Ofm Johannes Cordes, Ubm

Mariele Löper, Ubm Bernd Kellermann,

Ubm Martin Authmann,

Ubm Jochen Steinmetz; Feuerwehr

Rüthen. Ubm Markus Schlepp, Feuerwehr

Werl.

text: M. Görge

Foto: D. Behrens

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 17


ausbIldung

lehrgang für den Messzug West

28 Einsatzkräfte über das Mess-Konzept des Kreises informiert

Im Kreis Soest fand der erste Lehrgang

„Messen im Feuerwehreinsatz“

im Februar 2011 unter der

Leitung von Karsten Korte und Dirk

Schmidt statt. 26 Teilnehmer aus

den freiwilligen Feuerwehren Werl,

Ense, Wickede, Möhnesee, Lippstadt,

Anröchte und Soest wurden

an 4 Abenden und 2 Samstagen

praktisch und theoretisch geschult.

Der Kreis Soest unterhält seit 2010

2 Messzüge nach dem NRW Konzept

und nun wurden die Feuerwehrleute

im Westkreis entsprechend

geschult. Der Lehrgang für

den Messzug Ostkreis wird Ende

des Jahres stattfinden. Theoretische

Einführungen gab es zu dem

ABC-Schutzkonzept im Kreis Soest,

Grundlagen der Messtechnik sowie

die Vorstellung der Messgeräte für

unterschiedliche Einsatzszenarien.

Es wurden die verschieden Messmöglichkeiten

für den atomaren,

biologischen und chemischen Einsatz

gezeigt. In der Praxis übte man

die Handhabung der verschiedenen

Messgeräte. Ebenso wurden die

Teilnehmer in der Entnahme von

Proben für Messaufträge geschult.

Nach dieser Schulung wurden meh-

rere größere Übungen nach dem

Konzept des Messzuges durchgeführt.

Am Samstag den 12.02.2011

führte man die Abschlussübung

im Beisein des stellvertretenden

Kreisbrandmeisters Georg Ptacek

in Werl-Büderich erfolgreich durch.

Die Übung war zur vollsten Zufriedenheit

des stellvertretenden

Kreisbrandmeisters und man war

sich einig, dass der Lehrgang viel

Spaß gemacht hat.

Folgende Feuerwehrmänner haben

den Lehrgang mit Erfolg abgeschlossen:

Feuerwehr Werl

Detlef Rast, Michael

Thiergarten,Tobias Krekel, Karl-

Heinz Stute, Jan Schumacher

Feuerwehr Ense:

Thomas Lenze, Meinolf Hagedorn,

Harald Mohr, Daniel Schickhoff

Feuerwehr Wickede:

Sven Geberbauer, Michael Hinderlich,

Markus Seidel, Jörg Pulscyk

Feuerwehr Soest:

Andreas Krückenberg, Klaus Uhe,

Rüdiger Joest, Lars Thiele

Feuerwehr Möhnesee:

Andreas Peck, Bernd Loer, Heiko

Rocholl, Kai Huckfeld

Feuerwehr Lippstadt:

Ralf Gottbrath, Fabian Schröder,

Dominik Unger, Andre Schmidt

Feuerwehr Anröchte:

Wolfgang Meier,

Das Ausbilderteam war folgendes:

Karsten Korte, Christoph Müller,

Thomas Westermann (alle Feuerwehr

Werl), Dirk Schmidt (Feuerwehr

Anröchte), Rainer Rhäsa

(Feuerwehr Lippstadt), H.W. Kroll

(Feuerwehr Soest).

text: sven Kleindopp

Bilder Karsten Korte

18 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


„alle haben bestanden“

21 Einsatzkräfte wurden für ihre Aufgabe für die Dekontamionation ausgebildet

„Alle haben bestanden!“, verkündete

Ausbilder Rainer Rhäser mit

zufriedenem Unterton in der Stimme.

Mit „Alle“ meinte er die 21 Einsatzkräfte

des Löschzug III der Feuerwehr

Erwitte, gebildet von den

Angehörigen des Löschzuges Horn-

Millinghausen sowie der -gruppen

Böckum-Norddorf, Schallern und

Schmerlecke, die jetzt einen Kreislehrgang

zur Dekontamination von

Menschen absolvierten.

Neben Rainer Rhäsa, Feuerwehr

Lippstadt, als Ausbilder wurde den

„Auszubildenen“ das nötige Rüstzeug

auch von Dirk Schmidt und

Wolfgang Meier, beide Feuerwehr

Anröchte, vermittelt.

Im Verlauf von sechs Abenden und

an einem Samstag, es summierten

sich mehr als 25 Unterrichtsstunden

in Theorie und Praxis, wurde

der Lehrgangsteilnehmerin und ihren

Kameraden die wesentlichen

Grundlagen der Dekontamination

vermittelt, verbunden mit den erweiterten

Möglichkeiten, über die

die Feuerwehr auch bei der Dekontamination

von geschützten Personen

verfügt.

Eine Dekontamination (steht in

Technik und Medizin generell für

eine Verunreinigung oder Verschmutzung

von Personen oder Gegenständen

mit chemischem, bakteriologischem

oder radioaktivem

Material) ist immer dann erforderlich,

wenn Einsatzkräfte und auch

andere Personen mit den beschriebenen

Gefahrstoffen in Berührung

gekommen sind bzw. ihren ausgesetzt

waren.

„Eine Dekontaminierung“, beschrieb

Rainer Rhäsa anschaulich,

„muss dann von der Feuerwehr

fachgerecht gehandhabt werden

können. Neben den theoretischen

Grundlagen ist vor allem im praktischen

Bereich geübt worden.“

Zum Beispiel wurde der Aufbau und

Betrieb eines Dekontaminationsplatzes

für ungeschützte Personen

geübt. Im Rahmen des neuen ABC-

Konzept für den Kreis Soest sollen

diese Brandschützer aus aus dem

Löschzug III der heimischen Wehr

künftig auch überörtlich für Dekontaminationen

eingesetzt werden.

Das entsprechende Fahrzeug, das

sogenannte „Dekon P“ des Kreises

Soest wurde bekanntlich im zurückliegenden

Jahr zentral in Schallern

stationiert. Dieses Fahrzeug wird

bei Großschadenslagen, bei denen

die biologischen, chemischen

oder radioaktiven Schadstoffen verseuchten

Einsatzkräften und Mitmenschen

eingesetzt.

Das „Dekon P“ steht nun im alten

Feuerwehrhaus in Schallern, das

eigens dafür platzmäßig erweitert

wurde.

ausbIldung

unter der leitung von Kreisausbilder rainer rhäsa absolvierten die einsatzkräfte des löschzuges

iii der Feuerwehr erwitte einen Kreislehrgang zur Dekontamination von Menschen.

Den Lehrgang haben bestanden:

Oberbrandmeister (Obm) Hubertus

Büse, Unterbrandmeister (Ubm)

Frank Casjens, Oberfeuerwehrmann

(Ofm), Kai Schulte, Ofm

Sven Hilkenbach, Feuerwehrmann

(Fm) Matthias Steimann, Fm Michael

Fritsch, Ubm Jürgen Werner,

Hauptbrandmeister (Hbm) Burghard

Gerwin, Brandinspektor Andreas

ter Horst, Ubm Michael Koch,

Obm Jörg Schütte, Ubm Dirk Bühner,

Ubm Ralf Gärtner, Ofm Patrick

Gärtner, Ofm Marco Schmidt, Ubm

Sebastian Twittmann, Fm Lennard

Wilmer, Feuerwehrfrau Sarah Lange,

Ofm Florian Prakken, Obm Markus

Schreiber, Ubm Jens Hoffmeier

und Ubm Egert Gärtner.

Ihnen galt der Dank für ihre Bereitschaft,

an der umfangreichen Ausund

Fortbilung in ihrer Freizeit teilzunehmen

text + Foto M. Görge

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 19


tEchnIk

lF-logistik der löschgruppe allagen

Feuerwehr Warstein geht besondere Wege bei der Fahrzeugbeschaffung

Bei der Beschaffung eines neuen

Einsatzfahrzeuges ging die Feuerwehr

Warstein besondere Wege.

Auf der Suche nach einem Fahrzeug

das ein LF 8 und einen GW-G

ersetzt und zusätzlich noch einen

gewissen Mehrwert im Bereich

Umwelt- und Gewässerschutz,

Wasserförderung, Dekonplatz und

Transport besitzen sollte, kamen so

einige Ideen. Zunächst wurde über

einen GW-L 2 nachgedacht. Diese

Idee wurde aber wieder verworfen,

da das Fahrzeug auch die Standardbeladung

eines LF 10/6 und

einen Wassertank von 800 – 1000

Liter haben sollte. Kurzer Hand

entschied man sich mit der Berufsfeuerwehr

Dortmund in Kontakt zu

treten. Diese besitzt mittlerweile

Fahrzeuge die die gewünschten

Voraussetzungen erfüllen. Nach

der Vorführung eines Dortmunder

Fahrzeugs stand die Entscheidung

fest, es sollte ein LF-Logistik geben.

Nach Einarbeitung in den Brandschutzbedarsfplan

der Feuerwehr

Warstein konnte die Ausschreibung

erfolgen. Den Zuschlag erhielt die

Firma Schlingmann in Dissen.

Das LF-Logistik, kurz LF-L, wurde

auf einem Mercedes Atego 1326

AF mit einem zulässigen Gesamtgewicht

von 14.500 Kg aufgebaut.

Die Motorleistung beträgt 188 KW.

Der Radstand des Fahrzeugs beträgt

3.860 mm. Verbaut wurde eine

Midship Pumpe FPN 10/2000 und

ein Löschwassertank von 1000 Litern.

Die Wasserabgabe kann über

eine C-Schnellangrifseinrichtung erfolgen.

Am Heck des LF-L befindet

sich eine Ladebordwand mit einer

Tragfähigkeit von 1.500 Kg.

Die Beladung ist teilweise in Geräteräumen

und Wechselcontainer

verlastet. Die Container wurden

alle selbst konzipiert und durch die

Firma Rollcard in Meschede gebaut.

ausZug aus deR beladelIste:

» 60 l Schaummittel

» 2 Schlauchtragekörbe

» div. Armaturen zur Wasserentnahme;

-fortleitung; -abgabe

» TS 8/8 (auf Gitterbox; rollbar)

» 500m B-Druckschlauch (auf Gitterbox;

rollbar)

» Tauchpumpe

» Rettungssäge

» Motorsäge

» 4 Atemschutzgeräte (in der

Mannschaftskabine; 2 Reserveflaschen)

» Überdrucklüfter

» vierteilige Steckleiter

» Beleuchtungssatz

» Stromerzeuger 5KVA

» div. Werkzeuge

» Feuerlöscher

» DIN Verbandskasten

20 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


Insgesamt stehen sechs verschiedene

Wechselcontainer zur Verfügung.

Vier von ihnen sind ständig

verlastet (TS 8/8, Schlauch, Verkehrssicherung

und Fahrbahnreinigung).

Die Verbindung vom Fahrerhaus

zur Ladeflächen wird über

eine Sprechanalage sichergestellt.

Somit kann das Fahrzeug auch zum

direkten Verlegen einer Schlauchleitung

eingesetzt werden. Zur Eigensicherung

wurde das Einsatzfahrzeug

mit einer Konturbeklebung

versehen. Frontblitzer und eine

Sondersignalanlage auf dem Dach

machen das Fahrzeug auf Einsatzfahrten

sichtbar. Auch für die Zukunft

hat man vorgesorgt, so wurde

eine Vorbereitung für den Digitalfunk

eingebaut. Funktechnisch ist

das Fahrzeug im Einsatzleitrechner

als LF sonstiges geführt. Der Funkrufname

lautet Florian Soest 11-49-

6. Nach einigen Monaten im Dienst

kann man sagen, dass das Fahrzeug

sehr gut von der Mannschaft

angenommen wurde. In zahlreichen

Einsätzen hat es sich bereits

bewährt. Der Weg ein LF-Logistik

anzuschaffen hat sich für die Feuerwehr

Warstein bezahlt gemacht.

Für das laufende Jahr ist ein weite-

res LF-L in der Beschaffung. Standort

dieses neuen Fahrzeugs wird

die Löschgruppe Hirschberg sein.

rollcontainer, die in eigenleistung geplant wurden, für die unterschiedlichsten einsatzsituationen ergänzen die Beladung.

tEchnIk

text + Fotos: D. Behrens

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 21


jugEndfEuErwEhr

geburtstagsfeier mit hunderten von gästen

Zum 10-jährigen Bestehen richtet die Jugendfeuerwehr Anröchte das Pfingszeltlager der Jugendfeuerwehren

im Kreis Soest aus

Die Jugendfeuerwehr Anröchte

blickt auf ihr nunmehr 10-jähriges

Bestehen zurück. Nachdem das

erste Jahrzehnt nun geschafft ist,

sehr erfolgreich übrigens, stellen

sich die Jugendwarte, Nils Henneböhl,

Frank Steffens, Christian

Schorlemer, Markus Gerwe, Darius

Rätz, Dennis Hoffmann, Sebastian

Schiller und nicht zuletzt als Dame

im Herrenbund: Anna Schiller, um

ihren Chef Karsten Ramm, die 50

Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr

Anröchte sowie

die Löschzüge und -gruppen der

Feuerwehr Anröchte einer ganz

besonderen Herausforderung. In

gemeisamer Zusammenarbeit und

mit großer Unterstützung der Gemeinde

Anröchte, respektive des

stellvertretenden Bürgermeisters

und Ordnungs- und Sozialamtsleiter,

Ralf Hüls, der gleichzeitig auch

für das Feuerwehrwesen in der

Gemeinde Anröchte verantwortlich

zeichnet, richtet man das Pfingstzeltlager

der Jugendfeuerwehren

im Kreis Soest und ihrer Gäste am

Freitag, Samstag, Sonntag und

Montag, 10./11./12. und 13. Juni, in

Anröchte aus. Das Zeltlager wird

im Bereich des Freizeit- und Sportzentrums

„Südring“ aufgeschlagen.

Unterstützt wird die Großveranstaltung

nicht zuletzt auch vom

Kreisfeuerwehrverband, mit Kreisbrandmeister

Thomas Wienecke

und seinen Stellvertretern Bern-

hard Loer und Georg Patcek an der

Spitze. Die Gastgeber, die Jugendfeuerwehr

Anröchte, stellt deren

Maskottchen „Hans Brand“ den

Leserinnen und Lesern von Florian

Kreis Soest Aktuell exklusiv vor:

lIebe KaMeRadInnen und KaMeRaden deR JugendFeueRWehRen,

ich begrüße euch sehr herzlich in

Anröchte. Zunächst möchte ich

mich kurz vorstellen: Mein Name

ist Brand – Hans Brand. Ich bin das

jüngste Mitglied der Jugendfeuerwehr

Anröchte. Mich gibt es seit

2010 und ich bin seitdem das Maskottchen

des Jugendfeuerwehrnachwuchses

in der Gemeinde. Bis

dahin war es aber ein weiter Weg,

von dem ich euch berichten möchte.

Ich hoffe, dass einiges Informatives

zusammenkommen ist, da wir

im Vergleich zu den „gestandenen“

Jugendfeuerwehren vergleichsweise

jung sind.

Angefangen hat alles am 5. Januar

2001. An diesem Tag wurde

die Jugendfeuerwehr gegründet

und startete zunächst mit 20 Jugendlichen

und 5 Betreuerinnen

und Betreuern. Als letztes „Überbleibsel“

aus dieser Zeit gibt es

nur noch den immer noch aktiven

Jugendfeuerwehrwart Karsten

Ramm. Alle anderen sind längst

aus den Jugendfeuerwehrstiefeln

herausgewachsen und gehören zu

den aktiven Kameraden und auch

die übrigen Betreuer haben in andere

Positionen gewechselt. Die

Jugendfeuerwehr, die in großer

Voraussicht durch den ehemaligen

Gemeindebrandmeister Josef

Strunk in´s Leben gerufen wurde,

war von Beginn an eine Erfolgsgeschichte.

Die Personenstärke

musste wegen der großen Nachfrage

schon nach relativ kurzer Zeit

auf 30 erhöht werden. Möglich war

dies auch durch die Unterstützung

der Gemeinde, die den Zweck einer

solchen Einrichtung von Beginn an

erkannt hat und die Arbeit bis heute

großzügig und sinnvoll fördert.

Einen weiteren Förderer hat die Jugendfeuerwehr

durch den Gemeindefeuerwehrverband,

der es durch

seinen unermüdlichen Einsatz geschafft

hat, uns 2004 unseren ersten

und 2010 unseren zweiten eigenen

Mannschaftstransportwagen

22 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


zu überreichen. Der Zweite wurde

nötig, da die Mitglieder wegen der

stets hohen Nachfrage und mehr

als vollen Warteliste auf 50 angestiegen

ist.

Nachdem wir nun das Kindesalter

so langsam verlassen und Teenager

werden, gibt es neben der reinen

Feuerwehr- und Jugendarbeit ein

neues Projekt, an dem alle mit großer

Begeisterung mitwirken: eine

eigene Wohnung.

Direkt am Gerätehaus angeschlossen

liegen unsere Räumlichkeiten,

die momentan für unsere Bedürfnisse

und Wünsche in Eigenarbeit

umgestaltet werden. Nach Abschluss

der Arbeiten verfügen wir

dann auf ca. 100 m2 neben eigenen

Umkleideräumen über eine Küche

und einen modern ausgestatteten

Gruppenraum mit großer Terrasse

und Garten. Unser Ziel ist es, neben

den Übungsabenden wöchentlich

einen nachmittäglichen Treff anzubieten,

an dem alle Mitglieder ohne

Anmeldung teilnehmen können.

Dort können soziale Kontakte weiter

vertieft werden und die Bindung

an die Jugendgruppe

und der mögliche

Übergang in

die aktive Einsatzabteilung

wird erleichtert.

Jetzt aber freue ich

mich gemeinsam

mit der gesamten

Feuerwehr Anröchte

auf das anstehende

38. Pfingst-

jugEndfEuErwEhr

zeltlager der Jugendfeuerwehren

im Kreis Soest und neben dem

beigefügten Programm weise ich

jetzt schon auf ein paar spannende

und interessante Punkte hin, die ich

aber jetzt noch nicht verraten darf.

Ich kann nur sagen: „Ein Besuch

lohnt sich in jedem Fall.“

Ich freue mich auf euer Kommen

Hans Brand

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 23


EttungsdIEnst / hIorg´s

Verlegung von Intensivpatienten trainiert

Rettungsdienst des Kreises Soest optimiert Qualität durch ständige Ausbildung

Der Rettungsdienst des Kreises

Soest setzt sein Konzept zur Steigerung

der Qualität des Rettungsdienstpersonals

weiter um. Im

vierten Lehrgang dieser Art werden

derzeit 17 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter geschult, Patienten von

der Intensivstation zu übernehmen

und zu transportieren.

In dem zweiwöchigen Lehrgang,

der in Kooperation mit dem Dortmunder

Johannes-Hospital stattfindet,

erhalten die Teilnehmer

umfangreiches Wissen über den

Umgang mit vorversorgten Intensivpatienten

und mit der Zusatzausstattung.

Neben den theoretischen

Unterrichtsblöcken wird sehr viel

Wert auf die praxisnahe Ausbildung

gelegt. Die Simulationen unter realen

Bedingungen wurde, wie auch

bereits in den vorhergegangenen

Kursen, im Mariannen-Hospital Erwitte

durchgeführt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

haben dabei die Möglichkeit,

an computergesteuerten Puppen

den Betrieb einer Intensivstation

nachzuahmen. Mit Hilfe dieser so

genannten „Patientensimulatoren“

können die Rettungsdienst-Mitarbeiter

Zwischenfälle bei Notfällen,

Operationen oder auf der Intensivstation

realitätsnah durchspielen

und gezielt üben.

Der Kreis hält in den Rettungswachen

Erwitte und Werl Rettungswagen

mit einer zusätzlichen

Ausstattung für kreisweite Verlegungsfahrten

von Krankenhaus

zu Krankenhaus vor. Hans-Peter-

Trilling, Ärztlicher Leiter Rettungs-

dienst und Leiter der Abteilung

Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz

des Kreises, erläutert:

„Solche Verlegungen, die in

der Regel von Intensivstationen aus

durchgeführt werden, sind nicht immer

einfach. Da die Patienten durch

die Klinik schon vorversorgt sind,

muss das Rettungsdienstpersonal

die Besonderheiten der jeweiligen

Erkrankung und des benötigten

medizinischen Überwachungsgerätes

genau kennen.“

text: Pressestelle Kreis soest

Foto: D. Behrens

Mit Hilfe von computergesteuerten Puppen als Patientensimulatoren können die rettungsdienstmitarbeiter während des lehrgangs Zwischenfälle auf

der intensivstation lebensnah durchspielen.

24 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


EttungsdIEnst / hIorg´s

Pilotprojekt zwischen dem technischen hilfswerk thW

und dem landesbetrieb Wald und holz nRW

Erste Ausbildung an der Motorsäge für die Ortverbände Arnsberg, Lippstadt, Soest durch den

Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Die erste Motorsägenschulung

für das Technische Hilfswerk ist im

Arnsberger Wald erfolgreich beendet

worden. 1 Helferin und 19 Helfer

der Ortsvereine Arnsberg, Lippstadt

und Soest nahmen an diesem

Pilotprojekt teil. Am 20.10.2010

unterzeichneten Frank-Dietmar

Richter, der Leiter des Landesbetriebes

Wald und Holz NRW und der

stellvertretende Landesbeauftragte

des THW Klaus-Dieter Büttgen in

Anwesenheit der Kursteilnehmer

im Wald einen Kooperationsvertrag.

Landesweit können so Helfer

des THW an den Fortbildungen des

Landesbetriebes Wald und Holz

NRW teilnehmen. Wie der Landesbetrieb

mitteilt, bestehen fast 30%

der Fläche in NRW aus Wald und

Forst. Durch vermehrt auftretende

Orkane und Stürme in der letzten

Zeit, wie auch bei Kyrill oder dem

Sturmtief Xynthia, waren mehr und

mehr die Helfer des THW gefordert,

schnelle Hilfe im Einsatz zu leisten.

Es galt Straßen frei zu schneiden

oder Sturmschäden zu beseitigen.

„Für unsere ehrenamtlichen Helferinnen

und Helfer ist eine gute

Ausbildung enorm wichtig, nur so

können sie im Einsatz optimal agieren“,

freut sich Klaus-Dieter Büttgen

über die neue Zusammenarbeit. In

vielen Stunden Theorie und Praxis

haben sich die Teilnehmer ein umfangreiches

Wissen angeeignet,

unterstützt und eingewiesen durch

Frank Cöppicus und seine Kollegen

vom Forstlichen Bildungszentrum

für Waldarbeit und Forsttechnik

NRW in Arnsberg.

Im November des vergangenen

Jahres stand zunächst die Auffrischung

der Grundkenntnisse

auf dem Stundenplan. Schließlich

ist Holz keine tote Materie, jeder

Baum und jeder Ast ist unterschiedlich

gewachsen. Dazu birgt der Einsatz

der Motorsägen große Gefahrenmomente

mit sich, gerade unter

den erschwerten Einsatzbedingungen.

Im Gelände wurde zunächst

an liegenden Bäumen gearbeitet,

die auch durch ihr Wachstum oder

andere Begebenheiten unter großer

Spannung stehen können. In einem

zweiten Kursabschnitt hatten

die Teilnehmer Bäume zu fällen und

zu entasten. Der dritte Teil umfasste

die Beseitigung von Wind- und

Schneebruch. Hier, so erfuhren die

Helfer, sind besondere Vorsichtsmaßnahmen

notwendig. Die Arbeiten

müssen im Einsatzfall unter

großem Zeitdruck und erschwerten

Bedingungen durchgeführt

werden. Gerade deswegen sind

Sach- und Fachkenntnisse überlebenswichtig.

Hier schaffte der Motorsägekurs

die notwendige Grundlage.

Das Ziel der Schulung ist von

allen Teilnehmern erreicht worden:

die ehrenamtlichen Helfer können

bei ihren zukünftigen Einsätzen im

Katastrophenfall schnell, trotzdem

sicher und erfolgreich vorhandene

Schäden auch unter schwierigen

Einsatzsituationen beseitigen. „Die

Kooperation zwischen dem Landesbetrieb

Wald und Holz NRW und

dem Technischen Hilfswerk hat sich

bestens bewährt, bestens für uns

als Helfer, aber besonders auch für

die Bevölkerung im Katastropheneinsatz“,

war die einhellige Meinung

der Teilnehmer und Ausbilder nach

der Übergabe der Zertifikate.

text und Fotos:

landesbetrieb Wald und Holz nrW

Georg Heidebauer, oV lippstadt

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 25


aus dEn kommunEn

neueR RüstWagen In eRWItte:

Ein Termin zum Vormerken: Die offizielle Übergabe und

Indienststellung des neuen Rüstwagens der Feuerwehr

Erwitte ist für Samstag, 14. Mai, ab

13.30 Uhr, am Feuerwehrhaus Erwitte, Berger Straße

13, geplant. Den Rahmen dafür bildet ein „Tag der offenen

Tür“, gesprickt mit vielen Informationen, Vorführungen,

Vorstellung von Gerätschaften und nicht zuletzt

auch die Vermittlung von Brandschutztipps.

Zu dem neuen Fahrzeug bemerkten Erwittes Bürgermeister

Peter Wessel und Peter Katz, Leiter der Wehr,

an: „Ein leistungsfähiges Fahrzeug, das die neuesten

technischen Anforderungen erfüllt, wird ab sofort bei

Notfällen eingesetzt. Nach gründlicher Prüfung der

heutigen Anforderungen wurden die Motorisierung

und die technische Ausstattung ausgewählt. Der neue

Rüstwagen wird damit einen maßgeblichen Anteil an

wirkungsvollen Einsätzen haben. Gleichzeitig setzen

wir planmäßig die Maßnahmen des verabschiedeten

Brandschutzbedarfsplanes mit der Neuanschaffung

um. Die Indienststellung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges

ist immer ein Zeitsprung, der die Technik wesentlich

modernisiert und damit die Rettung von Menschen

in Not maßgeblich verbessert!“

Keine Frage, dass es auch ein unterhaltsames Programm

für die Kinder gibt, u.a. mit einer Gerätehausrallye,

einer Playmobil-Ausstellung und einen Infostand

der Jugendfeuerwehr. Nicht zuletzt ist auch für die

Verpflegung in vielfältiger Hinsicht gesorgt. Das Spektrum

der Gaumenfreuden spannt sich vom Kaffee und

Kuchen bis hin zu herzhaften Grillspezialitäten. Somit

erwarten die Kameraden der Feuerwehr Erwitte zur

Einweihung des neuen RWs auch alle interessierten

Kameradinnen und Kameraden aus dem Kreis Soest

und viele andere interessierte Gäste.

text: M. Görge

JubIläuM löschZug hORn-MIllInghausen

Die Feier des 100-jährigen Bestehens des Löschzuges

Horn-Millinghausen der Feuerwehr Erwitte rückt näher

und eine wichtige Aufgabe, die mit Blick auf das stolze

Jubiläum der Brandschützer in Angriff genommen wurde,

befindet sich bereits auf der Zielgeraden.

In enger Zusammenarbeit und mit großer Unterstützung

von Josef Eickhoff, der schon so manche Chronik

druckreif verfasste, arbeiteten vornehmlich Ralf Johanterwage

und Markus Wassiljew, begleitet von Löschzugführer

Hubertus Büse, in den zurückliegenden Wochen

und Monaten an dem Buch

„100 Jahre Löschzug Horn-Millinghausen“. Auf mehr als

120 Seiten, so Josef Eickhoff im Gespräch mit dem Patriot,

spiegelt sich in Kürze die wechselvolle Geschichte

des Feuerwehrwesens in dem Doppeldorf wider.

Dies an Hand von informativen Texten, zahlreichen Fotos,

die das Gestern und Heute des Löschzuges bestens

visualisieren. Ergänzt durch Zeitungsausschnitte

und viele andere Dokumente. Das Feuerwehrbuch

steht vor der Vollendung und soll rechtzeitig zum Tag

der offenen Tür, zu dem die Horn-Millinghauser Brandschützer

am Sonntag, 7. August, ab 11 Uhr an die Mehrzweckhalle

bitten, druckfrisch vorliegen. Zu diesem

Tage der offenen Tür mit Fahrzeugschau, verschiedenen

Demonstrationsübungen und u.a. einem Kinderprogramm,

werden auch die Kameradinnen und Kameraden

der Feuerwehren aus der heimischen Region

erwartet. Für Samstag, 8.

Oktober, ist dann der offizielle Festabend zur Würdigung

des 100-Jährigen geplant.

text und Foto: M. Görge

arbeiten an der Chronik „100 Jahre löschzug Horn-Millinghausen“: ralf

Johanterwage, Markus Wassiljew, löschzugführer Hubertus Büse und

Josef eickhoff (vl.), der schon mehrere Chroniken für seinen Heimatort

verfasste.

26 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


20 neue eInsatZKRäFte In lIPPstadt

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Lippstadt hat nun

18 neue Feuerwehrmänner und zwei neue Feuerwehrfrauen

im Einsatz. Die neuen Einsatzkräfte absolvierten

die Grundausbildung, die in vier Module unterteilt ist,

an der Feuer- und Rettungswache in Lippstadt.

Während der dreimonatigen Ausbildung mussten sich

die Feuerwehrangehörigen unter anderem Kenntnisse

zur Löschwasserentnahme, zur Brand- und Löschlehre,

zum Löscheinsatz und zur Technischen Hilfeleistung aneignen.

Den Grundlehrgang mit Erfolg absolviert haben:

Malte Bering (LG Bökenförde), Fedele Pira, Tim Gründer,

Sebastian Schulte-Remmert, Timo Gleisenberg,

Stephan Hatscher, Florian Discher, Max Radke (alle LG

Dedinghausen), Svenja Lange (LG Lipperbruch), Phillip

Knaup (LG Lipperode), Marcel Herzog, Jan Ahlke,

Bartholomäus Tessikowski, Henning Neuhaus (alle LG

Lohe), Bernhard Freund, Dieter Dreier, Jan-Lukas Herre

(alle LG Kernstadt 2), Michael Kersting, Sebastian Hilarski,

Madelaine Pott (alle LG Kernstadt 3)

text und Foto: Christian Dicke

neue MItglIedeR bRaucht das land

aus dEn kommunEn

Der Löschzug Lippborg und die Löschgruppe Hovestadt

der Feuerwehr Lippetal sind neue Wege im Bezug auf

die Mitgliederwerbung gegangen. Anstelle einfacher

vorgefertigter Plakate entschied man sich in Lippetal

für ganz individuelle und persönlich ansprechende Plakate.

Schnell war man sich einige das dies der richtige

Weg ist. Nach zwei Fototerminen mit „Eingeborenen“

wurden ansprechende Plakate entworfen. Auf der Jahresdienstbesprechung

der Gesamtwehr am 19.3 wurde

die Werbekampagne dann offiziell gestartet. Bleibt

zu hoffen das sich neue Mitglieder finden.

text: D. Behrens

KARRIERELEITERN !

Haben wir dabei

WIR BRAUCHEN DICH!

Ruf 0173 293 62 53

Freiwillige Feuerwehr Lippetal

Löschgruppe Hovestadt www.feuerwehr-lippetal.de

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 27


aus dEn kommunEn

eRFOlgReIche MOdulausbIldung

Am Samstag den 26. März haben 15 junge Feuerwehrleute

von der Feuerwehr der Stadt Soest die ersten

beiden Module der Grundausbildung abgeschlossen.

Innerhalb der letzten fünf Wochen haben sie in insgesamt

70 Unterrichtssunden rechtliche und feuerwehrtechnische

Grundlagen vermittelt bekommen und so

das erste Rüstzeug für den Übungs- und Einsatzdienst

erhalten. 13 der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen

aus der Jugendfeuerwehr, aber es gab auch zwei

„Neueinsteiger“, die direkt in den aktiven Dienst der

Feuerwehr eingetreten sind. Alle Teilnehmer haben die

beiden schriftlichen Tests und die praktische Prüfung

mit guten Ergebnissen abgeschlossen.

Die Lehrgangsteilnehmer waren:

Andre Schlüter, Cara Lindhauer, Kim-Aileen Dülberg,

Lukas Kötter, Benedikt Thiel, Maike Quakenack, Axel

Klein, Markus Schlotmann, Philip Peters, Debora Peters,

Tibor Füle, Marc Kothenschulte, Enno Dülberg,

Denise Pinther, Stephan Geisler

text und Foto: t. Krabbe

FeueRWehR-teaMs Mussten QueRdenKen

Löschgruppe Mellrich startete 100-Jähriges mit olympischen

Spielen für Brandschützer

„Wie bewegt man einen Behälter, der eine Tonne auf

die Waage bringt, von A nach B?“ – so lautete nur eine

von recht kniffligen Aufgaben, die bei der Feuerwehr-

Olympiade, die die Löschgruppe Mellrich startete, zu

lösen war. Auch wenn’s manchmal recht knifflig wurde

und es musste schon mal „um die Ecke gedacht

werden“...! Aber immer standen der Spaß und das kameradschaftliche

Mit- und Füreinander bei der Bewältigung

der Aufgaben im Mittelpunkt. Die „Feuerwehr

Olympiade“ fand im Rahmen der Feierlichkeiten zum

100-jährigen Bestehen der Löschgruppe Mellrich statt.

Um die verschiedenen Spielstationen im Kirchspiel

Mellrich, in Anröchte und in Menzel ansteuern zu können,

musste nach Koordinaten gefahren werden; nach

Karte eben und nicht per Navigationssystem. Da war

das richtige Lesen der Karten schon wichtig. Das ein

oder andere Team las nicht richtig und kam schon mal

kurz vom vorgegebenen Kurs ab. Keine Sorge: Alle

Einsatzkräfte fanden zum Ausgangspunkt zurück und

schafften es auch, alle geforderten Aufgaben zu lösen.

Insgesamt gingen 13 Feuerwehrgruppen aus Anröchte,

Altengeseke, Berge, Erwitte, Schmerlecke, Horn-Millinghausen,

Böckum-Norddorf, Belecke, Waldhausen,

Geseke und Soest an den Start. Mit dabei waren auch

zwei Gruppen der Jugendfeuerwehr Anröchte. Der

Nachwuchs schlug sich im Feld der erfahrenen Brandschützer

recht wacker. In der Endabrechnung lag das

Team der Feuerwehr Soest auf dem ersten Platz. Silber

ging an die Brandschützer des Löschzuges I Anröchte

und Platz drei eroberten die Kameraden des Löschzuges

Erwitte. Auf den weiteren Plätzen waren u.a.: die

Löschgruppe Waldhausen, der LZ Horn-Millinghausen,

der LZ Geseke, die LG Schmerlecke, die vor neun Jahren

siegte und die LG Altengeseke I und II. Für alle Teilnehmer

gab es gewichtige Erinnerungspreise, nämlich

ein D-Strahlrohr, dass aus Anröchter Stein gearbeitet

war.

text und Foto: M. Görge

28 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011


NAcHRuF

Am 8. Mai 2011 verstarb im Alter von nur 55 Jahren

Herr Brandinspektor

Helmut Steinweg

krEIsfEuErwEhrvErband

Herr Steinweg übernahm im Jahre 1990 zunächst die Funktion des stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwartes

des Kreises Soest. Von 1991 bis 2006 war Herr Steinweg Kreisjugendfeuerwehrwart.

Herr Steinweg hat die Kommunen des Kreises Soest bei dem Aufbau und der

Entwicklung der Jugendfeuerwehren immer tatkräftig unterstützt und damit wesentlich zur

Nachwuchsförderung der Freiwilligen Feuerwehren beigetragen.

Herr Steinweg wurde im Jahr 2006 aufgrund seiner besonderen Verdienste um das Feuerschutzwesen

mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen der Sonderstufe in Silber des Landes Nordrhein-Westfalen

ausgezeichnet.

Herr Steinweg war ein verantwortungsbewusster, gewissenhafter und sehr zuverlässiger

Feuerwehrkamerad. Sein kameradschaftliches und menschliches Wirken prägte die Jugendfeuerwehren

des Kreises Soest.

Wir werden den Verstorbenen in guter Erinnerung behalten.

Irrgang

Landrätin

KREIS SOEST

Wienecke

Kreisbrandmeister

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 29


tErmInE

terminübersicht

Veranstaltungen, Jubiläen und sonstige Termine

datum uhrzeit veranstaltung ort

14. Mai 17.00 uhr 100 Jahre lG ostinghausen Haus Düsse

14. Mai ab 13.30 uhr tag der offenen tür Feuerwehr erwitte - löschzug erwitte Feuerwehrhaus erwitte

21. Mai 10.00 uhr tag der Blaulichter mit Fahrzeugübergabe HlF 20/24

(Fahrzeugübergabe 14.00 uhr)

Fußgängerzone Bad sassen-

21. Mai 100 Jahre lG Westönnen Feuerwehrhaus Westönnen

28. Mai leistungsnachweise in rüthen

28. Mai 15.00 uhr 100 Jahre lG Bettinghausen Bürgerhaus/Feuerwehrhaus

in Bettinghausen

26. Juni 11.00 uhr offizielle inbetriebnahme / Übergabe Feuerwehrstützpunkt West lippstadt-eickelborn

02. Juli Festabend - 100 Jahre löschgruppe schmerlecke - Feuerwehr erwitte Bürgerzentrum schmerlecke

03. Juli „tag der offenen tür“/ „Famlientag“ - 100 Jahre löschgruppe

schmerlecke der Feuerwehr erwitte

30 Florian Kreis soest aKtuell | Mai 2011

dorf

Bürgerzentrum schmerlecke

16. Juli 17.00 uhr 100 Jahre lG Beusingsen Feuerwehrhaus Beusingsen

16. Juli „Die Feuerwehr im Jahr 2021 – der löschzug rüthen feiert 100 Jahre

Jubiläum“

17. Juli ab 10.00 uhr Der löschzug rüthen feiert – alle feiern mit beim „tag der offenen

tür“

07. august ab 11.00 uhr „tag der offenen tür“ - 100 Jahre löschzug Horn-Millinghausen der

Feuerwehr erwitte

27. / 28. august 75 Jahre löschgruppe Kneblinghausen

10. september 16.00 uhr Gemeindefeuerwehrfest in enkesen

100 Jahre lG enkesen

17. september 100 Jahre löschzug oestinghausen

stadthalle rüthen

Feuerwehrhaus am Gartenweg

Mehrzweckhalle in Horn

Hof sommer am Feuerwehrhaus

in enkesen im Klei


newsletter Florian Kreis soest

Newsletter beim Erscheinen einer neuen Ausgabe Florian Kreis Soest Aktuell

Sie können sich auf unserer Internetseite www.florian-kreis-soest.de für den Newsletter eintragen.

Sobald eine neue Ausgabe online abrufbar ist, werden Sie von uns per Email darüber informiert.

WWW.FlORIan-KReIs-sOest.de

Impressum

Herausgegeben von den Feuerwehren im Kreis Soest und dem Kreisfeuerwehrverband

Soest

Verantwortlich:

Thomas Wienecke

Kreisbrandmeister des Kreises Soest

Redaktion:

Dirk Behrens, Christoph Blume, Christian Dicke, Dennis Dusny, Michael

Görge, Sven Kleindopp und Thorsten Krabbe

Textbeiträge und Fotos:

siehe Hinweis bei den Beiträgen

Gestaltung:

Christoph Blume, Dirk Behrens

info@florian-kreis-soest.de

Mai 2011 | Florian Kreis soest aKtuell 31


� Sparkassen im Kreis Soest.

Gut für diese Region.

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